„Gott hauchte ihm eine lebendige Seele ein ....“

Kundgabe 6599 19.7.1956

In Meinem Heilsplan von Ewigkeit ist die Vergöttlichung eurer Seelen vorgesehen, die einstmals wohl göttliche und vollkommene Wesen waren, doch im freien Willen diese Vollkommenheit hingaben .... Ihr Menschen müsset wissen, daß Ich euch nicht so unvollkommen aus Mir herausgestellt habe, wie ihr nun seid, daß Ich wohl die menschliche Form erschuf, die Seele aber, die diese menschliche Form belebt, schon eine endlos lange Zeit gebraucht hat, um ihren freiwillig hergestellten, völlig verkehrten Zustand so weit zu wandeln, daß sie nun in der menschlichen Form Aufenthalt nehmen konnte, um die völlige Vergöttlichung wiederzuerreichen. Ihr Menschen müsset es wissen, daß nicht Ich euch unvollkommen erschaffen habe, um nun als Mensch von euch zu verlangen, daß ihr euch vervollkommnet .... weil aus Mir nichts Unvollkommenes hervorgehen kann .... Wenn ihr vorerst dieses Wissen besitzet, dann betrachtet ihr auch euer Erdendasein anders .... Ihr erkennet, daß es nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck ist .... Solange euch aber dieses Wissen fehlt, glaubet ihr berechtigt, das Erdenleben nützen zu dürfen nur zur Hebung eures körperlichen Wohlbefindens .... Ihr glaubet, eure Lebenskraft nur körperlich verwenden zu dürfen, selbst wenn ihr es anstrebet, daß jeder einzelne sich selbst ethisch entwickeln sollte, um ein besseres Menschengeschlecht zu erzielen .... Aber ihr begreifet die geistige Aufgabe des einzelnen noch nicht .... Der Mensch selbst ist nicht das letzte Ziel, das Dasein als Mensch ist nur die letzte Möglichkeit auf dieser Erde, zum höchsten Ziel zu gelangen. Und die Lehre, daß Ich „den Menschen erschaffen habe, damit er Mich liebe, Mir diene, um dadurch in den Himmel zu kommen“, hat erst dann die Berechtigung, wenn das Menschendasein als ein begrenztes Stadium für die einst unvollkommen-gewordene Seele angesehen wird, ansonsten falsche Vorstellungen aus dieser Lehre gezogen werden, wie auch diese, daß etwas „Unvollkommenes“ .... die Seele .... von Mir bei der Geburt des Menschen ihm beigesellt wurde, also von Mir aus etwas Unvollkommenes ins Leben gerufen wurde .... Dadurch verwirrt sich sowohl das Bild Meines Wesens, das höchst vollkommen ist, wie auch der Gedankengang der Menschen, die ihre eigentliche Erdenaufgabe nicht erfassen und darum immer mehr weltlich ausgerichtet sein werden, weil ihnen ein falsches Bild entwickelt wird. Zwar könnte der Mensch durch Liebe zu Mir und uneigennütziges Dienen zur rechten Erkenntnis gelangen und dann auch zur Seligkeit .... doch es wird sich die Liebe nicht entzünden können zu einem Wesen, das seine Schöpferkraft gebrauchet zum Erstehen unvollkommener Schöpfungen; und auch für das uneigennützige Dienen fehlte die rechte Begründung, so ihr Menschen nicht um die einstige Abkehr des Vollkommenen von Mir wisset, die darin bestand, daß es in Überheblichkeit herrschen wollte .... also das Liebeprinzip verwarf .... Die Unvollkommenheit ist von den Wesen selbst hergestellt worden .... Daß ihr aber als Mensch unvollkommen seid, unterliegt keinem Zweifel, und so müsset ihr als erstes den Anlaß eurer Unvollkommenheit zu ergründen suchen, euch aber nicht mit der Erklärung zufriedengeben, daß Ich euch so schuf, wie ihr nun auf Erden wandelt .... Letzteres aber vertreten alle, die den Erschaffungsakt des Menschen so darstellen, daß zur gleichen Zeit auch eine „Seele“ für diesen Menschen von Mir „geschaffen“ wird .... was sie begründen zu können glauben mit den Worten: „Gott hauchte ihm eine lebendige Seele Kundgabe 6599 5 Kundgabe 6599 ein ....“ Daß diese lebendige Seele ein einst gefallener Urgeist ist, darüber fehlt ihnen das Wissen .... das aber jeder einzelne Mensch gewinnen könnte, wenn er nur ernstlich sich die Frage stellen möchte um Sinn und Zweck des Erdenlebens und um seine Erdenaufgabe. Und auch eine Irrlehre könnte den Menschen zu Fragen veranlassen, sowie er nur den Willen hätte, Aufklärung zu erlangen .... Und besonders die Lehrenden, die den Menschen Führer sein sollen, müßten sich zuvor selbst Aufklärung verschaffen, die sie jederzeit erhalten, wenn sie sich nur an Mich Selbst wenden, wenn leise Zweifel, die jeder beim Nachdenken in sich aufsteigen fühlt, ihn an die rechte Quelle gehen ließen, wo reinste Wahrheit jeden Verlangenden erquicken wird. Daß soviel Dunkelheit ist unter den Menschen, daß Irrlehren sich verbreiten konnten, hat nur seinen Grund in der Lauheit der Menschen der Wahrheit gegenüber, denn jedem steht sie zur Verfügung, und jedem ist sie erreichbar, der nur ernstlich die Wahrheit begehrt. Doch wenige nur suchen einzudringen in Meinen ewigen Heilsplan .... diesen aber ist alles offenbar, und hellstes Licht leuchtet ihnen, weil das Licht von Ewigkeit Selbst es entzündet allen, die der Dunkelheit entfliehen wollen .... Amen

6 Was ist die Seele ....

Kundgabe 6647 17.9.1956

Völlige Unklarheit herrscht noch über solche Probleme, wo der Menschenverstand allein nicht ausreicht, um sie zu lösen, und wo der Geist Gottes am Werk sein muß, dessen Wirken zwar selten nur anerkannt wird. Er allein aber vermag eine klare Antwort zu geben, wenn Fragen gestellt werden, die ungelöste Probleme betreffen. Aber auch die Ergebnisse solchen Geistwirkens werden angezweifelt, die jedoch allein der Wahrheit entsprechen. Welcher Art nun auch eine Frage sein mag, immer wird allein die Antwort richtig sein, die Gott Selbst durch Seinen Geist den Menschen gibt .... „Geist“ aber ist nicht mit „Verstand“ zu verwechseln, denn der Verstand kann ebensogut auch in falscher Richtung sich bewegen .... Es ist keine Garantie gegeben, daß verstandesmäßige Ergebnisse der Wahrheit entsprechen, ansonsten nicht vielerlei Meinungen und Ansichten sich durchzusetzen suchten, die alle Anspruch auf Wahrheit erheben, alle aber nur durch den Verstand gewonnen wurden .... Der „Geist“ aber ist der Strahl, der von der ewigen Wahrheit Selbst ausgeht, der Licht gibt, das heißt Erkenntnis dessen, was der Verstand nur annimmt, wofür sich keine Beweise erbringen lassen. Der „Geist aus Gott“ aber gibt vollste innere Überzeugung, er gibt lückenlose Aufklärung, auch ohne besondere Anspruchnahme des Verstandes: .... Keinem Menschen wird der Begriff „Seele“ so faßlich gemacht werden können, der nicht schon ein bestimmtes „geistiges Wissen“ sich erworben hat, denn die Seele ist etwas Geistiges, sie ist nichts Irdisch- Materielles und kann daher auch nur geistig erklärt werden. Die Seele ist das Fluidum, das dem Körper, der materiellen Form, erst das Leben gibt .... Die Seele ist das eigentliche Leben, das eigentliche Ich des Menschen, das sich in einer materiellen Außenhülle birgt, das nicht gesehen werden kann, aber stets vorhanden ist, solange sich eine Kraft in dieser Außenform äußert. Und es wäre der Mensch kein Ich-bewußtes Wesen, wenn die Seele in ihm nicht vorhanden wäre. Die Seele ist Einstmals-aus-Gottausgeströmte Kraft, die Er als etwas Wesenhaftes herausstellte außer Sich, dem Er ein selbständiges Leben gab. Und dieses Wesen war ausgestattet mit freiem Willen und Denkfähigkeit .... Daß und warum sich nun im Erdenleben dieses Wesenhafte .... die Seele .... im menschlichen Körper birgt, ist ein Wissen für sich; doch erstmalig soll erklärt werden, daß also die Seele die Ursache ist, daß der Mensch denken, fühlen und wollen kann. Es soll herausgestellt werden, daß die Seele der Beleber aller Organe ist, daß jede Tätigkeit des Körpers, jede Willensregung und jegliche Empfindung Äußerung der im Körper sich befindlichen Seele ist .... die wohl an sich etwas Geistiges, mit menschlichem Auge nicht zu Schauendes ist und die .... wenn sie geschaut werden könnte .... völlig ihrer menschlichen Außenhülle gleicht. Sie ist das, was nach dem Leibestode bestehenbleibt und dann auch geschaut werden kann von ebensolchen Seelen in einem Reifegrad, der das geistige Schauen zuläßt. Es kann also die Seele niemals erklärt werden als irgendwelche dem materiellen Körper zugehörige Substanz .... sie ist und bleibt geistige Substanz, also geistige Ausstrahlung Gottes, die auf Erden einen Zweck erfüllen soll .... Sie ist unverletzlich und unvergänglich, kann sich aber von anderen Seelen unterscheiden durch die Lichtstrahlung, und der Zweck des Erdenlebens ist, den Lichtgrad zu erhöhen, den sie einstmals eigenwillig verdunkelte .... Es ist keinem Menschen möglich, das Wesen der Seele zu erklären, der nur rein Kundgabe 6647 7 Kundgabe 6647 wissenschaftlich dies unternimmt, weil die Seele nichts Greifbares, mit menschlichen Sinnen Ergründbares ist, sondern Kraft aus der Kraft Gottes, Dessen Wesen gleichfalls unergründbar ist und bleiben wird, Der aber von denkenden Menschen nicht geleugnet werden kann, wie auch die Seele das eigentliche Ich des Menschen ist, das auch nicht definiert werden kann, das ist und doch nicht bewiesen werden kann, das den körperlichen Organen wohl ihre Funktionen anweiset, das aber auch bestehen kann ohne den Körper, während der Körper ohne die Seele nur völlig leblose Materie ist, wenngleich alle Organe noch unverändert sind .... Aber es fehlt das Leben, sowie die Seele den Körper verläßt .... es fehlt das, was den Körper in Tätigkeit versetzt, was die Organe antreibt zu ihren Funktionen, was im freien Willen bestimmend einwirkt auf die Denkorgane und was jede Willensregung im Menschen auslöst .... Und dieses denkende, wollende und fühlende Etwas .... die Seele .... bewegt sich nun in anderen Sphären, doch immer als das gleiche Wesen, das den menschlichen Körper zuvor bewohnte. Und es kann darum auch erkannt werden im jenseitigen Reich, wozu aber ein bestimmter Reifegrad Voraussetzung ist .... Amen

8 Jede Seele ist ein Urgeist ....

Kundgabe 8008a 1.10.1961

Und Meiner Stimme sollet ihr achten, wenn sie in euch ertönt .... denn Mein Geist wird euch in alle Wahrheit leiten. Und wollet ihr in der Wahrheit unterwiesen werden, dann könnet ihr sie nur von Mir Selbst empfangen, Der Ich die Ewige Wahrheit bin: Als Ich die Wesen Meiner Liebe aus Mir einst herausgestellt habe, war jedes Wesen ein ichbewußter Geist, der mit Mir in innigstem Verband stand und ständig von Meiner Liebe durchstrahlt wurde. Diese Liebedurchstrahlung versetzte das Wesen in einen Zustand hellster Erkenntnis .... es stand im Licht, es erkannte Mich Selbst und alles, was das Wesen umgab .... Es war jedes Wesen ein Gott-gleicher Geist, der unermeßlich selig war. Und dennoch fand aus Gründen, die euch schon vielfach erklärt worden sind, ein Abfall unzähliger Wesen von Mir statt, während auch viele bei Mir verblieben .... Erstere verloren ihr Licht, während letztere in unermeßlicher Lichtfülle blieben und Meinem Gegner .... dem zuerst abgefallenen Urgeist .... nicht in die Tiefe folgten. Und mit diesen bei Mir verbliebenen Urgeistern schaffe und wirke Ich in der Unendlichkeit .... Ihr Menschen wisset aber auch, daß Ich Mir das Ziel einer Vergöttlichung alles geschaffenen Wesenhaften gesetzt habe und daß diese Vergöttlichung vom freien Willen des Wesens selbst ausgeführt werden muß .... Ihr wisset es, warum die Wesen einst gefallen sind, und ihr habt auch Kenntnis erhalten von Meinem Heilsplan von Ewigkeit, der die Rückführung alles gefallenen Geistigen verfolgt, die auch sicher einmal erreicht werden wird. Ihr wisset es, daß die Gotteskindschaft das höchste Ziel ist und daß alle Wesen, die als Mensch über die Erde gehen, laut Plan von Ewigkeit auch die Gotteskindschaft auf dieser Erde erreichen können .... wenn der freie Wille dies nur ernstlich anstrebt .... Und es hat dann sonach das einst von Mir abgefallene Wesen den höchsten Seligkeitsgrad erreicht, es ist zu Meinem Ebenbild geworden, es kann schaffen und wirken in völlig freiem Willen, und doch wird dieser Wille ganz dem Meinen gleich sein, er ist nicht mehr von Mir bestimmet, doch Mein Kind ist völlig in Meinen Willen eingegangen und darum unermeßlich selig .... Und diesen überhohen Seligkeitsgrad streben auch Meine bei Mir verbliebenen Geistwesen an, denn wenngleich sie auch in unmittelbarer Verbindung stehen mit Mir, wenngleich sie auch ständig von Meiner Liebekraft durchstrahlt werden, so sind es doch nach Meinem Willen erschaffene Wesen, die nicht anders denken und handeln können als in Meinem Willen, die gleichsam immer nur Ausführende Meines Willens sind. Den Unterschied dessen euch Menschen klarzumachen bedingt auch schon einen hohen Reifegrad, den ihr noch nicht besitzet, und Ich kann euch daher nur eurem begrenzten Denken nach solches erklären, wie es euer Verstand zu fassen vermag, weil ihr ebenjene tiefe Erkenntnis um alle Zusammenhänge im geistigen Reich durch euren Fall zur Tiefe verloren hattet und nun auf Erden noch nicht zur letzten Erkenntnis gekommen seid. Dennoch genügt es euch, zu wissen, daß auch diese bei Mir verbliebenen Wesen einmal den Gang über die Erde gehen, um zu dem Grad der Gotteskindschaft zu gelangen, der ihre Seligkeit noch maßlos erhöht. Und dieser Gang über die Erde fordert also ein Leben im Fleisch, ein Dasein als Mensch, wie es auch das einst gefallene Geistige zurückzulegen hat zum Bestehen seiner Willensprobe. Es wird sich also ein Lichtgeist, der sich auf Erden verkörpern will, auch einen irdischen Leib Kundgabe 8008a 9 Kundgabe 8008a erwählen als Aufenthalt, dessen geistige Substanzen schon einen gewissen Reifegrad erreicht haben, daß ein Lichtgeist ihn nun in Besitz nehmen kann, daß er der toten Außenform .... dem menschlichen Körper .... nun erst das Leben gibt und er nun in diesem Körper seinen Erdengang beginnt .... Dieser Lichtgeist also ist die geistige Kraft, die einfließen muß in einen menschlichen Körper, der nun als Mensch in die Welt geboren wird und der erst dann „leben“ kann, wenn diese geistige Kraft .... die Seele .... der göttliche Odem .... in diese Außenform eingehaucht wird von Meiner alles umfassenden Vaterliebe, Die Sich das Vergöttlichen aller Ihrer erschaffenen Wesen zu Kindern zum Ziel gesetzt hat. Es belebt nun dieser Engelsgeist als Seele den Menschen, und da die Substanzen des Körpers, wenn auch geklärter als die der meisten Menschen, selbst noch unausgereift sind, da sie in der Welt Meines Gegners auch dessen Einflüssen ausgesetzt sind .... und da der Engelsgeist auch eine geistige Aufgabe auf Erden zu erfüllen hat und zumeist auch ohne Wissen um seine Herkunft ist .... so muß also die Seele .... sein eigenes Ich .... allen Anfechtungen Widerstand leisten, die von außen an sie herantreten. Sie muß gegen alle Triebe ankämpfen, die dem Körper noch anhaften, weil dieser durch alle Schöpfungswerke hindurchgegangen ist, und er muß zumeist einen äußerst schweren Erdenweg zurücklegen, wo sein freier Wille nicht versagen darf, wo er immer wieder zu Mir als seinem Vater Zuflucht nehmen muß, um nicht die Kraft zu verlieren, die er auf Erden braucht. Denn er hat sich der Licht- und Kraftfülle als Engelsgeist freiwillig begeben, als er den Gang über die Erde antrat. Aber die Bindung mit Mir ist so stark, weil ungewöhnlich heiße Liebe einen solchen Menschen durchflutet, die auch sicherste Gewähr ist, daß er sein Ziel erreicht auf Erden, daß er als „Mein Kind“ zu Mir zurückkehrt, weil dies sein höchstes Verlangen gewesen ist zuvor in Meinem Reich .... Dieser Vorgang also wird bei einem jeden Lichtgeist der gleiche sein, immer bezieht er als „Seele“ eine irdisch materielle Außenform, die mehr oder weniger starken Einfluß ausüben wird durch ihre verschiedenartige Beschaffenheit und die der Seele viele Aufgaben stellen wird, denn diese Außenform wird immer die irdische Materie durchschritten haben .... es sei denn, ungewöhnliche Einflüsse haben ihre Substanzen schon zuvor so geläutert, daß sie sich sehr bald den Anforderungen Meines göttlichen Geistfunkens anschließen, der in den als Mensch verkörperten Lichtwesen besonders stark leuchtet und eine gänzliche Vergeistigung aller Substanzen rascher zuwege bringen kann .... Und so war auch die Seele Jesu ein höchster Lichtgeist .... Auch Er bezog eine irdische materielle Außenform, auch Er gab dieser Form erst das Leben, als Er als Seele die Außenhülle in Besitz nahm, als Er auf Erden geboren wurde. Das Gefäß, das Ihn zur Welt brachte, war rein und makellos, es war Seine Zeugung kein niederer Akt der Sinne .... dennoch war Sein Leib dem aller Menschen gleich, weil Er das Vergeistigungswerk vollbringen sollte als Beispiel, dem auch alle Menschen folgen sollten und konnten. Und auch Seine Seele, obwohl von oben, wurde bedrängt von unreifem Wesenhaften, das Er nicht abschütteln durfte, sondern kraft Seiner Liebe gleichfalls vergeistigen sollte, was große Arbeit an Sich Selbst erforderte und eine solche Arbeit auch jeder Engelsgeist im Erdenleben leisten muß, weil der Gang durch die „Tiefe“ eben auch ein Kämpfen und Besiegen alles dessen bedeutete, was der Tiefe angehört und sich auch an jenen Menschen austobt .... Kundgabe 8008a - 10 Kundgabe 8008a - Ihre große Liebe aber verrichtet diese Arbeit in Ausdauer und Geduld. Und es gelingt ihnen zumeist, Körper und Seele zu vergeistigen .... das heißt , auch die sich der Seele beigesellenden noch ungeistigen Substanzen zu erlösen, sie zur vollsten Ordnung in sich zu bringen und gleichzeitig eine hohe Mission zu erfüllen, zu der sie sich freiwillig Mir erboten haben .... Amen

11 Jede Seele ist ein Urgeist ....

Kundgabe 8008b 2.10.1961

Alles von Mir einst ausgegangene Wesenhafte, alle Geistwesen, die aus Meiner Liebe hervorgegangen sind, ist ausgestrahlte Kraft .... Sie sind das gleiche wie Ich Selbst in ihrem Urelement, sie sind Liebekraft aus Mir .... Das gefallene Geistige nun wurde zum Zwecke seiner Rückführung zu Mir aufgelöst in unzählige Partikelchen; es wurde die einst ausgestrahlte Kraft umgeformt zu Schöpfungen jeglicher Art. Denn es mußte die Kraft irgendwie tätig werden, weil dies Urgesetz ist seit Ewigkeit. Aber es sammelten sich alle diese aufgelösten Partikelchen wieder, und jeder einst gefallene Urgeist erlangt das Ichbewußtsein wieder, sowie er als Mensch über die Erde geht, sowie er die letzte Strecke in dem endlos langen Entwicklungsprozeß zurücklegt, bevor er wiedereingeht in das geistige Reich. Das also gesammelte Geistige belebt als Seele die Außenform eines Menschen .... Die Seele selbst also ist der einst-gefallene Urgeist, sie ist das ichbewußte Wesen, das einst in aller Lichtfülle von Mir ausging und im freien Willen abgefallen ist, das Mein Gegner .... der erst-gefallene Lichtgeist .... mit zur Tiefe riß. Das Heer urgeschaffener Geister war endlos, und auch die Zahl der bei Mir verbliebenen Wesen war unermeßlich hoch .... Doch auch diese waren im Grunde des Grundes das gleiche: aus Mir ausgestrahlte Liebekraft. Geht nun also ein Lichtgeist, ein Engelswesen, auch den Gang über die Erde zwecks Erreichung der Gotteskindschaft, so tritt er in das gleiche Verhältnis ein wie jeder gefallene Geist .... Er bezieht eine fleischliche Hülle, die aus mehr oder weniger ausgereiften geistigen Partikelchen besteht, denn das Fleisch gehört dieser Erde an .... Der Leib kann wohl reiner sein und Weniger-Mir-Widersetzliches in sich bergen, aber er ist immer irdisch-materiell, was ja auch den Erdengang zu einer schweren Prüfung oder Erprobung des Willens für die im Fleischleib wohnende Seele werden lässet .... Denn es müssen Widerstände vorhanden sein, es muß auch eine Seele des Lichtes Kämpfe zu durchstehen haben im Fleisch, die ihr immer wieder Mein Gegner liefern wird, der sich der Außenhülle bedient, um die Seele anzugreifen in jeder Weise. Und auch eine Lichtseele wird daher starken Versuchungen ausgesetzt sein, weil der irdische Körper sich im Gebiet Meines Gegners befindet und dieser gerade eine Lichtseele ungewöhnlich bedrängen wird, um auch sie zum Fall zu bringen, was ihm einstens nicht gelungen ist. Doch der ungewöhnlich starke Liebewille einer solchen Seele sichert ihr auch ständige Kraftzufuhr von oben, denn sie gibt die Bindung mit Mir nicht auf, es zieht sie gewaltig zu Mir, und diese Liebesehnsucht ist eine starke Waffe im Kampf mit dem Gegner, aus dem sie auch als Sieger hervorgehen wird .... Ihr dürfet nun aber nicht glauben, daß sich ein Lichtgeist .... ein nicht gefallener Geist .... einem anderen gefallenen Geist zugesellt, um den Gang über die Erde zu gehen .... Jede Seele ist ein Urgeist, ganz gleich, ob gefallen oder nicht .... Der gefallene Urgeist legt aufgelöst in unzählige Substanzen den Entwicklungsgang zurück, bevor er sich als Mensch verkörpern darf, bevor er also als „Seele“ eine menschliche Außenform bezieht .... Der nicht-gefallene Geist braucht nicht aufgelöst zu werden, sondern er bezieht als Seele von oben eine menschliche Hülle .... wie auch jene Lichtwesen, die einen hohen Lichtgrad im jenseitigen Reich erreicht haben und zum Zwecke einer Mission einen nochmaligen Erdengang zurücklegen wollen mit dem Ziel, die Gotteskindschaft zu erreichen .... Solche Seelen Kundgabe 8008b 12 Kundgabe 8008b also verkörpern sich direkt im Fleisch .... die einst von Mir ausgestrahlte Kraft strömt als „Lebensodem“ in die menschliche Außenform, und sie gibt dieser Form das Leben .... Bedenket immer, ihr Menschen, daß alles einst „Erschaffene“ von Mir-ausgestrahlte Liebekraft ist, die durch Meinen Willen zu ichbewußten Wesen wurde, die niemals mehr vergehen können. Aber Ich kann diese Kraft auch umformen, Ich kann diese Wesen auflösen und andere Schöpfungen erstehen lassen, wenn Ich damit einen Zweck verfolge, der Meine Liebe und Weisheit zur Begründung hat .... Ich kann aber auch ein solches ichbewußtes Wesen mit der Hülle eines Menschen umkleiden, wenn sich Meine Liebe und Weisheit daraus einen Zweck verspricht .... Und jede Seele, die als eigentliches Leben eines Menschen anzusehen ist, ist ein Urgeist .... dem Meine endlose Liebe die Möglichkeit gibt, auf Erden die Gotteskindschaft zu erreichen, die jedes von Mir erschaffene Wesen selbst anstreben und erreichen muß .... Amen

13 Weitere Erklärung über die Seele ....

Kundgabe 8012 5.10.1961

Den Begriff „Seele“ zu klären wird nötig sein, damit ihr euch nicht im Irrtum beweget: Alles, was ihr um euch sehet, ist geistige Kraft .... von Mir einst ausgestrahlt als Wesen, die aufgelöst wurden, als sie die ihnen unausgesetzt zuströmende Liebekraft nicht nützten nach Meinem Willen. Denn diese Kraft muß tätig werden laut Gesetz ewiger Ordnung. Diese einst als „Wesen“ ausgestrahlte Liebekraft wandelte Ich also zu Schöpfungswerken um, die eine dienende Tätigkeit verrichten. Und so ist die Schöpfung um euch im Grunde des Grundes jene Kraft, die als selbständige Wesen hinausgestellt wurden von Mir. Und ob nun auch die zur Materie-gewordene geistige Kraft noch so verhärtet ist .... es sind alles Licht- und Liebefunken, die Mir entstrahlten, die nur durch Meinen Willen eine Form erhielten entsprechend Meiner Liebe und Weisheit .... Es kann nun aber Geistiges nicht mehr vergehen, es kehrt Meine einst ausgestrahlte Kraft unweigerlich wieder zu Mir zurück .... Doch was euch umgibt, steht im verschiedensten Reifegrad, weil dies Sinn und Zweck der Schöpfung ist, das Geistige ausreifen zu lassen, das sich durch seinen Fall zur Tiefe in seinem Wesen völlig verkehrt hatte und das nun in diesem Bewährungsprozeß (Läuterungsprozeß) durch die gesamte Schöpfung sich wieder vergöttlichen soll, also wieder zu einem selbständigen Wesen werden soll, das in Licht und Kraft und Freiheit wirket zu seiner eigenen Beglückung. Einmal also sammeln sich alle Partikelchen einer aufgelösten Urseele wieder .... und diese geht nun in der Außenform eines Menschen über die Erde, um ihre letzte Vollendung auf dieser im freien Willen zu erreichen. Diese Seele also ist jene von Mir einst ausgeströmte Liebekraft, doch alle ihre Substanzen bedürfen noch einer Klärung .... Dennoch ist sie Geistiges, denn alles ist geistige Kraft, was ihr sehet, selbst wenn sie als Materie durch Meinen Willen gefestigt ist .... Einen bestimmten Reifegrad hat das Geistige, das als „Seele“ nun den Menschen belebt, wohl schon erreicht, ansonsten ihre Verkörperung als Mensch nicht zugelassen wäre; aber es kann nicht von einer „vollkommenen“ Seele gesprochen werden, weil sie durch das Reich Luzifers gegangen ist und ihr Denken und Wollen auch noch luziferisch ausgerichtet ist. Aber sie ist der einst-gefallene Urgeist, der durch den Erdengang restlos frei werden kann von allen ungeistigen Einflüssen, der frei wollen und handeln kann und daher auch die Möglichkeit hat, auf der Erde zur letzten Vollendung zu gelangen und als strahlender Lichtgeist wiedereinzugehen in das jenseitige Reich, wenn er den Erdenleib verlassen muß. Die Seele ist sonach das dem menschlichen Auge nicht Sichtbare, das unvergänglich ist, das bestehenbleibt bis in alle Ewigkeit, während die Materie .... jegliche dem Auge sichtbare Außenform .... vergänglich ist, aber auch nur aufgelöst wird durch Meinen Willen, um das darin sich bergende Geistige freizugeben .... Also ist auch die sichtbare Schöpfung ebenfalls einstmals-wesenhaftes Geistiges, das nur aufgelöst durch diese Schöpfungen hindurchgeht, doch einmal auch so weit herangereift ist, daß sich der gefallene Urgeist als Seele eines Menschen verkörpern darf. Die Seele hat wohl die Form eines Menschen, doch sie ist nur mit geistigem Auge schaubar, das heißt , erst ein bestimmter Reifegrad ermöglicht es einer anderen Seele, jene Seele zu schauen, wie auch einst im geistigen Reich sich wohl die erschaffenen Wesen erkannten und austauschen konnten, doch nur deshalb, weil sie das geistige Schauvermögen hatten, Kundgabe 8012 14 Kundgabe 8012 was der Mensch oder eine unreif von der Erde abgeschiedene Seele nicht hat. Es ist also eine Seele keine stoffliche Form mehr, wenn man unter „Stoff“ etwas Materielles, Sichtbares versteht .... Es ist eine geistige Form, es ist die aus Mir hinausgestrahlte Kraft, die einer toten Form .... dem menschlichen Körper .... das Leben gibt. Dennoch kann die Seele denken, fühlen und wollen, was der Körper an sich nicht kann, sowie ihm das eigentliche Leben, die Seele, fehlt .... Die menschlichen Organe üben zwar ihre Funktion aus, jedoch immer angetrieben oder belebt von der Seele, von dem eigentlichen Ich, das alle diese Funktionen bestimmt zu ihrer Tätigkeit. Und darum trägt die ganze Verantwortung für das Erdendasein nur die Seele, niemals der Körper .... die aber stets verkehrt denken und handeln würde, wenn Ich ihr nicht den Geistesfunken als Mein Anteil zugesellt hätte, der nun seinen Einfluß auszuüben sucht, sich seinem Drängen unterzuordnen, und der sie immer Meinem Willen gemäß bestimmen will, jedoch niemals zwingend auf die Seele einwirkt. Der Seele steht es völlig frei, sich dem Begehren des Geistes oder auch den Begehren des Körpers zu unterstellen, und dies ist ihre eigentliche Erdenlebensprobe, welche die Seele zu bestehen hat, um als vollendet eingehen zu können in das geistige Reich. Ihr Menschen müsset euch mit dem Gedanken vertraut machen, daß ebenjener „gefallene Urgeist“ euer eigentliches Ich ist .... daß dieser Urgeist aber bei Beginn seiner Verkörperung als Mensch noch ein sehr unlauterer Geist ist, denn er befindet sich in dem Gebiet Luzifers, er ist selbst durch alle Schöpfungen hindurchgegangen, in denen alles Luziferische gebunden ist. Und auch die menschliche Außenhülle ist Materie, also noch in der Entwicklung stehendes Geistiges .... Denn die letzte Vollendung soll erst im Erdenleben vor sich gehen, kann aber erreicht werden, weil das Erlösungswerk vollbracht wurde von Jesus Christus, Meinem eingeborenen Sohn, Den Ich zur Erde sandte, um die große Urschuld zu tilgen, die allen gefallenen Wesen den Eintritt in das Lichtreich verwehrte .... Die Seele des Menschen Jesus also war eine Seele des Lichtes, die zwecks einer Mission zur Erde herabstieg in das Reich der Finsternis .... Eine Seele des Lichtes verkörperte sich in einer fleischlichen Hülle, im Leib eines irdischen Menschen, Der genau so beschaffen war wie jeder andere Mensch. Diese Hülle zwar bereitete sich die Seele des Lichtes zuvor zu, denn sie sollte ein reines Gefäß sein, weil Ich Selbst in dem Menschen Jesus Aufenthalt nehmen wollte. Dennoch bestand der Fleischkörper aus irdisch-materiellen Substanzen, weil der Mensch Jesus an Sich Selbst ein Vergeistigungswerk vollbringen sollte, das den anderen Menschen als Vorbild diente .... das also alle Menschen an sich vollbringen müssen, um sich zu vollenden. Zudem befand sich die Seele Jesu, eine reinste Seele des Lichtes, in einer finsteren Umgebung; sie stieg in das Reich Luzifers hinab und sah sich nun auch allen Angriffen durch ihn ausgesetzt. Die Seele Jesu aber war kein gefallener Geist. Da sie aber durch die Tiefe gehen mußte, konnte sie auch nicht dem Ungeistigen wehren, das sie im Auftrag Luzifers hart bedrängte. Die Seele Jesu war Licht in aller Fülle .... Als sie jedoch in die Tiefe hinabstieg, ließ sie das Licht zurück, das die Menschen in ihrer Finsternis unwiderruflich aufgezehrt hätte. Es erfüllte also der Lichtgeist Jesus nur in beschränktem Maße Seine körperliche Hülle, Er ließ Sein Liebelicht nicht leuchten, doch die Liebe war in Ihm, der Liebe begab Er Sich nicht und diese Liebe verband Ihn inniglich mit Mir, Seinem Vater von Ewigkeit. Die Seele Jesu also war Geist aus Meinem Geist, sie war gleichfalls als Liebelicht von Mir Kundgabe 8012 - 15 Kundgabe 8012 - ausgestrahlt, und sie gab diese Liebe auch nicht hin, als sie die Erde betrat. Doch nun setzte die Einwirkung Meines Gegners ein, der das Erlösungswerk Jesu verhindern wollte und der auch die Seele Jesu selbst herabzuziehen suchte in die Finsternis. Kraft des ungeheuren Liebelichtes hätte Jesus spielend allen seinen Angriffen Widerstand leisten können. Dann aber wäre die Nachfolge Jesu in Frage gestellt, dann hätte Er niemals als „Mensch“ den Mitmenschen das Leben vorgelebt, das diese führen sollten, um sich frei zu machen von Meinem Gegner, sondern allein göttliche Kraft hätte etwas vollbracht, das niemals einem Menschen möglich gewesen wäre. Darum nahm eine Seele des Lichtes bewußt den Kampf auf gegen Meinen Gegner, indem sie ihm alle Angriffsflächen bot .... Er stellte Sich bewußt zum Kampf, und das hieß gleichzeitig, auch den Ungeistern nicht zu wehren, als sie von Seiner Seele Besitz ergreifen wollten .... Er besiegte sie nicht kraft Seiner Macht, sondern kraft Seiner Liebe, das heißt , Er sänftigte sie, Er brachte ihnen Erlösung, denn Seine Liebe war übergroß, und während des Erdenlebens als Mensch wuchs sie zu einem Feuermeer .... Er nahm Mich Selbst als die Ewige Liebe in Sich auf .... Er gab den Versuchungen des Gegners nicht nach, sondern überwand jegliche Anfechtung, jegliches Verlangen jener Ungeister mit übergroßer Geduld und Erbarmung, um diesem unerlösten Geistigen zu helfen, um das Geistige in den Zustand zu versetzen, daß es sich Seiner Seele angleichen konnte .... Und die Liebe vollbrachte das Werk, daß auch alle noch ungeistigen Substanzen des Körpers sich Seiner Seele anglichen, daß Seele und Körper in höchster Lichtfülle erstrahlten und sich einten mit Mir, dem Liebelicht von Ewigkeit .... Und dieser gleiche Vorgang spielt sich ab, wenn ein höchster Lichtgeist .... ein Engelsgeist .... den Weg durch die Tiefe gehen will, um zur Gotteskindschaft zu gelangen, um ein im freien Willen höchstvollendeter Geist zu sein, der in und mit Mir schaffen kann im freien Willen .... Immer begrenzt dann der Geist seine Licht- und Kraftfülle, weil diese den menschlichen Körper sprengen würde, der noch kein rein geistiger Körper ist .... Es nimmt also der Lichtgeist die Form des menschlichen Körpers an, bleibt jedoch ein Geistkörper .... Und diese geistige „begrenzte“ Form ist die Seele, die den sonst toten Fleischkörper erst belebt .... Tritt diese Seele wieder aus dem Fleischleib heraus, dann erfährt sie auch keine Begrenzung, dann ist sie wieder der freie, licht- und kraftvolle Geist .... was aber nicht ausschließt, daß dieser Geist einmal als menschliche Seele den Weg durch die Tiefe gegangen ist .... Aber ein solcher Geist wird auch im Erdenleben über ungewöhnliche geistige Fähigkeiten verfügen, denn wenngleich er den schwersten Versuchungen von seiten Meines Gegners ausgesetzt ist, wird er niemals die gänzliche Bindung mit Mir verlieren, und die Kraft seiner Liebe wird ihn auch als Sieger hervorgehen lassen. Denn was Meinem Gegner nicht gelang, als er das große Heer urgeschaffener Geister zum Abfall von Mir brachte, das wird ihm auch nun nicht gelingen .... Und doch wird das Erdenleben eines Lichtgeistes immer ein besonders schweres sein, bis er ganz offen die große Willensprobe abgelegt hat, die ihn nun zu Meinem Kind werden ließ, das ewig mit Mir vereint ist, mit seinem Vater, und nun unbegrenzte Seligkeiten genießen wird .... Amen

16 Entwicklung der Seele .... Urgeist ....

Kundgabe 7571 7.4.1960

In jeder Entwicklungsperiode reifet Geistiges aus, und es kann auch eine Periode dazu genügen, daß das Geistige durch die Schöpfungen hindurch so weit emporsteigt, daß es sich als Mensch verkörpern und die letzte Willensprobe mit Erfolg zurücklegen kann .... Es können aber auch mehrere solcher Perioden nötig sein für diese Vergeistigung der verhärteten Seelensubstanzen, wenn der Widerstand dieser so groß ist, daß die Aufwärtsentwicklung nur langsam vor sich geht und auch das Dasein als Mensch eine Gefahr ist, daß das Geistige wieder absinkt zur Tiefe. Denn es ist der freie Wille ausschlaggebend, der im Stadium als Mensch erprobt werden soll. Dieser freie Wille ist aber zuvor gebunden .... Das verhärtete Geistige ist zwar dem Willen des Gegners von Gott durch diesen Entwicklungsgang durch die Schöpfungen der Erde entwunden .... aber die einzelnen Substanzen können sich nun nicht im freien Willen bewegen, sondern sie sind vom Willen Gottes beherrscht, das heißt , sie legen ihren Entwicklungsgang in einem Mußzustand zurück, sie stehen unter dem Willen Gottes, der allem Wesenhaften in den Schöpfungswerken seine Aufgabe zuweiset. Durch das Erfüllen dieser Aufgabe im Mußgesetz steigen sie langsam zur Höhe, das heißt , ihr Widerstand lockert sich, sie führen eine dienende Bestimmung aus und können langsam den Zustand erreichen, wo ihnen der freie Wille zurückgegeben werden kann. Und dieser Entwicklungsgang erfordert ständigen Wechsel der Außenform .... es ist ein langsamer Aufstieg, es ist ein Einordnen in die Gesetze der Natur und somit ein Unterordnen dem Willen Gottes, wenn auch in einem gewissen Zwang, der aber nur dem Wesen zur Erleichterung verhilft und ihm einmal wieder die Freiheit verschaffen soll, wo es wieder denken, wollen und handeln kann im eigenen Willen. Und dieser Gang durch die Schöpfungswerke ist nicht auszuschalten, soll das geistige Wesen wieder zurückkehren zu Gott, von Dem es sich so endlos weit entfernt hatte durch seinen Abfall von Ihm, daß es aus eigener Kraft niemals diese Entfernung überwinden könnte und auch niemals vom Gegner Gottes zu dieser Rückkehr freigelassen würde, wenn Gott diesem nicht das Wesenhafte entwinden würde eben zum Zweck der Bannung in der Materie, in den Schöpfungen auf dieser Erde. Der Gegner Gottes besitzt ein Anrecht an das gefallene Geistige, weil es ihm freiwillig zur Tiefe gefolgt ist .... Gott aber besitzt das gleiche Anrecht, weil die Wesen aus Seiner Kraft hervorgegangen sind. Darum ist das Entwinden dieser aus der Gewalt des Gegners von seiten Gottes berechtigt, aber dafür ist jenem das Recht gegeben, daß er auf das Geistige wieder einwirken kann, wenn es im Stadium als Mensch über die Erde geht. Und zu diesem Zweck muß das Geistige wieder einen Reifegrad erlangt haben, wo es fähig ist, seinen Willen zu gebrauchen, um sich frei zu entscheiden für seinen Herrn. Es kann aber das Wesenhafte nicht von Gott aus schlagartig in einen solchen Zustand versetzt werden, es muß den Gang zur Höhe genauso stufenweise zurücklegen, wie es ihn in die Tiefe getan hat, es muß den Widerstand langsam aufgeben, und er kann ihm nicht gewaltsam gebrochen werden. Und das erfordert unzählige Verformungen, durch die Steinwelt, durch die Pflanzen- und Tierwelt hindurch zum Menschen .... Mit jedem Wechsel der Außenform verringert sich auch der Widerstand, denn das Wesen hat im Mußzustand einen Dienst geleistet, der ihm immer leichtere Verformung einträgt. Aber die Sünde Kundgabe 7571 17 Kundgabe 7571 des Abfalls von Gott ist so unermeßlich groß, daß der Abstand von Ihm daher auch unermeßlich weit ist, was soviel bedeutet, als daß unzählige Verformungen nötig sind, um diesen Abstand zu verringern, um wieder in die Gottnähe zu kommen, wo nun nur noch der letzte freie Willensentscheid nötig ist, daß auch die letzte Verformung von dem geistigen Wesen abfällt .... daß das Wesen wieder zurückkehrt zum Vater, von Dem es ausgegangen ist. Und dieser ganze Entwicklungsgang in den Schöpfungen der Erde ist ein ununterbrochener Kampf .... Es sucht das Wesenhafte, die Außenform zu sprengen, weil es diese als Fessel verspürt, aber es empfindet auch jedesmal das Sprengen der Form als Wohltat, ganz gleich, auf welcher Reifestufe es angelangt ist .... Und darum ist auch der Kampf, den ihr Menschen im Tierreich beobachten könnt, nur vor euren Augen grausam scheinend, während jedes Tier den Wechsel seiner Außenform immer wieder als Erleichterung spürt. Es ist darum auch von Gott aus zugelassen oder auch so gewollt, daß das Schwache dem Starken erliegt, daß das Starke das Leben des Schwachen beenden kann und gleichsam auch noch dadurch dem Wesenhaften dienet zur weiteren Entwicklung. Solange das Wesen also unter dem Mußgesetz steht, ist alles vom Willen Gottes bestimmt, auch sein Ende und seine neue Verformung .... Sowie aber das Wesen im Stadium als Mensch angelangt ist und seinen freien Willen wiedererhalten hat, tritt der Wille Gottes zurück .... Und dann sind dem Menschen Gesetze gegeben, nach denen er sich zu richten hat, wenn sein Erdenleben von Erfolg sein soll .... Er ist einmal an die Gesetze der Natur gebunden, und zum andernmal wird ihm der Wille Gottes unterbreitet, dem er sich unterordnen muß, soll die Entwicklung fortschreiten und zum Abschluß gebracht werden, denn das Ziel ist, von jeglicher Außenform frei zu werden und als freier Geist einzugehen in das Reich des Lichtes .... zurückzukehren in das Vaterhaus, zu Gott, von Dem das Wesen einstmals seinen Ausgang genommen hat .... Amen

18 Kenntnisnahme der Seele vom Erdenleben ....

Kundgabe 8243 17.8.1962

Sowie ihr eine Frage an Mich richtet, werde Ich euch antworten und euch belehren, so daß ihr auch recht versteht und jegliche Unklarheit behoben ist: Es ist der Erdengang als Mensch für die in ihm verkörperte Seele .... für den einst gefallenen Urgeist .... eine harte Erprobung seines Willens, der frei ist, wie er es war, als der Urgeist von Mir ausgegangen ist. Denn es wird um ihn gekämpft von zwei Seiten, und er allein entscheidet den Ausgang dieses Kampfes. Es stehen ihm immer geistige Betreuer zur Seite, die aber seinen freien Willen nicht antasten dürfen .... Und ebenso sind zahllose Gegenkräfte bemüht, den Menschen erneut zu Fall zu bringen .... Aber die Möglichkeit besteht, daß er Herr wird über letztere, daß er unbeirrt seinen Willen Mir zuwendet und dann auch ständig Kraft empfängt zum Widerstand und er seine Willensprobe besteht. Da aber der Urgeist zu Beginn seiner Verkörperung als Mensch noch völlig unwissend ist, weil er selbst sich durch seinen Abfall, durch die Zurückweisung Meines Liebelichtes, seines Lichtes, seines Wissens, seiner Erkenntnis, beraubte, muß er belehrt werden, und es geschieht dies auch von außen und von innen .... durch Meinen ihm beigelegten Geistesfunken, der ihn unaufhörlich drängen wird von innen, Gutes zu tun, und er nun auch dem Menschen ein innerliches Licht vermittelt. Zudem werde Ich immer die Lebenslagen eines Menschen so richten, daß er auch daraus lernen kann, weil immer wieder von seiten der geistigen Betreuer auf sein Denken eingewirkt wird, daß es die rechte Richtung nehme, daß es den Willen bestimme, sich Mir zuzuwenden, und dann Ich Selbst auch ungewöhnlich in ihm wirken kann. Ich sorge also in jeder Weise, daß der Urgeist während des Erdendaseins als Mensch sein Ziel erreichen kann, sowie er einmal seinen Willen bekundet hat, diese letzte Willensprobe als Mensch abzulegen. Doch niemals wird eine Seele .... ein Urgeist, der im Mußzustand durch die Schöpfung hindurchgegangen ist .... zu dieser letzten Verkörperung gezwungen .... Der Mußzustand hört auf mit dem Moment, wo sich alle Partikelchen eines Urgeistes wieder zusammengefunden haben, und von diesem Moment an ist dieser Urgeist wieder frei, er unterliegt keinem Zwang, weder von Meiner noch von Meines Gegners Seite .... Er kann selbst über sich entscheiden. Sein Widerstand gegen Mich hat während der Zeit seiner Aufwärtsentwicklung aus der Tiefe so weit nachgelassen, daß er nun ausgereift ist, um den Gang als Mensch über die Erde gehen zu können, doch dieses Gnadengeschenk muß er freiwillig annehmen .... Und darum wird ihm auch das Erdenschicksal vorgestellt .... Der Urgeist erkennt durch Meine Zulassung, daß er noch nicht in seiner Heimat ist, in der ihn Herrlichkeiten erwarten, und er verlangt danach .... Er erkennt aber auch, daß nur der Gang als Mensch ihn in seine verlorene Heimat zurückführt .... Er weiß auch, daß er nun wieder eine Form beziehen muß, und dieses Wissen kann ihn auch noch seinen Gang als Mensch verzögern lassen .... Doch zumeist nimmt er bereitwillig die Verkörperung als Mensch auf sich, und er fühlt sich auch stark genug, die letzte Willensprobe zu bestehen. Er soll sich aber selbst frei entscheiden, und deshalb wird ihm sein Erdengang gezeigt, indem er sich selbst sieht in den verschiedenen Lebenslagen, die er leicht überwältigen zu können glaubt, und daher auch willig ist, den letzten Weg in der Form zu gehen .... Ich aber weiß um den Reifegrad eines jeden einzelnen Urgeistes, und Ich kann wie ein Schemen den Erdengang an ihm Kundgabe 8243 19 Kundgabe 8243 vorüberziehen lassen, Ich weiß auch, wie dieser traumartige Vorgang die einzelne Seele berührt, und kann entsprechend nun ihre Einzeugung in der menschlichen Form veranlassen, die nun erst zu einem lebenden Wesen wird, wenn der Urgeist von der Form Besitz ergriffen hat. Ihr Menschen könnet es glauben, daß Ich alles kann, daß Ich auch einem völlig blinden Geist einen Lichtfunken zusprühen kann, der ihn für Momente sehfähig macht .... und daß diese Momente genügen, um seinen Willen rege werden zu lassen, den der Urgeist wieder gebrauchen kann, wenn alle seine Substanzen sich wieder vereinigt haben .... Ihr müsset auch wissen und glauben, daß es für Mich keiner Zeitdauer bedarf und daß dennoch Mein Wille bewirkt, was Ich als nötig erachte .... Und diese Bekundung des Willens eines Urgeistes, die Form des Menschen anzunehmen, ist nötig, denn er ist aus seinem gebundenen Zustand herausgetreten, und nun soll er sich auch frei entscheiden können für seinen Erdengang als Mensch. Der körperliche Leib des Menschen wird aber erst lebensfähig, wenn der Urgeist als „Seele“ ihn bezogen hat. Doch auch nun wird der Mensch erst geleitet von seinen Schutzgeistern, er wird langsam eingeführt in ein Wissen; er muß nun auch als Mensch erst reifen, bevor sich sein freier Wille und sein Verstand vernunftsmäßig äußern kann .... Es ist der letzte Entwicklungsgang auf dieser Erde, der dem Urgeist restlose Befreiung bringen kann, wenn er selbst es anstrebt, wenn er nur achtet auf die leise Stimme in ihm (sich), auf das innere Drängen, das Äußerung Meines in den Menschen gelegten göttlichen Geistesfunkens ist .... Aber Mein Gegner hat während des Erdenlebens das gleiche Anrecht an ihn, und er sucht es auch geltend zu machen .... Beeinflussungen von oben und von unten ist der Mensch jederzeit ausgesetzt, er selbst aber muß sich entscheiden, wer über ihn die Macht erringt. Und das ist seine letzte Willensprobe, daß er bewußt Mir als seinem Gott und Vater zustrebt, und diese freie Entscheidung kann ihm niemand abnehmen, jedoch es wird ihm Beistand gewährt in jeder Weise, weil auch Ich Mich sehne nach seiner Rückkehr und wahrlich wie ein guter Vater Mein Kind an der Hand führe, wenn es diese nur selbst ergreift und sich von Mir ziehen läßt .... Denn Ich will, daß alle Meine Geschöpfe selig werden, und Ich habe wahrlich alle Möglichkeiten bedacht, um dieses Mein Ziel zu erreichen .... Amen

20 Körper, Seele und Geist .... Erklärung ....

Kundgabe 4757 9.10.1949

Unbegreiflich ist es den Menschen, in welchem Verhältnis Körper, Seele und Geist zueinanderstehen, und darum ist auch das Wirken des Geistes ihnen schwer zu erklären. Es steht der Geist im Gegensatz zum Körper, während die Seele zwischen beiden steht, also gewissermaßen für Körper oder Geist sich entscheiden muß, sich niemals aber beiden zuwenden kann. Die Seele ist bei Beginn der Verkörperung als Mensch gänzlich dem Körper zugetan, sie hat also das Bestreben, dem Körper alle Wünsche zu erfüllen, das heißt Denken, Fühlen und Wollen .... die Seele des Menschen .... ist nur auf den Körper eingestellt, der, als selbst noch Materie, sich mit der Materie auch zusammenzuschließen sucht. Also wird der Mensch Verlangen haben nach materiellen Gütern, weil diese der Inbegriff dessen sind, was dem Körper behagt. Der Geist kommt also so gut wie nicht zur Geltung, die Seele hört nicht darauf, was der Geist von ihr verlangt; er kann sich nicht durchsetzen, weil der Körper noch das Übergewicht hat und die Seele voll und ganz mit Beschlag belegt, also ihr Sinnen und Trachten beherrscht. Es kann aber die Seele auch die Wertlosigkeit irdischer Dinge erkennen, sie kann des Körpers Begehren als unwichtig ansehen, sie kann mehr verlangen vom Erdenleben, als nur materielle Güter .... dann kommt der Geist zum Recht .... Er äußert sich nun der Seele gegenüber und wird von ihr angehört. Es beginnt die Seele eine andere Richtung einzuschlagen, sie verlangt nun nicht mehr für den Körper, sondern strebt geistige Güter an, sie läßt sich belehren, das heißt , sie nimmt widerspruchslos an, was ihr der Geist vermittelt, ja sie fühlt sich beglückt und beachtet stets weniger ihren Körper oder sucht auch ihn dem geneigt zu machen, was der Geist von der Seele verlangt .... die irdische Materie aufzugeben, um geistige Güter einzutauschen. Nun hat der Geist gesiegt über den Körper, beide, Geist und Körper, suchen die Seele für sich zu gewinnen. Und sowie es dem Geist gelingt, die Wünsche des Körpers zu verdrängen, ist er Sieger .... Was aber ist unter Geist zu verstehen? .... Es ist der Geist das Göttliche im Menschen, es ist das, was den Menschen als Gottes Geschöpf kennzeichnet, es ist der Geist das Band, das den Menschen mit dem Vatergeist von Ewigkeit verbindet. Es ist das Bewußtsein im Menschen, mit dem Vater von Ewigkeit auf ewig verbunden zu sein. Sowie er in Aktion tritt, erkennt sich der Mensch erst als Geschöpf Gottes, zuvor ist er sich nur als Lebewesen bewußt, das dem Leben alles abgewinnen möchte, was dieses bietet. Erkennt sich der Mensch aber, dann ist ihm die Welt nichts mehr, dann sucht er höhere Güter, dann sind seine Gedanken dem geistigen Reich zugewandt, dann sucht er in Verbindung zu treten mit Dem, Der ihm das Leben gab, dann ist sein Denken richtig und sein Wollen und Handeln dem göttlichen Willen entsprechend. Dann wirket also der Geist aus Gott im Menschen, Dem sich nun die Seele überlässet, daß Er sie leite und belehre, auf daß Körper, Seele und Geist nun eins werden und den Zusammenschluß suchen mit Gott, weil der Geist im Menschen unablässig dränget zum Vatergeist, mit dem er untrennbar verbunden ist und bleibt bis in alle Ewigkeit .... Amen

21 Zusammensetzung der Seele .... Miniaturschöpfung ....

Kundgabe 4845 23.u.24.2.1950

Die Seele des Menschen ist ein Gebilde von unvorstellbar vielen Miniaturschöpfungen. Sie ist gewissermaßen aus diesen Schöpfungen zusammengesetzt, die alle ihre früheren Verkörperungen waren, so daß sie als ganzes Schöpfungswerk Gottes anzusprechen ist, Der Seine unendliche Liebe, Weisheit und Allmacht in der menschlichen Seele unter Beweis gestellt hat. Es kann sich der Mensch davon keine Vorstellung machen, daß er selbst die gesamte Schöpfung in seiner Seele birgt, doch so er nach seinem Tode im geistigen Reich sich selbst zu schauen vermag, wird er voller Ehrfurcht und Liebe zu Gott die Wunderwerke betrachten, die er in sich selbst wiederfindet. Von jeder Verkörperung während seines Entwicklungsganges ist die Seelensubstanz gesammelt, und so ist die menschliche Seele in den einzelnen Substanzen durch die gesamte Schöpfung gewandelt und hat nun eine unvorstellbare Vielseitigkeit aufzuweisen. (24.2.1950) Dann erst wird es ersichtlich sein, wie wunderbar die Schöpfungswerke Gottes sind, und Seine Größe, Seine Liebe, Weisheit und Allmacht tritt so deutlich hervor und läßt alles Wesenhafte in Ehrfurcht und Liebe zu Gott verharren, Der Seine Geschöpfe durch das Innewerden Seiner Kraft und das Erkennen Seiner Selbst maßlos beglückt. Doch es gehört ein bestimmter Reifegrad dazu, daß sich die Seele selbst erschauen kann, und darum ist dies auch eine Seligkeit derer, die im Lichtreich sind. Es ist das Beschauen der Seele inbegriffen in die Verheißung Jesu: „Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe Ich bereitet denen, die Mich lieben ....“ Die Seele kann also in alle Gebiete Einsicht nehmen, sie erschaut, was sie nie zuvor gesehen, was aber in der Schöpfung unleugbar vorhanden ist, und sie ist sich dessen bewußt, daß niemals diese Wunder zu Ende sind, daß sich immer wieder neue Gebilde vorfinden und sie doch des Schauens dieser Schöpfungen nicht müde wird, sondern immer mehr erschauen will und sonach auch immer glückseliger wird. Die Seele ist etwas für menschliche Sinne nicht Wahrnehmbares und daher auch nicht verständlich. Sie ist für den Menschen auf Erden etwas Geistiges, im geistigen Reich aber das Eigentliche, sie ist das, was die geistigen Schöpfungen belebt, sie ist das wahrhaft Lebende im geistigen Reich, weil sie von der Kraft Gottes durchströmt wird. Und so finden sich in ihr alle Gedanken Gottes wieder, die Er zur Form werden ließ durch Seine Willenskraft. Ein manifestierter Gedanke Gottes ist jegliches Schöpfungswerk. Und so ist die menschliche Seele ein Schöpfungswerk größten Umfanges in Miniaturausführung .... doch den Menschen auf Erden ein zweifelhafter Begriff, ein Etwas, von dessen Vorhandensein sie noch nicht völlig überzeugt sind und auch forschungsmäßig niemals Überzeugung erlangen können. Es ist die Seele für die Erdenmenschen ein Nichts oder ein fragwürdiges Objekt, in Wahrheit aber die herrlichste, Gottes Weisheit, Liebe und Allmacht bezeugende Schöpfung, die Ihn verherrlicht im geistigen Reich, die unvergänglich ist und zu ständiger Lobpreisung Gottes Anlaß gibt allen, die im Lichtreich weilen und selig sind .... Amen

22 Einen der Seele mit dem Geist ....

Kundgabe 6306 8.7.1955

Wenn sich die Seele des Menschen einet mit ihrem Geist, wenn sie ihm also die Führung überlässet, kann der Mensch nicht fehlgehen, und all sein Denken, Wollen und Handeln wird nun recht gerichtet sein .... Wann aber einet sich die Seele mit ihrem Geist? .... Es ist dies der Moment, wo der Mensch aus innerster Überzeugung glauben lernet an einen Gott und Schöpfer, Dessen Geschöpf er selbst ist, und wenn er das Verlangen hat, mit diesem erkannten Gott in Verbindung zu treten .... wenn seine Gedanken Ihm zugewandt sind und er innerlich wünscht, in ein Verhältnis zu Ihm zu treten, das Gott angenehm ist .... wenn er sich positiv einstellt zu Gott .... Dann wird er von dem Göttlichen in sich ergriffen, der in ihm schlummernde Geist lenket ihn von Stund an, und er wird sich innerlich gedrängt fühlen, so zu leben, wie es Gottes Wille ist, er wird die Liebe in sich entzünden, weil dies schon das Wirken des Geistes im Menschen ist und weil sich nun auch der Geist merklich äußern kann, weil ihm der Mensch durch seinen Lebenswandel in Liebe das Recht dazu gibt .... Liebewirken also ist erstmalig das Zeichen eines zum Leben erweckten Geistes, denn der Geist bestimmt die Seele .... das Denken, Fühlen, und Wollen im Menschen .... dazu, und von einem liebetätigen Menschen kann man wohl sagen, daß sich seine Seele mit dem Geist geeinet hat. Und dann lebt der Mensch auch neben seinem irdischen Leben ein geistiges Leben, dann werden seine Gedanken sich nicht allein mit der Welt und irdischen Dingen befassen, dann wird er oftmals gedanklich verweilen in dem Reich, wo er Gott suchet; er wird sich mit Fragen befassen, die außerhalb irdischen Wissens liegen, und er stellt diese Fragen nun gleichsam dem in ihm wirkenden Geist, der sie ihm auch beantwortet, wenngleich der Mensch nur „sich selbst gedanklich tätig“ wähnet .... Das Verlangen, mit Gott im rechten Verhältnis zu stehen, hat unwiderruflich die Einigung seiner Seele mit dem Geist zur Folge, und dieses Verlangen wird ihm sicherlich erfüllt, denn es ist eine geistige Bitte, die der Mensch zum Schöpfer des Alls sendet, die gehört und der immer entsprochen wird, weil es der Lebenszweck des Menschen überhaupt ist, in das rechte Verhältnis zu Ihm einzutreten .... Dann aber übernimmt der Geist gänzlich die Führung des Menschen, und dann erreicht dieser auch sicher sein Ziel .... Das Göttliche im Menschen wird sich immer äußern, wenn dessen Gedanken ernstlich den Weg zu Gott nehmen, denn dann wirket auch Gott Selbst an ihm durch Seinen Geist, und jeder Ihm zugewandte Gedanke ist ein Schritt nach oben, und wird dieser Gedanke bewußt verfolgt, indem der Mensch ein Gebet sendet zu seinem Gott und Schöpfer von Ewigkeit, so wird Gott Sich ihm auch bald als Vater offenbaren, denn das Gebet ist die Brücke, die eine Verbindung herstellt vom Menschen zu Gott .... Dann aber ist der Mensch in bester Obhut, denn die wesenhafte Gottheit erfaßt ihn und wirket durch den Geist auf den Menschen ein, daß dieser die Kluft zwischen sich und Gott stets mehr verringert, denn der Geist dränget unaufhörlich dem Vatergeist entgegen, und das Verlangen im Menschen, Gott näherzukommen, wird immer größer werden, bis es Erfüllung findet im gänzlichen Zusammenschluß mit Ihm durch die Liebe .... die nun das Wesen des Menschen erfüllt, weil die Ewige Liebe Selbst in ihm wirket .... Amen

23 Vergeistigung von Seele und Körper .... Was ist der materielle Leib? ....

Kundgabe 8573 28.7.1963

Jede Frage will Ich euch beantworten in der Weise, daß es euch verständlich ist, selbst wenn ihr die tiefsten Zusammenhänge noch nicht begreifen könnet eurer noch niedrigen Seelenreife wegen. Dennoch werdet ihr über Probleme nicht im unklaren gelassen, die euch beschäftigen und die ihr allein euch nicht zu lösen vermöget. Und euch soll Licht werden, sowie ihr Licht begehret: Es ist die Zusammensetzung der Seele des Menschen in der gleichen Weise vor sich gegangen, wie die Auflösung des Wesens stattgefunden hat nach seinem Abfall von Mir, nach seiner substantiellen Verhärtung .... Es wurden die einzelnen Partikelchen, die durch die Schöpfungswerke hindurchgegangen waren zwecks Ausreifens, wieder gesammelt, das Stein- Pflanzenund Tierreich gaben alle Partikelchen wieder frei, die zu einem gefallenen Wesen gehörten, und diese einigten sich zuletzt wieder und bilden nun die Seele des Menschen .... Und also ist diese Seele der einst gefallene Urgeist, der zurückkehren soll zu Mir, zu seinem Ausgang, wenn er im Erdenleben die letzte Willensprobe besteht, die seinen freien Willen bedingt .... Diese Seele verkörpert sich in einer fleischlichen Hülle, in einem materiellen Leib, der wieder besteht aus unzähligen geistigen Substanzen, die noch im Anfang ihrer Aufwärtsentwicklung stehen .... Denn jegliche Materie ist das im Beginn der Entwicklung stehende Geistige, das schon reiferes Geistiges in sich birgt, das darin dienen muß und so zum Ausreifen kommt .... Die Materie nun hat einen weit längeren Weg vor sich, bis auch sie selbst sich als „Seele“ verkörpern kann .... Doch kann der Weg jeglicher geistigen Substanz von verschieden langer Dauer sein .... Es kann Geistiges in der Materie schneller ausreifen, es kann aber auch die Materie selbst schneller zur Auflösen kommen, wenn ihre dienende Funktion ohne Widerstand erfüllt wird .... wenn der Widerstand des Geistigen, das noch gebunden ist in der Materie, schneller nachläßt und dienet .... Das wird dann der Fall sein, wenn es in einer Umgebung sich befindet, wo ein bewußtes Streben zu Mir erkenntlich ist, was alles Geistige empfindet als Wohltat, und dessen Entwicklungsweg auch abgekürzt wird, weil es oft zum Dienen zugelassen wird. Verstehet das so: Wo noch der Hang zur Materie ist, wo keinerlei geistiges Streben erkennbar ist, dort wird die Materie gehortet, sie wird wenig zum Dienen zugelassen, und es verlängert sich der Zustand der Gebundenheit in dieser Materie .... wie er aber auch sehr verkürzt werden kann, wenn der Mensch keine Vermehrung irdischer Güter anstrebt und dem wenigen, das er besitzet, ständig Gelegenheit zum Dienen gibt .... Dann trägt der Mensch selbst durch seine Einstellung Mir und der Materie gegenüber zum schnelleren Auflösen derer bei, und das darin gebundene Geistige wird weit öfter seine Außenform wechseln können und schneller ausreifen und auch zu jenem Stadium in kürzerer Zeit gelangen, wo sich alle Partikelchen gesammelt haben und nun die Verkörperung als Seele im Menschen stattfinden kann. So auch ist die irdisch-leibliche Hülle der Seele noch gefestigte Materie, deren Substanzen einem einst-gefallenen Urgeist angehören .... der gleichfalls einst selbst als Seele die letzte Willenserprobung auf der Erde ablegen soll .... Gelingt es nun einem Menschen, während des Erdenlebens zugleich mit seiner Seele seinen Fleischleib zu vergeistigen .... was zwar nur selten vorkommt, aber doch möglich ist .... so werden dessen geistige Substanzen sich der Seele angliedern und einen gewissen Kundgabe 8573 24 Kundgabe 8573 geistigen Reifezustand erreichen, so daß nun auch von seiten der Lichtwesen, denen die gefallenen Geister zur Betreuung übergeben sind, auch auf das noch in der Form gebundene Wesenhafte so eingewirkt wird, daß es schnell zum Ausreifen kommt, weil eine Seele, die eine solche Vergeistigung zugleich mit dem Körper zustande brachte, überaus viel Kraft ausstrahlt auf alle Substanzen jener Seele, die den Entwicklungsgang noch zurücklegen muß .... Es nimmt also die Seele ihren vergeistigten Leib mit hinüber in das geistige Reich, und sie strahlt diese vergeistigten Substanzen dann wieder als Kraft dem Urwesen zu, dem sie angehören, und dieses Wesen legt nun seinen Entwicklungsgang in weit kürzerer Zeit zurück, weil das ausgereifte Geistige auch einen Rückfall verhindert, wenn die Seele als Mensch über die Erde geht .... Denn die Substanzen des Körpers sind von der ihn bewohnenden Seele erlöst worden und können nun nimmermehr einen Rückfall erleben .... Dagegen werden sie auch in Form von Kraft einwirken auf die Seele und diese zu einem erhöhten geistigen Streben antreiben .... weshalb der Mensch eine ganz große Aufgabe darin ersehen sollte, daß sein Körper gleichfalls vergeistigt werde .... weshalb der Mensch alles tun sollte, um diese Vergeistigung zu erreichen, um außer seiner eigenen Seele auch der Seele zu helfen, deren Substanzen ihr zur materiellen Hülle dienten während des Erdenlebens .... Die irdische Materie vergeht, wenn die Stunde des Todes gekommen ist .... Ein vergeistigter Leib aber schließt sich der Seele an und strömt dann wieder als Kraft dem Urgeist zu, dem sie angehört, so daß dieser eine merkliche Hilfe verspüren wird und niemals zur Tiefe zurückfallen kann im Stadium als Mensch, weil dies die schon vergeistigten Substanzen verhindern .... Und ihr könnet durch Leiden und Schmerzen des Körpers vielen noch unreifen Substanzen dessen zum Ausreifen verhelfen .... Ihr könnet für diese geistigen Wesenheiten kleine Sühneopfer bringen, wenn ihr in bewußtem Zustand ergeben euer Leid tragt, das die unreifen Substanzen des Körpers wohl veranlassen, das aber durch eure Liebe zu allem noch Unerlösten und euren Hilfswillen zur Vergeistigung des Körpers beiträgt, und ihr bringt dann in eurem Erdenleben nicht nur eure eigene Seele zum Ausreifen, sondern ihr verhelfet auch noch einem anderen Urgeist zum schnelleren Ausreifen, wenn ihr alles Ungeistige in euch, das noch Meinem Gegner angehört, erlöset durch eure Liebe und euren Willen, zu helfen, wo es nur möglich ist .... Findet diese Erlösung nicht statt, so geht auch der Körper seinen naturmäßigen Gang, daß er sich auflöset und verweset und wieder den unzähligen kleinen und kleinsten Lebewesen dienet zum Aufbau und sein Weg dann weit länger ist, aber einmal sich auch diese Substanzen alle sammeln werden und die letzte Verkörperung in der Form auf dieser Erde vor sich geht. Bedenket immer, daß die Materie das im Anfang der Entwicklung stehende Geistige ist, das schon reiferes Geistiges in sich birgt, um diesem Geistigen das Dienen zu ermöglichen, durch das sich alles Geistige zur Höhe entwickelt. Und die Trennung von Körper und Seele müsset ihr alle machen, dann werdet ihr auch leichter verstehen, welchen Zweck und Anlaß Leiden und Schmerzen des Körpers haben und weshalb euch Menschen der Kreuzgang Jesu vorgestellt wird, Dem ihr nachfolgen sollet .... Denn Er trug die Sünden für euch Menschen, Seine Seele war völlig ohne Schuld, und doch hat Er unsäglich gelitten .... Und wenn ihr leidet, dann bedenket, daß ihr auch für das Geistige zu einer Sühneleistung bereit sein sollet, das euch als äußere Form dienet, auf daß ihr zur Vollendung gelanget .... Denn ihr könnet dessen Leidensweg auch erheblich abkürzen, und dazu soll euch eure Liebe bestimmen, allem sündig Gewordenen zu verhelfen zur Erlösung .... Amen

25 Irdische Umgebung, Fähigkeiten und Wissen belanglos zum Reifen der Seele ....

Kundgabe 2216 19.1.1942

Es ist ohne Bedeutung für die Höherentwicklung der Seele, in welcher Umgebung diese ihre Verkörperung auf Erden durchlebt. Es ist auch ganz belanglos, welche irdischen Fähigkeiten der Mensch besitzt und auf welcher Stufe er im irdischen Wissen steht. Es kann der Mensch irdisch die höchsten Vorzüge aufweisen, er kann in allen irdischen Gebieten und Fähigkeiten wohl bewandert sein, er kann auch in einem hohen Wissensgrad stehen, und doch kann er geistig bedeutend tiefer stehen als ein Mensch, der im Erdenleben alle diese Vorzüge nicht besitzt und geistig sehr hoch entwickelt ist; ja oft ist die geistige Reife weit eher erkennbar dort, wo alle irdischen Vorzüge ausscheiden, denn es sind diese Menschen innerlicher und Gott-verbundener, weil sie in ihrer Seelenarbeit nicht durch irgendwelche Außeneinflüsse beeinträchtigt werden. Es hat mitunter den Anschein, als könne eine wohlgestaltete Seele nur in einem wohlgestalteten Körper wohnen, als könne die Wahrheit nur dort sein, wo Weisheit gelehrt oder empfangen wird, und als sei der Grad des Wissens abhängig von mehr oder weniger hoch entwickeltem Verstandesdenken des Menschen, und doch können gerade jene scheinbaren Vergünstigungen ein Hindernis sein, die das Reifen des Menschen in Frage stellen .... Es kann der Mensch, dessen Denken sonst scharf und folgerichtig ist, gerade in geistiger Beziehung größten Irrtum vertreten, Irrtum aber wird niemals zum geistigen Fortschritt verhelfen. Allein das Leben in Liebe trägt solchen ein, und darum braucht der Mensch durchaus keine weltlich anerkannten Vorzüge zu haben und kann doch geistig auf einer sehr hohen Stufe stehen, weil die Liebe ihm innewohnt, diese aber erst den Menschen wahrhaft erhebt. Der Wille, Gott zu dienen, kann ebensostark entwickelt sein bei einem Menschen, der irdisch ganz klein und niedrig dasteht, denn eben dieser Wille zieht Gott als die ewige Liebe an, diese aber verhilft dem Menschen oder dessen Seele zuerst zur geistigen Reife, und also kann eine wohlgestaltete Seele sich weit eher bei einem Menschen entwickeln, der seine Aufmerksamkeit nicht teilt zwischen geistigem und irdischem Erleben. Er hat es gewissermaßen etwas leichter, weil die Anfechtungen von außen nicht so auf ihn einstürmen, während der Weltmensch der über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt und diese aber nicht nützet für das Heil seiner Seele, weit hinter jener Seele zurückstehen kann .... Amen

26 Verantwortung der Seele im Erdenleben ....

Kundgabe 2417 20.7.1942

Welche Verantwortung der Mensch seiner Seele gegenüber trägt in seinem Erdenleben, das muß ihm zur Kenntnis gebracht werden, und es geschieht dies durch das Unterweisen in der göttlichen Lehre, die dem Menschen als Lehre Christi geboten wird und die ihm den klaren Weg zeigt, den er zu gehen hat. Das Wissen darum muß ihm vermittelt werden, ansonsten er nicht zur Verantwortung gezogen werden könnte. Er muß wissen, daß der Körper alles zu leisten imstande ist, daß er aber vieles tut auf Kosten der Seele; verantworten aber braucht sich nur die Seele, und deshalb muß sie die Kraft aufbringen, dem Körper zu verwehren, was ihm wohl zuträglich, für die Seele aber von Nachteil ist. Und die Seele allein ist bestimmend für das, was der Körper tut. Denn der Körper ohne die Seele ist tot, also gibt die Seele ihm erst das Leben, weil das Wollen, Denken und Fühlen von der Seele ausgeht, also gleichsam der Inbegriff der Seele ist. Ist nun das Denken, Fühlen und Wollen nur dem Körper zugewandt und wird nur dessen Verlangen erfüllt, so muß die Seele darben, und ihre Dürftigkeit wird offenbar werden, wenn sie sich verantworten muß für ihr Erdenleben. Denn der Körper vergeht und braucht sonach nicht die Folgen des verkehrten Lebenswandels zu tragen, während die Seele leiden muß ihrem Erdenleben entsprechend. Und dies muß dem Menschen auf Erden vorgestellt werden, auf daß er nicht aus Unkenntnis handelt, vielmehr sich seiner Verantwortung bewußt ist. Und diese Kenntnis vermittelt ihm die christliche Lehre, die dem Menschen genau vorschreibt, was er tun und lassen soll, die ihm den Willen Gottes klar und deutlich zum Ausdruck bringt und die ihm alles unterbreitet, was Aufgabe des Menschen auf Erden ist. Lebt der Mensch dieser christlichen Lehre entsprechend, so wendet er der Gestaltung seiner Seele sein Augenmerk zu und beachtet den Körper weniger, und er wird eine dereinstige Verantwortung nimmermehr zu fürchten brauchen. Er hat dann gewissermaßen seine Erdenaufgabe erfüllt, nämlich seine Seele gestaltet, was eine Zurücksetzung des Körpers erfordert. Und sowie der Körper gering gewertet wird, geht die Seele den Gang der Höherentwicklung, nämlich sie achtet mehr des Geistes in sich und wird durch diesen unterwiesen in allem, was zu wissen der Seele zuträglich ist und was ihr einen erhöhten Reifezustand einträgt. Und dann braucht sie keine Verantwortung mehr zu fürchten, sie lebt das Erdenleben dem Willen Gottes entsprechend, weil sie Seiner Stimme achtet, die durch den Geist im Menschen zu ihm spricht. Denn sowie der Mensch die Lehre Christi auf sich wirken läßt, wird er alles tun, was Jesus Christus von der Menschheit gefordert hat. Er wird in Liebe wirken und Gott und dem Nächsten dienen, er wird nicht unbeachtet lassen, was Gott dem Menschen ans Herz legt durch Sein Wort. Er wird die göttliche Liebelehre sich zur Richtschnur machen für seinen Erdenlebenswandel und sich zur Liebe zu gestalten suchen, sein Wille und seine Tat werden übereinstimmen und immer dem Guten zugewandt sein, und nimmermehr wird er die Verantwortung fürchten, denn er lebt sein Erdenleben gemäß dem Vorbild Jesu, er sucht Ihm nachzufolgen und ist Gott innig und treu verbunden. Er hat den Körper und dessen Ansprüche überwunden, und die Seele hat sich mit dem Geist in sich geeint .... Amen

27 Beeinflussung der Seele durch den Geist ....

Kundgabe 6847 8.6.1957

Geistig oder irdisch kann sich euer Denken richten während eures Erdenlebens, und geistig oder irdisch werden daher auch die Ziele sein, die ihr erreichet. Ihr seid nun auf Erden keinem Zwang ausgesetzt, es steht euch völlig frei, wie ihr euer Innenleben gestaltet und welchen Gedanken ihr das Vorrecht einräumt. Während der Erdenzeit bemüht sich der Geist in euch, der Mein Anteil ist, Gehör bei euch zu finden, er wirkt aber nicht zwangsmäßig auf die Seele ein .... Ebenso sucht sich aber auch der Körper durchzusetzen mit seinen Wünschen und Begierden, die weit mehr irdisch gerichtet sind. Auch er sucht die Seele zu bestimmen und sie seinem Begehr geneigt zu machen, und die Seele .... das Denken, Fühlen und Wollen .... muß sich nun entscheiden. Sie wird auch zu Beginn ihrer Verkörperung mehr dem Verlangen des Körpers nachkommen, weil sie selbst noch sehr irdisch ausgerichtet ist, weil ihre Substanzen erst der Vergeistigung entgegengehen sollen und darum auch von seiten des Geistes in ihr eingewirkt wird. Der Geistfunke nun, als Anteil von Mir, ist Liebe, und er sucht immer nur die Seele zum Liebewirken anzuregen, die Seele fühlt sich leise gedrängt dazu und kann nun ihrem Denken, Wollen und Fühlen gemäß handeln. Sie kann also in Liebe wirken, ist aber nicht dazu gezwungen. Ist der Einfluß des Körpers sehr stark, dann gewinnt er Oberhand und hält die Seele vom Liebewirken zurück, hört die Seele auf die leise Stimme des Geistes, dann kommt sie dessen Drängen nach, und die Folge davon ist, daß nun die Kraft des Geistes schon stärker wirken kann, daß seine Stimme lauter ertönt und die Seele mehr und mehr überzeugen kann, recht und dem Willen Gottes gemäß zu leben auf Erden. Es ringen also Geist und Körper um die Herrschaft über die Seele .... Sie ringen darum, das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen für sich zu gewinnen, und dem Sieg entsprechend ist auch das Ziel, das der Mensch auf Erden anstrebt und erreicht. Der Geist ist Mein Anteil .... Der Körper setzt sich zusammen aus noch sehr unreifen Substanzen, die also noch mehr oder weniger Meinem Gegner angehören. Und so also ringen Ich und auch Mein Gegner um die Seele des Menschen, die als ichbewußte Wesenheit einst von Mir ausging, jedoch freiwillig sich Meinem Gegner ergab, die aber schon den Weg zu Mir zum großen Teil zurückgelegt hat und sich nun im Erdenleben aufs neue entscheiden soll für den Herrn, dem sie angehören will. Sowie aber Mein Geist im Menschen schon etwas an Einfluß gewonnen hat, ist auch schon die Verbindung mit dem Vatergeist von Ewigkeit hergestellt, und nun ist es Mir auch möglich, Meine Geisteskraft ständig einfließen zu lassen in ein Gefäß, das sich öffnet, weil die Seele .... wenn sie dem Drängen des Geistes in sich nachgibt .... Liebewerke verrichtet und stets mehr also sich herrichtet zur „Aufnahme des göttlichen Geistes“ .... Und es kann nun das Einfließen des göttlichen Geistes auch ungewöhnlich in Erscheinung treten durch verschiedene Fähigkeiten, über die der Mensch nun verfügen kann, so daß dann von einer offensichtlichen Ausgießung des Geistes gesprochen werden kann, wie sie auch Meine Jünger erleben durften nach Meiner Auffahrt gen Himmel .... Denn an ihnen vollzog sich zum ersten Mal ein Vorgang, der erst durch Mein Erlösungswerk möglich wurde .... daß sich der Geist frei entfalten konnte, weil Meinem Gegner die Macht gebrochen war über die Seelen der Menschen, die Mir angehören wollten, während zuvor die Seelen noch von der Urschuld so belastet Kundgabe 6847 28 Kundgabe 6847 waren, daß sie die Stimme des Geistes nicht in sich zu hören vermochten und auch gleichzeitig der Wille zu schwach und das Denken verfinstert war .... Durch Mein Erlösungswerk aber wurde die Seele frei, und es war ihr nun möglich, sowohl dem Geist als auch dem Körper Gehör zu schenken, und nur ihr Wille mußte sich recht entscheiden .... wozu ihr aber Mein Geist, der die Liebe ist, behilflich ist. Hat einmal der Geist im Menschen die Übermacht gewonnen, dann ist auch das rechte Ziel garantiert, dann wird es dem Körper nicht mehr möglich sein, die Seele für sich zu gewinnen, vielmehr wird die Seele und der Geist auch den Körper noch beeinflussen, sich gleichfalls der göttlichen Ordnung einzufügen, und dann ist der Mensch vom „Geist erfüllt“ .... dann hat er seine Willensprobe auf Erden bestanden, dann ist er ein Anwärter des Reiches, das ewig währet und Seligkeiten schenkt, dann hat sich die Seele endgültig gelöst von Meinem Gegner, und sie gehört nun Mir an bis in alle Ewigkeit .... Amen

29 Verkaufet eure Seele nicht ....

Kundgabe 6990 10.12.1957

Der Preis, den ihr zahlet für ein freudenvolles, genußreiches Erdendasein, ist zu hoch, denn ihr verkaufet dafür eure Seele dem, der sie wieder herabzieht zur Tiefe. Es ist nur eine überaus kurze Zeit, wo ihr den Genüssen der Welt frönen könnet, aber endlos lang ist die Ewigkeit, endlos lang ist die Zeit, da ihr wieder in der Finsternis weilet in unsäglicher Qual. Ihr überschätzet aber diese kurze Erdenzeit und gebet bedenkenlos ein ewiges Leben in Herrlichkeit dahin für wahrhaft wertlose Dinge .... Ihr wisset nicht, was ihr tut, und höret auch nicht auf die ernsten Warnungen und Mahnungen, die euch ständig zugehen, auf daß ihr verantwortungsbewußt euren Lebenswandel führt, auf daß ihr der Zeit nach eurem Leibestode gedenket, wo ihr den köstlichen Lohn empfangen werdet, wenn ihr alle Warnungen und Mahnungen beherzigt und nur der Seele Zustand zu verbessern sucht. Mein Gegner versteht es, die Reize der Welt euch lockend vor Augen zu stellen, und ihr durchschauet nicht sein Spiel, daß er damit eure Seele zu gewinnen sucht, die sich nur noch der letzten Fessel zu entledigen braucht, um in das Reich des Lichtes eingehen zu können, in Mein Reich, wo sie wieder in Licht und Kraft selig ist wie einst .... Und es können euch weder die Seligkeit im Lichtreich noch die Qualen des Abgrundes gezeigt werden, denn ihr müsset in völlig freiem Willen wieder zu Mir zurückkehren .... wie auch er euch nicht zwingen kann, seinen Verlockungen zu folgen und eure Seele an ihn zu verlieren. Aber Ich tue wahrlich alles, um euch auf die Schrecknisse der Tiefe aufmerksam zu machen, denen ihr unweigerlich entgegengeht, wenn ihr euch nicht zu trennen vermögt von der Welt und ihren Gütern. Und es wird euch auch gepredigt von den Seligkeiten im geistigen Reich, die euch erwarten, wenn ihr lebet nach Meinem Willen, wenn ihr geistige Güter zu erringen trachtet und die Welt zurückstellt .... Daß ihr nicht daran glaubet, ist Folge eures Lebenswandels, denn über dem Verlangen nach der Welt und irdischen Gütern vergesset ihr ganz des Nächsten, der sich in Not befindet. Würdet ihr diesem bereitwillig eure Hilfe zuwenden, so würde euch auch alles glaubwürdiger scheinen, was euch vorgehalten wird von Meinen Dienern, die angesichts des Endes allen Menschen einmal in den Weg treten, um ihnen das Evangelium zu verkünden. Aber die vermehrte Gier nach der Welt und ihren Freuden stumpft euch ab, und jedes wärmere Gefühl in eurem Herzen wird erstickt, denn dafür sorget Mein Gegner, der es weiß, daß die Liebe ihm die Seelen entreißt, daß er sie ganz sicher verliert, wenn nur der Mensch Liebe in sich entzündet. Das Verlangen nach irdischen Gütern macht den Menschen jedoch unempfindlich gegen die Not des Nächsten; seine Ichliebe wird stets stärker, und alles sucht er nur sich selbst zu erringen, und es verhärtet seine Seele, die Hüllen werden immer dichter, und Mein Gegner hat das Spiel gewonnen .... Er hat einen nur geringen Kaufpreis gezahlt für die Seele: ein körperliches Wohlbehagen für ganz kurze Zeit, das mit dem Tode des Leibes schon sein Ende gefunden hat und .... schon am morgigen Tage beendet sein kann. Warum bedenket ihr Menschen nicht einmal ernsthaft eure Lage, das sichere Ende eures Lebens auf dieser Erde, das ihr selbst zeitmäßig nicht bestimmen könnet .... warum messet ihr dem irdischen Gut und den Freuden der Welt einen so großen Wert zu? Und leichtfertig gebet ihr die unbeschreiblichen Seligkeiten des geistigen Reiches dahin um dieser kurzen wertlosen Freuden willen. Es ist das Erdenleben eine Bewährungsprobe für euch Kundgabe 6990 30 Kundgabe 6990 Menschen, es ist die letzte Zeit der freien Entscheidung für Mich oder für Meinen Gegner. Und er wird euch alles bieten, um euch für sich zu gewinnen .... wie aber auch Ich euch Gnaden über Gnaden zufließen lasse, doch keinerlei Willenszwang auf euch ausübe. Doch es ist nicht unmöglich für euch, die rechte Entscheidung zu treffen, denn ihr werdet ständig in Kenntnis gesetzt, und ihr könnt auch täglich die Vergänglichkeit des Irdischen erkennen, ihr erlebet täglich den plötzlichen Abruf von Mitmenschen aus ihrem Leben .... ihr könnet über alles nachdenken .... Also werdet ihr auch einmal die Folgen tragen müssen für eure Entscheidung, wenn sie nicht Mir gilt, und ihr werdet euch unbeschreiblicher Seligkeiten erfreuen dürfen, wenn ihr verzichtet in der kurzen Erdenlebenszeit, um Mich und Mein Reich zu gewinnen auf ewig .... Amen

31 Wesenswandlung erfordert Seelenarbeit ....

Kundgabe 7059 8.3.1958

Die Wandlung eures Wesens könnet nur ihr selbst zuwege bringen, weil ihr selbst es waret, die sich verbildeten, weil ihr selbst euer einst vollkommenes Wesen zur Unvollkommenheit gestaltet habt. Ich schuf euch vollkommen, denn aus Mir kann nichts Unvollkommenes hervorgehen. Und Ich stattete euch daher auch aus mit freiem Willen, den ihr aber mißbraucht habt und daher auch eure Vollkommenheit hingabet. Was ihr selbst nun dadurch verloret, das müsset ihr nun auch selbst wiederzugewinnen suchen .... Denn Ich kann euch nicht wider euren Willen die einstige Vollkommenheit zurückgeben, Ich kann euch immer nur dazu verhelfen, es jedoch eurem Willen freistellen, ob ihr diese Hilfe annehmt. Der Wille allein bestimmt also, ob und wann ihr eure Rückwandlung vollzieht. Und darum ist die Umgestaltung des Willens eines jeden Menschen eigenste Angelegenheit, die kein Wesen vertretend für ihn leisten kann. Jedes einzelnen Wille muß tätig werden und alle Zeichen der Unvollkommenheit ablegen, und das erfordert Arbeit des Menschen an sich selbst. Jeder Mensch weiß, daß ihm Fehler und Schwächen anhaften, daß er weit davon entfernt ist, vollkommen genannt werden zu können .... Jeder Mensch weiß es, daß sein Wesen nicht „göttlich“ ist, daß er nicht viele göttliche Zeichen aufweisen kann, daß vielmehr Widergöttliches sein Wesen kennzeichnet, daß er nicht frei ist von Eigenschaften, die seine göttliche Herkunft in Frage stellen könnten, wenn er nichts weiß von seinem einstigen Abfall .... Und alle diese widergöttlichen Eigenschaften muß er zu wandeln suchen, er muß alles in sich wieder in die rechte Ordnung bringen, die einstmals ihn beseligte und aus der er selbst herausgetreten ist. Er muß jede ihm anhaftende Eigenschaft zu verkehren suchen in das Gegenteil, wie er es einstmals getan hat .... Dann wird er alle Tugenden entfalten, die ihn wieder zu einem göttlichen Wesen stempeln, und er hat dann also die Umwandlung zuwege gebracht und kehrt in seinen Urzustand zurück, der Licht und Kraft und Freiheit bedeutet. Wodurch aber ist diese Umwandlung möglich? .... Nur allein durch die Liebe .... Die Liebe war es, derer das Wesen sich entäußerte und es dadurch fiel. Die Liebe allein kann ihm wieder zur Höhe verhelfen, die Liebe wandelt alles Verkehrte wieder um und macht es dem Wesen möglich, wieder in Meine Nähe zu kommen, die Liebe ist das Merkmal des Göttlichen, und also muß auch das Wesen, das die Liebe in sich voll zur Entfaltung bringt, seinen einstigen göttlichen Zustand wiedererreichen. Ein Liebeleben aber erfordert den Willen des Menschen .... die Liebe muß im Herzen eines jeden Menschen entzündet werden, und dann wird auch der Mensch die Kraft aufbringen, an sich zu arbeiten und sein Wesen umzugestalten, dann wird er gegen alle Fehler und Schwächen ankämpfen. Die Liebe wird den Hochmut zur Demut wandeln, die Unduldsamkeit zur Geduld, die Hartherzigkeit zur Barmherzigkeit, die Streitsucht zur Friedensliebe, die Eigensucht zur Gerechtigkeit, den Zorn zur Sanftmut .... Es wird ein jedes Übel im Menschen weichen müssen der Liebe, denn diese ist göttlich, und sie führt Mir wieder alle Meine Geschöpfe zurück, die sich einst freiwillig von Mir trennten. Diese Liebe aber wieset ihr einst zurück, darum müsset ihr nun wieder selbst euch bemühen, daß sie euch anstrahle, wozu nur euer Wille nötig ist, also ein Öffnen des Herzens .... Denn Meine Liebe hat euch gegolten stets und ständig, wenngleich ihr euch von Mir abwandtet und Meine Liebe daher zurückwieset .... Aber sie will nun auch Kundgabe 7059 32 Kundgabe 7059 erwidert werden von euch, und darum müsset ihr vorerst bereit sein, den Liebefunken in euch .... der Mein Geschenk ist an jedes auf Erden als Mensch verkörpertes Wesen .... zu entzünden, dann erst kann Ich das kleine Liebeflämmchen nähren mit dem Feuer Meiner Ewigen Liebe, weil dann der Widerstand gegen Mich von eurer Seite aufgegeben ist und ihr bereit seid, den Rückweg zu Mir anzutreten. Immer werde Ich euch Gnaden zuströmen lassen, immer werde Ich euch helfen, zur Höhe zu gelangen, aber erst euer freier Wille wird die Gnaden wirksam werden lassen, erst euer freier Wille wird Meine Hilfeleistung annehmen, und also wird euer freier Wille auch die Arbeit an der Seele in Angriff nehmen müssen, die zur Umwandlung des Wesens nötig ist. Bedenket dies, auf daß ihr nicht die kurze Erdenzeit vergehen lasset in Untätigkeit des Willens, denn niemand kann diese Arbeit für euch leisten, weder ein Mensch noch ein Lichtwesen, und ob deren Liebe noch so groß wäre zu euch. Es kann euch nur liebende Fürbitte von Menschen zur Kraftzuwendung verhelfen, die ihr aber immer im freien Willen annehmen und recht nützen müsset. Darum solltet ihr nicht so gleichgültig dahingehen, ihr solltet euch eurer Aufgabe bewußt werden und bleiben und der Seele zur Vollkommenheit verhelfen, die ihr auf Erden wohl erreichen könnt, wenn ihr nur euren Willen eifrig tätig werden lasset und ihn also vorerst richtet zu Mir .... Dann werde Ich euch erfassen und euch wahrlich nicht mehr fallenlassen .... dann wird euch Mein starker Arm halten, denn der Mir zugewandte Wille bedeutet auch Aufgabe des Widerstandes, und dann hat Meine Liebeanstrahlung auch wieder Wirkung und vermag im Menschen die Liebe zu entflammen, und dann wird auch der Mensch die Arbeit an seiner Seele leisten .... Er wird sich wieder wandeln, und die Rückkehr zu Mir wird auch mit Sicherheit erfolgen .... Amen

33 Bewußte Seelenarbeit ....

Kundgabe 7530 24.2.1960

Keiner soll damit rechnen, daß ihm noch lange Zeit bleibt für die Arbeit an seiner Seele, denn niemand weiß, wann seine letzte Stunde gekommen ist. Es soll der Mensch so leben, als sei jeder Tag der letzte, der ihm beschieden ist. Er soll eifrig sein in seiner Tätigkeit für seiner Seele Heil .... Er soll keinen Tag vergehen lassen, an dem er nicht ein Werk der Liebe verrichtet hat, er soll seinem Nächsten mit Rat und Tat beistehen, er soll seines Gottes und Schöpfers gedenken und zu Ihm das Verhältnis eines Kindes zum Vater herstellen .... er soll jeden Tag beten zu seinem Vater und sich Ihm und Seiner Gnade empfehlen. Er soll sich Ihm anvertrauen und Ihn um Seinen Schutz und Seine Führung bitten, er soll sich gedanklich verbinden mit der Lichtwelt .... er soll immer nur das Gute wollen, und er wird dann auch nur das tun, was im Willen Gottes liegt. Es kann der Mensch viel dazu beitragen, daß seine Seele schnell ausreifet auf Erden, wenn er nur bewußt diese Seelenarbeit leistet, das heißt sich immer vor Augen hält, weshalb er auf dieser Erde weilet, und er dann immer so lebt, wie es dem Willen Gottes entspricht: wenn er die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe erfüllt. Und er kann dies an jedem Tag zur Ausführung bringen, wenn es ihm nur daran gelegen ist, vorwärtszuschreiten in seiner Entwicklung, also sein Erdenleben zweckentsprechend zu leben. Aber er soll diese Arbeit nicht hinausschieben, weil er nicht weiß, wie lange er noch auf Erden lebt .... Das Wissen darum ist ihm vorenthalten, und es ist gut so, weil er sonst nicht frei wäre in seinem Willen .... Aber er gerät auch leicht in die Gefahr, leichtfertig seine Seelenarbeit hinauszuschieben, immer wieder damit rechnend, daß noch lange Zeit sei, daß er ernstlich seiner Seele gedenke .... Keiner weiß, wann seine Stunde gekommen ist, und sie kann euch plötzlich überraschen, und dann werdet ihr es bitter bereuen, wenn ihr im jenseitigen Reich erkennet, was ihr versäumtet auf Erden. Und es gehen viele Menschen völlig unvorbereitet ein in das jenseitige Reich, sie haben keinerlei geistigen Fortschritt zu verzeichnen, sie haben alles versäumt, was ihnen diesen Fortschritt eingetragen hätte, sie haben gelebt auf Erden nur für ihren Körper, der Seele aber niemals gedacht, die allein fortlebt nach dem Tode des irdischen Leibes. Und sie muß daher auch allein die Folgen tragen, in Qual und Finsternis zu schmachten oder in völliger Öde durch endlose Räume zu irren, arm und elend und in großer Not. Noch lebet ihr auf Erden und könnet eurer Seele dieses entsetzliche Los ersparen, doch ihr müsset das Leben auswerten und täglich und stündlich Seelenarbeit verrichten, die allein schon ein geistig-gerichteter Gedanke für euch sein kann, weil dann euch auch Lichtwesen beistehen und euch immer wieder in geistiges Gebiet zu ziehen suchen, was ihnen auch gelingt, wenn ihr guten Willens seid. Gedenket oft der Stunde eures Todes, und immer mehr werdet ihr auch die Schrecken des Todes überwinden, denn je mehr ihr an eurer Seele arbeitet, desto geringer wird die Furcht in euch werden vor der Stunde des Todes, denn dann seid ihr auch vorbereitet für diese, ihr lebt bewußt und geht auch bewußt und ohne Schrecken dem Ende entgegen, das euch immer wieder angekündigt wird. Wehe aber denen, die verantwortungslos in den Tag hineinleben, wenn der Tag sie überrascht, der ihrem Leben ein Ende setzt .... wehe denen, die niemals ihrer Seele gedachten und nur ihren Körper versorgt haben .... Ob sie sterben vorzeitig oder den Tag des Endes erleben .... ihr Ende wird ein schreckliches sein, denn die Seele wird das Los tragen müssen, das der Mensch selbst ihr auf Erden bereitet hat .... Amen

34 Liebe und Leid entschlacken die Seele ....

Kundgabe 7732 28.10.1960

Und ihr folget Mir wahrlich nach, wenn ihr euer Kreuz traget in Geduld und Ergebung in Meinen Willen. Ich trug wohl die Sünden der gesamten Menschheit auf Meinen Schultern, als Ich den Weg zum Kreuz ging, und Ich habe wohl die große Sündenlast von euch genommen, die ihr hättet tragen müssen um eurer Sünden willen .... Denn Ich wußte, daß sie zu schwer für euch gewesen ist, daß ihr niemals dieser großen Last ledig geworden wäret. Und also trug Ich sie für euch .... Aber ihr müsset wissen, daß ihr selbst noch einen niederen Reifegrad eurer Seele besitzet, solange die Liebe in euch noch nicht entflammt ist zu höchster Glut. Und daran mangelt es euch Menschen, selbst wenn ihr euch bemühet, ein Leben in Meinem Willen zu führen. Und darum gebe Ich euch die Möglichkeit, eure Seelenreife zu erhöhen durch Leiden, die ein rechtes Entschlackungsmittel für die Seele sind, so daß sie immer klarer und licht-durchlässiger wird, so daß sie geläutert eingehen kann in das jenseitige Reich, wenn ihre Stunde gekommen ist. Liebe und Leid entschlacken die Seele .... Das sage Ich euch immer wieder, und so auch sage Ich euch, daß ihr das Leid brauchet, weil die Liebe in euch noch nicht jenen Grad erreicht hat, der nun die Seele kristallklar werden läßt, so daß Meine Liebe sie durchstrahlen kann und sie auf keinerlei Widerstand mehr stößt. Euer Leben währet nicht mehr lang, und einmal werdet ihr Mir dankbar sein, daß Ich euch zur Vergeistigung der Seele geholfen habe durch Heimsuchungen, durch Nöte und Leiden, durch Krankheiten aller Art .... Nur dürfet ihr euch nicht auflehnen gegen euer Schicksal, ihr müsset alles aus Meiner Hand entgegennehmen und immer daran denken, daß Ich euch helfen will, zur Vollendung zu gelangen, soweit dies noch auf Erden möglich ist. Ihr könnt noch viele Schlacken von eurer Seele abstoßen und ihr dadurch das Glück bereiten, in strahlende Lichtfülle eingehen zu können, weil die Seele nun so zubereitet ist, daß sie diese Lichtfülle in sich aufnehmen kann, ohne vergehen zu müssen. Ihr könnet zwar von aller Sündenschuld frei sein durch die Vergebung, die euch um Jesu Christi willen sicher ist, wenn ihr Mich Selbst in Jesus darum angeht .... aber der Lichtgrad, der euch nun beglücken wird, kann so verschieden hoch sein, und also ist auch die Seligkeit, die ihr genießet, unterschiedlich .... je nach der Klarheit und Vollendung der Seele, je nach der Arbeit, die ihr selbst auf Erden an eurer Seele geleistet habt. Und wenn ihr nachlässig seid trotz guten Willens, so hilft Meine Liebe nach, indem sie euch immer wieder Möglichkeiten schafft, eure Seelenreife zu erhöhen .... indem sie euch ein kleines Kreuzlein aufbürdet, das ihr nun tragen sollet in Geduld und Ergebung .... indem euch also zuweilen Leid drückt, um eure Seelenarbeit zu fördern, um die Schlacken aufzulösen und die Seele so klar und lauter aus dem Leid hervorgehen zu lassen, daß sie nun auch für hohe Lichtgrade empfänglich geworden ist, daß sie nun in Wahrheit eingehen kann in das Reich des Lichtes und der Seligkeit. Denn kurz nur ist das Leben, und danken werdet ihr Mir dereinst für den Weg, den Ich euch gehen ließ auf Erden, wenn er eurer Seele die Reife eingetragen hat, die eine Liebeanstrahlung in hohem Grade zuläßt und die euch unermeßlich beseligen wird .... Darum nehmet alle euer Kreuz auf euch und folget Mir nach .... denn einmal ist euer Weg zu Ende, und dann werdet ihr überselig sein .... Amen

35 Materie ist große Gefahr für die Seele ....

Kundgabe 7760 30.11.1960

Die geistige Entwicklung des Menschen, zwecks derer er auf Erden lebt, ist immer dann gefährdet, wenn er sich ganz von der Materie gefangennehmen läßt und er also keinerlei Verbindung hat mit dem geistigen Reich. Dann wird die Seele gänzlich vom Körper beherrscht, dann sind des Menschen Gedanken nur der Erde und ihren Gütern zugewandt, dann glaubt er auch nicht an einen Gott und Schöpfer, denn er lässet keine Gedanken an Ihn aufkommen, es ist seine Seele gänzlich der Materie verhaftet, und sie wird erneut herabgezogen zur Tiefe. Und kommt sie bis zur Beendigung ihres Leibeslebens nicht zu einer besseren Erkenntnis, dann wird auch die Materie ihre erneute Hülle werden, wenn das Ende dieser Erde gekommen ist. Und darum soll den Menschen ernsthaft vor Augen gestellt werden, daß die Materie nicht bestehenbleibt, daß sie vergänglich ist und daß der Mensch nichts gewinnt, auch wenn er in deren Besitz kommt, denn er muß alles hergeben, wenn die Stunde seines Todes gekommen ist .... Und es werden auch viele Menschen vorzeitig ihr irdisches Hab und Gut hingeben müssen, wenn durch den Eingriff Gottes das große Chaos kommen wird .... die große Not, die durch den Willen Gottes die Menschheit betreffen wird. Dann werden sie erkennen, wie vergänglich alles Irdische ist, und wohl denen, die nun noch die rechte Erkenntnis gewinnen, die der Seele noch geistige Güter zu verschaffen suchen, ehe es zu spät ist. Solange der Mensch lebt, kann er noch zu dieser Erkenntnis gelangen und dann der Seele zur Aufwärtsentwicklung verhelfen. Doch solange die Materie ihn noch gefangenhält, erzielt die Seele keinen geistigen Gewinn. Und darum wird auch den Menschen oft schicksalsmäßig irdisches Gut genommen, es fällt oft materielles Gut der Vernichtung anheim, es gehen irdische Werte verloren, oder es werden dem Menschen Dinge genommen, an denen sein Herz besonders stark hängt .... aber es sind dies alles nur Hilfeleistungen Gottes, Der die Seele frei machen will von irdischen Belastungen, die ihren Aufstieg hindern, und es kommt dann immer nur auf die Einstellung des Menschen zu solchen Schicksalsschlägen an, ob sie auch von Nutzen waren für seine Seele. Es ist die Materie eine große Gefahr für die Seele, denn sie soll während des Erdenlebens frei werden von ihr .... Der Wille des Menschen soll sich abwenden von der Welt und ihren Gütern und nach geistigem Reichtum verlangen, der Mensch soll an das Los der Seele nach seinem Tode denken und dieser zur höheren Reife verhelfen .... Es soll das Herz sich lösen von allem, was die Welt bietet, und ihr Verlangen soll auf geistige Güter gerichtet sein, dann wird von selbst die Welt ihren Reiz verlieren, und die Seele hat ihr Dasein auf Erden nicht vergeblich zurückgelegt .... Und wenn ihr also irdische Güter verlieret, so erkennet das an als eine Hilfeleistung Gottes, eure Seele davon frei zu machen; seid dankbar für die Hilfe und besinnet euch eures Erdenlebenszweckes .... Denn das wisset ihr alle, daß alles Irdische vergänglich ist und daß euer Leben auf Erden nicht ewig währet .... Darum schaffet euch geistige Güter, die euch nachfolgen in die Ewigkeit .... Gebet freiwillig dahin, was ihr doch einmal verlieret, und schaffet euch dadurch einen Reichtum, mit dem ihr arbeiten könnet im jenseitigen Reich .... Dann lebet ihr euer Erdenleben bewußt, und ihr könnet auch nicht verlorengehen, wenn das Ende für euch kommt, wenn der Seele Reifegrad gewertet wird sowie euer Lebenswandel auf dieser Erde .... Amen

36 Gottes Hilfe zur Läuterung der Seele ....

Kundgabe 8377 11.1.1963

Alles irdische Erleben soll und kann dazu beitragen, daß ihr euch vollendet, denn es ist alles so gefügt, daß ihr genötigt werdet, dazu die rechte Einstellung zu finden, die sich dann auch an eurer Seele auswirken wird. Ihr könnet alles ergeben auf euch nehmen und es als Meinen Willen oder Meine Zulassung erkennen, ihr könnet aber auch euch innerlich aufbäumen, und dann werdet ihr wenig Vorteil für eure Seelen daraus ziehen, und es können viele Geschehnisse an euch vorübergehen ohne die Wirkung, die sie haben sollten auf eure Seelen. Glaubet es, daß nichts „zufällig“ euch betrifft, sondern sehet in allem Meine Führung und Meinen Willen oder Meine Zulassung, weil Ich euch Gelegenheiten schaffen will, wo ihr eifrige Seelenarbeit leisten könnet .... wo ihr euch in der Geduld, Sanftmut und Friedfertigkeit üben könnet, wo eure Barmherzigkeit angeregt oder auch eure Demut verstärkt werden soll .... wo ihr uneigennützige Nächstenliebe üben und alles Leid geduldig auf euch nehmen sollet. Und immer wird dies der Seele zum Heil gereichen, die nur zu dem Zweck über die Erde geht, daß sie geläutert wird, daß alle Schlacken von ihr abfallen, die Meine Liebelichtanstrahlungen beschränken oder ganz verhindern .... Und je eifriger ihr diese Seelenarbeit an euch vornehmet, desto eher werden auch alle Bedrückungen von euch weichen, denn ihr werdet dann immer tätiger werden in der Liebe, und die Liebe löset alle Schlacken eurer Seele auf, und sie reifet aus in kurzer Zeit. Wenn ihr alle Widerwärtigkeiten des Lebens, alle täglichen Unbehaglichkeiten von dieser Seite aus betrachtet, werdet ihr sie auch viel leichter überwinden können .... ihr werdet wissen, daß ihr sie noch benötigt, weil ihr noch unvollendet seid, und ihr werdet auch wissen, daß Ich euch immer wieder helfe, was es auch sei .... denn jedes Mittel, das Ich anwende, um euch zu höherer Reife zu führen, ist Hilfe, die euch Meine Liebe zukommen lässet und die ihr daher auch dankbar annehmen sollet .... Und wenn euch nichts mehr zu stören vermag, wenn ihr alle Widerwärtigkeiten des täglichen Lebens gleichmütig an euch vorübergehen lasset .... wenn ihr sie ergeben und geduldig ertraget, haben sie auch ihren Zweck erfüllt, und eure Seele wird es Mir danken, daß Ich ihr diese Hilfe angedeihen ließ, die ihr zur Vollendung verhalf. Ihr habt alle noch viel abzustoßen während des Erdenlebens, denn selten nur ist ein Mensch schon zur vollen Tugendhaftigkeit gelangt, ein jeder muß an sich arbeiten, um seine Laster und Untugenden zu wandeln in den Zustand, den sie erreichen soll, daß sie fähig ist, Meinen Liebelichtstrahl aufzufangen, daß Mein Liebestrahl sie durchleuchten kann, ohne von undurchdringlichen Hüllen daran gehindert zu werden. Alle Untugenden und Laster sind solche Hüllen, die Meinen Liebestrahl hindern, die eine eifrige Seelenarbeit erfordern, die ihr aber leisten könnet, wenn ihr bereit seid, Meinen Willen zu erfüllen. Doch da der Mensch nicht von selbst jene Arbeit an sich vornimmt, muß er von Mir gleichsam angeregt werden, indem ihm im täglichen Leben viele Widerstände und Hindernisse erwachsen, die er meistern soll und auch kann mit Meiner Hilfe, wenn er nur einen Ruf sendet zu Mir, daß Ich ihm beistehe im Kampf gegen alles Ungeistige, das ihn noch bedrängt .... Dann gesteht er einmal seine Schwäche ein, und es wird die Demut in ihm wachsen, er wird sich bemühen, alles mit Liebe auszugleichen und abzuwehren. Und die Liebe ist das beste Läuterungsmittel der Seele, sie löset alle Hüllen auf, und Meine Liebe kann sie nun durchstrahlen in ganzer Kraft .... Nur lasset Kundgabe 8377 37 Kundgabe 8377 euch nicht zu Lieblosigkeiten hinreißen durch solche Widerstände, denn dann hat Mein Gegner über euch gesiegt, und ihr werdet immer größere Mühe anwenden müssen, um die Vollendung eurer Seele auf Erden zu erreichen. Nichts ist sinn- und zwecklos, was an euch herantritt, denn Mein Wille lenket euren Erdenlauf, und Ich will nur euer Ausreifen fördern, nicht aber euch erneut zur Tiefe fallenlassen .... Und darum erkennet auch in allem, was euch betrifft, Meinen Willen oder Meine Zulassung und ergebet euch darein .... Amen

38 Der rechte Seelenarzt ....

Kundgabe 6778 7.u.8.3.1957

Ein jeder Kranke braucht heilende Medizin, will er gesunden und seinen Körper wieder frisch und kräftig werden lassen, um seine Pflichten auf Erden erfüllen zu können .... Und so auch bedarf die kranke Seele eine heilsame Medizin, die ihr zur Kraft verhilft, um gleichfalls die Aufgabe erfüllen zu können, die ihr für das Erdenleben gestellt ist. Sie ist krank und schwach, wenn sie das Leben als Mensch beginnt, und sie hat einen Aufstieg vor sich, für den sie Kraft benötigt. (8.3.1957) Ihr muß darum Heilung gebracht werden, sie muß sich einem Arzt und Helfer anvertrauen, der ihre Krankheiten kennt, der ihr nun die rechte Medizin verabreicht, durch die sie gesunden kann. Sie muß eine kräftige Nahrung genießen, um auch an Kraft zuzunehmen und nun auch den Aufstieg zur Höhe zurücklegen zu können. Und es gibt nur einen Arzt, Der ihr wahrhaft helfen kann, Der alle ihre Leiden und Schwächen kennt und Der für alles die rechte Medizin bereithält: Es ist Jesus Christus, der Heiland und Erlöser von Sünde und Tod .... Und es gibt nur eine heilende Nahrung, die Er der kranken Seele verabreicht: Sein Wort, das allein die Seele in den Zustand versetzt, daß sie kraftvoll nun den Weg zur Höhe gehen kann, das sie das Ziel erreichen läßt, zwecks dessen sie sich auf der Erde verkörpern durfte. Denn dieses Wort ist das Brot, das vom Himmel kommt, das die göttliche Liebe austeilet mit segnender Hand, das wahrlich jede kranke Seele gesunden lässet, wenn es dankend aus der Hand Jesu Christi .... des Schöpfers und Vaters von Ewigkeit .... entgegengenommen wird, wenn die Seele sich labet daran, wenn sie in Wahrheit Fleisch und Blut genießet, das Wort, das als Gnadenstrom Gottes unentwegt fließet und jedem zugänglich ist, der Hunger und Durst empfindet, der krank und schwach ist und Brot und Wein benötigt, um wieder zu Kraft zu kommen .... Sein Wort ist die rechte Medizin für die kranke Seele, und es ist der Kraftborn für die gesunde, aber noch schwache Seele, denn wie auch die Seele des Menschen auf Erden beschaffen ist .... sie benötigt ständig Speise und Trank, sie wird niemals Nahrung entbehren können, weil sie ausreifen soll im Erdenleben und dazu immer der Kraft bedarf, die allein ihr durch das Wort Gottes zuströmen kann. Und ist sich ein Mensch seiner Schwäche bewußt, erkennt er es, daß seine Seele noch krank ist und eines Arztes bedarf, dann wird er sich auch an den Einen wenden, Der ihm sichere Garantie bietet, daß ihm geholfen wird .... Er wird sich Jesus Christus anvertrauen und um Gesundung bitten, er wird Ihm seine Schwäche und Mangelhaftigkeit eingestehen und sich an Ihn anlehnen, denn er weiß, daß er bei Ihm eine Stütze findet, daß Jesus Christus als Seelenarzt auch bereit ist, ihm zu geben, was seine Seele braucht .... Er weiß es, daß Seine heilende Hand sich nur auszustrecken braucht, auf daß er gesunde und daß Er auch weiterhin ihr die rechte Nahrung verabreichen wird. Und er wird Sein Wort entgegennehmen, er wird aus Seinem Wort immer wieder Kraft schöpfen und bald auch die Wirkung des göttlichen Wortes an sich selbst erfahren .... Denn eine göttliche Gabe bleibt nicht wirkungslos. Wer aber die Krankheiten seiner Seele nicht erkennt, der führt ihr auch nicht die rechte Medizin zu, und sie wird schwach und elend bleiben, sie wird den Aufstieg zur Höhe nicht bewältigen, und sie wird zudem auch ohne Nahrung sein, denn die rechte Seelennahrung ist nur das Wort Gottes. Und so kann es sein, daß eine Seele bei Beendigung ihres Erdenlebens noch genau so dürftig und schwach ist, wie sie die Kundgabe 6778 39 Kundgabe 6778 Erde betreten hat .... Denn sie kann wohl dürftig und völlig kraftlos sein, aber sie kann nicht vergehen .... Und in diesem Zustand muß sie nun auch das geistige Reich betreten, wo sie ihre Unzulänglichkeit bitter empfinden wird. Immer aber tritt der Heiland der Kranken und Schwachen an die Menschen heran, immer wieder bietet Er Sich Selbst an, ihnen zur Gesundung zu verhelfen, immer wieder lässet Er den Kraftstrom zur Erde fließen, an dem sich alle kranken Seelen Kraft holen könnten .... Und wahrlich, es wird die Krankheit und Schwäche von jeder Seele genommen, die sich dem Retter und Heiland Jesus Christus anvertraut. Und die Reue derer wird bitter sein, die an Ihm vorübergegangen sind und niemals Seine ärztliche Hilfe in Anspruch nahmen, denn sie werden krank und schwach bleiben und also auch so in das jenseitige Reich eingehen .... Amen

40 Speisung der Seelen mit der rechten Nahrung ....

Kundgabe 8491 9.5.1963

Eure Seele muß ständig das Brot des Himmels entgegennehmen, sie muß aus dem Quell das lebendige Wasser schöpfen, will sie gesunden und ausreifen, denn sie braucht nötig eine kräftige Speise und einen belebenden Trank .... Und immer bin Ich bereit, ihr diese Nahrung zu verabreichen, wenn ihr nur an Meinen Tisch tretet, um mit Mir das Abendmahl zu halten, wenn ihr nur immer euch dort einfindet, wo Ich euch Speise und Trank darbiete .... wenn ihr Mich anhöret, sowie Ich zu euch spreche. Und niemals werden Meine Gaben spärlich ausfallen, sondern in Fülle dürfet ihr nehmen, was euch Meine Vaterliebe bietet .... Denn ihr dürfet eure Seele nicht darben lassen und nur eures Körpers gedenken, denn dieser ist vergänglich, die Seele aber ist unvergänglich, und deren Zustand soll darum gebessert werden, solange ihr auf Erden weilet. Und wenn Ich Selbst euch Speise und Trank verabreiche, so heißt das, daß Ich Selbst zu euch rede, daß ihr Mein Wort höret, das euch die Liebe lehret .... Und befolget ihr nun Mein Wort, so daß ihr nicht nur Hörer, sondern Täter seid, so wird eure Seele aufleben, sie wird ausreifen und zur Vollendung gelangen, zwecks derer sie als Mensch über die Erde geht. Wie aber wollet ihr eure Erdenaufgabe erfüllen, die ihr nur das beachtet, was eurem Körper zum Wohlbehagen dienet .... die ihr nur der Welt lebt und eure geistige Aufgabe gänzlich vernachlässigt .... Eure Seele wird den Körper so verlassen, wie sie ihn bezogen hat, sie wird armselig und dürftig eingehen in das jenseitige Reich, denn sie mußte darben während des Erdenlebens und konnte darum auch nicht ausreifen. Die Nahrung wurde ihr vorenthalten, sie ist niemals an Meinen Tisch getreten, um sich von Mir speisen und tränken zu lassen, sie ging an allen Gnadengaben vorüber, ohne sie zu nützen, und sie wird dies einmal bitter bereuen .... Doch Ich kann euch Menschen nicht zwingen, Ich kann euch nur belehren und dafür Sorge tragen, daß ihr Kenntnis nehmet von Meinem Wort, daß ihr einmal Meine Ansprache vernehmet, daß einmal euch die große Gnadengabe angetragen wird, die ihr nun nur zu nützen brauchtet .... Euer Pilgerweg ist lang, und oft werdet ihr kraftlos am Wege niedersinken und nach rechter Labung verlangen und dann sollet ihr diese auch eurer Seele zukommen lassen, und wahrlich, ihr werdet gestärkt euren Erdenweg fortsetzen und immer wieder an den Quell gehen, um euch neu zu stärken und zu erquicken .... Und seid ihr erst einmal Meine Gäste gewesen, die Ich Selbst speisen konnte mit Meinem Wort, mit dem wahren Himmelsbrot, so wird euch bald eine andere Kost nicht mehr munden, denn ihr spüret die Wohltat einer Kost, die eure Seele benötigt, und wollet sie nimmer missen. Und dann brauchet ihr auch keine Sorge mehr zu haben, daß ihr eure Erdenaufgabe nicht erfüllen könntet. Denn ihr werdet kraftvoll sein und Meinem Willen nachkommen, es wird eure Seele sich Mir ständig mehr anschließen, und in der innigen Bindung wird sie stets mehr Kraft empfangen, sie wird sich gänzlich umgestalten zur Liebe und wieder werden, was sie war im Anbeginn: ein göttliches Wesen, das im Vollbesitz von Licht und Kraft und Freiheit wirken und schaffen kann in Meinem Reich .... Und darum sollet ihr Menschen euch stets an Mein Wort halten, ihr sollet begehren, Mich zu hören, und Ohr und Herz öffnen, damit Ich euch zuwenden kann, was ihr benötigt .... Denn Mein Wort ist die rechte Speise, die vom Himmel kommt, ohne welche eure Seele niemals gesunden kann, denn sie ist anfangs ihrer Verkörperung als Mensch noch schwach und Kundgabe 8491 41 Kundgabe 8491 unvollkommen, und sie soll während des Erdenlebens ausreifen und sich vollenden. Und wo Ich Selbst nun einen Quell erschließe, dem das lebendige Wasser .... Mein Wort .... entströmt, dort kann und wird die Seele auch sich laben können zu jeder Zeit. Denn es ist dieser Quell noch lauter und rein, es ist das Lebenswasser noch keiner Verunreinigung ausgesetzt, es strömt hell und klar und wirket belebend auf die Seele, die sich daran labt. Und empfanget ihr Menschen nun Mein Wort direkt, so brauchet ihr auch keine Verunreinigung zu fürchten, ihr werdet in vollster Wahrheit von Mir ein Wissen entgegennehmen, das für euch Licht bedeutet, das wie ein Strahl durch das Dunkel hindurchbricht, in dem ihr Menschen wandelt, solange ihr nicht von Mir ein solches Licht euch anzünden lasset. Gehet nicht in der Nacht dahin, sondern suchet zum Licht des Tages zu gelangen .... Nehmet nicht jegliche Kost an, sondern lasset euch von Mir Selbst speisen und tränken, und scheuet nicht den Weg zum Quell, wenn ihr sicher sein wollet, ein unverbildetes Geistesgut zu empfangen, das Wahrheit ist, weil es aus Mir Selbst seinen Ausgang nimmt .... Und wahrlich, euer Erdenweg wird kein Leerlauf sein, ihr werdet dem Ziel zustreben und ihm auch immer näher kommen, denn Ich Selbst rufe euch an Meinen Tisch, Ich lade euch als Meine Gäste ein, mit Mir das Abendmahl zu nehmen, und Ich werde euch wahrlich die rechte Speise und den rechten Trank darreichen, Ich werde eure Seelen nähren, auf daß sie nicht zu darben brauchen .... Amen

42 Anerkennen des Erlösungswerkes nötig zur Seelenreife ....

Kundgabe 3642 31.12.1945

Zur Erlangung der Seelenreife gehört unwiderruflich das offene Bekenntnis Christi und Seines Erlösungswerkes. Es kann der Mensch nicht reifen ohne Liebe .... wer aber die Liebe hat, der erkennt auch Den, Der Sich aus Liebe für die Menschheit geopfert hat. Er weiß auch, daß Christus den Tod am Kreuze auf Sich nahm als Sühne für die große Schuld der Menschheit, daß Er also diese erlösen wollte von endlos langer Zeit der Gefangenschaft. Und folglich wird er auch dieses Werk der großen Liebe und Barmherzigkeit anerkennen und sich selbst unter das Kreuz Christi stellen, um auch der Gnaden des Erlösungswerkes teilhaftig zu werden. Die Gnaden des Erlösungswerkes aber bewirken erst das Ausreifen der Seele, denn der Erlöser Selbst ziehet nun die Seele zu Sich, zur Höhe, Er vermittelt ihr Kraft, das Rechte zu wollen und zu tun. Wer Jesus Christus und Sein Erlösungswerk nicht anerkennt, der bleibt in der Gewalt des Satans, er bleibt schwachen oder Gott-abgewandten Willens, die Seele bleibt auf niedriger Entwicklungsstufe stehen, denn ihr fehlet die Liebe .... Die Liebe aber erkennet Jesus Christus, denn wo die Liebe ist, ist auch die Weisheit, die Erkenntniskraft für die reine Wahrheit, und so wird dem Liebenden das Erlösungswerk Christi voll und ganz verständlich sein, während der lieblose Mensch in vollster Unkenntnis ist über Sünde und Schuld der Menschheit, über Sinn und Zweck des Erdenlebens, über das Ziel und die Aufgabe des Menschen auf Erden. So er um dieses alles weiß, ist sein Lebenswandel schon ein Leben in Liebe, und dann wird ihm der göttliche Erlöser nur das Sinnbild tiefster Liebe sein, Den er anerkennen muß und Den er auch bekennet vor der Welt, so dies von ihm gefordert wird. Und dann strebt seine Seele zur Höhe, und sie erreichet auch sicher ihr Ziel, weil sie nicht aus eigener Kraft strebet, sondern mit Jesus Christus, weil ihr Wille von Ihm gestärkt wird und die Seele unausgesetzt Kraft und Gnade zugeführt erhält, denn Seine Verheißung lautet: „Wer an Mich glaubt, der hat das ewige Leben ....“ Der Glaube an Jesus Christus und Sein Erlösungswerk ist unbedingt erforderlich, um selbst in das Reich eingehen zu können, das ewiges Leben bedeutet für die Seele, das licht- und kraft-erfüllt ist und Glückseligkeit bedeutet, das Jesus denen verheißen hat, die an Ihn glauben, weil diese sich bemühen werden, Ihm nachzufolgen und ein Leben in Liebe zu führen, wie Jesus es ihnen auf Erden vorgelebt hat, denn nur die Liebe trägt ihnen höchste Seligkeit ein in der Ewigkeit .... Amen

43 Erkenntnis des Vergänglichen und Unvergänglichen ....

Kundgabe 1500 2.7.1940

Es ist ungeheuer wichtig, zu wissen um die Vergänglichkeit alles Irdischen und um die Verantwortung dem gegenüber, was unvergänglich ist. Es fehlen dem Menschen die Beweise für die Unvergänglichkeit der Seele, sie suchen daher alles abzuschwächen oder abzuleugnen, was zur Voraussetzung eben diese Unvergänglichkeit der Seele hat, und sie tragen also dieser Unvergänglichkeit wenig Rechnung. Und es ist dies die Folge der Unkenntnis dessen, daß neben dem irdischen Leben ein geistiges Leben geführt werden kann und daß dieses geistige Leben erst dem Menschen einen unvergänglichen Erfolg einträgt. Es ist das geistige Leben allein von Wichtigkeit, obzwar es scheinbar nur das Begleitleben des Erdendaseins ist .... Es kann das irdische Leben wohl geführt werden ohne jegliche Verbindung mit dem Geistigen, es ist dies aber völlig erfolglos für die Ewigkeit. Sofern der Mensch aber einmal sein Augenmerk richtet auf die Unsterblichkeit der Seele, so er mit diesem Faktor rechnet, übernimmt er schon bewußt die Verantwortung für die Seele. Und sein Bemühen wird nun darauf gerichtet sein, geistige Schätze zu sammeln, denn er erkennt nun alles das als wertlos, was irdisches Gut ist, weil er weiß, daß nichts davon von Dauer ist, sondern vergehen muß laut göttlichem Gesetz. Also hält er sich an das, was er als unvergänglich erkennt, das heißt , er sucht es zuvor, um es sich zum Eigentum zu machen .... Und Unvergängliches ist Geistiges .... Also sucht er das Geistige und findet es auch, denn Gott unterstützt dieses Vorhaben, weil es dem eigentlichen Zweck des Erdenlebens entspricht. Hat nun der Mensch einmal Kenntnis davon, was anzustreben von Wert ist für die Ewigkeit, so wird das Verantwortungsgefühl der Seele gegenüber in ihm immer stärker, und er lebt nun gleichsam ein zweites Leben, das völlig getrennt geht von seinem eigentlichen Erdenleben. Er stellt geistige Verbindungen her, er läßt seine Gedanken zur Höhe schweifen in das Reich des Geistigen, er teilt sich den geistigen Wesen mit, vertraut sich ihnen an, erbittet Aufschluß und Rat, er läßt sich von ihnen belehren, und er tut alles, um seine geistigen Kenntnisse zu vermehren .... Er strebt also bewußt das Unvergängliche an, und er wird im gleichen Maß das irdische Leben, das heißt alles, was vergänglich ist, verachten lernen. Er ist also noch auf der Erde, löst sich jedoch aus der Erdenschwere und ist weit öfter im Bereich des Geistigen als auf der Erde. Daher muß dem Menschen zuerst das Wissen gegeben werden um den Unwert und die Nichtigkeit alles dessen, was er erblicken und ergreifen kann, und es muß ihm gleichzeitig geistiges Wissen unterbreitet werden, so daß er nun sich selbst entscheiden kann, welches Leben ihm reizvoller ist .... Er muß die Schätze der Welt hingeben, er muß sein Begehren anders zu stillen versuchen als mit irdischen Genüssen. Er muß diese willig hingeben, um geistige Genüsse empfangen zu können. Er muß sich selbst darüber klar sein, daß nur das Unvergängliche, die Seele, bedacht werden muß während des Erdendaseins, daß aber nicht beidem zugleich entsprochen werden kann, also um unvergängliches Gut zu empfangen, auch irdisches Gut begehrt werden kann. Das eine muß hingegeben werden, um das andere empfangen zu können .... Es muß der Mensch sich entscheiden, er muß seinen Willen tätig werden lassen, und dieser kann nur gelten entweder dem Irdisch- Begehrenswerten oder dem Reichtum der Seele .... Es muß der Mensch wählen zwischen vergänglichem und unvergänglichem Gut .... (2.7.1940) Und es wird gesegnet Kundgabe 1500 44 Kundgabe 1500 sein, dessen Geist den Wert des unvergänglichen Gutes erkennt .... Denn ihm wird nun auch offenbar werden, daß das Anstreben dessen gleichzeitig auch dem Menschen die Gottnähe einträgt. Und er wird die Verbundenheit mit Gott spüren, so er das Vergängliche unbeachtet läßt und sich nur an geistigem Gut zu bereichern sucht. Sein Seelenzustand ist erheblich freier, da die Materie, also Irdisch-Erstrebenswertes, nicht mehr begehrt wird und sonach überwunden ist, also die Fesseln der Seele gelöst wurden durch das Begehren nach unvergänglichem, nach geistigem Gut. Und diese Freiheit ist unvergleichlich erfolgeintragend. Er ist in seinem nun ungebundenen Zustand unvorstellbar rege und sucht die Verbindung mit gleichfalls Geistigem. Und der Zusammenschluß mit diesem vermittelt ihm Weisheit und Licht .... in Form von Kenntnissen, die er seiner Seele nun wieder nahebringen möchte. Es wird also der Mensch in die Wahrheit geleitet, und es hat nun die Seele teil an allem geistigen Reichtum. Denn sie empfängt gleichsam die geistige Kraft, die dem Geist aus Gott durch Vermehrung mit Geistigem zugegangen ist. Es muß unwiderruflich eine so vom göttlichen Geist durchdrungene Seele zur Höhe gelangen, denn ihr Ziel war das Erreichen einer möglichst hohen geistigen Stufe, was nun erreicht ist durch Überwinden alles dessen, was der Erde angehört, also vergänglich und daher wertlos ist für die Ewigkeit. Diese Vermehrung des Geistigen bedeutet Freiwerdung aus der Form, und also ist die Seele des Menschen vereint mit dem Geist aus Gott, sie ist wahrhaft unvergänglich, das heißt , sie lebet in Ewigkeit .... Amen

45 Unsterblichkeit der Seele ....

Kundgabe 5191 18.8.1951

Gedenket dessen, was mit eurer Seele wird nach dem Tode des Leibes; versuchet euch vorzustellen, daß es kein Ende gibt für das, was in euch denkt, fühlt und will, und daß die Seele nicht sterben kann. Stellet es euch vor, wenn ihr es noch nicht fest glauben könnet. Dann wird euch ein Unbehagen befallen, weil die Seele es fühlt, daß kein schönes Los sie erwartet, weil der Glaube an ein Fortleben auch einen anderen Lebenswandel gezeitigt hätte, einen Wandel in Liebe, wie aber auch ein Wandel in Liebe ihr den Glauben eingetragen hätte. Jeder Mensch weiß es, daß er sterben muß dem Leibe nach, doch ein Weiterleben der Seele kann nicht als feststehendes Wissen gelehrt werden. Dennoch kann es im Menschen Überzeugung werden auch ohne Beweis. Und diese Überzeugung bestimmt nun sein Denken, Wollen und Handeln. Dann lebt der Mensch bewußt .... bewußt seiner Aufgabe, sich auf Erden zur Höhe zu entwickeln und seinem Reifegrad entsprechend der Seele das Los im Jenseits zu bereiten .... Dann gedenket er des Lebens der Seele nach dem Tode und ist auch immer bereit, das irdische Leben mit dem Leben im geistigen Reich zu vertauschen, weil er weiß, daß es keinen ewigen Tod gibt, nur einen Wandel des Aufenthaltsortes für die Seele. Ein jeder Mensch, der guten Willens ist, fühlt es auch, daß er nicht nur für diese Erde lebt, und sein Glaube wird stets tiefer und überzeugter. Denn wer guten Willens ist, der widerstrebt nicht den Hinweisen, die ihm durch Gottes Liebe immer wieder geboten werden und sein Denken anregen. Wer guten Willens ist, der pfleget auch die Liebe, und also wird er gestärkt in seinem Glauben und verlangt nach Licht, das auch in ihm entzündet wird. Ein jeder Mensch kann glauben an ein Fortleben der Seele, wenn er es will, wenn er verlangend nach der Wahrheit diesbezügliche Gedanken in sich bewegt und Aufschluß begehrt .... Doch das Verneinen-Wollen eines Fortlebens wird stets ein Hindernis sein zum Glauben, weil dann schon die Kräfte der Finsternis den Menschen beherrschen, die jegliches Licht hassen. Gehet nicht achtlos über eure Gedanken hinweg, so sie euch an das Leben der Seele nach dem Tode gemahnen .... Suchet zu ergründen, aber verwerfet nicht alle Gedanken, so sie euch berühren. Denn ohne den Willen zur Wahrheit könnet ihr nicht dazu gelangen, ohne das Verlangen danach könnet ihr nicht belehrt werden. Es gibt ein Leben nach dem Tode, und dieses Leben gestaltet ihr euch selbst auf Erden, ihr selbst schaffet der Seele das Los in der Ewigkeit und sollet darum sorgen, daß sie nicht dem geistigen Tode verfalle, der qualvoll ist, aber niemals ein Nicht-Sein bedeutet. Denn die Seele ist das Wirkliche im Menschen und bleibt bestehen, wenn auch der Leib vergeht .... Denket darüber nach, auf daß ihr zum Glauben gelanget, auf daß ihr die innere Überzeugung gewinnet, daß wohl der Leib sterben kann, die Seele aber unvergänglich ist .... Amen

46 Die Seele ist unvergänglich .... Zustand des Ichbewußtseins ....

Kundgabe 8417 20.2.1963

Bedenket, daß es für euch kein Vergehen mehr gibt, daß ihr bestehenbleibet bis in alle Ewigkeit .... Und es wird euch dieser Gedanke beglücken, wenn ihr wisset, daß ihr bis in alle Ewigkeit selig sein werdet, wenngleich ihr euch von dieser Seligkeit keine Vorstellung machen könnet .... Es kann aber auch ein unerträglicher Gedanke für euch sein, wenn ihr in Unseligkeit kein Ende dieses Zustandes zu erwarten hättet, weil ihr unvergänglich seid .... Daß ihr besteht und euch nun auch euer Los gestaltet, ist eine Wahrheit, die nicht gestritten werden kann .... und wenn ihr auch davon keine Beweise erbringen könnet, so werdet ihr auch nicht das Gegenteil beweisen können, und darum sollet ihr auch die Möglichkeit erwägen und entsprechend also selbst euch euer Los gestalten. Ihr sollet euch keinesfalls der Hoffnung hingeben, daß mit eurem Leibestode alles aus ist, daß ihr dann in ein Nichts zurückkehret, denn sowie ihr einmal von Mir als wesenhafte Kraft ausgestrahlt seid, kann diese Kraft auch nicht mehr vergehen .... Aber einmal kehret sie wieder zu Mir als dem Urquell zurück .... Und darum kann auch der unselige Zustand .... wenn ihr ihn euch selbst bereitet .... nicht ewig dauern, sondern er muß unwiderruflich einmal sich wieder wandeln zum Gegenteil .... Es ist aber nicht belanglos, wie lange sich das Wesen in dieser Unseligkeit befindet, denn das Wesen ist nicht empfindungslos. Es ist in Freiheit, Licht und Kraft einst hinausgestellt worden, was also Seligkeit bedeutet .... Der Zustand der Unseligkeit ist Fesselung, Finsternis und Ohnmacht und also ein Zustand unsäglicher Qual, den das Wesen selbst nicht mehr ändern kann, wenn ihm keine Hilfe gewährt wird. Meine endlose Liebe aber gehört auch jenen Wesen, und sie erbarmt sich alles Unglückseligen. Sie findet auch immer wieder Mittel und Wege, die Fesselung der Wesen zu lockern und ihnen Licht- und Kraftfunken zustrahlen zu lassen, die dem Wesen aus der tiefsten Finsternis emporhelfen, so daß einmal wieder die Möglichkeit besteht, sich selbst auch zu erkennen als das, was es ist, und es dann freiwillig den Weg zur Höhe fortsetzen kann, den es mit Meiner Hilfe eingeschlagen hat. Und ob Ewigkeiten darüber vergehen, das Wesen bleibt aber existent, selbst wenn es aufgelöst in unzählige Partikelchen in den Schöpfungswerken gebunden ist .... Doch kein Partikelchen geht verloren, alle sammeln sich wieder und treten einmal wieder in den Zustand des Ichbewußtseins ein, das sie verloren hatten aus eigener Schuld .... Also das Fehlen des Ichbewußtseins bedeutet nicht ein Vergehen in ein Nichts .... sondern es ist nur ein zeitweiliger Zustand völliger Kraft- und Lichtlosigkeit, der auch jedes Erkennen seiner selbst als Wesen ausschließt .... Es ist nun ganz gewiß für euch Menschen trostreich, daß auch ihr, die ihr noch völlig Mir widersetzlich seid, einmal mit Mir wieder vereinigt sein werdet und höchste Seligkeit genießen könnet .... Doch diese Gewißheit soll euch nicht lau in eurem Streben oder gleichgültig und verantwortungslos dem Erdenleben gegenüber werden lassen, denn die Zeiten der Entfernung von Mir sind für euch Ewigkeiten, in denen ihr euch selbst verdammet, in denen ihr ein Los ertragen müsset, das euch nicht schwarz genug geschildert werden kann und das ihr als Mensch nicht ermessen könnet in seiner Qual. Aber ihr solltet alle Warnungen und Mahnungen annehmen und nicht leichtfertig jeden Gedanken daran zurückweisen, denn gerade in der Zeit eures Mensch-Seins ist es euch möglich, die letzte Vereinigung mit Mir anzustreben, die höchste Seligkeit gewährleistet Kundgabe 8417 47 Kundgabe 8417 bis in alle Ewigkeit .... Und es ist wahrlich nicht viel, was ihr selbst zu tun brauchet, denn Ich verlange nur von euch ein Leben in uneigennütziger Liebetätigkeit .... Und wenn ihr des Willens seid, Mir nahezukommen, werdet ihr auch die Kraft empfangen, in Liebe zu wirken .... Also sollet ihr nur euren Willen recht richten, er soll Mir als eurem Schöpfer zugewendet sein, ihr sollet nur wollen, euren Erdenlebenszweck zu erkennen und ihn zu erfüllen .... Und ihr brauchet dann nimmermehr zu fürchten, noch weiterhin in Unseligkeit zubringen zu müssen, denn Meine Liebe, die euch gehöret bis in alle Ewigkeit, will euch nur Seligkeit bereiten, und ihr sollet daher nur euren einstigen Widerstand aufgeben, der nicht gewaltsam gebrochen werden kann .... Ihr sollet .... was euch an Lehren über eure Unsterblichkeit zugetragen wird .... glauben, auch ohne Beweis, und dann werdet ihr auch bewußt ein seliges Leben anstreben und wieder werden, was ihr waret im Anbeginn .... Wesen, die im Licht und Kraft und Freiheit unermeßlich selig sind .... Amen

48 Reinigungsprozeß der Seelen im Jenseits ....

Kundgabe 3627 15.12.1945

Der Reinigungsprozeß einer abgeschiedenen Seele im Jenseits setzt sofort nach dem Ableben des Körpers ein, jedoch dem Willen der Seele entsprechend. Die Seelen, die noch in völligem Geistesdunkel stehen, empfinden die Dunkelheit als große Qual, und diese Qualen sind schon der Beginn des Prozesses, weil sie dazu beitragen sollen, den Willen der Seele zu wandeln, was zwar auch wieder verschieden lange Zeit dauert, jedoch immer als Prinzip des Reinigungsprozesses gilt. Ständig gibt die Liebe Gottes ihr Gelegenheit zur Wandlung des Willens, doch die Mittel dazu sind im Jenseits für die Seele oft nicht als Liebeswirken Gottes erkennbar, und doch können sie zum Ziel führen in kurzer Zeit, so die Seele nicht allzu widersetzlich ist. Sie muß sich völlig entschlacken, ehe sie lichtdurchlässig ist, und daher wird ihr Zustand bis zum Lichtempfang auch ein Zustand der Qual sein, und das Los unreifer Seelen ist daher bedauernswert, so daß ihr von menschlicher Seite nicht genug Hilfe gebracht werden kann durch liebende Fürbitte oder gedankliche Unterweisung und Ermahnung zur Liebetätigkeit. Doch so die Seele nicht gänzlich verstockt ist, wird sie ständig aufwärtsschreiten in ihrer Entwicklung, es wird jede Qual die harte Hülle schmelzen, sie wird der Hilfe zugänglich sein und sich frei zu machen suchen, wenn es auch mitunter sehr langer Zeit bedarf, ehe der Reinigungsprozeß beendet ist und die Seele als Lichtempfänger wirken kann in Liebe. Doch auch schon reifere Seelen müssen sich noch völlig lichtdurchlässig gestalten, denn das Licht kann in verschiedener Stärke eine Seele berühren, je nach ihrem Vollkommenheitszustand, der einen immer höheren Grad erreichen kann. Es kann die Seele schon so weit in der Erkenntnis stehen bei ihrem Eingang in das geistige Reich, daß sie nicht mehr in dunkler Umgebung zu weilen braucht, daß sie alles erkennen und begreifen kann, in schwachem oder in stärkerem Lichtkreis sich befindet und entsprechend auch selbst tätig sein kann. Und doch muß sie sich selbst noch gestalten zu stärkerem Lichtempfang. Auch sie muß sich noch kristallisieren bis zur höchsten Klarheit, und dies wieder durch Wirken in Liebe an den hilfsbedürftigen Seelen, denn die aufopfernde Liebe jenen unglücklichen Seelen gegenüber läutert die Seele und macht sie immer lichtempfänglicher, und im gleichen Maß steigt auch die eigene Beglückung über ihre erlösende Tätigkeit. Sowie eine Seele den Willen hat zur Höhe, ist sie eifrig bestrebt und unausgesetzt tätig, weil sie durch ihren Willen, anderen mitleidenden Seelen zu helfen, auch immer wieder Kraft zugeführt erhält, die sie beglückt und emsig tätig werden läßt. Jedoch immer setzt dies voraus, daß sie sich aus ihrer Willensschwäche erhoben hat, daß die undurchdringliche Dunkelheit um sie gebrochen ist, daß sie den Lichtstrahlen, die ihr die erbarmende Liebe Gottes in die Dunkelheit sendet, zugänglich ist und daß sie ihrem dunklen Zustand entfliehen will. Ihr Ringen zur Höhe, ihre Qualen und die Finsternis ihrer Umgebung werden ihr als Reinigungsfaktoren angerechnet, ihre Hülle löst sich auf, sie wird lichtdurchlässig, und nun ist ihr Aufstieg zur Höhe, zum Licht, garantiert, denn so sich ihr eigener Wille entschieden hat, hilft Gott ihr ständig zur Höhe, bis sie lichtdurchstrahlt wirken kann im geistigen Reich, wie es ihre Bestimmung ist .... Amen

49 Aufenthaltswechsel der Seele .... Tod des Leibes ....

Kundgabe 6817 28.4.1957

Die Seele ist euer eigentliches Ich, das unvergänglich ist, das nur seinen Aufenthalt wechselt bei dem Leibestode, das den Erdengang beendet hat, um in einer anderen Sphäre weiterzureifen, wenn sie nicht verharrt im Widerstand gegen Mich und dadurch in die Tiefe sinkt. Dieser Gedanke also müßte euch beglücken, daß ihr keinen Tod zu befürchten habt, daß ihr lebet, wenngleich ihr die Erde verlassen müsset .... und daß dieses Leben weitaus schöner und beglückender ist, als je das Erdenleben als Mensch für euch sein kann. Ihr müßtet hoffnungsfroh dem Tag entgegensehen, wo eure Außenhülle von eurem eigentlichen Ich genommen wird, wo alles Schwere von euch abfällt und ihr leicht und unbeschwert euch aufschwingen könnet in eure wahre Heimat, die euch wahrlich Herrlichkeiten bietet, die ihr nicht ahnet. Ihr müßtet frohlocken, daß es keinen Tod gibt für euch, weil eure Seele nur einen Aufenthaltswechsel erfährt, der sie unendlich beglücken kann .... Warum also fürchtet ihr den Tod oder sehet mit Unbehagen dem Ende eures Erdenlebens entgegen? Warum ist für euch Menschen der Tod zum Schrecknis geworden, warum löst er ein Angstgefühl in euch aus, wo er doch in Wahrheit nur ein Übergang ist in eine andere Sphäre? Weil ihr es unbewußt fühlet, daß ihr nicht recht lebtet auf Erden, und weil eure Seele sich nicht das Licht verschafft, das ihr jegliche Furcht nehmen würde .... Denn ein Mensch, der Meine Liebegebote erfüllt, der also nach Meinem Willen lebt auf Erden, empfindet keine Furcht vor dem Tode, sondern er sehnet sich danach, seiner irdischen Hülle ledig zu werden, weil er Verlangen hat nach seiner wahren Heimat, weil die Liebe in ihm ein helles Licht entzündet hat und er vorausschauend auch sich in Meiner Nähe weiß, wo ihm kein Leid und Schmerz, keine Trübsal mehr begegnen kann, wo er sich geborgen fühlet in Meiner Liebe .... Und diese selige Gewißheit könnten alle Menschen haben, daß sie ein leiderfülltes, beschwerliches Dasein mit jener Geborgenheit vertauschen bei ihrem Ableben, wenn sie nur in dieser Zielrichtung ihr Erdenleben zurücklegen möchten .... wenn sie stets der inneren Stimme folgen möchten, die ihnen klar Meinen Willen kundgibt .... wenn sie auf Erden schon in das rechte Verhältnis treten möchten zu Mir, ihrem Gott und Vater von Ewigkeit. Der Gedanke, daß es aus ist mit dem Tode des Leibes, ist schon der beste Beweis, daß des Menschen Lebenswandel nicht nach Meinem Willen ist, denn jener Gedanke ist Einwirken des Gegengeistes, der die Menschen hindern will an der rechten Erkenntnis und der darum auch das Verlangen nach einem voll ausgelebten irdischen Dasein ständig mehr erhöht .... denn jene Menschen glauben nicht an die Unvergänglichkeit ihres Ichs, sie setzen ihm auch die gleiche Begrenzung, wie sie der Außenhülle beschieden ist .... Und darum suchen sie das Erdenleben auszukosten in jeder Weise, immer nur ihres Körpers gedenkend, nicht aber der Seele, die nach dem Leibestode ein sehr zweifelhaftes Los auf sich nehmen muß, die von den Herrlichkeiten ihrer wahren Heimat nichts erfahren kann, weil sie ihrer mangelhaften Gestaltung wegen nicht in jenen Sphären Aufnahme finden kann, wo ungeahnte Seligkeiten ihrer warten. Zwar ist es ihr auch dann noch möglich, sich aus der Tiefe zu lösen und in höhere Sphären einzugehen, aber es erfordert dies weit mehr Überwindung und Anstrengung als auf Erden und kann ohne Hilfe nicht geschehen, doch auch dann muß die Seele selbst den Willen aufbringen, was auf Erden um vieles Kundgabe 6817 50 Kundgabe 6817 leichter ist. Das Ich kann nicht vergehen, aber es schafft sich selbst das Los in Glückseligkeit oder Qual .... und erst, wenn die Menschen nicht ihren Körper als das „Lebende“ ansehen, sondern die im Körper eingezeugte Seele als ihr eigentliches Ich erkennen lernen, erst wenn sie an die Unvergänglichkeit ihrer Seele glauben lernen, werden sie verantwortungsbewußter leben auf Erden und dann auch den Tod nicht mehr fürchten, der nur den irdischen Leib, nicht aber die in ihm wohnende Seele betrifft. Dann werden sie leben nach Seinem Willen und die Stunde herbeisehnen, wo sich die Seele lösen darf von ihrer Außenhülle, um nun eingehen zu können in das Reich, das ihre wahre Heimat ist .... Amen

51 Glaube an die Unsterblichkeit der Seele nötig zur Arbeit an sich selbst ....

Kundgabe 2544 10.11.1942

Es müssen sich die Menschen darüber klar werden, daß das irdische Leben nur Mittel zum Zweck, niemals aber Selbstzweck ist. Erst diese Erkenntnis spornt sie zum Streben an, das Ziel zu erreichen, um dessentwillen der Mensch auf Erden wandelt. Folglich muß ihm der Glaube an ein Fortleben der Seele nach dem Tode vermittelt werden, es muß ihm die Unsterblichkeit der Seele begründet werden, wenngleich dies dem Menschen nicht bewiesen werden kann. Es muß ihm ein Wissen erschlossen werden, das ihm die Unsterblichkeitslehre verständlich macht, so daß es ihm nun leicht wird, zu glauben auch ohne Beweise. Dann erst betrachtet er die Erde als Mittel zum Zweck und stellt sein ganzes Leben auf das Fortleben nach dem Tode ein. Erst dieser Gedanke läßt ihn nun die irdischen Güter mit anderen Augen betrachten, denn er lernt nun deren Vergänglichkeit bewerten, und er richtet sein Augenmerk auf die Dinge, die Bestand haben für die Ewigkeit. Und was er nun tut, bringt er in Zusammenhang mit dem jenseitigen Leben. Sowie der Mensch daran glaubt, daß das Leben mit dem Tode kein Ende hat, denkt er darüber nach, welcher Art das Leben nach dem Tode sein mag; also er sendet seinen Geist zur Höhe, das heißt in Regionen, die der Seele Aufenthalt sind nach Beendigung des Erdenlebens. Und in diesen Regionen wird ihm nun Aufschluß gegeben, und zwar gedanklich, so daß der Mensch nun voller Überzeugung sich selbst als einen Erdenwanderer betrachtet, dessen Lebenslauf bald beendet ist, und er diese kurze Erdenzeit ergiebig auszunützen sucht. Der Glaube an die Unsterblichkeit ist sonach unumgänglich notwendig, soll der Mensch die Arbeit an seiner Seele beginnen, wie aber auch dieser Glaube den Menschen hindert, das Leben nur rein weltlich zu leben. Doch ein unwiderlegbarer Beweis ist nicht zu erbringen über das Fortleben der Seele. Es ist auch dies eine Lehre, die niemals bewiesen werden kann, jedoch durch eifriges Nachdenken zur tiefsten Überzeugung werden kann, wie alles Geistige nicht unter Beweis zu stellen ist, damit der freie Wille des Menschen nicht beschränkt wird und der Glaube sonach ein ungezwungener ist .... Amen

52 Glaube an ein Fortleben der Seele ....

Kundgabe 8059 9.12.1961

Wenn die Menschen doch nur glauben möchten daran, daß ihre Seele .... ihr eigentliches Ich .... unvergänglich ist, wenn sie glauben möchten, daß die Seele als Mensch auf dieser Erde sich selbst das Los bereitet im jenseitigen Reich, wenn sie ihren Erdenleib verläßt .... Die Gleichgültigkeit ihrem späteren Los gegenüber werden die Menschen dereinst bitter bereuen, denn einmal wird ihnen die Erkenntnis kommen, was sie versäumten im Erdenleben, was sie hätten erreichen können, wenn sie den Warnungen und Ermahnungen geglaubt hätten, die ihnen auf Erden immer wieder zugetragen wurden. Die Gleichgültigkeit ihrem zukünftigen Los gegenüber ist das große Übel, das viele Menschen in den Abgrund zu reißen droht .... Und darum sollen sie immer nur hingewiesen werden darauf, daß es ein Weiterleben nach dem Tode gibt, daß sie nicht vergehen können, auch wenn sie ihren irdischen Leib ablegen müssen .... es sollen ihre Gedanken hingelenkt werden auf diese Zeit, die so sicher kommen wird wie der morgige Tag .... Dann würden sie auch verantwortungsbewußter leben, wenn sie nur den Glauben gewinnen könnten an ein Fortleben nach dem Tode. Auch dieses kann ihnen nicht bewiesen werden, sie können es nur glauben .... aber sie können einen überzeugten Glauben gewinnen, wenn sie nachdenken und nach ihrem eigentlichen Erdenlebenszweck fragen .... Nur ein geistig-gerichteter Gedanke würde genügen, daß ihm auch gedanklich Antwort gegeben wird aus dem Reiche, das der Seele wahre Heimat ist .... Doch diese fragenden Gedanken muß der Mensch im freien Willen hinaussenden, denn er kann nicht zwangsweise in ein solches geistiges Denken gedrängt werden. Aber der geringste Anstoß schon kann genügen, daß er sich selbst diese Frage stellt, und sie wird sicher nur gute Folgen haben. Darum muß der Mensch oft von empfindlichen Verlusten getroffen werden, die alles das betreffen können, was er liebt .... irdischer Besitz oder auch liebe Menschen, deren Verlust ihn zu solchen Gedanken anregen kann .... Und dann sind auch schwere Schicksalsschläge für ihn zum Segen geworden, wenn sie des Menschen Denken in geistige Bahnen lenken und nun geistige Kräfte sich einschalten können, die ihn zu belehren suchen. Und wird ein Mensch gefragt, ob er überzeugt an ein Fortleben der Seele glaubt, so wird er zumeist daran zweifeln, selbst wenn er kirchlich davon unterrichtet ist und noch nicht offen widersprochen hat. Doch die innere Überzeugung fehlt ihm, und das läßt ihn auch gleichgültig sein in seinem Lebenswandel, der ausgerichtet sein soll für jenes Leben im geistigen Reich. Aber immer wieder treten Erlebnisse an den Menschen heran, die sein Denken richten sollen und können auf das Ende, das ihm gewiß ist und das doch kein Ende bedeutet für seine Seele. Und immer wieder werden ihm auch Belehrungen zugehen in Form von Unterhaltungen oder Schriften, die er zwar im freien Willen annehmen oder auch ablehnen kann .... Und auch der Verlust irdischer Güter kann den Menschen nachdenklich machen, daß er sich fragt, ob der Besitz dieser eigentlicher Zweck des Erdendaseins ist .... Und dann ist auch die Möglichkeit, daß sich sein Denken wandelt; dann ist es möglich, daß er ein Fortleben nach dem Tode für nicht ausgeschlossen hält und nun seinen Lebenswandel bewußt führt, weil er fühlt, daß er sich einmal dafür verantworten muß. Und es wird dann auch die Gewißheit in ihm immer stärker werden, daß es nicht zu Ende ist mit seinem Leibestode, denn wo nur der geringste Wille vorhanden ist, zweckmäßig auf Erden zu leben, wird dem Menschen auch geholfen und er wird nicht verlorengehen .... Amen

53 Die Seele wird ernten, was sie gesät hat ....

Kundgabe 7656 26.7.1960

Ihr sollt euch keinen trügerischen Gedanken hingeben, daß ihr euch Schätze sammeln könnt für euer irdisches Leben, denn diese werdet ihr wieder verlieren schneller, als ihr sie euch erworben habt. Ich warne euch davor, nach irdischen Gütern zu trachten und euer Herz daran zu hängen, und Ich zeige euch immer wieder, wie vergänglich das ist, was der Welt angehört. Wieviel Zeit und Mühe lasset ihr es euch kosten, wenn es gilt, die Schätze der Welt zu sammeln, und wie selten nur denket ihr daran, daß sie euch nicht erhalten bleiben, daß ihr sie hergeben müsset, wenn ihr von der Erde scheidet, daß sie aber euch auch anderweitig genommen werden können, wenn dies Mein Wille ist. Ihr achtet nur dessen, was der Welt angehört und was doch vergänglich ist; des Unvergänglichen aber achtet ihr nicht .... ihr sorget nur für den Körper und gedenket nicht eurer Seele .... Und ihr nützet so eure Lebenskraft verkehrt, ihr nützet sie nur für euer körperliches Wohlbehagen, aber der Seele bereitet ihr bedenkenlos ein unseliges Los in der Ewigkeit, denn ihr gebet ihr nicht während des Erdenlebens, was allein ihr dienet zur Vollendung, ihr lasset sie darben, während ihr den Körper übermäßig bedenket, ohne jemals davon einen Nutzen zu haben. Denn auch euer irdisches Leben kann von einem Tag zum anderen beendet sein, und dann geht ihr arm und leer ein in das jenseitige Reich und müsset große Qualen leiden. Ihr sollet einmal nachdenken, daß ihr selbst euer Leben nicht in der Hand habt, daß euer Leben auf Erden nur kurz bemessen sein kann und daß der Tod jeden Tag an euch herantreten kann, ohne daß ihr ihm wehren könnet. Und ihr solltet an das „Nachher“ denken .... aber ihr glaubet es nicht, daß ihr nicht ausgelöscht seid mit dem Moment des Todes; ihr glaubet nicht an ein Fortleben der Seele und daß dieses Leben dann sein wird entsprechend eurem Erdenwandel und eurer Sorge um das Heil eurer Seele. Und dieser Unglaube ist auch Anlaß, daß ihr gedankenlos in den Tag hineinlebet, daß ihr euch nicht einmal fraget um Sinn und Zweck eures Erdenlebens. Ihr seid zufrieden, wenn ihr euch irdisch schaffet, was euch gefällt, wenn ihr dem Körper Wohlbehagen schaffet und der irdischen Güter viele sammelt für die Zukunft .... Und ihr wisset nicht, ob ihr überhaupt noch eine Zukunft habt. Aber ihr wisset alle, daß ihr einmal sterben müsset .... Und dieses Wissen sollte euch doch bewußt das Erdenleben auswerten lassen. Doch es ist der Glaube, der euch mangelt, der Glaube an einen Gott und Schöpfer, Der einmal von euch Verantwortung fordern wird für euren Erdenlebenswandel. Und weil ihr nicht glaubt, seid ihr gleichgültig. Aber die Stunde eurer Verantwortung kommt, dessen könnt ihr alle gewiß sein, und eure Reue wird einst bitter sein, wenn ihr euch in größter Armut des Geistes im jenseitigen Reich einfindet und euch einmal die Erkenntnis kommt, was ihr versäumtet auf Erden aus eigener Schuld. Denn es ist eine Gnade, daß ihr euch verkörpern durftet auf Erden, und diese Gnade ungenützt gelassen zu haben wird die Seele dereinst bitter bereuen, weil sie niemals das nachholen kann, was sie versäumte, wenngleich ihr auch im jenseitigen Reich geholfen wird, aus der Tiefe emporzusteigen, aber unter weit schwierigeren Umständen, als dies auf der Erde möglich ist oder war. Ihr solltet nicht so gedankenlos dahinleben, denn es kommt für jeden Menschen die Stunde, da er den irdischen Leib verlassen muß und nun die Seele in das geistige Reich eingeht .... Doch es kann diese Stunde große Freude und Seligkeit bringen, aber auch Kundgabe 7656 54 Kundgabe 7656 große Finsternis und Qual .... jedoch immer, wie es der Mensch selbst gewollt hat und wie er es durch sein Erdenleben unter Beweis gestellt hat .... Er wird ernten, was er gesät hat, er wird eingehen in das Reich des Lichtes und der Seligkeit, oder die Finsternis wird ihn aufnehmen und nicht eher freigeben, bis die Seele sich gewandelt hat in ihrer Gesinnung und nun mit liebender Unterstützung den Weg zur Höhe geht .... Amen