Die wahre Heimat ....

Kundgabe 7634 27.6.1960

Das geistige Reich ist wohl ein ganz anderes Gebiet als das irdische Reich, und es gehört ein starker Wille dazu, jenes Reich anzustreben, wenn der Mensch noch mitten in der Welt steht .... Es sind zwei ganz verschiedene Reiche, und das eine Reich scheint das andere völlig auszuschalten. Doch je ernster der Wille ist, das geistige Reich zu betreten und darin zu verweilen, desto mehr wird dieses Reich auch an Realität gewinnen, und immer mehr kann sich das Empfinden verstärken, daß das geistige Reich die eigentliche Heimat ist, daß die Erde nur etwas Vergängliches ist von kurzer Zeitdauer, das der Mensch nur durchschreitet, um in seine wahre Heimat zu gelangen. Zumeist aber wird für den Menschen das geistige Gebiet unwirklich erscheinen, und er wird immer wieder kämpfen müssen, er wird Gewalt anwenden müssen, um für kurze Zeit gedanklich der Welt zu entfliehen und hinüberzuschweifen in die geistige Welt. Aber es wird ihm gelingen, wenn dies sein ernster Wille ist. Doch eines muß in ihm vorhanden sein: das Verlangen nach Gott und daraus hervorgehend ein Liebeleben .... Dann ist des Menschen Seele schon im geistigen Reich verwurzelt, denn die rechte Liebe kommt aus Gott und führt zu Gott zurück, Dessen Reich nicht von dieser Welt ist. Es muß aber die rechte Liebe im Menschen sein, die Liebe zu Gott und zum Nächsten .... Denn sowie der Mensch noch in der Ichliebe steht, wird er auch mehr mit dem irdischen Reich verbunden sein, und dann erscheint ihm eine „geistige“ Welt unglaubwürdig, es ist ihm diese geistige Welt so fern und vermag ihn auch nicht zu reizen, mit ihr Verbindung zu suchen. Darum wird der Grad der Liebe ausschlaggebend sein, wieweit das geistige Reich dem Menschen wirklich scheint, wieweit es ihn beherrscht, wie stark es seine Gedanken beeinflußt .... Aber es kann ihm zur Überzeugung werden, er kann sich mehr im geistigen Reich als in dieser Welt bewegen, wenn die Liebe in ihm entflammt ist, die Gott und dem Nächsten gilt. Und dann vermag der Mensch auch überzeugt dem Mitmenschen gegenüber dieses geistige Reich zu vertreten, weil er selbst ganz überzeugt davon ist, und er wird auch immer wieder dessen Erwähnung tun, was sein Inneres bewegt .... Er wird das geistige Reich als alleinerstrebenswert hinstellen und die Mitmenschen zu bewegen suchen, gleichfalls dieses Reich anzustreben und die irdische Welt als wertlos hintenanzusetzen .... immer diese irdische Welt als vergänglich ansehend und dessen mehr zu achten, was unvergänglich ist. Und es wird der Mensch weit eher den inneren Frieden finden, der mit dem geistigen Reich verbunden bleibt und dieses zum Ziel seines Strebens auf Erden macht .... Volle Beglückung wird niemals durch die irdische Welt der Mensch finden, denn auch er lernt die Vergänglichkeit dieser Welt kennen, und sein Leben wird unbefriedigt bleiben, wenn er immer nur nach irdischen Gütern verlangt und sich an der Erfüllung irdischer Wünsche genügen läßt, denn seine Seele spürt es, daß sie anderes verlangt, um glücklich zu sein. Seine Seele wird sich nicht zufriedengeben damit, was die Welt ihr bieten kann .... sie wird erst wahre Seligkeit empfinden können, wenn ihr Güter aus dem geistigen Reich geboten werden. Dann erst hat sie den Boden des geistigen Reiches betreten, dann erst hat sie die wahre Heimat gefunden, dann erst erkennt sie das geistige Reich als ihre Heimat an, und dann erst weiß sie, daß dieses Reich wirklich ist und daß es ihr nicht mehr genommen werden kann, wenn sie einmal in der Heimat angelangt ist, wenn sie ins Vaterhaus zurückgefunden hat, aus dem sie einstmals ihren Ausgang nahm .... Amen

4 Seligkeit der Rückkehr ....

Kundgabe 7680 22.8.1960

Euch sei das eine gesagt, daß es für Mich keine größere Seligkeit gibt, als euch, Meine Geschöpfe, heranreifen zu sehen zu Kindern, die ihren Vater erkennen und mit Ihm vereinigt zu sein wünschen .... Diese Seligkeit ist unfaßlich für euch, denn ihr könnet es nicht ermessen, wie groß Meine Liebe war, als Ich euch erschaffen habe, und wie diese Liebe ewig nicht nachlässet, bis sie den endgültigen Zusammenschluß mit euch wiedergefunden hat, das heißt , bis ihr selbst aus freiem Antrieb wieder zu Mir zurückgekehrt seid .... Liebe ist Meine Ursubstanz, Liebe ist die Kraft, die alles erstehen ließ, Liebe ist es, die euer aller Bestehen sichert, und endlose Liebe ist es, die euch beseligen will bis in alle Ewigkeit .... Aus der Liebe also seid ihr hervorgegangen als vollkommene Geschöpfe, da alles, was Ich schuf, nur vollkommen sein konnte. Und dennoch waret ihr „geschaffene“ Wesen, die nicht anders als vollkommen sein konnten, als sie aus Meiner Hand hervorgingen. Aber dieser Vollkommenheitsgrad genügte Mir nicht. Ich wollte Kinder neben Mir haben, die im freien Willen jene Vollkommenheit anstrebten, aber dann auch genausogut sich zur Unvollkommenheit gestalten konnten, wenn dies ihr Wille war. Und zu dieser Unvollkommenheit haben sich zahllose Wesen verbildet, die sich willensmäßig von Mir entfernten und alle göttlichen Eigenschaften verkehrten ins Gegenteil. Es war dies nicht Mein Wille, jedoch Meine Zulassung, weil Ich es wußte, daß die Rückgestaltung zur Vollkommenheit von seiten dieser Wesen möglich war und daß diese Rückgestaltung auch einst vollzogen sein wird, wenn auch nach endlos langer Zeit .... Aber die Wesen, die dieses Rückgestaltungswerk zuwege bringen, sind das, was Ich Selbst mit Meiner Macht nicht schaffen konnte: rechte Kinder ihres Vaters, die also vollkommen wurden wie ihr Vater im Himmel vollkommen ist .... die im freien Willen zu Mir zurückstreben und Mich überaus beglücken, wenn Ich sie als Meine rechten Kinder ans Herz ziehen kann, wenn sie mit Mir verschmolzen sein und bleiben werden bis in alle Ewigkeit .... Es ist für Mich ein überaus beglückender Zustand, diese Meine Kinder Schritt für (Schritt = d. Hg.) zurücklegen zu sehen mit dem Ziel der Vereinigung mit Mir .... Und ob auch diese Rückkehr zu Mir ewige Zeiten erfordert .... Ich weiß es, daß sie einst vollendet sein wird, daß kein Wesen Mir fern bleiben wird .... Ich weiß, daß das Werk, das begonnen hat mit dem Akt des Abfalls der Wesen, ganz sicher seinen Fortgang nimmt, wenngleich der freie Wille das Wesen zeitweise zurückfallen läßt .... wenngleich oft Ewigkeiten vergehen, bis sich dieser freie Wille wandelt und zu Mir verlangt. Aber Meine Liebe läßt nicht nach, dem Wesen aus der Tiefe emporzuhelfen .... Meine Liebe kommt immer wieder dem Geschöpf entgegen, und Mein Sehnen nach Vereinigung nimmt ständig zu, und es findet auch einmal Erfüllung, wie auch das Geschöpf selbst sich einmal sehnen wird nach Mir und die Vereinigung erstrebt. Dann aber wird das Wesen ewig selig sein .... Und darum bedeutet es für Mich nicht viel, wann diese Vereinigung stattfinden wird, weil vor Mir tausend Jahre sind wie ein Tag .... aber daß sie einmal stattfinden wird, das weiß Ich, und nur um Meiner Geschöpfe selbst willen suche Ich, die Zeit der Rückkehr zu Mir abzukürzen, greife aber nicht vor, wenn der Wille des Wesens Mir noch entgegengerichtet ist. Doch wenn Meine Kinder einmal die Seligkeit empfinden werden, die unsere Vereinigung mit sich bringt, dann werden sie es nicht begreifen Kundgabe 7680 5 Kundgabe 7680 können, Mir solange Widerstand geleistet zu haben, denn auch ihre Liebe zu Mir wird erglühen in voller Stärke, und nimmermehr wird sich das Wesen von Mir lösen wollen. Und dann erst wird es den Wesen faßlich sein, was Liebe ist .... dann werden sie wissen, daß nichts verlorengehen kann, was aus Mir erstand, und daß auch alles in höchster Vollkommenheit stehen muß, um ständig mit Mir vereint zu sein, um Meine Nähe ertragen zu können, um mit Mir und neben Mir schaffen und gestalten zu können, wie es Mein Plan ist von Ewigkeit .... Und es wird selig sein der Schöpfer mit Seinem Geschöpf .... es wird unermeßlich selig sein der Vater mit Seinem Kind .... Amen

6 Eingang der Seele in das Lichtreich ....

Kundgabe 8400 2.2.1963

Jede geistige Bitte soll euch erfüllt werden .... Diese Verheißung habe Ich euch gegeben, weil Meine Liebe euch alles erfüllt, was eurer Seele zum Heil gereichet. Und so könnet ihr auch dessen gewiß sein, daß ihr nach eurem Leibestode eingehet in ein Reich des Lichtes und der Seligkeit, wenn euer Wandel auf Erden ein Wandel war in Meinem Willen, wenn ihr eure Liebe zu Mir unter Beweis gestellt habt durch ein Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe .... wenn ihr auf Erden gewandelt seid mit Mir, wenn Ich euer steter Begleiter sein durfte auf Erden .... „Wer an Mich glaubt, der wird leben in Ewigkeit ....“ Und wer ein Leben führt in Liebe, der hat auch den rechten, lebendigen Glauben an Mich, und ihm wird daher ein seliges Los beschieden sein im geistigen Reich .... Und ihn wird auch blitzschnell die Erkenntnis überkommen, er wird sich in (wahrem) wahrheitsgemäßem Denken bewegen, und das ist seine (ihre) Seligkeit, daß die Seele mit ihrem Licht, das sie durchstrahlt, auch die Seelen beglücken kann, die noch in der Dunkelheit sind und nach Licht verlangen .... sie wird im Beglücken anderer ihre eigene Beglückung finden, und daher muß ihr selbst zuvor ein helles Licht leuchten .... Ihr Menschen könnet euch von dieser Seligkeit sowohl als auch von der Art der Betätigung keine Vorstellung machen, aber ihr dürfet es glauben, daß diese Seelen nicht mehr nach der Erde zurückverlangen .... zumal sie wissen, daß kein Mensch auf der Erde zurückbleibt und eine jede Seele ihre Lieben wiedersieht in kurzer Zeit. Es sollen diese darum auch nicht trauern, sondern immer nur danach streben, einen hohen Liebegrad zu erreichen, der ein geistiges Schauen zuläßt, weil dieser Grad Voraussetzung ist, daß sich die Seelen wiedersehen gleich nach dem Abscheiden von dieser Welt .... ansonsten die Seelen erst im Jenseits diesen Grad anstreben und erlangen müssen. Doch daß die Menschen sich einmal wiedersehen, ist volle Wahrheit, und es ist dieser Moment überaus beseligend, wenn die Vereinigung im geistigen Reich stattfindet. Ihr Menschen, die ihr von Schicksalsschlägen hart betroffen werdet, bleibet immer dessen eingedenk, daß nur Meine Liebe und Weisheit Begründung ist, was auch geschieht in eurem Erdenleben .... Bleibet dessen eingedenk, daß Ich euch nicht Leiden zufügen will, sondern erhöhte Seligkeiten, die ihr oft durch Leiden gewinnet .... Und daran sollet ihr nicht zweifeln, sondern euch ergeben in alles fügen, und wahrlich, der Segen wird nicht ausbleiben. Und werdet ihr einmal zurückblicken auf euer Erdendasein, dann erfüllt euch tiefste Dankbarkeit und Liebe zu Mir, Den ihr als euren Vater erkennet, Dem nur das Los Seiner Kinder am Herzen liegt, das sie im jenseitigen Reich erwartet .... Wisset, daß eures Bleibens auf dieser Erde nur noch sehr kurz ist und daß ihr darum ein größeres Maß von Leid auf euch nehmen müsset, um zum Ziel zu gelangen, daß ihr euch vereinigt mit Mir im freien Willen. Und jedes Gebet, das ihr zu Mir sendet, wird aus dem Herzen kommen und darum auch gehört werden von Mir .... Ihr werdet oft eure Gedanken in das Reich senden, das eure wahre Heimat ist, und auch aus diesem Reich Ströme des Lichtes und der Kraft entgegennehmen dürfen, ihr werdet auch in steter geistiger Verbindung bleiben mit denen, die euch nur vorangegangen sind und die euch .... wenn euer Reife- und Lichtgrad ein hoher ist .... beistehen werden, daß auch ihr euer Ziel noch auf Erden erreichet .... Denn eine Seele, die schon Licht verbreiten darf, wird auch euch Menschen das Licht zustrahlen können, und das Kundgabe 8400 7 Kundgabe 8400 bedeutet, daß ihr euch dann in vollster Wahrheit bewegt, denn wo Licht ist, kann sich kein Irrtum halten, weil er erkannt wird als Irrtum, und wer nun in der Wahrheit wandelt, dessen Weg muß unwiderruflich zum Ziel führen. Und glaubet es, daß Ich um jeden Gedanken eures Herzens weiß, und so auch weiß Ich, was euch noch fehlet, und sorge dafür, daß es euch zugeführt wird .... Und ob auch die Mittel schmerzhaft sind, die Ich zuweilen anwende, so bringen sie doch den Seelen Freiheit aus ihren körperlichen Fesseln, und sie tauschen das Erdenleben nur gegen ein weit schöneres Leben ein im geistigen Reich, wo sie Mir dienen in Liebe und darum auch Seligkeiten genießen werden, die ihnen das Erdenleben nicht bieten kann .... Denn sie sind in die ewige Wahrheit eingegangen, wo sie einstmals ihren Ausgang genommen haben .... Amen

8 Vaterhaus und Seligkeit ....

Kundgabe 5617 9.3.1953

Ihr sollet in Mein Vaterhaus einziehen, ihr sollet dort weilen in Ewigkeit, wo Ich euch einst hingestellt hatte zu seligstem Wirken. Aber ihr werdet dann euren Gott und Vater von Ewigkeit schauen können in Jesus Christus, Ich Selbst werde unter euch sein, und eure Seligkeit wird grenzenlos sein und bleiben, denn in Ewigkeit nimmt die Herrlichkeit in Meinem Reiche kein Ende. Was ihr Menschen auf Erden erreichen könnet, ist so unfaßlich und überwältigend, daß ihr nichts anderes mehr auf Erden anstreben würdet, so euch diese Herrlichkeit vorstellbar wäre .... Ihr aber müsset ohne Wissen darum nach Meinem Reich trachten, ihr müsset im freien Willen in euer Vaterhaus zurückkehren, weil dann erst die Seligkeit euer Los ist, die zur Voraussetzung hat, daß das Wesen im freien Willen zur Vollkommenheit gelangt ist. Einmal ist diese Seligkeit euch bestimmt, doch euch selbst ist es freigestellt, wie lange ihr eure Heimkehr ins Vaterhaus noch verzögern wollet, ihr selbst bestimmt die Zeit, und sie kann schon bei eurem Leibestode vorüber sein und euch die Vollendung eingetragen haben auf dieser Erde. Ich erwarte euch alle, und Ich halte für alle von euch die Wohnung bereit .... Lasset euch durch diese Meine Worte angesprochen fühlen, lasset euch anregen, ernstlich danach zu trachten, zu Mir zu kommen in Mein Reich, stellet euch das herrlichste Los vor, und ihr werdet doch nicht annähernd das rechte Bild haben von dem, was Ich bereitet habe für die Meinen, für die Menschen, die Mich lieben aus ganzem Herzen und ganzer Seele .... Und alles dieses könnet ihr erreichen, so ihr nur Meine Gebote haltet, Mich und den Nächsten zu lieben .... Ihr sollet euch nur durch uneigennützige Nächstenliebe so gestalten, daß euch das geistige Reich mit seinem Licht aufnehmen kann, ohne daß ihr vergehet. Dann könnet ihr einziehen in euer Vaterhaus, dann komme Ich Selbst euch entgegen und führe euch allen Herrlichkeiten entgegen, und ihr werdet in Meiner Nähe, von Meiner Liebe durchflutet, unbeschreiblich selig sein und es bleiben bis in alle Ewigkeit .... Amen

9 Seligkeit des Lichtreiches .... Lust und Wonnen ....

Kundgabe 5666 3.5.1953

Ein glückseliges Leben erwartet die Meinen im geistigen Reich, so sie abscheiden von dieser Erde, so sie ihren Lebenslauf beendet haben und die irdische Form nun für immer verlassen können. Alles, was sie belastete, fällt ab von ihnen, frei und leicht fühlen sie sich, und das Lichtreich empfängt sie, dessen Bewohner ihnen entgegentreten, um sie nun einzuführen in ihr eigenes Bereich .... Euch Menschen ist keine Beschreibung darüber zu geben, welche Wonnen sie empfinden und wie das Reich beschaffen ist, das sie nun beleben .... Es sind übersinnliche Formen und Begriffe, es ist eine ganz andere Sphäre, für die vergleichsweise nichts auf Erden angeführt werden könnte, und doch finden sich die Seelen gleich zurecht, sie wissen es, daß es ihre wahre Heimat ist, denn die Seele hat das Rückbewußtsein erhalten und ist darum überselig, weil sie die unendliche Liebe und Gnade erkennt, mit der Ich sie geführt habe von Anfang bis zum Ziel. Der Mensch kann auf Erden diese Seligkeiten nicht empfinden, die ihn dort erwarten, denn als erdgebunden ist sein Empfinden nur begrenzt, und er würde sterben, wenn seine Seele schon auf Erden diese Herrlichkeiten erblicken könnte, die sie nun aber unausgesetzt genießen kann, ohne zu vergehen. Doch durch die Liebe zu Mir und zum Nächsten bildet sich der Mensch auf Erden und macht sich gleichsam für Lichtstrahlungen aufnahmefähig, in denen er sich nun im geistigen Reich ständig bewegen kann und unermeßliches Glück empfindet. Es ist das Glück erwiderter Liebe, die aber auch stets zum Liebewirken antreibt, weil die Seele nun geben will, wie sie empfängt, weil sie nicht anders kann als wieder Glück bereiten denen, die noch glücklos sind .... Der Wille des Menschen garantiert auf Erden der Seele den Aufstieg, doch er muß ernst sein, er muß tief im Herzen sich wenden zu Mir, er darf nicht nur durch leere Worte bekundet werden, die Ich allzeit als leer erkenne, die nicht im Geist und in der Wahrheit ausgesprochen und die auch nicht empfunden werden, ohne daß der Mund sie ausspricht. Wer aber ernstlich will, der erreichet sein Ziel. Und die verheißenen Seligkeiten, die ihn erwarten, sollen ihn auch ergeben das Leid tragen lassen, denn dieses erhöht nur den Grad der Seligkeit im geistigen Reich, während sonst die Seele im Jenseits noch durch dunkle Sphären gehen muß und lange Zeit braucht, bis sie in das Lichtreich eingehen kann. Und Mich wird wahrlich kein Wesen zu entbehren brauchen, das nach Mir verlangt und nach Meiner Liebe .... Ich werde es durchstrahlen und in einen Zustand höchster Seligkeit versetzen, Ich werde alles Leid und Elend wandeln in Lust und Wonne, Ich werde tausendfach entgelten, was ein Mensch auf sich nimmt aus Liebe zu Mir, und Ich werde königlich entlohnen, die für Mich und Mein Reich kämpfen auf dieser Erde .... Ich bereite ihnen ein Los im Hause des Vaters, das sie ewiglich beglücken wird .... Amen

10 Lichtzustand ....

Kundgabe 0977 23.6.1939

Das Leben im Jenseits im Lichtzustand ist den Menschen gleichfalls unvorstellbar. Denn es übersteigt alle irdischen Freuden ums Tausendfache, ist jedoch von der Art der irdischen Freuden gänzlich abweichend und darum über alle Maßen beglückend und beseligend. Und alle Phantasie des Menschen vermag nicht annähernd ein Bild zu entwerfen, das der Wahrheit entspricht, denn es erwarten ein vollkommenes Wesen in jenen Sphären himmlische Freuden, zu deren Vergleich nichts Irdisches angeführt werden könnte. Und ebenso ist das Empfindungsvermögen der Wesen im Lichtzustand alles irdische Empfinden übertreffend, und es kann darum auf Erden niemand den Grad des Wohlbehagens ermessen, der jenen Wesen beschieden ist. Für die Erdenzeit muß es dem Wesen auch unvorstellbar bleiben, auf daß der Mensch aus eigenem Antrieb, jedoch nicht um des Lohnes willen, die Vollkommenheit erstrebe. Doch ein Wissen um dieses unfaßbare Glück im Jenseits ließe alle Menschen mit größtem Eifer danach streben, doch um wahrhaft vollkommen zu sein, muß das Gute getan werden um des Guten willen, und es darf der Lohn nicht vorangestellt werden. Und darum ist es weise vom himmlischen Vater eingerichtet, die Menschen in Unkenntnis zu lassen darüber, was Er bereitet hat denen, die Ihn lieben .... Er will die Liebe der Erdenkinder besitzen, Er will ihr Vater sein und ihre Liebe lohnen nach Vaterart .... dem Kinde alles geben, was Sein ist .... Darum trachtet danach, wahre Kinder Gottes zu werden, auf daß ihr aller Wonnen des Himmels teilhaftig werdet .... und maßlos selig werdet ihr sein bis in alle Ewigkeit. Amen

11 Seligkeit im geistigen Reich ....

Kundgabe 4578 2.3.1949

Ihr könnet die Seligkeit derer nicht ermessen, die ihre körperliche Hülle ablegen und eingehen dürfen in das Reich des Lichtes, in ihre ewige Heimat. Alles Erdenleid lassen sie hinter sich, nichts Schweres bedrückt sie, kein Feind bedrängt sie, Furcht und Traurigkeit ist ihnen fremd, ihre Augen sehen nur Schönes, überaus liebliche Gegenden, herrliche Gebilde Meines Schöpferwillens, und lichtvolle Gestalten nähern sich ihnen, um sie einzuführen in das Reich des Friedens und der Seligkeit. Und in dieser Umgebung dürfen sie weilen und sich nach eigenem Willen betätigen. Und die Freiheit ist ihre Seligkeit nach einem Zustand, da ihre Seelen noch gefesselt waren und von irdischer Materie umgeben. Ihre Herzen sind liebefähig und liebewillig, sie sind so von der Liebe durchglüht, daß sie darum allein schon selig sind, denn sie finden ständige Erfüllung. Sie schließen sich mit Seelen zusammen, die ihnen völlig gleichen, also im gleichen Reifegrad stehen, und diese Verbindungen erhöhen die Seligkeit, weil der Zusammenschluß aus Liebe auch die Kraft des einzelnen Wesens vermehrt sowie auch den Tätigkeitsdrang und ein gemeinsames Liebewirken nun die Folge ist, das aber ungemein beglückt, denn es ist eine Kraftentfaltung, die immer wieder neue Kraft einträgt. Der Zustrom von Kraft aber ist ein Gefühl höchster Wonne, denn er ist der Beweis der Gottnähe .... Meine Geschöpfe spüren Mich und gelangen auch je nach ihrem Reifegrad, der Lichtdurchstrahlung möglich macht, zur Anschauung Meiner Selbst in der für sie erträglichen Weise. Ihre innere Seligkeit steigert sich, denn das Verlangen nach Mir erhöht sich ständig und findet immer Erfüllung .... Was das heißt, kann kein Mensch auf Erden begreifen, denn die irdische Liebe ist nur ein Abglanz der geistigen Liebe und schon auf Erden das Begehrenswerteste, im geistigen Reich aber übertrifft sie alles, was an Herrlichkeiten der Seele geboten wird, weil sie die ständige Zufuhr von Licht und Kraft bedeutet und also auch ständige Nähe Gottes. Sowie aber Meine Geschöpfe in das Lichtreich eingegangen sind, bin Ich für sie der Inbegriff der Seligkeit, und sie geben Mich nimmermehr auf. Und dann wird ein jeder den Lohn empfangen für seine Liebe, die Mir auf Erden gegolten hat .... Ich erhöhe ständig die Seligkeit, Ich erfülle die Seele mit Meiner Liebe und bereite ihr immer neue Wonnen .... denn „was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das habe Ich bereitet denen, die Mich lieben ....“ Amen

12 „Was keines Menschen Auge je gesehen ....“

Kundgabe 7963 10.8.1961

Ich habe kein anderes Ziel, als euch selig zu machen, euch die Herrlichkeiten Meines Reiches zu schenken, euch schauen zu lassen, was keines Menschen Auge je gesehen hat, euch unbegrenzt zu beglücken .... und euch als Meine Kinder an Mein Herz zu ziehen, weil Meine Liebe zu euch unermeßlich ist. Und Ich erreiche auch einmal dieses Ziel. Doch es können auch noch endlose Zeiträume vergehen, weil eines dazu erforderlich ist .... daß auch ihr Mir eure Liebe schenket, daß ihr im freien Willen zurückverlanget zu Mir, von Dem ihr einst euren Ausgang genommen habt .... Und darum werbe Ich auch ständig um eure Liebe, Ich suche euch Kenntnis zu geben von Meinem Wesen, das höchst vollkommen ist, also Ich auch eure Liebe gewinnen muß, wenn ihr Mein Wesen recht erkennet .... Und darum offenbare Ich Mich euch .... Ich beweise Mich euch als existent, und Ich kläre euch über Mein Wesen auf, über Mein Walten und Wirken, über Meinen Plan von Ewigkeit .... Ich enthülle vor euren Augen ein Bild, das ihr lieben könnet und auch werdet, wenn ihr nur eure Augen öffnet und das Bild aufnehmet in euer Herz .... Und auf daß ihr Mich recht erkennet, spreche Ich euch an .... Ihr Menschen seid noch blind im Geist, und daher könnet ihr (euch = d. Hg.) auch keine rechte Vorstellung machen von Mir, eurem Gott und Schöpfer, Der euer Vater sein will .... Ihr hattet einst durch euren Abfall zur Tiefe jegliche Erkenntnis verloren, und in diesem dunklen Geisteszustand seid ihr auch noch bei dem Beginn eures Menschen-Daseins .... Und will Ich eure Liebe gewinnen, so muß Ich euren Geist erhellen, Ich muß euch ein kleines Licht schenken, das euch das Bild eures Gottes und Schöpfers beleuchtet, auf daß ihr Mich erkennen lernet .... Ich muß euch Aufklärung geben über eure Erschaffung, euren Ausgang aus einem höchst vollkommenen Wesen, Das ihr zwar nicht schauen konntet, Das euch aber unermeßlich beseligte .... Ich muß euch Kenntnis geben darüber, was ihr waret, was ihr seid und was ihr wieder werden sollet .... Und das Wissen um alles soll dazu beitragen, daß ihr Mich Selbst erkennen und lieben lernet, daß ihr Mir zustrebet und wieder mit Mir vereinigt sein möchtet .... Dies ist das Ziel während eures Erdenlebens, daß ihr den Zustand der Lichtlosigkeit vertauschet mit einem Zustand hellsten Lichtes, wo sich der Geist in euch, der Mein Anteil ist, äußern kann euch gegenüber und euch immer helleres Licht erstrahlet .... Dann werdet ihr eurem Gott und Schöpfer immer näherkommen, und dann könnet ihr während der Dauer eures Erdenlebens auch das Ziel erreichen: völligen Zusammenschluß mit Mir und also auch jene Seligkeit, die Ich euch schenken will im Übermaß Meiner Liebe .... Und dann ist eure endgültige Rückkehr erfolgt; Mein Werben um eure Liebe hat Erfolg gehabt, und nun kann Meine Liebe euch beglücken, und ihr werdet Mich schauen können von Angesicht zu Angesicht .... Denn nun bin Ich euch in Jesus Christus zum schaubaren Gott geworden, und euer Verlangen ist erfüllt, das euch einstmals bewogen hat, euch von Mir abzuwenden und dem zu, den ihr als schaubaren Gott anerkanntet, der aber zu Meinem Gegner geworden ist, weil er selbst sich erhob wider Mich. Endlos lange Zeiten waret ihr nun durch euren Abfall getrennt von Mir und endlos lange Zeiten in einem Zustand der Unseligkeit .... Nun aber könnet ihr Mich Selbst erschauen in aller Macht und Herrlichkeit, denn Ich wurde in Jesus Christus für euch zu einem schaubaren Gott .... Und eure Seligkeit wird kein Ende nehmen, ihr werdet Mich und Meine Nähe ständig ersehnen, und es wird euch ständig Erfüllung werden .... Und was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört hat, das werde Ich denen bereiten, die Mich lieben .... denn Meine endlose Liebe gilt euch, Meinen Kindern, bis in alle Ewigkeit .... Amen

13 „Was keines Menschen Auge je gesehen ....“

Kundgabe 2415 19.7.1942

Was keines Menschen Auge je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, das hat Gott denen bereitet, die Ihn lieben .... Das Wissen darum hat Gott den Menschen vorenthalten, Er fordert nur den Glauben an eine Herrlichkeit im Jenseits, die ihnen auch nicht darzustellen wäre, solange sie auf Erden weilen. Denn was Gott Seinen Kindern bietet, ist nichts Irdisches, mit irdischen Augen nicht wahrnehmbar und mit irdischen Sinnen nicht zu empfinden. Doch Sein Wort ist Wahrheit .... und also erwartet die Seele des Menschen ein überaus seliger Zustand, in dem sie die wunderbarsten Dinge sehen und erleben kann. Es gibt nichts auf Erden, das zum Vergleich herangezogen werden könnte und annähernd der Wahrheit entspricht. Es ist ein Zustand der Glückseligkeit, es ist eine immerwährende Schau in die geistige Welt, die unvorstellbar abwechslungsreich dem geistigen Auge sich enthüllt. Es ist äußerste Harmonie und Ausgeglichenheit, die alle geistigen Wesen miteinander verbindet; es ist ein ständiges Liebeswirken, ein Zusammenschließen und Sich-Ergänzen, ein ständiges Gott-Dienen und Empfangen geistiger Kraft, ein ständiges Beglücken und Vermehren der Liebekraft .... Es ist eine nicht zu beschreibende Seligkeit, ein Blick nur in diese Herrlichkeit würde die Menschen zu völlig anderer Lebensführung veranlassen, doch es wäre diese nicht so zu bewerten wie ein rechter Lebenswandel vor Gott ohne das Wissen um den Lohn. Es soll der Mensch gut sein aus innerstem Antrieb, will er dieser jenseitigen Freuden teilhaftig werden. Doch die Verheißung hat Gott dem Menschen gegeben, und sowie er sie als Wahrheit entgegennimmt, sowie er glaubt, ist das Wissen um den glückseligen Zustand im Jenseits für ihn keine Gefahr mehr, denn dann ist er so weit Gott-verbunden, daß er aus sich heraus gut zu sein trachtet und er nicht durch Versprechungen sich zu einem guten Lebenswandel veranlaßt fühlt. Denn Gott hat jene Herrlichkeiten denen bereitet, die Ihn lieben. Die Liebe zu Gott ist Voraussetzung, diese aber muß im innersten Herzen geboren sein, und allein der Liebesgrad wird bewertet, nicht eine Tat, die des Lohnes wegen vollbracht wird. Wo aber die Liebe ist, dort wird des Lohnes nicht gedacht .... Wo die Liebe ist, dort muß auch Glück und Seligkeit sein, denn die Liebe ist Gott Selbst, und Gottes Nähe ist für die Seele das Schönste und Glückvollste, es ist die Liebe die Erfüllung, es ist die Liebe Gottes der Inbegriff der himmlischen Glückseligkeit .... Amen

14 Himmlische Glückseligkeit ....

Kundgabe 2233 12.2.1942

Jeder Vergleich wäre unangebracht, der die Seligkeiten des Himmels den Menschen veranschaulichen sollte, denn nichts auf Erden kann annähernd diese Seligkeiten darstellen, nichts kann ihnen gleichgestellt werden, wollte der Versuch gemacht werden, den Menschen davon ein Bild zu enthüllen. Es ist nichts Greifbares, was die Seelen in der Ewigkeit unendlich beglückt, und darum kann der Mensch sich auch nichts vorstellen, sondern er muß sich begnügen mit der Verheißung des Herrn: „Keines Menschen Auge hat es je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, was Ich bereitet habe denen, die an Mich glauben ....“ Das Wissen um die Wonnen des ewigen Lebens wäre auch höchst nachteilig für das Ausreifen der Seelen, denn es soll der Mensch vollkommen werden, und also muß er gut sein aus innerstem Antrieb, nicht um des Lohnes willen. Was ein vollkommenes Wesen in der Ewigkeit erwartet, ist so unvergleichlich beseligend, daß der Mensch alles tun und auch alles leiden würde, wüßte er um den Grad der Seligkeit; wüßte er, worin diese Seligkeit besteht. Nur so weit kann ihm Aufschluß gegeben werden, daß das Gefühl der Liebe im Jenseits ausschlaggebend ist, daß ohne dieses keine Seligkeit zu denken ist, daß die Liebe alles verbindet und dadurch ein Glückszustand geschaffen wird, der unvorstellbar für die Erdenmenschen ist. Denn auf der Erde ist die Liebe verschwindend klein, gemessen an dem Liebesgrad der Lichtwesen im Jenseits. Und daher ist der Mensch auch nicht fähig, sich die Liebe als Inbegriff der Seligkeit vorstellen zu können, obgleich schon auf Erden die Liebe, das heißt Liebestätigkeit und Liebesempfinden, als etwas Köstliches empfunden und begehrt wird, sowie es der Mensch einmal kennengelernt hat. Denn beseligend ist nur die göttliche Liebe, die Liebe, die gebend, also uneigennützig ist. Die verlangende Liebe ist nur dann beseligend, wenn der Gegenstand des Verlangens Gott und Seine Liebe ist .... weil diese verlangende Liebe gleichzeitig Erfüllung ist, da die göttliche Liebe jedem Menschen zufließt, der sie begehrt. Wenn schon auf Erden die Liebe zu Gott beglückend ist, wieviel mehr ist das Wesen in der Ewigkeit beglückt, so Gott Sich in Seiner unendlichen Liebe ihm zuneigt und sein heißes Verlangen stillt .... Die Wonnen dieses erfüllten Verlangens sind unbeschreiblich und lassen sich mit Worten nicht wiedergeben, weil es ein reingeistiger Vorgang ist, so das Wesen den Zusammenschluß mit Gott findet und Seine Liebesausstrahlung in sich aufnimmt. Und es kann darum kein Mensch sich eine Vorstellung machen von der ewigen Glückseligkeit, solange er noch auf Erden weilt, denn Gott Selbst hält ihm das Wissen verborgen, so lange, bis er die geistige Reife erlangt hat, um Einblick zu nehmen in das geistige Reich, das ihm die ewige Herrlichkeit enthüllt, so es Gottes Wille ist .... Amen

15 Himmlische Glückseligkeit .... Ewige Herrlichkeit ....

Kundgabe 1792 28.1.1941

In lichtvoller Umgebung zu weilen ist unbeschreiblich beglückend für das Wesen; alles Drückende, Belastende ist von ihm genommen, es ist keiner Bedrängung unreifer geistiger Wesen ausgesetzt, es sind keine Schatten oder dunklen Zustände, die es beängstigen könnten. Überall ist Freude, Harmonie und strahlendstes Licht. Und innige Liebe und Dankbarkeit erfüllen das Wesen, das sich in Gottnähe fühlt, auch wenn es noch nicht gänzlich mit Gott verschmolzen ist. Es darf jedoch Licht und Kraft von Ihm entgegennehmen, und also nimmt es schon teil an der ewigen Herrlichkeit. Es darf eine beglückende Tätigkeit ausführen, es darf im göttlichen Willen tätig sein, indem es anderen Wesen das vermittelt, was es selbst empfängt. Es brauchen die Wesen zu ihrer Höherentwicklung fortgesetzt göttliche Kraftzuwendung, und es sind die Lichtwesen solche Kraftstationen, die von Gott empfangene Kraft ständig weiterleiten und dadurch sich selbst einen unvorstellbaren Glückszustand schaffen. Der Erdenmensch begreift weder die Tätigkeit der Lichtwesen noch den Vorgang der Kraftumleitung auf die Kraft benötigenden Wesen, und er ist daher ohne jegliche Vorstellung, und deshalb ist ihm der Gedanke an eine Ewigkeit in Glückseligkeit ein Phantom, das er verwerfen möchte, das er nicht als Wirklichkeit annehmen will. Er mißt alles mit dem Maßstab, der an irdische Vorgänge angelegt werden kann, er bedenkt nicht, daß außerhalb der Erde andere Gesetze gelten, daß sich dort Vorgänge abspielen, die irdisch nicht zu begreifen sind. Denn es ist die Erde eines der unscheinbarsten Schöpfungswerke, und also können ihre Bewohner sich nichts anderes vorstellen, als was sie auf Erden vorfinden, denn darüber hinaus geht die Vorstellungsgabe der Menschen nicht. Und um das Lichtreich sich annähernd vorstellen zu können, müssen die Menschen schon sehr weit vorgeschritten sein, doch auch dann können sie die wahrheitsgemäße Schilderung schwerlich fassen, denn es müßte ihnen ein völlig neues Wissen erschlossen werden, wofür der Mensch selten aufnahmefähig ist. Und daher können jene Gefilde immer nur als ewige Herrlichkeit bezeichnet werden, denn sie sind über alle Maßen herrlich und lieblich anzusehen, und sie versetzen das Wesen in einen Zustand, der höchste Glückseligkeit genannt werden kann und doch sich der Mensch nicht das vorstellen kann, was es in Wirklichkeit ist. Und daher werden die Menschen bei den Worten „himmlische Glückseligkeit“ und „ewige Herrlichkeit“ stets in arge Zweifel über die Wahrhaftigkeit solcher Worte geraten, weil sie etwas, was ihnen nicht verständlich und erklärbar ist, nicht als Wahrheit annehmen wollen. Wiederum aber ist es unmöglich, sie näher einzuweihen und ihnen einen Einblick in das Lichtreich zu gestatten, bevor sie nicht das Ihrige dazu tun, um selbst Licht- und Kraftträger zu werden. Sie können dies wohl noch auf Erden erreichen, doch es gehört dazu ein starker Wille und tiefste Liebe zu Gott, dann aber wird es ihnen um vieles leichter sein, jene Sphären zu begreifen, die dereinst ihr Aufenthalt sein sollen, denn dann ist es in ihnen selbst licht und hell geworden .... Amen

16 Himmlische Herrlichkeit .... Geistiges Schauen ....

Kundgabe 2284 1.4.1942

Das Wissen um die Herrlichkeit des ewigen Lebens hat Gott dem Menschen vorenthalten, weil es das Handeln und Denken beeinflussen würde insofern, als daß der Mensch nicht anders könnte als gut sein, um sich die ewige Herrlichkeit zu erringen. Dann aber könnte er niemals vollkommen werden, denn die Vollkommenheit setzt einen guten Lebenswandel aus freiem Antrieb voraus, nicht aber um eines Lohnes willen. Ist der Mensch aus innerstem Antrieb gut, das heißt , gestaltet er sich zur Liebe, dann wird ihm auch auf Erden schon das Wissen um die ewige Herrlichkeit erschlossen, je nach dem Grade seiner Seelenreife. Die Vorstellungsgabe für Dinge, die im überirdischen Bereich liegen, wird geweckt, und es werden ihm bildhafte Eindrücke vermittelt und durch seinen Geist der Seele übertragen. Es ist dies das geistige Schauen, was einen bestimmten seelischen Reifegrad voraussetzt. Diesen Menschen schadet dann das Wissen um die ewige Herrlichkeit nichts, das heißt , es ist dieses erst die Folge ihres rechten Lebenswandels vor Gott. Wenn der Mensch auch davon in Kenntnis gesetzt wird, daß das Leben nach dem Tode unvergleichlich schön und wonnevoll ist für einen zur Liebe sich gestaltenden Menschen, so ist dieser Hinweis doch kein Zwang, weil es dem Menschen freisteht, dies zu glauben oder nicht. Und glauben wird es wiederum nur der Mensch, der sich bemüht, nach dem Willen Gottes zu leben, während den anderen der Glaube mangelt. Folglich wird auch nur der tief gläubige, den Willen Gottes erfüllende Mensch geistig zu schauen vermögen, denn ihm allein werden die Herrlichkeiten der Ewigkeit offenbart. Immer aber wird das Schauen, das ein Beweis der Reife seiner Seele ist, kurz vor der Vollendung des Leibeslebens dem Menschen beschieden sein, denn es bedarf dieser ein längeres Verweilen auf der Erde nicht mehr, da er seinen Zweck erfüllt und das innige Verhältnis zu Gott hergestellt hat. Nur um der Menschheit willen ruft Gott ihn nicht zuvor schon zu Sich, auf daß ihr ein kleiner Beweis geboten wird von der Wahrhaftigkeit des göttlichen Wortes: „Keines Menschen Auge hat es je gesehen und keines Menschen Ohr je gehört, was Ich bereitet habe denen, die Mich lieben ....“ Denn das irdische Auge vermag solches nicht zu schauen, das geistige Auge aber kann diese Eindrücke nur empfangen in einem bestimmten Grad der Vollkommenheit. Was nun das geistige Auge erschaut, das vermag der Mensch nur schwer wiederzugeben, weil es über das Begriffsvermögen des Erdenmenschen geht und Worte nicht annähernd es schildern können. Doch die übermittelten Eindrücke müßten den Mitmenschen genügen, tief gläubig zu werden und sie zu veranlassen, einen Gott-gefälligen Lebenswandel zu führen. Doch wo der Mensch seinen Willen dagegensetzt, würde auch nicht die herrlichste Beschreibung der ewigen Seligkeit vermögen, diesen zu wandeln, denn es ist das Erkennen und das Wissen um das jenseitige Leben im Vollkommenheitszustand die Folge des Gott-zugewandten Willens. Gott aber wandelt diesen Willen nicht durch Zwang, sondern Er läßt ihm seine Freiheit .... Amen