Gottes Vollkommenheit kennt keine Begrenzung von Zeit und Raum ....

Kundgabe 8777 12.3.1964

Äonen sind schon vergangen, und Äonen werden noch vergehen, und immer noch wird es Schöpfungen geben im Universum, weil des einst-gefallenen Geistigen unendlich viel noch der Erlösung harret, weil noch zahllose geistige Wesen verhärtet in ihrer Substanz ihres Wandels zur Materie harren und die Aufwärtsentwicklung alles dieses Geistigen Ewigkeiten erfordert, bis es wieder zu einem ichbewußten Wesen geworden ist, das nun seine Entwicklung zum Abschluß bringen kann, ebenso aber ein Versagen möglich ist, was wieder endlose Zeiten erfordert bis zu seiner endgültigen Vergeistigung. Und ihr Menschen werdet euch fragen, warum Ich, als der Ewige Gottgeist, als der Schöpfer und Herr alles Bestehenden, überhaupt ein solches Wirken in der Unendlichkeit Mir vorgenommen habe, warum Ich Geister schuf und es nicht verhinderte, daß diese in die Tiefe stürzten, daß sie sich erhoben wider Mich und Mir gleichsam gegnerisch gesinnt waren .... und warum Ich die Gesinnung aller dieser Geister wieder Mir zuwenden will .... Und ihr werdet euch fragen, was Mich dazu bewogen hat, zahllose Schöpfungen erstehen zu lassen, die im Grunde des Grundes jene gefallenen Geister sind .... Und immer wieder werde Ich euch antworten müssen, daß Mich Meine endlos tiefe Liebe bewog, sowohl zum Erschaffen vollkommener Wesen als auch zur Rückgewinnung der unvollkommen-gewordenen Wesen und daß Meine unübertreffliche Weisheit auch einen Plan entwarf, durch den Ich Mein Ziel einmal erreiche .... daß Meine unbegrenzte Macht alles erstehen lassen konnte, was Ich nur wollte, und darum Mir keinerlei Grenzen gesetzt sind und dieses Bewußtsein Meine ganze Seligkeit ist, an der Ich jedoch auch andere Wesen teilnehmen lassen möchte, diese aber dann auch so beschaffen sein müssen wie Ich Selbst. Und es dienet all Mein Walten und Wirken in der Unendlichkeit nur diesem einen Zweck, aus Meinen einst „erschaffenen Werken“ wahre Götter heranzubilden, in höchster Vollkommenheit stehende Wesen, die als Meine „Kinder“ nun schaffen und wirken können mit Mir und im gleichen Willen. Da Ich vollkommen bin, gibt es für Mich auch keine Begrenzung, und darin ist auch die endlose Zahl der erschaffenen und der gefallenen Geister und die ewig währenden Zeiten begründet, die jene Geister benötigen, bis sie das sind, was Ich Selbst Mir nicht schaffen konnte: rechte Kinder, Meine Ebenbilder, die in unfaßlicher Seligkeit tätig sind im geistigen Reich. Wenn ihr Menschen euch einen rechten Begriff von Mir und Meinem Wesen machet, dann muß euch auch als erstes klar sein, daß es für Mich keine Begrenzung geben kann, ansonsten Ich nicht höchst vollkommen genannt werden könnte, denn die Begrenzung ist immer das Merkmal des Unvollkommenen .... Für Mich ist weder Zeit noch Raum begrenzt, noch Liebe, Weisheit und Macht .... Und also wirke Ich immer und ewig und habe dennoch ein Ziel: die restlose Vergöttlichung alles von Mir ins Leben gerufenen Wesenhaften. Und diese restlose Vergöttlichung fordert den freien Willen des erschaffenen Wesens, und dieser kann sich Mir und Meinem Willen anschließen, aber auch sich Mir widersetzen, woran das Wesen nicht gehindert wird. Denn erst der freie Wille ist das rechte Leben .... ohne diesen Willen ist alles nur ein totes Werk, das aus Meiner Macht hervorgegangen ist, wobei aber Liebe und Weisheit unbeteiligt wären. Denn die Liebe schuf Sich Wesen, die Sie beglücken wollte, und die Weisheit entwarf den Plan zur „Vergöttlichung“ des „Geschaffenen“ .... Kundgabe 8777 4 Kundgabe 8777 Die Liebe gab dem Wesen das „Leben“, denn erst der freie Wille bedeutete Leben, während das Wesen, das im Zwang Meinen Willen erfüllen müßte, ein totes Wesen wäre und bliebe, ein Werk, das zwar höchst vollkommen erschaffen war, aber mit dieser Vollkommenheit nichts anfangen könnte, wenn es gebunden wäre an Meinen Willen. Es wären dann auch alle erschaffenen Wesen nur Abspaltungen von Mir gewesen, jedoch nichts Selbständiges, aus Mir Heraus-Gestelltes, das auch nicht frei wollen und handeln konnte wie Ich Selbst .... Und das wieder hätte Meine Liebe und Weisheit in Frage gestellt, die aber Inbegriff Meines Wesens, Inbegriff der höchsten Vollkommenheit sind. Von Meinem Erschaffungsakt Kenntnis zu haben erfordert einen Reifegrad der Seele, die sonst nicht aufnahmefähig wäre für ein solches Wissen, denn es geht nicht nur um die Kenntnis dessen, sondern um das Verständnis für Vorgänge, die das Erstehen der gesamten Schöpfung betreffen, sowie auch für die endlosen Zeiten, die benötigt werden, um das Rückführungswerk zu Ende zu führen .... Und weil ihr Menschen euch keine Vorstellung machen könnet von endlosen Zeiten und unbegrenztem Raum, kann euch auch nur andeutungsweise darüber Aufschluß gegeben werden. Ihr sollet aber dennoch wissen, daß vor Mir tausend Jahre sind wie ein Tag und daß einmal für jedes von Mir ausgegangene Wesen der Tag der Heimkehr ins Vaterhaus kommt, und ob noch Ewigkeiten darüber vergehen, daß die Seligkeit dann alle vorangegangenen Qualzustände ums Tausendfache aufwiegt und auch diese Seligkeit keine Begrenzung finden wird .... was ihr Menschen ebenfalls nicht verstehen könnet, weil ihr immer nur begrenzt zu denken vermögt .... daß ihr dann aber auch Mich Selbst, euren Gott und Schöpfer, euren Vater von Ewigkeit, lieben werdet aus ganzem Herzen, mit aller Innigkeit, derer euer Wesen fähig ist, und daß ihr euch an der Erlösung oder Seligwerdung aller Wesen mit ganzem Eifer beteiligen werdet, die noch nicht das letzte Ziel erreicht haben. Denn euch treibt die Liebe dazu, die dann auch einen Grad erreicht haben wird, daß ihr alles auszuführen fähig seid, was ihr wollet. Denn dann ist euer Wille ganz in den Meinen eingegangen, und ihr seid also zu Göttern geworden, zu Meinen Kindern, die Ich nun ewig nicht mehr verlieren werde .... Amen

5 Rechter Willensentscheid im Zustand des Ichbewußtseins ....

Kundgabe 8378 12.1.1963

Eure Seele wird ewiglich nicht mehr das Ichbewußtsein verlieren, sie wird sich erkennen als von Mir einst ausgestrahlter Lichtgeist, sowie sie den Zustand ihrer Vollendung erreicht hat, in dem sie nun auch in vollster Erkenntnis steht um ihre Bestimmung, die Ich einem jeden Wesen gab, als Ich es erschuf. Es ist nun auch die Seele voller Kraft, so daß ihr nichts mehr unmöglich ist, daß sie schaffen und wirken kann ihrem eigenen Willen gemäß, der aber völlig in den Meinen eingegangen ist. Und dieser Zustand ist unbegrenzte Seligkeit, die ihr Menschen nicht zu fassen vermögt, weil ihr begrenzte Wesen seid .... begrenzt in eurer Kraft und auch im Licht, die sich ständig erhöhen, je näher ihr der Vollendung seid. In hellstem Licht ginget ihr einstens aus von Mir, und in hellstem Licht stehend kehret ihr wieder zu Mir zurück, um nun ewig ein Leben zu führen in unbegrenzter Seligkeit. Doch ob euch dies auch noch so eingehend ans Herz gelegt wird, daß ihr selbst euch ein solches seliges Los schaffen könnet, bleibet ihr als Mensch doch lau in eurer Seelenarbeit, weil ihr nicht überzeugt glaubet und weil es euch auch einfach nicht faßlich ist, daß ihr selbst als Mensch ein so hohes Ziel erreichen könnet .... Und es kann euch dennoch nur unterbreitet werden, es kann euch nur ein Wissen zugeleitet werden, das ihr jedoch selbst verwerten müsset, denn sowie Ich Selbst euch bestimmen würde, zu handeln nach Meinem Willen, hättet ihr keinen freien Willen mehr. Dieser aber ist nötig, um den Zustand höchster Vollendung zu erreichen. Ich aber habe Mir diesen Plan gesetzt seit Ewigkeit, und er wird auch durchgeführt, auch wenn es Ewigkeiten dauert .... Einmal erreichet ihr alle diese Seligkeit, und dann wird euch auch die Zeit als geringfügig erscheinen, die ihr dazu gebraucht habt, denn es ist dann jeder Begriff für Zeit und Raum zu Ende, es erscheint euch die vergangene Zeit wie ein Augenblick, während die Ewigkeit vor euch liegt, da ihr Seligkeiten genießen könnet unbegrenzt. Solange ihr nun auf Erden lebet, in einem Zustand der Mangelhaftigkeit, müsset ihr viel Leid tragen, denn es ist jeder mangelhafte Zustand eurer Seele ein Zustand von Not und Leid, den ihr nur betäuben könnet durch irdische Freuden und Genüsse, der aber nicht gebessert wird, sondern immer wieder zum Durchbruch kommt, solange ihr noch nicht vollendet seid. Es ist das Erdenleben nur ein Scheindasein, denn es ist nicht beständig, es vergeht, es ist nicht die reine Wirklichkeit, denn diese kann nur das geistige Reich für die Seele sein, deren wahre Heimat ebendas geistige Reich ist. Es kann aber das irdische Reich dazu beitragen, daß die Seele alle ihr Schlacken verliert und als gänzlich lichtempfänglich in das geistige Reich eintreten kann. Und zu diesem Zweck geht ihr Menschen über die Erde, weil ihr selbst im freien Willen die Schlacken von eurer Seele abstoßen sollet, was euch auch möglich ist, wenn ihr das Ziel anstrebet, einmal in höchster Seligkeit zu leben bis in alle Ewigkeit .... Nur euer Wille muß dazu bereit sein, wieder zu werden, was ihr waret im Anbeginn, und wahrlich, Ich helfe euch, daß euch die Durchführung nicht zu schwer wird .... Ihr sollet nur immer euch das hohe Ziel vergegenwärtigen, das ihr erreichen könnet .... und ihr sollt wollen, daß ihr es erreichet. Denn dieser Wille allein entscheidet euer Los .... Und ihr Menschen könnet dessen gewiß sein, daß Ich euch nicht mehr fallenlasse, sowie ihr Mir einmal diesen Willen schenket .... Nur muß es euer vollster Ernst sein und nicht nur durch Worte bekundet werden, von denen das Herz nichts weiß. Kundgabe 8378 6 Kundgabe 8378 Und diese Willenswandlung kann nur ein ichbewußtes Wesen zu erkennen geben, und darum ist ebender Zustand des Ichbewußtseins so außerordentlich bedeutungsvoll .... Denn ihr könnet nun denken und euren Verstand gebrauchen, und ihr könnet die euch geschenkte Lebenskraft nützen in Meinem Willen .... ihr könnet in Liebe wirken .... Und dann wendet ihr euch auch Mir zu, und Ich lasse euch ewig nimmer. Zu diesem Willensentscheid bleibt euch keine lange Zeit, denn das Erdenleben als Mensch ist nur wie ein Augenblick in der Ewigkeit, doch wenn ihr euch recht entscheidet, genügt diese Zeit vollkommen zur Wesensrückwandlung, zur Liebe .... Und ist euer Wille falsch gerichtet, dann würdet ihr nur abgrundtief zurücksinken, wäre euch längere Zeit zugebilligt, wo ihr als Mensch über die Erde geht .... Denn der Einfluß Meines Gegners würde immer stärker werden, je mehr ihr euch von Mir wieder entferntet .... Und darum ist diese Erdenzeit als Mensch begrenzt und in der Ewigkeit wie ein Augenblick zu werten, wo ihr dennoch zu Mir gelangen könnet und dann auch wieder unbegrenzt selig sein werdet, wie ihr es waret im Anbeginn. Niemals werdet ihr ohne Hilfe gelassen, niemals werdet ihr auf euch selbst angewiesen sein, immer bin Ich bereit für euch und harre nur eures Rufes, der eure Willenszuwendung zu Mir beweiset und dem Ich dann auch ganz gewiß nachkomme und Meine Kinder wieder ergreife, um sie ewig nicht mehr von Mir zu lassen, denn ihr seid aus Meiner Liebekraft hervorgegangen, ihr seid auch Mein Anteil, wenngleich ihr euch einstens dem zuwandtet, der von Mir als erster abgefallen ist, als er die Willensprobe bestehen sollte, die ihn ewig zum seligsten Wesen gemacht hätte, das als Mein Ebenbild mit Mir schaffen und wirken sollte in der ganzen Unendlichkeit .... Amen

7 Geistige Finsternis .... Leugnen des freien Willens ....

Kundgabe 8776 11.3.1964

In welchem Irrtum wandeln doch die Menschen dahin, und sie schließen die Augen, wenn ihnen ein Licht entgegengehalten wird, sie wollen nicht sehen, weil sie sich in der Dunkelheit wohl fühlen. Und das ist das Werk Meines Gegners, des Fürsten der Finsternis, daß er auch die Menschen einhüllet in die Finsternis, die sich ihm nicht widersetzen, die nicht aus eigenem Willen zum Licht gelangen möchten. Es ist so leicht erklärlich, daß immer mehr Verwirrung unter den Menschen zu finden ist, je weiter sie sich von Mir entfernen, und die (Weite der) Entfernung von Mir bestimmt der Grad ihrer Liebe .... Da Ich die Liebe Selbst bin, wird mit Mir verbunden sein, der selbst sich zur Liebe gestaltet, der Mangel an Liebe bedeutet Entfernung von Mir, und ist die Liebe erkaltet unter den Menschen, dann sind sie Anteil Meines Gegners, der bar jeder Liebe ist. Dann ist der Abstand von Mir zu ihnen unüberbrückbar, und er kann nur durch den göttlichen Erlöser Jesus Christus überbrückt werden, was aber gleichzeitig bedeutet, daß die Gebote der Liebe erfüllt werden müssen, die Jesus den Menschen gab zur Zeit Seines Erdenwandels. Es ist die Liebe das Erste und Letzte, ohne Liebe gibt es kein Erkennen, keine Wahrheit, kein Licht und keine Rückkehr zu Mir. Und wer ohne Liebe dahinlebt, dessen Denken wird verwirrt sein, er wird den Irrtum vertreten als Wahrheit und völlig erkenntnislos, völlig blind im Geist sein .... Es wird aber immer wieder ein Lichtträger erstehen unter jenen Menschen .... immer wieder werde Ich versuchen, den Menschen die Augen zu öffnen, ihnen ein Licht anzuzünden, ihnen Aufklärung zu geben und sie vor allem auf die Gebote der Liebe hinzuweisen, weil nur dann sie auch aufnahmefähig sein werden, wenn sich ihre Herzen erweichen und sie sich bemühen, in der Liebe zu leben. Und es bewirket dies der freie Wille, der sich nach allen Richtungen hin entfalten kann, der ebenso, wie er sich Meinem Gegner zuwendet, auch sich für Mich entscheiden kann, wenn nur der Mensch anhöret, was ihm über Mich und durch Mich verkündet wird: daß Ich in Liebe alle Meine Geschöpfe verfolge und ihre Rückkehr zu Mir ersehne .... Dann kann sich des Menschen Wille Mir zuwenden, und dann wird auch sein Denken sich wandeln, er wird den Irrtum ablehnen und die Wahrheit willig annehmen, und dann kann auch der Erdenlebenszweck erfüllt werden, daß der Mensch eine gänzliche Wesenswandlung vollzieht, daß er seine bisherige Eigenliebe .... seine verkehrte Liebe .... wandelt in uneigennützige Nächstenliebe, in die Liebe, die Mir wohlgefällig ist und den Menschen mit Mir Selbst verbindet, Der Ich die Liebe bin .... Ihr Menschen könntet alle die Probe aufs Exempel machen, ihr brauchet nur zu achten auf eure Umgebung und auf die Einstellung der lieblosen Menschen zu Mir sowie auch der liebetätigen Menschen, und immer werdet ihr feststellen können, daß der liebelose Mensch keinen Glauben hat an ein höheres Wesen, Das ihm das Leben gab, und daß er sich auch ganz andere geistige Vorstellungen macht als der gläubige Mensch .... Es werden niemals liebetätige und lieblose Menschen die gleichen Ansichten vertreten auf geistigem Gebiet, ihre Meinungen werden so grundverschieden sein wie auch ihr Wesen, das erkennbar ist als liebevoll oder liebelos, weil es sich an den Mitmenschen auswirkt. Und würden nun jene liebelosen, ungläubigen Menschen auch ihren Verstand sprechen lassen, so könnten sie sich noch manche Frage stellen, die .... wenn sie ernstlich aufgeworfen wird .... ihnen sicher auch gedanklich beantwortet Kundgabe 8776 8 Kundgabe 8776 würde .... Doch immer bestimmt dies der freie Wille des Menschen .... Den freien Willen zu leugnen ist der Inbegriff irrigen Denkens, denn es brauchte der Mensch dann wahrlich auch keinen Verstand zu haben, der ihm gegeben wurde, um alles gegeneinander abwägen zu können und einen Entscheid zu treffen, seien es irdische oder geistige Angelegenheiten .... Das Denken des Menschen muß sich nach allen Richtungen hin bewegen können, und es brauchte nicht der Erdenlebensweg als Mensch zurückgelegt werden, wenn in diesem nicht sich der Mensch zur Vollendung bringen könnte, was jedoch den freien Willen zur Voraussetzung hat .... ansonsten es wahrlich kein Beweis Meiner Vollkommenheit wäre, wenn Ich Selbst den Zustand einer jeden Seele bei ihrem (dem) Tode (des Leibes) bestimmen würde, wenn Ich Selbst jedes Geschehen, jedes Handeln und Denken Meinem Willen entsprechend richten würde, dann aber niemals die Menschheit in Sünde und Verderbtheit geraten könnte, weil Mein Wille immer gut ist, das heißt immer der gesetzlichen Ordnung entspricht .... Und ihr habt den Verstand, darüber nachzudenken, ebendeshalb erhalten, weil ihr euch mit allem auseinandersetzen sollet, weil ihr keine Maschinen seid .... Werke, die der Schöpfer geschaffen hat nach Seinem Plan und die sich nun niemals verändern könnten .... weil sie dazu ohne freien Willen nicht fähig wären. Ihr Menschen, befasset euch ernstlich mit solchen Gedanken, ansonsten ihr euch nicht verantwortlich fühlet für euren Erdenlebenswandel, wie dieser am Ende eures Lebens beschaffen ist .... Richtet euren Willen von selbst zu Mir, eurem Gott und Schöpfer, und wahrlich, dann werdet ihr sicher auch nicht lange mehr im Dunkel wandeln, es wird in euch ein Licht entzündet werden, und in diesem Licht erkennet ihr auch den Weg, der zum Ziel führt .... zu Mir und zum ewigen Leben .... Amen

9 Begründung des freien Willens des Menschen ....

Kundgabe 8771 5.3.1964

Und so stehet ihr als Mensch in dem Stadium, wo ihr wieder über euren Willen frei bestimmen könnet .... Was das heißt, werdet ihr auch erst dereinst erkennen, wenn ihr im Licht stehet, wenn ihr die endlos lange Zeit überschauen könnet, da ihr im Mußzustand über die Erde gegangen seid, da ihr gebunden waret in Schöpfungen aller Art, wo ihr die Tätigkeit ausführen mußtet laut göttlichem Naturgesetz .... dem ihr euch nicht widersetzen konntet. Nun aber .... als Mensch .... erhaltet ihr euren freien Willen zurück, der euch zu einem göttlichen Wesen stempelt, das ihr einmal gewesen seid, und ihr nun als Mensch den göttlichen Geistesfunken in euch berget, der euch unauflöslich mit dem Feuer der göttlichen Liebe verbindet .... der von dem Vatergeist von Ewigkeit untrennbar ist und bleibt bis in alle Ewigkeit. Und dieser freie Wille ist das Merkmal eines göttlichen Wesens, denn was aus Gott einstmals hervorgegangen ist, war vollkommen, und zur Vollkommenheit gehört der freie Wille .... Immer wieder müsset ihr Menschen um die Zusammenhänge wissen, ihr müsset wissen, daß und warum ein freier Wille nicht geleugnet werden kann .... ihr müsset ferner wissen, daß kein Mensch oder dessen Seele zur Verantwortung gezogen werden könnte, wenn er keinen freien Willen hätte .... ihr müsset wissen, daß Gott wahrlich alle Macht zu Gebote steht, schlagartig alle Wesen in den Zustand höchster Vollkommenheit zu versetzen, daß aber immer nur diese Wesen „Werke“ Seiner Macht wären, niemals aber „Kinder“ Seiner Liebe .... Letztere aber können sich nur gestalten dazu im freien Willen, und die Seligkeit Gottes besteht darin, daß Wesen im freien Willen jene Vollkommenheit anstreben, daß sie im freien Willen Ihm Selbst zustreben, daß sie auch sich entfernen und fernhalten können von Ihm und doch als letztes Ziel Ihn zu erreichen suchen. Denn der freie Wille wird immer von der Liebe bestimmt, ganz gleich, ob er positiv oder negativ gerichtet ist, denn entsprechend ist auch die Liebe positiv .... wenn Gott ihr Ziel ist, oder negativ .... wenn sie dem Gegner Gottes gilt, wenn die Liebe nur Eigenliebe ist, die nur eigene Vorteile anstrebt .... während die positive Liebe göttlich ist und immer nur geben und beglücken will. Und das bestimmt der freie Wille, und darum kann nur der Wille allein verantwortlich sein. Den freien Willen des Menschen zu streiten würde vieles sinnlos erscheinen lassen, und auch das Bild des Gottes und Schöpfers von Ewigkeit würde eine Verzerrung sein, weil jegliche Unvollkommenheit, jegliches Unheil, der geistige Tiefstand der Menschen und ihr widergöttliches Gebaren dann auch als von Gott gewollt angesehen werden müßte und ein Gott der Liebe nimmermehr erkannt werden könnte .... Es würde alles Unheil in der Welt immer dem Schöpfer Selbst zur Last gelegt werden müssen, wenn nicht der freie Wille des Menschen selbst jenes veranlaßt hätte .... Bedenket doch, daß Gott dann Selbst gegen Sein Gesetz der Ordnung verstoßen würde, denn einer nur kann verantwortlich gemacht werden für alles .... Gott oder Sein Geschöpf, der Mensch. Gott aber kann nur höchst vollkommen wirken, und nichts wird gegen Sein Gesetz der Ordnung verstoßen. Der Mensch dagegen kann aus der Ordnung heraustreten kraft seines freien Willens, weil er .... solange er noch als Mensch über die Erde geht .... unvollkommen ist und er eben nur zu dem Zweck lebt auf Erden, daß er wieder in die gesetzliche Ordnung sich einfügt, die er einst freiwillig umstieß und wieder vollkommen werden soll, wie er war im Anbeginn. Kundgabe 8771 10 Kundgabe 8771 Ein jeder Mensch sollte sich einmal ernstlich damit auseinandersetzen, daß es nicht so in der Welt aussehen könnte, wie dies in der Endzeit der Fall ist, wenn er keinen freien Willen hätte .... Dann würde allein Gottes Wille bestimmend sein, und dieser wird wahrlich nicht alles aus der Ordnung bringen .... was jedoch der Fall ist. Es müßte also dann Gott für alles verantwortlich gemacht werden, was in der Welt geschieht .... Dieser Gedanke ist so absurd, daß wahrlich der Mensch bei einigem Überlegen selbst die innere Überzeugung gewinnen könnte, im Besitz eines freien Willens zu sein. Und immer wieder muß betont werden, daß es um das innerste Wollen geht, nicht um die Ausführung dessen, was der Mensch will .... Diese kann wohl verhindert werden von einer höheren Macht oder auch von seiten des Mitmenschen, dennoch bleibt der Wille verantwortlich, ganz gleich, wie er sich auswirkt. Denn auch eine schlechte Tat, die der Mensch im freien Willen vollbringt, kann durch Mein Gegenwirken sich an dem Mitmenschen für dessen Seele günstig auswirken, dennoch muß er sich für seinen schlechten Willen verantworten, weil dieser frei ist .... Solange ihr Menschen einen freien Willen streitet, ist euch auch euer Ausgang nicht bewußt, oder ihr erkennet Gott nicht als höchst vollkommenes Wesen an, Der euch das Leben gab. Ein Wesen, geschaffen ohne freien Willen, wäre mangelhaft gestaltet, es wäre nur ein totes Werk, und erst der denkende Wille macht es zu einem Wesen .... In der Zeit, wo nun das Wesen gebunden ist in Schöpfungswerken und sich den Naturgesetzen unterstellen muß, ist es auch von jeder Verantwortung frei, weil es nicht gegen den Willen Gottes wirken kann .... Im Zustand als Mensch aber kann es nach eigenem Gutdünken handeln, denken und wollen und muß sich auch nun dafür verantworten, weil dies sein eigentlicher Erdenlebenszweck ist, den freien Willen recht zu richten, das heißt Gott zu, von Dem es sich einstens abgewandt hatte. Und es kann der Mensch seine Verantwortung nicht abschütteln, er kann sie nicht einem anderen aufbürden, er muß selbst die Folgen seines Willens tragen, und es bestimmt somit auch sein freier Wille das Los der Seele in der Ewigkeit .... Sie kann völlig frei werden aus jeglicher Fessel, aber auch ihre Fesseln wieder verhärten und zurückfallen zur Tiefe .... Niemals aber wird Gottes Wille ihren Zustand bestimmen nach seinem Leibestode, sondern der Mensch selbst schafft sich sein Los, weil er einen freien Willen hat .... Amen

11 Aufklärung über den freien Willen ....

Kundgabe 8740 30.1.1964

Ich will euch wahrlich zur Seligkeit verhelfen, solange ihr noch als Mensch über die Erde gehet. Und alle Mittel wende Ich an, die euch zur Vollendung führen können .... Doch euren freien Willen taste Ich nicht an, denn dieser ist das Merkmal eines göttlichen Geschöpfes, das einstmals aus Meiner Liebe hervorgegangen ist. Ohne freien Willen wäret ihr wohl Werke, die Mein Schöpferwille erstehen ließ, die aber tot wären in sich, die nur rein mechanisch ausführen würden, was Mein Wille ist .... Doch solche unvollkommenen Wesen habe Ich Mir nicht erschaffen, sondern Kinder Meiner Liebe, die wohl auch noch so lange Meine „Geschöpfe“ sind, bis ihr freier Wille sie zu Meinen „Kindern“ werden lässet, daß sie den freien Willen gänzlich dem Meinen unterordnen, obwohl sie selbst ihn auch nach jeder Richtung hin verkehren können .... Ihr, die ihr als Mensch über die Erde gehet, ihr hattet euren freien Willen einstmals falsch gerichtet, er wandte sich von Mir ab, und das war euer Abfall von Mir .... Da aber nichts verlorengehen kann, das von Mir seinen Ursprung hat, kehret ihr auch sicher einmal wieder zu Mir zurück, und diesen Weg der Rückkehr zu Mir habe Ich Selbst euch geschaffen. Ihr verhärtetet in eurer Substanz, und Ich formte diese Substanz zu Schöpfungswerken verschiedenster Art .... Und in dieser Zeit war euer Wille gebunden, das heißt , ihr ginget im Mußgesetz wieder den langsamen Weg aus der Tiefe empor zur Höhe, bis ihr wieder den Reifegrad erreicht hattet, daß euch der freie Wille wieder zurückgegeben wurde und daß ihr diesen nun im Stadium als Mensch recht richten, das heißt Mir wieder zuwenden sollet. Dann unterstellet ihr also ohne Zwang euren Willen dem Meinen und gelanget wieder zur Vollkommenheit, ihr seid aber nun nicht mehr Meine „Geschöpfe“, sondern ihr seid zu Meinen „Kindern“ geworden, die in ewiger Glückseligkeit schaffen und gestalten können mit Mir und in Meinem Willen, der nun auch der eure geworden ist .... Ich aber weiß seit Ewigkeit, wie sich der freie Wille des Menschen entscheidet, und entsprechend ist auch sein Erdenschicksal bestimmt .... immer so, daß er sich recht entscheiden kann, wenngleich der Mensch keinem Zwang unterliegt. Das innere Wollen und Denken wird niemand bestimmen können und von Mir aus auch niemals bestimmt oder in eine gewisse Richtung gedrängt werden .... Nur wird er immer sich (sich der Mensch immer) sein Los selbst bereiten, das heißt , er kann den Weg der Rückkehr endlos verlängern, ihn aber auch sehr verkürzen .... einmal aber kehret er sicher zu Mir zurück. Solange der freie Wille noch nicht Mir gilt, ist der Mensch noch Angehör Meines Gegners, der ihn zu Fall gebracht hat .... Doch weder Ich Selbst noch er wirken zwangsmäßig auf den Willen des Menschen ein, ansonsten seine Seligwerdung ewig nicht erreicht werden könnte, denn der freie Wille ist die Ursache des Abfalles gewesen, und im freien Willen muß auch wieder die Rückkehr zu Mir erfolgen. Daß Ich von Ewigkeit um die Richtung eures Willens als Mensch weiß, berechtigt euch nicht zu der Annahme, daß Ich Selbst den Seligkeitszustand bestimme, daß Ich Selbst .... das heißt Mein Wille .... die Menschen auserwähle zur Seligwerdung oder Verdammung .... Eine solche Auffassung widerspricht völlig Meinem Wesen, das in sich Liebe ist und Weisheit und Macht .... Die Liebe zu Meinen Geschöpfen ist so endlos tief, daß sie ständig wirbt um deren Liebe, daß sie alles tut, um in kürzester Zeit eure Seligkeit, euren Aufstieg zu Mir, zu erreichen .... Meine Weisheit kennt auch alle Kundgabe 8740 12 Kundgabe 8740 Wege, und Mir ist auch alles möglich, nur eines nicht: den Willen Meiner Geschöpfe unfrei zu machen, weil dies gegen das Gesetz Meiner ewigen Ordnung verstößt .... weil Ich von Mir aus etwas Vollkommen-Erschaffenes nicht unvollkommen machen kann, was jedoch das Wesen selbst jederzeit kann: sich zu einem Mir gegensätzlichen Wesen verkehren .... eben weil es einen freien Willen hat und weil der freie Wille auch das Attribut eines göttlichen Geschöpfes ist und bleiben wird. Denn ob ihr euch auch endlos weit entferntet von Mir, ihr könnet kraft eures freien Willens jederzeit zu Mir zurückkehren, und dann erst werdet ihr den Vollkommenheitsgrad erreicht haben, den Ich Selbst aber nicht schaffen konnte .... Ich konnte wohl aus Mir heraus höchst vollkommene Wesen erstehen lassen, die Wesen aber mußten im freien Willen in der Vollkommenheit verbleiben, obwohl sie auch sich wandeln konnten in das Gegenteil. Also es muß das Wesen selbst diesen hohen Grad der Vollkommenheit anstreben und zuwege bringen, um dann in Wahrheit ein „Kind Gottes“ zu sein, das nun auch das Erbe des Vaters antreten kann .... weil es vollkommen wurde, wie der Vater im Himmel vollkommen ist .... Amen

13 Fall der Wesen .... Aufstieg im freien Willen ....

Kundgabe 8266 7.9.1962

Als die Wesen von Mir ausgegangen waren, befanden sie sich in einem Zustand hellsten Lichtes, vollster Freiheit und unermeßlicher Kraft .... Denn Ich hatte sie geschaffen nach Meinem Ebenbild, in aller Vollkommenheit, und das bedeutete Seligkeit ohne Begrenzung .... Und ewig hätten sie in diesem Zustand verbleiben können .... Doch sie besaßen auch als Zeichen ihrer Göttlichkeit einen freien Willen. Und dieser freie Wille verkehrte ihr Wesen in das Gegenteil .... sie wurden unvollkommen, verloren das Licht und auch die Kraft, und die Folge war der Verlust der Freiheit. Sie wurden unfrei, denn sie hatten ihre Freiheit mißbraucht und also sich Meinem Willen widersetzt .... Sie traten aus Meiner ewigen Ordnung heraus. Ein Verstoß wider Meine Ordnung von Ewigkeit mußte jedoch sich negativ auswirken, und es wurden diese Wesen unselig .... Licht, Kraft und Freiheit allein ist Seligkeit, ein unfreies Wesen ohne Licht und Kraft dagegen befindet sich in einem Qualzustand, den es aber sich selbst durch seinen verkehrten Willen geschaffen hatte .... Da alle Wesen aber aus Meiner Liebekraft hervorgegangen waren, erbarmte Mich ihr qualvoller Zustand, denn Ich bin und bleibe ein Gott der Liebe, Ich bin ein höchst vollkommenes Wesen, Das immer nur Liebe ausstrahlen kann, weil Meine Ursubstanz Liebe ist. Ich bin aber auch ein Wesen, Das in unbegrenzter Weisheit und Macht schaffet und wirket und Dem es daher auch jederzeit möglich ist, alles Verkehrte recht zu richten .... Dennoch muß Ich dem von Mir Erschaffenen seinen freien Willen belassen, und daher ist dieser Wille ausschlaggebend, ob das Wesen Meine Hilfe annimmt. Da es sich aber durch bewußte Abwehr seines Lichtes und seiner Kraft beraubt hatte, konnte es auch seinen freien Willen nicht mehr gebrauchen. Und so wurde es von Mir in einen Mußzustand versetzt, wo Mein Wille allein ausschlaggebend war .... Und nun konnte das Wesen sich aus der tiefsten Finsternis und dem Zustand völliger Kraftlosigkeit langsam erheben, und es kam Mir nun wieder näher .... bis es endlich wieder aus dem Mußzustand heraustreten konnte und seinen freien Willen zurückerhielt, um ihn nun erneut zu gebrauchen, und zwar zu einer rechten Einstellung seinem Gott und Schöpfer gegenüber .... Es muß wieder in das Gesetz der ewigen Ordnung eintreten und sich selbst wieder wandeln in das gleiche Urwesen, das es gewesen ist im Anbeginn .... Es wird dann auch wieder zu Licht und Kraft gelangen, sowie es seinen freien Willen Meinem göttlichen Willen unterstellt, weil es das Prinzip der göttlichen Ordnung einhält, weil es sich zur Liebe gestaltet hat und sein Denken und Willen nur noch von der Liebe bestimmt wird. Die Liebe also garantiert dem Wesen Licht und Kraft und Freiheit .... Die Zurückweisung der Liebe aber war ein Verkehren seines Urwesens ins Gegenteil .... Das Wesen nun, das Ich erschaffen habe, kann sich selbst im freien Willen gänzlich gegensätzlich gestalten, aber es kann nicht mehr vergehen .... Und darum kann es auch nicht ewig in dem Zustand der Licht- und Kraftlosigkeit verbleiben, doch es kann nicht gezwungen werden zu seiner Wesenswandlung, Ich kann nur dem Wesen, das seinen freien Willen nicht mehr gebrauchen kann, wieder dazu verhelfen, daß ihm wieder eine freie Entscheidung möglich ist. Und darum nehme Ich Mich des unselig Gewordenen an und lasse es durch endlos viele Entwicklungsstufen hindurchgehen im Mußzustand, um es vorerst der Gewalt Meines Gegners zu entwinden, der diese Kundgabe 8266 14 Kundgabe 8266 Unseligkeit der von Mir in Licht und Freiheit ausgegangenen Wesen verschuldet hat .... Dennoch kann die restlose Wandlung zum Urwesen und somit eine Rückkehr zu Mir erst stattfinden durch die Entscheidung im freien Willen .... Denn es muß jedes Wesen den Beweis seiner Göttlichkeit erbringen, es muß im freien Willen in Meinen Willen eingegangen sein, es muß Licht und Kraft und Freiheit begehren und ernstlich Mir wieder zustreben, von Dem es sich einst entfernte und dadurch zum unseligsten Wesen wurde .... Licht, Kraft und Freiheit kann es nur geben im Zusammenschluß mit Mir, und darum ist auch unbegrenzte Seligkeit nur zu denken, wenn sich das Wesen wieder gewandelt hat in sein Urwesen, wenn es wieder geworden ist, was es war im Anbeginn, als es in aller Vollkommenheit von Mir Selbst ausgegangen ist .... Amen

15 Jedes Wesen fiel und steigt im freien Willen ....

Kundgabe 8075 8.1.1962

Als Ich euch schuf, wußte Ich wohl von der Richtung eures Willens, Ich wußte von dem Fehlentscheid, den ihr im freien Willen treffen würdet .... Doch dies hinderte Mich nicht, Meinen Erschaffungsplan zu Ende zu führen, weil Ich auch das Endziel ersah, das wieder unbegrenzte Seligkeit dem erschaffenen Wesenhaften bringt. Zudem war es wirklich ein völlig freier Entschluß aller Wesen, die gefallen sind .... Und es stand ein jedes Wesen in so großer Lichtfülle, daß es auch wußte, was es tat, als es sich von Mir entfernte .... also auch voll verantwortlich war und keinem anderen Wesen .... auch nicht seinem Erzeuger Luzifer .... die Schuld zuschieben konnte. Denn niemals hätte Ich es zugelassen, daß eines Wesens Wille bestimmt worden wäre .... es konnte frei aus sich heraus wollen und handeln, und entsprechend also war auch seine Schuld, die es nun in der Tiefe gefesselt hielt. Doch wiederum hatte ein jedes dieser gefallenen Wesen eine Möglichkeit, sich rückzugestalten zu einem Gott-gleichen Wesen. Denn was von dem Sturz zur tiefsten Tiefe an nun vor sich ging, war ein in Liebe und Weisheit aufgebauter Heilsplan, der diese Rückgestaltung zur Vollkommenheit möglich machte. Es waren die Wesen keineswegs endgültig verloren an Meinen Gegner, wenngleich sie ihm freiwillig gefolgt waren .... Doch auch Ich besaß ein Anrecht auf diese Wesen, weil sie aus Meiner Liebekraft entstanden waren .... Und dieses Anrecht lasse Ich Mir nicht streitig machen. Doch weder Ich noch Mein Gegner werden jemals das Wesen zwingen, sich für Mich oder ihn zu entscheiden, sondern dessen freien Willen ist es überlassen, sich seinen Herrn zu wählen. Daß der End-Entscheid einmal doch für Mich ausfallen wird, das weiß Ich, aber es bestimmt das Wesen selbst die Zeitspanne, die vergeht bis zu diesem seinem letzten Entscheid. Das Ziel aber hat Mich bewogen, den Fall der Wesen nicht zu verhindern .... was Ich wohl tun konnte, aber in Meiner Weisheit als verkehrt erkannte angesichts des Zieles, das nur ein Akt völliger Willensfreiheit zuwege bringen konnte. Daß Ich zuvor schon darum wußte, wie sich jedes einzelne Wesen entscheiden würde, hatte keinerlei Einfluß auf den Erschaffungsakt insofern, als daß Ich nun die Wesen entsprechend ihrer Willensrichtung verschiedenartig geschaffen hätte .... Höchste Vollkommenheit zierte alle Meine Geschöpfe, weil aus Mir nichts Mangelhaftes, Unvollkommenes, hätte hervorgehen können. Und gerade der freie Wille bewies ihre Göttlichkeit, selbst wenn er sich verkehrt richtete und sich also nun auch das Wesen in sich selbst verkehrte zum Gegenteil .... Die Rückbildung aber ist ein so großes Werk des Wesens, etwas so Gewaltiges, daß dieses Ziel Mich bewog zur äußersten Entfaltung Meiner Liebe, Weisheit und Macht. Das Umformen der gefallenen Wesen zu Schöpfungen aller Art war für Mich ein Beglückungsakt, den ihr Menschen nicht ermessen könnet .... Es war Meine Kraft, die einst unaufhaltsam ausströmte aus dem Urquell und die nun Form annahm nach Meinem Willen .... Und da alles geschaffene Wesenhafte von Mir einst-ausgestrahlte Kraft war, die ihre eigentliche Bestimmung nicht erfüllte, wurde sie nun in jene Formen geleitet, ihnen Leben gebend und eine Tätigkeit verrichtend .... weil alle Kraft aus Mir wirksam werden muß nach Meinem Willen .... Das einst gefallene Wesenhafte ist aber nun nicht mehr ichbewußt, sondern in unzählige Partikelchen aufgelöst, verrichten sie nun eine ihnen zugewiesene Tätigkeit im Mußgesetz .... Sie müssen sich Meinem Willen fügen, um wieder in einen Zustand Kundgabe 8075 16 Kundgabe 8075 zu gelangen, wo ihnen das Ichbewußtsein und der freie Wille zurückgegeben werden kann .... Dieser Entwicklungsprozeß des einst gefallenen Geistigen ist Mein Heilsplan, der in tiefster Liebe und unübertrefflicher Weisheit entworfen wurde und der Mir mit Sicherheit alles einst Gefallene zurückbringt in höchster Vollkommenheit .... die nur der freie Wille des Wesens selbst erreichen kann, nicht aber Meine Macht. Daß aber dennoch alles sich abwickeln muß im Gesetz Meiner ewigen Ordnung, kann den Rückführungsprozeß auch endlos verlängern, denn Ich kann nicht wider den Willen des Wesens eingreifen, wenn dieses als Mensch die letzte Probe zu bestehen hat .... Ich muß Liebe und Gerechtigkeit walten lassen und kann nicht Seligkeit schenken, wo noch der Makel der Urschuld das Wesen belastet .... Und darum muß Ich auch die Anerkennung Jesu und Seines Erlösungswerkes auf Erden fordern, und es muß der Mensch seine Urschuld zu Ihm unter das Kreuz tragen und um Vergebung bitten .... Dann hat er die letzte Willensprobe bestanden, er hat Mich Selbst wieder anerkannt in Jesus, in Dem Ich ihm nun zum schaubaren Gott wurde und Ich ihm nun wieder höchste Seligkeiten bereiten kann in Meinem Reich, in dem er nun mit Mir wieder vereint weilen wird bis in alle Ewigkeit .... Amen

17 Hat der Mensch freien Willen? ....

Kundgabe 7271 31.1.1959

Dem menschlichen Willen gebiete Ich nicht, sondern Ich lasse ihm seine Freiheit. Und ob ihr Menschen auch immer wieder den freien Willen anzweifeln möchtet .... euer Denken und Wollen ist frei. Das werdet ihr nicht abstreiten können, auch wenn euch das Ausführen dessen, was ihr wollet, unterbunden wird durch fremden Willen oder auch schicksalsmäßig. Euer Denken und Wollen ist aber der Ausdruck eures innersten Empfindens, dem ihr jede Richtung geben könnet, denn das liegt in eurer Gewalt und wird nicht bestimmt vom Wollen eines anderen. Würdet ihr Menschen euch mehr mit der Freiheit eures Willens auseinandersetzen, dann würdet ihr auch euer Erdenleben betrachten lernen als gleichsam „Auswirkung“ eures Willens .... Gerade umgekehrt aber folgert ihr; euren Lebenslauf mit allen seinen Geschehen sehet ihr an als Beweis für die Unfreiheit eures Willens, weil er oft nicht euren Wünschen entspricht und ihr dies also als Willenszwang betrachtet .... was aber in Wahrheit nur euer verkehrter Wille veranlaßt hat, wenn auch von Mir aus eben in eine solche Form gebracht, die für euch dienlich ist, auch wenn sie euch selbst nicht zusagt. Und auch in der mißlichsten Lage könnet ihr immer noch frei denken und wollen. Eine Tat ausführen ist erst der nächste Grad eures Willens, dem Ich aber auch nur selten Widerstand entgegensetze, sondern euch möglichst auch da Freiheit lasse, die jedoch mit Einschränkung verbunden ist. Und so könnet ihr also in Freiheit des Willens eure irdischen Lebenslagen zu regeln suchen, ihr könnt sie selbst in andere Bahnen lenken. Ihr könnt alles tun, um euch völlig veränderte Lebensverhältnisse zu schaffen .... es wird euch gelingen und manchmal auch nicht, denn ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung vermögt ihr nichts .... was aber niemals eure Willensfreiheit aufhebt. Denn ihr sollt unterscheiden lernen „freien Willen“ und „Ausführungsmöglichkeit“ .... Solange ihr letztere nur als freien Willen anerkennet, hättet ihr wohl recht, denn diese ist immer noch von Meinem Willen oder Meiner Zustimmung abhängig. Ihr aber habt euch dereinst nur für euren Willen zu verantworten, der nicht von der Tat abhängig ist, aber ebenfalls beurteilt wird danach, ob und wie er genützt worden ist. Wille und Tat gehören wohl zusammen, denn der Wille ohne die Tat ist kein Wille, wenn der Mensch selbst seine Ausführung unterläßt oder verhindert. Und das sollet ihr kritisch an euch selbst beobachten, und darum wird euch immer wieder die Bedeutung eures freien (Willens = d. Hg.) vorgehalten, den ihr Menschen nicht leugnen könnet, wenn ihr ernstlich darüber nachdenkt, was darunter zu verstehen ist. Euer innerstes Denken und Wollen ist euer eigenster Besitz, und kein Mensch vermag euch daran zu hindern, welche Richtung ihr eurem Denken und Wollen gebt. Aber ihr selbst müsset euch darum auch verantworten, denn der freie Wille ist ein ganz bedeutsamer Faktor im Erdenleben, der Meinem Heilsplan zugrunde liegt, der Anlaß war des einstigen Abfalles von Mir und auch die endgültige Rückkehr zu Mir bewerkstelligen muß, ansonsten das Werk der Rückführung schon längst vollendet wäre, wenn Mein Wille allein es bestimmte, daß Meine Geschöpfe den Weg zu Mir gingen in festgesetzter Zeit. Daß dies der freie Wille des Menschen selbst bestimmt, ist so ungeheuer bedeutungsvoll, daß immer wieder den Menschen Aufklärung gegeben werden muß, die einen freien Willen abstreiten und darum sich selbst nicht bewußt sind der großen Verantwortung, die sich treiben lassen und glauben, willenlose Geschöpfe zu Kundgabe 7271 18 Kundgabe 7271 sein ihrem Gott und Schöpfer gegenüber, Der sie jedoch in Freiheit einst erschaffen hatte und ihnen auch wieder zu der Freiheit verhelfen will, die sie uranfänglich besaßen. Die Freiheit des Willens ist nicht nur ein Glaubensobjekt (Begriff?), sondern der Mensch kann sich durch ernstes Nachdenken die Gewißheit verschaffen, und er wird dann seinen Lebenswandel verantwortungsbewußt führen und sicher auch zum Ziel gelangen .... Amen

19 Unberechtigter Einwand, schicksalsmäßig schlecht sein zu müssen ....

Kundgabe 5141 31.5.1951

Was euch zum Segen dienet, das lasse Ich euch zukommen, was euch aber hindert in eurer geistigen Entwicklung, ist nicht Mein Wille, sondern der Wille dessen, der euch von Mir trennen will. Dennoch lasse Ich es zu, um den Menschen nicht die Willens- und Glaubensfreiheit zu nehmen und um euch selbst auch zur Prüfung anzuregen, von welchem Geist etwas ausgegangen ist. Alles kann euch zum Segen werden, denn auch das Schlechte kann eurer Entwicklung dienlich sein insofern, daß ihr es erkennet und verabscheuen lernet und also euch entscheidet für Gut oder Böse, wozu auch das Wissen um beides nötig ist. Doch das Böse geht nicht von Mir aus, sondern von Meiner Gegenkraft, die also auch auf den Willen des Menschen einwirket, um ihn zu gewinnen. Der Mensch aber entscheidet sich selbst. Wo Mein Gegner Anklang findet, kann nicht von Meinem Wirken am Menschen gesprochen werden, weil der Mensch nicht gezwungen wird zu seinem Handeln und Denken, sondern es freiwillig tut und weil er auch die Fähigkeit hat, Gut und Böse zu unterscheiden. Darum trägt er auch die Verantwortung für seine Willensrichtung, und darum schaffet er sich auch selbst sein Los in der Ewigkeit. Und keiner wird sagen können, daß Ich ihm nicht nahegetreten sei, denn das Leben aller Menschen hat schicksalsmäßig zur Genüge Gelegenheiten, in denen er eine führende und bestimmende Macht erkennen kann, Die Sich ihm offenbart. Achtet er solcher Gelegenheiten nicht oder läßt er sich bestimmen, sich rückschrittlich zu entwickeln, dann mißbraucht er seinen freien Willen und nützet ihn also in verkehrter Richtung. Er gibt sich selbst in die Macht Meines Gegners, ohne von ihm gezwungen worden zu sein. Es ist also der Einwand unberechtigt, daß der Mensch, als unter ungünstigem Einfluß stehend, nicht anders als schlecht handeln konnte und daß dieser schlechte Einfluß als schicksalsbedingt ihn zum Schlecht-Sein zwingt .... Das Schicksal gestaltet sich immer so, daß die Aufwärtsentwicklungsmöglichkeiten überwiegen, wenn der Wille gut ist .... Es braucht der Mensch nicht zu scheitern, wenn er selbst es nicht will .... Denn immer steht ihm eines zu Gebote, sich Hilfe zu erbitten bei Mir, die ihm stets gewährt wird. Und jedes Leid, jeder Schicksalsschlag soll ihn zu dieser Bitte anregen, dann ist der Mensch niemals in Gefahr abzusinken, denn Ich warte nur auf das Zuwenden seiner Gedanken zu Mir, um ihn erfassen zu können und zu halten, daß er nicht falle. Das Gebet zu Mir ist Abwehr dessen, der ihm schaden will. Das Gebet zu Mir ist kraftspendend und stärkt den Menschen in jeder Versuchung. Es steht der Mensch zwischen zwei Mächten, und für eine der beiden muß er sich entscheiden. Verständlicherweise werden beide auf ihn einwirken und Einfluß zu gewinnen suchen. Darum lasse Ich auch das Wirken Meines Gegners zu, überlasse aber nicht schutzlos den Menschen seiner Gewalt, sondern Ich suche ihn durch Not und andere Schicksalsschläge so weit zu bringen, daß er nach Mir rufet, weil Ich dann erst mit Meiner Macht und Liebe eingreifen kann, so sich sein Wille entschieden hat für Mich. Er muß in vollster Willensfreiheit zu Mir kommen, und tut er es nicht von selbst, muß Ich ihn dazu veranlassen durch Notlagen aller Art, die aber dann immer nur seinem Seelenheil dienen können und darum von Mir zugelassen sind. Das Böse aber schaffet der Mensch selbst, so er den über sich Macht gewinnen läßt, der die Liebe ins Gegenteil Kundgabe 5141 20 Kundgabe 5141 verkehrt hat und darum stets schlecht und lieblos handeln wird und daran leicht zu erkennen ist. Ich aber hindere ihn nicht, denn auch sein Wirken bezweckt den Willensentscheid .... Doch selig, die sich zu Mir hintreiben lassen, die sein Ränkespiel erkennen und ihm entfliehen wollen .... Diese erfasse Ich und ziehe sie empor zu Mir, denn sie haben ihren Willen recht genützet und ihre Erdenlebensprobe bestanden .... Amen

21 Entwicklung freier Wille, nicht Willkür Gottes ....

Kundgabe 5144 4.6.1951

Der göttliche Funke im Menschen ist sein Wegweiser auf dieser Erde, denn er treibt den Menschen an zum Guten, und er warnet ihn vor bösem Handeln und Denken .... doch immer nur leise, so daß er gehört und gespürt werden kann, doch nicht gehört und gespürt werden muß, weil er sich nicht vordrängt, sondern das Lauschen des Menschen nach innen verlangt, um vernommen zu werden. Darum ist wieder erst der Wille des Menschen nötig, um der feinen Stimme in sich gewahr zu werden. Der Wille also ist das erste, und ihm entsprechend wirken alle Gnaden, wozu auch das Äußern des göttlichen Funkens im Menschen gehört. Der Wille aber ist frei, weder von oben noch von unten wird zwangsmäßig auf ihn eingewirkt .... weder Gott noch Sein Gegner bestimmen das Wollen des Menschen, doch dem freien Willen entsprechend haben sie Einfluß auf ihn. Es muß dies besonders erwähnt werden, weil es das Bild der ewigen Gottheit, Die in Sich Liebe ist, völlig umgestaltet, wenn gelehrt wird, daß die Richtung des Willens Gottes Bestimmung ist, wenn gelehrt wird, daß der Mensch seinen Willen nicht frei gebrauchen kann, sondern es von Gottes Gnade und Erbarmung abhängig ist, welche Richtung dieser Wille nimmt. Wohl ist es ein Akt göttlicher Gnade und Erbarmung, daß dem Menschen überhaupt Gelegenheit geboten wird, seinen Willen zu erproben und den Gott zugewandten Willen unter Beweis zu stellen, doch wozu wäre das Erdenleben des Menschen, wenn ihm sein Wille beschnitten und also seine Entwicklung auf Erden ganz und gar das Werk Gottes wäre bzw. von Ihm bestimmt zum Erfolg oder Mißerfolg .... Eine solche Lehre lässet die Weisheit und die Liebe Gottes anzweifeln und kann daher niemals der Wahrheit entsprechen. Ständig trägt der Mensch wohl den Wecker in sich, ständig ist die Barmherzigkeit Gottes erkennbar, denn auch diese leise Stimme ist ein Gnadengeschenk, eine Hilfe, den Menschen dorthin zu treiben, wo er nach dem Willen Gottes landen soll .... doch völlig frei ist es ihm gestellt, wie er das Gnadengeschenk nützet, ansonsten der Wecker im Herzen so laut und vernehmlich klingen würde, daß er gehört werden müßte und der Mensch dann zwangsmäßig so handeln würde, wie es verlangt wird. Der Mensch hat freien Willen .... das ist für seine geistige Entwicklung von größter Bedeutung und kann niemals geleugnet werden, nur können Worte falsch verstanden oder ausgelegt werden, wenn das nötige Verständnis dafür fehlt, welche Aufgabe der Mensch überhaupt hat auf Erden und welches Ziel von ihm erreicht werden soll. Wer darum weiß, der erkennt auch sofort den Irrtum einer Lehre, wenngleich sie als göttlichen Ursprungs vertreten wird. Die Liebe und Weisheit Gottes muß stets hervorgestellt werden, alles muß die Liebe und Weisheit Gottes beweisen, und wo diese angezweifelt werden kann, fehlt einer Lehre der göttliche Ursprung, denn der Gott, Der geliebt werden will, stellt Sich Selbst nicht so hin, daß Er gefürchtet werden muß .... Der Gott, Der um die Liebe dieser Seiner Geschöpfe wirbt, um sie auf ewig mit Seiner Liebe zu beglücken, wird ihnen nicht als ein Gott des Zornes und der Willkür Sich vorstellen und jegliche Liebe zu Ihm ersticken im Keim. Suchet den rechten Sinn zu finden und urteilet nicht nach dem Buchstaben, denn dieser tötet, während der Geist ihn erst lebendig macht. Wo aber der Geist aus Gott wirket, dort fallen alle Schleier, und jedem vom Geist Gottes erfüllten Menschen wird auch Sein Wort verständlich sein .... Amen

22 Der Wille wird bewertet, auch wenn die Tat nicht ausgeführt ist ....

Kundgabe 5378 29.4.1952

Der Wille wird bewertet, auch wenn die Tat nicht ausgeführt werden kann .... Doch immer muß euch gesagt werden, daß der Wille nicht durch Worte ausgedrückt werden kann, sondern den Willen an sich bewerte Ich .... Was ihr im Herzen empfindet, was in euch aufsteigt als Wunsch, der euch zur Tätigkeit veranlaßt .... ob zum guten oder schlechten Handeln .... das ist der Wille, der euren geistigen Entwicklungsgang bestimmt und für den ihr euch dereinst verantworten müsset. Der Wille ist in euch hineingelegt worden, ansonsten ihr nicht als Wesen bezeichnet werden könntet, und dieser Wille in euch ist frei, er kann von niemandem bestimmt werden .... Verstehet dies wohl: Der Wille in euch unterliegt keinem Zwang, wenngleich ihr an der Ausführung eures Willens gehindert werden könnet. Darum sage Ich, euer Wille wird bewertet, der also recht oder falsch gerichtet sein kann. Und darum kann niemals bestritten werden, daß ihr Menschen einen freien Willen habt .... auch wenn ihr oft nicht ausführen könnet, was ihr wollet, weil andere Menschen oder Ich Selbst den Willen dem euren entgegensetze und nun die Stärke dieses Willens euer Vorhaben ausführen oder verhindern lässet. Daß Ich Meinen Willen oft dem Willen der Menschen entgegensetze, dienet nur für deren geistige Vollendung, wird aber niemals den Willen des Menschen unfrei machen können. Der Wille aber wird vom Denken des Menschen bestimmt. Und wieder kann dieses Denken falsch oder recht sein, und das je nach dem Grad der Liebe, der in dem Menschen entzündet wird. Die Liebe ist göttliche Kraft und strömet einem jeden Wesen zu .... Das Herz, das sich von dieser Kraft berühren läßt, wird auch gute Gedankenströme aufnehmen und dem Willen in sich die rechte Richtung geben, während schlechte Gedankenzuleitung aus einer liebelosen Sphäre ist und verständlicherweise von dem Menschen aufgefangen wird, der gleichfalls ohne Liebe ist, und darum auch sein Wille dem Bösen zugewandt ist, selbst wenn es der Mensch nicht erreichen kann .... Sein Wille aber genügt, um ihn sündig zu machen, das heißt , sein Denken und Wollen ist wider Mich gerichtet und zieht auch entsprechendes Wirken nach sich. Und so kann immer nur betont werden, daß rechtes Denken und rechtes Wollen nur ein liebender Mensch aufbringen kann, denn die Liebe richtet alles recht, es muß sich der Mensch Mir mit seinem ganzen Willen ergeben, weil sein Denken durch die Liebe nicht anders als gut sein kann und sich Mir zuwendet, Den er erkennt als seinen Schöpfer und Vater von Ewigkeit. Es muß sein Wille alles anstreben .... selbst wenn er durch einen Gegenwillen gehindert wird .... was zu Mir führt, weil Ich Selbst den ziehe, der sich durch die Liebe das Anrecht erworben hat, Mich zu besitzen .... Und da ein jeder Mensch liebefähig ist und also recht denken und wollen kann, ist er auch für diesen seinen Willen verantwortlich .... und darum wird ein jeder gerichtet nach seinem Willen. Amen

23 Geistiger Zwang .... Dogma ....

Kundgabe 4993 2.11.1950

Die größte Gefahr für einen Menschen ist der geistige Zwang, der ihn am Erkennen und am Selbstentscheid seiner Willensrichtung hindert. Jeder Mensch ist ein Einzelwesen, das sich gestalten soll zur Vollkommenheit; jeder Mensch ist daher auch verantwortlich für seinen Lebenswandel, der nötig ist zur Erreichung des Vollkommenheitsgrades, und jeder Mensch muß sich daher frei entscheiden, er muß vor Mir von seinem Willen Zeugnis ablegen. Dieses Zeugnis verlange Ich und erkläre Mich nicht einverstanden damit, daß ein Mensch seine Mitmenschen bestimmt, in dieser oder jener Richtung zu denken, zu wollen und zu handeln. Die Freiheit des Willens muß unantastbar sein, wird aber dann angetastet, wenn gesetzmäßig eine Willensrichtung festgelegt und der Mensch nun durch Versprechungen oder Drohungen bestimmt wird, sich in dieser Richtung zu bewegen .... Einen solchen Willenszwang werde Ich nie und nimmer anerkennen, selbst wenn Ich nicht offen dagegen vorgehe, um eben wieder keinen Willenszwang auszuüben. Der Mensch ist ein denkendes Einzelwesen, dem Ich die Fähigkeit gegeben habe, frei wollen und denken zu können, und zwar nur zum Zwecke einer Entscheidung im letzten Stadium der Entwicklung des Geistigen auf Erden, und der dann seinen Lohn empfangen wird in der Ewigkeit, seinem Willensentscheid entsprechend. Es ist wohl gut und von Mir gewollt, daß ein Mensch den Mitmenschen in Kenntnis setzt von der Auswirkung eines recht oder falsch genützten Willens, es ist von Mir gewollt, wenn er Aufklärung empfängt jeder Art über das Verhältnis, in dem er zu seinem Schöpfer steht, doch damit ist auch genug getan, daß er recht belehrt wird .... daß ihm die göttliche Liebelehre zugeführt und er auch zur Ausübung uneigennütziger Nächstenliebe angehalten wird. Doch alles soll ohne Zwang geschehen .... Der Mensch soll belehrt werden, aber nicht dazu gezwungen, eine ihm vermittelte Lehre anzunehmen, weil er seinen Willen nützen soll nach eigenem Ermessen und eigenem Antrieb. Ich gab dem Menschen den freien Willen, ihr aber nehmt ihm denselben und nützet also euren Willen verkehrt, wenngleich ihr glaubet, für Mich zu wirken und in Meinem Auftrag. Niemals aber habe Ich Meinen Aposteln den Auftrag gegeben, Meine Lehre als Glaubenszwang zu verbreiten, weil ein Glaube im Zwang niemals ein Glaube ist, der heilsam wäre für die Seele und deren Aufwärtsentwicklung. Immer fordere Ich nur von den Menschen den Glauben an Mich als höchst vollkommenes Wesen, Ich fordere nur den Glauben an Meine Allmacht, Weisheit und Liebe und an die Kraft der Liebe .... Denn so ihr dieses glaubt, werdet ihr selbst an euch die Kraft der Liebe erfahren und alles andere von selbst erkennen, was zu glauben nötig ist, denn dann wirket Mein Geist in euch, der euch wahrheitsgemäß belehret. Doch ein erzwungener Glaube trägt euch keine Vollendung ein, ein erzwungener Glaube wird auch selten lebendig werden, und einen erzwungenen Glauben kann Ich nicht bewerten als freien Willensentscheid, weil der Wille noch nicht in euch tätig wurde, sondern ihr euch erziehungsmäßig zu einer Geistesrichtung bekennt, ohne sie recht geprüft zu haben auf ihren Wert oder Unwert. Was Ich zu glauben von euch fordere, ist, daß ihr nur durch die Liebe selig werdet .... Doch auch diesen Glauben müsset ihr euch selbst erwerben; ihr könnet wohl die Lehre davon Kundgabe 4993 24 Kundgabe 4993 entgegennehmen, müsset aber dann erst die Liebe üben, um in euch dessen gewiß zu werden, daß die Liebe eine geistige Kraft ist, und diese innere Gewißheit erst ist ein überzeugter Glaube, der lebenerweckend ist, weil er im freien Willen gewonnen wurde. Jeglicher Zwang ist ein Zeichen der Unvollkommenheit, weil jeglicher Zwang gegen die Freiheit verstößt, die aber uranfänglich dem geistigen Wesen eigen war und die es darum auch wiedergewinnen muß, um selig zu werden. Wie können Zwangsmaßnahmen als Meinem Willen entsprechend angesehen werden, die den Menschen die geistige Freiheit nehmen .... wenn der Mensch also gewissermaßen pflichtgemäß etwas glauben muß, was von Mir aus völlig freie Überlegung und Annahme verlangt? Ich als der oberste Gesetzgeber habe bis auf das Liebegebot, das auch die zehn Gebote durch Moses in sich schließt, das aber auch nur dann erfüllt wird, wenn die Liebe freiwillig geübt wird, den Menschen kein weiteres Gebot gegeben, weil ein solches dann wider Mich Selbst zeugen würde oder den freien Willen des Menschen zweifelhaft werden ließe. Die Menschen aber maßen sich an, Gesetze zu erlassen, ohne die Befugnis dazu zu haben. Sie tasten somit den freien Willen des Menschen an .... Jedes Gesetz ist Zwang und jeder Zwang entgegen Meinem Willen. Sowie sich der Mensch nicht mehr in Freiheit seines Denkens bewegen kann, sowie er eine Lehre glauben muß, ist seine Willensprobe auf Erden hinfällig, denn er selbst soll sich entscheiden, nicht aber eine Entscheidung treffen im Zwang. Und Zwang ist jede dogmatische Lehre, ganz gleich, ob sie der Wahrheit entspricht oder nicht. Jedes Dogma ist eine Vergewaltigung des freien Willens .... der unfrei ist im Augenblick geistiger Entscheidungen, weil diese ihm vorgeschrieben ist und nur umgangen werden kann durch Begehen einer Sünde. Von Mir aus hat jeder Mensch das Recht einer freien Entscheidung, Ich fordere nur Nachdenken über das, was von ihm zu glauben gefordert wird. Kann er es nicht überzeugt annehmen trotz Nachdenkens darüber, so rechne Ich ihm das nicht als Sünde an; wohl aber sündigt er, wenn er sich zu einer Lehre bekennt mit dem Munde, ohne sein Herz befragt zu haben. Denn jeder Mensch ist für sich allein verantwortlich, und eine Vermessenheit ist es, wenn ein Mensch das Denken und Glauben von Tausenden und aber Tausenden bestimmen will durch ein Gebot, als das stets eine dogmatische Lehre anzusehen ist. Alles, was die Willensfreiheit des Menschen antastet, kann niemals Meine Zustimmung finden, denn Ich Selbst bestimme nicht einmal die Menschen zur Annahme der Wahrheit, so ihr eigener Wille nicht danach verlangt. Ich belehre wohl die Menschen ständig und führe ihnen die reine Wahrheit zu, doch einem jeden steht es frei, sie anzunehmen oder abzulehnen, und so auch sollet ihr nur eure Mitmenschen belehren in aller Liebe, aber ihnen jegliche Freiheit einer Entscheidung lassen, weil ein Glaube im Zwang von Mir nicht gewertet wird .... Amen

25 Endscheidung des Willens für Gott ....

Kundgabe 6885 2.8.1957

Ständig werdet ihr mit lebenspendender Kraft versorgt, so ihr nur zum Leben gelangen wollet. Ihr sollt nur euch einmal befassen mit dem Los eurer Seele, ihr sollet nicht nur denken an euer irdisches Leben, sondern an das Leben der Seele, das ihr dieser auf Erden erwerben sollet. Ihr sollt nachdenken darüber, was eurer Seele mangelt, und ihren Hunger und Durst zu stillen suchen .... ihr sollt im Erdenleben geistig streben .... Mehr verlange Ich nicht von euch, denn so dieser Wille in euch zum Durchbruch kommt, wird euch nun auch geholfen, daß ihr das Ziel erreichet. Und so liegt es also nur an eurem Willen, daß Sich nun euer Vater eurer annimmt und euch führet .... Wo dieser Wille ernst ist, besteht auch keine Gefahr mehr, Meinem Gegner in die Hände zu fallen, weil Ich nun das Recht habe, euch ihm gegenüber zu schützen. Wer also will, daß Ich ihn annehme, der ist schon angenommen von Mir, und er wird nun auch die Kraft empfangen, Meinem Willen gemäß zu leben auf Erden. Und darum kann jeder Mensch sich in Meiner Fürsorge und in Meinem Schutz geborgen wissen, dessen Wille ernst ist .... Und darüber muß er sich Rechenschaft ablegen .... Ist sein Sinnen und Trachten noch stark der Welt zugewendet, dann ist sein Wille nicht ernst, dann betrügt er sich selbst, wenn er seinen Willen durch Worte zu bezeugen sucht .... Denn der Wille zu Mir ist schon Abkehr von der Welt, weil niemand zweien Herren dienen kann, Mir und Meinem Gegner zugleich, der Herr der Welt ist. Der Mensch steht zwar in der Welt und wird auch vielen Anforderungen gerecht werden müssen .... aber es ist ein Unterschied, ob er mit seinem Herzen verankert ist an die Güter und Freuden dieser Welt, ob sie sein Sinnen und Trachten erfüllen .... oder ob er die Güter der Welt nur nützet, soweit dies erforderlich ist für seinen Wirkungskreis, dem er auf Erden vorsteht .... Es ist lediglich das innerste Verlangen des Herzens ausschlaggebend, welcher Herr Besitz von dem Menschen ergreifen kann. Und darauf muß sich der Mensch selbst die Antwort geben und in aller Wahrhaftigkeit, denn vor Mir kann nicht die leiseste Regung des Herzens verborgen werden .... Ich weiß darum auch, wessen Wille Mir ausschließlich gehört und wen Ich nun fortan leiten und zu Mir ziehen kann .... Ich weiß auch, wer nur Worte ausspricht, die diesen vollen Willensernst vermissen lassen. Ich sorge Mich aber dennoch auch um diese, nur ist erst dann der Erfolg garantiert, wenn sich das Herz ungeteilt für Mich entschieden hat. Denn dann kommt der Mensch zu Mir wie ein Kind zum Vater, und dann ergreift es auch Meine Vaterliebe und lässet es ewiglich nicht mehr von Mir .... Dann aber ist der Mensch auch bereit, seiner Seele zu helfen, daß sie ausreife, dann wird er sie versorgen mit Speise und Trank, und er wird nicht nur ein irdisches, sondern auch ein geistiges Leben führen .... er wird nicht mehr zu fürchten brauchen verlorenzugehen, denn dann geht er an Meiner Hand unbeirrt seinem Ziel entgegen .... Amen

26 Gott-zugewandter Wille ist bestandene Erdenprobe ....

Kundgabe 5460 12.8.1952

Mich werdet ihr ewig nicht mehr verlieren, die ihr Mich suchtet und gefunden habt. Ihr seid zwar, solange ihr auf Erden weilet, den Einflüssen Meines Gegners ausgesetzt, doch wessen Willen einmal Mir sich zugewendet hat, der ist von Mir ergriffen worden, und seinen Rückfall in die Tiefe verhüte Ich. Doch ich spreche vom ernsten Willen, der vollbewußt Mir zustrebt .... Wo dieser Ernst noch nicht vorhanden ist, dort kann es wohl Meinem Gegner noch gelingen, ihn abzudrängen von Mir, denn es gibt Menschen, die durch Erziehung oder Reden der Mitmenschen gleichsam Mitläufer geworden sind, die also sich ihren Mitmenschen anschließen, jedoch nicht aus dem inneren Verlangen heraus, Mir als ihrem erkannten Vater entgegenzueilen. Wo aber dieses innere Verlangen nach Mir in einem Menschen erwacht ist, dort wird nun Meine Vaterliebe tätig .... Ich locke und rufe nun ständig diesen Menschen, Ich erfasse ihn und lasse ihn nicht mehr los. Dieser ist aus der Fessel des Satans schon frei geworden, wenngleich dessen Bemühen, ihn zurückzugewinnen, nicht aufhören, bis Ich den Menschen abrufe in Mein Reich. Der Mir ernstlich zugewandte Wille ist sicherste Gewähr dafür, daß er Mich und Mein Reich gewinnt .... Denn Ich gebe ihm die Kraft, weil Ich Selbst nach Meinem Kind verlange und sein Wille schon die Probe auf Erden bestanden hat. Es geht nur um die Entscheidung für Mich oder für Meinen Gegner .... Der ernste Wille zu Mir ist die Entscheidung, weil einstmals eben sich der Wille von Mir abwandte und die Rückkehr zu Mir also willensmäßig vollzogen werden muß .... Ich bewerte den Willen, nicht aber nur Worte, die nicht ernst sind, Mir aber sehr wohl erkenntlich als nur Worte, die der Mund ausspricht oder gedacht werden, von denen aber das Herz nichts weiß .... Wo aber einmal der Wille zu Mir erwacht ist, strebt der Mensch auch unentwegt zur Höhe. Denn sowie Meine Kraft ihm zugeht als Folge seiner Willenswandlung, nützet er diese zu geistigem Streben. Er hat sich gleichsam schon Mir angeschlossen, Ich gehe neben ihm, nur so lange noch unerkannt von ihm, wie er noch in der Liebe schwach ist .... Mein Bild wird aber immer klarer, wenn die Liebe in ihm anwächst, bis er Mich Selbst durch die Liebe in sich aufgenommen hat und nun auch erkennt, daß er nicht mehr versinken kann in die Tiefe, weil Ich nichts hingebe, was Mir gehört und im freien Willen Mein geworden ist. Ihr könnet nimmermehr euch von Mir trennen, wenn ihr die Erdenlebensprobe insofern bestanden habt, als daß euer Wille sich für Mich entschieden hat. Dann kann nur noch das Erdenleben zu erhöhter Seelenreife beitragen, ihr werdet Mir bewußt dienen und treu sein, bis Ich euch abrufe in Mein Reich, so eure Stunde gekommen ist .... Amen

27 Gott zugewandter Wille sichert auch Seine Führung ....

Kundgabe 7119 15.5.1958

Ihr werdet geführt durch euer Erdenleben, ihr werdet betreut von Lichtwesen, denen ihr für die Zeit eures Erdenwandels anvertraut seid, und ihr könnet auch jederzeit Mich Selbst zu eurem Führer erwählen, ihr könnt euch bewußt unter Meinen Schutz stellen und Meine Führung erbitten .... ihr seid also nicht als Mensch schutzlos den Mächten der Finsternis preisgegeben, ihr könnt nicht von diesen überwältigt werden wider euren Willen, auch wenn ihr als Mensch schwach seid, denn euer Wille braucht nur Hilfe heranzurufen, die euch dann auch sicher zuteil wird. Aber gerade dieser Wille ist frei, ihn dürfen weder die finsteren noch die Licht-Wesen antasten, sie müssen euch volle Freiheit lassen, welche Richtung ihr diesem Willen gebet. Aber ihr könnt auch mit aller Gewißheit auf Hilfe hoffen, wenn sich euer Wille Mir zuneigt .... Und da es doch gerade darum geht während eures Erdenlebens, daß ihr die rechte Willensrichtung einschlagt, da Ich aber euch liebe und eure Rückkehr zu Mir ersehne, werde Ich auch immer nur das über euch Menschen kommen lassen, was euch hintreiben könnte zu Mir .... solange ihr noch unentschieden seid .... In seliger Gewißheit und völliger Ruhe aber könnt ihr euren Erdenweg gehen, wenn dieser Willensentscheid für Mich schon gefallen ist. Das will Ich euch immer wieder sagen, daß Ich euch dann nicht mehr fallenlasse, daß Ich euch nicht dem Gegner überlasse, daß Ich euch schütze gegen alle Angriffe und Versuchungen, sowie ihr Mein sein wollet .... Denn dann haben auch alle eure Schutzgeister die Berechtigung, einzugreifen und euch gegen die finsteren Kräfte Schutz zu gewähren. Dann wird eure Seele nichts mehr zu fürchten brauchen, denn der Mir zugewandte Wille ist eure beste Waffe gegen den Feind, er ruft Mich immer zu sich, wenn Gefahr droht, und Ich werde immer diese Gefahr abwenden. Wenn nun ein Mensch für Mich und Mein Reich zu arbeiten gewillt ist, so hat er sich auch Mir zum Dienst angeboten, er hat also sich Mir hingegeben im freien Willen .... Und solange er eifrig die Weinbergsarbeit zu verrichten bestrebt ist, gehört auch sein Wille Mir allein .... Und er kann sich nun auch mit vollem Recht beschützt und betreut wissen von Mir, von allen geistigen Wesen, die Mir dienen. Es kann jegliche Sorge von ihm abfallen, und selbst irdische Anstürme können ihn unbeeindruckt lassen, weil er als Mein Knecht auch Meine Sorge als Hausvater erfährt, die alles regelt, wie es gut ist. Wer Mir gehören will, der ist auch Mein, und wer Mein ist, der soll sich Mir nur vertrauensvoll hingeben und alle Last und Not Mir aufbürden, die Ich wahrlich ihm nun abnehme, weil er Mein geworden ist. Aber das eine muß euch auch gesagt werden, daß ihr selbst euch solche irdischen Nöte vermehrt, je ängstlicher und glaubensschwacher ihr werdet .... daß eure Glaubenszweifel oder Sorgen um euer irdisches Wohlergehen nur immer größere Belastungen heranziehen .... weil ihr durch solche euch von Mir entfernt .... Ich verlange von euch volles Vertrauen, um dieses dann auch nicht zu enttäuschen, ihr aber schwächt oft Mich Selbst in Meinem Liebewirken an euch .... Ihr lasset es nicht zu eben durch eure unberechtigten Sorgen und Zweifel auf Meine Hilfe. Und ihr müsset werden wie die Kinder, die jedes Wort des Vaters gläubig annehmen und sich nun auch verlassen auf Ihn, weil sie wissen, daß der Vater Sein Kind liebt .... Nichts darf euch erschrecken, nichts darf euch furchtsam werden lassen, denn es ist Einer über euch, Der wachet und Seine Diener zum Schutz euch zugesellt .... Und diesen Einen sollet ihr nur lieben und Ihm gehören wollen, und Er wird wahrlich euch beistehen in jeder Not des Leibes und der Seele .... Amen

28 Heilungsprozeß .... Freier Wille ....

Kundgabe 5345 26.3.1952

In Meinem Heilsplan von Ewigkeit ist alles inbegriffen, was zur Erlösung des unvollkommenen Geistigen dienen kann. Denn um dessentwillen ist alles Sichtbare erstanden, und alles, was geschieht, kann jenem Geistigen zur Höhe verhelfen, wenn es recht ausgewertet wird. Und so können auch geistige Schöpfungen den gleichen Zweck erfüllen, jedoch erst für das in einem bestimmten Reifegrad stehende Geistige, wenn es also die Materie schon überwunden hat und frei ist aus jeglicher irdischen Verformung. Doch die Entwicklungsmöglichkeiten nehmen auch im geistigen Reich kein Ende, die Seele kann unentwegt höhersteigen und ständig zunehmen an Kraft und Licht. Im geistigen Reich ist der Seele der Aufstieg sicher, wenn sie den rechten Weg einmal betreten hat, auf Erden aber kann die Materie sie immer wieder zurückziehen, weil die Macht Meines Gegners sich noch auf alles erstreckt, was als Mensch auf der Erde zur letzten Reife gelangen soll. Die Materie also ist die Klippe, an der eine Seele scheitern kann. Doch auch das weiß Ich seit Ewigkeit und wirke daher auf den Menschen ganz besonders ein, daß er erkennen lernet, was die Materie im Grunde des Grundes ist, auf daß der Mensch sich nicht von ihr beherrschen lasse. Es muß der Mensch bis zum Lebensende die Materie überwunden haben, das heißt , sie darf seine Seele nicht im geringsten belasten, die Seele muß sich vollständig frei gemacht haben vom Verlangen nach Dingen, die der irdisch materiellen Welt angehören .... Dann kann sie unbeschwert in das geistige Reich eingehen und in geistigen Schöpfungen ihre Aufwärtsentwicklung fortsetzen, die nun die Seele stets mehr und mehr vergeistigt und ihr unermeßliche Seligkeiten schafft. Mein Heilsplan von Ewigkeit betrifft also alles Geistige, nur kann von einer Heilung nur bei den Seelen gesprochen werden, die noch in einer Form gebunden in der irdisch materiellen Schöpfung weilen, die noch nicht frei sind und reif für das Lichtreich. Es sind also die irdisch materiellen Schöpfungen, in denen der Heilungsprozeß des Geistigen stattfindet, sowie die Geschehnisse im Erdenleben eines Menschen, die den Willen dessen wandeln sollen und darum ebenfalls eine Heilwirkung haben können. Und heilsam ist nicht zuletzt die Not und das Leid, das der einzelne Mensch zu ertragen hat .... wenn dadurch erreicht wird, daß die Seele zu Mir findet und dann auch der Heilungsprozeß erfolgreich ist. Es gibt kein Mittel, das Ich unversucht lasse, so es eine heilsame Wirkung haben kann auf die Seele des Menschen, um seinem Leibestod ein Erwachen im Lichtreich folgen lassen zu können, doch der Ablauf des Prozesses ist gesetzmäßig bedingt, er ist nicht willkürlich begünstigt, sondern dem Willen des Menschen entsprechend ist sein Erfolg. Denn der Wille des Menschen wird auch von Meinem Gegner beeinflußt und muß sich frei entscheiden. Doch lässet der Mensch alle Möglichkeiten außer acht, die ihm zur Höhe verhelfen könnten, so besteht er zwar seine Erdenlebensprobe nicht, wird aber unweigerlich nach endlos langer Zeit vor die gleiche Probe gestellt, und das so oft, bis er sich endgültig entschieden hat für Mich .... Nur ist seine Erlösung erst das Ergebnis von einem unvorstellbar langen Dasein auf der Erde, das er aber ebensogut in ganz kurzer Zeit hätte erreichen können, weil es stets nur an seinem Willen, nicht aber an ungenügender Heilsmöglichkeit liegt, wann die Seele zur Reife gelangt .... Alles tue Ich für Meine Geschöpfe, daß sie zu Meinen Kindern werden, aber ihren Willen zwinge Ich nicht, und also schaffen sie selbst sich ihr Los, sie können gesunden laut Heilsplan von Ewigkeit, wenn sie selbst dazu willig sind .... Amen

29 Rechte Willensrichtung - Völlige Freiheit ....

Kundgabe 6281 10.6.1955

Der Weg, den ihr gegangen seid bisher, war ein Weg der Gefangenschaft, wo ihr tun mußtet, was Mein Wille euch gebot .... Ein solcher Weg konnte euch keine Seligkeiten bringen, weil ihr in Unfreiheit und Kraftlosigkeit niemals selig sein konntet und ihr wider euren Willen dienen mußtet .... ihr also in einer gewissen Knechtschaft lebtet, wenngleich der Herr, der diese eure Knechtschaft verschuldet hatte, nicht über euch bestimmen konnte. Ihr waret unfrei, und ihr seid es auch noch, wenngleich ihr als Mensch den freien Willen wieder zurückerhalten habt, also nun tun und lassen könnet, was ihr selbst bestimmt. Doch es hat nun auch euer Herr wieder über euch eine gewisse Macht, die ihm zuvor genommen war .... Ihr müsset wissen, daß ihr diesen scheinbar freien Zustand nützen sollet, um die völlige Freiheit zu erlangen, um ganz frei zu werden aus der Gewalt eures Beherrschers. Und ihr müsset diese Freiwerdung selbst anstreben und bewerkstelligen, also euren Willen so gebrauchen, daß ihr immer nur das tut, was euch zur endgültigen Freiheit verhilft .... Mein Gegner aber, der noch euer Herr ist, gebrauchet nun seine Macht, indem er auf euren Willen einwirkt, indem er euch alles das als anstrebenswert hinstellt, was aber niemals geeignet ist, euch zu erlösen, doch immer fester euch an den kettet, von dem ihr frei werden sollet. Nach dem unendlich langen Weg zuvor bedeutet diese Zeit im freien Willen für euch eine übergroße Gnade, und so ihr diese Gnade nun nützet, hört der Zustand der Unfreiheit gänzlich auf, die scheinbare Freiheit in eurem Erdenleben wird für euch dann zu einem wirklichen Dauerzustand, wo ihr aber keine Bedrängung oder Einwirkung durch Meinen Gegner zu fürchten habt, ihr also wahrhaft frei seid und bleibet bis in alle Ewigkeit .... Ihr könnet aber auch seinem Einfluß unterliegen während der Zeit, die euch zur Erprobung eures Willens gegeben ist .... und ihr könnet die Fesseln verstärken, anstatt sie zu lösen .... Und ihr macht euch das nicht klar, was ihr euch verscherzet durch falsche Nützung eures Willens, durch Nachgeben und Erfüllen des Willens Meines Gegners .... Ein Leben unfaßlicher Seligkeit liegt vor euch, das ihr freiwillig dahingebet, nur um die kurze Erdenlebenszeit in einem Genuß zu verbringen, den nur der Körper empfindet. Ihr wisset dies nicht, aber ihr glaubt es auch nicht, wenn euch das Wissen darüber zugeführt wird .... Ich aber muß euch in dieser kurzen Erdenlebenszeit die Freiheit eures Willens belassen .... Ich werde weder Meinem Gegner sein Recht nehmen, auf euch einzuwirken, wie Ich aber auch euch nicht hindere am verkehrten Nützen eures Willens .... Denn es liegt an euch selbst, ob Ich oder Mein Gegner euch gewinne, ihr selbst müsset euer Los in der Ewigkeit entscheiden, ihr selbst traget die Verantwortung für euer Erdenleben, ihr werdet aber immer wieder ermahnt und gewarnt, ihr werdet belehrt und hingewiesen auf eure Aufgabe in dieser kurzen Zeit .... Es wird alles getan, um euch zu rechtem Willensentscheid zu veranlassen, euer Wille aber bleibt frei, und wenn ihr also die Tiefe wieder anstrebt, so wird sie euch auch werden .... wie ihr aber auch die Höhe unfehlbar erreichen werdet, wenn euer Wille sich dafür entscheidet .... Kurz nur ist eure Erdenlebenszeit, aber die Auswirkung eures Erdenwandels erstreckt sich auf endlos lange Zeiten oder auch auf die ganze Ewigkeit. Solange ihr noch unfrei seid, seid ihr auch unglückselig und weit von eurem Urzustand entfernt .... Und dies könnet ihr wandeln, ihr könnet wieder werden, was ihr waret von Kundgabe 6281 30 Kundgabe 6281 Anbeginn, und darum auch unbegrenzt selig sein .... Lasset diese Gnadenzeit nicht an euch vorübergehen ohne Erfolg, nützet die euch gewährte Freiheit gut, auf daß ihr auch noch der letzten Fessel ledig werdet, auf daß eure Seele sich frei und unbeschwert hinaufschwingen kann in das Reich des Lichtes, in eure wahre Heimat, auf daß sie zurückkehren kann zu Mir, ihrem Vater von Ewigkeit, und bei Ihm verbleibe ewiglich .... Amen

31 Dienen in freiem Willen .... Ichliebe ....

Kundgabe 6320 27.u.28.7.1955

Wer um den Entwicklungsgang des Geistigen weiß, wer über Sinn und Zweck der Schöpfung unterrichtet ist, der weiß es auch, daß der Mensch als vollkommenstes Schöpfungswerk den Abschluß bildet von einem endlos langen Entwicklungsprozeß, der sich auf dieser Erde abgespielt hat .... Er weiß es, daß diesem unwiderruflich ein Verweilen im jenseitigen Reich folgt, wo es keine materiellen Schöpfungen mehr gibt, wo die Fortentwicklung unter entsetzlich schweren Umständen wohl noch weitergehen kann, doch völlig anders als in (der = d. Hg.) materiellen Welt .... wenn nicht der Entwicklungsgang auf Erden so weit abgeschlossen worden ist, daß die Seele in das Lichtreich eingehen kann. Diese Erkenntnis haben aber nur die wenigsten Menschen auf der Erde, denn um dies fassen und glauben zu können, gehört vorerst der Wille, darum zu wissen, und dieser ist selten nur bei den Menschen vorhanden. Überaus stark dagegen ist der Wille des Menschen darauf gerichtet, sich die Schöpfung nach Möglichkeit nutzbar zu machen, daß sie dem körperlichen Leben zum Vorteil gereicht .... Unbewußt verhelfen die Menschen zwar dadurch dem in der Schöpfung gebundenen Geistigen zur Höhe, weil dieses dienet, wenn auch im Mußgesetz .... Es wird sehr viel Materie durch Menschenwillen aufgelöst, sie wird umgeformt zu immer neuen Schöpfungen, denen allen eine dienende Funktion zugewiesen ist, die das Geistige zwangsläufig aufwärtssteigen läßt .... Doch der Mensch selbst kann dabei auch stehenbleiben oder gar zurückgehen in seiner Entwicklung, wenn er selbst nicht gleichzeitig dienet im freien Willen, da er selbst nicht mehr unter dem Mußgesetz steht und der deshalb seine Aufwärtsentwicklung selbst vorantreiben muß .... Sowie er alles bewußt tut, immer im Willen, dem Mitmenschen damit zu dienen, kann seine irdische Tätigkeit einen ungeahnten Segen für seine Seele eintragen .... selbst wenn er nicht um den Entwicklungsgang des Geistigen weiß, selbst wenn er ohne jegliche Kenntnis ist vom Sinn und Zweck des Erdenlebens und den Schöpfungen dieser Erde .... Er braucht es nicht zu wissen, wenn er nur freiwillig dienet in Liebe .... Doch zumeist treibt ihn wohl eine Liebe zur Betätigung, aber nur die Liebe zu sich selbst .... Dann kann seine Tätigkeit sich auch zum Schaden des Mitmenschen auswirken, weil die Ichliebe desto mehr befriedigt wird, je karger der Mitmensch bedacht wird .... Die Ichliebe wirkt sich aber auch ungünstig an den Schöpfungswerken aus, die dem Menschen als Betätigungsfeld zugewiesen worden sind, indem oft vorzeitig die Entwicklung des Geistigen in solchen Schöpfungswerken abgebrochen wird um eigenen Vorteils willen, weil die Ichliebe der göttlichen Ordnung widerspricht und darum auch die Handlungsweise des Menschen gänzlich wider die göttliche Ordnung gerichtet ist .... Selbst wenn solche Menschen wissen um Sinn und Zweck der Schöpfung und des Erdenlebens, würden sie nicht ihre verkehrte Lebensweise und das Handeln wider die göttliche Ordnung aufgeben, weil die Ichliebe sie völlig beherrscht und sie anderen Vorstellungen unzugänglich sind. Und diese Menschen kommen in einer Verfassung in das geistige Reich, die ganz entsetzlich ist, denn sie können die Ichliebe nun nicht mehr befriedigen wie auf Erden, und der Weg zur rechten Liebe, zur Liebe zum Nächsten, ist unendlich weit und oft überhaupt nicht zu finden .... (28.7.1955) Der Mensch, der nur sich selbst liebt, nimmt also auch die Liebe zur Materie in die jenseitige Welt hinüber, Kundgabe 6320 32 Kundgabe 6320 und das Lösen davon ist überaus schwer, denn ständig erstehen Dinge vor seinen Augen, die er mit allen Sinnen begehrte, und reizen ihn aufs äußerste, um aber sofort zu vergehen, wenn er seine Begierden stillen will .... und desto heftiger werden diese Begierden, und es sind entsetzliche Qualen, die nun die Seele auszustehen hat so lange, bis sie selbst in sich die Begierde bekämpft, was dann auch immer schwächer werdende Versuchungen zur Folge hat. Die Menschen wissen nicht, welche Vorteile sie sich schaffen für das jenseitige Reich, wenn sie auf Erden schon die Materie zu überwinden suchen, wenn sie sich zum Herr dieser machen und nicht zu ihrem Sklaven .... Der Mensch kann auf Erden sich alles dienstbar machen, denn das ist Zweck aller Schöpfung, daß sie dienet dem Menschen und auch jeglicher Kreatur .... weil dienen Erlösung bedeutet für das darin gebundene Geistige .... Und es trägt also der Mensch selbst viel dazu bei, wenn er der Materie die Möglichkeit gibt zum Dienen, wenn er selbst Dinge schafft, die wieder einen dienenden Zweck erfüllen, an denen er sich wohl auch erfreuen darf als Geschenk Gottes, doch er soll immer an die geistige Bestimmung der materiellen Dinge denken, nicht aber sich selbst an diese ketten, daß all sein Sinnen und Trachten nur der Gewinnung materieller Güter gilt, um sich selbst ein behagliches Wohlleben zu schaffen und immer mehr dem weit unter ihm in der Entwicklung Stehenden zu verfallen .... was für ihn selbst einen geistigen Rückschritt bedeutet .... Stets muß die Entwicklung eine aufsteigende sein, und das Ziel des Menschen im Erdenleben ist völlige Freiwerdung aus der materiellen Form, ein Überwinden dieser, dann kann die Seele frei und unbeschwert den irdischen Leib verlassen und sich in lichte Höhen aufschwingen .... Dann wird sie nicht von der Materie zurückgehalten und gezwungen, sich noch länger in irdischen Sphären aufzuhalten, obwohl sie nicht mehr auf Erden lebt .... Wie unendlich dankbar die Seele ist, die sich lösen kann aus diesen Sphären, das wisset ihr Menschen auf Erden nicht, aber lasset es euch gesagt sein, daß das, was ihr auf Erden mit allen Sinnen anstrebt, euer größter Feind ist .... Denn eure Seligkeit liegt in der Freiheit, unfrei aber seid ihr, solange euch noch die Materie fesselt, und sie fesselt euch so lange, wie euch selbst noch die Ichliebe beherrscht, wie ihr selbst euch nicht durch dienende Liebe erlöset von ihr .... Nur, wer dienet, wird frei .... Und das Dasein als Mensch gibt euch ständig Gelegenheit zum Dienen in Liebe .... Aber ihr habt einen freien Willen und werdet nicht wie im Vorstadium eurer Entwicklung gezwungen zum Dienen. Die Liebe muß euch dazu antreiben, und die dienende Liebe wird nur der Mensch üben, der die Ichliebe niederkämpft, der nicht besitzen, sondern verschenken will. Dieser aber lernet auch die Materie verachten, er löset sich von ihr und wird völlig frei .... Sein Entwicklungsgang auf Erden ist beendet mit dem Erfolg restloser Vergeistigung seiner Seele, die nun wieder im geistigen Reich in Licht- und Kraftfülle tätig sein kann und in dienender Liebe sich jener Seelen annimmt, die noch in Unfreiheit und Lichtlosigkeit schmachten und der Hilfe bedürfen, um auch endlich aus ihren Fesseln sich lösen zu können .... Amen

33 Der freie Wille muß die Wahrheit annehmen ....

Kundgabe 8850 6.9.1964

Was immer Ich euch auch sage, ihr könnet es vor der Welt als Wahrheit vertreten, denn sie braucht die Wahrheit, sie kann im Irrtum und in der Lüge niemals den Weg zu Mir finden. Ihr Menschen werdet euch fragen, warum Ich es zugelassen habe, daß sich der Irrtum so verbreiten konnte, und Ich kann euch stets nur die gleiche Antwort geben, daß euer freier Wille allein entscheidend ist, ob ihr euch in der Wahrheit oder im Irrtum beweget. Daß sich große Gemeinden gebildet haben und diese fortgesetzt ihre irrigen Meinungen vertreten, hat auch nur den freien Willen des Gründers zur Voraussetzung, und (Daß) diesem wieder unzählige Menschen gefolgt sind, ohne eigene Meinung als Mitläufer, die nicht darüber nachdenken, wie verantwortungsvoll diese eine (ihre) Einstellung ist, muß gleichfalls mit dem freien Willen derer begründet werden .... Und es ist der freie Wille weder von Mir noch von Meinem Gegner anzutasten, doch Mein Gegner hat zahlenmäßig einen weit größeren Anhang, weil die Menschen nicht nachdenken, sondern dieses den Führern überlassen, denen sie nun blindlings folgen. Doch diese allein werden nicht die Verantwortung zu tragen haben, sondern alle ihre Anhänger, und nur der Grad der Liebe wird entscheidend sein, welches Los sie dereinst tragen müssen. Und wo es auch sei, Ich werde immer einen Lichtfunken aussenden, der wieder zünden kann. Mein Geist wird überall wirksam werden, weil auch immer wieder Menschen einen hohen Liebegrad werden verzeichnen können, der Mir dann auch die Möglichkeit gibt, Mich kundzugeben, so daß die reine Wahrheit immer wieder den Menschen zugeführt werden kann. Doch wer nimmt sie an? Jeder Mensch, der Mich seinen Mitmenschen anders darstellt, als sie sich ihr Bild von Mir entworfen haben, der wird abgelehnt, und darum ist es kaum möglich, ihnen die Wahrheit zuzuführen. Und ob auch Mein Wort noch so klar und unmißverständlich gegeben wird .... die Menschen lehnen es ab .... weil Mein Gegner sie beeinflußt, der immer gegen die Wahrheit ankämpfen wird und der eine große Macht hat, weil nur sehr wenige ein Liebeleben führen nach Meinem Willen, die nun auch seinen Eingriffen nicht mehr ausgesetzt sind. Und dort wird auch Mein Wort .... die reine Wahrheit .... Eingang finden, diese werden es erkennen als Wahrheit, ohne daß ihrem Willen ein Zwang angetan wird .... Da aber die Wahrheit allen angeboten wird, müssen sich auch die Menschen verantworten, die sie nicht angenommen haben, denn sie konnten genauso gut Meinen Worten Glauben schenken, wie sie es dem Irrtum gegenüber getan haben, weil sie einen freien Willen besitzen. Und so werdet ihr, die ihr Mir dienen wollet, immer nur diesen die reine Wahrheit entgegenzusetzen brauchen, und jeder einzelne muß Stellung nehmen dazu. Und wenn es ihm ernst ist um die reine Wahrheit, dann wird er darüber nachdenken, und dann verschließt er sich nicht mehr Meinen Offenbarungen. Und darum ist das Ausbreiten Meiner Lehre das Wichtigste, wofür Ich euch als Knechte in Meinem Weinberg benötige, denn die Liebe muß sie hinaustragen, in Liebe muß sie angeboten werden, und also wird sie auch jeden Menschen ansprechen, der ebenfalls die Liebe übet und der Wahrheit also zugänglich ist. Es wird dieser Kampf zwischen Licht und Finsternis bleiben bis zum Ende, der Gegner wird immer mehr an Macht zunehmen, weil dies der freie Wille des Menschen zuläßt .... Aber bis zum Ende werde Ich auch die Wahrheit zur Erde leiten, und diese wird sein Treiben beleuchten und ihn entlarven, was Kundgabe 8850 34 Kundgabe 8850 jedoch immer nur denen ersichtlich ist, die für die reine Wahrheit aufgeschlossen sind, während die anderen ihrem Irrtum anhangen und ihn verteidigen. Doch jede Seele, die ihr rettet aus den Schlingen Meines Gegners, ist gewonnen für die Ewigkeit. Und das eine müßte euch zu vermehrter Weinbergsarbeit antreiben: daß im jenseitigen Reich nur der Mensch im Licht steht, der sich in der Wahrheit bewegt .... Wer also hier nicht von seinem Irrtum abgehen will, der nimmt ihn mit hinüber in die Ewigkeit und wird dort so lange nicht zur Seligkeit gelangen, bis er sein irriges Denken aufgibt. Und wieder ist es nur von seinem Liebegrad abhängig, ob ihn bei seinem Eintritt in das geistige Reich blitzschnell die Erkenntnis überkommt, daß er dann sich von dem Irrtum abwendet .... Darum vergesset nie, das Liebegebot allem voranzustellen .... vergesset nie, die Menschen zu einem Liebeleben anzuregen, wenn ihnen am Heil ihrer Seelen gelegen ist .... Dann wird er auch schon auf Erden in leise Zweifel geraten ob der Wahrheit dessen, was er bisher vertreten hat. Und dann ist es auch leichter, ihm die Wahrheit zu bringen, er wird sie ohne Widerstand annehmen, und dennoch wird sein freier Wille nicht angetastet werden .... Amen

35 Freier Wille Urgesetz von Ewigkeit .... Seligwerdung ....

Kundgabe 5301 22.1.1952

Ich kann die Schuld der Menschen nicht tilgen wider ihren Willen, Ich kann sie nicht selig machen, solange sie unvollkommen sind durch eigenen Willen. Ich kann ihnen kein ewiges Leben geben, solange sie den Tod des Geistes vorziehen. Ich kann alles, nur nicht den Willen dessen unfrei machen, was Ich geschaffen habe aus Meiner Liebekraft. Denn Ich schuf vollkommene Wesen, die ohne freien Willen nicht denkbar sind. Daß sie nun ihre Vollkommenheit hingaben, daß sie darum auch Erkenntnis und Kraft verloren, war jedoch Folge ihres freien Willens, der aber auch ebensogut die Vollkommenheit noch erhöhen konnte insofern, daß das von Mir geschaffene Wesen frei aus sich heraus strebte nach Licht und Kraft, also seine Vollkommenheit nun rechtmäßig, das heißt als selbst gewollt, unter Beweis stellte. Die Willensfreiheit gestattete den Weg nach oben wie auch nach unten .... Daß nun das Wesenhafte selbst fiel, war seine eigene Schuld .... Es muß nun wieder im freien Willen nach oben streben, um den Urzustand zu erreichen, und diesen freien Willen kann Ich dem Wesenhaften nimmermehr nehmen, ansonsten Ich gegen Mich Selbst, gegen das Urgesetz von Ewigkeit, handeln würde. Verstehet ihr nun, warum Ich euch Menschen nicht willkürlich zur Höhe verhelfen kann? Warum ihr selbst es seid, die den Wandel von der Tiefe zur Höhe schaffen müssen? Verstehet ihr nun, warum Ich nur immer einwirken kann auf euer Denken, damit ihr selbst euren Willen Mir zuwendet und nun bewußt Mir zustrebet? Verstehet ihr, warum Meine Liebe ständig um euch besorgt ist, daß ihr endlich euer Ziel erreichet, die ihr schon endlos lange Zeit gebraucht habt, um zur Verkörperung auf Erden zugelassen worden zu sein? Es ist euch wahrlich eine umfassende Zeitspanne zugebilligt worden, um diese Willens- und Wesenswandlung zu erreichen, doch einmal nimmt auch die längste Zeit ihr Ende, und vor diesem Ende stehet ihr .... Ich kann euch nicht willkürlich so gestalten, daß ihr zum ewigen Leben eingehen könnet, ihr müsset selbst Hand anlegen an euch, ihr müsset wollen, denn Mein Wille ist jederzeit, euch aufzunehmen in Mein Reich, Mein Wille wird niemals sich eurem Willen entgegenstellen, wenn dieser zu Mir verlangt, wie er sich einstmals abwandte von Mir und euch in die Tiefe riß .... Welten werden vergehen, bevor das letzte Geistige diese Willenswandlung vollzogen hat .... Doch Meine Liebe will euch Menschen dazu verhelfen, daß ihr nicht noch Ewigkeiten fern von Mir weilet, daß ihr nicht noch Ewigkeiten in der Form verharren müsset, die entweder euren Willen gebunden hält oder euch als Mensch die letzte Möglichkeit gibt, euer Ziel zu erreichen, euch mit Mir wieder zu vereinigen .... Wisset, daß ihr als Mensch im letzten Stadium eurer Entwicklung auf Erden steht, daß ihr euch frei machen könnet aus der Form, um dann als seliges Geistwesen eingehen zu können in die Ewigkeit. Wisset es, daß ihr selig werden könnet, so ihr es wollet, daß Ich aber nicht wider euren Willen euch zur Seligkeit verhelfen kann .... Lasset euch von Meiner Vaterliebe mahnen und warnen, nehmet noch die kurze Zeit wahr und gestaltet euch so, daß ihr euch mit Mir vereinigen könnet, daß ihr werdet, was ihr waret von Anbeginn, selige Wesen, die in Licht und Kraftfülle wirken konnten .... Gedenket eurer Bestimmung und trachtet ernstlich danach, euer Ziel zu erreichen, solange ihr auf Erden weilet, denn es kommet der Tag, der eure Erdenlaufbahn beendet, es kommet der Tag, da die Frist abgelaufen ist, die euch zur restlosen Erlösung, zum Aufstieg ins Lichtreich, zugebilligt wurde .... Nützet die Zeit, bevor es zu spät ist .... Amen

36 Auswirkung des freien Willens .... Plötzlicher Tod ....

Kundgabe 8683 24.11.1963

Auch das Weltgeschehen wickelt sich ab Meiner göttlichen Bestimmung gemäß. Wenngleich menschlicher Wille die treibende Kraft ist, so wußte Ich doch seit Ewigkeit um den Willen der Menschen und lenke die Auswirkung Meiner Weisheit gemäß, so daß letzten Endes alles auch zur Vollendung der Seelen beitragen kann, wenn sie sich nicht offensichtlich widersetzen, das heißt bewußt der Tiefe zustreben durch ihre Zugehörigkeit zu Meinem Gegner. Denn jegliches Geschehen kann positive und auch negative Auswirkung haben, jegliches Geschehen kann der eine Mensch .... das heißt dessen Seele .... als Hilfe empfinden, während es für andere ein Hindernis ist zur Aufwärtsentwicklung. Ich aber weiß um die Auswirkung und lasse daher auch dem menschlichen Willen seine Freiheit. Die Folgen aber müssen wieder Menschen tragen, die wohl scheinbar unbeteiligt waren, jedoch auch durch sogenannte Schicksalsschläge hindurchgehen müssen, um auszureifen .... Mir ist seit Ewigkeit alles bekannt, und Mein Heilsplan wurde auf dem freien Willen der Menschen aufgebaut .... Und dieser menschliche Wille richtet zuweilen Verwirrungen größten Ausmaßes an, deren Folgen wieder von der Menschheit auf sich genommen werden muß .... Denn sowie die göttliche Ordnung außer acht gelassen wird, ist auch ein Chaos die unausbleibliche Folge, und unter diesem Chaos werden auch die Menschen leiden müssen. Doch es ist die Zeit des Endes, wo sich fast niemand mehr in göttlicher Ordnung bewegt, wo nur ein kleiner Teil der Menschen bemüht ist, Meinem göttlichen Willen gemäß zu leben, alle anderen aber gegen das Gesetz der Ordnung verstoßen und darum auch ein gesetzwidriger Zustand zu erkennen ist, der sich auswirkt in Friedlosigkeit, Haß, feindlichem Kampf widereinander und völlig ungeordneten Verhältnissen, in Elendzuständen jeglicher Art .... Denn es kann dort nicht Ruhe und Frieden herrschen, wo die Geister der Finsternis heraufbeschworen werden durch Gott-widrige Handlungen .... Es kann kein Glück und keine Ordnung sein, wo keine Liebe ist, und die Liebe ist erkaltet unter den Menschen. Der Fürst der Finsternis treibt die Menschen unausgesetzt an zu Taten des Hasses und der Lieblosigkeit, und es kann daraus immer nur größeres Elend hervorgehen .... selbst wenn es der Allgemeinheit verborgen gehalten wird, so wird es doch jeder Mensch erkennen, der noch die Gesetzte der ewigen Ordnung einhalten will. Doch Ich habe auch diesem Verhalten der Menschen, ihrer Sündhaftigkeit, die in ihrem Handeln zum Ausdruck kommt, ein Ende gesetzt, denn bald ist die Zeit erfüllet, und bald wird ein jeder selbst Stellung nehmen müssen und sich für sein innerstes Empfinden verantworten, denn bald ist die Zeit abgelaufen, die Meinem Gegner zugebilligt wurde und die er wahrlich gut genützt hat .... Bald wird die Ordnung von Ewigkeit wiederhergestellt werden, wie es verheißen ist in Wort und Schrift. Und es werden dem Ende noch viele Schrecken vorangehen, es werden die Menschen noch oft aufgerüttelt werden und sich auch dessen bewußt werden, daß jeder Tag der letzte sein kann .... Und wohl dem, der entsprechend seinen Erdenwandel führt. Immer aber werden auch Meine Boten Kunde geben von allem, was der Menschheit noch bevorsteht .... Immer wieder wird sie hingewiesen werden auf Mein offensichtliches Wirken, das ihnen Beweis sein könnte von einer Macht, Die alles regieret, Die alles lenket nach Ihrem Willen, ohne jedoch den Willen der Menschen Kundgabe 8583 37 Kundgabe 8683 auszuschließen. Doch ihr Menschen könnet wohl handeln, gut oder böse .... wie sich eure Handlungen aber auswirken, das bestimme Ich, Der Ich um den Willen aller Menschen weiß und darum auch immer denen beistehen werde, die eines guten Willens sind, und ob sie auch durch Menschenwillen in größtes Leid gestürzt werden .... Dann wird es ihnen nur zum Segen gereichen für ihre Seelen, und einstmals werden sie Meine Lenkung erkennen und Mir dennoch danken für das schwere Schicksal, das ihnen auferlegt wurde. Doch ihr sollet immer bedenken, daß Ich niemals des Menschen Willen unfrei mache, daß ein jeder Mensch denken und wollen kann nach eigenem Ermessen, aber auch ein jeder Mensch die Folgen seines Willens auf sich nehmen muß, daß jeder Mensch sich einmal für seinen Willen verantworten muß, ganz gleich, wie sich die vollbrachte Tat auswirkt. Und Meine Zulassungen sind auch begründet, selbst wenn ihr dies nicht begreifen könnet, weil ihr wisset, daß es Mir nicht an Macht gebricht, einen Menschen an der Ausführung seines Willens zu hindern. Ich aber übersehe eines jeden Menschen Lebenslauf, Ich weiß um seine Seelenreife, und Ich weiß, was ihm noch zur Erhöhung dieser dienen kann .... Ich will auch einem jeden Menschen seinen eigenen Tod vor Augen stellen, dem keiner ausweichen kann, wenn er an ihn selbst herantritt. Und wenn Ich nur erreiche, daß die Menschen alle daran gemahnet werden, daß sie selbst zu jeder Minute abscheiden können, dann ist dies schon ein Erfolg für die Seele des einzelnen, es ist ein Nahetreten Meiner Selbst, es ist ein Einschalten Meiner Selbst in seine Gedanken, die er dann wohl richten kann nach eigenem Willen, die aber ihn auch auf den rechten Weg führen können, weil Ich nichts unversucht lasse, die Menschen auf den rechten Weg zu führen, und weil Ich allein auch weiß um die rechten Mittel, noch einen kleinen Erfolg zu erzielen, noch einige Seelen zu gewinnen vor dem Ende, das nicht mehr fern ist .... Amen