Nicht die Veranlagung, sondern Liebe bestimmt Willen ....

Kundgabe 5257 19.11.1951

Euch allen ist es freigestellt, wohin ihr euren Willen richtet, wenngleich ihr durch Mein Wort wohl darauf hingewiesen werdet, welchen Erfolg eine jede Willensrichtung für euch zeitigt. Doch auch Mein Wort zwingt euch nicht, weil ihr es auch wieder annehmen oder ablehnen könnet je nach eurer Sinnesart und eurer Liebe. Denn die Liebe bestimmt euren Willen .... Stets werdet ihr das, was ihr anstrebt, lieben, ob es gut ist oder böse; euer Verlangen ist darauf gerichtet, und so ist auch euer Wille .... gut oder böse. Eine Liebe werdet ihr immer empfinden zu dem, was ihr begehret, ob aber die Liebe eine recht oder falsch gerichtete ist, das bestimmt eure geistige Entwicklung. Nun könnet ihr wohl darauf einwenden, daß die Liebe in den Menschen hineingelegt ist, daß auch die Liebe zum Bösen im Herzen geboren wird und daß der Mensch also ein Opfer der in ihm schlummernden Begierden ist. Und dieser Einwand ist bis zu einem gewissen Grade berechtigt .... daß im Menschen alle die Triebe und Begierden ruhen, die in den einzelnen Vorstadien im Mußgesetz noch nicht überwunden worden sind, daß diese Triebe also der Mensch mit in das Erdenleben bringt, um sie nun zu besiegen und sie völlig abzulegen. Diese Eigenschaften sind also im Menschen vorhanden und reizen daher auch immer die Begierden an. Sie wollen Erfüllung und werden oft so mächtig im Menschen, daß sie ihn völlig beherrschen. Der Kampf gegen solche Begierden ist oft schwer, doch dazu hat der Mensch von Mir den Verstand bekommen, daß er über seine Empfindungen nachdenken kann, um entsprechend dagegen vorzugehen. Es ist falsch, zu sagen, der Mensch müsse so handeln, wie es seiner Veranlagung entspricht .... wohl, wenn er ohne Verstand geschaffen wäre und er sich instinktmäßig getrieben fühlte. Da ihm aber im Erdenleben genug Gelegenheit geboten ist, sich Erkenntnisse zu sammeln, da ihm eine Richtschnur gegeben ist durch Meine Gebote der Liebe, da er in sich einen stillen Mahner und Warner hat, der ihn stets hinweiset auf Meinen Willen, und da er nun über alles nachdenken kann, so liegt es nun allein an seinem Willen, einen Kampf mit sich selbst zu führen, wenn er nötig ist, wenn seine Begierden dem widerstehen, was er laut innerer Erkenntnis tun sollte .... Daß er es nicht könnte, scheidet aus, denn ein ernster Wille sichert ihm auch Kraftzuwendung, ein schwacher Wille jedoch versagt .... Und wieder ist nur eines nötig, um einen schwachen Willen zu verstärken .... der Glaube an Jesus Christus .... Wohl werden gerade die Menschen, die noch stark belastet sind mit Eigenarten aus ihren Vorstadien, den Glauben an Jesus Christus nicht haben, doch so sie sich nur damit verstandesmäßig auseinandersetzen, geben sie schon den Willen kund, die Wahrheit zu ergründen, und es wird ihnen geholfen, eine rechte Lösung zu finden .... Wo aber die Frage um Jesus Christus unbedenklich verworfen wird, wo man sich nicht um Antwort bemüht, dort eben ist der Wille offensichtlich nach unten gerichtet, und dort wird der Mensch wohl ein Opfer der Kräfte von unten, doch er selbst will es, und nicht seine Veranlagung ist schuld daran. Denn der Mensch kann wollen in beiden Richtungen, ansonsten nicht von einem freien Willen gesprochen werden könnte. Und jeder Mensch kann und soll sich einmal die Frage stellen über seine Erdenlebensaufgabe .... Dazu ist ihm der Verstand gegeben worden .... Amen

4 Materie .... Verlust irdischer Güter .... Freier Wille ....

Kundgabe 5100 5.u.6.4.1951

Alles was ihr auf Erden euer eigen nennet, kann euch genommen werden, so es Mein Wille ist, und ihr könnet euch nicht dagegen wehren, sondern ihr müsset euch fügen. Ich aber mache euch ständig darauf aufmerksam, daß ihr euer Herz nicht hänget an irdische Güter, weil sie nicht von Bestand sind. Ihr könnet euch aber einen geistigen Reichtum sichern, der euch nicht genommen werden kann und den ihr ständig vermehren könnet, besonders in der großen Notzeit, die über euch kommt. Dann werdet ihr austeilen können, und großen Segen werden empfangen, die sich beschenken lassen mit Schätzen aus dem geistigen Reich. Denn diese verhelfen euch zum ewigen Leben .... Nicht irdische Güter können euch vor dem Tode bewahren, wohl aber die geistigen Güter vor dem Tode des Geistes. Alles Irdische wird verfallen, und ihr Menschen steht gleichfalls in der Gefahr, das Leibesleben hingeben zu müssen; dann sind alle eure Besitztümer hinfällig. Bleibet ihr aber am Leben, dann sind eure Gedanken anders gerichtet, denn dann erkennet ihr die Wahrheit Meines Wortes, das euch stets auf diese Not aufmerksam gemacht hat. Ich weiß, wer von ihr betroffen wird durch Meinen Willen. (6.4.1951) Was Ich damit bezwecke, ist jedoch nicht zu eurem Schaden, sondern nur der Seele zum Vorteil. Ich weiß es, wo der einzelne Mensch noch verwundbar ist, und muß ihm solche Wunden schlagen, die sein Verlangen nach der Materie abtöten, die ihn heilen von dem Pesthauch dieser Welt. Wohl werden es viele als grausames und hartes Schicksal ansehen, doch einst wird auch ihnen die bessere Erkenntnis kommen, und sie werden Mir danken für Mein gewaltsames Eingreifen in ihr Leben, das sonst ohne Erfolg für die Seele verlaufen wäre. Ich sehe, wie immer mehr die Menschheit in der Materie versinkt, wie sie nur noch für deren Vermehrung arbeitet und schaffet, unbekümmert, wie nahe das Ende ist. Es ist völlig nutzlose Kraftverschwendung, denn sehr bald schon vergeht vor euren Augen, wonach ihr Menschen so gierig verlanget .... Und Tag um Tag lasset ihr vergehen, ohne euch der Seele Güter zu erwerben, Tag um Tag wendet ihr die Augen der Welt zu, und ihr gedenket nicht des Loses eurer Seele nach dem Tode, dem ihr alle so nahe seid, irdisch und geistig gesehen. Doch Ich kann euch nur immer wieder warnen und mahnen, doch zwingen kann Ich euch nicht, euch auch keine so offensichtlichen Beweise der Wahrheit dessen geben, was Ich euch kundtue, auf daß ihr nicht aus Furcht euch wandelt, um dem Unheil zu entrinnen. Ihr müsset frei aus euch heraus wollen, daß ihr selig werdet, ihr müsset frei aus euch heraus verlangen, mit Mir, eurem Schöpfer und Vater von Ewigkeit, vereinigt zu sein, dann werdet ihr auch freiwillig Meinen Willen erfüllen .... die Ichliebe, die Liebe zur Welt in uneigennützige Nächstenliebe verkehren; dann werdet ihr streben nach geistigen Gütern und das Ende nicht zu fürchten brauchen wie auch den Verlust irdischer Güter, den die kommende Notzeit mit sich bringt. Ich weiß wohl, was Ich dem einzelnen Menschen erhalten und belassen will, doch ihr wisset es nicht und sollet euch darauf vorbereiten, daß euch alles genommen wird und dennoch ein Reichtum euch bleibt, der unvergänglich ist und der euch niemals genommen werden kann .... Sorget nur noch für diese Güter, und ihr werdet allzeit Meine Güte und Erbarmung, Meine treue Sorge und Vaterliebe an euch erfahren, die euch stets geben wird, was ihr benötigt; die euch niemals in der Not lässet, die ihr Mir angehören wollet .... Darum brauchet ihr auch nimmermehr das Kommende zu fürchten, denn ihr könnet nichts mehr verlieren, weil ihr alles gewonnen habt .... Amen

5 Erbarmende Vaterliebe den Gefallenen gegenüber ....

Kundgabe 5379 2.5.1952

Wenn ihr gefehlt habt, ziehe Ich doch nicht Meine erbarmende Liebe von euch zurück, sondern sie erfasset euch mit aller Gewalt, auf daß ihr wieder zu Mir zurückfindet, auf daß ihr euer Unrecht erkennet und ernsten Willens seid, alles zu meiden, was vor Meinen Augen nicht recht ist. Ich kenne eure Schwächen, Ich weiß um die Versuchungen, denen ihr ausgesetzt seid als Folge eurer Unvollkommenheit, Ich weiß aber auch um euren Willen, der Mir gilt und den Ich also auch bewerte und euch darum auch wieder helfe, euch zu erheben, wenn ihr gefallen seid. Und Ich segne jeden, der ringet .... der nicht nachlässet in seinem Streben trotz aller Versuchungen, trotz öfteren Versagens. Ich gebe ihm immer wieder Kraft, weil Meine Liebe nie aufhört zu Meinen Geschöpfen, die Mir dennoch gehören, auch wenn sie sündig sind. Doch ihr sollet ankämpfen mit aller Kraft gegen den, der euch verführen will .... ihr sollet euch immer wieder Meiner Liebe würdig erweisen, ihr sollet Meine Liebe nicht zurückweisen, sondern stets und ständig danach verlangen, ihr sollet nicht wollen, daß ihr sündig werdet und darum euch immer wieder Meiner Liebe und Gnade empfehlen, ihr sollet Mich um Schutz bitten gegen den Versucher, ihr sollet Mich nicht ausschalten aus eurem Denken, eurer täglichen Arbeit, ihr sollet euch stärken, weil ihr zu schwach seid, des öfteren mit Meinem Wort .... Ihr sollet immer die Verbindung aufrechterhalten mit Mir, damit Ich immer auf euch einwirken kann, und ihr werdet immer standhafter werden den Versuchungen gegenüber, die an euch immer wieder herantreten, weil der Versucher nicht nachläßt, um eure Seelen zu ringen, bis ihr selbst ihn besiegt habt durch Mich, Den ihr mit ganzem Herzen ersehnet und Dessen Liebe euch nicht fallenlässet .... Solange ihr auf Erden weilet, werdet ihr diesen Kampf führen müssen, denn euer Erdenleben ist die letzte Gelegenheit, wo der Widersacher noch auf euch einwirken kann und es auch tut, weil er euch nicht verlieren will, und erst, wenn ihr gänzlich frei geworden seid von irdischen Begierden, lassen die Versuchungen nach .... Ich aber weiß um jede Herzensregung, Ich weiß, wer den Willen hat, Mir zum Wohlgefallen zu leben, Ich weiß, wer noch schwach ist, und muß es doch zulassen, daß Mein Gegner seinen Einfluß auf euch auszuüben sucht .... Ich muß euch selbst die Entscheidung überlassen, Ich darf euch nicht hindern, so ihr tun wollet, was Mir mißfällt, aber Ich verschließe Mein Ohr niemals dem Bittruf des Kindes, so Ich es wieder aufnehmen soll in Meine Vaterhuld. Ich weiß um eure Schwäche und verabreiche euch Stärkung, sooft ihr diese verlangt. Darum sollet ihr nicht verzagt sein, so ihr gefallen seid, sondern reumütig zu Mir kommen, und Meine erbarmende Liebe wird sich niemals versagen, ist sie doch stets zur Vergebung bereit, so ein Kind diese ernstlich begehrt .... Amen

6 Der schmale Weg ....

Kundgabe 5405 2.u.4.6.1952

Ich will in euch wohnen, Ich will herrschen in eurem Herzen, doch mit einer Liebe, die euch beseligen soll. Ich will in euch sein .... Diese Meine Gegenwart macht euch auch zu Meinen Kindern, dann bin Ich zu den Meinen gekommen, und sie haben Mich aufgenommen .... Euch gehört Meine ganze Liebe, die ihr als Meine Geschöpfe auf dieser Erde weilet, sie betreut euch und führt euch Wege, die zwar oft steinig sind und mühsam zurückzulegen. Ich führe euch, und doch stehe Ich wieder am Ziel und erwarte euch. Ihr habt also Meine immerwährende Hilfe, und keiner kann sagen, niemals Meine Hilfe erfahren zu haben. Doch so er Meinem liebevollen Drängen und Meinem Lieberuf nicht folgt, bleibt er zurück, und die Mir folgen, gewinnen einen weiten Vorsprung .... und sie erreichen das Ziel .... Ich Selbst nehme sie an Mein Vaterherz und führe sie ein in Mein Haus .... das Kind hat heimgefunden zum Vater, von Dem es endlos lange Zeit entfernt war aus eigener Schuld .... Es hat nun endlich zurückgefunden, weil es den einzigen Weg betreten hat, der zu Mir führt .... den Weg der Liebe .... Doch dieser Weg ist nicht leicht zu gehen, er bietet keine Verlockungen, keine Augenweide, er ist nicht eben und mühelos zu gehen, sondern er muß Schritt für Schritt erklommen werden, weil er steil aufwärts führt und weil viele Hindernisse zuvor hinweggeräumt werden müssen, ehe er passierbar wird .... Aber er ist passierbar, weil ein Führer euch ständig zur Seite geht, euch stützend und schützend, euch Kraft zuführend, wenn ihr versagen wollet. Er spricht euch zu voller Liebe, Er nimmt euch die Last ab, die ihr tragen müsset, Er führt euch sorgsam über gefährliche Klippen hinweg, Er ist ständig euer Begleiter .... Also könnet ihr das Ziel erreichen, vorausgesetzt, daß ihr den Willen dazu habt .... Nun aber ist es euch wohl möglich, eure Blicke nach dem breiten Weg zu richten, und dieser breite Weg kann leicht euch begehrenswert erscheinen, denn er ist eingesäumt von Freuden und Genüssen jeglicher Art. Die lieblichsten Bilder locken den Wanderer, einen Sprung zu wagen von dem schmalen, schwer gangbaren Weg nach der breiten lockenden Straße, wo viele sich tummeln im Weltgenuß .... Die Versuchung ist sehr groß, und so mancher kann ihr nicht widerstehen .... Er verläßt den mühevollen Weg, und ihm wird immer geholfen herüber auf den breiten Weg .... Denn überall stehen Gestalten, die ihm winken und ihm die Hand bieten, die sich freuen, die Wanderer hinweglocken zu können von dem schmalen Weg. Der breite Weg führt aber nicht zum gleichen Ziel .... er führt abwärts, so sicher wie der schmale Weg zur Höhe führt. Es macht euch dieses Bild klar, daß das letzte Ziel nur zu erreichen ist durch Überwindung, daß es einen gewissen Kampf kostet mit sich selbst und mit den Schwierigkeiten, die sich ihm in den Weg stellen. Zum letzten Ziel also kann der Mensch nur gelangen, wenn er es ernst nimmt, wenn er aller Schwierigkeiten nicht achtet, wenn er sein Auge nur zur Höhe richtet, wo Ich ihm winke als herrlichstes Ziel .... (4.6.1952) Dann trage Ich Selbst seine Füße hinweg über die Hindernisse, dann sieht er sie nicht, sondern leuchtend hängt sein Blick an Mir, Der Ich ihm Meine Hand entgegenstrecke, an der er sich halten kann, die ihn führet bis zum Ende des Weges .... Wie verschieden aber ist das Leben derer, die auf verschiedenen Wegen wandeln .... Wie viele Freuden und weltliche Genüsse kann der eine verzeichnen, wie viele Entbehrungen, Leiden und Mühsale der andere .... Abwechslungsreich gestalten sich die Kundgabe 5405 7 Kundgabe 5405 Tage für den einen, während der andere nur Not sieht bei sich und bei anderen und er außer der eigenen Last noch die Last des Mitmenschen trägt, weil ihn die Liebe dazu treibt. Doch einstmals kommt die Vergeltung, und diese wird sein, wie es der Mensch selbst verlangte und wie er sein Verlangen unter Beweis gestellt hat .... Geistige Güter wird empfangen, wer geistig gestrebt hat, wer Mich über aller Mühsal nicht vergessen hat, sondern unverdrossen Mir entgegenschritt. Die aber den breiten Weg wandelten, sehen plötzlich, daß er in der Tiefe endet .... Die Tiefe wird alle aufnehmen, denn sie sind unentwegt nach unten gegangen, den Weg, der wohl mit guten Vorsätzen begann, die bald aber aufgegeben wurden, weil die Verlockungen alle Bedenken zerstreuten, weil die Sünde überhandnimmt dort, wo Mein Gegner einwirken kann auf die Seelen der Menschen. Und der breite Weg ist von ihm angelegt worden, mit dem Ziel, die Menschen zu verderben. Und also locken euch Menschen zwei Mächte, und ihr selbst könnet euch entscheiden, ihr könnet selbst wählen, wem ihr zustreben wollet. Ihr könnet Meine Kinder werden, ihr könnet aber auch seine Kinder bleiben .... Das ist die Entscheidung, die ihr Menschen auf Erden zu treffen habt. Es ist dies eine überaus verantwortungsvolle Entscheidung, denn sie bestimmt über eure ganze Ewigkeit. Darum sendet ein jeder der beiden Machthaber seine Boten aus. Keiner wird sein, der den breiten Weg wandelt, dem nicht Warner und Mahner begegnen, denn sie stehen am Wegrand, sie kennen den Herrn, Der allein das Heil bieten kann, und diese Erkenntnis regt sie an, auch ihren Mitmenschen Kunde zuzuleiten und sie hinwegzulocken von dem äußerst gefahrvollen breiten Weg .... Selten nur gelingt es, die Wanderer so zu beeinflussen, daß sie den breiten Weg verlassen und sich den Pilgern auf dem schmalen Weg anschließen. Diese aber erfasset Meine Liebe und Barmherzigkeit, und Ich mache ihnen den Aufstieg leicht, weil sie sich selbst überwanden. Und den Überwindern winkt eine herrliche Krone .... sie werden die Ersten sein, weil sie Meine ganze Vaterliebe besitzen, die Ich auch verschenken wollte den anderen, doch von diesen Zurückweisung erfahren mußte .... Denn wer den breiten Weg geht, der geht ohne Mich .... weil die Liebe zur Welt jegliche Liebe zu Mir und den Mitmenschen erstickte und ohne Liebe die Kluft nicht überbrückt werden kann .... Gehet den Kreuzweg der Liebe .... liebet und leidet und traget eure Erdenlast in Demut und Ergebung und wisset, daß ihr dadurch den Weg zu Mir erheblich abkürzet, daß eure Seele stets heller und klarer wird, je höher ihr steiget .... Wisset, daß ihr die Seelen überflügelt, die es nicht euch gleichtaten, und daß ihr dereinst im geistigen Reich an denen wirken könnet, die zurückblieben in ihrer geistigen Entwicklung, daß ihr ihnen dann helfen sollet und könnet, daß auch sie zum Licht gelangen. Denn Ich kann nicht willkürlich ins Lichtreich versetzen, die im Erdenleben versagten, die nicht lebten, wie es Mein Wille war, sondern sich bestimmen ließen von dem, der Mein Gegner ist .... Doch sollen sie nicht ewig verlorengehen .... Und dies ist dereinst eure Mission, der Finsternis die Seelen zu entreißen, denen zur Seligkeit zu verhelfen, wenngleich sie niemals den Lichtgrad erreichen werden, den ein rechter Weg auf Erden einträgt .... Amen

8 Wiedergeburt des Geistes ....

Kundgabe 3704 4.u.5.3.1946

Die geistige Wiedergeburt ist das Ziel des Menschen auf Erden, ansonsten die Seele beim Ableben des Körpers gleichfalls ohne Leben ist, jedoch nicht völlig vergehen kann, weil sie unsterblich ist. Die geistige Wiedergeburt bedeutet für die Seele das Leben, ein Leben der Seele ohne erstere aber ist unmöglich. Geistig wiedergeboren aber wird der Mensch, so er Fühlung sucht mit dem geistigen Reich aus innerstem Antrieb. Dann genügt der Seele des Menschen das Leibesleben nicht mehr, sie findet auch keine Erfüllung ihres Begehrens in der irdischen Welt, sondern strebt das Reich an, dem sie eigentlich angehört und je nach dem Ernst ihres Willens wird der Mensch wiedergeboren in kürzerer oder längerer Zeit. Zur Wiedergeburt des Geistes ist unbedingt nötig ein Wirken in Liebe, denn diese erweckt den Geist im Menschen zum Leben. Durch Liebeswirken tritt der in der Seele schlummernde Geistesfunke in Verband mit dem Vatergeist von Ewigkeit, und er wird tätig, und Tätigkeit ist Leben .... Gibt der Mensch durch Liebeswirken dem Geistesfunken in sich die Möglichkeit, tätig zu werden, so ist er auch schon wiedergeboren im Geist, und er kann dann nicht mehr in den Zustand des Todes zurücksinken, denn der einmal erwachte Geist lässet ihn nun nimmer aus, er wirkt ständig auf die ihn umgebende Hülle ein, das heißt , er beeinflußt die Seele und durch diese auch den Körper des Menschen und treibt ihn an zum Liebeswirken und dadurch zur Aufwärtsentwicklung der Seele. Die geistige Wiedergeburt kann nicht verstandesmäßig erreicht werden, nicht Wille oder Worte können sie herbeiführen, sondern ein zur Tat umgesetzter Wille erst bewirket sie, und solche Taten müssen Werke uneigennütziger Nächstenliebe sein. Nur durch die Liebe erwacht der Geist im Menschen zum Leben, nur durch Liebeswirken tritt er in Aktion, und also kann die Seele nur durch Liebe zum ewigen Leben gelangen, das Folge der Wiedergeburt des Geistes ist. Wer aber die Liebe hat, der lebt auch in ständiger Verbindung mit der ewigen Liebe, und also wird der Vatergeist von Ewigkeit auch ständig auf den Geistesfunken im Menschen einwirken .... es wird die ewige Liebe zu Sich ziehen, was zur Liebe zu formen sich bemüht .... Und dann gibt es ewiglich keinen Tod mehr für die Seele .... Dann gibt es nur Leben, das heißt unausgesetztes Tätigsein in Kraft und Licht; dann ist die Fessel des Todes gelöst, dann ist der Tod überwunden .... Und so wird ein im Geiste Wiedergeborener auch niemals den Leibestod fürchten, denn seine Seele weiß um die Vergänglichkeit alles Irdischen wie auch um die Unvergänglichkeit dessen, was dem geistigen Reich angehört, sie fürchtet nicht das irdische Vergehen, weil ihr das ewige Leben sicher ist. Sie glaubt nicht nur an das Leben der Seele nach dem Tode des Leibes, sondern es ist ihr zur festen Gewißheit geworden, weil der zum Leben erwachte Geist sie belehret, weil er ihr ein Wissen vermittelt, das ihr tiefste Überzeugung gibt .... Ihr Glaube ist sonach ein unerschütterlicher geworden, denn den Beweis trägt sie in sich .... den in ihr erwachten Geist, der Anteil ist des ewigen Vatergeistes. Ist der Mensch wiedergeboren im Geist, so gibt es für ihn keinen Zweifel mehr in geistiger Beziehung, denn Wirken des Geistes in ihm ist auch die zunehmende Erkenntniskraft, das Erkennen der ewigen Gottheit und Wissen um Ihr Walten und Wirken und auch das Wissen um den ewigen Heilsplan Gottes .... Es ist das Wissen, das ihm vermittelt ist, nicht nur Glaube, denn die Weisheit des ihm Kundgabe 3704 9 Kundgabe 3704 Dargebotenen liegt so klar vor den Augen des geistig Wiedergeborenen, daß es für ihn keines Beweises mehr bedarf, er aber voll überzeugt ist von der Wahrheit dessen, was er nun eigenes Gedankengut nennen kann, weil es von Herz und Verstand aufgenommen worden ist. Der geistig Wiedergeborene braucht daher nicht mehr zu suchen, sondern er hat gefunden, was er suchte, durch die Liebe. Und somit ist die Liebe der Schlüssel zur Weisheit, und Weisheit ist Wissen, das der Wahrheit entspricht, das aus dem geistigen Reich kommt und dem geistigen Reich zuführt .... Wiedergeboren im Geiste kann nur der Mensch sein, dessen Seele den Körper außer acht lässet und nur die Erweckung des Geistes zum Leben anstrebt, der also, wenn auch unbewußt des Erfolges, sich selbst alles dessen entäußert, was dem Körper begehrenswert ist, und es aus innerstem Antrieb denen vermittelt, die in Not sind und Hilfe bedürfen, geistig oder irdisch. Das Austeilen irdischer Güter in selbstloser Liebe trägt ihm geistiges Gut ein, das Austeilen geistiger Güter jedoch ungemessenen Zuwachs aus sich heraus, denn nun kann der Geist Gottes im Menschen wirken unbeschränkt, Er gibt Wahrheit, die ewiges Leben bedeutet .... Leben aber ist ununterbrochene Tätigkeit .... Es kann der geistig Wiedergeborene nicht mehr untätig bleiben, sondern er schaffet nun emsig für das Reich Gottes .... er beteiligt sich an dem Erlösungswerk Christi an den irrenden Seelen auf Erden, denn der Geist im Menschen ruhet nicht, er wirket stets und ständig wie sein Vatergeist von Ewigkeit .... Und so wird die Wiedergeburt des Geistes immer zur Folge haben, daß sich der Mensch gedrängt fühlt zur Arbeit für das geistige Reich, daß er das irdische Leben nur im geringsten Ausmaß beachtet, sein ständiges Augenmerk aber auf das geistige Leben richtet in der Erkenntnis der Wichtigkeit dessen und im Verlangen, zu helfen, wo es an Erkenntnis gebricht. Denn es weiß der geistig-Wiedergeborene um die Lichtlosigkeit auf Erden, um die Kraftlosigkeit der Menschen, die dem irdischen Leben zuviel Bedeutung beilegen; er weiß um die Not der Seelen, um ihren geistigen Tod schon auf Erden und dereinst in der Ewigkeit, wo ihnen der kraftlose Zustand noch weit schwerer zum Bewußtsein kommt, wo er für sie einen qualvollen Zustand bedeutet und der Seele nicht mehr geholfen werden kann, so sie sich in Abwehr stellt gegen jede Belehrung, wie sie es auf Erden getan hat. Der geistig-Wiedergeborene ist sich seiner Mission bewußt, und er kommet ihr mit Liebe und Eifer nach. Er strahlet Licht aus, und wohl dem, der sich an diesem Licht nicht ärgert .... wohl dem, der achtsam ist auf das Leben dessen, der ihm Licht bringen will, der auch ihn zum Leben zu erwecken sucht .... Die Wiedergeburt des Geistes wird ein jeder erkennen, sowie sein Blick nur geistig gerichtet ist, denn wahre Weisheit wird als solche erkannt von jedem Willigen, weil, wo der Wille ist, auch des Geistes Kraft zu wirken beginnt. Erwecket den Geist in euch zum Leben, und ihr habt das Ziel auf Erden erreicht, das euch gesetzt ist von Anbeginn, ihr gehet reich an Kraft und Erkenntnis ein in das geistige Reich, sowie sich die Seele löset vom Körper, und ihr lasset nur die unreife Materie zurück, die sich noch nicht vergeistigt hat auf Erden .... Ihr selbst aber gehet entfesselt ein in das Reich seliger Geister, und nichts mehr ist euch hinderlich, zu wirken und (zu = d. Hg.) schaffen in reger Tätigkeit, denn die Liebe in euch treibt euch dazu und löset in euch einen Seligkeitszustand aus, den ihr nicht ermessen könnt auf Erden. Denn ihr könnet euch verschmelzen mit dem Vatergeist von Ewigkeit, Der Seine Kinder zu Sich zieht in heißer Liebe, um sie zu beglücken auf ewig .... Amen

10 War der endlos lange Entwicklungsweg umsonst? ....

Kundgabe 5230 8.10.1951

Einen unendlich langen Weg seid ihr gegangen, und ein überaus kurzer Weg liegt nur noch vor euch, dann ist eine Gnadenzeit für euch beendet, eine endlos lange Erlösungsepoche hat ihren Abschluß gefunden, und der Erfolg wird offenbar werden am letzten Tage, am Tage des Gerichtes. Euch allen steht nun dieser Tag bevor, von dem geschrieben steht, von dem zahllose Seher und Propheten verkündet haben, daß er kommen wird, wenn die Zeit erfüllet ist. So oft ist euch Menschen das jüngste Gericht vorgehalten worden, an dem ein jeder gestraft oder gelohnet wird nach Verdienst. Wie oft habe Ich Selbst Mich als Führer angeboten auf dem letzten Erdengang, wo ihr als Mensch eine Führung benötigt, wie oft habe Ich euch von oben Hilfe gesandt, wenn ihr zu versagen drohtet; wie oft sind euch Richtlinien gegeben worden, auf daß ihr den rechten Weg ginget, auf daß eure Seele ausreife und also die Aufwärtsentwicklung gefördert würde. Ich habe mit Liebe und mit Strenge versucht, euch auf den rechten Weg zu drängen, Ich habe immer wieder zu euch gesprochen in Meinem Wort, Ich habe als guter Hirt euch ständig behütet vor den Wölfen, vor den Eindringlingen in Meine Herde; Ich habe euch Boten in den Weg treten lassen, die euch immer wieder Meinen Willen kundtaten; Ich habe mit viel Liebe und Geduld eure Schwächen und Fehler ertragen und Mich immer wieder euch Menschen erkenntlich gemacht, um eure Liebe zu erringen; Ich bin Selbst im Wort zu euch herniedergestiegen, um euch in direkter Ansprache eure Umgestaltung dringend anzuraten .... Ich habe alles versucht und doch wenig erreicht .... denn die Menschen sind nicht darauf bedacht, Mich und Meine Zuneigung zu erringen. Sie leben ihr Leben für sich und erkennen Mich nicht mehr an .... Und die Zeit eilet dem Ende entgegen .... Der endlos lange Entwicklungsweg vor der Verkörperung als Mensch, den ihr alle zurücklegen mußtet, wird für viele Menschen umsonst gegangen worden sein, denn er hat nicht die Krönung erfahren im Erdenleben als Mensch. Die letzte Entwicklungsstufe ist nicht beschritten worden, und am Ende dieser Entwicklungsperiode wird ein letzter Entscheid gefordert, weil eine neue Epoche zum Zwecke der Erlösung wieder beginnt und alles entwicklungsfähige Geistige wieder in der Außen-Form gebunden wird, die seinem Reifezustand entspricht, die harte Materie aber zum Aufenthalt dienen wird dem Geistigen, das als Mensch versagt hat. Und dieser Entscheid muß noch vor Beendigung der Epoche abgelegt werden .... Es steht die Menschheit in der Gefahr, wieder in härtester Materie gebannt zu werden .... Was das heißt, könnet ihr Menschen nicht fassen, doch es ist der gerechte Ausgleich für das Verschmähen einer Gnade, die ihr Menschen alle nützen könntet und die ihr unbeachtet ließet. Es steht entsetzlich viel auf dem Spiel für euch Menschen, und alle Meine Mahnungen und Warnungen fruchten nichts, denn ihr glaubet nicht an ein Ende, wie ihr auch nicht an einen gerechten Schöpfer glaubet, Der euch einmal zur Verantwortung zieht für euren Lebenswandel, für eure geistige Gesinnung und für euer versäumtes Erdenleben, das euch wahrlich restloses Freiwerden aus der Form eintragen könnte, wenn ihr Meinen Worten Folge leisten und euch wandeln würdet. Ihr verschmäht Meine Gnade und schaffet euch daher selbst ein entsetzliches Los .... Und ob Ich auch durch den Mund erweckter Diener zu euch rede .... ihr glaubet nicht .... daß das Ende nahe ist und mit diesem das letzte Gericht .... Und also müsset ihr die Folgen tragen, denn Meine Liebe und Erbarmung kann euch wohl geben, euch aber nicht aufzwingen, was ihr im freien Willen verschmäht .... Licht und Kraft und Erkennen eurer Not .... Amen

11 Gott ist gut und gerecht ....

Kundgabe 5212 15.9.1951

Ich bin ein guter und gerechter Gott, und Meine Milde und Barmherzigkeit werdet ihr Menschen immer wieder erfahren, so ihr gefehlt habt, wenngleich Ich nichts übergehen kann, was Sünde ist .... doch Ich trage allen euren Schwächen Rechnung, Ich urteile nicht über euch Menschen, wie Ich einst geurteilt habe, da ihr vollkommen waret; denn nun seid ihr unvollkommene Geschöpfe, ohne rechte Erkenntnis und schwachen Willens. Dennoch muß Ich euch anhalten, eure Vollkommenheit wieder zu erreichen. Ich muß euch eure Sünden vorhalten, Ich muß euch Kenntnis geben, was recht und was unrecht ist, was Meinem Willen entspricht und was ihr tun sollt, um wieder vollkommen zu werden. Und darum kann Ich auch keine Verfehlungen übersehen, wenngleich Ich sie mit Augen der Milde und Barmherzigkeit betrachte. Denn ihr brauchet nicht zu sündigen, wenn ihr auch schwach seid, weil euch Meine Kraft und Gnade zur Verfügung steht, die ihr nützen könnet. Also muß Ich euch ermahnen, stets Meine Kraft anzufordern, Meine Gnadenzuwendungen zu erbitten und nicht durch das Leben dahinzugehen, ohne Meinen Beistand zu erflehen. Ich bin gut und gerecht .... darum kann Ich nicht dulden, wenn ihr unrecht handelt, sondern Ich muß euch das Unrecht vorstellen, bis ihr es als Unrecht erkannt habt und euch bemühet, gerecht zu denken und (zu = d. Hg. ) handeln. Ihr müsset die Sünde erkennen, um sie zu meiden, und Ich will euch dazu verhelfen, denn Ich bin ein guter Gott, ein Gott der Liebe und nicht ein Gott des Zornes, Der strafet, so sich Sein Geschöpf vergangen hat .... Ich bin ein Vater Meiner Kinder, und ein Vater will seine Kinder mit Liebe gewinnen. Dennoch kann Er nicht in falscher Liebe das Unrecht durchgehen lassen, weil solches das Kind nicht vollendet, die Vollendung aber letztes Ziel eines Menschen auf Erden ist. Lasset euch von Mir ziehen und erziehen, nehmet auch eine Rüge ergeben hin, denn sie ist nur das Mittel, euch ein Unrecht erkennen zu lassen, um es dann auch zu meiden. Und haltet euch stets an Mein Gebot der Liebe .... Dann handelt auch ihr gut und recht .... seid auch ihr milde und barmherzig und verurteilet nicht lieblos; suchet Mir in allem nachzufolgen, in der Geduld, in der Sanftmut, in der Demut und Friedfertigkeit, und so ihr zu versagen drohet, rufet Mich an um Hilfe, um Kraft und Gnade. Und ihr werdet sie erfahren, so immer ihr Mich bittet. Denn Ich allein kenne eure Schwäche, eure geistige Not und auch euren Willen .... Ich bin ein Gott der Liebe, Ich bin ein Richter, Der voller Langmut ist und alles versuchet, um euch zu wandeln, bevor Er euch verurteilet .... Nur richtet euren Willen zu Mir, auf daß Ich euch helfen kann, so ihr schwach werdet .... Dann werde Ich immer Milde und Barmherzigkeit walten lassen, auch wenn ihr gefehlt habt .... Amen

12 Entfernung von Gott unseliger Zustand .... Keine Trennung ....

Kundgabe 5123 3.5.1951

Ihr könnet euch wohl wider Mich auflehnen, doch trennen könnet ihr euch nicht von Mir, denn ihr seid Mein Anteil, das nimmermehr verlorengehen kann .... Ihr aber empfindet die Entfernung von Mir als Trennung und glaubet daher, euch von Mir lösen zu können; doch die Ketten, die uns verbinden, sind unzerreißbar, nur eben länger oder kürzer, aber sie halten uns unweigerlich zusammen. Jeglicher Widerstand vergrößert die Entfernung von Mir, jegliches Liebeswerk aber ist Annäherung und führt uns zusammen. Entfernet ihr euch nun von Mir durch Widerstand gegen Mich, dann schaltet sich Mein Gegner ein und stellt sich zwischen euch und Mich. Dadurch erkennet ihr Mich nicht mehr, und ihr seid ihm zu Willen, denn er locket euch mit dem, was ihr selbst begehrt, mit irdischen Gütern, die Mein Bild stets mehr und mehr verblassen lassen. Dennoch gehöret ihr Mir und bleibt in Meinem Besitz, denn Ich gebe Mein Anrecht auf euch nicht auf. Mein Gegner aber und ihr selbst glaubet, Meiner Herrschaft entrinnen zu können, doch ihr werdet euch dann nur stets mehr und mehr von Mir entfernen und in einem unglückseligen Zustand euch befinden. Denn die Entfernung von Mir bedeutet völlige Kraft- und Lichtlosigkeit, sie bedeutet den Tod der Seele, sie bedeutet einen Zustand der Finsternis, der auch immer ein Zustand der Unseligkeit bleiben wird. Ihr aber kennet nicht den Zustand der Seligkeit .... Und darum strebet ihr ihn nicht an, sondern begnüget euch mit dem irdischen Glück, das euch Mein Gegner bereitet, je mehr ihr euch von Mir abwendet. Ihr kennet nicht das wahre Leben, das Leben des Geistes, das euch Licht und Kraft gibt im Übermaß .... ihr kennet nicht die göttlichen Fähigkeiten, die ihr selbst besitzen könnet, so ihr wieder im Verband stehet mit Mir .... Ich aber liebe euch seit Anbeginn, und Meine Liebe zu euch verringert sich nicht; sie will geben und beglücken, euch also auch in das Erkennen führen, was ihr waret, was ihr seid und wieder werden sollet, um ewig selig zu sein. Doch ob ihr euch belehren lasset von Mir, das steht euch frei, denn Ich zwinge kein Wesen, aus Meiner Hand entgegenzunehmen, was es unsagbar selig macht .... Es kann sich frei entscheiden, ob es Mir angehören oder dem Einfluß Meines Gegners erliegen will. Da aber Meine Liebe zu euch, Meinen Geschöpfen, ewig nicht aufhöret, werde Ich auch ewig um eure Liebe werben, und Ich werde alles tun, was euch zur Glückseligkeit verhelfen kann, Ich werde Mich euch immer wieder nähern und euch Meine Liebe spüren lassen, bis sie euch einmal wohltätig berührt und ihr euch Mir zuwendet, um stets mehr und mehr Liebe empfangen zu können, bis auch ihr Liebe zu Mir empfindet und ihr euch im freien Willen Meinem Gegner entwindet und Mir zustrebt. Dann wird Meine und eure Seligkeit unbegrenzt sein, dann wird keine Entfernung mehr zwischen uns sein, dann wird das Band der Liebe uns fest zusammenschließen, und ewig wird es keine Trennung mehr geben, denn was einmal zu Mir gefunden hat im freien Willen, das gebe Ich ewig nicht mehr her, Ich lasse es nicht mehr fallen, und der Gegner hat jegliche Macht verloren, es ist und bleibt Mein bis in alle Ewigkeit .... Amen

13 Verbreitung des Evangeliums an Gottes Statt ....

Kundgabe 5746 13.8.1953

Der geistigen Not zu steuern soll eure größte Sorge sein, ihr sollet helfen, die Menschen wieder zum Glauben zu führen, ihnen durch Vermitteln der Wahrheit etwas zu geben, was ihnen glaubwürdig erscheint, ihr sollet ihnen geben, was ihr von Mir Selbst empfangen habt, und sie aus der Nacht des Geistes herausführen, die sie noch gefangenhält und sie ins Verderben bringen wird, wenn sie ihr nicht entfliehen, ehe es zu spät ist. Der Tag des Endes rückt immer näher, und die Menschheit ist ahnungslos, was ihr bevorsteht .... weil sie dessen nicht achtet, was verkündet wurde seit Beginn dieser Erlösungsperiode, weil sie nicht glaubt, was durch Seher und Propheten in Meinem Auftrag vorausgesagt wurde. Und sie geht also völlig unwissend dem Ende entgegen, denn das ihr unterbreitete Wissen nimmt sie nicht an, weil es ihr nicht glaubwürdig erscheint .... Und es gibt nur noch die Möglichkeit, dieses Wissen den Menschen immer wieder anzutragen und sie zu belehren, daß es nicht menschliches Verstandeswissen ist, das ihnen dargeboten wird, sondern daß es von Mir Selbst euch zugeleitet wurde, um der Menschheit Kenntnis zu geben von dem Bevorstehenden .... Die Menschen dauern Mich, daß das Ende sie unvorbereitet antreffen wird, sie dauern Mich, weil die von Menschen verbildeten Glaubenslehren Anlaß ihres völligen Unglaubens sind, und weil Ich ihnen verhelfen möchte zum rechten Glauben, sende Ich euch ihnen entgegen, daß ihr sie belehret in Meinem Namen .... daß ihr ihnen das anbietet in reiner Form, was sie ablehnten bisher, weil es verbildet war. Gebet ihnen eine Speise, die ihnen mundet und sie nach mehr verlangen lässet, auf daß sie kräftig werden an ihrer Seele und diese Seelennahrung nun nicht mehr missen wollen .... Verbreitet Mein Evangelium unter den Menschen, und gedenket der großen geistigen Not, die nur zu beheben ist durch Zuleiten Meines Wortes, und lasset keinen aus, denn alle befinden sich in dieser Not, die noch nicht Meiner Kirche angehören, die noch nicht im lebendigen Glauben stehen an Mich und Meine Lehre .... Denn es ist ein großer Irrtum, daß die Menschen Meiner von Mir gegründeten Kirche angehören, so sie sich nur zu einer Geistesrichtung bekennen mit dem Munde, so sie nicht den lebendigen Glauben haben und im Wirken des Geistes stehen .... Diese aber wissen auch um das Ende, sie wissen, was ihnen bevorsteht und daß nur noch kurze Zeit ist bis zum Ende .... Doch es sind nur wenige, die darum wissen, weil nur wenige sind, in denen Mein Geist wirken kann, die in Wahrheit Meiner von Mir Selbst gegründeten Kirche angehören. Darum ist die geistige Not so groß, und darum sollet ihr eifrige Arbeit leisten, um noch für Meine Kirche Menschen zu gewinnen, um ihnen Kunde zu geben von dem nahen Ende und sie zu ermahnen, eifrige Seelenarbeit zu leisten, auf daß sie nicht verlorengehen, so das Ende gekommen ist .... auf daß sie als Meiner Kirche angehörend auch im letzten Glaubenskampf Mir treu bleiben, bis Ich komme, die Meinen zu holen in Mein Reich .... Bringet ihnen Mein Wort, das ihnen Licht und Kraft gibt, so sie nur willig es anhören und aufnehmen in ihre Herzen .... verhelfet ihnen zum Glauben, und führet sie heraus aus der großen Not, ehe es zu spät ist .... Amen

14 Rechtes Gebet Brücke zu Gott .... Jesus Christus ....

Kundgabe 5686 27.5.1953

Die Brücke zu Mir ist das Gebet .... Es gibt keine unüberwindliche Kluft zwischen uns, denn das Gebet wird sie immer überbrücken, sowie es ein Gebet im Geist und in der Wahrheit ist .... Und die Innigkeit des Gebetes bestimmt die Länge des Weges zu Mir. Ihr könnet unmittelbar mit Mir in Verbindung treten, so ihr sprechet zu Mir, wie ein Kind zum Vater spricht. Denn dann bin Ich bei euch, dann ist jede Entfernung überwunden, dann habt ihr die Kluft zwischen uns überflogen und seid Mir nahegekommen, denn Ich leiste eurem Ruf Folge und komme euch entgegen, sowie Ich eure Stimme des Herzens vernehme. Wisset ihr nun, welch köstliches Mittel ihr habt, zu Mir zu kommen, wisset ihr, welch wirksames Gnadengeschenk das Gebet ist für euch? Ihr seid durch eure Unvollkommenheit noch in weitem Abstand von Mir als eurem Gott und Schöpfer von Ewigkeit, doch Ich verwehre euch nicht, mit Mir Zwiesprache zu halten, und neige Mich euch als Vater zu, Der auch Seine noch mangelhaften Kinder mit Liebe umschließet und ihrer Fehler und Schwächen Rechnung trägt. Ich höre euch, sowie ihr zu Mir redet in kindlich gläubigem Gebet. Doch wiederum könnet ihr nur recht zu Mir beten, wenn ihr glaubet an Mich, also setzt jedes Gebet im Geist und in der Wahrheit euren Glauben an Mich, an Meine Liebe, Weisheit und Macht voraus .... So ihr aber an Mich glaubt, wird auch jedes Wort aus dem Herzen kommen, dann ist es kein Formgebet mehr, dann spricht nur das Kind mit dem Vater .... und dann erreicht es auch alles, was ihm nur zum Besten dienet. Auf daß ihr nun aber recht lebendig mit Mir verkehren könnet, müsset ihr euch auch eine Vorstellung machen können von Mir, Der Ich euch als Heiland Jesus Christus die Möglichkeit dafür gebe. Stellet euch euren Heiland vor in Seiner übergroßen Liebe, die euch Menschen alle umfaßt, und gedenket Seiner Leiden und Seines Sterbens am Kreuz für euch sündige Menschen, und es wird euch auch möglich sein, Ihn wiederzulieben, Ihm euch anzuvertrauen und Ihm alles zu sagen, was euch drückt, ihr werdet, weil Er Selbst Mensch war wie ihr, vollstes Verständnis von Ihm erwarten können für alle eure Leiden und Nöte, und ihr werdet euch an Ihn wenden, Der euer Freund und Bruder ist, Der aus Seiner Liebe heraus euch allen helfen will, Der euch zu Sich ziehen will ins himmlische Reich, um euch ewig selig zu machen. Ich Selbst bin euch in dem Heiland Jesus Christus ein schaubarer Gott geworden, und so ihr Ihm eure Liebe entgegenbringet, schenket ihr also eure Liebe Mir, eurem Gott und Vater von Ewigkeit, denn Er und Ich sind eins, und wer Ihn siehet, der siehet Mich, Der Ich als Mensch Jesus auf Erden wandelte, um eurer aller Liebe zu gewinnen, um Mich zu opfern aus Liebe zu euch, die ihr in der Sünde unselig waret und in endloser Entfernung von Mir hättet verschmachten müssen, wenn Ich nicht eine Brücke geschlagen hätte, um den Weg zu Mir für euch gangbar zu machen .... Ihr alle könnet die Brücke betreten, so ihr in innigem Gebet Jesus, euren Heiland und Erlöser, ansprechet, so ihr Ihn liebet und darum auch Seine leichten Gebote haltet. Dann werdet ihr auch Seine Liebe erfahren dürfen, Er wird euch bedenken geistig und leiblich. Er wird euch leiten und alle Wege ebnen, die hinaufführen zu Ihm, in Sein Reich, zum ewigen Leben .... Amen

15 Anhören der Ansprache Gottes ....

Kundgabe 5753 24.8.1953

Mich sollet ihr anhören, und Ich werde stets so zu euch sprechen, daß ihr auch Meine Liebe zu euch erkennen könnet .... Alles kann und wird sich wandeln um euch .... Meine Liebe zu euch aber wandelt sich nicht, sie verfolgt euch, ob ihr fern oder nahe seid, und sie suchet fortgesetzt auf euch einzuwirken, das heißt , in euch Gegenliebe zu erwecken, was endgültige Rückkehr zu Mir bedeutet. Und so Ich euch ansprechen kann, so ihr Mich anhöret, öffnet ihr Mir die Tür eures Herzens, und dann kann Meine Liebe in voller Kraft wirken, dann kann Ich ein Feuer in euch entzünden, das nicht mehr verlöschen kann, weil Meine Liebe so stark ist, daß sich in ihrer Glut jeglicher Widerstand auflöst, daß sie Besitz ergreift vom Wesen des Menschen und ihn völlig wandelt .... daß sie den Menschen zur Liebe gestaltet. Ich suche die Verbindung mit euch, darum spreche Ich euch an .... Höret ihr Mich nun willig an, dann stellet auch ihr die Verbindung mit Mir her, und dann kann Ich das Tote beleben, Ich kann euch das wahre Leben geben, die ihr zuvor noch tot seid, solange ihr ferne seid von Mir. Meine Ansprache soll diesen toten Zustand wandeln, denn Meine Ansprache ist ein Liebestrahl, der euch erwecken soll zum Leben. So ihr Mir nun die Möglichkeit gebet, Meinen Liebestrahl in euer Herz zu senken, so ihr dies möglich macht durch williges Anhören Meines Wortes, werdet ihr auch bald eine Wirkung in euch spüren, das Bewußtsein wird in euch erwachen, nicht mehr allein zu sein .... ihr werdet gleichsam die Gegenwart eines Wesens spüren, Das euch wohlwill, und ihr werdet euch diesem Wesen ohne Widerstand hingeben, denn das ist die Wirkung Meines Liebestrahles, daß der Widerstand in euch nachläßt, wo Ich die Möglichkeit habe, zu euch zu reden, und ihr Meinen Worten lauschet. Und lauschen auf Meine Worte werdet ihr immer, wenn ihr euch kurze Zeit in die Stille begebet, wenn ihr euch sammelt im Gebet oder stille Betrachtungen haltet über euch selbst. Dann gebet ihr Mir immer Gelegenheit, zu euch zu sprechen, wenngleich ihr anfangs nicht Meine Stimme erkennet, sondern nur selbst nachzudenken glaubet .... Ich schalte Mich immer ein in euer Denken, weil Meine Liebe euch doch ständig verfolgt und immer dann euch zu umfassen suchet, wenn ihr stille werdet und eure Blicke nach innen richtet. Dann also lauschet ihr, und dann kann Ich zu euch sprechen .... Und je bewußter ihr diese Abkehr von der Welt nach innen übet, desto bereitwilliger öffnet ihr Mir die Tür eures Herzens und desto deutlicher vernehmet ihr Meine Stimme, die Antwort auf Fragen gibt oder euch belehret so, daß in euch die Liebe zu Mir aufflammet, weil ihr Mich nun als einen Gott der Liebe erkennet, sowie ihr Mich anhöret, sowie ihr innere Einkehr haltet und eure Gedanken Mir zuwendet .... Stets will Ich mit euch sprechen, doch selten nur höret ihr Mich an .... Suchet ihr aber die Einsamkeit, indem ihr eure Gedanken nach innen richtet, dann vernehmet ihr auch Meine Ansprache, wenngleich ihr sie nicht gleich als Liebeäußerung Meinerseits erkennet, weil der Verstand noch nicht erfaßt, was die Seele schon empfunden oder begriffen hat. Doch stets mehr wird euch Meine Ansprache bewußt zu unnennbarem Segen für euch und alle, die ihr davon in Kenntnis setzet .... daß der Vater mit Seinem Kinde spricht, sowie das Kind den Vater hören will .... Und ihr alle könnet diese Bindung herstellen mit Mir, ihr alle brauchet nur zu lauschen, um Mich auch zu hören, und Ich will euch nur anregen, euer geistiges Ohr zu schärfen, euch zu üben im Hören geistiger Ansprachen, indem ihr euch oft in die Stille zurückziehet und euch nach Meiner Gegenwart sehnet. Dann bin Ich bei euch und spreche zu euch .... Dann komme Ich Selbst zu euch im Wort, und dann wisset ihr auch, daß Ich euch liebe und auch eure Liebe gewinnen will .... Amen

16 „Ihr habt doch einen Vater ....“ Kindesverhältnis ....

Kundgabe 5699 16.6.1953

Es gibt nichts, was euch unmöglich wäre, wenn ihr euch mit Mir verbindet, wenn ihr Mich um Kraft angehet .... wenn ihr Mich Selbst also wirken lasset durch euch. Ihr habet nur noch nicht den rechten Glauben, und solange ihr zweifelt, hindert ihr selbst Mich, daß Ich eurem Willen nach tätig werde. Doch ihr sollet suchen, diesen Glauben zu gewinnen. Versetzet euch in den Zustand, daß ihr kindlich vertrauend mit Mir redet, daß ihr euch wirklich fühlet wie Kinder, die zum Vater kommen in jeder Bedrängnis, sei es geistiger oder irdischer Art. Könnet ihr dieses Verhältnis zu Mir herstellen, dann wird auch kein Zweifel mehr in euch sein, daß Ich euch erhöre. Denn so ihr Mich als Vater ansprechet, seid ihr auch überzeugt von Meiner Liebe, die sich Meinen Kindern zuwendet und ihnen Hilfe gewähret in jeglicher Not. Ihr habt doch einen Vater, ihr seid nicht verwaist, ihr habt Einen, Der um eure Not und Sorgen weiß, Der nur angerufen werden will, weil Er nach der Kindesliebe verlangt und sie erwidern will .... Wie reich seid ihr doch zu nennen .... Ihr habt einen Vater im Himmel, Der stärker ist als alle Mächte der Welt, Der also auch alles abwenden kann von euch, was von seiten der Welt an euch herantritt .... Und weil ihr einen solchen macht- und liebevollen Vater habt, wird euch selbst auch nichts unmöglich sein, weil Ich euch stets mit Meiner Kraft zur Seite stehe, weil ihr nur fest zu glauben brauchet, um Mich zu Meiner Machtäußerung zu veranlassen. Solange ihr fern seid von Mir, seid ihr auch ohnmächtig, sowie ihr aber eine innige Verbindung herstellet mit Mir, muß auch die Kraft von Mir euch überströmen, und dann schaffet und bewältigt ihr alles, und es gibt für euch keine Begrenzung, denn alle Grenzen fallen, wo Meine Kraft genützet wird. Vertrauet nur vollgläubig auf die Liebe eures himmlischen Vaters, und alle Sorgen werden von euch abfallen, sie werden immer zur rechten Zeit behoben sein, weil ihr selbst die Zeit bestimmet durch die Stärke eures Glaubens .... Amen

Ich will eure Arbeit segnen und lenken eure Gedanken und geben, daß ihr handelt nach Meinem Willen. Darum setzet die Arbeit für Mich und Mein Reich eurer irdischen Tätigkeit voran, die Ich dann gleichfalls segnen will und euch geistige Unterstützung sende, wo irdische Kraft nicht auszureichen scheint. Und so Ich euch segne, wird alles gelingen, so Ich euch segne, könnet ihr nicht angegriffen werden von bösen Kräften, denn Mein Segen richtet eine Schutzwand auf, hinter der ihr euch geborgen fühlen könnet, eine Schutzwand, an der alles Feindliche zerschellt, weil Meine segnende Hand über euch gebreitet ist, solange ihr arbeitet für Mich und Mein Reich .... Ich will euch allen ein guter Hausvater sein, sowie ihr als Meine Knechte arbeitet in Meinem Weinberg, sowie ihr Mir dienet und Mein Reich auf Erden auszubreiten suchet .... Und euch soll es an nichts mangeln, mit Kraft will Ich euch ausstatten, und in Meinem Willen werdet ihr nun eure Erlöserarbeit ausführen, für die Ich euch gedungen habe in der letzten Zeit vor dem Ende .... Amen

17 Hingabe des Willens an Gott ....

Kundgabe 5632 21.3.1953

Bringet euch selbst dem Herrn zum Opfer dar, gebet euch Ihm willenlos in die Hände .... wollet, daß Sein Wille auch der eure ist, daß ihr keinerlei Widerstand mehr in euch empfindet, daß ihr gänzlich Ihm ergeben seid .... Diese völlige Hingabe des Willens an den Willen Gottes garantiert euch rechtes Denken, rechtes Wollen und rechtes Tun .... Sowie aber der geringste Widerstand in euch ist, weichet ihr auch, wenn auch unmerklich, ab von dem, was Gottes Wille ist, weil ebendieser Widerstand die Basis schafft, wo der Gegner Gottes wirken kann. Es ist nun ein Akt der größten Überwindung, wenn der Mensch seinen eigenen Willen aufgeben und sich ganz dem göttlichen Willen unterordnen soll .... der aber stets leichter ausführbar sein wird, je mehr die Liebe im Menschen tätig wird, denn in der Liebe tätig sein ist schon ein Anschmiegen an die ewige Liebe, ein Sich-Einen mit Ihr und also gleichzeitig Aufgeben des eigenen Willens. Darum ist ein Mensch, der in der Liebe lebt, nicht mehr Gott widersetzlich, es zieht ihn zu Gott, er schenkt sich in Demut Dem, Der ihn erschaffen hat, er kennt keine Abwehr, keinen Ungehorsam gegen Gott, er ist immer nur bemüht, Ihm zu willen zu sein. Er hat dann auch keinen eigenen Willen mehr, weil er von der Liebe Gottes durchdrungen ist, Dessen Wille nun in ihm wirket, weil durch die Liebe die geistige Vereinigung stattgefunden hat. Die Liebe also ist das sicherste Gefühl, daß der Mensch im Willen Gottes lebt .... und darum müsset ihr nur immer darauf bedacht sein, die Liebe zu üben .... was ihr auch tut, immer soll euch Liebe dazu bestimmen, weich und duldsam soll euer Herz sein, sanftmütig und von Herzen demütig, hilfsbereit zu jedem Menschen .... Ihr sollet in jedem Menschen euren Nächsten sehen, euren Bruder, weil ihr alle Kinder eines Vaters seid; ihr sollet keinen Zorn in euch aufsteigen lassen, keine Bitterkeit, sondern wissen, daß alles so an euch herantritt, wie es dienlich ist zu eurer Wandlung, zu eurer Vollendung. Was böse ist in eurer Umgebung, soll gut werden durch euch, eure Liebe soll die Waffe sein, die ihr anwendet gegen eure Feinde. Niemals sollet ihr Böses mit Bösem vergelten, sondern Gutes tun denen, die euch nicht wohlwollen. Dann wird eure Bindung mit der ewigen Liebe immer fester, dann lebet ihr im Willen Gottes, dann ist Sein Wille auch der eure geworden, dann habt ihr selbst euch Gott zum Opfer dargebracht, indem ihr freiwillig euren Widerstand aufgabet und Ihn als euren Herrn anerkennt, als euren Gott und Vater von Ewigkeit, Dem ihr euch nun ganz zu eigen gebet .... Amen

18 Gottes Wort .... Lichtstrahl .... Herzenstür .... Gast ....

Kundgabe 5715 3.7.1953

Wer seine Herzenstür öffnet, um das Licht einstrahlen zu lassen, der wird wahrlich nicht mehr die Nacht zu fürchten brauchen, denn ihm wird das Licht von innen erstrahlen, das keiner mehr auslöschen kann. Und so wird auch kein Schatten fallen können auf das Licht, es wird nicht verdunkelt werden können von fremder Gewalt, denn das Licht, das von oben ist, durchbricht auch die Hülle, die der Feind über das Licht breiten möchte .... Das Licht von oben ist der Strahl der Weisheit, der von Gott ausgeht und eine solche Wirkung hat, daß er auch das Wesen, das von ihm berührt wird, zu Gott drängt, daß also das von Gott ausgehende Licht wieder zu Gott zurückströmt und alles mit sich zieht, was sich einst von Gott trennte .... Denn das Licht ist göttliches Liebelicht, das eine unfaßbare Wirkung hat auf das Gott noch Fernstehende, wenn es nur sich öffnet Seinem Liebestrahl. Und darum muß auch das von Gott ausgehende Wort, das eine sichtliche Äußerung Seines Liebewirkens ist, als Licht in den Menschenherzen zünden und alle Dunkelheit, falsches Denken, irrige Begriffe und darum verkehrten Willen verjagen. Es muß der Mensch klar erkennen, was ihm not tut und was er anstreben soll. Es muß in ihm Licht werden, und das bedeutet, daß er mit Eifer nun dem ewigen Licht zustrebt, weil das Licht ihn beglückt und weil er ewig selig werden will. Licht von oben ist eine Liebeberührung Gottes, Der die Seele wohltätig beeinflussen will, auf daß sie sich Ihm zuwende .... Doch das Licht kann nicht erstrahlen, wo das Herz sich verschließt. Die Herzen müssen sich öffnen, und sie müssen angeregt werden, dies zu tun. Es muß ein liebevoller Mensch anklopfen und sich als Frieden- und Freuden-bringender Gast vorstellen, er muß, so nur ein kleiner Spalt sich öffnet, einen wärmenden Strahl hineinsenden, auf daß die Tür sich immer weiter auftut und der Gast nun aufgenommen wird, der nun mit seinem Licht einen bisher dunklen Raum erfüllet und die Nacht daraus vertreibt .... Wer so das Wort Gottes unter die Menschen trägt, wer emsig bemüht ist, Sein Licht weiterzutragen, wer keine Mühe scheut, wo er einen kleinen Erfolg erhofft, der ist ein treuer Knecht im Weinberg des Herrn, er ist ein Wegbereiter für Ihn, Der Selbst nachfolget und Einlaß begehret, so Er anklopfet, um Gastmahl zu halten mit denen, die Ihm öffnen. Er ist ein treuer Arbeiter für Gott und Sein Reich, dessen Arbeit stets gesegnet ist .... Amen

19 Geistige Not kann nur durch Verbreiten des reinen Evangeliums behoben werden ....

Kundgabe 5465 19.8.1952

Die Sorge um den geistigen Zustand der Menschen ist allein wichtig zu nehmen, denn diese Sorge muß von seiten der Menschen selbst behoben werden. In keiner Weise kann Zwang ausgeübt werden, sondern der freie Wille des Menschen muß sich entschließen, für die Reife der Seele tätig zu sein, und dieser freie Wille kann wohl beeinflußt, aber niemals gezwungen werden. Zur Endzeit aber gibt sich der Mensch willensmäßig ganz seinem Gegner hin; darum sieht es um den Reifezustand der Seelen ganz besonders schlimm aus, und Meine Liebe hat wenig Erfolg, und das Ende rückt immer näher, und die irdische Welt mit allen ihren Reizen und Gütern wird vergehen; was allein zurückbleibt, das sind die Seelen, und diese sind in so furchtbarer Verfassung, daß sie nicht in Mein Reich aufgenommen werden können, weil sie ihrer Gesinnung nach Anteil Meines Gegners, also Knechte des Satans, sind. Nur einige wenige haben den Reifegrad erreicht, weil ihr Wille sich aus innerstem Antrieb Mir zuwandte und die Menschen Mich daher auch erkennen. Ihre Seelen sind lichtempfänglich geworden, sie haben die Wichtigkeit ihrer Erdenaufgabe erkannt und ihr entsprechend auf Erden gelebt. Die Allgemeinheit aber lebt oberflächlich und gedenket nicht des Lebens der Seele nach dem Tode, weil sie nicht daran glaubt. Und das ist die große Not, die Mich veranlaßt, überallhin unter die Menschen ein Licht zu senden, überall Boten zu beauftragen, Mein Evangelium zu verkünden und die Menschen wieder zum Glauben zu führen, der unbedingt nötig ist, daß sich die Menschen an Mich wenden können, so sie in Not sind. Doch wer Licht hinaustragen will, muß es erst von Mir Selbst bekommen haben .... Ich kann zum Verbreiten des Evangeliums nur solche Menschen gebrauchen, die selbst Licht besitzen, die sich von Mir Selbst durchstrahlen lassen mit dem Licht des ewigen Lebens, mit der alleinigen Wahrheit. Ich kann nicht jeden hinaussenden in die Welt, denn ob auch der Wille gut sein mag, für Mich tätig zu sein, so nützet doch nur das Verbreiten der Wahrheit, die nur von Mir Selbst entgegengenommen werden kann, das heißt , die Erkenntnis der Wahrheit kann der Mensch nur dann haben, wenn Mein Geist in ihm wirken kann, und dieses Geistwirken erfordert das Erfüllen von Bedingungen. Jeden Menschen aber, der bereit ist, diese Bedingungen zu erfüllen, nehme Ich an als Arbeiter in Meinem Weinberg. Denn es ist große Not auf Erden, und Ich will durch Meine getreuen Knechte auf Erden dieser Not steuern, Ich will immer wieder Menschen erwecken, die unmittelbar Mein Wort aufnehmen und zuleiten denen, die willig sind, es anzuhören. Die Seelen der Menschen sind in großer Gefahr, sie sind völlig unreif und werden sehr bald von dieser Erde abscheiden müssen .... Der Reifezustand aber bestimmt ihr Los in der Ewigkeit. Nur Mein reines Evangelium kann den Menschen noch Rettung bringen und ihren Reifezustand erhöhen. Denn es geht von Mir aus, birgt göttliche Kraft in sich und kann belebend wirken auf die Seelen, sowie der Mensch nur bereit ist, sich von der Kraft des göttlichen Wortes berühren zu lassen .... Er wird die Stunde segnen, da ihm Mein Wort nahegebracht wurde, denn Mein Wort allein kann die Seele retten vor dem ewigen Tode .... Amen

20 Hilfe in irdischer und geistiger Not .... Gegenliebe ....

Kundgabe 5823 9.12.1953

Brechet den Hungrigen das Brot, teilet alles, was ihr besitzet, wenn ihr jemanden darben sehet, wenn er euch anspricht um Hilfe, und fürchtet nicht, euch selbst zu verausgaben, denn wie ihr zumesset, so auch wird euch zugemessen werden, und es wird euch reichlich zufließen geistig und irdisch, sowie ihr den Reichtum nur recht verwendet, sowie ihr ihn dorthin ausstreuet, wo Not ist und wo Ich Selbst euch hinführe, daß ihr sie sehet. Ich spreche mehr noch von geistiger als irdischer Not, denn diese führt zu völliger Entkräftung der Seele, zum geistigen Tode; doch auch irdische Not sollet ihr euch angelegen sein lassen, weil ihr dann im Herzen des Mitmenschen Liebe erwecket, weil ihm dann auch ein Licht aufblitzen wird, warum er in irdische Not geraten ist und wie er sich daraus wieder befreien kann. Und die irdische Not wird darum in der Endzeit so groß sein, weil Ich sie der übergroßen geistigen Not entreißen möchte und dies niemals geschehen kann, wenn dem Menschen irdisch alles nach Wunsch geht und seine Blicke unverwandt der Welt zugerichtet sind .... Dann habe Ich keinen Zutritt zu ihren Herzen, und dann kann Ich sie auch nicht ansprechen, Ich kann ihre Gedanken nicht dem geistigen Reich zulenken, denn die Welt tritt stets hervor und hat größere Macht über die Menschen. Wenn aber irdische Not an sie herantritt, flüchten sich auch einzelne Seelen zu Mir. Rufet Mich an um Hilfe .... und so sie den Weg direkt zu Mir nicht finden, so sie nicht fähig sind, zu beten, weil sie nicht an Mich glauben, an Meine Liebe und Meine Macht, müsset ihr ihnen einen Weg bahnen, indem ihr euch ihrer annehmet und ihnen Liebe gebet, die auf einen in großer Not befindlichen Menschen nicht ohne Eindruck bleiben wird .... die ihn wohltätig berühren wird und auch Gegenliebe erwecken kann, was stets ein kleines Licht bedeutet, einen Schimmer von Erkenntnis, einen Schritt näher zu Mir .... So nur könnet ihr euch die übergroße Not und Trübsal in der letzten Zeit vor dem Ende erklären .... Ich will damit nicht strafen, sondern nur erziehen, und Ich will den Menschen das nehmen, was Gift für ihre Seelen bedeutet, und dafür einen lebenerweckenden Trank darreichen. Ich will heilen, wo Mein Gegner Wunden geschlagen hat, die zu Tode führen .... Ich will nur Meine Kinder retten, auch wenn die Mittel zu dieser Rettung von euch nicht begriffen werden .... Ich weiß es wahrlich, wie sie wirken können, und wende sie dort an, wo Ich Meine Kinder von einer schweren Krankheit befallen weiß, die sie selbst nicht erkennen und die Ich heilen möchte, weil Ich sie liebe .... Und ihr Menschen sollet Mir dabei helfen, indem ihr euch willig führen lasset von Mir zu jenen Kranken, deren geistige Krankheit sich in irdischer Not auswirkt und denen ihr darum beistehen sollet mit Rat und Tat in Liebe und Geduld, denen ihr vor allem das Brot des Lebens reichen sollet, auf daß sie Kraft schöpfen daraus und nun auch ergeben tragen, was Meine Liebe ihnen sendet .... Gedenket aller, die in Not sind, und wisset, daß Ich alle diese zu retten suche, die Mein Gegner noch nicht so völlig in seiner Gewalt hat, daß er sie reichlich versorgen kann mit irdischen Gütern .... Denn diese sind verloren auf endlos lange Zeit .... Amen

21 Göttliche Führung ....

Kundgabe 5862 25.1.1954

Ich führe euch alle an Meiner Hand, so ihr Mir keinen Widerstand leistet und euch führen lasset .... Wer also will, daß Ich sein Begleiter bin, wer Meinem Willen sich nicht widersetzet, der kann auch versichert sein, daß er recht geführt wird von Mir, daß er keinen falschen Weg geht und daß er auch sein Ziel erreichet. Ich verlange nichts weiter von euch, als daß ihr euch Mir ergebet, daß ihr Mein sein wollet, daß ihr Mich anerkennt als euren Gott und Vater und also willig seid, zu tun, was recht ist vor Meinen Augen. Dieser Wille allein genügt Mir, daß Ich euch nun an der Hand führe, bis ihr am Ende eures Erdenlebens angelangt seid, bis ihr eingehet in das geistige Reich, um nun zu leben in Ewigkeit. Ich will euch das ewige Leben geben .... Und ihr könnet nur leben, wenn ihr von Meiner Liebekraft durchströmt werdet .... Meine Liebekraft ergreifet alles, was ohne Widerstand ist .... Und so werdet ihr auch verstehen, warum Ich eure Hingabe an Mich verlange, weil dann Meine Liebekraft in euch einströmen kann und euch erwecket zum Leben. Ihr könnet dann nicht mehr tot sein im Geist, wenn euch Meine Liebekraft durchströmt .... Und ihr könnet nicht ohne Meine Liebekraft sein, wenn ihr euch Mir hingebt, also euch willensmäßig an Mich anschließet .... Der Wille, in Verband mit Mir zu treten, ist Garantie dafür, daß Ich Besitz ergreife von euch und nicht mehr von euch lasse .... Denn dieser Wille wandte sich einst ab von Mir und war Anlaß zu eurem Sturz in die Tiefe, zum Verlust von Licht und Kraft .... Schenket ihr Mir nun wieder euren Willen, so sichert euch das auch wieder Licht und Kraft. Und jeder, der zu Mir will, erreicht sein Ziel, auf welchem Wege es auch immer sei .... Ich werte euren Willen und werde dann auch neben euch wandeln in immerwährender Sorge, daß ihr zum Leben eingehet in die Ewigkeit. Wer aber seinen Willen Mir zuwendet, der fühlt auch seine eigene Unzulänglichkeit, die ihn demütig werden lässet .... Er fühlt seinen Abstand von Mir, den er überwinden möchte .... er bemüht sich, Meinen Willen zu tun, er sucht sich zu formen nach Meinem Willen, weil er es erkennt, daß seine Mangelhaftigkeit ein Hindernis ist, zu Mir zu gelangen, sich mit Mir auf ewig zu verbinden .... Und weil er selbst sich zu schwach fühlt, bittet er Mich um Kraft .... Und Ich gebe, weil Meine Liebe sich immer verschenken will und weil ein solcher Wille Meines Erdenkindes Mich überaus beglückt, denn er bedeutet endgültige Rückkehr zu Mir. Sowie im Menschen der Gedanke an seine eigene Unzulänglichkeit erwacht ist, bin Ich ihm auch behilflich, sich umzuformen, und sowie er sich nun willensmäßig Mir anschließt, sich Mir übergibt, wird Meine Liebekraft auch an ihm wirksam und führt zum Erfolg. Und darum wird jeder sein Ziel erreichen, der Mich anstrebt, jeder, der sich von Mir führen lässet ohne Widerstand, der geht den rechten Weg, und er brauchet nimmermehr zu fürchten fehlzugehen, denn wer sich Mir anvertraut, der hat auf festen Grund gebaut .... Amen

22 Erfüllen der Liebegebote ....

Kundgabe 5873 9.2.1954

Lebet nur schlichtweg in der Liebe .... Mehr verlange Ich nicht von euch, ihr aber erreichet dadurch ein euch noch unbegreifliches Ziel, eine Stufe der Vollkommenheit, die dann auch hellste Erkenntnis für euch bedeutet, weil dann eure Seele geistig zu schauen vermag und in Mein Reich mit aller Herrlichkeit Einblick nehmen kann. Nur Liebe verlange Ich von euch, weil die Liebe der Schlüssel ist zur Erkenntnis, zur Kraft und zu höchster Glückseligkeit. Gut sein kann jeder Mensch, doch ob er es will, ob er dem leisen Drängen in sich nachgibt, das ist bestimmend für das Erreichen seines Zieles auf Erden. Und darum muß er ständig dazu angeregt werden, die Liebe zu üben, er muß immer und immer wieder ermahnt werden zum Liebewirken und gewarnt vor lieblosem Handeln .... Darum sind ihm von Mir die Gebote der Liebe gegeben worden, daß er dessen nicht vergesse, was allein wichtig ist im Erdenleben .... daß er nachhelfe verstandesmäßig, wenn das Drängen des Herzens schon zu schwach geworden ist .... Dann soll er daran denken, daß Mein Wille nur das Erfüllen Meiner Liebegebote ist, und verstandesmäßig zu ergründen suchen, warum Ich diese Gebote gegeben habe .... Er soll der Worte gedenken: Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm .... wenn er also die Verbindung wünscht mit Mir, dann muß er ein Liebeleben führen .... Dann aber ist auch sein geistiger Aufstieg gesichert, dann erfüllt er den Zweck seines Erdenlebens. Die Liebe ist das Höchste .... Die Liebe ist die Kraft, ohne die kein Mensch leben kann, worunter das Leben der Seele zu verstehen ist, die unvergänglich ist, aber dem geistigen Tode verfallen kann, wenn ihr die Liebe mangelt, die Kraft, die ihr erst das wahre Leben gibt. Wer leben will in der Ewigkeit, der muß Liebe geben allen, die ihm nahen, allen, die seine Liebe wollen .... dann erst wird er schaffen können in Kraft und Licht, und dann erst kann er selig sein. Ohne Liebe aber ist die Seele in Dunkelheit und kraftlos, denn auch das Leben des Körpers bedeutet ohne Liebe kein Leben für die Seele, die zwar vorübergehend das Leben des Körpers nützen kann, jedoch ohne Liebe immer in verkehrter Richtung und dadurch die Hüllen um sich nur verdickt, so daß sie am Ende des Erdenlebens völlig ohne Kraft und Licht eingeht in das geistige Reich, wo ihr nicht mehr die Vergünstigung zuteil wird, daß der Körper ihren Zustand wandeln könnte, denn sie hat die Lebenskraft des Körpers nicht genützt für sich, sie hat dem leisen Drängen in sich nicht nachgegeben und den Körper bestimmt zum Wirken in Liebe .... Denn solange sie auf Erden weilte, bestimmte ihr Denken und Wollen den Körper zu seinem Tun und Lassen, zum Nützen der Lebenskraft, und das verkehrte Wollen und Denken trägt ihr nun auch den Todeszustand ein im geistigen Reich .... Ihr werdet immer wieder ermahnt zur Liebe, es tritt euch Menschen so viel Not und Hilflosigkeit in den Weg, ihr werdet so oft angegangen um Hilfe, und ihr könntet ständig in Liebe wirken, denn ihr habt dazu die Fähigkeit, doch ob ihr den Willen dazu habt, das entscheidet dereinst den Zustand eurer Seele nach dem Tode. Ein Liebeswirken nach Meinem Willen wird sich niemals nachteilig für euch selbst auswirken, denn was ihr austeilet in Liebe, wird euch vielfältig zurückerstattet geistig und irdisch. Ihr werdet niemals zu Schaden kommen, denn euer Anteil, das ihr euch erwerbet durch das Erfüllen Meiner Gebote, wird unbegrenzt sein, weil Ich, so Ich gebe, keine Begrenzung kenne, wo die Liebe Mich zur Entäußerung Meiner Liebe Kundgabe 5873 23 Kundgabe 5873 veranlaßt .... Wirket in Liebe .... gebet nicht aus Berechnung, sondern euer Herz muß euch antreiben zum Austeilen und Beglückenwollen .... Dann ist in euch die Liebe entzündet, deren Feuer alles zum Schmelzen bringt, was noch an Unrat an der Seele haftet. Durch die Liebe wird die Seele hell und klar, und Meine Liebekraft kann sie durchstrahlen, und sie wird leben ewiglich und wissen um alles, sie wird erkennen, daß nur die Liebe die Vereinigung mit Mir zuwege bringt, daß nur durch die Liebe sie zur ewigen Seligkeit gelangt .... Amen

24 Dienen oder kämpfen .... Verschiedener Zweck des Leides ....

Kundgabe 3230 23.u.24.8.1944

Im Stadium der Willensfreiheit brauchte das Wesen den Gegner Gottes nicht zu fürchten, so es nur in der Liebe wandeln würde. Dann hat es ihn besiegt, weil der Gegner Gottes völlig machtlos ist gegen die Liebe. Also könnte sich der Mensch auch von Versuchungen und Anfechtungen frei machen, denn diese haben keinen Einfluß auf ihn, sowie er liebetätig ist. Letzteres aber ist vom freien Willen des Menschen abhängig, und darum ist der Mensch selbst Anlaß eines Erdendaseins, das entweder ständiger Kampf ist oder dienende Liebe. Gott ersieht das Herz eines jeden, und Er läßt über den Menschen das kommen, was er benötigt, wie Er aber auch darben lässet, der Seiner Hilfe, Seines Trostes und Seines Zuspruches nicht bedarf, weil er innerlich wider Ihn ist, also keine Liebe übt, die seinen Gott-zugewandten Willen bekundet .... Liebe und Gott sind eins, und somit ist ein liebender Mensch auch mit Gott verbunden und muß nun dem Gegner Gottes überlegen sein. Ist der Mensch willig, sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen, so wird er nicht so bedrängt werden von den Versuchungen der Welt; er hat diese gewissermaßen schon überwunden, was jedoch nicht ausschließt, daß er Leid tragen muß, weil Leid nicht nur zu Gott hinführen soll den Menschen, der noch Gott abgewandten Willens ist, sondern weil es auch den Gott-zustrebenden Menschen läutern soll. Doch empfunden wird das Leid in diesen zwei Stadien verschieden. Der erstere bäumt sich auf dagegen, weil er sich noch nicht beugen will unter eine Macht, Die ihn im Lebensgenuß beschränkt .... Er sucht noch die Welt und empfindet jedes Leid als eine Zurücksetzung, als ein mangelhafter Lebensgenuß und also einen Zwang, den er nicht anerkennen will. Und es kann sehr viel Leid benötigt werden, bevor er sich ergeben hat, und ein solcher Kampf ist das Werk des Widersachers, der noch immer mit der Welt und ihren Freuden den Menschen zu gewinnen sucht, der ihm alle diese vor Augen hält, um sein Begehren danach zu verstärken und ihn also Gott abwendig zu machen. Ist der Mensch jedoch liebetätig, dann dient ihm das Leid nur noch zur Vollendung, zum Ausreifen seiner Seele, dann hat der Gegner Gottes wenig Gewalt über ihn, dann wird er weltabgewandt, und durch das Leid schließt er sich immer enger an Gott an. Dieser Unterschied muß erkannt werden, wenn die Verschiedenheit des Leidens erwogen wird, wenn gute und schlechte Menschen davon betroffen werden .... Menschen, die noch gänzlich Gott abgewandt sind, und solche, die das Leid scheinbar nicht mehr benötigen, um Ihn zu finden .... Immer hat das Leid einen anderen Zweck, doch Endzweck ist der völlige Zusammenschluß mit Gott. Die größte Gefahr für den Menschen ist der Hang zur Welt und seine Lieblosigkeit, denn dann ist er noch ganz in der Gewalt dessen, der ihn verderben will. Und dann benötigt er scharfe Erziehungsmittel, um sich zu wandeln. Erst wenn der Hang zur Welt nachläßt, kann in ihm die Liebe sich entzünden, und dann erst kann das Leid andere Formen annehmen, doch ihm nicht gänzlich erspart bleiben, solange die Seele nicht völlig entschlackt ist. Das Ausüben der Nächstenliebe ist darum ausschlaggebend für den Grad seiner Entwicklung, es ist ausschlaggebend für die Tiefe des Leides, denn wo die Liebe geübt und also Gott Selbst ist, dort wird auch das Leid leichter tragbar sein, weil der Mensch die Kraftausstrahlung Gottes empfangen kann und sonach ihn jenes nicht niederdrückt. Er braucht nicht mehr zu kämpfen, sondern nur zu Kundgabe 3230 25 Kundgabe 3230 dulden und harren auf die Hilfe Gottes, die jedes Leid von ihm nimmt, so es an der Zeit ist. Dienen oder kämpfen muß der Mensch, und zwar entsprechend seinem Willen und seiner Fähigkeit zu lieben .... Das Dienen wird ihm leichtfallen, das Kämpfen jedoch große Kraft erfordern, will er nicht unterliegen der Macht, die alles anwendet, um seine Seele in die Finsternis zu ziehen, und die so lange Einfluß auf den Menschen hat, wie er ohne Liebe dahingeht, weil er dann auch noch weit von Gott entfernt ist. Erst die Liebe macht ihn frei von dieser Macht, erst die Liebe macht ihn stark, denn der liebende Mensch befindet sich im Verband mit Gott und bezieht von Ihm seine Kraft, den Gegner Gottes zu überwinden .... Amen

26 Glaubenskampf .... Streiter Gottes ....

Kundgabe 5840 30.12.1953

Ich habe Mir ein Heer von Streitern ausgebildet, die mutig den Kampf aufnehmen gegen den Feind der Seelen und gegen alle, die in ihrem Unglauben euch bedrängen und also wider Mich sind. Diese alle gehören in das Lager Meines Gegners. Meine Streiter aber haben Mich als Heerführer, und Ich werde sie wahrlich herausführen als Sieger im letzten Kampf auf dieser Erde. Denn er ist euch gewiß .... der Kampf um den Glauben, der Meiner kleinen Schar bevorsteht, in dem sie sich bewähren soll und aus dem Ich Selbst sie erretten werde, wie Ich es verkündet habe. Die Meinen haben diese Zeit der Bewährung noch vor sich und müssen daher ungewöhnlich gestärkt werden, auf daß sie standhalten, weil Mein Gegner in heftiger und brutalster Weise vorgehen wird gegen sie, um sie zum Wanken zu bringen in ihrem Glauben .... Doch die Verbindung mit Mir trägt ihnen allen ungewöhnliche Kraft ein .... Und darum ermahne Ich euch immer wieder: Haltet euch fest an Mich, löset euch nicht von Mir, sondern schließet euch immer fester an Mich an, stellet eine innige Verbindung her mit Mir, so daß ihr jederzeit eure Gedanken zu Mir senden könnet, so euch nur der kleinste Widerstand erwächst, der immer das Werk Meines Gegners ist .... Ihr könnet alles erreichen, alles vollbringen und alles überwinden, wenn ihr nur Meine Gegenwart in euch zulasset, was schon der ernste Wille, Mein zu sein und zu bleiben, gewährleistet. Die innigen Gedanken, ein Gebet im Geist und in der Wahrheit und ständiges Wirken in Liebe sichert euch auch Meine ständige Hilfsbereitschaft, Meine Liebekraft und Meine Gnade. Und also seid ihr stets ausgerüstet und jedem Angriff von seiten Meines Gegners gewachsen, denn dann streitet nicht ihr allein gegen ihn, sondern ihr habt Mich zur Seite, und vor Meinem Lichtstrahl flieht er ganz gewiß .... Und ihr werdet stets über ihn triumphieren können, solange ihr euch an Mich haltet, solange euch das Schild des Glaubens und der Liebe deckt .... Wenn aber eure Blicke seitwärts schweifen, wenn sie der Welt zugewandt sind und ihr das Schild, das euch schützet, sinken lasset .... wenn ihr Mich nur eine kurze Zeit auslasset und also die Welt zwischen Mich und euch treten lasset .... dann seid ihr in ernster Gefahr, und davor will Ich euch warnen, wie ein liebevoller Vater seine Kinder warnet, daß sie nicht eigene Wege gehen sollen, sondern stets sich bei ihrem Vater aufhalten, damit dieser sie schützen kann, wenn Gefahr droht .... Es sind nur Lieberufe, die Ich euch immer wieder zusende, weil Ich um euer Heil besorgt bin und weil Ich euch jeden unnötigen Kampf ersparen will, denn eures Herzens innersten Sinn und Streben kenne Ich und lasse euch auch nicht verlorengehen. Doch ihr könnet euch eure Wege sehr erschweren, wenn ihr Meiner Worte nicht achtet. Ihr sollet Meine Streiter sein und bleiben und sollet euch auf diesen letzten Kampf auf Erden vorbereiten. Und dazu gehört, daß ihr die Verbindung mit Mir nicht mehr löset, daß ihr keinen Weg mehr gehet ohne Mich, daß ihr Mir so ergeben seid, daß ihr nach Meiner Gegenwart verlanget, wann und wo es auch sei .... Einen großen Vorrat an Kraft müsset ihr euch aufspeichern, der dann sich nimmermehr verringern wird, wenn ihr antretet zum letzten Kampf .... Ich werde euch wahrlich zum Siege führen, wie Ich es euch verheißen habe .... Amen

27 Vorbestimmtes Schicksal .... Gottes Liebe und Hilfe ....

Kundgabe 5845 5.1.1954

Den Kranken und Schwachen nähere Ich Mich, um sie zu heilen und zu stärken .... zu den Betrübten und Bedrängten komme Ich, um sie zu trösten und ihnen Meinen Beistand zuzusichern .... die Verfolgten nehme Ich in Meine Arme, auf daß sie bei Mir wieder eine Heimat finden, und die Gefallenen hebe Ich auf und helfe ihnen, daß sie festen Fuß fassen und fröhlich sind. Ich komme zu allen, die nur mit einem Gedanken Mich rufen, die an einen Gott und Vater glauben, die Mich nicht abweisen, wenn Ich ihnen helfen will .... Und sie alle können sich glücklich preisen, daß Mein Ohr ihren Ruf hört, daß Mein Auge ihre Not sieht und daß Mein Herz ihnen gehört, weil sie Meine Kinder sind .... weil sie glauben. Doch Ich trete auch allen Ungläubigen nahe, Ich suche Mich ihnen bekannt zu machen als Helfer, um sie anzuregen, Meine Hilfe zu erbitten oder dankend anzunehmen .... ja, Ich trete den Ungläubigen oft nahe in Form von Not und Kummer, auf daß sie Meiner gedenken sollen, von Dem sie wohl wissen, doch nichts wissen wollen. Denn es ist kein Mensch, der völlig ohne Wissen wäre über den Schöpfer und Erhalter aller Dinge .... Was aber vielen fehlt, ist der Glaube um die Verbindung zwischen Schöpfer und Geschöpf, und dieser Unglaube läßt sie nicht die Verbindung suchen die sie aber überzeugen würde von Mir und Meinem Wirken, und auch überzeugen könnte von der großen Liebe, die Mich mit allem Geschaffenen verbindet .... Der Glaube daran beseligt den Menschen und lässet ihn auch den Weg finden zu Mir, sowie er in Not ist .... Ansonsten die Not unerträglich wäre, so Ich nicht darum wüßte und nicht mit Meiner Hilfe überall dort sein könnte, wo Glaube ist. Daß immer wieder ein Ausweg ist, daß immer wieder eine Zeit der Not und Leiden abgelöst wird von einer erträglichen Zeit, das ist kein Zufall, keine Selbstverständlichkeit .... Es ist Mein Eingreifen, Meine Führung, es ist Mein Walten und Wirken, das im Schicksal eines Menschen deutlich zu erkennen ist. Und es sollte jeder Schicksalsweg einen Menschen zum Glauben führen an Mich, doch wer Mich nicht anerkennt, der lehnt auch ein vorbestimmtes Schicksal ab, er sucht alles mit eigener Kraft oder Kraftlosigkeit zu erklären, ohne sich darüber klar zu sein, von wo er die Kraft bezieht und warum er auch kraftlos sein kann .... Die Anerkennung Meiner Selbst und ein Ruf zu Mir würde wahrlich große Änderung seines Denkens und auch des geistigen und irdischen Zustandes zur Folge haben während des Erdenlebens .... Ich versage Mich keinem, der zu Mir rufet, doch Ich halte Mich zurück, wo Mir offener Widerstand entgegengesetzt wird, wo die Ablehnung Meiner Selbst so groß ist, daß auch Nöte des Leibes keine Änderung des Denkens zuwege bringen. Und dann ist große Gefahr, daß der sich einschaltet, der sein Ziel erreicht hat, Mich gänzlich zu verdrängen .... Und dieser gibt reichlich im Erdenleben, nimmt aber alles, was zum Leben in der Ewigkeit führen könnte .... Er vergiftet die Seele und liefert sie dem Tode aus, der weit schmerzlicher ist als das schwerste Erdenleben, denn dieses vergeht, die Seele aber muß leiden ewiglich .... bis sie einmal Mich anerkennt und rufet um Hilfe .... die ihr dann auch gewährt wird .... Amen

28 Gottes Hilfswille ist größer als die Not ....

Kundgabe 3936 15.12.1946

Größer als Gottes Hilfswille ist die Not niemals .... Er weiß, weshalb Er sie über euch kommen läßt, und sowie sie ihren Zweck erfüllt hat, daß sie euch zu innigster Verbindung mit Ihm veranlaßt hat, wird Er sie auch beheben und euch sichtlich zu Hilfe kommen. Denn Seine Macht ist endlos groß, und Seine Liebe ist endlos tief .... Und so ihr glaubet, daß Er euch nicht leiden lassen will ohne Grund, daß Er nur Gutes für eure Seelen damit bezweckt, brauchet ihr euch nur Ihm und Seiner Gnade empfehlen, und Er wird euch helfen in jeder Not und Bedrängnis. Doch immer müsset ihr das Los eurer Seelen voranstellen, immer müsset ihr zuerst darauf bedacht sein, seelisch zu reifen, das heißt den Willen Gottes erfüllen, denn nur allein deswegen seid ihr auf der Welt, daß ihr euch gestaltet nach dem Willen Gottes. Lasset ihr Seinen Willen unbeachtet, so müsset ihr durch Leid dazu veranlaßt werden; kommet ihr aber aus freiem Willen Seinem Willen nach, so wird auch stets das Leid für euch erträglich sein, wenngleich ihr es um eurer selbst und um eurer Mitmenschen willen auf euch nehmen müsset. Denn in einer Zeit geistigen Tiefstandes, wo die gesamte Menschheit nachlässig ist in der Erfüllung der göttlichen Gebote, wo sie nicht mehr lebt dem göttlichen Willen gemäß, muß auch über die gesamte Menschheit Leid und Not in verstärktem Maß kommen, soll sie sich wandeln und ihren Erdenlebenszweck erfüllen. Verständlicherweise werden auch die Menschen nun davon betroffen werden, die sich den göttlichen Willen stets zur Richtschnur ihres Lebenswandels machen, doch immer wird für diese die Not erträglich sein, immer wird Gottes Hilfe an ihnen offensichtlich zu erkennen sein, immer wird Er sie Seine Liebe fühlen lassen und ihnen beistehen, kraft Seiner Allmacht und Seiner Liebe, die immer bei den Seinen zum Ausdruck kommen wird. Denn Er will ihren Glauben festigen, Er will Sich Selbst ihnen offenbaren als immer hilfsbereiter, gütiger Vater, Der Seine Kinder nicht in der Not lässet, so sie zu Ihm rufen um Hilfe. Und jede irdische und geistige Notlage soll die Menschen dazu bewegen, Ihn zu rufen im Herzen, im Geist und in der Wahrheit .... Denn durch innigen Anruf Gottes verbindet sich der Mensch mit Ihm und kann die Kraft von Ihm entgegennehmen, die nötig ist zum Ausreifen seiner Seele. Und immer wieder gibt Gott den Seinen Sich offensichtlich kund, und wer darauf achtet, der kann von Seiner Liebe und Fürsorge täglich und stündlich sich überzeugen, und er wird Ihn im Herzen preisen und loben und Ihm danken .... Denn keine Not ist größer als die Macht und Liebe Dessen, Der sie sendet .... Immer weiß Er einen Ausweg, selbst wenn irdisch die Not unüberwindlich erscheint .... Darum glaubet an Ihn und zweifelt nicht an Seiner Liebe, denn sie erfasset euch und lässet euch nimmermehr aus, auf daß ihr Ihn erkennen sollet und Sein werdet und bleibet bis in alle Ewigkeit .... Amen

29 Möglichkeiten zum Erreichen der Gotteskindschaft ....

Kundgabe 5575 12.1.1953

Es wird euch wahrlich ein Ausgleich werden für alle Not, die ihr auf Erden erdulden müsset, und ihr werdet beseligt erkennen, was euch euer Leidenszustand auf Erden eingetragen hat, den Meine Liebe als heilsam für eure Seele erkannte und der darum nur aus Liebe über euch verhängt wurde. Glaubet es, ihr Menschen, daß ihr alle noch Ausreifungsmöglichkeiten benötigt, daß selten ein Mensch ist auf Erden, dessen Seele so kristallisiert ist bei ihrem Austritt aus dem Leib, daß sie als Mein Kind eingehen kann in das geistige Reich .... glaubet es, daß nur wenige Menschen den Grad der Gotteskindschaft erreichen würden, der ihnen das Erbe des Vaters einträgt, wenn Ich ihnen nicht die Möglichkeiten schaffen möchte, einen Zustand in Krankheit und Leid, der die Seele völlig entschlacken kann und gleichsam das Abtragen jeglicher Schuld noch auf Erden bedeutet. Ich aber weiß um die Liebefähigkeit und Liebewilligkeit eines jeden Menschen und also auch um seinen Reifegrad .... Ich weiß es wahrlich auch am besten, wer Mir schon so nahesteht, daß Ich es als Mein Kind annehmen kann .... Doch laut Gesetz von Ewigkeit muß die Seele bei ihrem Ableben völlig schlackenlos sein, weil der höchste Grad der Glückseligkeit, die Gotteskindschaft, nur auf der Erde erreicht werden kann, weil für die Seele eine Vollendung im geistigen Reich, ein Aufsteigen zur Gotteskindschaft, nicht mehr in Frage kommt .... Darum wird der Seele noch auf Erden die Gelegenheit geboten, sich zu vollenden, was ein leidvolles und schweres Erdendasein zuwege bringen kann. Liebe und Leid führen die Seele zur Vollendung, Liebe und Leid lässet sie reifen, Liebe und Leid machet sie teilhaftig der höchsten Freuden und der wonnigsten Gemeinsamkeit mit Mir .... das Kind schließet sich zusammen mit dem Vater und bleibt ewiglich mit Ihm verbunden .... Das Erdenleben aber ist begrenzt, es ist nur ein flüchtiger Augenblick, gemessen an der Ewigkeit, und ob es noch so leidvoll ist, die Seligkeiten am Herzen des Vaters wiegen das Leid ums Tausendfache auf, und dankbar blicket die Seele zurück und erkennet die übergroße Liebe des Vaters, Der ihr dieses endlose Glück bereiten wollte und sie darum auf Erden leiden ließ .... Amen