Sprache der Natur .... Schöpfung und Schöpfer ....

Kundgabe 2834 1.8.1943

Lasset die Natur zu euch sprechen .... welch unbeschreibliche Wunderwerke sie euch veranschaulicht und euch ständig Meine Liebe und Allmacht offenbart .... Lauschet und schauet .... Richtet eure Blicke auf jegliche Kreatur, und erkennet daran Meinen Gestaltungswillen und Meine Kraft .... Und erkennet Mich Selbst in allen Meinen Schöpfungswerken. Sehet, wie unvergleichlich reizvoll und wie vielseitig diese Schöpfungen sind und wie sinnvoll eine jede ihre Bestimmung erfüllt und wie der Zweck eines jeden Schöpfungswerkes die Erhaltung der Gesamtschöpfung ist .... Lasset Mich Selbst zu euch sprechen durch die Natur, und höret auf Meine Stimme, dann werdet ihr Meine Allmacht, Liebe und Weisheit erkennen und euch beugen vor ihr, dann werdet ihr wissen, daß ihr das herrlichste Schöpfungswerk auf Erden seid, das aus Meiner Hand hervorgegangen ist, und ihr werdet erkennen, wie unendlich viel Mir an euch gelegen ist, daß ihr auch in Mir verbleibet .... Denn jegliches Schöpfungswerk ist nur für euch entstanden, es ist nur eine Vorstufe, auf der ihr euch zu dem entwickelt habt, was ihr jetzt seid, zu freien, selbständigen Schöpfungen, die noch unendlich mehr werden können, als sie jetzt sind. Betrachtet die Natur und sehet ihren Werdegang, ihre Steigerung, die sich in allen Naturschöpfungen erkennen läßt. Das winzigste Wesen ist Mein Werk, der winzigste Grashalm ist Mein Gedanke, der zur Form wurde. Und jegliche Kreatur gehorcht Meinem Willen, sie führt aus, was Ich ihr zur Aufgabe gesetzt habe, sie dient wieder dem Menschen dadurch, indem sie sein Bestehen sichert. Nichts ist ohne Zweck und Ziel, nichts geschieht ohne Meinen Willen, alles hat Meine Weisheit und Liebe zur Begründung. Und so euch Meine Weisheit nicht offenkundig ist, weil ihr um den Zusammenhang nicht wißt, den alle Schöpfungswerke miteinander haben, so erkennet Meine Liebe, die immer wieder in den Wundern der Natur zum Ausdruck kommt. Sehet, wie alles um euch grünt und blüht, wie es reift und Früchte trägt, sehet, wie immer wieder der gleiche Prozeß sich vollzieht .... für euch .... um euch Menschen das Leben zu sichern und um alles, was lebt auf Erden, zu erhalten .... Unzählige Schöpfungen ließ Ich erstehen in verschiedensten Ausmaßen, in den verschiedensten Formen und Bestimmungen, und so ihr Augen und Ohren öffnet, entgeht euch nichts, und Meine übergroße Liebe und Weisheit muß euch offenbar werden .... Denn Ich gebe, auf daß ihr empfangen könnt, Ich erschaffe, auf daß ihr den Nutzen davon ziehet, Ich erhalte und betreue die Schöpfung, auf daß euer Herz sich daran erfreue und ihr Mich erkennet .... Mich, Der Ich bin von Ewigkeit und Dessen Sein ihr anzweifelt .... Dessen Wille und Wesen ihr ausschalten wollt und Dessen Werke ihr als von selbst entstanden ansehet. Ihr wandelt blind an allen Wundern der Schöpfung vorüber, und ihr versteht die Sprache der Natur nicht, ihr sehet die Schöpfung, aber nicht den Schöpfer in ihr, ihr sehet wohl die Wirkung, aber nicht die Ursache, den Willen, der jeglicher Schöpfung zugrunde liegt. Ihr glaubt, voller Weisheit zu sein und die Entstehung aller Dinge ergründen zu können, doch euer Wissen ist Stückwerk, solange ihr Mich nicht als Urgrund der Schöpfung anerkennt. In jeder Naturschöpfung trete Ich euch nahe, sie ist der Ausfluß Meiner Selbst, sie ist ein Gedanke, der nach Meinem Willen zur Form wurde; jede Naturschöpfung ist ein Beweis, daß Ich bin, weil ohne Mich nichts wäre, weil Mein Wille allein das ins Leben rief, was ihr seht und was Kundgabe 2834 5 Kundgabe 2834 euch umgibt. Und nichts kann sein oder werden ohne Meinen Willen, nichts kann bestehen, wenn Mein Wille und Meine Weisheit nicht seine Zustimmung gibt. Mein Wille, Meine Liebe, Meine Weisheit und Meine Kraft aber müssen euch auch glauben lehren an ein Wesen, sie müssen euch erkennen lassen, daß jene einem Wesen angehören, Das also auch zu euch sprechen will durch die Wunder der Natur, Das mit euch innig verbunden sein möchte, die ihr, als auch Seine Schöpfungswerke, Anlaß seid zur Entstehung der gesamten Schöpfung .... Ich will, daß ihr wissend werdet, dann aber müsset ihr lauschen auf die Sprache der Schöpfung, auf die Stimme, die sich euch in der Natur kundgibt, ihr müsset mit Mir, als dem wesenhaften Schöpfer aller Dinge, Zwiesprache halten, und Ich werde auf eure Fragen euch Antwort geben, Ich werde euch bedenken eurem Willen zur Wahrheit gemäß, sowie ihr Mich als den Geber der Wahrheit anerkennt. Ich bin euch nahe zu jeder Zeit, sowie ihr Mich zu hören begehrt, sowie ihr nur einen Gedanken zu Mir zur Höhe sendet. Und darum werdet ihr Mich finden, wo ihr auch weilet, doch am ehesten werdet ihr Mich suchen in der Einsamkeit, wo alles um euch gemahnet an den Schöpfer, Der Himmel und Erde erstehen ließ durch Seinen Willen, weil Seine Liebe Ihn bestimmte, dem Wesenhaften, daß sich von Ihm einst getrennt hatte, eine Möglichkeit zu geben, Ihm wieder nahezukommen. Und das Wissen darum soll euch Menschen zugehen, das Wissen darum sollt ihr selbst begehren, und darum sollt ihr horchen auf die Sprache der Schöpfung, denn durch diese spreche Ich zu euch, die ihr Mich hören wollt .... Amen

6 Warum Frage .... (Anthroposoph Köln) Fall der Engel .... Sünde ....

Kundgabe 4551 28.1.1949

Für die Menschen bleibt es ewig unergründbar, was Gott veranlaßt zu Seinem Walten und Wirken, denn der Menschenverstand fasset es nicht, welche Motive der Kraftentfaltung Gottes zugrunde liegen; er fasset auch nicht die Zusammenhänge, weil er nur die Auswirkung dessen sehen und empfinden kann, was uranfänglich sich abspielte im geistigen Reich, in einer Welt, von der alle sichtbaren Schöpfungen nur ein schwacher Abglanz sind, die niemals vergleichsweise angeführt werden können und die erst erschaffen wurden als Folge dessen, was einstmals vor sich ging im Reiche der von Gott geschaffenen Geister. Diese waren reinste Ausstrahlung Seiner Kraft, folglich auch macht- und kraftvoll, und sie standen in höchster Vollkommenheit. Gottes Gestaltungswille hatte sich auch auf Seine Geschöpfe übertragen, so daß alle Seine Gedanken auch in ihnen zur Ausführung drängten und sonach ein Schöpfungswille von ungeahntem Ausmaß diese Wesen beseelte, der nun ohne Einschränkung tätig wurde, das heißt Neuschöpfungen zuwege brachte, die sich selbst übertrafen. Diese Neuschöpfungen aber waren immer wieder beseelte Wesen, in höchster Vollkommenheit stehend, also auch denkfähig und mit einem freien Willen begabt. Das erste Wesen, das von Gott ausging, überstrahlte alles an Licht und Kraft, denn es entfaltete sich aus Gott Selbst und fand seine Seligkeit in ständigem Nützen seiner unbegrenzten Kraft. Seine Schöpfungen mehrten sich und seine Seligkeit steigerte sich ins ungemessene, von Gott aus waren ihm keine Grenzen gesetzt, doch Er stellte ihm eine Probe, weil Er wollte, daß sich das Wesen selbst erkennen sollte als Träger der von Gott ausgehenden Kraft .... diese Probe bestand darin, daß das Wesen .... Luzifer .... Gott seinen Geschöpfen als Ausgang darstellen sollte, auf daß auch er sich selbst bewußt blieb, von Gott stets die Kraft entgegenzunehmen, die ihn zu seiner schöpferischen Tätigkeit befähigte. Er sollte also Gott als Schöpfer und Kraftquell anerkennen, und seine Seligkeit wäre unbegrenzt gewesen in Ewigkeit. Die Probe wurde ihm nicht gestellt allein um dieser Anerkennung willen, sondern er wurde nur vor einen freien Willensentscheid gestellt, der ihn aus dem vollkommen erschaffenen Wesen zu einem aus eigenem Willen vollkommenen Wesen erheben sollte, auf daß er nun als wahrhaft göttliches Wesen seine Macht und Kraft gebrauchen konnte im Willen Gottes .... Und er versagte .... Er wollte nicht Kraftempfänger, sondern selbst Kraftquell sein, und die Fülle der ihm zu Gebote stehenden Kraft dünkte ihm Beweis genug .... Er trennte sich also willensmäßig von Gott, wenngleich eine Trennung von Ihm nicht möglich war, da er ohne Gott nicht mehr bestehen könnte. Und da durch seinen Willen unter Nützung der Kraft aus Gott unzählige Wesen erstanden waren, fühlte er sich als deren Schöpfer in ungeheurer Kraft und Macht stehend, und also löste er sich willensmäßig von Gott in Überheblichkeit und Herrschbegierde. Er wurde sündig dadurch und zog alle seine Geschöpfe mit in die Sünde hinein, die nun zwar selbst noch schuldlos waren, jedoch völlig unter dem Einfluß dessen standen, der ihnen das Leben gegeben hatte. Ihnen nun gab Gott das Selbstbestimmungsrecht, sie durften das Licht erschauen, sie erkannten in ihrer Vollkommenheit auch ihren Ausgang, sie konnten sonach auch bei Gott verbleiben und teilhaben an Seiner Herrlichkeit, doch es waren nur wenige, die sich Ihm anschlossen, deren Wille also frei sich für Gott entschied und die als Seine Engel ständig um Ihn sind Kundgabe 4551 7 Kundgabe 4551 und für Ihn tätig im geistigen Reich. Die Mehrzahl aber fiel .... sie schloß sich ihrem Erzeuger an, trat aus eigenem Antrieb in dessen Willen ein und fiel somit in einen Zustand geistiger Finsternis .... Das Erkennen ward ihm genommen, weil sich die Wirkung der Kraft verringert, sowie sich das Wesen von Gott entfernt .... Doch alles war und ist Kraft aus Gott, das ewig nicht verlorengehen kann und daher wieder auf einem von Gottes Weisheit als erfolgreich erkanntem Wege zu Ihm zurückkehren muß. Und dieser Weg ist der Gang durch die irdisch materielle Schöpfung, die Gott zu dem Zweck des Zurückleitens des einst gefallen Geistigen erstehen ließ. Durch diese Schöpfung geht das Geistige im gebundenen Willen, das heißt im Mußzustand den langsamen Aufwärtsentwicklungsgang bis zu dem Stadium, wo ihm der freie Wille zurückgegeben wird und es noch einmal vor den Entscheid gestellt wird, sich die Macht selbst zu wählen, der das Wesen angehören will. Das Wesen ist belastet mit der Sünde der einstigen Auflehnung gegen Gott und kann sich aber davon freimachen mit der Inanspruchnahme der Kraft aus Gott, die es einstmals zurückgewiesen hatte, doch diese Kraft muß es sich selbst erwerben durch Liebeswirken und bewußtes Anfordern von Gott im Gebet. Es muß den freien Willen im Erdenleben nützen in der rechten Weise .... es muß sich Gott wieder zuwenden und Ihn als Vater und Schöpfer von Ewigkeit anerkennen .... Dann tritt es wieder in den Lichtzustand ein, es wird Kraftempfänger und kann also wieder tätig sein nach seinem Willen, der nun auch der Wille Gottes ist .... es wird schaffen und gestalten können zu seiner eigenen Beglückung und daher ewig selig sein .... Amen

8 Zweck der Schöpfung .... Entwicklungsgang ....

Kundgabe 5703 21.6.1953

Die Welt mit allen euch sichtbaren Schöpfungen dient nur dem einen Zweck, der Rückführung des einst von Gott abgefallenen Geistigen, das in unzähligen einzelnen Substanzen oder Geistfünkchen in diesen Schöpfungen gebannt ist, um sich in stetem Wechsel seines Aufenthaltes, in steter Änderung der Außenhülle wieder langsam aufwärtszuentwickeln, bis zu einem bestimmten Reifegrad, der dann die Verkörperung dieses Geistigen als Seele im Menschen möglich macht, in welcher nun die letzte Rückkehr zu Gott im freien Willen stattfinden soll .... Es ist wahrlich ein endlos langer Weg, den das Geistige gegangen ist vor der Verkörperung als Mensch, es ist ein Weg, der in grenzenloser Qual der Fesselung begann und Fesselung blieb endlos lange Zeit hindurch, bis sich dann die Fesseln zu lockern begannen und schließlich mehr und mehr nachließen, doch immer für das Geistige ein Zustand der Gebundenheit blieb, aus dem sich aber der Mensch erlösen kann, wenn er es will .... Ihr Menschen also seid eurer Seele nach durch alle diese euch sichtbaren Schöpfungen hindurchgegangen, und ihr seid nun in dem letzten Stadium eurer Entwicklung auf Erden angelangt. Ihr habet nur noch eure letzte Aufgabe auf dieser zu erfüllen, um dann, jeder irdischen Fessel ledig, wieder das Reich zu bewohnen, das ihr einstmals im freien Willen verlassen habt durch eure Auflehnung gegen Gott .... Und diese eure letzte Aufgabe auf Erden ist, im freien Willen euch völlig der ewigen Gottheit unterzuordnen, weil ihr euch einst gegen Gott auflehntet .... in Liebe zu dienen, weil ihr einstens in Lieblosigkeit herrschen wolltet .... wieder vollkommen zu werden durch die Liebe, weil ihr euch aller göttlichen Eigenschaften selbst beraubtet durch eure Sünde wider Gott .... Ihr sollet wieder licht- und kraftvoll werden, wie ihr es waret von Anbeginn .... Denn ihr seid in aller Vollkommenheit aus Gott hervorgegangene Wesen, die aber bar sind jeder Erkenntnis ihres Seins, weil sie bar sind jeder Liebe, weil sie sich entfernten von Gott und somit von Seiner Liebe nicht mehr durchstrahlt werden konnten, weil jeder Widerstand gegen Gott auch Seine Liebestrahlung unwirksam werden lässet, wenngleich die Liebe Gottes zu Seinen Geschöpfen ewig nicht aufhöret. Der Entwicklungsprozeß aus der Tiefe zur Höhe findet statt in allem und durch alles, was ihr sehet. Und somit ist euch kurz der Sinn und Zweck der Schöpfung erklärt und auch der Sinn und Zweck eures Erdenlebens. Ihr dürfet und müsset darum wissen, um bewußt das letzte Ziel auf Erden anzustreben, wie ihr aber auch wissen müsset um Den, Der euer aller Gott und Schöpfer ist, Der aber von euch als Vater erkannt und geliebt werden will, um euch nun Seine Liebekraft in einem Maß zuströmen lassen zu können, daß ihr euren Urzustand wieder erreichet, daß ihr als Seine Kinder das Erdenleben beendet und zu Ihm zurückkehrt in euer Vaterhaus, um mit Ihm und in Seinem Willen nun schaffen und wirken zu können, wie es eure Bestimmung ist von Ewigkeit. Um euch Menschen nun dieses Wissen, diese Erkenntnis zuzuleiten, spricht Er Selbst euch an, Er lässet euch Sein Wort vernehmen, und Er unterweiset euch durch Sein Wort, Er unterbreitet euch Seinen Willen, dessen Erfüllung euch unweigerlich wieder den Reifegrad einträgt, den ihr freiwillig dahingegeben habt. Er verlangt nur von euch die Wandlung eures Wesens zur Liebe .... Erfüllet ihr diesen Seinen Willen, dann ist auch eure Aufwärtsentwicklung gesichert, dann erfüllet ihr eure Erdenaufgabe, dann ist der Weg von der tiefsten Tiefe zur Höhe mit dem Erfolg zurückgelegt worden, daß ihr wieder vereinigt seid mit Gott, von Dem ihr euch einst getrennt habt, und daß ihr nun vereinigt bleibt mit Ihm bis in alle Ewigkeit .... Amen

9 Die Größe der Urschuld bedingt Erlösung durch Jesus Christus ....

Kundgabe 8652 22.10.1963

Wenn euch das Wissen zugeführt wird über den endlos langen Entwicklungsweg, den ihr zurücklegen mußtet vor eurer letzten Verkörperung als Mensch, und ihr darüber nachdenket, dann müßtet ihr auch erkennen, wie groß die Schuld gewesen ist, die ihr euch aufgebürdet hattet durch euren einstigen Abfall von Mir .... Denn Meine Gerechtigkeit wird wahrlich euch nicht ein Übermaß von Qualen erdulden lassen, wenn ihr sie nicht selbst verschuldet hättet. Und wiederum ist es kein Strafakt Meinerseits, sondern wieder nur ein Werk Meiner endlosen Liebe, weil Ich euch beglücken will, doch nicht gegen Mein Gesetz ewiger Ordnung euch ein seliges Leben bereiten kann, solange ihr euch in einem Mir widersetzlichen Zustand befindet .... was aber der Fall ist durch eure einstige Auflehnung wider Mich. Ihr könnet als Mensch jedoch nicht die Größe eurer Schuld ermessen, denn euer Denken ist nur begrenzt. Das Wesen aber, das einstmals gefallen ist, stand nicht in dieser Begrenzung des Wissens wie ihr jetzt als Mensch .... sondern es waren vollkommene Geschöpfe, die im hellsten Licht der Erkenntnis standen. Und darum ist ihre Schuld so unermeßlich groß, daß sie ein Sühnewerk erfordert, was nicht einmal durch den endlos langen Gang durch die Schöpfung geleistet werden konnte, sondern erst das größte Liebe- und Erbarmungswerk des Menschen Jesus vollbracht werden mußte, um die endgültige Tilgung der großen Schuld zu ermöglichen, die aber auch die Anerkennung Jesu als Gottes Sohn und Erlöser der Welt bedingt .... Kehret ihr wieder in das Lichtreich zurück, aus dem ihr gekommen seid, dann werdet ihr die Größe der Schuld ermessen können, die ein Auflehnen wider Mich bedeutete. Und ihr werdet auch verstehen, daß ihr nur auf diesem Wege durch die Schöpfung wieder den Reifegrad erreichen konntet, in dem ihr dann auch das Erlösungswerk Jesu begreifen und annehmen konntet .... Als Mensch aber könnt ihr es nicht übersehen, welch große Bedeutung dieses Erlösungswerk für euch .... für eine jede einzelne Seele .... hat, und ihr müsset darum „glauben“, was euch darüber unterbreitet wird, und ohne Beweise den göttlichen Erlöser Jesus Christus anerkennen, dann entsühnet ihr auch dadurch eure einstige Schuld, ihr vertrauet euch wieder Mir .... Der Ich in Jesus verkörpert war .... an und kehret gleichsam freiwillig zu Dem zurück, Den ihr einstens nicht anerkennen wolltet und Ihm Widerstand leistetet .... Es kann euch zwar als Mensch über alles vollste Aufklärung gegeben werden, doch ihr seid nicht fähig, alles zu fassen in eurem noch unvollkommenen Zustand. Daher wird es immer ein Glaubensakt für euch Menschen sein, wenn ihr den Weg nehmet zum Kreuz, der aber auch eure einzige und sichere Rettung ist, denn Jesus übernimmt dann die Schuld für euch, denn Er ist um der Sündenschuld der Menschen willen gestorben am Kreuz, Er hat sie auf Sich genommen und durch Sein Blut getilgt, auf daß ihr frei werdet davon. Und doch kann euch diese größte und wichtigste Lehre über das Erlösungswerk nicht bewiesen werden .... Ihr müsset frei glauben ohne jeglichen Zwang .... Aber ihr könnet es auch, weil Ich niemals etwas von euch verlange, was unmöglich wäre, und weil Ich stets euch verhelfe zur rechten Erkenntnis. Doch eines dürfet ihr nicht übergehen oder ausschalten: daß ihr ein Liebeleben führet .... weil die Liebe die Kraft ist, die euch zu allem befähigt, weil ihr durch die Liebe zu dem inneren Licht der Erkenntnis gelanget und weil ihr euch durch Kundgabe 8652 10 Kundgabe 8652 die Liebe auch mit Mir wieder verbindet und den Zustand herstellet, der vor eurem Sündenfall gewesen ist, daß Ich euch ständig durchstrahlen konnte. So auch kann Ich euch als Mensch anstrahlen, sowie ihr selbst dazu bereit seid, sowie ihr die Liebe übet und euch freiwillig Mir zuwendet und euch also Meiner Liebeanstrahlung nicht mehr widersetzet wie einst, sondern euch Mir öffnet und unbeschränkt nun Mein Liebestrom sich in euch ergießen kann. Doch immer wird dies erst möglich sein, wenn ihr zuvor den Weg zum Kreuz genommen habt, daß ihr frei werdet von eurer Sündenschuld, ansonsten ihr noch in den Fesseln des Gegners schmachtet, der euch hindern wird am Liebewirken und er euch darum auch in geistiger Finsternis hält, weil er euch nicht verlieren will. Eure Schuld ist übergroß gewesen, doch sie ist getilgt durch Jesus Christus, Der für euch Menschen nun der schaubare Gott geworden ist, vorausgesetzt, daß ihr euch von Ihm erlösen lasset, denn ihr könnet in Ewigkeit nicht eure Schuld selbst abtragen; Ich kann euch aber auch nicht mit eurer Schuld aufnehmen in Mein Reich, denn Ich bin wohl ein Gott der Liebe, aber auch ein Gott der Gerechtigkeit .... Und diese Gerechtigkeit fordert restlose Vergebung der Schuld, die ihr nur bei Jesus Christus finden könnet, in Dem Ich Selbst das Erlösungswerk vollbrachte .... Amen

11 Erde Schule des Geistes .... Mittel zum Zweck .... Selbstzweck ....

Kundgabe 5750 18.u.19.8.1953

Betrachtet die Erde nur als Schule des Geistes, als Ausreifungsstation für eure Seele, die noch durch eine Schule gehen muß, bevor sie in das geistige Reich eintritt. Ihr könnet nicht zwangsläufig so geformt werden, daß ihr für das geistige Reich tauglich seid; ihr müsset diese Umformung selbst vollbringen .... Und dafür ist euch das Erdenleben gegeben worden .... Doch ihr Menschen erkennet nicht den Zweck und das Ziel des Erdenlebens .... ihr wertet es nach einer anderen Richtung aus, ihr suchet nur die Vorteile für den Körper herauszuholen und gedenket eurer Seele nicht .... ihr betrachtet die Erde als Selbstzweck, während sie doch nur das Mittel ist zum Zweck .... das Mittel, dem Geistigen die letzte Reife zu bringen. Die Willensprobe abzulegen ist die eigentliche Aufgabe, die ihr im Erdenleben erfüllen sollet, die aber in aller Freiheit abgelegt werden muß, weshalb ihr erst dann über Sinn und Zweck des Erdenlebens Aufklärung erhalten werdet, wenn ihr selbst euch ernstlich mit dieser Frage beschäftigt. Gott gab euch aber den Verstand, der euch zu jeder Zeit diese Frage stellen lassen kann, warum und zu welchem Zweck ihr euch auf Erden befindet .... Anregungen gibt es um euch genug, die euch zu dieser Frage veranlassen können, doch völlig frei aus euch heraus muß diese Frage kommen, um nun auch recht beantwortet werden zu können. Selbst den Weltmenschen sollte diese (19.8.1953) Frage beschäftigen, selbst er sollte zuweilen nachdenken über den Anlaß und den Zweck des Erdendaseins, sofern er sich für solche Gedanken Zeit nimmt .... In der Befriedigung seiner körperlichen Wünsche und Begierden sollte er wahrlich nicht den Zweck seines Lebens sehen, und tut er es dennoch, dann wird ihn auch immer der Gedanke an den Tod schrecken oder beunruhigen .... oder er weiset alle Gedanken daran zurück mit seiner Ansicht, nach dem Tode nicht mehr zu sein. Nur ein Mensch, der wenig nachdenkt, kann dieser Ansicht sein, denn er würde genug Beweise während des Erdenlebens finden, die ihn anders denken lernen müßten, wenn er sich nur ernstlich mit dem Problem des Fortlebens nach dem Tode befassen möchte. Dem Menschen ist der Verstand gegeben worden .... so er diesen aber nicht nützet, lebet er dahin wie ein Tier, denn ein rechtes Nützen des Verstandes lässet ihn anders denken und handeln .... es lässet ihn bewußt leben; der Weltmensch aber, der das Erdenleben als Selbstzweck betrachtet, hat von seinem Verstand noch nicht den rechten Gebrauch gemacht, er hat ihn nur nach einer Richtung hin tätig werden lassen, er hat noch nicht nachgedacht über eine geistige Welt, die wohl auch anzunehmen ist außerhalb der materiellen Welt .... ansonsten der Mensch unbeschränktes Bestimmungsrecht haben müßte über die gesamte Schöpfung, also auch über die naturmäßigen Vorgänge und über das eigene Schicksal .... Solange der Mensch selbst abhängig ist von einer höheren Macht, von einem höheren Willen, der ihm durch den Ablauf seines Erdenlebens bewiesen wird, so lange also muß er eine Welt oder ein Bereich anerkennen, wo diese höhere Macht waltet, und da er weiß, daß er dieser Macht widerstandslos ausgeliefert ist, daß diese Macht seinen Lebenslauf bestimmt, muß er sich auch die Frage vorlegen, warum und zu welchem Zweck sich sein Erdenleben so abwickelt, wie es der Fall ist .... und ob er wohl diesen Zweck erfüllt, der nimmermehr nur irdisches Wohlleben sein kann, sondern eine geistige Entwicklung wahrscheinlicher ist .... Der Mensch kann zu diesem Kundgabe 5750 12 Kundgabe 5750 Verstandesergebnis kommen, sowie er nur den Willen hat, überhaupt eine Aufklärung zu erhalten, ob das Erdenleben Selbstzweck ist oder nur das Mittel zum Zweck .... Die Gabe des Verstandes soll und muß er auswerten, denn er wird dereinst zur Verantwortung gezogen für seinen Willen, der sich allem widersetzt, was Gott ihm schenkt zur Erreichung seines Zieles auf Erden .... Amen

13 Erdenleben nur Durchgang zur Heimat ....

Kundgabe 6325 4.8.1955

Betrachtet euch nur als Passanten auf dieser Erde, die sich immer nur vorübergehend aufhalten, aber niemals ständig auf ihr, weil die wahre Heimat von euch das geistige Reich ist, zu dem ihr in Freiheit aber nur durch einen Gang auf dieser Erde gelangen könnet. Dann werdet ihr auch mit anderen Gedanken euer Erdenleben durchwandeln, denn so ihr eines bestimmten Zieles sicher seid, strebet ihr auch dieses Ziel an. Darum soll auch alles, was ihr auf Erden vorfindet, euch weder belasten noch fesseln, ihr sollet es immer nur betrachten als vorübergehend, so, als sei es auch nur geliehen oder als verbaue es euch nur zeitweise den Weg .... ihr sollet immer nur daran denken, daß einmal die Stunde kommt, da ihr durch dieses Erdental hindurchgeschritten seid und es verlassen müsset .... daß nun die Rückkehr stattfindet in eure wahre Heimat .... Und nun sorget, daß ihr zurückkehrt reich beladen mit Schätzen, die ihr in jenem Reich wieder verwenden könnet, daß ihr nicht arm und elend eure Heimat betretet, sondern lichtstrahlend und reich gesegnet mit geistigen Gütern .... Denn alles dieses könnet ihr euch im Erdenleben erwerben, wie und wo ihr auch wandelt auf Erden, ihr könnet immer euren geistigen Reichtum vermehren durch Liebewirken, wenn ihr euch nicht fesseln lasset von den irdischen Gütern und immer daran denket, daß diese vergänglich sind und ihr davon nichts hinübernehmen könnet in das jenseitige Reich. Doch geistige Güter könnet ihr euch in dieser Erdenzeit viele erwerben, denn es ist viel Not unter den Menschen, und immer könnet ihr Not lindern, geistig sowohl als auch irdisch .... Was ihr nun gebet im Erdenleben, empfanget ihr als geistigen Reichtum wieder zurück .... und darum sollet ihr austeilen, helfen, wo immer eure Hilfe erbeten wird .... Und ihr sollet auch ungebeten Not lindern, wo sie euch ersichtlich ist, und ihr werdet nach eurem Leibestode reich gesegnet sein und eingehen in das geistige Reich, denn „wie ihr ausmesset, so auch wird euch wieder zugemessen werden ....“ Wer aber sich als Herr der Erde fühlt, wer glaubt, ein Anrecht zu haben auf die Güter dieser Erde und sich des Besitzes sicher fühlt, ohne der Armut des Mitmenschen zu gedenken, der wird völlig entblößt dastehen an der Schwelle des Todes, er wird in ein Reich eingehen, wo er seine Armut bitter empfinden wird, denn er muß alles zurücklassen, was er besaß, und kann an geistigen Gütern nichts aufweisen, denn er fühlte sich nicht als Passant, sondern als ständiger Herr auf dieser Erde, er gedachte nicht seiner eigentlichen Heimat und findet diese daher auch in einem äußerst mangelhaften Zustand vor .... Amen

14 Bedeutsamkeit des Erdenlebens als Mensch ....

Kundgabe 8414 17.2.1963

Euer Dasein als Mensch ist die letzte Entwicklungsstufe des einst gefallenen Wesens, das als „Seele“ also in euch verkörpert ist, das noch von einer materiellen Außenform umhüllt ist, um diese nun zu überwinden und als geistiges Wesen die Hülle verlassen zu können, um einzugehen in das geistige Reich. In diesem Erdendasein kann die letzte Umwandlung zu dem Urwesen wieder stattfinden, wenn der freie Wille recht gerichtet ist, also bewußt Mich wieder anstrebt, von Dem es sich einst freiwillig entfernte .... Und es ist diese Umwandlung durchaus möglich, weil dem Menschen überreich Gnaden geschenkt werden und er bei rechter Nützung dieser Gnaden über die Kraft verfügt, alles noch Unreine von sich abzustoßen und völlig in göttlicher Ordnung zu leben, also ein Liebeleben zu führen, durch das er Seele und Leib vergeistigen kann und somit die Rückkehr zu Mir vollzogen ist .... Der Mensch kann aber auch alle ihm zur Verfügung stehenden Gnaden mißachten und anstatt zur Höhe wieder zur Tiefe streben, woran er nicht gehindert wird, weil er einen freien Willen hat als Zeichen seiner göttlichen Herkunft .... Doch er bereitet sich dann selbst wieder ein entsetzliches Los der Fesselung, das wieder endlose Zeiten dauert, bis ihm wieder Befreiung wird .... Wie bedeutsam also für euch Menschen das Erdendasein ist, das wollet ihr nicht glauben, und darum seid ihr lau in eurer Erdenaufgabe. Doch es geht um euer eigenes Schicksal, ihr selbst müsset die Folgen tragen, und es kann euch euer Los nicht abgenommen werden, das ihr selbst euch bereitet. Ihr habt die Wahl zwischen ewig währender Seligkeit und endlos langem Qualzustand, und ihr tut nur wenig dazu, euch erstere zu erwerben, sondern ihr geht gleichgültig euren Erdenweg dahin .... Und werdet ihr aufmerksam gemacht von euren Mitmenschen, die um die große Bedeutung des Erdenlebens wissen, so höret ihr sie ungläubig an und lasset euch nicht beeindrucken, sondern ihr haltet eure Mitmenschen für Phantasten, anstatt selbst nachzudenken, was euer Erdendasein wohl für eine Begründung haben könnte .... Und immer wieder werden an euch Menschen Ereignisse herantreten, die euch zum Nachdenken veranlassen könnten .... Immer wieder werden eure Gedanken durch Gespräche, durch Lesen von Büchern oder eigene Erlebnisse in jene Richtung gedrängt werden, auf daß ihr selbst nun gedanklich tätig werdet und euch befasset mit Fragen, die euch selbst und euer Erdendasein betreffen. Wenn ihr es nur glauben möchtet, daß das Erdenleben als Mensch ein großes Gnadengeschenk ist, das euch bei rechter Auswertung ungeahnte Seligkeit eintragen kann .... wenn ihr nur glauben möchtet, daß ein Sinn und Zweck eurem Erdenleben zugrunde liegt, daß ihr nicht „Zufalls-Geschöpfe“ seid, die keine Verantwortung tragen für den Erdengang und vergangen sind mit dem Tode des Leibes .... Es ist die Seele .... der einst gefallene Urgeist .... die zur letzten Befreiung kommen soll von jeglicher materiellen Außenform, und es ist das Erdenleben als Mensch die letzte Station auf einem endlos langen Entwicklungsgang .... Ihr Menschen seid ichbewußte Wesen, und ihr seid nur darum „ichbewußt“, weil eure Außenhülle einen Urgeist in sich trägt, der als ichbewußtes Wesen einst von Mir ausgegangen ist .... Also nicht euer Körper, euer Verstand, löset das Ichbewußtsein in euch aus, sondern es ist die Seele, die euer eigentliches Leben ist, die auch den Menschen erst zu einem ichbewußten Wesen werden läßt, denn ohne diese Seele ist der Mensch nur eine Kundgabe 8414 15 Kundgabe 8414 materielle Außenform ohne Leben, auch wenn alle Organe vorhanden sind, die jedoch ohne die Seele keinerlei Funktionen ausüben können .... Das „Leben“ dieser Außenform bedingt jene Seele .... einen Urgeist .... der den Körper erst belebt und ihn fähig macht zu jeglicher Tätigkeit .... Das solltet ihr Menschen euch stets vor Augen halten, daß ihr eines bestimmten Zweckes wegen auf Erden wandelt, und ihr solltet diesen Anlaß und Zweck zu ergründen suchen, dann wird euch auch Aufschluß gegeben werden durch Gedanken, die Ich Selbst euch zugehen lasse, auf daß ihr zur Erkenntnis kommet. Und immer wieder werde Ich daher euch Meine Boten zusenden und euch durch diese zu veranlassen suchen nachzudenken, und es wird wahrlich euch nur zum Segen gereichen, wenn ihr nicht in Gleichgültigkeit durch das Erdenleben gehet, sondern auch die Gabe des Verstandes nützet, der euch zur rechten Einstellung zu eurem Gott und Schöpfer führen kann, und ihr dann auch sicher zur rechten Erkenntnis gelanget .... Denn Ich bin wahrlich besorgt um einen jeden einzelnen Menschen, daß er die kurze Gnadenzeit als Mensch recht nützet und sein letztes Ziel erreichet .... daß seine Seele wieder zurückkehrt zu Mir, von Dem sie einst als geschaffener Geist ausgegangen ist .... Amen

16 Vollendete geistige Ordnung .... Unordnung ....

Kundgabe 1469 12.u.13.6.1940

Alles unvollendete Geistige bringt eine gewisse Unordnung in die Welt, denn alles Geordnete ist vollkommenes Geistiges, es ist das in göttlichem Willen Handelnde, und Gottes Wille ist Ordnung und Vollkommenheit. Der ungeordnete Zustand kann nimmer etwas Göttliches sein, also müssen die Wesen, die in gottgewolltem Zustand .... also in göttlicher Ordnung sind, den göttlichen Willen in sich tragen, das heißt , sie müssen zuvor sich nach göttlichem Willen bewegen, so sie Gott nahekommen wollen. Das Unreife aber strebt Gott entgegengesetztes Ziel an, es wird sich dem Willen dessen einfügen, der alle göttliche Ordnung zerstören will. Diese Unordnung kann jedoch nur dann hervorgerufen werden, wenn das unvollendete Geistige im Besitz des freien Willens ist, also in der Verkörperung als Mensch, denn zuvor bestimmt der göttliche Wille jede Tätigkeit des Wesens, und also muß diese Tätigkeit gleichfalls eine wohlgeordnete sein .... was im gesamten Schöpfungswerk zum Ausdruck kommt, das in Gott-gewollter Ordnung besteht und nicht von Gott entgegengesetztem Willen beliebig umgestaltet werden kann. Jedoch das Erdenleben ist der Willkür des Menschen ausgesetzt .... Und es schafft sich also der Mensch je nach Einstellung seines freien Willens einen Zustand der Ordnung oder auch der Unordnung. Ein Leben in Gottverbundenheit mit Hingabe des eigenen Willens muß verständlicherweise auch ordnungsgemäß verlaufen, und es muß dem göttlichen Willen gänzlich entsprechen. Es kann der Mensch nicht augenfällig gegen den göttlichen Willen verstoßen, solange er diesem sich unterordnet. Und folglich muß sein Lebenswandel in Gott-gewollter Ordnung geführt werden, er kann nicht anders als das anstreben, was Gott will .... (13.6.1940) Was nun gegen diese Ordnung gerichtet ist, muß also, da es Unordnung bedeutet, in sich zusammenstürzen, alles Geordnete hat in sich die Garantie, daß es bestehenbleibt, während der Vertreter der Unordnung, der Widersacher, das größte Interesse daran hat, alles zu vernichten und also dazu eine gewaltige Unordnung herbeiführt. Es wird nun auch verständlich sein, daß das Denken der Menschen in vollste Unordnung geraten ist, so es sich irgendwie zerstörend im Erdenleben äußert. Es wird immer der Erhaltungstrieb göttlich, der Zerstörungstrieb satanisch sein, und wer nun dem Drang in sich, zu vernichten, nachgibt, der stellt seinen Willen bewußt dem unter, der Gegner Gottes ist und Dessen Schöpfungswerk zunichte machen will, denn dieser bedienet sich des unreifen Geistigen, um gegen Gott triumphieren zu können. Er bedrängt das Geistige, er sucht den Willen des Menschen zu schwächen, auf daß dieser sich in Gott-entgegen-gerichteter Weise betätige, das heißt das von Ihm in Seiner Weisheit Erschaffene nicht achtet und es zu vernichten sucht. Und dies geht wider die göttliche Ordnung. Alles, was ist, dient zum Ausreifen des unvollendeten Geistigen. Jedes Vernichtenwollen irgendwelchen Schöpfungswerkes ist ein Eingreifen in den Willen Gottes, Der allem Geistigen seine Zeit gesetzt hat und es erst aus einer jeglichen Form erlöst, so das Geistige in dieser Form reif, das heißt fähig geworden ist, in gottgewollter Ordnung wieder das nächste Stadium der Verkörperung zu durchleben. Ein vorzeitig in seiner Höherentwicklung gestörtes Wesen möchte seiner Form entfliehen oder auch in einer seinem Geisteszustand nicht angepaßten Außenform Aufenthalt nehmen, und dies wäre, da die nötige Reife dazu fehlt, der Beginn einer unvorstellbaren Unordnung, die sich erschreckend auf Erden und auch im gesamten Kundgabe 1469 17 Kundgabe 1469 Universum auswirken würde. Denn es wäre alles der Willkür des unreifen, Gott abgewandten Geistigen preisgegeben. Es wäre ein offener Kampf gegen Gott, der aller göttlichen Weisheit entgegen wüten möchte, so er von Gott nicht gehindert würde. Dessentwegen ist auch der Wille des unreifen Wesens vor der Verkörperung als Mensch gebunden, um die göttliche Ordnung aufrechtzuerhalten, dagegen im Erdendasein die Gefahr, daß sich der verkehrte Wille so auswirkt, daß ein Chaos ohnegleichen, eine Verwirrung des menschlichen Denkens die größte Unordnung anrichten kann. Und dieser Unordnung gilt der ganze Kampf alles guten Geistigen, denn Gott Selbst legt keine Zwangsmittel als Hemmung an, um das unreife Geistige in vollster Freiheit des Willens zu belassen, nur wird immer alles gegen den göttlichen Willen gerichtete Streben Sünde sein; es verstößt das Wesen gegen das göttliche Gesetz .... das in sich Ordnung ist .... so es Wohlgefallen daran findet, diese Ordnung in Unordnung umzuwandeln. Denn es ordnet sich dann dem Willen des Widersachers unter, dessen Verlangen ist, alles zu zerstören, was Gott geschaffen hat .... Es wird ihm dies nicht gelingen, doch schon der Wille dazu ist größter Verstoß gegen Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht, er ist Auflehnung gegen Gott und zieht also die schlimmsten Folgen nach sich. Es kann das wider Ihn wütende Geistige sich solange nicht der Freiheit erfreuen, wie es sich gegen den göttlichen Willen und die göttliche Ordnung auflehnt. Es ist unfrei, solange es sich nicht in diese Gott-gewollte Ordnung einfügt .... Amen

18 Zerstören der Schöpfungswerke und seine Folgen ....

Kundgabe 3300 20.10.1944

Alles, was euren Augen ersichtlich ist, bezeugt euch die Liebe Gottes; es ist entstanden, um dem gefallenen Wesenhaften zu helfen, um es aus seinem gesunkenen Zustand wieder zur Höhe zu führen, und darum ist jegliches Schöpfungswerk als ein Ausfluß der göttlichen Liebe anzusehen und muß demnach auch geachtet und gewertet werden. Es darf nichts mutwillig zerstört werden, was Gott erstehen ließ, weil dann die Bestimmung dessen, die Zweckerfüllung, verhindert wird. Und es darf auch nicht ein Menschenwerk zerstört werden, was eine Bestimmung gleichfalls zugewiesen bekommen hat .... die Bestimmung, einen dienenden Zweck zu erfüllen. Denn jeglichem Schöpfungswerk, das durch den Willen Gottes entstanden ist, ist diese Bestimmung zugewiesen, ansonsten es die Höherentwicklung des Wesenhaften nicht fördern könnte. Und ebenso sind auch menschlich entstandene Schöpfungen zu bewerten ihrer Bestimmung nach .... Sowie sie die gleiche Aufgabe haben, wieder zu nützen, sowie sie in irgendeiner Weise dienen dem Mitmenschen oder auch anderen Schöpfungen, tragen sie auch zur Weiterentwicklung des Wesenhaften bei, und sie erfüllen ihren Zweck. Solche Schöpfungen zu zerstören bedeutet ein Unterbrechen des Entwicklungsganges des Geistigen und kann niemals vor Gott gerechtfertigt werden .... wie überhaupt ein jedes Zerstören der Materie als Beweggrund die Liebe haben muß, um vor Gott gerechtfertigt zu sein .... So also eine Zerstörung vor sich geht, um nützliche Gegenstände zu schaffen, die den Menschen zuträglich sind, die einen dienenden Zweck erfüllen, ist diese Zerstörung in der Liebe zum Nächsten begründet. Jede sonstige Zerstörung aber ist Frevel .... Frevel am Nächsten und an Gott, Der durch Seine Macht Dinge erstehen ließ, die wahrlich einen anderen Zweck haben, als dem Vernichtungswillen der Menschen anheimzufallen .... Und dieser Frevel rächt sich schwer .... Was an Materie zerstört wird unter der Triebkraft des Hasses und der Lieblosigkeit der Menschen gegeneinander, das müssen die Menschen auch entgelten .... sowohl rein irdisch, da ihnen Dinge verlorengehen, die ihren dienenden Zweck ihnen gegenüber erfüllten, als auch geistig, und letzteres in besonders leidvoller Art .... Denn es ist Geistiges frei geworden, wider seinen Willen und vorzeitig, und dieses Geistige bedrängt alles Wesenhafte in seiner Umgebung, besonders aber den Menschen, indem es ihm ständig vor die Augen seiner Seele tritt, das heißt ständig seine Gedanken beschäftigt mit den verlorenen Dingen und dies der Seele außerordentlich schädlich ist, weil sie dadurch gehemmt wird in ihrer Entwicklung. Sie wird vom geistigen Streben zurückgehalten, ihre Sinne werden stets auf das Irdische gelenkt, und so können die Schöpfungen für einen Menschen zur stillen Qual werden, so sie ihm fehlen, so sie dem menschlichen Vernichtungswillen zum Opfer fallen. Jegliche Schöpfung soll geachtet werden, die das Werk Gottes oder des Menschen ist, der nur aufbauend tätig sein will. Das zerstörende Prinzip aber zeigt sich im Wirken des Gegners von Gott .... Und dieser wütet zur Zeit in der Welt .... Er bestimmt die Menschen zu Gott-widrigem Vorgehen gegen Seine Schöpfungen, er hat in den Menschen den Vernichtungsdrang geweckt, weil sie bar jeder Liebe sind und den Sinn und Zweck der Schöpfung nicht mehr erkennen. Und es wird dies böse Folgen nach sich ziehen, denn diesem Vernichtungswerk der Menschen, als Einfluß der bösen Macht, wird Gott ein Vernichtungswerk entgegensetzen, das weit Kundgabe 3300 19 Kundgabe 3300 größer ist, jedoch nur in der Liebe Gottes begründet ist .... Er wird das Geistige befreien aus endlos langer Gefangenschaft, das willig ist, den Gang auf Erden in dienender Weise zu gehen .... Er wird die feste Materie lockern, auf daß dem menschlichen Zerstörungswillen Einhalt geboten wird und die irdischen Schöpfungen von den Menschen als das anzusehen gelernt werden, was sie sind, als Mittel zur Entwicklung, sowie sie ihre dienenden Funktionen ausüben können. Es wird dieser göttliche Zerstörungsakt die Menschen noch weit schwerer treffen, doch es ist dies nötig, auf daß sie wieder in das rechte Denken zurückgeleitet werden, auf daß sie achten und schätzen ein jegliches Schöpfungswerk, auf daß sie seine Bestimmung erkennen und sich wieder aufbauend betätigen. Denn dies allein ist göttliche Ordnung, daß alles, was ist, zur Höhe schreitet und daß auch jegliches menschliche Schöpfungswerk eine Entwicklung des Geistigen gewährleistet, sowie es seinen dienenden Zweck erfüllt, sowie es aus dem Willen des Menschen zu helfen, hervorgegangen ist .... Amen

20 Verunreinigung von Luft - Wasser - Nahrung ....

Kundgabe 6855 21.u.23.6.1957

Jeder Mensch soll von euch das gleiche erwarten dürfen, was ihr von ihm erwartet. Einem jeden sollet ihr Gerechtigkeit zukommen lassen, wie ihr auch dieselbe von ihm verlangt. Ihr sollet nicht mit verschiedenem Maß messen und glauben, selbst größere Anrechte zu haben als euer Mitmensch, wenn es sich darum handelt, daß ihr Nutznießer seid dessen, was euch von Mir aus frei geschenkt worden ist .... was ihr euch nicht selbst erworben habt, sondern was allen Menschen gleicherweise zur Verfügung steht .... worunter geistige und irdische Güter zu verstehen sind, die Meine Liebe und Mein Schöpferwille für euch immer bereithält. Dazu also gehören alle Gaben, die ihr aus Meiner Hand empfanget .... die ihr euch nicht selbst herstellen könnet, die ohne euer Zutun da sind und die zu eurem Bestehen beitragen .... die also euer natürliches Leben bedingen und die keinem Menschen entzogen werden dürfen, wenn nicht dessen Leben gefährdet werden soll. Es sind die Lebensgüter, die jeder Mensch zu beanspruchen hat und die von seiten der Mitmenschen ihm auch nicht entzogen werden dürfen, ansonsten ein Vergehen wider Meine ewige Ordnung weittragende Folgen nach sich zieht, die sich nicht nur an den schuldigen Menschen auswirken, sondern auch die Schöpfungen betreffen und somit auch zur Auflösung dieser führen können. Ihr werdet dies verstehen, wenn ihr nur darüber nachdenket, welche Lebenselemente ihr benötigt, und euch die Verschiedenheit dieser vorstellet .... wenn ihr Luft und Wasser und deren Beschaffenheit und Wirkung an euch selbst feststellet, die dem Menschen vollste Gesundheit schenken, aber auch zu Siechtum und Zerstörung der Körperorgane führen können, wo durch Menschenwillen eine Verseuchung der Luft und des Wassers stattfindet, die unübersehbaren Schaden bringt .... Luft und Wasser sind Gottesgaben, die ein jeder Mensch benötigt und darum auch aus Meiner Hand empfängt. Und die Sündhaftigkeit der Menschen kommt schon allein darin zum Ausdruck, daß sie sich nicht scheuen, diese überaus wichtigen Lebensgüter in einer Weise zu verunreinigen, daß den Mitmenschen lebensbedrohender Schaden daraus erwächst .... Und so, wie einem jeden Menschen sein eigenes Leben lieb ist, versündigt er sich, wenn er dem Mitmenschen die nötigsten Lebensbedürfnisse schmälert, wenn er dazu beiträgt, daß das Leben des Mitmenschen gefährdet ist .... Und unter „Gefährdung des Lebens“ ist auch zu verstehen, wenn das, was die Erde hervorbringt an Nahrung für Mensch und Tier, seiner natürlichen Beschaffenheit beraubt wird, wenn der Boden, auf dem es gedeihen soll, durch künstliche Mittel eine andere Beschaffenheit erhält und nun auch die darin erzeugten Produkte Stoffe enthalten, die keineswegs dem menschlichen Körper zuträglich sind. Es greifen die Menschen ein in Naturgesetze, sie wollen gleichsam verbessern, also Meine Schöpfungen als mangelhaft hinstellen, sie wollen dem Boden höhere Ertragsfähigkeit verschaffen, und sie bedienen sich dazu falscher Mittel .... Denn sie brauchten nur Mich um Meinen Segen anzugehen, um wahrlich auch gesegnete Ernten erzielen zu dürfen .... Eine weitere Versündigung auf diesem Gebiet ist es auch, (23.6.1957) wenn die Früchte geerntet werden vor ihrer Reife .... wenn Habgier und materialistisches Denken dem natürlichen Reifeprozeß vorgreifen und wenn dadurch der menschliche Körper gezwungen wird, den Kampf aufzunehmen mit noch unausgereiften Substanzen .... was nicht nur eine rein körperliche, sondern auch eine Kundgabe 6855 21 Kundgabe 6855 geistige Angelegenheit ist, die euch Menschen oft nicht bekannt ist. Es gehört aber alles unter das Mißachten des Gesetzes Meiner ewigen Ordnung. Es fügt der Mensch seinem Mitmenschen Schaden zu, er handelt nicht gerecht an ihm, und er trägt dazu bei, daß sich das Chaos auf Erden stets mehr vergrößert, weil nur ein völlig in gesetzmäßiger Ordnung-gelebtes Erdenleben sich recht auswirken kann an Leib und Seele. Und es hat ein jeder Mensch Anspruch darauf, daß die Naturordnung aufrechterhalten bleibt, denn Ich habe alles, was in der Schöpfung besteht, nicht für einen Menschen, sondern für alle Menschen erschaffen; es benötigt jeder Mensch reine Luft, reines Wasser und eine gute Nahrung für sein körperliches Leben, und es hat kein Mensch das Recht, dem Mitmenschen einen Schaden zuzufügen, den er für sich selbst auch nicht wünschet. In der letzten Zeit vor dem Ende aber wird keinerlei Rücksicht mehr genommen auf das Leben des Mitmenschen; es wird bedenkenlos experimentiert in jeder Weise, und immer nur aus Ehrgeiz, Habgier oder Machthunger, und es wird das Leben in Gesundheit gefährdet. Und also triumphiert der, der alles Geschöpfliche zerstören möchte, um das darin Gebundene wieder freizubekommen in der falschen Annahme, daß es ihm dann wieder gehört .... Ihm haben sich die Menschen alle in die Gewalt begeben, die gegen die göttliche Ordnung verstoßen, seinen Einflüsterungen folgen sie, und Meiner Gebote achten sie nicht, die Liebe und Gerechtigkeit fordern .... Jeder Mensch denkt nur an sich und seinen eigenen Vorteil, und das Los des Mitmenschen lässet ihn unberührt. Und auch das Leben des Mitmenschen ist ihm nicht mehr heilig, ansonsten es nicht dazu kommen könnte, was aber mit Sicherheit zu erwarten ist: daß das Leben aller Menschen aufs Spiel gesetzt wird, weil die göttlichen Naturgesetze umgestoßen werden .... weil einmal die Elemente durchbrechen werden mit aller Gewalt, wozu die Menschen selbst den Anlaß geben, die sich versündigen gegen die göttliche Ordnung, gegen Mein Gebot der Gottes- und der Nächstenliebe .... Amen

22 Hingabe der Welt .... Irdische Pflichterfüllung und Segen Gottes ....

Kundgabe 4436 19.9.1948

Was bietet euch die Welt? So ihr es recht betrachtet, sind es nur Dinge, die euch für kurze Zeit das Erdenleben schöner gestalten, jedoch keinen bleibenden Wert haben. Und so ihr dagegensetzet, daß jeder Tag euch von dieser Erde abrufen kann, schaffet ihr, irdisch gesehen, nur für einen Tag, denn schon der morgige Tag kann euer letzter sein. Doch auch ein langes Erdenleben steht nicht im Verhältnis zu der Ewigkeit, und es ist nur unklug, für diese begrenzte Zeit sich zu versorgen und der Ewigkeit nicht zu gedenken. Befasset ihr euch aber einmal mit dem Gedanken an das Leben nach dem Tode, dann erkennet ihr erst, welchen Scheingütern ihr nachjagt, und dann werdet ihr das geistige Streben derer verstehen, die die Erde nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck erkannt haben. Und dann werdet auch ihr streben nach der Wahrheit, nach Erkenntnis und nach Mir, Der Ich euch dies alles vermitteln kann. Doch eines dürfet ihr nicht verfehlen, Mich als Beistand und Ratgeber anzurufen, daß Ich Mich eurer annehme und euch fernerhin führe auf der Lebensbahn, daß ihr Mich erwählet und Meinetwegen die Welt hingebet, das heißt keine großen Hoffnungen setzet auf ein Leben in äußerer Behaglichkeit, sondern tief innerlich ein Leben führet mit Mir, abseits von der Welt. Es ist diese Trennung dringend nötig, wie es auch nötig ist, daß ihr von der reinen Wahrheit Kenntnis nehmet, die euch, von außen kommend, durch die Weltmenschen nicht geboten werden kann. So ihr euch Mir empfehlet, gehe Ich mit euch und ebne auch die irdische Arbeit, denn niemand soll zu Schaden kommen, der für Mich und Mein Reich arbeitet. Ihr sollet wohl eure Pflicht erfüllen, das heißt den Posten ausfüllen, der euch zugeteilt ist, doch wer segnet euch die irdische Arbeit, so Ich es nicht tue? Ihr könnet nicht von selbst euch den Erfolg erzwingen, und so Mein Wille dagegen ist, könnet ihr nichts tun, obgleich ihr mühsam und unausgesetzt tätig seid. Umgekehrt aber kann Ich eure Arbeit begünstigen und euch in der Ausführung helfen. Ich aber fordere dagegen, daß ihr euch zuneiget Meiner euch von oben vermittelten Gabe, daß ihr dieser volle Beachtung schenket und für ihre Verbreitung Sorge traget. Dann könnet ihr völlig sorglos leben, denn jegliche Sorge übernehme Ich für euch. Kommet zuerst eurer geistigen Arbeit nach, und gesegnet wird sein alles, was ihr irdisch unternehmet, um die für die Erde euch zugewiesene Aufgabe zu erfüllen. Denn Ich versehe euch wahrlich besser als die irdische Welt .... Doch von Meinen Bedingungen gehe Ich nicht ab, die Ich daran geknüpft habe, daß Ich als Vater euch, Meine Kinder, bedenke mit allem, was ihr benötigt geistig und irdisch .... Amen

23 Wiedergeburt .... Vergeblicher Erdenlebensweg ....

Kundgabe 6117 23.11.1954

Vergeblich ist euer Erdenlebensweg, wenn er eurer Seele keinen geistigen Fortschritt bringt .... wenn es euch nicht gelingt in dieser Zeit, euch in geistige Sphären zu schwingen, die zu enge Bindung mit der Erde .... mit dem materiellen Besitz .... zu lösen .... wenn ihr nicht auf Erden die geistige Wiedergeburt erlanget. Eure Seele soll aus einer dunklen Haft heraustreten in ein lichtvolles Leben, sie soll frei werden von jeder materiellen Fessel, denn sie ist ein Geist und fühlt sich nur wohl im geistigen Reich, wenn sie jeder Fessel ledig ist. Der irdische Körper ist eine Fessel für die Seele und, seine Begehren sind immer materieller Art .... Läßt sie sich von ihm bestimmen, dann bleibt sie in Unfreiheit, sie bleibt irdisch gesinnt, und jegliches geistige Verlangen wird in ihr erstickt. Sie muß sich frei machen von körperlichen Begierden, sie darf dem Körper nicht gewähren, was er verlangt, denn sie ist der Träger des Willens, und sie bestimmt über sich selbst .... Gelingt es ihr, den Körper zu überwinden oder ihn gar ihren eigenen Wünschen oder dem von ihr erkannten „Besseren“ geneigt zu machen, dann findet sie eine gar gewaltige Unterstützung von seiten des in ihr sich bergenden Geistes, der sie mehr und mehr dem geistigen Reich zudrängt, der ihr die Schätze des geistigen Reiches darbietet und sie ihr als allein begehrenswert vorstellt .... Sowie sich die Seele den geistigen Belehrungen zugänglich zeigt, ist ihr Los in der Ewigkeit schon entschieden, der Aufstieg ist ihr gesichert, und der Erdenlebensweg hat ihr Erfolg eingetragen für die Ewigkeit .... Aber der Kampf der Seele zuvor ist schwer, wenn der Körper in jeder Weise auf sie einwirket, wenn sie zu schwach ist, ihm Widerstand zu leisten, wenn der Körper Oberherrschaft behält und die Seele umnebelt, daß sie nun willenlos sich ihm ergibt .... Sowie die Welt euch Menschen reizet, sowie ihr dieser alles abzugewinnen sucht, sowie ihr alle geistigen Gedanken verjaget, so sie in euch auftauchen, seid ihr in großer Gefahr, denn ihr erkennet nicht euren Erdenlebenszweck, ihr strebet völlig andere Ziele an als die, zwecks Erreichung derer ihr auf Erden weilet .... Euer Erdenleben geht bald vorüber, und alles, was ihr euch errungen habet an irdisch materiellen Gütern, das müsset ihr zurücklassen in der Stunde des Todes .... Und unglückselig werdet ihr sein, wenn ihr nicht im Besitz geistiger Güter in das jenseitige Reich eingeht .... Lasset euren Erdenwandel kein Leerlauf gewesen sein, suchet euch frei zu machen von allem, was nur dem Körper nützet, der Seele aber keinen Vorteil bringt. Und strebet das Reich an, das eure wahre Heimat ist und das ihr unabwendbar auch wieder betretet, so euer leibliches Ende gekommen ist .... das nur sehr verschieden sein kann, je nachdem eure Seele beschaffen ist .... Darum wandelt euch, und schaffet und wirket für das geistige Reich, solange euch noch das Erdenleben belassen ist .... denn eure Reue wird groß sein, wenn es zu spät ist .... Amen

24 Rechtes Einschätzen des Erdenlebens ....

Kundgabe 6652 24.9.1956

Ihr könnet nicht die Seligkeit ermessen, die das geistige Reich euch schenken wird, wenn ihr euch durch das Erdenleben so geformt habt in eurem Wesen, daß ihr das Lichtreich in Besitz nehmen könnet. Es kann euch auch nicht anschaulich gemacht werden, weil ihr dann in einem gewissen Zwangszustand euer Erdenleben führen würdet und der Zweck dessen dann vollkommen verfehlt wäre. Und wird es euch auch als wahr hingestellt, so fehlen doch die Beweise, was aber auch seinen Grund hat in der Willensfreiheit, die dadurch gefährdet wäre. Aber soviel kann und muß euch gesagt werden, daß das schwerste Erdenleben in Not und Bedrängnis, in Krankheit und Elend, tausendmal aufgewogen wird durch jene Seligkeiten und daß ihr zurückschauend es werdet nicht begreifen können, daß es euch schwerfiel, wenn ihr opfern mußtet, weil euch dann auch die Erdenzeit wie ein flüchtiger Moment erscheint und nun die ganze Ewigkeit in Seligkeit vor euch liegt .... Ihr Menschen messet alle eurem Erdenleben zuviel Wert bei, irdisch gesehen .... Geistig zwar ist es bedeutsam für euch, weil ein recht gelebtes Erdendasein euch eben eine selige Ewigkeit schaffen kann. Aber was dieses Erdenleben euch irdisch bietet, ist vollkommen nutzlos und bereitet euch nur ein Wohlbehagen für einen Augenblick, gemessen an der Ewigkeit. Das solltet ihr euch stets bedenken, daß ihr es einmal nicht werdet begreifen können, daß ihr Gefallen fandet an Dingen, die keinerlei geistigen Wert hatten .... und ihr werdet dankbar sein jeder Seele, die euch im Erdenleben ebenjene Wertlosigkeit vorstellte und euren Blick anderen Zielen zuwandte. Aber solange ihr Menschen auf Erden lebt, wollen euch solche Hinweise nicht munden und darum auch die Worte Jesu: „Das Himmelreich leidet Gewalt, und nur, wer Gewalt anwendet, reißet es an sich ....“ Würdet ihr euch aber einmal vorzustellen suchen, welch endlos lange Zeit ihr schon eurer Seele nach auf Erden wandelt und daß vor euch die Ewigkeit liegt, dann würdet ihr auch die kurze Erdenlebenszeit besser einzuschätzen vermögen, ihr würdet wissen, daß es wirklich nur ein Augenblick ist und dann auch gern die Freuden dieses Augenblickes hingeben wollen in Anbetracht der Seligkeit, die ihr euch durch Überwindung eurer selbst erwerbet. Gerade darin besteht eure Willensprobe, daß ihr nicht strebet nach dem Anteil des Gegners von Gott, sondern euer Ziel in Gott sehet .... Und wenn euch Menschen nun so sichtlich Hilfe geleistet wird, indem euch Kenntnis gegeben wird von eurem Erdenlebenszweck, wenn euch die Augen erschlossen werden, so daß ihr fähig seid, zu sehen, was der Blinde nicht sieht, dann sollte euch doch das Ziel locken, denn das Erdenleben währet nicht ewig und kann sogar schon am kommenden Tag beendet sein für den einzelnen .... Euer Erdendasein ist fragwürdig, weil ihr keinerlei Sicherheit habt, es lange genießen zu können .... das geistige Leben aber ist einem jeden von euch sicher, nur kann es sehr verschieden gestaltet sein. Und das bestimmet ihr selbst durch eure Einstellung dem Erdenleben gegenüber. Und dennoch habt ihr das Recht und die Pflicht, auch im Erdenleben den Platz auszufüllen, auf den ihr gestellt wurdet. Also sind euch auch Lebensfreuden nicht versagt, und Gott verlangt von euch keine Einsiedelei, kein völliges Zurückziehen von der Welt .... Aber ihr sollet euch nicht beherrschen lassen von der Welt, ihr sollet Herr der Welt sein, ihr sollet euch die Welt dienstbar machen, wie es Gottes Wille ist .... doch als Sinn und Zweck des Daseins auf dieser Welt immer Kundgabe 6652 25 Kundgabe 6652 die geistige Entwicklung sehen, die ihr auch im Erdenleben erreichen könnet .... Es soll nicht „die Welt“ das ganze Denken des Menschen erfüllen, sondern die geistigen Gedanken sollen vorherrschen, dann wird auch die Welt keine Gefahr mehr sein, wenngleich sich der Mensch mitten in der Welt bewegt. Und immer soll sich der Mensch dessen bewußt sein, daß das Erdenleben nicht Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck ist .... Wer sich diese Gedanken zu eigen macht, der läßt sich auch nicht genügen daran, was die Welt ihm bietet .... Er sucht und strebt höhere Ziele an, und für ihn hat die Welt an Gefahr verloren, er wird in der Welt nicht mehr die Erfüllung finden, weil er ihren eigentlichen Wert oder auch Unwert erkannt hat. Zudem hat Gott dem Menschen in Seiner Schöpfung viel geschenkt, dessen sich der Mensch unbedenklich erfreuen kann, wie Er es auch dem Menschen selbst überlässet, sich aller Dinge gerechterweise zu erfreuen, wenn nur stets Er Selbst das Ziel ist und bleibt, Das dem Menschen vordringlich ist .... Amen

26 Liebegebot Richtschnur des Lebens ....

Kundgabe 3755 29.4.1946

Ihr wandelt unfehlbar nach Meinem Willen, so ihr die Liebe übet .... Mein Gebot der Liebe sei euch Richtschnur für alles, was ihr tut, denkt und redet. Dann werdet ihr auch Mein Wohlgefallen erringen, und ihr werdet gesegnet sein geistig und auch irdisch, so dies für eure Seele zuträglich ist. Und niemanden sollet ihr ausschließen von eurer Liebe, niemandem sollt ihr eure Hilfe versagen, der dieser bedürftig ist. Dann werdet ihr auch in das Geheimnis der ewigen Liebe eindringen, die gleichfort erfüllet mit ihrer Kraft die ganze Unendlichkeit, die also auch euch erfüllen kann im Übermaß, so daß ihr Mir ähnlich werdet, wie es euer Ziel auf Erden ist. Die Liebe muß geübt werden, und darum lasse Ich die große Not über die Erde gehen, weil sie zur Liebetätigkeit anregen soll, weil durch die Not unzählige Menschen hilfsbedürftig werden und dem Nächsten Gelegenheit gegeben ist, ihnen beizustehen in Liebe. Darum lasset eure Herzen nicht verhärten, achtet der Notlage um euch, und helfet, wo und wie ihr dazu fähig seid. Nehmet euch ein Beispiel an Mir, Der Ich auf Erden geistige und irdische Not linderte, Der Ich den Schwachen und Kranken zu Hilfe kam, ihre Seelen und ihren Körper aufrichtete und heilte, Der Ich euch einen Lebenswandel in Liebe vorgelebt habe und euch zur Nachfolge ermahnte. Seid barmherzig, friedfertig, sanftmütig und geduldig, demütig von ganzem Herzen und gerecht im Denken und Handeln .... Übet alle diese Tugenden, denn sie sind die Folgen der Liebe des Herzens .... Und also müsset ihr arbeiten an euch, ihr müsset eure Fehler erkennen und zu beheben suchen, ihr müsset jegliche Lieblosigkeit aus eurem Herzen verbannen und streben nach höchster Vollkommenheit. Und wo euch dazu die Kraft mangelt, dort steht euch das Gebet zur Verfügung, die innige Verbindung mit Mir, die euch jederzeit Kraftzufuhr gewährleistet. Denn Ich lasse keines Menschen Not unbeachtet, am wenigsten aber die geistige Not, Ich weiß um den Willen jedes einzelnen und bedenke seine Seele diesem Willen gemäß auch mit Kraft und Gnade. Lasset Mein Gebot der Liebe stets die Richtschnur eures Denkens und Handelns sein, und ihr werdet Meinen Willen erfüllen auf Erden .... Verhärtet eure Herzen nicht, denn dies ist die größte Gefahr für euch, weil ihr dann bar seid jeder Kraft aus Mir. Doch so ihr Mich angehet um Hilfe, so werdet ihr nicht leer ausgehen, Ich werde euch beistehen, weil Meine Liebe zu euch unveränderlich ist und jeden erfasset, der nach ihr Verlangen trägt, doch wie Ich an euch handle, so handelt auch ihr an eurem Nächsten, dann wird euer Lebenswandel Meinem Willen entsprechen .... Amen

27 Selbstloses Dienen in jeder Lebenslage .... Armut .... Gebewilligkeit ....

Kundgabe 3918 29.10.1946

Alles was ihr tut, sollt ihr in dem Bewußtsein verrichten, den göttlichen Willen damit zu erfüllen. Darum müsset ihr all euer Denken, Reden und Handeln Ihm empfehlen, ihr müsset Seinen Segen dazu erbitten und euch also voll und ganz Seiner göttlichen Führung anvertrauen .... ihr müsset euren Lebenswandel gänzlich Seinem Willen unterstellen, also nur wollen, daß dieser Ihm wohlgefällig sei und stets danach streben, Seine Liebe zu erringen. Dann werdet ihr weder Gott-widrig denken noch reden und handeln können, und euer Erdenwandel wird wahrlich nicht erfolglos bleiben für eure Seelen. Den Willen Gottes aber erfüllet ihr, so ihr euch die Liebegebote zur Richtschnur eures Lebenswandels macht, denn dann erfüllet ihr das wichtigste Gesetz, und Gott wird euch segnen, geistig sowohl als auch irdisch. Euer Erdenzweck ist, selbstlos zu dienen, und ihr könnet dies in jeder Lebenslage tun; ob ihr arm oder reich seid, groß oder klein, angesehen und mächtig oder unscheinbar schwach .... Dienen könnet ihr ständig, so ihr nur dienen wollt. Jedem Menschen sind hinreichend Gelegenheiten gegeben, sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen, und niemand soll glauben, stets nur empfangsbedürftig zu sein, und seine Gebewilligkeit zurückstellen, weil er selbst nichts besitze, um geben zu können .... Selbst der Ärmste kann geben .... denn so er nichts an materiellen Gütern besitzt, kann er doch Liebe geben und dadurch Gegenliebe erwecken .... sein Wille kann gebebereit sein, und dann wird auch sein Wille bewertet gleich einer guten Tat. Doch Gott sieht allzeit nur auf das Herz, und darin bleibt ihm keine Regung verborgen. Eine nach außen scheinbare große Liebestat kann dennoch wertlos sein vor Gott, wenn nicht im Herzen die Liebe empfunden wird, welche die Tat zur Schau trägt; und die kleinste Gabe wird Gott wohlgefällig sein, so sie aus liebendem Herzen kommt. Und wer wahrhaft liebetätig ist, der wird auch opfern von dem wenigen, was er besitzet; er fragt nicht ängstlich, sondern teilet aus .... Und es wird ihm zurückerstattet werden vielfach, denn „wie ihr ausmesset, so wird euch zugemessen werden ....“ spricht der Herr, und Sein Wort ist Wahrheit. Also soll keiner seinen Besitz ängstlich zurückhalten, so er im Willen Gottes zu leben sich bemüht, er soll geben freudigen Herzens, denn die Liebetätigkeit trägt ihm weit größeren Segen ein, als sein kleiner Besitz ihm je geben kann, denn er empfängt irdisch und geistig unvergleichlich mehr .... er reifet an seiner Seele, er wird ständig recht geleitet, weil Gott Selbst sich derer annimmt, die Ihm zum Wohlgefallen leben wollen, und weil Seine Führung Sicherheit ist, das Ziel zu erreichen. Nur eines tut euch not, daß ihr in der Liebe lebet .... daß euer Denken, Reden und Handeln stets von der Liebe des Herzens geleitet wird und daß ihr euch vollgläubig der Gnade Dessen empfehlet, Der euch das Leben gab zum Ausreifen eurer Seelen .... Mit Seiner Gnade und Seiner Kraft vermögt ihr alles, auch in größter leiblicher und geistiger Not werdet ihr liebetätig sein können, so ihr euch mit der ewigen Liebe Selbst verbindet durch das Gebet, Die euch Kraft und Gnade ungemessen zukommen lässet, weil ihr euch Ihm nähern wollet durch Wirken in Liebe .... Amen

28 Hinweis auf das Ende ....

Kundgabe 6487 28.2.1956

In kurzer Zeit geht eine Aera zu Ende, und es beginnt eine neue .... Ihr Menschen könnet diesen Worten Glauben schenken, denn darum spreche Ich sie zu euch, daß ihr euer Leben nun auch so führet, daß ihr dieses Ende nicht zu fürchten brauchet .... Einen anderen Zweck verfolge Ich nicht dadurch, Ich will euch nicht beunruhigen ohne Grund, Ich will euch nicht in Verwirrung stürzen ob des vor euch Liegenden, Ich will nur, daß ihr so lebet, wie es Mein Wille ist, dann wird das Ende dieser Epoche für euch nur zum Vorteil sein, dann werdet ihr euch nicht zu fürchten brauchen, sondern mit Freuden einer gesegneten Zeit entgegensehen. Ich brauchte euch keine Kenntnis davon zu geben, denn kein Mensch von euch weiß, wann sein letzter Tag gekommen ist, und es wäre also für viele ein ganz unnötiges Wissen, daß eine Erlösungsperiode zu Ende geht .... Doch es kann dieser Hinweis für jeden Menschen noch ein Antrieb sein, ernstlich seiner Seele zu gedenken .... er kann ihn veranlassen, ernsthaft mit sich selbst zu Gericht zu gehen, wenn er an die Vergänglichkeit irdischer Güter gemahnt wird und nun geistige Güter zu erringen trachtet .... Aber er ist nicht gezwungen zu glauben .... Dennoch rufe Ich euch Menschen immer dringlicher zu: Glaubet diesen Worten, und tut alles, wozu ihr fähig seid .... und es wird nur euch zum Segen gereichen. Denn ihr befindet euch alle nicht in guter seelischer Verfassung, ihr müsset alle noch an euch arbeiten und habt dazu nicht mehr viel Zeit. Lasset euch nicht überraschen, sondern machet euch mit dem Gedanken vertraut, nur noch kurze Zeit Gäste auf dieser Erde zu sein. Schon dieser Gedanke wird euch bewußter leben lassen, und ihr werdet euch an Mich wenden um Hilfe, wenn ihr an Mich als euren Gott und Schöpfer glaubet .... Dann bedenket euer bisheriges Leben, und fraget euch, ob euer Wandel recht war vor Meinen Augen .... Denn ihr alle kennet Meine Gebote, und ihr alle wisset es, daß die Liebe das Erste und Wichtigste ist, daß ihr ohne Liebe niemals zur Seligkeit gelangen könnet, und wenn ihr euch nun eingestehen müsset, lau und gleichgültig diesem Liebegebot gegenüber gewesen zu sein, dann holet es nach .... Denn es ist euch viel Gelegenheit gegeben, liebetätig zu sein .... Überall werdet ihr Not sehen um euch, und ihr werdet helfend eingreifen können, nur seid des Willens, gut und gerecht zu leben und die Gebote der Liebe zu achten, die Ich nur um eures Seelenheils willen euch gegeben habe. Und gedenket stets eures Erlösers Jesus Christus .... Rufet Ihn an, daß Er eure Gedanken lenken möge und euch Kraft gebe, den göttlichen Willen auszuführen .... Dann rufet ihr Mich Selbst an und bekundet Mir, daß ihr zu Mir gelangen wollet, und ihr wandelt dann auch den rechten Weg, den Weg, den Jesus Christus euch vorangegangen ist .... Das Ende kommt unwiderruflich, ganz gleich, wie ihr dann beschaffen seid an euren Seelen .... Aber noch habt ihr Zeit, euch darauf vorzubereiten, und darum geht immer wieder euch der Mahnruf von oben zu: Gedenket des Endes .... Es ist nur Meine Liebe, die euch retten will vor dem Verderben, die euch aber niemals zwingen wird und darum euch anredet in einer Form, der ihr Glauben schenken könnet, wenn ihr willig seid. So ihr aber achtsam seid, werdet ihr vieles bemerken, was euch glauben lassen könnte .... Ein Zeitabschnitt geht zu Ende, und ein neuer beginnt .... Und es erfüllt sich nur, was ständig vorausgesagt wurde durch Seher und Propheten .... Denn auch diese sprachen in Meinem Auftrag und kündigten das gleiche an, was Ich nun euch Menschen sage, doch euer Wille ist frei; wie aber euer Wille ist, so wird auch euer Los sein, so das Erdenleben für euch beendet ist .... Ihr werdet leben können in Seligkeit .... aber auch dem Tode verfallen, einer endlos langen Zeit der Qual und Finsternis, aus der ihr selbst euch nicht befreien könnet .... Amen

29 Glaube ....

Kundgabe 7951 27.7.1961

Ihr alle müsset den Glauben in euch noch viel fester gestalten, und das bedeutet, daß ihr noch mehr in der Liebe leben müsset, die einen lebendigen Glauben gebäret .... Liebewirken ist direkte Bindung mit Mir, Der Ich die Ewige Liebe bin .... Und das schon muß es euch verständlich machen, daß ihr, mit Mir verbunden, nicht mehr zweifeln oder schwachgläubig sein könnt, weil Ich Selbst dann die Gewähr bin, daß euer Glaube nicht zuschanden werde .... Und so kann auch der Wille zu glauben in euch stark sein .... ihr müsset aber den gleichen starken Willen haben zum Liebewirken. Es muß euch die Liebe von innen treiben zu allem Wollen und Handeln, und es wird dann mit aller Gewißheit auch euer Glaube fest und unerschütterlich sein .... ihr werdet einfach nicht mehr zweifeln können, sondern gewiß sein dessen, was ihr glauben sollet. Und dieser überzeugte Glaube wird euch beseligen und euch die innere Ruhe schenken, denn Ich Selbst bin euch dann gegenwärtig, weil ihr durch Liebewirken Mich ständig an euch zieht, weil: „Wer in der Liebe bleibt, in Mir ist und Ich in ihm ....“ Die Liebe bindet uns unlöslich zusammen, und die Liebe gebäret einen unerschütterlichen, lebendigen Glauben. Und wenn ihr betet um einen starken Glauben, dann müsset ihr gleichzeitig beten um einen verstärkten Liebewillen, und ihr werdet wahrlich auch zu einem starken Glauben gelangen. Und wenn Ich euch immer wieder dies zur Kenntnis gebe, dann wisset, daß ihr einer Zeit entgegengehet, wo ihr einen starken, unerschütterlichen Glauben besitzen müsset, um standzuhalten bis zum Ende .... Besitzet ihr diesen Glauben, so wird euch wahrlich nichts erschüttern können, was auch über euch kommen mag, denn dann wisset ihr, daß Ich euch helfe, und ihr vertrauet euch Mir also vollgläubig an .... Und Ich bin dann auch wahrlich immer zur Hilfe bereit, Ich lasse euch nicht in der Not des Leibes oder der Seele, denn ihr seid durch eure Liebewilligkeit, durch euren Lebenswandel, schon Mein geworden, ihr habt euch Mir verbunden, und Ich kann nun ständig in und durch euch wirken. Ein fester Glaube ist die größte Sicherheit, die ihr besitzen könnet, denn er gibt euch innerliche Ruhe und Gelassenheit allem irdischen Geschehen gegenüber, das Ich zu jeder Zeit von euch abwenden oder seine Auswirkung an euch verringern kann, weil ihr glaubet .... Und so soll euer Gebet ständig sein: „Vater, hilf mir, daß ich in Liebe wirke, und lasse meinen Liebewillen immer stärker werden ....“ Und es wird der Liebewille im gleichen Maß wachsen, denn Liebe garantiert Meine Gegenwart, und Meine Gegenwart garantiert Hilfe in jeder Not .... Liebe garantiert auch Erkennen um alle Zusammenhänge und somit auch Verständnis für alles, was wiederum nur zur Verstärkung des Glaubens beitragen muß. Die Liebe ist alles .... und habet ihr die Liebe, dann seid ihr auch voller Kraft aus Mir, und diese Kraft befähigt euch auch, ungewöhnliche Dinge zu verrichten, wenn es not tut, wenn wieder nur die Liebe euch dazu treibt, helfen zu wollen .... Dann besitzet ihr den Glauben, der Berge versetzet .... und dann werdet ihr nichts fürchten, was auch über euch kommt. Denn dann seid ihr verbunden mit Dem, Der Herr ist über alles, Der auch den Elementen gebieten kann, daß sie euch verschonen, und Der Sich auch als euer Vater beweisen will .... Der Seine Kinder liebt und sie nicht dem Verderben preisgeben wird .... Richtet diese Bitte um Stärkung des Glaubens und des Liebewillens täglich zu Mir, denn es ist dies eine geistige Bitte, die Ich auch erfüllen werde, weil die Liebe und der Glaube nötig sind zu eurer Vollendung .... Amen

30 Anlaß der schweren Lebensverhältnisse ....

Kundgabe 3334 18.11.1944

Ihr Menschen werdet keine Änderung eurer Lebensverhältnisse zum Besseren erwarten können, solange ihr nicht selbst euren Willen und eure Lebensführung ändert. Ihr habt eine völlig falsche Auffassung vom Zweck eures Erdenlebens, und ihr würdet auch nimmermehr darüber nachdenken, so euch ein Leben in Sorglosigkeit, in friedlicher Gleichförmigkeit oder weltlichen Genüssen beschieden wäre. Ihr aber müsset zum Erkennen eurer eigentlichen Lebensaufgabe kommen, und daher werdet ihr durch mißliche Lebensverhältnisse angeregt, darüber nachzudenken, weil nur dann euch durch gedankliche Einflüsterungen Antwort gegeben werden kann durch wissende Wesen, denen eure geistige Betreuung obliegt. Und diese mißlichen Verhältnisse werden sich verschlechtern, so sie nicht den Erfolg haben, euer Denken anzuregen, weil ihr dann auch nicht bewußt lebt, das heißt keine geistige Aufwärtsentwicklung anstrebt, die Zweck und Ziel eures Erdenlebens ist. Und ihr werdet daher irdisch schwere Zeiten durchmachen müssen, und ihr dürfet so lange nicht auf Besserung rechnen, wie ihr selbst euch nicht bessert, das heißt den göttlichen Willen euch zur Richtschnur eures Lebenswandels macht. Denn Gott kann euch nur in einer Form erziehen, daß euer Wille selbst tätig wird, und ihr würdet nur geringen Leides bedürfen, so ihr aus eigenem Antrieb nachdenken und euer Leben dem Lebenszweck entsprechend gestalten würdet. Und es werden noch sehr schwere Verhältnisse euch bedrücken, weil ihr keine Anstalten macht, euch zu wandeln. Die Erde wird viel Leid sehen, und Hoffnungslosigkeit und Trübsal wird die Menschen müde machen und teilnahmslos, und doch könnten sie sich selbst ein leichtes Erdenleben schaffen, wenn sie das Leid als eine Mahnung Gottes erkennen möchten, Der ihnen dadurch zuruft, ihr Leben zu ändern um ihrer selbst willen. Denn Seele und Leib gehen zugrunde auf dem Wege, den sie beschritten haben. Und Gott will die Seele retten und bedrängt daher den Leib, Er will euch Menschen noch den rechten Weg zeigen, wenn ihr nur willens seid, Ihn anzuhören, wenn ihr durch das erschwerte Leben eure Gedanken Ihm zuwendet, wenn ihr euch fraget um Sinn und Zweck eures Daseins und gedanklich Antwort begehrt .... Und so ihr Ihn anhöret, Seine Mahnungen und Warnungen beachtet und ihnen Folge leistet, so wird Er den schweren Druck von euch nehmen, den die Lebensverhältnisse für euch bedeuten .... Er wird euch erlösen von allem Übel, geistig und auch irdisch, denn Er verlangt nur von euch, daß ihr Seiner achtet und euren eigentlichen Lebenszweck erfüllt .... daß ihr zur Höhe strebet und nicht nur für das irdische Leben Sinn habt .... Dann nimmt Er die Sorgen von euch, soweit dies gut ist für eure Seelen, denn Gott will nicht, daß ihr leidet, sowie ihr euer geistiges Wohl allem voransetzet, doch Er muß euch mit allen Mitteln zurückhalten vor dem ewigen Verderben, dem ihr jedoch entgegengehet, so ihr ein Erdenleben lebt in Sorglosigkeit und irdischer Erfüllung .... Dann geht eure Seele verloren, und ihr erreichet auf Erden nicht euer Ziel, ihr strebet nicht zur Höhe, und ihr habt dann euer Erdenleben umsonst gelebt .... Amen

31 Lebensweg vorgeschrieben - Schicksal entsprechend dem Willen ....

Kundgabe 4065 18.6.1947

Jeder Weg ist euch vorgeschrieben, und wenn ihr gleich glaubet, ihn selbst zu wählen. Ihr bestimmt zwar scheinbar selbst euren Lebensweg, ihr könnet ihn euch zuzeiten gestalten eurem Willen gemäß, doch Ich weiß von Ewigkeit um diesen Willen und habe ihm Rechnung getragen, und also ist euer Schicksal dem Willen entsprechend, das heißt , euer Leben wickelt sich so ab, daß der Wille sich Mir zuwenden kann und überreich Gelegenheit hat, sich zu Mir zu bekennen. Wie er sich aber entscheidet, ist eure ureigene Angelegenheit, und Ich zwinge ihn nicht, ansonsten ihr Menschen nicht erst den Lebensweg zu gehen brauchtet, wollte Ich Mir vollkommene Wesen durch Zwang schaffen. Ich habe nur das Ziel, dem Geistigen zur höchstmöglichen Seelenreife zu verhelfen auf Erden, stoße jedoch allseitig auf Widerstand. Doch an ihrem Lebenslauf können die Menschen nichts ändern und müssen daher sich ergeben in alles fügen, wollen sie seelischen Vorteil erringen. Jedes Auflehnen dagegen, jedes Klagen und Murren verringert euren seelischen Erfolg, denn es bezeugt Mir-noch-abgewandten Willen oder höchst schwache Erkenntnis Dessen, Der euch das Leben gab. Denn so ihr Mich als die ewige Liebe erkennen würdet, müßtet ihr auch wissen, daß Ich euch nicht leiden lasse, wenn es nicht für euer Seelenheil nötig ist. Und darum sollet ihr leiden und dulden und Mir euer Erdenleben anheimstellen und sorglos jeden Tag dahingehen, nur Mich nicht ausschalten aus eurem Denken, dann übernehme Ich die Führung, und euer Leben wird wahrlich kein Leerlauf sein, ihr werdet Mir auch die schweren Stunden und Tage einst danken, denn sie tragen eurer Seele mehr Vorteil ein als ruhige, sorglose Tage. Und Ich weiß darum, Ich weiß um den Grad der Reife eurer Seele, Ich weiß um euren Willen, um eure Schwächen und euren Glauben, und Ich lasse alles so über euch kommen, daß kein Tag vergeblich gelebt zu werden braucht, daß ihr ausreifen könnet in kurzer Zeit und euer Ziel erreichen noch auf Erden .... Amen

32 Erklärung und Begründung von schwerem Erdenlos ....

Kundgabe 5048 24.1.1951

Daß euch ein schweres Los auf Erden beschieden ist, gereichet euch nur zum Heil eurer Seelen. Denn jeder Tag bringt euch dem Ende näher, das Ende aber steht nahe bevor. Und wisset ihr, ob ihr das letzte Ende noch erlebet? Wisset ihr, ob ihr nicht zuvor schon abberufen werdet und daher euer Erdenleben nur noch kurz bemessen sein kann? Bedenket stets, daß euer jüngster Tag schon der morgige sein kann und daß ihr dann dankbar seid, jenen bestimmten Reifegrad erreicht zu haben, der euch zum Eintritt in das Lichtreich berechtigt. Bedenket, daß das Erdenleben nur Mittel zum Zweck ist und daß es nicht ewig währet. Vergänglich ist alles, Freude und Leid, Lust und Schmerz. Nur die Seele ist unvergänglich, und ihre Leiden sollen geringer werden. Darum muß der Körper leiden, solange sie auf Erden in seiner Umhüllung weilt. Wem auf Erden das Leid erspart bleibt, der wird keine schmerzlose Todesstunde zu erwarten haben, weil die Seele noch viele Schlacken aufzuweisen hat, die sie mit hinübernimmt in das geistige Reich. Doch das Leid im Jenseits ist erheblich quälender und kann endlos lange Zeit anhalten, so eine Seele verstockt ist und daher wenig Hilfe findet. Es müssen die Menschen noch durch große Not gehen, weil die Zeit dahineilet und sehr schnell das Ende bringen wird. Kraft zum Widerstand in der letzten Zeit wird aber nur die Seele haben, die schon geläutert ist durch Trübsal und Leiden .... weil eine solche Seele von Meiner Kraft durchstrahlt werden kann, während eine Seele, die in dichter Umhüllung steckt, von Meiner Ausstrahlung nicht berührt werden kann. Darum soll auch der Mensch jeden Tag als ein Gnadengeschenk ansehen und dankbar sein für dieses; er soll die Zeit gut nützen, weil er nicht weiß, wann sein Ende ist, denn einstens wird er jeden Tag bereuen, der ihm keinen geistigen Fortschritt eingetragen hat. Leid und Liebe bringen die Seele zum Ausreifen, und darum müsset ihr Menschen geduldig ertragen, was euch auferlegt wird, denn es ist zu eurem Besten, es kann euch alles zur Vollendung dienen, was Mein Wille über euch verhängt .... Amen

33 Lebenskraft - Geisteskraft ....

Kundgabe 5269 10.12.1951

Verlasset euch niemals auf eure eigene Kraft. Wohl müsset ihr selbst euren Willen tätig werden lassen, ihr dürfet nicht tatenlos verharren und auf Hilfe warten, doch was ihr tut, müsset ihr immer im Verein mit Mir in Angriff nehmen, ihr müsset Meine Hilfe und Meinen Segen dazu erbitten, und es wird euch gelingen. Ihr besitzet wohl Lebenskraft, die euch zu reger Tätigkeit berechtigt und befähigt. Doch über allem steht Mein Wille, und diesen könnet ihr nicht zwingen; Ich aber sehe Mich oft gezwungen, Widerstand eurem Willen entgegenzusetzen, wenn dies eurer Seele zum Heil gereichet. Und darum sind in euer Lebensschicksal auch Fehlschläge, Mißlingen von Vorhaben und Erfolglosigkeiten einbezogen, und ihr könnet sie aus eigener Kraft nicht von euch fernhalten. Dann nützet euch auch die Lebenskraft nicht viel, dann erkennet ihr oft, wie wenig ihr aus eigener Kraft vermögt. Alle Fehlschläge, alle vergeblichen Arbeitsleistungen, alle Schwächeanfälle sind stets Hinweise, euch an den Kraftgeber von Ewigkeit zu wenden, Seinen Segen zu erflehen und Ihn im Erkennen eurer eigenen Unzulänglichkeit zu bitten um Vermehrung der Kraft und gutes Gelingen jeder Tätigkeit. Ihr sollet Mich nicht vergessen, darum muß Ich euch oft in Situationen kommen lassen, wo eure eigene Kraft keine Erfolge zeitigen kann, Ich muß euch zeigen, daß alle eure Bemühungen erfolglos sind, so Ich nicht Meinen Segen dazu gebe, den ihr aber erst erbitten müsset, um Meiner nicht zu vergessen .... Die Zusammenarbeit mit Mir garantiert den Erfolg, haltet ihr euch aber von Mir zurück, dann sind eure Bemühungen um vieles anstrengender und auch dann noch oft ohne Erfolg. Ihr könnet euch zwar auch den Erfolg erzwingen, dann aber nur mit Unterstützung der Kraft von unten, die euch stets versorgen wird, wenn ihr eure Seele dafür eintauschet .... Dann könnet ihr mächtig sein auf Erden, dann wird euch alles gelingen, dann könnet ihr die Mitmenschen verblüffen mit Werken übernatürlicher Art .... doch immer unter Einbüßen der Freiheit, denn dann seid ihr gefesselt und völlig in seiner, des Satans, Gewalt .... Begehret nicht diese Kraft von unten, selbst wenn sie euch ein reizvolles Erdenleben verheißet .... Kommet zu Mir in innigem Gebet, und rufet Mich an um Kraft und Gnade, und ihr gewinnet dann wahrlich mehr, als euch Mein Gegner bieten kann. Doch nicht weltliche Güter sind es, die ihr dann in Besitz nehmet, sondern Ich segne dann jedes Beginnen, das ihr irdisch unternehmet, wie Ich euch aber auch geistig segne, das heißt euch durch die innige Verbindung mit Mir mit Geisteskraft versehen kann, die ungleich wertvoller ist als eure Lebenskraft, denn mit geistiger Kraft zu arbeiten wird immer erfolgreich sein, wenn auch von euch nicht immer erkannt. Schaltet Mich niemals aus, was ihr auch beginnet, denn Ich will ständig euer Berater, Führer und Beistand sein, Der alles zum Besten lenket für eure Seelen .... Amen

34 Gänzliche Hingabe an Gott sichert väterliche Fürsorge ....

Kundgabe 5545 30.11.1952

Betrachtet euch als Meine Schützlinge, und euch wird eine innere Ruhe überkommen. Es ist dann jegliche Verantwortung von euch genommen, sowie ihr euch Mir vertrauensvoll übergebet und Mich allein walten lasset. Und Ich werde wahrlich alles recht lenken .... In irdischer wie in geistiger Not sollet ihr Mich anrufen, dann aber auch vollgläubig abwarten, was Ich bestimme, denn ihr wisset nicht, was gut ist für euch, Ich aber weiß es und handle an euch wie ein liebender Vater, Der nur das Beste will für Seine Kinder. Und so lasset euch leiten von Mir und seid unbesorgt, denn Ich führe euch wahrlich recht .... Es ist etwas Gewaltiges um die bedingungslose Hingabe eines Erdenkindes an seinen himmlischen Vater, denn dieses erreichet alles, weil es an Ihn glaubt. Wo noch Zweifeln oder bange Zukunftssorgen ein Menschenherz bedrücken, dort ist dieser Glaube noch nicht vorhanden, es hat sich der Mensch noch nicht gänzlich Mir übergeben, und darum trägt er auch noch schwerer an seiner Last, als nötig ist. Ich weiß um alle eure Nöte, Mir entgeht kein Gedanke, Ich kenne die innersten Regungen, und also weiß Ich auch, was dem Menschen fehlt .... Und das will Ich ihm geben .... Aber auch den noch fehlenden Glauben will Ich ihm verschaffen, und daher werde Ich ihm seine Sorgen nicht nehmen, bis er den Glauben gewonnen hat und Mir jegliche Sorge anvertraut. Dann aber werden sie abfallen von ihm, dann hat er keine Zweifel und Bedenken mehr, dann ist er völlig beruhigt und Meiner Hilfe sicher .... Solange ihr Menschen also banget vor der Zukunft, solange euch beunruhigende Gedanken bewegen, seid ihr noch nicht so mit Mir verbunden, daß ihr euch als Meine Schützlinge fühlt, denn dieses Bewußtsein nimmt euch jegliche Angst und Sorge. Ihr dürfet ruhig gleichgültig sein den irdischen Anforderungen gegenüber, denn ihr könnet sie nicht bezwingen oder erfüllen ohne Meine Hilfe. Darum vertrauet auf Mich, und es wird sich alles regeln für euch zum Besten. Und könnet ihr selbst nicht das Beste daraus ersehen, so vertrauet Mir dennoch, denn Ich sehe wahrlich, was sich für euch gut oder schlecht auswirkt, Ich walte mit Liebe und Weisheit, und Ich will wahrlich nur euer Bestes. Doch erst die völlige Hingabe an Mich, das restlose Unterstellen eures Willens unter den Meinen sichert euch auch Meine väterliche Fürsorge, und ihr selbst könnet jede Sorge fallenlassen. Es kann nichts geschehen ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung, das sollet ihr euch stets vorhalten, was auch über euch kommt. Und so, wie es kommt, ist es gut, denn Ich wache über einem jeden Menschen, um so mehr aber über denen, die Mir dienen wollen und als Meine Knechte auch den Schutz des Hausvaters genießen .... Wer sich aber wie ein Kind in Meine Arme flüchtet, der wird auch wie ein Kind aufgenommen, und er genießet väterlichen Schutz und Seine ganze Liebe .... Leicht könntet ihr alle durch das Erdenleben gehen, so ihr diese Meine Worte beherzigtet und alle eure Sorgen werfet auf Mich, Der Ich euch liebe und euch auch helfen will zu innerem Frieden und lebendigem Glauben, Der stets bei euch ist, wenn ihr Ihn rufet .... Amen

35 Stundenchristentum .... Der Weg zum Herzen Gottes ....

Kundgabe 6649 20.9.1956

Den Weg zu Meinem Herzen finden nur wenige Menschen, und es sind auch nur wenige bereit, ihn zu gehen, wenngleich sie von sich behaupten, christlich gläubig zu sein, wenngleich sie auch nach außen hin zu denen gehören, die sich kirchlichen Organisationen angeschlossen haben und darum religiös genannt werden. Alle diese haben wohl den Weg eingeschlagen, sind aber stehengeblieben, bevor sie bis zu Meinem Herzen gekommen sind. Ihr Menschen werdet dies verstehen, wenn ihr euch euer Erdenleben näher betrachtet, das in den Vordergrund das Weltliche stellt, das körperliche Wohlergehen, und wenn ihr euch ernstlich Rechenschaft gebt, wie wenig Zeit ihr aufwendet, Meiner zu gedenken und eures eigentlichen Lebenszweckes. Und zumeist nur schenket ihr Mir die Zeit, die traditionsmäßig bestimmt ist .... ein kurzes Morgen-, Mittag- und Abendgebet oder die Stunde des offiziellen Gottesdienstes. Aber selten nur suchen eure Gedanken Mich in völlig freiem Willen, selten nur haltet ihr aus eigenem Antrieb Zwiesprache mit Mir, selten nur ist in euch das Verlangen, mit Mir in innigen Verkehr zu treten .... immer wird euer Denken ausgefüllt sein mit irdischen Sorgen, irdischen Plänen und irdischen Freuden. Ich bin nicht der Hauptinhalt eurer Gedanken, selbst wenn ihr glaubet an Mich als euren Schöpfer und Erhalter, aber ihr sehet noch lange nicht in Mir den Vater, zu Dem es euch in Liebe drängt .... Und also nehmet ihr auch selten nur den Weg zu Meinem Herzen, daß ihr wie Kinder zum Vater sprechet, daß ihr Ihn bei euch sein lasset in jeder Lebenslage, daß ihr gleichsam euer Leben lebet in inniger Gemeinschaft mit Mir. Dann würdet ihr Menschen auch weit öfter von Mir reden, eure Gespräche würden sich in anderen Bahnen bewegen, als es der Fall ist, denn im täglichen Leben wird kaum Meiner Erwähnung getan, und die es tun, die werden nur geringschätzend belächelt, sie werden nicht für voll genommen .... So steht es in Wirklichkeit mit euch Menschen, Ich Selbst kann selten nur euch gegenwärtig sein, weil ihr Meiner nicht gedenket und noch viel weniger in Meinem Namen euch versammelt .... Nur selten wird Mir eine Stunde geopfert aus wirklich innerem Bedürfnis .... und darum sage Ich, wenige Menschen nur gehen den Weg zu Meinem Herzen, wenige nur lassen Mich ständig ihr Begleiter sein auf dieser Erde. Und ihr Stunden-Christentum kann den Menschen keinen geistigen Fortschritt eintragen, denn es ist so lange keine freiwillige Bindung mit Mir, wie sie in traditionellem Besuch des Gottesdienstes und Gebräuchen besteht .... Erst die lebendige Verbindung, der innere Drang im freien Willen, wird euch Menschen zur Vollendung verhelfen, und das Verlangen, Mein Wort zu hören und der Seele Nahrung zu bieten, wird als Verlangen nach Mir gewertet und erfüllt werden. Und darüber soll sich der Mensch selbst Rechenschaft ablegen, wie seine innersten Regungen Mir gegenüber sind und wieweit er nur den traditionellen Anforderungen nachkommt, die ihm anerzogen wurden, und ob er sie auch nur traditionsmäßig erfüllt .... Ich sehe in die Herzen, und Mich kann niemand täuschen, aber Ich verlange auch nach allen diesen Herzen, und Ich bin nicht zufrieden, an zweiter oder dritter Stelle eingereiht zu werden. Und solange noch die Welt und ihre Anforderungen an erster Stelle stehen, gehöret ihr zu den „toten Christen“, denn das lebendige Christentum äußert sich anders .... Es ist ein unentwegtes Wirken in Liebe, also ein Wirken mit Mir. Und wem Ich gegenwärtig sein kann durch Kundgabe 6649 36 Kundgabe 6649 die Liebe, der gedenket auch Meiner zu jeder Zeit, er stellt Mich allem Irdischen voran, und er wird nichts beginnen, ohne sich mit Mir zuvor innig verbunden zu haben .... Derer aber gibt es nur wenige, und doch glauben viele Menschen, recht zu leben, weil sie den „kirchlichen“ Anforderungen nachkommen. Und alle diese werden auch nicht standhalten, wenn es um die letzte Entscheidung geht, denn ihnen wird es an Kraft mangeln, die sie von Mir Selbst empfangen müssen und dazu (darum) auch die innige Bindung mit Mir vonnöten ist .... Lasset euch darauf hinweisen, daß die Zeit kommen wird, da von euch die Entscheidung gefordert wird und ihr dann in arge Nöte kommen werdet, so ihr nicht den lebendigen Glauben besitzet, der aber bedingt, daß ihr den Weg zu Meinem Herzen findet und gehen müsset .... Denn nur Ich allein kann euch mit Kraft versehen, doch Ich muß euch gegenwärtig sein können, weshalb ihr euch innig Mir verbinden müsset .... Amen

37 Die enge Bindung mit Gott ....

Kundgabe 6724 29.12.1956

Wie leicht könnte doch euer Erdenleben sein, würdet ihr nur immer Meiner gedenken und mit jeder Sorge und jeder Not zu Mir kommen .... Alles, was euch drückt, brauchtet ihr nur Mir zu Füßen zu legen, Mich bittend, daß Ich euch die Last abnehme oder euch helfe zu tragen. Weil euch aber dieses volle Vertrauen zu Mir fehlt, müsset ihr selbst mit eurer Last fertig werden und darum oft ein schweres Erdendasein führen. Der Glaube an Mich und Meine Hilfe ist nicht sehr stark bei euch Menschen, ansonsten ihr nicht selbst alle Anstrengungen machen würdet, eurer Sorgen ledig zu werden, sondern euch vielmehr auf den Einen verlassen würdet, Dessen Liebe und Macht so groß ist, daß Er immer helfen will und helfen kann. Und wiederum soll euch irdische Not Meiner gedenken lassen .... Sie soll euch hintreiben zum Vater, sie soll euch euren Gott und Vater suchen lassen, Der Sich dann auch sicher von euch finden lässet. Es wandeln die Menschen auf Erden dahin, ein jeder mit seiner Sorge, seinem Leid .... Und bei jedem wäre Ich mit Meiner Hilfe bereit, doch ein jeder muß Mich auch um Hilfe angehen. Denn es wäre nicht gut, wenn Ich ihm all sein Leid und seine Soge nehmen würde ohne diese bewußte Bitte zu Mir um Hilfe .... Es wäre darum nicht gut, weil dann die Menschen stets weniger Meiner gedenken würden und weil ein sorgloser Lebenswandel keinerlei geistige Erfolge zeitigen würde, es sei denn, der Mensch ist schon so innig mit Mir verbunden, daß er keine solche Sorgen mehr benötigt, die ihn zu Mir hinführen sollen. Doch friedvoll und ruhig kann sein Lebensweg sein, wenn er diese Bindung mit Mir hergestellt hat, wenn er immer zu Mir kommt, sowie ihn nur etwas beunruhigt, wenn er zuletzt nichts mehr unternimmt, ohne mit Mir zuvor Zwiesprache geführt zu haben, daß Ich Selbst all sein Denken, Reden und Handeln leiten möge .... Wie leicht könntet ihr Menschen es doch haben im Erdenleben, denn die enge Bindung mit Mir schützet euch auch vor allen Angriffen Meines Gegners, der euer Feind ist und der euch verderben möchte, indem er eure Gedanken verwirrt und euch durch ständige Unruhe von jeder inneren Beschaulichkeit zurückhalten will. Stellet euch doch nur zwei überaus mächtige Herren vor, die völlig gegensätzlich sind in ihrer Gesinnung und ihrem Wirken .... Von dem Einen geht nur Liebe aus, und Seine Gaben sind nur solche, die euch Frieden geben, Er ist stets zur Hilfe bereit, und Seine Macht kann nicht übertroffen werden .... während der andere immer nur euch zu schaden suchet und alles, was er euch anbietet, euch nur zum Verderben gereichet .... Fällt euch nun die Wahl schwer, welchem Herrn ihr euch anschließen wollet? Ich werde euch immer annehmen, Ich werde Mein Ohr keinem Ruf verschließen, der in Not und Sorge zu Mir gesandt wird, denn Ich warte nur darauf, daß Meine Geschöpfe sich Mir zuwenden und Mich also dadurch anerkennen als liebevolle Macht, Der nichts unmöglich ist. Und gedenket Meiner nicht nur in der Not, sondern stets und ständig, und ihr werdet einen Segen nun erfahren, und immer zutraulicher werdet ihr zu Mir kommen, sowie ihr euch bedrückt fühlt .... Das Erdenleben braucht für euch nicht schwer zu sein, sowie ihr es mit Mir zusammen geht, denn dann habt ihr einen immer hilfsbereiten Begleiter zur Seite, Der eure Lasten auf Sich nimmt, Der euch führt und jeden Stein aus dem Wege räumt, Der wie ein Vater besorgt ist um Seine Kinder, daß sie nicht fehlgehen oder fallen .... Der immer für sie da ist, wenn sie Ihn brauchen. Aber diese Begleitung muß bewußt Kundgabe 6724 38 Kundgabe 6724 angefordert werden, denn ob Ich auch immer am Wege stehe und um eines jeden Last und Sorge weiß .... wer Meiner nicht gedenket, der muß sich weiter mit dieser Last plagen, bis er zu Mir gefunden hat .... es sei denn, er ist Mir so fern, daß Mein Gegner nun sein Herr bleibt, der ihm dann auch seine Last, aber auch seine Seele nimmt .... Und so könnet ihr noch dankbar sein, wenn ihr Sorgen und Nöte zeitweilig empfindet, denn dann wisset ihr, daß ihr noch nicht verloren seid und immer noch von Meiner Liebe geführt werdet, die es erreichen will, daß ihr euch Mir zuwendet, um euch dann auch helfend beizustehen in jeder Not .... Amen

39 Ernsthaftes Verlangen nach Vereinigung mit Gott ....

Kundgabe 7303 10.3.1959

Nehmet Mich auf in euer Herz, das heißt , wollet ernstlich, mit Mir verbunden zu sein .... Wer diesen ernsten Willen hat, dessen nehme Ich Mich auch an, und er wird ewiglich sich mit Mir vereinen, denn er hat seinen Mir einst-abgewandten Willen gewandelt, er hat sich Mir wieder angeschlossen, wie er sich einstens trennte von Mir. Das größte Übel in der Welt ist, daß die Menschen in einer gewissen Gleichgültigkeit dahinleben, eine Gleichgültigkeit Mir gegenüber, Den sie vielleicht noch gelten lassen, aber den Zusammenhang mit ihrem Gott und Schöpfer nicht annähernd kennen oder erfassen, weil sie sich nicht mit sich selbst auseinandersetzen. Sie gehen zumeist ihren Erdenweg nicht ohne Wissen um Mich, aber doch ohne tieferen Glauben .... jedoch nur aus Gleichgültigkeit .... bis auf die Menschen, die Mir offensichtlich widerstehen .... Doch Ich spreche von den Gleichgültigen, die in der Mehrzahl sind, die alle nach außen hin behaupten würden, an Mich zu glauben, und doch sich gedanklich wenig oder gar nicht mit Mir befassen .... Diese also haben Mich noch nicht in ihre „Herzen“ aufgenommen, deren Wille ist noch nicht ernsthaft auf den Zusammenschluß mit Mir gerichtet, wenn sie dies auch leugnen würden ihren Mitmenschen gegenüber. Doch Ich kenne wohl den Grad des Verlangens nach Mir, und Ich will in euer Herz aufgenommen werden, Ich will, daß eure Gedanken sich mit Mir befassen, daß es euch drängt, die innige Bindung mit Mir herzustellen .... daß ihr ebenden Willen habt, euch wieder mit Mir zu vereinen, von Dem ihr euch einstens freiwillig trenntet .... Gerade dieser ernste Wille kann eine völlige Wandlung eurer Lebensführung und also auch eures Wesens bewerkstelligen, aber ohne den ernsten Willen werdet ihr es niemals zu einer geringen Wesensänderung bringen, weil eben eure Gleichgültigkeit für Meinen Gegner die willkommene Gelegenheit ist, zwischen Mich und euch zu treten, und er seinen Einfluß wahrlich mit Erfolg ausüben wird. Denn Ich kann euch nicht begleiten, weil euer Herz noch nicht Mich ernstlich suchet, und Ich kann sonach auch nicht Meinen Gegner abdrängen, so dieser sich euch beigesellt. Ihr selbst aber besitzet ohne Mich nicht die Kraft, euch ihm zu widersetzen, ihr willigt allzugern ein in seine Pläne, weil er euch weltliche Güter dafür verspricht .... Habt ihr aber den ernsten Herzenswunsch, daß Ich euch nahe sein möge, dann gilt euer Wille Mir, und dann kann Ich ihn abdrängen und euch auch wirklich nahe sein .... dann habt ihr Mich in das Herz aufgenommen, und dann seid ihr auch auf dem rechten Wege zu Mir, oder auch, ihr werdet Mich dann ewiglich nicht mehr verlieren, wenn Ich einmal von eurem Herzen Besitz nehmen konnte, weil ihr dies ernstlich wünschtet. Und ihr solltet euch alle über euren innersten Willen Rechenschaft ablegen, wohin dieser sich wendet. Ihr solltet alle euch fragen, was wohl eure größte Liebe ist auf Erden, ob ihr weltlichen Dingen noch den Vorzug gebet oder euch Meine Gegenwart allein so begehrenswert ist, daß ihr bereit seid, alles andere hinzugeben um Meinetwillen. Könnet ihr letzteres, so seid ihr wahrlich auf rechtem Wege, und es wird euch euer ernster Wille gelohnt werden, denn ihr werdet nun keine Zeit versäumen, die ihr in Meiner Gegenwart verbringen könnet, weil euer Herz sich stets mehr sehnet, Mich darin aufnehmen zu können, und weil ein solches Verlangen immer erfüllt werden wird. Denn auch Ich sehne Mich nach Meinen Kindern und will, daß sie einmal wieder zu Mir zurückkehren, von wo sie ausgegangen sind im falsch gerichteten Willen .... den sie darum wieder wandeln müssen, zu Mir hin, zu ihrem Vater von Ewigkeit .... Amen

40 Ausnützen der kurzen Lebenszeit ....

Kundgabe 7435 23.10.1959

Ihr benötigt zum Ausreifen eurer Seele nicht sehr lange Zeit, ihr könnet in kurzer Zeit sie so weit gestalten, daß ein Eingehen in das Lichtreich ihr sicheres Los ist, wenn sie den irdischen Leib ablegt .... Aber ihr müsset das Ausreifen eurer Seele ernstlich anstreben und euch an Gott wenden, daß Er euch helfe dabei. Denn allein vermögt ihr es nicht, allein ist euer Wille zu schwach, und ihr fallet immer wieder in die Liebe zur Welt zurück, ihr könnet die Ichliebe nicht besiegen und werdet stets von neuem abgedrängt von dem Wege, den ihr einschlagen wolltet zu eurem Heil. Wendet ihr euch aber zu Gott um Hilfe, dann wird Er eure Gedanken hinlenken zu Jesus Christus, dem göttlichen Erlöser, weil ihr von Dessen Seite Stärkung eures Willens erfahret. Es ist zwar der gleiche Gott, Den ihr dann anrufet, aber ihr erkennet gleichzeitig das Erlösungswerk und also den göttlichen Erlöser an, Der anerkannt werden muß, wollet ihr auch der Gnaden des Erlösungswerkes teilhaftig werden. Ihn anzurufen garantiert auch Stärkung des Willens, selbst wenn ihr immer wieder anzukämpfen habt gegen die Anfechtungen durch die Welt, hinter der sich der Gegner Gottes verbirgt, der euch immer wieder zu Fall zu bringen sucht. Aber ihr werdet gestärkt und stets von neuem den festen Willen haben, zur Vollendung auf dieser Erde zu gelangen, und dann könnt ihr auch mit Gewißheit das Ziel erreichen. Die Stärke und Innigkeit der Bindung mit Jesus Christus ist maßgebend, wie lange Zeit ihr also benötigt zum Ausreifen der Seelen. Und diese Innigkeit der Bindung wieder ist abhängig von dem Liebegrad, den ihr Gott und dem Nächsten gegenüber aufbringet. Die Liebe ist alles, die Liebe stellt die Bindung her mit Gott in Jesus Christus, die Liebe stärkt den Willen, und die Liebe gibt Kraft, die Seelenarbeit an sich zu vollbringen, die dann das Ausreifen der Seele gewährleistet. Aber ihr dürfet nicht in den großen Fehler verfallen, zu glauben, daß ihr noch Zeit habt zu dieser Seelenarbeit, ihr dürfet niemals euer Streben auf später verlegen, denn ihr wisset es nicht, wie lange ihr noch Gnadenfrist habt, daß ihr lebet auf dieser Erde .... Ihr wisset nicht, wann euer letzter Tag ist, und ihr sollt leben, als würdet ihr morgen schon abgerufen und ihr müßtet euch verantworten vor eurem Gott und Schöpfer. Denn ihr alle habt keine lange Lebensdauer mehr, selbst wenn euch die Zeit bis zum Ende belassen bleibt. Aber ihr werdet auch Gott danken müssen, wenn Er euch das Ende nicht erleben lässet, die ihr noch mangelhaft in der Reife eurer Seelen seid durch eigene Nachlässigkeit .... Ihr werdet Gott danken müssen, wenn Er euch noch zuvor abruft und ihr noch die Gnade habt, im Jenseits ausreifen zu können, auf daß ihr nicht dem Gegner Gottes und seinem Ränkespiel zum Opfer fallet .... Denn die Zeit ist nur noch kurz, und darum sollet ihr sie ausnützen nach Kräften, denn ihr könnet schon in ganz kurzer Zeit ausreifen, wenn ihr nur eines guten Willens seid .... Amen

41 Gottes immerwährende Hilfe auf dem Erdenweg ....

Kundgabe 8328 13.11.1962

Ständig möchte Ich euch beschenken, denn Meine Liebe kennt keine Grenzen .... Und lässet ein Mensch Mein direktes Wirken in sich zu, dann ist es auch sein Wille, von Mir beschenkt zu werden, dann liegt kein Glaubenszwang vor, denn er öffnet sich Meiner Gnadengabe, weil er an Mich glaubt .... Niemals aber kann Ich dort offensichtlich wirken, wo dieser Glaube mangelt, weshalb auch kein Mensch Meine Stimme vernehmen wird, der nicht durch seinen Glauben .... der durch die Liebe lebendig wurde .... bewußt mit Mir in Verbindung tritt. Alles will Ich den Menschen geben, was ihnen mangelt, seien es geistige oder auch irdische Güter, denn solange Meine Geschöpfe noch unvollkommen sind, brauchen sie ständige Unterstützung, um zur Vollendung zu gelangen, und solange sie über die Erde gehen als Mensch, müssen sie auch irdisch versorgt werden in jeder Weise. Das rechte Maß aber weiß Ich allein .... Ich weiß um den Reifezustand der Seele und also auch, wessen sie bedarf, um auszureifen .... Ich weiß aber auch um ihre irdischen Bedürfnisse, Ich weiß, was ihr nützen kann und was ihr schadet, und Ich bedenke einen jeden seiner Beschaffenheit gemäß .... Denn ihr Menschen seid nicht alle gleich geartet, ihr seid durch euer Vorleben, durch euren Gang durch die Schöpfung, so verschieden gestaltet eurer Seele nach, daß Ich Mich eines jeden einzelnen annehmen muß, um ihm immer das zu geben, was er benötigt .... Und auch irdisch muß Ich euch verschieden bedenken, weil auch dies euer Seelenzustand erfordert. Ihr brauchet alle Meine besondere Betreuung, und ihr sollet es auch glauben, daß Mir eines jeden geistiger Erfolg am Herzen liegt, den Ich zu erhöhen suche durch die rechten Mittel .... Denn das ist Meine Liebe, daß sie euch zur höchsten Reife führen möchte, weil Ich euch in Meinem Reich dann endlos beglücken will und kann. Da ihr einst freiwillig euch von Mir abgewendet habt und also euer mangelhafter Zustand selbstverschuldet ist, sind es nun alles Gnadenmittel, die euch unaufhörlich zufließen, und Meine Liebe wird nie aufhören, bis ihr mit Mir wieder vereinigt seid, denn ihr seid aus Meiner Liebe hervorgegangen und kehret auch unwiderruflich einmal wieder zu Mir zurück. Ihr könnet aber auch dessen gewiß sein, daß Meine Gnadenmittel von Erfolg sind, nur dürfet ihr selbst euch nicht ihnen widersetzen, ihr dürfet euch nicht verschließen Meiner Liebe, indem ihr Mir entgegenwirket, indem ihr euch Meinem Gegner hingebet, der alles daransetzen wird, die Rückkehr zu Mir zu unterbinden .... Ich verlange von euch ein bewußtes Mir- Zuwenden, was gleichzeitig ein Abwenden von Meinem Gegner bedeutet .... Dann aber erfaßt euch Meine Liebe und lässet euch ewiglich nicht mehr fallen .... Ist aber in eurem Herzen kein Raum für Gedanken an Mich, dann besitzt Mein Gegner euer Herz, und dann wird es nur erfüllt sein von weltlichen Gedanken, von irdischen Wünschen, von Begierden jeglicher Art, und dann hat er eure (Herzen) Seele gänzlich in Besitz genommen und lässet sich nur schwer daraus verdrängen. Dann wird Meine Liebe zwar immer wieder versuchen, eine Wandlung eures Willens zu bewirken durch Schicksalsschläge aller Art, doch immer werdet ihr selbst euch überwinden müssen und eure Sinnesrichtung wandeln. Und dazu könnet ihr nicht gezwungen werden, weshalb Ich euch auch nicht direkt anreden könnte, weil eine solche Ansprache für euch ein Glaubens- und Willenszwang wäre. Ihr müsset den Weg zu Mir freiwillig antreten, und Kundgabe 8328 42 Kundgabe 8328 wahrlich, ihr werdet überall Stützen finden, die euch den Weg erleichtern und die euch ein Licht vorantragen, damit ihr den Weg erkennet, den ihr wandelt. Und dann werde Ich Selbst euch auch begleiten, Ich werde Mich euch als Führer anbieten, und gesegnet seid ihr, wenn ihr Meine Führung annehmet und euch Mir gänzlich übergebet .... Ich führe euch zwar hinweg von der Welt, doch ihr werdet dann auch nicht mehr zurückschauen, ihr werdet nicht mehr verlangen nach dem Reich, das ihr nun freiwillig verlassen habt, sondern eure Blicke werden aufwärts gerichtet sein und nur ein Ziel anstreben, Mich Selbst .... Und ihr Weltlinge könnet es glauben, daß Ich um eure Seelen ringe und in gleicher Sorge euch verfolge, daß Ich euch immer wieder in den Weg treten werde, denn Ich will euch nicht verlieren, Ich will eure Sinne hinlenken auf geistige Güter, die unvergänglich sind, und Ich will euch daher die Vergänglichkeit der Welt vor Augen stellen .... Denn noch ist euch eine kurze Zeit gegeben, wo euch Meine Liebe und Gnade verfolgt und ihr Mir nur keinen Widerstand entgegensetzen dürfet, um auch der Liebe und Gnade teilhaftig zu werden .... Und Ich will euch immer wieder anreden durch Meine Diener, Ich will euch ein Gnadenmittel zuwenden von größter Wirksamkeit, wenn ihr selbst euch nur nicht widersetzet und bewußt Meine Gnade in Empfang nehmet .... Amen

43 Segen geistiger Tätigkeit ....

Kundgabe 7327 6.4.1959

In reger geistiger Tätigkeit löset ihr euch immer mehr von der materiellen Welt, und ihr werdet zu Überwindern derer sowie ihres Herrn. Je mehr ihr euch mit geistiger Tätigkeit befaßt, desto mehr löset sich die Seele aus ihrer körperlichen Umhüllung, wenngleich ihr auf Erden lebt, aber sie erhebt sich in andere Sphären, sie betritt den Weg zu ihrer wahren Heimat, sie ist nur ein Gast auf dieser Erde, der seine wahre Heimat nicht vergessen hat, sondern ihr unaufhaltsam entgegenstrebt. Worin aber besteht die „geistige Tätigkeit“, die euch der Erdensphäre enthebt? .... Ein jeder Gedanke in die geistige Welt leitet solche geistige Tätigkeit ein, denn sowie die Seele die aus jener Welt ihr zugeleiteten Gedanken aufgreift, werden die Lichtwesen mit ihr in Verbindung treten und gleichsam eine geistige Zwiesprache führen, das heißt , ein Gedanke wird den anderen gebären, die Gedanken werden zu Gott hinweisen, sie werden ebenfalls wieder die Zwiesprache mit Gott einleiten, und es wird die Folge dessen sein, daß sich der Mensch nun auch mit seinen Mitmenschen über geistige Dinge unterhält, daß er sich nicht mit irdischem Wissen zufriedengibt, daß all sein Denken eben in jenes geistige Gebiet hinübergreift, von wo er nun belehrt wird, von wo die Seele nun geistige Nahrung empfängt. Die Seele wird dadurch ausreifen, sie wird den Körper veranlassen, sich auch ihren geistigen Erkenntnissen entsprechend zu bewegen im Erdenleben, es wird der Mensch an sich selbst arbeiten, er wird bewußt leben, das heißt sich seines Daseinszweckes und seines Zieles bewußt sein und auf dieses Ziel hinarbeiten, daß er es erreiche. Er wird wohl sein irdisches Leben führen, aber es wird ihm nicht die Hauptsache sein, sondern immer wieder werden seine Gedanken schweifen zur Höhe, in das Reich, das nicht von dieser Welt ist. Und er wird nicht anders können, als für dieses Reich tätig zu sein, indem er auf die Mitmenschen einzuwirken sucht, dem geistigen Reich mehr Beachtung zu schenken als dem irdischen Leben, er wird sie aufmerksam machen auf den Leerlauf des Lebens, das nur irdisch ausgerichtet ist .... er wird mit den Mitmenschen Gespräche führen, die das Kreuz von Golgatha zum Inhalt haben .... er wird nicht anders können, als immer wieder des göttlichen Erlösers Jesus Christus Erwähnung zu tun, weil ihn das geistige Reich gefesselt hält sowie auch Jesus Christus Selbst, Der eine Freude hat an Seinen Kindern, die Ihn lieben und Ihm nachzufolgen trachten. Und ihr werdet auch den Wert des irdischen Lebens schätzen lernen, in dem ihr geistig tätig sein könnet und also hindurchgeht mit geistigem Erfolg für eure Seele .... Denn ihr werdet geführt von den Lichtwesen, denen ihr zur Betreuung während eures Erdenlebens übergeben seid. Und deren Einfluß wird nicht aufhören und immer nur eurer Seele gelten, die durch geistige Tätigkeit nur gewinnen kann, die ausreifen wird während des Erdenlebens und auch euren Mitmenschen ein leuchtendes Vorbild ist. Denn eine Seele, die geistig strebt, ist auch nach außen erkenntlich dadurch, daß sie unentwegt tätig ist für das Reich Gottes und unentwegt Weinbergsarbeit leistet, weil es sie von innen drängt, Gott zu dienen und Ihm auch andere Seelen zuzuführen, denn in ihr ist Liebe, die sich ständig äußern wird im Wirken für Gott und Sein Reich .... Amen

44 Gäste am Tisch des Herrn ....

Kundgabe 5771 17.9.1953

Tretet an Meinen Tisch, so werdet ihr auch Speise und Trank erhalten als Nahrung für eure Seele .... Wessen bedürftet ihr mehr als das, was der Seele zur Kräftigung dienet? Was kann euch mangeln, wenn eure Seele versorgt ist .... wenn ihr zuerst danach trachtet, was ihr zum Heil gereicht .... Dann erfüllet ihr ganz und gar euren Erdenlebenszweck, und der Körper wird auch haben, wessen er bedarf, solange er der Seele Aufenthalt sein soll. Und Ich weiß es wahrlich, wie lange eure Seele ihrer Hülle bedarf, wie lange ihr als Mensch auf Erden leben müsset, um der Seele die nötige Reife zu verschaffen. Und solange auch wird der Körper erhalten. So ihr also von Mir etwas begehret, dann nur für eure Seele, und ihr werdet reichlich empfangen, eure Seele wird nicht zu darben brauchen, und der Körper wird auch in Fülle haben, weil ihr zuerst bemüht seid, Meinen Willen zu erfüllen, Mein Wort entgegenzunehmen, Mich anzuhören, und ihr also empfangsbereite Gäste seid am Tisch des Herrn. Ich will euch ständig die Nahrung eurer Seele darreichen, Ich will, daß ihr euch mit dem Brot des Himmels nähret, daß ihr Mein Wort entgegennehmet, das eurer Seele die Kraft vermittelt zum Aufstieg zur Höhe. Und Ich will, daß ihr Mich des öfteren darum angehet, daß ihr immer bereit seid, Mich anzuhören, wenn Ich zu euch rede .... Ich lade euch ständig ein, Meine Gäste zu sein, die Ich laben will mit Brot und Wein, mit Meinem Fleisch und Meinem Blut .... mit allem, was die Seele braucht, um zuzunehmen an Licht und Kraft .... Und es soll wahrlich keiner zu hungern und darben brauchen, der an Meinen Tisch tritt, der Mich bittet um Gaben der Liebe, die er überaus nötig hat auf seinem Erdenlebensweg. Und darum sende Ich stets Meine Knechte aus, um die Menschen von der Straße hereinzurufen in Mein gastfreundliches Haus .... Alle lasse Ich rufen, daß sie zu Mir kommen und Meine Gäste sein wollen. Mein Haus aber liegt abseits der breiten Straße, und darum müssen sie diese verlassen, wenn sie zu Mir gelangen wollen, aber sie werden es niemals bereuen, denn sie finden niemals auf ihrem breiten Wege die köstliche Erquickung, die ihnen an Meinem Tisch angeboten wird. Und stets mehr werden sie danach Verlangen tragen, je öfter sie Meine Gäste gewesen sind. Doch freiwillig müssen sie zu Mir kommen, denn wenngleich Ich auch die Boten nach ihnen aussende, so werde Ich doch keinen zwingen, zu Meinem Gastmahl zu kommen, doch leer werden ausgehen, die Meinem Ruf nicht Folge leisten, denn die Welt kann ihnen nimmermehr bieten, was Meine Liebe ihnen darreichen will .... Mein Wort, das Kraft und Licht und Leben ist und sie führet zur Seligkeit .... Amen

45 Heilswirkung des Gotteswortes .... Erweckung - Leben ....

Kundgabe 6768 21.-23.2.1957

Es bedeuten Meine Worte für euch Geist und Leben .... Ihr könnet nicht im toten Zustand verharren, wenn ihr Meine Worte in euer Herz eindringen lasset, ihr müsset die Kraft Meines Wortes spüren und durch diese Kraft tätig werden, also leben .... Wenn das Wort eure Herzen berührt, dann seid ihr also durch Meine Ansprache in Kontakt getreten mit Mir, ansonsten ihr Meine Stimme nicht vernehmen würdet, wenngleich ihr Worte höret. Darum verlange Ich von euch, daß ihr Mein Wort in das Herz dringen lasset, daß nicht nur das Ohr es aufnimmt, damit es nicht nur als leerer Schall an euch vorübergeht. Mich Selbst müsset ihr sprechen hören, und das werdet ihr nur dann, wenn ihr euch Dem hingebet, Der zu euch spricht .... wenn ihr eure Herzen öffnet, wenn ihr bewußt lauschet, was euer Gott und Vater euch sagen will. Dann empfanget ihr wahrlich Kraft in Fülle, und ihr kommt zum Leben. Was euch nun zugeht durch Meine Liebe, soll euch das Leben schenken, weil ihr Mich dauert, solange ihr noch tot seid im Geist. Denn es ist kein vollkommener Zustand, in dem ihr euch befindet, und ob es euch selbst auch scheinet, als beweget ihr euch im Vollbesitz von Kraft auf Erden .... Das irdische Leben ist nicht gemeint mit dem Leben, das Ich euch schenken will .... Es ist das Leben der Seele, das ihr erreichen sollet, und dieses Leben ist ein Geschenk, das ihr alle erhalten könnet, wenn ihr es nur begehret. Es kann euch aber nur gegeben werden von Dem, Der das Leben Selbst ist .... Nur von Mir aus geht der Lebensstrom, aber er fließet unentwegt den Menschen zu in Form Meines Wortes, das Meine Liebekraft-Ausstrahlung ist und darum auch lebenerweckend sein muß, sowie es das Tote berührt. Und diese Berührung lasset ihr entweder zu, oder ihr wehret sie ab .... Und also entscheidet ihr selbst über Leben und Tod eurer Seele. Und es sollte euch deshalb auch verständlich sein, daß Ich, Der Ich das Wort von Ewigkeit Selbst bin, durch die Zuleitung Meines Wortes zur Erde nur das eine bezwecke, Leben zu geben dem bisher Toten, und daß darum auch die Annahme Meines Wortes von übergroßer Bedeutung für euch sein muß .... weil es euch mit Sicherheit einem unwürdigen und unseligen Zustand entreißt. (22.2.1957) Denn keine göttliche Gabe bleibt wirkungslos, wenn ihr Menschen nur ihre Wirkung zulasset. Und es muß darum auch Mein Wort sich überaus günstig an euch auswirken, so daß ihr auch seinen Einfluß selbst verspüren könnet, ihr müsset unwiderruflich euch gedrängt fühlen, Meinem Wort entsprechend zu leben, also Meinen Willen zu erfüllen, der durch Mein Wort euch kundgetan wird .... Aber ihr dürfet euch nicht wehren, ihr müsset es willig anhören und euch von ihm bestimmen lassen, um ihm gemäß euren Lebenswandel zu führen .... Dann werdet ihr größte geistige Erfolge erzielen, ihr werdet die Seelenreife erlangen, die nötig ist zum Eingang in das Lichtreich nach dem Tode eures Leibes. Ihr habt sonach ein sicheres Mittel, ein Mittel von unleugbarer Heilswirkung für eure Seele .... Doch nur wenige Menschen wenden dieses Heilsmittel an .... Und es kann Mein göttlicher Kraftstrom ihre Seelen nicht berühren, die krank und elend ihren Erdenweg gehen und ohne Erfolg auch von der Erde scheiden. Das wirksamste Mittel also wird nicht oder nur wenig beachtet, und ungewöhnliche geistige Erleben, die mehr beachtet würden, können nicht immer angewendet werden, weil sie zum Glauben zwingen und der Seele darum keinen nennenswerten Erfolg eintragen, es sei denn, sie verinnerlichen den Menschen und machen ihn nun aufnahmebereit für Kundgabe 6768 46 Kundgabe 6768 Mein Wort .... Und solches erkennt Meine Weisheit wohl zuvor, weshalb (23.2.1957) es also zuweilen scheinen kann, als sei ein Mensch mit ungewöhnlichen Gnadengaben bedacht von Mir aus, die ihm einen leichteren Aufstieg gewährleisten .... Ich weiß es, in welchem Reifegrad die Seele steht, Ich weiß es auch, wenn der Widerstand einer Seele nur noch so gering ist, daß nur ein kleines geistiges Erleben dazu gehört, um diesen Widerstand zu brechen .... Und dann ist auch die Aufnahmebereitschaft für Mein Wort da, und nun muß jene Seele die gleiche Arbeit leisten: freiwillig Mein Wort auszuleben .... dann erst ist die ungewöhnliche Gnadengabe auch genützt worden, und dann wird auch Mein Wort an ihm die gleiche Wirkung ausüben, weil es in sich Kraft ist und nun also das Tote lebendig macht. Wenn Ich einen Menschen anspreche, dann muß dies auch eine heilsame Wirkung ausüben auf eine todkranke Seele, weil diese nun unmittelbar mit der Lebenskraft in Berührung kommt .... Aber es kann der gleiche Erfolg nicht erwartet werden, wo Meinem Wort Abwehr entgegengebracht wird, weil diese Abwehr eine günstige Wirkung nicht zuläßt .... ist sie doch ein erneutes Versündigen gegen Meine Liebe, und eine Sünde zieht niemals eine gute Wirkung nach sich .... Aber ihr Menschen hättet es wahrlich leicht, zum Leben und also auch zur Kraft zu gelangen. Denn jedem Menschen steht die Möglichkeit offen, Mein Wort anzuhören, es zu lesen oder in Gedanken selbst mit Mir zu sprechen. Und ob er mitten in der Welt steht: .... Es wäre jedem möglich, sich für kurze Zeit abzuschalten von der Welt und der Seele Nahrung zu bieten: sich in Mein Wort zu vertiefen und also im freien Willen die Bindung herzustellen mit Dem, Der als Gott und Schöpfer anerkannt werden muß. Und wahrlich Ich würde dessen Willen segnen, Ich würde ihm entgegenkommen und so zu ihm sprechen, daß es ihn immer wieder nach Mir und Meiner Ansprache verlangt .... Doch die Welt verdrängt jeglichen Gedanken an Mich, Mein Wort wird achtlos übergangen, die Gelegenheiten, Mein Wort anzuhören, werden eher als störend empfunden, und die Abwehr Meiner Liebegabe tritt so offensichtlich hervor, daß es darum auch nicht zu verwundern ist, wenn die Menschheit stets mehr in Kraftlosigkeit versinkt .... wenn der geistige Tiefstand stets mehr erkennbar wird und wenn Mein Gegner die Herrschaft über die Menschen gewinnt, die selbst jede Kraftzufuhr verhindern. Und ihnen ist auch nicht mit ungewöhnlicher Gnadengabe gedient, denn auch eine solche wäre wirkungslos, weil die Menschen das Licht nicht sehen wollen, das ihnen entgegengehalten wird. Und darum zieht auch die Menschheit selbst das Ende dieser Erde herbei, denn es ist kein großer Aufstieg mehr zu verzeichnen, das Leben als Mensch auf dieser Erde wird nicht ausgenützt und ist daher auch zwecklos geworden .... Es muß erst eine Ordnung hergestellt werden, die wieder eine Aufwärtsentwicklung möglich macht .... Und diese Ordnung stelle Ich auch her, sowie die Stunde gekommen ist, wie es bestimmt ist seit Ewigkeit .... Denn es sollen die Menschen zum Leben gelangen, nicht aber ewig im toten Zustand verharren .... Amen

47 Prüfung von Geistesgut auf göttlichen Ursprung ....

Kundgabe 7255 14.1.1959

Geistige Speise könnet ihr nur von Mir Selbst entgegennehmen, und darum muß alles auf seinen Ursprung hin geprüft werden, was euch als „geistige Nahrung“ dargeboten wird. Zwar berufen sich alle Verkünder des göttlichen Wortes darauf, die reine Wahrheit aus Mir zu vertreten, dann aber müßten auch alle Verkünder das gleiche lehren, es dürfte keine verschiedenen Geistesrichtungen oder Konfessionen geben, die doch alle in ihrem Lehrgut voneinander abweichen. Also ist eine Prüfung unbedingt nötig, welche Lehren auf den Ursprung aus Mir zurückzuführen sind. Und das erfordert Nachdenken darüber .... was zwar nicht besagt, daß Nachdenken allein zu einem unangezweifelten Urteil gelangen läßt, weil auch dann wieder verschiedene Gedankenergebnisse festzustellen wären .... der Verstand allein also nicht maßgebend ist zur Beurteilung von Geistesgut auf Wahrheitsanspruch. Aber es kommt erst einmal das Wahrheitsverlangen zum Durchbruch, wenn der Mensch überhaupt darüber nachdenkt, ob Wahrheit oder Irrtum ihm angeboten wurde. Der Wille nach Wahrheit sichert ihm dann auch rechtes Denken im „Prüfen“ auf Wahrheit, es fängt der Mensch an, Kritik zu üben daran, was ihm vermittelt wird. Und es ist eine Prüfung darum nötig, weil verbildetes Geistesgut nicht die heiligende Kraft hat, daß die Seele daran gesunde, daß sie ausreife, daß sie sich sättige an einer Speise, die sie benötigt. Eine verbildete Lehre ist keine rechte Speise mehr für die Seele, vielmehr kann sie noch dazu beitragen, daß die Seele krank und schwach bleibt und doch nichts unternimmt, um zu gesunden .... weil der Mensch einfach nicht erkennt, daß ihm untaugliche Nahrung gereicht wird. Geistige Speise muß dem Reich entstammen, in das die Seele dereinst wieder zurückkehren soll, denn sie ist nur als Gast auf dieser Erde, um für das geistige Reich einmal tauglich zu werden, und sie muß also diese Tauglichkeit erlangen durch Zufuhr von Speise und Trank, durch eine Nahrung, die ihr verhilft zu einer gewissen Seelenreife. Und diese Reife wieder ist nötig zum Eintritt in das Lichtreich, das die wahre Heimat der Seele ist, aber auch einen Zustand der Seele erfordert, den sie auf der Erden erst erreichen muß. Und Ich biete ihr nun diese rechte Speise dar, und wohl denen, die aus Meinen Händen direkt das Brot des Himmels entgegennehmen, wohl denen, die nicht anderswo sich die Nahrung holen, wohl denen, die an den Quell gehen, wenn sie trinken wollen und sich laben für den Pilgerweg über die Erde .... deren Seelen werden ganz sicher ausreifen und tauglich werden für das geistige Reich .... nicht aber, die verbildetes Gut zu sich nehmen, deren Speisen vermengt sind und nicht mehr den Anspruch machen können darauf, eine Gabe aus Meiner Hand geboten zu sein. Diese werden nicht viel Heilkraft der Speise entziehen, die sie in Empfang nehmen, und sie tun gut daran, den Flußlauf zurückzuverfolgen, um in Erfahrung zu bringen, ob er zum rechten Quell führt .... ob Ich Selbst der Geber dessen bin, was ihnen angeboten wird. Und sie werden nun weit lieber ihre Nahrung am Quell entgegennehmen. Es wird sich der Mensch dann nicht mehr genügen lassen an einer verwässerten Lehre, er wird auch selbst nun urteilen können, was seiner Seele dienlich ist zum Aufbau, denn er wird es als Wahrheit empfinden, wenn ihm eine kraftvolle Speise und ein belebender Trank angeboten wird, die er zuvor kaum empfinden konnte. Die Seele, die krank ist und gesunden will, braucht auch eine gesunde und kräftige Nahrung. Und keine Seele ist Kundgabe 7255 48 Kundgabe 7255 ausgereift, die über die Erde geht; eine jede braucht Stärkung, sie braucht eine Speise und einen Trank, der sie belebt und aufrichtet, der ihr den Zustand wiedergibt, in dem sie sich einst befunden hat, der aber nur aus Meiner Hand ihr garantiert ist .... wenn der Mensch den Weg direkt zu Mir nimmt und sich von Mir nun bedenken lässet mit Speise und Trank. Dann wird die Seele gesunden, sie wird ihrer Vollendung entgegengehen, denn was von Mir kommt, kann nur der Seele zum Segen gereichen .... weil Meine Liebe ihr zum Leben verhelfen will, das sie nicht mehr verlieren soll .... Amen

49 Speisung der Seele vordringlich .... Abendmahl ....

Kundgabe 8385 19.1.1963

In welcher Not eure Seele ist, wenn ihr keine rechte Nahrung geboten wird, das muß Ich euch immer wieder vorstellen, ist es doch im Erdenleben das Wichtigste, daß ihr eure Seele versorget mit allem, was sie benötigt, um ihr Ziel zu erreichen, zwecks dessen sie auf Erden lebt. Sie soll ausreifen und brauchet eine gute Nahrung, sie braucht Speise und Trank, die dazu geeignet sind, die Seele zu einem Leben zu führen, das ihr größte Seligkeit garantiert .... Eine unreife Seele kann nicht in Mein Reich des Lichtes eingehen, sie muß auf Erden ausgereift sein und geht zu diesem Zweck über die Erde. Ihre körperliche Hülle, der menschliche Leib, wird von euch mit größter Sorge am Leben erhalten, es wird ihm alles angetan, daß er erhalten bleibt und sich auch möglichst wohl dabei befindet .... Doch der Seele gedenket ihr wenig .... wenngleich sie noch viel nötiger eine gute, heilsame Nahrung braucht, weil es um ihr ewiges Bestehen geht, während der Leib vergänglich ist und seine Lebensdauer auch nur ganz kurz sein kann .... Die Seele ist zumeist bei Beginn ihrer Verkörperung als Mensch schwach und krank, und ihr soll vordringlich geholfen werden, daß sie ihren kraftlosen Zustand verliert, es soll ihr durch rechte Speise und rechten Trank Kraft zugeführt werden, daß sie sich läutert während des Erdenlebens, und es soll ihr eine gute Medizin gereicht werden, damit sie gesunde und als ausgereift den irdischen Leib verlassen kann, wenn ihre Stunde gekommen ist, da sie das Leben auf Erden mit dem geistigen Reich vertauschet, um nun auch unbegrenzt selig sein zu können. Und die rechte Nahrung kann ihr nur geboten werden in Form Meines Wortes, denn dann empfängt die Seele Kraft und Stärkung von Mir Selbst, und Ich werde ihr wahrlich nur das bieten, was ihr dienlich ist zur Vollendung .... Ich brauche aber dazu euren freien Willen, also ihr müsset selbst an Meinen Tisch treten und die rechte Nahrung für eure Seele von Mir direkt entgegennehmen. Und immer wieder lade Ich euch ein, Meine Gäste zu sein, euch zu laben und zu kräftigen an Meinem Tisch und eine rechte Speise und einen rechten Trank von Mir in Empfang zu nehmen, der für eure Seele notwendig ist, soll ihr Erdengang erfolgreich sein. Denn nur des Ausreifens der Seele wegen geht der Mensch über diese Erde .... Sein Körper ist nur die materielle Hülle, die das Geistige birgt, das den Rückführungsprozeß fast vollendet hat und nur noch die Willensprobe abzulegen braucht, um endgültig in das geistige Reich aufgenommen zu werden. Und es braucht der Körper wohl auch das Seine, um bestehen zu können und seine Aufgabe zu erfüllen, der Seele zu dienen, doch vordringlich soll dieser Seele geachtet werden, und ihr soll alles geboten werden, was sie benötigt für ihr Ausreifen. Und da sie also das Geistige im Menschen ist, kann sie auch nur geistig bedacht werden mit Speise und Trank, und die rechte Nahrung für sie ist und bleibt immer nur Mein Wort, das Ich euch in aller Fülle darbiete, wenn ihr selbst nur Mir die Möglichkeit gebet, euch anzureden, und nun auch Mein Wort auslebet. Dann gibt es für die Seele keinen Mißerfolg mehr, dann wird sie unwiderruflich sich so gestalten, daß sie Mir stets näherkommt, weil jegliche Kraftzufuhr aus Mir, die ihr in Form Meines Wortes zugeht, ihr verhilft zur Umgestaltung in ihr Urwesen .... weil sie sich läutert und nun auch von Meinem Liebelicht immer stärker durchstrahlt werden kann .... Immer wieder müsset ihr Menschen Mein Wort hören, dann verabreichet ihr der Seele die ihr taugliche Nahrung, Kundgabe 8385 50 Kundgabe 8385 die nicht ohne Wirkung bleibt, und darum sollet ihr ständig an Meinen Tisch treten und mit Mir das Abendmahl halten, und wahrlich, eure Seele wird dankbar sein, wenn ihr sie vordringlich versorget, weil dann euer Erdengang als Mensch nicht vergeblich ist, weil sie Mir dann immer näherkommen wird, bis einmal der endgültige Zusammenschluß gefunden ist und die Seele wieder in Kraft und Licht und Freiheit schaffen und wirken kann mit Mir in Meinem Reich .... Amen

51 Stunde des Todes ....

Kundgabe 1798 31.1.1941

Für viele Menschen ist der Augenblick des Todes zum Gegenstand unüberwindlicher Furcht geworden, sie bangen davor und schrecken vor jedem Gedanken daran zurück, und es ist dies immer ein Zeichen mangelnder Seelenreife. Unbewußt empfindet die Seele ihren mangelhaften Zustand und erkennt auch den Leibestod als Ende ihrer Erdenlaufbahn .... sie empfindet es instinktiv, daß sie das Erdenleben nicht recht ausgenützt hat, und daher ist dem Menschen der Gedanke an den Tod etwas Schreckhaftes. Es beunruhigt ihn die Ungewißheit nach dem Tode, er ist voller Zweifel über ein Fortleben, jedoch auch wieder nicht gänzlich überzeugt davon, daß das Leben endgültig beschlossen ist. Und eben diese Ungewißheit über das „Nachher“ ist es, was den Menschen bangen läßt vor der Stunde des Abscheidens von dieser Welt. Je reifer der Mensch ist, desto weniger berührt ihn der Gedanke an den Tod, und das hat seine Begründung in der Erkenntnis, daß das eigentliche Leben erst nach dem leiblichen Tode beginnt. Das Erdenleben leichten Herzens hingeben zu können ist Vorbedingung für das Eingehen in Lichtsphären, denn es hängt der Mensch dann nicht mehr an irdischem Gut, er hat die Materie überwunden .... Alles, was der Mensch auf Erden zurückläßt, ist irdisches Gut, und das soll nicht mehr begehrt, sondern gern und freudig aufgegeben werden. Alles, was der Mensch lieb hat auf Erden, muß er hingeben können leichten Herzens, dann ist sein Scheiden von der Welt leicht. Nichts soll sein, woran der Mensch sein Herz hängt, ansonsten sein Lösen von der Erde immer ein Kampf wäre. Und darum muß jede Begierde frühzeitig überwunden werden, auf daß der Tod zu jeder Stunde an den Menschen herantreten und ihn niemals überraschen kann. Der Wille zu Gott ist gleichfalls bestimmend für das leibliche Ende des Menschen, denn wer zu Gott verlangt, der ist glücklich, so sein irdisches Leben beendet ist. Er ist geistig schon in jenen Sphären und sehnt nur noch die Stunde herbei, die ihn endgültig dahinbringt, wohin der Geist verlangt, wo seine wahre Heimat ist. Und es kann daher die Stunde des Todes wohl für den einen Bangigkeit, Angst und Schrecken bedeuten, dem anderen aber kann sie die Gewährung dessen sein, was der Mensch schon lange sich erträumt und erhofft hat. Sie ist für ihn die Stunde der Befreiung aus jeglicher Form, sie bedeutet für ihn den Eingang in das ewige Reich, in die ewige Herrlichkeit .... Und was der Mensch als Tod ansieht, kann für ihn der Eingang in das ewige Leben sein, wenn er das Erdenleben bewußt, das heißt mit Gott, gelebt hat und also reif ist für das Leben in der Ewigkeit .... Er kann für ihn aber auch wirklich Tod bedeuten, und dann spürt dies die Seele und schrecket vor jener Stunde zurück, die aber unweigerlich kommt, wenn die Zeit des Erdenlebens, die Gott dem Menschen gesetzt hat, vorüber ist. Und es soll daher jeder Mensch der Stunde seines Todes gedenken und im Hinblick darauf sein Erdenleben bewußt leben, das heißt arbeiten an seiner Seele, daß sie jenen Reifegrad erlangt, der ein leichtes und schmerzloses Hinübergehen von der Erde in das ewige Reich gewährleistet .... Amen

52 Haltet euch den Tod vor Augen ....

Kundgabe 2912 6.10.1943

Vergegenwärtigt euch die Stunde des Todes, und fraget euch, wieweit ihr vorbereitet seid für die Ewigkeit .... Gebet euch Rechenschaft, in welchem Verhältnis ihr zu Gott steht und wie ihr das Pfund genützet habt, das Er euch gegeben hat für eure Erdenzeit .... Prüfet euch, ob ihr werdet bestehen können vor dem Richterstuhl Gottes, ob euer Erdenlebenswandel gerecht ist vor Gott, ob ihr die Liebe geübt und ob ihr jede Stunde bereit seid, von der Erde zu gehen, ohne die Verantwortung vor Gott fürchten zu müssen .... Bedenket, daß mit dem Tode auch eure Kraft zu Ende ist und daß ihr aus eigener Kraft nichts mehr vermögt, so ihr in unreifem Seelenzustand von der Erde scheidet, und fraget euch, ob ihr selbst zufrieden seid und ruhig von der Welt gehen könnt .... Und übet strengste Kritik an euch, und dann suchet, euch zu vervollkommnen .... Nützet einen jeden Tag, der euch noch beschieden ist. Denn solange ihr auf Erden weilt, könnet ihr noch viel erreichen. Ihr habt die Möglichkeit, euch noch zu läutern, weil ihr die Kraft dazu habt und sie vermehren könnt durch Liebeswirken .... Haltet euch den Tod vor Augen, und erkennet euch als ein schwaches Geschöpf, das ihn nicht um eine Stunde verzögern kann, so Gott die Stunde des Ablebens bestimmt hat. Und bittet Gott innig um Erbarmen, um Seine Gnade, um Seinen Beistand, daß Er euch Seine Liebe schenke und mit Seiner Liebe auch die Kraft, die euch euren Aufstieg sichert. Behaltet nur dies Ziel vor Augen, daß ihr zum ewigen Leben erwachen sollt, so das irdische Leben für euch beendet ist, und dann lebet diesem Ziel gemäß, erfüllet den Willen Gottes, und denket stets, daß jeder Tag für euch der letzte sein kann auf Erden .... Dann werdet ihr euch vorbereiten, ihr werdet bewußt leben und ohne Furcht hinübergehen in das Reich des Friedens, in eure wahre Heimat .... Amen

53 Abschluß des Erdenganges nur mit Jesus Christus ....

Kundgabe 7959 6.8.1961

Es ist ein weiter Weg, den ihr schon zurückgelegt habt, denn daß ihr noch auf der Erde wandelt, ist ein Beweis, daß ihr euren Entwicklungsweg noch nicht abgeschlossen habt .... mit Ausnahme derer, die zum Zwecke einer geistigen Mission sich auf der Erde verkörperten und deren Seelen also diesen Entwicklungsgang schon zurückgelegt haben und im Lichtreich Aufnahme fanden .... Doch Ich rede zu euch Menschen, die ihr noch nicht vollendet seid, die ihr einst Mir abtrünnig wurdet und ebenjenen langen Entwicklungsweg gehen mußtet, um im Stadium als Mensch nun die letzte Willensprobe in aller Willensfreiheit abzulegen, deren Bestehen euch den Eingang ins Lichtreich sichert. Ihr also seid noch nicht vollendet, aber ihr seid aus den tiefsten Tiefen zur Höhe gestiegen, wenn auch im Mußgesetz .... Die Tiefe hat euch freigeben müssen, weil Mein Wille diesen langen Weg vorgesehen hatte für euch, der euch der Gewalt Meines Gegners entzog, ansonsten euer Aufstieg zur Höhe unmöglich gewesen wäre .... Aber nun kommt auch er wieder zu seinem Recht, denn ihr seid noch immer sein Eigentum, weil ihr einst freiwillig ihm gefolgt seid zur Tiefe und dieser freie Wille noch nicht die erneute Entscheidung getroffen hat: für ihn oder für Mich, Der Ich eure Rückkehr ersehne, aber euch niemals zwingen werde, wenn ihr freiwillig bei ihm verbleiben wollet. Im Stadium als Mensch also macht Mein Gegner wieder seine Macht geltend, indem er auf euren Willen einwirkt, jedoch ihn auch nicht zwingen kann, weil ihr euch frei entscheiden müsset, welchen Herrn ihr wählet. Aber Ich kann ihm nicht wehren, an euch alle Künste zu erproben, um euch an ihn zu ketten .... Ich kann ihm nicht wehren, Mittel anzuwenden und sich an euch zu versuchen, um nur eure Seele zu behalten oder auch zurückzugewinnen, wenn er sie schon verloren hat .... Ihr selbst müsset nun freiwillig euch ihm stellen und gegen ihn ankämpfen, wenn ihr frei werden wollet von ihm. Und ihr brauchet wahrlich nicht seine Stärke zu fürchten, denn ihr habt einen starken Helfer euch zur Seite, Den ihr nur um Seine Hilfe anzugehen brauchet, um mit Ihm den Kampf nun siegreich zu bestehen: Jesus Christus, euren Erlöser von Sünde und Tod .... Denn wenngleich ihr als Mensch schon die tiefsten Tiefen überwunden habt, wenn ihr durch Meine Hilfe auch in der endlos langen Entwicklungszeit Mir erheblich nähergekommen seid .... aber die Last der Ursünde eures Abfalls von Mir drückt euch immer wieder nieder, und euer Wille ist geschwächt und würde niemals dem Willen Meines Gegners Widerstand leisten können, wenn euch nicht Jesus Christus Hilfe leistete, wenn Er nicht euch verstärkten Willen schenken würde, den Er Selbst durch Seinen Tod am Kreuz für euch erworben hatte. Die Macht Meines Gegners über euch ist zu groß, als daß ihr ihm aus eigener Kraft widerstehen könntet .... Aber es ist euch Kraftzufuhr gewährleistet, wenn ihr nur euch Jesus Christus übergebet und Ihn bittet, daß Er die Schuld auf Sich nehmen möge, von der ihr noch nicht frei seid und die euch darum rettungslos an Meinen Gegner fesselt .... Jesus Christus, in Dem Ich Selbst Mich manifestierte, wird nun die Schuld übernehmen, denn Er hat durch Seinen Tod am Kreuz den Kaufpreis gezahlt für alle Seelen an den Gegner, der nun die Seelen freigeben muß, wenn sie selbst es wollen .... Und mit Seiner Hilfe nun könnet ihr den Erdenlebensweg zum Abschluß bringen, mit Seiner Hilfe könnet ihr frei werden von jeder Schuld und durch die Pforte eingehen in das Lichtreich, die euch zuvor Kundgabe 7959 54 Kundgabe 7959 verschlossen ist, aber durch Jesus Christus geöffnet wird für alle Seelen, die sich im freien Willen entschlossen haben, den Weg zum Kreuz zu nehmen, um dort von der Sündenlast frei zu werden. Es steht euch nur eine kurze Zeit zur Verfügung, da ihr als Mensch über die Erde geht, aber sie genügt zur völligen Freiwerdung aus der Form, die jedoch immer von der Einstellung des Menschen zu dem göttlichen Erlöser Jesus Christus abhängig ist .... Denn eure einstige Sünde bestand in der Abkehr von Mir und in der Abwehr Meiner Liebekraft .... In Jesus Christus aber sollt ihr Mich Selbst erkennen und anerkennen, und ihr werdet dann auch bewußt wieder Meine Liebekraft annehmen, und der Vereinigung mit Mir steht dann nichts mehr im Wege .... Dann hat der endlos lange Gang durch die Schöpfungen der Erde und als Mensch auf der Erde zum rechten Ziel geführt .... er hat euch die Freiwerdung eingetragen, und ihr seid nun wieder Anwärter Meines Reiches, das euch aufnimmt und euch Seligkeiten bieten wird, wie es war im Anbeginn .... Amen

55 Sammeln geistiger Schätze auf Erden .... Reue im Jenseits ....

Kundgabe 4455 9.10.1948

Der Ärmsten einer wird sein im geistigen Reich, wer sich auf Erden nicht geistige Schätze gesammelt hat und also leer eingehet durch die Pforten des Jenseits. Und Ich möchte euch vor diesem Los bewahren, weil ihr bitterste Reue empfinden werdet, so ihr rückschauend die vielen Gelegenheiten erkennet, die ihr ungenützt ließet. Die Armut im geistigen Reich ist so bedrückend und hoffnungslos, daß sie euch quält und euren Willen völlig lähmt und ihr daher euch schwerlich aus dem qualvollen Zustand befreien werdet. Und es ist doch auf Erden so leicht, in den Besitz geistiger Güter zu gelangen, wenn ihr nur Meiner gedenket und mit Mir zu reden begehret. Dieses Verlangen schon garantiert euch die Zuleitung Meines Wortes in verschiedener Form .... Ihr werdet immer dorthin geführt, wo ihr Mein Wort empfangen könnet, so ihr es nicht von Mir gedanklich entgegennehmet, das heißt in euren Gedanken Meine Stimme erkennet. Sicher aber ist, daß ihr euch innerlich gedrängt fühlen werdet zum Liebeswirken, sowie ihr gedanklich mit Mir in Verbindung tretet, also Mich zu erreichen suchet. Denn Ich melde Mich durch Meine Mahnung zur Liebe, weil Ich dann erst mit euch ganz in Verbindung treten kann. Also suche Ich euch als erstes zum Liebeswirken anzuregen und tue dies direkt durch die innere Stimme oder durch Hinweise und Ermahnungen von außen, durch Verkünder Meines Wortes, die nur die Liebe predigen. Höret ihr sie an und befolget ihr das Wort, das in Mir seinen Ausgang genommen hat, so sammelt ihr euch auch geistige Güter und erwerbet so einen Reichtum, der euch bleibt in Ewigkeit, der euch weder auf Erden noch im Jenseits genommen werden kann und der sich gleichfort vermehret, selbst wenn ihr ständig davon austeilet. Mit diesen Gütern gesegnet in das jenseitige Reich einzugehen ist wahrlich das Erstrebenswerteste, denn es sichert euch ein ewiges Leben, ein Leben im geistigen Reich in Tätigkeit, die allein beglückend genannt werden kann und von euch überaus wohltätig empfunden werden wird. Wer aber völlig leer eingehet, der kann sich nur schwer im jenseitigen Reich geistige Güter erwerben, obwohl es nicht ganz hoffnungslos ist. Denn auch dort wird den Seelen das Evangelium gepredigt, doch wie auf Erden steht es ihm frei, es anzunehmen; wie auf Erden hängt die Aufnahme lediglich vom Willen ab, der aber außerordentlich geschwächt ist und ohne Hilfe durch Kraftzuführung sich nicht recht entscheidet. Und auch diese Kraftzufuhr ist vom Willen der Seele bedingt, sie zu nützen zur Liebetätigkeit .... oder von liebender Fürbitte eines Menschen, weshalb ihr Menschen nicht oft genug euch dieser armen Seelen erbarmen könnet, die eure Hilfe dringend benötigen, weil sie auf Erden versäumten, sich geistige Schätze zu sammeln, die ihren Zustand im Jenseits zu einem seligen machen. Ihre Not ist groß, doch die Menschen hören nicht auf Mein Wort, sie glauben nicht und gehen darum arm und finsteren Geistes ein in das jenseitige Reich .... Amen

56 Jenseitiges Los entsprechend dem Sinnen und Trachten auf Erden ....

Kundgabe 6054 16.9.1954

Wie euer Sinnen und Trachten ist auf dieser Erde, so wird auch euer Los sein nach eurem Leibestode im jenseitigen Reich. Suchtet ihr auf dieser Erde das Licht und die Wahrheit, so wird auch drüben das Licht euch erwarten .... zoget ihr die Finsternis vor, weil euch die irdische Materie die Augen blendete, so weilet ihr auch drüben in dunkler Umgebung, in einer Sphäre, wo ihr euch unglücklich fühlet, weil euch das Licht mangelt. Doch es geschieht euch nach eurem Willen .... Es wird euch auf Erden ständig das Licht nahegebracht, und es wird euch der Weg zum ewigen Leben hell und klar beleuchtet, so daß ihr ihn nur einzuschlagen brauchet, um nach eurem Leibestode in das Lichtreich zu gelangen .... Wenn ihr aber dem Licht entfliehet, wenn ihr die dunklen Wege beschreitet, dann könnet ihr auch nur in dunklen Gebieten landen .... Daß ihr Menschen euch doch so wenig damit befaßt, was mit euch nach eurem Leibestode geschieht .... Ihr werfet diese Gedanken von euch, so sie einmal in euch auftauchen, und ihr wendet eure Augen nur immer der Welt und ihrer Materie zu, und da diese vergänglich ist, könnet ihr nichts davon hinübernehmen in das jenseitige Reich. Und so die materiellen Güter euer einziger Reichtum sind auf Erden, kommet ihr im jenseitigen Reich also arm und nackt an .... Warum sammelt ihr euch nicht auf Erden die Güter, die Bestand haben, die euch begleiten auf eurem Weg in das jenseitige Reich .... warum gieret ihr nur nach den vergänglichen Gütern dieser Welt? Es wird euch immer wieder die Auswirkung eures Lebenswandels vor Augen gestellt, ihr werdet aufmerksam gemacht auf euren Zustand nach eurem Abscheiden von dieser Erde .... ihr schenket den Warnungen und Mahnungen wenig Beachtung, ihr lebet weiter skrupellos in den Tag hinein, und ihr könnet doch morgen schon abberufen werden und den letzten Gang antreten müssen .... Und dann empfanget ihr, was ihr anstrebtet auf Erden .... Licht oder Finsternis .... Es kann euch nichts anderes gegeben werden, als was ihr euch durch euren Erdenlebenswandel erworben habt. Doch solange ihr auf Erden lebet, gedenket der Zeit nach eurem Tode, gedenket eurer Seele, die unvergänglich ist und der ihr auf Erden das Los im Jenseits bereitet .... strebet das Licht an auf Erden, und schaffet ihr die Seligkeit im geistigen Reich .... Amen

57 Im Hause des Vaters sind viele Wohnungen ....

Kundgabe 6022 13.8.1954

Im Hause des Vaters sind viele Wohnungen .... Für alle Seelen habe Ich die Wohnungen bereit, die ihrer Reife beim Abscheiden von der Erde entsprechen. Und darum sind sie gar sehr unterschiedlich, und sie sind so lange der Aufenthalt für jene Seelen, wie sie sich damit begnügen, während sie aber auch gewechselt werden können, was der Seele selbst obliegt. Wie die Seele beschaffen ist bei ihrem Leibestode, so ist auch die Umgebung, die sie nun im geistigen Reich umfängt .... strahlend, lichtvoll, in wundervoller Harmonie dem geistigen Auge Herrliches bietend, so daß eine unbeschreibliche Glückseligkeit die Seele erfüllt .... oder auch düster und kalt, armselig und beängstigend, stürmisch, öde und bedrückend, so daß sich die Seele unglücklich fühlt und sich aus dieser Umgebung herauswünscht. Und doch kann ihr nur das geboten werden, was sie sich erworben hat auf Erden, sie kann nicht in glückselige Sphären versetzt werden, die sie niemals anstrebte, und ihr kann auch kein Licht geschenkt werden, weil dieses sie verzehren würde in ihrem unreifen Zustand. Doch es bleibt einer jeden Seele freigestellt, ob sie sich ihren Aufenthalt verbessern will. Und dieses Verlangen in ihnen wachzurufen ist die Arbeit unzähliger Geistwesen, die im Licht stehen und in die lichtlosen Wohnungen hinabsteigen, um deren Bewohner anzuregen, sich ihr Los und ihren Aufenthalt zu verbessern. Doch auch dies muß so geschehen, daß es nicht den Willen der Seelen bestimmt, sondern zu eigenem Verlangen führt. Und darum sind die Lichtwesen ihnen nicht als solche erkenntlich, sondern sie gesellen sich ihnen zu in gleicher Umhüllung, sie bittend um Aufnahme, und suchen dann die Gedanken der Seelen zu lenken auf eine Änderung ihrer derzeitigen Lage .... Der Wille der Seelen muß angeregt werden, sich selbst ihr Los zu verbessern; und regt sich nun der Wille, dann befindet sich die Seele plötzlich unter notleidenden Seelen, die sie um Hilfe angehen, und nun entscheidet es sich, ob sie diesen Bitten Gehör schenkt, ob sie willig ist und versucht, ihnen zu helfen .... Je stärker in ihr der Trieb ist, Hilfe zu leisten, desto kraftvoller wird sie sich fühlen, und die Dunkelheit wird einem leisen Dämmerlicht weichen, das die Seele unendlich beglückt und ihren Liebewillen erhöht. Und ihre Umgebung wird unmerklich andere Gestalt annehmen, weil das Dämmerlicht hindurchscheint, bis alles klar vor den Augen der Seele steht und ihr Zustand erheblich gebessert erscheint .... Doch immer ist es dem Willen der Seele überlassen, ob sie sich weiter hilfreich betätigt oder sie sich mit der nunmehrigen Lage begnügt .... die dann aber wieder sich verschlechtert, wenn sie aufhört zu streben. Jede Seele wird finden, was sie begehrt; und verlangt sie nach Licht, nach Liebe und Seligkeit, so wird sie auch sicher ihr Ziel erreichen und landen in überaus lieblichen Gegenden, wo alles durchstrahlt ist und wo sie Wohnung nehmen kann so lange, wie es ihr gefällt .... Denn sie wird auch das gleiche geben, was sie selbst verlangt, und die Liebe wird ihr Wesen wandeln, die Liebe, die ihr selbst geschenkt wird von den Wesen des Lichtes, wenn sie nicht völlig widersetzlich ist und sich nicht aus den lichtlosen Tiefen erheben will, so daß sie sich wehrt gegen jede Hilfeleistung und jede Vorstellung empört zurückweiset. Dann hat sie ebenfalls, was sie begehrt .... die Finsternis, die sich stets qualvoller auswirken wird, um auch solche Seelen noch zur Wandlung ihres Willens zu bewegen. Und darum sprach Ich die Worte: „In Meines Vaters Hause sind viele Wohnungen ....“ Kundgabe 6022 58 Kundgabe 6022 Denn dem Zustand einer jeden Seele ist Rechnung getragen, doch keine Seele wird gezwungen, dort zu verbleiben, wo sie hingewiesen wird nach ihrem Leibestode .... sie wird stets Aufnahme finden dort, wo ihr Wille sie hinführt .... sie wird sich selbst die Wohnung gestalten können nach ihrem Willen, und so wird sie aus den tiefsten Sphären hinaufsteigen können in lichte Höhen .... wenn sie nur immer derer achtet, die ihr entgegentreten als Boten von oben, zwar unerkannt von ihr, solange sie selbst noch ohne Licht ist, doch von ihrem Liebewillen so berührt, daß die Liebe auch in ihr selbst entzündet wird und also auch der Weg frei ist nach oben .... Die ewige Liebe Selbst steigt in die Tiefe, um emporzuziehen, die sich nicht widersetzen .... Ich erlöse auch die Seelen aus der Finsternis, und unzählige Wesen des Lichtes beteiligen sich an dieser Arbeit .... Sie alle bauen mit an den Wohnungen, um der Seelen Los zu verbessern; sie alle strahlen Licht und Liebe aus und locken unzählige Seelen aus der Finsternis damit in ihr Bereich .... wo Licht ist und Kraft und Seligkeit .... Amen

59 Wiedersehen im Jenseits ....

Kundgabe 6312 15.7.1955

Es gibt ein Wiedersehen im geistigen Reich, davon könnet ihr Menschen überzeugt sein .... Doch ob euch ein Wiedersehen mit euren Lieben schon vergönnt ist gleich nach eurem Abscheiden von dieser Erde, das ist von dem Reifegrad abhängig, in dem sowohl eure Seelen als auch die Seelen eurer Lieben stehen, denn wo dieser noch nicht so hoch ist, daß ein geistiges Schauen möglich ist, muß er erst erreicht werden, was auch noch lange Zeiten dauern kann. Erst in einem bestimmten Reifegrad ist die Seele fähig, die Eindrücke in sich aufzunehmen. Sie muß also selbst im Licht stehen, um erkennen zu können, wer sich ihr naht, wenngleich eine Seele in niedrigem Reifegrad sich auch von Wesen umgeben weiß, die sie aber nicht erkennen kann, solange ihr das geistige Sehvermögen fehlt. Die Seligkeit der Wesen besteht aber nun darin, sich mitteilen zu können denen, die ihnen nahestanden auf Erden .... Und darum werden die Seelen, die schon im Licht stehen als Folge ihrer Reife, immer den Ihrigen sich nahen, und zwar, um sich entweder mit gleich-geistig-reifen Wesen auszutauschen oder um den noch schwachen Seelen zu helfen, auch zur Höhe zu gelangen .... Es werden also die reiferen Seelen die Fähigkeit haben, die Seelen zu erkennen, doch nicht umgekehrt .... weil die schwachen Seelen angeregt werden sollen, zu streben, doch nicht durch Beweise dazu gezwungen werden .... Denn immer wäre es ein Beweis, wenn sich ihnen eine Lichtseele nähert, die sie erkennt als mit ihr auf Erden verbunden gewesen .... Und so ist also das Gnadengeschenk der Wiedersehensfreude auch wieder Anteil des reifen Geistigen, das unsagbar glücklich darüber ist und nun seinerseits alles tut, um den noch unreifen Seelen gleichfalls zu diesem Glück zu verhelfen .... Diese bemühen sich in liebevollster Weise um jene und lassen nicht nach, sie anzuspornen .... doch immer jenen noch unkenntlich, weil sie in gleicher Umhüllung, in gleichem Gewande, sich ihnen nahen. Das Verlangen nach ihnen nahegestandenen Seelen zieht diese auch heran und kann noch ein ungeheurer Auftrieb sein, und ist der Moment des Erkennens gekommen, dann sind die Seelen unendlich dankbar und beglückt .... Und dann erkennen sie erst die Fürsorge, die ihnen gegolten hat, und sie nehmen sich in gleicher Weise der noch im Dunkeln schmachtenden Seelen an .... sie verhelfen auch ihnen wieder zur Höhe, denn eine jede Seele verlangt nach denen, die ihr einmal nahestanden auf Erden. Es gibt ein Wiedersehen, doch die Zeit, da es möglich ist, bestimmet ihr selbst .... Habt ihr nun diese sichere Erkenntnis auf Erden schon gewonnen, so werdet ihr auch alles tun, um den Grad wenigstens auf Erden zu erreichen, der euch das Eingehen in die Lichtsphären gestattet, und ihr werdet von denen empfangen werden, die ihr liebet und euch sofort erkennen können, oder aber unerkannt von ihnen in Verbindung treten können mit ihnen, um nun schon an diesen Seelen eure Erlösungsarbeit beginnen zu können .... Sorget nur dafür, daß ihr nicht völlig erkenntnislos hinübergehet .... sorget dafür, daß ihr schon zu Gott in Jesus Christus gefunden habt, daß ihr .... als erlöst durch Ihn .... eingehen könnet in das geistige Reich .... Dann wird dieser Eingang euch schon Seligkeiten schenken, die in den Freuden eines Wiedersehens bestehen .... Lange aber werdet ihr mitunter warten müssen, wenn ihr selbst nicht die Reife erlanget auf Erden .... denn alles kann nur im Rahmen der Gesetzmäßigkeit vor sich gehen, und die Freiheit eures Willens muß geachtet werden auch im geistigen Reich, auf daß ihr einmal selig werdet .... Amen

60 Zusammenschluß .... Seligkeit der Ebenbilder Gottes ....

Kundgabe 7627 20.6.1960

Der Endzweck eures Erdenlebens ist die Vereinigung mit Mir .... Ihr sollt den Zusammenschluß mit Mir gefunden haben, wenn euch die Todesstunde naht, ihr sollt ohne Furcht und Schrecken hinübergehen in das jenseitige Reich, ihr sollt nur euren Aufenthalt wechseln und anlangen im Vaterhaus, das ihr vor Ewigkeiten verlassen habt .... Ihr sollt heimgefunden haben zu Mir und nun wieder selig sein, wie ihr es waret im Anbeginn. Dies ist Zweck und Ziel eures Erdendaseins, und dieses Ziel zu erreichen soll euer ständiges Streben sein, denn es ist euch möglich. Es ist nichts Unmögliches, was Ich von euch verlange. Ihr seid Meine Kinder, ihr seid von Mir ausgegangen, und euer ganz natürliches Streben muß es sein, wieder zum Vater zurückzukehren, weil euch die Liebe des Vaters zieht und weil ihr uranfänglich doch geschaffen waret als Mein Ebenbild .... Und darum muß die Vereinigung mit Mir eurem ganzen Wesen mehr entsprechen als die Entfernung .... Und darum seid ihr auch in dieser weiten Entfernung niemals selig gewesen, und ihr könnet auch nur nach unserer Vereinigung wieder selig genannt werden, denn mit Mir vereint zu sein heißt auch, von Meiner Liebe wieder durchstrahlt zu werden, was unvorstellbare Seligkeit bedeutet. Ihr seid Meine Geschöpfe und gehöret unwiderruflich zu Mir .... Euer Abfall von Mir war ein Akt verkehrten Willens und verkehrten Denkens .... Sowie aber euer Wollen und Denken sich wieder in der rechten Ordnung bewegt, werdet ihr auch den Zusammenschluß suchen mit Mir, ihr werdet alles tun, um die einstige Entfernung zu verringern, und es wird euch dies auch gelingen im Erdenleben, weil Ich Selbst diesen Zusammenschluß ersehne und euch darum auch helfe .... weil Meine Liebe euch zieht und ihr dieser Meiner Liebe nicht zu widerstehen vermöget, so ihr wieder in die rechte Ordnung eingetreten seid .... Und es ist wahrlich ein herrliches Los, das euch erwartet, wenn ihr die Vereinigung mit Mir eingegangen seid .... Das Lichtreich öffnet sich euch wieder, ihr könnet wirken in Kraft und Licht und Freiheit nach eurem Willen, der aber doch auch Mein Wille ist .... Ihr werdet Seligkeiten genießen können, von denen ihr euch nichts träumen ließet .... ihr werdet schauen und hören, was eure Augen und Ohren noch nie geschaut und gehört haben auf Erden, denn Ich habe allen unermeßliche Seligkeiten bereitet, die Mein sind, die Mich lieben und darum sich Mir verbunden haben auf ewig. Denn die Liebe ist es, die dieses innige Band schlingt um Vater und Kind .... die Liebe, die in euch sich entzünden soll während eures Erdenwandels und die dann das Menschenherz so durchstrahlt, daß es die Bindung mit Mir, als der Ewigen Liebe, herstellt .... daß der Mensch nun sein Urwesen wieder annimmt, daß er wird, was Ich Selbst bin von Ewigkeit: Liebe .... Und so muß ein Mensch, der sich selbst wieder zur Liebe wandelt, unzertrennlich mit Mir verbunden sein, er muß wieder wie zu Anbeginn von Meiner Liebe durchstrahlt werden, er muß Mir so nahe sein, daß wir innig verschmolzen sind durch die Liebe, und es muß also seine Rückkehr zu Mir stattgefunden haben, die Ziel und Zweck seines Erdenlebens war .... Und in dieser Bindung gibt es keinen Rückfall mehr zur Tiefe .... Das Wesen hat seine Willensprobe bestanden, es ist aus einem „Geschöpf Gottes“ zum „Kind Gottes“ geworden, es hat die Vollkommenheit erreicht auf Erden, es hat wieder alle Eigenschaften und Fähigkeiten zurückgewonnen, die es einstens durch seinen Abfall von Mir dahingab .... Und Ich habe Mein Ziel erreicht .... Kundgabe 7627 61 Kundgabe 7627 Mein Heilsplan von Ewigkeit ist an jenem Wesen zur Ausführung gelangt mit Erfolg, das heißt , was Ich nicht „erschaffen“ konnte, ist durch diesen Heilsplan doch erreicht worden: Gott-gleiche Wesen .... Kinder, die der freie Wille zu vollkommenen Wesen werden ließ, nicht Meine Allmacht .... Nun erst habe Ich rechte „Kinder“, die in allem Meine Ebenbilder sind .... die neben Mir und in Meinem Willen schaffen und wirken können und dennoch ihren eigenen Willen gebrauchen, der aber dem Meinen gleich gerichtet ist, weil die Vollkommenheit solches verbürgt. Und ihr Menschen könnet dieses Ziel erreichen, denn Ich Selbst ersehne den Zusammenschluß mit euch, und Ich werde wahrlich alles tun, was euch zum Ziel führt, wenn nur euer Wille sich dem Meinen unterstellt .... wenn ihr euch willig unter Meine Führung begebt, wenn ihr vollbewußt die Vereinigung mit Mir erstrebt und wenn ihr in der Liebe lebet auf Erden. Dann kommt ihr Mir mit jedem Liebewerk näher, dann lasset ihr Meine Gegenwart in euch zu, und dann muß auch die Vereinigung stattfinden, denn: „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm .... “ Und die Liebe also ist das Band, das uns zusammenschließt und ewig nun unlösbar ist .... Amen

62 Richtiges Ausnutzen der Erdenzeit ....

Kundgabe 6185 6.2.1955

Kurz nur ist das Erdenleben, endlos lang aber die Zeit nachher .... Darum solltet ihr Menschen diese Erdenzeit gut nützen, ihr solltet alles Schwere auf euch nehmen und alle Kraft verwerten für das Heil der Seele. Ihr solltet verzichten auf die Annehmlichkeiten des Lebens, um euch durch den Verzicht das Anrecht auf geistige Güter zu sichern, die euer Los bestimmen in der Ewigkeit, nach dem Tode eures Leibes, der allein nur von irdischen Gütern einen Vorteil hat, sie aber nicht behalten darf für immer. Es ist das Erdenleben nur wie ein Augenblick, gemessen an der Ewigkeit, und diesen Augenblick solltet ihr nicht so wichtig nehmen .... und doch wieder als überaus wichtig für eure Seele erachten .... ihn also immer nur geistig auszuwerten suchen. Wohl habt ihr für eure Erdenzeit einen Zeitbegriff, der euch die Tage und Jahre lang erscheinen lässet .... Bedenket aber, daß endlose Zeiten schon diesem Erdenleben vorangegangen sind und die Ewigkeit folget .... Euch ist jedoch nur die Erdenlebenszeit bewußt, und diese bedeutet euch daher alles. Doch das wisset ihr, daß ihr sterben müsset dem Leibe nach .... ihr wisset, daß alles Irdische vergänglich ist, ihr wisset, daß nichts euch nach eurem Tode nützen kann, was dem Körper unentbehrlich war, was ihm Wohlbehagen schaffte. Also rechnet vorerst damit, und sorget euch, was euch nach dem Tode des Leibes erwartet .... Ein überaus herrliches Dasein könnet ihr eurer Seele im Erdenleben bereiten, aber auch einen Zustand der Qual und Finsternis .... Und immer wieder wird es euch gesagt, daß ihr weiterlebet .... Ihr seid darüber nicht ohne Wissen, auch wenn ihr es nicht glauben wollet .... So rechnet doch mit der Möglichkeit und sorget vor .... Lebet gut auf Erden, und hängt nicht das Herz an die Materie, die euch doch wieder genommen wird .... Bedenket nicht den Körper auf Kosten eurer Seele .... Sorget zuerst für diese, und es wird auch der Körper dann nicht zu darben brauchen, aber lasset eure Gedanken nicht verkehrte Wege gehen, daß ihr des Körpers wegen die Seele darben lasset. Denn sie ist euer eigentliches Ich, das Ich, das unvergänglich ist und das dereinst selig sein kann, wenn ihr auf Erden für diese Seligkeit schaffet und wirket .... Die schönsten Stunden auf Erden vergehen wie ein Rausch, die irdischen Genüsse beglücken euch nicht ewig, das Erdenleben geht schnell vorüber .... aber dem Los in der Ewigkeit entgehet ihr nicht, und das wird sein entsprechend dem Leben, das ihr auf Erden führtet .... ewiges Leben oder geistiger Tod .... Ihr allein wählet euch den Zustand in der Ewigkeit, denn es ist euch freigestellt, welches Leben ihr auf Erden führet. Bewertet dieses euer Erdenleben richtig .... daß es eurer Seele die Reife eintrage, nicht aber nur für das Wohlbehagen des Körpers genutzet wird .... denn kurz nur weilet ihr auf dieser Erde, endlos lang aber ist die Ewigkeit .... Amen

63 Gäste der Erde .... Rechte Verwalter ....

Kundgabe 6454 19.1.1956

Bleibet euch dessen eingedenk, daß ihr alle nur Gäste seid auf dieser Erde, daß eure eigentliche Heimat nicht das vergängliche Reich ist, sondern daß ihr nur vorübergehend hier weilet, um ausgereift in eure Heimat zurückkehren zu können, die ihr einstens freiwillig verlassen habt, einmal aber wieder dahin gelangen müsset, von wo ihr ausgegangen seid. Würdet ihr Menschen euch mehr eurer Erdenaufgabe bewußt sein, würdet ihr euch wirklich nur als Gäste auf dieser Erde fühlen, dann würdet ihr auch nicht euch bemühen, in dieser Welt des Scheins festen Fuß zu fassen. Ihr würdet immer nur daran denken, recht reich gesegnet wieder zurückkehren zu können in eure Heimat, ihr würdet auf Erden euch nur das aneignen wollen, was ihr mit hinübernehmen dürfet, und alles sonstige Bemühen würde euch unnütz und wertlos erscheinen, und dann wäre auch euer Ausreifen gesichert, ihr erfülltet euren Erdenlebenszweck und brauchtet nimmermehr einen Leerlauf zu befürchten .... Denn als „Gäste“ würdet ihr euch nicht etwas aneignen wollen, was ihr zurücklassen müsset, und darum wäre euer Streben anderen zugewendet .... Solange ihr euch aber nicht als Gäste, sondern als Herren dieser Erde fühlet, verkennet ihr euren eigentlichen Erdenlebenszweck, und all euer Wollen, Denken und Handeln wird falsch sein, es wird nicht dem Zweck entsprechen, eure Seelenreife zu erhöhen. Und wenn ihr auch einen irdischen Besitz euer eigen nennt, wenn ihr reich gesegnet seid mit irdischen Gütern .... sofern ihr euch nur als Verwalter betrachtet, werdet ihr euren Besitz auch richtig verwerten und dadurch auch geistige Güter erringen können. Mit geliehenem Gut sollet ihr immer in richtiger Weise wirtschaften, das heißt nicht allein Nutznießer dessen sein wollen, sondern eure Mitmenschen daran teilnehmen lassen .... Dann wird es euch Segen bringen, es wird euch geistige Güter eintragen, die unvergänglich sind. So wie ihr empfanget, sollet ihr auch geben .... Denn der Herr, Der Seine Gäste reich bewirtet, Der will allen zukommen lassen, was sie brauchen, und Er wird Seine Gäste Selbst dazu auffordern, auszuteilen einem jeden, der Gaben benötigt. Und so auch sollet ihr daran denken, daß ein jeder Mensch das gleiche Recht hat auf Dinge, die er zum Leben benötigt, daß ein jeder Mensch auf dieser Erde ein Gast ist, gleich euch, und daß der Herr keinen Seiner Gäste darben lassen will und ihr darum in Seinem Willen handelt, wenn ihr eure Mitmenschen bedenket mit Gaben der Liebe .... Einst müsset ihr doch alles hingeben. Versuchet daher, euch zuvor schon freiwillig dessen zu entledigen, denn ein solches Handeln wird für euch keinen Verlust, sondern doppelten Segen eintragen, den ihr erst erkennen werdet, wenn ihr diese Erde verlasset und ihr im jenseitigen Reich einen Reichtum vorfindet .... wenn ihr erkennen werdet, daß ihr durch euer Handeln auf Erden euch die Liebe vieler Menschen errungen habt, die euch nachfolgt in die Ewigkeit .... Wie blind sind die Menschen, die sich Besitz ansammeln, die sich ihres irdischen Besitzes erfreuen und keinen anderen daran teilnehmen lassen .... und wie armselig wird ihr Los sein nach dem Tode ihres Leibes. Ihr Menschen wisset alle, daß euer Leben auf dieser Erde begrenzt ist, und doch läßt euer Leben keine Vorsorge erkennen für euer eigentliches Leben in dem Reich, das wahrhaft besteht, das aber sehr verschieden sein kann in seiner Beschaffenheit, weil es an euch selbst liegt, wie ihr es euch gestaltet. Viel liebendes Entgegenkommen werdet ihr dort finden, wenn ihr auf Erden euren Mitmenschen Liebe Kundgabe 6454 64 Kundgabe 6454 erwiesen habt, es wird euch zugemessen werden, wie ihr selbst gegeben habt, und ihr werdet wahrlich keinen Verlust zu verzeichnen brauchen, sondern tausendfacher Gewinn wird euch erwachsen aus jeder Gabe, die ihr liebenden Herzens austeilet. Betrachtet euch nur als Gäste auf dieser Erde und alles, was ihr besitzet, als geliehenes Gut, mit dem ihr aber frei schalten und walten dürfet .... Und verwaltet also dieses Gut im Sinne Dessen, Der es euch gab; wirket damit in Liebe .... und ihr werdet einen Segen erfahren, den ihr nicht ermessen könnet, solange ihr auf Erden lebt .... Ihr kehret dann reich beladen in eure wahre Heimat zurück und so gestaltet, wie ihr einst von ihr ausgegangen seid .... Amen