Erziehungswerk Gottes .... Geistige Trägheit .... Zweck der Leiden ....

Kundgabe 0818 20.3.1939

Ihr, die ihr noch auf Erden wandelt, gehet einer Zeit entgegen, die für euch unsagbar leidvoll sein wird, und ihr werdet euch behaupten müssen allem Schweren gegenüber, das euch beschieden ist. Was der Schöpfer des Himmels und der Erde zuläßt, ist immer nur ein Mittel, durch welches Er dereinst das seelische Leid Seinen Geschöpfen ersparen will, das weit schmerzlicher sich auswirkt im Jenseits und das der Mensch abwenden kann, wenn er das Erdenleid ergeben auf sich nimmt und aus diesem geläutert und gereift an der Seele hervorgeht. Der Mensch in seiner Kurzsichtigkeit, die der Glaubenslosigkeit Folge ist, kann das Erziehungswerk des himmlischen Vaters nicht begreifen. Er murrt und klagt und ist nicht selten geneigt, eine ewige Gottheit ganz abzuleugnen, weil ihn das Walten Dieser unbegreiflich dünkt. Und er erkennt nicht die Liebe und Geduld seines Schöpfers, Der diesen Weg wählen muß, weil Seinen liebevollen Ermahnungen und Worten von oben nicht Gehör geschenkt wird, und es ist die Zeit immer ernster geworden, der Mensch immer träger in seiner geistigen Arbeit und nur immer darauf bedacht, irdischen Pflichten nachzukommen, ungeachtet dessen, wie sich diese Pflichterfüllung auf die Seele auswirkt. Nun muß sich auch die geistige Welt äußerst rege betätigen und muß ihrerseits den Menschen auf Erden Beweise geben von ihrem Wirken in und um diese. Denn es findet der Mensch den Anschluß nicht mehr an seinen Schöpfer. Es muß ein gewaltiges Erschüttern seiner Lebensgrundsätze den Menschen erst wieder zum Nachdenken zwingen über sein „Ich“, seinen Ausgang und sein Ende. In einer völlig ruhigen Zeit ist die Gefahr nur noch größer, in geistiger Trägheit dahinzuleben, wo jedoch dem Menschen Lasten zu tragen auferlegt werden, gleich welcher Art, dort fragt er sich doch letzten Endes, welcher Sinn dem ganzen Leben zugrunde liegt und welchen Weg er gehen könnte, um den irdischen Sorgen und Leiden enthoben zu sein. Und er erfaßet dann wohl zaghaft die ihm liebreich gebotene Vaterhand, die ihn zuerst der geistigen Not der Seele entreißen möchte. Dieser Zweck ist aller kommenden Leidenszeit einzige Begründung .... Amen

4 Liebe und Leid - Weg nach oben ....

Kundgabe 7223 7.12.1958

Ich will euch den kürzesten gangbaren Weg aufzeigen, um eure Entwicklungszeit abzukürzen, um sie zu einem für euch erfolgreichen Ende zu führen .... Während des Erdenlebens ist euch dazu Gelegenheit gegeben, aber ihr müsset auch wissen um alle Vorteile und Nachteile eurer Lebensführung, auf daß ihr nicht vergeblich diesen letzten Gang über die Erde geht, auf daß ihr nicht plan- und ziellos dahinlebet und die Tage für euch verloren sind, da ihr euer eigenes Los euch formen könnet für die Ewigkeit. Es gibt einen ganz kurzen Weg, der sicher zum Ziel führt: den Weg der Liebe und des Leidens, den auch Jesus Christus gegangen ist, in Dem Ich Selbst den Gang über die Erde ging. Liebe und Leid bringen mit Sicherheit die Vollendung der Seele zustande, und darum ist Mein Evangelium immer nur die göttliche Liebelehre, die Ich auf Erden predigte und die Ich immer wieder predigen werde den Menschen, die Mich anhören, die Mein Wort vernehmen wollen. In der Umwandlung eures Wesens zur Liebe allein besteht eure Erdenaufgabe; und wo diese Wandlung nicht intensiv genug angestrebt wird, dort muß Leid nachhelfen, damit die Seele entschlackt werde noch auf Erden, damit sie möglichst unbelastet hinübergeht in das jenseitige Reich, wenn ihre irdische Laufbahn vollendet ist. Liebe und Leid .... des Menschen Jesus Erdenleben war ein ununterbrochenes Wirken in Liebe .... das zuletzt abgelöst wurde von einem Übermaß bitterster Leiden und Schmerzen, das sein Körper und seine Seele auf sich nahm aus Liebe zu den gequälten Mitmenschen, um deren Seelenleid der Mensch Jesus wußte als Folge des hohen Liebegrades, den Er erreicht hatte. Und dieser hohe Liebegrad machte es erst möglich, daß Ich Selbst Mich in diesem Menschen Jesus verkörpern konnte, daß Ich, als die Ewige Liebe, Ihn voll und ganz erfüllen und also in Ihm das Erlösungswerk an der Menschheit ausführen konnte, zwecks dessen Ich auf Erden wandelte. Liebe und Leid sollten den Menschen Rettung bringen in ihrer großen geistigen Not, die darin bestand, daß sie gefesselt waren von Meinem Gegner und keine Kraft hatten, ihn zu besiegen. Jesus lebte den Menschen die Liebe vor und bewies ihnen an Sich Selbst, daß die Liebe „Kraft“ ist, daß Er alles zu leisten imstande war mit dieser Liebekraft und daß Er also auch den Gegner besiegen konnte kraft Seiner Liebe .... Die Liebe bewog Ihn aber auch, die Schuld der Menschen auf Sich zu nehmen, die diese Fesselung durch den Gegner erst veranlaßt hatte, also dem Gegner den Kaufpreis zu zahlen für die Freilassung der Seelen, die von Ihm frei sein wollten. Und diese Schuld zahlte Er mit unermeßlichen Leiden und dem bittersten Tod am Kreuz. Er brachte Sich Selbst als Opfer dar, Er gab Seinen Leib hin für das Leben der gefallenen und darum gefesselten Seelen und kaufte diese gewissermaßen los von ihrem Herrn, dem sie verfallen waren aus eigener Schuld. Ich bezahlte als Mensch Jesus Selbst die Schuld für alle Meine Geschöpfe und zeigte auch allen den Weg auf, den sie gehen mußten, um aus dem Bereich Meines Gegners in Mein Bereich zu gelangen .... Sie mußten ein Leben in Liebe führen, weil ohne Liebe der Gegner Gewalt behält über den Menschen, weil die Liebe erst die Bindung ist mit Mir und ohne Mich ein Lösen vom Gegner unmöglich ist. Also muß der Mensch Meine Gebote der Liebe befolgen .... und, so er Leid und Not zu tragen hat .... es geduldig auf sich nehmen immer im Gedenken an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser .... Dann geht er den Weg, den Ich ihm aufzeige, dann hat er sich gedanklich schon mit Mir Kundgabe 7223 5 Kundgabe 7223 verbunden, und durch Liebewirken festigt er nun den Zusammenschluß mit Mir, er geht den Weg der Nachfolge Jesu Christi, er wandelt sein Wesen zur Liebe und läutert seine Seele durch Leid, und er muß unwiderruflich nun also auch zum Ziel gelangen, zur Vereinigung mit Mir, denn „wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Mir und Ich in ihm ....“ Die Liebe allein schließt uns eng zusammen, die Liebe allein ist der Weg zu Mir, der durch das Leid nur noch verkürzt wird und nun also mit Sicherheit im Erdenleben schon die Vollendung erreicht werden kann, die Zweck und Ziel des Menschen Erdenganges ist .... Amen

6 „Wen Gott lieb hat ....“

Kundgabe 5647 9.4.1953

Wen Gott lieb hat, den lässet Er gar oft steinige Wege wandeln und Lasten tragen, die ihn fast niederdrücken; doch immer nur zu seinem Besten, denn jegliche Kreuzeslast kann ihm zum Segen gereichen bei der rechten Einstellung zu Ihm, Der sein Schicksal lenkt. Wen Gott lieb hat .... Seine Liebe gilt wohl allen Seinen Geschöpfen, doch in Sonderheit denen, die es nicht mehr weit haben, um das letzte Ziel zu erreichen. Er kennet eines jeden Menschen Gesinnung, und so weiß Er auch, wie der einzelne Mensch zu seinem Gott und Vater von Ewigkeit steht, und entsprechend fasset Er ihn oft an, um ihm zum Erreichen des Zieles zu verhelfen. Und so nur dürfet ihr euch erklären, daß oft Gott-treue Menschen, die offensichtlich Ihm zu willen sind, leiden müssen und oft einen schweren Lebenskampf führen müssen, der an der Güte und Liebe Gottes mitunter zweifeln lässet. Gott weiß es, wozu alles gut ist, und so nur die Menschen überzeugt wären von Seiner Liebe und Güte, würden sie auch alles Schwere als Schickung Gottes erkennen und sich nicht auflehnen, sie würden sich von Gottes Liebe erfaßt wissen und geduldig warten, bis das Schicksal sich wieder wendet. Es ist wahrlich viel Leid auf der Erde, es schmachtet die Menschheit unter seinem Druck, aber sie erkennt sich nicht als erziehungsbedürftig und lehnet sich daher innerlich auf, wo sie nur ergeben sich fügen sollte, auf daß alles Schwere ihr wieder abgenommen würde und die Hilfe Gottes offensichtlich in Erscheinung tritt, daß Gott als liebender Vater zu erkennen wäre von jedem, der Ihn erkennen will. Die Gott lieb hat, lässet Er leiden .... Wohl kaum werden diese Worte gläubig ausgesprochen, denn kein Mensch denkt daran, daß Leid ein wahrhaft wirksames Erziehungsmittel ist in einer Welt, wo nur immer das angestrebt wird, was dem Körper wohltut, wo die Liebe Gottes nicht gesehen wird in Zuständen der Not und des Kummers. Und dennoch ist es Seine Liebe, die sich äußert so, wie es für die Seele dienlich ist. Denn Gott weiß um den Segen des Leides, und Er wendet darum oft solche Mittel an, um die Menschen von der irdischen Welt zurückzuhalten. Er will sie lieber leiden sehen als untergehen in dem Morast der Welt und ihrer Sünde. Er weiß, daß Krankheit und Schmerzen eine Wandlung hervorbringen können, daß aber niemals die Welt einen geistigen Erfolg für die Seele bieten kann, daß darum die Welt zuerst zurückgestellt werden muß, wozu Gott Seine indirekte Hilfe gibt, indem Er die Menschen zurückhält von der Welt und ihren Gefahren durch Mittel, die wohl scheinbar die Liebe Gottes vermissen lassen, doch niemals für die Seele verderblich sind, es sei denn, der Mensch bäumt sich auf gegen das Schicksal und er rufet nach Seinem Gegner. Dann wird ihm wohl geholfen werden, doch anders, als es der Mensch denkt .... er hilft wohl, doch niemals ohne Gegenleistung .... Und diese Gegenleistung ist das Abtreten der Seele an ihn. Darum ergebet euch in den Willen Gottes, so ihr betroffen werdet von Not und Leid, murret und klaget nicht, beuget euer Haupt unter Seine Anordnungen, und richtet eure Augen nur auf zu Ihm. Und Er wird das Kreuz von euch nehmen, Er wird es euch leichtmachen, sowie ihr euch Ihm und Seiner gnadenvollen Führung willenlos überlasset. Denn ihr könnet euch immer geliebt wissen von Ihm, Der nur durch Leid und Not euch selbst gewinnen will für Sich, Der eure Seele läutern will und ihr immer wieder Gelegenheit gibt, sich in Geduld und Sanftmut zu erproben, auf daß dann die Hilfe Gottes sichtlich kommt, auf daß Seine Liebe sichtlich eingreifet und Er auch alle Wunden heilet zur rechten Zeit .... Amen

7 Dienen oder kämpfen .... Verschiedener Zweck des Leides ....

Kundgabe 3230 23.u.24.8.1944

Im Stadium der Willensfreiheit brauchte das Wesen den Gegner Gottes nicht zu fürchten, so es nur in der Liebe wandeln würde. Dann hat es ihn besiegt, weil der Gegner Gottes völlig machtlos ist gegen die Liebe. Also könnte sich der Mensch auch von Versuchungen und Anfechtungen frei machen, denn diese haben keinen Einfluß auf ihn, sowie er liebetätig ist. Letzteres aber ist vom freien Willen des Menschen abhängig, und darum ist der Mensch selbst Anlaß eines Erdendaseins, das entweder ständiger Kampf ist oder dienende Liebe. Gott ersieht das Herz eines jeden, und Er läßt über den Menschen das kommen, was er benötigt, wie Er aber auch darben lässet, der Seiner Hilfe, Seines Trostes und Seines Zuspruches nicht bedarf, weil er innerlich wider Ihn ist, also keine Liebe übt, die seinen Gott-zugewandten Willen bekundet .... Liebe und Gott sind eins, und somit ist ein liebender Mensch auch mit Gott verbunden und muß nun dem Gegner Gottes überlegen sein. Ist der Mensch willig, sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen, so wird er nicht so bedrängt werden von den Versuchungen der Welt; er hat diese gewissermaßen schon überwunden, was jedoch nicht ausschließt, daß er Leid tragen muß, weil Leid nicht nur zu Gott hinführen soll den Menschen, der noch Gott abgewandten Willens ist, sondern weil es auch den Gott-zustrebenden Menschen läutern soll. Doch empfunden wird das Leid in diesen zwei Stadien verschieden. Der erstere bäumt sich auf dagegen, weil er sich noch nicht beugen will unter eine Macht, Die ihn im Lebensgenuß beschränkt .... Er sucht noch die Welt und empfindet jedes Leid als eine Zurücksetzung, als ein mangelhafter Lebensgenuß und also einen Zwang, den er nicht anerkennen will. Und es kann sehr viel Leid benötigt werden, bevor er sich ergeben hat, und ein solcher Kampf ist das Werk des Widersachers, der noch immer mit der Welt und ihren Freuden den Menschen zu gewinnen sucht, der ihm alle diese vor Augen hält, um sein Begehren danach zu verstärken und ihn also Gott abwendig zu machen. Ist der Mensch jedoch liebetätig, dann dient ihm das Leid nur noch zur Vollendung, zum Ausreifen seiner Seele, dann hat der Gegner Gottes wenig Gewalt über ihn, dann wird er weltabgewandt, und durch das Leid schließt er sich immer enger an Gott an. Dieser Unterschied muß erkannt werden, wenn die Verschiedenheit des Leidens erwogen wird, wenn gute und schlechte Menschen davon betroffen werden .... Menschen, die noch gänzlich Gott abgewandt sind, und solche, die das Leid scheinbar nicht mehr benötigen, um Ihn zu finden .... Immer hat das Leid einen anderen Zweck, doch Endzweck ist der völlige Zusammenschluß mit Gott. Die größte Gefahr für den Menschen ist der Hang zur Welt und seine Lieblosigkeit, denn dann ist er noch ganz in der Gewalt dessen, der ihn verderben will. Und dann benötigt er scharfe Erziehungsmittel, um sich zu wandeln. Erst wenn der Hang zur Welt nachläßt, kann in ihm die Liebe sich entzünden, und dann erst kann das Leid andere Formen annehmen, doch ihm nicht gänzlich erspart bleiben, solange die Seele nicht völlig entschlackt ist. Das Ausüben der Nächstenliebe ist darum ausschlaggebend für den Grad seiner Entwicklung, es ist ausschlaggebend für die Tiefe des Leides, denn wo die Liebe geübt und also Gott Selbst ist, dort wird auch das Leid leichter tragbar sein, weil der Mensch die Kraftausstrahlung Gottes empfangen kann und sonach ihn jenes nicht niederdrückt. Er braucht nicht mehr zu kämpfen, sondern nur zu Kundgabe 3230 8 Kundgabe 3230 dulden und harren auf die Hilfe Gottes, die jedes Leid von ihm nimmt, so es an der Zeit ist. Dienen oder kämpfen muß der Mensch, und zwar entsprechend seinem Willen und seiner Fähigkeit zu lieben .... Das Dienen wird ihm leichtfallen, das Kämpfen jedoch große Kraft erfordern, will er nicht unterliegen der Macht, die alles anwendet, um seine Seele in die Finsternis zu ziehen, und die so lange Einfluß auf den Menschen hat, wie er ohne Liebe dahingeht, weil er dann auch noch weit von Gott entfernt ist. Erst die Liebe macht ihn frei von dieser Macht, erst die Liebe macht ihn stark, denn der liebende Mensch befindet sich im Verband mit Gott und bezieht von Ihm seine Kraft, den Gegner Gottes zu überwinden .... Amen

9 Weltliebe - Krankheit .... Niemand kann zweien Herren dienen ....

Kundgabe 4957 27.8.1950

Die Weltliebe ist eine schleichende Krankheit, die sicher zum geistigen Tode führt. Und so könnet ihr ermessen, daß euer Vater im Himmel gar oft zu schmerzhaften Mitteln greifen muß, um euch vor diesem Tode zu retten, um euch die geistige Gesundung zu verschaffen, um euch zu veranlassen, der Welt und ihren Freuden zu entsagen, auf daß ihr ewig lebet .... Es wäre ein falsches Mitleid, wollte Ich vor solchen Mitteln zurückschrecken, nur um euch nicht leiden zu lassen während eures Erdenlebens, es wäre eine falsche Liebe, die euch keinen Segen bringen könnte, sondern nur Verderben für eure Seele. Meine Weisheit aber sieht voraus, und Meine Liebe suchet euch zu helfen. Daß ihr die Welt hingeben müsset, um Mich zu gewinnen, ist unvermeidlich, und so ihr sie nicht freiwillig opfert, muß ich euch nehmen, woran euer Herz hängt. Und darum müsset ihr so oft auf Erden leiden, wenngleich euer Lebenswandel nicht ausgesprochen schlecht ist. Doch ihr seid noch erfüllt von falscher Liebe, von der Liebe zur Materie, von einer Liebe, die erst recht gerichtet werden muß, soll sie euch beseligen. Und solange ihr diese Liebe nicht ausrottet aus euren Herzen, habe Ich darin keinen Platz, denn wo Ich weile, muß alles irdische Verlangen überwunden sein. Und wieder muß Ich sagen: Niemand kann zweien Herren dienen .... Ich begnüge Mich nicht mit geteilter Liebe, Mein Gegner aber, der Fürst der Welt, läßt es auch nicht zu, daß ihr ihm nicht alleiniges Recht einräumet auf eure Seele. Und so muß sich der Mensch notgedrungen entscheiden .... für Mich oder für ihn. Solange er aber die Welt begehrt, gilt seine Entscheidung ihm, der ihn herabzieht ins Verderben. Er gibt euch reichlich während des Erdenlebens, doch nach dem Tode steht ihr in bitterster Armut drüben, und Qual und Finsternis ist euer Los .... Meine Gaben aber sind auf Erden weniger verlockend, denn sie bestehen in geistigen Gütern, die euch Menschen während des Erdenlebens wenig reizvoll erscheinen, dagegen nach eurem Tode einen unermeßlichen Reichtum ausmachen, der euch beseligt und zu Kindern des Lichtreiches macht für ewig. Ich biete unvergleichlich mehr als Mein Gegner, doch seine Gaben blenden euch und machen euch begierlich danach. Doch denket an das Leben nach dem Tode .... denket daran, daß ihr die Stunde eures Hinscheidens nicht wisset, sie aber ganz nahe sein kann und daß ihr dann alles verliert, was ihr an irdischen Gütern besitzet. Dann müsset ihr die Stunde des Todes fürchten .... Doch sehnen werdet ihr euch nach ihr, so ihr euch geistige Schätze gesammelt habt, so ihr Verzicht leistet auf irdische Güter, um Gaben, von Mir geboten, dagegen einzutauschen. Dann sehnet ihr euch nach der Stunde des Todes, denn ihr wisset, daß dann die Stunde des Eintrittes in das ewige Leben gekommen ist, da ihr die Erde verlasset. Wie ein flüchtiger Augenblick wird euch das Erdenleben erscheinen, und doch ist es entscheidend für die ganze Ewigkeit. Und darum verstehet es, wenn Ich die Menschen heimsuche mit allerlei Plagen und ihnen alles nehme, was ihnen begehrenswert erscheint. Nicht Grausamkeit ist es, sondern Liebe und Weisheit, die sehr wohl erkennt, daß und warum ihr Menschen in Gefahr seid, und euch erretten will aus dieser. Wer leiden muß, der darf sich auch von Mir geliebt wissen, doch wem in aller Fülle des Lebens Güter geboten werden, der ist schon Meinem Gegner unterworfen, denn Ich kenne seinen Willen, und Ich zwinge ihn nicht zur Wandlung des Willens. Doch auch diesen Menschen trete Ich entgegen durch ihre Kundgabe 4957 10 Kundgabe 4957 Mitmenschen, die ihre Herzen rühren sollen, auf daß sie sich zur Liebe wandeln. Dann ist auch ihnen noch die Rettung gewiß. Sind aber ihre Herzen verhärtet, dann wird ihr Wohlleben immer offensichtlicher in Erscheinung treten, denn der „Herr der Welt“ gibt ihnen reichlich, denn sie haben ihre Seele verkauft um irdischer Güter willen, und der geistige Tod ist ihnen gewiß .... Amen

11 Liebe und Leid als Läuterungsmittel ....

Kundgabe 6701 29.11.1956

Mein Evangelium lehrt euch die Liebe und immer wieder die Liebe, denn die Liebe allein reinigt die Seele von allen ihren Schlacken; die Liebe ist das Feuer, das die Seele läutert und alles Unedle in das Gegenteil verkehrt. Und die Liebe hat als Begleiterin auch oft das Leid, das zuvor harte Hüllen auflöset, die der Liebe immer noch Widerstand boten. Liebe und Leid also sind die Läuterungsmittel der Seele, und Liebe und Leid können Untugenden zu Tugenden wandeln, sie können den Hochmut brechen und die wahre Demut im Herzen des Menschen hervorrufen, sie können den Ungeduldigen zur Sanftmut und Geduld erziehen, sie können zur Barmherzigkeit anregen und die Gerechtigkeit hervortreten lassen .... Sie können das ganze Wesen des Menschen wandeln und also die Seele vergeistigen noch auf Erden. Und darum sollet ihr ständig Liebe üben und jegliches Leid geduldig auf euch nehmen .... Ihr sollet das Kreuz tragen, das euch auferlegt wurde und dabei ständig bemüht sein, den Mitmenschen Leid fernzuhalten, sie zu beglücken und auch ihnen zur Erlangung ihrer Seelenreife zu verhelfen, indem ihr ihnen also das Evangelium der Liebe predigt und es ihnen auch vorlebt. Es muß der Mensch bewußt die Arbeit an seiner Seele leisten, er muß sich von allen Lastern und Begierden selbst frei zu machen suchen, und es wird ihm die Kraft dazu in der Liebe erwachsen, die er wieder übet am Nächsten. Und wird ihm Leid auferlegt, dann soll er dieses Leid gleichfalls ansehen als ein Mittel zur Vollendung, weil es nachhilft, wo die Liebe noch zu schwach ist .... Die Seele soll kristallklar ihren Leib verlassen können, um lichtdurchstrahlt eingehen zu können in das jenseitige Reich .... Ihr Menschen aber habt noch mehr oder weniger Hüllen aufzulösen, welche der Seele diese Lichtstrahlung verwehren .... Ihr müsset an euch selbst noch arbeiten, um die Tugenden zu entfalten, die eine Seele zieren sollen; ihr müsset zur Demut, Sanftmut, Friedfertigkeit, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Geduld gelangen, und das erfordert ein bewußtes Arbeiten an euch selbst, das darum oft von Leiden aller Art unterstützt wird. Und so sollet ihr auch den Segen des Leidens erkennen, das einen erlösenden Sinn hat, das nicht immer als Strafe für Sünden anzusehen ist, sondern oft nur als ein wirksames Mittel zur Erlangung der Seelenreife .... Alle eure Untugenden und Laster sollet ihr ablegen, und das erfordert oft einen Kampf, der aber im Zustand von körperlichen Leiden euch viel leichter fällt als im Zustand eines körperlichen Wohlbefindens, das eher angetan ist, alle jene Übel zu vergrößern, als zu verringern. Ich habe nicht unbedacht die Worte ausgesprochen: „Wer Mir nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich ....“ Für eure Sündenschuld bin Ich wohl gestorben am Kreuz, Ich habe alles Leid auf Mich genommen .... Ich habe es dadurch möglich gemacht, daß ihr frei werden könnet, daß ihr Kraft gewinnet .... Es können euch alle Sünden vergeben werden um des Erlösungswerkes willen, und also auch ist euch der Eingang in das Lichtreich gesichert, so ihr Mich und Mein Erlösungswerk anerkennet und die Gnaden des Erlösungswerkes in Anspruch nehmet, indem ihr Mich bittet um Erlösung und Vergebung eurer Schuld .... Aber dennoch bleibt euch selbst eine gewisse Seelenarbeit nicht erlassen, denn diese bestimmt den Lichtgrad, in welchem ihr von der Erde scheidet. Und die Bereitwilligkeit, Leiden zu ertragen, ist das (un) bewußte Beteiligen an Meinem Kreuzgang, und wer an Meiner Seite den Weg nach Golgatha geht, der hat Kundgabe 6701 12 Kundgabe 6701 seiner Seele wahrlich einen großen Dienst geleistet, denn diese kann gleich Mir den Weg ins Lichtreich nehmen, und sie wird in strahlendem Glanz mit Mir im Paradiese sein, denn die Wandlung aus einem unvollkommenen Wesen zum göttlichen Wesen, das es war im Anbeginn, ist noch auf Erden vor sich gegangen, und sie hat sich gleichsam auf Erden schon beteiligt am Erlösungswerk Christi, weil sie das Kreuz getragen hat in Ergebung .... Darum segnet das Leid, das euren Erdenweg begleitet, und lasset die Liebe in euch voll zur Entfaltung kommen, dann wird euer Erdenweg nicht vergeblich sein, er wird euch das schönste Ziel erreichen lassen: die gänzliche Vereinigung mit Mir, eurem Gott und Vater von Ewigkeit .... Amen

13 Liebe und Leid entschlacken die Seele ....

Kundgabe 7732 28.10.1960

Und ihr folget Mir wahrlich nach, wenn ihr euer Kreuz traget in Geduld und Ergebung in Meinen Willen. Ich trug wohl die Sünden der gesamten Menschheit auf Meinen Schultern, als Ich den Weg zum Kreuz ging, und Ich habe wohl die große Sündenlast von euch genommen, die ihr hättet tragen müssen um eurer Sünden willen .... Denn Ich wußte, daß sie zu schwer für euch gewesen ist, daß ihr niemals dieser großen Last ledig geworden wäret. Und also trug Ich sie für euch .... Aber ihr müsset wissen, daß ihr selbst noch einen niederen Reifegrad eurer Seele besitzet, solange die Liebe in euch noch nicht entflammt ist zu höchster Glut. Und daran mangelt es euch Menschen, selbst wenn ihr euch bemühet, ein Leben in Meinem Willen zu führen. Und darum gebe Ich euch die Möglichkeit, eure Seelenreife zu erhöhen durch Leiden, die ein rechtes Entschlackungsmittel für die Seele sind, so daß sie immer klarer und licht-durchlässiger wird, so daß sie geläutert eingehen kann in das jenseitige Reich, wenn ihre Stunde gekommen ist. Liebe und Leid entschlacken die Seele .... Das sage Ich euch immer wieder, und so auch sage Ich euch, daß ihr das Leid brauchet, weil die Liebe in euch noch nicht jenen Grad erreicht hat, der nun die Seele kristallklar werden läßt, so daß Meine Liebe sie durchstrahlen kann und sie auf keinerlei Widerstand mehr stößt. Euer Leben währet nicht mehr lang, und einmal werdet ihr Mir dankbar sein, daß Ich euch zur Vergeistigung der Seele geholfen habe durch Heimsuchungen, durch Nöte und Leiden, durch Krankheiten aller Art .... Nur dürfet ihr euch nicht auflehnen gegen euer Schicksal, ihr müsset alles aus Meiner Hand entgegennehmen und immer daran denken, daß Ich euch helfen will, zur Vollendung zu gelangen, soweit dies noch auf Erden möglich ist. Ihr könnt noch viele Schlacken von eurer Seele abstoßen und ihr dadurch das Glück bereiten, in strahlende Lichtfülle eingehen zu können, weil die Seele nun so zubereitet ist, daß sie diese Lichtfülle in sich aufnehmen kann, ohne vergehen zu müssen. Ihr könnet zwar von aller Sündenschuld frei sein durch die Vergebung, die euch um Jesu Christi willen sicher ist, wenn ihr Mich Selbst in Jesus darum angeht .... aber der Lichtgrad, der euch nun beglücken wird, kann so verschieden hoch sein, und also ist auch die Seligkeit, die ihr genießet, unterschiedlich .... je nach der Klarheit und Vollendung der Seele, je nach der Arbeit, die ihr selbst auf Erden an eurer Seele geleistet habt. Und wenn ihr nachlässig seid trotz guten Willens, so hilft Meine Liebe nach, indem sie euch immer wieder Möglichkeiten schafft, eure Seelenreife zu erhöhen .... indem sie euch ein kleines Kreuzlein aufbürdet, das ihr nun tragen sollet in Geduld und Ergebung .... indem euch also zuweilen Leid drückt, um eure Seelenarbeit zu fördern, um die Schlacken aufzulösen und die Seele so klar und lauter aus dem Leid hervorgehen zu lassen, daß sie nun auch für hohe Lichtgrade empfänglich geworden ist, daß sie nun in Wahrheit eingehen kann in das Reich des Lichtes und der Seligkeit. Denn kurz nur ist das Leben, und danken werdet ihr Mir dereinst für den Weg, den Ich euch gehen ließ auf Erden, wenn er eurer Seele die Reife eingetragen hat, die eine Liebeanstrahlung in hohem Grade zuläßt und die euch unermeßlich beseligen wird .... Darum nehmet alle euer Kreuz auf euch und folget Mir nach .... denn einmal ist euer Weg zu Ende, und dann werdet ihr überselig sein .... Amen

14 Depressionen .... Leid ist Liebe des Vaters ....

Kundgabe 0828 25.3.1939

Eine unbeschreibliche Sehnsucht wird in euch wach werden, so ihr nach Vollkommenheit trachtet und der Wonnen des Himmels gedenket. Und es wird dieses Verlangen dazu beitragen, der Seele Fesseln abzustreifen, denn es wird das Verlangen nach der Welt und den irdischen Freuden im gleichen Maß zurückgehen, es wird der Sinn nach irdischem Gut schwinden, und nur das, was der Seele Glück bedeutet, wird begehrt werden. Und so ihr in diesem Zustand euch befindet, wird auch jegliche Depression weichen, denn alles Weltliche berührt euch nicht mehr, die Seele wird frei und läßt den Körper unbeachtet, und dann vermag nichts mehr, sie zu beschweren, was ihr in weniger vollkommenem Zustand Pein bereitet. Und so nimm diesen Trost hin und arbeite nur unverdrossen an dir selbst, so wirst du auch solche Stunden überwinden, wo der Druck der Erde noch allzusehr auf dir lastet. Es weiß der Vater im Himmel um die Nöte Seiner Kinder, und doch können diese nicht ganz fernbleiben, sie sollen anspornen, was müde wird und läutern, was noch nicht schlackenrein ist. Dies bedenkend, wird dir ein jeder Tag seinen Segen bringen, und du wirst dem Zustand der Befreiung immer näherkommen. Es läßt sich die Seele so oft treiben, sie schwankt hin und her und ist noch nicht fest in sich selbst, und dann bedarf es solcher Depressionen, um sie zu festigen und das Verlangen zu ihrem Schöpfer zu schüren. Hat sie solche Stimmungen überwunden, dann wird es wieder licht und klar in ihr sein, und sie lebet mit doppelter Sorge ihrer Befreiung. Es bleibt zuweilen den Menschen unbegreiflich, wie sich Gottes Vaterliebe oft in die Menschen schmerzlich berührender Weise äußert, sie finden dafür keine Erklärung, weil sie nicht zu beurteilen vermögen, welch unsägliches Elend ihr Los wäre, so nur immer Schönes und Freudiges sie auf Erden erwartete und daß dieses Elend ja weit schmerzlicher wäre als das Leid der Erde. Die unendliche Liebe des Vaters ist nur immer zu geben bereit und hat nimmermehr der Menschen Leid gewollt .... Solange sie also nicht gegen die göttliche Ordnung verstoßen, würde jedes Leid ihnen fernbleiben, und sie würden nur immer die Güte und Liebe Gottes zu verspüren bekommen. So nun aber ihr eigener Wille sie antreibt, wider die göttliche Ordnung zu verstoßen, und sie also dadurch unsägliches Leid im Jenseits ertragen müßten, weil Gott doch ein gerechter Richter sein muß und nicht aus Liebe zu den Menschen den Gerechtigkeitssinn verleugnen kann, so sucht Er, den Menschen noch auf Erden von seinem irrigen Denken und Handeln zu überzeugen .... Er sucht ihn günstig zu beeinflussen und ihn dem göttlichen Willen gefügig zu machen, und das in jeder Weise .... durch Sein Wort, das Seinen Willen kundgibt .... durch Ermahnungen und immerwährende Hinweise auf Leid und Unglück der Mitmenschen und eben durch Leid, das den Menschen selbst betrifft .... das aber nur minimal genannt werden kann gegen das Leid, das den unverbesserlichen Menschen im Jenseits erwartet. Der Mensch ist auf Erden für die übergroße Liebe des Herrn nicht empfänglich .... Die Liebe zur Welt hat ihn so ergriffen, daß er, von ihrem Glanz und Schein geblendet, das warme milde Licht der göttlichen Liebe nicht erkennt .... denn es kämpfet der Widersacher mit Gewaltmitteln. Er sucht im Menschen die Liebe zu Glanz und Pracht zu erwecken, und so das menschliche Herz dieser Liebe erliegt, spürt es den Hauch der göttlichen Liebe nicht mehr. Und will Sich der Vater im Himmel dann noch den Menschen in Erinnerung bringen, dann kann Er es nur noch durch Leid .... denn im Leid findet er am ehesten noch zu Ihm zurück, und es kann dann das Leid noch zu ungeahntem Segen werden, wo anders der Liebe des göttlichen Heilands auf Erden nicht geachtet wird .... Amen

15 Begründung der Mißgeburten ....

Kundgabe 8273 15.9.1962

Und jeder sei gesegnet, der sich Mir hingibt und Mich bittet um Meinen Beistand. Keiner Bitte werde Ich Mich verschließen, die dem Heil eurer Seelen gilt. Und was ihr zu wissen begehrt, das werdet ihr erfahren: Ihr Menschen sollet die Schule des Geistes absolvieren, als die Ich das Schöpfungswerk Erde bestimmt habe, und jeder Mensch wird in ihr ausreifen können, denn sie bietet für alle Stufen der Entwicklung Gelegenheit. Die Seelen aber .... die einst gefallenen Urgeister .... sind so verschieden ausgereift während ihres Erdenganges im Mußzustand, daß sie auch alle verschiedene Lebenslagen benötigen. Sie müssen zwar einen bestimmten Reifegrad erreicht haben, um zur Verkörperung als Mensch zugelassen zu werden, doch je näher sie dieser letzten Verkörperung kamen, desto lockerer waren die Fesseln der Außenformen, und es konnten die geistigen Substanzen, die in den Formen gebunden waren, die Lockerungen ausnutzen, aber auch unausgenutzt lassen .... Und entsprechend ist nun auch die Seele geartet, wenn sie den Weg als Mensch antritt. Dieser verschiedene Seelenzustand benötigt auch verschiedene Erdenwege, die den Erfolg bringen können, gänzlich aus der Form frei zu werden. Noch sehr stark belastete Seelen können auch einen solchen Erfolg erringen, wenn sie im freien Willen ein besonders schweres Erdenleben auf sich nehmen. Und sie kann sich selbst entscheiden, ob sie diesen Weg gehen will, da er ihr vor ihrer Verkörperung gezeigt wird .... Dies ist eine Erklärung für die mit körperlichen Gebrechen behafteten Menschen, deren schweres Schicksal euch oft fragen lässet nach der Begründung ihres Zustandes .... Es sind aber auch Seelen verkörpert, die einen extra schweren Erdengang freiwillig auf sich nehmen, wenngleich sie selbst ihn nicht benötigten, die aus dem Jenseits zur Erde gehen wollen und Mich darum bitten, um anderen Seelen dadurch zu helfen, die also keine Mission zu erfüllen haben, sondern lediglich selbst die Belastung sind, die den Mitmenschen Gelegenheit geben, sich zu üben in der Liebe, in Geduld, Barmherzigkeit, Sanftmut, Friedfertigkeit und Gerechtigkeit .... die ihren eigenen Reifezustand dadurch erhöhen, die aber schon im jenseitigen Reich einen bestimmten Reifezustand erreicht haben, der eine solche Neuverkörperung auf der Erde zuläßt, weil ein starker Liebe- und Hilfswille Veranlassung zu ihrer Bitte ist .... Dann könnet ihr aber nicht von einem Abbüßungszustand jener Menschen sprechen, denn Seelen, die noch unreif sind, werden zu einer nochmaligen Verkörperung zwecks Erhöhung ihrer Reife nicht zugelassen. Und niemals sollet ihr vergessen, daß keine Seele zu ihrem Erdengang gezwungen wird, sondern freiwillig ein Schicksal auf sich nimmt, das ihr zuvor gezeigt wird. Das „Abbüßen“ einer Schuld auf Erden ist insofern eine irrige Ansicht, weil nur Jesus Christus diese Schuld tilgen kann und der Mensch also durch Ihn allein Vergebung findet, denn Er hat „gebüßt“ für alle Sünden der Menschen .... Und diese Vergebung durch Jesus Christus muß vorangegangen sein, bevor sich eine Seele freiwillig wieder auf der Erde verkörpern kann, einer Mission oder einer Hilfeleistung wegen .... Denn eine zum Licht gelangte Seele weiß um den liebelosen Zustand der Menschen auf Erden, besonders in der Endzeit, und sie ist auch bereit, selbst dazu beizutragen, daß die Menschen in sich die Liebe entzünden, daß sie Barmherzigkeit walten lassen, daß sie alle Tugenden entfalten können, wenn sie in der Umgebung eines mißgestalteten oder Kundgabe 8273 16 Kundgabe 8273 unglücklichen Menschen leben. Denn immer wieder betone Ich, daß es wohl Rückversetzungen zur Erde gibt, daß diese aber alle ihre besonderen Begründungen haben, niemals aber eine noch unreife Seele durch Meinen Willen zur Erde zurückkehren wird, um nachzuholen, was sie auf Erden versäumte .... Nur freiwillige Sühneopfer können Mich dazu bewegen, Meine Zustimmung zu geben, denen aber immer die eigene Erlösung durch Jesus Christus vorangegangen sein muß. Daß dann einer solchen Seele auch die Möglichkeit gegeben ist, einen hohen Reifegrad auf dieser Erde zu erreichen, ist verständlich, weil ein jedes freiwillige Opfer von Mir angesehen wird und gesegnet ist .... Amen

17 Segen der Krankheit .... Plötzlicher Abruf Gnade ....

Kundgabe 6989 9.12.1957

Es ist ein wesentlicher Faktor im Erdenleben, daß ihr euch der Aufgabe bewußt seid, die ihr als Mensch zu leisten habt. Immer sei euch dies gesagt, daß keineswegs das Leben an sich von Wichtigkeit ist, daß es also nicht darum geht, daß der Körper alle seine Funktionen ausübt und sich wohl befindet, sondern daß es lediglich um die den Körper bewohnende Seele geht und daß alle körperlichen Fähigkeiten genützt werden sollen zum Wohl der Seele, daß sie aus ihrem erbarmungswürdigen Zustand herausfindet und das Ziel erreicht, das dem Geistigen gesetzt ist. Die Seele kann sogar weit schneller ausreifen in einem kranken Körper, vorausgesetzt, daß der Mensch seine Erdenaufgabe ernst nimmt. Und betrachtet der Mensch nun seinen Körper immer nur als das Gefäß, das die Seele benötigt für ihre Weiterentwicklung, und suchet er nur deshalb dieses Gefäß zu erhalten, es zu pflegen und widerstandsfähig zu machen, dann lebt er auch sein Leben bewußt, und dann braucht er auch nicht zu fürchten, daß sein Körper versagen wird, bevor die Seele die ihr-mögliche Reife erreicht hat .... Anders dagegen ist es bei Menschen, die keinerlei Verantwortungsbewußtsein haben ihrer Seele gegenüber .... Diese können körperlich ungewöhnlich gut bestellt sein und unerwartet ihr Leben verlieren, weil sie ihrer Seele nicht gedenken und darum keinerlei Fortentwicklung zu verzeichnen haben, so daß das Dasein auf dieser Erde ganz ohne Sinn und Zweck ist und der Seele darum ihre Außenhülle genommen wird, auf daß sie im jenseitigen Reich noch die Möglichkeit hat aufwärtszusteigen. Die Gesundheit des Körpers ist ein so großes Gnadengeschenk, daß es auch ausgewertet werden sollte, aber nicht in irdisch materiellem Sinn, sondern zum Heil der Seele .... Ein kranker Körper aber ist gleichfalls eine Gnade für den Menschen, der sich dem Gnadenzustrom Gottes nicht verschließt .... denn er ist gleichsam eine von Gott gesetzte Schranke der Welt gegenüber .... Es wird dem Menschen das Überwinden der Welt leichtgemacht, und der Seele wird eine große Hilfe geleistet. Doch bewußt muß sich der Mensch beugen unter den Willen Gottes und auch die Hinfälligkeit seines Körpers als ein Gnadengeschenk ansehen, weil letzten Endes nicht das körperliche Leben, sondern das Leben der Seele Zweck des Erdenganges als Mensch ist. Und darum wird auch nur die Seele des Menschen ausreifen, der um seine eigentliche Aufgabe weiß und sie erfüllen will .... Denn ihm wird in jeder Weise von seiten Gottes verholfen zum Fortschritt der Seele, und oft gehören dazu auch Notzustände oder körperliche Leiden, die dann aber als Läuterungsmittel angesehen werden müssen, nicht aber als Strafe oder Hindernis zum Erreichen des Zieles. Und die Stunde ist jedem Menschen vorbestimmt, da er von dieser Erde scheidet .... weil Gott um den Willen eines jeden einzelnen weiß seit Ewigkeit und Er auch weiß, was eine Seele noch auf Erden erreichen kann und in welcher Weise sie eher gefährdet ist .... so daß ein plötzlicher Abruf mitten aus dem Leben auch noch als Gnade angesehen werden muß. Wer das Erdenleben nur als Selbstzweck betrachtet, der wird es auch nicht verstehen können, daß ein Gott und Schöpfer es zuläßt, wenn Menschenleben vernichtet werden, deren natürliche Todesstunde noch nicht zu erwarten wäre .... Aber Er weiß um die Willigkeit jedes Menschen, der Seele das Leben zu erwerben. Und Er weiß auch, was jeder einzelnen Seele zum Vorteil gereicht. Nur das Wissen und der Glaube an seine Erdenaufgabe muß der Mensch haben, dann ist seiner Kundgabe 6989 18 Kundgabe 6989 Seele größte Not behoben, denn dann wird der Mensch auch bestrebt sein, ihr zum Leben zu verhelfen. Die Welt aber ist der größte Feind der Seele .... Und eine besondere Gnade Gottes ist es, wenn Er die Seele vor der Welt zu bewahren sucht, wenn Er für den Menschen Hindernisse schafft, ihr zu huldigen .... Dann kann also auch von einem „Segen der Krankheit“ gesprochen werden, die ein solches Hindernis ist für manchen Menschen, der nach dem Willen Gottes leben möchte und oft noch schwach ist, um den Versuchungen zu widerstehen, die ihm von seiten der Welt drohen. Denn Gott ist die Liebe, und die Liebe hilft stets dem Schwachen, daß es nicht in Gefahr gerate .... Aber die Menschen verkennen oft die Liebe Gottes, doch wer Ihm zustrebt, der kann sich auch in Seiner Liebe geborgen wissen .... er kann Ihm vertrauen, daß alles gut ist, was Gott über einen Menschen kommen läßt .... Amen

19 Gotteskindschaft .... Übermaß von Leid auf Erden ....

Kundgabe 3352 30.11.u.1.12.1944

Um die Gotteskindschaft auf Erden zu gewinnen, muß der Mensch sich gestalten zur Liebe und sich dadurch fähig machen, den Zusammenschluß mit Gott schon auf Erden herzustellen, so daß er völlig gereift in die jenseitigen Lichtsphären eingehen kann, so er von der Erde scheidet. Er muß also durch Liebeswirken seine Seele so geläutert haben, daß Gott Selbst in ihr Wohnung nehmen kann und sein Geist sich mit dem Vatergeist vermählt. Und dann hat der Mensch seine Erdenaufgabe restlos gelöst und sein Ziel erreicht und als Lichtwesen Eingang gefunden in das geistige Reich, wo es nun schaffet und wirket. Doch es erfordert dieser Reifegrad ein völliges Verzichtleisten auf irdische Güter .... Sowie der Mensch noch an der Materie hängt, ist diese Verschmelzung mit der ewigen Gottheit unmöglich, denn das Herz ist noch nicht völlig entschlackt von Begierden und somit auch noch nicht vorbereitet zur Aufnahme des göttlichen Geistes, und dann muß der Mensch viel Leid auf sich nehmen, um die letzte Läuterung der Seele zu bewerkstelligen, und darum werden auch die überaus guten und frommen Menschen viel Leid auferlegt bekommen, auf daß die Läuterung der Seele vor sich geht. Wo ein besonders schweres Leid die Menschen bedrückt und dennoch tiefer Glaube in Erscheinung tritt, dort kann die Seele vor ihrer Verkörperung sich ein besonders schweres Erdenleben erwählt haben, um zu dem letzten Ziel, der Gotteskindschaft, zu gelangen auf Erden. Denn dieses Ziel muß auf Erden angestrebt und erreicht werden, und immer wird es die schwersten Lebensbedingungen erfordern, weil die Seele völlig rein und schlackenlos in das jenseitige Reich eingehen muß und dies einen besonders wirksamen Läuterungsprozeß bedingt. Denn immer ist das Leid ein Hilfsmittel, um das geistige Ziel zu erlangen .... Es soll zu Gott hinführen, so die Seele noch Gott abgewandt ist, oder es soll die Seele läutern und kristallisieren, daß sie als reinstes Wesen in Gottnähe kommen kann, um nun die seligste Vereinigung eingehen zu können mit Ihm. Es muß Leid und Liebe zusammenwirken zur Vergeistigung eines Menschen auf Erden, und darum soll der Mensch, der in der Liebe steht, das Leid nicht fürchten, sondern es ergeben auf sich nehmen in Gedanken auf das hohe Ziel, das er erreichen kann auf Erden, denn er hat sich selbst seinen Erdenweg erwählet in der Erkenntnis, daß dieser ihm zur höchsten Reife verhilft, wenn sein Wille sich nicht widersetzet. Doch die Wonnen der Gotteskindschaft wiegen alles Leid im Erdenleben ums Tausendfache auf. Und die Erdenzeit ist kurz, sie ist wie ein Augenblick im Zeitraum der Ewigkeit .... Und sowie der Mensch im tiefen Glauben steht, kann er auch stets die Kraft von Gott entgegennehmen, alles zu ertragen, was ihm auferlegt ist, denn sein Gebet wird dann innig zu Gott gerichtet sein, und Gott Selbst wird ihn stärken und ihn zum Überwinder des Erdenlebens machen .... Gott Selbst holet Sein Kind zu Sich, so es die Erdenlebensprobe bestanden hat und nun als reines Wesen von der Erde scheidet .... Doch immer wird sein Erdenlauf durch Liebe und Leid gekennzeichnet sein, weil ohne solches die Seele nicht völlig rein wird zur Aufnahme Gottes im Herzen des Menschen und diese innige Verbindung mit Gott auf Erden schon stattfinden muß, ansonsten die Seele nicht standhält den Versuchungen der Welt, ansonsten ihr auch das Leid nicht vollste Läuterung eintragen kann, weil ihr die Kraft fehlt, um dieses Leid klaglos zu tragen, und jedes Murren oder Aufbäumen dagegen noch das völlige Unterwerfen unter Kundgabe 3352 20 Kundgabe 3352 den Willen Gottes vermissen läßt. Doch die Seele muß eins werden mit Gott .... Sie muß in der innigsten Verbindung stehen mit Ihm, sie muß selbst das Leid wollen und auch dieses als ein Geschenk Gottes dankbar entgegennehmen in der Erkenntnis, daß es die letzten Schranken zwischen Gott und sich niederreißt und daß nur ein Überwinden dessen ihm die höchste Seligkeit einträgt .... ein Kind Gottes zu werden mit allen Rechten und Pflichten .... Und dieses ist das Ziel aller Menschen auf Erden, doch nur wenige erreichen es. Nur wenige sind so innig mit Gott verbunden durch die Liebe, daß sie auch im Leid Seine übergroße Vaterliebe erkennen, die ihnen das seligste Los bereiten möchte in der Ewigkeit .... Ihr Los auf Erden ist nicht beneidenswert, doch im jenseitigen Reich nehmen sie die höchste Stufe ein .... sie sind in unmittelbarer Nähe Gottes und darum unaussprechlich selig, denn sie können als Seine rechten Kinder schalten und walten nach ihrem Willen, der auch stets der Wille Gottes ist .... Sie können erschaffen und gestalten und immer wieder zur Erlösung dessen beitragen, das noch in Gottferne der verschiedensten Schöpfungen bedarf, um sich zur Höhe zu entwickeln. Und dies ist das seligste Los, das vollauf entschädigt und die Leiden des Erdenlebens aufwiegt und darum das Ziel aller Menschen sein soll auf Erden .... Amen

21 Kelch des Leidens .... Liebe Gottes ....

Kundgabe 3733 2.4.1946

Der Kelch des Leidens muß ausgetrunken werden, wollet ihr gesunden an eurer Seele, so daß diese als Lichtempfänger eingehen kann nach eurem Leibestode in das geistige Reich. Ihr wisset es nicht, welchen Segen für eure Seele euch das Leid bringen kann, ihr wisset es nicht, wie diese sich wandelt in kurzer Zeit, indem sich die dichteste Umhüllung derselben auflösen kann, wozu sonst weit längere Zeit benötigt wird. Euer Leben ist bemessen, es währet nicht mehr lange, die Seelen aber stehen noch weit von ihrer Vollendung entfernt, und Ich will ihnen helfen, doch noch einen bestimmten Reifegrad zu erreichen, auf daß sie nicht eine neue Bannung in der Materie zu gewärtigen haben, denn letzteres erbarmet Mich, und jeder einzelnen Seele möchte Ich dieses Los ersparen. Euer Wille, die Seelenreife zu erlangen, ist sehr schwach, und so würdet ihr noch viel Zeit benötigen, um jenen Reifegrad zu erreichen. Diese Zeit steht euch aber nicht mehr zur Verfügung, und so wende Ich darum Läuterungsmittel an, die wohl sehr schmerzvoll sind, doch überaus segenbringend sein können, so ihr euch nur in Demut und Ergebung in Meinen Willen füget, so ihr nicht murret und klaget, sondern Mich Selbst an euch arbeiten lasset mit Mitteln, die guten Erfolg versprechen. Ich weiß es, daß ihr leidet, weiß aber auch, wie Ihr frohlocken werdet, so eure Prüfungszeit auf Erden vorüber ist und ihr sie bestanden habet, wie ihr Mir danken werdet, daß Ich jene Mittel anwandte, um euch zu retten vor endlos langer Zeit erneuter Gefangenschaft in der festen Materie. Was Ich euch jetzt erspare, das müsset ihr im jenseitigen Reich ertragen, so ihr die Gnade habt, noch vor dem letzten Ende das Erdenleben verlassen zu können. Doch lebet ihr bis zum Ende, dann steht ihr in Gefahr, noch abzusinken, so ihr euch nicht zuvor völlig lösen könnet von irdischem Besitz, so ihr nicht zuvor zu der Erkenntnis gekommen seid, daß nur das geistige Leben wertvoll ist und daß das irdische Leben nur Mittel zum Zweck ist .... ein Mittel zur Erreichung der Seelenreife .... Gebet alles, was ihr besitzet, hin, um die Seelenreife zu erlangen, dann könnet ihr getrost das Ende erwarten, dann habet ihr euer Ziel auf Erden erreicht, ihr habt die Materie überwunden und seid reif für das geistige Reich. Der Erde Güter gebet freiwillig hin, um geistige Güter im Übermaß empfangen zu können, denn diese werden euch weit mehr beglücken, als irdisches Gut euch je beglücken kann. Trinket den Kelch aus bis zur Neige, wisset, daß ihr Meine Liebe besitzet, ansonsten Ich euch nicht so leiden ließe, denn das Leid ist für euch, die ihr Mich anerkennet, ein Läuterungsfeuer, weil Ich will, daß eure Seelen kristallklar eingehen sollen in Mein Reich, weil Ich will, daß euch das Licht und die Kraft Meiner Liebe durchströmen kann, ohne das geringste Hindernis zu finden. Und verlieret nicht den Glauben an Meine Liebe .... Wer leidet, soll sich geliebt wissen von Mir, denn Ich ziehe ihn durch das Leid zu Mir, wo er wahrlich dereinst Frieden und Seligkeit finden wird .... Amen

22 Leid der Mitmenschen tragen helfen .... Erlösungswerk ....

Kundgabe 0992 3.7.1939

Ihr nehmet teil am Erlösungswerk des Herrn, so ihr das Leid eurer Mitmenschen willig auf eure Schultern nehmt, es ihnen tragen helft und im Hinblick auf das Leiden Jesu am Kreuz alles ergeben traget, was der Herr euch sendet. Nur durch das Leid kann die Menschheit erlöst werden, denn es muß das Leid durch die tätige Liebe überwunden und vermindert werden, und es kann die also tätige Liebe erst das Erlösungswerk vollbringen. Und es würde die Liebe wiederum kein Betätigungsfeld haben, so nicht das Leid auf Erden nach Linderung verlangte und ihm eben durch die Tat-gewordene-Liebe gesteuert werden könnte. Und es wendet sich die Menschheit so oft ab, um nicht das Leid des Mitmenschen vor Augen zu haben, verhärtet dadurch die Herzen und ist so unendlich weit entfernt, erlösend tätig zu sein auf Erden. Es ist nicht einer unter den Menschen, der nicht der liebenden Hilfe bedarf, und die Not der Zeit setzet alle übergenug in die Gelegenheit, hilfreich Hand anzulegen und dem Nebenmenschen beizustehen in jeglicher Not. Dessen Herz bereit ist, zu helfen, der wird auch spüren, wo seine Hilfe vonnöten ist, er wird erkennen die Notlage des anderen und sofort einspringen; und ihm wird Unterstützung werden von geistiger Seite, denen auch die Betreuung der Erdenwesen obliegt. Denn das Arbeiten dieser gilt auch nur unausgesetzt dem Erretten irrender Seelen im Jenseits wie auf Erden. Das Herz dieser, das in der Liebe für alle diese Seelen schlägt, erkennet die Notlage der Wesen und springt sofort hilfsbereit ein, sowohl in geistiger wie in irdischer Beziehung. Denn es geht beides Hand in Hand. Jede Hilfe, irdisch gewährt, zieht unsagbaren Segen nach sich, denn es ist dies ein Werk der Liebe, und somit nimmt der Mensch am Erlösungswerk des göttlichen Heilands teil, wenn auch noch unbewußt. Und so möge sich der Mensch befleißigen, zu helfen und zu lindern, wo immer er den Mitmenschen in Not sieht, denn was er auf Erden versäumt, muß er drüben im Jenseits nachholen, doch auf Erden trägt es unermeßliche Früchte ein .... Amen

23 Kann der Mensch stellvertretend leiden? ....

Kundgabe 8852 12.u.13.9.1964

Die Kraft der Fürbitte ist gewaltig .... Ihr könnet viel Leid von dem Mitmenschen abwenden, ihr könnet ihnen die Kraft zuwenden, die jenen mangelt, die sie in völliger Kraftlosigkeit verharren lässet, bis ihr ihnen durch eure Fürbitte einen Kraftstrom zusendet, daß ihr ihnen also helfet, und zwar nicht direkt, sondern durch Mich, weil Ich eure Liebe erkenne, die ihr in solcher Fürbitte für den Nächsten empfindet. Dieser Kraftzustrom zwingt jedoch nicht ihren Willen, der frei ist, aber der Widerstand läßt von selbst nach, und die Seele empfindet die Kraft wohltätig. Also könnet ihr immer nur Mich bitten um Zuleitung von Kraft für jene Menschen, die selbst nicht zu dieser Bitte fähig sind. Und weil eure Liebe dabei bestimmend ist, erfülle Ich euch gern die Bitte, denn ihr begehret nichts für euch selbst, ihr suchet keinen eigenen Vorteil, sondern sorget euch um das Seelenheil des Nächsten. Ihr müsset nun aber einen Unterschied machen zwischen einem Gebet für diese Menschen und eurer Hingabe an Mich Selbst, indem ihr Mir eure ganze Liebe schenket. Und dieser Liebegrad kann in euch anwachsen und zuletzt auch sich erstrecken auf eure Mitmenschen, daß ihr alle umfasset mit eurer Liebe, weil dieses nicht anders möglich ist, so ihr erfüllt seid von der Liebe .... Und diesen Grad will Ich erreichen, daß ihr völlig aufgeht in der Liebe zu Mir und zum Nächsten, so daß ihr selbst das Leid auf euch nehmen wollet, daß ihr die Strafe auf euch nehmen wollet, die jene verdient haben .... Doch dieses widerspräche Meiner Gerechtigkeit, da ein jeder für sich selbst verantwortlich ist und auch ein jeder das entsühnen muß, was er verschuldet hat. Es widerspricht dies zwar dem Erlösungswerk Jesu Christi, Der als wahrhaft schuldloser Mensch Sich alle Sünden der Menschheit aufgebürdet hat aus Liebe zu ihr, Der also vertretender Weise eine Sündenschuld abbüßte, die so groß war, daß nur ein Engelsgeist, in Dem Ich Selbst Mich verkörpern konnte, diese Sühne leisten konnte, daß Ich also Selbst die Schuld tilgte durch Meinen Tod am Kreuz. Doch es war dieser Akt einmalig, und er wird es auch bleiben .... Die Schuld eines Menschen aber kann getilgt werden durch das Erlösungswerk Jesu, wenn er Ihn anerkennt, und sie gehört dann zu der Sündenlast, die der Mensch unter das Kreuz trägt .... Doch das ist eines jeden Menschen freie Willensangelegenheit und kann nicht erzwungen werden. Also muß sie auch abgetragen werden noch auf Erden oder im Jenseits, wenn der Mensch sich dem Erlösungswerk ablehnend gegenüberstellt. Die Fürbitte kann für solche Menschen geleistet werden, daß sie ihre Schuld erkennen und zu Jesus finden .... und diese Fürbitte eben eine große Kraftwirkung hat. Es kommt der Mensch dann von selbst zur rechten Erkenntnis seiner Schuld, und er wird sie nach Kräften wiedergutmachen oder aber den Einen anrufen, Der ihm die Vergebung sichert. Unmöglich aber kann ihm die Schuld erlassen werden auf Grund der Liebe eines Menschen, der sie sühnen will .... Dies wäre keine Gerechtigkeit, wenngleich die Liebe dazu bereit ist, denn nur Einer kann sie streichen, und dieser Eine will angerufen werden. (13.9.1964) Doch die Liebe eines Menschen, der bereit ist, für seinen Mitmenschen Sühne zu leisten, wird überaus wohlgefällig von Mir angesehen. Es ist dies eine Liebe, die ganz frei von Ichliebe ist, die nicht nur nichts für sich verlangt, sondern bereit ist, Leid auf sich zu nehmen, die daher ein großes Plus für die Seele bedeutet, die auch sich als Kraft für den Mitmenschen auswirkt, denn sie kann nicht Kundgabe 8852 24 Kundgabe 8852 ohne einen geistigen Erfolg bleiben, sowohl für ihn selbst als auch für die Seele, die in den Besitz einer Gnade kommt, die sie gleichsam mit berühren muß als starker Wille zur Besserung. Sie wird selbst ihren mangelhaften Zustand erkennen und auch bereit sein, eine Sühneschuld zu leisten, aber sie wird sie doch selbst abtragen müssen .... Sie kann ihr nicht abgenommen werden um der Gerechtigkeit willen .... Ihr müsset immer bedenken, daß euch nicht der Weg zu Jesus Christus erspart bleiben kann, daß Ich in Ihm Meine Anerkennung fordere, (von fremder Hand hinzugefügt: daß Ich also dann auch jede Schuld vergebe, jede von euch zu leistende Sühne durch Mein Blut am Kreuz getilgt habe .... daß also auch jeder Mensch selbst den Weg) daß also dann auch jeder Mensch selbst den Weg gehen muß zu Mir, daß also eine „aus Liebe für euch“ getilgte Schuld den Menschen davon entheben würde, zumal auf der Erde viele Lichtwesen verkörpert sind, deren Liebe so stark ist, daß sie gern das Leid anderer auf sich nehmen würden .... Doch eure Liebe wirket sich in günstiger Weise an denen aus, die ihr bewahren möchtet vor der Sühne für ihre Schuld. Und darum kann keine liebevolle Regung eurer Herzen ohne Wirkung bleiben, weil Liebe eine Kraft ist, die ihre Strahlen immer hinaussenden wird .... weil kein liebender Gedanke sich verflüchtet und ohne Wirkung bleibt. Doch jedes Übermaß von Liebe kommt dem Menschen selbst zugute, denn sein Körper vergeistigt sich zugleich mit seiner Seele, und diese Vergeistigung, die auch großes körperliches Leid bedingt, sollet ihr alle anstreben, um einem Urgeist, dessen Partikelchen euren Leib bilden, einmal zum schnelleren Ausreifen zu verhelfen .... Amen

25 Kreuztragung in Geduld und Ergebung ....

Kundgabe 1806 11.2.1941

Unbegrenzte Möglichkeiten erschließen sich dem Menschen, sofern er bereit ist, sich zu gestalten dem Willen Gottes gemäß, sofern er also bewußt arbeitet an seiner Seele. Von der Stunde des Erkennens an, daß sein Erdenzweck die Höherbildung seiner Seele ist, ist sein Erdenlauf eine endlose Reihe von Gelegenheiten, wo er durch Selbstüberwindung und tätige Nächstenliebe diese geistige Reife erlangen kann. Und also wird sein Erdenleben von Stund an Prüfungen bringen, in denen er sich bewähren soll .... Es wird auch nicht mehr kampflos an ihm vorübergehen, sondern gerade im Kampf wird sein Wille gestählt und seine Kraft vermehrt werden. Also wird viel eher das Leben ihm aus Widerständen und Nöten bestehend erscheinen, als daß er sich ungetrübter Lebensfreude hingeben könnte. Es sind dies die ersten Klippen, an denen sein Lebensschifflein nicht zerschellen darf; er muß es mit sicherer Hand und im gläubigen Vertrauen auf Gott um alle Klippen geleiten, dann erst bewährt er sich und nützet die Möglichkeiten zur geistigen Höherentwicklung. Jesus Christus hat es Selbst den Menschen zur Aufgabe gemacht mit den Worten: Wer Mir nachfolgen will, der muß willig sein Kreuz auf sich nehmen .... Er sagt nicht, daß Er ihm sein Kreuz nehmen will, das Er sie entlasten will; Er kündet ihnen im Gegenteil an, daß die Nachfolge Jesu darin besteht, das Kreuz zu ertragen, daß Er den Menschen auferlegt. Das unsägliche Leid, das Jesus Christus auf Sich nahm, war die Sühne für die große Sündenschuld der Menschheit. Er trug Sein Kreuz ohne Murren und Klagen. Was Er für die Menschheit erduldete, tilgte also gleichsam deren Schuld. Wer Jesus nachfolgen will, muß also gleichfalls für die sündige Menschheit büßen, das heißt Leid tragen, das die Menschheit durch die Sünde auf sich geladen hat. Die Liebe zum Mitmenschen soll nun den Menschen bewegen, für dessen Sünde Leid zu tragen, das heißt , durch Leid die Sündenschuld verringern und dadurch erlösend tätig zu sein auf Erden. Und es wird der liebende Mensch auch stets bereit sein dazu, denn seine Seele weiß um die geknechtete Lage derer, die in großer Sündenschuld verstrickt sind, und möchte ihnen helfen. Und daher wird jeder in der Liebe stehende Mensch sich nicht auflehnen gegen den göttlichen Willen, so dieser ihm ein Kreuz auferlegt und sein Erdenleben nun nicht mehr in stiller Friedlichkeit dahingeht. Er weiß es, daß zur Höherentwicklung der Seele ein kampfloses Dasein nicht tauglich wäre, und also lehnt er sich auch nicht auf, und ob ihm gleich das Kreuz untragbar erscheint. Und darum soll der Mensch nicht verzagt sein, so sein Leben anscheinend schwerer ist als das des Mitmenschen, jedoch es legt Gott dem Menschen kein schwereres Los auf, als dieser ertragen kann, und es ist die Kraft aus Gott, die ihm dieses Kreuz leichter werden läßt .... Es ist die Kraftzufuhr, die der Mensch bewußt erbeten kann, die aber eben auch erbeten werden muß .... Dann aber ist jedes noch so schwer scheinende Kreuz keine so schwere Last mehr als zuvor. Das Kreuz Christi auf sich nehmen heißt aber ohne Murren und Widerrede sich in alles fügen, was Gott über den Menschen schickt. Denn der kleinste Widerstand hebt das Wirken der göttlichen Kraft auf, und es muß der Mensch schwer ringen, auf daß er in dem Lebenskampf Sieger bleiben und schon auf Erden erlösend tätig sein kann .... Er muß nur immer in allem Leid, in dem Kreuz, das ihm auferlegt ist, die Liebe Gottes erkennen, die den Menschen zur geistigen Vollkommenheit gelangen lassen möchte und der schnellste und sicherste Weg ist, in aller Geduld und Ergebung in Gottes Willen das Kreuz auf sich zu nehmen und dem göttlichen Herrn und Heiland nachzufolgen .... Amen

26 Gebrechen des Leibes .... Leiden für die Seele ....

Kundgabe 5995 7.7.1954

Der Leib wird vergehen, die Seele aber wird ihn verlassen, um in die Ewigkeit einzugehen in strahlende Lichtfülle, wenn sie das Erdenleben recht genützet hat. Darum betrübet euch nicht, wenn der Leib mit Gebrechen behaftet ist, denn dieser Leib trägt dann eine Last für die Seele, auf daß diese sich in Freiheit hinaufschwingen kann in lichte Höhen .... betrübet euch nicht, sondern freuet euch, denn es ist ein Plus für die Seele am Ende des Erdenlebens .... Es ist der Weg, den zu gehen ihr einst freiwillig euch bereit erklärtet, auch wenn ihr im Erdenleben nichts davon wisset, doch die Seele erkannte ihre Ausreifungsmöglichkeit und nahm das Los auf sich, das euch schwer zu tragen dünkt. Wird aber euer Körper nicht mehr mit seiner Last fertig, fühlet ihr euch zu schwach zum Tragen des Kreuzes, das euch auferlegt wurde, dann blicket auf zu Ihm und bittet Ihn, daß Er eure Last auf Seine Schulter nehme, und Er wird euch das Kreuz tragen helfen .... Er wird euch Kraft geben und euch stützen, Er wird immer bereit sein für euch, so ihr Ihn anrufet um Hilfe. Ihr, die ihr leiden müsset auf Erden, ihr erfahret in besonderem Grade die Liebe Gottes, auch wenn ihr dieses nicht verstehet, auch wenn es euch unbegreiflich erscheint, daß Seine Liebe euch ein Kreuz aufbürdete. Doch es leidet nur der Körper, und dieser vergeht, der Seele aber wird unsägliches Leid erspart, und dieser Seele gilt die Liebe und Sorge Gottes, die Er vor einem Los bewahren möchte, das weit schmerzlicher ist als das Leid, das der Körper zu tragen hatte während des Erdenlebens. Und sowie ihr euch ergebet in den Willen Gottes, sowie ihr geduldig euer Kreuz traget, lösen sich die Hüllen der Seele auf, sie wird Licht-empfänglich, sie wird frei und brauchet nun auch den Tod nicht zu fürchten .... sie wird ihn begrüßen als Eingang in das Reich des Lichtes, sie wird mit Freuden den Körper ablegen und dankbar sein, daß er für sie gelitten hat .... Denn nun wird sie leben in Licht und Freiheit und ewiger Seligkeit. Amen

27 Eigenliebe im Jenseits verlängert den Leidenszustand .... Hilfswilligkeit ....

Kundgabe 2914 8.10.1943

Im geistigen Reich wirkt sich die Liebetätigkeit genau so aus wie auf Erden .... in vermehrter Kraftzufuhr, also auch geistigem Fortschritt, denn jegliche Liebetätigkeit ebnet den Weg zu Gott, und Gottnähe ist letztes Ziel alles Wesenhaften. Im geistigen Reich wird daher die Liebe gleichfalls gepredigt, das heißt , die Lichtwesen machen die unerlösten Seelen darauf aufmerksam, daß nur die Liebe ihnen Befreiung bringt, und sie bringen ihnen auch alle Gelegenheiten nahe, um sich in der Liebe entfalten zu können. Anders als auf dem Wege der Liebe kann keine Seele sich zur Höhe entwickeln, doch es ist dies im geistigen Reich um vieles schwerer als auf Erden, solange die Seele noch unwissend ist, also noch nicht in der Erkenntnis steht. Denn dann berührt sie nur ihr eigenes Los, sie sieht nicht die Not anderer Seelen, weil sie noch sehr in der Eigenliebe steht, die ihren unwissenden Zustand verschuldet hat. Und diese Eigenliebe hindert sie an uneigennütziger Liebetätigkeit, denn es betrachtet die Seele dann sich selbst als Mittelpunkt, sie fühlt sich unglücklich, und zwar ungerechterweise, denn ihre Eigenliebe verschleiert ihre eigenen Fehler, wohingegen sie alle Fehler der anderen Seelen erkennt und sich über diese erhaben fühlt. Und also kann sie keine Liebe empfinden für ihre leidende Umwelt. Sie ist hart und gefühllos und nimmt keinen Anteil an den anderen Seelen, und so lange wird sie auch ihre Not bitter empfinden, die sich nur verringert, so in ihr die Liebe entflammt und sie zur Liebetätigkeit anregt. Und es vergeht oft endlos lange Zeit, bis die Seele weich wird und aus eigenem Antrieb hilfswillig ist. Und doch kann sie nicht anders als durch Belehrung von seiten der Lichtwesen zur Liebetätigkeit angeregt werden, denn sie muß in völlig freiem Willen sich zur Hilfsbereitschaft entschließen, sie muß ihre Ichliebe zurückstellen, ihre eigene Not außer acht lassen und die Not der mitleidenden Seelen zu lindern versuchen, dann wird ihr bis dahin kraftloser Zustand eine Änderung erfahren, die Seele wird die Kraftzufuhr spüren und immer fähiger werden, zu helfen und zu wirken in Liebe. Ihr Zustand wird nun immer freier, und sie erkennt nun, daß es immer lichter wird um sie, sie vermag Dinge zu sehen, die sie beglücken, ihr Wissen wird größer und ihr Wille, zu Gott zu gelangen, immer stärker .... Und also wird auch ihr Liebeswirken ein eifriges, denn sie erkennt die Macht und Kraft der Liebe, sie erkennt ihr Ziel und strebt diesem entgegen .... sie sucht in Gottnähe zu gelangen und sich durch die Liebe zu erlösen .... Amen

28 Große Not der Seelen im Jenseits ....

Kundgabe 5767 11.9.1953

Übergroß ist die Not der Seelen im Jenseits, denen es an Licht mangelt. Ihren Zustand euch Menschen auf Erden zu beschreiben, würde wahrlich euer eigenes Leben in andere Bahn zu lenken genügen, doch es wäre dann aus mit eurer Willensfreiheit; ihr würdet zwangsläufig, getrieben von der Furcht vor gleichem Schicksal, euch eines anderen Lebenswandels befleißigen, also wohl das tun, was gefordert wird von euch, aber nicht von selbst, aus freiem Willen dazu veranlaßt. Doch sollet ihr um das Los der Seelen wissen, es soll euch vermittelt werden, und es steht euch dann immer noch frei, zu glauben und eure Folgerungen daraus zu ziehen .... Diese Seelen haben bei ihrem Eintritt in das jenseitige Reich alles verloren, woran ihr Herz auf Erden hing, sie besitzen nichts, denn nur das können sie mit hinübernehmen, was geistig erworben wurde, und daran leiden sie größten Mangel. Sie sind von totaler Finsternis umfangen, weil sie einen gottlosen Lebenswandel führten, und völlig kraftlos, doch nicht empfindungslos, denn für sie bedeutet nun ihre Umgebung Qual und Schrecken, und diese Qualen und Schrecken wird auch die Seele empfinden, die auf Erden furchtlos und stark das alles ausführte, was sie nun in die Finsternis stürzte .... Es sind Leiden unbeschreiblicher Art, die nun in der Seele entweder das Verlangen erwachen lassen, diesem Zustand zu entfliehen, oder nur alle schlechten Triebe verstärken und auch in jenem Reich Befriedigung suchen lassen, was totales Verfallen den Kräften der Finsternis bedeutet. Doch auch die Seelen, die nicht in dieser Sündhaftigkeit das Erdenleben verlassen haben, deren Leben aber liebeleer und gleichgültig allem Geistigen gegenüber war, sind in überaus bedrängter Lage, denn auch sie quält die Finsternis unsagbar, die wohl zeitweise einem dämmerigen Zustand weichet, wenn die Seele noch nicht ganz verhärtet ist, damit auch sie nach Licht verlangt, denn das Begehren allein kann sie zum Licht gelangen lassen. Allen Seelen aber mangelt es an Kraft zum rechten Wollen .... und es kann ihnen keine Hilfe gebracht werden laut Gesetz von Ewigkeit, wenn sie selbst nicht solche begehren. Wohl ist das Erbarmungswerk Gottes nicht beendet, wenn die Seele den irdischen Körper verläßt, doch was sie auf Erden ungenützt ließ, wenngleich sie es in reichstem Maße besaß, das muß sie sich im Jenseits erst erwerben, und sie ist zu schwach dazu .... Stellet euch immer nur äußerst geschwächte, hilflose Wesen vor, die unsagbar leiden und die auf Hilfe angewiesen sind, um von ihren Leiden befreit zu werden .... es würde euch ein Erbarmen überfallen für diese Wesen, so ihr sie erblicken könntet in ihrer Not. Und ihr alle habt Seelen drüben, von denen ihr nicht wisset, in welchem Zustand sie eingegangen sind in das geistige Reich .... ihr alle habt Menschen, die euch nahestanden, durch den Tod verloren .... Gedenket wenigstens dieser euch nahegestandenen Seelen und helfet ihnen, denn selbst das kleinste Erlösungswerk an solchen Seelen zieht weitere Erlösungen nach sich, und ihr habt viel dazu beigetragen. Und helfen könnet ihr ihnen nur durch liebendes Gedenken und Gebet, durch eine Fürbitte für diese Seelen, die sie zwar noch nicht aus ihrer Qual befreit, aber ihnen Kraft zuwendet, mittels derer dann die Seele ihren Willen wandeln und dem Licht zustreben kann. Sie kann nicht wider ihren Willen erlöst werden aus ihrer qualvollen Lage, auf daß sie aber recht wollen kann, ist eure Fürbitte nötig, ein Gebet, das in Liebe ihr geschenkt wird, sowie sie sich in eure Kundgabe 5767 29 Kundgabe 5767 Gedanken drängt. Denn ihr sollt wissen, daß die Seele euch um Hilfe bittet, so sie sich in eure Gedanken einschaltet, daß die Seelen euch ständig umgeben, die von euch Hilfe erhoffen, und daß ihr die Gedanken an Verstorbene nicht unwillig zurückdrängen dürfet, wenn ihr nicht ihre Qualen noch verstärken wollet .... Um euch und euren freien Willen nicht zu schädigen, bleibt euch das Los dieser Seelen verborgen; es sind zwei Welten, in der ihr und die abgestorbenen Seelen sich befinden, es ist eine Grenze gezogen, der Blick ist euch verwehrt in ihre Welt, aber dennoch besteht sie, und ihr könnet aus eurer Welt ihnen viel Liebe nachsenden, die sich auswirkt in einer Weise und in einem Ausmaß, daß unzählige Seelen ihrem Zustand entfliehen können. Gedenket oft dieser armen Seelen und lasset sie nicht unbeachtet in ihrer Not, denn was ihr an ihnen tut in erbarmender Liebe, das wird euch reich vergolten werden, indem euch auf Erden schon geistige Hilfe zuteil wird durch alle Seelen, die aus der Dunkelheit gelangten zum Licht .... Amen

30 Bitte der leidenden Seelen um das Gebet ....

Kundgabe 2138 2.11.1941

Gedenket der Seelen, die in der Finsternis weilen, und helft ihnen durch ein stilles Gebet. Ihr alle habt Seelen im Jenseits, die eure Hilfe benötigen und euch darum bitten, sowie sie sich euch ins Gedächtnis drängen .... Ihr alle seid fähig, ihnen zu helfen durch eure Fürbitte. Diese Seelen sind in einer Lage wo sie sich nicht selbst helfen können, weil es ihnen an Kraft mangelt, und hilfeflehend wenden sie sich daher an euch, daß ihr euch ihrer annehmen möget und ihre Not verringert durch inniges Gebet. Euch steht diese Kraft zu, ihr könnt die Kraft diesen unglückseligen Wesen zuwenden, und sie bitten euch inständig darum. Gottes Liebe und Gnade läßt immer eine Möglichkeit offen, wo den leidenden Seelen im Jenseits Hilfe geboten werden kann, da die Seelen selbst nicht vermögen, sich aus ihrer qualvollen Lage zu befreien .... Er macht nur diese Befreiung wieder von der Liebe des Menschen abhängig. Je inniger die Gedanken einem Verstorbenen ins Jenseits folgen, desto leichter wird es ihm sein, die Seele dessen aus ihrem tatenlosen Zustand im Jenseits zu befreien, denn jeder liebende Gedanke bedeutet für die Seele Kraftzuwendung, die sie nützet zu emsiger Tätigkeit. Und daher hält sich die Seele vorwiegend dort auf, wo sie Menschen weiß, die ihr zugetan waren, denn von ihnen erhofft sie sich Hilfe, da nur die Liebe ihnen diese Hilfe bieten kann. Sowie sich eine Seele einem Menschen auf Erden in Erinnerung bringt, ist dies eine stumme Bitte um ihre Fürsprache. Doch wie viele Menschen erhören ihre Bitte? .... Wie schnell wenden die Menschen ihre Gedanken wieder ab, dem irdischen Leben zu, und lassen die ringenden Seelen in ihrer großen Not. Und es sollen doch die Menschen beitragen zur Erlösung alles Geistigen, sie sollen voller Barmherzigkeit sich die Leiden jener unerlösten Seelen vorzustellen versuchen und niemals eine Seele vergeblich bitten lassen, denn anders als durch Fürbitte kann ihr nicht mehr geholfen werden. Unzählige Seelen befinden sich in Erdennähe und vorwiegend in der Nähe von Menschen, von denen sie Hilfe erwarten. Sie suchen ihrerseits Gelegenheit, sich in das Denken der Menschen zu drängen, und bangen nur davor, daß diese ihrer nicht achten und sie hilflos in der gleichen Lage belassen. Denn hilflos ist eine jede Seele, die im Jenseits in geistiger Finsternis schmachtet, also kann ihr nur Hilfe geboten werden, wenn ihr Licht vermittelt wird, wenn ihr das göttliche Evangelium verkündet wird, denn das Wissen darum bedeutet Licht, das Wissen darum trägt der Seele Erleichterung ein, da sie unverzüglich dieses Wissen weitergeben wird und also gleichfalls in Liebe dient. Doch um in Liebe dienen zu können den mitleidenden Seelen, muß sie selbst geistiges Gut besitzen, das sie vermitteln will. Ihr Dunkelheitszustand aber ist völlig ungeeignet zur Weitergabe geistigen Gutes, und darum bittet die Seele um Licht, sie bitten um Wissen, und ihr Menschen auf Erden könnt ihnen dies vermitteln und sie ihrer großen Not entreißen, indem ihr Gott innig bittet um Gnade und Kraft für diese notleidenden Seelen .... Und so die Liebe des Herzens ein solches Bittgebet zur Höhe sendet, wird Gott das Gebet erhören und den Seelen im Jenseits gleichfalls die Möglichkeit geben, sich liebend zu betätigen, und nun beginnt der geistige Aufstieg der Seele, denn ihr wird Kraft zugeführt durch die Liebe des Erdenmenschen, und sie nützet diese Kraft nach göttlichem Willen .... Amen

31 Gott wendet schmerzhafte Mittel an ....

Kundgabe 8366 30.12.1962

Ihr dürfet niemals an Meiner Liebe zweifeln, was auch geschehen mag in der Welt oder in eurer Umgebung .... Ich weiß es, warum Ich es zulasse, selbst wenn es nicht Mein Wille ist, sondern der Wille der Menschen selbst sich betätigt und seinen Mitmenschen Leid antut. Ich weiß es, was wieder dem einzelnen Menschen dienet zum Ausreifen, und darum muß auch Ich Selbst oft eingreifen und durch harte Schicksalsschläge einzuwirken suchen, daß ihr zur Selbstbesinnung kommet, wenn ihr in der Gefahr seid, euch zu verlieren an Meinen Gegner. Doch glaubet nicht, daß Ich lieblos und unbegründet über euch Leid kommen lasse, denn nur Meine Liebe bestimmt Mich zu Eingriffen verschiedenster Art. Die Gefahr, daß ihr verlorengehen könnet wieder auf endlos lange Zeit, ist zu groß, und Ich will euch nicht gleichgültig eurem Schicksal überlassen, und darum wende Ich noch alle Mittel an, um von euch diese Gefahr abzuwenden. Darum werden sich in der letzten Zeit die Geschehen mehren, die euch an Meiner Liebe zweifeln lassen, es werden Katastrophen und Unglücksfälle verschiedenster Art, schwere Schicksalsschläge und Not und Elend immer häufiger eintreten, und die Menschen werden sich fragen, wie ein Gott der Liebe solches zulassen kann .... Doch glaubet es Mir, Ich muß diese Mittel anwenden, weil Ich euren freien Willen nicht beschneiden kann und weil diese Geschehen euren Willen in die rechte Richtung drängen können .... Glaubet es Mir, daß Ich aber auch jeden Rufes achte, den ihr in dieser Not zu Mir emporsendet, und euch die Hilfe angedeihen lasse, um euch Mich Selbst zu beweisen, und ihr werdet dann auch Meine endlose Liebe zu euch erkennen lernen, die nicht verderben, sondern nur retten will. Würdet ihr Menschen alle um die Zusammenhänge wissen, die euer Erdendasein als Mensch begründen, dann würdet ihr sicher auch so leben, daß keinerlei schwere Schicksalsschläge euch zu treffen brauchten; doch wenn ihr auch aufgeklärt werdet durch Meine Boten, so glaubet ihr ihnen nicht, und ihr lebet weiter verantwortungslos in den Tag hinein und seid in größter Gefahr, wieder verlorenzugehen auf endlos lange Zeit. Was es bedeutet, den Erdengang durch sämtliche Schöpfungswerke noch einmal zurücklegen zu müssen, das könnet ihr nicht ermessen, aber ihr wäret entsetzt und würdet aus Furcht davor einen anderen Lebenswandel nun führen, doch Ich kann euch nicht die Rückerinnerung geben an den Entwicklungsgang, den ihr schon zurückgelegt habt um eurer selbst willen .... Doch immer wieder lasse Ich euch warnen und mahnen durch Meine Boten, und wenn ihr ihnen nur Glauben schenken möchtet, würdet ihr selbst diese Gefahr bannen und euch eines anderen Lebenswandels befleißigen. Und darum werdet ihr immer wieder aufgeschreckt aus dem Todesschlaf, in dem ihr euch noch befindet, denn ihr sollet erwachen, und Meine Weckrufe werden immer lauter ertönen .... Doch Meine Liebe zu euch wird nicht nachlassen, auch wenn ihr selbst sie nicht mehr zu erkennen vermögt. Einmal aber werdet ihr wissen, daß alles, was geschieht, nur zu eurem Besten dienen sollte, daß Ich aber euren freien Willen nicht zwingen kann und ihr darum auch alle schmerzvollen Geschehen an euch vorübergehen lassen könnet, ohne einen Erfolg für eure Seele gewonnen zu haben. Immer wieder rufe Ich euch Menschen zu: Glaubet an Meine endlose Liebe, die euch gilt bis in alle Ewigkeit, und glaubet, daß Ich nur eure Seligkeit will, daß Ich euch zu einem Leben erwecken möchte, das ewig währet und Kundgabe 8366 32 Kundgabe 8366 Licht und Kraft und Freiheit bedeutet .... Und wenn ihr es vermöget, an Meine Liebe zu glauben, dann nehmet ihr auch alles ergeben an aus Meiner Hand, und Ich Selbst kann euch auch wieder heraushelfen aus aller Not, sowie sie nur dazu beigetragen hat, daß ihr euch wandelt, daß ihr euch Mir anvertrauet und Mich um Hilfe bittet .... Denn sowie ihr Mich als euren Gott und Schöpfer anerkennet, ist auch die große Gefahr vorüber, aufs neue gebannt zu werden in der Materie, und ihr gehet dann nicht verloren, sondern könnet weiter ausreifen auf Erden oder im jenseitigen Reich .... Amen

33 Erhöhtes Maß der Leiden und Nöte ....

Kundgabe 2835 3.8.1943

Grenzenloses Elend wird die Welt noch durchmachen müssen, denn die Zeit geht ihrem Ende entgegen, die den Menschen zur letzten Erlösung gegeben ist. Sie müssen noch viel Leid erdulden und unsagbar kämpfen, denn es ist ein Ringen mit den Kräften der Unterwelt, von deren Einfluß sie sich frei machen sollen. Es kann diese Befreiung nur möglich sein mit Unterstützung guter Kräfte, mit Hilfe Gottes, Der deshalb angerufen werden muß, weil Seine Kraft und Hilfe unerbeten den Menschen nicht zugehen kann, solange sie Gott und Sein Wirken der Liebe nicht anerkennen. Die Menschheit ist jedoch sehr verstockten Sinnes, und den Weg zu Gott findet sie nicht von selbst, deswegen tritt das Leid und die Not in einem Ausmaß an sie heran, daß sie gleichsam hingedrängt werden auf den Weg, der zu Gott führt .... daß sie sich im Gebet an Ihn wenden müssen, weil irdisch ihnen kein anderer Ausweg bleibt. Und dennoch geht die Mehrzahl der Menschen an Ihm vorüber und erhöht so das Maß der Leiden und Nöte. Und Gottes Barmherzigkeit greift nun zum letzten Mittel, um die wenigen noch für sich zu gewinnen, die sich noch nicht entschieden haben .... Er läßt ein Unglück über die Erde kommen, das nicht Menschenwille veranlaßt hat, obwohl der menschliche Wille, weil er Gott abgewandt ist, die indirekte Ursache des Geschehens ist .... Er bestimmet die Naturelemente zu außergewöhnlicher Tätigkeit .... Er äußert Sich in einer Weise, daß die Menschen nun noch einmal gezwungen sind, Stellung zu nehmen zu Gott, daß sie nun leicht das rechte Verhältnis zu Ihm herstellen können, wenn ihre Seelen nicht gänzlich verstockt sind. Der göttliche Wille bestimmet die Zeit, und Seine Macht äußert sich, so irdisch ein Tiefstand erreicht worden ist, der den göttlichen Eingriff erforderlich macht. Die harten Prüfungen zuvor sind gleichfalls eine Möglichkeit, das rechte Verhältnis zu Gott herzustellen, und gesegnet, der dies tut, wenngleich er dadurch sein irdisches Leben verliert. Er ist dann bewahrt vor gänzlicher Finsternis, sowie er in das geistige Reich eingeht. Das irdische Leid ist nicht so qualvoll, wie ein Zustand gänzlicher Finsternis im Jenseits ist. Das Leid auf Erden aber nimmt Formen an, daß die gesamte Menschheit in ihrem Denken erschüttert werden müßte, denn sie steht Veränderungen der Lebensverhältnisse gegenüber, die ihr unertragbar erscheinen .... Doch es wird die ewige Gottheit auch dann noch nicht erkannt werden, ja das große Leid wird noch dazu beitragen, Ihn gänzlich zu verneinen. Diese Menschen aber sind Gott schon so fern, daß es für sie keine Rettung mehr gibt in dieser Erlösungsperiode. Sie müssen den Gang auf Erden noch einmal zurücklegen und ihn beginnen wieder in der festesten Materie, der unvorstellbar qualvoll ist .... doch ihr Wille selbst bestimmt und zieht die Folgen nach sich, denn wenn der menschliche Wille in einer Zeit der größten Not und irdischen Drangsale noch nicht gebrochen wird, wenn er sich auch dann noch nicht der ewigen Gottheit unterstellt, dann muß die erbarmende Liebe Gottes zu anderen Mitteln greifen, um diesen Willen noch zu wandeln .... Er muß ihn erneut binden in der Form, auf daß er nach Freiheit verlange .... Und es ist dies eine neue Erlösungsperiode, die bald ihren Anfang nimmt und somit das Ende der alten Erde bedeutet, das in Kürze bevorsteht .... Amen

34 Können aufgelöste Partikelchen leiden? ....

Kundgabe 8511 28.5.1963

Jedes Wesen geht seines Ichbewußtseins wieder verlustig, wenn es als Mensch völlig versagt und dem Lose der Neubannung nicht mehr entrinnen kann .... Und es ist dies das Fürchterlichste, was ihm geschehen kann, denn wenngleich es dann, als aufgelöst in unzählige Partikelchen, nicht mehr als ganzes Wesen empfinden kann, wie ihr Menschen es annehmet, so sind es doch unvorstellbare Qualen, weil das Geistige einst in Freiheit erschaffen war und auch seine Freiheit als Mensch schon zum Teil wiedergewonnen hatte .... nun gefesselt ist und diese Fesselung als entsetzliche Qual empfindet. Denn die von Mir einst ausgestrahlte Kraft waren ichbewußte Wesen, sie waren im höchsten Grade lebensfähig, also nicht nur tote Formen .... doch sie wurden dazu, als sie abgefallen waren von Mir .... Als die geistigen Substanzen verhärtet waren, war das eigentliche Leben daraus entflohen, oder auch Meine Kraft durchstrahlte diese Formen nicht mehr, die allem erst das Leben gibt .... Und die aufgelösten Partikelchen sind auch wieder so lange ohne Leben, wie sie nicht von Meiner Liebekraft angestrahlt werden können .... Daß diese toten Partikelchen dennoch empfindsam sein können, ist euch Menschen unbegreiflich .... Doch dann würden sie niemals reagieren, wenn Meine Liebekraft sie einzufangen und zu umschließen sucht, so daß das gefallene Geistige zur Materie umgestaltet werden kann .... Denn auch sein Widerstand ist eine Reaktion, die beweiset, daß das Geistige gewisse Qualen empfindet und sich dagegen zur Wehr setzt .... Und in diesem Qualzustand befindet sich die Gesamtheit der Schöpfung, denn sie unterliegt einem Gesetz, dessen Urheber Ich Selbst bin .... Sie ist unfrei und muß sich Meinem Gesetz von Ewigkeit unterstellen .... was für das einst in Freiheit erschaffene Geistige überaus qualvoll ist .... Würde es diese Qual jedoch nicht empfinden, so wäre ewiglich keine Änderung des toten Zustandes mehr möglich .... Ihr Menschen werdet das niemals verstehen können, doch ihr sollt es glauben, ansonsten ihr nicht ein Zurücksinken in die Tiefe zu fürchten brauchtet und es euch völlig gleichgültig wäre, was mit euch nach dem Tode des Leibes geschieht. Auf Erden habt ihr wieder das Ichbewußtsein, und ihr seid in gewissem Grade frei und dennoch nicht restlos selig, solange ihr noch nicht durch gänzliche Hingabe die Einigung mit Mir gefunden habt .... Doch solange ihr lebt, könnet ihr letztere noch erreichen .... Verlieret ihr aber wieder das Ichbewußtsein, dann ist auch jegliche Freiheit dahin, ihr werdet nach Meinem Willen wieder zur Tätigkeit bestimmt und könnet keinerlei eigenen Willen gebrauchen, ihr seid gebunden in tiefster Finsternis, denn ihr wisset nichts um euer Sein, weil ihr aufgelöst seid und nur immer die Funktionen ausübt, für die euch euer Gott und Schöpfer bestimmt hat .... Und werdet ihr einmal im Zustand der Seelenreife diese lange Zeit im Mußzustand übersehen können, dann werdet ihr auch um die unermeßlichen Qualen wissen, durch die eure Seele in den unzähligen Verformungen hindurchgehen mußte, und ihr werdet es auch verstehen, warum Meine Liebe euch ständig ermahnt und warnet, um euch dieses entsetzliche Los zu ersparen. Denn ihr könnet nicht mehr in ein Nichts vergehen, und weil ihr unvergänglich seid .... nur eben aufgelöst .... so wird das, was bestehenbleibt, auch niemals empfindungslos sein .... Ihr Menschen müsset euch nur immer daran genügen lassen, was Ich euch als Wahrheit zuleite .... Denn Ich will irrige Annahmen richtigstellen, wie also auch jene ist, daß das aufgelöste Geistige kein Kundgabe 8511 35 Kundgabe 8511 Empfindungsvermögen hat, also sein Zustand gleich ist mit „Nicht-Sein“. Es wäre dann der Entwicklungsgang kein Ausreifen bis zu dem Zustand, wo es wieder als Mensch sein Ichbewußtsein erlangt hat, denn nur durch leiden und dienen erlöst sich alles Wesenhafte, sowohl vor seiner Verkörperung als Mensch als auch während des Menschseins .... Denn es darf nicht vergessen werden, welch ungeheure Schuld das Wesen auf sich geladen hat durch seinen einstigen Abfall und wie es diese Schuld nun wieder vergrößert, wenn es die letzte Gnadenzeit als Mensch ungenützt läßt und wieder zur Tiefe absinkt. Und wenngleich eine restlose Tilgung durch das Wesen selbst nicht möglich ist, so wird es doch sühnen und leiden müssen, solange es nicht von jener Schuld befreit ist durch das Erlösungswerk Jesu Christi .... Dieses Gnaden- und Erbarmungswerk Jesu anzunehmen im Erdenleben ist die Aufgabe des Menschen, und er könnte darum leicht zur Höhe gelangen .... Und wenn er nun versagt und keinerlei Hilfe von oben annimmt, wenn er wieder absinkt zur Tiefe, so ist es auch verständlich, daß sein Leidensweg von neuem beginnt, wenn seine Seele wieder aufgelöst wird und den Weg durch die Schöpfung wieder beginnt .... Und es wird auch das Leid kein Ende nehmen, bis die große Schuld einmal getilgt wird durch Jesus Christus, wenn der Wille des Menschen bereit ist, den Weg zu gehen zum Kreuz und von Ihm Vergebung seiner Schuld erbittet .... Und diese große Gnade steht euch Menschen auf Erden zur Verfügung .... Wenn ihr sie nicht nützet und daran vorübergeht, so wird auch euer Leid kein Ende nehmen, denn ihr befindet euch in weiter Entfernung von Mir, eurem Gott und Schöpfer, und das bedeutet immer Unfreiheit, Licht- und Kraftlosigkeit, und also werdet ihr auch nicht selig sein .... Amen

36 Leid - Gnadenmittel ....

Kundgabe 3422 30.1.1945

Die gnadenvolle Endzeit wird von den Menschen nicht als solche erkannt, denn sie wissen nicht um den Segen des Leides, sie wissen nicht, daß das Leid auch eine Gnade ist, durch welche die Seele noch gerettet werden kann, die sich in Gottferne befindet und ewig nicht zum Ziel gelangen kann, wenn sie die Gottferne nicht verringert durch Liebeswirken. Und Liebeswirken kann die Folge großen Leidens sein .... Gott gibt den Menschen Gelegenheit, sich in der Liebe zu üben, denn das Leid nimmt Formen an, daß der Mitmensch zum Liebeswirken angeregt wird, sowie er nicht völlig verhärtet ist. Was ein Mensch nicht von selbst tun würde in einer Zeit geordneter Verhältnisse, das kann er doch aus innerem Antrieb verrichten angesichts der übergroßen Not .... Er kann sich des Mitmenschen annehmen und ihm hilfreich beistehen, es kann das Flämmchen der Nächstenliebe in ihm entzündet werden, und dann hat seine Seele größten Vorteil gezogen aus der irdischen Not. Unentwegt ist Gott darauf bedacht, die Seelen noch zu erhöhter Reife zu führen oder sie in den Zustand zu versetzen, daß ihre Seelenhülle sich löst, auf daß sie vor dem Ende der Tage wenigstens in den Zustand des Erkennens ins jenseitige Reich eingehen kann oder sich aus eigenem Antrieb der kleinen Gemeinde anschließt, die ausharret bis zum Ende im Glauben an Jesus Christus, den göttlichen Erlöser .... So der Mensch durch Leid zu diesem Ziel gelangt, dann ist für ihn das Leid die letzte Rettung, es ist eine Gnade, die ihm noch gewährt wird kurz vor dem Ende. Denn ohne Leid verharrt er in dem Zustand der Gottferne, weil die Liebe nicht in ihm tätig wird. Die Mittel, die Gott anwendet, um den Seelen der Menschen zu helfen, müssen kurz vor dem Ende besonders scharf sein, sollen sie nicht ohne Wirkung bleiben. Und die Menschen in ihrer geistigen Blindheit sehen nur die Schärfe jener Mittel, nicht aber ihren Segen. Sind sie aber durch Liebeswirken in einen hellen Zustand versetzt, sind sie in die Schar der Streiter Christi eingetreten, dann blicken sie voller Dankbarkeit auf die Tage ihrer körperlichen Not zurück, sie erkennen den Zweck und den Segen der Leiden und auch die Liebe Gottes, die stets bedacht ist auf das Ausreifen der unvollkommenen Seelen. Es ist die Zeit bis zum Ende nicht mehr lang, die Menschen aber stehen so tief in ihrer geistigen Entwicklung, daß sie einer bedeutend längeren Zeit bedürfen, um jene nachzuholen .... Folglich müssen sie eine Schule durchmachen, in der sie schneller reifen können, wenn sie jede Lebensprobe bestehen, wenn sie jede Gelegenheit nützen. Sie müssen ein Läuterungsfeuer bestehen, die Umhüllung ihrer Seelen muß geschmolzen werden durch Leid und Liebe, dann ist es möglich, daß sie sich in dieser kurzen Zeit noch so vervollkommnen, daß sie am Ende zu jenen gehören, die für Jesus Christus streiten. Und dann ist ihnen die ewige Seligkeit gesichert. Und je eher ein Mensch aus freiem Willen die Liebe übt, zu der ihn das Leid der Mitmenschen antreiben soll, desto leichter tragbar wird ihm letzteres scheinen, denn so durch Leid der eigentliche Zweck erreicht ist, je eher also der Mensch sich der Gnade bedient hat, desto eher kann dieses auch von ihm genommen werden. Die Gnaden der Endzeit werden erst so recht im geistigen Reich erkannt werden, denn der Mensch als solcher hat auf Erden nicht den Überblick, er erkennt nicht die große geistige Not, er weiß nicht, in welcher Gefahr er schwebt, so er versagt, und welch ungeheurer Begriff es ist, eine nochmalige Kundgabe 3422 37 Kundgabe 3422 Entwicklungsperiode durchleben zu müssen. Diese Erkenntnis wird ihm erst im geistigen Reich beschieden sein, und dann wird er dankbar sein für jede Hilfe, die ihm in Form von Leiden auf Erden zuteil geworden ist .... Dann erst wird er erkennen, welches Gnadenmaß Gott den Menschen auf Erden zugebilligt hat und daß ohne Leid es nimmermehr möglich war, das Ziel zu erreichen. Solange er aber auf Erden lebt, ist ihm die Gelegenheit geboten zur Höherentwicklung seiner Seele, und so lange stehen ihm auch Gnaden zur Verfügung. Und das Leid ist eine der größten Gnaden, ist es doch das wirksamste Mittel, den Menschen zur Liebetätigkeit zu erziehen. Und darum wendet Gott dieses Mittel an, bevor das Ende gekommen ist, um noch Seelen zu gewinnen für Sein Reich, um ihnen zu helfen, daß sie nicht ewig verlorengehen .... Amen

38 Schwerer Kampf und Leid vor dem Ende .... Sicherste Hilfe Gottes Wort ....

Kundgabe 4459 13.10.1948

Ihr Kinder Meiner Liebe müsset noch eine kurze Zeit durchhalten, bis euch Erlösung wird aus der Form. Es ist ein schwerer Kampf, den ihr noch zu bestehen habt, doch er wird nicht zu schwer sein für euch, weil Ich euch ständig nahe bin und euch Unterstützung gewähre jederzeit. Doch um eurer selbst willen müsset ihr noch durch Leid gehen, auf daß ihr geläutert seid und das letzte Gericht nicht mehr zu fürchten brauchet. Doch immer wieder gebe Ich euch die Versicherung, daß ihr nur noch kurze Zeit auf dieser Erde weilet, daß ein jeder Tag noch ein Geschenk ist, an dem ihr viel gewinnen könnt, so ihr euch ergeben fügt in alles Schwere, was über euch kommt. Es geht vorüber .... und ihr werdet dereinst voller Dankbarkeit zu Mir aufschauen, Der Ich euch durch das Leid in den Grad versetzt habe, Mich anschauen zu dürfen, Der Ich durch das Leid eurer Seele zur schnelleren Reife verhelfe, weil die Zeit nur noch kurz ist bis zum Ende. Ihr seid alle Meine Kinder, Ich sehe wohl euer Leid, doch Ich weiß auch um die Notwendigkeit dessen, und so ist das Leid wieder nur Liebe zu euch, und ihr sollt es immer dankbar aus Meiner Hand annehmen, denn nichts kommt über euch, was Ich nicht weiß oder für euch als gut und segenbringend erachte. Doch verlassen von Mir seid ihr niemals, auch wenn es den Anschein hat, als höre Ich nicht euer Gebet .... Jeder Ruf aus dem Herzen dringt an Mein Ohr, und zur Hilfe bin Ich stets bereit, nur ist sie euch nicht immer sofort erkennbar .... Die Gnadengabe von oben .... Mein Wort .... wird euch stets ein sicheres Hilfsmittel sein, so ihr euch schwach wähnet oder gänzlich verzagt seid .... Wendet euch an Mich im Gebet, und nehmet dann die Antwort entgegen durch Aufnahme Meines Wortes, und euch wird ein Frieden überkommen, und Meine Kraft wird auf euch überströmen, so daß ihr alles zu tragen fähig seid, was Ich über euch sende. Ihr brauchet nicht zu leiden, denn Mein Wort ist vollwertiger Ausgleich für alles, was ihr entbehret, was euch mangelt und euch elend macht. Jedes Leid und jede Sorge schwindet, so ihr Mein Wort leset und es in eure Herzen eindringen lasset. Denn Mein Wort bin Ich Selbst, und könnet ihr wirklich Leid empfinden, so Ich in eurer Nähe bin? Beweiset euren Glauben, und beherzigt Meinen Rat, lasset Mich zu euch sprechen, und nichts wird euch berühren, kein Leid wird euch drücken, sowie ihr in Verbindung tretet mit Mir .... Amen

39 Der göttliche Kreuzträger Jesus Christus ....

Kundgabe 7321 30.3.1959

Traget alle eure Lasten und Sorgen hin unter das Kreuz .... Sowie ihr euch dem göttlichen Kreuzträger anvertraut, werdet ihr eurer Last fühlbar enthoben sein, denn Er wird es euch tragen helfen, oder Er wird euch die Last abnehmen und zu der großen Sündenlast werfen, für die Er am Kreuz gestorben ist. Ihr Menschen nützet alle diese große Vergünstigung viel zuwenig aus, ihr quält euch selbst oft lange, und ihr könnt euch die Last doch nicht selbst verringern; aber ihr geht auch nicht den Weg zu Ihm, Der euch doch immer Seine Hilfe verheißen hat, Der euch alle liebt und Der nicht will, daß ihr leidet. Und Er hat zu euch gesagt: „Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken ....“ Immer und immer wieder sollet ihr dieser Seiner Worte gedenken und also zu Ihm hingehen, Ihm in eurer Not euch anvertrauen und nun ergeben auf Seine Hilfe warten, denn Er wird euch helfen, weil Er es euch verheißen hat und weil sich Seine Verheißungen wahrlich auch erfüllen. Er weiß wohl um alle eure Nöte, aber Er fordert von euch, daß ihr zu Ihm kommet, daß ihr dadurch euren Glauben bezeuget an Seine Liebe und Macht .... Er fordert von euch die zutrauliche Hingabe an Ihn, Er will es Selbst, daß ihr Ihm eure Lasten aufbürdet, Er will sie für euch tragen, um euch davon zu befreien, denn Er kann dies tun, sowie ihr Ihn anerkennt als den Erlöser Jesus Christus, Der eins ist mit dem Vater, oder auch: sowie ihr Jesus Christus anerkennt als euren Gott und Vater von Ewigkeit, Der für euch über die Erde gegangen ist in dem Menschen Jesus, um euch zu erlösen. Und jede Belastung ist immer noch ein Zeichen von Schuld, von Unvollkommenheit, die euch also unter Sein Kreuz treiben soll, weil ihr dadurch euren Glauben an Ihn bezeuget und Er dann mit Recht euch befreien kann von dem, der euch bedrückt und bedrängt .... Eine jede Last ist für euch erträglich, wenn ihr von Ihm, dem göttlichen Kreuzträger gestärkt, werdet oder Er sie euch tragen hilft. Denn ein kleines Kreuzlein zu tragen wird euch allen auferlegt, auf daß ihr die Nachfolge Jesu gehen könnet. Und dieses kleine Kreuzlein müsset ihr auch ergeben auf euch nehmen, wird doch eure Widerstandskraft daran gestärkt, und ihr werdet kräftige Streiter wider den Feind eurer Seelen, kräftige Streiter auch für den Herrn, an Dessen Seite ihr nun wahrlich nicht erfolglos kämpfet. Aber Er wird auch nicht zulassen, daß das Kreuz euch niederdrückt, daß es zu schwer auf euren Schultern ruht, Er wird immer mit Seinen starken Armen bereit sein, euch zu stützen oder das Kreuz auf Seine Schultern zu nehmen, weil Seine Liebe sorglich über euch wachet, daß ihr nicht das Opfer dessen werdet, der euch zu Fall bringen will. Daher gedenket immer der Worte Jesu: „Kommet alle her zu Mir, die ihr mühselig seid und beladen .... Ich will euch erquicken ....“ Ihr brauchet nicht hoffnungslos zu verzagen, ihr brauchet euch nur immer an Jesus Christus zu wenden und euch Ihm schrankenlos anzuvertrauen, und Er wird euch hören .... Er wird in väterlicher Liebe euch an Sich ziehen, und Leib und Seele werden gekräftigt sein von Seiner Liebe und Erbarmung, die euch immer nur zu beglücken sucht .... Amen

40 Heiland und Arzt ....

Kundgabe 5279 Weihnachten 24.12.1951

Ich brachte euch Rettung aus größter Not, als Ich zur Erde niederstieg .... Euch wurde in Wahrheit der Heiland geboren, der Arzt eurer Seelen, Der euch helfen wollte, von einer schweren Krankheit zu gesunden, Der euer Leiden kannte und auch, wie es zu beheben war .... Ich kam als Retter, denn die Menschheit war in größter Not. Sie ist aber auch heut in gleicher Not, die Menschen sind befallen von einer Krankheit, die zu Tode führt, so ihr nicht Einhalt geboten wird, so nicht wieder der Heiland in Anspruch genommen wird, Der allein ihnen zum Leben verhelfen kann. Doch die Menschen selbst erkennen ihre Krankheit nicht, sie rufen nicht nach dem Arzt, sie sind unfähig zum Leben und glauben nicht, solange sie noch ihr körperliches Leben haben, das allein ihnen begehrenswert dünkt .... Die Not ist noch weit größer wie damals, als Ich zur Erde niederstieg, denn die Menschen kennen Mich und haben Mich vergessen, die Menschen wissen um einen Arzt, Der sie heilen kann, und suchen ihn nicht auf, die Menschen rufen nicht nach einem Retter und stehen doch am Rande des Abgrundes .... Die Nacht ist dunkel, und das Licht sehen die Menschen nicht, das ihnen erstrahlt. Wohl schweifen ihre Gedanken zurück in jene Zeit, weil es zur Tradition gehört, einmal Meiner zu gedenken, Der Ich als Kindlein in der Krippe lag. Doch Meines Kommens Bedeutung bedenken sie nicht, weil dazu ein ernster Wille gehört und die Erkenntnis der geistigen Not. Wer Mich anrufet im Herzen, dem will Ich wieder ein Arzt und rechter Heiland sein; wer zu Mir seine Sünden trägt, dem will Ich sie vergeben, wer Mir ein liebendes Herz darbietet, den will Ich mit Gnade bedenken, mit Licht und Kraft, Mich zu erkennen und Mein Erlösungswerk zu verstehen, auf daß er Anteil hat daran und Ich für ihn nicht vergeblich gestorben bin am Kreuz .... Ich kam zur Erde nieder .... Ich komme immer wieder zu Meinen Kindern, so sie Mich nur aufnehmen wollen, so sie Mir in ihren Herzen die Krippe bereiten, so die Liebe das Herz fähig macht, Mich darin aufzunehmen .... Als wahrer Arzt und Heiland will Ich an denen wirken, die krank und schuldbeladen zu Mir kommen, Ich will sie frei machen von Krankheit und Leid, von Finsternis und Sünde, sowie sie nur Meiner gedenken und Meiner Mission auf Erden, sowie sie nur glauben an Mich als den Erlöser der Welt, Der Sich eine Hütte zur Wohnung nahm, weil Er zu den Armen, Kranken und Schwachen gekommen ist, die Hilfe brauchten in ihrer Not. Wieder will Ich helfen und heilen, wo man gläubig Mich anruft als Retter, bevor die Zeit erfüllt ist, denn sie geht ihrem Ende entgegen. Doch wer sich zuvor noch von Mir heilen lässet, der brauchet das Ende nicht zu fürchten, denn er wird leben in Ewigkeit .... Amen

41 Der rechte Arzt und die rechte Medizin ....

Kundgabe 6844 3.6.1957

Was zur Gesundung der Seele führt, wird euch Menschen immer wieder verabreicht, jedoch stets euch angeboten ohne Zwang, es anzunehmen. Und darum bleiben so viele Seelen krank und schwach, weil sie daran vorübergehen, was Ich ihnen in Meiner Liebe ständig darbiete: Mein Wort, das die beste Medizin ist für die todkranke Seele. Und eure Seele ist krank, wenn sie dieses Erdenleben beginnt, und sie soll den Gang über die Erde gehen, um zur vollen Gesundung zu gelangen. Sie kann die Erde auch im gleichen Schwächezustand wieder verlassen, dann aber muß sie sich noch endlos lange Zeit quälen, ehe sie das erreicht, was sie auf der Erde leicht erreichen konnte .... völlige Gesundheit, einen Zustand in Licht und Kraftfülle, der sie unbeschreiblich selig macht. Ich bin Selbst als Mensch über die Erde gegangen, um euch allen das Beispiel eines recht gelebten Erdenwandels zu geben .... Ich wußte um alle Schwächen und Mängel eines Menschen, und Ich habe euch allen den Weg aufgezeigt, wie ihr trotz eurer Schwäche und Mangelhaftigkeit euer Ziel erreichen könnet .... Ich habe euch gelehrt, also Selbst zu euch gesprochen, Ich habe euch Selbst auf Erden die Medizin dargereicht, durch die ihr gesunden konntet. Ich Selbst bin zwar wieder in Mein Reich zurückgekehrt, aber Mein Wort wird euch immer wieder nahegebracht, denn Ich spreche Selbst durch den Mund Meiner Diener, Meiner Jünger, die in Meinem Auftrag reden .... Ich steige Selbst im Wort zu euch Menschen hernieder, Ich bin im Wort bei euch, weil es Mich erbarmte, eure kranken Seelen in Schwäche dahinwandeln zu sehen, weil Ich weiß, daß ihr einen Arzt brauchet, Der euch heilen kann, weil Er euren Zustand kennt und die rechte Medizin bereithält. Doch selten nur suchet ihr diesen Arzt auf, und darum verbleibet ihr in eurer Schwäche, und ihr könnet nicht gesunden. Und ob Ich auch zu euch rede, ihr höret Mich nicht an, und es vergeht die kurze Zeit eures Erdenlebens, ohne eurer Seele einen geistigen Fortschritt gebracht zu haben. Und so muß Ich Meine Stimme ungewöhnlich laut ertönen lassen .... Ich muß als ein gewissenhafter Arzt auch schmerzhafte Eingriffe vornehmen, um euch vor dem sicheren Tode der Seele zu retten .... Daran denket, wenn ihr Dinge erleben werdet, die euch grausam erscheinen, die ihr nicht mit der „Liebe eines Gottes“ in Einklang zu bringen vermöget .... Denket daran, daß Ich euch nicht zwinge, Mich anzuhören, doch wenn ihr euch weigert, so rede, daß ihr Mich vernehmen müsset .... Denket daran, daß auch der schmerzhafteste Eingriff nur in Meiner Liebe zu euch begründet ist. Sowie ihr nur einmal Mir die Möglichkeit gebt, euch anzusprechen, indem ihr euch in Gedanken befasset mit dem Einen, Mächtigen, Der euer aller Schicksal lenkt, ist für euch schon eine große Gefahr abgewendet. Dann habt ihr euch gleichsam dem Arzt und Helfer anvertraut, und dann kann Er euch auch die rechte Medizin verabreichen, indem Er zu euch spricht und euch Anweisungen gibt, deren Befolgen euch sicher dem Tode entreißen wird. Ich will es nur erreichen, daß sich eure Gedanken mit Mir befassen, weil dann erst Ich Zugang finde zu euren Herzen, weil ihr dann freiwillig Mir die Tür öffnet, daß Ich eintreten kann und euch nun gebe, was ihr nötig brauchet. Und weil Ich keinen Zwang anwende, bediene Ich Mich anderer Mittel, die eure Gedanken zu Mir richten können. Und alle leidvollen Ereignisse, Schicksalsschläge jeglicher Art oder auch Naturkatastrophen, sind solche Mittel für Meine Geschöpfe, die im Erdenleben wenig Meiner gedenken und ihrer Kundgabe 6844 42 Kundgabe 6844 eigentlichen Aufgabe, die Mich dauern, weil ihre kranken Seelen noch viel Leid tragen müssen, wenn sie nicht ihre Gesundung anstreben, solange sie auf Erden weilen. Denn Ich bin ein Gott der Liebe, Der alle Seine Geschöpfe glücklich sehen will, Der aber auch stets den Willen Seiner Geschöpfe achtet und darum es der Seele selbst überlassen bleibt, wie sie sich ihr ferneres Los gestaltet .... Amen

43 Gottes Kraft kann auch körperliche Gesundung schenken ....

Kundgabe 7980 31.8.1961

Euch wird wahrlich etwas Köstliches dargeboten, wenn Ich Selbst euch anspreche, und immer werdet ihr Kraft schöpfen können, wenn ihr euch nur bewußt Meiner Kraftausstrahlung öffnet, wenn ihr es wollet, daß euch Kraft aus Mir zustrahlet, wenn ihr begehret, von Mir mit Kraft erfüllt zu werden .... wenn ihr wollet, daß Hunger und Durst gestillt werden durch die Nahrung, die ihr von Mir Selbst empfanget. Doch in ihrem ganzen Wert könnet ihr Meine Gnadengaben noch nicht erkennen .... wenngleich ihr willig Mich anhöret, wenngleich ihr zu denen gehöret, die sich speisen und tränken lassen wollen von Mir. Könntet ihr aber Meine übergroße Liebe zu euch ermessen, die euch ständig beglücken und beschenken möchte, so würdet ihr auch wissen, daß Ich euch auch nur Gaben anbiete, die für euch eine übermäßig-fördernde Wirkung haben .... ihr würdet es wissen, daß Ich euch nur das anbiete, was zu eurer Vollendung, zum Ausreifen eurer Seelen dienlich ist, und ihr würdet immer nur wollen, daß ihr keine Beschränkung dieser Meiner Liebegaben erfahret. Ihr würdet euch zu jeder Stunde bewußt öffnen, um Meine Gnadengaben zu empfangen, und ihr würdet einer Fülle von Kraft innewerden, die euch ständig zuströmt, wenn nur euer Wille bereit ist, sie aufzunehmen. Und ihr benötigt nur einen tiefen Glauben, um auch körperlich zu gesunden durch die Kraft Meines Wortes .... Aber diesen besitzet ihr noch nicht, und so müsset ihr nur immer danach trachten, euren Liebegrad zu erhöhen .... Wenn ihr ganz von Liebe erfüllt seid, dann ist nur Raum in eurem Herzen für Meine Liebekraft, dann wird alles andere verdrängt, und dann seid ihr Mir auch so nahe, daß ihr Meine Gegenwart spüret und diese euch auch der Kraftzufuhr bewußt werden läßt .... Und dann werdet ihr gesunden an Leib und Seele .... Öffnet euch immer und immer wieder der Liebekraft aus Mir .... wendet eure Gedanken immer wieder Mir zu, und stellet dadurch die Verbindung her mit Mir, die ein Überströmen Meiner Liebekraft in euch möglich macht .... und wisset, daß ihr den Beweis Meiner Gegenwart empfanget, wenn Ich euch ansprechen kann. Und löset diese Bindung nicht mehr, sondern lasset sie immer inniger werden, und wahrlich, ihr werdet es selbst spüren und keinen Kraftmangel mehr zu fürchten brauchen .... Glaubet nur, und Ich werde euren Glauben nicht zuschanden werden lassen .... öffnet euer Herz und nehmet Mich darin auf, und Meine Gegenwart wird euch auch der euch nun zuströmenden Kraft innewerden lassen, ihr werdet Meine Ansprache vernehmen und sie erkennen als unerhörte Gnadengabe .... Die Kraft Meines Wortes wird an euch spürbar sein, ihr werdet seelisch ausreifen, und der erhöhte Reifezustand wird sich auch insofern auswirken, daß der Glaube immer stärker wird, und ein starker Glaube kann alles erreichen, er kann auch dem Körper zur Gesundung verhelfen, weil nichts unmöglich ist für den, der da glaubt an Mich, an Meine Liebe und an Meine Macht .... Amen

44 Tragen des Kreuzes in Geduld .... „Herr, Dein Wille geschehe ....“

Kundgabe 0648 31.10.1938

Gehe in dich und erkenne deine Schwächen und bitte den Herrn um Seinen Beistand, dann wird auch deine Kraft stärker werden, und es wird dir gelingen, in Sanftmut und Geduld des Lebens Prüfungen zu ertragen. Des Herrn Wille sendet dir diese doch nur zur eigenen Förderung .... Selten wird ein Mensch sich ohne Murren in die über ihn verhängten Leiden fügen, und doch ist gerade das ein williges Unterwerfen in Gottes Willen, wenn der Mensch froh und dankbar alles Leid aus der Hand des Vaters entgegennimmt und so nur immer alles als das Rechte zu seinem Seelenheil anerkennt. Wenn der Schmerz sich mehrt, legt dir der Heiland ein Kreuzlein auf, das du Ihm zuliebe geduldig tragen sollst. Es werden solche Tage die Seele unendlich beglücken, denn was der Körper duldsam trägt, ist der Seele abgenommen, und ihr Zustand wird immer freier. Das körperliche Leid ist der Seele größte Hilfe, und trägt der Mensch solches freudig, so ist ihm die Seele dankbar und nimmt ihrerseits wieder jede Gelegenheit wahr, wo sie dem Körper beistehen kann durch innere Hinweise zum Wohl des Menschen in irdischer Tätigkeit. Es wird alles Leid nur veredelnd einwirken, wenn es den Menschen nicht verbittert gegen Den, Der dieses Leid über ihn sendet, und es ist daher immer nur heilsam für die Seele des Menschen. Und ist die Versuchung groß, sich aufzulehnen gegen den Willen Gottes, so gedenket nur des Leidens des Herrn am Kreuze .... Wie unsagbar leidvoll war Sein Tod, und wie ergeben nahm der Heiland alles Leid auf Seine Schulter aus Liebe zur sündigen Menschheit. Und wenn ihr euch dies vor Augen haltet, dann werdet auch ihr euer Kreuzlein willig tragen, denn der Herr legt es euch nicht schwerer auf, als ihr zu tragen fähig seid. Und die rechte Liebe zum Heiland versüßt euch alles Leid .... Einstmals wird euch ein Lichtlein aufgehen, was es mit dem Leid für eine Bewandtnis hat, und eure Seele wird frohlocken, wenn ihr willig waret auf Erden und euch große Verdienste erworben habt durch Tragen von Leid, das sich überaus wohltätig auswirkt in der geistigen Welt. Die Lebenszeit ladet euch wohl so manches auf, das euch unüberwindlich erscheint zuerst, und ihr hadert darum mit Gott und wollt euch auflehnen gegen Seinen heiligsten Willen, doch die Liebe Gottes wird euch bald eines anderen belehren .... sie wird euch erkennen lassen, daß es nur zu eurem Besten ist, wenn Er euch mit Leid bedenket, und das Erdendasein wird euch reichen Lohn eintragen, so ihr erkannt habt. Darum betet aus tiefstem Herzen stets: „Herr, Dein Wille geschehe ....“ Und euer Leid wird sich in Freude wandeln .... und dankend werdet ihr den Lohn in Empfang nehmen, der euch für alles Leid der Erde entschädigt dereinst in der Ewigkeit .... Amen

45 Glaube und Vertrauen auf Gottes Hilfe .... Ende der Leiden ....

Kundgabe 1944 8.6.1941

Was euch auch das irdische Leben bringen mag, vergesset niemals Den, Der euer Vater ist von Ewigkeit, Der euch innig liebt, die ihr Seine Kinder seid und Der darum euch helfen will, daß ihr zur ewigen Seligkeit gelanget. Wie unvergleichlich beseligend muß für euch der Gedanke sein, daß ihr immer umsorgt seid von dieser Liebe .... daß das Auge Gottes über euch wacht und daß Sein Arm euch behütet vor jeglicher feindlichen Gewalt. Und so ihr vollgläubig seid und Ihm alle eure Leiden anvertraut, wird Er diese auch von euch nehmen und euch hindurchführen durch jede Gefahr; denn Seine Liebe will nicht, daß ihr leidet. So aber auf anderem Wege ihr euer Ziel nicht erreichet, greift Er zu dem letzten Mittel, zum Leid, um euch zu helfen. Denn ein Leben in Glück und Freude auf Erden bedeutet für euch geistigen Niedergang. Doch was auch kommt, der Glaube an Seine Hilfe bannt jedes Unheil, das von außen an euch herantreten will. Ihr könnt jeder Prüfung furchtlos ins Auge sehen, so ihr gläubig seid, und an einem tief gläubigen Menschen kann sich der Widersacher nicht erproben. Folglich ist Leid für ihn nicht mehr nötig, und so wird es von ihm genommen werden, so er innig darum betet. Und Gott weiß um alle Nöte der Menschen, Gott weiß um jedes einzelnen Seelenreife, Er weiß um ihr irdisches Leid, und Er wird tatkräftige Hilfe senden, wenn es nötig ist. Nur müsset ihr ständig die Verbindung mit Ihm herzustellen versuchen, ihr müsset im Gebet Fühlung suchen mit Ihm, ihr werdet dann auch die Kraft des Gebetes spüren. Es wird der innere Friede euch beschieden sein, und dann übergebet ihr vertrauensvoll euer Erdenleid dem Vater im Himmel, und alles Leid wird verwandelt werden in Freuden, denn euer Glaube allein hat euch geholfen. Der Vater kennt alle Sorgen Seiner Kinder. Er will aber auch, daß die Kinder Ihn um Hilfe angehen, Er will, daß sie in aller Not zu Ihm flüchten, um dann alle Seine Liebe diesen Kindern zuwenden zu können, auf daß sie Ihn erkennen, auf daß sie zu Ihm verlangen, und dann gibt Er im Übermaß Seine Hilfe denen, die an Ihn glauben, die Ihn lieben und im Glauben an Seine unendliche Liebe voll Vertrauen Seine Hilfe erwarten .... Amen

46 Segen des Leides ....

Kundgabe 3472 24.u.26.u.28.4.1945

Und wer sich in Meinen Willen fügt, der wird in Mir den liebevollsten und treusorgenden Vater finden, denn ihn lasse Ich nicht mehr in der Bedrängnis der Seele. Und ist die Seele nicht mehr in Not, dann wird auch der Körper nicht mehr so zu leiden brauchen, wenngleich dessen Substanzen sich noch vergeistigen können durch das Leid und dies eine schnellere Aufwärtsentwicklung bedeutet für das Geistige, das in der Außenform des Menschen noch gebunden ist. Ihr Menschen wißt nicht, wie gern Ich euch den Weg verkürzen möchte, der zu Mir führt und der als Ziel eure endliche Freiwerdung hat .... Ihr mußtet unsagbar lange Zeit wandeln auf Erden vor eurer Verkörperung als Mensch, und diese letzte Entwicklungsperiode ist nur kurz und kann euch doch restlose Freiwerdung eintragen, so euer Wille recht gerichtet ist. Und Ich will euch helfen, daß ihr auf Erden euer Ziel erreichet, daß ihr euren Blick zu Mir wendet und mit Mir zusammen den Weg geht bis zu eurem Lebensende, denn dann könnet ihr nicht fehlgehen .... Ihr aber wendet oft den Blick zur Seite und lasset euch verlocken von den Reizen der Welt .... Euer Wille strebt noch irdische Güter an, nach denen ihr Verlangen tragt, und ihr seid in Gefahr, in das Bereich Meines Gegners zu geraten. Und darum muß Ich euch oft anstoßen lassen, daß ihr aufwachet und wieder des Weges achtet, daß ihr Meiner nicht vergesset und nach Mir rufet in der Not, daß euer Wille wieder Mir gilt .... Doch solange ihr nicht abirrt vom Wege, solange ihr den Blick zu Mir erhebt und Meinen Willen zu erfüllen trachtet, bin Ich euch fühlbar nahe, und Ich bewache jeden Schritt, Ich führe euch an der Hand und leite euch über alle Beschwernisse des Weges hinweg, die ihr aber überwinden müsset, weil dies eure Aufwärtsentwicklung fördert. Doch nichts darf euch dann schrecken, nichts verzagt oder müde werden lassen, denn solange ihr Mich zum Begleiter habt durch euren Willen, der Mir zugewandt ist, werdet ihr nie ohne Kraft sein. Immer wieder stärke Ich euch, und legt ihr den Weg auch mühevoll zurück, so zieht ihr doch für Körper und Seele den größten Vorteil daraus, denn sie vergeistigen sich mehr und mehr, und euer Ende wird ein seliges sein .... Und ihr werdet dereinst zurückschauend den Segen des Leides erkennen, das ihr erdulden mußtet. Denn Ich will wahrlich nur für euch das Beste, doch Ich kann euch die Seligkeit des ewigen Lebens nicht geben, solange ihr unreifen Geistes seid, solange ihr noch nicht völlig geläutert und entschlackt Mir gegenübertreten könnt, denn nur Meine Nähe ist Seligkeit für euch und diese setzt Reinheit und Lauterkeit voraus, und dazu will Ich euch verhelfen, solange ihr noch auf Erden weilt, denn Meine Liebe zu euch ist übergroß, sie will euer Leid verkürzen, auf daß es nicht im Jenseits euch beschieden ist, wo ihr doppelt leidet, weil ihr dann kraftlos seid .... Ich habe wenig Gefallen daran, wenn ihr leiden müsset auf Erden, und Meine Liebe möchte euch auch dieses Leid ersparen, doch dann wäre es nur euer Nachteil, denn ihr könntet nie und nimmer zur ewigen Glückseligkeit gelangen, ihr könntet nimmermehr in Kraft und Freiheit tätig sein, und euer Los wäre ewig das der Gefangenen .... kraftlos und gefesselt in der Sünde und ewig fern von Mir. Meine Liebe zu euch aber ist größer denn Mein Mitleid, und weil Meine Weisheit das Leid als einziges Mittel erkennt, euch zurückzugewinnen, um euch frei zu machen aus der Gebundenheit, müsset ihr auf Erden durch eine harte Schule gehen und kurze Zeit ein Los auf euch nehmen, das euch wohl Kundgabe 3472 47 Kundgabe 3472 schwer und unerträglich scheint und doch nur ein Beweis Meiner Liebe zu euch ist. Doch ihr selbst habt es in der Hand, euch das Leid zu verringern .... Ihr selbst könnt es euch erträglich machen, wenn ihr euch bemüht, Meinen Willen zu erfüllen, wenn ihr in der Liebe lebet .... Denn die Liebe ist Kraft, die Liebe bin Ich Selbst, und so ihr euch in der Liebe übet, seid ihr auch kraftdurchströmt, und ihr brauchet nun nicht mehr zu fürchten, daß das Leid euch zu Boden drückt, denn nun überwindet ihr es mit Mir zusammen, und Ich lasse euch wahrlich nicht ohne Hilfe, so ihr durch Liebeswirken zu Meinen Kindern geworden seid. Bleibet in der Liebe, so bleibt ihr auch Mir verbunden, nehmet Anteil an der Not der Mitmenschen, und stellet eure eigene Not zurück, dann werdet ihr selbst euch das Leid verringern, ihr werdet es nicht spüren, und das Erdenleben wird stets erträglich sein, denn dann läutert ihr euch durch die Liebe und benötigt das Leid nicht so sehr zum Ausreifen eurer Seele .... Sowie ihr das Leid erkennen lernet als einen Beweis Meiner Liebe, sowie ihr es als ein Mittel ansehet, durch das Ich euren Willen zu wandeln suche, um euch selig zu machen, wird es euch auch nicht mehr so schmerzlich berühren, ihr werdet es geduldig ertragen und euch nicht mehr aufbäumen gegen das Schicksal, das euch hart zu sein dünkt, das euch aber schon auf Erden gestalten kann zu Lichtwesen, so ihr dadurch zu Mir findet. Doch wisset, daß ihr es selbst zu verringern vermögt durch die Liebe .... Und so nützet die Zeit bis zum Ende .... Tut alles, um euch in der Liebe zu üben, und gestaltet euer Herz, daß Ich in ihm Aufenthalt nehmen kann und ihr dadurch krafterfüllt seid, alle Widerstände zu überwinden. Denn wo Meine Liebe wirken kann, dort gibt es keine Schwäche, kein Verzagt-Sein, keine Mutlosigkeit und keine Sorgen .... wo Ich wirken kann, ist Seelenfrieden, Hoffnung und Stärke und ein ständiges Gefühl der Sicherheit, denn Ich führe die Meinen an der Hand, Ich schütze sie vor der Gewalt des Bösen. Und sie spüren Meinen Schutz, sie geben sich Mir vollgläubig hin und lassen Mich walten .... Und Ich neige Mich Meinen Kindern väterlich zu und sorge für sie bis an ihr Lebensende .... bis sie in das geistige Reich eingehen, wo sie in Meiner Gegenwart unaussprechlich selig sind bis in alle Ewigkeit .... Amen