Zweck des Erdendaseins als Mensch ....

Kundgabe 8571 27.7.1963

Betrachtet euer Dasein als Mensch nur als einen kurzen Abschnitt einer endlos langen Entwicklungsperiode, der aber von ungeheurer Bedeutung ist, weil ihr in dieser kurzen Zeit einen Willensentscheid treffen müsset, der euer Los in der Ewigkeit bestimmt .... Denn ihr könnet diesen Entwicklungsgang zu Ende bringen; ihr könnt ihn aber auch wieder endlos verlängern, was für eure Seele .... das eigentliche Ich des Menschen .... Seligkeit oder Qual bedeutet, ihr selbst also als Mensch dies entscheidet. Darüber denket ihr Menschen wenig nach, aber die Zeit des Erdenlebens geht schnell vorüber, und das Ergebnis dessen wirket sich nun aus .... Immer wieder werdet ihr davon in Kenntnis gesetzt, und doch beachtet ihr nur wenig, was euch gesagt wird, ansonsten ihr bewußt leben würdet und ihr euch bemühtet, das rechte Ziel anzustreben. Ihr müsset dann aber auch glauben an einen Gott und Schöpfer, Dem ihr euer Dasein verdanket, und ihr müsset mit Ihm die Bindung herstellen, dann wird euch auch die Kraft zugehen für einen Erdenwandel nach Seinem Willen. Ihr müsset wissen um diesen Gott und Schöpfer, um euch Ihm und Seinem Willen zu unterstellen .... Und ihr müsset wissen, was es mit eurem Dasein als Mensch für eine Bewandtnis hat .... um nun auch zweckentsprechend zu leben auf Erden .... das heißt , das Ziel zu erreichen, zwecks dessen ihr auf Erden weilet .... Und ihr werdet darüber nicht in Unkenntnis belassen, es wird euch immer wieder der Wille Gottes kundgetan, ganz gleich, in welcher Weise dies geschieht. Denn Gott spricht zu den Menschen, Er redet sie direkt an, sowie dafür die Voraussetzungen gegeben sind .... Oder Er gibt den Menschen durch Mittler Aufklärung .... Doch niemals lässet Er die Menschen ohne Kenntnis von Seinem Willen, weil sie durch diese Kenntnis ihren Erdenwandel recht führen und also ihre Entwicklung vollenden können, solange sie auf Erden weilen. Doch sie können sich auch jeglicher Aufklärung verschließen, sie können sich entfernen von Gott, glaubenslos werden und keine tieferen Begründungen des Erdenlebens gelten lassen wollen. Sie können sich selbst lediglich als Bewohner einer Schöpfung wähnen, deren Leben nur Selbstzweck ist, und sich nun nur von diesem Blickpunkt aus mit ihrem Leben auseinandersetzen .... Und sie werden dann auch nicht den Willen Gottes gelten lassen, Der ein Liebeleben fordert, sondern ihr eigener Wille wird vorsprechen, der nur auf Eigenliebe beruht, der nur sich selbst den größtmöglichsten Genuß bereiten möchte und immer nur an sich selbst, niemals aber an seinen Nächsten denken wird .... Ein solcher Mensch befindet sich in völlig verkehrtem Denken, und er wird auch nie und nimmer sein Ziel auf Erden erreichen, wenn er sich nicht wandelt .... Er wird sein Erdenleben vergeblich zurücklegen und seiner Seele ein entsetzliches Los bereiten. Er kann aber auch nicht daran gehindert werden, da er freien Willen hat und er auch in keiner Weise benachteiligt wird, was das Erkennen der Wahrheit anbelangt, denn zugetragen wird sie ihm immer irgendwie, und er braucht nur dazu rechte Stellung zu nehmen, und seine Seele wird dann auch den rechten Nutzen daraus ziehen. Aber gerade diese Stellungnahme dazu wird er unterlassen, er wird sich genügen lassen an dem, was er mit irdischen Sinnen fassen kann .... an der Welt und ihren Gütern .... und er wird sich davon gefangennehmen lassen und keinen Schritt vorwärts gehen in seiner Entwicklung, weil jegliche Voraussetzung dafür fehlt, wie Liebe und innige Bindung mit Gott, durch Kundgabe 8571 4 Kundgabe 8571 die er zur inneren Erkenntnis kommen könnte und die seinen recht gerichteten Willen bezeuget .... Des Menschen Wille aber ist frei und muß auch frei sein während des Erdenlebens, auf daß er sich entscheiden kann und einmal wieder die Möglichkeit hat, in seinen Urzustand einzugehen und wieder zu werden, was er war im Anbeginn .... Denn er könnte ewiglich nicht zur höchsten Seligkeit gelangen, wenn er ein unfreies Wesen bliebe und nicht von selbst den Weg zu Gott antreten könnte, Der ihm diese höchste Seligkeit garantiert .... Alles, was aus Ihm frei hervorgegangen ist, muß in dieser Freiheit verbleiben und zu Ihm verlangen, dann wird es auch selig sein und bleiben unbegrenzt .... Es hatten die von Gott erschaffenen Wesen diese Freiheit einst hingegeben, und sie waren unglückselig Ewigkeiten hindurch, doch einmal gibt Gott ihnen die Freiheit wieder zurück, doch nur zu dem Zwecke endgültiger Rückkehr zu Ihm .... zu dem Zwecke eines freien Entscheides für oder wider Ihn .... Darum ist das Erdenleben als Mensch so besonders bedeutungsvoll und wird jedoch nicht recht erkannt .... Es wird dem Menschen von seiten des Gegners noch vieles vor Augen gestellt als wichtig und erstrebenswert, daß der Mensch in verwirrtes Denken gerät und er nur seinem Körper das Wohlbehagen zu verschaffen sucht, die Seele aber gänzlich unbeachtet läßt und er dadurch seinen Erdenlebenszweck verfehlt. Aber er wird auch immer wieder aufmerksam gemacht auf den Sinn und Zweck des Erdendaseins. Und er wird sich einmal verantworten müssen, weil es jedem Menschen einmal vorgehalten wird, daß er um eines Zweckes willen auf Erden weilet .... Und wer diesen Zweck ernstlich zu ergründen suchet, der wird auch darüber aufgeklärt werden, er wird in allem, was ihn trifft, eine weise Lenkung erkennen können, und folget er dieser, dann wird ihm wahrlich auch die Erkenntnis kommen um seinen Erdenlebenszweck, und er wird sich bemühen, ihn zu erfüllen, er wird verantwortungsbewußt leben und auch bald seinen Gott und Schöpfer erkennen und lieben lernen .... Und dann lebt er sein Erdenleben wahrlich nicht vergeblich, er wird innerlich ausreifen und auch bald das rechte Ziel erreichen: den Zusammenschluß mit Gott durch die Liebe .... Er wird die Bedeutung des Erdenlebens erkennen und alles tun, um eine Entwicklungsperiode zum Abschluß zu bringen, daß er frei wird von jeglicher Form, von jeglicher Fessel und eingehen kann in das Reich des Lichtes und der Seligkeit, wenn seine Stunde gekommen ist .... Amen

5 Rückwandlung des Wesens ....

Kundgabe 7380 7.7.1959

Ihr dürfet nicht vergessen, daß euch die Ewige Liebe ins Leben rief, daß ihr selbst daher als Urwesen Liebe waret wie Ich Selbst und daß ihr zu eurem Urwesen wieder zurückkehren müsset, von dem ihr euch also entfernt hattet, das heißt ihr euch selbst wandeltet ins Gegenteil. Und ebenso muß die Rückwandlung zur Liebe wieder stattfinden, denn ewiglich könnet ihr nicht von Mir getrennt bleiben, und ewiglich wird daher Mein Wirken und Walten dahin gehen, euch wieder in den Zustand zu versetzen, in dem ihr waret im Anbeginn. Mein Wesen ist Liebe, aus Mir konnte nur Liebe ausstrahlen und als Wesenhaftes gleichfalls zum Wirken in Liebe bestimmt sein. Dann aber mußte es auch in Meinem Willen wirken, und solange dies der Fall war, waren die Wesen auch inniglich mit Mir verbunden, sie wurden unausgesetzt von Meiner Liebekraft durchstrahlt und waren sonach Mir-gleiche Wesen. Doch sie blieben es nicht .... sie wendeten ihren Willen gegen Mich und nützten die ihnen zuströmende Liebekraft zum Wirken entgegen Meinem Willen. Sie entfernten sich langsam von Mir, und jegliche Entfernung bedeutete auch geschwächte Kraftzufuhr, die immer weniger wurde, weil die Wesen selbst sie in Überheblichkeit und falschem Denken ablehnten. Denn mit ihrem Widerstand verloren sie auch das Licht der Erkenntnis, sie fielen in die Tiefe, wo immer dichtere Finsternis sie umfing, sie verhärteten in ihrer geistigen Substanz und wurden zu starrer Substanz, die erst Mein Wille wieder wandelte und zu Schöpfungen werden ließ, in denen sie ihren Widerstand aufgeben sollen. Sie müssen also einen Zustand durchmachen, wo sie in völliger Kraftlosigkeit verharren, um einmal wieder zum Leben erweckt werden zu können, und darum nach Meinem Willen Schöpfungen beleben, in denen dieser langsame Reifeprozeß vor sich geht. Es ist dies die Zeit „gebundenen“ Willens, wo nur Mein Wille gilt und das Wesen also im Mußzustand seiner Bestimmung nachkommt, bis es die Reife erreicht hat, daß ihm der freie Wille wieder zurückgegeben werden kann. Denn einmal muß es sich wieder erweisen, daß ihr aus der „Liebe“ hervorgegangen seid. Und einmal muß in euch selbst wieder frei die Liebe aufflammen und zu Mir hindrängen, einmal müsset ihr die Liebekraft aus Mir wieder freiwillig anfordern und euch durch ein Liebeleben mit Mir zusammenschließen, was während der Zeit eures Wandels auf dieser Erde geschehen soll. Dann aber ist auch der Prozeß der Rückgliederung an Mich vollzogen, dann ist das Wesenhafte, das einst aus Meiner Liebe nach Meinem Willen erschaffen wurde, freiwillig in den Zustand zurückgekehrt, wo es sein Urwesen wieder angenommen hat und nun im freien Willen vollkommen wurde, wie es einst Mein Wille geschaffen hatte .... Dann ist das Werk vollendet, das Ich Mir vorgenommen habe bei eurer Erschaffung, euch zu Meinen Kindern zu machen, die Ich nicht erschaffen konnte, der Freiheit des Willens wegen, sondern das ein jedes Wesen selbst erreichen muß, um dann aber endlos selig zu sein in Ewigkeit .... Amen

6 Gottes Hilfe zur Seligkeit .... Freier Wille ....

Kundgabe 6085 21.10.1954

Ich will euch doch nur zur Seligkeit verhelfen .... und weil Ich sehe, daß ihr Menschen irrige Wege geht, trete Ich an euch heran, um euch recht zu weisen. Ich kann jedoch nur euch den rechten Weg zeigen, und Ich kann euch nur ermahnen, ihn zu gehen, doch nun muß sich euer Wille selbst bereit erklären, Meinen Ratschlägen zu folgen .... Dieser euer Wille aber ist schwach und wankelmütig, denn sowie einer kommt und euch locket, mit ihm gemeinsam zu gehen, gedenket ihr nicht mehr Meiner Worte, und ihr schließet euch dem Verführer an, ihr folgt ihm, der euch abseits führt, hinweg vom rechten Ziel. Von beiden Seiten wird der Mensch auf Erden beeinflußt für seinen Lebenswandel, er selbst aber gibt den Ausschlag durch seinen Willen. Darum muß ich außer Meinen Worten, die zum rechten Entscheid drängen sollen, auch Not und Elend über den Menschen kommen lassen, die ihn hindern, dem Verführer zu folgen .... die ihn unfähig machen, den Weg mit ihm zu gehen .... weshalb jedoch noch nicht die Gewißheit ist, daß er Mir folget; er kann auch untätig am Wege verbleiben, und es kann kostbare Zeit verrinnen, die er nützen konnte zum Fortschritt .... Doch auch das ist sein freier Wille, der nicht angetastet werden darf. Wo er auch weilet .... Meine Liebe geht nicht von ihm und wirket ständig auf ihn ein, und es wird kein Mensch sagen können, daß Ich ihm nicht in den Weg getreten sei und ihm immer wieder Mein Wort gebracht habe, das ihm helfen soll zur rechten Willensrichtung. Immer wieder werden die Menschen angesprochen von Mir, und besonders in irdischer Not gebe Ich Mich als liebevoller Vater zu erkennen, Der die Bitten Seiner Kinder erfüllt .... Und darum ist es wohl möglich, daß sie Meinem Wort Folge leisten und nun den rechten Weg einschlagen zur Höhe .... daß sie den Unwert dessen erkennen, was ihnen der Verführer als Lockung vor Augen stellt .... und daß sie Mich nun zu ihrem Führer erwählen, Dem sie willig folgen und mit Dessen Hilfe sie auch zum Ziel gelangen .... Ich habe nur die Absicht, euch selig zu machen, doch es muß euer Wille auch bereit sein, weil Ich euch nicht zwingen kann zur Seligkeit .... ansonsten ihr alle schon selige Geschöpfe wäret, jedoch ohne Willensfreiheit .... ihr also handeln würdet im Mußgesetz, das aber die Vollkommenheit ausschließt. Ihr aber sollet euch zu Meinen Kindern gestalten im freien Willen .... erst dann könnet ihr selig sein und bleiben in alle Ewigkeit .... Amen

7 Bewußte Seelenarbeit ....

Kundgabe 6730 7.1.1957

Ich will in euch eine bleibende Wohnstätte finden, um mit euch wie ein Vater mit seinen Kindern verkehren zu können .... Dann erst ist das Urverhältnis wiederhergestellt, in dem ihr standet zu Mir, als Ich euch erschaffen hatte. Aber Ich kann nur in eurem Herzen Aufenthalt nehmen, wenn ihr selbst es gereinigt und für Mich ausgeschmückt habt, denn Ich kann nur dort weilen, wo lauterste Reinheit ist, wo keinerlei Schlacken zurückgeblieben sind, denn diese verhindern Meine Anwesenheit, weil sie Anteil sind Meines Gegners, der gänzlich aus euch verdrängt worden sein muß, soll Meine Gegenwart möglich sein. Und so besteht eure Erdenaufgabe nur darin, euer Herz so herzurichten, daß es Mir zur Wohnung dienen kann .... Doch das Erfüllen dieser Aufgabe erfordert euren Willen und darum auch das Verlangen nach Mir, das also euren Willen antreibt, diese Arbeit bewußt zu leisten: das Herz zu reinigen von allem, was Meine Gegenwart verhindern könnte. Schon der Wille, mit Mir vereint zu sein, wird von Mir überaus hochbewertet, und er trägt euch auch genügend Kraft ein, um euer Vorhaben auszuführen .... Ihr werdet es erkennen, wo ihr eingreifen müsset, was ihr tun müsset, um euch so zu formen, daß Ich in euch Aufenthalt nehmen kann .... Ihr werdet wissen, daß ihr noch viele Fehler und Mängel aufzuweisen habt, ihr werdet auch alle Laster und Begierden erkennen als Hindernis für Meine Gegenwart, und ihr werdet euch nun bemühen, abzustoßen, was Mir mißfällt, und alles Unedle zu wandeln in Tugenden .... ihr werdet also eine bewußte Seelenarbeit leisten, weil euch das Ziel lockt: mit Mir auf ewig verbunden zu sein. Also muß auch schon Liebe zu Mir in euch entflammt sein, und diese Liebe treibt euch zu Mir und gibt euch auch Kraft zur Umgestaltung eures Wesens, das ihr wohl erkennet als ungöttlich, als nicht Meinem Willen entsprechend .... Und so kann ein jeder, der sich selbst als mangelhaft erkennt, auch gewiß sein, daß Ich ihm helfe zur Wandlung .... Jedoch schlimm ist es für jene, die an sich keinen Mangel entdecken, die von ihrem Wert überzeugt sind, die es nicht für nötig halten, an sich selbst zu arbeiten, und die daher niemals Mich aufnehmen können in ihre Herzen, weil sie selbst ein gar großes Übel haben .... den Hochmut, durch welchen sich Mein Gegner in ihren Herzen fest verankert hat. Wer in tiefster Demut sich selbst und seinen Unwert erkennt, der bittet Mich um Kraft und Hilfe und um Erbarmen .... Und ihm werde Ich helfen und ihn auch zu Mir ziehen in heißer Liebe und heißem Erbarmen .... Wer aber seine Niedrigkeit, seinen mangelhaften Zustand, nicht erkennt, der wird auch niemals zu Mir rufen. Er geht seinen Lebensweg dahin, und er ist und bleibt sich seines Wertes bewußt. Aber er wandelt ohne Mich .... denn sowie er Meine Nähe fühlen würde, wäre auch seine Überheblichkeit geschwunden .... Er kann Mich aber nicht fühlen, weil Ich Mich ihm nicht nahen kann, trägt er doch das Merkmal Meines Gegners offensichtlich zur Schau .... Und dadurch drängt er Mich zurück; ihm fehlt die Demut, die allein Ich ansehe und mit einem Gnadenreichtum überschütte. Und solange ihr auf Erden wandelt, seid ihr alle auch noch mit Mängeln und Fehlern behaftet, und es ist darum auch die bewußte Arbeit an eurer Seele nötig, wollet ihr Mich Selbst aufnehmen in euer Herz, wollet ihr mit Mir euch vereinen und die innige Vaterliebe an euch selbst erfahren .... Aber der Wille, zu Mir zu gelangen und für Mich sich zu gestalten, genügt Mir schon, um euch so reichlich mit Kraft und Gnade zu versorgen, daß ihr dieses Umgestaltungswerk an euch auch vollbringen könnet, weil Ich Selbst eure Rückkehr zu Mir ersehne und darum jedem Menschen helfen werde, der auch von sich aus diese Rückkehr zu Mir anstrebt .... Amen

8 Daseinskampf unerläßlich ....

Kundgabe 6738 16.1.1957

Ein geruhsames Erdenleben würde für die meisten Menschen geistigen Stillstand oder gar Rückgang bedeuten, denn es wird der Mensch dann selten tätig werden an seiner geistigen Vollendung, weil ihn das Erdenleben voll erfüllt, das heißt ihm genügt, wenn es ihm irdisch bietet, was er benötigt. Seine Ichliebe also würde ständig Nahrung finden und auch des Mitmenschen Los ihm dann keine Gelegenheit bieten, sich dienend und uneigennützig zu betätigen. Es ist das Erdenleben eine Erprobungszeit für den Willen des Menschen. Um sich aber erproben zu können, muß er von verschiedenen Seiten angeregt werden .... Es muß also jeder Trieb im Menschen angesprochen werden und der Wille nun bestimmen, welchen Trieben er Erfüllung schenkt. Und das erfordert auch eine sich immer wieder ändernde Lebenslage, es erfordert ständige Anreize und auch ständige Fehlschläge, die nun den Menschen zum bewußten Lebenskampf bestimmen, der nur irdisch ausgerichtet sein kann, der aber auch auf das Innenleben von Einfluß sein kann und so also der Mensch alle Gelegenheiten auszureifen ausnützt .... aber auch solche Gelegenheiten an sich vorübergehen lassen kann. Erst ein ständiger Lebenskampf läßt den Menschen tätig werden, zuerst nur seine Lebenskraft fordernd, die er aber auch zur Erlangung von geistiger Kraft verwerten kann. Ein kampfloses Erdendasein würde auch die Lebenskraft unausgenützt lassen, denn ein kampfloses Erdendasein würde nur in den seltensten Fällen Liebe im Herzen der Menschen entzünden, die den Menschen zum Liebewirken antreibt. Es würden die Menschen nur ein Drohnendasein führen und einen Zweck ihres Daseins nicht erkennen, der in der Wandlung der Ichliebe zur Nächstenliebe besteht. Denn er sieht den Nächsten in gleich guter Lebenslage und hat keine Veranlassung, ihm gegenüber Liebe zu beweisen. Andererseits aber kann er sich ein geruhsames Erdenleben schaffen, wenn er bemüht ist, die unter den Menschen bestehende Ungleichheit in Liebe auszugleichen, wenn er also Notzustände, die um des Ausreifens der Seele willen sein müssen, zu beheben sucht durch uneigennützige Liebetätigkeit und sich selbst also in einen Reifezustand versetzt, der ihm ein sorgloses Erdenleben einträgt, weil er gleichsam die Willensprobe bestanden hat: die Bindung mit Mir herzustellen durch die Liebe .... was Zweck und Ziel des Erdendaseins ist und bleibt .... Die Erde ist die Ausreifungsstation für das Geistige, das in noch sehr unreifem Zustand die Erde betritt. Also kann sie noch nicht paradiesischer Aufenthalt sein durch Meinen Willen, aber sie könnte zum paradiesischen Aufenthalt werden durch der Menschen Willen .... wenn ein jeder nur danach streben würde, vorerst seine Erdenaufgabe zu erfüllen, sich zur Liebe zu gestalten .... wozu ihm aber auch die Möglichkeiten geschaffen werden müssen, die darin bestehen, uneigennützige Hilfe zu leisten den in Not befindlichen Mitmenschen. Denn daran soll sich eure Liebe zu Mir und zum Nächsten erweisen. Dann aber kann auch ein jeder Mensch gewiß sein, daß ihn immer weniger Nöte und Sorgen belasten werden, und dann könnte auch die Erde wahrlich ein paradiesischer Aufenthalt sein für alle Menschen, wenn Liebe alle erfüllte. Es ist die Erde eine Schulungsstation, die ein jeder Mensch durchwandern muß .... Unreif betritt er sie, und ausgereift soll er sie wieder verlassen .... Und immer wird ein Erfolg auch eine harte Arbeit voraussetzen, immer wird ein Sieg einen zuvorigen Kampf krönen .... Aber das Ziel ist ein gar herrliches, und der Wille des Menschen kann dieses Ziel erreichen .... Amen

9 Innere Selbstbetrachtung ....

Kundgabe 8064 16.12.1961

Auch euch, Meine Getreuen, muß Ich ermahnen zu eifriger Seelenarbeit, denn ihr traget alle noch unausgereifte Substanzen in euch, solange ihr auf Erden weilet. Ihr habt alle noch mehr oder weniger zu kämpfen mit Veranlagungen, mit Begierden und Schwächen jeglicher Art, und ihr sollt immer dessen eingedenk sein, daß ihr alle diese Substanzen vergeistigen sollet während eures Erdenlebens. Es wird ein immerwährender Kampf stattfinden müssen, und ihr sollt Sieger werden, ihr sollt in aller Liebe einzuwirken suchen auf das Ungeistige in euch, daß es abläßt von euch, daß es sich dem Verlangen des Geistes in euch anschließt, daß es eure Seele nicht mehr bedrängt und daß diese ihren Aufstieg zur Höhe immer leichter zurücklegen kann, ohne daran gehindert zu werden. Ich will euch allen den Weg zur Seligkeit erleichtern, aber ihr selbst müsset auch an euch tätig sein, ihr müsset euch selbst ernstlich prüfen, welche Schwächen und Fehler euch noch belasten; ihr müsset euch fragen, ob eure Seele noch gefesselt ist von irgendwelchen Begierden .... ihr müsset jede unreine Regung in euch bekämpfen, jede zornige Wallung in euch niederdrücken, ihr dürfet keine unedlen Gedanken aussenden und keinem Menschen eure Liebe vorenthalten .... ihr müsset jegliches Unrecht gutzumachen suchen, das ihr einem Mitmenschen zugefügt habt .... Euer Denken soll immer edel und lauter sein, was jeden Haß- und Rachegedanken ausschließt .... Jegliches lieblose Wort sollet ihr vermeiden und immer daran denken, daß ihr von Mir Liebe, Barmherzigkeit und Verzeihung erwartet, also das gleiche auch eurem Mitmenschen gewähren .... Ihr sollt bei allem, was ihr denkt oder redet, wissen, daß Ich Selbst darum weiß, und ihr sollt euch fragen, ob ihr in Meiner Gegenwart euch wohl recht verhaltet? .... Ich weiß es, daß ihr alle noch schwach seid, daß der Kampf, den ihr wider euch selbst führen sollet, wohl der schwerste ist .... Aber euch steht immer Meine Kraft zur Verfügung, ihr brauchet nur einen bittenden Gedanken richten zu Mir, und wahrlich, Ich werde euch die Kraft zuwenden, und ihr werdet Sieger sein .... Ihr werdet die Ungeister in euch zur Ruhe bringen können. Sie werden immer mehr von euch ablassen, sie werden sich bescheiden und auch dem Begehren der Seele nachkommen, sich zu sänftigen, und selbst die Kraft in Anspruch nehmen zur eigenen Läuterung .... Denn diese Möglichkeit steht ihnen frei, im Erdenleib selbst auszureifen und sich der Seele anzuschließen, weil diese alles ausgereifte Geistige mit sich hinübernimmt in das jenseitige Reich, wenn sie den Erdenleib verlassen muß. Die Seele selbst hat noch aus ihren Vorverkörperungen Triebe jeglicher Art in sich, die sie wandeln soll ins Gegenteil .... Und auch der Fleischkörper bedrängt sie, weil er aus ungeistigen Substanzen gebildet ist .... Aber es hat der Mensch auch die Möglichkeit, erlösend auf alle diese Ungeister einzuwirken .... wenn er alle schlechten Eigenschaften in sich zu verkehren sucht in das Gegenteil, bis er selbst zur Demut, Sanftmut, Friedfertigkeit, Barmherzigkeit, Gerechtigkeit .... bis er selbst zur Liebe geworden ist, die alle jene Tugenden einschließt, und der Mensch dann auch ausgereift eingehen kann in das geistige Reich. Und darum prüfet euch ernstlich, an welchen Tugenden es euch noch mangelt .... prüfet euch, ob ihr schon völlig in diese Umwandlung eures Wesens eingegangen seid .... prüfet euch, wo es euch noch mangelt, und arbeitet ernstlich an euch selbst .... Und ihr werdet ganz gewiß einen Erfolg verbuchen können, wenn ihr nur Kundgabe 8064 10 Kundgabe 8064 ernstlich wollet und Mich um Zuwendung von Kraft bittet, weil ihr allein zu schwach seid. Rufet zu Mir in Jesus, daß Ich euren Willen stärke, daß ihr die Willensschwäche verlieret, daß Ich euch vergebe, wo ihr sündig geworden seid, und wahrlich, Mein Beistand ist euch gewiß, denn Ich Selbst will es, daß ihr ausreifet an euren Seelen, und Ich habe wahrlich Meine Freude an denen, die es ernst nehmen mit der Umgestaltung ihres Wesens zur Liebe .... Denn sowie euch die Liebe erfüllt, werden auch alle ungeistigen Substanzen in euch sich vergeistigen, weil sie der Kraft der Liebe nicht widerstehen können. Wo aber diese Ungeister noch am Wirken sind, dort ist die Liebe noch nicht tief genug, oder auch: Ich Selbst kann noch nicht in aller Fülle in euch wirken, und ihr werdet kämpfen müssen, auf daß ihr rein werdet und Ich Selbst nun in euch Wohnung nehmen kann .... Und dann seid ihr auch in euch selbst erlösend tätig gewesen .... Amen

11 Selbsterkenntnis .... Seelenarbeit .... Gnade .... Demut ....

Kundgabe 3244 4.9.1944

Die größte Gefahr ist es, wenn sich der Mensch im eigenen Wohlgefallen verliert, wenn er sich weit fortgeschritten wähnt in seiner seelischen Entwicklung und sich selbst nicht erkennt. Denn ihm mangelt es dann an Demut, die er aber Gott gegenüber beweisen muß, will er Seine Gnade empfangen, um weiter ausreifen zu können. Nur wer sich klein wähnt, strebt nach oben, nur wer sich schwach fühlt, bittet um Kraft, und so er tief demütig dem himmlischen Vater im Gebet entgegentritt, kann ihm die Kraft zugehen. Es soll der Mensch ständig an sich arbeiten, und dies kann er nur, so er sich selbst als mangelhaft ansieht, so er sich seiner Fehler und Schwächen bewußt ist und sie abzulegen sucht. Eine jede Stufe zur Vollkommenheit muß mühsam erkämpft werden, denn gegen seine Fehler und Schwächen ankämpfen erfordert Kampf gegen sich selbst, gegen seine Begierden, seinen Hang zur Welt, zur Materie, gegen seine bösen Triebe, die der Seele die Freigabe des Geistes erschweren. Und es ist dieser Kampf nicht leicht, solange der Körper noch Ansprüche stellt, die der seelischen Reife hinderlich sind. Vorerst aber muß der Mensch sich selbst erkennen; er muß wissen, was Gott will und inwiefern sein Wille dem Willen Gottes noch entgegengerichtet ist; er muß wissen, daß Gott einen völligen Wandel zur Liebe verlangt, und er muß darüber nachdenken, was ein Wandel zur Liebe bedeutet .... daß kein schlechter Gedanke im Menschen auftauchen und also keine böse Tat ausgeführt werden darf, daß jede Regung im menschlichen Herzen gut und weich sein muß, daß alle Untugenden bekämpft werden und der Mensch sich zur Sanftmut, Friedfertigkeit, Geduld, Barmherzigkeit und Demut erziehen muß. Er muß ständig auf sich achten, und er wird immer wieder Schwächen und Fehler finden, so er es ernst nimmt mit seiner Arbeit an sich .... er wird kein Wohlgefallen finden an sich, solange er auf Erden weilt, denn er wird auf Erden nicht so vollkommen werden, daß er nichts mehr an sich zu bemängeln hätte. Er muß streben nach Vollkommenheit, solange er lebt, und er wird dies nur tun, solange er sich seiner Unvollkommenheit bewußt ist durch strengste Selbstkritik und (er = d. Hg.) den festesten Willen hat, zur Höhe zu schreiten .... Und also muß er in tiefster Demut verbleiben und sich und sein Werk klein erachten und desto inniger um die Zuwendung der Gnade bitten, auf daß die Kraft aus Gott ihm zugehe und ihn zur Seelenarbeit fähig mache, denn dem Demütigen gibt Gott Seine Gnade .... Amen

12 Kampf gegen Begierden und Leidenschaften ....

Kundgabe 6286 16.6.1955

Ertötet alle eure Begierden, und ihr werdet reifen in kürzester Zeit .... So ihr den Willen habt, vollkommen zu werden, muß alles überwunden werden, was noch herabzieht in die Tiefe .... und es sind dies alle Begierden und Leidenschaften, die euch noch aus der Zeit der Vorentwicklung anhaften .... und die euch darum noch viel auf der Erde zu schaffen machen, weil durch jene Triebe und Begierden Mein Gegner auf euch einwirket, der die Rückkehr zu Mir dadurch verhindern will .... Diese Triebe und Begierden sind aber ein Hindernis für die Vereinigung mit Mir, weil es ungöttliche Eigenschaften sind, die ein vollkommenes Wesen nicht haben kann .... und die darum zuvor überwunden werden müssen, ehe die Vereinigung mit Mir stattfinden kann. Der Mensch muß nun ankämpfen gegen jegliches Verlangen, das der Materie gilt, denn immer ist damit eine Gier verbunden, etwas zu besitzen, was dem Reiche Meines Gegners angehört, was also nur dienet zur Befriedigung der Sinne .... ganz gleich, was es auch sei .... Sowie des Menschen körperliche Sinne sich daran ergötzen, sind es Begierden, die irdisch ihre Erfüllung finden .... Alles gehört dazu, was dem Menschen körperliches Wohlbehagen verschafft, so es vom Menschen selbst angestrebt wird mit allen Kräften und darum für geistiges Streben der Grund fehlt: die Erkenntnis der Vergänglichkeit alles Irdischen. Es werden auch die Menschen von Mir bedacht irdisch, und auch ihr irdisches Leben wird gesegnet sein und ihnen alles bieten, und das auch reichlich, sowie Ich ihr geistiges Streben erkenne, sowie ihre Liebe Mir gilt und die Annäherung an Mich ihr erstes Ziel ist .... Dann schenkt Meine Liebe ihnen reichlich, und auch ihr irdisches Leben wird gesegnet sein und ihnen alles bieten, weil es ihnen nicht mehr schadet, weil es nicht ihre Sinne fesselt. Doch sowie noch das Begehren nach irdischen Genüssen, Besitz und Anregung stark ist im Menschen, dann muß er den Kampf dagegen führen, denn diese Begierden sind Meines Gegners Waffen, die oft ihm zum Sieg verhelfen. Dennoch wird der Mensch nicht untauglich werden für das Leben auf dieser Erde, seine Kraft wird wachsen, doch er wird sie anders verwerten .... Er wird geistig arbeiten wollen und nur darin seine Befriedigung finden .... jedoch sofort nachlassen, wenn seine Blicke sich wieder der Welt zuwenden, er etwas dort ersieht, das zu besitzen er begehrt .... Darum „brauchet das Himmelreich Gewalt, und nur, wer Gewalt anwendet, reißet es an sich ....“ Die Erde ist das Reich der gefallenen Geister, sie ist das Reich Meines Gegners .... Wer sich das ernstlich bedenket, der wird auch wissen, daß alles Begehrenswerte der irdischen Welt immer nur das Entrichten des Tributes an ihn erfordert und daß, wer diesen Tribut zahlt, auch ihm angehören wird .... Er wird auch wissen, daß es keine Kompromisse geben kann zwischen Mir und ihm, daß Ich euch voll und ganz verlange und daß der Mensch Mich schwerlich erreichen wird, der noch mit einem Auge nach dem Reiche Meines Gegners schielt .... Ihr dürfet euch nicht gefangennehmen lassen von der Welt, ihr müsset euch selbst kontrollieren, welche Dinge euch noch begehrenswert erscheinen, und ihr müsset nun ernstlich die Begierden danach unterdrücken, ihr dürfet ihnen nicht nachgeben, aber ihr dürfet getrost genießen, was Ich Selbst euch schenke .... Ihr dürfet euch dessen erfreuen, was ihr empfanget, ohne es begierig angestrebt zu haben .... was euch Meine Liebe gibt, weil ihr Mir gehöret, weil ihr den Erdenlebenszweck erkannt habt und nun willig seid, Mir zu Kundgabe 6286 13 Kundgabe 6286 dienen .... Doch begnüget euch damit, und ersticket stets jede auftauchende Begierlichkeit, und ersehet immer darin nur eine Falle, die euch Mein Gegner stellen will, um euch für sich zurückzugewinnen .... Ohne inneren Kampf werdet ihr nicht Sieger werden über diesen, gilt aber euer Streben Mir, dann brauchet ihr nicht mehr zu kämpfen, denn dann reizt euch die Welt nicht mehr, dann ist euer Sehnen himmelwärts gerichtet .... dann hat die Materie die Herrschaft über euch verloren, dann lernet ihr sie verachten .... sie muß euch dienen, weil ihr Herr geworden seid über sie .... Amen

14 Die Welt bietet große Gefahren ....

Kundgabe 6556 28.5.1956

Ihr werdet die Welt noch sehr bitter empfinden müssen, wenn ihr sie nicht von selbst verachten lernet, denn solange ihr die Welt liebt, ist sie die größte Gefahr für euch .... Und will Ich euch retten aus dieser Gefahr, dann muß Ich dafür sorgen, daß ihr die Liebe zur Welt verliert. Ich muß euch durch die Welt selbst Leiden und Schmerzen zufügen, damit ihr erkennet, daß sie euch nicht dienet, sondern euch beherrscht, damit ihr ihre Herrschaft unangenehm empfindet und euch von selbst zurückzieht. Es wird noch viel geschehen, was euch diese Meine Worte verständlich werden läßt, denn was ihr jetzt noch als erhöhten Lebensgenuß ansehet, das wird so überhandnehmen, daß ihr gern die Annehmlichkeiten hingeben würdet, um dadurch großen leiblichen Gefahren enthoben zu sein .... Ihr werdet keine Sicherheit mehr haben, denn die Lebensgier derer, die in der Gewalt Meines Gegners sich befinden, wird Ausmaße annehmen, daß Rücksicht auf den Mitmenschen nicht mehr geübt wird, daß jeder nur an sich selbst denkt auf Kosten des Nebenmenschen und diesen oft in Gefahr bringt, der er nicht mehr ausweichen kann. Was ihr anstrebet mit allen Sinnen, das wird euch zum Verderben werden. Und solange ihr diese Welt und ihre Güter euch zum Lebensinhalt machet, wollet ihr auch euer Erdenleben nicht verlieren, und ihr suchet es euch in jeder nur möglichen Weise zu verlängern .... Doch es soll euch noch belasten in einem Maße, daß ihr euch sehnet nach einem Ende .... Aber nur die werden das Leben drückend und beängstigend empfinden, die noch nicht völlig Meinem Gegner angehören. Und um dieser willen wird das geschehen, was Ich ankündige, damit sie die Lust an der Welt verlieren und in sich gehen, denn diese letzten brauchen starke Hilfsmittel, ansonsten auch sie noch ganz der Welt verfallen, ansonsten sie selbst auch zum „Hammer“ werden, die zuvor noch als „Amboß“ dienten .... Und es sollen sich glücklich preisen die Menschen, die „durch die Welt“ Schaden erleiden, denn diese will Ich vor der Welt retten. Wer aber ihr schon verfallen ist, der wird unbarmherzig und rücksichtslos sich zu behaupten wissen .... Eine Zeit bricht an, wie sie auf dieser Erde noch nicht erlebt wurde .... Menschenleben gilt nichts mehr, die Gesetze der Menschheit sind niemandem mehr heilig, der sich voll und ganz der Welt, also Meinem Gegner, verschrieben hat. Das Eigentum des Mitmenschen wird nicht geachtet und skrupellos daher experimentiert, verfügt und genossen, wo nur ein Vorteil herauszuholen ist ungeachtet dessen, ob dem Mitmenschen Schaden erwächst an seinem Körper oder seinem Besitz. Und Ich lasse es zu, denn Mir geht es nicht um den Körper, sondern um die Seele des Menschen .... und findet diese dabei ihre Rettung, dann wird sie es Mir dereinst danken, selbst wenn sie übermäßig leiden mußte auf Erden. Es kann dieses Leid in der letzten Zeit den Menschen nicht erspart bleiben, denn solange es noch ein Mittel gibt, um die Seelen aus den Fangnetzen des Gegners zu befreien, wende Ich auch dieses Mittel an oder lasse es zu, wenngleich es im Grunde das Wirken Meines Gegners ist an den Menschen, die ihm schon angehören .... Und wenn die Menschen glauben, fortschrittlich zu sein, so werden die großen Zerstörungen, die ausgelöst werden, ihnen das Gegenteil beweisen .... Doch der Blinde sieht nichts und will nichts sehen, dem Sehenden aber wird die Stunde der Weltenuhr offenbar .... Amen

15 Der breite und der schmale Weg ....

Kundgabe 8591 20.8.1963

Wer sich der Welt verschrieben hat, der findet schwerlich den Weg ins geistige Reich .... Er geht einen breiten, ebenen Weg, der ihm viele lockende Bilder bietet, die alle seine Sinne gefangennehmen, die seinem Körper Wohlbehagen schaffen und von denen sein Auge sich nicht trennen kann .... Er wird in blumige Gärten schauen, seine Lebenslust wird angeregt, und er wird nicht ermüden, alles Reizvolle in sich aufzunehmen, denn sein Wesen verlangt danach, und es wird sein Verlangen gestillt von dem, der es verhindern will, daß sich die Gedanken des Menschen dem geistigen Reich zuwenden. Seine Seele aber darbet, denn nichts von allen Gütern, die ihm die Welt bietet, stillt den Hunger und Durst der Seele, die eine andere Nahrung benötigt, um auszureifen, um zu gesunden. Denn die Seele ist krank und elend, wenn ihr nur weltliche Dinge geboten werden. Doch immer wieder stehen Boten an den Kreuzungen, wo schmale Wege abzweigen, und wollen den Menschen auf diese schmalen Wege hinüberlocken. Jedoch nur selten gelingt es ihnen, einen Menschen zu überreden, seinen Weg auf der breiten Straße nicht fortzusetzen, sondern den schmalen Weg zu benützen, der schneller und sicher zum Ziel führt. Wenn die Menschen auf Meine Boten hören und ihr Geleit annehmen, dann ist ihnen wahrlich geholfen, und bald werden sie ihre Blicke nach oben wenden und mutig bergan gehen, weil sie dort ein herrliches Ziel erblicken, sie werden sich auch nicht zurückhalten lassen von Hindernissen oder Beschwerlichkeiten aller Art, sie folgen ihrem Führer und überwinden alle Schwierigkeiten, denn Meine Boten wissen ihnen das Ziel so herrlich zu schildern, daß sie alle ihre Kräfte anwenden, um es zu erreichen. Aber nur wenige treten diesen schmalen Weg überhaupt an, zumeist werden die Boten nicht erst angehört, und vor dem unwegsamen (beschwerlichen) Aufstieg schrecken die Menschen zurück, die nur ihres Körpers, aber nicht ihrer Seele gedenken .... Der breite Weg aber ist ein Irrweg, denn er führt unwiderruflich hinab in die Tiefe, sie geraten in ein undurchdringliches Gestrüpp und können sich nicht mehr daraus befreien, es sei denn, sie rufen den Einen um Hilfe an, von Dem sie wohl wissen, aber nicht an Ihn glauben wollten .... Er allein kann ihnen auch in diese Wirrnis Helfer senden, die ihn befreien und einem anderen Weg zuleiten, doch wenige nur bitten diesen Einen um Hilfe, und ihr Ende wird schrecklich sein. Denket immer daran, daß ihr nicht über die Erde gehet, um zu genießen und eurem Körper nur ein Wohlleben zu schaffen, sondern glaubet, daß die Seele zuerst bedacht werden soll. Und um ihr zu helfen, nehmet alles Schwere geduldig auf euch, gehet bewußt den schmalen Weg, der von euch Kraft zum Aufstieg fordert, und glaubet daran, daß er zum Ziel führt, daß er immer heller wird, je höher ihr steigt, und daß euch Einer schon erwartet am Ende des Weges, daß Er euch Boten entgegensendet, die euch stützen und alle Hindernisse überwinden helfen .... daß euer Auge nur emporgerichtet zu sein brauchet, um von oben auch Kraft und Licht zu erhalten, daß ihr nicht fehlgehet und alle Beschwernisse des Weges überwindet .... Aber lasset euch nicht täuschen von den reizvollen Bildern, die den breiten Weg einsäumen, der nach unten, in den Abgrund führt. Euer Ziel ist oben, im Licht, und wahrlich, es ist nur eine kurze Mühe, die ihr aufbringen müsset, um zur Höhe zu gelangen, doch diese Mühe wird euch reichlich entlohnt, denn ihr brauchet dann keinerlei Übles mehr zu Kundgabe 8591 16 Kundgabe 8591 fürchten, wenn ihr das Ziel nicht mehr außer acht lasset .... Mich Selbst, Der Ich euch einführen will in das Paradies, in das Reich des Lichtes und der Seligkeit .... Dieses aber kann niemals auf dem breiten Wege erreicht werden, denn dieser ist Meines Gegners Mittel, der euch alle Güter der Welt vor Augen führen will, um euch von dem Ziel abzuhalten, mit Mir wieder vereint zu sein. Er wirkt nur auf die Sinne des Menschen ein, Ich aber will eure Seelen gewinnen und muß euch daher alles vorenthalten, was eurer Seele schaden könnte, wozu alle weltlichen Freuden und Genüsse zählen, denn „Mein Reich ist nicht von dieser Welt ....“ Strebet ihr diese Welt an, dann gelanget ihr nicht in Mein Reich, und darum meidet die Welt, wo es nur möglich ist, selbst wenn ihr allen Anforderungen, die das Erdenleben an euch stellet, nachkommen müsset .... Aber lasset sie nicht für euch zum Lebensinhalt werden, sondern strebet nur Mein Reich an, und ihr werdet es wahrlich nicht bereuen und gern den schmalen Weg gehen, der zur Höhe führt, weil ihr bald auch Mich erkennen werdet in dem Führer, Der euch zur Seite geht .... Denn Ich kann euch dann auch Selbst begleiten, weil ihr Mich zum Ziel eures Erdenwandels macht und weil Ich nun auch erkenne, daß ihr euch abwendet von dem, der euch nur die Welt verspricht und bietet .... Und je weiter ihr euch entfernet von jenem breiten Weg, desto leichter wird euch nun auch der Aufstieg werden, denn immer lichter werden die Höhen, denen ihr zustrebt, bis euch dann hellster Glanz umfängt und ihr eingehet in Mein Reich, das euch ungeahnte Herrlichkeiten erschließen wird, und ihr nun leben werdet in Licht und Kraft und Freiheit und selig seid .... Amen

17 Gefahr der Überheblichkeit ....

Kundgabe 8281 24.9.1962

Wer sich Mein Wort zu Herzen nimmt: „Ihr seid allzumal Sünder ....“, der wird auch in tiefster Demut verbleiben, er wird sich nicht überheben und auch kein hartes Urteil fällen, denn die Erkenntnis, selbst noch nicht vollkommen zu sein, wird ihn immer dessen gedenken lassen, daß er ein schwacher Mensch ist, der Meine Kraft und Stärkung benötigt, und er wird demütigen Herzens zu Mir kommen und Mich darum bitten .... Wer dagegen von sich und seinem Wert überzeugt ist, dessen Wesen wird Hochmut verraten, der wird sich über seine Mitmenschen überheben, und diese Überheblichkeit wird sich äußern in einer Geringschätzung des anderen, in lieblosem Urteil und in der Ansicht, ein höheres Wissen zu haben und somit auch keine Belehrungen mehr zu benötigen, sei dies nun irdischer oder geistiger Art .... immer wird der überhebliche Mensch glauben, die Stufe erreicht zu haben, da er auf die Mitmenschen herabsehen kann. Und es ist die Überheblichkeit wahrlich Anteil Meines Gegners, die ihn in die tiefste Tiefe hinabstürzte, denn er überhob sich über Mich, seinen Gott und Schöpfer, und er zog ein großes Heer der geschaffenen Wesen mit hinab zur Tiefe. Allen diesen gefallenen Wesen haftet noch viel des überheblichen Geistes an, wenn sie als Menschen ihre letzte Willensprobe abzulegen haben. Und es ist die Überheblichkeit ein ganz bedenkliches Zeichen der Unvollkommenheit, gegen das der Mensch nun ankämpfen muß im Erdenleben, bis er zur tiefsten Demut Mir gegenüber gelangt und dann auch den Mitmenschen gegenüber sich nicht mehr hervortun wird, sondern volles Verständnis hat für dessen Schwächen, weil er selbst seine eigene Mangelhaftigkeit erkennt. Es gehört aber tiefste Demut zu einer rechten Bindung mit Mir, und sowie der Mensch sich als sündig erkennt und bekennt, so wird er auch zu Jesus Christus seine Zuflucht nehmen und Ihn bitten, ihn frei zu machen .... Die Demut wird ihn innig rufen lassen zu Ihm, und er wird Gnade finden vor Seinen Augen .... denn „dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade ....“ Und es kann kein Mensch von sich annehmen, vollkommen zu sein, solange er auf Erden wandelt .... Er kann nur einen höheren Grad der Erkenntnis besitzen, aber gerade dies wird ihn stets demütiger werden lassen, weil er die Größe seines Gottes und Schöpfers erkennt und die unendliche Liebe, die dieser Gott und Schöpfer Seinen Geschöpfen zuwendet, die das Geschöpf wohl unsagbar beglückt, aber es nicht überheblich werden lässet. Die Überheblichkeit ist immer noch ein Zeichen mangelhafter Erkenntnis, denn der Gegner sucht das Licht zu trüben, der Gegner hat noch sein Anteil am Menschen, wenn dieser von sich und seinem Wert überzeugt ist .... Ihr alle habt noch sehr anzukämpfen gegen dieses Übel, denn immer wieder wird euch Mein Gegner ein verkehrtes Hoheitsgefühl einblasen, er wird es immer wieder verstehen, eine Angriffsfläche zu finden, wo er in euch einen Eigendünkel erwecken kann. Und ihr alle sollet darum auf der Hut sein und jedes Überheblichkeitsgefühl im Keim zu ersticken trachten, denn immer sollet ihr dessen gedenken, daß euer Heiland und Erlöser Jesus Christus den Weg der tiefsten Demut gegangen ist, um gerade für euren Hochmutsfall Sühne zu leisten .... Ihr sollt Seiner Qualen und Leiden gedenken, die jene Sühne von Ihm forderte .... Und ihr sollt wissen, daß euer Gang über die Erde Folge ist jenes Falles zur Tiefe, den der Hochmut veranlaßt hat. Die Rückkehr zu Mir kann nur auf dem Demutswege erfolgen, und der Erdenweg soll euch diese Erkenntnis Kundgabe 8281 18 Kundgabe 8281 bringen, daß ihr schwache, hilflose Wesen seid, die Meine liebende Hilfe brauchen, um wieder zur Höhe zu steigen, und die Mich immer nur um Meine Hilfe angehen müssen, wenn sie den Erdenweg erfolgreich zurücklegen wollen. Wer aber noch überheblichen Geistes ist, der ist noch entfernt von Mir, und er wird Mich auch schwerlich finden. Denn in ihm kann auch nicht die rechte Liebe sich entfalten, die den Nächsten umfaßt, sondern er wird sich in seiner Überheblichkeit fernhalten von dem, dem er Liebe schenken soll und da der Mensch nur reifen kann durch ein Liebeleben, wird der Überhebliche keinen geistigen Fortschritt erzielen, sondern auf gleicher Stufe stehenbleiben, wenn er nicht gar absinkt, weil Mein Gegner ihn noch gefesselt hält. Darum kämpfet an gegen dieses Übel, und übet an euch selbst scharfe Kritik, dann werdet ihr Fehler entdecken, die euch klein werden lassen, und ihr werdet herabsteigen von dem Thron, den ihr selbst euch errichtet habt in falscher Einschätzung eures Wertes .... Die Demut allein wird euch reifen lassen, denn ihr werdet dann von Mir Gnaden empfangen im Übermaß, Ich werde Selbst Mich eurer annehmen, denn in der Demut tretet ihr Mir näher, und euer Gebet zu Mir wird innig und hingebend sein, und Ich werde euch eure Bitte gewähren, Ich werde euch zu Mir ziehen als Meine Kinder, denn ihr habt euch dann endgültig getrennt von Meinem Gegner, der darum zu Meinem Gegner wurde, weil er sich überhob über Den, aus Dessen Kraft er hervorgegangen war .... Amen

19 Geistige Überlegenheit ist nicht geistige Überheblichkeit ....

Kundgabe 7730 23.10.1960

Die geistige Überlegenheit ist nicht zu verwechseln mit geistiger Überheblichkeit .... Wenn Ich einen Menschen einführe in die Wahrheit, wenn er durch Mein Wort belehrt wird, um wieder den Mitmenschen ein tauglicher Lehrer zu werden, dann darf dieser auch überzeugt sein Wissen vertreten, weil es von Mir stammt, und er wird dann auch dessen gewiß sein können, daß er die reine Wahrheit empfangen hat und daß diese Wahrheit höher zu werten ist als Menschenwissen, das nur der Verstand sich erworben hat und das niemals Garantie für Wahrheit ist, wenn Mein Geist nicht wirken konnte. Von geistiger Überheblichkeit kann also dann niemals gesprochen werden, wenn es um das Vertreten der Wahrheit aus Mir geht, die der Mensch direkt von Mir empfängt. Es würde dann jegliche Zurückhaltung falsch sein, wenn die Möglichkeit besteht, den Menschen Mein Geistesgut zuzuführen. Nur sollet ihr nicht die „Perlen vor die Säue werfen ....“, das heißt dort reden, wo ihr offen den Geist Meines Gegners erkennt, weil dort auch die Wahrheit nicht erkannt wird als solche und jegliche Reden vergeblich sind. Wer aber von Meinem Geist belehrt wird, der soll auch Meines Geistes Wirken erwähnen, und er soll offen und bestimmt eintreten für Mein Wort. Er wird dies auch können, denn sowie er redet für Mich und Mein Reich, bediene Ich Selbst Mich seiner und rede durch ihn, und dann könnet ihr wahrlich nicht sagen, es sei ein überheblicher Geist, der aus ihm spricht. Wer einmal von Mir in die Wahrheit eingeführt worden ist, der steht auch selbst in der Erkenntnis, er erkennt alle Zusammenhänge und kann also auch darüber reden. Und wenn er der Wahrheit seines Wissens sicher ist, weil er „durch den Geist“ belehrt wurde, dann wird er auch selbstsicher auftreten und falsche Ansichten widerlegen oder gute Aufklärung geben können, und dann kann er nicht „überheblich“ genannt werden, sondern es muß seine geistige Überlegenheit erkannt und anerkannt werden; es muß die Wahrheit, die er vermittelt, den Zuhörer beeindrucken und ihm auch die innere Gewißheit schenken, daß Ich Selbst es bin, Der durch Menschenmund zu ihm spricht. Und da Ich um den Willen Meiner Lichtträger weiß, kann Ich auch Meine Gaben des Geistes so verteilen, daß sie auch gewertet werden .... Und Ich wähle Mir daher Selbst Meine Diener aus, die den Auftrag haben, die reine Wahrheit weiterzuleiten .... Und wer guten Willens ist, der erkennt die Wahrheit und nimmt sie dankend in Empfang .... wer guten Willens ist, wird mit den Wahrheitsträgern zusammengeführt, auf daß auch er in die Wahrheit geleitet wird je nach seinem Willen. Und immer sollet ihr daran denken, daß Ich nur dem Demütigen Meine Gnade schenke .... daß also ein Mensch, der überheblichen Geistes ist, nimmermehr die Gnadengabe von Mir zugeleitet bekommen könnte, weil nur ein tief demütiges Herz aufnahmefähig dafür ist oder ihr alles verwerfen müßtet, was euch gebracht wird .... was ihr aber bei ernster Prüfung nicht werdet tun können. Geistige Überlegenheit ist nur die volle Gewißheit, in der Wahrheit zu stehen, und diese verlange Ich von Meinen Lichtträgern, ansonsten sie nicht voll überzeugt die Wahrheit aus Mir vertreten könnten ihren Mitmenschen gegenüber .... Und es ist dies nötig, daß den Menschen Licht gebracht werde, die in der Finsternis des Geistes wandeln; es ist nötig, daß ihnen der Weg erleuchtet werde, der zur Höhe führt, denn auf dunklen Wegen kommet ihr Menschen nicht vorwärts, sondern ihr werdet immer weiter der Tiefe zustreben. Darum werde Ich euch immer wieder das Licht zuleiten, und selig, der es annimmt .... selig, der den Weg geht, der ihm im Licht der Wahrheit gezeigt wird .... Amen

20 Lebensschicksal förderlich zum Ausreifen ....

Kundgabe 7524 17.2.1960

Es wird euch von Meiner Seite aus jede Entwicklungsmöglichkeit geboten, denn euer ganzer Lebenslauf ist so von Mir bestimmt, daß er euch immer neue Gelegenheiten gibt, an eurer Seele zu arbeiten. Immer wieder treten an euch solche Gelegenheiten heran, wo ihr euch bewähren müsset, wo ihr euren Willen tätig werden lassen müsset, wo ihr also euch selbst dazu einstellen müsset und es nun darauf ankommt, wie ihr euer Handeln und Wollen mit Meinen Geboten der Gottes- und Nächstenliebe in Einklang bringet, die allem eurem Tun und Lassen zugrunde liegen sollen. Und euer Lebensschicksal ist nur ausgerichtet, daß ihr angeregt werdet zum Liebewirken .... Immer wieder werden euch Gelegenheiten geschaffen, wo ihr des Nächsten gedenken könnet und dann auch eure Liebe zu Mir unter Beweis stellet. Mir geht es nur darum, euch zur Umgestaltung eures Wesens zu helfen, und darum werde Ich auch immer Mich so äußern, daß euch Möglichkeiten geboten sind, diese Umgestaltung vorzunehmen. Euer Lebensschicksal ist von Mir bestimmt, doch immer nur so, daß es euch zum Besten dienet, daß eure Seele dadurch ausreifen kann, wenn euer Wille gut ist, also eurer Vollendung auf Erden gilt. Dann könnet ihr in allem, was euch begegnet, immer nur Meine Hand erkennen, die euch so lenkt, daß es für eure Seele zum Vorteil ist. Und deshalb sollet ihr auch alles ergeben auf euch nehmen, was schicksalsmäßig an euch herantritt .... Es ist dies in Meinem Plan von Ewigkeit so vorgesehen, und dieser Plan ist wahrlich in Liebe und Weisheit entworfen, und er wird in Liebe und Weisheit ausgeführt, immer zu eurem Heil. Es gibt also eigentlich kein Unheil für euch, denn ob es auch irdisch als solches erscheint, so ist es doch geistig nur eine Ausreifungsmöglichkeit für eure Seelen, und nur an euch selbst liegt es, ob ein solches Unheil für euch zum Heil wird, ob es sich segensreich an eurer Seele auswirkt. Es liegt an eurem Willen, wie dieser sich dazu einstellt, ob er die Bindung mit Mir sucht und festhält und dann alles ihm zum Segen gereichen wird, was er nun auch tut und denkt. Alles, was schicksalsmäßig über einen Menschen kommt, muß seine gute Auswirkung haben für einen Menschen, der sich innig Mir verbindet, denn dieser wird nicht von Mir verlassen und auch über alles scheinbar schwere Erleben hinwegkommen, weil Ich Selbst ihm zur Seite stehe durch seine innige Bindung mit Mir. Und so löst sich eigentlich sein Schicksal von selbst und nimmt einen guten Verlauf, sowie der Mensch nur mit Mir verbunden ist und bleibt. Und die Bindung mit Mir ist Zweck und Ziel jeglichen Geschehens, die aber nicht jeder Mensch anknüpft und darum oft lange leiden muß, bevor er den Weg nimmt zu Mir, Der Ich dann auch alles Schwere von ihm nehmen kann, wenn er sich Mir anvertraut und Mich um Hilfe bittet. Aber er soll immer bedenken, daß von Mir aus immer nur sein Ausreifen auf Erden begünstigt wird und daß alles, was über einen Menschen kommt, diesem Ausreifen dienet .... er soll daran denken, daß es an ihm selbst liegt, wie lange ihn solche Schicksalsschläge belasten, und daß er frei wird davon, sowie er selbst die innige Bindung eingeht mit Mir .... er soll daran denken, daß es nur allein um diese innige Bindung geht, daß er zurückkehren soll zu Mir, von Dem er selbst sich einst freiwillig trennte .... Amen

21 Über Enthaltsamkeit und Kasteiung ....

Kundgabe 7736 2.11.1960

Was euch auch bewegen mag, in der Enthaltsamkeit zu leben .... ihr sollet nicht euren Körper dadurch schwächen, denn ihn gab Ich euch, auf daß eure Seele darin zur Reife gelange, und ihr habt die Pflicht, das Gefäß für eure Seele zu erhalten, solange ihr auf Erden lebt .... Ihr werdet es verstehen, daß ein geschwächter Körper nicht die Aufgabe erfüllen kann, die ihm schicksalsmäßig zugewiesen wurde, und Ich will es wahrlich nicht, daß ihr euch selbst untauglich machet auch für die Arbeit, die ihr irdisch zu leisten habt. Doch auch eure geistige Entwicklung mache Ich nicht davon abhängig, daß ihr euch kasteiet, daß ihr dem Körper vorenthaltet, was er zur Erhaltung braucht, was seiner Ertüchtigung dienet. Es werden im Erdenleben Anforderungen an euch gestellt, denen ihr nachkommen müsset, um auch ein taugliches Glied in der Menschheit zu sein .... Und ihr brauchet auch dazu Kraft, die ihr immer wieder erneuern müsset dadurch, daß ihr dem Körper Speise und Trank zuführet in gerechter Menge .... Doch ihr sollet nicht das Maß überschreiten, denn solches ist euch wahrlich nicht dienlich .... Aber ihr sollet auch den Körper nicht darben lassen und ihn dadurch schwächen .... Denn solches ist nicht Mein Wille, Der Ich euch naturgesetzlich erschaffen habe, das heißt dem Körper nicht umsonst Funktionen gab, die sein Leben fördern, die ihn erhalten, solange es Mein Wille ist. Und ihr sollet Meine Weisheit achten, die den menschlichen Körper gerade so erschaffen hat, wie ihr ihn benötigt, um eurer Seele das Gefäß zu sein, in dem sie ihre Erdenaufgabe erfüllen soll: auszureifen für das geistige Reich .... Doch dabei ist zu beachten, daß ihr die Naturgesetze einhaltet, daß sowohl ein Zuviel als auch ein Zuwenig verkehrt ist, daß ihr Maß halten sollet in allen Dingen, daß ihr aber nicht durch übermäßiges Kasteien den Körper untauglich machet für seine Aufgabe .... wie auch umgekehrt jedes Zuviel vom Übel ist und der Seele geistigen Schaden eintragen kann. Und darum haltet euch einfach an die Naturgesetze, lebet einfach und bescheiden und immer euch Meinen Segen erbittend .... Und es wird euch nichts schaden, es wird nichts euer geistiges Ausreifen beeinflussen, es wird euer Körper nicht vorzeitig geschwächt sein, und auch von Krankheiten werdet ihr verschont bleiben, wenn ihr nicht wider die Naturgesetze sündigt .... wenn ihr auch eurem Körper eine geistige Aufgabe zuerkennet und ihm helfet, indem ihr ihn gesund erhaltet und ihm nicht entziehet, was er braucht für sein Bestehen .... Und bittet nur darum, daß ihr immer das rechte Maß erkennet .... daß nicht die Liebe zum Körper größer ist als die zur Seele; bittet darum, daß Ich dem Körper stets die Kraft gebe, seine Erdenaufgabe zu leisten. Und wenn ihr so in Meinen Willen einzugehen bemüht seid, dann wird euch auch keine Krankheit mehr schrecken, denn dann wisset ihr, daß auch diese nur dazu verhilft, Körper und Seele zu vergeistigen .... Aber suchet eine solche Vergeistigung nicht durch Kasteiung zu erreichen, die den Naturgesetzen widerspricht, die auch einen gesunden Körper zur Krankheit führen kann, die dann aber selbstverschuldet ist. Überwindet alle Begierden, die nicht zur Erhaltung des Körpers dienen .... kämpfet an gegen solche, dann lebet ihr in gerechtem Maß, und es wird auch eure Seele ausreifen können .... Doch in jeglicher Übertreibung liegt ein Nachteil für die Seele, weil ein gewisser geistiger Hochmut oder Ehrgeiz den Menschen antreibt, Außergewöhnliches zu leisten um seiner Seelenreife willen. Doch wie Ich den Körper erschaffen habe, so soll er euch auch dienen .... was der Körper naturgesetzlich verlangt, das soll ihm gegeben werden .... Dann wird er auch seine Aufgabe erfüllen, als Gefäß für die Seele dieser zum Ausreifen zu verhelfen, und er wird die Zeit gut nützen, die ihm nach Meinem Willen gesetzt ist auf Erden .... Amen

22 Dringende Mahnung zum Lösen von der Materie ....

Kundgabe 3821 9.7.1946

Erfasset die Zeit und richtet euer Leben danach ein .... Wer sich in dieser Zeit nicht von den Gütern der Welt zu lösen vermag, der wird einen schweren Stand haben in der letzten Zeit vor dem Ende, denn ihm wird alles genommen werden, so er nicht zu den ganz Verworfenen gehört, denen alles gegeben werden wird, auf daß sie sich gänzlich von Mir lossagen. Ich muß euch dann gewaltsam das nehmen, was ihr freiwillig nicht aufgeben könnt, will Ich euch davor retten, dem ganz zu verfallen, der euer ewiges Verderben will. Denn die irdische Materie ist sein Anteil und darf nimmer euer Lebensprinzip sein, sondern ihr sollet die Materie nur nutzen zur Deckung der nötigsten körperlichen Bedürfnisse, um eure Seelen desto reichlicher bedenken zu können .... Denn dies allein tut not in der kommenden Zeit, weil euch nur noch kurze Zeit bleibt bis zum Ende. Füllet ihr sie aber aus mit der Sorge um euer leibliches Wohl, dann wird die Seele karg bedacht werden und unsäglich zu leiden haben, will Ich sie noch erretten vor dem Untergang. Darum entziehet dem Körper alles Entbehrliche, und bedenket damit euren Nächsten, der hilfsbedürftig ist, denn die Not wird groß sein durch Meine Zulassung. Erkennet die letzte Zeit vor dem Ende daran, daß eine große Not über die Erde geht, die ihr allein nicht abwenden könnet und die noch verschärft wird durch Meinen Willen, durch Meinen letzten Eingriff vor dem Ende. Dann müsset ihr alle es erkennen, daß Ich euch nur das wenigste für den Körper belassen will, daß Ich eure Sinne mehr auf die Seele, auf das Geistige richten will, und beuget euch ergeben Meinem Willen. Lasset den Körper unbeachtet, und sorget nur noch für eure Seele, dann übernehme Ich die Sorge um euer leibliches Wohl und erhalte euch bis zum Ende, und ihr werdet auch den letzten Lebensabschnitt ertragen können, weil Ich euch helfe. Und so machet euch frei von aller irdischen Materie, löset euch im Herzen davon, und was ihr besitzet, teilet gern mit dem Nächsten, der hilfsbedürftig ist. Und ihr werdet trotz äußerlich einfachster Verhältnisse nicht zu darben brauchen, ihr werdet leben und wirken können, weil eure Seele doppelt empfängt, was euer Körper hingibt. Ich muß euch die irdischen Güter nehmen, so ihr sie nicht freiwillig aufgebet, Ich muß eine gewaltsame Lösung bewerkstelligen, so ihr zu schwach seid, euch selbst davon zu trennen. Um weites besser jedoch ist es, so ihr die Trennung im Herzen zuvor schon vollzieht, so ihr euch nicht mehr zum Sklaven der Materie machen lasset, sondern frei aus euch heraus Mir alles anheimstellt, so ihr alles, was ihr besitzet, Mir aufopfert .... Dann gebe Ich euch zurück, was ihr benötigt, und mache euch auch das irdische Leben leichter, und ihr werdet die Zeit bis zum Ende recht nützen für die Seele. Denn so Ich euch sage, daß euer Leben nur noch kurz ist, wofür sorget ihr dann noch ängstlich ....? Alles irdische Gut müsset ihr zurücklassen mit eurem Leibestode, die Seele aber bleibt noch daran gekettet auch im geistigen Reich, so sie sich nicht zuvor schon gelöst hat auf Erden. Und dazu will Ich ihr verhelfen, auf daß sie auf Erden schon überwinden lernet und frei wird von jeglichem Verlangen danach .... Löset euch von der Materie .... Diesen Ruf lasse Ich dringlicher denn je erschallen, denn die Sorge um eure Seele ist das Wichtigste in kommender Zeit .... Amen

23 Liebe .... Haß ....

Kundgabe 0765 31.1.1939

Siehe, Mein Kind, mit offenen Armen komme Ich euch entgegen, die ihr von Mir empfangen wollt. Die Sehnsucht des Herzens wird euch Meine Liebe kundgeben, im Verlangen nach Mir wird sich Meine Liebe zu euch äußern, und dies wird auch der Zustand sein im Jenseits, daß ihr gleichfort nach Mir verlanget und Meine Liebe euch Erfüllung gibt fort und fort. Sehet, die Liebe habe Ich euch in das Herz gelegt, auf daß ihr dereinst in Seligkeit schwelgen sollt, so eurer Liebe Erfüllung wird. Ich habe aber auch in euch den Trieb gelegt vom Gegenteil, weil ihr nur durch Überwindung dieses Triebes den Glückseligkeitszustand erringen könnt, und so soll euer Streben auf Erden gerade dem Bekämpfen des Hasses, dem Gefühl der Lieblosigkeit in höchster Potenz gelten, denn es vergiftet der Haß eure Seele in so zerstörender Weise .... es vernichtet der Haß alles, was die Liebe aufbaut .... Es kann der Mensch mit dem Gefühl des Hasses in seinem Herzen nimmermehr zur Vollkommenheit gelangen, denn der Haß ist ja Anteil des Bösen .... Der Haß ist so verderbenbringend und so unsäglich die Seele bedrückend .... er ist das ärgste Übel .... er ist der Feind aller guten Gesinnung .... er ist ein Laster, das alles Gute und Edle erdrückt .... er ist der Ursprung der Sünde .... Ein Herz, das dem Haß erliegt, ist unfähig jeder edlen Regung .... Es kann, wo Haß regiert, keine Tugend geübt werden. Demut, Sanftmut, Milde und Erbarmen .... es sind dies völlig fremde Begriffe dem Herzen, das vom Haß beherrscht wird; denn es kennt der Mensch ja nimmer die Liebe, und diese ist doch notwendig, will der Mensch tugendhaft, gut und Gott-gefällig leben. Wie entsetzlich die Auswirkungen des Hasses sind, wird der Mensch erkennen im Jenseits .... wie verzerrt die Seele dessen ist, der im Erdenleben unter dem Einfluß des Hasses stand. Wollten die Menschen doch bedenken, daß die Gegenmacht volle Gewalt über ein im Haß stehendes Erdenkind bekommt, daß es ihm immer schwerer wird, sich dieser Macht und dem Einfluß zu entwinden, daß es ihm auch immer schwerer wird, zur Liebe zurückzufinden, und daß einem solchen Menschen von anderer Seite keine Rettung kommen kann, wenn er nicht ernstlich bemüht ist, sich selbst aus der Gewalt des Bösen zu befreien. Solange er sich diesem Einfluß nicht entzieht durch den festen Willen, sich in der Liebe zu üben, ist es unsagbar schwer, frei zu werden. Es ist wohl verständlich, daß oft der Mensch geradezu hineingedrängt wird in Gefühle des Hasses, wenn er die Lieblosigkeit anderer Menschen betrachtet und verfolgt und Ungerechtigkeit und scheinbar erfolgreiche Handlungsweise dieser beobachtet, aber immer muß er daran denken, daß es einen Gott im Himmel gibt, Der jede Ungerechtigkeit vergelten wird zu seiner Zeit .... Er muß auch dagegensetzen, daß Jesus Christus in aller Liebe selbst denen vergab, die Seinen Tod verschuldeten, und daß nie und nimmer das Rachegefühl in Ihm Oberhand gewann, sondern immer nur voller Liebe Er das Gebaren der Erdenkinder mit Nachsicht und Milde vergalt. Es soll die Liebe ja den Haß besiegen, und es müssen daher die Kinder auf Erden gleichfalls sich bemühen, das Gefühl des Hasses zu ersticken, so es sich im Menschen zu rühren beginnt .... und immer nur mit Liebe vergelten, auch wenn die Versuchung zu stark ist, bittersten Haß gegen die Bedrücker der Menschen zu empfinden. Die meisten Menschen irren, da sie sich selbst für äußerst hochstehend halten und glauben, ihre Macht recht fühlbar äußern zu müssen den Untergebenen gegenüber, doch dort soll der Mensch nicht Kundgabe 0765 24 Kundgabe 0765 hassen, sondern in aller Liebe den anderen belehren wollen. Er soll zuerst an seine eigene Seele denken, die geschützt werden soll vor der Gefahr des Hasses, ihr Ringen ist mitunter ein so unsagbar schweres, doch die Überwindung dieser der Seele schädlichsten Eigenschaft wird zur Vollkommenheit führen, denn es hat dann die Liebe gesiegt über den Widersacher .... Es ist der Haß unschädlich gemacht worden und mußte unter der Kraft der Liebe zunichte werden, und die Seele wird einem solchen Bemühen dankbar sein, denn ihr ward Erlösung aus bitterer Pein .... Amen

25 Gerechtigkeitsgefühl .... Verurteilen des Mitmenschen ....

Kundgabe 1869 30.3.1941

Das Gerechtigkeitsgefühl muß dem Menschen innewohnen, ansonsten er kein Urteil fällen kann über eine lieblos erscheinende Handlungsweise. Wer sich selbst so erhaben fühlt, daß er keinen Widerspruch duldet, weil er sich unfehlbar glaubt, der wird auch niemals gerecht denken, denn er billigt dem Menschen nicht das gleiche Recht zu wie sich selbst. Es ist ein großer Unterschied zu machen zwischen den Menschen. Wer sich selbst und sein Handeln einer strengen Kritik unterzieht, der wird sich auch stets bemühen, andere Menschen gerecht zu beurteilen. Wer jedoch alle Fehler nur bei dem Mitmenschen sucht und sich selbst frei von Fehlern glaubt, der betrachtet jede Handlungsweise nur vom Standpunkt des Erhabenen, und also ist sein Urteil falsch. Ein jeder Mensch kann irren, ein jeder Mensch kann fehlen .... Doch er muß sich selbst erkennen, dann kann er ankämpfen gegen seine Fehler und also sich veredeln .... Wer aber nicht einen Fehler an sich selbst erkennt, der strebt auch nicht nach Vollkommenheit. So er lieblos handelt, wird es ihm nicht bewußt, er gibt sich keine Rechenschaft darüber und ist unfähig, sein Handeln gerecht zu beurteilen. Es mangelt ihm an Gerechtigkeitsgefühl, er wird immer sein eigenes Handeln unantastbar finden, den Mitmenschen aber um geringer Fehler willen herabzusetzen versuchen. Darüber muß der Mensch sich klar sein, daß er kein Recht hat, dem Mitmenschen eine unedle Handlung zum Vorwurf zu machen, solange er selbst nicht auf einer sittlich hohen Stufe steht. Er soll immer an seine eigene Unzulänglichkeit denken, wenn er die des Mitmenschen ihm vorwerfen will. Wem aber der Gerechtigkeitssinn innewohnt, wird auch nicht so schnell urteilen über den Mitmenschen, denn er wird versuchen, sich in die gleiche Lage zu versetzen, und dann auch Verständnis haben für die Schwächen und Fehler des anderen. Um das zu können, muß er aber auch wahrhaftig sein, er muß die Dinge sehen, wie sie sind .... er darf sich nicht zu hoch einschätzen, den Mitmenschen aber zu niedrig, denn dann wird er seine eigenen Fehler mit einem anderen Maßstabe messen als die Fehler des anderen, und das scheidet jedes gerechte Denken und Urteilen aus. Es ist so unvergleichlich wertvoll, streng mit sich selbst ins Gericht zu gehen, es bleibt der Mensch dann sich selbst treu, und er wird nicht durch Eigenliebe dem Mitmenschen ein Unrecht zufügen, indem er dessen Handlungsweise ungerecht verurteilt und sich selbst erhaben fühlt ihm gegenüber. Und so betrachte der Mensch zuerst sich und sein Handeln, bevor er das des Mitmenschen kritisiert und sich zu dessen Richter aufwirft .... Amen

26 Vollkommenheit bedeutet Angleichung an göttlichen Willen ....

Kundgabe 7893 14.5.1961

Ein lebendiger Glaube kann wahrlich Berge versetzen .... Und ihr würdet über alle Elemente der Natur gebieten können, hättet ihr diesen lebendigen Glauben .... Ihr würdet euren Willen auf Menschen und Tiere übertragen können, wenn ihr im lebendigen Glauben dadurch helfen wolltet in irdischer Not .... Und ihr würdet dann immer wirken mit Meiner Kraft, weil ihr im lebendigen Glauben innigst mit Mir verbunden seid und dann Meine Kraft unbegrenzt nützen könnet. Was aber heißt es, einen lebendigen Glauben zu besitzen? .... Es heißt dies, einen so hohen Liebegrad zu besitzen, daß ihr in vollster Erkenntnis steht, um alle Zusammenhänge wisset und nun auch wisset um eure einstige Beschaffenheit, als ihr überaus mächtig und weise von Mir ausgegangen waret .... Dieses Wissen, das ihr .... als selbst zur Liebe geworden .... nun besitzet, lässet euch an nichts mehr zweifeln, weil ihr nun auch Mich und Mein Wesen recht erkennet, das in sich Liebe, Weisheit und Macht ist .... Und da ihr als Meine Ebenbilder einst erschaffen waret, erkennet ihr auch, daß euch die gleiche Macht innewohnet, wenn ihr im Verband stehet mit Mir, oder auch: weil ihr im Verband stehet mit Mir .... Dann also ist euer Glaube lebendig, ihr seid voll überzeugt, daß ihr alles vermögt .... Ihr wendet nun aber auch eure Macht an eurer inneren Erkenntnis gemäß. Ihr werdet nun niemals etwas auszuführen suchen, was nicht in Meinem Willen wäre, denn euer Wille ist dann auch der gleiche wie der Meine, weil ihr zur Erkenntnis, zum Licht, zum rechten Wissen gelangt seid .... Einen lebendigen Glauben zu haben ohne die Liebe ist nicht möglich .... Die Liebe aber verbürgt auch einen Einblick in Meinen Heilsplan von Ewigkeit .... Die Liebe verbürgt, daß ihr richtig denkt und handelt, daß euer Wille gleich gerichtet ist dem Meinen, daß ihr nicht wider Meinen Heilsplan von Ewigkeit wirken werdet, wenn in euch die rechte Erkenntnis ist, wenn ihr im Licht der Wahrheit wandelt. Denn ob ihr dann auch einen lebendigen Glauben besitzet, der alles zu leisten euch fähig macht, so werdet ihr doch nicht die euch nun innewohnende Glaubenskraft nützen zum Wirken entgegen Meiner Liebe und Weisheit .... denn euer Wille, der sich dann auch dem Meinen angeglichen hat, verhindert solches, so daß also auch jedes Liebewerk am Nächsten, das der lebendige Glaube vollbringt, auch Meinem Willen entsprechen wird, wenn es zu dessen Seelenheil dienet. Denn Mein Ziel ist und bleibt die Seligwerdung Meiner Geschöpfe, das Ausreifen der Seelen, die Rückführung des einst gefallenen Geistigen zu Mir. Und Meine Liebe und Weisheit wird immer nur diesem Ziel entsprechend sich äußern. Und da Ich seit Ewigkeit weiß um den Willen der Menschen, ist auch Mein Heilsplan seit Ewigkeit festgelegt, und er wird nicht umgestoßen werden können von Menschen, denen es noch an der tiefen Erkenntnis mangelt .... Wollet ihr mächtig sein auf Erden und Großes vollbringen, dann müsset ihr die Liebe in euch entfachen zu höchster Glut .... Diese Liebeglut aber strahlt hellstes Licht aus, und in diesem Licht erkennet ihr Mich und Mein Wesen, das Liebe, Weisheit und Macht ist .... Dann aber wisset ihr auch um Mein Ziel und um Meinen überaus weisen Liebeplan .... Und es würde euch dann wahrlich nicht einfallen, diesem Plan entgegengesetzt euch zu betätigen .... Ihr würdet nur immer in Liebe auf eure Mitmenschen einzuwirken suchen, daß auch sie sich zur Liebe gestalten, weil ihr erkennet, daß die Liebe der einzige Weg ist zur Höhe, zu Mir und zum ewigen Leben .... Kundgabe 7893 27 Kundgabe 7893 Ein lebendiger Glaube ist das Zeichen einer hohen Seelenreife, eines hohen Liebegrades, der diesem Glauben das Leben gibt .... Und ihr könnet wahrlich in einem solchen Glauben auch Berge versetzen .... Ihr werdet aber immer im Verband mit Mir wirken, weil euch eure Liebe innig mit Mir zusammengeschlossen hat. Und dann wisset ihr um Meinen Willen, ihr fühlt ihn in eurem Herzen, und ihr handelt danach. Dieser Wille aber wird niemals entgegen Meiner Liebe und Weisheit gerichtet sein .... Denn auch in euch kann kein verkehrter Wille wirken, auch ihr werdet dann nur noch denken und wollen gleich Mir, auch euch wird dann nur noch die Erlösung des Geistigen wichtig sein, und ihr werdet den Seelen helfen wollen, die noch in der Finsternis schmachten. Irdische Begehren aber werden euch fremd sein und euch niemals veranlassen, die Kraft des Glaubens wirksam werden zu lassen .... Amen

28 Mißbrauch der Gaben, die den Menschen vom Tier unterscheiden ....

Kundgabe 2083 22.9.1941

Der ungetrübte Lebensgenuß ist Ziel und Streben des Menschen, der noch in dunkelster Geistesnacht auf Erden wandelt. Und sowie er Erfüllung findet, kostet er das Leben voll aus und lebt also nur dem Körper, während die Seele leer ausgeht, und dieser Zustand ist so überaus unvollkommen zu nennen, wenn der Mensch sich zufriedengibt mit nur körperlichen Genüssen. Es zeugt dies von rein materieller Einstellung, es ist dann der Mensch lediglich eine Form ohne Inhalt, er ist nicht anders, das heißt höher zu bewerten als jegliche Kreatur, der Verstand und freier Wille mangelt, denn letzterer wird von dem Menschen nicht genützt oder in völlig verkehrter Weise. Die Gaben, die den Menschen vom Tier unterscheiden, sollen die Höherentwicklung der Seele bezwecken, ihre Anwendung soll lediglich die Umgestaltung der Seele zuwege bringen. Der Mensch aber nützet diese Gaben nur zum gesteigerten Wohlleben des Körpers, und also mißbraucht er sie. Die Lebenslage des einzelnen ist dabei nicht ausschlaggebend, denn schon das Streben nach den Genüssen des Lebens ist Mißbrauch der ihm zugehenden Lebenskraft und der ihm durch Gottes Liebe geschenkten Gaben. Ob ihm das Leben Erfüllung bringt oder nicht, ändert nichts an der Tatsache, daß er durch sein Begehren die Dunkelheit der Seele verschlimmert, denn das Sinnen und Trachten danach hält die Seele von ihrer eigentlichen Aufgabe zurück. Also es kann das Leben des Menschen leer bleiben und arm an irdischen Freuden und bringt ihm dennoch keine seelische Höherentwicklung, weil das Verlangen auf irdischen Genuß gerichtet ist. Ihnen wird die Erfüllung oft versagt, um sie von ihrem Sinnen und Trachten abzuwenden, dem geistigen Erleben zu, und sie finden doch nicht den Weg ins geistige Reich. Höchstes Ziel ist und bleibt ihnen irdisches Glück .... Und eine solche Einstellung verringert nicht die Gottferne, ist also Ursache eines unvorstellbar folgenschweren Mankos am Ende des Erdenlebens, und dieses Manko ist nicht mehr auszugleichen, sowie die Seele den irdischen Leib verlassen hat. Wiederum kann eine kurze Erdenzeit genügen, das Versäumte nachzuholen, wenn es der Mensch ernst nimmt mit seiner seelischen Gestaltung. Und darum treten in den letzten Lebensjahren immer öfter die Gelegenheiten an den Menschen heran, die er nur zu nützen braucht und die ihm, so er willig ist, unvergleichlichen Segen eintragen können, denn Gott läßt irregeleitete Seelen nicht ohne Beistand, auch wenn der Mensch ihn nicht bejaht, das heißt durch seine Einstellung zu weltlichen Freuden und irdischem Gut sich dem Gegner Gottes zuwendet. Er ringt um dessen Seele bis zu seinem Tode. Immer wieder ist Er mit Seiner Hilfe bereit und leitet ihn so, daß seine Gedanken hingelenkt werden in geistiges Gebiet. Und immer wieder wird seinem Willen Gelegenheit gegeben, sich zu entscheiden. Denn das ist göttliche Liebe, die nicht fallenläßt, was sich Ihm entziehen will. Doch bestimmend eingreifen in den Willen des Menschen wird Gott niemals, aber so offensichtlich die Menschen zusammenführen, die einander ergänzen können, das heißt , Er läßt unwissende Menschen in Verbindung treten mit solchen, die gebend und belehrend ihnen dienen können. Es ist oft eine schwere Aufgabe, solange die Welt noch reizt und dadurch der Wille geschwächt ist für die Entgegennahme geistiger Wahrheiten. Doch zuweilen genügen auch nur geringe Versuche, daß der Mensch aufnahmefähig dafür wird .... und zwar, wenn die Welt ihn karg bedenkt .... Unerfülltes Kundgabe 2083 29 Kundgabe 2083 Verlangen kann auch dazu führen, daß das Verlangen überwunden wird, und dann war es segensreich. Es ist dem Menschen dann der Kampf gegen sich selbst, gegen die eigene Begierde, leichtgemacht worden, indem ihm die Erfüllung versagt blieb. Und es ist dies auch eine Gnade Gottes, die zur rechten Entscheidung des freien Willens führen kann. Was die Menschen oft so bitter und hart verurteilen, dafür werden sie dereinst Gott danken, so es zum rechten Erfolg geführt hat .... oder es bitter bereuen, wenn ihr Wille auch diese Gnade unbeachtet ließ .... Amen

30 Mißbrauch göttlicher Gaben (Talente) ....

Kundgabe 8660 31.10.1963

Glaubet nicht, daß ihr ungestraft Meine Ordnung von Ewigkeit umstoßen könnet, glaubet nicht, daß euch ein Segen erwächst aus einem Tun, das Meiner gesetzlichen Ordnung widerspricht. Und es wird dies immer der Fall sein, wenn ihr die Gaben mißbrauchet, die ihr empfanget als Mensch, die also Funktionen in euch auslösen .... die euren Willen zum Wirken veranlassen .... Der Mensch ist kunstvoll beschaffen, er ist ein Schöpfungswerk, das Meine Liebe, Weisheit und Macht beweiset, alle seine Funktionen sind sinnvoll und konnten nur von einem Schöpfer erdacht werden, Dessen Weisheit unübertrefflich ist .... nur daß die körperliche Beschaffenheit verschieden ist, daß nicht alle Menschen über die gleichen Fähigkeiten verfügen und auch der Wille, sie zu verwerten, schwächer oder stärker ist. Also es sind die Menschen verschieden veranlagt in ihrem Können und Wollen .... sie werden auch verschieden stark von Meiner Kraft durchflutet, weil dies auch vom Willen des Menschen abhängig ist, ob er Meine Kraft anfordert, die ihm immer zur Verfügung steht, oder ob er nur seine Lebenskraft nützet, die naturmäßig auch schwächer oder stärker ihm zuströmt. Also es kann ein Mensch in vollster körperlicher Gesundheit über mehr Lebenskraft verfügen als ein Mensch, der einen geschwächten Körper besitzt; letzterer aber kann wieder durch direkte Anforderung Meiner Kraft die eigene Kraft merklich erhöhen und daher auch Leistungen vollbringen, die die des Mitmenschen übertreffen. Und so auch sind dem Menschen Talente mitgegeben, die auch in verschiedener Weise zum Ausdruck kommen. Alle diese Talente sind Gaben Meinerseits, Gnadengeschenke, die der Mensch im Erdenleben richtig verwerten soll, indem er wieder dem Mitmenschen dienet nach seinen Kräften, denn alle Talente wird er entwickeln wollen und dadurch entweder zum Segen oder zur Freude wirken, vorausgesetzt, daß sich der Mensch immer in der göttlichen Ordnung bewegt. Doch alles Göttliche kann durch Einwirken Meines Gegners auch verzerrt werden .... Denn was er tun kann, um die göttliche Ordnung umzustoßen, das wird er nicht unversucht lassen .... Je mehr nun der Mensch ihm hörig ist, je mehr der Gegner in ihm den Glauben an einen Gott zerstören kann, wird er ihn auch beeinflussen können, die in ihm ruhenden Fähigkeiten .... die Talente .... verkehrt auszubilden. Er wird ihm den Sinn nehmen für alles der göttlichen Ordnung Entsprechende, er wird die „natürliche Harmonie“ zerstören wollen .... Er wird immer so denken, wollen und schaffen, daß es dieser Ordnung, der Harmonie, widerspricht .... Es wird dann des Menschen Denken und Empfinden verwirrt durch den Einfluß des Gegners. Und es entstehen dann Zerrbilder, ganz gleich, in welchem Gebiet sich der Mensch betätigt. Die Menschen werden verkehrt denken und ihre Gedanken niederschreiben, so daß Schriften entstehen, die nicht zum Segen des Mitmenschen sind, die völlig falsche Folgerungen aufstellen und dem Leser keine Befriedigung geben können, der sich noch in göttlicher Ordnung bewegt .... Und nur des Gegners Anhang wird sie bestätigen und annehmen. Doch ihre Seelen werden nichts gewinnen, sondern noch das, was sie besitzen, verlieren .... Und so werden die verschiedensten Talente mißbraucht werden durch Antrieb des Gegners .... Was sie nun ins Leben rufen, werden immer Zerrbilder sein dessen, was Ich den Menschen zur Beglückung schaffe .... Hände, Augen und Ohren werden mißbraucht in ihren Funktionen, unharmonisch und verzerrt Kundgabe 8660 31 Kundgabe 8660 werden ihre Auswirkungen sein, denn sie sind gelenkt von dem, der gegen die göttliche Ordnung, gegen das Vollkommene ist und der auch die Menschen zu ihrem Wirken veranlaßt, sich gegen Mich zu stellen, indem sie Werke schaffen, die alles andere beweisen als göttliche Gaben, die der Mensch empfangen hat .... die vielmehr ihren Ursprung haben in einem Gebiet, wo alles aus der Ordnung herausgetreten ist. Und daß diese Produkte satanischen Wirkens auch wieder ihre Anerkennung finden, beweiset den Geisteszustand der Menschen, denn diese sind nicht von Natur aus so geschaffen, daß ihnen die Fähigkeit einer rechten Beurteilung mangelt, sondern ihre Glaubenslosigkeit verwirrt ihre Sinne .... sie können nicht klar denken, selbst wenn ihr Verstand, irdisch gesehen, scharf ist, doch die geistige Blindheit kommt in ihrem verkehrten Urteil zum Ausdruck, sie haben nicht mehr das Vermögen, Harmonie und Disharmonie zu unterscheiden, und immer wieder schließen sich Menschen gleicher geistiger Gesinnung ihnen und ihrem Urteil an. Und es ist diese Verbildung schöpferischer Erzeugnisse nur ein Zeichen der großen geistigen Verwirrung, ein Zeichen offensichtlichen Wirkens Meines Gegners und somit auch ein Zeichen des nahen Endes, denn ein Ausreifen der Seele ist nicht mehr gewährleistet, wo sich bald nichts mehr in göttlicher Ordnung bewegt. Weisheit, Liebe und Allmacht bezeugen alle Meine Schöpfungen, und sie müssen auch zu erkennen sein im menschlichen Schaffen und Wirken, alles muß Harmonie ausstrahlen und die Seele des Menschen wohltätig berühren, die Mir zugewandt ist .... Wer sich aber noch in Entfernung von Mir befindet durch seine falsche Einstellung zu Mir, durch Glaubenslosigkeit oder Wandel im Irrtum, dem geht auch das rechte Empfinden ab für jegliche Harmonie, weil seine Seele noch dem angehört, der Mein Gegner ist .... Amen

32 Alles dienet zur Vollendung ....

Kundgabe 6015 4.8.1954

Was euch auch begegnet im Leben, es dienet euch zur geistigen Vollendung .... Doch an euch selbst liegt es, ob ihr auch alles euch Begegnende auswertet. Die richtige Einstellung zu allem Geschehen an und um euch fördert eure Entwicklung .... eine falsche Einstellung dagegen hindert sie .... Die rechte Einstellung aber ist, daß ihr die Bindung suchet mit eurem Vater von Ewigkeit oder sie befestigt, so ihr sie bereits gefunden habt. Dann gereichet euch alles zum Segen, auch das schwerste Leid .... Eine geistige Aufwärtsentwicklung kann immer nur möglich sein durch Überwinden, kämpfend oder sich ergeben fügend, wenn ein Überwinden nicht möglich ist .... Und stets muß dazu Meine Kraft angefordert werden, weil ihr allein nicht stark genug seid. Und das Anfordern Meiner Kraft bedingt die Verbindung mit Mir und sichert euch auch einen geistigen Fortschritt. Ich bin wahrlich ständig bemüht, euch zu Mir zu ziehen, eure Gedanken Mir zuzuwenden, und tut ihr dieses nicht von selbst, daß ihr in eurem Herzen gedrängt werdet, Mich zu suchen, dann muß Ich so auf euch einwirken, daß euch die Not dazu veranlaßt, zu Mir zu kommen .... oder auch .... wenn ihr schon Mein geworden seid willensmäßig .... will Ich immer inniger ergriffen werden von euch, und dann kommen Nöte über euch, daß ihr euch stets mehr an Mich anschließet. Die Verbindung mit Mir ist Garantie für eine ständig zunehmende Vergeistigung eurer Seele, denn wo Ich bin, wird alles andere ausgeschaltet .... wo Meine Gegenwart ersehnt wird, dort ist kein Platz mehr für irdisches Begehren. Und das allein will Ich erreichen, wenn Ich es zulasse, daß ihr in Not geratet, daß ihr Leid tragen müsset, daß ihr selbst euch schwach und kraftlos fühlet. Der Spender der Kraft ist immer bereit für euch, doch überströmen kann Meine Kraft nur, wenn sie ein geöffnetes Gefäß findet, das euer Wille selbst also öffnen muß. Darum brauchet ihr nicht durch irdische Not euch ängstigen zu lassen, denn ihr selbst könnet sie beheben mit Meiner Kraft, die euch überreichlich zur Verfügung steht .... Ergebet euch in euer Schicksal und wisset, daß über allem Ich stehe, Der alles wandeln kann im Augenblick. Und was euch heut noch bedrückt, kann euch morgen schon zur Freude sein .... wenn ihr euch Mir anvertraut, wenn ihr euch Mir verbindet im Gebet und also nun auch der geistige Zweck jeder Not erreicht ist .... daß ihr wieder einen Schritt nähergekommen seid zu Mir, Der Ich angestrebt werden will von allen Meinen Kindern, daß Meine Liebekraft sie durchstrahlen kann und sie sicher schreiten zur Höhe .... Amen

33 Begründung schmerzlicher Schicksalsschläge ....

Kundgabe 7928 26.6.1961

Noch viele Möglichkeiten werde Ich euch schaffen vor dem Ende, die euch den Weg finden lassen sollen zu Mir .... Immer wieder werde Ich Mich euch offenbaren, wenn auch oft in schmerzlicher Weise, doch immer sollet ihr erkennen, daß ihr selbst euch euer Schicksal nicht bestimmen könnet, immer sollet ihr eine Macht über euch erkennen, Die in euer Leben eingreift und, wenn es nicht anders möglich ist, mit Härte, um euch noch vor dem Abgrund zurückzureißen, dem ihr blindlings zustrebt .... Ich will euch retten, und alle Meine Ermahnungen und Warnungen fruchten nichts .... darum muß Ich euch auch zuweilen hart anfassen und euch Wunden schlagen .... Ich muß euch das Liebste nehmen, das ihr besitzet auf Erden, Ich muß Tod und Krankheit über euch kommen lassen, ihr müsset von Schicksalsschlägen jeglicher Art getroffen werden, weil ihr nicht an Mich denket, weil ihr ein Leben führet ohne Glauben an Mich, euren Gott und Schöpfer von Ewigkeit, weil ihr nicht glaubet an eine Macht, Der ihr euer Leben verdanket. Und es werden sich die Fälle mehren, wo Ich Menschen auseinanderreiße, wo der Tod Einzug hält, wo Katastrophen jäh das Menschenleben beenden .... Ich werde Mich zeigen offensichtlich, doch auch nur von dem Willigen erkannt werden, der nun den Weg findet zu Mir und dann auch nicht mehr verlorengehen kann .... Das Ende rückt immer näher, und darum muß auch Meine Liebe, Weisheit und Macht oft noch eingreifen .... Es muß den Menschen die Vergänglichkeit des Irdischen immer wieder aufs neue gezeigt werden, sie müssen zur Besinnung gebracht werden, welch wertlose Ziele sie anstreben, und sie werden darum oft leiden müssen körperlich und seelisch, aber jederzeit auch Hilfe erfahren dürfen, wenn sie sich an Mich wenden und Mich um Beistand bitten in ihrer Not. Und auch die Mitmenschen sollen nachdenken darüber, daß sie vom gleichen Schicksal getroffen werden können, und zur Einsicht kommen, daß sie nicht um des irdischen Lebens willen auf dieser Erde weilen .... Ein jeder Schicksalsschlag kann diese Wirkung haben auf die Mitmenschen, daß sie nachdenklich werden und sich ihren eigenen Lebenswandel vorstellen, ob er dem Willen Gottes entspricht, wenn sie an einen Gott glauben .... Ein jeder Schicksalsschlag kann den Menschen zum Glauben verhelfen, wenn sie sich Mir zuwenden und an Meiner sichtlichen Hilfeleistung Mich auch erkennen können .... So erkläret auch ihr, die ihr Mein Wort empfanget, euren Mitmenschen Meine zuweilen hart- und lieblosscheinenden Eingriffe in das Leben der Menschen .... erklärt ihnen, daß Ich jedes Mittel versuche, um die Menschen zu gewinnen für Mich, und daß Ich auch nicht aufhören werde, immer wieder Mich zu äußern, denn jeder Schicksalsschlag ist eine Äußerung Meinerseits, der einen jeden treffen kann, doch immer nur das Ziel verfolgt, ihre Gedanken hinzuwenden zu Mir .... Denn es ist die Zeit nur noch kurz, und ihr Menschen achtet nur noch der Welt, aber nicht eures Seelenheils .... Die Welt vergeht, das heißt , ihr könnet nichts von der Welt mit hinübernehmen in das jenseitige Reich .... Ihr jaget immer nur toten Gütern nach, und ihr werdet darum immer wieder aufmerksam gemacht auf die Vergänglichkeit dieser Welt. Und immer wieder werdet ihr hören von Unglücksfällen und Katastrophen jeglicher Art, immer wieder werdet ihr Menschen- Verluste zu beklagen haben, und immer wieder werdet ihr euch fragen, warum solches ein Gott der Liebe zulässet .... Der Gott der Liebe will euch gewinnen für Sich, Er will Kundgabe 7928 34 Kundgabe 7928 euch selig machen, und Er will darum, daß ihr eure Gedanken Ihm zuwendet .... Meine Liebe nur ist Begründung alles dessen, was euch schwer betrifft, denn ihr geht auf endlos lange Zeit wieder verloren, wenn ihr Meiner nicht gedenket .... Und darum nur offenbare Ich Mich euch und greife auch hart und schmerzlich ein, wenn ihr Meiner liebevollen Mahnungen und Warnungen nicht achtet .... Denn Ich will nicht, daß ihr verlorengehet .... Ich will euch erretten noch vor dem Ende und euch bewahren vor einem weit schlimmeren Lose .... vor der Neubannung in den Schöpfungen der Erde, die unabwendbar ist, wenn ihr nicht noch vor dem Ende der Erde zu Mir findet .... Amen

35 Der Weg zur ewigen Heimat ....

Kundgabe 6549 17.5.1956

Der Weg zur Heimat kann lang und bequem, aber auch kurz und beschwerlich sein, je nach eurem Ernst, mit dem ihr euer Ziel erreichen wollet .... Ihr könnet aber auch sehr leicht einen ganz falschen Weg einschlagen, wenn es euch gleichgültig ist, wohin ihr gelanget .... Ein beschwerlicher Weg wird niemals zur Tiefe führen, denn der, der euch in die Tiefe locken will, zeigt euch solche Wege, die euch reizen, sie zu gehen .... Er wird euch niemals über einen beschwerlichen Weg zu sich locken. Darum solltet ihr immer bedenklich werden, wenn euer Erdenweg allzu leicht und freudenreich ist; ihr solltet euch dann stets fragen, ob ihr wohl recht gehet, ob es der Weg ist zur ewigen Heimat. Aber zumeist seid ihr zufrieden, wenn nur euer Erdenleben euch das schenkt, was ihr begehret, und ihr denket dann kaum an das Leben eurer Seele nach dem Tode .... Aber ihr solltet bedenklich werden .... Wollet ihr zur Höhe gelangen, dann muß euer Aufstieg auch Kraft erfordern, er wird niemals mühelos zurückgelegt werden können, es sei denn, ihr übergebt euch voll und ganz Mir und lasset Mich euch führen. Dann werdet ihr die Mühen des Aufstieges nicht so zu spüren bekommen, und dennoch geht der Weg aufwärts .... Darum achtet dessen, daß ein ebener Weg niemals zum Ziel führen kann .... und nehmet alle Nöte und Mühsal ergeben in den Kauf, denn sie garantieren euch einen Aufstieg zur Höhe, zu Mir, Der Ich niemals unten, sondern immer nur oben zu suchen bin. Und achtet darauf, daß ihr nicht von diesen aufsteigenden Wegen wieder auf die breite, bequeme Straße geratet, denn jederzeit könnet ihr euer Ziel wandeln, jederzeit ist euch Gelegenheit geboten, vom breiten Weg auf den schmalen, schwer gangbaren Weg zu wechseln, wie es aber auch umgekehrt jederzeit möglich ist, denn Mein Gegner wird nie aufhören, euch zu locken, und euch immer wieder reizvolle Gegenden vor Augen stellen, die euch veranlassen sollen, dorthin eure Schritte zu lenken, wohin er euch haben will .... Ein allzu leichtes Erdenleben mit irdischen Freuden und Genüssen jeglicher Art ist ein solcher breiter, leicht gangbarer Weg, der wohl auch noch vor der Beendigung des Erdenlebens vertauscht werden kann mit dem steilen Weg zur Höhe, aber dann das Erreichen des Zieles wohl noch möglich, aber doch sehr fraglich sein kann, denn kein Mensch weiß es, wann sein Erdenleben beendet ist und ob er noch zuletzt die Gelegenheit haben wird, auf den schmalen Weg, der zur Höhe führt, einzubiegen. Kein Mensch weiß, ob er jemals die versäumte Zeit nachholen kann, ob er im Erdenleben noch seine Zielrichtung wird ändern können .... Darum auch sollet ihr keinen eurer Mitmenschen beneiden, dessen Erdenleben sorglos und stets freudenreich scheint .... Er ist noch nicht auf dem rechten Wege, er wird noch zu sehr von dem bedacht, der ihn zur Tiefe locken will .... Und doch könnet ihr, an Meiner Hand geführt, euch auch des Erdenlebens erfreuen, nur werden eure Freuden und Wünsche andere sein, als ihr bei dem Mitmenschen beachten könnet. Denn die Gaben, die Ich euch austeile, sind anderer Art, aber sie können den Menschen weit mehr beglücken als irdische Güter .... Und sie vermitteln euch gleichzeitig die nötige Kraft, die ihr für den Aufstieg zur Höhe brauchet .... Und ihr habt wahrlich keine schlechte Wahl getroffen, wenn ihr schon frühzeitig abzweigt von dem breiten Weg auf den ungangbar scheinenden schmalen Weg zur Höhe .... Denn dann verlangt ihr nicht mehr danach, was ihr zurückgelassen habt .... ihr schauet nach oben und folget dem Licht, und ihr gelanget sicher zum Ziel, zu Mir in euer Vaterhaus .... Amen

36 Entscheidung durch Schicksalsführung oder Erleben ....

Kundgabe 7972 20.8.1961

Wisset, daß alles von Mir gewollt oder zugelassen ist, was euch im Leben begegnet, was euch als geistiges oder auch irdisches Erlebnis berührt. Denn der Lebenslauf eines jeden einzelnen Menschen ist von Mir bestimmt immer seiner geistigen Entwicklung gemäß. Und so kann euch auch alles zum Besten dienen, und ihr brauchet nicht zu Schaden kommen, wenn ihr alles aus Meiner Hand entgegennehmet und auch das Schwere ergeben traget, denn in der rechten Einstellung zu Mir werdet ihr auch jedes Geschehen recht auswerten, und eure Seele wird ausreifen. Euer Erdenleben dienet nur dem Zweck des Ausreifens eurer Seele .... Und diesem Zweck entsprechend treten alle irdischen Geschehen an euch heran, ob Leiden oder Freuden .... Jegliches Geschehen kann euch Mir näherführen, wenn dies euer freier Wille ist, den Zusammenschluß mit Mir zu finden. Aber auch Mein Gegner sucht euch zu gewinnen für sich, und es werden daher seinerseits Versuchungen an euch herantreten, die Ich zulasse, weil auch er noch ein Recht auf euch hat und er genauso seinen Einfluß auf euch ausüben wird, doch auch er euch niemals zwingen kann, sondern es eurem freien Willen überlassen bleibt, wieweit ihr euch beeinflussen lasset von ihm. Ihr selbst also entscheidet, und zwar durch eure bewußte Hinwendung zu Mir oder zu ihm. Und diese Entscheidung könnet ihr in jeder Lebenslage treffen, jedes Erlebnis, jeder Schicksalsschlag, jede Freude und jedes Leid kann euch zu dieser Entscheidung drängen. Und wenn ihr wisset, daß nichts geschieht ohne Meinen Willen oder Meine Zulassung, so wird euch auch bald nichts mehr zu beunruhigen vermögen .... denn sowie ihr eure Blicke und Gedanken zu Mir wendet, Mich an eure Seite rufet oder Mir im Gebet euch anempfehlet, reifet ihr geistig aus, und ihr habt wieder ein Plus zu verzeichnen für eure Seele. Es sind dies alles auch Glaubensproben, die ihr zu bestehen habt .... denn Mein Gegner wird alles daransetzen, euch von Mir zu trennen, euren Glauben zu schwächen oder zu zerstören an einen Gott und Vater, Der in Liebe immer bereit ist, Seinen Kindern zu helfen. Er wird immer euren Geist verdunkeln wollen, er wird Finsternis über euch zu verhängen suchen, auf daß ihr Mich nicht mehr erkennet als euren liebevollen Vater von Ewigkeit .... Und darum wird er gerade in Schicksalsschlägen sich vorzudrängen suchen und in euch Unwillen und Mißstimmung hervorrufen wollen .... Doch dann müsset ihr standhaft widerstehen und wissen, daß alles euch zum Besten dienet, was Ich über euch kommen lasse, und daß ihr im festen Glauben nur euch an Mich zu wenden brauchet, um auch schwerste Not zu bannen, indem ihr alles Mir übergebet, Der Ich wahrlich euch auch wieder heraushelfe aus jeder Not. Denn Meine ständige Sorge ist immer nur eure Rückkehr zu Mir .... Ich will euch an Mich ketten, nicht aber euch verlieren, und darum werde Ich euch auch immer Meine Liebe bezeugen, und an dieser sollet ihr niemals zweifeln. Es ist ein weiter Weg, den ihr schon gegangen seid und der euch Mir immer näherführte .... Die letzte kurze Wegstrecke erfordert von euch große Willensstärke, weil ihr euch bewußt zu Mir, zur Höhe, wenden sollet, während zuvor ihr gezogen wurdet von Meiner Liebe .... Aber diese Liebe gibt euch noch viel mehr, und sie tut alles, um eure Rückkehr zu Mir zu sichern .... Schenket Mir nur euren freien Willen, strebet im freien Willen Mich an, lasset euch nicht locken von der Welt, die Meines Gegners Mittel ist, um euch zu gewinnen .... Glaubet an Mich und Meine Liebe, und Kundgabe 7972 37 Kundgabe 7972 verlanget im Herzen zum Vater, und rufet Mich an in jeder Not des Leibes und der Seele .... Und wahrlich, es wird ein jedes Erleben immer nur eurem Aufstieg dienen, denn alles ist in Meiner Liebe und Weisheit begründet, was auch immer euch begegnen mag .... Und verlasset euch auf Meine Liebe und Meine Macht, denn Ich bin immer zur Hilfe bereit, wenn ihr Mich nur im Herzen rufet .... Amen