Erdenlebenszweck: Willens- und Wesenswandlung ....

Kundgabe 5303 26.1.1952

Der Erneuerungsprozeß muß sich an euch Menschen vollziehen, ansonsten ihr untauglich seid für das geistige Reich, für die Sphären des Lichtes. Damit ist gesagt, daß ihr, so wie ihr Menschen während eures Erdenwandels seid, nicht die Reife habt, die zum Verweilen im Lichtreich nötig ist. Es ist ein gänzlich anderer Zustand Bedingung, um vom Lichtreich aufgenommen zu werden als Bewohner, und diesen Zustand sollet ihr erreichen auf Erden, was sehr wohl möglich ist. Es ist also ein gewisser Wandlungsprozeß, in den ihr eingehen sollet, und ihr müsset euch freiwillig ihm unterziehen. Zwangsweise kann euer Wesen nicht gewandelt werden, ihr selbst bestimmet also euren Zustand am Ende eures Erdenlebens, und entsprechend eurem Wandlungswillen verlässet eure Seele den Körper .... lichtempfänglich oder noch mit dichten Hüllen umgeben, die keine Lichtstrahlung vertragen .... Welcher Mensch aber weiß darum, welcher Mensch denkt darüber nach, wenn ihm davon Kenntnis gegeben wird, und meint es ernst mit seiner Wesenswandlung? .... Jeder Mensch muß an sich arbeiten, er muß Fehler, Schwächen und Untugenden ablegen und sich selbst erziehen zur Demut, Sanftmut, Friedfertigkeit, Geduld, Barmherzigkeit; jeder Mensch muß sich zur Liebe gestalten, um alle diese Tugenden in sich vereinigen zu können, dann formt er sich so, daß er ins Lichtreich aufgenommen werden kann, dann ist sein Wesen vergöttlicht, dann hat er sich Meinem Urwesen angeglichen und somit es möglich gemacht, daß Ich Selbst mit ihm die Verbindung eingehen kann, denn alles uns- Trennende ist bewußt hinweggeschafft worden. Das Umgestalten seines Wesens war der Weg, der zu Mir führte, sein Erdenziel hat er erreicht und die letzte schwere Hülle abgelegt, sowie er seinen Körper verläßt, um nun als seliges Geistwesen ein ewiges Leben zu führen. Dann beginnt erst das rechte Leben .... Lasset diese Worte in euch lebendig werden: Das rechte Leben beginnt mit dem Eingang in das Lichtreich für euch .... Was zuvor war, ist nur die Leiter gewesen, die Vorbereitungszeit für das eigentliche Leben, das aber in dieser Vorbereitungszeit erworben werden muß. Ihr Menschen schaffet eifrig und unverdrossen für das irdische Leben, denn ihr haltet dieses für allein wichtig, und ihr sehet es als Selbstzweck an. Doch an das eigentliche Leben denket ihr nicht, weil ihr nicht an ein Fortleben nach dem Tode des Leibes glaubt. Oh, ihr seid Toren .... Euer Erdenlebenszweck ist ein ganz anderer, als nur für des Leibes Wohlergehen zu schaffen. Das wird euch immer wieder gesagt, doch ihr glaubet nicht daran, und ihr nehmet daher auch nicht eine Wesenswandlung vor, und das ist euer Untergang .... Denn so ihr nicht tauglich seid, einzugehen in das Reich des Lichtes, Ich euch aber auch nicht vernichten will und kann, weil ihr aus Mir hervorgegangen seid, so müsset ihr eure Wandlung anderweitig vollziehen, und das kann auch bedeuten einen tiefen Absturz und langsame Aufwärtsentwicklung nach Meinem Plan von Ewigkeit, wenn euch die Möglichkeit eines Ausreifens im Jenseits genommen ist .... Ihr müsset einmal diese Wesenswandlung vollziehen im Stadium als Mensch, davon kann euch auch Meine Liebe nicht entbinden. Das Stadium als Mensch aber ist das Endstadium eines undenklich langen Entwicklungsganges durch alle Schöpfungen der Erde. Als Mensch müsset ihr eine bewußte Willens- und Wesenswandlung vornehmen, soll dieser Entwicklungsgang erfolgreich beendet sein mit dem irdischen Leibestode .... Eure Kundgabe 5303 4 Kundgabe 5303 Erdenlaufbahn ist dann unwiderruflich zu Ende .... Es kann jedoch im geistigen Reich die Entwicklung noch ihren Fortgang nehmen, es kann noch im geistigen Reich die Seele zum Erkennen ihres elenden Zustandes kommen und sich zu wandeln suchen, wozu aber sehr viel Hilfe von Lichtwesen oder menschliche Fürbitte nötig ist. Es kann aber auch das Wesen zurücksinken in die tiefste Tiefe, weil es sich nicht erkannte und zu wandeln suchte .... Es kann ein entsetzliches Los auf sich nehmen müssen, um nach endlos langer Zeit wieder in den Wandlungsprozeß eingereiht zu werden, wo es sich von neuem bewähren muß .... Amen

5 Lebensaufgabe: Dienen in Liebe ....

Kundgabe 6202 1.3.1955

Dies ist eure Erdenlebensaufgabe, daß ihr einander dienet in Liebe .... Ihr könnet euch zur Höhe nur emporarbeiten durch dienende Liebe, denn diese allein erhöht den Reifegrad eurer Seele, sie allein macht euch fähig, nach eurem Leibestod in das Reich einzugehen, wo Licht ist und Seligkeit. Alle sonstigen Bemühungen nützen euch nichts, wenn ihr das Dienen in Liebe auslasset, wenn euer Herz verhärtet bleibt, wenn ihr herrschen wollet, wo ihr dienen sollet. Denn nur durch dienende Nächstenliebe machet ihr die einstige Sünde wieder gut, wo ihr die Liebe zurückwieset, wo ihr euch selbst der Liebe begabet, um nun dem zu folgen, der bar ist jeder Liebe, der sich auflehnte wider Mich. Das Erdenleben ist euch nur dazu gegeben worden, daß ihr euch wieder die Liebe, die ihr einst zurückwieset, erwerbet .... daß ihr beweiset, daß ihr euer Wesen wandeln wollet, daß ihr durch Wirken in Liebe diese eure Willenswandlung beweiset .... Ihr könnet also die Liebe nicht außer acht lassen, wenn ihr wollet, daß ihr wieder vollkommen werdet, wenn ihr wieder zu Mir zurückkehren wollet, um endlos selig zu sein. Es nützet euch nicht das Wissen darum, wenn ihr es nicht in die Tat umsetzet. Und dazu wird euch stets Gelegenheit geboten .... und stets werdet ihr Not um euch sehen, stets werden sich hilfsbedürftige Menschen an euch wenden und eure Hilfe erbitten .... Und dann lasset sie nicht von euch gehen, ohne ihnen geholfen zu haben, sowie euch dies möglich ist .... Und sorget euch nicht, daß ihr selbst Mangel leiden müsset, denn wie ihr ausmesset, so wird euch wieder zugemessen werden .... Doch lasset auch euren Verstand walten .... auch das will Ich euch anempfehlen, auf daß ihr nicht dem Nächsten mehr schadet als nützet .... Denn selbstverschuldete Not soll auch selbst behoben werden, wo dies im Bereich der Möglichkeit liegt .... Und daß es möglich ist, wenn der Mensch willig ist, das kann er auch von Mir selbst erbitten .... Ihr müsset also einen Unterschied machen zwischen Not und Leichtsinnigkeit .... Ihr sollet wohl Not lindern, aber niemals den Mitmenschen bestärken in Leichtfertigkeit, die ein großes Übel ist und darum nicht unterstützt werden soll .... Doch wo die Liebe helfend eingreift, wird die Not auch schnell behoben sein, denn Ich helfe nach, wenn Ich Liebe einerseits und Dankbarkeit andererseits erkenne .... Kein Mensch ist verlassen von Mir, und so er sich an Mich Selbst wendet, wird ihm auch ein Weg gewiesen, der ihn herausführt aus aller Not .... Wer sich aber nur auf den Mitmenschen verläßt, der hat keinen rechten Anspruch auf Hilfe, und ihn soll die Not zur Einsicht führen, daß er sich selbst wandeln muß .... Denn oft ist die Not für einen Menschen das Erziehungsmittel, das Ich anwende, um ihn für Mich zu gewinnen, daß die Not ihn zu Mir hintreibt, daß sie den Menschen Meiner gedenken lässet und er zu Mir seine Zuflucht nimmt, Der Ich ihn nun nimmer enttäuschen werde. Ich will, daß alle Menschen selig werden, und so auch will Ich, daß sie Mich erkennen sollen .... Viele Menschen aber denken nicht an Mich, solange es ihnen gutgeht auf Erden, und sie sind daher auf einem Wege, der abwärts führt, Meinem Gegner zu .... Nur durch Not kann Ich so auf diese einwirken, daß sie sich umwenden und Mich als ihr Ziel anstreben, daß sie ihre Hände bittend zu Mir erheben um Hilfe .... Und Ich werde einen solchen Ruf hören und ihnen die Hilfe senden, wenn es an der Zeit ist .... Wirket in Liebe, solange ihr auf Erden wandelt, und gebet, was dem Nächsten mangelt .... Und Ich will euch segnen und alles, was ihr in Liebe zu Mir zuwendet eurem Nächsten .... Amen

6 Wesenswandlung zur Liebe .... Gottes Gegenwart ....

Kundgabe 7351 1.5.1959

Gegenwärtig kann Ich euch nur sein, wenn ihr euch zur Liebe wandelt .... Meine Gegenwart aber ist für euch der Inbegriff der Seligkeit. Und darum solltet ihr alles tun, um euch wieder zur Liebe zu gestalten, die euer Wesen war im Anbeginn .... Meine Gegenwart ist gleichbedeutend mit Liebedurchstrahlung, und Liebedurchstrahlung wieder sichert euch Kraft und Licht, ohne welche ihr nicht selig genannt werden könnet. Wenn ihr aber licht- und krafterfüllt seid, dann könnt ihr auch wirken in vollster Willensfreiheit, der nun aber nicht mehr wider Mich gerichtet ist, sondern vollkommen in dem Meinen aufgeht. Ihr werdet selig sein, in dieser Freiheit und Kraft schaffen zu können, weil dies die Bestimmung jeden urgeschaffenen Geistes gewesen ist, die er selbst nur mißachtete und darum in die unselige Lage geraten ist, in der sich der Mensch, als noch unvollkommen, auf der Erde befindet .... Aber er kann selbst diese seine Lage ändern, er kann das unglückselige Los in ein seliges Los umwandeln, wenn er nur alles tut, um sich Meine Gegenwart zu sichern .... wenn er sich wieder zur Liebe wandelt .... Und es ist dies wahrlich nicht so schwer, denn er braucht sich nur Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe zur Richtschnur seines Erdenwandels zu machen und immer so zu leben, wie es diesen beiden Geboten entspricht. Und da er für sich selbst das Recht in Anspruch nimmt, vom Mitmenschen geachtet zu werden, da er selbst es als wohltätig empfindet, wenn dieser ihm Liebedienste erweiset, so kennt er auch genau den Weg, den er selbst zurücklegen muß, um den Liebegeboten gerecht zu werden .... Er braucht nur seinem Mitmenschen alles das anzutun, was er selbst wünschet, daß es ihm geschehe, wenn er in der gleichen Lage ist wie der Mitmensch. Was er als Wohltat empfindet, soll er dem Nächsten antun, und er wird auch immer dazu die Kraft und die Mittel haben, wenn er selbst es nur ernstlich will. Und was er anfangs mit Bedacht tut, das wird ihm bald Herzensbedürfnis werden, und er wird selbst erfahren, wie beglückend es ist, dem Nächsten Gutes zu tun, zu geben und zu helfen, wo es not tut .... Die Liebe wird sein ganzes Wesen erfüllen, und immer näher wird er Mir Selbst kommen, denn mit jedem Werk der Liebe zieht er Mich Selbst zu sich und sichert sich Meine Gegenwart .... Und dann erfüllt er auch seinen Erdenlebenszweck, er vollzieht die Umwandlung seines Wesens, er tut das, wozu ihm das Erdenleben gegeben wurde: Er sucht vollkommen zu werden, wie er es war im Anbeginn. Mit Meiner Gnade und Unterstützung wird er es auch schaffen, niemals aber ohne Mich, weil er dazu zu schwach ist. Er muß sich Meine Gegenwart sichern .... Er muß Mich bitten und also durch das Gebet Mir einmal nahekommen, er muß Mich darum ersuchen, ihm Kraft zu schenken für seinen Wesenswandel zur Liebe .... Diese Bitte wird ihm unwiderruflich erfüllt werden, denn sie bezeugt den ernsten Willen, diese Wesenswandlung vorzunehmen, und wer einmal diese Bitte an Mich gestellt hat, der wird auch immer wieder vor Gelegenheiten gestellt werden, wo er sich in der Liebe üben kann, wo es ihm keine große Überwindung kostet, weil er offensichtlich die Kraft aus Mir bezieht, die er sich erbeten hat. Nehmet es nur mit dieser eurer Wesenswandlung zur Liebe ernst .... und bittet Mich um Meine Hilfe .... Und wahrlich, Ich werde euch gegenwärtig bleiben und euch innerlich antreiben zum Wirken in Liebe, wo immer sich die Gelegenheit bietet, denn Ich will mit euch verbunden sein, und das kann nur geschehen durch die Kundgabe 7351 7 Kundgabe 7351 Liebe, die ihr im freien Willen bezeugen müsset, aber immer Meine Unterstützung erfahren werdet, wenn ihr nur ernstlich Mich um Kraft angehet, euren Vorsatz auch ausführen zu können. Ohne Meine Gegenwart vermögt ihr nichts, aber immer könnet ihr euch Meine Gegenwart sichern durch Wirken in Liebe oder ein Gebet im Geist und in der Wahrheit. Ich werde es hören und erhören, Ich werde bei euch sein und bleiben, Ich werde euch ziehen, bis ihr nicht mehr euch von Mir lösen wollet, bis ihr durch Wirken in Liebe die Bindung mit Mir so gefestigt habt, daß Ich euch ständig gegenwärtig sein kann und dann also auch die Rückwandlung zur Liebe vollzogen ist, daß ihr euer Wesen dem Meinen angeglichen und nun also euren Erdenlebenszweck erfüllt habt und nun wieder werdet wirken können, wie es uranfänglich eure Bestimmung war .... Amen

8 Immerwährender Kampf gegen die Welt ....

Kundgabe 7344 23.4.1959

Und wenn es euch gelüstet nach den Freuden dieser Welt, so denket nur daran, daß ihr geistiger Freuden verlustig gehet, weil ihr nicht beides zusammen besitzen könnt, das geistige und das irdische Reich, denn Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Die Freuden, die euch die irdische Welt bietet, werden immer nur den Körper befriedigen, nicht aber die Seele, die anderes benötigt, um zur Seligkeit zu gelangen, die nicht mit irdischen Genüssen abgespeist werden kann, sondern geistige Nahrung braucht, um selig zu werden. Und darum achtet stets auf euer Begehren, daß es nicht überhandnehme und das Begehren der Seele ertötet; achtet stets darauf, daß euch nicht irdische Freuden zurückhalten von geistigem Streben, daß sie gleichsam diesen entgegengerichtet sind .... daß der Mensch in geistigem Streben nachläßt im gleichen Maße, wie er sich selbst, das heißt seinem Körper, leibliche Genüsse zu verschaffen sucht. Und denket immer wieder daran, daß „Mein Reich nicht von dieser Welt ist ....“ Was euch also erfreut oder begehrenswert dünkt und dieser Welt noch angehört, das wird für euch immer ein kleines Hindernis bedeuten für den Weg nach oben, ins geistige Reich. Es ist euch nicht von Mir aus alles versagt, nur darf die Gefahr nicht dabeisein, abzukommen von dem Weg zu Mir .... Solange diese Gefahr nicht besteht, könnt ihr auch eurem Körper geben, was er verlangt .... Und das müsset ihr selbst feststellen, ob und in welchem Maße ihr gehindert werdet im Verkehr mit Mir, im eifrigen Streben nach Meinem Reich und seiner Gerechtigkeit. Und wenn ihr nun euch eine Gelegenheit entgehen lasset, die eurer Seele eine geistige Sättigung hätte bringen können, nur um eurem Körper eine Wohltat anzutun, dann ist das ein Unrecht an eurer Seele, die gleichfalls darbet und einer Stärkung bedarf. Der geistig Strebende wird niemals das geistige Reich oder seine Seele zurückstellen, er wird es immer an erste Stelle setzen, er wird nicht anders können, als seiner Seele zuerst zu gedenken, und er wird dem Körper nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken, bis er zuvor seine Seele wird versorgt haben. Und was er dann dem Körper antut, ist recht auch vor Meinen Augen, denn er gedachte zuerst Meines Reiches und Meines Willens, bevor er seines irdischen Daseins gedachte, und es ist dies recht und auch Meinem Willen entsprechend. Denn Ich habe euch in diese Welt hineingesetzt, weil ihr darin ausreifen sollet, und es wird auch eure Seele darin ausreifen, wenn ihr euch immer Meinen Willen vor Augen haltet und diesem gemäß wandelt auf Erden. Und Mein Wille wird immer bleiben, daß ihr zu Mir eure Augen erhebet, daß ihr Mich anstrebet, daß ihr die Verbindung suchet mit Mir, daß euch also das geistige Reich gefesselt hält und ihr nicht um der irdischen Welt willen euch wieder in die Materie vergrabet, die euer Tod ist. Und wenn euch große irdische Verlockungen reizen, dann seid stets achtsam, daß ihr nicht Schätze eurer Seele einbüßet .... daß ihr freiwillig hingebet, was eure Seele schon in Besitz genommen hatte .... daß ihr ihrer Begehren nicht achtet und sie in Not lasset um irdischen Besitzes oder irdischen Genusses willen. Die Welt ist euer Feind, suchet ihrer Herr zu werden und machet sie euch wohl untertan, aber lasset sie nicht zu eurem Herrn werden, dem ihr euch unterjochet und dadurch verlieret, anstatt zu gewinnen. Bleibt in ständiger Bindung mit dem Reiche, das nicht von dieser Welt ist, und ihr werdet wahrlich Sieger sein über die irdische Welt, sie wird euch dienen zu eurer Vollendung, weil diese allein euer Ziel ist .... Amen

9 Öftere Selbstbetrachtung nötig ....

Kundgabe 7307 13.3.1959

Gehet in euch und erkennet eure Schwächen .... Es tut euch eine öftere Selbstbetrachtung sehr not, denn ihr Menschen seid euch nicht dessen bewußt, daß ihr noch sehr mangelhaft gestaltet seid, weil ihr nicht euren Seelenzustand einer Kritik unterzieht, sondern ihr euch zufriedengebt, wenn nur euer Äußeres nach eurem Gutdünken in Ordnung ist. Doch letzteres trägt nicht zur Erhöhung der Seelenreife bei, die eine Arbeit für sich fordert, soll Erfolg gezeitigt werden. Und es tut not, daß ihr wisset, wie ihr beschaffen sein sollt und wie ihr beschaffen seid .... Darum sollet ihr des öfteren euch selbst Rechenschaft ablegen, ihr sollt Selbstkritik üben und als Maßstab immer nur Meine Gebote der Gottes- und Nächstenliebe anlegen .... und ihr werdet bald eurer Schwächen und Mängel innewerden, die mit klarster Deutlichkeit nun hervortreten, wenn ihr willens seid zu einer ernsten Wandlung eures Wesens. Und das soll euch gesagt werden, daß es ernster Wille des Herzens sein muß, nicht nur Vorsätze, die der Mund ausspricht nach außen hin, von denen aber das Herz nicht berührt ist. Ihr Menschen seid alle noch zu sehr weltlich eingestellt, und das hat zur Folge, daß die uneigennützige Nächstenliebe nur sehr wenig geübt wird, weil der Mensch immer erst an sich selbst denkt, der mit der Welt noch zu sehr verhaftet ist, ehe er des Nächsten gedenkt. Ist es euch aber ernst, daß eure Seele zur Reife gelange, dann werdet ihr auch ganz offen und ehrlich euch eure Schwächen und Mängel eingestehen und versuchen, dagegen anzugehen, um eine Wandlung zu erreichen und vor euch selbst als ernsten Willens dazustehen, denn der ernste Wille allein sichert den Erfolg, während eine oberflächliche Prüfung nicht als solche angesehen wird und auch keinen Erfolg für die Seele bedeuten kann. Es kann euch wohl in jeder Weise geholfen werden, daß ihr Beistand findet, sowohl in eurem Wollen als auch im Handeln, aber dennoch müsset ihr selbst die eigentliche Arbeit leisten an eurer Seele, und dazu gehört ein Sich-selbst- Beschauen und Erkennen, es gehört dazu der Vollernst einer Selbstprüfung, die euch nun auch enthüllen wird, wo eure Arbeit nun einsetzen muß, die euch dann aber auch sicherlich gelingen wird, denn dann findet ihr geistige Unterstützung in hohem Maße. Der ernste Wille ist alles, und dieser Wille wird auch gewertet von Dem, Den ihr lieben sollet über alles und Der euch auch die Liebe zu euren Brüdern geboten hat, die auch Seine Kinder sind und gleiche Liebe von euch beanspruchen. Daran aber lasset ihr es alle fehlen, und darum werdet ihr immer wieder Ermahnungen anhören müssen, euch selbst zu beschauen. Denn soll euch geholfen werden, dann müsset ihr erst wissen, wo Hilfe nötig ist .... Und erst, wenn ihr euch selbst erkennet, wenn ihr selbst euch Mühe gebet, euer Wesen zu erkennen, das noch weitab ist von der Vollkommenheit, werdet ihr euch bemühen, jene zu erreichen, wenn auch dies noch ein Willensakt ist von großer Festigkeit, aber doch möglich mit geistiger Unterstützung, sowie erkannt wird, daß ihr eines guten Willens seid und ernstlich eure Vollendung anstrebt .... Amen

10 Kraft des Wortes .... Tägliche Seelenarbeit ....

Kundgabe 7514 4.u.5.2.1960

Aus Meinem Wort sollet ihr euch die Kraft holen, die euch mangelt. Bedenket doch, daß Ich Selbst euch anspreche und daß dies wirklich ein Gnadenakt ist, der niemals ohne Wirkung sein kann. Bedenket, daß Ich Selbst euch mit Meiner Liebe anstrahle und ihr das nun auch fühlen müsset in Form einer Kraftzufuhr, die eurer Seele wahrlich großen Segen bringt. Und ihr werdet auch körperlich gekräftigt euch fühlen, wenn ihr euch innig Mir verbindet .... (5.2.1960) Und es werden euch immer wieder neue Gnaden zufließen, weil Ich eure Schwäche ersehe, euer geistiges und irdisches Versagen in Zeiten seelischer Not .... Aber ihr brauchet kein Versagen zu fürchten, wenn ihr euch nur an Mein Wort haltet: „Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid .... Ich will euch erquicken ....“ Ihr findet bei Mir immer die Hilfe, die ihr benötigt. Ihr brauchet nur vollvertrauend euch an Mich zu wenden, und ihr brauchet nur immer wieder Mein Wort zu hören oder zu lesen, durch das Ich allzeit als Vater Meine Kinder anspreche. Durch diese Ansprache empfanget ihr Kraft, und es wird sich euer Notzustand beheben, ihr werdet in seliger Gewißheit verharren, bis euch Hilfe kommet. Mein Wort birgt die Kraft in sich, die auf euch nun überströmt, wenn ihr euch von Mir ansprechen lasset, doch es muß dies auch in der Gewißheit geschehen, daß ihr von Mir angesprochen werdet. Ihr dürfet nicht das Wort lesen als Buchstaben, ihr müsset mit ganzer Seele dabei sein und Mich anhören, und ihr werdet die Wirkung Meines Wortes spüren in und an euch selbst, wie es auch nicht anders sein kann, weil alles, was von Mir ausgeht, Kraft ist und als Kraft auch wirken muß. Wenn ihr aber dennoch glaubet, unberührt zu bleiben, dann liegt es nur an euch selbst, daß ihr die Bindung mit Mir nicht innig genug herstellt, und dann gedenket nur Meiner Liebe, die euch gilt, und ihr werdet aus Meinem Wort dann die Liebe fühlen, und eure Seele wird gekräftigt sein .... 11 Kraft des Wortes .... Tägliche Seelenarbeit .... Kundgabe 7514a 5.2.1960 Jeder Tag gibt euch die Möglichkeit, an eurer Seele zu reifen, denn an jedem Tag könnet ihr euch Mir verbinden durch Liebewirken und inniges Gebet, und jede Bindung mit Mir macht ein Überströmen Meiner Kraft möglich, die sich immer günstig auswirken wird an eurer Seele .... Und wenn ihr nur jeden Tag es einmal möglich machet, daß euch eine Kraftzufuhr zugeht, dann könnet ihr auch mit Gewißheit eine Zunahme eurer Reife erwarten, und eure Seele hat gewonnen, es war der Tag nicht vergeblich gelebt .... Und sowohl zum Liebewirken als auch zu einer innigen Zwiesprache mit Mir habt ihr immer Gelegenheit, und es braucht daher kein Stillstand eures Reifeprozesses eintreten, ihr könnet zuversichtlich und heiter euren Lebensweg gehen, denn ein Plus zu erwerben für eure Seele bedeutet viel, angesichts des nahen Endes, das eben erhöhte Arbeit an eurer Seele erfordert. Und ob ihr auch körperlich nichts davon wahrnehmet, es geht vor allem um eure Seele, und diese braucht nicht leer auszugehen, selbst wenn irdisch der Tag euch keine großen Vorteile eingetragen hat. Aber ihr werdet auch irdisch Kraftzufuhr erlangen, wenn ihr ernstlich euren Vater im Himmel darum angehet, denn Er weiß um alle eure Nöte und wird sie auch gern beheben .... Ihr seid doch Meine Kinder, und Ich nehme Mich aller eurer Sorgen und Nöte an, aber Ich verlange auch euren Willen, der darauf gerichtet sein soll, geistig auszureifen .... Jedes Gebet zieht geistigen Segen nach sich, für euch selbst und auch für eure Lieben, denen eure Gebete gelten. Darum werdet ihr auch zu jeder Zeit Seelenarbeit leisten können, wie ihr auch beten könnet zu jeder Zeit, wenn ihr euch nur innig Mir verbindet und in Gedanken Worte stammelt .... Ich höre und verstehe sie, und Ich erfülle gern solche Bitten, die ein Kind im Vertrauen auf Meine Hilfe zu Mir sendet. Und so braucht kein Tag für euch ein verlorener sein, denn geistig könnet ihr immer euren Nutzen ziehen, vorausgesetzt, daß ihr guten Willens seid und Mir angehören wollet. Denn Ich rede hiermit Meine Kinder an, die das Verhältnis eines Kindes zum Vater schon hergestellt haben, die Mir nicht mehr abseits stehen. Denn die anderen können so manchen Tag vergehen lassen, ohne ernstlich ihrer Seele zu gedenken, und diese sind in großer geistiger Not. Und auch für sie könnet ihr beten, und es wird ihnen und euch zum Segen gereichen, denn die Menschen sollen alle zu Mir finden, weil nur in und mit Mir die Seligkeit zu finden ist, weil der Zusammenschluß mit Mir erstes und letztes Ziel ist, das ihr alle erreichen sollet. Denket nur immer daran, daß Ich euch liebe, daß ihr Meine Kinder seid und daß Ich nur ersehne, mit euch in steter Verbindung zu stehen, die aber von euch selbst hergestellt werden muß. Und schenket ihr Mir eure Liebe, dann schenket ihr Mir auch euren Willen, und dann werden eure Gedanken auch immer zu Mir gerichtet sein, und ihr werdet mit Gewißheit eurer Seele zur Reife verhelfen, ihr werdet nicht vergeblich leben auf Erden, weil jeder Tag euch dann Mir näherbringt, bis ihr mit Mir vereinigt seid auf ewig .... Amen

12 Kämpfen oder Dienen ....

Kundgabe 5913 24.3.1954

Vergesset nicht, daß ihr kämpfen müsset oder dienen .... Doch der Kampf soll nicht ein Kampf sein gegen euren Mitmenschen, gegen Schwache und Wehrlose, auch nicht, daß einer gegen den anderen zieht, um ihn zu überwinden um irdischen Erfolges willen. Es soll ein Kampf sein gegen euch selbst, gegen Fehler und Untugenden, Laster und Begierden .... Dieser Kampf ist nicht leicht und benötigt alle eure Kräfte; doch so ihr in diesem Kampf Sieger werdet, ist euch ein herrlicher Gewinn .... Ihr könnet aber auch einen anderen Weg wählen, um zu diesem Gewinn zu gelangen .... den Weg dienender Nächstenliebe. Sowie ihr dienet, besieget ihr gleichfalls euch selbst, denn ihr wandelt euer Wesen freiwillig um. Die Kraft, die ihr benötigt, um alle Fehler und Untugenden abzulegen, erwerbet ihr euch nun durch euer Liebeswirken, und ihr empfanget ein reiches Maß von Gnade .... so ihr in Liebe dienet .... Denn ihr habet nun als erstes die Überheblichkeit überwunden, ihr seid demütig geworden und könnet unbeschränkt nun Gnade empfangen .... Ihr brauchet keinen Kampf mehr zu führen gegen euch selbst, sowie ihr in Liebe dienet. Ein Dienen in Liebe ist nur eine andere Form des Kampfes wider sich selbst, doch mit dem gleichen Erfolg, den Sieg zu erringen über alles Unedle, über alle Begierden, über die Lieblosigkeit. Durch Kämpfen oder Dienen wird die Wesenswandlung im Menschen vollzogen, doch weit leichter ist das Dienen als das Kämpfen, und wer seinen Mitmenschen immer ein dienender Bruder ist, der stößt auf weit weniger Widerstand als der Mensch, der sich die planmäßige Selbstüberwindung zum Ziel macht, denn diesem wird von seiten der Mitmenschen nicht die Geduld und Liebe entgegengebracht, die sich der erstere erwirbt durch sein Verhalten gegen die Mitmenschen. Darum heißt es auch: Kämpfen oder Dienen .... weil dem Dienenden schwere innere Kämpfe erspart bleiben, die der andere oft zu bestehen hat. Ein Kampf mit der Waffe der Liebe ist immer aussichtsreich, und es ist wahrlich der der Stärkere, der in Demut dienet, denn er erreichet schneller sein Ziel, weil er stets reich bedacht wird mit Gnade und Kraft .... die der Kämpfende sich wohl auch erbitten muß, ansonsten er im Kampf wider sich selbst unterliegt. Sie wird ihm auch von Gott auf sein Gebet hin zugeführt, so daß ihm seine Wesenswandlung gelingen kann, doch erst dann erreicht ist, wenn auch er in Liebe dienet, wenn seine Ichliebe nach hartem Kampf zur uneigennützigen Nächstenliebe geworden ist .... wenn auch er nun Kraft und Gnade bezieht durch Wirken in Liebe .... Amen

13 Weltliebe - Satans Anhänger .... Gottesliebe - Überwinder der Materie ....

Kundgabe 5039 11.1.1951

Ein geistiges Leben führet nur der Mensch, der zu Gott verlangt, während der Anhänger des Satans ein rein weltliches Leben lebt auf dieser Erde, selbst wenn er ein scheinbarer Vertreter Gottes ist. Die Welt überwinden heißt auch den Satan überwinden, der Herr der materiellen Welt ist insofern, als ihm noch das unreife Geistige gehört, das in der Materie gebunden ist, obwohl ihm die Macht über das Geistige entzogen ist. Es ist wohl noch sein Anteil, weil es gleichen Geistes ist, doch seinem Einfluß nicht zugänglich, solange es in der Form gebunden ist. Dennoch ist es sein Mittel, um die Menschen .... das Geistige, das in der Entscheidung steht zwischen Gott und ihm .... zu sich hinüberzuziehen. Denn der Mensch, als anfänglich unreifes Geistiges, verlangt nach dem, was die Welt ihm vor Augen stellt. Doch er soll es überwinden .... Dann gehört er dem Vater von Ewigkeit an, Dessen Reich aber geistig ist. Wer also die Welt liebt und ihre Freuden, wer nach der Materie trachtet und nur für die Gewinnung dieser lebt, der gehört dem Gegner Gottes an und räumt ihm auch die Macht ein über sich selbst. Wer aber zu Gott verlangt, den reizt die Welt nicht mehr, er hat die Welt überwunden, ansonsten das Verlangen nach Gott nicht in ihm erwacht wäre. Folglich ist das Abwenden von der Welt auch ein Zeichen der Gott-Zugehörigkeit, im freien Willen angestrebt. Der Satan locket mit der Welt und hat sonach ein Zugmittel, dem die meisten Menschen verfallen, weil sie die Welt lieben. Weltliebe und Gottesliebe zusammen ist nicht möglich, und Weltliebe und Nächstenliebe wird auch nur selten zusammen anzutreffen sein oder letztere schon ein Abnehmen der ersteren bedeuten, und daran erkennet ihr die Anhänger Gottes und die Anhänger des Gegners von Gott .... Und es wird auch der Mensch so lange nicht den inneren Frieden finden, den Frieden der Seele, wie er den Gütern der Welt Beachtung schenkt, wie er sie noch begehret. Denn der Frieden der Seele kommt aus Gott, und Gott ist nur bei dem, der der Welt den Rücken zeigt. Der Mensch ist zwar in die Welt hineingestellt und muß seiner Erdenaufgabe nachkommen, und das zwingt ihn auch, Fühlung zu behalten mit der Welt. Doch es geht um das Begehren des Herzens, es geht um die innerste Gesinnung den Schätzen der Welt gegenüber, die völlig an Glanz verblassen werden, so das Streben nach dem geistigen Reich und seinen Schätzen den Menschen erfüllt. Dann steht er wohl gleichfort in der Welt, doch nur zur Erfüllung der Pflichten, die ihm das irdische Leben auferlegt. Die Welt aber reizt ihn nicht mehr, und das ist ein Zeichen, daß er die Welt überwunden hat und folglich auch ihren Herrn, daß er sich gelöst hat von dem Gegner Gottes, um die Verbindung mit Gott herstellen zu können. Niemand kann zweien Herren dienen, und welchem Herrn der Mensch dienet, ist klar ersichtlich an seinem Verlangen .... Die irdische Welt und das geistige Reich sind so weit voneinander entfernt, daß es wohl zu unterscheiden ist, wonach das Herz des Menschen verlangt. Und niemals kann der Satan herrschen in einem Menschen, von dem Gott schon Besitz ergriffen hat durch dessen Willen .... Amen

14 Der schmale und der breite Weg ....

Kundgabe 6359 19.9.1955

Der Weg, den ihr gehet auf Erden, kann herrlich, bequem und freudenreich .... aber auch mühselig und schwierig für euch sein, und zumeist wählet ihr den leichten, ebenen Weg und genießet alles, was euch dieser Weg an Freuden und Genüssen bietet .... Ihr schrecket vor dem schmalen Weg, der mühselig ist, zurück, und ihr fraget nicht nach dem Ziel des Weges, den ihr beschritten habt. Es genügt euch, für den Augenblick die Herrlichkeiten genießen zu können, die der breite Weg euch verspricht, aber ihr denket nicht daran, wohin er führt. Doch immer wieder zweigen schmale Wege davon ab, und immer stehen an diesen Abzweigungen Boten, die euch rufen und ermahnen, jene Wege zu gehen, die zwar nicht eben sind, sondern einen Aufstieg erfordern, weshalb ihr Kraft anwenden müsset, um den Aufstieg zu bewältigen .... Die Boten verheißen euch aber auch ein herrliches Ziel, sie versichern es euch, daß ihr die Mühseligkeiten des Weges nicht vergeblich auf euch nehmet, daß euch das Ziel reichlich entlohnen wird für alle Mühsal, für alle Verzichtleistungen, die dieser schmale Weg von euch forderte. Immer wieder habt ihr Gelegenheit, die breite Straße zu vertauschen, denn immer wieder begegnet ihr diesen Boten, die euch warnen, euren Weg fortzusetzen, und euch zu locken suchen auf den Weg, der nach oben führt. Ihr müsset ihnen Gehör schenken, ihr müsset euch ernstlich besinnen, daß ihr euch in einer Gefahr befindet, wenn ihr unbeirrt den Weg weiterverfolgt, der niemals zur Höhe führen kann, weil er keine Anstrengungen von euch fordert, wenn er scheinbar eben dahingeht, aber immer mehr abwärts, zur Tiefe, führt. Ihr müßtet selbst bedenklich werden, wenn euer Erdenleben stets euch Erfüllung eures Verlangens bringt, denn ihr müsset es euch eingestehen, daß es immer nur weltliche Freuden sind, die ihr begehret und euch schaffet .... Freuden, die vergehen wie Traumgebilde, von denen euch nichts Wertvolles zurückbleibt, vielmehr in euch eher ein Gefühl der Schalheit und des Unbehagens zurücklassen, wenn ihr ernstlich mit euch selbst ins Gericht geht .... Die Straße, die ihr wandelt, ist wohl von blumenreichen Hecken eingesäumt, und ihr fühlet euch behaglich in solcher Gegend, aber es ist nichts Echtes, es sind nur Vortäuschungen und Verhüllungen, die euch das dahinter Liegende verdecken sollen, und ihr würdet erschrecken, könntet ihr hindurchschauen und den Morast entdecken, den diese blumigen Hecken nur verbergen sollen. Die Wege aber, die aufwärts führen, erfordern das Überwinden von Unebenheiten, und es ist nicht leicht, solche Wege zurückzulegen, doch dem Wanderer winkt oben ein herrliches Ziel, er sieht ein Licht über sich erstrahlen, das unvergleichlich wohltuend sich über ihn ergießt und das ihn alle Mühsal vergessen lässet .... Und es weiß der Wanderer, daß dieses kein Blendlicht ist, er weiß es, daß die wahre Heimat ihn erwartet, die ihm dann alle Herrlichkeiten bieten wird. Und er legt gern und freudig den mühseligen Weg zurück, er achtet nicht der Beschwerlichkeiten, denn ständig empfängt er Kraft von oben, und darum erreichet er auch sicher sein Ziel .... Er kehrt zurück ins Vaterhaus, um selig zu sein und zu bleiben auf ewig .... Amen

15 Demut - Überheblichkeit .... Gefahr ....

Kundgabe 4919 22.6.1950

Dem Demütigen schenke Ich Meine Gnade, dem Überheblichen entziehe Ich sie, denn die Überheblichkeit erstickt die Liebe, während die Demut Liebe erweckt. Und darum gehört auch dem Demütigen Meine ganze Liebe, die ihn nun mit Gnade überschüttet ohne Maß. Empfindet der Mensch Liebe im Herzen zu seinem Mitmenschen, so kann er nicht ihm gegenüber überheblich sein, sondern er betrachtet ihn als seinen Bruder, und er dienet ihm aus Liebe, darum wird auch der Demütige Werke der Nächstenliebe verrichten, wofür Ich ihn segne und belohne wieder mit Meiner Liebe und Gnade. Wer überheblich ist, dessen Herz ist hart und gefühllos, er dienet nicht, sondern er will herrschen und wird darum von Mir nicht angesehen, weil dieses Gefühl, die Begierde zu herrschen, Anlaß war des einstigen Abfalls von Mir, der nur durch tiefe Demut Mir gegenüber gesühnt werden kann, also auch die Demut Rückkehr zu Mir bedeutet. Das Geistige war tief gesunken durch die Überheblichkeit, im Stadium als Mensch aber hat es schon wieder eine gewisse Höhe erreicht, wo nun aber die größte Gefahr ist, wieder in den Hochmut zu verfallen, sich selbst zu überheben, was in Lieblosigkeit dem Mitmenschen gegenüber zum Ausdruck kommt. Daß sich der Mensch durch den Hochmut auch aller Hilfsmittel zur Höhe beraubt, daß er sich dadurch Meine Gnade verscherzet, ist die größte Gefahr, auf die Ich euch stets aufmerksam mache, auf daß ihr nicht wieder in die Tiefe stürzet aus eigener Schuld. Alles, was überheblich ist, gehöret noch Meinem Gegner an, der in größter Abwehr gegen Mich verharrt und glaubt, Mich stürzen zu können. Er wurde Mein Gegner als einst höchster Lichtträger, weil er sich über Mich erhob .... er glaubte, sich über Mich stellen zu können, und stürzte in den tiefsten Abgrund. Die Überheblichkeit ist der erste Schritt zum grundlosen Fall .... die Demut dagegen die Leiter zur Höhe, die sicherste Brücke zu Mir .... Denn wem Ich Meine Gnade schenke, der erreicht sicher sein Ziel, weil Meine Gnade Hilfe bedeutet, Meinen Beistand und Meine Führung. Gedenket eurer einstigen Sünde, die euch von Mir schied, gedenket Meiner übergroßen Liebe, die euch zu Mir ziehen will; gedenket eurer Schwäche und Unvollkommenheit, und gedenket des weiten Abstandes, in dem ihr euch befindet, dann werdet ihr in tiefster Demut euer Haupt beugen und sehnend eure Hände nach Mir ausstrecken, und dann erfasse Ich euch mit Meiner Liebe und Gnade und gebe euch alles, wessen ihr bedürfet, um den Abstand von Mir zu verringern, um zu Mir zu gelangen, von Dem ihr ausgegangen seid. Doch wehe, wenn ihr euch niemals des Abstandes von Mir bewußt werdet, wenn ihr euch zu erhaben glaubt, um zu Mir zu beten in tiefster Demut .... Dann kann euch keine Gnade zugehen, dann seid ihr noch in der Gewalt dessen, der euch zu Fall brachte, dann könnet ihr niemals frei werden von der Sünde der einstigen Überheblichkeit, denn ohne Meine Gnade könnet ihr nie und nimmer selig werden .... Amen

16 Der geistige Hochmut und seine Gefahr ....

Kundgabe 7803 21.1.1961

Der geistige Hochmut ist das größte Übel, denn diesen zu überwinden erfordert die größte Kraft. Und da der Mensch, der geistig hochmütig ist, noch voll und ganz dem Gegner angehört, wird er niemals Gott bitten um Zuwendung von Kraft, und er wird gefesselt bleiben, bis sein Herz zur Demut sich gewandelt hat .... was zumeist mehr als einen Erdenwandel erfordert, also eine Neubannung in der Materie benötigt. Der geistige Hochmut ist das Erbübel dessen, der aus Überheblichkeit gefallen ist zur Tiefe. Dieser wird seinen geistigen Hochmut auch in Ewigkeiten nicht aufgeben, und darum wird er erst dann den Weg zum Vater einschlagen, wenn er sich so klein und niedrig und kraftlos fühlt, daß er nun Kraft erbittet, die ihm dann auch geschenkt wird. Und so auch ist sein Anhang, der im geistigen Hochmut verharrt, der sich nicht beugen will unter den Willen Gottes, der darum auch keinen „Gott“ über sich anerkennen will, der als Mensch von dem Wert seines Ichs so voll überzeugt ist, daß er keine geistigen Belehrungen annimmt, daß er keine Hilfe zu benötigen glaubt, die ihm von seiten einer höheren Macht geleistet werden kann. Volle Glaubenslosigkeit und geistiger Hochmut werden immer zusammengehen, und weil der Mensch keinen Gott anerkennen will, wird ihm auch niemals die Kraft zufließen können, sich frei zu machen von jenem Erbübel, und der Mitmensch hat keinen Einfluß auf ihn, weil er sich erhaben dünkt über alles, was „Glauben“ voraussetzt, was in geistiges Gebiet hineinragt. Diese Menschen anzusprechen und ihnen das Wort Gottes zu vermitteln ist selten von Erfolg, weil sie ständig unter dem Einfluß des Gegners von Gott stehen, der auch seinen Anhang von Gott getrennt halten will, auf daß er selbst nicht geschwächt werde in seiner Macht und Stärke, die er zu besitzen glaubt in seinem Anhang. Es muß große irdische und körperliche Not über einen Menschen kommen, der geistig hochmütig ist, so daß er in sich das Gefühl der Schwäche merkt, das seine Gedanken wandeln könnte; er muß erkennen, daß er nichts ist und nichts ändern kann kraft seiner menschlichen Natur, und es muß ihn dieses Gefühl der Mangelhaftigkeit zum Nachdenken bewegen. Dann gibt er langsam seine Überheblichkeit auf .... weshalb es eine Gnade ist von unerhörter Bedeutung, wenn der Mensch in solche Lebenslagen versetzt wird, wo er sich seiner Schwäche und Mangelhaftigkeit bewußt wird und er daraus die Konsequenzen ziehen kann. Doch sein freier Wille bleibt ihm stets belassen, weshalb auch immer der Gegner seinen Einfluß ausüben wird und er dann ebensogut die Gedanken verwerfen kann, die in ihm auftauchen. Aber es wird um seine Seele gerungen auch von seiten der Lichtwelt, um ihn vor dem Lose einer Neubannung zu bewahren .... und wenn es ihnen nur gelingt, daß der Mensch vor seinem Tode seine völlige Niedrigkeit erkennt und daß er noch vor seinem Tode über sich eine Macht anerkennt .... Dann kann ihm noch im Jenseits weitergeholfen werden, und er braucht nicht noch einmal den Weg durch die gesamte Schöpfung zu gehen .... Dann ist es ihm gelungen, sich von der Herrschaft des Gegners frei zu machen, wenngleich die Seele im jenseitigen Reich schwer wird ringen müssen, um zum Licht zu kommen, das ihr auf Erden oft geleuchtet hat, aber nicht angenommen wurde. Doch Gott hat Erbarmen mit jeder Seele, und Er gibt sie nicht auf .... Aber der Mensch hat freien Willen, und dieser bestimmt allein das Los der Seele, wenn sie den irdischen Leib verläßt .... Amen

17 Reichtum oder Armut sind weder Vorteil noch Hindernis zur Seligkeit ....

Kundgabe 7110 3.5.1958

Und ob sich euch auch die schönsten irdischen Hoffnungen erfüllen, ob ihr steiget zu Ehre und Ansehen, zu größtem wissenschaftlichen Ruhm, ob euch auch irdisches Glück beschieden ist .... es nimmt alles sein Ende mit dem Moment eures Todes, und ihr nehmet nichts davon hinüber in das jenseitige Reich. Ihr werdet vielmehr doppelt eure Armseligkeit empfinden, wenn ihr nicht geistige Schätze aufzuweisen habt, die euch den irdischen Verlust ums Tausendfache ersetzen. Aber gerade das wird selten sein, daß ein Mensch, der auf Erden alles besaß, auch geistig gestrebt hat, der wohl viel irdische Güter sein eigen nannte und diese auch verwertet hat nach dem Willen Gottes .... der sich nicht von ihnen beherrschen ließ .... Zumeist sind die Herzen derer verhärtet, die irdisch reich bedacht sind. Und dem Zustand des Herzens gemäß ist dann auch der Zustand der Seele nach dem Leibestode. Die Erde und das geistige Reich sind ganz verschieden, daran sollten die Menschen immer denken, und so sollten sie auch niemals jene beneiden, denen das Erdenleben restlose Erfüllung bringt .... Denn ein solches Erdenleben garantiert nicht einen gleichen Zustand im jenseitigen Reich. Dagegen kann irdische Armut und Unansehnlichkeit zur Läuterung einer Seele beitragen, und in Licht und Glanz kann eine solche Seele eingehen durch das Tor zur Ewigkeit. Doch wie auch die irdischen Verhältnisse sein mögen, in die der Mensch schicksalsmäßig gestellt wurde, er hat immer die Möglichkeit, sich zur geistigen Reife zu bringen; es sind ihm in jeder Lebenslage die Mittel in die Hand gegeben, die seiner Seele zur Läuterung verhelfen .... Weder garantiert Armut und Leid ein ewiges Leben in Seligkeit, noch ist ein Erdenleben irdischer Erfüllung ein Hindernis für ein solches ewiges Leben .... Es liegt allein am Willen des Menschen, ob dieser geistig gerichtet ist und also aus jeder Lebenslage einen Nutzen für seine Seele zu ziehen sucht .... Es liegt allein daran, ob der Mensch die Bindung mit Gott herstellt, wozu er in jeder Lebenslage angeregt wird. Es besteht nur die Gefahr, daß jeder Gedanke an Gott zurückgedrängt wird, wenn sich der Mensch befriedigt fühlt von seinem irdischen Leben oder er stets größere irdische Erfolge zu erreichen sucht, wie aber umgekehrt auch jene, denen das Erdenleben jegliche Erfüllung versagt, sich in Verbitterung feindlich einstellen gegen das Schicksal und sie auch ohne Glauben dahingehen können .... also ebenfalls keine geistigen Erfolge verzeichnen bei ihrem Ableben .... Dennoch ist es bei weitem leichter, den Weg der Aufwärtsentwicklung zu gehen für die Menschen, die weniger bevorzugt scheinen während ihres Erdenlebens, denn von diesen wird gleichsam der Verzicht auf materielle Güter schicksalsmäßig gefordert .... sie brauchen nur sich damit abzufinden und auch ihre inneren Wünsche zum Schweigen zu bringen, und sie sind dann beträchtlich im Vorteil gegenüber denen, die gleichfalls schicksalsmäßig in Glück und Überfluß leben. Es braucht darum nicht immer der Arme bedauert werden, und noch viel weniger soll der Reiche beneidet werden, denn nur das ist von Wert, was sich die Seele des Menschen erwirbt .... Ist aber die Stunde des Todes gekommen, so bleibt alles Irdische zurück, und dann ist es weit leichter, sich von der Welt zu trennen, wenn nichts ist, was den Menschen noch an die Erde fesselt .... wenn er sich gänzlich frei machen konnte von der Materie, wenn das Denken des Menschen nicht belastet ist mit irdischen Dingen, die ihm sein Abscheiden schwermachen und ihn Kundgabe 7110 18 Kundgabe 7110 nur hindern an der ausschließlichen Bindung mit Gott, mit Seinem Reich .... Was auch das Erdenleben euch bieten mag, es wird hinfällig mit dem Moment eures Todes. Was ihr aber während des Erdendaseins entgegengenommen habt aus dem geistigen Reich, das bleibt bestehen. Und zu geistigen Gütern könnet ihr nur kommen, wenn euer Herz sich löset von den materiellen Schätzen, wenn ihr sie jederzeit hingeben könnet aus Liebe zu Gott und eurem Nächsten .... Dann werdet ihr stets mehr empfangen, als ihr hingegeben habt, dann werdet ihr euren geistigen Reichtum mehren, und ihr werdet dann auch irdische Reichtümer recht verwenden, das heißt dem Willen Gottes gemäß zu Werken barmherziger Nächstenliebe .... Dann aber brauchet ihr auch die Stunde des Todes nicht zu fürchten, denn ihr werdet nicht sterben, sondern eingehen zum ewigen Leben .... Amen

19 Genügsamkeit ....

Kundgabe 7401 30.8.1959

Ein genügsames Leben solltet ihr führen schon von Jugend an, und es wird euch die Überwindung der Materie leichter fallen, ihr werdet nicht begehren nach irdischen Genüssen, und es wird euch nicht schwer sein, davon abzustehen um geistigen Gewinnes willen. Je mehr aber die Gier erweckt wird nach irdischem Genuß, desto mehr hat die Seele dagegen anzukämpfen, denn sie wird immer gehindert werden durch ihre Begierden an dem Streben nach geistigem Gut, weil ihre Sinne gefangen sind und sich nicht leicht zu lösen vermögen von materiellen Dingen, die nur dem Körper Wohlbehagen schaffen, für die Seele aber schädlich sind und bleiben werden. Darum ist es schon ratsam, den Menschen ein gewisses „Fasten“ anzuempfehlen, aber dieses Fasten besteht nur in einer Begrenzung dessen, was die Sinne lebhaft begehren. Es ist dem Menschen nicht der gänzliche Genuß verboten, nur kann er sich selbst durch das Maß schädigen, indem er dann ebendie Sinne untauglich macht für die Entgegennahme geistigen Gutes, während ein „Überwinder“, ein Mensch, der sich selbst beherrschen kann und mit wenig zufrieden ist, leicht aufgeschlossen ist für Güter geistiger Art, weil diesen die Materie nicht mehr hindert, sondern er selbst sie sich untertan macht durch seinen Willen. Genügsamkeit kann niemals schaden, immer aber nützen .... wohingegen ein Übermaß immer schädigend ist und niemals der Mensch in den Besitz von geistigem Gut kommen wird, der nur seines Körpers Bedürfnisse stillt und darin kein Maß findet. Solange der Mensch sich selbst in der Gewalt hat, ist auch bei ihm ein Öffnen für geistigen Zustrom zu erwarten; wird aber der Körper übermäßig bedacht .... was jede Erfüllung von Begierden bedeutet .... dann verschließt sich der Mensch geistigem Zustrom, weil für beides zugleich keine Möglichkeit besteht, weil die Materie das Geistige ausschließt, weil es zwei verschiedene Reiche sind, die ihr Anteil abgeben, und beide zugleich nicht im Herzen Widerhall finden können. Aber ein gewisses Maß ist dem Menschen zugebilligt worden, denn was der Körper braucht zum Bestehen, das darf der Mensch begehren und sich zu eigen machen .... Doch je geringer dieses Maß in Anspruch genommen wird, desto mehr Vorteil zieht die Seele daraus, indem sie überreichlich bedacht wird mit den Gütern, die allein von Wert sind, weil sie unvergänglich sind und hinübergenommen werden in das Reich, das allein wirklich ist, das die Seele betreten wird, wenn sie sich von ihrem Leib löst und eingeht in das jenseitige Reich .... Dann wird sie in Fülle erhalten, weil sie zufrieden war mit wenigem, als ihr auf Erden alles zu Gebote stand .... Dann wird sie sich keinen Zwang mehr anzulegen brauchen, sie wird empfangen, was sie begehrt, und sie wird beglückt werden in Ewigkeit .... Amen

20 Reinigung des Herzens ....

Kundgabe 7367 19.5.1959

In Meinem Hause will Ich allein herrschen, und darum sollet ihr alles herausgeräumt haben, wollet ihr Mich in euer Herz aufnehmen, denn es darf dann für den anderen kein Platz mehr sein, weil Ich nicht sein kann, wo er noch weilet. Es ist dies wohl eine schwere Aufgabe für euch, das Herz völlig zu reinigen, alle Begierden abzulegen, alle Fehler und Schwächen zu bekämpfen und Mir das Herz als Wohnung herzurichten, wo alles licht und klar ist und Ich nun darin weilen kann, um euch zu beseligen schon auf Erden und auch dereinst in der Ewigkeit. Denn Meine Gegenwart trägt euch diese Seligkeit ein, Meine Gegenwart bleibt nicht ohne Auswirkung, Meine Gegenwart bedeutet für euch zunehmende Reife der Seele, Weisheit und Kraft, zu vollbringen, was euch zuvor unmöglich war. Wenn Ich in euch sein kann, dann werdet ihr euch nicht mehr einsam und verlassen fühlen, dann wisset ihr, daß ihr am Herzen des Vaters wohlgeborgen seid, daß euch keine Gefahren mehr drohen, daß euch Mein Gegner nicht mehr bedrängen kann und daß ihr immer näher eurer Vollendung seid, weil euch nun auch der Zusammenschluß mit Mir sicher ist, der alles für euch bedeutet. Aber ihr müsset zuvor eure Herzen reinigen, ihr müsset alles tun, um den hinauszuschaffen, der euch besitzen möchte für ewig, der aber euer Verderb ist. Ich aber will ebenfalls Wohnung in euch nehmen und euch besitzen für immer, doch teilen kann Ich nicht mit ihm, euer Herz muß voll und ganz Mein Eigentum sein, und es kann dies nur sein, wenn eure Liebe Mir voll und ganz gehört, und das heißt soviel, als daß ihr nichts anderes mehr begehret und besitzen möchtet als Mich allein .... Also muß alles irdische Verlangen ertötet sein, ihr dürfet nichts mehr begehren, als nur noch Kind eures Vaters zu sein und wie Kinder mit eurem Vater verkehren zu können. Und zu innigem Verkehr gehört auch innige Vereinigung, das Kind muß dem Vater nahe sein, der Vater muß bei Seinem Kind sein .... also Wohnung nehmen in euren Herzen. Ihr wisset nicht um die Seligkeit, die das Kind empfindet, wenn es sich ganz und gar geborgen fühlt in den Armen des Vaters, wenn es keine Furcht mehr hat, keine Not, kein Ungemach und keine Verfolgungen mehr zu fürchten braucht, wenn es in sich den Frieden gefunden hat, den nur innige Vaterliebe dem Kind bereiten kann. Und zu diesem Frieden könnet ihr alle gelangen, wenn es ihr euch nur ernst darum sein lasset, euer Herz zu säubern, daß ihr Mich darin aufnehmen könnt .... Jede Bangigkeit wird von euch weichen, die Unruhe wird euch verlassen, Schwächen und Leiden werdet ihr nicht kennen, in Kraft und Klarheit werdet ihr eure Wege gehen, weil ihr nicht mehr allein wandelt, sondern in ständiger Begleitung von Mir euer Erdenleben zurücklegt und also auch euer Feind .... Mein Gegner .... euch nicht mehr bedrängen kann, weil er in euch keinen Winkel mehr findet, wo er unterschlüpfen könnte, denn in eurem Herzen ist es durch Meine Gegenwart so hell geworden, daß er sich nicht mehr verbergen kann, denn er flieht das Licht und noch viel mehr Meine Gegenwart. Wollet ihr also zu innerem Frieden gelangen, dann lasset Mich nur einziehen in euer Herz und reinigt es von allem, was Mir noch den Eingang in euch verwehren könnte .... Und Ich will euch bei dieser Arbeit helfen, sowie Ich sehe, daß ihr euch nach Meiner Gegenwart sehnet .... Dann will Ich euch die Kraft schenken, alles zu unternehmen, um euer Herz würdig herzurichten als Wohnstätte für Mich, und Ich will freudig einziehen und immerdar bei euch verbleiben, denn Ich verlasse dann Mein Kind nimmer, das einmal Mir sich willig hingegeben hat .... Amen

21 Bewußte Seelenarbeit ....

Kundgabe 7530 24.2.1960

Keiner soll damit rechnen, daß ihm noch lange Zeit bleibt für die Arbeit an seiner Seele, denn niemand weiß, wann seine letzte Stunde gekommen ist. Es soll der Mensch so leben, als sei jeder Tag der letzte, der ihm beschieden ist. Er soll eifrig sein in seiner Tätigkeit für seiner Seele Heil .... Er soll keinen Tag vergehen lassen, an dem er nicht ein Werk der Liebe verrichtet hat, er soll seinem Nächsten mit Rat und Tat beistehen, er soll seines Gottes und Schöpfers gedenken und zu Ihm das Verhältnis eines Kindes zum Vater herstellen .... er soll jeden Tag beten zu seinem Vater und sich Ihm und Seiner Gnade empfehlen. Er soll sich Ihm anvertrauen und Ihn um Seinen Schutz und Seine Führung bitten, er soll sich gedanklich verbinden mit der Lichtwelt .... er soll immer nur das Gute wollen, und er wird dann auch nur das tun, was im Willen Gottes liegt. Es kann der Mensch viel dazu beitragen, daß seine Seele schnell ausreifet auf Erden, wenn er nur bewußt diese Seelenarbeit leistet, das heißt sich immer vor Augen hält, weshalb er auf dieser Erde weilet, und er dann immer so lebt, wie es dem Willen Gottes entspricht: wenn er die Gebote der Gottes- und Nächstenliebe erfüllt. Und er kann dies an jedem Tag zur Ausführung bringen, wenn es ihm nur daran gelegen ist, vorwärtszuschreiten in seiner Entwicklung, also sein Erdenleben zweckentsprechend zu leben. Aber er soll diese Arbeit nicht hinausschieben, weil er nicht weiß, wie lange er noch auf Erden lebt .... Das Wissen darum ist ihm vorenthalten, und es ist gut so, weil er sonst nicht frei wäre in seinem Willen .... Aber er gerät auch leicht in die Gefahr, leichtfertig seine Seelenarbeit hinauszuschieben, immer wieder damit rechnend, daß noch lange Zeit sei, daß er ernstlich seiner Seele gedenke .... Keiner weiß, wann seine Stunde gekommen ist, und sie kann euch plötzlich überraschen, und dann werdet ihr es bitter bereuen, wenn ihr im jenseitigen Reich erkennet, was ihr versäumtet auf Erden. Und es gehen viele Menschen völlig unvorbereitet ein in das jenseitige Reich, sie haben keinerlei geistigen Fortschritt zu verzeichnen, sie haben alles versäumt, was ihnen diesen Fortschritt eingetragen hätte, sie haben gelebt auf Erden nur für ihren Körper, der Seele aber niemals gedacht, die allein fortlebt nach dem Tode des irdischen Leibes. Und sie muß daher auch allein die Folgen tragen, in Qual und Finsternis zu schmachten oder in völliger Öde durch endlose Räume zu irren, arm und elend und in großer Not. Noch lebet ihr auf Erden und könnet eurer Seele dieses entsetzliche Los ersparen, doch ihr müsset das Leben auswerten und täglich und stündlich Seelenarbeit verrichten, die allein schon ein geistig-gerichteter Gedanke für euch sein kann, weil dann euch auch Lichtwesen beistehen und euch immer wieder in geistiges Gebiet zu ziehen suchen, was ihnen auch gelingt, wenn ihr guten Willens seid. Gedenket oft der Stunde eures Todes, und immer mehr werdet ihr auch die Schrecken des Todes überwinden, denn je mehr ihr an eurer Seele arbeitet, desto geringer wird die Furcht in euch werden vor der Stunde des Todes, denn dann seid ihr auch vorbereitet für diese, ihr lebt bewußt und geht auch bewußt und ohne Schrecken dem Ende entgegen, das euch immer wieder angekündigt wird. Wehe aber denen, die verantwortungslos in den Tag hineinleben, wenn der Tag sie überrascht, der ihrem Leben ein Ende setzt .... wehe denen, die niemals ihrer Seele gedachten und nur ihren Körper versorgt haben .... Ob sie sterben vorzeitig oder den Tag des Endes erleben .... ihr Ende wird ein schreckliches sein, denn die Seele wird das Los tragen müssen, das der Mensch selbst ihr auf Erden bereitet hat .... Amen

22 Veranlagung .... Triebe in den Vorstadien ....

Kundgabe 2321 3.5.1942

Die Veranlagung des Menschen entbindet ihn nicht davon, sich für sein Handeln und Denken verantworten zu müssen. Denn es steht einem jeden Menschen Kraft und Gnade zur Verfügung, jeglicher schlechten Veranlagung Herr zu werden, so er nur will. Zudem hat die Seele in die Verkörperung als Mensch Eigenarten herübergenommen, die sie sehr wohl hätte ablegen können in ihren früheren Verformungen und nun als Mensch die Aufgaben angewiesen bekommt, die ihrer jetzigen Veranlagung entsprechen, das heißt , die der Seele die Möglichkeit geben, erfolgreich aus dem Kampf gegen diese Veranlagung hervorzugehen. Doch immer muß der freie Wille dazu tätig werden, und auch diesen stärkt Gott entsprechend der Einstellung zu Ihm. Bringt der Mensch den Willen auf, Gott um Beistand zu bitten im Kampf wider sich selbst, wider die eigenen Schwächen und Fehler, dann strömt auch dem Menschen die Kraft zu, sich frei zu machen davon. Zwar bedarf dies eines erhöhten Ringens, das dem Menschen aber nicht erspart werden kann, weil die Seele in den Vorstadien die ihr gesetzten Grenzen überschritten hat .... das heißt , das Geistige, das seinen Aufenthalt in schon mehr gelockerter Form hatte, nützte diese Lockerung bis zu den letzten Grenzen, die ihm gesteckt waren. Es brachte gewissermaßen Triebe zur höchsten Entfaltung, die es nun in der Verkörperung als Mensch wieder dämpfen muß, was erhöhte Willenskraft erfordert. Ebenso kann das Geistige in den Vorstadien sich gemäßigt, also die ihm gesteckten Grenzen nicht voll ausgenützt haben, was nun einen weniger schweren Kampf der Höherentwicklung auf Erden zur Folge hat. Immer aber ist der Veranlagung Rechnung getragen worden durch die Lebensverhältnisse, in welchen das Wesen, entsprechend seiner Veranlagung, auch die Möglichkeiten hat, ihrer Herr zu werden. Scheinbar wohl hat mancher Mensch schwerer zu kämpfen, jedoch niemals wird etwas Unmögliches von ihm verlangt, da ihm jederzeit Kraft und Gnade ungemessen zur Verfügung steht, diese aber von ihm selbst angefordert werden muß, weil die Seele zuvor die ihr zugebilligte Freiheit genützt hat in verkehrter Weise und dies sie der Verantwortung nicht enthebt .... Amen

23 Leid als Läuterungsmittel oder Liebe ....

Kundgabe 7157 1.7.1958

Was zur Förderung der Seelenreife beiträgt, das werdet ihr oft als Last oder Ungemach empfinden, denn es sind des öfteren Mittel, um der Seele zur Entschlackung zu verhelfen, um sie lauter und lichtempfänglich zu machen. Zwar gibt es ein überaus wirksames Mittel, das für euch Menschen weniger schmerzvoll ist: Wirken in uneigennütziger Nächstenliebe .... Dann reifet die Seele sehr schnell aus, sie erwirbt sich stets mehr Kraft, und sie wird durch die Liebe geläutert und gewandelt in ihrem Wesen. Aber ihr Menschen lasset es zumeist an der Liebe fehlen, ihr habt noch viel Eigenliebe in euch, ihr seid noch nicht völlig selbstlos geworden in eurem Denken und Handeln, und darum muß die Entschlackung der Seele durch andere Mittel vor sich gehen, wie da sind Leid und Krankheit, Sorgen und Nöte, die euch dann auch belasten und euren ganzen Glauben erfordern, daß ihr ihrer wieder ledig werdet. Denn im tiefen Glauben könntet ihr Mir alle eure Nöte und Leiden anvertrauen, ihr könnet sie Mir übergeben und dann auch gewiß sein, daß Ich sie euch abnehme. Aber dieser tiefe Glaube geht auch wieder erst aus der Liebe hervor .... Und so bleibt immer die Liebe das Vordringlichste, es kann die Liebe nicht ausgeschaltet werden, es ist die Liebe das wahre und sicherste Mittel, frei zu werden von Krankheit und Leid, von Sorgen jeglicher Art .... Doch ihr wisset wiederum nicht, was eurer Seele für ein Segen erwächst, wenn ihr Menschen geduldig auch alles euch Belastende auf euch nehmet, wenn ihr alles ergeben traget um des Ausreifens eurer Seele willen .... Denn keine Seele ist schon so weit ausgereift, daß sie bei ihrem Abscheiden von kristallener Klarheit ist, daß Mein Liebelicht sie nun ungehemmt durchstrahlen könnte .... Mehr oder weniger haften jeder Seele noch Unreinlichkeiten an, und je mehr sie also diese noch auf Erden abstoßen kann, desto beglückter geht sie in das jenseitige Reich ein und dankt Mir als ihrem Gott und Vater für die Prüfungszeit auf Erden, selbst wenn sie noch so schwer war. Und jeder Tag im Erdenleben ist doch nur eine Gelegenheit zur Bewährung, jeder Tag ist für die Seele die Möglichkeit, geistige Reichtümer zu sammeln, und jeder Tag geht vorüber, und die Spanne Zeit bis zu ihrem Abscheiden von der Erde wird immer kürzer .... Sie währet nicht ewig, doch der Zustand der Seele, so er sehr mangelhaft ist, kann ewig währen .... Und würdet ihr Menschen alles Leid, das ihr erdulden müsset, immer nur ansehen als Läuterungsmittel, als die Bedingung für eine Entschlackung eurer Seele von allen ihr noch anhaftenden Schwächen und Fehlern, ihr würdet wahrlich das Leid segnen und euch dessen erfreuen, weil es euch geistigen Fortschritt bringt und einmal ihr es auch erkennen werdet, weshalb es nötig war während eures Erdendaseins. Jeden Tag sollt ihr betrachten lernen als eine Stufe auf der Leiter zur Vollendung .... die ihr aber auch ersteigen müsset, um zum Ziel zu gelangen. Einmal werdet ihr es erkennen, wie nutzlos jene Tage waren, da ihr nichts zu erdulden hattet .... es sei denn, sie waren ausgefüllt mit Wirken in Liebe .... Dann wird auch das Maß von Leid sich verringern, und es wäre wahrlich nicht soviel Not und Elend in der Welt, wenn die Liebe geübt würde, wenn die Menschen sich befleißigten, uneigennützige Werke der Liebe zu verrichten und dadurch die Seelenreife zu fördern in der natürlichsten Weise. Wenn ihr aber leiden müsset, so seid dankbar dafür und trachtet dennoch danach, euer Wesen zur Liebe zu gestalten, denn kurz nur ist euer Erdenleben, doch es ist entscheidend für die ganze Ewigkeit. Amen

24 Ihr Menschen sollt die Vollendung anstreben ....

Kundgabe 7997 19.9.1961

Ich habe kein anderes Ziel, als euch zur höchsten Vollkommenheit zu führen, weil ihr als Meine Kinder mit Mir schaffen und wirken sollet und dazu eure Vollendung gehört, die ihr im freien Willen erreichen sollet. Und dazu werde Ich euch verhelfen, solange ihr auf Erden weilet, wo ihr eure Willensprobe bestehen sollet, wo ihr beweisen sollet, daß ihr zu eurem Gott und Vater zurückverlanget, von Dem ihr euch einst freiwillig trenntet. Euer freier Wille nun kann euch im Erdenleben das Ziel erreichen lassen, er kann aber auch einen Stillstand oder erneuten Rückfall zur Tiefe veranlassen, und Ich werde euren Willen niemals zwingen, sondern ihm volle Freiheit lassen. Aber was Ich Selbst tun kann, das tue Ich, um eure Vollendung auf Erden zu erreichen. Denn Ich liebe euch, und Ich sehne Mich nach eurer Rückkehr, weil ihr aus Meiner Liebe hervorgegangen seid. Und die Liebe will stets beglücken, sie will euch erfüllen, weil ihr dann auch kraftvoll seid und die Kraft nun auch nützet zum Aufstieg zur Höhe. Doch nun steht ihr Menschen in der letzten Zeit, das heißt , es tritt eine Wende ein, geistig und irdisch, und es ist eurer Entwicklung eine Begrenzung gesetzt, es werden viele Menschen schon vor der Zeit abgerufen .... und ihr alle könnet nur noch mit einer kurzen Zeitdauer rechnen, daß ihr auf Erden lebt .... Und dennoch genügt auch diese kurze Zeit noch zu eurer Vollendung, wenn ihr sie nur ernstlich anstrebt, wenn ihr wollet, daß ihr den Zweck eures Erdendaseins erfüllt und Mich um Kraft und Gnade angeht, um Beistand und Stärkung eures Willens. Ihr könnt es glauben, daß ihr nur Mich zu suchen brauchet und daß Ich Mich auch finden lasse von jedem, der Mich ernstlich suchet .... Habt ihr aber einmal Mich gefunden, so lasse Ich euch wahrlich nicht mehr allein euren Erdenweg gehen; Ich erfasse euch, Ich halte euch fest an Meiner Hand, und Ich führe euch eurer Vollendung entgegen .... Und es ist in eines jeden Menschen Herz ein Fünkchen Meines Gottesgeistes gelegt, der euch von innen heraus drängt, eure Gedanken Mir zuzuwenden .... Ob ihr aber dessen Drängen beachtet, das steht euch frei, denn ihr werdet nicht gezwungen zur Willensrichtung zu Mir. Ich aber werde nicht aufhören, Mich euch zu offenbaren, und alle Geschehnisse im Erdenleben treten so an euch heran, daß ihr Mich, euren Gott und Schöpfer, erkennen könnet, wenn ihr nur nicht gänzlich Meinem Gegner verfallen seid, der auch um eure Seele kämpft, weil ihr durch euren einstigen Abfall von Mir ihm das Recht dazu gegeben habt .... Aber ihr besitzet dennoch Meine Liebe, die sich ewiglich nicht verändern wird und die euch auch nicht aufgibt, sondern beharrlich um eure Gegenliebe wirbt .... Und diese Meine Liebe hat eine solche Kraft, daß ihr freiwillig jeglichen Widerstand aufgebet, wenn ihr nur einmal euer Herz öffnet und sie einstrahlen lasset in euch. Dies aber muß euer freier Wille tun, denn Ich klopfe zwar an eure Herzenstür an, ihr selbst aber müsset die Tür öffnen und Mich eintreten lassen .... Dann aber seid ihr gerettet für Zeit und Ewigkeit; dann wird euer Wille sich auch Mir zuwenden, und Ich werde ihn erfassen .... Ich werde euch niemals mehr Meinem Gegner überlassen, wenn ihr freiwillig euch Mir ergeben und also von ihm euch gelöst habt .... Und diese Zuwendung zu Mir kann jederzeit erfolgen, und sie garantiert euch auch geistigen Erfolg in der kurzen Zeit, die euch noch bleibt auf dieser Erde. Doch das sollet ihr glauben, daß nur noch wenig Zeit ist, und ihr sollet Meine Ermahnungen und Warnungen ernst nehmen und eifrig an eurer Seele arbeiten, denn sie Kundgabe 7997 25 Kundgabe 7997 soll sich noch läutern von allen Schlacken, um klar und lauter eingehen zu können in das Reich des Lichtes und der Seligkeit, wenn die Stunde ihres Abscheidens von dieser Erde gekommen ist. Daß sie nicht verloren ist, wenn sie einmal ihren Willen, Mir zu gehören, bekundet hat, das ist gewiß .... Den Lichtgrad aber muß sie sich selbst schaffen auf dieser Erde, wozu Ich ihr aber wahrlich auch helfen werde. Eine völlige Hingabe an Mich trägt euch auch Meine völlige Besitznahme ein, und dann wird euch Kraft in aller Fülle zuströmen, die nun die Seele auch verwerten wird zu unausgesetztem Liebewirken .... Eure Seele wird sich entschlacken, sie wird immer vollkommener werden, sie wird nun ein Leben führen auf Erden nach Meinem Willen .... sie wird Mir so innig verbunden sein, daß Ich nun auch direkt auf sie einwirken kann, daß sie von Meinem Geist erfüllt ist und sie nun immer nur tut, wozu Mein Geist sie drängt .... Sie wird Meine Stimme hören und als Kind sich vom Vater leiten lassen, und sie wird wahrlich auch ihre Vollendung auf Erden erreichen .... Amen

26 Bedingung, um Vollendung auf Erden zu erreichen ....

Kundgabe 8523 9.6.1963

Bedenket, ihr Menschen, daß ihr schwach seid, solange eure Seele noch im Fleisch auf der Erde wandelt, und daß ihr daher jederzeit Kraft von Mir anfordern müsset, wollet ihr euer Ziel .... die Vollendung .... noch auf Erden erreichen. Denn die Kraft von Mir erst wird euren Willen stärken, der so lange noch schwach ist, wie der Gegner noch auf den Menschen einwirken kann, weil er noch nicht vollendet ist. Gerade euren Willen wird er immer schwächen, und für die Stärkung eures Willens bin Ich Selbst am Kreuz gestorben, und darum müsset ihr die für euch erworbenen Gnaden in Anspruch nehmen: Kraft und Stärkung eures Willens. Und eure Willensschwäche wird immer darin zum Ausdruck kommen, daß ihr noch nicht vermöget, euch restlos von der Welt zu lösen .... Zwar stehet ihr noch mitten in der Welt und müsset noch allen Anforderungen gerecht werden .... Es ist aber ein Unterschied, ob ihr nur die Pflichten erfüllet oder selbst noch die irdischen Freuden genießen wollet, ob euer Herz sich schon völlig frei gemacht hat von weltlichen Wünschen oder noch irdisches Verlangen hat .... Denn dann ist auch euer Wille nach geistiger Vollendung noch schwach, er gilt nicht ungeteilt Mir und dem Verlangen, euch mit Mir zusammenzuschließen .... Ihr machet immer noch Konzessionen, und ihr müsset also nun „Gewalt anwenden“ .... ihr müsset ernstlich die Löse von der Welt zu erreichen suchen, wozu ihr Kraft benötigt, die ihr immer wieder erbitten müsset und die ihr auch stets erhalten werdet .... Es ist also euer ernster Wille entscheidend, wohin er sich wendet .... Mir und Meinem Reich oder dem Reich Meines Gegners zu .... Und nun wieder ist euer Liebegrad bestimmend, nach welcher Richtung sich euer Wille entscheidet, denn wo Liebe das Herz erfüllt, werde Ich und Mein Reich immer dem Menschen begehrenswerter sein als die irdische Welt .... Darum prüfet euch zuerst, wieweit ihr die Ichliebe schon überwunden habt .... wieweit ihr von uneigennütziger Nächstenliebe erfüllt seid, denn diese ist gleich der Liebe zu Mir, und diese Liebe allein stellt den Zusammenschluß her mit Mir .... nicht das pure Verlangen nach Mir, das auch nur eine gewisse Eigenliebe sein kann, um die höchsten Wonnen seligster Gemeinschaft mit Mir gewinnen zu können .... Die rechte Liebe zu Mir wird aber erst bewiesen durch uneigennützige Nächstenliebe. Und diese allein erhöht den Liebegrad. Solange ihr für euch selbst noch kleine Freuden begehret, sollet ihr auch kleine Freuden dem Nächsten zu bereiten suchen, doch niemals aus Berechnung auf irdische oder geistige Erfolge, sondern innerlich getrieben von dem Verlangen, Glück und Freude zu bereiten. Solche selbstlose Liebebezeugungen werden euer Wesen veredeln, ihr werdet selbst euer Glück darin finden, Freude zu bereiten, und die Liebe wird in euch immer stärker werden, und im gleichen Maß wird die Liebe zur Welt abnehmen. Und darum sollet ihr euch ernsthaft Rechenschaft geben, ob ihr euren Nächsten liebet wie euch selbst .... Eure Vollendung ist nur von dem Grade der Liebe abhängig, den ihr auf Erden erreichet, und ihr könnet dann erst als „Kinder Gottes“ angesprochen werden, wenn ihr eure Mitmenschen als gleichfalls vom Vater ausgegangen anerkennet und ihnen daher auch die Liebe erweiset, die ein Bruder für den anderen empfindet und ihm alles antut, was ihr selbst wünschet, daß ihr es empfangt. Unterziehet immer die Liebe zum Nächsten einer ernsten Kritik, und arbeitet an euch selbst .... fordert von Mir die Kraft an, und ihr werdet auch euer Ziel erreichen, doch aus Kundgabe 8523 27 Kundgabe 8523 eigener Kraft vermöget ihr nichts .... Ich aber will, daß ihr euch vollendet auf Erden, also werde Ich euch auch helfen in jeder Weise, sowie nur euer Wille ernst ist .... Doch Gewalt werdet ihr immer anwenden müssen, solange euch noch die Welt in ihrem Bann hält .... Könnet ihr euch jedoch von der Welt lösen, so wird euch auch das Erreichen des Zieles immer leichter fallen, und ihr könnet dann mit Recht sagen: „Mein Joch ist sanft und Meine Bürde ist leicht ....“ Dann brauchet ihr keine Gewalt mehr anzuwenden, denn dann seid ihr krafterfüllt, und euer Wille strebt nur noch Mich Selbst an .... Denn die Liebe in euch ist die Kraft, die auch alles erreicht. Und ihr werdet es auch verstehen, daß der liebende Mensch auch voller Demut ist .... die dann auch in dem Verhalten zum Nächsten zum Ausdruck kommt, dem ihr die Liebe zuwendet .... Vergesset nie, daß die Liebe zum Nächsten der Gradmesser ist .... und daß ihr eure Liebe zu Mir durch uneigennützige Nächstenliebe beweisen müsset .... Denn „wie könnet ihr Mich lieben, Den ihr nicht sehet, wenn ihr euren Bruder nicht liebet, den ihr sehet?“ Und so kann wohl euer Wille Mir zugewandt sein, und er garantiert auch, daß Ich euch ergreife und nicht mehr fallenlasse .... Doch den Grad eurer Vollendung bestimmet ihr selbst und immer nur durch den Grad der Liebe zum Nächsten .... Aber ihr könnt ihn erreichen, wenn ihr nur ernstlich euren Willen dem Meinen unterstellet, und dann werdet ihr stets denken, handeln und wollen wie Ich Selbst, und ihr werdet sicher auch euer Ziel erreichen auf Erden .... daß ihr euch zusammenschließet mit Mir, um nun auch ewig selig zu sein .... Amen

28 Wirkung der Liebekraft ....

Kundgabe 7355 5.5.1959

Wer sich Mir bewußt hingeben kann in tiefer Liebe, den kann Ich auch erfüllen mit Meiner Liebekraft, die alles bedeutet für ihn .... Denn mit Meiner Liebekraft durchflutet zu sein ist auch gleichzeitig die Gewähr, daß alles Unreine verjagt wird, daß der Liebestrahl alles auflöst oder reinigt, was zuvor noch die Seele belastete. Darum fordere Ich immer wieder von euch, Mir euer Herz zur Wohnungnahme bereitzuhalten, das heißt , in vollem Willen zu begehren, daß Ich darin Wohnung nehmen möge, und von Herzen auch wünschen, daß diese Wohnung gereinigt sei und ausgeschmückt mit Werken der Liebe .... Denn nur die Liebe reinigt euer Herz, und nur die Liebe schmückt euch, so daß es Mir bei euch gefällt. Wo aber Liebe ist, kann nichts Böses Fuß fassen, denn Mein Gegner flieht die Liebe, weil sie seinem Wesen widerspricht. Und so ist die Liebe das Erste und das Wichtigste .... Die Liebe muß in euch entzündet werden und auflodern zur hellen Flamme .... einmal die Liebe zu Mir, Der Ich euer Gott und Schöpfer bin und als Vater von euch angesprochen werden möchte .... und zum anderenmal die Liebe zum Nächsten, der euer Bruder ist, der auch Sein Kind ist und das gleiche Anrecht hat auf Liebe von euch wie auch vom Vater. Und es sollte doch ein leichtes sein, diese Liebe zu Mir und zum Nächsten aufzubringen, wenn ihr euch nur der unzähligen Gnaden bewußt werdet, die ihr täglich von Mir empfanget, weil Ich alle Meine Kinder beglücken will .... Euer ganzes Erdendasein setzt sich zusammen aus solchen Gnadengaben, die in Meiner unendlichen Liebe begründet sind. Und ob ihr auch das Erdenleben zumeist als hart und schwer empfindet, so werdet ihr doch nicht leugnen können, daß es euch auch Schönes bietet, daß ihr immer wieder Meine Liebe erfahren dürfet, ansonsten ihr nicht mit Unbehagen an den Tod denken würdet, der euch von diesem Erdenleben befreit .... Ihr wollet alle nicht das irdische Leben hingeben, also muß es euch doch auch Schönes bieten, was ihr nicht missen möchtet .... Und alles das sind Gnadengaben, die euch Meine Liebe geschenkt hat und immer wieder schenkt, die auch dazu beitragen sollten, den Geber alles dessen zu lieben, was euch beglückt. Und ihr werdet Meine Liebe stets mehr erfahren, je bewußter ihr euer Herz öffnet, daß Ich Meine Liebe in euch hineinstrahlen kann .... Ihr werdet auch das Glück Meiner Liebeanstrahlung empfinden dürfen, seid ihr nur bereit, euch Mir ganz innig hinzugeben und Mich und Meine Gegenwart zu erfahren, die euch dann auch beglücken wird im Übermaß. Wie sehne Ich Mich nach einer solchen freiwilligen Hingabe an Mich, zu der euch das Herz drängt und das darum volle Erwiderung findet, indem Ich in euer Herz einziehe und nimmermehr Mich daraus entferne, weil eure Liebe Mich hält. Und wie glücklich werdet ihr selbst nun werden, wenn euch Meine ständige Gegenwart nun gewiß ist und ihr euch in Meiner Liebe geborgen fühlet. Dann wird euch auch Mein Gegner nicht bedrängen können, der Mich und Meine Liebe flieht und daher auch von euch Abstand nehmen wird, sowie ihr Mich in euer Herz aufgenommen habt .... Denn Meine Liebe ist gewaltig, und sie wehret alles von euch ab, was euch zum Unheil gereichen könnte .... Amen