Mahavatar Babaji

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Mahavatar Babaji ist eine mythologische Gestalt, ein Maha-Avatar (großer Avatar), der seit vielen Jahrhunderten im Himalaya in der Gegend von Badrinarayan leben soll. Er wurde durch die Autobiographie eines Yogi von Paramahansa Yogananda erstmals Mitte des 20. Jhd. der Öffentlichkeit bekannt. Die Wiedereinführung des Kriya Yoga soll auf Babaji zurückgehen, obwohl die Aufgabe praktisch von Lahiri Mahasaya durchgeführt wurde. Laut Yogananda weihte Babaji vor Lahiri Mahasaya auch Shankara und Kabir in den Yoga, und insbesondere in den Kriya-Yoga ein. In Indien soll seine Aufgabe darin bestehen Propheten zu helfen, ihrer speziellen Bestimmung gerecht zu werden, wodurch das vorangestellte Maha seines allgemeinen Namens begründet ist.

Sri Yukteswar sagte, der spirituelle Zustand Babajis sei jenseits des menschlichen Vorstellungsvermögens und damit unbeschreiblich. Selbst der Versuch einer Beschreibung muss unangemessen bleiben und sollte wohl eher gar nicht erwogen werden.

Laut Yogananda arbeiten Babaji und Jesus Christus gemeinsam an der Umsetzung des göttlichen Plans für die Erde während dieses Zeitalters. Ihre Aufgabe soll darin bestehen, Nationen zu inspirieren Kriege, Rassenhass, religiöse Sektiererei und den Materialismus aufzugeben. Während Jesus überwiegend körperlos wirken soll, soll Babaji seinen Körper nicht aufgegeben haben und mit ausgewählten Jüngern an wechselnden Orten im Himalaya leben. Seine Schwester, genannt Mataji oder Mutter, habe ebenso wie er Unsterblichkeit in ihrem Körper erlangt.

Heilige und Satgurus

PARAMAHANSA YOGANANDA
Der Satguru für christliche Yogis 

 Für alle, die in einer westlichen, christlichen Kultur aufgewachsen sind, ist Paramahansa Yogananda einer der wenigen selbstverwirklichten Meister, die den Yoga und damit östliches Gedankengut in einer für Christen annehmbaren Form gelehrt hat. 
Als Vermittler zwischen Ost und West hat Yogananda ein Zeichen gesetzt. Er ging nach Amerika, um die Botschaft des Yoga zu verkünden, damit alle, die ein offenes Herz dafür haben, Mut und Kraft schöpfen ein sinnvolles Leben zu führen. 

Vorgeschichte: Hoch oben im Himalaya erschien Jesus, die Augen erfüllt von göttlicher Liebe, dem großen Meister Babaji: "Die Lichter auf dem hohen Altar meiner Kirche", sagte er, "sind schwach geworden. Obwohl sie noch auf den niederen Altären guter Werke entzündet sind, brennt die edle Kerze der Inneren Kommunion mit Gott nur schwach und wird wenig beachtet. Lass uns zusammen, vereinigt in Christusliebe, die Lichter auf jenem hohen Altar aufs Neue entfachen!" Jesus selbst war es, der Babaji erschienen ist, und ihn bat, diese Lehre der Gottesverwirklichung in den Westen zu senden. "Meine Anhänger", stellte Jesus fest, "haben die Kunst göttlicher innerer Vereinigung verlernt. äußerlich tun sie gute Werke, aber sie haben das Wichtigste aus den Augen verloren, nämlich, "zuerst nach dem Königreich Gottes zu trachten." (Matt. 6,33) Die Botschaft, die er durch Meister in den Westen gesandt hat, besteht darin, den Leuten zu helfen, innerlich mit Gott in Verbindung zu treten

So geschah es, dass ein neuer Lichtstrahl auf die Erde gesandt wurde, durch die großen Meister des Yoga-Pfades. Babaji hat als Sendboten unseren verehrten Satguru Paramahansa Swami Yogananda auserwählt, damit er uns Vorbild, geistiger Führer und ein Licht auf unserem Weg sein kann. Babaji, der geheimnisvolle Heilige aus dem Himalaya, ist eine Inkarnation des größten indischen Propheten, Krishna. Yogananda selbst war Krishnas engster Freund und Jünger gewesen: Arjuna ("Prinz der devotees" nennt ihn die Bhagavad Gita). Während eines Gespräches über diese Inkarnation sagte Yogananda: "Das ist der Grund, warum ich in diesem Leben Babaji so nahe bin."

Yogananda sagte: "Mahavatar Babaji hat mich nach Amerika gesandt, damit ich die Lehre Christi richtig deute und dadurch beweise, daß sie mit der von Krishna in Indien verbreiteten Yoga-Lehre übereinstimmt. In den unsterblichen Wahrheiten, die diese beiden Avatare offenbarten, liegt die Lösung aller Fragen, die die Zukunft stellen mag. Deshalb hat mir Babaji, der in göttlicher Verbindung mit Christus steht, die besondere Aufgabe übertragen, diese Botschaft im Abendland zu verbreiten."

Die Linie der Meister unserer geistigen Familie, zu der wir uns zählen können, beginnt mit Jesus Christus und Bhagawan Krishna setzt sich fort mit Lahiri Mahasaya, Swami Sri Yukteswar und endet in unserem verehrten Satguru Paramahansa Yogananda. Mahavatar Babaji wachte über Yogananda, damit er in diesem Leben zu seinem Guru, Sri Yukteswar, finden konnte. Während eines Kumbha-Mela begegnete Sri Yukteswar dem Mahavatar, ohne ihn zu erkennen. Während des Gespräches sagte Babaji: "Auch du, Swamiji, hast in den kommenden, harmonischen Austausch zwischen Ost und West eine Rolle zu spielen. In einigen Jahren werde ich dir einen Jünger senden, den du darauf vorbereiten sollst, den Yoga im Abendland und in der Neuen Welt zu verbreiten. Die Schwingungen vieler nach Wahrheit dürstender Seelen kommen von dort wie eine Flut zu mir herüber. Ich weiß, daß es in Amerika und Europa potentielle Heilige gibt, die nur darauf warten, erweckt zu werden." Jahre später, als Yogananda endlich bei seinem Guru Yukteswar lebte und bei ihm lernte, erzählte ihm dieser von jener damaligen Begebenheit: "Mein Sohn", sagte er lächelnd, während das volle Mondlicht auf sein Antlitz fiel, "Du bist der Jünger, den Babaji mir vor vielen Jahren versprochen hat." Yogananda war glücklich zu hören, daß Babaji seine Schritte zu Sri Yukteswar gelenkt hatte, konnte sich aber nur schwer vorstellen, daß er später einmal im fremden Westen sein sollte fern von seinem geliebten Guru und dem friedlichen Leben in der Einsiedelei."

Als aber die Zeit gekommen war und Yogananda klar wurde, daß er seinen Meister, sowie Indien verlassen würde, wuchs seine Sehnsucht Gottes Trost und Zustimmung zu erlangen und Gewißheit um seiner Berufung. "Ein orientalischer Lehrer, der sich in die Atmosphäre des Westens wagt", dachte ich, "muß abgehärteter sein als einer, der in die schneebedeckten Regionen des Himalaja zieht." Eines Morgens in aller Frühe begann ich zu beten und war fest entschlossen, solange damit fortzufahren, bis ich die Stimme Gottes hörte selbst wenn ich darüber sterben müßte. Ich wollte Seinen Segen und Seine Zusicherung haben, daß ich mich nicht im Nebel des moderen Utilitarismus verirren würde. Innerlich war ich bereit, nach Amerika zu gehen, aber größer noch war mein Verlangen, Gottes Trost und Zustimmung zu erhalten. Ich betete ununterbrochen und versuchte, mein Schluchzen zu unterdrücken. Doch keine Antwort kam. Gegen Mittag hatte ich den Höhepunkt erreicht, und der Kopf schwindelte mir von der übergroßen Anstrengung. Ich hatte das Gefühl, daß mein Gehirn bersten würde, wenn ich nocheinmal meine ganze Kraft zusammennahm, um Ihn verzweifelt anzurufen. In diesem Augenblick klopfte es an der Haustür. Ich öffnete und ließ einen jungen Mann eintreten, der in das dürftige Gewand der Entsagenden gekleidet war. "Das muß Babaji sein", dachte ich halb benommen, denn der Mann der mir gegenüberstand, hatte die Züge des jugendlichen Lahiri Mahasaya. Er antwortete in melodischem Hindi auf meine Gedanken: "Ja, ich bin Babaji. Unser Himmlischer Vater hat dein Gebet erhört und mir aufgetragen, dir diese Botschaft zu bringen: Folge dem Geheiß deines Guru und gehe nach Amerika. Fürchte dich nicht; du wirst beschützt sein." Nach einer beredten Pause fuhr Babaji fort: "Du bist es, den ich auserwählt habe, die Botschaft des Kriya-Yoga im Abendland und in der Neuen Welt zu verbreiten. Vor langer Zeit begegnete ich deinem Guru Yukteswar auf einem Kumbha-Mela und sagte ihm, daß ich dich zu ihm senden werde, damit du seine Schulung empfängst." Ich war von Ehrfurcht und Hingabe derart erfüllt, daß ich kein Wort hervorbringen konnte. Tief bewegt, aus dem eigenen Munde des unsterblichen Guru zu hören, daß er mich zu Sri Yukteswar geführt hatte, warf ich mich stumm zu seinen Füßen nieder. Er richtete mich liebevoll auf und sagte: "Kriya-Yoga, die wissenschaftliche Technik der Gottesverwirklichung, wird sich schließlich über die ganze Erde verbreiten und den Menschen dazu verhelfen, persönlich mit dem transzendenten Gott, ihrem Ewigen Vater, in Verbindung zu treten. Auf diese Weise wird der Kriya dazu beitragen, die Völker einander näherzubringen."

Yoganadas Mission in Amerika hat viele Wahrheitsucher angezogen. Eine Menge von Menschen kam zu seinen Vorträgen und hörte die ewige frohe Botschaft. Immer wieder sprach er über Christus und versuchte aufzuzeigen, daß die letzte Wahrheit des Christentums und des Sanatana Dharma (ewiges Gesetz des Anbeginns der Schöpfung) übereinstimmt. "Alle heiligen Schriften der Welt solche, die die Jahrhunderte überdauert haben sagen im wesentlichen dasselbe aus und ermutigen den Menschen in seinen idealistischen Bestrebungen. Eine besonders glückliche Zeit meines Lebens verbrachte ich mit der Deutung verschiedener Teile des Neuen Testaments, die ich für das "Self-Realization Magazine" diktierte. Inbrünstig bat ich Christus, daß er mir helfen möge, die wahre Bedeutung seiner Worte zu erfassen, von denen viele während der letzten zwanzig Jahrhunderte gröblich mißverstanden worden sind. Eines Nachts, als ich in der Einsiedelei zu Encinitas saß und schweigend betete, wurde mein Wohnzimmer von einem opalblauen Licht erfüllt, und ich erblickte die strahlende Gestalt des Herrn Jesus. Er sah aus wie ein junger Mann von etwa 25 Jahren und trug einen spärlichen Bart und Schnurrbart. Sein langes,schwarzes Haar war in der Mitte gescheitelt und von einem schimmernden, goldenen Licht umgeben. Seine Augen waren unbeschreiblich wundersam und wechselten ständig ihren Ausdruck. Und mit jedem Ausdruckswandel erfaßte ich intuitiv die göttliche Weisheit die sie mir vermittelten. In seinem strahlenden Blick fühlte ich die Macht, die Myriaden von Welten aufrechterhält. Ein Heiliger Gral erschien an seinem Mund, kam zu meinen Lippen herab und kehrte dann zu Jesus zurück. Nach einigen Augenblicken begann er zu mir zu sprechen; seine Worte waren jedoch so persönlich, daß ich sie in meinem Herzen verschlossen halte."

Schon in Indien hatte Yogananda ein Erlebnis mit Jesus Christus: "Eines Tages, als ich in Rantschi mit den Jungen meiner Schule zusammensaß, sah ich jemanden hinter den Jungen auf uns zukommen und fragte mich wer das wohl sei. Dann sah ich, daß es Jesus war. Seine Füße berührten den Boden nicht, als er sich uns näherte. Er kam ganz nahe heran und entschwand dann. Einige Jahre später, in Boston, sah ich Jesus wieder. Ich meditierte und betete aus tiefstem Herzen zu Gott, denn ich fühlte, daß ich Ihn drei Tage lang vergessen hatte; so sehr war ich damit beschäftigt gewesen, die von ihm übertragenen Pflichten zu erfüllen. Ich sagte dem Herrn: "Ich möchte diese Arbeit aufgeben." Eben weil ich fühlte, daß meine missionarische Tätigkeit mich von Gott entfernte, betete ich: "Ich habe mich entschlossen abzureisen. Ich will nicht in Amerika bleiben und für dich arbeiten, außer wenn ich weiß, daß Du bei mir bist." Da kam gleich einem Lichtstrahl eine Stimme aus dem äther: "Was wünscht du dir ? Ich kann dich nicht gehen lassen." Ich antwortete der Stimme: "Laß mich auf einem goldfarbenen Meer Krishna und Jesus mit ihren Jüngern erblicken." Im selben Augenblick sah ich eine Vision Christi und Krishnas.

Ich schaute ein weites, blaues Tal umgeben von Bergen, die wie Juwelen funkelten. Um die schimmernden Gipfel bewegten sich leuchtende Nebelschleier. Ein diamantener Strom des Schweigens floß still dahin. Und dort erblickte ich Jesus und Krishna, wie sie Hand in Hand aus der Tiefe der Berge kamen: der Christus, der am Jordanflusse gebetet und der Chris-na, der seine Flöte am Dschamnaflusse gespielt hatte. Sie tauften mich in den leuchtenden Wassern, und meine Seele zerfloß in unergründlichen Tiefen. Aus allen Dingen begannen astrale Flammen zu lodern. Mein Körper und die Gestalten von Christus und Krishna, die schimmernden Hügel, der leuchtende Strom und der ferne Feuerhimmel wurden zu tanzenden Lichtern, während ringsumher feurige Atome sprühten. Schließlich blieb nichts als ein sanftes Leuchten zurück, in dem die ganze Schöpfung vibrierte. (Yogananda ist östlich geprägt, Jesus ist nur ein Meister unter anderen Meistern.)

Während ich noch zweifelte und Gott bat, meinem Unglauben abzuhelfen, sprach die Stimme: "Wenn ich gehe, wird sich das Zimmer mit dem Duft von Lotosblüten füllen, und jeder, der hier her kommt, wird ihn wahrnehmen können." Als die Vision entschwand, war der ganze Raum von wunderbarem Lotosduft erfüllt. Andere, die noch nach mehreren Stunden das Zimmer betraten, bemerkten den Duft."

Paramahansa Yogananda weihte viele Menschen in den Kriya-Yoga ein und seine Anhänger, die sich um ihn versammelt hatten, verbreiteten diese, seine Botschaft. Eine der Jüngerinnen (Sri Daya Mata) fragte ihn, kurz bevor er in den Mahasamadhi ging: "Meister, wenn der Guru nicht mehr da ist, dann wächst auch die Gemeinschaft meist nicht weiter an, sondern beginnt sich aufzulösen. Was wird uns zusammenhalten und uns inspirieren, wenn du nicht mehr in deinem Körper bist?" Nie werde ich seine Antwort vergessen: "Wenn ich diese Welt verlassen habe, kann nur die Liebe mich ersetzen. Seid so trunken von Gottes Liebe Tag und Nacht daß ihr von nichts anderem wißt. Und schenkt diese Liebe allen Menschen."

Liebe zu Gott und zu allen Menschen, in denen Gott ja gegenwärtig ist, lautet das ewige Gebot, das alle großen geistigen Meister auf Erden gepredigt haben: Die Botschaft göttlicher Liebe. Dabei ist nicht die enge, selbstsüchtige, persönliche und besitzergreifende Liebe gemeint, wie sie gewöhnlich zwischen Menschen besteht, sondern bedingungslose göttliche Liebe. Die Liebe, die wir eigentlich allen anderen schenken sollten, denn auch wir selbst verlangen zutiefst danach. Es gibt keinen unter uns, der sich nicht nach dieser Liebe, nach etwas Güte und Verstehen sehnt. Wir sind Seele, und das Wesen der Seele ist Vollkommenheit; deshalb können wir uns nie mit irgendetwas zufrieden geben, das nicht vollkommen ist. Doch werden wir nie wissen, was Vollkommenheit ist, ehe wir Ihn die vollkommene Liebe erleben, Ihn, den Vater, die Mutter, den Freund, den Geliebten: Unseren Gott !
 

Das herrlich Neue

Singe ein Lied, das noch keiner gesungen
Denke so, wie noch keiner gedacht.
Strebe nach Gipfeln, die keiner bezwungen;
Weine um Gott bei Tag und bei Nacht.
 

Lieb alle Menschen wie niemand zuvor,
Bestehe mutig den Kampf des Lebens.
Schenk Frieden dem, der den Frieden verlor
Und Hoffnung dem, der hoffte vergebens.

Paramahansa Yogananda
 
 © Urheberrecht und Copyright by by Sundara, Wien 1988
Soferne der Autor zitiert wird, können Artikel oder Artikelauszüge frei veröffentlicht werden.


Paramahansa Yogananda: Das Vermächtnis des Meisters:

Dieses Buch bringt einen Querschnitt durch die religiösen Einsichten und Unterweisungen eines großen spirituellen Lehrers. Vor allem aber spricht uns aus den Texten Yoganandas immer wieder jene innige Gottverbundenheit und Liebe an, wie sie nur wahren Mystikern eigen ist. Unserem Herzen und unserem Geist werden durch seine Meditationen unmittelbar Wege zur Selbsterkenntnis und Gotteserfahrung gezeigt - gehen müssen wir sie freilich selbst.

Neben Auszügen aus bereits veröffentlichten Schriften und Vorträgen, enthält der Band auch einzelne Gedichte Yoganandas und zum ersten Mal seinen Kommentar zu von ihm ausgewählten und übersetzten Teilen der Bhagavad Gita. Als einer der ersten Meister Indiens brachte er 1920 den geistigen Yoga in den Westen und bemühte sich um eine Verbindung zwischen Christentum und der spirituellen Weisheit des Ostens aber auch zwischen Wissenschaft und Spiritualität. Seine "Autobiographie eines Yogi" wurde zu einem Klassiker der esoterischen Literatur. Er war Begründer der "Self-Realization Fellowship", die bis heute allen Suchern offen steht und die Ideen Yoganandas sowie den Kriya-Yoga, eine Methode zur Transformation von Vitalenergie, weitergibt.

"Das Leben wurde uns gegeben, damit wir das Ewige Leben finden. Friede wurde uns gegeben, damit wir den Ewigen Frieden finden. Die Sehnsucht wurde nicht erschaffen, damit wir sie auf materielle Dinge richten, sondern damit unser Wunsch nach dem Unendlichen erfüllt wird."

Dieser Band führt uns mit seiner reichen Auswahl an Texten nicht nur in die Lehren Yoganandas und seine kosmische Weltsicht ein, sondern bringt uns auch ganz persönliche Erfahrungen und Begegnungen des Meisters mit großen Persönlichkeiten seiner Zeit, wie Rabindranath Tagore oder Mahatma Ghandhi nahe. Sowohl für Kenner Yoganandas, als auch für Sucher, die ihm zum ersten Mal begegnen, liegt hier ein inspirierendes Buch vor, das Herz und Verstand gleichermaßen anspricht.

Leseproben von 
Paramahansa Yogananda
 
 
  1. Video-Ergebnisse zu yogananda paramahansa

    Paramahansa Yogananda Sleep
    2 Min. und 23 Sek. - 7. Juni 2006
    www.youtube.com
    Paramahansa Yogananda Wedding Ceremony.
    10 Min. - 7. Juni 2006
    www.youtube.com

    YouTube - Paramahansa Yogananda Wedding Ceremony.

    10 Min. - 7. Juni 2006 -

    Mit 4,8 von insgesamt 5,0 bewertet


    Paramahansa Yogananda Wedding Ceremony.Mestre de cerimonia de casamento.
    www.youtube.com/watch?v=pMa_66Z_HeY - Weitere Videos -

     

Yogananda – ein interdisziplinärer Geist

„Paramahansa Yogananda hat in seine Übersetzung und Auslegung der Bhagavad-Gita eine schwindelerregende Vielfalt aus folgenden Wissensgebieten aufgenommen: Psychologie, spirituelle Unterweisung, sprachwissenschaftliche Erkenntnisse, esoterische Physiologie, Kosmologie und die Lehre vom Yoga; und zeigt damit, dass jede Seele in dem epischen Kampf um geistige Verwirklichung zu einer einzigartigen Zentralfigur avanciert, die erfüllt ist von großem Heldenmut“, stellt Dr. Quincy Howe, ehemaliger Professor für vergleichende Religionswissenschaften und Sanskrit an den Claremont Colleges in Kalifornien, fest.

Yogananda – vor allem durch seinen spirituellen Klassiker „Autobiographie eines Yogi“ bekannt – setzt in seiner Auslegung dieser heiligen Schrift Indiens neue Akzente, indem er die seit langem verborgenen tiefsten geistigen, psychologischen und metaphysischen Wahrheiten der Gita offenbart. Die Schlacht von Kurukshetra, in der sich rivalisierende Sippen (die edlen Pandavas und die verräterischen Kauravas) bekämpfen, wird als Metapher benutzt, um die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse, Bindung und Ablehnung, Zuneigung und Abneigung zu offenbaren – kurz gesagt, für alles, was dem Bewusstsein eingibt, vom GEIST getrennt zu sein. Der Herr Krishna, der bei Ausbruch des Krieges dem Prinzen Arjuna als geistiger Ratgeber zur Seite steht, rüstet seinen Jünger mit einer ausgewogenen Strategie für die Schlacht des Lebens aus: Verzicht auf Bindung an die Früchte der Handlungen und hingebungsvolles Üben der einzelnen Schritte der wissenschaftlichen Yoga-Techniken. Wer sich gewissenhaft darum bemüht, sein inneres und äußeres Leben nach geistigen Prinzipien auszurichten, erlebt den Frieden und die Freude des Seelenbewusstseins und wird schließlich mit der allumfassenden Einheit verschmelzen, der Essenz allen Lebens.

In Gott spricht mit Arjuna werden unter anderem folgende Themen eingehend behandelt: der Ursprung und die Beschaffenheit des Kosmos; wie man Beherrschung des Geistes erlangt; Yoga-Prinzipien der Ernährung, Gesundheit und Heilung; Karma, Reinkarnation und die Evolutionszyklen des Lebens; seelische Eigenschaften, die den Menschen gottähnlich machen; Gut und Böse und ihre Beziehung zur Seele sowie die Bedeutung von Sat-Tat-OM: Gottvater, Sohn und Heiliger Geist.

Nachfolgend eine kleine Sammlung von Auszügen:

Yogananda über die Bhagavad-Gita

Die Bhagavad-Gita – eine ausführliche metaphysische und psychologische Abhandlung – beschreibt alle Erfahrungen, die dem geistigen Wanderer auf dem Weg zu seiner Befreiung begegnen, die positiven Zustände, die der Sucher anstrebt, [und] die negativen Zustände, die den Sucher einzuschüchtern und von seinem Ziel abzuhalten versuchen. ... Der Gottsucher, der den Weg, den er beschreiten muss, klar vor sich sieht, wird nie unsicher werden oder sich durch die unvermeidlichen Widerstände erschrecken lassen. Wer sich aufrichtig in die Botschaft der Gita vertieft, findet in der Gita einen treuen Wegbegleiter, der ihn nicht nur unterweist und ermutigt, sondern auch warnt und beschützt.

Die Gita … ist ein Buch allumfassender Selbst-Verwirklichung, das den Menschen mit seinem wahren SELBST, der Seele, bekannt macht. Es erklärt, wie er aus dem GEIST hervorgegangen ist, wie er auf Erden die ihm auferlegten Pflichten erfüllen soll, und wie er wieder zu Gott zurückkehren kann. Die Weisheit der Gita ist nichts für trockene Intellektuelle, die mit ihren Aussprüchen nur mentale Gymnastik treiben, um die Dogmatiker zu unterhalten. Sie zeigt dagegen den in der Welt lebenden Menschen – ob sie einer Familie vorstehen oder Entsagende sind –, wie sie ein ausgeglichenes Leben führen können, in das Gott mit einbezogen wird: indem sie die stufenweise aufgebauten Yoga-Methoden üben.

Die allegorische Bedeutung der Gita

Die heiligen Schriften des Altertums unterscheiden nicht klar zwischen Geschichte und Symbolik; oft verweben sie sogar beides miteinander, wie es der Tradition geistiger Offenbarungen entspricht. ... Und so verfasste der Weise Vyasa die Bhagavad-Gita klugerweise in einer Sprache von Gleichnissen, Metaphern und Allegorien, die historische Tatsachen mit psychologischen und geistigen Wahrheiten verwob und damit ein Wortgemälde der stürmischen inneren Kämpfe schuf, die sowohl der materiell gesinnte als auch der geistige Mensch in sich ausfechten muss. Er verbarg in der harten Schale der Symbolik tiefgeistige Deutungen.

Gewiss gehen viele der wichtigen Ereignisse und Personen in dem umfangreichen Mahabharata auf historische Tatsachen zurück, doch ihre poetische Darstellung im Epos ist so praktisch und sinnvoll (und im Teil der Bhagavad- Gita erstaunlich kurz zusammengefasst), weil sie hauptsächlich dem Zweck dienen soll, den Kern des Sanatana-Dharma, der Ewigen Religion Indiens, zu erläutern.

Im Mahabharata heißt es, dass Krishna während der Schlacht zwischen den guten Pandus und den bösen Kurus der Wagenlenker des edlen Pandu-Bruders Arjuna wurde. Diese Allegorie ist so zu verstehen: Wenn die feurige Selbstbeherrschung (Arjuna) bereit ist, alle Streitkräfte der Sinne zu bekämpfen, dann wird der GEIST (Krishna) zum Wagenlenker, zur führenden Kraft des Gottsuchers. Der GEIST verschafft sich durch die Intuition der Seele Ausdruck, die ja eine individualisierte Widerspiegelung des GEISTES im Menschen ist.

Die Bedeutung der Schlacht

Die zeitlose Botschaft der Bhagavad-Gita bezieht sich nicht nur auf eine historische Schlacht, sondern auf den kosmischen Widerstreit zwischen Gut und Böse. Sie beschreibt das Leben als eine Reihe von Kämpfen, die zwischen dem GEIST und der Materie stattfinden – zwischen Seele und Körper, Leben und Tod, Wissen und Unwissenheit, Gesundheit und Krankheit, Beständigkeit und Vergänglichkeit. ...

Vom Augenblick der Empfängnis bis zum Aushauchen des letzten Atemzugs muss der Mensch in jeder Inkarnation zahllose Kämpfe ausfechten – mit biologischen Faktoren, angeborenen Neigungen, Bakterien und in physiologischer, klimatischer, sozialer, ethischer, politischer, soziologischer, psychologischer und metaphysischer Hinsicht –, eine Vielzahl von inneren und äußeren Konflikten. Bei jedem Gefecht kämpfen die Kräfte des Guten und Bösen um den Sieg. Die Gita bezweckt vor allem, die Bemühungen des Menschen auf die Seite Dharmas, der Rechtschaffenheit, zu lenken. Das höchste Ziel ist Selbst-Verwirklichung, ein Zustand, in dem der Mensch sein wahres SELBST, seine Seele, erkennt, die Gott zum Bilde erschaffen und eins mit der ewig bestehenden, ewig bewussten, ewig neuen Glückseligkeit des GEISTES ist.

Über Yoga

Es ist eine weit verbreitete falsche Vorstellung, dass sich Yoga-Übungen nur für erfahrene Mystiker eigneten und dass diese Wissenschaft sogar über den Horizont des Durchschnittsmenschen hinausgehe. Yoga jedoch ist die Wissenschaft von der gesamten Schöpfung. Der Mensch und auch jedes Atom im Universum ist ein sichtbares Ergebnis dieser göttlichen Wissenschaft. Yoga besteht aus einer Reihe von Übungen, die dazu befähigen, diese Wissenschaft zu erfassen, und zwar durch ein unmittelbares, persönliches Erleben Gottes, des Urgrundes.

Der Wissenschaftler im Reich der Materie fängt es so an, dass er diese auf ihre Wirkung hin beobachtet und versucht, alles bis zu einem Ursprung zurückzuverfolgen. Der Yoga dagegen beschreibt den Ursprung und wie er sich nach außen hin zu den Erscheinungen der

Materie entwickelt hat; er zeigt auch, wie man den Vorgang umkehren kann, um die wahre GEIST-Natur des Universums und des Menschen zu erkennen.

Über Sinnenfreuden im Gegensatz zur Freude der Seele

Der Yogi muss lernen, das Tauziehen zwischen seelischen und sinnlichen Wahrnehmungen zu gewinnen. Im Anfang seiner Yoga-Übungen ist [er sich] des starken Einflusses der Sinnenfreuden bewusst – obgleich diese nicht von langer Dauer sind – und fühlt wenig von der immerwährenden, unendlichen Glückseligkeit, die sich in seiner Seele verbirgt.

Wenn sich die Seele (als ewig neue Glückseligkeit) aber mit dem Körper identifiziert, entwickelt sie eine machtvolle und finstere „zweite Natur“ der Ruhelosigkeit. Dann ist ein erregter und unbeherrschter Zustand für den Geist ganz „natürlich“. Doch wenn der Geist des [Meditierenden] durch das Üben von Yoga mit der Glückseligkeit der Seele in Berührung kommt und sich von den kurzlebigen Sinnenvergnügen löst, bringt er wieder sein wahres und ruhiges göttliches Wesen zum Ausdruck. Der Mensch braucht die innere Freude der Seele nicht erst zu erwerben; er braucht sich ihrer nur zu erinnern.

Der Durchschnittsmensch bleibt ein Gefangener der Sinne, weil er ständig den Genuss sucht. Er fühlt nur die begrenzten, oberflächlichen Freuden des Körpers. Diese Sinnenlust gibt ihm zwar flüchtige Befriedigung, schaltet aber die feinen, reinen und dauerhaften Freuden aus: den schweigenden Segen und die zahllosen glückseligen Wahrnehmungen, die der meditierende Yogi in seinem Bewusstsein erlebt, wenn er sich von der äußeren Sinnenwelt abwendet und sich auf den inneren Kosmos des GEISTES konzentriert. Die vorübergehenden, irreführenden Sinnenfreuden sind ein kümmerlicher Ersatz für den Himmel!

Über Ego-Bewusstsein im Gegensatz zum Seelenbewusstsein

Wenn sich die Seele als GEIST erkennt, fühlt sie sich eins mit der Freude des unermesslichen Raumes. Wenn sich die Seele aber, als Ego, von einem bestimmten Körper begrenzen lässt, ist sie erbärmlich „eingeengt, eingepfercht und eingesperrt“. Die Seele, die sich als Körper betrachtet, verliert das Bewusstsein der Allgegenwart und identifiziert sich mit den Prüfungen und Missgeschicken des kleinen Ego.

So wie das Bewusstsein des Durchschnittsmenschen in Gehirn und Herz weilt, so erstreckt sich Gottes Bewusstsein über das ganze Universum. Und so wie sich der Mensch jeder Zelle seines Körpers bewusst ist, so ist sich Gottes Intelligenz jeder Zelle des Raumes bewusst. ... Der Mensch, der sich durch materielle Vergnügen abgestumpft hat, verliert jedes feinere Gefühl für die höheren Freuden des GEISTES. Da er nach körperlichen Genüssen verlangt und von den Mauern des Körpers eingeschlossen ist, kann er sich den allgegenwärtigen Himmel nicht einmal vorstellen. Wie könnte einem Menschen, der am Gefängnis des Körpers hängt, das selige Erlebnis zuteil werden, in die Freude Gottes einzugehen, die jedes Atom des Raumes erfüllt?

Vedische Kosmologie und moderne Wissenschaft

Der befreite Mensch, der den GEIST als den Schöpfer zahlloser Universen schaut, als Schöpfer einer endlosen Prozession von Engeln, Manus, Rishis, menschlichen Wesen und niedrigeren Lebensformen, als Schöpfer ihrer unzähligen Wahrnehmungsformen und mannigfaltigen Entstehungsweisen, ist angesichts der ozeanischen Weite, die sich hinter der kleinen Welle seines Bewusstseins erstreckt und die er nie zuvor geahnt hat, von Ehrfurcht erfüllt.

Ekam sat – nur der Eine existiert. In den Veden heißt es, dass sich der Kosmos gleich einem Spinnennetz aus Gottes Wesen heraus formt. Der Herr ist der Göttliche Faden (Sutra), die verbindende Grundsubstanz, die alle Erlebnisse und Erfahrungen des Lebens und der Materie miteinander verknüpft.

Das Universum ist in jedem seiner Partikel vertreten. Alles ist aus der einen, verborgenen Substanz gemacht. Die Welt formt sich in einem Tautropfen zur Kugel. … Die wahre Lehre der Allgegenwart ist, dass Gott mit all Seinen Teilen in jedem Moos und jedem Spinngewebe erscheint.

 

Euer höchstes Glück liegt darin, euch selbst zu vervollkommnen. Pflegt euren Geist wie einen Garten. Züchtet darin die Blumen des Friedens und der Liebe. Wer sich selbst vervollkommnet, wird immer glücklicher. Und wer Gott kennt, ist allezeit glücklich, denn Er ist die Freude selbst.

 

Für immer glücklich werden

 

Sein wahres Selbst erfahren und zum Ausdruck bringen

Euer höchstes Glück liegt darin, euch selbst zu vervollkommnen. Pflegt euren Geist wie einen Garten. Züchtet darin die Blumen des Friedens und der Liebe. Wer sich selbst vervollkommnet, wird immer glücklicher. Und wer Gott kennt, ist allezeit glücklich, denn Er ist die Freude selbst.

Euer höchstes Glück liegt darin, euch selbst zu vervollkommnen. Pflegt euren Geist wie einen Garten. Züchtet darin die Blumen des Friedens und der Liebe. Wer sich selbst vervollkommnet, wird immer glücklicher. Und wer Gott kennt, ist allezeit glücklich, denn Er ist die Freude selbst.

Ändert euer Denken

Wenn du die Hoffnung aufgegeben hast, je wieder glücklich zu werden, so fasse neuen Mut! Verliere nie die Hoffnung! Denn deine Seele – eine Widerspiegelung des ewig freudigen Geistes – ihrem innersten Wesen nach ist das Glück selbst. Euer Glück hängt zwar in gewissem Grade von äußeren Umständen ab, hauptsächlich aber von eurer geistigen Einstellung. In Wirklichkeit sind die Bedingungen an sich weder gut noch schlecht; sie sind immer neutral und scheinen nur günstig oder ungünstig aufgrund der depressiven oder zuversichtlichen Geisteshaltung des Menschen, der sich mit diesen Bedingungen auseinanderzusetzen hat.

Wenn ihr eure Lage ändern wollt, dann ändert euer Denken. Da nur ihr für eure Gedanken verantwortlich seid, könnt auch nur ihr sie ändern. Und ihr werdet sie ändern wollen, wenn ihr feststellt, dass jeder Gedanke ewas ihm Entsprechendes nach sich zieht. Vergesst nicht, dass alles nach Gesetzen abläuft und dass alles, was ihr nach außen hin zeigt, eurem gewohnheitsmäßigen Denken entspricht. Beginnt also jetzt damit, nur solche Gedanken zu hegen, die euch Gesundheit und Glück bringen. Der menschliche Geist, der aus dem Verstand, den Gefühlen und den Wahrnehmungen aller lebenden Zellen besteht, kann den menschlichen Körper hellwach oder deprimiert machen. Der Geist ist der König, und alle Zellen sind die Untertanen; sie verhalten sich genauso, wie es der Laune ihres königlichen Herrn entspricht. Ebenso wie wir uns Gedanken über den Nährwert unserer täglichen Mahlzeiten machen, so sollten wir auch den Nährwert der psychologischen Menüs untersuchen, die wir unserem Geist täglich anbieten.

Ruft den Sieger in euch wach!

Wenn ihr das Leid ständig bejaht, existiert es auch. Doch wenn ihr es in Gedanken ableugnet, existiert es nicht mehr. Das menschliche Selbst, das sich auf diese Weise behauptet, bezeichne ich als heldenhaft. Und das ist sein göttliches oder wahres Wesen. Wenn sich der Mensch von allem Leid befreien will, muss er dieses heroische Selbst in seinen täglichen Handlungen zum Ausdruck bringen. Wenn ihr euch nicht dazu entschließt, glücklich zu sein, kann kein anderer euch glücklich machen. Gebt Gott nicht die Schuld daran! Und wenn ihr euch vornehmt, glücklich zu sein, kann kein anderer euch unglücklich machen. Wir selbst bestimmen den Lauf unseres Lebens. Menschen, die einen festen Charakter haben, sind meist am glücklichsten.

„Wenn ihr in eurem wahren Selbst ruht, fühlt ihr Gottes Freude bei jeder Aufgabe, die ihr erfüllt.“

Sie geben anderen nicht die Schuld an den Schwierigkeiten, die gewöhnlich ihrem eigenen Handeln und ihrem mangelnden Verständnis zuzuschreiben sind. Sie wissen, dass keiner die Macht hat, etwas zu ihrem Glück hinzuzufügen, noch es zu schmälern – es sei denn, sie sind selbst so labil, dass sie sich von den verderblichen Gedanken und bösen Handlungen anderer Menschen beeinflussen lassen. Solange der Eroberer im Menschen wach ist, hat keine Sorge die Macht, sein Leben zu überschatten... Ruft den Sieger – den schlummernden Helden – in euch wach! Dann wird euch kein Leid mehr überwältigen können. Euer höchstes Glück liegt darin, dass ihr ständig bereit seid, zu lernen und euch richtig zu betragen. Je mehr ihr euch selbst vervollkommnet, um so mehr werdet ihr auch andere um euch herum aufrichten können. Wer sich selbst vervollkommnet, wird immer glücklicher. Und je glücklicher ihr werdet, um so glücklicher werden auch die Menschen in eurer Umgebung.

Sucht überall nach dem Guten

Vermeidet eine negative Einstellung zum Leben. Warum auf die Gosse hinunterblicken, wenn wir von so viel Schönheit umgeben sind? Man kann selbst an den größten Meisterwerken der Kunst, Musik und Literatur noch etwas auszusetzen finden. Ist es aber nicht besser, sich an ihrer Pracht und Schönheit zu freuen? Fast jeder kennt die drei kleinen Affenfiguren, die folgende Lebensregel veranschaulichen: „Sieh nichts Böses, hör nichts Böses, sprich nichts Böses.“ Ich ziehe die positive Version vor: „Sieh nur, was gut ist; höre nur, was gut ist; sprich nur, was gut ist.“ In dieser Welt existiert beides: das Gute und das Böse, das Positive und das Negative. Viele Menschen, die sich bemühen, positiv zu denken, haben dennoch eine übermäßige Angst vor negativen Gedanken. Es hat keinen Zweck, negative Gedanken zu verleugnen, aber man sollte sie auch nicht fürchten. Macht von eurer Unterscheidungskraft Gebrauch, um den falschen Gedanken auf die Spur zu kommen; und dann lasst sie fallen. Das Leben hat eine helle und eine dunkle Seite, denn die Welt der Relativität setzt sich aus Licht und Schatten zusammen. Wenn ihr euren Gedanken erlaubt, sich auf das Hässliche zu konzentrieren, werdet ihr selbst hässlich. Sucht überall nur nach dem Guten, damit ihr das Schöne in euch aufnehmt. Betrachtet euren Geist immer als einen Garten. Pflegt ihn, damit er schön bleibt und den Duft göttlicher Gedanken verbreitet; lasst ihn nicht zu einem Sumpf werden, in dem übel riechende, gehässige Launen wuchern. Wenn ihr die himmlisch duftenden Blumen des Friedens und der Liebe züchtet, werdet ihr die Biene des Christusbewusstseins in euren Garten locken: Gottes allgegenwärtige Intelligenz und die Anziehungskraft Seiner Liebe, die sich in der Schöpfung offenbart. So wie die Biene nur honigsüße Blumen aufsucht, so kommt Gott nur zu euch, wenn euer Leben vom Honig süßer Gedanken erfüllt ist.

Ruht in eurem wahren Selbst

Wenn ihr unglücklich seid, liegt es in der Regel nur daran, dass ihr die hohen Ziele, die ihr euch fürs Leben gesetzt habt, nicht intensiv genug verfolgt und eure Willenskraft, eure schöpferischen Fähigkeiten und eure Geduld nicht konsequent genug gebraucht, bis sich eure Träume verwirklichen. Beschäftigt euch mit konstruktiven Dingen, die eurer Weiterentwicklung und dem Wohl anderer Menschen dienen; denn wer in das Reich Gottes eingehen will, muss anderen jeden Tag Gutes tun. Wenn ihr dies befolgt, werdet ihr bald die freudige Gewissheit haben, dass ihr körperlich, geistig und seelisch Fortschritte macht, und keine schlechte Laune mehr kennen. Schafft euch selbst alle Voraussetzungen für ein glückliches Leben, indem ihr meditiert und euer Bewusstsein auf die ewig bestehende, ewig bewusste, ewig neue Freude Gottes richtet. Euer Glück darf nie von äußeren Umständen abhängen. Ganz gleich, wo ihr euch befindet: Lasst euren inneren Frieden durch nichts beeinträchtigen. Wenn ihr eure Gefühle beherrschen könnt, ruht ihr in eurem wahren Selbst. Der wahre Zustand des Selbst, der Seele, ist Glückseligkeit, Weisheit, Liebe und Frieden. In diesem Zustand ist man so glücklich, dass einem einfach alles Freude macht. Ist das nicht besser, als wie ein ruheloser Geist durch die Welt zu irren und nirgendwo Befriedigung zu finden? Wenn ihr in eurem wahren Selbst ruht, fühlt ihr Gottes Freude bei jeder Aufgabe, die ihr erfüllt; ihr fühlt sie im Genuss aller guten Dinge. Dann seid ihr von Seiner Seligkeit berauscht und habt an jeder Tätigkeit Freude.
Setzt euch jeden Abend, ehe ihr euch zur Ruhe begebt, mindestens eine halbe Stunde lang still (zum Meditieren) hin – wenn möglich, sogar viel länger; tut dasselbe morgens, ehe ihr an die tägliche Arbeit geht. Dadurch erwerbt ihr euch eine furchtlose, unerschütterlich freudige Einstellung, so dass ihr mit allen Prüfungen, die das tägliche Leben bringt, fertig werdet. Mit dieser ständigen Freude im Herzen bemüht euch, alles, was ihr täglich zum Leben braucht, zu erwerben.

Lenkt die Aufmerksamkeit nach innen

Wenn ihr die Augen der Konzentration geschlossen haltet, könnt ihr die Sonne des Glücks, die in euren Herzen leuchtet, nicht sehen. Aber wie sehr ihr die Augen eurer Aufmerksamkeit auch zudrücken mögt, die Strahlen des Glücks versuchen immer wieder, durch die verschlossenen Türen eures Geistes zu dringen. Öffnet die Fenster der Stille, und ihr werdet plötzlich in eurem Innern eine helle Freudensonne aufleuchten sehen. Um die freudigen Strahlen eurer Seele wahrnehmen zu können, müsst ihr die Aufmerksamkeit nach innen lenken. Schult euren Geist, so dass er sich in die wunderbare Welt des Innern versenkt, die zwar unsichtbar, aber um so fühlbarer ist. Je mehr ihr euer Glück von äußeren Bedingungen abhängig macht, um so unwahrscheinlicher ist es, dass ihr es findet. Falls ihr glaubt, dass ihr im Leben glücklich werden könnt, wenn ihr Gott vergesst, dann irrt ihr euch. Immer wieder werdet ihr in eurer Einsamkeit aufschreien, bis ihr erkennt, dass Gott alles in allem ist – die einzige Wirklichkeit im Universum. Ihr seid Ihm zum Bilde geschaffen. Ihr könnt nie in irgendwelchen Dingen bleibendes Glück finden, denn außer Gott ist nichts vollkommen. In meiner Vereinigung mit Gott finde ich ein solch ungetrübtes Glück, dass ich es mit Worten nicht beschreiben könnte. Ich lebe Tag und Nacht in einem Zustand der Freude. Und diese Freude ist Gott. Ihn zu erkennen, bedeutet das Begräbnis aller Sorgen. Er verlangt von euch nicht, dass ihr stoisch oder griesgrämig werdet. Das ist nicht die richtige Vorstellung von Gott, noch tun wir Ihm damit einen Gefallen. Ohne glücklich zu sein, werdet ihr Ihn nicht einmal finden können... Je glücklicher ihr seid, um so mehr werdet ihr euch im Einklang mit Ihm fühlen. Wer Ihn kennt, ist allezeit glücklich, denn Gott ist die Freude selbst.

Der Yoga Jesu: Einblick in die verborgenen Lehren der Evangelien

 

Zustand des Körpers von Yogananda nach seinem Tod

Chanch, eine Chnesin, die Lama liebt und zu Jesus geführt wird

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