Bei Adonis

 

 

Nur von Semja begleitet, verließ Jakobus am frühen Morgen das Dörflein. Er wusste: Wieder war eine Gemeinde gegründet, die den Ansturm aushält. Semja war ein anderer geworden. Er umarmte Jakobus und sagte: „Nun bist du mir Bruder, bis jetzt warst du mir Heiland“.

 

Im nächsten Dorf erwartete man Jakobus. Man hatte einige Kranke in ein Haus gebracht, Semjas Botschaft hatte Erfolg gehabt. Aber nicht nur die Bewohner waren in Erwartung, sondern auch der Priester des dortigen heidnischen Tempels. Als die Leute Jakobus freudig begrüßen wollten, kam auch der Priester. Sofort zog eine Furcht ein, die sich lähmend auf alle legte.

 

Jakobus, der Leute nicht achtend, ging hin zum Priester, grüßte und fragte ihn, warum er ihm feindlich entgegen komme. Spricht der Priester: „Wer unsere Götter missachtet und einen neuen Gott preisen kommt, kann doch mein Freund nicht sein. Die Freude, mit der man dich erwartet, ist eine Beleidigung unserer Götter, die ich nicht dulden kann“.

 

Jakobus: „Adonis, ich hindere dich nicht, deine Götter zu vertreten. Aber du musst auch im Bilde sein, dass mich nichts hindern kann, Meinen Gott zu vertreten. Da es aber nur einen Gott geben kann, muss einer davon keine Realität sein. Es liegt nun an uns Beiden, wer den Beweis von der Realität des wahren Gottes bringt. Ohne meinen Willen hat Semja die Kunde verbreitet. Ich bringe Botschaft des wahren Gottes und heile eure Kranken. Bitte deine Götter um Heilung der Kranken, dann gehe ich still, ohne ein Wort zu sagen, meinen Weg“.

 

Der Priester: „Das kann ich nicht, die Götter lassen sich nichts vorschreiben. Wir haben ihren Willen zu erfüllen, sie aber nicht den unseren“. Jakobus: „Adonis, warum bist du unehrlich im Angesichte Gottes. Du weißt genau, deine Götter sind tot. Du hast längst Kunde von dem wahren und lebendigen Gott der Juden, aber deine Götter sichern dir ein sorgenfreies Einkommen. Darum hindere mich nicht in meiner Mission, den Menschen das wahre Heil zu bringen, das sie längst ersehnen. Ich komme auch zu dir als Freund und taste deine Götter nicht an. Stellst du dich mir aber als Feind entgegen, bist du auch der Feind meines Gottes, dann brauche ich keine Rücksicht auf dich zu nehmen“.

 

Adonis: „Du nennst mich bei meinem Namen, ich kenne den deinen nicht. Ich habe Anweisung, alles zu verhindern, was das Ansehen unserer Götter schadet. Darum bitte ich dich, ziehe weiter“. Jakobus: „Mein lieber Adonis, wir haben Gott zu gehorchen und nicht den blinden, herrschsüchtigen Menschen. Gott gab mir den Auftrag und kein Mensch. Du aber bist Beauftragter von Menschen. Willst du den Kampf, dann wirst du zerbrechen, willst du aber das Heil, dann wirst du leben. Halte mich aber nicht auf, denn der wahre, lebendige Gott ist mit mir“.

 

Sehr viele hatten das Gespräch gehört. Da sagte Jakobus: „Bringt mich zu euren Kranken, auf dass die Liebe Gottes und Seine Kraft und Herrlichkeit offenbar werde“. Der Priester: „Nein, ich bringe dich selbst hin. Wer so bewusst ist, wie du, kann kein Heuchler oder Wortmacher sein“. Jakobus: „Du wirst es nicht bereuen, Adonis, ich fühle es, du wirst Großes erleben“.

 

 Nun war die Menge froh, dass ihr Priester keine Feindschaft mehr zeigte, und sie begrüßten Jakobus mit Freuden. Dieser aber sagte: „Ihr lieben Leute, lasst mich erst mir euren Kranken reden, auf dass eure Freude vollkommen sei“. Da machten sie ehrerbietig Platz. Adonis führte wortlos den Jakobus in ein nahes Haus.

 

In einem Zimmer, auf Lagern und auf dem Boden kauernd, hatte man die Kranken platziert. Die Angehörigen warteten ruhig, bis Jakobus sagte: „Der Friede Gottes sei mit euch. In Seinem Namen komme ich zu euch, um euch zu dienen. Aber ich bin nicht gekommen, um eure Kranken zu heilen, sondern um die Kunde und die Lehre des wahren und ewigen Gottes zu verkünden. Dieser Gott kann euch die Gesundheit wieder geben. Darum frage ich euch, könnt ihr an den wahren und lebendigen Gott glauben? Könnt ihr auch glauben, dass Er euch die Gesundheit wiedergeben kann? Dann seht auf, und es geschehe nach eurem Glauben“.

 

Alle standen auf, bis auf einen, der ein schlimmes Bein hatte. Da fragte Jakobus: „Aus welchem Grunde konntest du nicht glauben an den wahren und lebendigen Gott? Sieh, wie die anderen voller Freude sind, warum du nicht?“ Da fing der Mann an zu zittern. Dann sagte er: „Ich hatte Angst vor unserem Priester und fürchtete seinen Zorn“.

 

Spricht Jakobus zu Adonis: „Siehe, eine Frucht deiner Liebe, dauert dich der Mann nicht? Mache deinen Fehler im Angesicht des lebendigen Gottes wieder gut, auf dass auch dir der Heilige Gott gnädig sei und Seine Augen auf dir mit Wohlgefallen ruhen“. Adonis zu dem Kranken: „Schaba, ich hindere dich nicht, an den Gott der Juden zu glauben, von mir aus hast du nichts zu befürchten. Wenn ich krank wäre, würde ich mit heißem Verlangen den wahren Gott um Gesundheit bitten, darum glaube!“

 

Noch traute Schaba seinem Priester nicht. Da sagte Jakobus: „Du armer Bruder, fürchte dich nicht mehr vor Adonis, denn er glaubt nun auch der Botschaft, die ich euch bringe, und wird euch weiterhin Priester sein, doch Priester für den wahren Herrn und Gott. Darum stehe auf und wandle, und gib dem wahren Gott die Ehre“. Da ging ein Ruck durch Schaba, er konnte gehen. Er sagte: „Adonis, diesem Gott wollen wir dienen und opfern“.

 

Adonis: „Schaba, wir wollen gut machen, was wir versäumt haben. Der wahre Gott soll unser Gott sein, unsere Götter aber wollen wir vergessen. Du aber, du Bote des Herrn und wahren Gottes, gib uns allen die Wahrheit, die wir nicht kannten. Bitte du Gott, dass Er unsere Verfehlungen und Sünden vergibt und uns annimmt als Seine Diener“.

Schaba eilt hinaus zu den Wartenden und spricht ganz aufgeregt: „Freut euch, wir sind alle gesund. Aber freut euch noch viel mehr, denn Adonis hat sich zu dem wahren Gott bekannt, wir sollen unsere Götter vergessen“.

 

Jakobus tritt nun mit Adonis zu den anderen und die Gesundeten folgen ihnen. Schon wollte ein Jubel beginnen, da sagte Jakobus: „So nicht, liebe Leute, freut euch. Der wahre Gott hat nicht wohlgefallen an dem Lob eures Mundes, Er sieht das Herz an. Der Dank eures Herzens ist Seine Speise und die Liebe zu euren Mitmenschen soll das Opfer sein, nach dem Er sich sehnt. Ihr alle sollt leben wie rechte Schwestern und Brüder, da ihr ja alle Kinder des lebendigen Gottes seid. Er will nicht nur euer Gott, sondern auch für ewig euer Vater sein.

 

Schließt um euch das rechte Band der Liebe, dann habt ihr den ewigen und wahren und herrlichen Gott erfasst. Wie ihr euch in dieser Liebe dient, so wird Er euch dienen! So nahe, wie euch der ärmste Bruder, die ärmste Schwester steht, so nahe wird euch Gott stehen.

 

Macht euer Hauswesen in Ordnung, dann kommt nach dem Tempel, wo ich und Adonis euch erwarten. Ladet alle ein, die noch keine Kunde haben. Dann wird Gott durch meinen Mund euch allen Seinen Willen und Seine Liebe offenbaren. Du, Schaba und Adonis, bleibt bei mir, damit euch der rechte Schlüssel zum Gottesherzen werde“.

 

Gehorsam taten die vielen Menschen nach den Worten des Jakobus. Dann sagte dieser zu Adonis: „Bruder, mach den Tempel zu einem Tempel des Herrn, Schaba wird dir helfen. Ich aber werde dein Gast sein“. Adonis: „Nicht Gast, sondern helfender Bruder“. Jakobus: „So ist es recht, Adonis, mit diesen Worten hast du viel gewonnen. Ich werde dir gerne Bruder sein“.

 

In den Tempel waren einige Götzenbilder sowie auch einige Figuren. Adonis nahm sie ohne Bedenken von dem Platz und trug sie in ein Gelass, das sich noch im Tempel befand. Adonis: „Bruder Jakobus, was könnte ich wohl noch tun, um dieses Haus dem wahren lebendigen Gott ganz würdig zu machen, mir kommt alles so öde und leer vor“. Jakobus: „Mein Bruder, sorge dich um nichts anderes, als um das, wie du noch mehr Diener Seiner Liebe wirst. Beseitige noch diesen Altar, denn von nun an bedarf der Herr diese Opfer nicht mehr. Nur an dem Opfer in euren Herzen hat Er Wohlgefallen, wenn dieses aus dem Geiste der Liebe hervorgegangen ist“. Adonis: „Aber Bruder, jetzt verstehe ich dich nicht ganz. Im Tempel zu Jerusalem wird doch auch noch geopfert, ebenso auf Garizim“. Jakobus: „Ja, du hast recht, aber seit Jesus, der wahre Gottessohn sich Selbst als Opfer gab, bedarf es keines Sühneopfers mehr. Die Gesetzesschranken sind gefallen, die den Menschen von Gott trennten! Der Weg zu Gott ist frei für alle“.

 

So verschwand mit einiger Mühe auch dieser Opferaltar. An dessen Stelle setzte Jakobus ein Kreuz, welches er von Balken und Sparren, die er im Gelass vorfand, zusammenbaute. Schaba betrachtete das Kreuz mit Andacht, dann sagte er zu Jakobus: „Man müsste dieses Kreuz schmücken, es sieht so armselig aus“. Jakobus: „Schaba, als Symbol genügt es vollkommen. Alle Verehrung ist dem Herrn ein Gräuel. So wie Seine Liebe alles belebt, so soll auch unsere Liebe, unser Dank und Verehrung alles beleben! Sieh, alles, was du siehst, ist dem Tode und Vergehen geweiht, nur die Liebe Gottes gibt allem Geschaffenen die ewige Entwicklung und Vollkommenheit“.

 

Schon sind die Ersten gekommen. In ihrer Dankbarkeit brachten sie Brot und Fleisch, der Gottesbote sollte nicht hungern. Die Nacht brach herein, es waren sehr viele gekommen. Adonis entzündete eine Fackel, die Schaba trug. An dem Kreuz nahm er seinen Platz ein.

Die Menge harrte in Geduld auf Jakobus. Dieser aber sprach noch mit anderen, die besondere Fragen hatten, dann sagte er zu Adonis: „Bruder, sage der Gemeinde, eine Mutter mit ihrem kranken Kinde ist auf dem Wege zu uns, wir wollen auf sie warten, damit dann jede Störung vermieden wird“. Adonis sagt: „Bruder, wie kannst du wissen, was sich außer unserem Kreise bewegt? Es hat doch niemand etwas gesagt, aber ich glaube, dass es so ist“.

 

Endlich kommt eine junge Mutter. Schweißgebadet tritt sie vor Adonis mit ihrem Kinde auf den Armen, kann aber kein Wort sagen. Sie legt das Kind nieder und spricht: „Es stirbt, wenn keine Hilfe kommt!“ Jakobus sagt: „Dein Kind wird leben, aber du musst es glauben! Mit einer Götzenfigur im Gewande ist jedoch keine Heilung möglich“. Da riss die junge Mutter aus ihrem Gewand die verborgen gehaltene Figur, als wenn es eine giftige Natter wäre, warf sie dieselbe auf den Boden. Die harrende Menge entsetzte sich über das Wissen des Gottesboten. Da sagte Jakobus: „Nimm dein Kind, es ist gesund. Aber glaube nun fortan an Jesus Christus, denn nur Er ist der Heiland und Retter deiner Seele!“ Die junge Mutter nahm ihr Kind in den Schoß, setzte sich auf den Boden zu Jakobus Füssen und blieb sitzen.

 

Jakobus: „Die Gnade und die Liebe Gottes und der Frieden und die Ruhe sei mit euch. Die Liebe rief, ihr seid gekommen. Sie rief, um euch allen die große Sehnsucht zu stillen, die in euch schon so lange lebt. So mancher von euch, der die Kunde vernahm, in ganz Judäa sei ein Prophet und Heiland, wird sich danach gesehnt haben, Ihn einmal zu sehen und zu sprechen. Wie werdet ihr die beneidet haben, die Seine große Liebe erlebt haben, aber an eins werdet ihr nicht gedacht haben: Was verlangt dieser Heiland und Prophet von denen, die Er mit Seiner himmlischen Liebe beglückt? Vernehmt nun die Antwort und erschreckt nicht! Er verlangt alles! Auch an euch geht das Verlangen, alles Ihm zu geben, was in euch liegt, sei es rein oder unrein, sei es groß oder klein.

 

Auch an uns erging Sein Ruf. Wir verließen Weib und Kind, Haus und Hof, Schwestern und Brüder und folgten Ihm, dem herrlichen Heiland und Gottessohn. Zu Hause vermisste man uns nicht, unendlicher Segen lag auf unserem Tun. Was aber das Wichtigste ist, wir lernten den wahren und ewigen Gott kennen. Durften hineinschauen in Sein urewiges Wesen und lernten uns selbst dabei kennen. So offenbarte sich die allerhöchste Liebe in Jesus, dem Menschen- und Gottessohn, und Sein Geist machte unseren Geist frei.

 

In dieser Freiheit stehe ich vor euch, die ihr noch Gebundene seid. Wohl sind die groben Hindernisse beseitigt durch das Offenbaren Seiner Wunderkraft. Wollt ihr aber frei sein und die Segnungen Seiner Vater- und Heilandsliebe erleben, dann schenkt euch mit allem, was in euch lebt, dem Herrn Jesus Christus. Dann wird Sein Geist über euch kommen und euch in alle Seine Wahrheit und Weisheit einführen! Macht euch ganz frei von euren toten Göttern, werft weg alle eure Furcht. Dient in Demut und Liebe euch untereinander, dann habt ihr Jesus angezogen, und Er wird in euch Sein heiliges Liebeswerk vollenden!

 

Durch mich spricht Er zu euch: „Meine Kindlein, Ich habe euch längst geliebt. Mein Vaterherz brannte vor Verlangen, euch entgegen zu gehen, aber die Stunde war noch nicht da.

 

Nun Ich Mein Werk vollendet habe, kann ich zu allen kommen, die sich nach Mir sehnen, und ich verkündige euch die selige Botschaft, dass Ich in diesem Bruder zu euch gekommen bin. Wenn ihr Mir glaubt, Meine leichten Gebote haltet, euch liebt, wie Ich euch liebe, dann bin Ich in jedem Einzelnen, und euer Wort wird sein wie das Meine! Und euer Segen wird die selbe Wirkung haben, wie Mein Segen.

 

Dir, Adonis, übergebe Ich die Gemeinde, von nun an pflege sie in Meinem Geist. Du, Schaba, sollst Mein Herold sein und Gesichte haben, die euch allen die tiefsten Geheimnisse offenbaren. Jetzt bist du Fackelträger, von nun aber sei Liebesträger. Vergiss nie im Leben diese heilige Stunde! Sei immer eingedenk der großen Gnade.

 

Als Menschensohn war Ich an Zeit und Raum gebunden, obwohl Mein Geist ganz ungebunden war! Aber nun das größte Werk vollbracht ist, bin Ich außer Raum und Zeit und kann jedem zu jeder Zeit und Stunde auch Vater, Bruder, Freund und Heiland sein, je nach eurer Liebe und Verlangen! Wohl bin Ich als Gott reich an Welten und Dienern, alles ist aus Mir geworden! Aber Mein Herz sehnt sich nach Kindern, die gleich Mir der Welt den heiligen Vater, Freund oder Bruder bringen möchten.

 

Ich bin euch allen noch nicht schaubar, muss Mich verhüllen um eurer Entwicklung willen, aber schaut auf das Kreuz, es ist das Symbol Meiner siegenden Liebe. Darum nehmt Mein Kreuz auf euch, es ist zu eurem Heile nötig. So nehmt hin Meinen Geist, Meine Liebe und Meinen Segen zu eurem und der anderen Heil! Amen“.

 

Als Jakobus geendet hatte, war eine Stille eingetreten, aber Schaba war lebendig. Er fragte Jakobus, ob er reden dürfe, in ihm dränge alles zum reden. Jakobus nickte, dann sagte Schaba: „Höret mich alle an, die ihr von dem seltenen Menschen diese verheißungsvollen Worte hören durftet. Ich sah den Herrn und ewigen Gott! Er war mitten unter uns, in einem schneeweißen Gewand, und hatte die Hände erhoben, als wenn Er uns segnete. Ganz genau sah ich an Seinen Händen die Male, die Henkersknechte Ihm, als Er noch Mensch war, zufügten. Dann trat Er hinter Jakobus.

 

Als uns nun die inhaltsschweren Worte geschenkt wurden, die nur ein Vater sagen kann, gingen Strahlen aus Jakobus Munde, und diese Strahlen wurden kleine leuchtende Sterne, die sich bei euch auf eure Häupter niederließen. Die Sterne wurden immer größer und schöner, fast wie ein halber Kopf, und strahlten ein so herrliches Licht aus, welches sie aus Jakobus Munde empfingen. Als die Worte Seines Segens unser Geschenk wurden, ging das Leuchten der Sterne zu Ende, das Licht wurde aufgesogen von euren Körpern. Mit dem Amen war alles erloschen! Der Herr war wieder unsichtbar geworden.

 

Bei dir, Adonis, war der Stern kein Stern, sondern eine Gestalt, die immer schöner wurde, je länger wir die Worte vernehmen konnten. Mit dem Amen war die herrliche Gestalt verschwunden“.

 

Da bestaunten alle den Schaba, weil er auf einmal so viel reden konnte, denn er war immer ein sogenannter Ruhiger gewesen. Jakobus: „Aber liebe, liebe Herzen, staunt nicht über euren Schaba, der auf einmal ein anderer geworden ist. Es ist die unendliche Liebe, die euch allen den Schaba zubereitete, dass er euch mit dieser Gabe dienen solle. Wäre er, gleich euch, immer gesund gewesen, wäre die Gabe des Schauens und Sprechens nicht zum Durchbruch gekommen. Schaba sei nichts anderes, als euer Bruder, dem Adonis aber Diener, Freund und Helfer.

 

Ich bin glücklich, euch mit dem Bewusstsein verlassen zu können, denn ich weiß, ihr werdet, geführt von Adonis und Schaba, noch tiefer eindringen in das Wesen der heiligen und ewigen Liebe, die das Leben der Gottheit ist, und von nun an auch euer Leben sein wird. Ziehet hin in Frieden, des Herrn Leben ist der Lohn für eure Liebe“.

 

Noch viele blieben in dieser Nacht bei Jakobus, denn sie wollten von dem Leben Jesu hören, wie Er als Mensch lebte, was auch Jakobus gerne schilderte.