In Erwartung des Kommenden

 

 

Vor dem Hause wurden Stimmen laut, einige Männer kamen und fragten nach dem Wundermann. Es waren Abgesandte der Kranken, die am Tempelhain bei dem Oberpriester Trost und Heilung suchten. Zeno aber gab unumwunden zu, dass er unfähig sei, zu heilen. Er verwies auf den Gottesboten, der bei der Witwe Helena in der Stadt sei und die Botschaft des wahren und ewigen Gottes bringe, und seine Worte mit Wundertaten beglaubigte.

 

Jakobus: „Der Friede sei mit euch. Euer Wunsch ist mir bekannt, kehrt um und sagt den anderen, dass ich zu ihnen kommen werde“. – „Wie kannst du wissen, du Fremdling, um unser Begehren, es ist doch noch kein Wort darüber gesprochen worden“. Jakobus: „Ich weiß noch mehr, ich weiß sogar, dass noch viele auf dem Wege zum Tempelhaine sind. Da dieselben aber länger als vorgenommen bleiben werden, möchte ich euch bitten, einen Speisevorrat zu kaufen und denselben hinzubringen“ – „Wie kommen wir dazu, Speise für andere zu kaufen, sollen sie doch selber dafür sorgen“. Jakobus: „Es war nur eine Bitte, ihr lieben Männer. Wenn ihr nicht wollt, dann lasst es bleiben. Aber ich glaubte, wenn euch Wohltaten gereicht werden sollten, es doch billig wäre, dass auch ihr etwas beitragen könntet. Gehet voraus, in einer Stunde bin ich dort“.

 

Helena, die Jakobus an die Türe folgte und jedes Wort hörte, sagte: „Lieber Jakobus, sind dies harte Menschen. Lass mich Brot und Früchte hintragen, denn es geht nicht an, dass dort, wo diese herrliche Liebe geoffenbart wird, die Zuhörer hungern sollen“. Jakobus: „Sie werden nicht hungern. Die Männer werden Brot und Früchte kaufen und alle werden satt werden. Möchtest du mit deinen Kindern nicht mitkommen?“

 

Alle gingen mit Jakobus zum Tempelhain. Sehnsüchtig erwarteten die Anwesenden den Jünger Jesu. Durch Zeno vorbereitet, waren ihre Herzen schon aufnahmefähig und warteten geduldig der Dinge.

 

Zeno ging dem Jünger entgegen, drückte dessen Hände an sein Herz und sagte: „Meine Seele freut sich, weil ich an meinem Lebensabend noch die ewige Heilswahrheit erfahren und erfassen durfte. So gut es ging, sind alle vorbereitet, doch sind einige Kranke darunter, die schon jahrelang leiden“. Jakobus: „Zeno, vertraue ganz und dein Glaube wird dir herrlich gelohnt werden. Im Namen Jesu und in Seinem Geiste bist du Sein Vertreter, was du in diesem Glauben anfängst, wird Er vollenden“. Zeno: „Ich bin glücklich, diese Worte zu hören, aber noch glücklicher wäre ich, so alle den Herrn zu ihrem Herrn machen würden“.

 

Jakobus wurde umringt, alle waren begierig, Worte aus seinem Munde zu hören, aber er sagte mit schlichten Worten nur: „Friede sei mit euch und die Liebe und Gnade des Herrn Jesu sei euer Teil“.

 

Dann ging er zu den vier Kranken, die auf leichte Wagen gebettet waren, und sagte: „Wenn ihr festen Willens seid, eure Götter zu verlassen und den ewigen Gott annehmt, von dem schon euer Oberpriester zeugte, dann stehet auf und seid im Namen des ewigen und wahren Gottes gesund, und Seine Gnade sei mit euch immerdar“. Da standen sie auf von ihren Wagen, gingen hin zu Jakobus und drückten ihm die Hand.

 

Einer aber sagte: „Wie sollen wir dir danken, du Bote des ewigen Gottes. Nicht das ist das Wunder, dass ich gehen kann, sondern, dass meine Ahnung vom Dasein eines wahren. lebendigen und allmächtigen Gottes Wirklichkeit geworden ist. Wohl trug ich schwer an meinem Leiden, aber noch schwerer trug ich, weil mich die Götterlehre nicht befriedigte. Was Zeno erzählte, war schön und gut, aber noch besser müsste es sein, so ich, und wir alle, aus deinem Munde von dem wirklichen und wahren Gott die reine Wahrheit erführen. Zeno war unfähig, uns Gutes zu tun zur Besserung unserer gelähmten Glieder, du aber sagtest, wenn ihr glauben wollt, dann seid ihr gesund. Ich, und wir alle, wollen gerne glauben, ja, wir wollen gerne tun, was dein Gott von uns begehrt, aber du musst uns ein Bild von Ihm geben, damit wir Ihn uns vorstellen können“.

 

Jakobus: „Ebraim, dein Wunsch ist schon erfüllt, denn es ist Sein Wunsch, dass Er, der Herr des Himmels und der Erden, erkannt sein will von allen Seinen Menschenkindern. Das Bild, welches ich euch gebe, ist dies eines Menschen, aber in allem Guten und Wahren die höchste Vollkommenheit. Vollkommen in der Liebe, Macht und Weisheit, Er ist das Leben und alles Leben kommt aus Ihm. So ihr alle an Ihn glaubet und nach Seinem Willen tut, wird auch Sein Leben in euch sein, die aber nicht an Ihn glauben, verbleiben im Tod und im Gericht.

 

Als Mensch unter Menschen offenbarte Er uns Sein ureigenes Leben. Es war Liebe und Erbarmung, gepaart mit der herrlichsten Weisheit. Seinem Willen musste sich alles beugen. So erwarb Er als Mensch uns Menschen das ewige Leben. Kein Tod hat mehr Macht über das Leben. Ihr werdet denken, dann stirbt auch niemand mehr, aber dieses ist anders. Wohl werden wir alle den Leib ablegen nach dem Willen des ewigen Gottes, aber unsere Seelen, welche das Leben aufnehmen, werden vom Leben aus Gott getragen und in Seinem Reiche, welches in uns seinen Anfang hat, mit Ihm leben. Ihr staunet ob dieser Worte, aber fragt Rudomin. Vor Stunden noch ein armer Kranker, durfte er Vorgänge in der ewigen Welt erleben, die die Gnade und Liebe Gottes ihm schenkte“.

 

Spricht Ebraim: „Guter Freund, es müsste herrlich sein, Blicke in das Jenseits des Grabes zu tun, aber wichtiger wird es wohl sein, dass wir zum rechten Glauben kommen. Durch jahrelanges Leiden hat man nur den einen Wunsch gehabt, gesund und froh zu werden. Wir lebten auch, aber welch ein trauriges Leben. Du kündest uns ein Leben, welches bis jetzt nur in unserer Sehnsucht lag. Sage mir, wie ich am schnellsten dieses Leben erringe, denn schon allzu lange lebte ich ein Leben, welches nur Qual war“.

 

Jakobus: „Ebraim, und ihr alle, höret, der schnellste und einfachste Weg ist der Weg der Liebe. Liebe deinen Nächsten mehr, als dich, und suche zu beglücken, wo du nur kannst, hilf, wo du nur kannst und wo Hilfe Not tut, allen Elenden und Armen reiche deine Hände. Aber alles dieses tue im Geiste Jesu, des ewigen und lebendigen Gottes, dann hast du das Leben und das Leben hat dich für ewig. Es ist die höchste Gnade Gottes, so der Mensch sich diesen Geist der Liebe aneignet, den ihr eben so wunderbar erlebt habt“.

 

Einige Wagen mit Begleitung kamen, es war Abgarus mit seinem Gefolge. Ihn trieb es zu dem Jünger Jesu, es waren verlorene Stunden für ihn, wo er ihn nicht um sich hatte. Durch Boten erfuhr er, dass im Hause Helena viele Kranke ihre Gesundheit erhalten hatten. Unterwegs gedachte er Zeno, den Oberpriester, mitzunehmen, um denselben ganz für das Werk Jesu zu gewinnen. Wie groß war sein Erstaunen, den Jünger beim Tempelhain anzutreffen.

 

Jakobus, der ihn zuerst sah, ging auf ihn zu und sagte: „Bruder, nicht umsonst trieb dich die Liebe Jesu. Ich danke dir, dass du dem Ruf des Meisters folgtest. Aber nun komm und sieh, wie glücklich die Menschen durch Jesus geworden sind“.

 

Die Anwesenden wollten vor ihrem König auf ihre Knie niedergehen, aber Abgarus sagte: „Höret auf, heute bin ich zu euch als euer Bruder gekommen, der dem ewigen Gott die Ehre geben möchte. Dir aber, Herr Jesus, Du Leben alles Lebens, Du Liebe aller Liebe, danke ich aus tiefstem Herzensgrunde, weil Du mit die Freude bereitet hast, glückliche Menschen um mich zu sehen. O Du Heiland aller Heilande, Du Meister aller Liebe, schenke uns Deinen Geist, der uns in die Herzen Deiner Kinder einen Weg bahnen lässt“.

 

Als die anderen ihren König so reden hörten, jubelten sie ihrem König zu. Aber Jakobus sagte: „Liebe Männer, es ist recht, so ihr rechte Freude habt, im Freuen wird das Herz groß und weit. Es ist noch Großes zu vollbringen, solange aber noch die alten Götter mahnend und warnend zwischen euch und dem lebendigen Gott stehen, ist noch eine Wand, die euch wahrhaft hindert, den wahren Gott Jesu walten zu lassen.

 

Machet diesen Tempel zu einem Tempel des wahren und lebendigen Gottes, dann habt ihr eine Stätte, wo ihr euch einen könnt, um euch gegenseitig zu stärken und zu fördern. Der Herr aber, als die Liebe, ist bereit, euch ganz nach eurer Liebe zu dienen mit Seinen Gaben, damit keinem etwas abgehe“. Spricht Abgarus: „Bruder Jakobus, ich danke dir für den Hinweis. Sofort soll mit dem Errichten begonnen werden, zum Sabbat sollst du ihn weihen können, wenn wir die Taufe begehren“.

 

Was nun folgte, grenzte ans Wunderbare. Abgarus selbst überwachte die Arbeiten, und immer mehr Volkes kam zum Tempel, um sich zu überzeugen von der Änderung ihres geliebten Tempelhaines. Es warteten viele, dass die Götter sich wehrten und die Handwerker straften, aber nichts von alledem. Noch nie hatten Zeno und Hermes so viel zu reden, wie in den beiden Tagen. Die Geheilten aber sorgten, dass die Kunde ihrer Heilung nicht nur in Edessa, sondern weit hinaus getragen wurde. Es war aber dabei das Wunderbare: Abgarus sorgte, dass alle auch beköstigt wurden, keiner litt Hunger oder Durst. Als am Freitag die Sonne sich neigte, war das Werk vollendet.

 

Jakobus war dem Tempel ferngeblieben. In der Stadt, in den Herbergen, bezeugte er in den zwei Tagen die große erbarmende Liebe Jesu und heilte dabei viele Gebrechliche und Kranke. Die Heilung des Königs und der Kranken wurde ja viel höher bewertet, als seine Predigten, aber sein Herz war voller Freude, immer lebendiger wurde sein Zeugnis, dass ihm niemand widerstehen konnte. Bei Helena hielt der Zuzug nicht auf, immer wieder kamen Kranke und warten und warten auf den Jünger. So kam der Sabbat heran.

 

Abgarus mit Zeno besuchten ihn noch am Abend. Sie werden wiederum Zeuge von der wunderbaren Kraft der erlösenden Liebe Jesu, die ihre Herzen ganz freudig machen zum Werke, welches am morgigen Sabbat öffentlich beginnen soll, zu dem Zeno mit seinen Priestern eingeladen hatte. Der letzte Rest vom alten Göttertum verschwand beim Zeno, als er das Brot, welches Helena allen Besuchern mit Früchten vorsetzte, genossen hatte. Ein solches Brot hatte er noch nie gegessen. Helena, in ihrer dankbaren und dienenden Liebe, hatte nicht genug Worte, dieses Wunder mit dem Brot und den Früchten zu bekennen, für Zeno aber war es die Reinigung vom alten Göttertum. In der Stadt aber rüstete man zur feierlichen Einweihung des Tempels, um den Sabbat würdig zu feiern.

 

Als die ersten Strahlen der Sonne den werdenden Sabbat begrüßten, zogen schon Massen nach dem Tempelhain. Zeno hatte die Tore zum Tempel offen, zögernd gingen sie hinein. Feierliche Stille umgab die schnell den Tempel füllenden Menschen. Alle Opferaltäre waren verschwunden, nur ganz vorn war ein Altar mit sieben brennenden Leuchtern, jeder Leuchter hatte sieben brennende Lampen. Ein drei Meter hohes Kreuz ragte empor. Auf dem Altar war, zwischen blühenden Blumen, das Bild des Herrn, welches Abgarus dem Tempel stiftete. Die Tempelhalle war in zwei Teile geteilt, wo weiche Teppiche lagen, die zum  Sitzen einluden. Die Gasse bleib frei für kommende und gehende Besucher. Viele Hunderte waren darinnen und noch viele wollten hinein, aber es war schon überfüllt.

 

Da kommt Abgarus mit seinem ganzen Hause, sie werden freudig von allen begrüßt. Man will Platz machen, damit sie in den Tempel hinein können, er wehrt ab und bleibt mit den vielen vor dem Tempel. Nun kommen Sänger mit Harfen und Flöten und anderen Instrumenten. Sofort beginnen sie mit einem Jubellied, und unter den Klängen des Liedes kommt Jakobus.

 

Mit leuchtenden Augen, mit den Händen rechts und links grüßend, geht er durch die schmale Gasse, die man bis zum Altar machte, wo schon Zeno mit Hermes und den anderen, die die Lehre fest erfasst hatten, harrte. Stille trat ein.

 

Jakobus, vor den Altar tretend, hebt die Hände zum Segen und spricht: „Die Gnade Gottes und die Liebe des Herrn Jesus Christus sei mit euch. In Seinem Namen grüße ich euch. Ich danke euch, dass ihr mir Gelegenheit gebt, in Seinem Liebegeist zu dienen, den ihr in den letzten Tagen so herrlich erlebt habt.

 

Eure Liebe schuf diesen Tempel zu einer Stätte, wo ihr euch zusammenfinden wollt, so die Liebe euch treibt. Herrlich habt ihr die Stätte geschmückt, ganz würdig eurer Liebe. So weihe ich euch diesen Tempel. Denket immer daran, dass nicht der Herr und Gott in diesem Tempel wohnt, sondern mit dem Herrn sollt ihr euch in diesen Hallen zusammenfinden in Freud und Leid. Einer sei dem anderen immer das, was der Herr und Heiland, der treue Gott und Vater, euch sein soll.

 

Du Zeno, der Herr bedarf deiner. Sei ein Diener aller, deinen Helfern aber sei immer ein Vorbild in der Liebe. Alles aber, was ihr den Begehrenden reicht, wird euch Sein Geist geben, und so empfanget Seinen Geist, der euch in alle Wahrheit leiten wird. Du aber, Du treuer Herr und Gott, sei in dieser Stunde unter uns, lasse Deinen Lebensstrom fließen, damit er alle belebet. Erfülle alle mit Deinem Geist, die ihr Herz für Dich offen halten und segne uns aus der Fülle Deiner erbarmenden Liebe, damit wir wieder segnen können. Amen! Du Zeno, du Hermes und du Rudomin, nehmet hin den heiligen Geist, der euch für ewig zu Dienern Seiner Liebe macht. Amen. Amen. Amen“.

 

Zeno, ganz ergriffen, spricht: „O Herr, der Du mich würdig machst Deiner Gnade und Barmherzigkeit, lasse mich ganz Dein Diener sein, um das Heil aller willen. Ihr aber, liebe Männer und Frauen, Jünglinge und Jungfrauen, in heiliger Stunde kann ich nicht anders, als das verkünden, was in mir lebendig geworden ist. Jesus hat Seinen heiligen Liebesplan offenbart. Wir sollen alle mit Ihm leben, ein Leben der Freude. Aus Seinem Geist sollen wir uns untereinander lieben, wie Er uns liebt. So segne ich euch, als euer Diener aus der sich in mir offenbarenden Kraft. Euer Wollen und des Herrn Friede sei mit euch“.

 

Hermes: „Es sei hinfort keine Schranke mehr zwischen den Priestern  und euch, sondern wir dienen euch mit der herrlichen Liebe, die uns so reichlich geschenkt wurde und auch weiterhin verbleiben wird. Kein Gesetz, keine Vorschriften, sondern der freie Liebeszug aus Gott, dem Ewigen und Lebendigen, soll uns gemeinsam verbinden und dem Herrn immer näher bringen. Du aber, Du Vater aller Deiner Kinder, hilf uns, damit wir auch Deine rechten Kinder werden. In meinem Herzen fühle ich das Leben. Ich möchte euch alle damit erfüllen, damit des Herrn Liebegeist ganz unser Eigen werden“.

 

Jakobus: „Heilig ist die Stunde, weil Leben über Leben sich zu euch allen drängt. Doch schauet hin aufs Kreuz, das Zeichen unserer Erlösung. An dem Kreuze errang der Meister unsere Freiheit. Er machte uns frei von der Macht des Todes. Lasset das Kreuz stets zu euch sprechen, denn es verkündet den Sieg. Frei dürft ihr sein, das Leben gehört euch allen, damit ihr wahrhaft Seine Kinder werdet. So wollen wir hin an den nahen Bach, um das Werk, das heilige, zu vollenden und allen die Taufe geben, die sie begehren. Geht im Namen des Herrn, Sein Wille sei auch der unsere!“ Alle, alle gingen, es war ein Singen, ein Jubel.

 

Jakobus, Zeno und Hermes treten in das kühle Wasser. Abgarus, als der erste, Hethmann, als der zweite, begehren die Taufe, dann kommen alle, erst die Männer, dann die Frauen. Helena, Ilona und Irene gleichzeitig, dann alle, und in zwei Stunden war das heilige Werk beendet.

 

Alle gingen auf die Knie. Jakobus, mit beiden Händen segnend, spricht: „Schwestern Brüder, es ist jetzt kein Unterschied zwischen Himmel und Erde. Der Herr, unser Jesus Christus, ist mitten unter uns und spricht: `Kindlein, seid gesegnet aus Meiner Liebe, die alles trägt, aus Meinem Leben, welches ewig neues Leben zeugt und aus Meinem Geist, der ganz euch erfüllen soll, damit Mein Werk durch euch seine Erfüllung finde. Ich suchte euch, ihr ließet euch finden, Ich kam zu euch, ihr habt Mich aufgenommen. Haltet Mich fest durch eure Liebe, denn Ich in euch und ihr in Mir sollen krönen das Werk Meiner Liebe und Erbarmung. Meine Liebe habt ihr erlebt. Es sei euer Streben, dass auch alle anderen Meine Liebe durch euch erleben und Mich als Den erkennen, der das Leben ist und sein wird ewig.

 

Wie der Liebe heiliges Leben Mich erfüllt, so wird euch Mein Leben erfüllen. Darum bleibet in Mir, damit Ich euch verbleiben kann. Mein Geist in euch wird euch noch vieles offenbaren, was ihr jetzt noch nicht erfassen könnt. Aber seid euch dessen bewusst, was ihr heute noch nicht ahnt, wird bald eure Herzen mit Seligkeit erfüllen. Ein jeder liebe Mich, aber mit dem Herzen. Vergesset nicht, dass auch in jedem Menschen eine Heimatstätte Meiner Liebe zu errichten ist, damit uns alle ein Geist verbindet, der allen, allen Erlösung und Beseligung bringt.

 

Ziehet hin in Frieden, jeder an seinen Platz. Mein Vatersegen verbleibe bei euch und Mein heiliger Friede sei euer Teil. Amen. Amen. Amen`“.