Levi

 

 

„Levi, was hattest du für Pläne mit den Gefangenen? Du brauchst mir nicht zu antworten, wenn du nicht willst, denn ich erfahre doch die Wahrheit, und zwar von dem Manne mit Namen Jakobus, der ein Bruder und Jünger des Heilandes Jesus von Nazareth ist“.

 

„Herr, wenn du dich auf den Nazarener oder Seinen Jünger berufst, dann bist du schlecht beraten, denn von einem Volksbetrüger und einem Tempelschänder ist ja kein Heil, sondern Unheil ausgegangen. Darum geschah es recht, dass Er am Kreuze endete“. Darius: „Levi, ist das Gesagte deine eigene Meinung, oder ist es dir übermittelt worden von deinen Stammesgenossen. Es ist nämlich das Merkwürdige: Frage ich deine Stammesgenossen nach Jesus von Nazareth, erhalte ich fast regelmäßig die ungünstigsten Antworten, frage ich aber Römer, Griechen oder andere, ist die Antwort das Gegenteil, nur Gutes erfahre ich dann. Nach deiner Antwort wäre auch Jakobus ein Betrüger und ein Schänder deines Glaubens. Wie kommt es aber, dass gerade heute im Namen Jesus ein dem Tod geweihter seine volle Gesundheit erhielt? Du hast mich schwer enttäuscht  durch deine Antwort. Rede nun du!“

 

„Herr, was soll ich reden, wenn sich ein hoher Römer noch von Belzebubs Künsten  breit schlagen lässt. Ich habe den machtlosen Nazarener gesehen, wie er unter dem Kreuze zusammen brach, in den Gassen Jerusalems, ein würdiger Vertreter Jehovas, das muss ich sagen“. Darius, sich an Jakobus wendend, spricht: “Nun Jakobus, was sagst du nun zu dieser Rede?“

 

Jakobus: „Herr, ich hätte die Macht, ihn zu schlagen mit Stummheit oder einem anderen Gebrechen, aber eingedenk der herrlichen Mahnung meines Herrn und Meisters, alles Schlechte mit Gutem zu vergelten, vergebe ich ihm, denn er ist ja blind in seinem Hass. Als er selbst noch Priester war, ist es sein bestes Geschäft gewesen, ja den Zehnten von allen einzuziehen. Als aber durch den Herrn und Meister viele zur besseren Einsicht gelangten, wurde ihm der Boden zu heiß, nahm sein Gold und Silber und wurde Handelsherr. Der Hohepriester weiß bis heute noch nicht, dass er ein Abtrünniger des Tempels ist, man hält ihn für tot“. Darius: „Jakobus, wie willst du diese Beschuldigungen beweisen, wir sind tief in Syrien, also weit weg von Jerusalem. Mir ist es aber zur Pflicht gemacht, über eines jeden Ehre zu wachen. Also bitte deinen Herrn und Meister, damit du gerechtfertigt aus diesem Kampfe hervor gehst, denn du stehest ja an Stelle deines Meisters hier!“ Jakobus: „Herr, verbinde mir die Augen mit dem Tuch, jetzt, in später Abendstunde  will ich den Beweis erbringen. Bestimme einen deiner Begleiter, und aus Levis Eigentum will ich mit meinen Händen den Beweis erbringen“.

 

Darius spricht zu Fabian: „Da bin ich neugierig, was da zu Tage gebracht wird. Es wäre schon des Wunder genug, unter den vielen Wagen Levis Eigentum festzustellen, aber nimm trotzdem ein Licht und sorge, dass Jakobus nicht gehindert wird. Nimm aber noch zwei Mann mit“.

 

Nun nimmt er ein großes Tuch und bindet es selbst dem Jakobus an die Augen, aber so, dass auch die Nase und die Ohren verbunden waren, nur der Mund war frei. Dann sagte er: „Nun gehe und rechtfertige dich“. Jakobus ging durch die Tische, als wenn er sehend wäre. Dann rief Fabian: „Halt, erst muss ich mir ein Licht besorgen“, da blieb Jakobus stehen. Bald war eine Laterne zur Hand. Ohne zu warten eilte er, gefolgt von Fabian, nach den Wagen der Karawane des Levis. Die Hüter protestierten, aber Fabian sagte: „Ruhe Leute, sehet ihr nicht, dass dem Mann die Augen verbunden sind. Er hat einen Auftrag auszuführen, ihr dürft zusehen, ihn aber nicht hindern“.

 

Jakobus ging an einen der Wagen, wo viele Kisten abgeladen waren, schob einige zur Seite, dann hatte er gefunden, was er suchte. Von einer großen Kiste löste er die Verschnürung, die viele Mühe machte. Dann öffnete er die Kiste und nahm einige Gewänder heraus und einen Pack, verschloss und verschnürte die Kiste wieder und sagt: „Lass uns gehen zu den anderen, damit die Ehre des Meisters wieder hergestellt werde“. Rasch eilte er voraus, dass kaum Fabian mit dem Licht folgen konnte, und brachte dem Darius die Gewänder und den Pack.

 

Darius, auf den Erfolg neugierig, ist erstaunt, in den Händen eine volle Priesterbekleidung zu sehen. Da sagte Jakobus: „Herr, überzeuge dich über diese Gewänder, sie sind Levis Eigentum. Nimm mir aber das Tuch wieder ab, dein Begleiter mag bezeugen, wie ich das gefunden habe“. Darius fragte Levi: „Erkennst du diese Gewänder als dein Eigentum an?“ Levi: „Herr, was heißt Eigentum, ich habe noch viele Gewänder, warum soll ich nicht ein Priestergewand mit mir führen?“

 

Fabian: „Darius, du hättest Jakobus sehen sollen, mit welcher Sicherheit und Schnelligkeit er in der Finsternis zu den Wagen eilte. Es waren mehrere Kisten abgeladen und die richtige musste erst frei gemacht werden, die Verschnürung war das einzige, was länger dauerte. Mit sicherem Griff nahm er die Gewänder und den Pack, verschnürte wieder die Kiste, und du siehst, was er in den Händen hat“.

 

Jetzt wurden alle in der Gaststube lebendig. Man sah Jakobus mit verbundenem Kopf hinaus und herein kommen. Man glaubte an einen Scherz, aber nun machte das Priestergewand doch ein Aufsehen. Sie umstanden den Tisch, ja einige traten sogar auf die Bänke, um alles übersehen zu können, und Darius ließ es zu.

 

Jakobus: „Herr, in diesem Pack ist der beste Beweis, es ist die priesterliche Kopfbedeckung. In dieser Kopfbedeckung ist ein Segensspruch seiner Mutter eingestickt. Er lautet: `Elis, halte stets den Glauben fest, dass dich Gott nicht fallen lässt, deine Mutter Elisabeth`. Da Levi nur ein angenommener Name ist, wird durch den Spruch auch sein richtiger Name bekannt, er hieß Elis, nach seiner Mutter Elisabeth“.

 

Darius: „Weißt du, Jakobus, dass man sich vor dir fürchten möchte, da dir alles offenbar wird? Ich glaube, dass es so ist, aber zuvor frage ich dich, Levi, trifft alles zu, was Jakobus sagt?“ Levi: „Was fragst du, hoher Herr, wenn du es weißt, es ist doch kein Kunststück, dieses Blendwerk der Hölle“. – „Unsinniger und Verblendeter, wie weit willst du noch mit deinem Hass dein Spiel treiben mit uns? Ich will wissen, ob alles das von Jakob gesagte zutrifft. Ich verlange ein Ja oder Nein“. Levi schweigt .

 

Da öffnet Darius selbst den Pack, es war so, wie Jakobus darstellte. „Levi“, sagte er, „Hier brauche ich nichts mehr zu sagen. Was du als Priester tatest, kümmert mich nicht, dass du aber unter falschem Namen mit Sklaven handelst, bringt dich auf die Galeeren. Darüber habe ich nicht zu entscheiden, sondern das römische Gericht. Wir Römer lieben Gerechtigkeit, ihr Juden aber liebt nur euch. Wärest du offen und wahr wie Arnaut gewesen, wir hätten Milde walten lassen. Den schönen Spruch deiner Mutter scheinst du nicht beherzigt zu haben, sonst wärest du Priester geblieben. – Fabian, lasse den Mann in ein Gewahrsam bringen, mich ekelt vor solchen Menschen“.

 

Das war ein Aufsehen unter den vielen Gästen, an Schlaf dachte niemand. Da sagte Darius: „Leute, gehet zur Ruhe, morgen ist auch noch ein Tag, und du Jakobus, bleibst noch lange hier, ich könnte dich gebrauchen“.

 

Der Wirt wurde nun freigebig, wie war er auf einmal besorgt um seine Gäste, ja er bot Veit an, er solle bei Ihm bleiben, aber Ilonka sagte: „nein, er bleibt bei uns“. Es wurde wenig geschlafen. Andree, der solches noch nie erlebte, war aufgeregt, aber Jakobus sagte: „Du darfst dich nicht wundern, denn wir stehen an des Meisters Stelle hier, da gilt es, den Meister zu verherrlichen.

 

Gleich am frühen Morgen kommt Arnaut zu Jakobus und spricht: „Mann, du bist ein Jude, warum ließest du zu, dass Levi zu schaden wurde, ich kann dich nicht recht verstehen. Ja, du mit deinen Beweisen bist ja direkt schuld, er ist doch ein Stammesgenosse. Jakobus: „Arnaut, du magst als Mensch recht haben, aber ich bin nicht von der Art wie Levi. Mein Leben gilt der Ehre meines Gottes, und meine Liebe gilt allen Menschen. Siehe, ich habe alles im Stich gelassen, um meinem ewigen Herrn und Gott zu dienen. Ich will nicht, dass Levi zugrunde gehen soll, sondern dass er lebe. Hätte er nur gestern Abend etwas Reue gezeigt, er wäre noch ein freier Mann wie du. Sein Vergehen ist nicht größer als das Deine, und du bist und bleibst ein freier Mann und wirst dein Eigentum behalten. Aber weißt du auch, wem du es zu verdanken hast? Nur Jesum, dem Gekreuzigten und Auferstandenen.

 

Dass der Mensch Fehler macht, ist nicht zu ändern, aber Fehler nicht einsehen wollen und Behauptungen aufstellen, die die Fehler noch zu Tugenden machen, ist gewagtes Spiel. Levi weiß als Priester mehr, wie du ahnst, aber seine Geldgier, sein Geiz und Hass ließen es nicht zu, dass die Botschaft der Liebe und Barmherzigkeit auch in ihm Eingang finden konnte. Noch ist nichts verloren, an ihm liegt es selbst, denn mein Herr und Gott hat nicht Gefallen am Tode der Sünder, sondern dass ein jeder lebe und volle Erlösung empfange!“

 

Arnaut: „Mann, du redest von einem Herrn und Gott, andermal von einem Heiland, der dein Meister ist, wie soll ich dich verstehen? Ich habe die ganze Nacht nachgedacht, bin aber zu keinem Ziele gekommen. Wer ist dein Gott, und wer ist dein Meister? Ist es etwa Jesus, der Wundermann, denn kein anderer könnte ja in Frage kommen. Aber sein Tod am Kreuze, wie soll ich das in eine Ordnung bringen?“

 

Jakobus: „Arnaut, hast du nicht gehört von dem Römer wie er sagte, ich stände an Stelle meines Meisters? Du hast gestern Abend beim Andenken an deine Mutter geschworen. Du hast deine Mutter heiß geliebt, sag, lebt deine Mutter noch in dir, oder ihre Liebe, oder ihr Geist?“ Arnaut: „Ihre Liebe wird immer in meinem Herzen fortleben, denn sie war die beste aller Mütter“.

 

Jakobus: „Siehe Arnaut, wie deiner Mutter Liebe und Leben dich belebt, so belebt mich Jesus von Nazareth, der unser Meister war. Nur mit dem Unterschied, deine Mutter ging ein in die Ewigkeit und lebt in deiner Erinnerung, und du bleibst der selbe wie du warst. In mir lebt aber Jesus nicht in Erinnerung, sondern als Kraft, Liebe und Leben, denn Sein Eingang in die Ewigkeit öffnete allen Menschen die Tore zu ewigen Leben, da Er Selbst das Leben ist! Sein Tod ist unsere Geburtsstunde ins Leben! Und durch Seine Auferstehung ist dem Tod alle Macht genommen. Es wird für Ewigkeiten keinen Tod mehr geben, sondern nur ein Verwandeln“.

 

Arnaut: „Das ist mir zu viel, da kann ich dir nicht so recht folgen. Aber sage mir, wie konntest du im Finstern alles so finden? Ich stehe vor einem Rätsel“.

 

Jakobus: „Arnaut höre, mein Meister ist Licht und Leben, was ich tue, geschieht auf Drängen Seines Geistes in mir. Als das Tuch meine Augen bedeckte, war um und in mir hellster Tag. Seine Stimme vernahm ich in mir, und so war alles so einfach, als wenn du bei hellstem Tage in deinem Eigentum etwas suchst. Wir sind heute und morgen noch zusammen, da wird dir volle Klarheit werden. Aber wenn du von mir einen Rat annehmen willst, so suche Darius recht bald auf, denn das weißt du aus Erfahrung, die Römer arbeiten gründlich“.

 

Arnaut: „Ja, was soll ich bloß mit den vielen Menschen machen, die mich die vielen Pfunde Silber gekostet haben, ich weiß ja gar nicht, wohin damit. Dann bin ich ja auch gar nicht auf die Ernährung eingestellt, die wollte ja Levi übernehmen“.

 

Jakobus: „Stelle sie doch dem Römer zur Verfügung. Dein Silber ist freilich verloren, dafür aber gewinnst du einen lebendigen und wahren Gott, der dir aus Seiner Liebe und Gnade neue Wege und ewiges Leben anbietet. Lasse doch einmal alle materiellen Dinge laufen und halte dich vorerst an Göttliches, d.h., wenn du willst. Denn Gott ist wohl die reinste Liebe, aber Er zwingt keinen, auch Levi nicht.

 

Da schau, dort kommen schon deine Sorgenkinder. Sie werden Hunger haben und wissen mit ihrer Freiheit nichts anzufangen“. Arnaut wies sie alle in die Wirtsstube, die noch  leer war. Die Treiber und Wächter hatten mit ihren Tieren zu tun, die Soldaten waren bei ihren Pferden und die anderen in ihren Gemächern.

 

In der Küche war die Wirtin mit ihren Töchtern. Da ging dann Arnaut, als sich die 20 platziert hatten, in die Küche und bestellte ein Morgenmahl, bestehend aus Brot und Suppe, und setzte sich dann zu ihnen. Als sie sich gesättigt hatten, fragte er, ob sie noch ein mehreres brauchten. Sie schwiegen, aber ein Jüngling sagte: „Herr, wir sind frei gelassen worden, was ist nun unser Schicksal? Wir brauchen einen Herrn, der uns Brot und Arbeit gibt, sind wir schon am Ziel?“ – „Nein, es wird anders über euch verfügt werden, denn der Herr, der eich übernehmen sollte, ist ein harter, strenger Herr. Ihr aber sollet einen guten Herrn erhalten, dieses ist mein Wunsch. Sorget euch vorerst nicht, sondern bleibet recht ruhig, über euch wacht ein guter Stern“.

 

Arnaut fragt nach den Gemächern des Darius. Als er sich hinbegeben wollte, kommt gerade Darius mit Fabian. Die Begrüßung war kurz, aber herzlich. Da sagte Arnaut: „Herr, gerade wollte ich zu dir. Die 20 Menschen liegen mir am Herzen, die versorgt werden müssen, ich weiß nicht, wohin mit ihnen“.

 

Darius: „Auch mir geht es so, wenn ich daran denke, dass sie keine Heimat mehr haben, entrechtet und der freien Willkür hartherziger Herren ausgesetzt sind. Da möchte ich jeden, der mit Sklaven handelt, selbst zu einem Sklaven machen. Darum ist das Gesetz scharf gegen die, die ohne die Zustimmung der römischen Behörden mit Menschen handeln. Darum frage ich dich, Arnaut, seit wann handelst du mit Menschen?“ – „Herr, es ist das erste mal, auf Drängen des Levi tat ich es. Ich war mir gar nicht bewusst, welches Vergehen ich eigentlich beging, mir sind erst heute Nacht die Augen richtig aufgegangen“. – „Was gedachtest du nun mit den vielen Menschen zu tun, du hast doch keine Abnehmer“. – „Herr, ich weiß es nicht, am liebsten würde ich sie deiner Liebe und Fürsorge empfehlen, denn dann hätte ich Gewähr, dass sie gerechte Herren bekämen“. – „Wenn es dein Wunsch ist, wird sich schon ein Weg finden, vorerst will ich mich mit den Leutchen etwas unterhalten. Hast du Jakobus und seinen Begleiter schon gesehen? Ohne seinen Rat möchte ich eigentlich nichts unternehmen“. – „Ich sprach mit ihm, nur kann ich ihn nicht recht verstehen, denn was er sprach ist etwas ganz Neues“.

 

„Arnaut, danke du dem ewigen Gott, dass Er es so fügte, dass Sein Jünger hier ist, denn du und Levi hättet die ganze Schwere des Gesetzes tragen müssen. Der Auferstandene Jesus, den ich nur ein mal sah und hörte, hat in mir meinen Sinn gewandelt und mein Herz bewegt, dass ich euch die Hände reiche und ihr gute Staatsbürger und fühlende Menschen werden könnt. Leider hat Levi keinen Sinn für Ehrlichkeit und Nächstenliebe“. – „Herr, wenn ich nochmals versuche, ihn umzustimmen, würdest du Milde walten lassen?“ – „Aber gerne, Arnaut, aber ich zweifle, dass es fruchten wird, der Mensch ist blind in seinem Hass und bar aller Nächstenliebe. Versuche es immerhin“.

 

Jakobus ging mit Andree hinüber in die Kate der Ilonka, die beim Morgenbrot saßen. Wie freuten sich die armen Menschen über Jakobus.

Die alte Mutter weinte vor Freude und drückte ihn einige male an ihre Brust und sagte: „O du Liebes- und Freudenbote, wie sonnig hat der heutige Tag begonnen. Veit will hier bleiben, Ilonka liebt diesen Menschen längst  , obwohl sie wusste, er wird sterben, und nun diese Freude. O erzähle noch etwas von diesem wunderbaren Heiland, der solchen Sonnenschein in unser Haus und in unser armseliges Leben brachte. Wo ist die Sorge und die Not? Hinweg hat Er sie genommen. Darum ist die Sehnsucht nach Ihm groß und wir möchten noch sehr viel von Ihm wissen“. Jakobus: „Mutter Rake, dein Wunsch wird erfüllt werden, doch nicht in diesen Morgenstunden, sondern heute Abend. Ich möchte nur mit meinem Bruder Andree das Morgenmahl mit euch einnehmen, denn drüben wird es mir zu bunt“.

 

Zu gerne brachte Ilonka Brot und Milch, als aber Jakobus betete: „O Jesus, Du treuer herrlicher Vater, wir danken Dir für Deine Liebe, Güte und den sichtbaren Segen. Erfülle mich mit der ganzen Liebesglut und Deiner Lebenskraft. Sei bei uns, um uns und in uns und segne uns dieses Mahl, damit wir zum Segen aller werden. Deine Liebe sei unser Leben und unsere Liebe Deine Freude, Amen“.

 

Da weinten sie, denn auf einmal schauten sie alle, in der Tür stehend, den segnenden Heiland und Herrn. Rake wollte aufstehen und hineilen, da verschwand der Herr. Da sagte Jakobus: „Nun haben eure Augen Ihn gesehen, Er ist immer noch hier und nimmt Teil an eurer Freude. Freuen wir uns dessen, denn freuen ist danken“.