Bayrisches Fernsehen

 

Dienstag 21. Januar 2003

19.30 Uhr Stationen: Der ungläubige Thomas

Erstausstrahlung

Das Geheimnis des Apostels

Film von Dom Vaaming (2002)

 

In Indien, dem Land religiöser Hingabe und Frömmigkeit, gibt es unter den vielen religiösen Bekenntnissen auch inbrünstige Christen. Das ist vielleicht nicht weiter verwunderlich. Überraschend ist allerdings, dass die christliche Tradition Indiens zu den ältesten dieser Erde zählt. Es gibt so genannte Urchristengemeinden in Kerala, von denen es heißt, sie seien vom Apostel Thomas selbst gegründet worden. Ohne Unterbrechung über 2 000 Jahre wurden an diesen Orten christliche Gottesdienste abgehalten.

Doch wenn man glaubt, hier alte Rituale oder Texte anzutreffen, die genaueren Aufschluss über den Glauben des Urchristentums geben könnten, so wird man enttäuscht. Die Portugiesen haben nach ihrer Ankunft in Indien Ende des 15. Jahrhunderts alles vernichtet, was an die Lehren des Thomas erinnerte, weil es unter dem Verdacht stand, häretisch zu sein. Hat Thomas eine andere Auffassung des Glaubens vertreten als die übrigen Apostel, auf die sich unser christlicher Glaube stützt? In den Kirchen der Thomas-Christen wird der heilige Thomas oft dargestellt und verehrt wie Jesus selbst. Diese Ähnlichkeit in der Darstellung und Wertung von Thomas und Christus findet sich auch in den Thomasakten, einer Beschreibung der Missionsreise des Thomas in Indien, in der Thomas als "Zwillingsbruder" Jesu bezeichnet wird. Denn der Name Thomas selbst bedeutet "Zwilling". Eigentlich hieß Thomas nämlich Judas.

In Europa ist Thomas in erster Linie aus der Bibel als "der Ungläubige" bekannt, der selbst die Wundmale Jesu berühren musste, um zu glauben. In der gesamten frühchristlichen Über1ieferung des Ostens aber zeigt sich ein anderes Bild. Hier gilt Thomas als ein besonders erleuchteter Schüler Jesu. Nach Jesu Tod, so wird berichtet, sei Thomas nach Syrien, nach Persien und schließlich nach Indien gekommen, um die christliche Lehre zu verbreiten. Wie diese Lehre aussah, darüber war man über fast 2 000 Jahre auf Vermutungen angewiesen. Man wusste aber so viel, dass Jesus auch Thomas aufgetragen hatte, ein Evangelium zu schreiben, und dass dieses Evangelium bald von der frühen Kirche unterdrückt und schließlich verboten wurde.

Was war die Lehre von Thomas? Aufschluss darüber gab erst 1945 der sensationelle Fund von Nag Hamadi in Ägypten, wo eine Bibliothek frühchristlicher Papyri entdeckt wurde, worunter sich auch eine lückenlose Ausgabe des Thomasevangeliums befand. Es war eine Sammlung von Jesusworten, die zum Teil auch in der Bibel stehen, zum Teil aber völlig unbekannt waren.

Da der Text heute von den Wissenschaftlern zum großen Teil auf circa 60nO nach Christus geschätzt wird, gehört er zu dem Ältesten, was wir an Jesusüberlieferungen besitzen. Hatte Jesus eine geheime Lehre, die er nur einigen eingeweihten Schülern vermittelte? Verschiedene Theologen untersuchen das Thomasevangelium inzwischen in seinen wichtigsten Aspekten und Konsequenzen. Doch selbst wenn wir letztlich keine Gewissheit über den Text gewinnen können, so ist er in unserer Zeit, die nach persönlicher Erfahrung ver1angt, hochaktuell.

 

Redaktion: Hubert Schöne

Fotos über "www.br-bildarchiv.de" oder Tel.: (089) 5900-3040, Fax: (089) 59 00-

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Bemerkungen zu diesem Thema:  

Von ebenso großer Bedeutung ist das „Jakobus-Evangelium“ !  

Das Buch mit dem Titel: „Jugend Jesu“ von Jakob Lorber ist das gefundene Thomas-Evangelium!  

Hierzu folgende Bemerkungen:  

     1.   Aus „Leben und Lehre Jesu Christi von Karl Dvorak 1. Abschnitt :  

      1. bis 16. Kapitel

       Aus der Kindheit und Jugend Jesu, durch das innere Wort wiederempfangen durch Jakob Lorber:  

Wessen Herz trägt nicht  das  Verlangen,  vom  wunderbaren  Leben  unseres geliebten Heilands  mehr zu  erfahren  als  es  uns  die  biblischen  Schriften, das  Neue  Testament  bietet.  Wie  gerne  möchten  wir mehr wissen, wie der Geist Gottes im Menschen  Jesus von  Nazareth erblühte, wie er sich entfaltete und wie  die  einzigartige  gottmenschliche Seele mehr und mehr an Weisheit und Liebe zunahm. In alten Zeiten, zu Beginn des  christlichen  Gemeindelebens  gab es solch eine Schilderung der Kindheit und des  reifenden Jesus  im sogenannten Evangelium Jakobi Minoris,  zu  deutsch  dem  Jakobus-Evangelium. Diese Beschreibung  war  schon im ersten  und zweiten Jahrhundert bei den Gemeinden des  Morgen- und  Abendlandes  im  Umlauf . Justinus, der Märtyrer, gestorben 166 n Chr., scheint diese           Kundgabe gekannt zu haben. Origines erwähnt sie sogar namentlich, nachzulesen in der Kirchengeschichte von Kurz,  Band  1, § 29, Ziff.4. Bei der im 4. Jahrhundert erfolgten Feststellung  der  kanonischen und  kirchengebräuchlichen  Schriften  der  Theologen-Schulen  und  der Patriarchen von Alexandrien und Rom wurde dieses in der damaligen Zeit schon sehr entstellte Jakobus-Evangelium jedoch  als  unsicheren Ursprungs bezeichnet  und  nicht  in  die  Zahl  der  heiligen  Schriften aufgenommen. Eine  Beurteilung, die ja  viele Jahrhunderte lang auch der Offenbarung des Johannes und  dem  Jakobus-Brief  in verschiedenen anderen Teilen des heutigen  Neuen  Testamentes  widerfahren ist.

Diese  Ansichten   der  Christenheit  über  das  Jakobus-Evangelium  haben dann bis in die neueste Zeit  geschwankt. Als echt  finden  wir es z.B. in  der  sogenannten  Berlenburger  Bibel  aufgenommen,  die freilich nur Bruchstücke des alten Evangeliums kennt. Im übrigen geriet diese Schrift immer mehr in  Vergessenheit  und  war schließlich bis auf die erwähnten Bruchstücke gänzlich verschollen, wurde 1739 gedruckt. Die Bruchstücke  der  Jugend Jesu hatten in der Berlenburger Bibel  eine  starke Übereinstimmung mit der „Kindheit und Jugend Jesu“.

 

2.   Aus dem Buch „Jugend Jesu“, Lorber-Verlag in Bietigheim, Verlagsgemeinschaft Friedrich Zluhan,   Postfach 1851, Hindenburgstraße 5, 74308 Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142/94 08 43: 

 Vorwort  

Unter den apokryphen Evangelien über die Kindheit Jesu nimmt das Evangelium des Jakobus die erste Stelle ein. Es "ist unter den apokryphen Kindheitsevangelien nicht nur das älteste, sondern auch das berühmteste" (de Strycker). In frühchristlicher Zeit war es in seinem griechischen Text (es ist in zahlreichen griechischen Handschriften aus dem 9. bis 16. Jahrhundert teilweise erhalten), wie in den zahlreichen Übersetzungen (lateinisch, syrisch, koptisch, armenisch, georgisch, arabisch, äthiopisch) als das Werk des Herrenbruders Jakobus geachtet und sehr beliebt.  

Ob Justin (t um 165) das Werk gelesen hat, ist ungewiß. Clemens von Alexandrien (t um 215) hat aus ihm Einzelheiten über die Jugend Jesu geschöpft. Origenes (t um 253/4) erwähnt in seinem Kommentar zum Matthäusevangelium (p.G.13, 876-877) ,das Buch des Jakobus'.  

Vornehmlich orientiert an Clemens wird heute als Abfassungsdatum des Kindheitsevangeliums das 2. Jahrhundert, von neueren Autoren die zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts angenommen, als Abfassungsort wird besonders Ägypten in Betracht gezogen.  

Wie wir jedoch aus dem im vorigen Jahrhundert an Jakob Lorber neu offenbarten vollständigen Text des ursprünglichen Kindheitsevangeliums gesichert wissen, wurde dieses Evangelium von der Kindheit Jesu von Jakobus, dem Herrenbruder und jüngsten Sohn Josephs aufgezeichnet und wird mit Recht nach seinem Verfasser das Jakobus- Evangelium genannt. Nach dem französischen Humanisten Postel (t 1581), der es aus dem Orient mitgebracht hat, wird es heute Protevangelium (= erstes bzw. ältestes Evangelium) des Jakobus genannt.  

Das Protevangelium des Jakobus liegt nur in Bruchstücken vor und hat in seiner heutigen Gestalt drei Teile: Es erzählt das Marienleben bis zur Geburt Jesu (Kap. 1-16), die Geburtsgeschichte Jesu mit ihren wunderbaren Ereignissen (Kap. 17-21) und berichtet vom Kindermord in Bethlehem und dem  Martyrium des Zacharias (Kap. 22-24) und schließt mit einem Epilog bzw. Nachwort des Jakobus. (Apokryphe Kindheitsevangelien, Herder 1995)  

Im Orient galt Jakobus nicht nur als Verfasser des Kindheitsevangeliums, sondern auch als der jüngste Sohn Josephs aus erster Ehe. Daß Joseph Witwer war und fünf Söhne hatte, war in den ersten Jahrhunderten allgemein bekannt. "Auch große Theologen wie Clemens von Alexandrien, Origenes, Epiphanes, Ephrem u.a. nahmen dies an. Diese Söhne Josephs galten als ,Brüder Jesu'. Erst Hieronymus verteidigte seine Ansicht, diese Brüder Jesu seien nur dessen, Vetter'. Er vertrat seit 383 diese neue Auffassung, um die irrtürnlicheAnsicht, die sogenannten Brüder Jesu seien wirkliche Brüder Jesu aus Maria, zu widerlegen." (R. Ernst)  

Das Jakobus-Evangelium wurde von der Kirche offiziell nicht anerkannt, doch wurde aus ihm namentlich an den Marienfesten in der morgenländischen Kirche dem Volk vorgelesen. Auch im slawischen Bereich muß sich das Jakobusevangelium besonderer Beliebtheit erfreut haben. Bei der im 4. Jahrhundert dann erfolgten Feststellung der kanonischen, d.h. kirchengebräuchlichen Schriften durch die Theologenschulen und Patriarchen von Alexandria und Rom wurde dieses in der damaligen Zeit schon sehr entstellte und von Legenden umwucherte Jakobusevangelium jedoch nicht in die Zahl der heiligen Schriften aufgenommen, was viele Jahrhunderte lang auch der Geheimen Offenbarung des Johannes, dem Jakobusbrief und verschiedenen anderen Teilen des Neuen Testaments widerfuhr. Seit v. Tischendorfs (1815-1874) zahlreichen Entdeckungen und Editionen biblischer Handschriften (Editio octava critica maior; 2 Bde.) befassen sich heute vermehrt theologische Werke mit Quellentexten aus Altertum und Mittelalter, neuerdings u.a. die 1995 bei Herder erschienene zweisprachige Ausgabe apokrypher Kindheitsevangelien (EVANGELIA INFANTIAE APOCRYPHAAPOKRYPHE KINDHEITSEVANGELIEN).  

Daß es letztlich des Herrn Wille war, daß das damals schon sehr entstellte Jakobusevangelium in den biblischen Kanon nicht aufgenommen werden durfte, entnehmen wir den an Jakob Lorber ergangenen einleitenden Worten zu dem in den Jahren 1843-44 neu offenbarten Text des ursprünglichen Jakobusevangeliums:  

"Jakobus, ein Sohn Josephs, hat solches alles aufgezeichnet; aber es ist mit der Zeit so sehr entstellt worden, daß es nicht zugelassen werden konnte, als authentisch in die Schrift aufgenommen zu werden. Ich aber will dir das echte Evangelium Jakobi geben, aber nur von der obenerwähnten Periode (,von der Zeit an, da Joseph Mariam zu sich nahm') angefangen; denn Jakobus hatte auch die Biographie Mariens von ihrer Geburt an mit aufgenommen, wie die des Joseph."  

In seinem Kommentar "Die Apokryphen des Neuen Testaments und das Lorberwerk - Das ,Jako bus-Evangelium' und die ,Jugend Jesu'" schreibt der katholische Theologe Robert Ernst: "Der Text des apokryphen Jakobusevangeliums und die Ergänzungen bzw. Korrekturen, die der Herr dem Jakob Lorber diktiert hat, fließen so ineinander, daß sie ein zusammenhängendes Ganzes bilden. Alles ist als ein abgerundeter Bericht über die Jugend Jesu so eingehend geschildert, daß uns viele Probleme, die selbst die besten Exegeten nicht lösen konnten, in klarstem Lichte erscheinen."  

Dieses Evangelium, das uns neben vielen anderen wunderbaren Ereignissen die reine Empfängnis durch Maria, die jungfräuliche Geburt, die Anbetung durch die Hirten und die drei Weisen, die Flucht vor Herodes nach Ägypten und die Heimkehr nach des Herodes Tod nach Nazareth, ja die ganze Kindheit Jesu vom ersten Lebenstage an bis zu seinem zwölften Lebensjahr erzählt, darf das innigste und lieblichste aller Evangelien genannt werden.  

Von diesem Kinde geht ein unwiderstehlicher Liebreiz aus, eine Liebe ausstrahlende, weisheitsvolle und heilungbringende Kraft, die jeden im Umkreis des Kindes, ob Jude oder Heide, zu der Erkenntnis reifen ließ, dass hier das allerhöchste Gottwesen selbst Mensch geworden ist, wie es seit Urzeiten der Menschheit verheißen war. Schon in der Krippe spricht das Kindlein und hebt segnend Seine Händchen. Dem heutigen Menschen mag es im allgemeinen schwerfallen, dies in unserer einseitig verstandesmäßig geprägten Zeit als einen Wahrheitsbericht des Jakobus anzunehmen. Deshalb sei hier eine Erklärung vorangestellt, die ein Engel des nach dem Grunde des "Frühredens" des Kindes fragenden römischen Oberstatthalter Cyrenius gab (129. Kapitel):  

"Siehe, das ist eine rein himmlische Sache; so wir sie dir auch kundgeben, da wirst du sie aber dennoch nicht fassen! Denn naturmäßige Menschen können nimmer das reinst Himmlische erfassen, weil ihr Geist noch nicht ledig (frei) ist, sondern gefangen von aller Materie der Welt. ... Siehe, das Kindlein, wie Es ist in Seiner menschlichen Art, kann euch gegenüber als naturmäßigen Menschen noch lange nicht reden! Das wird Es erst in einem Jahre halbwegs imstande sein. Aber im Herzen des Kindleins wohnt die Fülle der ewigen allmächtigen Gottheit! Wenn nun dies Kindlein dir vernehmlich und überweise spricht, da spricht nicht das dir sichtbare Kind, sondern die Gottheit aus dem Kinde in dein zu dem Behufe erwecktes Gemüt. Und du vernimmst dann die Worte also, als redete das dir sichtbare Kindlein. Aber dem ist nicht also, sondern da redet nur die dir unsichtbare Gottheit! Und was du wie von außen zu hören meinst, das hörst du nur in dir selbst; und das ist mit jedem der Fall, so er dies Kindlein reden hört!"  

Die Berlenburger Bibel (Apokryphen) aus dem Jahre 1739 enthält einige Bruchstücke der alten Überlieferung, die eine große, teilweise wörtliche Übereinstimmung mit dem J. Lorber diktierten ursprünglichen Text aufweisen. Dem vorliegenden Band wurde daher - mit dieser Neuauflage zum ersten Mal- ein Faksimile des in der Berlenburger Bibel enthaltenen Textes in einem Sonderdruck beigegeben. Um die Ganzheit des Textes nicht zu zerstören, enthält das Faksimile auch die im vorliegenden Band "Kindheit und Jugend Jesu" nicht enthaltenen 7 Kapitel über die Geburt Marias, ihre Aufnahme und ihr Leben im Tempel, bis sie in ihrem vierzehnten Lebensjahr durch ein göttliches Zeichen vom Hohenpriester in die Obhut Josephs gegeben wurde. Das Jakob Lorber diktierte Jakobusevangelium bietet aber keine Gewähr für die Richtigkeit dieser ersten sieben Kapitel, die dem Apokryphband der Berlenburger Bibel entnommen sind.  

Der Text für die vorliegende Neuauflage konnte dank dem Verlag nahestehender Freunde mit einer Kopie der Urschrift, die sich heute in österreichischem Privatbesitz befindet, verglichen werden. Die seitherigen Auflagen folgten der Erstausgabe, die 1852 auf Veranlassung des Grazer Freundeskreises sowie des Weinsberger Dichter-Arztes Dr. Justinus Kerner durch Dr.Ch.F. Zimpel, den Begründer der spagyrischen Heilweise, im Verlag Schweizerbarth in Stuttgart erschien. Dem Lorber- Verlag liegt neben einem Exemplar der Erstausgabe eine Abschrift des Jakobusevangeliums von der Hand Zimpels vor, so daß als wahrscheinlich gelten darf, daß dieser die Abschrift während seines mehrmonatigen Aufenthaltes in Graz nach der Urschrift Lorbers angefertigt hatte.  

Ein Versehen bereits in der Erstausgabe Zimpels führte zu einer Verschiebung der Kapitelzahl. Das Jakobusevangelium umfaßt 300 Kapitel und nicht, wie in den seitherigen Ausgaben beziffert, 299 Kapitel. Die Textauslassung Kapitel 192 führte zu dieser leidigen Verschiebung ab Kapitel 193. Der fehlende Text wurde, nachdem das Versehen festgestellt werden konnte, seither der "Jugend Jesu" in einem Beiblatt beig~fügt. Die vorliegende Neuauflage umfaßt nach Berichtigung entsprechend der Urschrift jetzt 300 Kapitel. (Bei Neuauflage unserer Nachschlagewerke wird diese Änderung entsprechend berücksichtigt werden.)  

Heute nicht mehr allgemein verständliche Wörter (spehr, kiefelte, einjäuckte) wurden durch sinnverwandte bzw. sinngleiche Wörter nach dem heutigen Wortverständnis ersetzt und die ursprünglich verwendeten Wörter in den "Anmerkungen" (Ss. 433-438) angeführt. Fremdwörter wurden teilweise durch deutsche Wörter ersetzt oder in den Anmerkungen erklärt. Ebenso wurden Satzbildungen ("von dir sich verreisete"), die heute nicht mehr allgemein verständlich sind, in den Anmerkungen in einer heute verständlichen Form erklärt. Im übrigen gilt auch hier, was das Jesuskind Kap. 173 über die ,Schriftgelehrten' und ,Buchstabenfresser' sagt.  

Das Kindheitsevangelium, das wir dank der göttlichen Gnade in seiner Reinheit wieder erhalten haben, will uns nicht nur erzählen, was einmal geschehen ist. Seit jener Zeit bis in unsere Gegenwart hinein spricht es zu uns; Werdet wie dies Kindlein, nehmt es auf in euer Herz! Wie Maria zu Cyrenius sagt, als der Römer sie selig preist, da "der Himmel und die Erde auf ihren Armen ruhe":  

"Glücklich, ja überglücklich bin ich, da ich dieses Kind auf meinen Armen trage. Aber größer und glücklicher noch werden in der Zukunft diejenigen sein, die Es allein in ihren Herzen tragen werden! Trage Es auch du unvertilgbar in deinem Herzen!"

 

Bietigheim, Sommer 1996                                                                                           Der Lorber- Verlag    

 

Anmerkung:  

Das ganze Buch kann im Internet unter folgender Adresse abgerufen werden:  

http://www.j-lorber.de ,  

dann klicken: rechts  Werke Lorbers, nach dem Öffnen: Über das Leben, die Lehren (Evangelien) und Briefe Jesu“ 'Kindheit und Jugend Jesu' Kap. 1-99 | Kap. 100-199 | Kap. 200-299 | Kurzbeschreibung