Die Nichtigkeit einer Kraft ohne Gegenkraft - Der geistige und materielle  Gegenpol Gottes

 

Band 5 (GEJ)

Die Nichtigkeit einer Kraft ohne Gegenkraft

227. Kapitel

[GEJ.05_227,01] (Der Herr:) „So da jemand von einer derartigen Riesenstärke hier wäre, daß er mit seinen Händen die stärksten Eichen und Zedern zu entwurzeln vermöchte, hätte aber keinen Widerstand, sondern um seine zu entwurzelnden Bäume nur Schlamm und Wasser, würde er da wohl einen Baum, der etwa um ein paar Klafter tiefer seine Wurzeln wohl in festem Erdreiche stecken hätte, zu entwurzeln imstande sein? Ich sage: Nein; denn sowie er sich anschickte, mit seinen mächtigen Armen den Baum aus der Erde zu reißen, da würde er einsinken in des Wassers und Schlammes Tiefe und somit mit aller seiner Riesenkraft gar nichts ausrichten.

[GEJ.05_227,02] Wenn also ein Riese die große Muskelstärke seiner Hände als wirksam darstellen will, so müssen auch seine Füße einen sehr festen Boden als eine notwendige Stütze haben, was sicher jedem von euch wohl einleuchtend sein wird. Ich setze aber hier noch einen Mir gar wohl möglichen und für euch noch einleuchtenderen Beispielsfall.

[GEJ.05_227,03] Nehmen wir an, hier vor uns befänden sich etwa ein paar hundert allerkräftigster Kämpfer, hundert auf der einen und hundert auf der andern Seite. Sowie sie aufeinander loszugehen anfangen, hebe Ich sie mit Meiner innern Macht hoch in die Luft empor und lasse sie durch einen heftigen Wind in alle Gegenden und Richtungen zerstreuen. Frage: Wie werden diese ohne allen festen Stützpunkt nun ihren Kampf beginnen und vollführen? Wird einer selbst mit den kräftigsten Füßen in der Luft sich auch nur um einen Schritt weiterbewegen können oder so einen recht gewaltigen Hieb mit der Hand tun und dabei seine aufrechte Stellung behalten können?

[GEJ.05_227,04] Ich sehe, daß ihr da nun so ein wenig zu studieren anfanget, wie etwa solches möglich wäre. Es steht aber in Meiner Macht, einem von euch das praktisch zu zeigen, und so saget Mir nur, wer von euch sich wohl einer solchen Probe unterziehen will! Willst du, Epiphan, etwa eine Mannshöhe über der Erde dich von der Wahrheit Meiner Aussage überzeugen?"

[GEJ.05_227,05] Sagt Epiphan: „O ja, Herr und Meister; denn es kann mir unter Deiner Obhut ja unmöglich etwas Übles begegnen! Ich bin demnach schon entschlossen dazu."

[GEJ.05_227,06] Sage Ich: „Nun gut, erhebe dich eine Mannshöhe vom Boden der Erde in die freie Luft, und erzähle es den andern, wie du dich befindest!"

[GEJ.05_227,07] Epiphan befand sich nun ganz freischwebend in der Luft, und zwar ganz ruhig in aufrechter Stellung, und Ich sagte zu ihm: „Mache nun etwelche Bewegungen, und tue, als ob du irgendwohin kommen oder dich gegen irgendeinen Feind verteidigen wolltest, und erzähle es uns, was du empfindest, und wie es dir zumute ist!"

[GEJ.05_227,08] Epiphan versuchte das, verlor aber natürlich sogleich die bequeme, aufrechte Stellung, und je mehr er mit Händen und Füßen arbeitete, desto mehr kam er in allerlei höchst unbequeme Stellungen. Am Ende drehte er sich wie ein in der Luft schwebendes Blatt herum, und ein nur ganz leiser Lufthauch fing an ihn weiterzuschieben, und zwar nach Meinem Willen gegen des Aziona Haus, an dessen Wänden er einen festen Stützpunkt fand, seine unbequeme Stellung wieder in die bequeme aufrechte umwandelte und sich dann, die Extremitäten der Wand erfassend, bis zur Erde gewisserart herabschob.

[GEJ.05_227,09] Als Epiphan mit den Füßen wieder den Erdboden erreichte, da war er, Mich lobend, über alle Maßen froh, kam schnell zu uns an den Tisch und sagte: „O Herr, alles, was Du willst, – aber nur keine solche verzweifelte Probe mehr! Ich hätte euch wohl von der Luft herab erzählen sollen, was ich empfand und fühlte! Ja, das hätte ich in der aufrechten Stellung, die von einem ziemlich angenehmen Gefühle begleitet war, wohl erzählen können, wie ich mich eben recht angenehm fühle und sehr anmutiglich befinde; aber als ich mich dann auf Dein Geheiß zu bewegen anfing und alle Stellungen mir mußte gefallen lassen, weil ich sie nicht zu ändern vermochte, da war es mit der Sprache aus. Ich hätte allenfalls, so ich mich nicht geschämt hätte, ein angstvolles Zetergeschrei beginnen können, aber von einem verständigen Worte wäre da gar keine Möglichkeit gewesen! Von tausend Schwindeln ergriffen und sich ohnmächtiger denn eine Mücke fühlend, – da rede, wer da wolle; für mich war das die allerplatteste Unmöglichkeit!

[GEJ.05_227,10] Nur eine Mannshöhe vom festen Boden in die freie Luft entrückt, und man ist im Augenblick das aller Macht und aller Kraft barste Wesen! Der leiseste Lufthauch, der kaum ein Blättchen an einem Baume zu rühren vermag, trägt einen ohne irgend möglichen Widerstand fort, und das in einer zumeist sehr unbequemen Stellung. Nein, alles, wie gesagt, – aber nur keine solche Probe mehr! Aber der Satz aus Deinem Munde, o Herr, ist nun als eine glänzendste Wahrheit bestätigt, daß nämlich die größte Kraft ohne einen festen Stützpunkt, den ich als eine notwendige Gegenkraft betrachte, so gut wie gar keine Kraft ist. Das ist nun so meine lebendigste und wahrste Überzeugung.

[GEJ.05_227,11] Was und worin bestehend nach Deiner früheren Erklärung der Orkus, Tartarus oder die Hölle in sich ist, das wäre mir nun schon so ziemlich klar; aber mit dem Satan und seinen Helfershelfern, den sogenannten Teufeln, weiß ich jetzt noch nichts zu machen! Weil Du, o Herr und Meister, uns schon das eine so gut erklärt hast der vollsten und vernunftgerechten und -gemäßen Wahrheit nach, so erkläre uns auch noch das, so es Dein heiliger Wille ist!"

 Der Gegenpol Gottes

228. Kapitel

[GEJ.05_228,01] Sage Ich: „Darum habe Ich euch ja die Beispiele gegeben, damit ihr die nachfolgende Erklärung vom Satan und seinen Engeln leichter zu fassen imstande sein sollet; und alsodenn vernehmet Mich nun weiter!

[GEJ.05_228,02] Daß nach eurer nun gemachten Erfahrung der allerstärkste Riese ohne einen sehr festen Gegenstützpunkt, den wir eine Gegenkraft oder einen Gegenpol nennen wollen, nichts zu wirken vermag, das sehet ihr nun ganz gut ein. Das gleiche Verhältnis aber dehnt sich, wennschon ins endlos Große gehend, bis zum allerhöchsten Gottwesen aus!

[GEJ.05_228,03] Wenn der ewige, allerfreiest weiseste und allmächtige Geist Gottes Sich nicht eben auch schon von Ewigkeit aus Sich heraus einen Gegenpol gesetzt hätte, so wäre es ihm als pur positivem Gott nie möglich geworden, Sonnen, Welten und all die zahllos vielen Wesen auf ihnen ins Dasein zu rufen.

[GEJ.05_228,04] Wie aber sieht dieser Gottesgegenpol aus, und worin besteht er? Ist er ein dem positiven, freien Gotteslebens- und Machtpole ganz fremder oder ein in einer gewissen Hinsicht gleichartiger? Ist er ein Selbstherr, oder hängt er in allen seinen Teilen nur von dem positiven Gottesmachtpole ab?

[GEJ.05_228,05] Seht, diese gar wichtigen Fragen werde Ich euch nun so lichtvoll als möglich beantworten, und ihr werdet dann gleich einsehen, wer der sogenannte Satan, und wer so ganz eigentlich seine Teufel sind! Und so habet nun acht!

[GEJ.05_228,06] Wenn ein Mensch zum Beispiel etwas darstellen will, so fängt er an zu denken, und es werden eine Menge flüchtige Bilder als einzelne Gedanken sein Gemüt durchstürmen. Wenn sich der Denker eine längere Zeit mit der Beschauung seiner inneren Geistbilder, die man ,Gedanken‘ nennt, abgibt und sie auch mehr und mehr festzuhalten beginnt, so wird er bald und leicht gewahr, daß sich einige bessere Gedanken angezogen und gewisserart schon zu einer lichteren Idee verbunden haben. Solch eine Idee behält dann die Seele wie ein ausgeprägtes Bild festhaftend in ihrem Gedächtnissensorium, und man könnte das eine Grundidee nennen.

[GEJ.05_228,07] Nun geht aber der Gedankenflug fort, gleichwie das Wasser eines Stromes, und unter den vielen vorüberströmenden Gedanken kommt denn wieder so etwas Gediegeneres, wird von der Grundidee sogleich angezogen und vereint sich mit derselben, wodurch die Grundidee dann schon heller und noch bestimmter ausgeprägt wird.

[GEJ.05_228,08] Das geht dann eine Zeitlang sogestaltig fort, bis neben der Grundidee sich mehrere nachfolgende, mit der ersten harmonierende Seitenideen gebildet haben und dadurch schon den Begriff von irgendeiner konkreten Sache oder vorzunehmenden Handlung und deren Erfolgen darstellen.

[GEJ.05_228,09] Ist der Denker einmal zu solch einem gänzlich ausgeprägten, klaren Begriffe gekommen, da findet er ein Wohlgefallen an ihm und erfaßt und durchdringt ihn sofort mit dem Lebensfeuer seiner Liebe. Die Liebe erweckt den Willen und die Tatkraft des Denkers, und es wird sodann ungehalten der innere Begriff zur materiellen Verwirklichung erhoben.

[GEJ.05_228,10] Nun steht der frühere, pur geistige Begriff nicht mehr allein nur als ein geistiges Bild in seiner vollen Klarheit im Sensorium der Seele, sondern auch als ein gleichsam gerichtetes festes Ebenmaß des innern, geistigen Bildes in der materiellen Natur und ist gestellt zur Benutzung dessen, der es früher erdacht hatte.

[GEJ.05_228,11] Die einzelnen Gedanken und Ideen, aus denen dann ein vollständig konkreter Begriff gebildet ward, sind noch ganz geistiger Art und machen mit dem Geiste einen und denselben Pol aus, und wir wollen ihn den Haupt- und Lebenspol nennen.

[GEJ.05_228,12] Der konkrete, aus vielen verschiedenen Gedanken und Ideen bestehende Gesamtbegriff – wenn auch noch als ein pures, geistiges Bild in der Seele – ist, weil er schon ein gewisses fixiertes Bestehen hat, nicht mehr dem Hauptpole angehörig, sondern dem Gegenpole, weil er gewisserart so wie ein ausgeschiedenes Ganzes für sich der Seele gegenüber beschaulich in allen seinen Teilen dasteht und durch die weitere Tätigkeit ganz als materielle Sache hinausgestellt werden kann und also als ein gerichtetes und fixiertes Ding nicht mehr der Lebenssphäre des Geistes und der Seele angehören kann. – Jetzt höret Mich nur noch weiter an!"

 Die beiden Pole des Daseins

229. Kapitel

[GEJ.05_229,01] (Der Herr:) „Du, Epiphan, dachtest dir wohl, daß auch eine aus mehreren Einzelgedanken zusammengestellte Idee schon ein begriffsartiges Bild sein und daher wohl auch dem Gegenpole angehören kann, ja, sogar ein einzelner für und in sich dastehender, ganz ausgeprägter Gedanke! Da hast du ganz recht; wenn so, da ist aber der also fixierte Gedanke und desgleichen eine solche Idee eben keine eigentliche Idee mehr, sondern schon ein für sich dastehender Einzelbegriff, weil er der Seele gegenüber als ein wohlgeformtes Bild oder als eine schon geordnete Handlung dasteht und daher den Gegenpol zum Pole des Lebens ausmacht.

[GEJ.05_229,02] Im ersten (positiven) Pole ist Leben, Tätigkeit und Freiheit, im zweiten (negativen) oder Gegenpole der Tod, die Trägheit und das Gericht; und seht, darin besteht dann auch die Hölle, der Satan und die Teufel, – also entsprechende Bezeichnungen eben dessen, was Ich nun als Gegenpol bezeichnete!

[GEJ.05_229,03] Seht, die ganze Schöpfung und alles, was ihr mit euren Sinnen nur immer wahrnehmet, sind fixierte Gedanken, Ideen und Begriffe Gottes, – auch ihr Menschen eurem sinnlichen Leibe nach; und inwieweit die Seele mit dem Leibe durch seinen Nerven- und Blutäther verbunden ist, ist auch sie im Gerichte und somit im Tode desselben haftend, von dem sie sich aber dadurch, daß sie durch ihren freien Willen nach den Gesetzen Gottes dem rein Geistigen nachstrebt, befreien und ganz eins werden kann mit ihrem Geiste aus Gott, wodurch sie sonach als selbsttätig und selbständig von ihrem alten Tode in das freie, ewige Leben übergegangen ist.

[GEJ.05_229,04] Nun merket aber etwas gar Wichtiges! – Erkenntnis und Liebe bestimmen den ganzen Menschen zu irgendeiner guten oder auch schlechten Tätigkeit. Ist das Erkennen ein geistiges und zu Gott hinlenkendes, so wird die Liebe auch zu dem Geistigen und sonach zu Gott sich hinneigen und auch also tätig werden, und diese Tätigkeit ist eine gute, und ihre Folgen sind der Segen aus den Himmeln des Lebens.

[GEJ.05_229,05] Wird aber ein Mensch schon von der Wiege an mit nichts anderem in seinem Erkennen bereichert als mit solchem nur, was dem Leibe dient, so wird auch seine Liebe ganz der Materie sich zuwenden und bald über Hals und Kopf danach tätig werden, um sich desto mehr materielle Schätze zu sammeln und durch sie dem Fleische desto mehr Annehmlichkeiten zu bereiten. Bei dieser Gelegenheit geht dann die Seele ganz in die Materie, als in den Gegenpol des freiesten Gottesgeistes, über und bildet also mit dem Gegenpole, als vom selben gefangen, eben auch den Gegenpol. Die notwendige Folge davon ist das Gericht in und durch sich selbst, der Fluch vom Leben in den Tod und also gewisserart der ewige Tod selbst. Und wer schuldet daran – als eben der Mensch selbst, der sich aus seinem Erkennen, Lieben, Wollen und Tun selbst das angetan hat!

[GEJ.05_229,06] Merket euch das! Wo ihr mit Menschen reden werdet, da forschet, ob sie nichts wissen von der Seele in sich und nichts vom ewigen Leben derselben! Wenn sie mit den Achseln zu zucken anfangen und gewisserart nur so mitleidig sagen: ,Ja, davon reden haben wir wohl schon zu öfteren Malen gehört; daß aber daran blutwenig oder wohl am gewissesten keine wahre Silbe hängt, das lehrt die tagtägliche Erfahrung, – was darüber ist, ist nichts als eine hohle Schwärmerei von gewissen arbeitsscheuen Hungerleidern!‘, da könnet ihr mit Sicherheit den Schluß ziehen, daß solcher Menschen Seelen von ihrer Fleischmaterie schon so gut wie ganz aufgezehrt sind und sich samt und sämtlich schon im Gerichte befinden.

[GEJ.05_229,07] Da wird es viel kosten, sie wieder aus ihrem Gerichte und ihrer gegenpolischen Gefangenschaft zu erlösen, – diesseits schon sehr schwer und jenseits noch schwerer, obschon gerade nicht unmöglich. Aber dazu wird eine sehr lange Abödung in ihrem eigenen Gerichte und Tode nötig sein, bis das immerhin noch ein bißchen Geistige der Seele das eigene oft weltengroße Materielle in sich ganz aufgezehrt hat und endlich durch den Hunger genötigt wird, nach einer geistigen Nahrung eine große Sehnsucht zu empfinden. Das wird wohl allzeit werden, aber nach einer für euch undenklich langen Zeitenfolge."

 Der Weg der Erlösung

230. Kapitel

[GEJ.05_230,01] (Der Herr:) „Ihr sehet daraus, daß selbst Gott, so Er nicht aus Sich Sich Selbst den für eure Begriffe endlos großen Gegenpol gestellt hätte, keine Schöpfung als materiell bestehend aus Sich hätte hervorrufen und hinstellen können, weil eben der große Gegenpol die Schöpfung selbst ist. Diese muß also gerichtet, fest, so gut wie tot und beharrlich sein, so sie ihrem vom Schöpfer gestellten Zweck entsprechen soll. Und weil sie das ist, was sie ist und wie, so ist sie auch gut Gott gegenüber. Böse der Wirkung nach ist sie nur den Menschen gegenüber, weil diese der Seele und teilweise sogar dem Fleische nach die Bestimmung haben, als aus dem Tode erweckte Wesen sich für ewig mit dem reinen, positiven Geiste aus Gott zu vereinen mit Gott, ohne dadurch je mehr ihre absoluteste Freiheit und Selbständigkeit einzubüßen.

[GEJ.05_230,02] Es stellt sich nun freilich wohl die wichtigste aller Lebensfragen von selbst und lautet: Was hat denn hernach ein Mensch zu tun und zu beachten, um seine Seele vor dem Rücktritt ins alte Gericht der Materie, die tot ist, zu bewahren? –

[GEJ.05_230,03] Er halte die zehn Gebote, durch Moses den Menschen gegeben, genau, die aber ganz kurz darin bestehen, daß man zuerst an einen wahrhaftigen Gott fest glaube, Ihn über alles aus allen Lebenskräften liebe, seine Brüder und Schwestern aber wie sich selbst und im Notfalle sogar mehr!

[GEJ.05_230,04] In diesen eigentlich nur zwei Geboten liegt aber dann auch das ganze Mosaische Gesetz, sowie alle die Propheten, die des größeren Verständnisses halber nichts anderes als nur das mit vielen Worten gelehrt haben.

[GEJ.05_230,05] Wer das tun wird, der wird sicher sein Herz und somit auch seine Seele vor jeglichem Hochmute, vor jeglicher Härte, vor Zorn, Haß, Selbstsucht, Neid, Geiz, Habgier, Herrschsucht und Weltwohlleben und Weltliebe bewahren und sodann leicht eingehen in den Gottesgeisteslebenspol; denn die Liebe zu Gott erfüllt eben den ganzen Menschen mit dem Gotteslebensgeiste, und die Nächstenliebe verkörpert und befestigt denselben in der Seele, wodurch sie dann notwendig in allem identisch wird mit Gott Selbst durch den Liebegeist Gottes in ihr.

[GEJ.05_230,06] Ist sie aber identisch mit Gott, so wird sie auch identisch sein mit dem euch nun bekanntgemachten positiven Lebenspole in Gott und wird herrschen mit Ihm über alle Materie, von der sie nie mehr möglich wird gefangen und verschlungen werden können.

[GEJ.05_230,07] Wer immer dieses befolgen wird, der wird auch das euch nun klarst Gezeigte ernten und ewig in steter Steigerung behalten. – Nun sage du, Mein lieber Epiphan, wie du dieses verstanden und aufgenommen hast!"

 Die Frage der Erlösung der Unwissenden

231. Kapitel

[GEJ.05_231,01] Sagt Epiphan: „Großer Herr und Meister! Groß war Dein früheres Wunderwerk zu unserem leiblichen Besten, – aber noch größer ist Deine Weisheit in dieser Deiner uns gegebenen Lehre; denn sie beweist uns Deine Göttlichkeit noch um ein Unvergleichbares intensiver. Mit dem Wunderwerke zeigtest Du uns wohl unverkennbar, daß Du mit der Kraft und Macht Gottes erfüllt sein mußt, ansonst Dir ein solches Werk unmöglich wäre; aber mit dieser Belehrung hast Du uns gezeigt, daß Du unmittelbar Selbst Derjenige bist, dessen Gedanken und Ideen den gewissen, gerichteten, festen Gegenpol bilden!

[GEJ.05_231,02] Ich und sicher auch Aziona und Hiram haben das nun ganz wohl begriffen, was Du, o Herr, uns über unsere gewiß sehr wichtige Frage gesagt hast, und sehen nun ein, wie sich die Sache verhält und eigentlich nie möglich anders verhalten kann. Aber eben dieser Punkt zieht eine andere für die gesamte Menschheit dieser Erde wichtige Frage nach sich.

[GEJ.05_231,03] Siehe, großer Herr und Meister! Wir wissen nun, was der Mensch zu tun hat, um nicht von Deinem Gegenpole der Seele nach verschlungen zu werden, was gewiß ein höchst trauriges Los für jeden ist, der sich davon nicht hat retten können. Wir wissen durch Deine Gnade und übergroße Güte den rechten Weg und werden solchen ganz gewiß und sicher wandeln. Aber was geschieht mit all den andern, zahllos vielen Menschen, die diese große Erde bewohnen? Diese wissen nichts von dem, was Du uns nun enthüllt hast! Wie zahllos viele sind schon seit dem Beginne der Menschen auf dieser Erde vor uns hinübergewandelt, und welche zahllosen Mengen werden erst nach uns hinüberwandeln!

[GEJ.05_231,04] Die vor uns waren, haben von dieser Lehre sicher nichts gewußt und lebten nach ihren materiellen Gelüsten. Was anders wohl kann ihr jenseitiges Los sein als die traurige Gefangennehmung von seiten Deines Gegenpols? Wer wird, wer kann sie daraus erlösen, und wann? Was zählen etwa im Ganzen die etlichen Menschen, die, weil sie schon ursprünglich geistiger waren, sich auch leichter dem rein Geistigen zugewandt haben und darum nach der leidigen Ablegung dieses materiellen Leibes ganz leicht und unaufgehalten in Deinen Hauptpol übergegangen sind? Wenn ich nach den Büchern, in denen die frommen und rein geistig großen Menschen verzeichnet stehen, auch alle zusammenzähle, so erreiche ich vielleicht kaum die Summe hunderttausend! Was ist aber das gegen die Unzahl derer, die alle von dem Gegenpole für undenkbar lange Zeiten verschlungen worden sind? Da frage ich denn doch jeden nur einigermaßen vernünftigen und verständigen Menschen, ob es für die Unglücklichen nicht besser wäre, nie geboren worden zu sein?

[GEJ.05_231,05] Ebenso wird es auch mit denen sein, die vielleicht noch eine halbe Ewigkeit nach uns das Licht der Welt erblicken werden. Sie werden wohl auch irgend schon ganz verworrene Begriffe von dieser Deiner Lehre zu Gesichte bekommen; wer aber wird sie so, wie Du Selbst nun uns, darüber des nähern klar belehren? Ist aber eine solche außerordentliche Lehre nicht in der lichtesten Klarheit gegeben, so wird sie auch schwer von jemandem mit einem lebendigen Eifer zur Handelnsrichtschnur genommen werden, und die Materie wird so wie bisher stets den größten Sieg davontragen.

[GEJ.05_231,06] Deine gegenwärtige größte Lehre an uns ist zwar übergroß und heilig; aber diese Lücke ist an ihr unvermeidbar da, die ich eben durch Deine gütige Beantwortung dieser meiner sicher ganz gewichtigen Frage für mein Gemüt möchte ergänzt haben! So es Dein guter und heiliger Wille ist, da gib uns auch darüber einen rechten Aufschluß!"

 Jenseitsführungen und Wiederverkörperungen

232. Kapitel

[GEJ.05_232,01] Sage Ich: „Wenn die Sache mit den fremden Nationen und Völkern sich gerade also verhielte, wie du in deiner Frage sie aufgestellt hast, so wäre es wahrlich etwas traurig aussehend um das Seelenheil der Menschen auf Erden; aber da sieht es denn doch noch ein bißchen anders aus, und somit ist jedem Menschen die Gelegenheit gegeben, sich, welch eines Glaubens auch immer seiend, mehr dem Geistigen als dem Materiellen zuzuwenden. Ist das der Fall, so kann eine Seele jenseits schon nicht mehr so ganz vom materiellen Pole angezogen werden, sondern bleibt mit ihrem immer vollkommen freien Willen in einer Art Schwebe, in der sie weder dem einen noch dem andern Pole angehört. Ich bezeichne diesen Zustand der Seelen als ein Mittelreich, in welchem die Seelen von den schon vollendeten Geistern geleitet und zuallermeist dem bessern Pole zugeführt werden.

[GEJ.05_232,02] Freilich geht die Sache der vollen Umkehr etwas langsam vor sich; aber es macht das immerhin nichts, weil von einem gänzlichen Verlorengehen einer Seele ohnehin nie eine Rede sein kann. Und sollte sie auch vollends einer zu großen Verstocktheit halber von dem vollen Gegenpole verschlungen werden – was freilich wohl sehr schlimm wäre –, so wird sie nach einem Kreislauf der Zeiten es sich denn wieder gefallen lassen müssen, entweder auf dieser Erde oder auch auf einer andern, deren es im endlosen Raume zahllose gibt, eine abermalige Fleischlebensprobe durchzumachen, ohne zu wissen und auch nur zu ahnen, daß sie schon einmal eine Fleischlebensprobe durchgemacht hat. Es wäre ihr eine solche Wissenschaft auch zu nichts nütze, weil sie dadurch als notwendig sinnlich sogleich wieder in ihr Urübel fiele und dadurch eine zweite Lebensprobe eine rein vergebliche und vereitelte wäre. Um das leichter einzusehen, gebe Ich euch ein Beispiel:

[GEJ.05_232,03] Es wäre vor etwa zweitausend Jahren irgendein höchst herrschsüchtiger und grausamer König gewesen, der vor lauter Mordlust Tausende von Menschen auf die grausamste Weise hatte hinrichten lassen und auch sonst allen möglichen Lastern gefrönt hatte. Wohin dessen Seele nach dem Leibestode gekommen ist, das wird leicht zu erraten sein!

[GEJ.05_232,04] Wie Ich euch aber schon früher gezeigt habe, so kann solch eine Seele dort nirgends anderswohin gelangen als nur zu ihresgleichen. Wie es ihr nach kurzer Zeit da ergehen kann, wo ihre Gesellschaft auch geradeso beschaffen ist wie sie selbst und mit der Weile noch um etwas ärger, weil durch einen gewissen Zeitraum hin sich ihr Zorn und ihre Rachewut stets steigert, das kann sich ein jeder von euch leicht vorstellen; denn alles hat seine Grenzen noch bei den materiellen Seelen, nur der Hochmut und die Herrschsucht nicht, was schon so mancher König in der Vorzeit bei Lebzeiten nur zu klar an den Tag gelegt hat, da er sich seinem Volke als ein Gott vorstellte und vom selben verlangte, ihn als den allein wahren Gott anzubeten und ihn mit allerlei Opfern, die er verlangte, allerhöchst zu verehren. Die bekannte Geschichte des einstigen Königs Nebukadnezar von Babylon zeigt das nur zu klar.

[GEJ.05_232,05] Das aber geschieht dort in einem noch um vieles höheren Grade. Eine jede solche Seele offeriert sich der andern alsbald als den allerhöchsten und allmächtigen Gott, nimmt dabei gleich eine furchtbar gebietende Stellung an und verlangt gleich gar alles von den andern gleichgesinnten und gleichbeschaffenen Seelen.

[GEJ.05_232,06] Mit welch einer Wut da die anderen gleichen Seelen, die schon längere Zeit sich aus demselben Grunde untereinander zerzaust haben, über so eine anmaßende Seele herfallen und sie die fürchterlichsten Proben ablegen lassen, davon könnet ihr euch freilich keinen Begriff machen; aber so eine überdumme Seele läßt sich sogar eine Zeitlang auch noch alle erdenklichen Martern und Qualen gefallen, weil sie in der blinden Meinung ist, daß sie nach allen überstandenen wahren Höllenproben von den andern als ein Gott und Herrscher über alles anerkannt und angenommen werde.

[GEJ.05_232,07] Aber da sie mit der Länge der Zeiten, die darüber hinwegstreichen, denn doch einzusehen anfängt, daß sie nur die Gefoppte war, so ergrimmt sie vor Zorn und Wut über ihre Peiniger, und da gibt es dann Kampf und Feuer im höchsten Übermaße, und diese Seelen lösen sich in solchem Zornfeuer dann ordentlich auf, ja, sie würden sich am Ende ganz vernichten, wenn so etwas möglich wäre!

[GEJ.05_232,08] Aber es hat ein solcher zugelassener Sturm, so gräßlich er auch tobt, immer darin sein Gutes, daß er in solchen Seelen einen großen Teil der schädlichsten Materie zerstört und somit die Seele um etwas reiner macht. Nach vielen ähnlichen Stürmen wird hie und da so manche Seele nüchterner und sucht sich von solch einer tumultuarischen Gesellschaft loszumachen und sucht sich einen Ausweg; – und da wird es dann gewöhnlich zugelassen, daß sie zu einer bessern Gesellschaft kommt, oder sie wird wieder in ein Fleisch eingezeugt.

[GEJ.05_232,09] Und nun sind wir wieder bei unserem Beispielskönige, dessen Seele so einen Weg durchgemacht hat, den Ich euch nun so in aller Kürze genau beschrieben habe. Die in diese Welt zurückgekehrte Seele eines einstigen Vorzeitkönigs, der etwa im äußersten Hinterasien sein arges Wesen trieb, kommt nun in einem ganz andern Weltteile auf dem gewöhnlichen Fleischeswege in eines Kindes Leibe zur Welt, natürlich geboren aus irgendeinem armen Weibe. Da ist eine solche Seele dann wieder ganz Kind und weiß von ihrem Vorzustande nicht das mindeste, und es wäre hoch gefehlt, so sie nur die leiseste Erinnerung daran hätte.

[GEJ.05_232,10] Das Kind, wieder wie zuvor des männlichen Geschlechts, wächst nun in der Armut zum Manne heran und wird mit dürftiger Erziehung und anderer Ausbildung ein ganz ehrlicher und tüchtiger Tagelöhner in was immer für einer Haus- oder Landarbeit, erkennt Gott und betet zu Ihm und dankt Ihm für das tägliche Brot. Er findet am Ende eine rechte Lust, den anderen Menschen um einen kargen Lohn zu dienen und nützlich zu sein. Am Ende wird unser Arbeiter alt, schwach, mühselig und krank und stirbt wie alle Menschen auf Erden.

[GEJ.05_232,11] Was geschieht nun mit seiner Seele? Sie kommt jenseits eben wieder zu den recht guten, arbeitsamen und tätigen Seelen und hat ihre Freude, recht niedrig zu stehen und allen nach Bedarf zu dienen. Solch eine gute Richtung ihres Gemütes bewirkt die baldige Erweckung ihres Geistes aus Gott, der ihr jenseitiges Alter ego (zweites Ich) ist.

[GEJ.05_232,12] Ist das einmal der sichere Fall, so wird die volle Vereinigung mit ihm auch nicht lange auf sich warten lassen. Ist diese erfolgt, so kehrt in solch einer Seele erst das volle Bewußtsein wieder zurück und mit ihm die klare Erinnerung an alle ihre Vorzustände, und sie lobt da Gottes Weisheit, Macht und Liebe, die sie sogar aus den jammervollsten Zuständen wieder zum wahren ewigen Leben zurückgeführt hat.

[GEJ.05_232,13] Aus dem aber könnet ihr nun zur Genüge klar entnehmen, wie Gott auf Seinen für keinen Sterblichen erforschbaren Wegen jede euch noch so verworfen dünkende Seele zum wahren Leben und Lichte zu führen vermag."

 Das Verehen und Entstehen der materiellen Schöpfungen

233. Kapitel

[GEJ.05_233,01] (Der Herr:) „Gott, als in Sich Selbst die reinste Liebe, kann nicht anders denn Seine Gedanken und Ideen lieben, wenn sie auch Seinen Gegenpol als Geschöpfe ausmachen. Und so kann selbst ein Stein nicht ewig Stein verbleiben, und in für euch undenkbar vielen Jahren wird auch diese Erde, wie auch alle die zahllosen anderen Sterne, sehr veralten und mürbe werden wie ein altes Kleid. Und es wird da alles umgestaltet werden in Gott verwandtes, selbständiges Geistiges, dafür aber werden wieder hervorgehen neue materielle Schöpfungen und werden, jegliches in seiner Art, fortgeführt und fortgebildet werden.

[GEJ.05_233,02] Aber freilich wird dazu noch eine überaus lange Zeit von mehr denn äonenmal Äonen von Erdjahren erforderlich sein. Es ist aber das nicht also zu verstehen, als würde einmal diese gegenwärtige Schöpfung urplötzlich aufhören und dafür eine ganz neue ins Dasein gerufen werden, sondern das geschieht nur teilweise, so wie da in einem Urwalde zwar die alten Bäume aussterben, verfaulen und am Ende ganz zu Wasser, Luft und Äther werden, also in ein anderes, geistigeres Sein übergehen, aber an ihrer Stelle stets wieder eine Menge anderer Bäume dem Boden entwachsen. Wie aber der Geist Gottes wirkt im Kleinen, ebenso wirkt er im Großen, wenn man Gott gegenüber überhaupt etwas ,groß‘ nennen kann.

[GEJ.05_233,03] Nun habe Ich euch alles klar gezeigt, ohne Mich dabei einer Bildersprache bedient zu haben, wie solches die alten Weisen getan haben. Aber Ich habe das nun auch nur euch gezeigt, weil ihr dazu die nötige Fassungskraft besitzt; der andern Weltmenschheit aber brauchet ihr das nicht wiederzugeben, sondern nur, daß sie glaube an Meinen Namen und die Gebote Gottes halte, die da sind wahrhafte Gebote der Liebe. Alles andere wird dem bekehrten Menschen schon ohnehin sein eigener geweckter Geist, der aus Gott ist, nach Bedarf der Seele offenbaren. Die Kinder dürfen nur mit Milch gesättigt werden; wenn sie einmal männlich und stark sind, dann werden sie auch festere Speisen verdauen können.

[GEJ.05_233,04] Denket nun über alles das in euren Herzen nach, und sollte euch noch irgend etwas unklar sein, so bleibe Ich nun noch bei fünf Tage als Gast bei euch, und ihr könnet Mich oder auch einen Meiner Jünger darum fragen, und es soll euch Licht werden! Ich aber werde euch von jetzt an keine neue Lehre mehr geben, da Ich euch ohnehin alles gezeigt und gelehrt habe; aber als euer Freund werde Ich Mich noch bei fünf Tage, wie Ich schon gesagt habe, bei euch aufhalten und euch gelegentlich noch so manches irdisch Gute und Nützliche zeigen. Jetzt aber gehen wir besichtigen alle die neuen Anlagen und Fruchtgärten, Äcker, Wiesen und Haustiere!"

[GEJ.05_233,05] Alle dankten Mir aus ganzem Herzen für diese Lehre, erhoben sich und zogen mit Mir zu den Nachbarn. Als sich diese drei neuen Jünger von allem überzeugt hatten, was da alles geschehen war, konnten sie sich nicht genug erstaunen und belehrten ihre Nachbarn über Mich und über den hohen und heiligen Zweck Meiner Dahinkunft, und die Nachbarn glaubten nun ganz ohne irgendeine Einwendung ihren Worten und wurden voll Freude darüber.

[GEJ.05_233,06] Ich Selbst aber belehrte sie über den Gebrauch der vielen Dinge und Sachen, die sie nun hatten, und machte sie dadurch zu recht tüchtigen Landleuten, was sie früher nicht waren. Daß sie alle auch darüber eine große Freude hatten, versteht sich von selbst. Und so wurden die bewußten, noch übrigen fünf Tage in diesem Orte zugebracht.

 

 

Krabben Nebel von www.eso.org

Das Bild links zeigt den Crab Nebula. Die Supernova durch die er entstand, wurde im Jahr 1054 nach Chr. von chinesischen Astronomen beobachtet und schriftlich festgehalten.

Nach einer Supernova bleiben die sogenannten Supernova-Überreste. Es gibt viele Supernova-Überreste in denen Neutronensterne gefunden wurden, zum Beispiel im Crab-Nebula im Sternbild Taurus. Neutronensterne rotieren sehr schnell, der Neutronenstern im Crab-Nebula dreht sich 30 mal in der Sekunde. Es gibt auch ein paar bekannte Schwarze Löcher, zum Beispiel Cygnus X-1, LMC X-1 und LMC X-3.

Schwarze Löcher entstehen, in dem ein Neutronenstern massereicher wird. In Doppelstern-Systemen sammelt der Neutronenstern Masse vom Begleiter ein. Dadurch entwickelt er an der Oberfläche eine so hohe Anziehungskraft, dass selbst das Licht nicht mehr entkommt. Der Neutronenstern ist zum Schwarzem Loch geworden.

Kleinere Sterne leben wesentlich länger. Ein Roter Zwerg der M-Klasse lebt ungefähr 100 Milliarden Jahre, unsere Sonne immerhin 10 Milliarden Jahre (von denen schon 4,5 abgelaufen sind). Auch enden sie nicht in einer Supernova sondern stossen die äussere Hülle ab die zu einem Planetarischem Nebel wird. Die Sterne enden als ein gewöhnlicher weisser Zwerg.

Es ist über Sternentstehung noch längst nicht alles geklärt, aber man forscht weiter.

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Sterne und Galaxien
Nearby galaxy NGC 1569
Die Geburt eines Sterns

Die Geburt eines Sterns

Aehnlich wie wir Menschen werden auch Sterne geboren, altern und sterben. Ihre Geburtsstätten sind riesige, kalte Gas- und Staubwolken, die man Nebel nennt. Unter der Wirkung ihrer eigenen Schwerkraft beginnen diese Wolken zu schrumpfen.

 
Sie werden kleiner und zerfallen schließlich in einzelne Klumpen. Die Klumpen erwärmen und verdichten sich so stark, dass irgendwann Kernreaktionen ausgelöst werden. Wenn die Temperatur 10 Millionen Grad Celsius erreicht, wird der Klumpen zu einem neuen Stern.
Nach ihrer Geburt liegen die meisten jungen Sterne mitten in einer flachen, scheibenförmigen Ansammlung von Gas und Staub. Der größte Teil dieses Materials wird später durch die Strahlung des Sterns weggeweht. Solange das noch nicht geschehen ist, können sich um den zentralen Stern herum Planeten bilden.
Raumfahrzeuge wie die Infrarot-Weltraumsternwarte (kurz ISO genannt) der Europäischen Weltraumorganisation können die Hitze unsichtbarer Sterne und Planeten feststellen, die sich innerhalb solcher Wolken bilden.

 

Zum materiellen und geistigen Gegenpol - zu 229 - Die beiden Pole des Daseins

Der Herr spricht vom positiven und negativen Pol des Daseins. Der positive Pol des Daseins ist der zweite Brennpunkt der geistigen Schöpfung, die man sich als geistiges Ei vorstellen kann. Zum materiellen Schöpfungsmenschen und zur Gottheit 

Der negative Pol des Daseins ist die gesamte materielle Schöpfung, von der der Herr im 229. Kapitel spricht.