Karl Dvorak

Seminar in Betzendorf vom 3.4. bis zum 5.4.1992

Seminarthemen: Unser Schicksal, göttliche Vorsehung, Vorhersehung,

göttlicher Wille

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3.4.1992

Wie entsteht Schicksal, was ist die Vorsehung Gottes ?

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Ein altes Sprichwort sagt: „Der Mensch ist der Schmied seines Glückes“  oder „Der Mensch baut sich sein Schicksal selbst.“ Hier auf Erden leben wir auf einer Schicksalskurve. Wir starten mit dem Seelenvorleben, werden inkarniert durch die Menschwerdung in  ein  für  unsere Sinne noch unbekanntes Land.

Der liebe Gott hat uns  viele Offenbarungen  gegeben.  Schon in der Heiligen Schrift wird von den nachtodlichen Ereignissen erzählt, aber besonders in den Neuoffenbarungen finden wir umfangreiche  Offenbarungsformen   über  dieses  nachtodliche Leben. Weniger wird uns gesagt, was wir bis zur Menschwerdung hier auf Erden durchlaufen  haben. Er erwähnt etwas in der Seelenentwicklungslehre, Er erzählt uns, daß der Mensch ein langes Leben voher hatte. In Bischof Martin sagt Er: „Du bist schon so alt wie Satana!“ .  

Das ist irgendwie unheimlich und faßt uns  in  das  Herz. Einesteils  wissen  wir aus der göttlichen Neuoffenbarungslehre, daß Satana doch die  Urgeschaffene  war .Wie soll da  der  kleine  Bischof Martin dann schon älter sein als Satana. Erinnern wir uns an einer Passage in der Haushaltung Gottes (Kap.3): „Euch Menschen, wie ihr hier auf Erden seid,  rief Ich,  Gott  Jehova Zebaoth aus Meinem Herzen hervor. Ihr sollt mehr sein als Meine Geschöpfe, ihr sollt  Meine Kinder sein !“ 

Wenn wir Geschaffene aus Gottes Herzen sind, dann können wir eigentlich mit gutem Recht das Herz Gottes als Ursprung unserer Schicksalswerdung ansehen.  Ich  möchte aber nicht sagen, daß der liebe Gott das Schicksal in uns geformt hat, denn das wäre eine Prädestinationslehre. Das sind die Lehren, die sagen, ihr könnt leben wie ihr wollt. es  bringt  keine Änderung, euer Schicksal ist vorbestimmt. 

Doch das gibt es nicht ! Es gibt  keine  Schicksalsbestimmung, die unumstößlich ist. Der Herr erwähnt an  mehreren Stellen,  daß  eine  Prädestinationslehre eine Einschnürung der menschlichen Freiheit wäre , vom lieben Gott aus gesehen ein Unrecht wäre, daß viele in größter Armut, wenige im irdischen Paradies  leben  dürfen. Wir würden dann in unserer Liebe verwirrt. Bedenkt, ihr habt Kinder, den einen gebt  ihr alles, den anderen nichts. Das würde euch das Herz umkrempeln. 

Solch eine Ungerechtigkeit können wir auch Gott nicht zumuten. Deshalb muß in diesem Werdezustand  etwas  gewesen sein, was unser Schicksal im gewissen Sinne mit einem Ziel belegt  hat.  D.h.  Gott  hat  wohl eine Art Vorbestimmung für uns gesetzt. Jesus antwortet auf die Frage nach  dem  Ziel  eines jeden Menschen: „Ihr sollt eins werden mit dem Sohne, wie der Sohn  mit  dem Vater !“ Eins in Einem ! Mit anderen Worten:  Wenn wir den Schicksalskreis vollenden könnten - aber leider ist unser irdisches Leben wie ein Gastleben -, dann müßte unser Ziel eigentlich wieder in Gott liegen. Denn das höchste aller Ziele ist Gott, was soll es denn anderes sein ?  

Aus dem Herzen Gottes sind wir geworden, doch wie sind wir geworden ?

Zielpunkt muß etwas anderes sein, weil es ja kein Fortschritt wäre, würden wir nur das werden, was wir zu Beginn waren. Es wäre ja eigentlich nur eine  ungeheure  Strapaze,  die  wir durchleben müssen, nur um wieder im Vaterhaus sein zu dürfen. Diese  Strapaze  mutet  uns unser eigenes Gewissen nicht zu. Unser eigener Verstand sagt nein, da muß noch  etwas  anderes dahinter sein. Und das mutet uns auch Gott nicht zu.

Wenn schon eine Rückkunft, dann muß es eine ganz andere sein  als wie  der  Ausgang  war und da treffen wir in das Herz Meister Eckehart´s.  Meine Heimkehr,  so  spricht  der  große  Prediger im Auftrage Jesu, ist eine andere als mein Ausgang.  Ich  kehre  nicht  so  heim wie ich ausgegangen bin, sondern ich kehre in Gott zurück über die Chöre  der Engel.  Ja, Engel sind auch noch neben Gott, das wissen wir. Gott hat  ja sieben  Hierarchien  geschaffen  und wir Menschen kommen ja nicht gleich als Engel auf  die Erde, sondern wir müssen verschiedene Stufen durchlaufen bis wir so weit sind und Engel werden. Wir kehren also nicht so zurück wie wir ausgegangen sind.

Was sagt uns das göttliche Wort über den Ausgang ?

Da erinnere ich mich an die Haushaltung Gottes, Band 1, 5. Kapitel.  Da  sagt  uns der Herr in der Schöpfungsgeschichte, daß sie die Tiefe aller Tiefen ist, denn es  liegt  darin  das  Geheimnis, wie wir entstanden sind :

Und die Liebe Gottes war inmitten der Gottheit  und die Liebe Gottes drängte sich mit allen Kräften zu dieser Mitte hin, sodaß es dieser Liebe immer heißer und heißer wurde.  Und  die Gottheit gefiel sich in dieser Liebe. Und da wurde ein Heer  von  Gedanken  frei.

Gedanken wurden aus Gott frei, gedrängt durch die Liebe, die Liebe hatte sich entfaltet. Und so sehen wir schon, das war unser Beginn des Schicksals. Keine Liebe ist wie die andere, obwohl sie aus einer Wurzel stammt.

Die Liebe ist fähig, ihre ganze Kraft auf einen Punkt zu lenken oder sich zu  zerstreuen. Deshalb ist die Liebe nicht in jedem gleich.  Betrachtet euch einmal ganz aufrichtig.  Eine  Liebe, die ausgerichtet ist, z.B. auf viele Interessen, zerstreut sich. Esse bedeutet Sein. Das Sein der Liebe liegt dort, wo wir inter, wo wir zum anderen hinspringen, dort liegt das Interesse, dort liegt die Kraft der Liebe.

Betrachten wir einen Liebenden, einen Pascha im Harem. Er hat dort seine zahlreichen Frauen. Er kann keine wahrhaft lieben, denn seine Liebe hat sich zerstreut. Aber wenn unser Herz  nur für eine Frau offen ist, wenn wir unsere ganze Liebe zu ihr hinfließen lassen,  so  wird  sie  sagen, ja, er liebt mich von Herzen.

Bei Gott ist es auch so. Gott verlangt von uns nur eines: „Liebt Mich über  alles!“ . D.h. über alle unsere Interessen. Über alle Liebeleien sollen wir Ihn über alles  lieben.  Bei  einigen wird es uns gut gelingen, bei anderen weniger gut. Doch wenn wir  darin  Meister  geworden  sind, daß wir wirklich alle Interessen dem Göttlichen restlos untergeordnet haben, dann sind wir am Ziel.  Wer all seine Liebeleien gelassen hat, aus Liebe zu Gott, kommt in  das Gewahrsein der göttlichen Präsens der göttlichen Weisheit, an das  Licht  Gottes. Das  Urliebelicht  zerflattert aber, wenn unser Interesse noch an kleinen Dingen haftet. Alles Licht kommt aus Wärme und Liebe, es zerstreut sich in viele kleine Teillichter, wenn wir noch andere Interessen haben.

Unser Kosmos ist ein typisches Beispiel. Unser Kosmos besteht aus der  Lichtstruktur Gottes. Das  Licht Gottes  wurde  in  unzählige  Sternenfunken oder  Interessensfelder  innerhalb der Hierarchie Satana zerteilt.

Und wir haben das Gleiche gemacht! Deswegen sagte der Herr  im  Bischof  Martin: „Du bist so alt wie Satana.“ Gott hatte uns die ganze Fülle  Seiner  Liebe gegeben.  Aber wir  konnten anfangs damit nicht umgehen. Wir warfen eine  Handvoll   nach  Norden  (Mitternacht), nach Osten (Aufgang) , nach  Süden (Mittag) und nach Westen  (Abend)  usw,  bis im Sandkasten unserer Liebe kein Körnchen  mehr enthalten war. Und  Gott  mußte die Sandkörnchen  sammeln und bündeln. So spricht  der  Herr durch  Moses:

 „Und  so nahm der Herr den Sand der Erde und bündelte ihn im  Menschen.“  

Wir  glauben,  daß  die nur bei Adam gemacht wurde und nicht bei uns.Gott hat diese Seelenfunken gesammelt und gebündelt in jeder Zelle unseres physischen Körpers. Dieses Sammeln und Bündeln hat Er dann noch umhüllt mit Seiner Liebe und wißt ihr, was die Liebe bewirkt ?  Betrachtet euch eine Sonne als Lichtstrahler. Das Licht zuckt blitzartig nach allen Richtungen. So  auch  der  Schöpfungsgedanke Gottes. Der  Schöpfungsgedanke , die Idee Gottes zuckt  wie ein  Blitz in die Unendlichkeit durch das Medium, durch das Gott denkt.Gott denkt immer durch ein Medium. Denn was Er selbst denkt, ist pure Gottheit, die nie aus Gott heraustritt, sondern sie bleibt in Gott in der Form der Liebe und des Lichtes gebündelt .Wenn Er ein Medium mit der gleichen Kraft der Liebe und Weisheit belebt, dann kann dieses Medium die Information des göttlichen Lichtes aus sich herauszucken lassen.

Und das Herauszucken ist das, was wir heute Licht nennen. Licht ist zwischen der Quelle und dem Körper, wo es auftrifft, unsichtbar. Erst dann wird das Licht sichtbar,  wenn es auf  einen Körper auftrifft, auch wenn  es nur Luftmoleküle oder kosmischer Staub oder  andere  materielle Gebilde sind.

Und so ist das Liebelicht Gottes ausgezuckt und das Medium , durch das Er gedacht hat. Körperlichkeit wirkt wie eine Schallmauer, die den Schall wieder zur  Quelle  wirft.  Dies  passiert auch beim Licht. Der Widerstand, der dem Licht geboten wird, war die Liebe Gottes.

Die Weisheit, das Weibliche genannt, zuckte als Blitz aus Gott hinaus.  Die  Liebe  als  Polarität zur Weisheit (im Osten Yin und Yang genannt)  zwingt den Blitz  wieder zum  Anfang  zurückzukommen. Denn inmitten der Weisheit und des Weisheitsmediums  liegt  die  Liebe  und die Liebe trachtet danach, daß alles wieder gesammelt und eins wird.

Dies war der Lebenslauf von Jesus.

Was ist unser Ziel ? „Ihr sollt eins werden mit dem Vater, wie Ich im Vater und ihr in Mir sind wir eins im Vater.“ Das letzte Gebet von Jesus  war das  sogenannte  hohepriesterliche  Gebet und hat die Einswerdung zum Inhalt, die Rückkehr in Gott.

Auch wir sollen in das göttliche Bewußtsein zurückkehren. Wir müssen also lernen,  Ihn  in uns aufzunehmen.

Alle Barrieren sind also dafür da, das Licht zu zwingen, wieder zum Ursprung  der  Liebe  zurückzukehren. Was im Weltall geschieht, das Spiel von Plus und  Minus, geschieht genauso in unseren Körperzellen. Wenn wir unsere Körperzellen betrachten, so gibt es darin ein Plus und ein Minus. Der Zellfluß kommt durch einen Magnetismus von Plus und  Minus  zustande.  Die Überfülle wird vom Minus aufgenommen. Im Pluspol ist die Liebe, im Minuspol das Licht.Die Liebe wird vom Licht aufgenommen, dann kann es vom Minus zurückkehren.

Was geschieht im Weltall oder im physischen Körper ?

Wenn der Magnetismus Gottes in vollkommen perfekter Ordnung ist und das Prisma alle  Nuancen des Lichtes widerspiegelt,  dann  transzendiert  diese  kleine  Zelle  unseres  Körpers  in Gottnatur, so nannte sie Meister Eckehart. So muß dein Körper, deine Seele vergeistigt werden in Gott. Das war auch der Inhalt seiner 24. Predigt: „Euer Gemüt muß erneuert werden.“ Dieser Erneuerung hat er alle seine Predigten gewidmet, die ununterbrochene Transformation.

Und die vollzieht sich hier stufenweise bis zur Erdinkarnation als sogenanntes  Vorleben, vom Ausgang des Herzens in der Weise, daß sie in eine Teilung übergeht. Denn nur  durch Teilung entstehen neue Bündelungen.

Der Mensch mußte sich teilen, als er von Gott ausging. Er mußte wohl nicht. Aber schon Moses hat uns verkündet, wie die Teilung war. Als Adam  gottgeschaffen  war -   Gott schuf den Menschen nach Seinem Bilde und nannte ihn Adam -, da heißt es dann: Und  Gott  ließ  einen tiefen Schlaf über Adam fallen. Dies war etwas Inneres, Heiliges, was uns  alle  betrifft.  Diese Schrift sollen wir in uns erfüllen. Jesus  hat  nichts  anderes  getan.  „Ich  bin  gekommen,  das Wort Gottes zu erfüllen. Erfüllen heißt jetzt, es zu leben. Nicht nur, es  als  Wissen  aufzunehmen. Gott ist kein Geschichtenerzähler,  Gott  ist  auch  ein  Geber  von  harten  Lebensanwesungen,  die uns angehen und deswegen muß Sein Wort erfüllt werden. Denn  mit  dem  Kopf-verstand  kommt keiner dahinter, was da der liebe Gott gemeint  hat.  Es  ist  die  Hure  Babylon, die durch die Sprachverwirrung uns immer wieder neu verwirrt.

Was geschieht heute mit der Heiligen Schrift ?

Es ist ein Phänomen, daß uns Gott ein Energiewort gibt, sei es durch  die  Heilige Schrift, der Bhagavadgita, der alten Veda oder irgendeine andere Offenbarungsform. Alle Gottworte haben genau wie eine Zelle etwas in sich. Sie haben eine  äußere  Schale,  die  man  den  Buchstaben nennt, und in sich haben sie ein Plus und Minus oder  das ewige Väterliche  und  das  ewig Weibliche, den Vater des Himmels und  die Mutter Erde. Die Erde ist der Speicher, sie ist eine Frau, die unaufhörlich die Impulse der Liebe der  Sonne oder  des  Kosmos  in  sich  aufnimmt.  Diese ununterbrochene Aufnahme der kosmischen  Kräfte schwängert  unsere  Erde. Sie  wird schwanger vom Geiste Gottes. Aber nur kann der  Geist  Gottes  nicht  Götter  hervorbringen,  denn die Individuen, die sich hier auf der Erde inkarnieren, um die Kindschaft  und  Gottschaft  zu  erreichen, müssen erst dem Göttlichen angeglichen werden. Es können sich  von 1000   Individuen, Menschen, die hier auf der Erde inkarniert werden, vielleicht  nur  1, 2 oder 3  Menschen  ganz für die Impulse Gottes hingeben und in die gleiche Schwingung mit Gott kommen . Es  erreichen also nur  Wenige dieses Ziel. Doch in einem Leben wird ihnen dieses  Ziel  geboten. Hierbei ist unter Leben nicht nur das Leben von der Wiege bis zum Tod gemeint, sondern  es  wird euer Leben vom Ausgang aus Gott bis zum Zielpunkt eurer Rückkehr verstanden. Das  Ziel ist wieder das Herz Gottes.

Als Gott den Menschen schuf, schuf Er ihn nach Seinem Gleichnis und Seinem Bilde, so  steht es in der Genesis, im 1. Buch Moses. Gott hat es zweimal gesagt. Er mußte es einmal im  Plus und einmal im Minus sagen. Und wir müssen Plus und Minus  im  göttlichen  Wort  verbinden.

Wir müssen das Urweibliche mit dem Männlichen im Worte verbinden. Wir selbst sind im Laufe unserer Evolution entweder Mann oder Frau geworden.

Unser erster Ausbruch im Verlauf unserer Anpirschung an unsere Erdinkarnation war die  Teilung in Mann und Frau. Aus dem Vollmenschen wurde ein Menschenteil im Plus und aus  dem zweiten Menschenteil wurde ein Minus. Das Plus wird als Männliches bezeichnet und das  Minus als Weibliches. Minus und Plus dürfen hierbei nicht bewertet werden.  Wir  brauchen   das Minus, damit das Plus überhaupt lebendig sein kann. Denn würde das  Minus die  Liebe  nicht ununterbrochen begehren, sich für die Liebe nicht öffnen, könnte das Plus nicht bestehen. Also das männliche Plus braucht das weibliche Minus. Dies war  der  genialste  Sündenfall,  in  dem aus dem einen Menschen Mann und Frau hervorgingen.  Dadurch hat  uns  Gott wieder  erreichen können. Denn irgendwann wird jeder Mann seine  Frau finden, der sie  in  der  Liebe  erweckt und zu dem sie ihr Herz öffnet. Gott hat dies  so  eingerichtet,  damit  Mann  und  Frau sich finden, miteinander das Himmelreich finden.  (Hinweis auf Mafroh)

Die erste Teilung hat sich dann in der Evolution fortgesetzt.  Nicht  nur in  den verschiedenen Kreationen bis in das Gräserreich oder Mineralreich hinunter, sondern bis zu den  Tieren und ersten Menschenformen.

Aber auch Seelen von oben, Seraphime, Cherubime oder Erzengel müssen bei ihrer Inkarnation ein Stück Erde annehmen. Der Urerzengel Michael war davon nicht ausgenommen. Seine Seele war zu einem Drittel eine Niederseele. Da muß ich vorweg sagen, daß es  zwei  Seelenarten in des Menschen Brust gibt. So hat bereits Goethe formuliert. Wir wissen es aus Jakob Böhmes Schriften. Es gibt eine himmelanstrebende Seele, die sich für Gott öffnet  und  eine  Seele,  die das Körperliche versorgen muß. Wir können nicht in den Wolken schweben  und  den  Körper können wir nicht da unten verrecken lassen, wie man so schön sagt. Das geht  nicht. Wir  sind erdgeboren und erdgebunden und müssen diese Erde umwandeln. Wir haben keine Zeit im Jenseits. Ihr müßt die Erde im Fleisch umwandeln. Die Frage, ob wir  noch  einmal  auf  die  Erde kommen müssen, beantwortet Jesus: Es sei denn, du wirst aus Wasser und Geist  geboren,  so kann Gott in dir lebendig werden. Reinkarnation und Erlösung sind für den Weisen keine Rätsel, der Buchstabengläubige wird über  diese  Begriffe  aber  stolpern.  Reinkarnation  besteht dann, wenn sich jede Körperzelle in Plus und  Minus  immer  mehr  vermaterialisiert.  Solange wir noch auf der Erde leben, ist dieser Prozeß erforderlich. Aber wenn  wir  dies  in  Ewigkeit wiederholen wollen, werden wir von Jesus Christus nie erlöst (verklärt) werden  können.  

Der Herr sagt durch Jakob Lorber, daß von der Erlösung ein Drittel  unseres  Körpers  ausgenommen ist. (3. Band Himmelsgaben) . Dieser Text wurde einmal im  Wortheft  veröffentlicht  und spricht vom siderischen Geist. Es gibt den siderischen Geist oder  Sideralgeist.

Dieser Sideralgeist gehört der Erde an und hilft uns nur, die Zellen im  Körper  zu  halten,  bei einem in schöner, beim anderen in weniger schöner Form. Dies ist auch kein  Zufall,  alles  hat unser Schicksal entwickelt. Wenn wir den Körper verlassen, verbleibt der Sideralgeist  bei  der Erde. Er hat uns nur gedient, daß wir unsere Schäfchen oder Glühkohlen aus  der  Asche  herausholen und sie um unseren Geist herum sammeln konnten.  Er hat uns einen  Hilfsdienst  geleistet und aus Dankbarkeit werden wir ihm dafür einmal auch etwas geben. Was  in  unserem Körper-, Seelen- und geistigen Zellen geschaffen wurde, ist  durch  unseren  Verstand,  durch unser Wollen unter Inanspruchnahme göttlicher Kräfte hervorgerufen worden. Das Wollende könnte man wieder mit dem  Plus vergleichen, das Verständige mit dem Minus. Es kommt darauf an, wohin  sich meine Liebe , mein Verständnis , mein Wollen,  meine  Vernunft   richtet .

In der Selbstbeobachtung müssen wir uns so betrachten.

Es besteht also ein sehr, sehr langer Entwicklungsweg, auf dem es vor der Erdinkarnation viele Daseinszustände gegeben hat. ( Mineralien, Pflanzen, Tiere). Auch  alle   Gestirne  haben  eine ewige Entwicklung, vielleicht kommen manche von einem anderen  Stern.  Auch  diese  haben Mineral-, Pflanzen- und Tierreiche und als Krone der Schöpfung den Menschen. Jeder Mensch, der auf diese Erde kommt, hat diese Vorentwicklung genossen., erlebt  oder  erlitten,  je  nach dem , wie wir dieses Vorstadium betrachten. Die Seelenentwicklung dauerte  ungeheuer  lang.

Dann kam der Tag, wo jetzt  alle  Seelenspezifikate  eines  Seelenkörpers  von  dem Geist  gesammelt waren. Dies ist ein Geist, darzustellen als Sonne und Mond. Die Sonne  ist  das  Plus oder Männliche, der Mond das Minus oder das Weibliche. Dieser Geist hat nun gedacht ,  gewollt und gewirkt und aus diesem Zusammenspiel wurden seine Seelenfunken, die  der  Geist unter Zuhilfenahme des Sideralgeistes zu einem Körper gesammelt  hat. Vor  der  Inkarnation ist eine lange Schulung vorangegangen. Dann kann sich der Geist mit der Seele endlich  inkarnieren.

Mit der Inkarnation ist für den Geist und für die Seele ein neuer  Abschnitt  erreicht.  Hier  erinnern wir uns an die Worte des Herrn: „Und wenn die Sonne  ihren  Schein  verliert  und  der Mond seinen Glanz, die Sterne vom Himmel fallen, dann ist das  Weltende  gekommen.“  D.h. der Mensch vermag diese Bündelung nicht immer so herbeizuführen, daß der Geist herrschend bleibt. Bei den meisten Menschen beginnt die Herrschaft  durch  die  Seelenfunken  und  nicht durch den Geist. Sie werden dann Sünder oder Knechte. Sie sind nicht im Haus. Im  Haus  ist der, der sich von Jesus Christus, dem Geist der Gottliebe , zumindest von dem Geist der Weisheit leiten und führen läßt.

Nun inkarniert sich die Seele. Die Sterne oder Seelenfunken , die da  im  Körper  sind, haben eine gewisse Qualität. Viele Seelenfunken sind  für  die  Liebe  offen,  andere  sind  ganz  verschlossen, in irgendeiner Tugend  oder in  irgendeinem  Trieb,  in  irgendeiner  Neigung.  Der Mensch, dessen Seele nicht so viel Lebensliebe oder Lebenslicht  aus  dem  Kosmos  und  der Mutter Erde aufgenommen hat, die sich eingeschnürt  hat,  beherbergt  nach  der  Inkarnation weniger schöne Sterne, sondern verschiedenste Zerrformen, negativ beladen. Dies äußert sich auch im Seelengehirn. Der Herr sagt im 4. Band des großen Evangeliums, daß  es  bei gut  geschulten Seelen Pyramidalzellen gibt, bei anderen sind sie zu  stereotypen  Formen  deformiert.

Wir haben also unseren Seelenkörper durch unser Denken und Wollen in der Qualität gestaltet, nicht in der Lebenskraft. Die Lebenskraft haben wir von Gott. Aber qualitativ  haben  wir  ihn gestaltet nach unserem Wollen, Denken, Lieben , Wünschen, Begehren  und nach  allem,  was unser Wesen ausmacht. Wir haben also, anders gesagt, das eine  Licht  Gottes  haben  wir  im Prisma unserer Seele oder in der Pyramide unserer Seele in  verschiedene  Lichterscheinungen oder Lichtschwingungen gebrochen. Und es sind gerade 7 Stück. Wir haben das eine Licht der urgöttlichen Weisheit und Liebe gebrochen in 7 Lichter oder Leuchter. So hat es Johannes auf Patmos gesehen. Auf Patmos sah er seine erste Gottbegegnung. Da sah er Ihn und sein Antlitz strahlte wie eine Sonne und er kniete zwischen 7 Leuchter, die um ihn errichtet  waren.  Diese Leuchter sind nichts anderes als Auffangorgane göttlichen Lichtes und göttlicher  Liebe. 

Und wenn unsere Leuchter schön und hell oder  weniger  schön  und  hell  leuchten, dann können wir erkennen, ob wir törichte Jungfrauen  waren,  die  zu  wenig  Öl  hatten. D.h. die  meisten Menschen sammeln ihre Tugenden und  Fertigkeiten  in  einem Lebenszentrum  oder  in  zwei und bringen die anderen nicht zum Leuchten. Albrecht Dürer  hat  dies  in  einem  Holzschnitt dargestellt, was Johannes gesehen hat. Albrecht Dürer war  ein  von  Gott  erleuchteter Maler.  

Eines jeden Welt muß untergehen, wenn der Himmel lebendig  werden  soll. Wir  können  nur danke sagen, denn Gott hilft uns. Wer es nicht in der Liebe  Gottes schafft, der schafft es in Seinem Zorn. Der Zorn Gottes schmeckt uns nicht wohl, das  ist  verständlich. Die  Israeliten schrieen,  ach, Jehova zürnt uns immer und schont uns nicht, nur  weil  wir  jetzt  den kleinen Fehler gemacht , andere Götter angebetet , d. h. Spezifikate  der  göttlichen Impulse vergötzt haben. Auch wir können einen göttlichen Impuls vergötzen. Wir haben täglich eine Menge zu tun. Es nimmt uns niemand unsere Arbeit ab. Und wenn wir es nur  als Wissen aufgenommen haben und wir leben unser Leben in der alten Form weiter, dann hat  uns  unser  Wissen nicht gedient. Niemand wird uns etwas anderes lehren. Gott ist in uns  und  wartet,  daß  wir die 7 Leuchter zum Strahlen bringen, durch das Öl der  Liebe. Darum  wurden  ja die  Könige  und Priester mit dem Öl gesalbt. Unter König verstand die Heilige Schrift  das  Wissende  in  uns, unter Priester das Liebende in uns, das Gottliebende.

Nach der Inkarnation müssen wir unsere Vergangenheit, reflektiert  in  unserem  Umfeld  und Seelenumfeld neu erleben. Das Umfeld gestaltet sich aus unseren  Liebesannahmen oder  Liebesablehnungen oder Abschnürungen des Lichtes. Durch Mangel an Licht und Liebe schaffen wir eben verschiedene häßliche Formen.  Diese häßlichen Formen  nennt  die  Heilige  Schrift Teufel und Dämonen, Genien und fremde Götter. Dies hat also nichts mit  anderen  Menschen zu tun. Dies ist unser eigener Mist, der in unserer Seele gewachsen ist, durch  unser  Denken, Wollen, Handeln, Tun. D.h. wir haben  die  Materie,  die  Energie,  die  Zeit,  die  Gegenwart nicht für die Verwirklichung genutzt und daraus ist  unser  Mist entstanden. Diesen Ausdruck hat einmal der Gründer der Scientology,  Mr. Hubbart, gebraucht. Er  hat  an  keinen Gott geglaubt. Deswegen konnte seine Lehre nur  eine Philosophie werden, aus der heutedie Psychotherapie und Tiefenpsychologie hervorgegangen ist.  Es  sind  Entstehungsphasen. Die  Mindmation ist nichts anderes als eine Maschine, die uns beten lernen soll oder die uns  in die  Meditation fallen läßt. Es sind Methoden, die die Hubbart´schen  Lehren   spezialisiert.  Die  Gedanken sollen kontrolliert werden, wenn man dem  Menschen  zwei  Kathoden  in  die  Hand drückt. Dasselbe geschieht mit der Mindmation:  Dies  ist  nicht schlecht und kann vielen helfen. Sie kann Streitigkeiten zwischen  der  linken  und  rechten  Hemisphäre  unseres Gehirns in gewisser Harmonie bringen. Dies ist aber nur ein Angebot, mit  dessen  Hilfe  der  Mensch erfahren kann, daß es doch noch eine andere Welt gibt.

Das Paket, das wir im Vorleben aufgenommen haben, ist unser Schicksal. Das Schicksal  trägt jeder  von uns in seinem biologischen Umfeld, in den Runen, in seiner Aura, nach Jakob Lorber in seiner Außenlebensphäre. Dies ist das Seelenumfeld, auch  Swedenborg nennt  es  Außenleensphäre.Diese tragen wir mit uns wie eine Schnecke das Häuschen. In jedem  ist  eingraviert, was er gedacht, gewollt, getan hat. Wenn jemand aurasehend wird, vermag er  alles zu  erkennen. Da erinnert man sich an die Worte von Jesus: Im Jenseits werden es die Spatzen von  den Dächern pfeifen, was ihr heimlich gedacht, gewollt, getan,  gewünscht,  geliebt,  gewirkt  habt.  Wir  müssen nichts verbergen, alles wird offenbar in unserer Aura. Heute können wir  es  noch mit einem Mäntelchen zudecken, drüben im großen Geistreich geht es nicht mehr.

Was bedingt jetzt unser Schicksal konkret ?  Wir  haben  gehört,  daß  unsere  vorgeburtlichen Einblendungen unserer Bewußtheit etwas in unserem Seelenfeld gestaltet, sodaß  wir  alle  ein gewisses Umfeld haben. Aber was geschieht jetzt mit diesem Umfeld weiter ?  Was  geschieht mit den darin einprogrammierten  Schadstoffen,  die  als  verschiedene  Muster  eingezeichnet wurden ? Es gibt natürlich schöne, herrliche Muster, die wir in unserer Seele tragen. Alles das, was in diesem Umfeld liegt,  ist  eigentlich  schwingende ,  sich  immer  fortbewegende  Lichtstruktur, Lichtenergie des Lebens. Das sie bei manchen  ganz  dunkel  aussieht,  ist  auch  verständlich. Aber es ist so, die auf Gott ausgerichteten  Spezifika  siedeln  sich  im  oberen  Teil unserer Aura an. Im unteren Teil unserer Aura (von den Lenden abwärts) siedelt sich zumeist das an, was ganz naturverhaftet ist, das mit dem  Natürlichen  verbunden  ist.  Die  Spezifika, die sich oberhalb der Lende ansiedeln, öffnen sich bereits aus der  Eigenliebe  für  das  Leben an und für sich, nicht für mein Leben, für mein Ego, sondern für  die  anderen  Lebensweisen.

Was da oben angesiedelt ist, stammt zumeist aus dem  Intellektualismus  der  Europäer  oder solcher, die sich auf dem Weg der Religion befinden,  gesegnet  vom  Licht  Gottes  aus  dem Worte oder aus ihrer Gottbegegnung, das ist das Gleiche. Dies nennt der Herr durch Swedenborg den Himmel. Die Dreiteilung Natur, Seele, Geist finden wir schon in der Heiligen  Schrift.

Unsere Wirbelsäule besteht aus 24 Wirbeln. Sie  ist  der  Stamm  des  Lebens,  verwurzelt  im Steißbein. Das Steißbein ist über die Beine mit der Mutter Erde verwurzelt.  Bis  zum  Kreuzbein sind es 7 Wirbel, dann kommen die 7 Lendenwirbel, danach die Rückenwirbel und  die 7 Halswirbel. Der oberste Eckpunkt ist der Atlas, er trägt das ganze Gebälk.

Der göttliche Geist in uns, der im Herzen und im Gehirn ist,  muß in  Teilen  geweckt werden, sowohl im Herzzentrum wie im Scheitelzentrum oder  im  sog. Sender  des   Stirn-Chakra, im dritten Auge.  Hier  muß eine  harmonische  Verbindung  vom  Menschen  hergestellt  werden. Wenn er das perfekt könnte, wenn er also das Licht Gottes in allen Lebenszentren im Maße der göttlichen Ordnung einstrahlen ließe, dann würden sich diese Zentren in seiner Aura nach  und nach klären und verherrlichen im reinen Licht der göttlichen Liebe und Weisheit.  Da  dies  die meisten Menschen nicht fertigbringen, hält der liebe Gott  ein   Hilfsmittel  für  uns  bereit.  Er zieht dann aus unserer Umwelt just das heran, was wir in unserer Aura tragen, an Einprogrammierungen des Bösen und Falschen, des Gottablehnenden oder des Verschließens vor dem Leben. Weshalb tut Er dies ? Der Weltmensch würde sagen, weil Er boshaft  ist,  damit  wir  uns ärgern sollen. Nein !  Nicht um uns zu ärgern, sondern um uns zu konfrontieren. Stirne an Stirne begegnet uns unsere Umwelt. Was ist unsere Umwelt ? Alles, was uns begegnet an  Personen, an Situationen, an Ereignissen, an Umständen in  unserer Umgebung. Daß wir in Deutschland geboren sind, ist kein Zufall.  Unser Schicksal ist bereits im Sperma unseres Vaters und im Ei unserer Mutter besiegelt. Liebe und Weisheit haben sich da getroffen.

Die Teilung ist von Gott gekommen. Ist Gott  in  dir oder  nicht ?   Der  Gott,  der  in  dir und überall gegenwärtig ist,  hat die Teilung bewirkt. Stoßen wir  Gott  nie  aus  unserem  Herzen, nicht einmal in unseren Gedanken oder in unseren Willensregungen. Auch unser dümmster Gedanke, unser heiligstes Wollen kommen von Gott, der in uns ist, der sich in uns entfalten  will.

Der liebe Gott hat uns die Kraft und die Energie des Lebens gegeben und Er ist in uns mitten drinnen. Er hat alles geschaffen, aber mit dem Einverständnis meiner Freiheit. Meine  Freiheit kann sich zu Gott hinneigen oder zu den Dämonen, Genien oder Satanen.  Das Leben  Gottes bedient sich aller Wesenheiten,  Intelligenzen, um  in  uns  einzufließen.  Ein  direkter  Einfluß Gottes kann höchstens durch den Heiligen Geist geschehen, ein  direkter, ohne   Dezimierung der Gotteskraft. Schon der Urerzengel sagt, umhülle Dich, ich vertrage Deine Nähe nicht. Der Cherubim und Seraphim noch mehr, so auch die Engel und wir Erdenmenschen  am  allermeisten. O Vater, erbarme Dich unser !  Die Sünde kommt nicht von Gott.  Sünde  heißt  Sonderung, Sonderung mit unserem Ich von Gott !

Das Leben hinzugeben heißt alle  Intelligenzspezifika,  Ichpotenzen  in unserer  Seele,  entstanden durch vorheriges Denken, Wollen, Handeln, Wirken und Wünschen, alles, was der Mensch in Aktivität setzt durch sein Wollen und seinen Verstand, bilden Intelligenzen, der  Herr  nennt dies durch Jakob Lorber Spezifikalintelligenzen, Seelenfunken etc. Dies sind Lebensfunken, die in uns entstehen und zur Ichintelligenz werden. Denn alles, was Gott durch uns schafft, wird Ich-bewußt, muß die Bewußtheit Gottes annehmen, sonst ist sie  nicht  lebensfähig.  Das ist das   Grandiose.  Selbst  unsere  unreifen Gedanken  und  Willensregungen  werden  gottbe-wußt.  D.h. wir bekommen eine Bewußtheit, eine Intelligenz.  Natürlich nehmen  diese  Intelligenzen  Gott nur soweit an, wie sie sie verstehen. Das schafft dann  eine Sonderung oder einen Fehler.  Fehler ist nichts anderes als ein Fehlen vom  Ganzen. Das Ganze ist Gott. Gott ist  die  Unendlichkeit. Wir sind, bitte, nicht alle für uns  allein. Es gibt  keinen  Menschen,  der  allein  ist.  Jeder Mensch hat in sich unzählige Intelligenzen, die ihn steuern,  lenken,  Willensimpulse in uns bewirken. Es sind Ansammlungen von vielen individuellen  Wesenheiten,  die als Lichtfelder oder Wärmefelder auftreten  und uns im Denken, Wollen und Handeln manipulieren.  

4.4.1992

Göttliche Vorhersehung -  göttliche Vorsehung  

Beide Begriffe sind zwei Aspekte der göttlichen Einflüsse, die auf uns zukommen. Die göttliche Vorsehung ist die Wirkkraft der göttlichen Liebe und Weisheit, die  in  alle  Einzelheiten des Menschen einfließt.

Wie wirkt Gott in die kleinsten Dinge herunter ?

Stellen wir uns Gott als Sonne des Lebens vor, das aus der Liebe  und  Weisheit  auf  uns  zukommt. Die göttliche Liebe fließt über die Temperatur, über die Wärmeenergien, über die verschiedenen Gestirne abgemildert in den Erdmittelpunkt. In diesem Erdmittelpunkt wurde   Satana verbannt. Dieses Feuer erhält die Erde lebendig, damit  immer  wieder  neue  Kreationen hervorkommen können. Das ist auch eine göttliche Vorsehung. Der Einstrahlungspol ist oben im Norden und im Südpol befindet sich der Austritt. In die Erde hinein  führt  ein  Kanal,  den man nicht sehen kann, er ist etliche Klafter breit. Die Energiefelder fließen über den  Kanal  in das Erdinnere und bewirken bis zum Austritt eine Schraubbewegung. Im Trichter sind Wirbelströme gemessen worden. Durch die Elektrizität und Verdichtung werden  Temperaturen  von über ./. 90 bis ./.130 Grad  erreicht. Hier kann keine  Expedition  bestehen,  deswegen ist  die-ser Trichter noch nie erreicht worden.

Aufgrund der göttlichen Vorsehung soll jeder auf der Erde geborene  Mensch  vollendet  werden. Er soll alle 7 Stufen der Wiedergeburt durchlaufen  und  damit  vollendet  werden.  Alles, was der Mensch erlebt, an Freuden, an Leid, an Mißgeschick, an schönen Stunden, an unangenehmen Zeiten, alles dies ist diesem Ziel untergeordnet, was  Gott  für  jeden  Erdenmenschen festgelegt hat. Jeder Mensch hat mit der Erdinkarnation die Garantie in der Tasche,  vollendet zu werden , an der Erlösung durch Jesus Christus teilnehmen zu können. Keiner  ist  von  diesem Ziel ausgeschlossen, es sei denn, er stellt sich absichtlich gegen den  Willen  Gottes. Dann  ist ihm nicht zu helfen. Die Freiheit bleibt unangetastet. Doch der Herr bemüht sich immer wieder, daß dieses Ziel trotz des Stresses im Berufsleben etc. erreicht wird, auch wenn der Mensch vielen Dingen hängenbleibt. Diese Chance hat der Mensch auch noch für eine gewisse  Zeit  an nach dem Tode. Im nachtodlichen Leben im Mittel-  oder  Zwischenreich   kann  der  Mensch noch 30 Jahre in der natürlichen Sphäre nachholen, was er im Körperleben versäumt hat. Sein guter Willensfunke wird dort erhalten, damit wir in das neue Reich Gottes aufgenommen werden können. Denn nur von der Erde aus können wir den obersten Himmel erreichen.

Was ist der oberste Himmel ?

Es gibt den 1., 2. und 3. Himmel. Im untersten Himmel ist die Seele noch im Natürlichen. Der 2. Himmel ist das Glaubensreich oder der  Zustand  der  Nächstenliebe,  des  Paradieses.  Der oberste Himmel ist die Liebe zu Jesus Christus. Die ersten beiden Himmel werden vom  obersten Himmel durch den Demutsstrom getrennt. Der Demutsstrom ist ein Scheidefluß.  In  den obersten Himmel kommt nicht jemand, der nicht Jesus Christus als Gott und Vater  akzeptiert (Swedenborg). Die Liebe zu  Jesus, dem alleinigen Gott und Vater muß erweckt worden  sein.

Es muß eine erotische  Liebe  sein,  sagt  der  Amerikaner  M  Fox   „Vision  des  kosmischen Christus“ lautet der Titel seines Buches. Der Eros der Liebe muß in uns erwachen. Jakob Lorber nennt sie die bräutliche Liebe des Menschen zu Jesus Christus  als  Bräutigam.  Die  Liebe muß sublimiert werden. Solange unsere Liebe nur eine geschlechtliche Liebe ist,  ist  sie  noch unreif. Sie muß erst geprüft werden. Zu Maria Magdalena sagte Jesus: „Noli me tangere“, rühre Mich nicht an. Da bestand noch eine Scheidewand. Sie kam aus ihrer Liebe nicht zu  diesem  königlichen Sprung , wie es dem Johannes oder dem Bernhard von Clairvaux gelungen ist oder  der Theresa von Avila. Diese konnten Jesus in einer flammenden Liebe lieben,  die  uns  unverständlich ist. Ihre Liebe entflammte erst nach der Begegnung mit  ihrem   Dual.  Theresa   von  Avila sagte danach, die Liebe zu meinem Dual war  nicht  hinderlich,  sondern  förderte  meine Liebe zu Jesus Christus. Dadurch wurde sie erst fähig, die echte Liebe zu Jesus  zu  empfinden. Eine Frau kann erst über das Dual die Fähigkeit erlangen, Jesus von Nazareth wirklich als Gott zu lieben. Die göttliche Vorsehung hat zum Endziel, daß sich Mann und Frau  als  Duale  spätesten im paradiesischen Himmel finden zu einer  ehelichen  Liebe, beide vereint  zu  androgyne Menschen, also zu hermaphroditen Menschen, die nicht mehr freien oder sich freien  lassen, um für die Liebe von Jesus Christus frei zu sein. Dies ist der Übergang. Im Paradies finden sich die  Duale. Wir Männer brauchen auch die Frau, damit die erloschene Sonne des  Herzens  erweckt oder wieder belebt wird. Man kann es den Männern anmerken, die diese Liebe noch nicht  realisiert  haben.  Manche Frauen, die bereits in der Liebe zu Jesus entflammt sind, sagen, daß sie  keinen  Kerl brauchen. Ich meine, daß diese Haltung ein kleines Hindernis sein könnte, denn es  könnte ihr das abgehen, was zum obersten Himmel noch fehlt. Doch dieses  sage  ich  nur  aus  eigener  Erfahrung. Es ist gut, daß sich jeder selbst beschaut. Ich weiß, daß  es  im  Alleingang zu Gott ungeheuer schwer ist. Unser Dual kann uns helfen und  stützen , es  eher  zu  schaffen. Deswegen sind wir geteilt, weil wir im Zusammenwachsen eher  alle Hürden  nehmen   können.  Von der Hermaphroditenschaft haben wir noch kaum eine Ahnung. Der Einzige war Jesus  von  Nazareth, der als Hermaphrodit gen Himmel fuhr. Maria Magdalena war nicht sein Dual.  Sein Dual ist Satana. Jakob Böhme sagt es uns. Den Namen, den Satana im Herzen Gottes hatte, ist nicht offenbart worden, seiner Heiligkeit wegen. „Mit ihr zeugte ich alle!“ (HG) Gott mußte als geteilter Mensch auf die Erde kommen. Er mußte die Gesetzmäßigkeit einhalten.

Die Urfrau ist die Jungfrau Sophia, nach Jakob Böhme. Es ist das  urmütterliche  Gefühl,  was im Eros der Liebe zu Jesus in den Seelen erwacht ist. Man hat sich ein  Ersatzmodell gesucht, weil Jesus als Mann geboren wurde, aber als Hermaphrodit zurückgekehrt ist. Er hat die Jungfrau Sophia in sich vereint zum väterlichen Prinzip, aus  dem  Menschen  Jesus  von  Nazareth wurde der Gott. Das hat auch für Gott 30 Jahre gedauert und dann noch die 3  Lehrjahre  und die 40 Tage bis zur Himmelfahrt. Leider endet es gerade im spannensten  Teil  die  Geschichte von Jesus. Man liest dann nichts mehr weiter über die Entfaltung  Seiner Göttlichkeit. Im Lorberwerk sagt man doch, Jesus ist der Vater, so ist er es wohl im Geiste, in der Seele war er es noch nicht, solange er unter uns wandelte. Er sagte, „da muß ich noch das Leid und den Kreuzestod auf mich nehmen“. Bei der Himmelfahrt war er erst vollendet, aber da hat ihn kein Auge mehr gesehen. Es ist ein Mysterium und dies ist eine kleine These von mir. In Swedenborg und Eckehart kann man das irgendwie bewiesen finden, aber man kann  es  auch  anders  auffassen.

Ich möchte daraus keine Lehrmeinung machen. Wir müssen es selbst entdecken. Jeder braucht sein Vollendungsstück, damit er ein ganzer Mensch wird. Dies ist das Mysterium. Den einzigen Hinweis habe ich bei Jakob Böhme gefunden, ich habe ihn in Mafroh abgedruckt. „Wir müssen alle Engel werden, die Vollmenschen sind, wie Adam vor seinem Fall, sonst kommen wir nicht über die neue Schwelle , in den erlösenden Himmel Jesu Christi. Und diesen Himmel könnt ihr hier nur auf Erden erreichen. Wir müssen in uns wünschen, eins zu werden mit  unserem  Körper, mit unserem männlichen und weiblichen Körper, die noch getrennt sind, um im  Vollmenschen wieder eins zu werden, damit Gott in uns Eins werden kann. Was wir begreifen können, können wir erreichen. Wir sollen uns dafür öffnen, daß Gott uns empfangen will als Bräutigam und wir als Bräute. In den Jenseitswerken Bischof Martin, Robert Blum und  Himmlische  Geheimnisse schiebt Jesus den in Liebe Entflammten jedesmal das Dual vor die Nase,  als  wollte Er sagen, jetzt noch liebst du Mich in deiner Halbheit. Hier ist deine andere Hälfte, findet euch, damit ihr Mich als Ganzes lieben könnt. Das uns fehlende Potential muß uns  noch  hinzugegeben werden, um Seine ganze Liebe empfangen zu können. Denn der Herr kann von uns in  geteilter Form nur menschlich sexuell geliebt werden, aus dem Sexus heraus, aus der Sexualliebe, aus der geschlechtlichen Liebe. Im Mann und in der Frau ist die Liebe noch nicht frei  vom  Sexus. Die Beschneidung beim Mann im Judentum war  nur  eine  Vorbildung.  Der  Mann  muß noch alles verlieren können. Sexualität wird erst mit der  erfüllten  Liebe  zwischen  Frau  und Mann überwunden. Sie muß so intensiv sein, daß der eine Teil ganz vom Wesen  des  polaren Gegenpoles erfüllt ist. Aus dieser Liebe heraus wird der Mensch fähig, Jesus Christus im Eros seiner Liebe zu erfahren.

Im Osten sucht man sich einen Partner, um sich im Eros seiner Liebe so zu verbinden, daß sie in einen höheren Schwingungszustand kommen.  Für  uns  Europäer  ist  dies  unverständlich.

Sind dies nicht Winke von Gott noch mehr zu erfahren, als Mann und Frau allein ? Ich konnte es so erfahren. Es bildet sich in uns, da  wir  in  uns  Animus  wie  Anima  haben.  Wie  haben Männliches und Weibliches alle in uns. Es ist nur eines wichtig, daß wir lernen, uns  einmal  in der Liebe so weit zu vergessen, daß wir unser ganzes Leben, das wir  haben,  bereit  sind,  für eine Menschenseele zu opfern und  zu  verschenken,  für  dieses Leben  und  für  diese  Liebe.

Wenn uns dies gelingt, das wir einen solchen Menschen hier auf Erden finden und mit ihm eine solche Liebe  intensivieren, haben  wir es geschafft,  meine  ich. Und wenn es  nicht  sein  soll, daß wir einen solchen Menschen begegnen, dann meine ich,  daß  wir  ihn  begegnen  werden, nämlich in den 30 nachtodlichen Jahren, wo wir jeder das Leben auf der Erde wiederholen dürfen , denn dieses Leben in den geistigen Ringen unserer Erde  zählt  noch  zur  Erdinkarnation.

Wir brauchen das Medium Erdkörper, denn der Erdkörper ist aus dem Regulus entstanden, sie stammt nicht aus der Natursonne und von Regulus her kommt die hermaphrodite Art inmitten unserer Erde und wir nehmen an diesem Hermaphroditentum teil. Die Erde  trägt  Männliches und Weibliches in sich, und so hat es auch jeder Erdgeborene in sich. Hat er nicht die  Chance der äußeren Begegnung, kann er sich dennoch innerlich mit seinem Dual verbinden, auch wenn es auf der anderen Erdhälfte leben sollte. Darin liegt die Lösung, in der Opferbereitschaft liegt die Lösung, der eine Teil muß bereit sein, sein Leben für den anderen Teil zu opfern, den Opfertod einzugehen wie Jesus Christus. Bereits der gute Wille wird von Jesus erhört.  

Die Homosexualität ist eine totale Verirrung. Homosexualität ist eine Selbstbefriedigung mit einem anderen Partner, nichts anderes. Auch der Verkehr mit einer Frau ohne den Eros einer reinen Liebe, nur der Akt selbst ist reine Selbstliebe. Der Herr nennt sie buhlerische Liebe oder Selbstliebe, sie geht nie über den Verschluß des Herzens hinaus. Diese Liebe  bleibt  immer  in den unteren Teilen stecken. Swedenborg sagt im Namen von Jesus: Wenn wir  vom  Sexus  befallen werden, sollen wir nie unter Verschluß des Herzens hinuntergehen.

Das unterste Chakra ist das Wurzelchakra. Das darüberliegende Chakra  ist  das  Sakralchakra.

Im Wurzelchakra fließt die Lebenskraft ein  und  will  ausbrechen. Die Triebkraft  des  Lebens geht da aus und ein. In diesem Sinne  sind  wir  in  einem dauernden magnetischen  Austausch.

Wenn wir diese niederen Kräfte nicht leben lassen, sondern abwürgen oder  verdrängen,  dann kommen andere niedere  Kräfte. Wir müssen  die  Triebkraft  nicht  ausleben, das  wäre falsch.

Wir müssen sie vielmehr einspannen wie ein Wildpferd vor  dem  bräutlichen Wagen, der  uns ins Paradies führt. Dieses Gleichnis stammt von Jakob Böhme. Spanne die ungestümen Pferde deiner Triebkraft vor dem bräutlichen Wagen Jesus Christi. Er fährt mit dir ins  Paradies.  Wir müssen diese Kräfte benutzen, nicht verdrängen.

Es ist leider so, daß viele junge Menschen ihre Triebkraft vergewaltigen. Das geht so weit, dass sie sie abwürgen und sich dadurch der Kraft der Liebe Gottes verschließen, die ihnen über der Mutter Erde zufließen. Dieser Konflikt oder die Auseinandersetzung mit diesen  ersten  Triebkräften nennt man auch die Versuchungsphäre bis zum  Solarplexus, zum Sonnengeflecht. Bis dahin reichen die Versuchungsphären. Eine neue Erde wird uns erst im Herzen,  dort,  wo das Lebenszentrum von Jesus Christus gegenwärtig ist. Dort,  im  Herzenschakra  ist die göttliche Liebeskraft, die eine neue Erde gestaltet. Daher entspricht das Herz in Bezug auf die  Lebenszentren nicht der Liebe, sondern der neuen Erde in der Ordnung Gottes.  Wer in der Ordnung ist,  der hat keinen Herzfehler. Jede Disordnung in der Haushaltung  unseres  Körpers  schafft einen Herzfehler. Die meisten Menschen sterben heute nicht an Krebs, sondern mehr oder minder an einen Herzfehler, weil sie nicht in der Ordnung leben, in der Ausgewogenheit zwischen Geist, Seele und Körper. Alle drei Sphären müssen wir in Übereinstimmung bringen, nicht hintereinander, bzw. in überlappenden Kreisen, wenn wir jede Sphäre als  einen  Kreis  darstellen.

Wer zu sehr im Geistigen verweilt, benutzt seine oberen Zentren und bringt sie  zum  schönen Schwingen und Strahlen, aber in den unteren verhungert er.Dies führt  zu  einer  Disqualifizierung unserer Seele. Es kommt darauf an, unser ganzheitliches Bewußtsein aktionsfähig zu machen. Betrachten wir die Schnüre der Moralität und Ethik nicht nur als  Fesseln,  sondern  verwenden wir sie im richtigen Maße der Urordnung. Solange sie nicht besteht, fließen Plus  und Minus des göttlichen Lichtes nicht ungehindert. Das Plus kommt über die verschiedenen Medien, ebenso das Minus. Die Steuerwerke des Weltalls steuern das Plus  des  Lichtes. Das  Licht kommt über die Zentren zu uns. Unsere Sonne ist nur ein Reflektor, der die kosmische  Strahlung der göttlichen Weisheit und Liebe in Licht umwandelt. Regulus hat die göttliche Liebe in sich als Plus, Sirius, die uns nächste Untersonne hat das Minus und deswegen ist sie Lichtstrahlerin und die Natursonne nimmt von beiden Zentralsonnen über ihre Mittelsonnen, die der Herr  nicht  namentlich erwähnt, die Kräfte der göttlichen Liebe und Weisheit auf und  reflektiert  sie zur Erde.  Der magnetische Gürtel der Erde, der Luftgürtel oder die Atmosphäre, die nun  diese  Strahlungen des Lichtes brechen und teilen.   Jeder  Lichtbruch  erzeugt  Spektren.  Das  Licht  kommt in unseren Seelenbereich mit den 7 Spektren. In  gewisser  Frequenz oder  Schwingung  erreicht  das Licht die Aura des Menschen.Die Aura des Menschen entsteht durch den  Kreislauf, der  durch unsere  Lebenszentren in Gang gehalten wird. Jeder Mensch kann zunächst nur gewisse Zentren öffnen, entsprechend der Beschaffenheit seiner Neigungen. Wenn er aber  nur gewisse Zentren öffnet, kann das göttliche Licht noch nicht ungehindert fluten , seine Ordnung ist noch nicht ganz wiederhergestellt. Nach den Neuoffenbarungen gibt es 7 Geister Gottes. Die göttliche Liebe, Weisheit, Ordnung, Geduld, Barmherzigkeit, den  göttlichen  Willen  und  den Ernst. Diese 7 Geister beherrschen uns. Und der Herr sagt daß  der  wiedergeboren   ist,  der seine 7  Geister oder die 7 Leuchter oder Lebenszentren voll entwickelt hat.

Die Ozonschicht ist natürlich.  Sie gab es schon immer . In der obersten  Atmosphäre  gab es schon immer 3 Löcher, die da oder dort eine dichtere Masse von Energie auf die Erde gelassen haben. Durch die neue Technologie und Radioaktivität, die nicht die Qualifizierung des Ätherstoffes in sich haben, werden die natürlichen Löcher vergrößert. Auch von Regulus her werden zur Zeit größere Mengen der Energie auf die Erde über die Sonnen gelenkt. Unsere Erde wandert mit der Sonne in 24000 Jahren einmal um den Regulus. Jetzt sind wir gerade in einer Tiefeneinstrahlung des Regulus/ Sirius gekommen. Der Herr sagt, dann wird das Feuer des großen Hundes (Sirius) kommen und die Bösewichter vernichten (HG Bd. 1, Kap.3). Die Orionsweissagung ist eine Liebesoffenbarung. Liebe ist Energie einer erhöhten Frequenz, die auf uns über diese Weltkörper zukommt. Alle 2000 Jahre komme Ich und mache Kehraus. Das erste Kehraus war die Wassertaufe (Arche Noah), dann kam Jesus Christus selbst. Da gab es  auch  eine Umkehrung der Werte, ein neuer Geist wurde uns gegeben.  Wir  haben  diesen  neuen   Geist verpraßt und sind wieder leer. Jetzt kommt der liebe Gott mit Seiner ganzen Liebe. Es werden

1000 und nicht noch einmal 1000 Jahre vergehen, dann komme Ich wieder. Der Herr sagt, daß wir   in der Feuersflut leben. Sie ist eine Gestaltung der Feuerskraft, deshalb geschieht  etwas, was uns der Herr einmal ganz leise angekündigt hat:  Und es wird die Zeit kommen, wo Mein Wort, das nachbiblische Neuwort (Böhme, Eckehart, Swedenborg, Lorber) in der Praxis einer neuen Wissenschaft verkündet wird. Sie kommt von einer Insel jenseits  des  großen  Wassers (Amerika). Die alten Urlehren der alten Weisheitsschulen, des Essener Ordens,  die  alte  Esoterik , die noch eine Geheimwissenschaft ist, wird  jetzt nach  und  nach  gelüftet.  Es  ist  die Erkenntnis, wie ich es zustandebringe, daß in meinem Körper die Energie  Gottes  wieder  mit voller Kraft fließen kann. Da kommen Lehren mit praktischen Übungen auf uns zu.  Wir  müssen auch die Türen öffnen. Diese alten Geheimnisse werden uns  kundgegeben.  Die  alte  Henoch-Schule öffnet ebenfalls die Tore.  Die  ersten  Vorläufer  gab  es  bereits,  das  autogene Training, TM, Yoga etc. Sie sind die ersten Hilfsmittel zur Öffnung  unserer  Kanäle,  hiermit müssen wir beginnen. Wir müssen lernen, täglich zu üben. Jesus gab uns einen Übungsauftrag für den Weg unserer Wiedergeburt: 7 ¼ h sollen wir üben, uns ganz in der  Hingabe  zu  Gott zu öffnen, ohne zu lesen, zu beten, es sind fast 2 Stunden !

Durch diesen Energieaustausch wird  unsere  ganze  Aura  so  aufgebaut,  daß  wir  ein Strahlungsfeld  um uns bilden, das atomsicher ist.

Wir bauen ein Feld auf,  das gegen Krankheiten immun macht. Es  entsteht ein  Immunsystem, das  uns wie ein Schutzumhang  einhüllt . Lauft  nicht   immer   gleich   zum   Onkel   Doktor.

Vertraut dieser Gottkraft in euch. Jesus  von  Nazareth  ist der Heiland und ist der Begriff der Gegenwart Gottes, der uns als Liebe und Weisheit  entgegenkommt. Das ist  die  Faszination, der große Zauber, der uns durchrieseln muß, er muß spürbar werden. Wenn wir nichts spüren, dann ist das ein Warnzeichen. Wir müssen wahrnehmen und fühlen, daß der Herr Jesus kommt.

Er behandelt meine Wirbelsäule, er bringt die Bandscheiben  wieder  an  Ort  und   Stelle.  Der oberste Teil eurer Wirbelsäule, der Atlas, trägt das ganze Gebälk eurer  Sündenlast. Das ganze Gebäude kann zusammenstürzen, wenn wir untätig bleiben und  gottfern  sind.  Es  wird  dann keine neue Kirche, der Tempel Jehovas wird dann nicht in uns errichtet. Viel Arbeit und Tätigkeit wird von uns gefordert. Wir sollen täglich lernen, mit unseren Organen zu reden. Habt ihr schon mit eurer Milz gesprochen ? In „Erde und Mond“ sagt der Herr, daß die Milz der Feuerherd eurer Liebe ist  und mit Gott entscheidet ihr, wohin  die Liebe  fließt,  himmelwärts  oder zur Erde. Nicht nur die Säfte, nicht nur das Blut hängt von der  Zubereitung durch  das  Feuer ab. Im linken unteren Bauchteil sitzt die Milz. Wir müssen umgehen lernen, mit unseren Organen zu reden. Liebt euere Organe, nehmt euch jeden Wochentag  ein Organ vor,  vergeßt  das  Herz nicht und die Lunge. Die Milz ist  ein  Spannungsfeld,  da  kann  das   Organ   herausgeschnitten werden. Mediziner haben  entdeckt, daß die Wirkung der Milz trotz Entfernung  erhalten bleibt, hundertprozentig. Unsere Seele hat auch eine Milz.

Wenn in dem Sexualbereich etwas fehlt, dann wird der Mann  weiblich  und  die  Frau  männlich,  weil der Austausch im Inneren fehlt. Aber seelisch sind wir komplett, wenn es eine Herzverpflanzung gibt, so geht unser Geist nicht mit dem entnommenen Organ mit. Es wird nur der kiloschwere Herzbeutel entnommen. Stimmt der neue mit der Seele weitgehend überein, dann behält er das Herz, sonst stößt er es ab, wenn es zu different ist.  Wir  haben  alles  in  unseren Seelenbereichen. Solange wir atmen, denken und wollen  können,  lebt  unsere  Seele,  können wir alle Körperteile ersetzen. Das Wurzelchakra ist mit der Wurzel, mit der Mutter  Erde  verbunden. Über die Mutter Erde fließt uns die Lebenskraft zu. Diese Lebenskraft wird  hochgesogen. Es ist die Liebe Gottes. An der untersten Spitze der Wirbelsäule,  am  Steißbein,  fließt die Lebenskraft ein, es ist die Schlangenkraft oder die Kundalini. Diese Schlangen- oder  Kundalinikraft ist zweischneidig. Sie ist voll Feuer und voll  Triebhaftigkeit,  voll  Emotion. Wenn wir sie nicht steuern können, dann wird sie zur Giftschlange. Adam und Eva haben diese Kundalinikraft nicht sublimiert. Diese beiden erlagen dieser Schlangenbezirzung. Am Stamme hat sie sich hochgewunden, die Selbstliebe  (Kaifa= Eva = Selbstliebe)  hat  Eva  verkörpert  und wurde von der Schlange in die Brust gebissen, d.h. sie konnte die Schlangenkraft im Sonnengeflecht nicht beleben, so spricht der Herr durch Jakob Lorber.  Die  Schlange stieß  ihre  Stacheln in ihre Brust, d.h. es wurde nicht das Zentrum der Liebe im Herzen geöffnet,  es  wurde nicht belebt. Die Frucht ihrer Erkenntnis hat sie dem Adam gereicht (Adama= Geist), der  spirituelle Mensch hat diese Frucht angenommen und dadurch verloren sie das Paradies. Es  war nicht möglich, den Zustand einer Durchleuchtung zu erleben.

Wir müssen dies ebenfalls in uns nachvollziehen und erleben. Wir erleben Adam und  Eva genauso wieder. Da reicht die Eva dem Adam einen Apfel, nehmen ein Feigenblatt und verdecken ihre Scham. Es ist alles Symbolik. Über das Wurzelchakra strömt göttliche Liebe ein  und  wir sollen sie verwandeln lernen. Dieses Feuer Gottes kommt in der Farbe Rot auf uns zu. Rot  ist die Farbe der Liebe. Das kräftige Rot soll in das herrliche Orange verwandelt werden. Es ist die Farbe,  die uns für das Göttliche öffnet. Jede Farbe hat ihre Eigenschaft zum Positiven und zum Negativen hin. Im Wurzelchakra kann sich das Rot für die Triebhaftigkeit , aber  auch  für  das

Göttliche öffnen.

Wie in den Luftringen durch ein Spannungsfeld die 12 Säulen, dann 3 Säulen, 1 Säule und das Neue Jerusalem entsteht, so soll auch in  unserem  Herzen  ein  Spannungsfeld  entstehen,  die Kirche Gottes. In unserer Seele kommt eine Art Überhitzung zustande. Wer an Jesus Christus glaubt, Ihn liebt, der wird von Seiner Liebe angesogen werden. Die Liebe Gottes wird  ihn  in einen Sicherungsbereich der Liebe und des Gebetes einhüllen.

Ohne Raumanzug kann kein Astronaut sein  Fahrzeug verlassen, die Weltraumschwingung ist tödlich. Bei Yogis im Samadi hat man  auch   Schwingungen  gemessen.  Sie  hat  die  gleiche Frequenz in ihrem Umfeld wie die im Weltraumäther. Die gleiche Schwingung  erzeugt ein  in flammender Liebe zu Jesus gesprochenes Gebet. Es entsteht durch die totale Jesus-Zuneigung eine Frequenz, die der höchsten Vollendung entspricht. Dieses Schwingungsfeld  schützt  uns vor der kosmischen Einstrahlung, die Ozonlöcher können uns dann nicht mehr schaden.  

4.4.1992  

Das Heer der Seelenfunken werden auch Phönizier, Ägypter, Philister, Babylonier etc.genannt.

Wenn wir in unser Seelenland mit der erleuchteten Vernunft Gottes und  Seiner  Liebe  einbrechen,  dann sollen wir diese Ägypter etc. nicht vernichten, sondern nur  umwandeln,  denn  bei Gott gibt es keine Vernichtung. Unter Tod wird Umwandlung  verstanden. Die Bibel  ist  nicht amoralisch !

Die Juden wie die Europäer erzeugen beim Denken ein Gelblicht, daher brauchen sie eine intelektuelle Offenbarung. Den Indern kann man etwas anderes geben, weil sie mehr  mit  der  Natur verbunden sind. Denen kann man eine Weisheitslehre geben. Sie brauchen  nach  den  alten Veden nur  zu leben und können alles erkennen. Unsere Seele kann dies nicht. Wir haben  eine Intellektualseele, sie kommt noch lange nicht  zurecht,  wenn  sie  die  Upanishaden  liest.  Sie denkt nicht im Rosa des Herzens und im Indigoblau des Scheitelchakras. Dieses Denken  muß er erst mühsam lernen. Dafür hat uns der liebe Jesus ein Herzenszentrum gegeben, mit  Seiner Wiederkunft auf Erden.

Wenn der Vater über die Lebensvollendung spricht, zeigt Er uns immer wieder die Schwierigkeit, wenn wir dorthin kommen, das große Wasser und den Abstand bis zu Seinem Reich. Nun gibt Er uns Zahlenwerte an, die uns immer wieder schocken. Dieser Schock soll  aber  nur  ein Hilfsmittel sein, damit wir Seiner Liebe trauen. Er hat uns auch  gesagt,  daß  wir  in einem Erdenleben die Gnade erfahren, daß Mein Liebegeist in euch eingepflanzt wird, wenn ihr an Mich glaubt, Mich liebt und Mich als Gott und Vater erkennt. Das nennt der Herr die Taufe mit dem Heiligen Geist. Diese Taufe hat Jesus von Nazareth allein als  gültig  erklärt,  die  johanneische Taufe mit Wasser oder die Taufe,  die wir seit Johannes statt der Beschneidung eingeführt  haben, ist nur eine Vorbereitung. Diese Wassertaufe ist nichts anderes, als daß wir mit dem Worte Gottes bekannt werden. Also intellektuell ein Wort erfassen können und  uns für  die  Liebe und ihren Einfluß öffnen sollen. Wenn Gottes Wort auch nicht euer Herz für den Einfluß seiner Liebe öffnet, könnt ihr Gottes Wort nicht verstehen. Wenn wir uns aber für Seine Liebe öffnen, übernimmt der Liebegeist Jesu , der nun in euch in einer Wiederkunft Christi eingeboren  wird,  im Zuge der Eingeburt die Führung und - so sagt Meister Eckehart, dieser  Urgeist  der  Liebe  löst euch dann aus der Reinkarnationskette. Er nimmt euch bei der Hand und führt euch durch  die Schattenbereiche der Niederseele, damit wir vollendet werden. Daher  kann  uns  ja  nichts  abgehen, doch müssen wir an uns arbeiten. Jesus sagt, daß Mein Himmelreich ein Arbeitsreich ist. Es gibt dort keinen 8 Stundentag oder eine 35 Stundenwoche, dort herrscht eine  durchgehende Arbeitszeit, selbst in der Schlafenszeit werden wir  arbeiten.  Aber  wir arbeiten  in  der Liebe, die wir von Gott empfangen. Diese Arbeit ist ein Gebet ohne Unterlaß. Dann kommt Er immerwährend und fließt ein mit Seinen Wonnen,  mit Seiner Liebe und wir stehen in der Färbung Seines Lichtes. Dort gibt es einen hohen Jubel !  Wenn wir  nur ein  paar  Sekunden  das Paradies und seine Herrlichkeit geschmeckt haben, dann sagen wir, daß wir es schaffen. Wenn nicht ihr, so doch der Gottgeist in euch. Bedenket aber,  daß  ihr  faule  und  unnütze  Knechte seid, auch wenn ihr alles getan habt, sagt Jesus. Die Demutsgeste müssen wir dann noch haben.

Zu Seinen Füssen stürzend müssen wir dann noch sagen, Vater, Du hast es geschafft, ich habe nur aufgemacht, meine Kanäle geöffnet für den Erguß Deiner Liebe.

Wir sind gegenüber dem göttlichen Geist immer Empfangende, also immer Bräute. Deswegen hat Jesus gesagt: „Ihr seid Meine Bräute, Ich allein bin der Bräutigam. Mit dem Bräutigam bezeichnet Er nicht Seine Männlichkeit, sondern das Plus, den Reichtum Seiner Fülle gegenüber dem Minus, das wir sind. Erst so schließen wir den Kreislauf.

Gott geht mit unseren Schritten, Er wirkt mit unseren Händen, Er denkt mit unserem Verstand und Er will es in unserem Herzen. Das ist das Herrliche, das Wunderbare,  dieses  Einswerden unserer Seele mit Gott. Dazu brauchen wir das Gottbild, das im Gottwort liegt, das  jeder  selber in sich entfalten muß. Wenn sich ein Herz dafür öffnen kann, mitschwingen kann, dort, wo ihr lieben könnt, dort findet ihr Gott.

Wo wir nicht lieben, sondern nur verstehen könnt, da findet ihr nie Gott.

In den Lorberschen Schriften erlebte ich die Gegenwart Jesus Christi so lebendig, daß ich keine Zeugen brauche. Wenn wir Ihn nur ein  bißchen  lieben,  reflektiert Er  die  ganze  Fülle  Seiner Liebe. Er überschwemmt euch mit Seiner Liebe  und ihr  steht  wie  unter  einer  Dusche  und könnt die Wonnen Seiner Liebe empfangen. Diese Erfahrung müßt ihr  selber  machen.  Eckehart, Swedenborg, Lorber sind nur Alternativen. Ihr müßt suchen, nicht  im  Dogma,  in  einer

Lehrmeinung, sondern dort, wo euer Herz sagt, daß wir  den Vater,  wie  Er uns  dort  dargestellt wird, von ganzen Herzen lieben und umarmen  möchten. Wenn ihr  einen besseren findet,  dann geht dort hin. Jeder muß seinen Weg bis zur Neige gehen,  um Gott in Seiner ganzen Liebe zu erfahren. Religion beginnt dort, wo Glaubenswissen erlischt, wo  alle  unsere  Vorhaben in der totalen Hingabe versinken.  

Göttlicher Wille  -  Göttliche Zulassung  

Wir Menschen erleben hier auf Erden immer wieder Dinge, die uns sagen lassen: Ist das Gott ?

Ist das Gottes Wille?  Wenn Gott allmächtig ist, dann muß doch  auch  Sein  Wille  allmächtig sein. Er muß doch da irgendwie eingreifen und darf nicht so lange zusehen. Herr, warum verschonst Du so lange die Übeltäter und rettest Dein Volk nicht ?

Sehend ist unser Verständnis, wenn wir dem anderen in die Augen schauen. Dann können wir mehr als von seinen Worten erfahren. Wir leben in einer Welt, die wir die  Hierarchie  Satanas im materiellen Universum nennen wollen. In dieser Welt ist etwas, was alle Kreatur betrifft, die Pflanzenwelt, die Mineralwelt, die Tierwelt und die Krone der Schöpfung: die  Menschen.  Es sind drei Punkte, die uns immer wieder neu begegnen und wir müssen wehrlos  und  machtlos zusehen und wir fragen uns, ist das Gottes Wille ?

Der erste Punkt, den wir alle mit Freuden begegnen, ist der Augenblick unserer Geburt.

Wir werden auf der Erde geboren, auf der Mutter Erde geboren, die  mit  dem  Vater-Himmel verbunden ist. Über diese beiden Träger sind wir mit  dem  Kosmos  verbunden,  sind  wir  direkt mit Gott verbunden.

Der zweite Punkt ist der, daß die göttliche Liebe und Weisheit von außen über unsere Umwelt und von innen auf uns zukommt.

Und die göttliche Liebe und Weisheit können wir drittens in Seinem Gottwort erfahren.

Immer wieder sind wir inmitten  der  Göttlichkeit. Gott ist  überall,  allgegenwärtig.  Aber  wo kann der Liebe Gott nicht sein ?  Eine alte Weisheit spricht: Dort,  wo  du bist,  dort  ist  Gott nicht. Wo dein Ich selbstbehauptend ist, dort verdrängst du Gott. Das Ego des  Menschen  ist der Span, ist der Kerl, der Pfeil im Fleische Jesu Christi. Geben wir uns selbst auf, lassen wir Gott in uns in Seiner göttlichen Selbstheit wirken, dann  kann  und  darf  Er  auch  in  uns  all-wissend, allwirkend und  allgegenwärtig sein.  Sonst  zieht  Er  sich  zurück  in  die  heimliche Kammer unseres Herzens und wartet, bis wir einmal bereit sind, das  letzte  Opfer  zu  opfern.

Das letzte Opfer ist unser Widder,  der  Widerspenstgeist gegenüber  der  Urordnung  Gottes.

Wir werden hier auf Erden geboren, damit wir das lernen sollen. Schon bei  der  Geburt  wird uns das gezeigt. Wenn wir vom Weltraum irgendwo herunterkommen ,als  ein  Seelchen  von unten, von der Erde heraufgestiegen sind, uns zu Naturseelen in Naturspezifika gebündelt haben, endlich ein Elternpaar gefunden haben, dann geschieht etwas. Dann kommt  unser  Seelchen heraus und alle ihre Probleme und Fehler werden hier langsam in die Spirale des Lebens bis zur Bewußtlosigkeit eingeschleust. Es ist eine abenteuerliche Traumreise, die wir da antreten, in der langsam unser Bewußtsein erlischt, bis zum Nullpunkt, das ist die Grundbedingung.

Unser Bewußtsein wird bis zum Nullpunkt eliminiert, aufgelöst, damit ein neues Leben beginnen kann. Ausgestattet mit dem Erbmaterial, mit den Erbgenen unserer beiden Elternteile, über die Spiralkette der Gene werden wir dann hier auf Erden inkarniert. Langsam werden wir dann im Mutterleib belebt, bis nach neun Monaten die Ausgeburt erfolgt, wir zum ersten Mal schreien.  Bereits im Mutterleib hat der Überlebenskampf begonnen ,  der nach der Geburt  voll  einsetzt. Hier wird Plus und Minus in uns in ein aggressives Spannungsfeld hineingedrückt, einer bekämpft den anderen. In diesem Kampf, wo sich Liebe und Weisheit in uns  zu  einer  Heiligkeit entfalten muß, da wachsen wir und nehmen Erfahrungen an.

Die erste Erfahrung war das Saugen an der Mutterbrust, begleitet vom Greifsinn und Tastsinn.

Der erste Griff, wenn es hoch kam, dann griffen wir schon nach dem Mond, aber wir  konnten ihn nicht erreichen. Das naheste, was wir erreichen konnten, war die Mutterbrust. Alles andere war für uns noch unerreichbar. Wir lernten mit dem Tastsinn die Welt  des  Irdischen  erfahren.

Das gleiche Gesetz, mit dem wir die irdische Welt erfahren haben, erleben wir auch beim  Hinübergang in die andere Welt. Unser Gefühlssinn,. unser Tastsinn ist das Erste, was da  vorauspirschen kann. Wir können  über die Meisnerschen Körperchen unserer  Fußsohlen  den  Kontakt mit einer Transzendenz , mit einer anderen Welt, mit  der  Geisterwelt,  mit  dem  Jenseits schließen. Darum sagt uns der Herr in den Himmelsgaben durch  Jakob  Lorber,  daß wir auf unsere Gefühle achten sollen, wenn wir durch die Landschaft gehen, wenn uns z. B. ein  Käfer über dem Weg läuft. Die Begegnung ist ein Evangelium Meiner Liebe.  Gott  spricht  ununterbrochen zu uns, durch unsere Gefühle. Wir sollen  schon am Morgen auf unsere Gefühle  achten. Am Abend sollen wir einen Saldo ziehen, zurückblickend schauen, wo habe ich die Gefühle zugelassen ? Unterdrückte Gefühle schlagen in Agressionen  um, in Zorn, Wut und Haß. Lebt eure Gefühle, ihr dürft sie leben, aber geht dabei nicht unter.

Wir lernen nach und nach die Gefühle zu  beleben. Im  Wachstum  will  sich  das  Kind  immer mehr ausbreiten und da steht der Papa und die Mami  und  sagen  halt! ,  nicht  angreifen.  Da wird verwehrt, da wird in das Korsett der Moral und der Ethik  gezwungen.  Das  arme  Kindchen wird immer  mehr eingeschnürt und gefesselt, bis zu dem Tag, wo es auf den Fuß stampft und  bäh, nein sagt,  ich will anders. Dann haben wir die Bescherung, dann  ist der  Krieg  zwischen Eltern und Kind ausgebrochen.

Dieser Lebenskampf ist sehr wichtig, in dem das Kind lernt, den Willen zu betätigen.  Vorerst ist es nicht der Wille Gottes. Wir stehen zwischen dem Willen Gottes und der Zulassung. Vorerst ist es der Wille eines Individuums, was eben vom Gottwillen nur ein kleines  Stück annehmen kann. Der Wille ist voller Fehler. Was ist ein Fehler ?  Wenn  wir  den  Willen  Gottes als einen Kreis darstellen, dann nehmen wir daraus nur ein kleines Segment, wir essen die Rosinen aus dem Kuchen und das, was wir mit unserem Wollen betätigen, das ist nur ein Stück von der Unendlichkeit des göttlichen Willens. Es fehlt das andere noch von dem göttlichen Wollen. Das ist unser Fehler. Fehler ist also nicht so sehr belegt mit dem Donnerwort Sünde. Fehler ist eine Wachstumsphase, es fehlt noch  etwas  vom  Erwachsensein.  Wir  müssen  lernen,  die  Sünde einesteils als das zu erkennen, was wir  nicht  tun  sollen,  aus  der  Moral  und  aus  der  Ethik heraus. Andererseits sollen  wir an der Sünde erkennen, daß sie ein  notwendiges  Erfahrungs-mittel ist, damit wir einmal Heilige werden. Wenn  es so  etwas  überhaupt  gibt.  Heilige können nur die werden, die die Heiligkeit Gottes in sich fehlerlos zulassen, also die das Ganze der Göttlichkeit in sich wirken lassen.

Jetzt leben wir, aufwärts geht es, wir werden kräftiger, starker, größer und können  mehr  und mehr die Welt aus den Angeln heben. Dann kommt der Höhepunkt unserer körperlichen,  physischen und geistigen Fähigkeiten. Dies sind die Brausejahre unseres Lebens. Wir merken, wie die Kräfte höhersteigen, wie die Triebe  hochsprießen, wir können sie fast nicht bändigen. Wie ein Wildpferd ist unser Wille und unser Gemüt aufgebracht. Aber  eines  Tages  geht  es  nicht mehr so wie wir meinen. Wir gelangen auf den absteigenden Ast. Das  Ende  unserer  Karriere ist dann ein Häufchen Erde, ein Grabhügel : „Ruhe sanft“.

Unter diesen drei Komponenten lebt jedes Wesen hier auf Erden. Jedes  Wesen  wird  1. geboren, erlebt 2. die Veränderung des Aufsteigens, des Wachstums und 3. das  Ende. Das  ist  das Dreieck unseres Lebens. Man mußte es eigentlich mit der Spitze nach  unten  zeichnen.  Nach oben zeichne ich es aus folgenden Gründen:  Die Zahl 3 ist übrigens die Zahl des Willens, was Gott will, was der Mensch will. Das nach unten gezeichnete Dreieck bedeutet, das unser Wille nach dem Weiblichen in uns gerichtet ist, zum Wässrigen, zum von Gott abgewandten Wollen, also Gott entgegenstrebend. Das Gott zugewandte Wollen ist das Feuerzeichen, es strebt zu Gott hin und ist das nach oben gerichtete Dreieck. Aus diesen beiden Willensregungen entstand der sogenannte Sechsstern, denn die Addition beider Dreiecke bildet einen Sechsstern. Es ist die Hingabe an unseren Gott in dem, was wir zulassen. Es gibt zwei Möglichkeiten. Die Sechs kann Sechs bleiben. Wer in der Sechs bleibt, also den Willen Gottes nur halb zuläßt, das andere dem lieben Gott in Seiner Vorsehung, Zulassung oder Gerichtsbarkeit überläßt, der schafft genau das gleiche wie im Weltall: Spiralnebel seiner Seele,  Verdichtungen  seiner  Seele . Die Partikel seiner Seele werden so verdichtet, daß neue Zellen immer wieder neu gebildet werden.

Jesus von Nazareth hat das anders getan. Er hat die Sechs anders geformt. Er hat sie zur Neun geformt. Neun ist die Zahl der Verklärung, der Verherrlichung.

Wir haben zwei Möglichkeiten mit den Willenskräften Gottes. Wir können immerfort Materie bilden oder aus der Willenskraft Gottes Materie transzendieren und verwandeln.  Das  ist  der herrliche Weiterlauf aus dem Dreieck des Lebens heraus. Wir können es lernen, das Leben zu durchbrechen bis zur Verklärung, in der Verherrlichung Jesu Christi, die Er uns schenkt, wenn wir uns dafür öffnen.

Wir haben jetzt schon alles gesagt: Wer wirkt wirklich in uns, wer ist  in  uns  das  Wollende ?  Wir Menschen leben in dem Bewußtsein, daß wir immer wieder sagen, ja, ich will aus mir und es ist niemand anderer, der durch mich will. Wäre das wirklich so, dann wäre der Satz  ungültig, den Jesus von Nazareth ausgesprochen hat: „Ohne Mich  könnt  ihr  nichts  tun.“   Dieses

„ohne Mich könnt ihr nichts tun“ zeigt uns schon im weiteren Verlaufe -  vor  allen  Swedenborg war in diese Mysterien stark eingedrungen -,  daß der Mensch  aus sich  überhaupt  nicht wollen kann. Daß  er sozusagen das  Opfer  einer  gewissen  Manipulation  ist.  (Swedenborg, Verkehr zwischen Seele und Leib). Wir  haben die  Freiheit,  wer  durch  uns  denkt  und  wer durch uns will. Diese Freiheit des Denkens und des Wollens ist uns darum gegeben, damit sich der Wille Gottes in uns in den kindlichen Willen unserer Seele  langsam entwickeln lernt.  D.h. wir Menschen werden hier geboren zwischen dem Plus, das wollen wir Gott nennen, und dem Minus. Biblische Freunde würden dies Gott und Teufel nennen. Wir wollen dies nicht so sagen. Plus ist Gott, selbstverständlich, Minus ist Abwesenheit Gottes,  Mangel an Gott. Denken  wir an die Torte, es fehlt halt so viel beim Minus und wenn dieses  Minus jetzt noch  trotzig  wird und sich verschließt, Barrieren aufbaut, dann kann zwischen Plus und  Minus   kein  Feld  entstehen, kein Feld der Liebe. Liebe ist Energie, Liebe ist Magnetismus, der herrscht  nicht  nur  wie  im Weltall, der herrscht auch in deinen Körperzellen. In allen Körperzellen  ist  Plus  und Minus gestellt, selbst die Chakren sind im Plus und Minus aufgebaut,  erst  recht  im  Weltall  und  in  der Physik der göttlichen Urordnung.

Das Plus Gottes will sich mitteilen. Jetzt kann der Empfänger, das ist das Minus, sich dagegen verschließen. Weshalb tut er dies ? Warum verschließt sich ein Wesen gegen den  Einfluß des Plus ?  Warum werdet ihr nichts mehr essen ?  Wenn ihr satt seid !  Wenn ein  Individuum  als Minus gesättigt ist, kann es nichts  aufnehmen.  Daher  kann  nichts  entstehen.  Aber  in  dem Moment, wo Hunger besteht, da kann dann vom Plus ein Strom zum Minus fließen.  Das  Minus nimmt ihn an, es will sich ja füllen. Es will sich aufsaugen, es erleben,  es  ist  hungrig  geworden.  Wenn wir lauter gesättigte Minusse wären, könnt  ihr  heimgehen. Dann  müßte  ich nicht weiterreden, aber ich sehe es an euren Augen, es gibt da ein Minus, ihr wollt  euch  auffüllen, aufsaugen wollt ihr die Kraft der Liebe Gottes, sonst kämen wir nicht  zusammen. Das Schöne ist, ich bin auch mitten unter euch. Ich bin kein  Bevorzugter  oder  Auserwählter. Ich brauche euch auch, weil ich eure Odkraft brauche,  damit der Schwung der Liebe kommt  und Jesus gegenwärtig ist. Wenn das Minus es annimmt, was von Gott kommt, dann natürlich   reflektiert es auch. Die Reflektion ist das Gebet oder unser  Dank-Sagen. Dann  entsteht  dieser Stromkreis. Jetzt müssen wir es nur fließen lassen.Da wird einer sagen, wir sollen doch auf die  anderen Minusse ausstrahlen, die sogenannte  Nächstenliebe  können  wir  doch  nicht  in  den Schatten stellen. Wenn ihr das tut, euer Minus strahlt ab,dann werdet ihr als Minus nicht  mehr  empfangsbereit sein können. Ihr werdet euch zerstreut haben. Aber was ist  mit  den  Geboten: Liebe Gott über alles und den Nächsten  wie  dich  selbst ? Stimmt, aber der Nächste  ist  Plus.

Wenn ihr den Nächsten nur als Minus liebt, wie er Kreatur ist und auch Geschaffenheit,  dann liebt ihr Gott nicht über alles, den Nächsten auch  nicht. Emanuel   Swedenborg  durfte in  der Wahren christlichen Religion“ sagen: Der Nächste ist nicht das Individuum,  der  Nächste  ist die Präsens göttlicher Liebe und Weisheit im anderen. Die Gegenwart Gottes  im  anderen  ist der Nächste.  Sonst könnten wir ja genauso humanitär handeln wie der  Staat, dabei  bringt  er aber das eigene Volk um. Wo die Volksliebe erlischt, kann die Gottesliebe nicht sein. Wer einmal die Nächstenliebe-Lehre Swedenborgs liest,  der wird darin die Graduierung der Liebe sehen. Wer die Liebe zu seinem Vaterland verloren hat, der kann auch Gott  nicht   mehr  lieben. Es ist ein Gesetz. Gestern habe  ich euch  gesagt  wie  die  Europäer  und  Juden  denken  und philosophieren, nämlich in der Farbe Gelb in der Aura. Aber die  Moslems  sind  in  der  Farbe Rot, wenn sie denken, weil sie aus der Lust und Leidenschaft denken, aus  ihrer  Euphorie,  ja dies sind Gründe, daß wir uns eben in Völker zusammengesellen. Völker  und  Staaten  haben nicht die Menschen gemacht, im Gegenteil, heute würde man die Völker und Staaten in  einen Topf werfen und dabei würde man die Auren der Seelen der einzelnen Wesen zerknittern. Das kann nicht sein. Es ist eine göttliche Ordnung, das wir in Deutschland geboren sind und andere woanders geboren sind. Dies ist kein Zufall, sondern ein langer Schicksalsweg,  den die Seele vorgeburtlich angetreten hat. Sie hat Vater und Mutter gewählt, weil dort ihr höchstes Seelen-potential  zugrunde liegt. Von den Früchten sollen wir uns  nähren,  der  uns  der  Boden  gibt.

Das war schon immer das Gesetz der Bodenmäßigkeit bei den Alten.  Und  es hätten  sich  die Urväter nicht so lange am Leben halten können. Die Väter haben lange leben können, weil sie auf dem rechten Boden standen. Erst die Sünde hat uns auseinandergetrieben und hat die Sprachen in Babylon verwirrt. Es war das Auseinandertreten nach menschlichem Wollen, ohne die Gesetze Gottes zu beachten. Wir sollen unsere Lebenskraft nicht vergeuden und zerstreuen in einer menschlichen Liebe, sondern wir sollen sie fließen lassen in einer  göttlichen  Liebe. Die göttliche Liebe gibt euch die Kräfte, dem Nächsten wahrhaft  zu  lieben,  ohne  Absicht, ohne Ziel. Gott liebt durch euch ohne Absicht und Ziel, es sei denn das Ziel der Vollendung Gottes, das eine Herde werde und ein Hirte. Wir haben es in der Christenheit wie in anderen Religionen bewiesen, wir haben die eine Herde nicht erreicht, weil wir uns in unserer Liebe zerstreuten und die eine Herde nicht sind, die wir anstreben sollen, die uns Meister Eckehart verkünden durfte. Ihr sollt eins werden in euerer Seele mit Gott, dem Vater. Die  Einheit  der  Seele,   die Uno Mystika, das ist unser Ziel, dort ist die eine Herde. Wer die eine Herde woanders auf  Erden erwartet, der wird nur enttäuscht werden. Gott sei dank, enttäuscht werden.  Wir  müssen enttäuscht werden, damit wir endlich das Licht schauen. Die Enttäuschung muß weg, alles Flammenlicht einer menschlichen Philosophie. Die menschliche Meinung  muß  wegfallen,  damit das Licht Gottes gegenwärtig sein kann. Der göttliche Wille ist  darauf  ausgerichtet, dass wir eins werden mit dem Vater, das ist unser Zielpunkt. Wenn wir eins mit dem Vater werden wollen, können wir es nur in der reinen Liebe zum Vater werden, den wir in jedem Menschen sehen, ohne Ausnahme, ohne Unterschied der Rasse und Zugehörigkeit . Denn alle Menschen kommen aus dem Zentrum Meines Herzens, spricht der Herr. Wenn alle Herzenskinder Gottes sind, dann ist es die höchste Pflicht dieser Herzenskinder, im Innersten ihrer Abstammung Gott zu lieben. Der Herr geht durch Lorber so weit, daß Er sagt, wer den  anderen  liebt  wie  einen kleinen Gott neben Mir, für den ist alle Verwesung zu Ende.  Der geht nicht mehr in eine Verwesung, sondern in eine Verklärung über.  Verwesung   ist  nichts  anderes, als  daß  sich  die  Seelensubstanzen auflösen und in anderer Weise sich wieder  materiell  binden  müssen.  Dies wollen wir Reinkarnation nennen. Denkt an die beiden Spiralen. Wir haben nur zwei Möglichkeiten, entweder die Verwandlung in Christum , in den Leib Christi,  oder die Materialisation, in der Bindung der Sechs. Wir können  uns  auf  beiden  Entscheidungsebenen  natürlich  Zeit lassen. Wir können sagen, na ja, das lassen wir laufen, legen die Händchen in den Schoß, der Vater wird`s schon machen. Mit dieser Einstellung können wir dies auch  tun,  dann  sind wir aber die Lauen, von denen Jesus spricht, daß Er sie aus Seinem  Munde  speien  werde. Dem lieben Gott ist es lieber, ihr baut aus euren Ideen , Gedanken  und  Willensregungen  Materie, als daß ihr euch schön flach bettet und auf den Einfluß des Heiligen Geistes wartet. Denn die Materie zwingt euch wieder, die ist der Stachel in der Seele. Die treibt euch hoch, denn in  jedem Augenblick verspürt ihr Schmerz, spürt ihr den Klammergriff des Todes. Da reißt man sich immer hoch, „da mach ich nimmer mit !“ Wer will freiwillig noch  einmal  in  die  Materie hinein ? Wer will noch einmal ein Leben in Zwang , Niedertracht und allem möglichen  Ungemach durchleben ?  Ja selbst wenn er ein schönes Schlößchen im Grünen hat, selbst dann ist das Teufelsleben  im Verhältnis zum Erden-Leben - so spricht der Herr durch Jakob Lorber viel, viel schöner. Kein Teufel, spricht der Herr, will noch einmal Mensch werden, denn er hält seine Freiheit sehr hoch. Die denken nicht daran, noch einmal  herzukommen. Kein Teufel schert sich um die Erdenwelt und nützen nicht die Lose aus, die uns Gott in den Schoß gelegt hat, die köstlichen Lose der göttlichen Wiedergeburt.

Ach, da gibt es die seelische, die geistige, die himmlische und  jetzt  auch  noch die göttliche Wiedergeburt? Ja, Jesus von Nazareth hat uns diese Geburt vorgezeigt. Sie endet nicht mit der Kreuzigung. Da war nur der Weg als Mensch vollbracht. Sie endet mit  der totalen  Vergeistigung des physischen Körpers. Es war nur noch das Leintuch da, in das man den Leichnam eingewickelt hatte. Alles andere verwandelte sich in Gottnatur, wie Eckehart von Hochheim sagt.

Man denkt da sehr natürlich, wenn man sich die Gottnatur in menschlicher  Sinnenweise  vorstellt. Gottnatur ist etwas Unantastbares, Unverständliches für uns heute, weil wir noch in der Materie gebannt sind, können wir das nicht verstehen. Jetzt haben wir also einmal gehört, dass der Weg Gottes zu Seinen Geschöpfen ein  immerwährender  Kreislauf  des  Lebens  ist. Gott gibt uns immer wieder Sein Leben in der göttlichen Güte. Er schenkt uns die ganze Wesenheit Seiner Persönlichkeit. Wer das nicht glauben kann, der möchte einmal das Vater-Unser beten.

Hierin liegt die Formel: „Vater unser bist DU, Dein Name werde geheiligt.“

Dasein heißt, zeitlich und räumlich im Jetzt sein.

Wenn wir zeitlich fortlaufen, sollten  wir  auf unseren Atem achten,  sonst  sind  wir  nicht  im  Dasein.  Jetzt  atme  ich,  fühle wie  dein  Atem  durch die Nase einflutet. Wir können auch die Nasenlöcher abwechselnd zuhalten, um entweder die rechte oder  linke Gehirnhälfte zu  beleben. Das belebt die beiden Gehirn-Hemisphären  und  bringt  sie  in  gewissem  Gleichchwung.

Mit der Atemtechnik halten wir uns in  der Gegenwart.

Wie bleiben wir im Raum ?  Schauen wir uns alle Ecken des Raumes an. Es gibt acht Eckpunkte. Acht ist die Zahl der Auflösung, aber auch die Zahl der Bindung. Wenn wir räumlich gebunden sein wollen, sollen wir uns alle 8 Eckpunkte anschauen. Sie sind Ankerpunkte unseres Gesichtskreises. Schauen wir sie uns an und schließen die Augen, in die Meditation fallen und der Gedanke fließt aus dem Raum heraus,  zu dem Ort meiner Liebe, am  Urlaubsort, dann bleibt mein Körper hier, doch meine Seele ist am  Urlaubsort.  

Wenn  wir  örtlich  dableiben  wollen, müssen wir uns zwingen.Nur der Mensch selbst hat das Recht, sich zu zwingen, niemand anderes darf dies. Laßt euch keinen Zwang gefallen. Zwingt euch dazubleiben, indem ihr die 8 Eckpunkte fixiert. Mit dieser Fixierung bleibt ihr im Raum, denn dadurch habt ihr den Ort begrenzt und könnt nimmer weg.  

Was ist eine göttliche Zulassung ?  

Wenn das Energiefeld zwischen Gott und Kind nicht  aufgebaut  werden  kann,  dann  hat  der liebe Gott noch  Sicherungen angebracht, damit  wir  mit unserem Leben nicht verloren gehen.

Diese Sicherungen sind Seine göttliche Vorsehung und Seine göttliche Zulassung, die auch zur Vorsehung gehört. Gott läßt etwas in Seinem  Willensbereich zu.  Wenn  Gott  allmächtig  ist, dann muß der göttliche Wille überall existent,  nirgends  abwesend  sein, sonst  wäre es  keine Allmacht. Das widerspricht unserer Vernunft, denn wenn wir in  die  Welt  hinausblicken,  geschehen Dinge, die Gott nicht will. Das wissen wir  aus  Seinem  Wort  und  Gesetz  oder  wir glauben es zu wissen  und meinen, es kann doch nicht stimmen.  Ist Gott  ohnmächtig  geworden, riefen die Propheten. „Herr schläfst Du“, haben die  Jünger  im  Boot  geschrieen  als  ein Sturm aufkam. Nur Johannes blieb in seiner gleichen Ruhe, denn er wußte es  aus  seiner  Sabbatfeier, daß Jesus von dem Sturm weiß und er wußte es aus seiner Intuition, daß Jesus  sogar den Sturm wollte, damit die Jünger erfahrener werden. Die Erfahrung läßt die  göttliche  Ordnung eines Wollens in eine Zulassung hineingleiten,  damit  wir  nicht  selbst  einschlafen.  Der   liebe Gott läßt immer etwas in unserer Umwelt klingeln und bimmeln, damit wir  munter  bleiben. Der göttliche Wille ist ein gerader Weg. Seine Kinder hat  Er  freigesetzt.  Sie  wurden  auf  dieser Laufbahn ausgeboren und sollen auf das gerade Ziel zugehen, das ja wieder  in  die  Unendlichkeit,  in die Herzmitte des Vaters trifft. Schon Einstein stellte fest, daß wir auf einer geraden Linie, die in das Unendliche zeigt, wieder zum Ausgangspunkt  zurückkehren. Der Ausgangspunkt ist Gott. Jetzt sind wir eingeschleust worden in dieses göttliche  Leben, haben den Willen natürlich angenommen. Aber der geniale Plan Gottes war, daß Er uns den freien Willen gegeben hat, der in seiner Freiheit anders wollen kann als   Gott  will.  Geschieht  es,  daß  der Mensch nicht in der göttlichen Ordnung will,  nicht in der göttlichen Ordnungslinie aus irgendwelchen Gründen bleibt und sagt, na ja, ich zweige mal ab, werde sehen, was daraus  wird, so muß ihn Gott sichern, sonst würde das Kind in  einen  grundlosen  Abgrund  stürzen  und  nie mehr zu sich selbst finden.  Damit das nicht geschieht, hat der liebe Gott  eine  Quadratur  geschaffen. Im Horoskop  sind  eine  Quadratur,  eine  Opposition , Hemmungen,  unseren  freien Willen bändigen, im Korsett des Lebensschicksals. Unser Schicksal ist ein Korsett, in  das  wir hineingezwungen werden. Wir haben nur einen Weg offen, den Weg  nach  innen.  Dieses  Geschöpf, das nun in die Begrenzung seines Wollens hineingezwungen wurde, soll wieder auf die Grundlinie der göttlichen Ordnung zurückkehren. Die Zulassung Gottes ist ein feines  inneres/ äußeres Umstandsgeschehen, das uns wieder auf die Ordnungslinie bringen soll. Da wird einer sagen, daß der liebe Gott sicher nicht seine Nachbarin kenne, die sei ganz arg, die geht ja von einer Quadratur auf die andere, die andere sei  noch  böser.  Das  gibt  es, denn die  Zulassung kennt keine Grenzen. Oder doch ? Die Grenze für  jede  Zulassung  ist  das  Gericht.  Die  Zulassung kann solange anhalten, bis das göttliche Gericht einsetzt. Dann  atmen  die  Propheten auf  und sagen:  Jetzt geschieht es euch recht,  jetzt ist Jehova endlich  erwacht,  jetzt  kommt endlich das Weltende, ich freue mich schon darauf. Doch der Bursche war  selbst  noch  in  so viele Quadraturen, daß er uns Leid tun sollte, daß er den Untergang heraufbeschwören wollte.

Hütet euch vor Propheten, die können die Schlimmsten sein.

Die letzte Barriere, die Gott setzt, macht es unmöglich, den Willen  freizusetzen.  Da  gibt  es einen endgültigen Schlußpunkt. Ihn nennt man das Gericht. Da können manche Menschen viel tun, denkt an Napoleon oder Hitler. Denken wir an die eigenen Episoden der Jugendzeit.  Da haben wir auch vieles bis zu einem gewissen Punkt tun dürfen, bis es auf einmal  aus  war. Da haben wir uns auf den Kopf stellen können, es lief nichts mehr. Es war  alles  ausgestellt.  Das Ausstellen war das Gericht.  

Zulassungen werden von Schicksalsschlägen eingesäumt, die schmerzlich sind. Es sind   Leiderfahrungen, Versuchungen in allen Bereichen. Da läßt es der liebe Gott zu, daß sich ein Teil unserer Seele als Volk erhebt. Diese Erhebungen als feindliches Volk spüren wir, es entstehen Zweifel über das Gelesene, die falschen Geister unserer Seele  bäumen  sich  auf,  wollen  das göttliche Wort nicht mehr ganz akzeptieren, im Denken, im Verständnis. Es bäumen sich  unsere Willensgeister auf und wollen nicht mehr den göttlichen Willen befolgen, das Gesetz und die Handlung nach der Tat. Dieses Aufbäumen sind die  Versuchungen.  Gott  führt aber  niemand in  Versuchung. Der Mensch selbst, mit seinem  Anteil  an  gottfernem  Bösen und  Falschen , wird von den eigenen Teufelchen, die  aus  seinem  Denken  und  Wollen  entstanden sind,  in Versuchung geführt. In den Himmlischen Geheimnissen sagt uns der Herr durch Swedenborg im Band „Neues Jerusalem“ im Abschnitt „Versuchungen“ : „Und kein Mensch wird wiedergeboren, wenn nicht Versuchungen auf ihn zugekommen sind.“  Alle Versuchungen sind ein notwendiges Reinigungsmittel  für unsere Vollendung. Wer mit seinen negativen Aspekten seiner Seele keine Auseinandersetzung hat, kann nicht mit Gott verbunden werden. Das  Gute und Wahre kann sich nur in einer lauteren Seele verbinden. Auch  in den östlichen  Religionen hat die Seele ihren Kampf in den ersten , untersten Lebenszentren zu bestehen.

Wenn wir einen Partner haben, können wir die totale Hingabe an Gott besser üben. Wo gerade die höchste Wonne eines Sexualaktes auf einen zurollt, uns überfällt, sollte es uns gelingen, die Kräfte der Liebe zu sublimieren und über den  Verschluß des Herzens wahrzunehmen. Dann können wir erfahren, was hinter der Liebe alles steckt. Der Sexus wäre nie so abgewertet worden, hätte man den Eros der Liebe ganz erfassen können.  Der  Sexus  wäre  nie  so  verteufelt worden, er wäre nie so zu einer Massenshow geworden.

Es kann nie eine echte Liebe zu Gott entstehen, wenn es nur eine Liebe zu einem anderen Menschen , zum Sexus, zum anderen Geschlecht ist. Eine Sexualliebe ist nicht nur auf einen Partner ausgerichtet. Eine eheliche Liebe richtet sich aber immer nur  auf  einen  Partner  des  anderen Geschlechtes. Das ist der Unterschied. Hier scheiden sich Hölle und  Himmel.  Wie  weit  sich diese reine Liebe öffnet, bleibt den beiden überlassen. Wenn sie in  der  reinen ehelichen Liebe sind,  wird selbst die Niedrigkeit durch die Gegenwart Gottes gesegnet, auch wenn kein Kind gezeugt wird.  Da blüht ein Feuer in unserer Seele auf,  es ist die Sublimierung, der Übergang der köperlich-seelischen in die geistige Liebe.  Das ist die Erhöhung des  Sexualtriebes  in  die höheren Gefilde einer Erosliebe oder Agape, die höchste Liebe in der  Hingabe an Gott. Man muß auch bedenken, was dies bedeutet. Emanuel Swedenborg war in seinen  Aussprüchen so dezent, er sagt, ich darf´s euch gar nicht sagen. Jesus hat verboten, euch zu sagen, was die Geschlechtsteile im Entsprechungssinn eigentlich bedeuten. Weil wir so sehr sinnlich denken, uns durch unsere Sinne leiten lassen, können wir die Heiligkeit dieser Bereiche nicht erkennen.

Es muß erst die Zeit reifen, bevor uns der Schleier weiter gelüftet wird.

Für Menschen, die hier nicht in der Dualität leben können,  gibt  es  die  Dualität  des  Geistes.

Hierzu hat jeder Zugang und wird in dieser Liebe gestärkt. Denn es gibt  auf  der Erde kaum noch ein Dualpaar. Diese Zeiten sind vorbei. Mann und Frau haben sich voneinander so weit entfernt, daß eine Dualbegegnung kaum noch möglich ist. Damals in der Urzeit, von Noah bis zu Abraham, war es fast Gesetz, die ersten zehn Stammväter waren mit ihren Dualen verbunden. Sie konnten gar keinen anderen Partner nehmen.

Nach der göttlichen Vorsehung sollen Mann und  Frau  wieder  zu  einem  Körper  verbunden werden, schon hier auf Erden im Geiste. Dies ist auch des  Rätsels Lösung. Was heißt es im Geiste verbunden werden ? Der göttliche Geist ist im Menschen in Weisheits-  und  Liebegeist getrennt.  Wir haben einen Geist der Weiblichkeit in uns, der mit dem Zeichen des Mondes bezeichnet wird mit dem Sitz im Stirnchakra, und wir haben einen Geist der Männlichkeit in uns, der als Sonne bezeichnet wird  und seinen Sitz im Herzen hat. Wer in den  Zustand  des  Paradieses kommt (2. Himmel) und nicht höher, dem wird nur hier die Herrschaft des Mondgeistes eingreifen können. Kommt jemand in diesen Zustand, dem wird  die  göttliche  Sonne  erscheinen und in ihr der Mond. Im 3. Zustand der Natürlichkeit des Menschen verdrängen die Sterne seiner Erkenntnisse aus der Schrift oder das Gottwort das  nächtliche  Licht,  den  nächtlichen Schatten , die nächtliche Finsternis. Licht bekommen wir also nur immer wieder von Gott und durch Seinem Geist. Je tiefer und weiter wir von Gott entfernt sind,  desto verteilter ist dieses Licht. In den Naturzuständen, Mittelreich, Glaubensreich, in den unteren Erdringen, begegnen wir nur einem Sternenhimmel. Wer aufmerksam die Jenseitswerke von Jakob Lorber liest, Robert Blum u.a., der sein Jenseits sieht und sagt, jetzt sehe ich  wieder den gestirnten Himmel, dann befindet er sich im Zustand des 1. Grades des  natürlichen  Himmels,  den  wir  auch  das geistige Reich nennen oder das Zwischen- oder das Mittelreich in seiner höheren Form, in der schon Gläubigkeit vorhanden sein muß. Wenn er dann ein herrliches paradiesisches Land  sieht und eine Sonne, die aber nur einen silbrigen Glanz hat, dann ist er im Paradies.  Erst  wenn  er die Sonne sieht, 45 Grad im Morgen,  dann ist er im Himmel Nr. 1. Wer diese  Sonne in sich nicht geweckt hat, der hat drüben , wenn er nicht mehr in den geistigen Ringen  der  Erde  ist, keine Chance, in den 1. Himmel  erhoben zu werden. Diese Inwohnerschaft des Geistes, den ich Urichgeist nenne, auch Lorber sagt Urich, muß in der  Seele real sein, sonst hat der Mensch zum 1. Himmel keinen Zugang. Er hat keinen Zugang, weil der Urichgeist in ihm nicht geweckt worden ist.

Wie kommt der Urichgeist zu uns ? Wie kann der Mensch dieses  Geistes  teilhaftig  werden ?

Ich möchte sagen, daß jeder Mensch, der nach Jesus Christus hier auf  Erden  geboren  wurde, die Liebeskraft Gottes von der  Mutter  Erde  bekommt.  In  Gethsemane hat Jesus Christus Blut geschwitzt , bei der Geißelung lief sein Blut auf die Erde, das Blut, das  Er bei der  Kreuzigung verloren hat, ist  von der  Mutter  Erde  aufgesogen  worden. Jeder, der hier inkarniert wird, bekommt von diesem Erdboden die absorbierte Liebeskraft,  sobald  er die Erde berührt.

Die Mutter Erde darf die Liebeskraft nicht für sich behalten. Das Blut Christi ist rot. Es hat die Erde rot gefärbt. Dieses Blut steigt in uns auf, wenn wir hier geboren werden, diese  Erde  betreten. Aber es kann nur aktiv werden, wenn wir es wünschen, wenn  in  uns  ein  Wunsch  erwacht,  ach Du lieber Gott, von Dir hört man so viel, man sieht  Dich  aber  nicht,  man  spürt Dich nicht, doch in meinem Herzen ist eine Sehnsucht, ich möchte Dir einmal begegnen, so begegnen, wie ich einem Menschen begegne. Wenn diese Sehnsucht  nach  Gott  erwacht,  dann verwandelt sich dieses Blut im Menschen. Das Lebensbläschen im Herzen des Menschen wird dann belebt, der in diesem Bläschen befindliche positive Geist wird erweckt. Denn das im Bläschen aufsteigende Blut wird von dem Geist im Bläschen absorbiert. Es wird vom Blutstropfen gerötet.   Wie  sich  eine  Rose  durch  einen  geträufelten  Blutstropfen  rötet,  so  wird  unser Herzzentrum durch das absorbierte  Blut geweckt. Dies ist  nach  Jakob  Lorber  der  Tag  der Eingeburt. Eckehart von Hochheim sagt: „Im Zuge der Eingeburt Gottes werde ich der gleiche Sohn wie Jesus Christus. Was  über Jesus Christus ausgesagt wird, vollzieht sich auch in  meiner Seele. Damit wurde Eckehart zum Ketzer. Nur deshalb, weil man ihn nicht verstanden hat.

Dieses große Wunder der Blutsgeburt Jesus Christi in unserer Seele  hat  der  Böhme-Schüler, Novalis in den „Hymnen an die Nacht“  niedergeschrieben. Nur wenige kennen das  Geheimnis  von  Fleisch  und  Blut. Dieses Geheimnis der Gegenwart Gottes in seinem Blute. Dieses große Blutwunder, das Er an uns im Heiligen Abendmahl vollzieht, ist wie eine Heilige Messe. Ecke-hart geht so weit, daß er sagt, daß derjenige wie eine Sonne leuchtet, wenn er dieses  Mal  nur einmal mehr genossen hat wie ein anderer. So groß ist der Unterschied. Wir dürfen dabei aber nicht an das äußere Abendmahl denken, das wir in der Kirche einnehmen. Dieses hat Eckehart nicht gemeint. Er hat vielmehr gemeint, daß wir das Fleisch und das  Blut  in  unserem  Geiste  zulassen.  Dieses  Wunder meint Er, die Verwirklichung in unserem Herzen. Das göttliche Urich  mit  Seiner  Liebesidee, die Er von mir hatte, als ich noch nicht war, verwirklicht  sich  in meinem   Herzen.   Diesen   Liebesgedanken  hatte  unser  himmlischer  Vater   in   Göttlicher Kurzweil, bevor  du noch  ein  Schöpfungsgedanke warst. Diese Liebe , die Liebe der Urliebe Gottes ergießt sich nun in dein Herz.

Erst dann haben wir die Chance, den 1. Himmel zu erreichen. Gott läßt sich nicht mehr wallen. Er hatte einen Teil Seiner Wesenheit, Seiner Substanz, Seines Blutes in uns  eingegossen . Darum hat ja die Kirche das Hauptgewicht darauf gelegt, aber nur in einem  äußeren  Ritual.  Sie vergaß das innere Wertmaß. Wenn Swedenborg sagt, daß die  Göttliche  Vorsehung  zur  Absicht hat, daß der Mensch die höchste Vollendung mit Gott erreiche, dann heißt dies nichts anderes, als daß der Herr Selbst im Menschen Mensch werden muß. Gott muß Selbst  in uns wieder Mensch werden. Wenn das geschieht, vollzieht sich das große  Wunder  Seiner neuer-lichen Menschwerdung. Alle  Menschen,  die  nach  der  Himmelfahrt  von  Jesus Christus hier auf Erden leben, sind von diesem Wunder nicht ausgeschlossen. Es hat jeder dazu Zugang.  Dafür dürfen wir leben, dies ist die göttliche Vorsehung.

Nun weiß aber der liebe Gott, daß eben die Menschen  in  diesem  kurzen  Leben  nicht  fähig sind, die Sehnsucht der Liebe so weit zu wecken, daß der Mensch dieses Ziel der Vereinigung erreicht. Deshalb hat  der  liebe  Gott  noch  etwas  getroffen.  Er hat  für uns bereits die Vorsehung gegeben. In der Vorsehung ist das Ziel die Vollendung, die mit der Zahl  7  dargestellt wird. Diese Vollendung wird auch die geistige Wiedergeburt genannt. Die Vorhersehung Gottes hat zusätzlich die Silbe „her“. Die Silbe „her“ steht für Herr. Wenn es uns nicht gelingt, das Ziel der göttlichen Vorsehung zu erfüllen, der kann  noch  erbitten,  daß  der  Herr  in ihm die Vorsehung wirkt. Dann geschieht es.  Er selbst sieht ja voraus, daß der  Mensch  es  ohne  Ihn nicht erreichen kann. Darum kommt Er als Herr zu uns als Sein Wort und bringt uns die Gaben des Heiligen Geistes. Göttliche Liebe und Weisheit verbinden sich  in  uns  beim  Lesen  Seines Wortes. Das ist das Phänomen. Dann erschließt sich ein Innenbereich der göttlichen Wesenheit.

Betrachten wir uns den Verstand mit seinen beiden Hemisphären und seinem  Ichgefühl  sowie unser Herz . Wenn wir das Wort Gottes nun hören, das A und das O, dann  steht  Er  dahinter und inmitten des Wortes Gott mit Seiner  Sonne. Im  Buchstaben des Wortes ist Er mit Seiner  ganzen Fülle vorhanden. Der Geist Seiner Liebe und  Weisheit  ist  in  jedem  Pünktchen  und  Häkchen und jeder Rundung eines Buchstabens voll gegenwärtig.  Aber  Er  ist  gehüllt.  Man  kann sagen, daß der Geist Gottes von der Hülle des Buchstabens eingeschlossen ist. Der Buchstabe bildet eine Begrenzung. Aber in ihm liegt  der Geist der ganzen Gegenwart Gottes.  Dieser Geist darf nicht aktiv werden, solange wir nicht in uns einen gewissen Eros  der  Liebe  zu einem persönlichen Vatergott entwickelt haben. Wenn das nicht  geschieht,  dann  können  wir das Wort Gottes so oft lesen wie wir wollen, es wird mit diesem Geist  nichts  geschehen. Wir lesen über das Wort hinweg, wir verstehen die Schrift, wir können sie auswendig wissen, doch der inwendige Geist kommt daraus nicht zum Strahlen.

Swedenborg konnte das im Jenseits erleben. Im Jenseits hatten sich Theologen versammelt, die vor kurzem gestorben waren. Sie waren aber alle  rein.  Sie  hatten  Gott  im  irdischen  Leben wirklich geliebt, den Nächsten geliebt, die 10 Gebote gehalten. Sie wurden zu einem Konzilium eingeladen. Es wurde ein göttliches Wort  auf den Tisch gelegt,  irgendein  Wort  aus  Seinem göttlichen Kundgaben. Alle saßen um den Tisch herum. Sie erhielten den Auftrag, ihre Augen auf das Wort zu richten. Sie blickten alle auf das Wort mit zu  Gott  erweckter  Liebe  in ihren Herzen und siehe da, dieses Wort erstrahlte wie eine Sonne. Swedenborg war  anwesend  und er schilderte dieses Ereignis in den Zusätzen  der  „Wahren  christlichen  Religion“.  Und dann forderte Swedenborg die Teilnemer im Namen von Jesus auf, das Wort aus  ihren Dogmen heraus, aus ihrer religiöser Gläubigkeit heraus zu lesen. Sie taten es, doch diesmal blieb das Wort dunkel und schwarz. In dem Augenblick, in dem wir die Liebe  zu  Jesus  ausschalten,  ist  das Wort dunkel und schwarz. und wir können darin nicht den tieferen Sinn erkennen. Das ist das Hindernis, das so viele Sekten und Gemeinschaften nicht überwinden können, wenn sie das Wort Gottes lesen, weil sie die Liebe von  Jesus  Christus  nicht  erleuchtet.  Ihr Herzzentrum bleibt verschlossen, ihr Erkenntnisvermögen öffnet sich nicht, weil sich zum Herzen kein Kontakt bildet. Die Informationen des Gottwortes bleiben nur Produkte und Einspeicherungen in ihrem Gehirn. Wenn wir aber das Gottwort mit Liebeerweckung zu Jesus lesen, wenn wir eine persönliche Liebe zu Jesus Christus so erweckt haben, daß wir sagen, ich  möchte  Ihn  umarmen, wenn Er mich schon geschaffen hat. Dann passiert es, daß das Wort wohl auch in das Gehirn einfließt,  aber bei einem Liebeerweckten auch im  Herzen  entflammt wird.  Dann  bildet sich vom Herzen zum Verstand eine Brücke, sodaß das Gottwort erstrahlt und ihn erleuchtet.

Die Sonne Gottes scheint !  Das Wort, das auf dem Tisch unseres Herzens liegt, wird die Finsternis vertreiben und das Licht wird gegenwärtig sein, das war auch  der  Satz,  mit  dem  Johannes das Evangelium einleitet: „Und das Licht kam in die Finsternis und die Finsternis hat es nicht begriffen.“  Das ist das Übel. Es sollte aber unser Wunsch sein, daß wir das Wort wirklich erleben können.

Das erste Wort, das Gott zu uns spricht, ist Sein Name. Sein Name aber heißt Menschsein. Im Namen Jehova liegt eigentlich nichts anderes als der Name Mensch. ... Der Mensch ist mit dem Wurzelzentrum mit der Mutter Erde verwurzelt und kann von ihr alle Energien empfangen, die wir umwandeln dürfen.

Wir dürfen auch aus dem Blut Jesu Christi unser menschliches Leben formen lassen, von  Ihm, vom  Vater  zur Erweckung unserer Seele, unseres Geistes und unseres Körpers. Das ist die Vorsehung.

Mensch ist der Herr allein. Der Herr hat allein das Recht, Mensch zu sein. Doch  dieser  Herr, der unsere Fehler und Schwächen voraussieht, bewirkt, daß die Vorsehung in der Zahl  7 vollendet  wird, daß wir Vollendete werden. Wenn wir die Schöpfungsgeschichte lesen, also die sieben Schöpfungstage,  so lesen wir die 7 Stufen unserer menschlichen  Wiedergeburt.  Dort wird nichts anderes beschrieben, wie ihr in Jakob Lorber  und  Swedenborg  nachlesen  könnt.

Swedenborg erklärt in den ersten Paragraphen seiner Himmlischen Geheimnisse die  7  Schöpfungstage im Kurzabriß, sie bedeuten die 7 Stufen der Vollendung. Nur Wenige können sie hier auf Erden erreichen. Aber in Ewigkeit geht es fort und fort, d.h. jede Seele wird in der Ewigkeit von Jesus Christus an die  Hand  genommen,  damit  Seine  göttliche  Vorhersehung die Mißgriffe und kleinen Fehler, die wir auf Erden begangen haben, wieder  in  rechte   Ordnung rücken und dadurch ein Offenbarungs- und ein Empfangsbehälter für göttliche Liebe und Weisheit werden.  

Dia-Abend  

Wir sehen ein Dia mit einer Samenflüssigkeit, in der ca. 3 Mio. Spermien schwimmen. Es sind männliche Keimzellen. Ein Same verbindet sich mit dem Kern einer Eizelle. Nach dem Eindringen kapselt sich die Eizelle ab. Ein Mensch ist entstanden. An ein Samenfädchen hat sich  ein Seelchen gehängt und ist mit dem Samen in das Ei gedrungen, damit  in  das  Leben  hineingetragen worden.

Die befruchtete Eizelle enthält mütterliches und väterliches Erbgut. Das Geschlecht, das  Aussehen, die Veranlagung wird nun endgültig festgelegt. Es muß schon eine vorgeburtliche  Planung gewesen sein, ehe die Bindung überhaupt geschah.

Nach 24 h hat sich die Eizelle einmal geteilt. Die Spaltung setzt sich  schnell  fort.  Jeder  baut sich sofort eine Dualität auf. In diesem Zustand  sammeln sich viele  rote  Blutkörperchen  um das Ei, um es zu beleben und mit Leben zu versorgen. Steht eine Eizelle nicht in der  Plus- und Minus- Polarität,  wenn es abstirbt im wilden,  unkontrollierten  Fall, so  kann dies  auch  der  Beginn eines Krebsgeschwürs sein. Nur sind die Zellen  dann  so gestaltet,  daß   sie nicht  so  schön gleichförmig sind, sondern es entstehen Sichelzellen,  die die  Polarität  von  Plus  und  Minus nicht aubauen konnten. Die weißen Blutkörperchen versuchen dann,  die  Sichelzellen  aufzufressen.  

Albrecht Dürer.: Adam und Eva    

Der dargestellte Schlangenkopf , der eine Art Menschenkopf hat und uns  anschaut,  beinhaltet eine Ähnlichkeit mit Eva. Es zeigt uns einen Menschen, den Geist als Seele, die hohe Seele und die niedere Seele, die sich im Körper verwirklicht. Der Mensch mit  seinem  äußeren,  wißtümlichen Verstand wollte alles andere beherrschen. So soll es aber nicht sein. In  diesem  Bild  ist der Herr der Szene letztendlich die Schlange oder der sinnlich äußere Mensch oder die Niederseele. Die Niederseele beherrscht dieses ganze Bild. Das von Gott  gegebene  Goldpfund  liegt hier schon fast vergraben. „Ich gab euch ein Pfund, aber ihr dürft dieses Pfund nicht vergraben, sondern ihr müßt es beleben.“ Darum hält sich die Schlange  auch noch am Stamm des Baumes fest, um zu zeigen, daß sie den Baum kontrolliert. Der Baum entspricht dem menschlichen Gehirn mit deinen vielen Zellen. Da wird alles programmiert,  geplant  und in  die Tat  umgesetzt.

Der sinnliche Weltverstand  beherrscht also den Baum des Lebens oder den Baum  der Versuchung. Die Seele ist nur der Handlanger. Sie lebt von den Früchten und reicht sie  dem Geiste.

Der Geist in seiner Schwachheit, in seiner Blindheit und Unterwürfigkeit,  nimmt  die  Früchte an  und verfällt der Sünde. So war unser Lebenslauf, so hat sich unser Leben gestaltet.  

Marciano: Der vogelschnitzende Amor:

In diesem Bild können wir uns schon eigentlich selbst erkennen. Wen stellen die 3 Engel dar?

Du bist der Widerspenstling  selbst in deiner Seele. Die Seele ist widerspenstig  und  will  nicht gehorsam sein. Der Lebensbaum wird hier mit dem Messer des göttlichen Wortes beschnitten.

Es formt unseren Lebensbaum. Das will sich unsere Seele nicht gefallen  lassen.  Sie  will  frei sein und nach ihren Lüsten und Trieben leben. Dieses Wehren  wird  hier  so  richtig  lebendig dargestellt. Der große Engel schaut zu uns herunter und sagt, seht, so müssen die Geister Gottes , der Geist Gottes in euch muß dienend zuschauen. Was die Niederseele denkt und will, das wird dann eingetragen im Buch des Lebens. Es befindet sich im Gehirn des  Menschen  (Swedenborg) . Nichts geht davon verloren. Es enthält die Zeit  von  unserer  Menschwerdung  bis heute, das verschlossene Buch ist die Zukunft. Auf dieses Buch stützt sich der liebende Engel, der unseren Baum beschneidet, damit wir zur lebendigen Seele werden.  

Santo Poticelli: Pallas Athene bezwingt den Kentauren

Ein Engel Gottes bezwingt den Kentauren. Dieses Fabeltier ist unsere niedere Seele, die  noch halb Tier und halb Mensch ist. Der Engel packt uns beim  Schopf,   d.h.  beim   Scheitelchakra fließt er ein. Der Engel ist mit einem weißen Kleid und drei  Ringen  geschmückt.  Das  weiße Kleid zeigt an, daß der Engel von Gott gesandt worden ist,  um Geist, Seele und Körper einer neuen Welt zuzuführen. In einer Hand hält er eine Hellebarde, die mit Diamanten  geschmückt ist, dem Stein der göttlichen Weisheit, der Manifestation des göttlichen Lichtes im  Irdischen, das zu uns in der Farbe Blau kommt, um uns die oberen Zentren für die Bewußtheit Gottes zu öffnen. Das Seelenreich wird durch das Gewölbe dargestellt, das aus unbehauenen Steinen besteht. Der Kentaurer hält einen Bogen in Händen, er winkelt  seinen  Arm  ab. Es  ist  der  sog. Kindschaftswinkel, er ist bereit, die Kindschaft Gottes anzunehmen. In seinem Köcher  hat  er schon die Speere und Pfeile für den Kampf, den er gegen die niederen  Instinkte  führen  muß, gegen seine Lüste und Leidenschaften. Nicht um sie zu  töten. Der Pfeil entspricht in der  Entsprechungssprache der Wahrheit, der Bogen der Liebe.  Immer soll nur der Pfeil der Wahrheit aus der Liebe entwickelt werden.  Wenn wir  Worte  weitergeben,  sollen  sie  aus  der Liebe heraus quellen. Im Buddhismus gibt es auch eine Übung mit  dem  Bogenschießen.  Der Schütze muß lernen, mit verbundenen Augen das Ziel zu treffen. Hier haben wir  einen  Zaun, der den Hintergrund von dem Fordergrund trennt. Zäune bedeuten immer einen Übergang  in eine andere Welt oder Begrenzungen, Austritt aus der Begrenzung. Im Fordergrund sehen wir das irdische Leben und unseren Kampf mit den ringenden Engeln in uns. Der Glaube  an  den einen Gott, der in Jesus Christus in die Welt gekommen ist und am Kreuz Sein Leben für uns gegeben hat,  wird durch die gekreuzte Hellebarde ausgedrückt. Der Engel will  unsere  Seele vollenden. Wenn das geschehen ist, dann führt uns der große  Engel  als  Vollendete  zu  dem großen, lebendigen Wasser, von dem schon David spricht. Wir erleben  die  Überfahrt  in  das große Reich Gottes. Es wird ganz fein angedeutet mit dem Hügelland im Hintergrund.

Pallas Athene entstand aus dem Haupte von Zeus. Das Haupt wurde gespalten und daraus entstand Pallas Athene. Wenn wir Menschen fähig sind, unsere beiden  Hemisphären  des Gehirns in Ordnung zu bringen,  sodaß sie in einer echten Harmonie schwingen, dann spaltet sich unser Bewußtsein und daraus entsteht - mit Böhme gesagt -, die Jungfrau  Sophia, die  Jungfrau  der göttlichen Weisheit, die uns die Liebeskraft Gottes in die Seele bringt. Wir  werden  von  Gott gesegnet, wenn wir beim Hören des  Wortes  Gottes  im  Scheitelchakra  eine  Kraft  einfluten fühlen.  

Surrealismus:  

Es werden keine Naturformen gemalt, die von Gott in der Natur gestaltet worden sind. Wenn der Künstler diese Naturformen zerstört, erlischt die Symbolik. Es tritt an die Stelle der Symbolik die Virtuellität des Malers. , seine Seelenwelt wird in Bildern reflektiert.

Solange reale Formen vorherrschen, wird in Entsprechung gemalt. In dem Augenblick, in dem der Realismus vom Surrealismus abgelöst wird,  tritt die Seelenwelt in das Bild.  

Ph. O. Runge:  Lehrstunde der Nachtigall

Die Frau stellt einen überirdischen Engel dar, sichtbar gemacht  mit  den  durchsichtigen  Flügeln.. Der Engel mit den kompakteren Flügeln hat im Menschen schon eine  bestimmte  Funktion.

Was will uns der Maler mit der Lehrstunde der Nachtigall zeigen ?

Runge kommt aus der Holzschnittkunst. Darum gestaltet er oft einen geschnitzten  Außenrahmen und ein Binnenbild. Man soll mit dem Außenrahmen beginnen, damit man den Inhalt  des Binnenbildes dann lesen kann.  Von der verwendeten Lilie sagte Böhme, daß wir in der Zeit der Lilie leben, die uns die Engel Gottes wiederbringen.

Die Libelle, über das Wasser schwebend, läßt an Moses erinnern, wenn er sagt: „Und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.“ Die ersten Innewerdungen, die der Mensch aus göttlichen Erfahrungen bekommt, gleichen den Libellen. Sie sind noch so durchsichtig, sie schweben noch hin und her, so ruhelos, sie bleiben nicht, sondern sie  vergehen  sehr schnell. Es sind Innewerdungen, die noch nicht klar als solche erkannt werden. Man glaubt, sie  seien  noch  Eigenproduktionen. Erst im späteren Verlauf werden sie kompakter und bilden sich  zu  Rosen.  Rosen sind Gefühlserfahrungen, die schon stärker geworden sind und am Baume  des  Lebens  weiter wachsen.

Auf der anderen Seite steht die Lilie, eine Blume der Unschuld.  Daher  wurde  die  Maria  mit einer Lilie dargestellt, um die unbefleckte Empfängnis zu symbolisieren. Hier zeigt uns die Lilie an,  daß in uns langsam der Geist der Weisheit erwacht (Geburtsgeist). Er stammt aus der Mutter Satana. Er hat auch die Symbolgestalt des Mondes. Aus dieser Lilie wächst der Engel Gottes. Wir sehen 2 Engel Gottes. Der eine Engel Gottes wächst aus der Rose,  das  ist  das,  was aus unserer Liebe engelhaft wird, es ist noch nicht fähig, die Nachtigall zu bändigen. Die Liebe erhöht sich in ihrer Euphorie und ihren Wonnegefühlen , aber sie hat nicht die Kraft zu  bändigen. Die Weisheit Gottes, die aus der Lilie kommt, versteht die Nachtigall schon zu bezwingen und wir sehen,  sie lockt die Nachtigall und hat sie schon fest in den Händen. Aber sie  gibt ihr  die Freiheit. Dadurch wachsen Liebe  und  Weisheit  und  verbinden  sich  oben  im  Geäst. Im  Baumstrunk  einer Eiche  wird sie zu einem Minnesänger  Gottes.  So  sehen  wir,  Liebe  und  Weisheit arbeiten an der Vollendung des Menschen, das will uns Ph.O. Runge sagen. Er nennt das Ganze das Lied der Nachtigall.

Im Binnenbild sehen wir den großen Engel, der zu uns aus göttlichem  Erbarmen  kommt  und bringt uns das Weisheitslicht aus der göttlichen Erfahrung in  der  Farbe  Gold ,  goldumrahmt.

Wo befinden wir uns ?  Hier sitzt der kleine Engel unserer Seele und  läßt  sich  belehren.  Das ist unsere Urmutter in uns. Die Gnade Gottes ist zu uns gekommen. Das ist die Lehrstunde der Nachtigall. Sie unterrichtet in uns, es ist der göttliche Geist. Diese  Runen  zeichnen  im  Geäst  eine Eiche. Die Eiche ist der Baum der Treue. Die F-Rune bedeutet die Freiheit unserer  Seele in der Aufnahmebereitschaft der Kindschaft Gottes. Ihr seht, wie der kleine Engel auf den mütterlichen Geist schaut und sagt: Ich will ja alles tun, wie du sagst. In den Händen hat  er  nicht eine, sondern zwei Flöten. D.h. er steckt noch in der Dualität und noch lange nicht in der  Einheit Gottes. Im tiefen Herzen liegt das rote Pölsterchen , das in den Zweigen  ein  Herz  bildet, einen Herzbeutel, und was lebt dort ?  Dort lebt der Geist Jesus Christi. Er wartet auf den Kuß,  den die Seele Ihm gibt, um Ihn in  uns aus dem Schlaf zu wecken. Der Geist Christi  schläft  in  uns nicht, Er stellt sich nur schlafend.  Er will von uns  wachgeküßt  werden,  in  einer  Stunde  der Nachtigall.

Daß der kleine Engel noch zwei Flöten hat, heißt, daß er noch nicht gelernt hat, auf einer Flöte zu spielen. Denn der Geburtsgeist und der schlafende Geist  sind   noch  nicht  eins  geworden. Wäre  die Eingeburt erfolgt,  dann hätte die Seele nur eine Flöte. Aber weil  die  beiden  Flöten golden sind,  mit der Spitze nach oben zeigen,  zeigt es,  daß es ein feuriger Geist ist, was sich

auch in den Flügeln wiederholt, im Rot. Das ist ein feuriger Geist, der  die  Flamme  der  Liebe Gottes zuläßt. Dieser wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.  Der  wird  den  göttlichen Geist gleich wachküssen. Hier sehen wir das schöne Gold der Eichenblätter.

Im letzten Bild befinden wir uns im Herzen. Man sieht die Herzkammern und darin schlummert der Geist Jesu Christi und wartet, bis wir ihn wachküssen. Wenn er sich schon  darin  befindet, dann können wir auch hingelangen. Dahinter sehen wir den goldenen Morgen. Die Zukunft ist die goldene Aue, wo die Seele eins wird mit dem Vater.  

Schloß Hohenschwanstein: Tannhäuser in der Venusgrotte  

Keiner hat so meisterlich die Liebe besungen wie Tannhäuser . Er wurde deswegen vom Papst mit einem Bann belegt. Er geht in die Grotte zu seiner geliebten  Venus. Er  erfährt  dort,  was Liebe ist, die körperliche Liebe, die Erosliebe.

Was stellt dieses Bild dar ?

Die Venus symbolisiert die Urmutter oder Satana. Dem armen Tannhäuser  ergeht  es  so  wie dem Bischof Martin als er bei dem Anblick der schönen Satana ihr zu Füßen fallen und sie küssen  wollte. Beim Martin war der Herr Jesus gleich dahinter und hat ihm  auf die  Schulter  ge-klopft. Der liebe Martin hat gesagt: „Herr, warum kommst Du nicht einen Augenblick später.“

Tannhäuser ist ihr verfallen, d.h. er hatte zu früh die Schönheit und Wonne der Liebe  erfahren.

Es ist immer so, einer zu frühen Begegnung mit Satana erliegen wir immer, wenn unsere Seele von der Stärke des göttlichen Geistes noch nicht durchdrungen ist, noch unreif ist. Die Zauberkraft der brillanten Schönheit Satanas ist so groß, daß ihr keiner widerstehen kann. Auch nicht die werten Damen. Tannhäuser muß sich entscheiden, welchen Teil seiner Seele er  lieben soll.

Da ist die Zuneigung zu Satana und dort fällt sein Blick auf die drei Jungfrauen. Welche  wird er wählen, die Liebe, die Weisheit oder die Kraft. Jede hat ihre Vorzüge. Tannhäuser entscheidet sich für Satana selbst. Sie war nicht sein Dual, sondern  sie  war  nur  seine  große  Versuchung. Darum setzt er auch die Harfe beiseite  und  läßt  den  Engel  spielen.  Ihm  ist  all  das Singen vergangen, er will nur noch lieben. Ein schönes Bild, aber man kann hinter der  Schönheit auch die Trauer verstehen, die der Geist erleben mußte.  

Santo Poticelli: Die Geburt der Venus  (Uffizien von Florenz)  

Was will uns dieses Bild zeigen ?

Der menschliche Verstand und die menschlichen Triebe verbinden  sich ,  die  Verbindung  ist mit Flügel ausgestattet. Die Flügel sind noch  fast  wie  der  Schuppenpanzer  eines  Drachens. Dieser Engel  ist auch noch nicht vollendet, hat aber einen guten Willen. In ihrer Erosliebe versuchen sie,  Leben in ihre Seele zu hauchen oder  ihr  höheres  Seelenbewußtsein  darzustellen.

Das höhere Seelenbewußtsein ist gekennzeichnet vom Odil. Odile sind  der Einfluß  des  Heiligen Geistes. In den vielen Locken zeigt sich der Einfluß des Heiligen Geistes. Hier  sehen  wir noch einmal eine Art Schlangenrune, die andeutet, daß die Schlange erhöht wird, im goldenen Haar der Jungfrau. Die Jungfrau ist nichts anderes als der rein  gewordene  Geist.  Nackt  und bloß steht er hier und wird von einem Engel begleitet. D.h. die beiden haben nun ihr Leben so weit gestaltet und belebt, daß sie ihre noch schlafende Seele in  der Muschel  des  Lebens  belebt haben. Wir sehen einen Strahl aus  dem  Munde  kommend.  Die  Belebung  geschieht gerade so in Richtung zum Sonnengeflecht . Umgeben werden sie von  den  Rosen. Die  rosafarbenen Rosen deuten auf das Herzzentrum hin und  auf  die  große  Nächstenliebe, die sie  entwickelt haben. Er ist umgeben von dem blauen  Kleid der göttlichen Gnade, sie  von  dem  roten Kleid der göttlichen Liebe. Der Wind  treibt nun dieses  kleine  Fahrzeug . Die Muschel ist ja die Hinneigung zu Gott, deswegen benutzen wir die Muschel  in  vielen  Bildern  als  Dekor. Der Wind treibt die Muschel an das Ufer. Es sind 7 Fackeln, 7 Stufen der Vollendung, dorthin wird die Muschel getrieben. Dort wartet schon der Engel  mit dem neuen Kleid des  Himmels, ein purpurrotes Kleid. Die Insel besteht aus Ölbäumen. Es sind die Bäume der göttlichen Liebe.  

4.4.1992 /Nachbemerkungen zum Diavortrag  

Unser Schicksal entwickelt sich langsam aus einem Sperma in der Eizelle. Sie wächst zum Embryo und Fötus. Nach der Geburt durchleben wir dann unser Leben in  Phasen,  in  der  Bändigung der Schlange, in der Bezwingung des Tiermenschen, bis endlich der Geist Gottes , in Liebe und Weisheit vereint, in uns die Jungfrau der ewigen Reinheit und  Keuschheit  zum  Leben erweckt.. Diese reine Jungfrau wird in uns den Sohn Gottes gebären.

Wir sollen den Unterschied zwischen Gottesgericht und Gottesliebe lernen, oder Jehovas Zorn und Liebe.

Nur die Seele kann mit dem Sperma in das Ei eindringen, die sehr stark , in der Qualifizierung und Schwingung der Eltern ist. Wenn sie eine andere  Seelenschwingung  hat,  kann  sie  nicht eindringen, sondern wird abgestoßen. Mann und Frau begegnen sich und da bildet sich der große Trichter. Es kommen viele Seelen heran, die dort hineinwollen. Weshalb tun  sie  das?   Sie wollen sich nicht inkarnieren, sie wollen den Akt miterleben, sie  erleben  den  Orgasmus  mit ! Sie wollen die Freuden miterleben.

Es ist klar, daß sich die Seele an das Elternpaar freiwillig bindet. Sie hat  das Vorleben  durchlebt, nur  sie  kommt  durch  und  die anderen  werden  verdrängt. Wenn sich das Paar beim Geschlechtsverkehr erregt, dann erfolgt die Erregung nur durch die Geister, die das miterleben.

Ist eine Seele dabei, die sich inkarnieren will, so hat sie den  langen,  schweren  Weg  umsonst gemacht, wenn der Akt unterbrochen und eine Befruchtung nicht  zugelassen  wird.  Auch  im Falle einer Abtreibung  wird eine Seele zurückgeworfen.

Was tut die Seele, wenn die Befruchtung nicht zugelassen wird ? Sie nimmt sich von den Eltern ein großes Paket der Odkraft als Startverpflegung mit und rauscht wieder in das  Weltall.  Das spüren dann die Eltern, die Mutter besonders stark, weil ein Seelenodkraft-Entzug  stattgefunden hat. Dieser Entzug belastet viele junge Menschen. Wir müssen diesen Seelen  eine Genugtuung für ihre großen Anstrengungen geben. Wenn wir dies  bedenken,  dann  sind  wir  etwas vorsichtiger bei diesen Handlungen.

Der Herr warnt durch Jakob Lorber: „Eine Zeugung  ohne  Kinderwunsch  ist  glatter  Mord!“

Das klingt wie eine Keule auf junge Menschen. Dies ist ein Maßverhältnis  von  reinster  Gottliebe und abgewerteter Gottentfernungsliebe. Zwischen diesen Maßen bewegen wir  uns.  Wir müssen ja nicht gerade Heilige werden und allem entsagen, aber wir  müssen  lernen,  daß  wir das große Ziel nicht aus den Augen verlieren, das große Ziele, das Gott  uns  vorgegeben  hat.

Das ist das Wichtigste ! Wir müssen uns in unserem Leben immer wieder für die Tausend entscheiden. D.h für das Leben Gottes in allen drei Bereichen. 1.000  ist die Wunderzahl.

Gestern wurde bereits die Frage nach der gesegneten und ungesegneten Zeugung gestellt  und nach der Sexualverbindung. Wir müssen uns die Liebe vorstellen. Null ist die Zahl, in der Gott völlig abwesend ist, 1.000 ist die Zahl Seiner vollen Anwesenheit. Gott  ist in  Seinem  1.000-jährigen Reich anwesend, in Seiner ganzen Fülle des Vaters und des Sohnes  und  des  Korpus Jesus Christus. Wo dies nicht ist, wo nichts mehr da ist von der göttlichen  Gegenwart,  da  ist unsere Liebe erloschen. Zwischen Null und 1.000 gibt es 1.000  Skalen,  Nuancen  von  Liebearten und Liebestrieben. Auf einer Skala liegt der Mensch während seines Lebens  immer. Der Heilige liegt weit oben, der Sünder weiter  unten.  Unsere  ausgerichtete  Liebe  oder  unsere niedrige Begierde sind die Wertmesser.  Die gesegnete  Zeugung  liegt  schon  viel  höher,  sie wird die Zeugung im Himmel genannt. Ich soll mich jetzt nicht verteufeln, aber  ich  soll  mich auch nicht heilig sprechen und sagen, ich bin ohne Schuld gegenüber Gott. Wir haben  die  Lebenskraft Gottes, die Er auf diese  Weise in der  Welt zugelassen hat, übertreten oder mißachtet. Gott straft uns deswegen nicht, aber das Gesetz ist es, das uns straft.  Das  Gesetz  bürdet uns die Härte Seines Lebens auf. Wir haben dann eine härtere Lebenserfahrung.  

Gebet  

O Vater, geliebter Gott im Himmel, siehe, hier sind wir, Deine Kinder. Du  hast  uns,  o Vater, in der Finsternis erleuchtet. Du bist in unsere Lieblosigkeit  gekommen  und  hast  die  Wärme Deiner Liebe in unsere Herzen strömen lassen. Was haben wir mit Deinen Schätzen des Lichtes und der Wärme getan ?  O Vater, wir verstehen sie oft nicht.  Ungeheuer  hoch  ist  das  Licht Deiner Reinheit und Schönheit und wir finden uns im Dunkel  und in der Schwärze der  Nacht. Wir können nur beten, Vater, erbarme Dich. Hilf uns und laß uns erkennen, daß wir tätig werden, daß wir Deine Gebote halten, daß uns Deine Liebe immer wieder neu belebt und  wir  erkennen, daß es Deine Liebe ist, die durch unser Herz flutet und die guten Werke tut. Laß  uns empfinden, Vater, daß es Deine Gedanken sind, die unser Verstand zu denken wagt in der Finsternis dieser Welt. O Vater, so laß uns leere Gefäße sein, die erfüllt werden von  Deinem  Segen . Denn Du kommst zu uns, in Liebe und Licht. Wir danken Dir, geliebter Jesus, Du  unser Herr und Meister, Du unser göttlicher Engel, der  uns  aus der  Finsternis  herausführt  in  das Licht des lebendigen Wassers . Es geschehe Dein Wille und Deine Liebe und Deine Gedanken  ewig und immerzu. Amen.  

5.4.1992  

O geliebter Heiliger Vater, wir danken Dir für diese Tage, die Du uns geschenkt hast in Deiner Milde. Siehe, hier sind wir, das Volk Seiner Kinder. Und jeder steht dort, wo er  ist  und  jeder sitzt, o Vater, auf Deinen Stühlen, die Du um Deinen Thron errichtet hast.  Wir dürfen  darauf sitzen, o Vater,  und dürfen lauschen  Deinem  Worte,  daß Du vom ersten Wort, das  Du  selber bist, ausgesprochen hast, bis zum letzten Wort, das in Deinen  Kindern verklingt. O geliebter Vater, noch sind unsere  Ohren  verstopft  von  der  Sünde, vom Gericht, vom Zorn. Öffne Du unsere Ohren mit Deiner Liebe. Erlöse uns von dem Gesetz, damit wir frei in Deiner Liebe werden. O Vater, hier  sind  wir,  jetzt  komme, geliebter  Jesus, greife  mit Deinen Fingern in unsere Herzen. Ziehe hinaus, wie Du damals  mit  den  Hebräern  aus Ägypten herausgezogen bist. Ziehe aus unseren Herzen alles, was Du nicht bist. Denn Du bist die  Mitte  in  uns. Wir finden Dich immer wieder neu im Anfang unserer Liebe, geliebter Vater. An Deine Vaterbrust stürzen wir, saugen den Odem Deines Lebens  mit  zitternden  Lippen, o  Vater, beladen  von Schuldgefühlen. Küsse Du uns mit dem Kusse Deines  Mundes, o geliebter  Jesus. Vergib uns allen, hilf,  daß wir die letzten Stunden dieses Seminars benutzen, als wären es die  letzten in Deinem Namen. Denn wir wissen nicht,  was Du mit  uns  vorhast  und wie und wann Deine Wege laufen für uns. Aber eines wissen wir,  wir  werden  nie  mehr  Dein Vaterherz verlassen. Wir wollen es nicht geloben. Wir wollen mit flammender Bitte es von Dir erflehen, Vater, lasse nie mehr zu, daß unsere Liebe schwach wird. Lasse nie mehr zu, daß die Flamme Deiner Liebe in unserem Herzen kein Öl hat, das wachsame Öl der immerwährenden  Sehnsucht   nach  Dir.  Und so denn, geliebter Vater, segne uns diese letzte  Stunde  in   Deiner  Kirche  des  Herzens. Deine Liebe geschehe, Vater. Dein Segen, danke, danke, danke. Amen.  

Der Mensch steht zwischen Schicksal und Vorsehung. Dies ist unser tägliches Begegnen,  immer wieder neu. Jeden Tag  werdet ihr dem Gesetz begegnen  oder  der  Liebe.  Wir  leben in einer Hierarchie, die im Gesetz erstarrt ist, in einer Hierarchie, einem Herrschaftsbereich,  einem Universum leben wir, das im Gesetz erstarrt ist, sowie auf einen kleinen Erdkörper, einen blauen Planeten inmitten dieses Weltalls, der von einer Spezies Mensch bewohnt wird, die sich selbst zerfleischt, weil sie in der Liebe frei ist. Sie vernichtet sich selbst, weil sich die Liebe  im Gesetz des Herrn nicht entfalten konnte. Aber Einige sind immer da und der  Herr  Jesus  sagt, wenn nicht ein Mensch auf Erden wäre, der Mich liebte, würde die ganze Schöpfung zugrunde gehen. Mit dem „Mich“ wird der persönliche Vater-Gott Jesus Christus bezeichnet. Es gibt viele Gegenargumente aus dem Gesetz der Hierarchie Satana. Gott ist überall und in jedem Menschenherzen, ja, in jedem Menschenherzen ist Er im Gesetz. Nur in Wenigen kann Ich  sein  in der Liebe. Das ist die große Tragik unserer Zeit. Im Gesetz ist Er überall.  Der  Zorn  Jehovas greift überall hin. Unnahbar ist die Gottheit für die,  die noch ein bißchen Schmutz in sich  tragen, den Schmutz der Sünde, den Schmutz der Gottentfernung. Nenne es wie du glaubst. Aber alles, was nicht göttlich erfüllt ist, ist eben nicht nahbar für Gott und kann Gott sich  nicht  nähern. Das ist eben etwas,  das die Menschheit immer wieder trennt, gerade in der jetzigen Zeit. Es wird so viel angeboten, Selbsterfahrungsschulungen, die grandios sind.  Aber  solange   sie Selbsterfahrung bleiben,  bleiben sie im Gesetz. Der  vollendetste  Heilige  bleibt  noch  immer im Gesetz der Hierarchie Satana verhaftet. Ein Einziger durchbrach  das Gesetz.  Das  war  die personifizierte Liebe in Jesus Christus. Sie war uns Vorbild in allen Handlungsweisen in Seinen 33 Lebensjahren und in 40 Tagen nach Seiner   Auferstehung.  Er  konnte  immer  wieder  neu demonstrieren, was göttliche Liebe ist. Sie ist so für uns faßbar. Selbst  der große Schüler  des Yogananda, Roy Eugen Davis, bekannte, daß er das große Mysterium  der  Kreuzigung  nicht verstehe.  Sie können es nicht verstehen, wie einer, der diese Perfektion erreicht hatte, wie Jesus Christus ,  noch eine Kreuzigung über sich ergehen ließ. Es entstehen  dann  viele  Thesen, Jesus wäre nicht tot gewesen. Er hätte nur scheinbar einen Tod erlitten, Er wäre  nach  Indien gereist. Dies alles sind nur Ausflüchte, weil man die  Gottesliebe  nicht  verstanden  hatte.  Ich würde hier sagen: Und hätte Jesus von Nazareth hier auf Erden nicht gelebt und wäre das Ganze nur Legende, das, was Er zurückgelassen hat, im Johannesevangelium,  in  Seinen  Offenbarungen der nachbiblischen Zeit, in den Neuoffenbarungen, ist ein Echo der göttlichen Liebe. Es mögen sich die Gelehrten und Archäologen streiten, ob Jesus Christus  gelebt  hat  oder  nicht, dieses Dilemma ist heute noch nicht abgeschlossen. Aber für uns ist Er  ein  Leben  geworden, nämlich in unseren Herzen. Wenn  du eine Flamme der Liebe spürst zu dem  göttlichen  Vater, wenn du mit deinem Verstand  und mit deinem Wollen dich ganz dieser Autorität unterordnest,  unterwirfst, ohne Zähneknirschen, dann kommt ein  leises  Lächeln,  ein  süßes  Glück  in  dein Herz und du wirst empfinden: Er ist !  Und wenn die ganze Welt Ihn leugnet, Er ist. Er lebt in dir, wenn du Ihm gestattest in dir sein zu dürfen wie Er ist und was Er ist. Solange euer Herzblut nicht aus Liebe zu Ihm in Strömen fließen kann, habt ihr den wahren Gott der Liebe  nicht erfahren. Ihr habt euch dann von Ihm nur ein Modell gestaltet. Dieses Modell müßt ihr beleben.

Es gibt eine Kraft der Liebe in euch, die alle Gesetze sprengt. Diese Kraft der Liebe ist es, die unsere Körperzellen verklärt und einmal gen Himmel führt. Ob mit einem Mal oder  schön stufenweise, das bleibt eurer Liebe überlassen. Der Gottbegriff,  woher  wir  ihn auch genommen haben,  unsere Denkidee, unser Modell vom  lieben  Gott  kann  verschiedene  Formen  haben. Aber die Form, die in eurem Herzen von Ihm, von Gott entsteht, das ist die allein gültige Form.

Sie ist aus  eurer Liebe zu Gott geworden. Diesen  Gott  kann  euch  niemand  rauben.  Er  ist Selbsterfahrung geworden mit jedem Atemzug. Mit jeder kleinen Fingerbewegung werdet ihr immer wieder eingedenk sein, Vater, Du bist in mir. Ihr werdet erst dann die Worte verstehen, die Jesus gesprochen hat: „Der Vater ist größer denn ich“. „Der Vater wirkte  bis  jetzt,  doch nun wirke Ich..“ „Ich und der Vater sind eins.“  Immer wieder der letzte Ausspruch, der uns in die Nüchternheit des Lebens zurückruft: „Mein Gott, warum hast Du mich verlassen“.  Immer wieder das Gefühl, verlassen zu sein. Immer wieder in der Verlassenheit zu spüren,  Er  ist  dir nahe, Er ist ja da, aber Er läßt mich so alleine entscheiden. Die Liebe  will  euch  frei  machen !

Sie will euch frei entscheiden lassen ! Solange ihr Gesetze habt, so spricht der Herr, seid ihr gebunden im Gesetz. Erst wenn meine Liebe kommt, löst sie die Fesseln und ihr seid  frei.  Aber

dann sind wir Sohn geworden, wie Er, der eine Sohn,  der  in  androgyner , in  hermaphroditer Liebe Gott liebt, geschlechtslos, übergeschlechtlich als Mann und Frau, als alles in allem. Dann ist das Verhältnis: Ihr seid die Bräute, Er ist der Bräutigam zur  wunderbaren,  herrlichen  Lilie der Geburt Gottes geworden. Es ist die Lilie, von der Böhme sprach, seht,  schon  ist  die  Zeit der Lilien gekommen. Es ist die reine, unschuldige Liebe, die alles verlassen  hat,  alle  Farbnuancen, damit das weiße, ungetrübte Licht , das Licht selbst, das kein  Auge   sehen  kann,  das aber doch das Leben wirkt. Dieses weiße, ungetrübte Licht der reinen Unschuld ist es, in deren Kelch das Kind geboren wird. Wir leben in dieser Zeit, wir  können  freudig  sein. Du darfst es empfinden.

Damit wir dieses Mysterium der Menschwerdung Gottes in der Seele verstehen können, wollen wir einmal die beiden Felder konfrontieren, auf denen wir stehen, nämlich das Feld des Schicksals und das Feld der Vorsehung. Oder anders gesagt : Gesetz und Liebe.

Es war so, Gott hatte die Möglichkeit und hat sie genutzt. Er  wollte  Seinesgleichen.  Es war Seine große Liebe, die uns gestaltet hat. Zuerst im Herzen Gottes als unsere Gedanken Seiner Liebe. Jeder von uns ist in Seiner Uressenz ein Liebegedanke der Gottheit. Wir wollen uns das so ansehen. Das große Herz Gottes in Seiner Heiligkeit war in Einsamkeit ein Mittelpunkt der

Unendlichkeit. Herz bedeutet immer Liebe. Diese Liebe war  der  Mittelpunkt  der  Unendlichkeit. Sie sehnte sich nach Seinesgleichen. Und diese Sehnsucht war der Beginn einer Evolution in der Gottheitsphäre. Es war in Seinem innersten Gefühl die Liebe, die  Ihresgleichen  formte.

Wenn ihr einmal in die Einsamkeit geht, in die Wüste oder in die Stille, für euch allein seid, ihr begegnet keinem Menschen , keinem Tier oder anderem Lebewesen. Ihr sitzt in der Wüste der Einsamkeit. Dann steigt in euch ein Gefühl auf, ihr möchtet euresgleichen  begegnen,  wiedersehen. Da genügt bei Manchem nicht die Einsamkeit von 2 oder 3 Wochen, von einem Monat

oder von einem Jahr, eine Einsamkeit von vielen Jahren. Vielleicht können es unsere Alten empfinden,  wenn sie einmal abgeschoben sind in ein Alten- oder  Seniorenheim. Vielleicht  können sie dann die Einsamkeit fühlen, wenn ihr Gehör erloschen ist. Es erklingt  keine  Frage  an sie. Vielleicht können sie die Einsamkeit erfahren, wenn ihr Augenlicht  erloschen  ist  und  sie sehen nichts als die Finsternis um sich. Wer in diese Einsamkeit gerät, der empfindet das Gleiche , was Gott empfunden hat in der Einsamkeit vor der Schöpfung. Da gab es noch nichts als die Unendlichkeit. Aber da war schon etwas, das kleine Kreislein innerhalb  des  Herzens.  Da war der Gedanke , da war der Gottgedanke an dich. Ist das nicht ein Wunder ?  Da gibt es eine Weissagung, sie steht in Jakob Lorber. Und so alt der Gedanke ist,  so alt auch ist der Denker.

Kein Gedanke ist jünger als der Denker selbst. Irgendwie befremdet uns das. Wenn  ich einen Gedanken habe,  dann entsteht er doch jetzt. Ja, er entsteht jetzt in deinem Gehirn. Aber er ist schon immer dagewesen, der Gedanke in dir. Denn in diesem Gedanken, den du  jetzt  denkst, liegt die ganze Persönlichkeit deiner Liebe, liegt der Inhalt all deiner Lebensimpulse. Dein Gedanke ist gesegnet von deinem Du , von deinem Ich. Ich möchte sagen, mit diesem Gedanken brichst du dich selbst auseinander wie ein Ganzes. Du teilst dich mit deinem Gedanken. Haben wir daran schon einmal gedacht, bei so flüchtigen Gedanken, die uns berühren ?  Daß in jedem Gedanken eure ganze Persönlichkeit liegt ?   Und so liegt in dem kleinen Gedanken, den Gott

von dir dachte, Seine ganze Persönlichkeit der Liebe und des Lichtes darinnen. So  waren  wir im Ich unseres göttlichen Herzens einmal alle entstanden, jeder von euch. Der Herr sagt uns ganz persönlich,  ob wir es glauben oder nicht, aber es ist ein Erfahrungswissen, wenn ihr nur einmal euren Gedanken nachsinnt. Es muß kein Lorber kommen und es euch im Namen Gottes sagen. Es ist so. Wir entstanden im Zentrum des Herzens der Gottheit, im Herzzentrum. Seiner Liebe entstanden wir. Seine Liebe war die Ursache, daß wir sind. Und die Liebe ist das  große Wunder, daß wir sind. Gott setzte uns frei in Seiner Liebe. Und Er breitete Seine Arme aus, um das neue Wesen Mensch zu empfangen, in Sich, in Seinem Herzen. Und als Er Seine Arme ausbreitete, da breiteten  auch  wir die Arme  aus und  wir empfingen  Ihn,  wie  Er  uns  empfing.  Wir schauten  Ihn, wie Er uns schaute. Wir waren Gesehenes und  Geschautes  zugleich.  Wir waren  Empfindende und Empfindung zugleich. Die Gottheit gefiel sich in dieser Liebe, die so embryonenhaft entstanden war. Aber wie die Mutter noch nicht mit dem Embryo zufrieden ist, mit dem Fötus auch nicht, so war es auch Gott noch nicht. Erst der erste Schrei, wenn sich das Kind von der Mutter gelöst hat, die Nabelschnur durchgetrennt ist,  dieses  Wesen  dann  groß wird und aufstampfen kann, gegen die Mutter wüten kann, erst dann fühlt sich die  Mutter  als Mutter. Dann hat sie als Mutter begonnen. Ebenso erging es unserem Vater. Es war Ihm nicht genug, daß wir uns im Herzen Gottes bewegten und regten, daß wir  Sein  Gefühl  waren,  die Reflektion Seiner Gedanken. Er wollte uns frei. Da gab Er uns etwas, was uns  in  das  Gesetz hineinstieß.Er gab uns Licht, das sich erkennt, daß wir sind. Und da entfernte sich unser  kleines Lichtintelligenzlein aus dem Herzen Gottes und ließ doch dabei das Urbild der Liebe im Herzen Gottes zurück. Könnt ihr das fassen, liebe Geschwister ?  Genau wie es euer Gedanke macht, wenn ihr täglich denkt. Wenn  ihr aber mit Liebe denkt, nicht  den Routinegedanken im Beruf oder im Alltag, sondern den Gedanken der Sehnsucht  eurer  Liebe.  Unsere  Gedanken  sind Suchtgedanken. Die Gedanken der Göttlichkeit wa-ren ein Sehnen der einigen Liebe. Wißt ihr, daß dieser Ausgang aus dem Herzen Gottes zugleich eine  Träne  Gottes  war ?   Eine  Träne Gottes bildete sich, bündelte die Liebe im Regulus und eine Träne eines  geschaffenen  Engels, Michaels, bildete die kleine Erde. Es waren 2 verschiedene Tränen und jede  war  notwendig für unsere Existenz, für unsere Gesetzwerdung, die in der Liebe frei sein soll.

Zwischen Schicksal und Vorsehung schwebte unsere Seele in die Unend-lichkeit hinaus. Es war eine Träne unseres Vaters, die sich zur unendlich großen Sonne bündelte, zur Sonne der Liebe.

Wir denken an den Regulus im Sternbild Löwe. Nicht die natürliche Sonne, die wir als  kleines Schimmerpünktchen im großen Löwen sehen,  sondern die  geistige  Regulus-Sonne,  die  kein Astronom sehen kann, das Essenzfeuer der göttlichen Liebe. Es bildet dort ein Feld, was Liebe ist, pure Gottliebe, ein Tröpfchen der Gottliebe. Ein Tröpfchen Seiner Träne  genügt,  denn in Gott ist alles unendlich, selbst die kleine Träne, die sein Auge weinte, als  Jesus  von  Nazareth über Jerusalem weinte. Jerusalem war die Stätte des Gesetzes. Er weinte über  das  Gesetz. Er wußte, daß die Kinder im Gesetz erstarrt waren, daß sie sich nicht wagten, sich frei  zu  bewegen. Die Fesseln des Gesetzes hatten sie geknechtet, der Buchstabe des  Wortes  hatte  sie  gebunden. Sie wagten nicht, die Wände zu durchbrechen, aus den Zäunen  herauszulaufen,  dem Herzen des Vaters entgegen. Sie mußten erst im  Gesetz  wachsen,  erwachsen  werden,  nicht schon zu Erwachsenen, sondern erst zu Kindern werden. Sie mußten erst  erwachsene  Kinder wer-den.

Dann blickte Jesus in aller Liebe zu uns und die Träne schuf die  Sonne und  die  Sonne  schuf das unendliche Weltall, das in seiner Gesamtheit nichts anderes ist als ein  Mensch,  ein unendlich großer Mensch, der große Schöpfungsmensch, der Lichtmensch, der Lichtträger. Denn nur das Licht konnte sich von der Liebe freimachen. Ich sehe jetzt den Fall  Satanas  nicht  so  sehr unter dem Gesichtspunkt der Sünde, sondern sehe  die Notwendigkeit einer  Evolution,  damit wir aus dem und im Gesetz  für die Liebe reifen. Dann denken  wir  anders  und  werfen  keine Steine mehr nach Satan oder den Teufeln, Dämonen oder Genien. Wir wissen, es ist ihre Evolution, ihre Entwicklung in die Freiheit. Im Gesetz waren sie zu dem, was sie sind, erstarrt. In dem, was sie jetzt tun und handeln, ob nun für oder gegen Gott,  sie  werden  durch die  Liebe frei. Eure Liebe wird es erfassen können. Ihr werdet selbst in den Tränen erleben  können, daß  ihr unter Tränen mehr versteht als in der Weisheit eures Verstandes.

So wurde hier ein Gesetz gebündelt, im Dekalog, in den 10 Geboten. Es waren zwei steinerne Tafeln, in die die Liebe Gottes mit feurigen Fingern Gebot für Gebot mit Feuerzungen eingrub.

Die linke  Tafel  enthält  die Gebote der Liebe Gottes. Das 4. Gebot  ist  das  Übergangsgebot mit dem „Du sollst Vater und Mutter ehren“.  Die rechte Tafel  enthält  die  Gebote  der  Menschen.

Wir können das Gesetz der Liebegebote nicht halten, wenn wir die menschlichen Gebote nicht zuerst erfüllen. Mit dem 1. Gebot : „Du sollst keine anderen Götter haben neben  Mir. Ich, der Herr bin dein Gott. Ich bin ein einiger Gott.“ Mit dem offenbarte sich das Gesetz der Herrlichkeit Gottes. Du sollst dir kein Bild und Gleichnis machen. Wir sollten frei werden von all dem.

Es sind alles Gebote, die nur unser Gottgeist erfüllen  kann. „Du  sollst  den  Sabbat  heiligen“. Auch die Sabbatheiligung wurde nicht verstanden. Jesus von  Nazareth  mußte  Sabbatbrecher werden, damit die wenigen Weisen unter seinen Jüngern erfahren durften, daß Sabbatheiligung nichts anderes ist als die Lösung der Seele vom  Gesetz  in  der  Freiheit  der  göttlichen  Liebe. Wer in der Liebe Gottes lebt, wird frei vom Gesetz. Er ehrt dann Vater und Mutter  im  Gebot.

Seine Mutter und seinen Vater ehren ist nichts anderes, als daß  er  die  Mutter  Erde  des  Gesetzes erkennt, denn aus dem Gesetz (Weisheit) bin ich geworden, und erfahre die Freiheit des  Himmels und des Weltalls im Vater der Liebe.

Wir leben jetzt in einem Zwischenspiel,  zwischen  Nochgesetz  und  zwischen  Liebe.  Unsere kleine Erde in diesem unendlichen Weltall ist der einzige Weltkörper in der ganzen Unendlichkeit, wo Gesetz, Gericht und Liebe sich die Hand reichen. Gesetz ist zugleich Gericht, gerichtete Form, im gerichteten Universum und zugleich  die  Freiheit  der  Liebe.  Daher  können  die Menschen,  die  auf  diese  kleine blaue Erde  kommen,  tun und lassen, was sie  wollen.  Kein Gott hindert sie daran, bis das Maß voll ist. Selbstverständlich ist immer ein Maß da. Wer über sein eigenes Maß hinaus noch will, dem wird es verhindert. Denn die Maße dürfen erfüllt werden, aber nicht überlaufen, damit die anderen Maße auch zwischen Gesetz und Freiheit der Liebe leben dürfen. Das ist die Hemmung, die dem freien Willen  noch  angelegt  wird,  damit  die anderen auch wollen können. Aber sonst ist eine Freiheit und man fragt sich, will das der liebe Gott, daß so etwas noch geschieht ?

Heute sind wir so weit. Wir haben auf der Erde die Waffen, die unsere Erde mehrmals vernichten könnten bis zum letzten Atom. Und die großen weisen Mächte, die  die Welt  beherrschen, glaubten, sie hätten alle Macht in Händen und siehe da,  die  Mächtigen  zittern  jetzt  vor  den Kleinen. Ihre Macht ist ihnen entglitten. Jetzt stehen sie im  Wirrwar  ihrer  Verzweiflung. Wir sitzen auf einem Pulverfaß voller Sprengstoff. Es braucht nur ein Verrückter zu  kommen  und die Zündschnur zu entflammen. Da steht die Welt und zittert. Warum hat man das getan ? Weil man die Fesseln des Gesetzes (hier auf Erden besteht ja ein Gegensatz von Gesetz und  Liebe) loswerden wollte. Man hat die Technologie so hoch getrieben, um der Liebe leben zu dürfen.

Nur war unsere Liebe dafür noch nicht in der Masse der Menschheit ausgereift. Aber Gott hat alle Fäden in Händen. Und wer die  Zündschnur  des  Pulverfasses  entflammen will, der steht auch unter der Kontrolle Gottes. Die Liebe Gottes hat alles unter  Kontrolle. Er kennt die Beschaffenheit deines Herzens. Er kennt das Sehnen deiner Liebe. Und wahrlich, ich kann euch sagen, wo ein Sehnen der Liebe ist, findet Gott auch einen Weg, dich aus den Kohlen der berstenden Welt herauszuholen. Da kann unser Herz jubeln und kann  sich  freuen, wir haben´s geschafft.

Ein bißchen Liebe zu Jesus, zu Gott , dem Vater, und er kann nirgends mehr untergehen. Keine Macht gibt es, die auch nur ein Haar krümmen könnte. Es dreht sich anfangs nur  um  ein  bißchen Glauben und dann um ein Sehnen nach Ihm. Das Sehnen nimmt zu, bis es einmal alle  unsere Gesetze überwindet. Wir sind  in dieser  Welt  des  Gesetzes,  inmitten  der  Gesetzeswelt.

Jetzt  gibt es welche, die das Gesetz erkennen und nach einem Ausweg aus dieser Welt suchen, doch den Ausweg innerhalb der Satana im Gesetzesweg. Alle Wege,  die  noch  so  herrlich zu einer Art  Selbstverwirklichung führen, kommen nur bis zum Rand der Hierarchie  Satana  und können sich nicht vom Gesetz lösen. Sie werden in ihrer Freiheit da oben  ein  Nirwana  finden,

wo die Sterne Gottes den Himmel bevölkern,  innerhalb  der  Satana,  innerhalb  des  Gesetzes.

Vom Gesetz werden sie trotzdem nicht frei. Sie freuen sich, wenn sie das selige Reich des Nirwana erreichen, aber sie werden  noch  die  Klagen  der  im  Gesetz  gebundenen  Geschwister hören. Sie werden wiederkommen als neuer Stern, ein neues Evangelium auf Erden verkünden, von der Freiheit des Gesetzes in diesem Reich innerhalb des Gesetzes. Nur einer kam vor 2000 Jahren, am 7.1. 4151 nach der ersten Menschwerdung des neuen  Christusbewußtseins.  Adam war eine Verkörperung des satanischen Lichtes in höchster Perfektion.  Er  sollte  dieses  Freiheitsreich gründen. Im gewissen Sinn nennt Jakob Böhme Adams Geburt die erste Christus-Menschwerdung Satanas. Das Urweibliche des Göttlichen hatte sich in Satana inkarniert. Aber die Bedingungen des Gesetzes waren: „Die totale Aufgabe deines Selbst ermöglicht den Weg der Liebe.“  Und als nun der Geist in Adam in der totalen Aufgabe sich hingab,  langsam  nach und nach ihm die Sinne schwanden, sich das eigene Sehgefühl auflöste wie ein Nebel, da riß er sich zusammen, bündelte noch einmal sein Ich: Nein !  Da verließ ihn der Geist der Urweisheit Gottes und der Erdenkloß Adam wartete auf den Hauch Jehovas, damit er am Leben erhalten blieb.

Liebe Geschwister, es gibt im übertragenen Sinn ein Gleichnis der adamischen Menschwerdung aus Jakob Böhme und  aus Jakob Lorber. Zwei Jakobusse  haben  uns  diese  Offenbarung  gebracht. Nur in der Verschmelzung dieser Offenbarungen gelingt es uns, aus diesem Phänomen Adam überhaupt zu verstehen. Du bist selbst der Adam. Du hast es selbst erlebt, du bist selbst auf diese nackte Erde einmal gekommen, aber denkt nicht so irdisch. Glaubt nicht, daß  ihr  allein die ersten Menschen hier auf Erden ward. Seht es in  euch,  in  eurer  Wesenheit,  in eurer Essenz eurer Werdung. So werdet ihr in der  einsamen  Weltwüste eines unendlichen  Kosmos irgendwo und irgendwann gebündelt zu einer Ichform und  ward  auch  Adam. Aus  dem Edelsten einer Seelensubstanz entwickelte sich ein Körper. Ich weiß, es mag euch alles  so  ein bißchen durcheinandergehen. Es geht uns immer so , wenn wir mit dem Urlichte  Gottes  konfrontiert werden. Aber ihr werdet es selbst einmal in eurem Herzen  erfahren. Die  Worte, die ich zu euch spreche,  ich hülle sie immer wieder gern in Gleichnisse, damit ihr aus dem Gleichnis den wahren Ölkern der Liebe in euch selbst erfahren könnt. Glaubt nicht so sehr meinen  Worten. Glaubt der Empfindung eurer Liebe, die dabei im Herzen entstehen kann. Dann habt  ihr einen Gewinn. Wenn ihr das nachredet, was ich sage, erstarrt ihr wieder im  Gesetz  und  eure Liebe wird nicht frei.. Deshalb macht euch nicht abhängig von mir, sondern empfindet jetzt im Augenblick unseres Beisammenseins die Gegenwart Gottes, die   in  euer  Herz  greift.  Er  benützt  nur das Medium dieses Raumes. Wer abhängig ist von meinen Lippen, wird  mir  einmal auf den Mund hauen, damit er frei wird von mir. Wer mich auf einen Podest  stellt,  wird  mich herunterreißen, damit er sich selbst erfährt. Alle äußeren Lehrer sind nur  Wecker  eures  eigenen Bewußtseins. Ich weiß, dies ist ein revolutionärer Gedanke, den werdet ihr nirgendwo hören, denn überall wird man schreien, kommt zu mir, bleibt bei mir, ich bin Elias  etc.  Wo  man das sagt, verlasset ihr euch selbst. Ihr müßt in euch bleiben. Warum kommen  wir  dann  überhaupt zusammen ? Warum haben wir das Wochenende so gestaltet ?  Vielleicht deswegen, dass wir uns an einem Satz selbst  (Jesus Christus in uns) erlebten.

Kommen wir zurück zu unserem Gleichnis. Lauschen wir ihm noch einmal. Ich sage nicht, dass das die Wahrheit ist. Wäre ich ein Zeuge Jehovas, würde ich sagen, hier ist die Schrift und  so spreche ich. Ein spießgerader Lorberianer sagt, so steht´s im Wort und anders verkünde ich es nicht, nicht um eine Haarbreite. Er ist dem Gesetz treu und stirbt im Gesetz. Er ist in der Liebe nicht erwacht. Ihm kann man nur sagen, lieber Bruder, so lange du dem  Lorber  ein  Denkmal baust, wirst du Christum Jesum in dir vernichten. Ein gewagter Satz,  aber  er   muß  Wahrheit sein. Alle Gesetze und alle Worte, die uns Gott gegeben hat, können nur in der Liebe lebendig werden. Der paulinische Spruch : Der Buchstabe tötet, die Liebe allein belebt, bleibt Wahrheit. Wenn Jesus sagt: Dieses Mein Wort wird nie vergehen,  dann  meint Er nicht das gedruckte Wort, sondern das lebendige Wort, das du aus Liebe erfahren darfst.  Das  wird  nie  vergehen.

Alles andere Lehrwissen, was wir aufgenommen haben im Gesetz des Verstandes, wird einmal verblühen. Ihr werdet es selbst erfahren und erfahren müssen. Mit vielen Tränen werdet ihr die eine Träne wahrnehmen dürfen, die Er weinte als Er auf Jerusalem blickte.

Hier ist das Gesetz der Hierarchie Satana. Jesus von Nazareth ist es gelungen, über die Erde einen Ausweg aus dem Gesetz herauszufinden und damit aus der Verbannung  der  Hierarchie Satana. Ihm ist es gelungen und was tut Seine Liebe ?  Er kehrt immer wieder zurück in Seiner Wiederkunft und holt die Liebesempfänglichen immer wieder in einem ewigen Kreislauf heraus in Seinen göttlichen Bereich, in Seine Gottes- und Gnadensonne oder in die Freiheit der Liebe.

Die Gnadensonne steht nach Swedenborg im Osten des 1. Liebehimmels, in einem  45  Grad-Winkel  wie in einem Aufgang. Es ist eine begrenzte Sonne und sie verkündet die Gegenwart Gottes in Seiner Liebe in diesem Himmel. Sie  erscheint  den  himmlischen  Engeln  begrenzt, nicht weil sie begrenzt ist, sondern weil die Engel begrenzt sind. Da  muß  schon  ein  großer Geist kommen, der diese Sonne erfahren kann.

Im Grunde des Grundes ist die Träne, die Jesus Christus um dich und mich, um  uns  geweint hat, eine grenzenlose  Träne, ein lebendiges Wasser, das in goldenen  Fluten  diesen  Sonnenkörper  Seiner  Liebe  umspült.  Durch  dieses Gewässer müssen wir  hindurch,   das  eine schwingende Vibration ist. Gott ist in dieser innersten Herzenssonne gegenwärtig. Es ist das Gesetz der göttlichen Liebe, der Freiheit, diese Liebesfreiheit  befindet sich inmitten  des kleinen Fünkleins. Meister Eckehart nennt es Fünklein, eine stille Glut, ein  Etwas.  Alle  Namen, so spricht der große Weise weiter, spotten dem wahren Wesen dieses Fünkleins. Indem wir das Fünklein nennen, entgleitet es unserem Verständnis. Wir  können  von  Gott  nicht  reden, spricht der Meister. All unser Reden ist nur im Gesetz  gebannt.  Darum  schweige  vor  Gott und karre nicht  über Ihn , willst du Ihn nicht entweihen. Trotzdem, wir werden immer wieder neu gezwungen, über den lieben Gott zu reden. Weil ja unsere Seele davon spricht.  Das  Sehnen unserer Seele will Gott immer wieder neu erleben. Jedes Erlebnisbild von Gott baut von Ihm ein eigenes Bild. Jeder hat das Gesetz: Du sollst dir kein Bildnis  machen. Aber  wir  können doch nicht an etwas denken. Wenn du an irgend etwas  denkst,  dann  laufen  deine  Sinne hinaus und formen ein Bild  von deinen Gedanken. Es wird in deine Umwelt reflektiert und du kannst es dann schauen.Ganz gleich, welche Dinge der Natur oder der übersinnlichen Welt wir schauen, all unser Geschautes ist ein Hinauslaufen und ein Bildermachen. In dem  Augenblick, in dem die Seele ein Bild gestaltet, ist sie nicht bildlos. Wer nicht bildlos ist, kann Gott nicht erfahren. Mein Gott, was sollen wir denn tun ?  Im Gesetz gibt es keinen Ausweg. Das Gesetz ist der Todeslauf. Solange wir im Gesetz sind, sind wir Sünder, das sagt Paulus  schon  in  seinen Briefen. Nur die Gnade, spricht  Paulus weiter,  macht euch vom Gesetz frei. Da hat man ihn schon mißverstanden.

Unter Gnade versteht auch das Lorber-Werk eine Sonne. Eckehart von Hochheim sieht in die-ser Gnade den Durchbruch aus der Hierarchie Satana in den freien Raum der Göttlichkeit, wo wir total ein- und untergehen mit allem, was an uns ist.

Der Herr hat dies durch Meister  Eckehart  verkündet , weil er  die  Bereitschaft  hatte, dieses Mysterium in aller Klarheit zu empfangen. Er sprach, alles, was ich in meinen Predigten ausgesprochen habe,  kommt unmittelbar aus dem Herzen Gottes. Wer die Predigten hört und nicht versteht,  der bekümmere sein Herz nicht damit. Sie sind eine unmittelbare Wahrheit aus dem Herzen Gottes. Nur der, der dieser Wahrheit gleicht, wird sie verstehen. Wir können sie buchstäblich fassen und begreifen, was Gott uns da sagt, aber das Erleben erfolgt in unserem eigenen Körper.

Die sieben Stufen der Wiedergeburt vollziehen sich in den sieben Lebenszentren unserer  Wirbelsäule und unseres physischen Körpers, in dem diese großen Zentren für Gott geöffnet sind.

Der übrige Körper besteht nur aus zahlreichen Kanälen, selbst unsere Haut besteht aus unzähligen Kanälen, die nichts anderes tun als die göttliche Liebe und Weisheit  aufzusaugen.

Weisheit ist das Gesetz, sie ist auch der Zorn Gottes, wie er auch im alten Testament genannt wird. Die Liebe Gottes ist die Wärme, die Energie und sie ist die große Erbarmung, die uns alle annimmt, wie wir sind. Es ist die grenzenlose Geduld Gottes, die uns immer  wieder  alles vergeben kann. Denn Jesus sagt: „Ihr werdet nicht aus eurer Stärke  wiedergeboren,  sondern

aus eurer Schwäche.“ Am Ende unserer Laufbahn müssen wir eingestehen und bekennen, daß wir trotz  aller  Anstrengung , trotz des Einsatzes aller Kräfte  faule, unnütze  Knechte  waren.

Wohlgemerkt, erst nachdem wir alles getan haben, sind wir  in  den  Würdenstand  der  faulen Knechte gekommen. Erst dann, wenn unsere Seele gedemütigt  niedersinkt  und  bekennt, Vater , ich vermag nichts. Wir müssen also an Weisheit unwissend  werden, um  aus  der  Unwissenheit liebeweise zu erwachen. Wir müssen  unserem Wollen, das  sich in stärkster Kraft entfaltete, zu einem Nichtwollen kommen, damit Gott durch  uns wollen  kann. Wir  müssen  mit einem Wort, wie es Jesus von Nazareth auf einem Berg verkündete, geistig arm werden. Eckehart sagt uns in der 32. Predigt, daß die geistig Armen selig sind und er sagt, daß  arm der  ist, der nichts mehr weiß, der nichts mehr hat, der nichts mehr vermag, denn er ist  leer geworden

für das göttliche Wissen, für das göttliche Wollen und für das  göttliche  Vermögen. Daß wir dahin kommen, dazu möge uns der Vater helfen.

Jetzt wollen wir  noch  einmal  in  einem  kleinen  Überblick  schauen, wie das  alles  war,  wie  Gesetz und Liebe sich geschieden haben, damit sich das  Gesetz  in  der  Liebe  finde  und  die  Liebe  sich im Gesetz erfülle.

Kehren wir wieder in das Herz Gottes zurück. In diesem Herzen Gottes sind wir in der Liebe innen geblieben und in der Weisheit des Gesetzes ausgegangen. Wir träumten bei diesem Ausgang den Traum unserer Geschöpflichkeit. Wir wurden gleich wie Gott. Im Anfang war das Wort bei Gott. Gott selbst ist das Wort. Gott hat sich verwirklicht  in dieser unserer Wortwerdung, zum ersten Mal in einer geistigen Form, die wir die Hierarchie Satana nennen. Aber es wurden auch  sieben  Zentren  gebildet,  die  sogenannten  sieben  Hierarchien,  die  Erstschöpfungen Michael, Raphael, Uriel bis  zum Zuriel hin. Alle diese Urerzengel sind eigentlich nichts anderes als die sieben Lebenszentren oder die sieben Geister Gottes,  die  uns  verwirklichen wollen. Sie haben sich im Geistigen gebildet und werden immer sein.

Im Anfang schuf Gott Eins. Aus Eins wurden Drei und aus Drei wurden Sieben. Die Einheit ist im Herzzentrum. Aus dem Eins entstanden Drei. Es wurden Bereiche geschaffen, die man Geist, Seele und Stofflichkeit oder Körperlichkeit nennt.

Diese 3 Bereiche wurden dann weiter gebildet. Aus diesen  Drei  entstanden  in  einem  Geistkörpet gebunden die Sieben. Dieser eine Geistkörper mußte sich im Laufe unseres Ausganges aus Gott teilen in Frau und Mann. Der androgyne Menschentyp wurde geteilt und aus der Teilung heraus entstand die Unendlichkeit der Seelenentfaltung und Seelenentwicklung, die  individuell ganz verschiedene Wege gegangen sind. Es gibt Geschöpfe, die Menschenform  haben und es gibt Geschöpfe, die Menschenform haben und Kinder Gottes sind. Dies ist  der  Unterschied. Die Menschen, die hier auf dem Erdkörper inkarniert werden, sind Kinder Gottes, sie sind Menschenformen, die diesen Weg ohne  Ausnahme  gemacht  haben,  bis  zur  Teilung  in Mann und Frau. Dann hat sich der Weg verspreitet. Das Seelenpotential  hatte  sich sozusagen zerstreut aus den 7 Lebenszentren. Zerstreut in einem großen Gefüge und hat  eine  Evolution durchlaufen über Mineral-, Pflanzen- und Tierreich bis zu den Primaten, d.h. den  ersten  Menschentypen. Nach dem Gesetz der Dualteilung, die schon vor dem Kosmos war, da wurden wir wieder gesammelt und gebündelt und endlich  auf  den  Erdkörper  inkarniert,  auf  dem  Jesus Christus selbst Mensch geworden war. Wir  haben  hier  die  lange  Seelenevolution  durchlebt und hier haben wir die Chance, in uns selbst die Wiedergeburt zu vollziehen. Wir müssen nicht wieder den Weg zurückgehen, sondern der Weg geht aufwärts wieder über die  sieben  Stufen der Vollendung entgegen.

Der Mensch hat ein Herz, eine  Seelenwurzel, ein  Stirnchakra, ein Scheitelchakra, ein Schilddrüsenzentrum,  ein Sexualzentrum, ein Sonnengeflechtzentrum. So entstehen 7 Zentren, die der Mensch wieder sammeln muß. Der liebe  Gott  hat  gesehen, wie  schwer  es  ist,  daß  ein Mensch dies in einem Leben vollbringen kann. Die Sehnsucht der  Liebe  wartet als  Urich  im Herzen Gottes, bis sich der Kreis wieder schließt. Dieses Urich in euch  nennt  Meister  Ecke-hart, soweit ich es verstehen  konnte,  das  Jesusbewußtsein.  Viele  verstehen  darunter  Christusbewußtsein. Trotzdem gibt es einen Unterschied in diesen  Definitionen. Es gibt  einen  Jesusbegriff, den man als Mensch erkennt. Es gibt einen Gottbegriff, den man als Jesus  versteht. Da unterscheiden sich die Verständnisse auf diesem Erdkörper. Aber im Grunde des Grundes meinen vielleicht Hindus und Buddhisten, Christen und Juden dasselbe. Nur bleiben  sie in  ihrem Verständnis in der letzten Höhe eben hängen. Die  Einheit  der Herde  Christi ist da  noch  nicht gegeben . Jesus Christus hat uns geführt. Er hat gesagt, ihr habt mein Wort angenommen,   es ist ein Medium, daß das Herzzentrum öffnet und  zugleich  das  Bewußtsein zwischen den Augen, das 3. Auge wird zugleich geöffnet, es ist das  Stirnchakra,  das  sich  für  die  geistige Welt öffnet  aufgrund des geistigen Sinnes des Wortes. Wer den geistigen Sinn dieser nachbib-lischen Verbaloffenbarung, unter der ich die Neusalemslehre verstehe, nur buchstäblich auffaßt, hat keinen Zugang zum Stirnchakra. Es bleibt dann verschlossen.Dieses Augeist ein Sender Auge, ein Zeuge Gottes, Jesu Christi. Dieses Auge kann nur dann geöffnet werden, wenn der Mensch auch durch den Liebesgeist im Herzen geweckt wird. Dann öffnet  er  über  die  sogenannte Thymusdrüse, hinter  dem  Brustbein  gelegen,  die  in  einem  gewissen  Schlafzustand kommt, sobald die Sexualität erwacht ist. Die Thymusdrüse zieht sich dann  zusammen. Wenn die Sexualität total überwunden wird, erhält die Drüse wieder  ihre  Wirkkraft . In  einer erwachenden  neuen Farbe bringt sie dem Körper Heilung und  bewirkt,  daß  sich  das  Halschakra öffnet. Das Halschakra ist noch empfangend. Aus den Lichtströmen des göttlichen Wortes von außen empfängt dieses Zentrum , bündelt  die  Ströme mit  der  Liebe  des  Herzzentrums  und bricht aus in das Stirnchakra, das  durch  die  Segnung aus  dem  Scheitelchakra  erwacht. Dies konnten die Apostel in der Gegenwart Jesu erleben. Sie mußten 3 Jahre an der Seite von Jesus leben, damit sie dazu fähig wurden. Ihre Erleuchtung, die sie im  Scheitelchakra  erlebten,  hat sich dort wie eine Licht- und Liebeblüte entfaltet und es kam der neue Morgen einer neuen Bewußtheit. Sie waren vom Geiste Gottes gesegnet und konnten in allen Sprachen sprechen, wie die Schrift sagt. Ihnen wurde die Sprache Gottes geöffnet, weil sie den Geist  der  Schrift  verstanden. Aber, was das Seltsame ist, diese tausendblättrige Blüte, die man auch als Lotusblüte bezeichnet, sie schließt sich wieder abends, wenn die Sonne untergeht. Es verklingen die Melodien des göttlichen Tones der Symphonien. Sie verklingen in der Weite und wir sind wieder im Naturzustand.

Jesus hat uns also mit Seiner Jerusalemslehre die Möglichkeit geschaffen, unser Herz und unser Hirn zu verbinden. Ihm  ist es  gelungen,  die Zirbeldrüse  (Anhangdrüse  am  Zwischengehirn) und alles, was im Gehirn in beiden Hemisphären ist,  mit dem Herzen zu verbinden. Über das Kleingehirn führt ein Gangliensystem direkt hinunter in das Herz. Es  liegt  auch  eigentlich inmitten der Brust und es flammt mitten aus dem Herzen. Es ist ein ganz neuer Geist, den uns Jesus geschenkt hat. Wer diesen Kreis, das Bündnis  mit Jesus geschlossen hat, der hat erneuert, was damals dem Noah gezeigt wurde als er die neue Erde betrat und die Arche verließ.

Das Wasser hatte sich verlaufen  und die Erde war von der Sünde gereinigt worden. Da sah er den Regenbogen. Die Farben des Regenbogens sind eine Reflektion des Bundes mit Gott. Sie enthalten genau die Zentrenfarben unserer Chakren.  Das ist das Wunderbare, diesen Bund erneuert  Jesus wieder in uns. Wieder gibt Er uns dieses Bundeszeichen und verbindet  so  Herz und Gehirn, die oberen Zentren.

In die unteren Zentren geht Er nun mit uns gemeinsam . Er steigt also in die niederen Bereiche und öffnet diese Zentren. Das ist unsere Sicherung, damit wir keine Rückfälle  erleben.  Er  erhöht dann die Schlange, die Kundalini-Kraft,  die im Wurzelzentrum verschlungen ruht. Diese satanische Schlange ist die Lebenskraft   und die Vitalität in der roten Farbe. Es ist eine Warnfarbe aber auch die Farbe des neu erwachenden Lebens wie in einer aufblühenden Rose. Dorthin begibt Er sich mit uns hinunter, Hand in Hand und  Herz  in  Herz verschlungen. Werden diese unteren Zentren dann mit dem gesamten Chakren-System in Harmonie  gebracht,  gehen wir in die Verklärung ein. Dann führt uns unser geliebter Jesus auf dem großen Kreis weg, den Er eigentlich schon immer mit uns beschritten hat, ohne daß wir Seinen Namen kannten. Dann geht Er mit uns das letzte Stückchen in das Vaterherz zurück.  Der  Kreislauf  unserer  Sünde, unserer Heiligung, unserer Verklärung ist vollzogen. Niemand weiß, wie lange wir dafür brauchen. Es wurden Avatare befragt, welcher Weg  kürzer  sei,  der  ohne  Jesus  Christus  in  der Selbstverwirklichung oder der mit Jesus Christus in der demutsvollen Christus-Jesus-Verwandlung. Sie wußten es nicht. Der Herr  antwortet  darauf,   daß  die  Stunden  der  Wiedergeburt nicht mit den äußeren Stunden gemessen werden können. Eines  ist  gewiß:  Das Ziel ist das gleiche , die Einheit der Seele mit Gott dem Vater. Wer sie anstrebt und wie der Weg von den Einzelnen gegangen wird,  bleibt individuell jedem überlassen. Glaubt nicht, daß  die  Christen bevorzugt sind. das wäre ungerecht von Gott. Die christliche Religion ist ein Angebot der Liebe, die uns mit der Dualität Jesus verbinden kann, in der Jesus unser Bräutigam wird. Wer  Jesus bräutlich lieben kann, der geht mit Ihm den schnellsten  und sichersten Weg. Wer es  ohne Ihn kann und versteht, der geht auch seinen Weg, kümmern wir uns  nicht  darum.  Kümmern wir uns einzig um den Weg, den wir gehen wollen. Euer Herz muß entscheiden. .Jesus sagt, Mir ist es ganz gleich ob einer heiß oder kalt ist, aber die Lauen speie Ich aus. Lauheit des Herzens ist die einzige Barriere, die diesen Rückweg sperrt  und  unendlich  lang  werden  lassen  kann. Deswegen haltet euer Herz jugendfrisch in der Liebe zu unserem Bräutigam in Jesus Christus.