Karl Dvorak Seminar in Südtirol im August 1983

 

Abschnitt  Duallehre

Gehen wir in die Zeit zurück als Adam hier auf Erden noch als Vollmensch lebte (siehe Kapitel 18 Mysterium Magnum  )

In diesem Abschnitt war er noch so wie ihn Gott als Hermaphrodit geschaffen hatte, als ein Bild und Gleichnis Gottes, mit einem feinstofflich materiellen Körper.

Durch Jakob Lorber wird diese Epoche nur in „Erde und Mond“ kurz dargestellt. Dort fällt auch einmal das Wort Hermaphrodit. Der Hermaphrodit vereinigt in sich männliches und weibliches Prinzip und ist geschlechtslos. Dies war der Urzustand des Menschen vor seiner Paradiesaustreibung. Da lebte Adam in einer Welt, die noch nicht so hart materiell war wie sie heute ist. Die Materie hatte eine feinere atomare Struktur. Dies sagt uns der Herr in der „Haushaltung Gottes“ nur mit einem einzigen Satz: „Sehet als das Menschengeschlecht in Adam gefallen war, da ergrimmte die Gottheit im Zorne und zerriß die ganze Schöpfung. Dann setzte sie Gott wieder zusammen. ()

Diese Ausführungen werden von uns oft zu materiell verstanden. Wir glauben, daß die Schöpfung so wieder zusammengesetzt wurde, wie sie vorher war. Mit der neuen Schöpfung bestand aber eine neue atomare Struktur. Vor Adams Fall war die Frequenz der materiellen Schwingung viel höher. Die Materie war feinstofflicher. Die vor dem Fall bestehenden Kulturen konnten z.B. Bauten errichten wie es heute nicht möglich ist. Hiervon zeugen z.B. die ägyptischen Pyramiden. Wissenschaftler haben festgestellt, daß die Radiokarbon-Methode, mit deren Hilfe man das Alter der Erde und von Materialien bestimmen kann, exakt nur bis etwa 4000 Jahr vor Christi funktioniert. Dann gebe es einen Bruch. Der Bruch hängt mit der geänderten atomaren Struktur zusammen.

Das Vollmenschentum zur Zeit Adams vor dem Fall beschreibt Jakob Böhme (siehe z.B. Mysterium Magnus, Kap.18:)

Mit Adam sind wir alle in einen Schlaf gefallen. Heute sind wir nur noch Halbmenschen, geteilt in Mann und Frau. Dies ist der Grund, weshalb die Frau den Mann und der Mann die Frau sucht, um wieder ein komplettes Wesen zu werden. (siehe Webseite von Gerhard Wehr, hier auszugsweise: ) Dies ist der Wesenskern der Liebe zwischen den Geschlechtern.

Merken wir es uns, daß immer nur eine Eva aus einem Adam sein kann. Ein solches Paar nennen wir Dual. (vgl. Dr. Lutz ) Der Herr nennt eine solche Verbindung "die eheliche Liebe". Emanuel Swedenborg hat darüber ein eigenes Werk geschrieben (Die eheliche Liebe ) In diesem Werk werden das Wesen der ehelichen Liebe, der buhlerischen Liebe und die verschiedenen Stufen der Verfallsliebe genau beschrieben. Hier erfahren wir, daß zusammengehörende Paare auf Erden in der Regel  zur gleichen Zeit geboren werden.

http://www.annemarie-lothar-privat.de/ehel.liebe/die%20eheliche%20Liebe%20v.e.s.htm

Die Dualzusammenführung kann nur dann geschehen, wenn der Mensch seelisch reif geworden ist. Vor dem Finden soll er bereits die Eingeburt erlebt haben,  mit andere Worten: er soll den neuen Liebegeist aus Jesus Christus bereits empfangen haben.  Dann ist das Liebegeist-Bläschen bereits geplatzt, sodaß der Urichgeist in den Geburtsgeist erstmals bereits einfluten konnte.

Wenn dies noch nicht geschehen ist, sind bei der Dualzusammenführung erhebliche Hürden vorprogrammiert. Die Duale verlieben sich dann auch und sie erkennen sich irgendwie, aber ihre Liebe ist in ihrer Aufflammung noch voller Begierden, sodaß beide durch Leid geführt werden, um dieses Falsche zu überwinden.

Im Großen Johannesevangelium können wir nachlesen, wie der Schlaf Adams und das Werden von Eva aus seiner Rippe zu verstehen ist ()   In Adam hatte sich im Vollmenschstadium ein Gefühl der Liebe kultiviert, es wurde immer stärker und drängte danach, einen gleichgesinnten Partner neben sich zu haben. Daß Vollmenschen in Mann und Frau geteilt werden konnten, wußte er nicht, er wünschte sich an seiner Seite nur einen Gefährten. Nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung hätte er diese Regung dem Urheber, nämlich Gott, zurückgeben sollen. Er sollte diese Regung auf den Herzensaltar seiner Liebe legen. Dies tat er nicht, so daß sich in ihm etwas bildete. Er hatte nur eine feinstoffliche Materie als Leibhülle, die noch nicht so hart wie heute war. In Adam entwickelte sich seine Liebe so stark, daß sich in ihm ein kleines Wesen bildete. Wäre jetzt Gott nicht eingeschritten, wäre Adam schizophren geworden. Seine Persönlichkeit hätte sich gespalten, denn in ihm herrschten Gottimpulse vor und in dem neuen in sich gebildeten Wesen entwickelten sich  Lebensimpulse, die nicht mehr direkt aus Gott kamen, sondern von seinem Eigenwillen umhüllt waren. Das Adamswesen hätte sich zersprengen können.

Nach der Schrift ließ Gott auf Adam einen Schlaf fallen. Die Rippe steht für die aus Eigenem gebildete Gestalt in Adam. Gott mußte dieses Wesen aus Adam lösen, es wurde Caiva genannt. Caiva ist der hebräische Name für die Eigenliebe. Die Eva war in ihm das weibliche Prinzip. (Erinnern wir uns: so hat Gott in Sich jeden von uns gebildet. Wir alle sind vorrangig ein Teil Seiner göttlichen Weisheit. Im Stadium als Vollmensch war aber auch das göttlich männliche Prinzip ungetrennt neben dem göttlich weiblichen Prinzip. Wie Adam vollzogen wir alle die Trennung) Der Vollmensch wurde in zwei Wesenheiten gespalten. Bei dieser Teilung bekamen beide die tierischen Attribute und ihre Materie erhielt eine andere Frequenz. Der geteilte Mensch war jetzt nicht mehr unsterblich wie der Vollmensch, Adam und Eva konnten jetzt altern und sterben.

Als Vollmensch konnte Adam seine Zellen in seinem feinstofflichen Körper immer wieder neu aufbauen, er konnte deswegen nie krank werden, denn alle Zellen wurden immer wieder neu erweckt. In ihm war die Schöpferkraft vorhanden.

Schieben wir die Schuld für das Abhandenkommen der Gottkräfte nicht auf Adam. Wir alle waren einmal dieser Adam. Unser erster Versuch einer Menschwerdung in feinstofflicher Art war unser Adamszustand als Hermaphrodit. Diesen Zustand haben wir alle einmal erlebt, wir haben uns einmal ebenfalls geteilt. Für jeden von uns lebt irgendwo seine verlorene Hälfte.

Für die Epoche der Vollmenschheit war die Teilung eine Katastrophe. Das herrliche und strahlende Urmenschenbild verblaßte zum tierischen, naturhaften Menschen.

Adam war ein Versuch Gottes, ein Engelsgeschlecht auf Erden zu gründen, um mit Hilfe dieses Geschlechtes alle aus der Hierarchie Satanas Gefallenen wieder zurückzuführen. Der erste Mensch, der aus Adam geboren wäre, hätte er nicht seine Eigenliebe aktiviert, wäre wieder ein Vollmensch gewesen. Er wäre aus dem Sonnengeflecht wie ein Dunstschleier aus einem See ausgetreten. Der Dunstschleier hätte sich zum neuen Vollmenschen verfestigt. (Ähnlich tritt unsere Seele nach dem Sterben ihres irdischen Leibes aus dem Sonnengeflecht aus. Sie ist zunächst wie ein Nebel und nimmt nach und nach Menschenform an - siehe "Der entschleierte Tod" von Gisela Weigl/Franz Wenzel, Aquamarin Verlag) Dieser erste Mensch wäre Jesus gewesen. Jesus wäre der König dieser Erde geworden. Dieses Königreich wird von den alten Propheten immer wieder erwähnt. Die Zeugen Jehovas schwärmen jetzt noch von diesem Königreich. Es wird einmal wiederkommen, noch ist aber die Zeit dafür noch nicht reif. Es muß erst wieder die feinstoffliche Schwingung wie zur Zeit Adams vor seinem Fall bestehen. Im Feuer des großen Hundes im begonnenen Wassermannzeitalter sind solche feinstofflichen Schwingungen enthalten.

Durch Jakob Böhme sagt uns der Herr, daß der alte Adam wiederkommen muß. Dies ist ferne Zukunft. Wir können sie bereits geistig erleben. Jeder Mensch muß es erleben, wenn er vollendet, eins mit dem Vater werden möchte. 

In der Epoche des Vollmenschen wäre eines nicht möglich gewesen: So wie wir heute beschaffen sind, wären wir nicht zum Zuge gekommen. Wir hätten die Gott-Kindschaft nicht so schnell erwerben können. Dann wären nur die edelsten Reinseelen ausgeboren worden. Alle anderen Seelen aus der gebannten Materie hätten sehr lange warten müssen, um so weit zu reifen, um eine Reinseele zu werden. Den Fall Adams und die Teilung in die Zweigeschlechtlichkeit nahm Gott zur Beschleunigung. Die Seelen mit einem Niederseelenanteil können sich jetzt viel schneller entwickeln. So hatte Gott dennoch viel gewonnen. Für die Menschen gab es jetzt aber auch das Leid, den Scherz und den Tod. Sie sind Bestandteil des niedrigeren Schwingungszustandes.

Wir können uns fragen, was besser ist: Ein seliges Leben als Vollmensch mit einem Ziel der Einheit mit Gott, das unendlich weit weg gerückt war oder ein kurzes Leben mit Krankheit, Ungemach, Tod, aber mit der Chance, innerhalb von einer Inkarnation den Jesu-Liebegeist zu erhalten. Aus heutiger Sicht erkennen wir, daß der Vater unseren Weg abgekürzt hat. Für diese Abkürzung mußte sich unser himmlischer Vater aber Selbst inkarnieren und Sich für uns  kreuzigen lassen.

Mit dem Fall Adams setzte ein neues Dasein ein. Jetzt sind der göttliche Liebegeist und der göttliche Weisheitsgeist in Mann und Frau getrennt. In diesem Dasein ist es nun möglich, Seine höchste Liebe, die eheliche Liebe genannt wird, in einem Dualpaar bis zur Vergöttlichung aufflammen zu lassen. Diese eheliche Liebe zwischen einem Dualpaar ist so unendlich schön, daß man sie nicht missen möchte. So wurde für uns eine neue Ebene eröffnet, die bis dahin noch nicht möglich war. Der Vollmensch hatte alles in sich. Seine Regungen können wir heute nicht nachvollziehen. Wir können es nur aus den Worten nachempfinden, die einmal Raphael spricht. Raphael stammt aus einer Hierarchie, in der es Vollmenschen gibt. Alle Urerzengel außerhalb der Hierarchie Satanas sind nicht gefallen. Als Raphael zur Zeit von Jesus dienen durfte als Cyrenius in Ägypten anwesend war, zeigte er sich etwas verhüllt als Vollmensch. Er sagte: "Ich kann Mann und Weib zugleich sein. Ich fühle mich unendlich glücklich und selig. Cyrenius bewunderte seinen Körper und beschreibt seine Schönheit.Er spricht von einer Weichheit, von seiner Fülle, von seinem Ebenmaß und einer Liebesausstrahlung, die Cyrenius in voller Liebe zu ihm erbrennen ließ. Auch andere Römer hatten sich in ihn verliebt. Denken wir auch an Eudokia, die sich in Gabriel verliebt hatte. Raphael durfte seine volle Schönheit gar nicht zeigen. Er mußte sich immer umhüllen. Zu diesem Zweck verschlang er ganze Fische. Kaum kamen sie in seine Mundöffnung, so lösten sie sich bereits in geistigen Stoff auf. Er brauchte materielle Substanzen, um seine Schönheit abzudecken und seinen stofflichen Körper zu erhalten. Er vermochte einen Fisch im Nu in seine Wesenheiten zu verwandeln.

So ernährte sich auch Adam als Vollmensch, ohne zu essen. Er nahm die Substanzen aus dem Sauerstoff der Luft. Diese Nahrungsaufnahme ist für uns noch Zukunft. Einmal kommt die Zeit, in der wir wieder wie zur Zeit Adams als Vollmensch leben können. Im Jenseits erleben wir dies auch schon irgendwie, denn dort essen wir das, was wir gedacht und gewollt haben. Bischof Martin aß sein isländisches Moos, solange er noch nichts anderes vermochte. Seine Gedanken waren erst spärlich und kümmerlich. Erst nach und nach kam er zu einer besseren Nahrung, bis er endlich aus den Himmeln mit Brot und Wein gespeist wurde. Brot und Wein sind göttliche Liebe und Weisheit. Von dieser Hauptnahrung leben wir.

Wann werden wir wieder ein Vollmensch? Der Herr sagt, daß wir hierzu wiedergeboren werden müssen. Zuerst wird unsere Seele vollkommen von unserem Geburtsgeist beherrscht. Dann hat der Mensch alle Triebe und Leidenschaften in den Griff bekommen. Aus seinem Herzen liebt er seinen Nächsten wie sich selbst. In diesem Zustand befindet er sich im Paradies. Hier wird er dafür reif, den Tag der Eingeburt zu erleben. Geburtsgeist und der aufgebrochene Liebegeist verschmelzen erstmals. Sein Herz entflammt in Liebe zu Jesus, seinem Gott und Vater. Wenn dies geschieht, schiebt Jesus zwischen Sich und der in Liebe entflammten Person sein Dual. Nur durch unser Dual können wir uns vollenden und unsere Liebe so veredeln, daß sie von Jesus angenommen werden kann. Zuvor ist unsere Liebe noch eine Halbliebe. Uns fehlt das andere Prinzip.Dem Mann fehlt das weibliche, der Frau das männliche Prinzip. Dem Mann fehlt noch die Liebeskraft der schmelzenden Hingabe der Frau. Er muß diese Liebeskraft in der schmelzenden Hingabe durch sein Dual erleben. Dualzusammenführungen können wir in "Bischof Martin" wie in "Robert Blum" lesen. Sie begegneten ihrem Dual in dem Augenblick, in dem ihre Liebe am höchsten flammend wurde. Solche Begebenheiten finden wir auch in der Haushaltung Gottes oder im Großen Evangelium Johannes (Faustus und Lydia; Cyrenius und Tullia). Stets kamen sie in dem Augenblick, in dem ihre Liebe die Kraft erreicht hatte, die zu einer Erhöhung fähig war.

So geschieht dies auch im Irdischen. Hier treten nur mehrere Hindernisse auf. Hier werden wir auch schon vor einer Dualbegegnung vom anderen Geschlecht verlockt und verführt. Hier heiraten wir auch Personen, die nicht unser Dual sind. Ist dies geschehen, kann die göttliche Vorsehung die Duale nicht mehr zusammenführen, denn bereits geschlossene Ehen dürfen nicht gebrochen werden. Hier hört die göttliche Vorsehung auf zu wirken, von Ausnahmen abgesehen. In Ausnahmefällen gibt es diese starke Liebeskraft, die befähigt, ein auftauchendes Dual zu erkennen. Eine Verbindung ist hier wegen der bestehenden Ehe ausgeschlossen.

Zur Zeit Adams waren Dualzusammenführungen die Regel, heute sind es seltene Ausnahmen. Dann wundern wir uns über die Gleichförmigkeit des Charakters von Mann und Frau, obwohl beide Extreme sind. Zwischen beiden herrscht eine unheimliche Harmonie. In ihren Bewegungen, Gesichtszügen, Gedankengängen, Willensregungen, Empfindungen, in allem, was ihr Gemüt , ihre Seele, ihren Geist ausmacht, findet sich eine Ähnlichkeit. Selbst ihre Körper haben eine Ähnlichkeit in der Struktur, im Aussehen, im Antlitz und je älter sie werden, je mehr werden sie ein Abbild voneinander.

Gott hat vorgesehen, daß sich Ehepaare finden und nun als Ersatz für ein Dualpaar dienen, um auch in einer solchen Ehe die Wiedergeburt zu ermöglichen. Sind beide auf Gott ausgerichtet, dann dient die Frau dem Manne als Medium, vom Geiste des weiblichen Duals Strahlungen aufzunehmen und auf den angetrauten Mann weiterzuleiten und dadurch ihn weiter zu erwecken. Jede Frau, die ihren Mann von Herzen liebt, kann doch in ihrer echten Liebe ein Medium für das Dual sein. Hier muß aber eine echte eheliche Liebe herrschen, wie sie Swedenborg in seinem gleichnamigen Buch beschreibt. In solchen Fällen wird auch der Mann zum Medium für seine Frau. So können beide von den echten Dualstrahlungen erfaßt und auf beide weitergeleitet werden. So kann die Liebe in beiden veredelt und immer reiner werden.

Der göttliche Geist im Mann wie in der Frau hat das Endziel im Auge, daß sich die Duale finden, damit die bestehende Liebe der Jesu-Liebe immer mehr angeglichen werden kann. Besteht keine Dualehe, dann entdecken die Partner aufgrund der erhaltenen Impulse, daß es im Partner Seeleneigenschaften gibt, die der eigenen Seele mißfallen. Dieses Erkennen läßt ihre flammende Liebe abkühlen. Konflikte und Streitigkeiten entstehen. Jeder erkennt das Fremde im Du. So entsteht nur ein Nebeneinander, das nicht völlig von der reinen Gottliebe erfüllt werden kann.

Doch der echte Christ nimmt diese Konflikte freudig an, um daran zu lernen und weiter zu reifen. Er steigt aus der Ehe nicht aus. Was die Liebe zusammengeführt hat, soll erst der Tod scheiden. Dem Partner sollen wir in großer Liebe dankbar sein, daß er ein Mittler zwischen dem Urweiblichen oder Urmännlichen ist. Diese Mittlerschaft ist eine hohe, verantwortungsvolle Aufgabe. Auch durch sie wird beider Liebe veredelt. Alle entstehenden Konflikte nehmen wir dankbar an, um weiter zu reifen. Gott hatte mir nach dem Gesetz der Vorsehung gerade den Partner zugeführt, der für meine Seelenschwächen der richtige Schleifstein sein kann. Hierfür sollen wir danken, denn jede Konfliktlösung veredelt ein Seelenbild, das noch gottfern war. Dadurch werden alle unsere Grobheiten abgeraspelt, sodaß unsere Seele immer lichtdurchlässiger wird und sich immer mehr in uns eine Hütte Gottes gestaltet. So hilft einer dem anderen und so kann auch in einer solchen Ehe die eheliche Liebe gedeihen. Die eheliche Liebe ist die höchste Vorschule für die Gottliebe.

Demgemäß können die Liebearten wie folgt abgestuft werden:

Gottliebe  -  Dualliebe  -  Nächstenliebe  -  Selbstliebe mit allen Untergruppen 

Ist die Nächstenliebe in unserer Seele perfektioniert, sodaß wir seelisch wiedergeboren sind, so ist diese fähig, eine eheliche Liebe völlig zu verstehen. Hier nimmt sie den Partner als Geschenk Gottes und erkennt es auch als Sein Geschenk, sie liebt es und gibt auch diesem Wesen seine ganze Liebe. Jetzt flutet die Liebe hin und her, sodaß beide Herzen für eine Verschmelzung vorbereitet werden. Sie können nur nicht bald eins werden, wenn sie keine Duale sind. Sie erreichen jedoch eine Vorstufe, die zur Treue verpflichtet. Erst mit dem Tod bestehen für uns andere Gesetze.

Denken wir an Robert Blum. Er liebte seine irdische Frau von ganzem Herzen. Noch im Gefängnis schrieb er ihr einen langen Brief. Es ist ein glühender Liebesbrief. Nicht allzu lang war er im Jenseits, da bekam er von Jesus bereits seine Helena, ohne Rücksicht auf seine zurückgelassene ihn noch liebende irdische Ehefrau. (Hier kann der Verstorbene Mittler für die noch lebende Ehefrau werden, die ein anderes Dual hat! Am besten übergibt der Verstorbene die Zurückgelassene Jesus, Er ist es, der alles in rechter Weise leitet, wie ja auch die Zuführung des Dual´s von Robert im Jenseits) Im Jenseits bestehen neue Gesetze der Göttlichkeit und der göttlichen Vorsehung.

Viele Ehen laufen nach dem Tode weiter. Sie finden sich dort und wollen weiter zusammen sein. In der "Geistigen Sonne" wird von einer solchen Ehe erzählt. Hier konnte sich der Mann von seiner Frau nur schwer trennen. Er mußte gar eine Höllenfahrt eingehen, bis ihn die Engel Gottes herausreißen konnten, um ihn von seiner Frau zu lösen und ihm die Augen zu öffnen. Seine Frau verband sich mit Höllenbereichen und der Mann öffnete sich für die Himmel. Aus Liebe zu ihr folgte ihr der Mann in Höllenbereiche. Engel Gottes mußten ihm zu Hilfe kommen.

Die größte Gefahr besteht in Ehen, die in ihren religiösen Auffassungen ungleich sind. Dies kann sich auf unterschiedliche Zustandsebenen beziehen. Befindet sich der Mann im 1. Höllengrad und die Frau im Paradies, so kann diese Ehe nicht gut gehen, selbst wenn das Paar nach außen harmonisch lebt. Die Diskrepanz der Zustände und andauernde Differenzen bewirken eine Seelenschwächung. In diese Ehe schleicht sich die Kälte ein. Trotzdem dürfen sich die Partner nicht trennen. Die Frau hat diesen Mann gerade deswegen bekommen, damit sie ihre eigenen Höllenwesenheiten, die in ihr noch ruhen, durch die Konflikte mit ihrem Mann aufarbeiten kann. Diese Reibereien sind höchst notwendig. Würde die Frau aussteigen, dann lehnt sie die ihr zugewiesene Erziehung mit der Folge ab, daß sie die Reife nicht erlangt und dadurch ihre Wiedergeburt behindert. Sie würde mit einem neuen Partner vielleicht eine schönere Ehe führen, die in ihr schlummernden Teufelchen würden dann aber weiterhin in ihr unerlöst nisten und dann eines Tages doch noch aufbrechen. Uns ist bekannt, daß die Aufarbeitung im Jenseits sehr viel länger dauert. Aber auch das Aussteigen aus einer Ehe ist nicht zufällig, wir erhalten immer Impulse von Gott. Wir dürfen aber nichts forcieren, sondern müssen alles geduldig annehmen. Immer sollen wir Gott fragen. Es gibt Ehen, denen der Herr Innewerdungen für eine Trennung schenkt. Streng ist dieser aber von einem Eigenwunsch zu unterscheiden. Wir müssen uns in diesen Dingen sehr sensibilisieren. In Fällen, in denen eine Ehe kritisch wird, in denen es hohe Zustandsunterschiede gibt, können wir eine gute Lösung nur durch unsere Gottzuwendung finden. Bitten wir immer liebend unseren Vater, uns zu erleuchten. Der größte Fehler wird gemacht, wenn zum Beispiel ein Partner religiös ist und der andere nicht. Wenn er jetzt auf den Lauen dauernd eintrommelt, ihn auffordert, NO-Literatur zu lesen, Kassetten zu hören, zu Vorträgen mitzukommen, so ist dieses Verhalten für die Ehe der Tod des Glaubens und des Ehefriedens. Nur durch die Liebe über den Geist können wir den anderen belehren. Der Geist läßt sich nie von außen belehren, so er sich im Du neben uns befindet und wir mit ihm unter einem Dach leben. Wir schaden ihn sonst und drücken ihn nieder. Dieser Schaden fällt auf uns selbst zurück. Nur von innen heraus und in ganzer Liebe dürfen wir sein Herz erfassen und Gott danken, daß uns Gott diesen Partner zugeführt hat. Was uns gestern liebenswert war, daß muß uns auch heute gut sein. Lieben wir den anderen "gut", wenn er uns heute auch noch so böse erscheint, noch so kalt in Bezug auf unserer Religion und Glaubensauffassung ist. Den anderen "gut-zu-lieben", ist eine der wichtigsten Verhaltensregeln in einer bestehenden Ehe.

Wenn einer einen Fehler begangen hat, einen Partner verletzt, aus einer Ehe aussteigt, dann dürfen wir uns nicht selbst beschuldigen. Eine Selbstbeschuldigung ist noch ärger als die Tat selbst. Die Selbstbeschuldigung schadet jeden der Partner. Sie bildet in unserer Aura dunkle Wesenheiten, die das Licht Gottes abschirmen, so daß die freie Liebe Gottes nicht fließen kann. Die Selbstbeschuldigung überträgt auf den anderen Partner negative Suggestionen, mit denen er nicht fertig wird. Achten wir die Ehe hoch als ein Geschenk Gottes. Im Falle einer Trennung sollen sie alles Gott übergeben und es nicht noch einmal miteinander versuchen. Liegt eine Entscheidung vor, dann sollen wir zu diesem Ende durch Übergabe an Gott ja sagen. Erst dann dürfen wir uns in unserer Liebe einem anderen zuwenden, der in unser Leben getreten ist. Nun muß er für den Zurückgelassenen mit verstärkter Kraft beten und auf ihn die Liebe, die aus Jesus kommt,  auf ihn ausstrahlen, damit dieser die in ihm vorhandenen Schattenseiten aufarbeiten kann, um wieder selig und glücklich werden zu können. Nur so können die Partner einer getrennten Ehe und in einer neuen Ehe einen Rosengarten der Liebe beschreiten, wie der Herr durch Jakob Böhme formulieren ließ. In diesem Rosengarten können wir uns für die Wiedergeburt des göttlichen Geistes stärken.

Die eheliche Liebe ist mehr als nur ein geselliges Beisammensein, um nur die Probleme des Alltags aufzuarbeiten, ein sicheres Dach über dem Kopf und Kinder um sich zu haben. Die Ehe ist ein göttliches Sakrament, das uns von Gott gegeben worden ist. Es ist eine Flamme unserer Herzen, die uns befähigt, einen Menschen mehr zu lieben als uns selbst. Sie ist eine echte Liebe zum Partner und so groß, daß der eine bereit ist, alles für den anderen zu opfern. Wenn diese Opferbereitschaft nicht besteht, ist die Liebe keine eheliche Liebe, sondern nur eine buhlerische Liebe, wie es der Herr durch Emanuel Swedenborg gesagt hat. Die buhlerische Liebe ist auf Raub aus, um das Ego zu befriedigen. Aus diesen Gründen steht die eheliche Liebe über der Nächstenliebe. Die Nächstenliebe reicht nur zu einer Liebe, die gebietet, den anderen wie sich selbst zu lieben. Die eheliche Liebe gebietet, den Partner mehr als sich selbst zu lieben und die Bereitschaft zu haben, ihm das höchste Opfer zu schenken. Dies hat uns der himmlische Vater in Jesus Christus vorgelebt. Wenn wir die opfernde Liebe haben, dann ist die Ehe beseligend und harmonisch. Wenn unser Ehepartner schmollt, dann stimmen wir nicht darin ein. Jeder lenkt sofort ein und kehrt zur Gottliebe zurück. Einen Streit sollen wir spätestens abends ausgleichen. Wir sollen nie zu Bett gehen, ehe der eheliche Frieden nicht wieder hergestellt ist. Diese Haltung ist wichtig: "Vergib mir, ich habe es heute nicht besser gewußt und gekonnt! Ich vergebe Dir, vergib Du mir bitte ebenfalls!" Nur so können wir wieder in Frieden schlafen, dann wird unser Partner den Rosenduft der himmlischen Liebe ausstrahlen, die unseren Geist belebt und für das echte Dual reif macht. In diesem Geiste kann der eine den anderen beleben, dann wird der Bund ein von Gott gesegneter Bund sein, in dem Sein Glück auch zu Hause ist.

Fügen wir hier noch einige Worte zu der körperlichen Begegnung der Partner hinzu.

Wir sollen den Partner immer mit Hochachtung begegnen. Auch der Körper ist ein Wort Gottes. Für unsere Lüste und Begierden dürfen wir ihn nicht ausnützen, ohne einen Raubbau der Liebe zu betreiben, nicht nur am Partner, sondern auch an Gott. Wir müssen stets bereit sein, unsere ganze Lebenskraft zum Wohle des anderen einzusetzen. Die Männer sollen in Bezug auf die geschlechtliche Liebe stark und ggf. enthaltsam sein. Die geschlechtliche Liebe sollte immer den Wunsch der Kinderzeugung beinhalten. Im irdischen Leben bestehen verstärkt die geschlechtlichen Triebe. Denken wir daran, daß sie eines Tages wegfallen bzw. erhöht werden müssen. Im Hermaphroditenstadium fehlen uns die tierischen Attribute. Wie der Übergang geschieht, wurde noch nicht offenbart. Eine Abödung unter Erhöhung der Beseligung wird einhergehen, denn die Seelen der Duale werden ineinanderfließen, sodaß sie von außen wie eins erscheinen. Die geschlechtliche Vereinigung kann insoweit nur ein irdisches Ahnen für die späteren Zustände in uns erzeugen. In dieser reinen Liebe kann ja auch nur der Jesu-Geist in uns wachsen. Dies ist doch auch ein geistiger Vorgang, der in einem jeden von uns permanent in Seiner Liebe passiert, so wir uns auf Jesus ausgerichtet haben.

Wenn wir an die Werke von Jakob Böhme und an die Abschnitte über den Vollmenschen denken, dann werden wir wieder einen feinstofflichen Körper haben, so wir hier noch oder wieder auf dieser Erde weilen. Emanuel Swedenborg hat davon berichtet, daß in den Himmeln ein Paar wie eine Person erscheint. Hier sind die Personen wie ineinander verschmolzen. Dennoch verliert keiner der Partner seine Identität oder sein Ichgefühl. Männliches und weibliches Prinzip bleiben personenhaft bestehen. Dann ist es uns wie dem Raphael möglich, entweder als Mann oder als Frau oder aber auch getrennt aufzutreten. Das getrennte Auftreten-Können ist jetzt neu, in der alten Schöpfung gab es nur ein entweder oder. Dies können wir aus den Worten von Raphael, geoffenbart durch Jakob Lorber,  schließen. (Dies läßt auch eine Beurteilung der Offenbarung durch Anita Wolf zu. Sie schildert einen Schöpfungsvorgang, in dem die Urerzengel gleich als Duale geschaffen worden sind. Dies ist ein Widerspruch zu der Offenbarung durch Jakob Böhme. Die Vollmenschen hatten wie Gott das weibliche und männliche Prinzip in sich ungetrennt!)

Einschub: Jesus spricht durch M. davon, daß Eva einen eigenen Geist aus Ihm erhielt:

Die Gefahr für die Seele

 

Wie ein Paar mit ihren geschlechtlichen Trieben umgeht, um sie immer mehr zu erhöhen, ist individuell geprägt. Die Opferbereitschaft muß beiderseits immer bestehen. Nichts dürfen wir verteufeln. Das Edelste, was ein Paar in der ehelichen Liebe verbindet, wird heute grob und widerlich in allen Medien entstellt und heruntergewürdigt. Meiden wir solche Darstellungen. Die Verbindung von Mann und Frau in einer ehelichen Liebe ist hochwertig und heilig. Denken wir daran, daß aus dieser Verbindung Jesus Christus neu geboren werden soll. Mit diesem Wissen dürfen wir diesen Akt nicht verteufeln, sondern sehen wir ihn als das an, was er ist.  Den Kinderwunsch, den der Vater uns schenkt, dürfen wir hierbei ebenfalls nie verdrängen, solange wir in einem Alter sind, um Kinder empfangen zu können. Den Kinderwunsch mag ein Paar dem Vater aber sicher auch wieder auf den Altar Seiner Liebe legen dürfen.  Immer kommt es darauf an, wie wir einander beseligen und die Liebe des Vaters fließen lassen können.

Der Schlaf Adams hatte wohl seine großen Schattenseiten, nämlich ein Menschtum, das nicht mehr in sich heilen kann. Es kann nicht mehr aus sich Wesen ohne Zerreißung stellen. Wir müssen altern und behalten nicht die ewige Jugend, sondern sind sterblich geworden. Aber es gibt jetzt etwas, was ich hochjubelnd begrüßen darf. Es ist uns eine neue Liebesebene erschlossen worden. Sie bildet eine Brücke von der Nächstenliebe zu der Gottliebe. Diese Brücke ist die eheliche Liebe. Sie ist die Brücke vom Paradies in den eigentlichen Himmel. Wer hier die Prüfungen des Himmels wie Tamino und Pamina in der Zauberflöte besteht, steht mit seinem Dual eines Tages in der güldenen Pforte, um von Jesus empfangen zu werden und an Seiner Seite die Hierarchie Satanas zu verlassen und in das eigentliche Reich des himmlischen Vaters einzutreten, in Seine Gnadensonne.

Danken wir dies unseren Frauen als Männer. Diesen Dank dürfen auch die Frauen gegenüber den Männern haben. Richten wir diesen Dank aber in erster Linie an unseren himmlischen Vater. Er hat den Schlaf Adams durch Seine eigene Menschwerdung gesegnet. Irgendwann begegnet jeder Mensch seinem wahren Du. Erst als Vollmensch sind wir fähig, uns über den Himmel zu erheben und Gotteskinder in seinem Reich zu werden. Der Auspruch "Zur Rechten Gottes sitzend"  ist nur ein Gleichnis für das Sein in der Urordnung unseres himmlischen Vaters in Jesus Christus. Ursprünglich befanden wir uns hier einmal, denn wir kommen alle aus dem Herzen Gottes, hat Er uns durch Jakob Lorber verkündet.

Es ist beseligend und beglückend, wenn wir erkennen, daß uns der Vater durch den Schlaf Adams nun eine Brücke gebaut hat, ihn noch schneller in Seiner Liebe zu erleben. Die echte eheliche Liebe befähigt uns, Gott völlig rein zu lieben. Diese eheliche Liebe läßt die Gottliebe im Herzen des Menschen aufbrechen. Vor der Dualbegegnung ist die Liebe noch nicht die reine Gottliebe. Dann ist sie von der Gottliebe noch sehr weit entfernt. Wer dies nicht erfahren durfte, der befindet sich noch auf dem Weg dorthin. Jeder wird sie einmal auf seiner Weise erfahren. Öffnen wir schon heute dafür unsere Herzen und setzen wir uns dieses hohe Ziel. Was ich hier in diesen irdischen Ebenen öffne, wofür mein Herz aufgeschlossen ist, wofür ich meinen Herzensacker bereitet habe, damit der Vater Seinen Samen einlegen kann, und was ich so ersehne, das muß eines Tages aufgehen und sich verwirklichen. Wenn ich diesen Samen in Form von Erkenntnissen aufgenommen habe, dann sinken sie als Samen in meinen Herzensacker ein. Empfinden wir dies in stillen Stunden nach, um Gott in unserem Innersten zu entdecken. Sehnen wir uns nach Seiner Liebe. So werden wir etwas leichter, um unser echtes Dual zu erleben und noch mehr Gott und unseren Vater zu erkennen. Seine Liebe möchte in uns flammend aufgehen, die Jesus von Nazareth für jeden einzelnen von uns hat. Diese Liebe ist unser Ziel in all den unteren Liebesarten.

"Ich gebe euch ein neu Gebot", hat Jesus gesagt, "daß ihr euch untereinander liebet, wie Ich euch liebe!" Wir sollen uns untereinander lieben, wie Er uns liebt. Dies ist nicht so einfach, diese Jesu-Liebe in uns zu wecken.Kein Mensch kann sie aus seinem grobmenschlichen Körper erwecken. Dies schafft auch unsere Seele nicht, so lauter sie auch sein mag. Selbst unser Geburtsgeist ist dessen noch nicht fähig. Erst die Urliebe Jesu Christi Selbst, die Er am Tage der Eingeburt in unseren Gottgeist im Herzen träufelt, ist dieser Blutstropfen, der aus Seinem Herzen gequollen ist, als Longinus den Lanzenstich in Sein Herz tat. Dieser Blutstropfen Seiner göttlichen Majestät befruchtete unser Herz mit Seinen Worten: "Es ist vollbracht!"  Dieser heilige Tropfen befähigt uns, den Vater echt zu lieben, wenn wir unsere Liebe  in all den Stufen haben reinigen lassen. Wer dieses Blut nicht getrunken und dieses Fleisch nicht genossen hat, der kann Gott nicht in der Form lieben, wie Er geliebt sein will. Er kann zu Gott bestenfalls eine Hochachtung haben, eine Aufrichtigkeit oder Gesetzestreue, doch erst diese flammende heilige Liebe zieht uns in Sein Reich. Dann kann Sich Gott über unser erwecktes Herz spiegeln und erfährt in uns Seine Liebe. Erst die Eingeweihten in dieser Liebe werden erfahren, wie köstlich das Blut und das Fleisch Jesus Christi schmeckt, das uns der Vater in jedem Augenblick reichen will durch unser Denken, Wollen, Wünschen und Sehnen. Im gleichen Rhythmus mit dem allmächtigen Gottherzen schlägt und singt dann unser Herz ihr ewiges Lied der Liebe. Denn die wahre Ehe wird zwischen der Seele und dem Gottgeist geschlossen. Dies ist die höchste Ehe, in der das weibliche Prinzip unserer Persönlichkeit als Dual mit dem männlichen Prinzip des Gottgeistes verschmilzt. Hier wird die Einheit geboren und Realität. Solange wir diese Einheit nicht erreichen, leben wir in der Zerstreuung , in der Diaspora der Knechtschaft unserer eigenen Sünde. Öffnen wir für dieses reine Blut der Liebe aus Seinem Herzen unser Herz. Erst dann werden wir wahrhaft leben.

O Herr, Jesus Christus, Du unser geliebter Vater, mache unser Herz still, frei und rein von allem menschlichen Wähnen und Meinen. Gieße Du Dein heiliges Vaterblut in unser leer gewordenes Herz, das wir wie einen Kelch der Liebe zu Dir hinauf erheben. Fülle es bis zum Rande mit Deiner Liebe, damit Du, o Vater wieder Gott und Herr sein kannst, in allen Zellen unseres Leibes, in allen Teilen unserer Seele und in allen Gefielden unserees Geistes. Deine Gottliebe geschehe! Amen"

 

Anhang:

jl.bmar.202. Kapitel

   01] (Der Herr:) »Nun, Meine Kindlein, aber noch etwas anderes! Martin, Borem und Chorel, tretet näher zu Mir! Ihr habt euch nun durch alle schweren Prüfungen durchgewunden und seid siegreich aus so manchen starken und sehr hitzigen Kämpfen hervorgegangen. Dadurch habt ihr euch völlig tauglich gemacht für Mein Reich aller Himmel!
   02] Ihr seid nun zu tüchtigen Arbeitern in Meinem Weinberg geworden, und so seid ihr auch eines gerechten Lohnes wert, der euch nun zuteil werden soll. Ich weiß es und lese klar in euren Herzen, daß Ich euer allergrößter Lohn bin und ihr für ewig nach keinem anderen Verlangen tragt. Aber eben diese Gestaltung eurer Herzen macht euch auch für den Empfang jedes anderen Lohnes wert und fähig.
   03] Meine Ordnung zu eurer höchsten Vollendung aber will es, daß ihr in der Folge nicht außer, sondern in der Ehe der Himmel leben und wirken sollt. Daher muß auch ein jeder von euch, um vollkommen zu sein in allem, ein Weib haben, auf daß da erfeste für ewig seine Weisheit und aufnehme das Licht, das der Flamme der Liebe im eigenen Herzen entströmt!
   04] Denn ein Weib ist wie ein Gefäß, aber ein geistiges Gefäß zur Aufnahme und Aufbewahrung des Lichtes aus euren Herzen. Zugleich aber ist das Weib eine Magd in der Lebensküche des Herzens und unterhält das heilige Lebensfeuer auf dem Herde, den Ich in euren Herzen erbaut habe. Und so müßt ihr euch nun auch jeder ein Weib nehmen und mit ihm völlig eins sein für ewig! Martin, Ich meine, das wird dir nicht unangenehm sein?«

  Weitere Gedanken

----- Original Message -----
From: Hans
To: Lothar Bross
Sent: Thursday, June 24, 2004 7:49 PM
Subject: Alte neue Offenbarungen ?

 


Lieber Lothar,

ich versuch es einmal und gebe noch was dazu an ausgegrabenen Jesusworten. Zuvor möchte ich sagen, daß ich heute zum ersten Mal seit Montag wieder einigermaßen klar denken kann. Ich hatte mich ausnahmsweise, es kommt selten vor, drei Tage aus der Praxis zurückziehen müssen. Zu Operationen war ich nicht fähig wegen starker Kopfschmerzen, Husten und Halsweh. Das war eine Reinigung... höhere Gewalt.

Nun zu meinem Textverständnis:

>Dieser Himmel (den ihr seht) wird vergehen. Und der, der darüber ist, wird
>vergehen; und die Toten sind nicht lebendig, und die Lebenden werden nicht
>sterben
. -

Ich verstehe das so: Der sichtbare Himmel, die materielle Schöpfung, wird vergehen. Dabei werden nur die, die geistig lebendig wurden, gerettet und sie werden in den Himmel kommen, ins "Neue Jerusalem". - Nach dem Text oben wird aber der alte Himmel auch vergehen, oder verstehe ich das falsch ? "Nein" - sagt mir meine Stimme: "Schließlich machte Jesus alles neu !"

>In den Tagen, in denen ihr esst von dem, was tot ist, macht ihr
>daraus, was lebendig ist.
>Wenn ihr Licht sein werdet, was werdet ihr tun? -
>An dem Tag, als ihr eins gewesen seid, seid ihr zwei geworden. Aber wenn ihr
>zwei geworden seid, was werde
t ihr tun?


Jesus erklärte im Philippus-Evangelium das sehr ausführlich obwohl nicht gleich verständlich. Ich las dort, daß die oberen Wesen (Engel?) aus ihren eigenen "Wurzeln" leben und ihre eigenen "Früchte" essen. Deswegen altern sie nie und sterben nie.
Die Wurzeln sind sowohl die Ursprünge als auch die energetischen Liebes- und Lebensströme zwischen den Dualwesen, die jeder Engel darstellt. Die Früchte sind vielleicht die Schöpfungen aus dem ewigen Liebesakt, evt. gute Taten o.ä. - Nach =R>meinem Wissen kommt die Lebenskraft stets aus der Liebe Gottes. Diese hat also einen Quell zwischen den zwei Seelenhälften, also in jedem vollendeten Menschen oder Engel. Ohne diesen Lebensquell stirbt ein Wesen. Bei der Trennung der Seelen, dem Fall, wurden aus einem ganzen Wesen zwei halbe. Da wurde der Lebensstrom unterbrochen und sie entfernten sich von der nährenden gemeinsamen "Wurzel". Weil eine Vereinigung im "Brautgemach" nicht stattfand, wurden materielle Leiber geboren und sie mußten sich von anderen Leibern (Pflanzen, Tiere) ernähren. Jesus sagt dazu, daß deswegen die Leiber altern und sterben und vergehen. (Allerdings wird dabei die tote Materie lebendig gemacht.)

Hier noch ein weitere Texte dazu:

Thomasevangelium, 22
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Jesus sah zwei kleine Kinder, die gestillt wurden. Er sprach zu Seinen Jüngern: "Diese Kleinen, die gestillt werden, gleichen =R>denen, die in das Königreich eingehen werden." Die Jünger sprachen zu IHM: "Werden wir denn als Kleine in das Königreich eingehen ?" Jesus antwortete ihnen: "Wenn ihr die zwei zu einem macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere - und zwar damit ihr das Mänliche und das Weibliche zu einem einzigen macht..... dann werdet ihr eingehen in das Königreich".

Der Text ist noch länger. Die Macht der Vereinigten scheint dann wieder groß zu sein:

Text 106: Jesus spricht:"Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Menschensöhne werden. Und wenn ihr sagt: Berg hebe dich weg, so wird er sich wegheben ."

Text 48: Jesus spricht:"Wenn zwei miteinander Frieden schließen in ein- und demselben Haus, dann werden sie zum Berg sagen: Hebe dich weg ! - Und er wird sich wegheben.

Philippus-Evangelium
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Text 78
Hätte die Frau sich nicht vom Mann getrennt, wären sie und der Mann nicht gestorben. Die Trennung von ihm ist zum Ursprung des Todes geworden. Deswegen ist Christus gekommen, um die Trennung, die von Anfang an bestand, zu beseitigen und sie beide wieder zu vereinigen, und um denen, die in der Zeit der Trennung gestorben sind, Leben zu geben und sie zu vereinigen.

(Mein Gedanke, daß die Wurzel also die Lebensgrundlage der beiden Seelenhälften ist, ist also nicht so abwegig. Meine innere Stimme sagt mir auf Anfrage, daß sich beide getrennt hätten: Mann von Frau und Frau von Mann mit sehr unterschiedlichen Varianten. Zumeist wollten die Männer das Abenteuer und verließen das friedliche Himmelreich und gründeten eine eigene Welt fernab von Gottes Lichtwelt in der Finsternis. Dort gab es Streit, Kampf und all die Dinge, die Gott Selbst nie geschafft hätte, weil ER nur Liebe ist. Gott ließ das bedingt zu bis zu einer gewissen Grenze, als später allzu viele "Neugierige" und "Verführte" den Rädelsführern nacheilten. Ja, da gab es Trennungen über Trennungen, weil nicht jedes weibliche Ilu den Mann ziehen l
assen wollte. Es zogen aber auch viele weibliche Ilus weg.

Berliner Evangelium (Maria-Magdalenas Evg)
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Als Petrus nach der Sünde der Welt fragte, antwortete Jesus, daß die gebrochene Ehe Ursprung aller Sünden sei und daß sich Gottes Barmherzigkeit und Liebe inkarniert habe auf Erden, um "sie wieder mit ihrer Wurzel zu vereinigen".



Swedenborgs Ehelicher Liebe:
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Der Herr sieht für Diejenigen, welche nach der wahrhaft ehelichen Liebe verlangen, eine "Aehnlichkeit" (Seelenpartner ?) vor, und wenn sie sich nicht auf Erden findet, sorgt Er für eine solche in den Himmeln.

Dies hat seinen Grund darin, dass alle Ehen der wahrhaft ehelichen Liebe von dem Herrn veranstaltet werden; dass sie von Ihm sind, sehe man oben Nr. 130. 131.;

(na, du hast die Deine ja jetzt gefunden :-)
... und auch aus der Bibel Stellen

Sirach 42,24
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Alle Dinge sind zweifach, das eine
gegenüber dem andern, und nichts hat er geschaffen, das versagt.

Genesis 1,27
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Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, n
ach dem Bilde Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.

Ja, also ganz eindeutig: Gott ist auch Zwei in Einem. Bei Lorber heißen sie in den Haushaltungen, in Kapitel 5: "Die Gottheit" und "die Liebe" (=der Vater).


Herzlichen Gruß

Hans
 

----- Original Message -----
From: Hans
To: "Lothar Bross" <e97201995@profimailer.de>
Sent: Friday, June 25, 2004 6:45 AM
Subject: Re: Alte neue Offenbarungen ?

 

Lieber Lothar,

per Zufall fand ich "die gesamte Nag--Hammadi--Bibliothek in deutscher Sprache"

http://wwwuser.gwdg.de/~rzellwe/nhs/nhs.html

Duale heißen da Paargenosse / Paargenossin... Das habe ich schon
herausgefunden. Es scheint alles viel komplizierter zu sein, als wir es uns
dachten. Gott sei Dank gibt es Jesus !

Herzlichen Gruss

Hans