Zu diesem Gemälde werden konstruktive Beiträge gerne aufgenommen.

1. Persönliche Deutung nach dem augenblicklichen Erkenntnisstand:

a)  Segen unseres himmlischen Vaters

Über die Darstellung ruht der Segen unseres himmlischen Vaters, der  in Jesus Christus Mensch geworden ist. Im unteren Gemäldeteil sehen wir das Werden, das sich nach Seinem ersten Worten entwickelt, die wir im 1. Buch von Moses  nachlesen können.

b)  Materielle Schöpfung

Das dunkelblaue Feld mit der Grenze zum Hügelland, auf dem wir die Stadt Gottes, das Neue Jerusalem erblicken, deutet die materielle Schöpfung in ihrer Entwicklung an.

c). Das erste Menschenpaar

Es wird nicht nur das erste Menschenpaar gezeigt, sondern auch  Menschen, die das Präadamitenstadium verlassen haben. Es sind Menschen, die Seinen Geistfunken erhalten haben und erst dadurch zur Krone Seiner Schöpfung gestaltet worden sind, zu Seinem Ebenbild.

d)  Seelenkugel

Johann Wolfgang von Goethe sprach von zwei Seelen in unserer Brust. Die linke Halbkugel zeigt  den Teil unserer gefallenen Seele. Diesen Teil haben alle Menschen entwickelt, die vom gefallenen Geist beherrscht werden. Diesen Fall haben wir alle vollzogen.

Die rechte Halbkugel zeigt den Teil unserer Seele, die sich aus den Überresten entwickelt, die unsere Seele im Zustand vor unserem Fall hatte.

e) Doppeltes Seelenherz

Ich sehe ein doppeltes Seelenherz. Hinter dem roten Herz befindet sich ein gelbes Herz. Sie sind die zwei Lichter, von denen Moses spricht. Das gelbe Licht kommt aus dem Mondlicht, das rote Licht stammt aus Seiner Sonne.

Das gelbe Licht ist auch das Seiner Weisheit, das rote Licht ist das Seiner Liebe. Karl Dvorak spricht von unserem Geburtsgeist (gelbes Herz) und von unserem Urichgeist (rotes Herz). Den Geburtsgeist  erhält jeder Mensch mit seiner Geburt. Es ist der Geistfunke, aus dem wir unsere Seele entwickelt haben.

Den Urichgeist hat jeder Mensch seit der Geburt von Jesus Christus, aber nur keimhaft. In dem roten Herz sehen wir Jesus Christus. Hierbei denke ich an Oalim´s Gesicht. Oalim beschreibt im 72. Kapitel der Haushaltung Gottes, kundgegeben durch Jakob Lorber:

jl.hag2.072. Kapitel

   01] Und alsbald berief der Abedam den Oalim zu Sich, und zwar mit folgenden Worten: »Oalim, der du dir vor lauter Dankgefühl gegen und für Meine Vaterliebe nicht zu helfen weißt, komme her zu Mir, und gib da gleich deinen Vorgängern uns allen kund, was denn du alles in dir gesehen, empfunden und gehört hast! Aber rede ohne Furcht und Scheu, auf daß da nichts im Hintergrunde bleibe; denn da ist alles von großer Bedeutung für dich, wie für alle deine Brüder. Und also öffne denn deinen Mund! Amen.«
   02] Und alsbald trat der Oalim hinzu, dankte aus dem tiefsten Grunde seines Herzens für die große Gnade, darum daß auch er berufen wurde gleich seinen Brüdern, und begann dann folgendes für jeden Menschen gewiß äußerst beachtenswerte Gesicht laut kund zu geben; also aber lautete die Erzählung:
   03] »Heiliger, liebevollster, allein wahrer und guter Vater, und ihr auch, alle meine lieben Brüder, Schwestern, Leibesväter, Mütter und Kinder. Sehet, der Allerhöchste hat mich allergnädigst berufen, zu reden vor Ihm und euch allen; aber wahrlich wahr, es ist schwer zu geben das mit materiellen Zungenworten, wofür die ganze Erde wenigstens meinem beschränkten Wissen zufolge nichts Ähnliches aufzuweisen hat.
   04] Doch ich bin getrost dabei; denn Der mir solches gab zu schauen, zu fühlen und zu hören in mir, Der wird wohl auch meiner sonst matten Zunge jene gerechte Beugsamkeit geben, durch welche ich imstande sein werde, das Unaussprechliche dennoch soviel als nur immer möglich für euch alle verständlich auszusprechen.
   05] Ja, wahrlich wahr, nimmer sei ein Ende meines Dankes gegen Dich, Du überheiliger, liebevollster Vater; denn nun hat meine Zunge die Vollöse von Dir erhalten!
   06] O höret es ihr alle, meine lieben Brüder und Schwestern, Leibesväter, Mütter und Kinder, und freuet euch mit mir; denn der Herr, unser großer Gott und allerheiligster und liebevollster Vater ist über alle unsere Vorstellungsfähigkeit gut, sanftmütig und voll der größten Geduld, darum Er mir die Zunge gelöst hat und will aus meinem Munde das nun wieder vernehmen, was zuvor ohnehin nur Er in meinem Herzen erweckt hatte!
   07] Da alsonach Dein heiliger Wille es ist, daß ich reden soll, da will ja auch ich mit der größten Freudigkeit meines Herzens es tun, was Dir, Du heiliger, liebevollster Vater nur immer wohlgefällig ist!
   08] Und sonach vernehmet denn alle, was ich überwunderbar in mir geschaut, empfunden und gar treu und wohl vernommen habe!
   09] Es klang mir anfangs sehr sonderbar, darum (daß) ich da hätte in mein Herz schauen sollen, und es war mir doch allerreinst unmöglich, meinen Kopf, in dem doch die Augen stecken, in meinen Leib selbst irgendwo zu stecken und im selben dann das Herz zu beschauen!
   10] Allein, als ich also nachdachte über diese Möglichkeit oder Unmöglichkeit, die Augen in den Leib zu bringen, da verlor ich aber denn auch auf einmal plötzlich das Licht meiner Augen; doch fast im selben Augenblicke ward denn auch plötzlich alles helle in mir, darum ich mich da innerlich sah also, wie ich mich sonst äußerlich sehe beim Lichte der Sonne.
   11] Ich konnte aber da wieder nicht begreifen, wie solches möglich sein könnte, da ich solches ehedem noch nie erfahren hatte; aber da ich also dachte, da fing auch alsbald mein Herz an, vollkommen durchsichtig zu werden, und ich sah gar bald drei Herzen also ineinanderstecken, wie da stecken hinter oder vielmehr innerhalb der stachelicht rauhen Kastanienfrucht drei Kerne, und zwar zuerst der braune Schalenkern, in diesem Schalenkerne das eigentliche Fleisch oder der Fleischkern, und in diesem Fleischkerne erst hernach der kleine Keimkern, in welchem erst das Leben eingeschlossen ist, und in diesem die unendliche Mannigfaltigkeit und endlose Vielheit seiner selbst.
   12] Das äußere Herz aber zersprang bald und fiel alsbald abgelöst hinab in eine endlose Tiefe, wo es vollends vernichtet wurde; und das war das äußere Fleischherz des Leibes.
   13] Das inwendigere, substantielle Herz aber blieb und erweiterte sich beständig darum (weil) es das innerste, überstark leuchtende Keimherz also nötigte, dieweil dieses selbst fort und fort wuchs und also auch stets größer wurde, wie da der Keim eines in die Erde gelegten Samens sich stets erweitert und zwar so lange fort, bis aus ihm dasteht ein mächtiger Baum.
   14] Also auch war es mit diesem meinem innersten Keimherzen der Fall. Anfangs sah es nur aus, als wäre es ein Herz; als es aber dann stets größer und größer wurde, da bekam es auch immer mehr und mehr eine menschliche Gestaltung, und nun gar bald erkannte ich mich selbst in diesem neuen Menschen, der da geworden ist aus diesem meinem ehemals inwendigsten lichten Keimherzen.
   15] Beim Anblicke dieses Menschen aber dachte ich mir: ,Hat etwa dieser neue Herzmensch in mir denn auch noch ein Herz in sich?'
   16] Und siehe da, alsbald wurde ich in diesem neuen Menschen gewahr, daß auch er noch ein Herz in sich barg!
   17] Dieses Herz aber sah aus wie eine Sonne, und deren Licht war stärker denn das Licht der Tagessonne tausendfach genommen.
   18] Als ich aber dieses Sonnenherz stets mehr und mehr betrachtete, da entdeckte ich auf einmal in der Mitte dieses Sonnenherzens ein kleines, Dir, o heiliger Vater, vollkommen ähnliches, lebendiges Abbild, - wußte aber nicht, wie solches möglich.
   19] Da ich aber darüber nachdachte, da ergriff mich auf einmal eine unaussprechliche Wonne, und Dein lebendiges Bild öffnete alsbald den Mund und redete zu mir aus dem Sonnenherzen des neuen Menschen in mir folgendes:
   20] ,Richte empor nun deine Augen, und du wirst bald gewahr werden, woher und wie Ich in dir nun lebendig wohne!'
   21] Und ich richtete alsbald meine Augen aufwärts und erschaute sogleich in einer endlosen Tiefe der Tiefen der Unendlichkeit ebenfalls eine unermeßlich große Sonne und in der Mitte dieser Sonne aber dann bald Dich Selbst, o heiliger Vater!
   22] Von Dir aus aber gingen endlos viele überlichte Strahlen, und einer dieser Strahlen fiel in das Sonnenherz im neuen Menschen in mir und bildete also Dich Selbst lebendig in mir.
   23] Bald darauf aber streckte der neue Keimherzmensch seinen Arm aus und wollte mich äußeren Menschen gefangennehmen.
   24] Ich aber erschrak darüber, und dieser Schreck warf mich wieder in mein altes Haus zurück.
   25] Das früher entwichene Fleischherz kam wieder aus der Tiefe gestiegen und umlagerte sogleich wieder die zwei inneren Herzen; als solches geschehen, ward mir wieder die Außenwelt sichtbar und alles Innere verschwand.
   26] Und somit ist das auch alles, was ich in mir gesehen, empfunden und gehört habe.
   27] O heiliger Vater, nimm diese meine sicher unvollkommenste Erzählung gnädigst auf, und ergänze nach Deinem heiligen Willen das Unvollkommene daran; Dein Wille! Amen.«

 

In der "Haushaltung Gottes" spricht unser himmlischer Vater noch nicht als Jesus Christus. Hier wird das irdische Geschehen zur Zeit von Adam und Eva dargestellt. Zu unserer Seelenrettung mußte sich unser himmlischer Vater in Jesus Christus inkarnieren, um uns den Weg unserer geistigen Wiedergeburt vorzuleben und uns wieder zu ermöglichen. Unsere geistige Wiedergeburt wird beschleunigt, wenn wir uns an unseren himmlischen Vater in Jesus Christus in Liebe und Demut wenden.

Die Worte "Liebe und Demut sind unser Schwert"  haben wir unterhalb des Rockmantels von Jakob Böhme auf einer Tafel gesehen, als wir uns hinter das Jakob-Böhme-Denkmal begaben, das im Stadtpark von Görlitz steht.

Wer sich nur an den himmlischen Vater wendet und nicht weiß, daß Jesus Christus unser himmlischer Vater ist, er vielmehr nur davon ausgeht, daß Jesus zur rechten Hand Gottes sitzt, vermag nicht zur mystischen Sicht von Jakob Böhme oder z.B. von Paulus vorzudringen. In diesem Fall kann allenfalls sein Geburtsgeist bis zur seelischen Wiedergeburt entwickelt werden.

In den östlichen Religionen wird auch nicht erkannt, wer Jesus Christus ist. Für Vertreter der östlichen Religionen ist Jesus Christus nur ein Meister unter anderen Meistern (Gurus, Avatare).

Das rote Herz entwickelt sich also aus dem in uns gelegten Keim erst, wenn wir uns direkt an Jesus Christus wenden und Ihn als unseren himmlischen Vater anerkennen. Erstmals fühlen wir Seine Gegenwart am Tage der Eingeburt. Hierüber finden sich viele Abschnitte in dieser Homepage, unter anderem unter "Geistiger Wiedergeburt". Dieser Abschnitt kann ebenfalls auf der Startseite aufgerufen werden.

Bis zu dieser Eingeburt stehen wir nur unter der mittelbaren Führung durch Jesus Christus, der dann über unseren Geburtsgeist in uns einströmt. In diesem Fall dominiert unser gelbes Herz und das rote Herz ist nur bei starker Vergrößerung zu finden, so wie es Oalim geschenkt worden ist.

Aber auch das gelbe Herz ist in der Regel unterentwickelt, insbesondere dann, wenn wir noch so kopflastig sind, wie wir es in den Werken von  Kant oder Nietzsche nachvollziehen können. Wie Kant  Emanuel Swedenborg gesehen hat, kann in den Homepages über Swedenborg nachgelesen werden, die unter "Aktuelle Links" auf der Startseite aufgerufen werden können.

Die Seelenkugel in dem Gemälde zeigt bereits einen fortgeschrittenen Zustand. Hier fand bereits die Eingeburt statt. Jesus Christus hat bereits die Führung übernommen und leitet uns an, wie wir unsere Seele reinigen können.

Für unsere Seelenreinigung können wir uns symbolhaft folgende Fotos betrachten, die wir uns in die linke Halbkugel hineindenken:

Das linke Foto könnte unsere Seelenaura darstellen, in der sich alles befindet, was wir im irdischen Leben und im Vorleben erlebt haben und was sich hier eingeprägt hat. Dieser Teil unserer Seele muß Bild für Bild gereinigt werden, damit Seine Liebessonne ungetrübt durch uns strahlen kann. Das rechte Foto deutet solche Seelenbilder an.

Wenn wir die Nikolaikirche besuchen, können wir die Schubladen im Seelenkasten (linkes Foto) aufziehen, um nachzusehen, ob es sich bereits um gereinigte Perlen und Edelsteine handelt. In den Gläsern, die auf dem Kasten stehen, handelt es sich noch um ungereinigte, nicht umgewandelte Seelenbilder aus unserem Leben. Diese sind es, die zu unseren Unpäßlichkeiten, Mißstimmungen,  Krankheiten maßgeblich beitragen.

Wenn wir unsere Seele weitgehend haben reinigen können, sind wir ein Wohlklang für unseren himmlischen Vater. Erst dann können wir uns zu der Darstellung gleich im Eingangsbereich der Kirche begeben:

Das schlangenförmige Gebilde hat oben einen Trichter, in den gereinigte Perlen geworfen werden können, wenn man die Wendeltreppe nach oben geht. Von der  Brüste stehend kann man den ersten Trichter gut erreichen. Die hinabrollende Perle durchläuft dann mehrere Trichter und berührt dort Glöckchen, die hierbei erklingen.

 

Unsere gereinigte Perlen reicht uns unser himmlischer Vater in Jesus Christus.  

Dieses Gemälde hat Lucas Cranach d.Ä  gemalt und hat den Namen „Madonna mit der Weintraube“  

Das Gemälde haben wir auf der Wartburg bei Eisenach gesehen.  

Auf der Wartburg hat Martin Luther die Bibel  übersetzt und wesentlich dazu beigetragen, dass das Wort Gottes nicht nur von den Kirchenfürsten, Bischöfen und Priester gelesen werden kann.

Jesus steht im Gemälde für unseren Liebegeist, Maria für unseren Geburtsgeist. Durch das Essen Seines Wortes wird unser Geburtsgeist für die Verschmelzung mit Seinem Liebegeist bereitet.

"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben", hat Er gesagt. Der Weinstock ist unser zu entwickelnder Liebegeist, die Reben unser Geburtsgeist, der in der Regel noch von unserem Verstand beherrscht wird.

 

 

 

 

Die Schlangenlinie kann auch für unsere Wirbelsäule gesehen werden und die Trichter für die 7 Lichter, von denen in der Johannesoffenbarung die Rede ist.  Siegfried Kaden wird ähnliche Gedanken verfolgt haben als er das "Labyrinth der Lebensperlen" gestaltete. Über die Chakren-Entwicklung befinden sich  in dieser Homepage einige Kapitel.

Wir alle sollen zu Seiner Kirche umgebildet werden, in der unser himmlischer Vater thront und predigt. In der Kirche ist dies die weiße Kanzel: Das Pult steht in dieser Darstellung für unser Gewissen. Hier erhalten wir Hinweise für jeden Augenblick unseres Lebens. G E Wissen steht für unser Wissen um göttliche Erkenntnisse.

Die weiße Farbe steht für Seine göttliche Weisheit. Unser Geburtsgeist ist aus dieser göttlichen Weisheit hervorgegangen. Dieser Weisheitsgeist verschmilzt mit Seinem Liebegeist (Urichgeist der Liebe oder Pfingstgeist), wenn wir in den Zustand der geistigen Wiedergeburt gelangen. Erst dann beginnt Jesus in uns wahrhaft zu leben, sodaß wir mit Paulus sagen können: "Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Jesus lebt aus mir!"

In dem Begleitheft sehen wir, daß  die weiße Kanzel neben den Texten steht, in denen von den Schmähungen die Rede ist. Auch dies ist ein Seelenbild, das der Reinigung bedarf, bevor Jesus auf der Kanzel stehen kann. G. Richter steht für unseren weltlich ausgerichteten Verstand. Dieser muß das Feld räumen, d.h. aufnahmefähig gemacht werden, bevor wir zu der göttlichen Liebe und Weisheit Zugang finden.

f) Jesus am Kreuz, Heiliger Geist, Himmlischer Vater

Am Kreuz ist der Menschensohn Jesus verklärt worden. Er hat einen Zustand erreicht, den wir niemals erreichen können. Er ist alleiniger Gott und Vater. Wir bleiben ewig Seine Kinder und können den Sohnzustand erreichen, wenn wir geistig wiedergeboren werden und weitere himmlische Zustände im himmlischen Jerusalem durchlaufen haben, von denen in der Johannes-Offenbarung (Himmlisches Jerusalem) und in den Schriften von Jakob Böhme gelesen werden kann. Hierzu mehr im noch zu schreibenden Vortrag von Karl Dvorak über die Sichtweisen von Meister Eckehart, Jakob Böhme und Jakob Lorber. Meine Frau und ich haben diesen Kassettenvortrag auf der Heimfahrt von Görlitz  gehört.

Über das Geschehen am Kreuz werden  unter "Geistiger Wiedergeburt"  Vorträge von Karl Dvorak, Gerd Kujoth oder Thomas Noack wiedergegeben. Thomas Noack ist ein Pfarrer in der Swedenborg-Gemeinde in Zürich. Er hat sich ebenfalls mit Meister Eckehart, Jakob Böhme, Emanuel Swedenborg und Jakob Lorber auseinandergesetzt. Von ihm wissen wir, daß er vor zwei Jahren die Ausstellung in der Nikolaikirche besucht hat.

Mit Seinem irdischen Tod hat sich Jesus Christus total vergeistigt und vergottet. "Mein Vater, warum hast Du Mich verlassen!" , diese Worte am Kreuz sprach noch der Seelengeist in Jesus Christus zum Liebegeist aus dem Vater im Himmel.. Dieser Seelengeist aus Seinem ungeschaffenen Weisheitsgeist hatte sich bei seiner irdischen Inkarnation vom Liebegeist des Vaters trennen müssen. Auch hierüber finden sich Belegstellen unter dem Abschnitt "Geistige Wiedergeburt". 

Mit der Verschmelzung Seines Weisheitsgeistes mit Seinem Liebegeist wurde wieder eine Brücke geschlagen, die symbolhaft im Gemälde durch den Regenbogen angedeutet wird. Diesen Regenbogen gab es bereits zu Adams Zeiten, denn der Regenbogen steht für den Bund Gottes mit Seinen Kindern.

Auch in uns findet eines Tages diese Verschmelzung statt. Erst dann werden wir von Seinem Heiligen Geist völlig durchflutet, der aus unserem himmlischen Vater permanent strömt und alles durchdringt.

Die Wolken am Himmel stehen für Seine Vaterworte in der Bibel und in den Neuoffenbarungsschriften.

Der Maler dieses Gemäldes wird leider in der Nikolaikirche und in den gelesenen Schriften, die dort ausliegen, nicht genannt. Ob wir dies übersehen haben, wird uns der Projektleiter der Ausstellung, Herr Dipl.Ing. Gerhard Kienz sicher noch mitteilen. Er ist ebenfalls ein Kenner der Schriften von Meister Eckehart, Jakob Böhme, Emanuel Swedenborg und Jakob Lorber.