Welch ein aussagekräftiges Bild, lieber H.,

Jesus sitzt in Demut auf einer Brücke, die in Sein Reich führt. Er würde nicht so sitzen, sondern den Engel freudig erwarten und in Seine Arme schließen, wäre es eine Seele, die Seine Wasser- und Feuertaufe erlebt hat. Auf dem Boden kullert eine Münze, das Symbol für diese Welt und der Engel steht eher für Seine gefallene Satana,  deren Geist diese Welt  beherrscht.

Die Welt blickt eher auf diese Blenderscheinungen aus einem solchen Engelsgeist als auf den am Rande sitzenden Jesus, dem König, der so gerne in eines jeden Menschen-Herz einziehen möchte, um ihn in Seinem Reich an Seine Hochzeitstafel zu setzen:

 

"Der wahrhaft edle und gute Mensch ist genügsam, während der arge, finstere Weltmensch an nichts ein Genügen hat." {jl.ev02.201,07}

Dieser Satz trifft , lieber H.

 


 

 

Die gebeugte weibliche Figur steht für die sichtbare Schöpfung. Sie ist Weisheitslicht. Diese sichtbare Schöpfung ist im Himmelsmenschen so klein, daß sie nicht einmal die Wand einer Haarröhre dieses Himmelsmenschen berührt:12. Kapitel ("Die Fliege"):

09] Ja, der Himmel in seiner menschlichen Hinsicht ist so groß, daß alle die zahllosen Milliarden der Hülsengloben, aus denen dieser große vorbenannte Weltenmensch besteht, sehr bequem in dem Rohr eines Härchens auf seinem Leibe Platz hätten, so zwar, daß sie alle ihre Bewegungen in selbem machen könnten, ohne nur je die Wände dieses Haarröhrchens zu berühren!
 

Die abgebildete Körperzelle steht für die Gottheit, mit Seinem Liebeszentrum in der Mitte. Alles Übrige in dieser Zelle ist Seine Weisheit. Die  Weisheit in dem sichtbaren Schöpfungsmenschen ist mithin nur ein winziger Bruchteil der göttlichen Weisheit. Jesus ist die gesamte Zelle, in der Satana als Schöpfungsmenschlein als Punkt verschwindet.

 

Siehe auch:

Aus „Schöpfungsgeheimnisse“ von G. Mayerhofer:

gm.sgeh.014. Kapitel: Das Ei (12. April 1871)

Aus dem Internet am 22.3.2013

Eine Ellipse mit zwei Brennpunkten!

   01] Hier, Meine Kinder, will Ich euch jetzt wieder zeigen, wie in einer einzigen Form eines Gegenstandes weit mehr Geistiges liegt, und wie der Inhalt dieses oben genannten Eies mit Meinen anderen Schöpfungen geistig verwandt ist, und auch, könntet ihr die Sprache des Geistes verstehen, es weit mehr euch sagen würde, als was die Gelehrten und Chemiker bis jetzt aus demselben herausgebracht haben.
   02] Nun, wir wollen mit seiner Form anfangen und diese ein wenig näher betrachten, damit ihr dort schon ein Licht aufgehen sehen möget, welches weit über den sichtbaren Horizont eures Gesichtskreises hinausreicht und bis ins tiefste Seelenleben hinabführt.
   03] Sehet, das Ei ist in der Form eines länglichen, plattgedrückten Kreises euch bekannt, welche Form bei den verschiedenen Gattungen der Eier mehr gewölbt oder mehr spitz ist.
   04] Diese Form des Eies kommt einer euch bekannten mathematischen Linie nahe, und ihr kennet sie unter dem Namen Ellipse oder Ovale. Nun, diese Linie, die ihr auch, wenigstens wer etwas mehr in die Gesetze der Rechenkunst (Mathematik) eingedrungen ist, berechnen könnt, deren genaue Konstruktion ihr kennt, von der es euch auch bekannt ist, daß in dieser Form Welten um Welten, Sonnen um Sonnen kreisen, was ihr von Astronomen und Mathematikern vernommen habt, so muß Ich euch sagen, ihr wisset dennoch die eigentliche Bedeutung, nämlich die geistige dieser Form nicht!
   05] Nun sehet, wenn ihr euch die Unendlichkeit sinnbildlich vorstellen wollt, so wählet ihr gewöhnlich die Form eines Kreises als Sinnbild dafür; also ein Kreis, ein körperlicher Ring oder eine Kugel wäre nach euren Begriffen dem der Unendlichkeit nahe, weil da nirgends ein Anfang, nirgends ein eigentliches Ende ist.
   06] Soviel nach menschlichen Begriffen. Aber nach Geisterbegriffen oder nach Meinen Begriffen ist die Unendlichkeit nicht im mindesten mit dem Kreise ausgedrückt, und das einfach deswegen, weil in einem Kreise sowohl als in einem Ring oder in einer Kugel alle Teile der Außenseite von ihrem Mittelpunkt gleich weit abstehen, was in geistiger Hinsicht nicht der Fall ist (,nicht der Fall ist` ist eine Ergänzung), wo Ich der Mittelpunkt und die geistige und materielle Welt, die Mich umgibt, nicht überall gleich weit von Mir entfernt ist, sondern stufenweise je nach der Entwicklung der geistigen Elemente das eine mehr, das andere weniger in Meine Nähe zu stehen kommt, daher eine Ellipse oder ein Oval eher den geistigen Begriff einer Unendlichkeit und des ganzen Universums bezeichnet.
   07] Die Oval-Linie hat auch kein Ende, nur ist der Unterschied, daß das Oval als Linie oder Körper zwei mathematische Kreis-Zentral-Punkte und einen Mittelpunkt hat, der aber nicht von allen Seiten gleich absteht, sondern von den längeren weniger und von den kürzeren mehr.
   08] Nun, um euch diese Figur oder Form geistig zu erklären, will Ich euch sagen, daß in der ersten Schöpfungsperiode der Geister-und Materie-Welt die Geister weit von Mir in die Unendlichkeit hinausgestellt waren, um nicht durch Meinen Einfluß gezwungen so handeln zu müssen, wie Ich es wollte; sie mußten frei ohne die mindeste Abhängigkeit sein.
   09] Sobald aber das Bewußtsein in ihnen aufzuwachen begann, sobald der Streit zwischen freiem Willen und Gehorsam sich zeigte, da formte sich sodann das nämliche, was bei einem materiellen Gegenstand geschieht, auf den zwei an Kraft verschiedene Faktoren zu gleicher Zeit einwirken, das heißt, die Stellung der Geister um ihr Zentrum, um Mich herum, richtete sich nach der Größe der Einwirkung dieser zwei Kräfte; wie bei einem Körper nach den Naturgesetzen, wo dieser von der einen Kraft angezogen und von der andern fortgerissen wird, weder der einen noch der andern ganz folgend, er den Mittelweg zwischen Fortbewegung und Kreisbewegung einschlägt, welcher Weg endlich nicht der Kreis, wohl aber der Ovalform oder der Ellipse ähnlich ist.
   10] So war auch die Stellung der Geister zu Mir gemäß ihres mehr oder wenigeren Gehorsams und Freilebens in einer ellipsenartigen Form ausgedrückt, wo Ich nicht im Zentrum stand, sondern in einem der, wie ihr sagt, Brennpunkte, von wo Ich die Geisterwelten in die Unendlichkeit hinausgesetzt habe, welche dann nach und nach sich Mir nähernd zu Mir wieder zurückkehren, geistig beinahe der Form eines Eies entsprechen, wo der entfernte Kreis der größere und der Mir nähere der kleinere ist.
   11] Eure Astronomen bezeichnen zwar die Planeten und teilweise auch die Kometenbahnen in der Form der Ellipse; allein diese Bahnen sind mehr der Form eines Eies ähnlich; wie auch die Planeten, je weiter von ihrem Zentrum entfernt, langsamer und in der Nähe der Sonne geschwinder ihre Bahn durchlaufen, schneller sich um ihre Beherrscherin und Mutter bewegen müssen.
   12] Diese Form des Eies ist eine der Haupt und Primärformen Meiner Schöpfung; überall ist sie ausgedrückt, im Mineral, Pflanzen und Tier-Reich.
   13] Überall ist der Grund des Anziehungsprinzips darin verborgen, welches die gröberen Teile mehr anzieht und die leichteren sich weiter von sich entfernen läßt.
   14] Selbst die Formen der Welten, Sonnen und Planeten formten sich nach diesem Prinzip; eine Kugel im reinsten Sinne gibt es nirgends, nur Ovale in verschiedenen Gestalten; und wenn auch andere Formen in der materiellen Welt vorkommen, so sind ihre kleinsten Atome, aus denen sie zusammengesetzt sind, doch wieder nur Ovale oder Ellipsen, und warum?
   15] Weil eben diese Form Meiner Schöpfungs-Idee entspricht und, geistig in Meinem Ich selbst begründet, als Typus von Mir allen Produkten und Wesen eingeprägt ist.
   16] Als Typus von Mir ist die Ovalform, nämlich geistig, so verstanden, wie die Unendlichkeit als Mein zweites Ich es verkörpert oder plastisch ausdrückt in einem Zentrum, und wo das zweite Zentrum oder der zweite Brennpunkt des geistigen Ovals weiter entfernt von Mir zwar keine so große Anziehungskraft auszuüben imstande ist wie Mein geistiges Ich, jedoch noch immer Einfluß auf das Werden und Vergehen hat.
   17] Dort in seiner Nähe (Satans) bewegt sich zwar alles wohl um ihn herum, aber statt die Kreisbewegung zu vollenden, entfernt es sich, und ein unwiderstehlicher Zug zieht es zu Mir, dem ersten Brennpunkt, um den sich alles scharen möchte.
   18] Also in Ellipsen oder Ovalformen steht die geistig materielle Schöpfung um ihren Schöpfer herum; diese Form als Typus beibehaltend bildet sich in ihr alles wieder aus dieser (Ur)Form, die Pflanzen, ihre Blätter, die Tiere, ihre einzelnen Teile, Knochen enden und verbinden sich in Ovalen (auch der Querschnitt der Langknochen und der Zweige und Stengel sind Ovale, und diese Knochen sind somit nur sehr langgezogene Eiformen), selbst die ganzen Figuren der Tiere und Menschen könnt ihr geistig in Ellipsenformen einschließen, wo das Herz der eine und die Zeugungsteile der andere Brennpunkt, oder ersteres geistig, zweites materiell den Fortpflanzungspunkt bildet, der zum Bestehen des Ganzen notwendig ist.
   19] Euer Kopf hat eine Ellipsen oder ovale Wölbung, im Innern desselben, wie im Angesicht des Menschen selbst, ist die schönste Form das Oval. Jede Form, die geistig erhaben oder schön genannt werden kann, besteht aus Teilen von Ovalen, aber nicht aus Teilen von Kreisen.
   20] Überall leuchtet das Grundprinzip Meines eigenen Ichs durch, ein Herrscher, umgeben von Seiner Schöpfung ("von Seiner Schöpfung" ist eingefügt), je nach der moralischen Geistesschwere geordnet, inmitten seines Universums! Wie da alles sich Mir entgegendrängt, in Meine Nähe zu kommen strebt, weil dort nur Wonne, Liebe und Seligkeit ist, so ist auch, würdet ihr alle Ovalformen in der Schöpfung untersuchen können, dort ebenfalls wieder das nämliche im Größten wie im Kleinsten zu ersehen, nämlich, daß Ich als Gott und Schöpfer nicht viele Formen brauche, sondern nur eine genügt, aus der Ich dann Welten und geistige und materielle Weltenmenschen aufbaue, die eben deswegen, weil sie alle nach einem Prinzip gebaut, auch alle wieder zu dem Gründer und Erbauer zurückkehren müssen!
   21] Das Ei ist die Geburtsstätte von vielen körperlichen Wesen; alles was lebt, oder doch wenigstens der größte Teil davon, wird aus dem Ei geboren, welches in seinem Innern ebenfalls wieder so geformt, gebaut ist wie der große Geistes und der materielle Welten-Mensch. Denn von dem Ei eines kleinen Tierchens angefangen, bis zum großen Welten und Geistesmenschen besteht das nämliche Prinzip seines Baues, die nämlichen analogen Elemente und das nämliche Endresultat.
   22] Im Ei ist vorerst die harte, kalkartige Schale, die überall, wo diese Form auftritt, die Außenseite ist, welche das Innere als getrennt von der ganzen übrigen Schöpfung als ein für sich Dastehendes bezeichnet und zusammenhält. Diese feste Schale ist die ätherische Außenseite, die auch den großen Welten und Geistesmenschen vom allgemeinen Äther trennt. Alsdann kommt eine feinere Haut, die das Flüssige des Eies vom Durchdringen und Zersetzen der äußeren Schale abhält. Diese feinere Haut ist auch im großen Geistes und Weltenmenschen der feinere Äther, der die Welten alle umgibt und sich, wie im Ei als Flüssigkeit, im Äther dann als Atmosphäre der einzelnen Sonnensysteme und der in ihnen kreisenden Sonnen und Planeten verdichtet.
   23] Der Eidotter, wieder durch eine andere Haut von der übrigen Flüssigkeit getrennt, ist im großen Welten und Geistesmenschen die den Welten zu ihrem weiteren Bestehen nötige, nähere, dichtere Luftschicht, wo sich alles in aufgelöstem Zustand befindet, was dann durch andere Verbindungen als feste Materie der Erd und Sonnen-Körper deren Bestand selbst ausmacht.
   24] Inmitten des Eies liegt dann der eigentliche geistige Feuerpunkt eines ewigen Lebens, der nur durch Wärme (der Liebe gleich) geweckt, die ihn umgebenden Substanzen zu seinem verkörperten, individuellen Ich dann aufbaut und so aus dem Ei und seiner flüssigen und festen Materie das Geschöpf formt, zu dessen Form die Elemente in ihm selbst lagen.
   25] Im Welten und Geistesmenschen ist es ebenfalls wieder der innere, mehr dem Herzen gleichkommende geistige Teil, wo der Trieb zum Aufbau, zur Erhaltung des Bestehenden durch das Vorhandene, aufsaugend den Äther und Lichtstoff und ihn verarbeitend, die Sonnen und Weltensysteme aufbaut, sie erhält und so sie weiter befördert zur geistigen Entwicklung, wie im Geistes-Weltenmenschen die entsprechenden Himmel, wo auch Ich endlich im Zentrum gelagert, um Mich herum die geistigsten, großartigsten Schöpfungen, Geister und Wesen vereint habe, die alles von außen Kommende zur Weiterbeförderung reifen, es immer mehr vergeistigend Mir näher bringen, wo es dann - wie im Weltenmenschen Licht und Äther, hier Geist im intensivsten Licht, dort durch die Wärme, hier durch die nie versiegende Liebe - zu neuen, höheren Schöpfungen verbraucht und so Mein höchstes Ideal des Guten und Schönen entwickelt wird.
   26] So sehet ihr im Ei, für euch ein unansehnlich Ding, die höchste Potenz, Mein Ich, Meine Schöpfung, das stufenweise Fortschreiten des Geschaffenen, Mein ewiges Neubauen, alles, was ihr euch nur denken könnt, geistig vertreten.
   27] Das Ei drückt euch im Dotter Meine Liebe, im Eiweiß Mein Geisterreich und in der harten Schale die materielle Welt aus. Im Zentrum stehe Ich, als Lebens, Feuer und Liebe-Kern alles bewegend, alles der großen Lösung entgegentreibend.
   28] Die Mich umgebenden Geister schließen Meine Himmel von der materiellen Welt ab. Aber auch diese Wand, wie beim Ei die Kalkschale, wird zerbrochen; das Innere des Eies wird aufgesaugt, zu einer höheren Geburt verwendet, und aus all den Konglomeraten von Schöpfungselementen wird, wie ein Phönix unversehrt aus der Flamme, einst Meine geistige, innerste, aber erhabenste Welt treten, wo alles Geist,
Licht und Wärme oder Weisheit und Liebe ist und ewig so fortbestehen wird.
   29] Dorthin drängt sich alles, Ich bin der Brennpunkt, das Zentrum, der Lebensfunken, der alles belebt, alles erhält, und wenn er auch Formen ändert, sie doch wieder neu schafft!
   30] So sehet ihr im Ei eine ganze Schöpfung, eine ganze Unendlichkeit und ein geistiges Bild eures Ichs und Meiner Person Selbst.
   31] Auch ihr seid wie das Ei, von außen mit einer Schale, die einst der Erde angehören wird, von dem übrigen geistigen Leben getrennt, auch in euch bewegen sich ätherische Flüssigkeiten, geistig eure guten und schlechten Eigenschaften, und im Zentrum, als geistiges Triebrad, das pulsierende Herz mit dem ewig nie vergehenden Geistesfunken aus Mir!
   32] Auch dieser Funke wird die andern geistigen Elemente nach und nach aufsaugen, das Gute behalten und das Schlechte ausscheiden, wird dann bei Vollreife die Erdschale zersprengen und als eine geistige Welt im Kleinen, getrennt von der großen, seinen Himmel und seine Wonne bei Mir, seinem Gründer suchen -
   33] Trachtet also ihr alle, die ihr so viel Geistiges von Mir erhalten habt, es zu eurem Besten zu verarbeiten; trachtet diesen inneren Brennpunkt, den Liebefunken aus Mir, Mir einst wiederzugeben wie Ich ihn euch überlieferte, und ihr werdet im großen Schöpfungs-Ei auch nicht im weitern Kreise desselben, weit weg von Mir, sondern in den nächsten an Meinem Herzen den Wohnsitz haben, von wo ihr das ganze Universum übersehen, begreifen und beurteilen könnt, soweit es einem Geiste möglich ist - und dann werdet ihr in der Oval oder Ellipsenform das Urbild der ersten göttlichen Idee im Großen und an euch selbst, an der Schönheit und Erhabenheit der Geister und der Geisterwelt ganz verstehen, und es wird euch erst dann einleuchtend sein, daß nur ein Gott aus so kleinen nichtigen Formen und den Eigenschaften derselben so Großes schaffen kann, welches am Ende doch nur den Zweck hat, Seinen Kindern einen Begriff Seiner Größe, Seiner Liebe, Seiner Sanftmut zu geben, und ihnen zu zeigen, daß Er nicht im Großen allein groß, sondern gerade im Kleinsten am größten ist! Amen.

***

Band 10 (GEJ)

[GEJ.10_211,01] (Der Herr:) „Denn siehe, in der Urzeit der Zeiten erschuf Ich nur eine, für deine Begriffe unermeßlich große Sonne,

Einschub:

                          

(Sie entfernte sich ins Unendliche,  Seine Liebe holte sie ein und verdichtete sie zur Materie!)

                 

 

 – und sieh nur zur Nachtzeit an das Firmament, und du wirst es mit lauter Sternen übersät erblicken! Und siehe, alle diese Sterne, mit Ausnahme der dir bekannten wenigen Wandelsterne, sind auch Sonnen, um die sich Erdkörper, wie diese Erde da ist, bewegen!

[GEJ.10_211,02] Zu diesen Sternen aber, die du in der Nacht am Firmamente siehst, mußt du dir in einem übergroßen Raumgebiet noch mehr als tausendmal tausendmal so viele hinzudenken, und siehe, alle diese für dich unzählbar vielen Sonnen und andern Erdkörper sind mit den Zeiten der Zeiten aus der einen urgeschaffenen großen Sonne hervorgegangen, – freilich nicht schon als vollkommen reif und fertig, sondern gleich wie Samenkörner aus der Ähre eines Halmes im Besitze der Weiterpflanzungsfähigkeit!

[GEJ.10_211,03] Jetzt frage Ich dich aber: Wer hat denn für die weitere Ausbildung und Herstellung der großen Weltkörper den Vermehrungsstoff hergegeben?"

[GEJ.10_211,04] Sagte der Oberstadtrichter: „Wer sonst wohl als Du, o Herr und Meister?"

[GEJ.10_211,05] Sagte Ich zu ihm: „So dir, Mein lieber Freund, das begreiflich ist, so wirst du wohl auch einsehen, daß es Mir ebenso möglich sein muß, einen etwas zu klein ausgefallenen Lammbraten auf unserem Tische eben auf dieselbe Art zu vermehren und zu vergrößern, wie es Mir möglich war, mit den Zeiten der Zeiten aus der einen, übergroßen Ursonne die zahllos vielen andern Sonnen und Erdkörper ins sichtbare Dasein hinauszustellen und sie in ihrer Art kräftig und tätig auf ihren Punkten aufzustellen.

[GEJ.10_211,06] Siehe, ein Stein ist für dich ein völlig totes Ding; und so du einen Stein hier hättest, so könnte Ich ihn dir entweder bis ins Ungeheure alsogleich vergrößern oder aber auch den größten Stein alsogleich derart auflösen, daß von ihm für deine irdischen Sinne nichts dabliebe, oder Ich könnte ihn auch augenblicklich verwandeln in ein fruchtbares Erdreich.

[GEJ.10_211,07] Und es ist demnach einerlei, ob Ich auf irgendeinem Weltkörper erst so nach einer gewissen Ordnung alles nach und nach herstelle oder in einem Augenblick urplötzlich, so es irgend nötig ist.

[GEJ.10_211,08] Daß aber auf den Weltkörpern alles so nach und nach und wie eines aus dem andern ins Dasein tritt, davon liegt der Grund vorzüglich in Meiner Liebe, Geduld und Sanftmut zu den Menschen, erstens vorzüglich auf dieser Erde, dann aber auch zu jenen, die auf andern Weltkörpern wohnen und ihre Lebensfreiheitsprobe durchmachen. Denn siehe, der ganze ewig-unendliche Raum ist Mein eigentliches Wohnhaus, und in diesem Wohnhause gibt es denn auch gar unendlich viele Wohnungen, die du einmal in Meinem Reiche erst näher kennenlernen wirst.

[GEJ.10_211,09] Ist dir, Mein lieber Freund, nun begreiflich, wie es Mir möglich war, den Lammbraten zu vergrößern und zu vermehren?"

[GEJ.10_211,10] Sagte der Oberstadtrichter, völlig zerknirscht in seinem Gemüte: „O Herr und Meister, begreiflicher ist mir das alles freilich wohl denn zuvor, aber ich fühle mich vor Deiner zu unendlichen Größe und Erhabenheit wie nahe gänzlich vernichtet. Ich empfinde es wohl, daß ich noch bin, aber ich empfinde daneben auch, daß ich gegen Dich so gut wie nichts bin!"

[GEJ.10_211,11] Sagte Ich: „Und doch bist du, so wie jeder andere Mensch, aus Mir und durch Mich eben auch unendlich und ewig! Willst du noch mehr sein? Wie aber das, dessen wirst du erst durch Meinen in dir wach gewordenen Geist innewerden!"

 

 

 

     Kosmologie

 

Jakob Lorber

Mittelpunkt der Erde - Die 12 Stunden

Zwölfte Stunde

 

Der große Schöpfungsmensch und seine Rückkehr. – 25. März 1841, von nachmittags 4 Uhr bis abends 1/4 9 Uhr

Schreibende: K. G. L. – F. S. – Andr. und Ans. H.

 

 [MEr.01_012,01] Nachdem wir in der elften Stunde den verlorenen Sohn von seinem Aufgange bis zu seinem Niedergange begleitet und beleuchtet haben und haben auch die Zeit berechnet und die Stunde nahe bestimmt, die da zeugen solle von seinem Untergange, so wollen wir in dieser zwölften Stunde sehen, wo und wie dieser verlorene Sohn wieder zurückkehren wird, durch und durch gedemütiget in das große Vaterhaus.

[MEr.01_012,02] Um aber dieses vollends zu verstehen, ist es nicht nur hinreichend, daß wir das Weltstäublein, Erde genannt, ein wenig durchschauet haben; sondern, da Ich zu diesem Zwecke in der euch bewußten Camera obscura des Geistes eine schon erwähnte kleine Vorrichtung hinzugegeben habe, noch einmal in dieser neu vorgerichteten Kammer einen etwas weiter gedehnteren Blick zu tun. - Ich sage euch aber zum Voraus, machet euch gefaßt; denn dieser Anblick wird euch etwas vor eure Augen führen, das noch bis auf diese Zeit in keines Menschen Sinn gekommen ist.

[MEr.01_012,03] Vermöge dieser neuen Vorrichtung wird die Tafel zur Aufnahme eines so großen Bildes auch wohl natürlicherweise selbst etwas vergrößert werden müssen und statt der früheren waagrechten Lage eine senkrechte annehmen. Nun sehet, unsere Vorrichtung ist getroffen; so richtet denn eure Blicke hin auf die weitgedehnte Tafel, und sogleich werdet ihr das große Bild auf derselben erblicken. Denn nur auf diese einzig und alleinige Art ist es möglich, die endlos ausgedehnte Schöpfung unter einem Bilde euch vor die Augen zu stellen.

[MEr.01_012,04] Nun sehet nur genau hin auf die Tafel, und sobald ich das Wort "Epheta" aussprechen werde, da werdet ihr das großartige Bild auf der Tafel erschauen. Und nun denn, da eure Blicke dahin gerichtet sind, sage Ich: Epheta!-

[MEr.01_012,05] Nun, was saget ihr zu dem Bilde? Nicht wahr, ihr erblicket auf dieser Tafel nichts mehr und nichts weniger, als die deutliche Figur eines Menschen, dessen Lenden nur kaum von einigen Lumpen bedecket sind und dessen Haare zottigen Aussehens ihm bis über den halben Leib vom Kopfe herabhängen.

[MEr.01_012,06] Nicht wahr, ihr werdet euch wohl denken, - "an diesem Bilde ist gerade nichts Besonderes zu sehen, außer daß es auf dieser Tafel in einer sehr kolossalen Form dargestellt ist. Übrigens aber hätte ein solches Bild auch ein jeder nur einigermaßen bewanderte Figurenzeichner mit einer weißlichten Farbe auf eine schwarze Tafel entwerfen können" - und Ich kann euch nichts anderes dazu sagen, als daß euer Schluß vor der Hand seine Richtigkeit hat; so ihr noch etwas tiefer denken wollet, so möchtet ihr auch wohl bald in dieser weißlichen Figur die Gestalt des verlorenen Sohnes erblicken.

[MEr.01_012,07] Aber sehet, Meine lieben Kinder! Die Tafel ist ein wenig zu weit weg gestellt für eure Augen, daher gehen wir vollends an die Tafel hin; denn die ganze Gestalt habt ihr jetzt schon gesehen, daher wollen wir die Farbe, mittelst welcher diese Figur an diese Tafel aufgetragen ist, ein wenig näher untersuchend beschauen.

[MEr.01_012,08] Nun, jetzt sind wir an der Tafel. Seht, diese klafterbreite schimmernde Fläche ist ein Teil des Fußes dieser ganzen Figur. Sehet nur recht nahe hin und saget Mir, was ihr darauf entdecket. Seht nur recht genau, nicht wahr, ihr entdecket nichts, als lauter nahe aneinander gereihte kleine schimmernde Kügelchen. Ihr wisset, daß dieses Bild kein gemaltes, sondern nur ein Lichtbild ist eines äußeren Gegenstandes.

[MEr.01_012,09] Was meinet ihr wohl, was diese Kügelchen in der Wirklichkeit sind? Sehet, Ich will euch nicht lange herumraten lassen, aber, wenn ihr meinet, daß diese Kügelchen etwa Abbilder sind von entfernten Sonnen, Planeten, Monden und Kometen, höret, da müßte Ich euch wohl sagen: Kinderchen! Urteilet nicht zu vorschnell, sonst möchtet ihr euch gar gewaltig irren! Jedoch bevor Ich euch das Wesen dieser kleinwitzigen Kügelchen enthülle, bemühet ihr euch auf einem linsengroßen Flecke diese Kügelchen zu zählen! -

[MEr.01_012,10] Nun, seid ihr schon fertig?- Ja, ja, Ich sehe schon, ihr werdet damit nicht leichtlich fertig; denn es ist eine für euch kaum aussprechbare Zahl solcher Schimmerpünktchen auf dieser linsengroßen Fläche vorhanden, und möchten ihrer wohl mehr als eine Trillion sein; und da ihr euch so ein wenig vertraut gemacht habt mit der Farbe, so sage Ich euch, wovon ein solches Pünktchen eigentlich ein Abbild ist. Wie schon gesagt, nicht etwa von einer Sonne, oder von einem andersartigen Weltkörper, sondern ein jedes solches Pünktchen, oder wie es sich euren geistigen Augen darstellt als Kügelchen, ist nichts mehr und nichts weniger als das Abbild einer Hülsenglobe; was es aber mit der "Hülsenglobe" für eine Bewandnis hat, brauche Ich euch nicht mehr zu erklären.

[MEr.01_012,11] Nun treten wir wieder ein wenig zurück und schauen uns wieder die ganze Figur an. Sehet, wie es ist eine vollendete Menschengestalt; und da ihr nun diese Figur hinreichend beschauet habt, so sage Ich euch: Diese Figur stellet aus und nach Meiner ewigen Ordnung das Universum dar; und ist in seiner Art von niemanden, außer von Mir, in der Wirklichkeit also erschaulich. Auch hat dieses Bild, wie ihr es jetzt erschauet habt, noch nie ein erschaffener Geist gesehen.

[MEr.01_012,12] Aber Ich sehe schon wieder, was in euch steckt. Ihr möchtet wohl gerne eure Erde in diesem Menschen erblicken. Solches euch zu zeigen kann wohl nicht sein, solange die ganze Figur auf der Tafel pranget. Aber wartet ein wenig; denn sehet, Ich bin ein sehr guter Optiker, daher will Ich in unserer Camera erst eine kleine optische Veränderung vornehmen, nach welcher Veränderung von dieser ganzen Figur nichts als nur ein einziges leuchtendes Pünktchen zurückbleiben wird.

[MEr.01_012,13] Nun sehet, die Figur ist verschwunden; es ist bereits alles in der Ordnung. Treten wir jetzt nur wieder näher der Tafel und suchen unser Pünktchen auf. Nun, habt ihr es schon gefunden? - Eines allein gibt freilich nicht viel Licht; aber strenget eure Sehe nur an, ihr werdet es schon finden.

[MEr.01_012,14] Ihr müsset nicht hinaufschauen auf die hohe weitgedehnte Tafel, sondern da ganz zu unterst sehet hin, da ihr früher den linken Fuß der ganzen Figur gesehen habt, und da zwar am äußersten Ballen des kleinen Zehens. Dieses Kügelchen ist diejenige Hülsenglobe, innerhalb welcher sich auch eure Erde befindet.[6]

[MEr.01_012,15] Damit wir aber zu unserer Erde gelangen können, werde Ich denn schon auch wieder mit Meinem Epheta über das Schimmerpünktchen kommen müssen, und so spreche Ich denn "Epheta!" Nun sehet, wie dieses Kügelchen auseinandergegangen ist und nimmt nun beinahe die ganze große runde Gestalt der Tafel ein.

[MEr.01_012,16] Sehet die zahllosen leuchtenden Pünktchen nun wieder durcheinanderschimmern. Suchet nun euch eure Erde heraus. Nicht wahr, ihr möget sie nicht finden aus der großen Unzahl dieser Schimmerpünktchen heraus. Ja, Ich sage euch, ihr würdet euch auch vergebliche Mühe machen; denn diese Pünktchen, die ihr da sehet, sind schon wieder keine Sonnen, sondern sind ganze Sonnenwelten-Gebiete;

[MEr.01_012,17] daher werde Ich nun wieder ein Pünktchen, und zwar das rechte heraussuchen und alles übrige auslöschen von der großen Tafel. Nun, da ist das erwählte Pünktchen, und damit wir schneller zum Ziele gelangen, sage Ich alsogleich wieder "Epheta!"

[MEr.01_012,18] Nun sehet, unsere Tafel ist schon wieder voll neuer leuchtender Pünktchen. Allein diese leuchtenden Pünktchen sind noch wieder keine Sonnen, sondern sind lauter Sonnenwelten-Alle; daher wird es mit der Auffindung der Erde sich hier nicht tun.

[MEr.01_012,19] Und so will Ich aus diesen Pünktchen auch wieder das rechte erwählen und alles Übrige von der Tafel löschen. Nun, da ist das Pünktchen. Sehet, wie es einsam matt schimmert auf der großen Fläche! Aber nun Mein Epheta! und das Pünktchen soll gleich eine größere Ausdehnung bekommen; darum "Epheta!"

[MEr.01_012,20] Nun sehet, unsere Tafel ist denn schon wieder voll von lauter glänzenden Pünktchen. Möchtet ihr euch da nicht die Erde heraussuchen aus all diesen trillionenmal Trillionen Pünktchen? Allein ich muß euch schon hier auch wieder sagen: Gebet euch keine Mühe; denn auch diese Pünktchen sind noch keine Sonnen, sondern einzelne Sonnengebiete und sind das, was ihr unter einem sogenannten Sternen-Nebel begreifet.

[MEr.01_012,21] Allein damit wir schneller zum Ziele gelangen, will Ich euch da das rechte Pünktchen erwählen und alles Übrige von der Tafel löschen und zugleich das "Epheta" hinzufügen.

[MEr.01_012,22] Nun sehet hin auf die Tafel. Nicht wahr, ihr seht eine Schimmergrieswolke, die sich horizontal über die ganze Tafel verbreitet, und ist siebenmal so lang als breit. Nun sehet, da hübsch gegen die Mitte wollen wir uns wieder ein solches Schimmergrieswölkchen wählen, und alles übrige wieder auslöschen von der Tafel. - Nun, es ist schon alles wieder geschehen, wie ihr sehet, und Mein Epheta gebe diesem Pünktchen wieder seine rechte Gestaltung.

[MEr.01_012,23] Nun sehet hin recht genau; jetzt werdet ihr euch wohl schon auskennen. Sehet, da in der Mitte ein leuchtendes linsengroßes Scheibchen; seht, es ist das Bild eurer Sonne, und seht nun genauer hin; der dritte schimmernde Punkt von der Sonne auf der linken Seite etwas abwärts ist eure Erde.

[MEr.01_012,24] Ich brauche euch nun dieses Bild nur ein wenig zu vergrößern, und ihr werdet eure Erde sogleich erkennen; und so tue du Erdenpunkt dich auf, auf daß dich Meine Beschauer erkennen mögen. Und sehet, wie nun dieser Punkt sich allmählig ausdehnt und nun denjenigen Durchmesser erreicht hat, der da hinreichend genügt, zu erkennen euer naturmäßiges schmutziges Wohnhaus. -

[MEr.01_012,25] Da wir nun jetzt alles gesehen haben, so kehren wir wieder zu unserem verlorenen Sohne zurück. Und sehet hin auf die Tafel; schon wieder prangt unsere erste Figur auf derselben. Aber sehet, jetzt wird diese Figur kleiner und kleiner, und sehet, jetzt hat sie nur kaum noch die Größe eines Kindes, und sehet abermals hin, nun ist auch dieses Kind zu einem Punkte zusammengeschmolzen; aber sehet, auf der rechten Seite der Tafel fängt ein anderes großes Menschenbild an aufzutreten; und nun ist es auch in der Mitte der Tafel, und unter seinem linken Fuße entdecket ihr noch das früher eingegangene Pünktchen, welches da ist im rechten Verhältnisse seiner Größe zur Größe dieses neuen Bildes.

[MEr.01_012,26] Was meinet ihr wohl, was dieses neue Bild vorstellt? Ihr werdet euch vielleicht denken, die ihr mehr oder weniger den großen Menschen in den Schriften Swedenborgs habet kennengelernt, das sei dieser größte Mensch. Ich aber sage euch: Weit fehl geschossen! Dieser Mensch, den ihr da sehet, ist nichts mehr und nichts weniger als der sich selbst wiedergefunden habende verlorene Sohn, aber nicht etwa in seiner Allheit, sondern es ist derjenige verlorene Sohn, der sich in einem jeden einzelnen wiedergeborenen Menschen wiedergefunden hat; oder mit andern euch leichter verständlichen Worten gesagt: Das ist ein Allergeringster in Meinem neuen Reiche, und es ist hier in diesem Bilde euch ein gerechtes Verhältnis dargestellt und zeigt euch das vollkommene Maß eines Menschen, welches unendlichmal erhabener ist, denn das ganze euch durch die frühere Zergliederung gezeigte endlos scheinende Universum in der Gestalt des verlorenen Sohnes!

[MEr.01_012,27] Wenn ihr nun so dieses Bild ein wenig beherziget, so dürftet ihr auch schon ein wenig zu begreifen anfangen, was es mit der Rückkehr des verlorenen Sohnes für eine Bewandtnis hat.[7]

[MEr.01_012,28] Ihr müsset euch nicht etwa denken, dieser euch in der elften Stunde bekanntgegebene gefallene Luzifer wird als Ganzer wieder zurückkehren; wenn solches möglich gewesen wäre, wahrlich, es hätte nie eine materielle Schöpfung stattgefunden, sondern

[MEr.01_012,29] in einem jeden einzelnen Menschen, der nach Meinen Worten lebt und wiedergeboren wird durch das Wort und durch die Erlösung, wird dieser Verlorene wiedergefunden und wird zurückkehren in das große Vaterhaus! -

[MEr.01_012,30] Ich sage euch nicht umsonst: in das große Vaterhaus; denn für so groß gewordene Menschen muß auch ein gar großes Haus bereitet sein, allda sie werden Wohnung nehmen können wieder bei ihrem Vater. --

[MEr.01_012,31] Daß es aber also ist, könnet ihr aus all' dem Vorhergegangenen ja klar und deutlich abnehmen; denn leidet nicht bei den allgemeinen Drangsalen ein jeder Mensch in sich selbst, und wird jeder geschlagen für seine eigene Person? Es gelten aber alle diese Schläge einem und demselben verlorenen Sohne.

[MEr.01_012,32] So aber ein Mensch geschlagen wird, ist es nicht also, daß nur er als der Geschlagene den Schmerz empfindet, während der Ungeschlagene oft genug nur zu schmerzlos zusieht? Oder so da mißhandelt wird eine ganze Nation in einem andern Weltteile, saget, ob ihr je einen Peitschenhieb auf eurer Haut wahrgenommen habt? So aber jemand stirbt, stirbt er für sich oder für andere? Oder könnet ihr behaupten, daß je jemand für einen andern zur Welt geboren worden ist? Oder gilt Meine Erlösung und Mein Wort nicht ebenso gut einem jeden Menschen einzeln für sich, wie für ganze Völker? Und kann nicht jeder Mensch für sich Mich mit seiner Liebe und dem lebendigen Glauben daraus völlig aufnehmen, daß Ich in ihm und er in Mir wohne? -

[MEr.01_012,33] Wenn ihr nun alles dieses betrachtet, könnet ihr nach dem allem nur die entfernteste Behauptung aufstellen, Ich sei in einem Menschen weniger, denn in allen zusammen? -

[MEr.01_012,34] So aber Ich mit einem Menschen eins geworden bin und er mit Mir, saget, was gehet da noch ab von der Wiederfindung des verlorenen Sohnes in einem einzelnen Menschen?

[MEr.01_012,35] Hat der nicht alles empfangen und in sich aufgenommen, der Mich aufgenommen hat? Wahrlich, ein jeder einzelne Mensch, der mit Mir eins geworden ist, ist mehr, ja, Ich sage, unendlichmal mehr, als der große Luzifer es je war in seiner euch auf natürlichem Wege unbegreiflichen Größe! -

[MEr.01_012,36] Sehet unter diesem verlorenen Sohne, der da Luzifer heißt, wird demnach jeder einzelne Mensch für sich verstanden; und so ein ganzes Volk mit Mir eins geworden ist, so wird dieses ganze Volk ebenfalls nur ein Mensch mit Mir; und alle Menschen, die je auf der Erde gelebt haben und noch leben werden, wenn sie eins geworden sind mit Mir, so werden auch sie nur sein ein Mensch in Mir; d.h. sie alle wird beseelen und beleben ein und derselbige heilige Geist aller Liebe und aller Wahrheit und aller Macht und aller Kraft, und werden nicht sein viele mehr denn einer und einer weniger denn viele, sondern alle werden sein vollkommen eins in Mir; und werden nicht haben viele mehr Macht und Kraft denn einer, und einer nicht weniger denn viele, sondern alle werden leben wie einer, aus derselben Kraft und Macht des heiligen Geistes aller Liebe und aller Wahrheit aus Mir!

 

Die „Lumpen“ des verlorenen Sohnes.

 

– 25. März 1841 (Fortsetzung)

 

[MEr.01_013,01] Ihr habet aber gehört, daß die Lumpen des verlorenen Sohnes von den Winden zerstreuet wurden wie Spreu, und die übrig gebliebenen aber wurden ihm ausgezogen, und verbrannt. Wisset ihr, was unter diesen Lumpen zu verstehen ist?

[MEr.01_013,02] Es ist darunter nichts anderes zu verstehen, als der eingegangene frühere Universalmensch auf unserer Tafel; denn durch die Gewinnung eines jeden einzelnen Menschen ist das Edle, von Mir Ausgehende oder Mein verlorener Sohn wieder gewonnen. Die Lumpen oder das eigentliche Erzböse wird verworfen werden in das Feuer, daraus es eigentlich hervorgegangen ist. Es ist aber dieses Feuer dasjenige in der Gottheit, aus welchem alle Dinge ihr materielles Dasein haben.

[MEr.01_013,03] Wer somit sich an die Welt hängt und klebet an der Materie, der klebet an den Lumpen des verlorenen Sohnes; wie aber alle Materie euch schon ihre große Feuerverwandtschaft zeigt, dasselbe sind auch die Lumpen an den Lenden des verlorenen Sohnes.

[MEr.01_013,04] So wird es aber geschehen! Damit Gott werde wieder ein freier Gott, in dem keine Materie mehr wallet, so wird das Feuer oder Zornverwandte wieder dahin kehren müssen, daher es als das, was es ist, gekommen ist; und wird gerade also geschehen, als so ihr an eurem Leibe habet irgend eine Verhärtung und leget da heiße Breiumschläge auf, damit sie wieder erweichet werde; also auch wird Mein ewiges Feuer diese erzböse Verhärtung in seiner Allheit erfassen, um es dadurch wieder seinem eigenen Wesen selbst zu assimilieren.

[MEr.01_013,05] Es ist noch eine Frage in euch vorhanden, ob diejenigen Wesen, die unter den Lumpen verstanden werden, auch ein fortwährendes Selbstbewußtsein haben werden oder nicht? Ich aber sage euch: Die Frage beantwortet sich schon beinahe von selbst, da ihr doch unmöglich annehmen könnt, daß es in der Gottheit irgendeinen sich unbewußten Punkt geben sollte.

[MEr.01_013,06] Diese Frage löst sich somit von selbst; aber eine Frage, ob dieses Sichselbstbewußtsein ein leidendes ist oder nicht? Sehet, das ist eine andere Frage. Um aber diese richtig zu verstehen, müsset ihr zuvor begreifen, daß jedes Bestreben, um sich selbst zu finden, ein gewisses Leiden in sich selbst notwendig begreifen muß; nur hängt es jetzt einzig und allein von dem ab, ob dieses Leiden ein schmerzliches oder ein wohltuendes ist?

[MEr.01_013,07] Wenn dieses Leiden darin besteht, daß sich das Wesen in sich selbst immerwährend ergreift und durch dieses Ergreifen sich zur Einheit immerwährend zu bilden bemühet ist, dann ist ein solches Leiden ein höchst wohltuendes und die Empfindung aus dem klarsten Selbstbewußtsein eine höchst beseligende.

[MEr.01_013,08] Wenn aber das Leiden, oder die selbstbewußte Empfindung eines Wesens in sich ein zerreißendes und zerstörendes ist, dann ist es auch ein höchst schmerzliches, was ihr auch aus der Natur sehr leicht abnehmen könnet, wenn ihr nur je irgend eine entzündliche Krankheit beobachtet habt, welche in nichts anderem besteht, als daß sich gewisse Teile im Körper mehr und mehr auszudehnen anfangen. Je heftiger ein solcher Akt vor sich zu gehen anfängt, desto schmerzlicher wird er. Aus allem diesem geht dann heraus, daß der sich selbst bewußte wesenhafte Zustand des feuerverwandten Erzbösen ein eben auch höchst leidend schmerzlicher sein muß.

[MEr.01_013,09] Ihr werdet nun vielleicht meinen, daß die Gottheit dadurch gewisserart in ihrem Zornteile selbst immerwährend höchst schmerzlich leidend sein müsse. Allein es ist nicht also! Sondern es ist gerade so, als wenn Speisen in eurem Magen verkochet werden; da bersten auch die Hülschen der zu sich genommenen Nahrung, getrieben durch das Feuer des Magens. Aber fraget euch selbst, ob im natürlichen Zustande dieser schauerliche Zerstörungsprozeß im Feuer eures Magens euch je geschmerzet hat? -

[MEr.01_013,10] Jedoch, da Ich euch schon so weit geführt habe, so will Ich euch bei dieser Gelegenheit einen noch nie ausgesprochenen Wink geben! Wollet ihr die Endursache solches Zustandes aller weltlich materiellen Erzbosheit erschauen, so blicket in euren Magen und sehet alldort zu, was da mit der in sich genommenen Speise geschieht, wie und warum? so werdet ihr eine große Strecke Meiner Wege erschauen, das da geschehen wird; jedoch die Zeit steht nicht geschrieben in eurem Magen, und es genügt euch, daß Ich euch gezeigt habe den Zweck. -

[MEr.01_013,11] Nun sehet, liebe Kinder! Das ist alles, was euch gegeben werden kann; das ist alles, was ihr zu ertragen vermöget; mehr brauchet ihr nicht zu wissen, sondern beachtet dieses von Punkt zu Punkt, und das zwar von der euch gegebenen ersten Stunde bis zur letzten Stunde; durchwandert auf diesem Wege die ganze Erde in euch, und findet auf diese Art in euch selbst den verlorenen Sohn.

[MEr.01_013,12] Tuet dasselbe, das dieser getan hat und noch immer tut in jedem einzelnen Sünder, der nach Meinem Reich trachtet. Lasset in der inneren Kammer eures Geistes auf der Tafel eurer Weltbegierden mit der Welt das geschehen, was ihr zuletzt geschehen sahet auf der euch gezeigten Tafel mit dem Universalmenschen; so wird in einem jeden von euch der verlorene Sohn wiedergefunden werden und wird werden sein Verhältnis, wie Ich es euch gezeigt habe, da ein anderer Mensch an die Stelle des früheren, der da auf einen Punkt zusammengeflossen, getreten ist;

[MEr.01_013,13]dann erst werdet ihr als Wiedergefundene die große Wahrheit des euch in diesen zwölf Stunden Gegebenen in euch selbst im hellsten Lichte erschauen und erkennen;

[MEr.01_013,14] denn, wie früher gesagt wurde, daß alle Menschen auch einen Menschen ausmachen, wie einer alle, so suchet denn auch all' das Übel in euch; und habt ihr es gefunden und mit Meiner kräftigen Beihilfe aus euch geschafft, da werde Ich als euer heiliger Vater, der Ich schon über den halben Weg euch entgegengekommen bin, vollends zu euch kommen, euch dann gänzlich von euren Lumpen befreien und dann aufnehmen in das große Vaterhaus Meiner ewigen Liebe!

[MEr.01_013,15] Schließlich mache Ich euch nur noch darauf aufmerksam, daß Ich derzeit nicht nur euch, sondern auch schon vielen anderen verlorenen Söhnen entgegengekommen bin.

[MEr.01_013,16] Merket aber in euch selbst vorzugsweise auf Meine Ankunft, und kümmert euch weniger um die allgemeine. Was ihr aber für's Allgemeine empfindet, das traget Mir betend in eurem Herzen vor, um alles andere kümmert euch nicht; denn das große Wann, Wie und Warum ist in den besten Händen wohlverwahret. Amen. Das sage Ich, Euer großer, heiliger, liebevollster Vater. Amen.


 

[1] Zur Beschreibung der 10 Plagen Ägyptens als 7 Plagen siehe auch. Entsprechungen: Das 10nerPrinzip

[2] Siehe 4 Zeiten: Die Entwicklung der Lehren

[3] Sieh das Buch Leopold Engels "Das Tal der Glücklichen", das dieses Tal und seine Bewohner dargestellt in dem Reisebericht eines Europäers beschreibt. Es liegt in der heutigen Zentralafrikanischen Republik und entspricht dem linken Auge des Brillenknochens

[4] Der Text wechselt hier der Errugung wegen in die echte himmlische Grammatik "hinstarren sie in die ... " ist Verb Subjekt Objekt. Siehe "Die Geschichte der Originalschriften"

[5] Interessant ist hier der Zusammenhang mit den Schöpfungsperioden. Wie schon der Charakter der Neuoffenbarung, als große Offenbarung der 4. Schöpfungsperiode ( Wassermannzeitalter in der esoterischen Terminologie ) zeigt, geht das Bewußtsein mehr zum Jenseitigen über. ( Es gibt mehr Literatur und es wird mehr über das Jenseitige nachgedacht. Dies entspricht dem Eintritt in des Erdmenschen in die Phase der Reife, in der Mensch sich schon mehr zum Jenseitigen orientiert. Dies wird entsprechend dem natürlich nicht so harmonischen Verlauf in der Realität des Verlorenen Sohnes in diesem Bild dargestellt ( Diese Entwicklung endet tatsächlich mit dem Übergang des Erdmenschen in ein jenseitiges Leben siehe auch 5.2 Politik und die Lebensphasen des Erdmenschen S.64 )

 [6] In der Beschreibung hier ist eine Hülsenglobe ein Atom des großen Schöpfungsmenschen und besteht in sich aus 5 Hierachien von Sonnen mit jeweils sie umkreisenden Systemen, der Reihenfolge nach Die Hülsenglobe selbst mit der Urzentralsonne, die Galaxienhaufen, Galaxien, Kugelsternhaufen, Sonnensysteme und natürlich Planeten und Monde, von denen wissenschaftlich nur die Größe der Galaxienhaufen bekannt ist die sich aber auch in großen Verschätzungen der Entfernung befindet. ( Namen eintragen )

[7] Diese Sternensysteme entsprechen wissenschaftlich vom Größten zum kleinsten System gezählt: Das Atom ( die Hülsenglobe ) ist ein Galaxienhaufencluster, dann kommt der Galaxienhaufen als Sonnenweltengebiet, dann die Sonnenweltenalle als Galaxien, dann die Kugelsternhaufen als Sonnengebiet, in der unsere Sonne zu Hause ist ( hier der Sirius mit seinen ihn umkreisenden Sonnen ).