Was sagt Jesus über unsere Erlösung

 

 

 

Weg zur seelischen und geistigen Wiedergeburt

 

1.1   Geschenk für Peter 1.2   Wiedergeburt 1.3   Chakras u.      7 Geister Gottes
2.1    Meditation - Selbstbeschauung 2.2   Meditationanleitungen 2.3   Buchempfehlung:     Leadbeater: Die Chakras
3.1   Gotteskindschaft-              Wiedergeburt 3.2    Wiedergeburt/Kindschaft 3.3  Von den zwei Lichtern
4.1    Seelische Wiedergeburt 4.2   Seelenbilder 4.3   Vom geistigen Frühling
5.1   Wiedergeburt des Geistes in der Seele 5.2   Weg zur geistigen Wiedergeburt 5.3   Thomas Noack: Die geistige Wiedergeburt
6.1   Schnellster Weg zur Wiedergeburt 6.2    Die Erlösung   7.1                 Seminar in Obertraun

Gerd Kujoth:     Der Sohn Gottes und das Geheimnis der Erlösung



1. Was ist die Erlösung

Die für uns wichtigsten Fragen lauten: Was ist die Erlösung? - Warum war die Erlösung neben den zehn Geboten Mosis nötig, da zur Wiedergeburt nichts als die Haltung der Gebote aus reiner Liebe zu Gott benötigt wird? - Warum mußte denn der Allmächtige von Seinen Geschöpfen so zugerichtet werden und mußte wie ein Verbrecher den Kreuzestod erleiden, um ihnen die Seligkeit und das ewige Leben geben zu können? Genügte denn Seine reinste Lehre nicht? (5.GEJ 247,2) - Inwieweit ist die Erlösung für uns Menschen da und wie können wir Teil an ihr nehmen? (3.Hi. Seite 9,2)

Um diese Fragen beantworten zu können, müssen wir zurückgehen bis zu der Zeit, als Gott noch keine Wesen aus Sich hinausgestellt hatte, denn zuerst waren sie nur in Seinen Gedanken geschaffen. Da war der Raum noch wesenleer und nur die Kraft, die der Geist Gottes oder der Geist Seines Willens war, erfüllte von Ewigkeit her die Unendlichkeit. Dieser endlose Raum aber hatte einen Mittelpunkt, der ebenfalls von Ewigkeit her war. Dieser Mittelpunkt ist das wesenhaft (oder als Wesen) gestaltete Gottheitszentrum, in dem alle Macht und Kraft dieses unendlichen Geistes vereinigt ist zu einem Wirken. Dieses Machtzentrum des unendlichen Gottesgeistwesens ist die Liebe oder das Leben in der Gottheit. (2.HG 139,20)

Die Gottheit aber gefiel Sich in Ihrer Liebe und drängte Sich zu Ihr. Alle Mächte und alle Kräfte stürmten auf die Liebe los, so daß es Ihr immer heißer und heißer ward. Da entstand ein großes Rauschen, Brausen und Toben und die Liebe ward geängstigt und gedrückt von allen Seiten, so daß Sie bis ins Innerste erbebte! Und das Rauschen ward zum Tone, der Ton aber ward in der Liebe zum Worte, und das Wort sprach: „Es werde Licht!“ Da entzündete Sich die Liebe und es ward Licht in allen Räumen der Unendlichkeit. Das Wort oder Licht war aber nicht erst in der Folge des Urgottseins entstanden, sondern war mit Gott der ewigen Liebe Selbst Gott und damit ewig. (1.GEJ 1,9) Und Gott sah in Sich die große Herrlichkeit Seiner Liebe, sah die unendliche Zahl der Gedanken in Ihr, von denen jeder ein Wesen war, stärkte die Liebe mit Seiner Kraft und verband Sich so auf ewig mit Ihr. (1.HG 5,2-4)

Wir werden dann noch hören, wie diese Verbindung durch den Fall der Geister und durch den Fall Adams wieder eine Trennung erfuhr, bis sie durch den Tod Jesu auf Golgatha für ewig unverbrüchlich wurde und die ewige Liebe Sich die Gottheit untertan machte, die Ihr alle Macht, Kraft und Gewalt übergab.

Die Ursache unseres Seins war die ewige Liebe, und somit ist die ewige Liebe unser Vater. Aus der Flamme der entzündeten Liebe, d.h. aus dem Vater, ging das Wort oder Licht, das aber ewig schon in der ewigen Liebe war, hervor und das ist die Weisheit und wird der Sohn genannt. Das Feuer oder die Liebe ist sonach Gott und das Licht oder die Weisheit ist ebenfalls Gott, denn beide sind ungeschaffen. Die Liebe und die Weisheit sind aber nun nicht zwei Götter, sondern nur die zwei Grundeigenschaften des einen Gottes und sind erst zusammen eine Person, denn jede Person hat Liebe und Weisheit. Jede dieser zwei Grundeigenschaften kann aber, wenn Sie für Sich allein etwas zum Ausdruck bringen will, von Sich als Gottheit sprechen.

Aus diesem Grunde haben wir in der Neuoffenbarung verschiedene Betrachtungsweisen von Vater und Sohn, die nicht miteinander vermischt werden dürfen, weil solch eine Vermischung keine klare Vorstellung von Gott ergibt. Zumeist wird in diesem Werk von der ewigen Liebe als Gottheit und Vater und von der Weisheit als Sohn gesprochen. Wir aber wollen uns nun mit der weniger bekannten Betrachtungsweise beschäftigen, in der die Weisheit Gottheit und Vater und die ewige Liebe ihr Sohn ist.

2. Die Gedanken der Liebe,

die selbst Liebe waren und ohne Zahl, gingen in die Gottheit (Weisheit) über und die Liebe in der Gottheit sprach: „Lasset Uns die Gedanken der Herrlichkeit festhalten und heraustreten, daß sie frei werden und Uns empfinden und sehen, wie Wir sie empfinden und sehen und Wir sie empfanden und sahen, ehe noch das Licht ihre Formen erleuchtete!“ – Dieses Wort ging in die Gottheit (Weisheit) über, wodurch sie überall Liebe ward. „Da sprach die Gottheit zum ersten Male: ‘Es werde!’ Und es ward ein Heer der Geister aus Gott frei, deren Zahl kein Ende hat, und die Liebe sah Sich Selbst verunendlichfältigt.“ (1.HG 5,5-7) Das war der Anfang unseres Seins als Geist vor undenklich langen Zeiten und der Beginn der jetzigen Schöpfungsperiode.

Nachdem die Geister ihre Willensfreiheit erhielten, entzündete sich der Oberste der drei erstgeschaffenen Geister, der dem Lichte der Gottheit entsprach, (Satana oder Luzifer der Lichtträger) in seiner Begierde, um sich der Gottheit vollends zu bemächtigen. Durch ihn entzündete sich ein großer Teil der Geister mit, die durch ihn geschaffen wurden. Die Folge war, daß sich neben Gott eine der Ordnung entgegengesetzte Kraft bildete, die Seinem freien Wirken Störungen entgegensetzte. Doch Gott müßte Selbst unvollkommen sein, um neben Sich eine Unvollkommenheit zu dulden. (EM 27,13) Da erbrannte die Gottheit (die Weisheit in Ihrer Gerechtigkeit) in Ihrem Grimme und schleuderte, durch die zwei niederen Geister der drei, die böse Rotte in die Tiefe der Tiefe Ihres Zornes. (1.HG 5,14) Oder anders gesagt: Die Geister verloren nach langen Zeiten des Falles durch ihr widergöttliches Handeln schließlich ihr Bewußtsein, ihre Seelen lösten sich auf und verdichteten sich zu Materie. Die Materie aber ist der Tod, der reine Geist ist das Leben. Zwischen Materie und Geist besteht eine große Kluft, die nur schwer überbrückbar ist. Diese Kluft verdeutlicht die Unvereinbarkeit zwischen Gottes ewiger Ordnung und der Widerordnung. (2.RB 227,2) Materie und Geist stehen sich so schroff gegenüber, wie die entgegengesetzten Pole eines Magneten. Das bedeutet jedoch nicht, daß die Materie nie mehr geistig werden kann, aber die Geister, die einmal zu Materie geworden sind, können sich selbst unmöglich wieder davon befreien. Deshalb mußte den Gefallenen geholfen werden. Zwar konnten sie bis zum Rand der großen Kluft geführt werden, aber da sich Materie und Geist nicht berühren können, mußte über die Kluft eine Brücke gebaut werden. Es mußte ihnen ein Weg gebahnt werden, den sie dann selbst gehen konnten und der sie aus der Materie wieder zum Geist zurückführen würde.

Da ereignete sich in Gott folgendes: „Und es dauerte die Liebe der Verlorenen; aber die Gottheit (Weisheit) erbebte in Ihrem Grimme, und es ward gehört in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes ein großer Donner. Und der Donner drang bis zum Innersten der ewigen Liebe, und die Liebe allein verstand den Donner der Gottheit, und der Donner ward in Ihr zum Worte und sprach: ‘Alle Macht sei Dir untertan; tue nach Deinem Gefallen und sprich ‘Es werde!’, und es wird sein! Und siehe, die Liebe wurde gerührt bis ins Innerste, und es floß die erste Träne aus dem Auge der ewigen Liebe, und diese Träne floß aus dem Herzen der Gottheit und hieß und heißt und wird ewig heißen die Erbarmung.“ (1.HG 5,21-22)


3. Zurückführug

Der Entschluß war gefaßt; Gott erbarmte Sich der Gefallenen und die ewige Liebe sollte die vom Schöpfer getrennten Geister zurückführen. Dazu wurde Ihr von der Gottheit freies Handeln und alle Macht eingeräumt. Um zu dieser Entscheidung zu kommen, hatte Sich Gott die grundlegende Frage stellen und auch beantworten müssen: „Was sollte mit der getrennten Unzahl (an Geistern) werden? Sollte sie für ewig zugrunde gehen oder sollte sie, nur Mir allein möglicher Weise, zurückgeführt werden? - Siehe, das war selbst für Mich, den Allmächtigen und allerhöchst endlos weisen Schöpfer, keine so geringe Frage! Denn lasse Ich sie zugrunde gehen, so ist auch in Mir der Tod zu Hause. Führe Ich sie aber zurück, dann ist die unantastbare Heiligkeit Meiner urewigsten Ordnung gefährdet. - Was war und ist sonach hier zu tun? - Siehe, die Löse dieser großen Fragen liegt jetzt noch vor deinen Augen, und gar viele Ewigkeiten werden damit nicht fertig werden! Worin aber bestand diese, besteht sie jetzt noch und wird sie ewig bestehen? - Die Liebe, als das alleinige Leben in Gott, mußte sich (von der Weisheit) gewisserart trennen, die getrennte (die vom Schöpfer abgefallene) Unzahl der Geister ergreifen, sie binden mit ihrer Macht und aus ihnen gestalten zahllose Weltenmassen (Weltkörper) aller endlosen Arten nach der Beschaffenheit der Geister, die darin eingefangen wurden.“ (2.Hi. Seite 135,4-7)

Gott konnte die Gefallenen und im Gericht und Tode sich befindenden Geister nicht ewig im Tode belassen, denn dann wäre auch in Gott für ewig der Tod vorhanden gewesen. Er konnte den gerichteten Geistern aber auch nicht einfach die Freiheit wiedergeben, ohne daß sie im freien Willen zur Ordnung Gottes zurückgekehrt wären, denn dann wäre Seine seit Ewigkeit geltende Ordnung umgestoßen worden. Gott mußte deshalb einen Weg finden, der die gefallenen Geister wieder zur Ordnung Gottes zurückführte, ohne daß Seine Gerechtigkeit und Heiligkeit verletzt würde. Dazu mußte Sich die ewige Liebe von der Gottheit (Weisheit) trennen, denn die Weisheit in Ihrer Gerechtigkeit und Heiligkeit konnte und durfte Sich nicht mit dem befassen, was unrein geworden war. Die Liebe aber scheut Sich nicht, Sich auch der Verworfenen anzunehmen. (2.RB 157,5) Durch die Trennung konnte die ewige Liebe nun zunächst allein handeln, die Gefallenen ergreifen, sie in der Materie binden und die Materie zu Weltkörpern gestalten, ohne daß die Heiligkeit Gottes verunreinigt worden wäre.

Hier können wir die Frage stellen: Wie war es möglich, wenn die Liebe und die Weisheit nur eine Person ist, daß sie sich trennen konnten? - Die Antwort lautet: Weil eben die Liebe und die Weisheit nur eine Person ist, so war es auch keine vollständige Trennung, die zwischen der Weisheit und der ewigen Liebe stattfand, sondern nur eine teilweise. Es blieb eine untrennbare Verbindung zwischen beiden bestehen. Die Trennung ging aber doch so weit, daß Gottes Heiligkeit in den Hintergrund trat, Seine Kraft der ewigen Liebe unterstellte, die nun die vorrangig Handelnde wurde.

In der Materie, die aus zahllosen Weltkörpern besteht, waren nun die Geister gefangen und ihre Seelen in Atome aufgelöst. – Auf welche Weise sollten sie nun aber zurückgeführt werden, daß sie nicht nur wieder die Stufe erreichten, die sie vor dem Fall hatten, sondern darüber hinaus auch zur vollen Freiheit und Selbständigkeit der Gotteskindschaft gelangen könnten? - Die Materie aufzulösen und den Geistern nach einer gewissen Zeit der Gefangenschaft auf einmal die Freiheit wiederzugeben, hätte nicht zum Ziele geführt, weil sie dann wieder gefallen wären. (3.Hi. Seite 342,18-21) Deshalb machte die ewige Liebe die Weltkörper zu Rückführungsstationen, auf denen die Seelenatome aus kleinsten Anfängen durch die Durchschreitung des Mineral-, Pflanzen- und Tierreiches sich läutern und immer höher entwickeln konnten, bis sie wieder zu der Form zusammengesetzt waren, die sie ursprünglich besaße

4. Seelenatome machen viele Leibeswandlungen durch

Nachdem die Seelenatome viele Leibeswandlungen durchgemacht haben, ist die äußere Form in der menschlichen Gestalt zum Abschluß gekommen. Deshalb begegnen sich im Menschen zwei Prinzipien: Zum einen das Ende der Entwicklung zur menschlichen Form, in der die Seele ihr Selbstbewußtsein wiedererlangte und in welcher die ewige Liebe Seele und Geist dem Tode entriß und zum anderen der Anfang der Seelenvollendung in der höchsten Willensfreiheit, in der der Mensch, zwar noch ohne Rückerinnerung in der Materie steckend, die volle Selbständigkeit erlangen soll. Als Mensch sollen die gefallenen Geister dann im freien Willen zu Gott zurückkehren, d.h. sie sollen sich von der Materie und all ihren Begierlichkeiten lösen und durch ein Leben in der Liebe und Demut Gott wieder ähnlich werden.

Adam sollte als erster vorangehen. Er sollte die Brücke über die große Kluft zwischen Materie und Geist bauen. (11.GEJ 75,3-5) Er sollte den Weg bahnen und alle seine Nachkommen wären ihm gefolgt. Einen Weg zu bahnen bedeutet aber, es mußte gleich die erste Probe seines freien Willens die Entscheidende sein. Dabei bestand die Gefahr, daß Adam die Willensfreiheitsprobe nicht bestehen könnte, wodurch er und durch ihn alle seine Nachkommen, erneut in die Materie zurückfallen würden, was dann ja auch geschehen ist.

Die ewige Liebe unterrichtete das neugeschaffene Paar in allem und lehrte sie alle Dinge kennen, benennen und gebrauchen. Als sie alles verstanden hatten und gebrauchen konnten, sprach die ewige Liebe zu ihnen: „Nun sehet, ihr erlerntet nun alles, ihr kennet nun alles und könnet den Gebrauch machen von allem bis auf eines, und dieses Letzte will Ich euch jetzt lehren und die Kraft in euch legen zur Fortzeugung und Fortpflanzung euresgleichen; aber ihr dürfet davon erst dann Gebrauch machen, wenn Ich wiederkommen werde, euch bekleidet werde finden mit dem Kleide des Gehorsams, der Demut, der Treue und der gerechten Unschuld. Wehe aber euch, so Ich euch nackt finde; Ich werde euch verstoßen, und der Tod wird die Folge sein!“ (1.HG 7,15) Da verdeckte Sich die ewige Liebe Ihr Angesicht und entfernte Sich auf eine bestimmte Zeit, damit sich die Neugeschaffenen in ihrer Probe frei entscheiden konnten, denn zur völlig freien Willensentscheidung gehört, daß es nicht schon im Voraus feststeht, wie sich jemand entscheiden wird. Jesus sagt: „Sieh, Ich kann zwar alles wissen schon von Ewigkeit her, was mit einem Menschen wird, wenn Ich es wissen will; aber auf daß der Mensch in der Reife seiner Jahre völlig frei und unbeirrt handeln kann, so ziehe Ich auf eine bestimmte Zeit Meine Augen von ihm ab und nehme keine Wissenschaft von seinem freien Handeln, außer er bittet Mich inständigst, ihm zu helfen beim freien Kampfe mit der Welt. Da sehe Ich Mich nach ihm um, helfe ihm auf den rechten Weg und verleihe ihm beim Kampfe mit der Welt die nötige Kraft.“ (2.GEJ 137,16)

Von allen Bäumen im Garten durften sie essen, nur von dem einen Baum, dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, sollten sie nicht essen; d.h. sie durften von allem Gebrauch machen, was ihnen die ewige Liebe gezeigt hatte, nur von dem einen noch nicht und das war der Zeugungsakt. Von diesem sollten sie erst dann Gebrauch machen, wenn sie die sinnliche Begierde überwunden und damit in der Lage gewesen wären, in Reinheit zu zeugen. Würden sie aber den materiellen Wünschen oder fleischlichen Begierden nachgeben, so würden ihre Seelen wieder in die Materie zurücksinken. Da gelüstete es die Eva stark nach der Frucht des Baumes, von dem sie nicht essen sollten. Adam bemerkte, wie die Begierde in der Eva emporstieg, was ihm sehr gefiel. Da entbrannte auch Adam in seiner Begierde und sie genossen, nachdem er zunächst der mahnenden Stimme der ewigen Liebe Gehör schenkte, von der verbotenen Frucht mit wollüstiger Begierde. Im ersten Buch Mose heißt es in der Bildersprache: „Sie nahm von der Frucht des Baumes und aß und gab zugleich auch ihrem Manne davon, und er aß.“ (1.Mos. 3,6)

5. Adam und Eva waren nackt

Nach dem Sündenfall erkannten Adam und Eva, daß sie nackt waren, denn sie hatten sich nicht bekleidet mit dem Kleide des Gehorsams. Sie schämten sich ihrer Nacktheit und bedeckten sie mit Blättern von einem Feigenbaume. Adam verbarg sich in einer Höhle und weinte Tränen großen Schmerzes, und die Eva verbarg sich hinter einem Dornstrauche und trauerte gewaltig über ihre verführende Schuld. (1.HG 8)

Was sich nun nach dem Sündenfall zwischen der Gottheit (Weisheit) und der ewigen Liebe abspielte und anschließend zitiert ist, war so gewaltig, daß wir es kaum fassen können, was da in Gott vorgegangen ist. Es heißt in der „Haushaltung Gottes“: "Siehe zu, wie Ich, die ewige Liebe, sie fand, nackt, verlassen, weinend und trauernd in gerechter Reue und gerechter Scham, und rief hervor den Adam und zog hervor die Eva.

Und siehe, sie getrauten sich nicht anzuschauen das Angesicht ihres Vaters; denn sie waren erschreckt von einem großen Donner des todbringenden Gerichtes aus der Tiefe des Grimmes der Gottheit.

Und die Zornflammen Gottes, des Unendlichen, wälzten sich furchtbar durch alle endlosen Räume zur Erde hinab, auf welcher die große Liebe nun weilte bei Ihren reuigen und trauernden gefallenen Kindern, geschaffen durch Ihre erbarmende Gnade.

Und siehe, da gab es einen heißen Kampf zwischen der durch die Reue und Trauer der Geschaffenen Sich wieder erbarmenden ewigen Liebe und zwischen der alles zerstören wollenden, ergrimmten Gottheit zur Sühnung Ihrer unbestechbaren Heiligkeit.

Denn siehe, die Zornflammen der ergrimmten Gottheit stürzten schneller denn Blitze zur Erde nieder, drangen bis in die Mitte derselben und entzündeten dieselbe in und an allen Orten und Enden, und es schlugen die verzehrenden Flammen bis an den Mond, bis an die Sonne, - ja sie ergriffen alle Sterne! Und siehe, da war die ganze, unermeßliche Unendlichkeit ein Feuermeer, und furchtbare Donner rollten durch alle endlosen Räume, und es heulte die Erde, und es tobte das Meer, und der Mond weinte, und die Sonne wehklagte, und alle Sterne schrien lauter denn alle Donner, von zu großer Schmerzensangst der ewigen Vernichtung gedrückt, und ihre großen Stimmen widerhallten furchtbar dröhnend aus den endlosen Tiefen des Grimmes der Gottheit. Und die Stimmen riefen: ‘Großer, erhabener Gott, besänftige Deinen großen Zorn, und lösche die vernichtenden Flammen Deines übergerechten Grimmes, und schone der Schuldlosen in Deiner Heiligkeit; denn Deines Zornes Feuergrimm wird zerstören die Gerechten und wird vernichten die ewige Liebe in Dir und wird Dich Selbst gefangennehmen in Deiner übergroßen Macht und Kraft der Heiligkeit!’

Und siehe und höre mit offenen Augen und offenen Ohren, was da die zornergrimmte Gottheit sprach; jedoch die Sprache verstand niemand denn allein die ewige Liebe, die in der Zeit des Zorngrimmausbruchs der Gottheit das reuige neugeschaffene Paar schützte auf der heulenden Erde und wehrte ab der großen Zornflamme des Grimmes, zu ergreifen die Reuestätte Adams und die Trauerstätte Evas, durch die große Macht und Kraft Ihrer Barmherzigkeit.

6. Schauerworte

Und nun höre und verstehe wohl die Schauerworte des Zornes aus der Tiefe des Grimmes der Gottheit, und sie lauteten: ‘Was nützt Mir das Heulen und Toben der Erde, was das Weinen der Monde, was das Wehklagen der Sonnen, und was das Jammergeschrei der Sterne?! Denn Ich bin allein, verlassen von Meiner Liebe, die Mir untreu ist geworden und Sich von mir entfernt hat hinab zur Erde zum Auswurf der Bosheit zwiefältig! Was soll Ich ohne Sie? Daher will Ich zerstören alle Ihre Werke aus dem Fundamente und vernichten alles, damit nichts da sei, was Meine Liebe von Mir in alle künftigen Ewigkeiten der Ewigkeiten vermögen sollte abzuziehen und zu entfernen! Und Ich will bleiben Gott, der Alleinige, in alle Ewigkeiten der Ewigkeiten, wie Ich war von Ewigkeiten der Ewigkeiten her. Und du, morsches Gebäude der Schöpfung Meiner schwach gewordenen Liebe, stürze zusammen in nichtige Trümmer, ins Nichts, damit Ich Meine Liebe wiederfinde und Sie wieder stark mache durch die Macht und durch die Kraft Meiner ewigen Heiligkeit. Amen!’

Und siehe, da lösten sich die Bande der Schöpfungen in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes, und es stürzten die Trümmer durch die weiten Räume unter großem Krachen, Donnern, Heulen, Toben, Brausen und Sausen in die Tiefen der Tiefen ihrer Vernichtung zu, und diese war die Erde selbst, die ebenfalls zertrümmert lag im weiten Schoße der erbarmenden Liebe.

Und die Neugeschaffenen bebten vor Angst ob des fürchterlichen Anblicks dieser großen, vernichtenden Schauderszene, deren Größe kein geschaffener Geist je in ihrer ganzen Fülle ganz erfassen wird; denn sie war unendlich.

Und nun siehe und höre weiter, was die erbarmende Liebe da sprach und tat! Vernimm die Worte der Liebe in ihrer Macht, und schaue die großen Taten der Barmherzigkeit in ihrer Kraft, und höre und verstehe wohl die Worte, welche so lauteten: ‘Großer, allmächtiger Gott aller Macht, aller Kraft und aller Heiligkeit! Ziehe zurück Deinen großen Zorn, und lösche aus das Feuer Deines alles zerstörenden Grimmes, und höre in der Ruhe Deiner Heiligkeit die Worte Deiner ewigen Liebe, welche das alleinige Leben ist in Dir, ewig wie Du und mächtig und stark wie Du (und Du) aus Ihr und Sie aus Dir, und wolle nicht vernichten das Leben in Ihr und Dich durch Sie, sondern lasse Gnade für Recht ergehen, und lasse genugtun die Liebe Dir, und fordere Sühnung für Deine verletzte und gekränkte Heiligkeit, und Deiner Liebe wird kein Opfer zu groß sein, das Du von Ihr fordern möchtest zur ewigen Sühnung Deiner Heiligkeit!’

Und nun siehe und höre und verstehe wohl, was darauf geschah und was die Gottheit darauf erwiderte! Es dämpfte sich das Feuer, und aus allen Räumen wehte ein sanfterer Hauch, untermischt mit noch stark rollenden Donnern durch die fliegenden Trümmer der aufgelösten Welten, welche von einer Unermeßlichkeit bis zur andern gleich großen Blitzen noch brennend zuckten. Und die Liebe verstand den Donner Gottes, welcher heftig sprach: 'Ich will alle Schuld auf Dich legen, gleich den Welttrümmern auf die Erde, und Du sollst tilgen die Schmach Meiner Heiligkeit, welche das ewige Band ist zwischen Mir und Dir! Und siehe, Ich verfluche die Erde, damit kein Fleck besudle Meine Heiligkeit und Ich werden würde gleich Dir ein unheiliger Gott. Und dieser Fluch sei Deiner Schuld anheimgestellt, die Du auf Dich zu nehmen hast und zu tilgen für Meine Heiligkeit und zu waschen die Erde mit Deinem Blute vom Fluche der Schande durch die Sünde Adams!'

Und siehe, höre und verstehe wohl, was darauf die Liebe entgegnete und sprach: 'Großer, überheiliger Gott aller Macht und Kraft! Es geschehe nach Deinen Worten!'

7. Das Feuer erlosch

Und siehe, da erlosch auf einmal all das Feuer auf der Erde und in allen den Schöpfungsräumen! Und die Trümmer der zerstörten Sonnen, Erden und Monde wurden wieder zusammengefügt durch die Macht und Kraft der von der Gottheit erhörten Liebe und ordneten sich wieder, wie sie geordnet waren im Anfange ihrer Entstehung. Sie behielten aber zu ewigen Zeichen die unvertilgbaren Spuren ihrer damaligen gänzlichen Zerstörung gleich den Wundmalen der ewigen Liebe, die später in der großen Zeit der Zeiten für alle am Kreuze blutete.

Und es blieben auch noch hier und da anderweltliche Trümmer liegen auf der Oberfläche, in den Tiefen und den Meeren der Erde zu Zeichen der Macht und Kraft Gottes und zugleich aber auch als sprechende Zeugen der übergroßen Taten der erbarmenden Liebe.

Und siehe und höre weiter und verstehe es wohl, was nun ferner geschah: Als nun die ewige Liebe die Anforderungen annahm und dadurch schon im voraus der großen Heiligkeit Gottes Genüge tat, da ließ die Gottheit in sanfterem Rauschen und Wehen, abermals nur der Liebe verständlich, Ihren heiligen Willen vernehmen und sprach in der Rede voll sanften Tones, wie folgt: ‘Siehe, Deine große Barmherzigkeit ist in Mir aufgestiegen und ist getreten vor Meine allsehenden Augen, und Ich habe erkannt in der Ruhe Meiner Heiligkeit Deine große Aufrichtigkeit und ewige Treue und habe gezählt die Reuetropfen Adams und die Trauertropfen Evas und bin mitleidig geworden durch Deine große Erbarmung durch und durch.

Und siehe, daher will ich Meine Gerichte zurückziehen in dieser Zeit und nach Deinem Verlangen Gnade für Recht ausströmen lassen in großer Fülle und will den Schaden, welchen Meine Gerichte angerichtet haben, wieder gutmachen. Und außer Mir kann niemand etwas gutmachen denn Ich allein, da niemand gut ist denn Ich, der heilige Vater; denn das sei Mein Name fürder ewiglich. Und Du, Meine Liebe, bist Mein Sohn; und die Heiligkeit als das mächtig allwirkende Band der Kraft zwischen Uns und zwischen allem, was von Uns ausgegangen ist, sei der heilige Geist, der erfüllen soll alle Räume der Räume und alle Unendlichkeiten der Unendlichkeiten in alle Ewigkeiten der Ewigkeiten, amen. Und das sagt nun der gute, heilige Vater. Amen.

Und nun sage Du, Mein geliebter Sohn, auch dem reuigen und trauernden Paare - und grabe ihnen das Gesagte tief in ihre Herzen -, daß sie die Gebote der Liebe und der Erbarmung bis an ihr Lebensende halten sollen unverbrüchlich, und Ich will ihnen dann einen Mittler zwischen Mir und ihnen zur Zeit, die Ich bestimmt habe, senden, zu tilgen die große Schuld und zu erleichtern die große, schwere Last ihres Ungehorsams.

Bis dahin aber sollen sie verharren in aller Geduld und Sanftmut, und das (geistige) Brot, das Ich ihnen derzeit nur kärglich geben will, sollen sie dankbar im Schweiße ihres Angesichtes genießen und sollen nicht satt werden bis zur Zeit des Mittlers, den Ich erwecken werde aus ihrer Mitte vollkommen und gut, wie Wir vollkommen und gut und heilig sind ewig.

Und sage ihnen noch hinzu, daß Ich Meine Gerichte nur eingestellt habe für jene, die Meine strengen Gebote halten werden pünktlich. Den Übertretern aber seien sie für alle Ewigkeiten in aller Strenge der ewig heiligen Wahrheit angedroht in der genauesten Erfüllung bei der geringsten Übertretung!

Das spricht der heilige und alleinig gute Vater durch Seinen Sohn, der die ewige Liebe in Ihm ist, und durch den heiligen Geist als der wirkenden Gnade aus Uns Beiden zur einstigen Vergebung der Sünde, welche nun ihre Leiber mühselig machen und dann aber allezeit töten soll zeitlich zur Erlangung des Lebens nach dem Tode des Leibes nach der Zeit des versprochenen Mittlers. Das sagt der alleinig heilige und alleinig gute Vater. Amen.’“ (1.HG 9,6-31).


8. Gott besteht aus mehreren Personen ?

Mancher wird sich jetzt vielleicht fragen, nachdem er Vater und Sohn miteinander reden gehört hat: Besteht Gott nicht doch aus mehreren Personen, wenn die Gottheit und die ewige Liebe miteinander reden wie zwei verschiedene Menschen? - Nein, denn in der Haushaltung Gottes lesen wir: „Während Er, der Heilige, mit Seiner Rechten alles vernichtet im Zorne, der Entheiligung durch die Sünde des großen Frevlers wegen, schützt Seine gleich heilige Linke den weinenden Sünder!“ (1.HG 36,13) Aus diesem Vers ersehen wir, daß Gott nur eine Person ist, die aber in ihrem Wesen zwei sich gegenüberstehende und ergänzende Seiten oder Eigenschaften hat. Seine Rechte entspricht der Weisheit und Seine Linke der Liebe. Es reden also nicht zwei Personen miteinander, sondern es wird uns Menschen der Kampf zweier gegensätzlicher Eigenschaften, als innere Vorgänge in dem einen Gott, welche die Neugestaltung Gottes einleiteten, durch Rede und Antwort verständlich gemacht, damit wir überhaupt begreifen, was da vor sich ging. Es ist das auch wie ein inneres Rathalten oder tiefes Nachdenken zur Bewältigung von Problemen, das sich bis zu einem inneren Ringen steigern kann. Auch in uns findet manchmal solch ein Ringen statt. Auch wir stehen manchmal vor der Entscheidung: Sollen wir die Gerechtigkeit oder die Liebe walten lassen. Auch solch ein in uns stattgefundenes Ringen könnte in Rede und Antwort dargestellt werden. (3.Hi. Seite 344,30-31)

Es wird sich sicher auch mancher fragen, warum die Gottheit wegen einer kleinen Sünde so erzürnt war, daß Sie die ganze Schöpfung zerstören wollte. (Hier muß noch gesagt werden, daß der Zorn Gottes nicht wie der Zorn eines Menschen ist, sondern er ist Gottes Liebeseifer 2.HG 231,35 oder der stets gleiche und feste Ernst Seines Willens. 4.GEJ 141,3) Später sündigten die Menschen viel schlimmer als das erste Menschenpaar. Warum also wollte Er da die Schöpfung zerstören? - Das hat folgenden Grund:

Wäre Adam der Versuchung widerstanden, so hätte er in sich den Keim zur Sünde vernichtet. Durch seinen Fall aber hat er diesen Keim nicht nur nicht vernichtet, sondern der ganzen nachfolgenden Menschheit weitervererbt und es war dadurch das Zurücksinken seiner Nachkommen in die Materie geschehen. Alle späteren, manchmal noch viel schlimmeren Sünden seiner Nachkommen waren also schon in der einen ersten Sünde Adams keimartig enthalten. Die Gottheit wollte also deshalb die Schöpfung zerstören, weil der Fall Adams grundlegender Natur war. Nach dem Rückgängigmachen der Zerstörung wuchs dann ja auch der Same der Sünde und wurde zu einem großen und starken Baume. Dieser Sündenbaum wäre weitergewachsen, so daß neben der Ordnung Gottes eine neue Widerordnung entstanden wäre, die immer stärker geworden wäre, wenn nicht Jesus diesen Baum gebrochen hätte. (11.GEJ 75)

Jesus sagt: "Damit es aber bei dieser Neugestaltung der alten Wesen an der Seite Gottes gegen Ihn Selbst keine Widerordnung gebe, mußte Gott Sich gewisserart durch Meine Menschwerdung Selbst neu gestalten, hernach bauen einen neuen Himmel und endlich machen, daß da alles neu werde, gleich Ihm!" (2.Hi. Seite 136,9).

Zwischen Gott und allen geschaffenen Wesen bestand schon von Anfang an eine unendliche Kluft, der zufolge sich niemand Gott nahen und ihn sehen konnte, ohne sein Leben gänzlich zu verlieren. (2.GS 13,5 / 9.GEJ 85,5) Gott sprach zu Mose: „Kein Mensch kann Mich sehen und leben.“ (2.Mos. 33,20) Die ewige Liebe hatte aber schon von Ewigkeit her den Plan gefaßt, sich Kinder heranzubilden und das setzt voraus, daß die Kinder keinen fernen Gott, sondern einen Vater, Freund und Bruder haben, den sie sehen und dem sie sich nahen können. Dazu mußte Gott über die unendliche Kluft eine Brücke bauen und diese Brücke war Seine Neugestaltung durch die Menschwerdung. (9.GEJ 85,5)

9. Brücke über die große Kluft

Adam hätte wohl die Brücke über die große Kluft zwischen Materie und Geist bauen können, wenn er nicht gefallen wäre, aber als geschaffener Geist wäre er niemals dazu imstande gewesen, die Brücke über die unendliche Kluft zwischen Gott und Geschöpf zu bauen. Dazu war nur der Allerhöchste Selbst in der Lage. Deshalb hatte Er Seine Neugestaltung durch die Menschwerdung schon von Ewigkeit her vorgesehen und dazu benutzte Er den Fall der Geister und den Fall Adams. Durch den Fall der Geister war bereits die Erlösung aus der Materie notwendig geworden, diese setzte die Trennung der ewigen Liebe von der Gottheit voraus und dieser mußte schließlich auch die Wiedervereinigung folgen. Durch Adam sollten die gefallenen Geister in seinen Nachkommen in jedem einzelnen Menschen aus der Materie erlöst werden, aber er fiel. (1.HG 36,3)

Voraussetzung für den Fall Adams war der Fall der Geister. Adam wäre nie gefallen, ja er wäre nie auf einer materiellen Erde gewesen, wenn nicht der Fall der Geister vorausgegangen wäre. Wären zwar die Geister, nicht aber Adam gefallen, dann wäre auch die Kreuzigung nicht geschehen, weil es bei einer ungefallenen Menschheit keine schlechten Menschen gegeben hätte, die Jesus gekreuzigt hätten. Böse, selbstsüchtige und herrschsüchtige Menschen, wie es sie auf dieser Erde gegeben hat und immer noch gibt, hätten nicht sein müssen, aber sie waren eine Folge des Falles Adams. Jesus sagt: „Ja, ja, es könnte wohl anders sein, so wie es auch auf zahllos vielen andern Weltkörpern anders ist; aber dann wäre eben diese Erde nicht ausersehen für die Zucht jener Menschen, die bestimmt und berufen sind, Meine Kinder zu werden!“ (5.GEJ 157,2) Ohne den Fall der Geister und den Fall Adams hätte Gott zur Erziehung Seiner Kinder ähnliche Zustände, wie sie nach dem Fall Adams auf der Erde entstanden sind, künstlich erschaffen müssen, um sie zu Seinen Kindern heranziehen zu können, denn zur vollen und höchsten Gotteskindschaft gehört eine große Probe der Willensfreiheit, die nur mit einem materiellen Übergewicht gegenüber dem Geist möglich ist. (6.GEJ 239,2

10. Erkennen der mächtigen Liebe

Jesus fragt uns: „Kann die wahre, mächtige Liebe sich als solche je völlig erkennen unter Menschen, die selbst pur Liebe sind? Welchen Probierstein soll man zur Übung in der Geduld, Demut und Sanftmut den schon von Geburt an mit aller Liebe erfüllten Menschen geben? So Ich aber schon jedes Menschen Natur also gestellt hätte, daß er schon von der Geburt an in der höchsten Vollendung ohne sein Zutun dastünde, welche Übung des Lebens und Selbstfortschreitens wäre für ihn da wohl noch denkbar?“ (5.GEJ 157,3-4) Kein geschaffenes Wesen hätte je die volle Gotteskindschaft erlangt, wenn es nie seine Seelenvollkommenheit verloren hätte. Denn eine bei der Erschaffung gegebene Seelenvollkommenheit hat bei weitem nicht den Wert, wie eine selbst errungene. Deshalb kann kein geschaffenes Wesen die volle Gotteskindschaft erreichen, wenn es nicht selbst den Weg aus der Unvollkommenheit seiner Seele zur Vollkommenheit gegangen ist. (4.GEJ 245) Deshalb müssen auch alle Gott treu gebliebenen Engelsgeister den Weg durch die Materie gehen, um die volle Gotteskindschaft erlangen zu können. Die Gotteskindschaft hatte bis zur Menschwerdung Gottes noch kein geschaffenes Wesen völlig erreicht, weil bis dahin auch die Eingeburt des reinen Gottesfunkens noch nicht erfolgt war. Die ungefallenen Engelsgeister müssen bei ihrer Inkarnation ins Fleisch ihre Seelenvollkommenheit verlieren, um sie sich neu, aber diesmal völlig selbständig, erringen zu können. Auch sie können den reinen Gottesfunken erst dann bekommen, wenn sie als Mensch auf der Erde waren und wenn sie an Jesus geglaubt und nach Seiner Lehre gelebt haben. Ohne den Fall der Geister und den Fall Adams wäre nie eine Seele unvollkommen geworden. Erst durch den Fall der Geister und Adams war alles, was Gott zur Bildung der geschaffenen Wesen zur völligen Gotteskindschaft benötigte, vorhanden. Es waren der Schmelztiegel Luzifer, die verlockende Materie und die Unvollkommenheit der Menschenseelen entstanden, ohne daß Er Sich diese Werkzeuge und Zustände hätte extra erschaffen müssen.

Hätte Sich Gott die Mittel zur Bildung Seiner Kinder extra erschaffen müssen, so wären das doch künstliche Mittel gewesen, hinter denen kein voller Ernst gestanden wäre. Durch das Fallgeschehen aber stand der volle Ernst dahinter, nämlich der Kampf des Lebens gegen den Tod, für den Gott Selbst sein Leben gab. Auch hätte die ewige Liebe ohne den Tod Jesu am Kreuz Ihren Geschöpfen die Größe Ihrer Liebe und Demut nicht in vollem Maße zeigen können. Sie hätte Ihre große Demut und Ihre große Liebe zu den gefallenen Geschöpfen nicht besser in die Tat umsetzen können, als daß Sie für die Gefallenen in den Tod gegangen ist. Jesus sagte: „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.“ (Joh. 15,13) Dazu kommt noch, daß der Tod Jesu am Kreuz gut dazu geeignet war, die Gottheit neu zu gestalten und die ewige Liebe mit der Gottheit zu vereinen. Wir werden später noch davon hören. Weil nun der Fall der urgeschaffenen Geister und der Fall Adams geschehen war, so war die Vereinigung und Neugestaltung Gottes durch den Tod Jesu am Kreuz der beste Weg zur Gründung einer neuen Schöpfung und eines neuen Himmels. Es stellt sich nun die Frage, ob sich Adam und die urgeschaffenen Geister frei entscheiden konnten oder ob Gott den Fall vorherbestimmt hatte und sie fallen mußten, damit die Menschwerdung und Neugestaltung Gottes und mit ihr die volle Gotteskindschaft der geschaffenen Wesen in dieser Weise geschehen konnte?

11. Jesu Antwort

Dazu gibt uns Jesus folgende Antwort: „Was da betrifft den ‘Fall Adams’, so hat solcher schon freilich mehr Objektivität als der sogenannte ‘Fall der Engel’, ist aber dabei in der Entsprechung dennoch homogen dem Falle der Engel; nur kommt bei ihm schon wirklich ein positives Gesetz zum Vorscheine, während es sich bei dem Falle der Engel noch lange um kein solches Gesetz handeln konnte, weil damals erst mit der großen Entwicklung der frei zu machenden Wesen der Anfang gemacht ward und sonach außer Gott noch keine solche Intelligenz dastand, der man irgend ein positives Gesetz hätte geben können. Darum geschah unter dem sogenannten 'Falle der Geister' auch eine notwendige und genötigte Scheidung, während die adamitische, als schon von ihm selbst ausgehend, eine freie war und sonach keine Nötigung, sondern ein freier Akt des schon in allen seelischen Sphären freien ersten Fleischmenschen. Im ganzen ist sie aber dennoch auch ein vorhergesehener Aktus aus der geheimen Ordnung Gottes, die zwar nie als eine absolute Nötigung, aber dennoch als eine Zulassung unter ‘du sollst’ und ‘du sollst nicht’ dem freien Willen des Menschen wegen seiner aus der eigenen Tätigkeit zu gewinnenden Konsolidierung (Festigung) gegeben wird. Es ist da ein Unterschied wie zwischen einem Kindmenschen, der seine eigenen Füße noch nicht gebrauchen kann und daher von einem Orte zum andern hingetragen werden muß und einem gesunden Manne, der schon lange oft nur schon zu gut und zu fest gehen kann.“ (2.GEJ 224,2-4)

Adams Entscheidung war eine freie und deshalb hätte er nicht fallen müssen. Er hätte nur das eine „Du sollst“ – Gebot beachten brauchen, das ihm der himmlische Vater gegeben hatte. Dem gegenüber stand der Reiz zur Übertretung, der in ihm aber noch klein war, und deswegen hätte er es sogar leicht gehabt. (11.GEJ 75,5) Es bedurfte nur der Willensanstrengung im Gehorsam und er hätte die Probe bestanden. Seine Entscheidung war die Entscheidung eines erwachsenen Mannes, der aber die Festigkeit, in der Ordnung Gottes zu bleiben, erst durch seine Erprobung im freien Willen erreichen mußte, wegen der selbständigen Erringung der Gotteskindschaft. Deshalb war der Fall Adams von Gott zwar nicht gewollt, aber doch ein vorhergesehener Akt aus der geheimen Ordnung Gottes. Die geheime Ordnung Gottes ist der Umweg, auf dem Gott dennoch zu Seinem Ziel gelangt, auch wenn die mit freiem Willen ausgestatteten Geschöpfe Seinem ersten Plan zuwiderhandeln. Welcher Weg nun zum Ziel führt, ob der erste oder der geheime zweite, darf Gott nicht mit absoluter Gewißheit vorausschauen und auch nicht im Voraus hinausposaunen, damit der freie Wille der Geschöpfe gewahrt bleibt. Jesus sagt: „Wir wollen durchaus nicht laut im vorhinein sagen und behaupten: ‘So und so wird es gehen!’; denn soll das große Werk gelingen, so darf selbst Ich nicht einen scharfen Blick in die weite Zukunft tun, auf daß zwischen Mich und die von Mir geschaffenen Menschen ja nicht das Geringste trete, das da irgendeinen Einfluß auf der Menschen freiesten Willen zu nehmen imstande wäre.“ (5.GEJ 130,1)

12. Freier Wille der werdenden Gotteskinder

Wenn es um den freiesten Willen der werdenden Gotteskinder geht, so darf auch Gott, obwohl Er es könnte, nicht so scharf vorausschauen, daß Er mit 100 prozentiger Sicherheit weiß, wie die freie Entscheidung ausfallen wird, (3.GEJ 137,16) denn sonst würde die Vorausschau zur Bestimmung. Deshalb hat Er den Fall der Geister und den Fall Adams zwar vorhergesehen, aber nicht mit äußerster Schärfe, sondern nur bis an die Grenze zur Gewißheit, wodurch die freie Willensentscheidung gewahrt blieb. Weil nun der Fall der Geister und Adams möglich werden könnte, so hat Er beide als Umwege, die einerseits zwar länger dauern und schwerer zu gehen sind, aber andererseits Ihm auch einige Vorteile bei der Bildung Seiner Geschöpfe zu Gotteskindern brachte, geheim mit eingeplant und zugelassen. „Ohne Meine Zulassung kann nichts geschehen“, sagt der himmlische Vater, „wenn Ich aber irgend etwas zulasse, so habe Ich allzeit Meinen besten Grund dazu!“ (2.HG 158,26) Der Grund Seiner Zulassung war, daß der Fall der Geister und Adams gut in Seinen Plan paßte, Sich Selbst umzugestalten, Sich Gotteskinder zu erziehen, alles neu zu machen und eine neue Ordnung einzuführen. Jesus sagt: „Nach der alten Ordnung konnte niemand in die Himmel kommen, der einmal in der Materie gesteckt ist; von nun an aber wird niemand wahrhaft zu Mir in den höchsten und reinsten Himmel kommen können, der nicht gleich Mir den Weg der Materie und des Fleisches durchgemacht hat.“ (4.GEJ 109,4) - Alle ungefallenen Engelsgeister werden noch den Weg des Fleisches gehen müssen, (3.GEJ 180,12) wenn auch nicht alle über die Erde, sondern auch über die vielen anderen Weltkörper. - „So mache Ich nun alles neu, und alle alten Verhältnisse müssen umgewandelt werden, dieweil Ich Mich Selbst umgewandelt habe dadurch, daß Ich Selbst die Materie angezogen habe.“ (4.GEJ 109,8)

Auch die urgeschaffenen Geister konnten sich frei entscheiden, aber es war die Entscheidung eines kleinen Kindes, das noch keine Selbständigkeit erlangt hatte. Es kam zunächst darauf an, die neugeschaffenen Geister zuerst zur Tätigkeit anzuhalten, weil kurz nach ihrer Erschaffung die Gefahr bestand, daß sie in die Ruhe zurücksinken würden, aus der sie gerade erst hervorgegangen waren. Dazu mußte ihnen ein „Du sollst“ – Gebot gegeben werden und mit dem Gebot ein Trieb oder Reiz zur Übertretung. Gleichzeitig mußte ihnen die schlimme Folge gezeigt werden, wenn sie dem Gebot zuwiderhandeln würden. Dazu mußte ihnen aber auch noch gezeigt werden, daß sich anfangs für das dem Gebot zuwiderhandelnde Geschöpf ein kurzwährender Vorteil erreichen läßt, aus dem aber später stets ein lange währender Nachteil folgen wird, dem zu begegnen es dann viele harte Mühe und schmerzliche Anstrengungen kosten wird. Mit allem dem versehen, kann erst das neugeschaffene Wesen einen wahren Gebrauch von seiner freien Intelligenz und der daraus hervorgehenden Tatfähigkeit zu machen beginnen, gehe es dann wie es wolle, krumm oder gerade, recht oder unrecht. Erst nach der Selbsttätigkeit konnte der Hauptakt zur vollen und wahren Selbständigkeit beginnen. Ob die Tätigkeit zunächst gut oder schlecht, gesetzlich oder ungesetzlich ausfiel, das mußte, zumindest dem Schöpfer gegenüber, für den Anfang eines jeden neugeschaffenen Wesens völlig gleich sein. Für das Geschöpf war es allerdings nicht gleich, denn es entschied sich damit entweder für ein seliges oder unseliges Sein. Die Selbständigkeit wird dadurch erreicht, entweder auf einem kürzeren oder längeren Wege, denn der Rückweg wird einem jeden gefallenen Geiste offengehalten. Dem Zurücksinken in die Ruhe, aus der sie als neugeschaffene Wesen erst hervorgegangen waren und damit der vollen Vernichtung war dadurch vorgebeugt und das war es, was für den Anfang erreicht werden mußte.

13. Materie ist die Erscheinlichkeit der Eigenliebe …

(2.GEJ 227) Jesus sagt: „Die alte, sündige Materie, die an und für sich nichts ist als eine lose und sündige Erscheinlichkeit der Eigenliebe, der Selbstsucht, des Hochmutes und der Herrschsucht …entstand zwar aus dem notwendigen Reize, den Ich wegen der Erkenntnis des eigenen freien Willens in die Geister legen mußte; aber obschon der Reiz notwendig war, so war ihm als Folge die sündige Werdung der materiellen Welten durchaus keine Notwendigkeit. Sie war nur eine aus Meiner Ordnung zugelassene, leider notwendige Folge dessen, daß so viele Geister dem Reize nicht widerstehen wollten, obschon sie es vermocht hätten, – ebensogut wie es sechsmal so viele urgeschaffene Geister vermochten, von denen uns zu Diensten nun einer hier stehet und den Namen Raphael führt.“ (4.GEJ 108,2-3)

Welche Ordnung ist besser: Ein erstgeschaffener Engelsgeist neben dem unsichtbaren Gott an der Spitze aller Geschaffenen oder Gott als sichtbarer Vater mitten unter Seinen Kindern, die alle gleiche Brüder und Schwerstern sind? – Wohl die zweite, neue Ordnung, und deshalb hatte Gott sie von Ewigkeit her vorgesehen. Die erste Ordnung war wohl eine notwendige, weil sie bei der Erschaffung der zuerst aus Gott hinausgestellten Wesen nicht anders möglich war. Wie Adam als erstgeschaffener Mensch am Anfang an der Spitze aller Menschen stand, weil sie alle fleischlich aus ihm hervorgegangen sind, so sind auch alle Geistwesen aus den drei erstgeschaffenen Geistern hervorgegangen, von denen Luzifer der erste war. Da Luzifer an der Spitze einer großen Geisterschar stand und er, außer dem noch unsichtbaren Gott, der Herrlichste und Mächtigste war, so war von Anfang an die Gefahr groß, daß Luzifer hochmütig werden und fallen könnte. Das hat aber Gott nicht absichtlich so eingerichtet, denn es war Ihm nicht möglich, die zweite Ordnung zuerst entstehen zu lassen. Aus dieser ersten Ordnung mußte erst die zweite, neue Ordnung hervorgehen. Die erste Ordnung, wie die Geschöpfe erschaffen wurden, war von Gott bestimmt, aber die Entwicklung zur zweiten, neuen Ordnung bestimmten die Geschöpfe mit. Erst ihr Ungehorsam gegen Gottes Gebote setzte den geheimen Plan in Kraft, der für die Geschöpfe einen Umweg bedeutete, auf dem sie das Ziel um vieles schwerer und um vieles später erreichen würden. (2.GEJ 224,7)

14. Jesu geheimer Wille?

Jesus fragte einmal den Luzifer: „Weißt du denn wohl, ob das nicht Mein geheimer Wille ist, daß du eben so sein mußt, wie du bist?! Weißt du es, ob Ich dich nicht schon von Urbeginn zum Fall bestimmt habe?!“ (BM 119,10) - Auch für den Fall Satanas und der Geister gilt: Gott hat den Fall wohl vorhergesehen und mit eingeplant, aber nicht mit absoluter Gewißheit und deshalb war er keine Bestimmung von Ihm. Er hat auch nicht die Proben so gestaltet, daß sie nicht hätten bestanden werden können, um Seinen Plan einer neuen Schöpfung auf die nun in Verwirklichung befindliche Weise ganz sicher ausführen zu können. Gott will immer den geraden und damit kürzesten Weg gehen. Ein Fall bringt aber einen langen Umweg und ein unseliges Sein mit sich und das wollte die ewige Liebe Ihren Geschöpfen ersparen. Der himmlische Vater sagte sogar vor der Willensfreiheitsprobe zu Adam: „O Mein geliebter Adam, bedenke wohl die Worte deines liebevollsten Schöpfers, und verdirb Mir ja nicht Mein so weit schon gediehenes, größtes Werk Meiner Liebe und Weisheit!“ (1.HG 36,7) Wenn aber die Geschöpfe unbedingt den langen und schweren Umweg gehen wollen, so gebraucht Gott auch die Vorteile, die sich für Ihn daraus ergeben. Jesus verglich einmal Luzifer und seinen Anhang mit Tiegeln, in denen Erz geschmolzen wird, die Er Sich als Werkzeug zur Erziehung Seiner Kinder geschaffen hat und sagte zu ihm: „Ich aber bin kein harter Erzgießer, sondern ein Meister voll Liebe, so daß Ich sogar Meine Tiegel aus ihrer langen Glut ziehen will, so sie es wünschen und in die Ordnung Meiner freien Werke übergehen wollen. Wollen sie das aber nicht und macht es ihnen mehr Freude, Meine ewigen Schmelztiegel zu verbleiben, so ist es Mir auch recht, denn da brauche Ich Mir keine neuen zu schaffen.“ „Willst du dein Los verbessert haben, so wird es geschehen. Willst du es aber nicht, so wirst du bleiben, was du nun bist so lange, bis aller gegenwärtigen Schöpfung letzter Gefangene entkeimen wird durch den Weg des Fleisches! - Was aber dann mit dir, das weiß Ich allein und niemand in der Unendlichkeit außer Mir!“ (BM 119,13+21)

15. Sündenfall Adams war nicht nur ein kleiner Ungehorsam

Begreifen wir nun, warum der Sündenfall Adams nicht nur ein kleiner Ungehorsam irgendeines unbedeutenden Menschenpaares war, sondern daß hier bereits im Keime die Rückführung der ganzen gefallenen Schöpfung zunichte gemacht wurde? Satan wäre mit der Zeit Sieger über die ganze Schöpfung geworden, weshalb der Sündenfall Adams in seiner Auswirkung weit schlimmer war, als der ganze Fall der Geister. – Begreifen wir nun den Grimm der erzürnten Gottheit und warum sie die ganze Schöpfung, die für Sie bereits verloren war, zerstören wollte? – Mit der Zerstörung veranlaßte Sie die ewige Liebe zu Ihrer schwersten aber auch größten Tat. Wenn Sich die ewige Liebe da nicht entschieden hätte, alle Schuld auf Sich zu nehmen und versprochen hätte, sie zu sühnen und den Schaden wieder gutzumachen, d.h. jeden Menschen sonderheitlich zu heiligen, die Schöpfung wäre aufgelöst, und es wäre in alle Ewigkeit nie wieder etwas erschaffen worden.

Jesus sagte: „Ich, als Gott von Ewigkeit, könnte freilich wohl mit Meinem Willen die Hölle, aber mit ihr auch die ganze Schöpfung zunichte machen. - Was aber dann? Etwa eine neue Schöpfung beginnen? - Ja, ja, das ginge schon; aber eine neue Schöpfung von materiellen Welten ist in keiner andern Ordnung denkbar, als die gegenwärtige da ist, weil die Materie das gefestete und notwendig gerichtete Medium ist, durch das ein Mir in allem ähnlich werden sollendes Wesen, von Mir ganz abgelöst, die Willensfreiheitsprobe durchmachen muß, um zur wahren Lebensselbständigkeit zu gelangen. - Es ist darum besser, alles bestehen zu lassen, aber in einer wohl gesonderten Ordnung. Diese aber konnte von Mir nur dadurch bewerkstelligt werden, daß Ich Selbst Mensch geworden bin, Selbst alle Materie durchdrungen und somit allen ihren noch so alten, gerichteten geistigen Inhalt zur Beseligung fähig gemacht habe. Und das ist eben die zweite (neue) Schöpfung, die Ich schon von Ewigkeit her vorgesehen habe, ohne die nie ein Mensch dieser oder auch einer andern Erde vollkommen selig hätte werden können; denn vor dieser Meiner Darniederkunft war Ich ewighin ein unschaubarer Gott, wie es auch im Moses heißt, daß niemand Gott sehen kann und leben. Von nun an aber bin Ich für jedermann ein schaubarer Gott, und jeder, der Mich sieht, lebt und wird ewig leben.“ (6.GEJ 239,2-4)

Weil nun die ewige Liebe die Anforderungen der Gottheit annahm und dadurch ihrer Heiligkeit schon im voraus Genüge tat, so konnte die Schöpfung bis zur letzten Entscheidung über ihr Sein oder Nichtsein weiterbestehen. Diese letzte Entscheidung fiel etwa 4000 Jahre später in Gethsemane. Somit konnten die Menschen weiterbestehen, obwohl sie später oft ärger sündigten als Adam und Eva beim ersten Sündenfall. Aber sie waren gerichtet. Sie hatten kein selbständiges Leben, wie es Adam für die ganze Menschheit, ja für die ganze Schöpfung hätte erringen können, wenn er die Prüfung bestanden hätte, sondern ein gerichtetes Leben. Zwar hatten sie die Freiheit, gegen die Ordnung Gottes zu handeln, worauf dann auch kleinere und größere Gerichte über sie kamen, aber im Grunde genommen waren sie tot, denn die ganze Schöpfung wäre ja durch die Heiligkeit Gottes vernichtet worden. Das Leben der Menschheit bestand also vor der Erlösung nur auf das Versprechen hin, die Schuld zu tilgen und war deshalb so lange ein gerichtetes, bis daß die ewige Liebe auf Golgatha alles Gericht auf Ihre Schultern genommen hatte. Ein gerichtetes Ding aber ist tot und gleicht einem Automaten, der kein selbständiges Leben hat.

16. In den Himmelsgaben findet sich ein großes Geheimnis

Doch im 1. Band „Himmelsgaben“ führt der himmlische Vater Seine Kinder noch tiefer in das große Geheimnis ein. Äußerlich hat Jesus so gelitten wie viele andere Menschen, die einen Foltertod erlitten haben. „Weil aber das menschlich leidende Ich“, sagt Jesus, „noch ein anderes, göttliches Ich in sich schloß, so war dieses Leiden auch ein doppeltes, nämlich das äußere, leibliche und das innere, göttliche. Worin das äußere Leiden bestand, wisset ihr, aber worin das göttliche Leiden bestand, das ist eine andere Frage. - Damit ihr euch davon einen Begriff machen könnet, so denket euch, was das heißen will, wenn der unendliche Gott in dieser Leidensperiode Sich aus Seiner unendlichen und ewigen Freiheit zurückzog und in dem Herzen des leidenden ‘Sohnes’ Seine Wohnung nahm!

Nun sehet, Mein Äußeres wurde durch die bitteren Leiden bis auf den Punkt des Todes gedrückt. Die im Herzen sitzende Gottheit aber mußte den Tod und die Hölle von dem innersten Punkte aus besiegen. Nun denket euch den leidenden Gottmenschen, Der da nun gestellt war zwischen zwei Feuer: Von außen her drückte Mich der Tod und die Hölle mit all ihrer Gewalt so lange, bis Mein natürliches Leben bis zu dem innersten Punkte Meines Herzens getrieben ward. Von innen aus aber wirkte diesem Drucke die Gottheit mit all Ihrer unendlichen Macht und Kraft entgegen und ließ Sich nur durch die Liebe Selbst bis auf einen Punkt zusammentreiben.

Nun denket euch wieder: Dieselbe Macht und dieselbe Kraft, welche mit einem Hauche alles, was da lebt und webt in der ganzen Unendlichkeit, in einem Augenblick zerstören könnte, dieselbe Macht und Kraft, die alle Ewigkeiten und Unendlichkeiten nicht erfassen, welche die ganze unendliche Schöpfung aus Sich werden hieß - o höret! - dieselbe Macht und Kraft in Ihrer vollsten Allheit hat Sich so weit aus ihrer Unendlichkeit heraus, wie schon gesagt, auf einen Punkt beengen lassen, welche Beengung die größte freiwillige Demütigung der Gottheit in Mir war!

Wenn ihr dieses nur ein wenig in eurem Herzen zu fassen imstande seid, welchen leidenden Kampf Ich da als die ewige Liebe zu bestehen hatte, so werdet ihr euch wohl auch einen kleinen Begriff machen können, was alles unter Meinem Leiden verstanden wird.

Dieses Leiden dauerte bis auf den Punkt, da Ich am Kreuze ausrief: ‘Es ist vollbracht! Vater, in Deine Hände empfehle Ich Meinen Geist!’ - oder mit anderen Worten: ‘Siehe Vater! Deine Liebe kommt zu Dir zurück!’ - Und sobald wurden von der unendlichen Macht Gottes alle Bande des Todes und der Hölle zerrissen. Hinaus stürmte die ewige Macht mit verunendlichfältigter Gewalt. Die ganze Erde bebte, angerührt von der Allgewalt Gottes. Freiwillig öffnete sie ihre Gräber und trieb die Gefangenen zum Leben hervor.

Und weiter drang dieselbe Allgewalt über alle sichtbare Schöpfung hinaus, erfüllte in diesem Augenblicke die Unendlichkeit wieder. Und alle Sonnen in allen endlosen Räumen zogen ihr Licht aus übergroßer Ehrfurcht vor der sie neu berührenden Allgewalt Gottes in sich zurück. Daß aber die Gottheit bei diesem neuen Austritte in diesem Augenblicke nicht alles zerstört und vernichtet hat, war allein die Liebe schuld, die da nun völlig wieder mit Ihr vereinigt war.

Nun sehet, Meine lieben Kinder, das ist, so viel ihr es fassen könnt, zu verstehen unter 'Meinem Leiden'! - Allein es liegt noch Unendliches darin verborgen, daran ihr Ewigkeiten genug zu erforschen haben werdet, und das zwar immerwährend Größeres und Unendlicheres. Denn was Ich euch jetzt gesagt habe, verhält sich zur Vollheit geradeso wie ein Punkt zur Unendlichkeit.“ (1.Hi. Seite 327,8-329,15)

17. Die Welt war vor der Erlösung ein gerichteter Automat

„Sie (die Welt) war (vor der Erlösung) bloß ein durch Meine Barmliebe immer gerichteter Automat“, sagt die ewige Liebe in der Kundgebung „Der sehr Schwache“, „...dem die Kunst des Bildners sowohl, als die des Mechanikers alles gegeben hätte, daß ihm nichts abginge, als nur das selbständige Leben, um ein Mensch in aller Vollkommenheit zu sein. Ja würdet ihr da nicht sehnlichst wünschen, nicht nur das künstliche Leben diesem Automaten, sondern ein wirkliches selbständiges Leben (zu geben)? Und wäret ihr (dazu) fähig, wie Ich es bin, so würdet ihr euch mit eurem Leben im Geiste selbst hineinziehen in den Automaten und würdet somit alle seine Mängel und innerlichen Gebrechen notwendig an euch ziehen und euch gewisserart mit denselben bekleiden.

Sehet, wie war es denn nun da zu tun, da Ich nur allein das Leben bin, und das Leben habe in und aus Mir, um der beständig zu richtenden Welt ein wahres freies und nicht bloß mechanisches Leben zu geben?

Sehet, da mußte die Liebe sich trennen von Gott oder (von) der urewigen heiligen Kraft, aus der sie ewig geboren ward und die Kraft Gottes ewig aus Ihr. Also dieses ewige Leben aus sich selbst oder aus der urewigen Kraft Gottes, mußte einen Bruch machen mit Gott und mußte sich niedersenken zur toten Welt und anziehen das Sterbliche derselben, damit das Sterbliche dadurch die Sterblichkeit verliere und wieder frei lebendig werde in und aus dem Leben aus Gott, welches ist das Leben alles Lebens, da Gott Selbst ist in diesem Leben und das Leben selbst in Gott. Und so ist das Leben von Gott ausgegangen, hat sich mit der Sterblichkeit des Fleisches bekleidet, damit dadurch alles Fleisch möchte frei lebendig werden in sich durch das Leben aus Gott, wie Gott Selbst lebendig ist von Ewigkeit und dasselbe ewige Leben der Liebe in Sich.

Sehet, das ist nun das große Geheimnis, warum die Liebe Gottes im Menschen sich selbst gemacht hat zur allerartigen Verbrecherin und Sünderin, damit da nicht nur ein Fleisch, sondern alles Fleisch mit dem Leben aus Gott durchwirket werden mochte. Und diese nun so mit aller Schuld überladene Liebe mußte sich dann ...vor der Heiligkeit Gottes, vermöge der an sich genommenen allgemeinen Schuld oder Sterblichkeit, eben auch bis auf den alleräußersten Punkt aller Punkte demütigen und mußte ertragen jeden erdenklichen Vorwurf, um dadurch sich mit Gott wieder vereinigen zu können, wie auch alles das dem Vater oder der Heiligkeit Gottes lebendig wieder anheimzustellen, was zwar lebendig dereinst aus Gott gegangen ist, aber sich tot gemacht hat durch die eigenwillige und hochmütige Losreißung von Gott - oder von Seiner ewigen Ordnung.

Sehet, nachdem ihr dieses doch so ziemlich mochtet begriffen haben, so will Ich euch nun auch ein wenig mit den Vorwürfen bekannt machen, die Mir da notwendigerweise von der Heiligkeit Gottes gemacht wurden, damit ihr da etwas erfahret, was die Welt bis zur gegenwärtigen Minute noch nicht erfahren hat.

Ihr wißt, daß alles, was da erschaffen wurde in der ganzen Unendlichkeit, laut des Zeugnisses Meines lieben Johannes (Joh. 1,1-3) durch Mich gemacht und erschaffen wurde. Nun nehmet aber die böse gewordene Welt, die dadurch von der Heiligkeit Gottes immer verdammt ward, daß Ich als der Hervorbringer solcher Verdammlichkeit ...diesen Vorwurf notwendig teilen mußte, da die Welt und alles, was in ihr ist, nicht durch sich, sondern durch Mich einzig und allein ins Dasein gerufen wurde. Da also die Welt schnurgerade entgegen war der Heiligkeit Gottes, wie war hernach das Bestehen der Liebe, die solches hervorgerufen hatte, das die Heiligkeit Gottes verdammen mußte, anders als ein selbstverdammliches?

Nun denket euch all die namenlosen Taten der Menschen. Sehet, aller dieser Taten wegen mußte Ich verdammt sein von der Heiligkeit Gottes, weil die Taten selbst verdammt waren als Erscheinungen in der Welt, die aus Mir hervorgegangen ist. Was war da zu tun?

18. Zwei Wege für Jesus

Sehet, nur zwei Wege standen Mir offen, nämlich der Weg nach oben, und der Weg nach unten, das heißt: (Entweder) Ich kehre zu Gott zurück, werde Eins mit Ihm und vernichte durch die Kraft Seiner Heiligkeit alles das, was aus Mir hervorgegangen ist, oder aber Ich trenne Mich mit allem Vorwurf beladen, mit der höchsten Verdammlichkeit, von Gott, belebe und heilige da Meine Werke und tue in Meiner unendlichen Demütigung Genüge der ebenso unendlichen Heiligkeit Gottes.

Sehet, wenn Ich nicht die ebenso unendliche Liebe selbst wäre, wie Gott die unendliche Heiligkeit selbst ist, so hätte Ich freilich das erste getan (nämlich die gefallene Schöpfung vernichtet). Allein Meine Liebe vermochte das Unaussprechliche aussprechlich (d.h. möglich) zu machen, verleugnete ihre Heiligkeit und machte sich unheilig, da sie sich belastete mit aller Schuld und somit auch mit des Todes schwerster Bürde.

Allein, ihr wißt die Begebenheit, als Ich in dem Garten Gethsemani an dem sogenannten Ölberge zu Gott, von dem Ich Mich der Welt wegen getrennt habe, betete, sehet, da erst erwachte vollends die große Blindheit Meiner Liebe und sah mit dem entsetzlichsten Grauen zwischen Sich und Gott die unendliche Kluft. Allda bereute Ich im Ernste, daß Ich Gott verließ und zum toten Werke Meiner eitlen Lust Mich gewendet habe, und damals stand die ganze Schöpfung in der großen Schwebe zwischen Sein und dem ewigen Nichtmehrsein. Denn entweder trinke Ich den Kelch, so besteht die Welt und alles, was auf ihr ist - oder Ich setze den Kelch zur Seite und die Welt und alles unter (und über) ihr wird zunichte in dem Augenblick, da Ich den Kelch zur Seite setze.

Aber sehet, eben da, wo die Liebe und das Leben in der unendlichen Entfernung von Gott schwach geworden ist, da erbarmte Sich Gott Seiner Liebe selbst, stärkte Sie und gebot Ihr, den vorgesetzten Kelch zu leeren, und sprach insgeheim zu Ihr: 'Noch sind zwischen Mir und Dir die Extreme der Unendlichkeit nicht berührt; daher senke Dich hinab in die äußerste Tiefe des Todes, welcher ist die äußerste Grenze im Gegensatze zu Meiner Heiligkeit, damit Ich Dich da wieder erfassen kann, da der ewige Kreis Meiner Heiligkeit sich schließt.'

Sehet, so ging Ich dann geduldig diesem Ziele entgegen, allwo Ich in dieser unendlichen Entfernung von Gott am Kreuze ausrief: ‘Mein Gott, Mein Gott, warum hast du Mich verlassen?’ - und ferner: ‘Es ist vollbracht!’ und ‘In Deine Hände empfehle Ich Meine Seele’ - oder die Seele alles Lebens, oder die Seele, aus der alles, was da ist, hervorgegangen ist.

Sehet, nun werdet ihr, so ihr dieses ein wenig bedenket, wohl einsehen, wie Ich bei euch Sündern der ‘Sehr Schwache’ bin, und wie Ich Mir noch immer muß von der Heiligkeit Gottes an eurer Statt in irgend einer vorgestellten menschlichen schwachen Beschaffenheit Vorwürfe machen lassen, um euch, jeden sonderheitlich, neuerdings wieder (vom Tode) zu erlösen und einzuführen lebendig in die Heiligkeit des Vaters!“ (3.Hi. Seite 77,7-79,16)

Welch eine Tiefe des Gethsemanegeschehens und des Kreuzestodes wird uns in dieser Kundgebung geoffenbart. Die letzte und endgültige Entscheidung war gefallen, als Jesus ausrief: „Vater, ich weiß, es ist möglich, daß dieser Kelch vorübergehe, aber Dein Wille allein geschehe und darum will ich ihn trinken.“ (11.GEJ 72,14) Mit dieser freien Entscheidung der ewigen Liebe konnte die ganze Schöpfung weiterbestehen, die sonst zunichte geworden wäre, aber es fing damit auch das Leiden Jesu an. In diesem Leiden ist nun das große Geheimnis Seines Kreuzestodes verborgen. Verstünden wir in der Tiefe unseres Herzens dieses große Geheimnis, von dem wir nun schon einiges vernommen haben, so würden die Engel des Himmels ehrfurchtsvoll und in höchster Freude zu uns in die Schule gehen. (1.Hi. Seite 326,3) Allein, wir verstehen noch so gut wie nichts davon und die meisten Menschen werden immer wieder fragen: „Warum mußte denn der Allmächtige wie ein Verbrecher den Kreuzestod erleiden, um uns das ewige Leben geben zu können?“

19. Was birgt das Leiden Jesu und Sein Kreuzestod noch alles in sich?

Es wäre wohl keinem Menschen je in den Sinn gekommen, was das Leiden Jesu und Sein Kreuzestod noch alles in sich birgt, wenn es uns die ewige Liebe nicht Selbst geoffenbart hätte. Mit dem Kreuzestod hat der Allerhöchste, wie Er es dereinst verheißen hat, dem Allerhöchsten das allerhöchste Opfer dargebracht. (1.HG 143,8) Es ist für uns unfaßbar, daß sich der Allmächtige, der größte Geist von Ewigkeit, von Seinen nichtigen Geschöpfen gefangennehmen und ans Kreuz schlagen ließ. Ohne die unbegreiflich große Liebe des Schöpfers zu Seinen Geschöpfen, die verloren waren und die Er dadurch erlöste und für die ewige Seligkeit fähig machte, ist das nicht zu verstehen. Durch das Gericht und den Tod Seines Fleisches ist Jesus in das Gericht und in den Tod eingedrungen, um dessen Bande zu lösen, wodurch Er das, was von Ewigkeiten her durch die Festigkeit Seines eigenen Gottwillens dem Gericht und dem Tod verfallen war, erlöst hat. (5.GEJ 247,5-6)

In Jesus übernahm die ewige Liebe die Stelle der gefallenen Satana, (1.HG 5,19) deren Hochmut Er durch Seine tiefste freiwillige Demütigung am Kreuz besiegte. Sein Gehorsam bis zum Tod am Kreuz (Phil. 2,8) machte die Folgen von Adams Ungehorsam wieder gut, wodurch Er ein neuer Adam, ein neuer Stammvater wurde, aber nicht mehr für körperliche Nachkommen, wie beim ersten Adam, sondern für Seine geistigen Nachfolger.

Aus dem Vorhergehenden „kann nun jeder im Herzen denkende und sehende Mensch sehr leicht und klar den endlosesten Nutzen des leiblichen Todes Jesu einsehen.“ (JJ Vorrede, Teil 3) Jesus sagt: „Was übrigens das Werk Meiner Erlösung bedeutet und ist, so sage Ich euch: Fürs erste ist es das allergrößte Werk der ewigen Liebe, da hierdurch Ich, der Allerhöchste, in aller Fülle Meiner Liebe und in der unendlichen Fülle Meiner Gottheit, selbst Mensch, ja euch allen sogar ein Bruder wurde, die ganze Masse der Sünden der Welt auf Meine Schultern nahm und so die Erde reinigte vom alten Fluche der unantastbaren Heiligkeit Gottes. Fürs zweite ist es die Unterjochung der Hölle unter die Kraft Meiner Liebe, die früher nur in der Macht der zornergrimmten Gottheit stand und somit entfernt war von allem Einflusse Meiner Liebe, welche aber ist die furchtbarste Waffe gegen die Hölle, da sie das allerblankeste Gegenteil derselben ist, wodurch dieselbe auch schon bei der liebevollen andächtigen Nennung Meines Namens in eine ganze Unendlichkeit zurückgetrieben wird. Fürs dritte ist sie die Eröffnung der Pforten des Himmels und ewigen Lebens und der getreue Wegweiser dahin; denn sie versöhnt euch nicht nur wieder mit der Heiligkeit Gottes, sondern sie zeigt euch, wie ihr euch vor der Welt erniedrigen müßt, so ihr wollt erhöhet werden von Gott. Sie zeigt euch ferner, alle Verspottung, Leiden und Kreuz aus Liebe zu Mir und euren Brüdern zu ertragen in aller Geduld, Sanftmut und Ergebung eures Willens, ja sie lehret euch, eure Freunde auf den Händen tragen und eure Feinde zu segnen mit der göttlichen Liebe in eurem Herzen.“ (3.Hi. Seite 18,30)

Gerd Kujoth, Brüggstr. 10, CH-3634 Thierachern, Tel. 033/345 31 39

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Die Bücher von Emanuel Swedenborg, Hildegard von Bingen, Jakob Böhme, Meister Eckehard zählen zur Neuoffenbarung. Nach Jesus bilden nur die Werke durch Jakob Lorber "Die Neue Bibel".


Sonnabend, der 10. Oktober 2015 morgens 3:00 Uhr tagsüber 17° M

Die Neue Bibel

1. Die Zeichen stehen auf Sturm und wohl jenen, welche diese Zeichen und Zeiten verstehen und sich danach kehren, was Ich ihnen in den Geboten Mosis sowie in den Worten der Propheten angeraten habe und vor allem ein großes Wohl denen, die sich da an Meine Worte halten, so wie Ich sie in eurer Neuen Bibel, dem Lorberwerk, gegeben habe.

2. Die Neue Zeit bricht an und mit Windeseile werden die alten und völlig verkrusteten Strukturen aller gegenwärtigen Religionen sowie auch aller Kulturen aufgebrochen, das Innerste wird nach außen gekehrt und sichtbar wird der Kern, der Lebenskern. Dieser ist das in allen Religionen mehr oder weniger verhüllte Gotteswort, in welchem Ich wiederum auf diese Erde zurückkehre. Ich, Jesus Christus, Der der Menschheit enthüllte Gott kehre nun wieder in Mein Eigentum zurück, doch wie üblich, erkennen Mich selbst die Meinen nicht.

3. Als Menschensohn kehre Ich zurück und es ist beileibe nicht so, als ob Ich diese beinahe 2000 Jahre dauernde Zeit seit Meiner Verklärung und Auferstehung nicht hier auf dieser Erde gewirkt hätte, denn bei Meinen Kindern und werdenden Kindern bin Ich ja allezeit am Liebsten, doch ist dieser Satz so zu verstehen, daß Ich nun in euch, Meine wenigen, sich erdweit befindenden Kinder als die Neuen Menschen, als die Menschensöhne zurückkehre. Ihr wenigen seid der Menschensohn, denn in euch lebt und webt Mein Geist und in euch bin Ich Fleisch geworden.

4. Mein Wort ist in euch Fleisch geworden und somit wächst und gedeiht in euch Mein Geist als jener Geist, den ihr euch durch die Annahme des Kreuzes eben in der höchsten Liebe zu Mir und euren Nächsten erworben habt. Ich kehre in euch wieder zur Erde hernieder, was bedeutet, daß in euch Mein Jesusleben ersteht, daß in eurer Seele Mein Geist aufersteht, daß also in eurer Seele Mein Sohn - und das ist das Geistkind, also der Menschensohn, aufersteht. Versteht dies, glaubt es und handelt danach!

5. Ihr dürft nicht gegen eure Nächsten aus eurer Seele her tätig sein, sondern ihr sollt aus dem Geist heraus tätig werden, ihr sollt aus Mir heraus tätig sein und dazu ist eure Umgebung zu dieser Zeit auch schon bestens vorbereitet. Ihr kennt die Neue Bibel, ihr kennt Mein euch geoffenbartes Wort, welches Ich dem Lorber diktiert habe, ihr wißt um viele Schöpfungsgeheimnisse, die Ich euch wenigen offenbart habe. Ihr kennt Mich, ihr kennt die Haushaltung Gottes, ihr kennt Meinen Plan eurer Vergeistigung, ihr wißt um die Löse des großen gefallenen Engels Luzifer, die in euch stattfindet, ihr kennt etliche der der großen Mehrheit der Menschen noch unbekannten Geheimnisse, ihr wißt um den Aufbau des Universums, kennt die Gestalt der unzähligen Globen insgesamt, jenes von euren noch sehr unreifen und zumeist noch sehr dummen Wissenschaftlern benannten Weltalls oder Kosmos, wißt also, daß dieser Kosmos im eigentlichen die unglaublich große Gestalt des in die Materie gefallenen Urerzengels Luzifers ausmacht und ihr kennt und wißt auch noch um die Urgeschichte der Menschheit und daß also tatsächlich jene ersten Kinder Adams an die 1000 Lebensjahre erreichten und euch ist ebenso bekannt, daß mit Adam nicht der erste Mensch, sondern eben das überaus wichtige Bewußtseinsstadium des ersten freien Menschen überhaupt aufgetreten ist, denn vorher gab es schon unzählige Geschlechter jener noch unfreien Menschen und erst nach der Zerstörung jenes Planeten zwischen dem Mars und dem Jupiter bekam die Menschheit vor über 6000 Jahren die Möglichkeit nun von Angesicht zu Angesicht ihrem Schöpfer gegenüberzutreten, welcher Kulminationspunkt dann schon vor 2000 Jahren mit Meiner Niederkunft erreicht wurde.

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 22:32]
[Forwarded from Lothar Bross]
6. Und nun steht also auch schon für euch ein neues, unglaublich hoch entwickeltes Bewußtseinsstadium an, nämlich Meine Menschwerdung oder anders ausgedrückt, die Entstehung des Geistlebens in eurer Seele so, wie da eben ein Säugling bis zum Erwachsenen heranwächst, doch diesmal eben in euch selbst und das, Meine Kinder, ist euer wahres Selbst, denn das ist der Gottmensch in euch. Ihr seid je nach der Reife dieses Menschensohnes in euch dann schon selbst der Ratgeber, der Friedefürst, der Wunderbar, der Held, der Heiland, denn ihr seid es sodann aus Mir heraus, denn anders geht es nicht - und das wißt ihr ebenfalls.

7. Mein Leben beginnt sich in euch zu entfalten und das ist für euch wunderbar und kein Weltmensch kann es sehen oder verstehen oder an sich selbst erleben, sondern nur derjenige, welcher Meinen Geist bekommen hat, kann dieses Wunder der Schöpfung und Neugeburt des Menschen erleben. Zu diesem Neuen Menschen gehört freilich auch eine Neue Erde und ebenso auch eine Neue Bibel und sicherlich auch das Zusammenleben mit Mir. Ich komme also zuerst verhüllt in euch wenigen wieder und zwar so, wie es geschrieben steht, daß Ich in den Wolken wiederkehre, denn genau das besagt dieser Verhüllungsakt in euch und Ich mußte all diese Jahrhunderte in solch verhüllender Sprache sprechen, damit euch da kein Schaden geschehe, denn der Lebensfeind und hier eben auch besonders jene sich dem Mammon zutiefst andienenden Finanznomaden hätten die Entstehung eures Geistes zu verhindern versucht - was sie ohnehin schon tun, doch dann wäre es noch weitaus schlimmer gewesen und es hätte dann auch kaum noch einer von euch geschafft und also habe Ich über solche höchst wichtigen Lebenstatsachen nur immer verhüllt gesprochen.

8. Nun allerdings tut das nicht mehr Not, denn im Freudentaumel über ihren angeblichen Sieg nehmen diese Baalsdiener kaum noch Notiz von diesem so bezeichneten Geistbildungs- bzw. Kindbildungsprozeß und so haben sie mehr damit zu tun, sich als die künftigen "Weltherrscher" zu fühlen und wähnen sich in ihren Illusionen schon sicher, während doch gleichzeitig ihr Ende schon eingeläutet wird. Dieses Völkchen, also diese neuen Juden, diese zionistischen Finanzjuden im Gegensatz zu den alten und ihrem Jehova treugebliebenen Juden kennen kaum noch Maß und tanzen da wieder um ihr Goldenes Kalb und also lassen wir sie ruhig noch ein Weilchen herumtanzen, denn der neue Mosis steht schon bereit.

9. Doch spreche Ich viel lieber von der Neuen Bibel und Ich ersuche euch, daß ihr Meinen Rat des konzentrierten Durcharbeitens dieser Himmelschrift auch befolgt, denn wer da nicht diese Schrift versteht und wer also nicht diese Himmelssprache erlernt hat und wer sie nicht durch entsprechende Liebestaten verfestigt hat, der wird zwar alles mögliche sein können, doch ein Geistkind, ein Gotteskind sicher nicht.

10. Wer im himmlischen Reich sein will, der muß auch dessen Sprache und Bedingungen kennen und wenn Ich es euch, also jenen Berufenen, schon sehr leicht gemacht habe dieses Werk zu erhalten, dann dürft ihr auch nicht zögern und jene, die es kennen, die jedoch die konkreten Taten der Nächstenliebe scheuen weil sie noch immer nur reine Ich-Menschen geblieben sind, auch jene werden jetzt in der kürzer werdenden Zeit kaum noch die Gelegenheit haben ihre Seele genügend vorzubereiten auf die Brautschaft und somit kann Ich ja nicht solche unreifen und geistig trägen Gesellen mit Meinem Geist bedenken, wenn sie noch immer nicht in Gang gekommen sind und ihre seelischen Aufnahmeorgane noch verstumpft halten.

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 22:32]
[Forwarded from Lothar Bross]
11. Ich habe soeben etliche der Berufenen im Auge und diejenigen fühlen es innerlich, daß Ich sie meine und du, Mein Kind, welches Ich jetzt ganz gezielt anspreche und im Herzen ein wenig kneife, du weißt sehr genau, wie faul und träge du bisher gewesen bist und daß es dir nun bald an den Kragen geht, denn zulange hast du an all diese unsäglichen "Weiberpropheten" festgehalten und hast diese Schriften hier und wie gesagt vor allem auch das Lorberwerk als die Neue Bibel links liegengelassen und hast mit den Taten der Nächstenliebe gegeizt. Warum bekam beispielsweise Mein Schreiber hier kaum Unterstützung und hat da alle Zeit die Arbeit für euch getan, während ihr im Großen geschwelgt und gepraßt habt! Nun, Ich werde es euch nehmen und jenen geben, die es nötiger haben!

12. Ich kann allerdings auch wieder die Worte versiegeln und euch mit euren "Weiberpropheten" alleinlassen und dann werdet ihr hoffentlich merken, wie sie euch aussaugen und euch nichts als völlig untaugliche und nichtssagende Worte geben. Ihr könnt euch auch wieder in all eure Sekten begeben oder gleich in ihnen bleiben, doch mit der gewünschten Geistbildung wird es dann wieder nichts und so euch entweder diese Plage oder die nächsten betreffen, dann könnt ihr ja schauen, wie ihr dort mit euren Sekten und Lichtkreisen herauskommt aus jenen Situationen, die ihr euch selbst zubereitet habt.

13. Nun gut, ihr wißt es durchaus und nur euer geheimer Hochmut läßt euch die Taten der Nächstenliebe verhindern und so flieht ihr vor Mir lieber in all diese Sekten, Organisationen und sonstige Benebelungsvereine und genau deswegen müssen gerade euretwegen auch diese Plagen sein.

14. Allerdings wäre euch die Sänfte lieber, die euch da schaukelt und weiter schlafen läßt und ihr seid höchst beleidigt über diese harte Wahrheit, die Ich euch vorhalten- und euch um die Ohren hauen muß um eure rein luziferische Verteidigungsanlage zu durchbrechen. Die Römer hatten dafür den Widder, der Joshua die Posaunen und Ich habe nun extra für euch träge Gesellen des Schlaraffenlandes eben diese Plagen zugelassen. Doch wer von euch nun auf Moses hört, der Ich in dieser Analogie ja schon selbst bin, der wird es auch noch schaffen, doch gänzlich unbehelligt bleibt er eben nicht, denn dazu reicht die Zeit nicht mehr aus.

15. Wer zulange in seiner Hölle verbleibt, der erhält eben etliche Malzeichen und so seid ihr auch schon gezeichnet mit dem Mal des Tieres und um dieses Malzeichen aus euch zu entfernen, da gebraucht es schon eine harte Tortur, was euch auch nicht unbekannt ist. Wem die Teufelszeichen in seiner Seele schon eingebrannt sind und hier nenne Ich nur wieder den Alkohol, den Rauchgeist, die Spielsucht oder noch deutlicher die Trunksucht, die Rauchlust, die Spiel- und Sexlust sowie die anderen teuflischen Genüsse, der kann doch nicht darauf hoffen, daß ihn der Geist dort leicht errettet, wenn er diesen Geist weder beachtet, noch gehegt, noch gepflegt hat.

16. Ihr meint da in eurer Kurzsicht, daß ihr in der größten Drangsal unter diesen Plagen nur zu Mir rufen bräuchtet und schon seid ihr gerettet. Nein, Meine Lieben, so geht das bei euch nicht, denn ihr seid Wissende! Ihr habt euch wissentlich beschmutzt und habt euch wissentlich in die Hölle begeben und ihr habt wissentlich die Gebote gebrochen. Es ist schon richtig, daß ein Ruf aus tief bedrängter Seele zu Mir euch schon erretten wird, jedoch keinesfalls so, wie ihr es glaubt und wünscht, sondern immer nur so, daß ihr in euch diese Hölle werdet bezwingen müssen und dazu gebe Ich euch die Kraft und Befähigung immer entsprechend eurer Liebe und Nächstenliebe und da ihr aber nur ein großes Maß an Eigenliebe habt, so werdet ihr deswegen von Mir auch nicht viel annehmen können, denn ihr seid Nervenäther gewöhnt doch den gibt es von Mir nicht und für das andere fehlt euch vorerst die Befähigung und so wird es bestimmt nicht leicht gehen mit eurer Errettung.

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 22:32]
[Forwarded from Lothar Bross]
17. Diese Worte hier an die Wissenden, die nur für sich selbst wissen und wissen wollen und, wenn schon für andere, dann nur um sie zu dominieren und eben nicht um ihnen zu helfen, sollen jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß die wahren Wissenden doch auch schon da sind und daß sie sich schon konsequent bemühen, die in der Liebe lebenden wahren Geistkinder zu sein. Ihr seid Meine Wissenschaftler des Geistes und ihr durchbrecht leicht all diese Beschränkungen eurer höchst dogmatischen Wissenschaftler, die auch nur an der Saugflasche Luzifers hängen. Meine wirklichen Kinder, also jene, die da um Meinen Geist ringen und jene, die ihn schon haben, werden Unglaubliches erleben, denn Mein Geist wird euch eine völlig neue Schöpfung offenbaren, einmal in euch und zum anderen auch außerhalb von euch.

18. Diese nun schon groß anstehende Christenverfolgung sowie auch dieses Aufeinanderhetzen der Christen und Mohammedaner soll euch nicht mehr beirren, denn ihr wißt von wem aus und warum dies geschieht und den Mohammedanern habe Ich es ja auch schon gezeigt und durch ihre Kenntnis der Protokolle Zions1 wissen sie ebenfalls um diese letzte große Auseinandersetzung und so hat nun jeder von euch seine Bewährungsprobe. Nutzt sie und nutzt sie gut, denn es geht um alles oder nichts. Bleibt weiterhin die Tatchristen und jenen, noch auf sich selbst bezogenen Scheinchristen sage Ich noch einmal deutlich, daß sie diese kommenden Plagen so nicht überstehen werden.

19. Es wird ernst und so bemüht euch redlich und die Hilfe wird nicht unterm Weg bleiben.

Amen. Euer Vater Jesus durch einen Knecht. Amen

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 22:34]
Wer ist Jakob Lorber?

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 22:36]
https://youtu.be/NCMLobAct30

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 22:40]
Die Bücher von Jakob Lorber können vom Lorber-Verlag in Bietigheim erworben werden.

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:16]
Die große Zeit der Zeiten
(Pathiel – Die Erlösung)
Der Mond
Der Saturn
Die Fliege
Der Großglockner
Die natürliche Sonne
Die geistige Sonne 2 Bände
Schrifttexterklärungen
Die Jugend Jesu
Der Laodizenerbrief
des Apostels Paulus
Der Briefwechsel Jesu
mit König Abgarus
Die Erde
Jenseits der Schwelle
Bischof Martin
Robert Blum 2 Bände
Die drei Tage im Tempel
(Dreitagesszene)
Das große Evangelium Johannes 10 Bände
Die Haushaltung Gottes 3 Bände

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:24]
[ Photo ]

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES

Band 1 (GEJ)

Lehren und Taten Jesu während Seiner drei Lehramts-Jahre.

Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber.

Nach der Siebten Auflage.

157. Erklärung der Schöpfungsgeschichte Mosis, Kapitel l, Vers 1-5 (erster Tag). Entsprechung des naturmäßigen Geisteszustandes des Menschen mit der Natur. Geistige Nacht der Kindesseele. Der Verstand als geistiger bend. Das Licht aus Gott im Herzen ist der geistige Morgen.

157. Kapitel

[GEJ.01_157,01] (Der Herr:) „Heißt es nicht: ,Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde, und die Erde war wüste und leer und Finsternis auf der Tiefe; Gottes Geist aber schwebte über den Wassern.

[GEJ.01_157,02] Und Gott sprach: ,Es werde Licht!‘, und es ward Licht. Gott sah, daß das Licht gut war; da schied Er das Licht von der Finsternis. Er nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.‘

[GEJ.01_157,03] Seht, das sind die Worte Mosis! Wollt ihr sie im naturmäßigen Sinne nehmen, so müßt ihr ja doch auf den ersten Blick den dicksten Unsinn sogleich ersehen, der da notwendig zum Vorschein kommen muß!

[GEJ.01_157,04] Was wohl ist der ,Himmel‘ und was die ,Erde‘, davon Moses spricht, daß dies alles im Anfang erschaffen worden sei? Der ,Himmel‘ ist das Geistige, und die ,Erde‘ das Naturmäßige im Menschen; dieses war und ist noch wüste und leer – wie bei euch. Die ,Wasser‘ sind eure schlechten Erkenntnisse in allen Dingen, über denen wohl auch der Gottesgeist schwebt, aber noch nicht in ihnen ist.

[GEJ.01_157,05] Da aber der Geist Gottes allzeit sieht, daß es in eurer materiellen Welttiefe ganz entsetzlich finster ist, so spricht Er zu euch, wie nun augenscheinlich: ,Es werde Licht!‘

[GEJ.01_157,06] Da fängt es in eurer Natur zu dämmern an, und Gott sieht es wohl, wie gut für eure Finsternis das Licht ist; aber nur ihr selbst könnt und wollt es nicht einsehen. Deshalb aber geschieht denn auch eine Teilung in euch, nämlich Tag und Nacht werden geschieden, und ihr erkennet dann aus dem Tage in euch die frühere Nacht eures Herzens.

[GEJ.01_157,07] Bei dem Menschen ist sein erstes Natursein tiefer Abend, also Nacht. Da aber Gott ihm gibt ein Licht, so ist solch ein Licht dem Menschen ein rechtes Morgenrot, und es wird also aus des Menschen Abend und Morgenrot wahrlich sein erster Lebenstag.

[GEJ.01_157,08] Denn sehet, wenn Moses, der doch in alle Wissenschaften der Ägypter eingeweiht war, die Entstehung des ersten Naturtages der Erde in seiner Schrift hätte anzeigen wollen, so dürfte er bei aller seiner Wissenschaft und Weisheit doch gemerkt haben, daß aus dem Abend und Morgen nie ein Tag hervorgehen kann; denn dem Abend folgt natürlich doch allzeit die feste Nacht, und dem Morgen erst der Tag.

[GEJ.01_157,09] Was sonach zwischen Abend und Morgen liegt, ist Nacht; nur was zwischen Morgen und Abend liegt, ist Tag!

[GEJ.01_157,10] Hätte Moses gesagt: ,Und also ward aus Morgen und Abend der erste Tag!‘, so könntet ihr darunter wohl den natürlichen Tag verstehen; aber so sagte er aus gutem Entsprechungsgrunde gerade umgekehrt, und das bedeutet den Abend und zugleich die Nacht des Menschen, was doch leicht zu begreifen ist, indem noch nie jemand ein in aller Weisheit sich befindendes Kind gesehen hat.

[GEJ.01_157,11] So ein Kind zur Welt geboren wird, da ist es in dessen Seele vollkommen finster und somit Nacht. Das Kind aber wächst auf, bekommt dann allerlei Unterricht und wird dadurch stets mehr und mehr einsichtig in allerlei Dingen, und seht, das ist der Abend, das heißt, es fängt dann in der Seele an, so dämmerig zu werden, wie im Vergleiche es am Abende ist.

[GEJ.01_157,12] Ihr saget wohl, daß es auch am Morgen dämmere, und Moses hätte da ja sagen können: ,Und also wurde aus der Morgendämmerung und aus dem eigentlich schon hellen Morgen der erste Tag!‘

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
[GEJ.01_157,13] Ich sage dazu: Allerdings, so er den Menschen in geistiger Entsprechung einen barsten Unsinn hätte vorsagen wollen! Aber Moses wußte, daß nur der Abend dem irdischen Zustande des Menschen entspricht; er wußte es, daß es bei den Menschen mit der rein irdischen Verstandesbildung gerade also zugeht, wie mit dem stets schwächer werdenden Scheine des natürlichen Abends.

[GEJ.01_157,14] Je mehr die Menschen mit ihrem Verstande nach irdischen Dingen zu ringen anfangen, desto schwächer wird in ihrem Herzen das rein göttliche Licht der Liebe und des geistigen Lebens. Daher nannte denn Moses ein solches irdisches Licht des Menschen auch den Abend.

[GEJ.01_157,15] Nur wenn Gott durch Seine Barmherzigkeit dem Menschen ein Lebenslichtlein im Herzen anzündet, dann fängt der Mensch erst an, einzusehen die Nichtigkeit alles dessen, was er zuvor mit seinem Verstande, dem geistigen Abend, sich angeeignet hatte, und er sieht es dann auch nach und nach stets mehr ein, daß alle die Schätze des Abendlichtes ebenso vergänglich sind wie dies Licht.

[GEJ.01_157,16] Das rechte Licht von Gott aber, im Herzen des Menschen angezündet, ist eben der Morgen, der mit und aus dem vorhergegangenen Abend den ersten wahren Tag im Menschen bedingt.

[GEJ.01_157,17] Aus dieser Meiner nunmaligen Erklärung aber müsset ihr nun auch einsehen, daß es einen sehr gewaltigen Unterschied zwischen den beiden Lichtern, oder besser Erkenntnissen, geben muß; denn alles Erkennen im Abendlichte der Welt ist trügerisch und daher auch vergänglich. Nur die Wahrheit dauert ewig; aber der Trug muß endlich zunichte werden."

158. Erklärung der Schöpfungsgeschichte Mosis, Kapitel l, Vers 6-10 (zweiter Tag). Von der Feste zwischen den beiden Lichtern, dem wahren lebendigen Glauben. Der andere Tag. Glauben aus Wissen oder Wissen aus Glauben? Weiterer Hinweis, dass die mosaischen Schöpfungsbilder nur geistigen Sinn haben. Vom Erdreich der Liebe.

158. Kapitel

[GEJ.01_158,01] (Der Herr:) „Es könnte aber sehr leicht geschehen, daß das Gotteslicht im Menschenherzen sich ergösse ins Abendlicht und alsdann verzehrt oder zum wenigsten also vermengt würde, daß man am Ende nicht mehr wüßte, was da Naturlicht und was da Gotteslicht sei im Menschen.

[GEJ.01_158,02] Da machte Gott eine Feste zwischen den beiden Wassern, die da besagen die beiderlei Erkenntnisse, von denen Ich nun einen genügenden Aufschluß gegeben habe, und teilte also die beiden Wasser.

[GEJ.01_158,03] Die Feste aber ist der eigentliche Himmel im Menschenherzen und spricht sich aus im wahren lebendigen Glauben, aber ewig nie in einer leeren und nichtigen Verstandesgrübelei.

[GEJ.01_158,04] Aus solchem Grunde nenne Ich auch nun den, der da hat den mächtigsten und ungezweifeltsten Glauben, einen Fels und stelle ihn als eine neue Feste zwischen Himmel und Hölle, und diese Feste wird keine finstere Macht der Hölle ewig nimmer überwältigen können.

[GEJ.01_158,05] Wenn im Menschen solche Feste gestellt und der Glaube mächtiger und mächtiger wird, so wird dann aus solchem Glauben das Nichtige der Sache des Naturverstandes stets klarer und klarer ersichtlich. Der Naturverstand begibt sich dann unter die Herrschaft des Glaubens, und es entsteht also im Menschen aus seinem Abend und seinem stets helleren Morgen der andere und schon bei weitem hellere Tag.

[GEJ.01_158,06] In solchem zweiten Tages-Zustande sieht nun der Mensch schon das, was allein als vollends Wahres sich für ewig bewähren muß; aber es ist in ihm noch immer keine rechte Ordnung. Da vermengt der Mensch noch gleichfort das Naturmäßige mit dem rein Geistigen, vergeistigt oft die Natur zu sehr und erschaut dadurch auch im Geiste Materielles und ist darum auch noch für keine rechte Tat entschieden da.

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
[GEJ.01_158,07] Er gleicht einer puren Wasserwelt, die wohl von allen Seiten mit lichtdurchflossener Luft umgeben ist, wobei er aber am Ende doch nicht darüber ins klare kommen kann, ob seine Wasserwelt aus der sie umgebenden Lichtluft, oder ob diese aus der Wasserwelt hervorgegangen ist, – das heißt, er weiß es in sich noch nicht klar genug, ob sich seine geistige Erkenntnis aus seinem Naturverstande, oder ob dieser aus der geheim im Menschen schon etwa daseienden und also auch im Anfange ganz geheim wirkenden geistigen Erkenntnis sich entwickelt hat, oder, um noch handgreiflicher zu reden, er weiß es nicht, geht der Glaube aus dem Wissen oder das Wissen aus dem Glauben hervor, und welch ein Unterschied da ist zwischen beiden.

[GEJ.01_158,08] Kurz, er weiß es da noch nicht, was eher da war, die Henne oder das Ei, oder ob der Same oder der Baum.

[GEJ.01_158,09] Da kommt dann wieder Gott und hilft dem Menschen weiter, so der Mensch für solchen zweiten Tag seiner geistigen Bildung aus der ihm verliehenen und somit eigenen Kraft genug getan hat. Und diese weitere Hilfe besteht darin, daß im Menschen das Licht vermehrt wird und es dadurch, gleich der Sonne im Frühling, nicht allein durchs erhöhte Leuchten, sondern durch die eben durchs erhöhte Leuchten bewirkte Wärme alle die ins Herz des Menschen gelegten Samen zu befruchten anfängt.

[GEJ.01_158,10] Solche Wärme aber heißt die Liebe und ist geistig zugleich das Erdreich, in welchem die Samen ihre Keime und Wurzeln zu treiben beginnen.

[GEJ.01_158,11] Und sehet, das ist es, was im Moses geschrieben steht, daß Gott befohlen hat den Wassern, daß sie sich sammeln sollen in gewisse, abgesonderte Örter und man dadurch das trockene und feste Erdreich ersehe, aus dem allein die Samen zur lebendigen und belebenden Frucht erwachsen können!

[GEJ.01_158,12] Und es heißt: ,Und Gott nannte das Trockene ,Erde‘ und das nun an bestimmte Örter versammelte Wasser ,Meer‘.‘

[GEJ.01_158,13] Frage: ,Für wen hat Gott das also benamset?‘ – Für Sich hätte Er es wahrlich nicht nötig gehabt; denn es wäre denn doch etwas zu lächerlich, der höchsten göttlichen Weisheit zumuten zu wollen, daß sie daran ein ganz besonderes Wohlgefallen hätte haben sollen, weil es ihr etwa wie einem Menschen gelungen sei, das Trockene ,Erde‘ und das in den bestimmten Örtern abgesonderte Wasser ,Meer‘ zu nennen.

[GEJ.01_158,14] Für jemand anders aber konnte Gott ja doch dem Trockenen und dem abgesonderten Wasser diese Namen sicher nicht geben, da außer Ihm zu solcher Schöpfungszeit doch noch kein Wesen da sein konnte, das Ihn verstanden hätte!

[GEJ.01_158,15] Solche Sage Mosis hat sonach unmöglich einen materiellen Sinn, sondern nur einen rein geistigen, und hat mit der einstigen Schöpfung der Welten nur in einem aus dem Geistigen nach rückwärts wirkenden Entsprechungssinne, das heißt vom Geistigen ins Materielle, eine Beziehung, – was wohl nur eines Engels Weisheit zu ergründen vermag. Aber geradeaus, wie es da steht, hat es nur einen rein geistigen Sinn und zeigt an, wie vorerst ein Mensch für sich, und also auch die ganze Menschheit, von Zeit zu Zeit und von Periode zu Periode gebildet wird, von ihrer ursprünglich notwendigen Naturmäßigkeit ins stets reinere Geistige hinüber.

[GEJ.01_158,16] Der Mensch wird demnach gesondert sogar in seinem naturmäßigen Teile. Die Erkenntnisse haben ihren Ort, das ist das Meer des Menschen, und die aus den Erkenntnissen hervorgegangene Liebe als ein Früchte zu tragen fähiges Erdreich wird stets von dem Meere als der Gesamtheit der Erkenntnisse rechten Lichtes umspült und zur stets reichlicheren Hervorbringung allerlei edelster Früchte neu gekräftigt."

159. Erklärung der Schöpfungsgeschichte Mosis, Kapitel l, Vers 11-13 (dritter Tag). Wirkung des Erkenntnissinnes im guten Erdreich des Herzens. Der geistige Mensch im natürlichen Menschen ist es, um den sich alles handelt. Des Pharisäers Anerkennung und halbe Zweifel. Von der Entsprechung der natürlichen Unterschiede des Sehvermögens mit den geistigen.

159. Kapitel

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
[GEJ.01_159,01] (Der Herr:) „Wenn sonach die Erkenntnisse des Menschen die Liebe von allen Seiten umgeben und von der Liebesfeuerflamme, der sie stets mehr und mehr Nahrung geben, heller und heller erleuchtet und erwärmt werden, so wird der Mensch in allem auch in gleichem Maße tatkräftiger und tatfähiger.

[GEJ.01_159,02] In solchem Zustande kommt dann wieder Gott zum Menschen, natürlich – wie sich von selbst versteht – im Geiste, und spricht als die ewige Liebe zur Liebe des Menschen im Herzen: ,Es lasse die Erde nun aufgehen allerlei Gras und Kraut, das sich besame, und fruchtbare Bäume und Gesträuch aller Art, davon ein jegliches Frucht trage nach seiner Art und seinen eigenen Samen habe bei sich auf Erden!‘

[GEJ.01_159,03] Nach solchem Gebote von Gott im Herzen bekommt dann der Mensch einen festen Willen, Kraft und Mut und legt nun Hand ans Werk.

[GEJ.01_159,04] Und sehet! Seine rechten Erkenntnisse erheben sich als regenschwangere Wolken über das geordnete Meer, und ziehen über die trockene Erde, befeuchten und befruchten sie. Und die Erde fängt dann an zu grünen, bringt allerlei Gras und Kraut mit Samen und allerlei Fruchtbäume und Gesträuch mit Samen zum Vorschein, das heißt, was nun der rechte, mit himmlischer Weisheit durchleuchtete Verstand als vollends gut und wahr erkennt, das will und begehrt dann sogleich auch die Liebe im Herzen des Menschen.

[GEJ.01_159,05] Denn gleichwie der Same, so er in die Erde gelegt wird, bald aufgeht und eine vielfältige Frucht bringt, ebenso wirken die rechten Erkenntnisse, so sie ins lebensvolle Erdreich des Herzens gelegt werden.

[GEJ.01_159,06] Der Same wirket aber also, daß er die Lebenskraft, die sonst in der Erde schlummert, erweckt, und diese sammelt sich dann gleich mehr und mehr um das Samenkorn und bewirkt, daß sich dieses entfalte und zu einem fruchtreichen Gewächs werde. Kurz, die rechte Erkenntnis wird erst im Herzen zur Tat, und aus der Tat gehen dann allerlei Werke hervor; und diese sind das, was Moses in tiefer Weisheit sagt in seiner Genesis, und zwar im schon vorher wörtlich besprochenen 1. Kapitel, Vers 11 und 12.

[GEJ.01_159,07] Der frühere ursprüngliche Abend des Menschen, durch das Licht aus den Himmeln zur rechten Erkenntnis erhoben, wird so zur Tat, der die Werke folgen müssen; und das ist der dritte Tag in der Bildung des Herzens und des ganzen Menschen im Menschen, welcher da ist der geistige Mensch, um den allein sich alles handelt, dessentwegen Moses und alle andern Propheten von Gott in diese Welt gekommen sind, so wie nun Ich Selbst! Ich meine, diese Sache dürfte euch nun denn doch einleuchtend genug sein!?"

[GEJ.01_159,08] Sagt einer der Pharisäer: „Erhabener, weisester Freund und Meister! Ich für meine Person unterschreibe jedes Deiner uns allen gegebenen Worte, da sie völlig wahr sind und wahr sein müssen. Aber ziehe hin nach Jerusalem und erkläre die Genesis also im Tempel, und Du wirst gesteinigt samt Deinem ganzen Anhange, so Du Dich nicht schützest durch Deine evidenteste göttliche Macht! Kommst Du aber den Templern mit dieser Macht entgegen, dann sind sie aber auch gerichtet, und es dürfte da wenig Unterschied sein, so Du sie sogleich mit Blitz und Feuer vom Himmel vollkommenst zugrunde richten läßt!

[GEJ.01_159,09] Wie gesagt, so ist das sowieso eine höchst gewagte Sache. Und dazu geht es wohl mit solcher Deiner wahrlich allerweisesten und scharfsinnigsten Erklärung der drei ersten in der Genesis beschriebenen Schöpfungstage ganz gut an, und man kann da durchaus nicht ein Wörtlein des Widerspruches finden. Aber nun kommt der vierte Tag, an dem beschriebenermaßen Gott alleroffenbarst Sonne, Mond und all die Sterne erschuf! Wie magst Du das anders erklären? Sonne, Mond und Sterne sind einmal da, und kein Mensch weiß einen sonstigen Ursprung, wie all diese großen und kleinen Lichter am Firmamente entstanden sind, als wie man es in der Genesis liest.

[GEJ.01_159,10] Frage nun: Wo ist da der Schlüssel, wo die Entsprechung, durch die sich der vierte Tag allein auf den Menschen beziehen möchte?"

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
[GEJ.01_159,11] Sage Ich: „Mein Freund, hast du doch schon öfter vernommen und sogar selbst erfahren, daß es da gibt weitsichtige und kurzsichtige und endlich halb-, ganz- und stockblinde Menschen, der fleischlichen Sehe nach! Die Weitsichtigen sehen in der Ferne alles gut, aber in der Nähe sehen sie schlecht; die Kurzsichtigen sehen wieder in der Nähe gut, dafür aber in die Ferne schlecht; bei den Halbblinden ist es zur Hälfte Nacht und zur Hälfte Tag, das heißt, sie sehen die Gegenstände mit einem Auge wohl noch recht gut, weil aber das andere Auge blind ist, so versteht es sich von selbst, daß solche Seher alles nur im halben Lichte sehen können; die ganz Blinden sehen keinen Gegenstand mehr, weder bei Tag und ebensowenig bei der Nacht, nur haben sie bei Tag noch einen schwachen Schimmer, so daß sie den Tag von der Nacht sondern können; die Stockblinden aber haben keinen Schimmer und können den Tag von der Nacht nimmer unterscheiden.

[GEJ.01_159,12] Und sieh, wie aber die Menschen mit ihrer fleischlichen Sehe gar so unterschiedlich beschaffen sind, eben also und oft noch um vieles unterschiedlicher sind sie beschaffen in ihrer geistigen Sehe. Und du hast eben auch einen starken Gesichtsfehler, und zwar in deiner Seele bei weitem stärker denn in deiner fleischlichen Sehe. Ich sage es dir: du bist außerordentlich kurzsichtig in deiner Seele!"

160. Erklärung der Schöpfungsgeschichte Mosis, Kapitel l, Vers 14-19 (vierter Tag). Gerechte Kritik des Wortlautes. Es gibt nur ein e Feste: der Wille Gottes. Die Feste Mosis: der Himmel im Menschen. Wesen der Kindschaft Gottes als höchste Bestimmung des Menschen.

160. Kapitel

[GEJ.01_160,01] (Der Herr:) „Wie liest du denn in der Genesis? Steht es nicht also geschrieben:

[GEJ.01_160,02] ,Und Gott sprach: ,Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre, und seien zwei Lichter an der Feste des Himmels, daß sie scheinen auf Erden!‘ Und es geschah also. Und Gott machte zwei große Lichter, ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, und dazu auch Sterne. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, daß sie schienen auf die Erde und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.‘

[GEJ.01_160,03] Sieh, also lautet wörtlich die Schöpfungsgeschichte des vierten Tages, durch die eigentlich nach der Genesis der vierte Tag bedingt wird.

[GEJ.01_160,04] Wenn du diese Sache nur ein wenig näher beleuchtest mit – sage – deinen bloß natürlichen Verstandeskräften, so muß dir ja auf den ersten Blick der dickste Unsinn in die Augen fallen, so du den Wortlaut der Genesis für deren Sinn hältst!

[GEJ.01_160,05] Schuf Gott laut der Genesis doch schon am ersten Tage das Licht, und es ward also aus dem Abend und Morgen der erste Tag. Sage, was war denn das für ein Licht dann, das für drei Tage wohl genügte, den Tag und die Nacht zu bewirken? Am vierten Tage aber spricht Gott wieder: ,Es werden Lichter am Himmel!‘ Frage: Was denn für Lichter, die den Tag und die Nacht scheiden sollen? Hat ja doch schon das am ersten Tage geschaffene Licht vorher drei Tage zuwege gebracht; warum nun am vierten Tage noch mehr Lichter für eine und dieselbe Verrichtung? Dazu ist nur von ,Lichtern‘ die Rede; aber von einem Monde und einer Sonne geschieht nicht die leiseste Erwähnung! Diese Lichter bewirken dazu auch noch Zeichen – was für Zeichen denn? –, endlich Zeiten – welche denn? –, und Tage und Jahre – was für Tage und Jahre denn? – Ist denn die Nacht nichts? Wird die Nacht nicht so gut wie der Tag gezählt?

[GEJ.01_160,06] Und dazu ist die Erde kugelrund und hat auf einer Seite stets gleich Tag und auf der andern Seite stets gleich Nacht. Je nachdem sich die Erde vom Abend bis gen Morgen hin dreht um ihre Achse, wird dort stets Tag sein, wo die Länder sich der Sonne gegenüber befinden oder vielmehr durch die beständige und immer gleichmäßige Drehbewegung der Erde gewisserart unter die Sonne geschoben werden.

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
[GEJ.01_160,07] Wenn aber unstreitig also der natürliche Tag auf der Erde durch ihre eigentümliche Bewegung zustande gebracht wird, wobei die Sonne nichts tut, als daß sie auf einem Flecke gleichfort leuchtet und durch ihr Licht alldort den Tag bewirkt, wo ihre Strahlen hindringen, und sogestaltig nicht und nimmer den Tag regieren kann und mag, – frage: Wie sollte da Moses unter seinen Lichtern die Sonne und den Mond gemeint haben? Und hätte Moses da die natürliche Sonne und den natürlichen Mond gemeint, so hätte er zur größeren Verdeutlichung seiner offenbarlichen Kundgabe an die Menschheit diese beiden Lichter am Himmel sicher benannt; denn zu Mosis Zeiten wußten schon alle Menschen diese beiden Gestirne zu benennen!

[GEJ.01_160,08] Dazu spricht Moses von einer Feste am Himmel, die eigentlich im natürlichen Raume nirgends besteht, indem Sonne, Mond und alle Sterne sowie diese Erde selbst im völlig freiesten, mit nichts und nirgends eingeschränkten Äther schweben und durch das in sie gelegte Gesetz in ihrem zweckdienlichen Stande erhalten werden, eine freie Bewegung haben und nirgends an irgend eine himmlische Feste angeheftet sind!

[GEJ.01_160,09] Denn es gibt nur eine Feste im endlosen und freiesten Raum, und diese ist der Wille Gottes, aus dem ein ewig unwandelbares Gesetz solchen Raum und alle Dinge in ihm erfüllt.

[GEJ.01_160,10] Wäre das, was sich eurem Auge als ein überweit gespanntes blaues Gewölbe zeigt, eine Feste, und Sonne, Mond und all die Sterne wären an dieselbe gleichsam angeheftet, wie könnten sie sich bewegen und besonders die euch bekannten Planeten in einem fort ihre Plätze verändern?

[GEJ.01_160,11] Die andern Sterne, die ihr die festen (d.h. Fixsterne) nennet, scheinen freilich also, als wären sie an irgendeine Feste angeheftet; aber es ist dem nicht also. Sie sind von der Erde nur so überweit entfernt und ihre Bahnen sind so weit gedehnt, daß sie solche oft kaum in mehreren Hunderttausenden von Erdjahren zurücklegen und aus solchem Grunde ihre Bewegungen auch selbst von hundert Menschenaltern gar nicht wahrgenommen werden können. Und das ist der Grund, darum sie euch als förmlich feststehend erscheinen; aber in der Wirklichkeit ist es anders, und es gibt nirgends eine sogenannte Feste im ganzen unendlichen Raume.

[GEJ.01_160,12] Die Feste, die Moses meint, ist der aus dem rechten Verständnisse und aus der Liebe, welche ist das gesegnete Erdreich des Lebens, hervorgehende feste Wille nach der göttlichen Ordnung. Weil solcher Wille aber nur aus der fruchtbringenden Fülle der wahren Gottesliebe im Menschenherzen, so wie diese selbst aus dem himmlischen Lichte, das Gott in den Menschen ausgoß, als Er dessen innere Finsternis teilte in Abend und Morgen, hervorgehen kann, so ist diese rechte Liebe und die rechte Einsicht und ein rechter Verstand, das alles sich im Menschen als ein lebendiger Glaube bekundet, der Himmel im Menschen, und der daraus hervorgegangene feste Wille in der Ordnung Gottes ist die Feste des Himmels im Menschen, und an solche Feste gibt Gott, so solche Feste vollends nach dem Liebewillen Gottes in der rechten Ordnung ist, neue Lichter aus dem Himmel der Himmel, welcher da ist die reine Vaterliebe im Herzen Gottes; und die Lichter beleuchten dann den Willen und erheben ihn zur Einsicht der Engel des Himmels der Himmel und erheben dadurch den geschaffenen Menschen zum ungeschaffenen, nun durch den eigenen freien Willen sich selbst in der göttlichen Ordnung neu umgestaltet habenden Kinde Gottes!"

161. Fortsetzung der Erklärung der Schöpfungsgeschichte Mosis. Vom natürlichen vergänglichen Menschen und vom eigentlichen ewigen Menschen. Die zwei großen Lichter oder vom Wesen des ewigen Geistes und vom Wesen der Seele. Was die Sterne bedeuten. Der vierte Schöpfungstag.

161. Kapitel

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
[GEJ.01_161,01] (Der Herr:) „Solange der Mensch Geschöpf ist, ist er zeitlich, vergänglich und kann nicht bestehen; denn ein jeder Mensch, wie er naturmäßig geschaffen ist, ist nichts als nur ein taugliches Gefäß, in dem sich erst ein rechter Mensch durch beständige göttliche Mitwirkung entwickeln kann.

[GEJ.01_161,02] Wenn das äußere Gefäß den hinreichenden Grad der Ausbildung gewonnen hat, wozu Gott das Gefäß mit allen nötigen Bestandteilen und Eigenschaften zur Übergenüge wohl eingerichtet hat, dann erweckt oder vielmehr entwickelt Er Seinen ungeschaffenen ewigen Geist im Menschenherzen, und dieser Geist ist nach dem Maße seiner Auswirkung das, was Moses unter den zwei großen Lichtern, die an die Feste des Himmels gestellt werden, versteht und verstanden haben will, wie es auch alle Patriarchen und Propheten also und nie anders verstanden haben. (= Urichgeist oder Liebegeist)

[GEJ.01_161,03] Dieses ewige, ungeschaffene, vollauf für ewig lebendige Licht an der Himmelsfeste im Menschen ist dann erst der vollwahre Dirigent des wahren Tages im Menschen und lehrt das frühere Gefäß, sich völlig in sein ewig ungeschaffenes Gottwesen umzugestalten und also den ganzen Menschen zu einem wahren Gotteskinde zu machen.

[GEJ.01_161,04] Ein jeder geschaffene Mensch aber hat eine lebendige Seele, die da auch wohl ein Geist ist und die notwendige Fähigkeit hat, Gutes und Wahres und Böses und Falsches zu erkennen, das Gute und Wahre sich anzueignen und das Böse und Falsche aus sich zu verbannen; aber sie ist dessenungeachtet kein ungeschaffener, sondern ein geschaffener Geist und kann als solcher für sich nie die Kindschaft Gottes erreichen. (Gleich Weisheits- oder Geburtsgeist))

[GEJ.01_161,05] Wenn sie aber nach dem ihr gegebenen Gesetze das Gute und Wahre angenommen hat in aller Demut und Bescheidenheit ihres Herzens und ihres ihr von Gott eingepflanzten freien Willens, dann ist solcher demütige, bescheidene und gehorsame Wille, um so recht handgreiflich zu reden, zu einer rechten Himmelsfeste geworden, weil er sich eben nach dem in die Seele des Menschen gelegten Himmlischen gebildet hat, und ist also ganz geeignet, das rein ungeschaffene Göttliche in sich aufzunehmen.

[GEJ.01_161,06] Das rein Göttliche, oder der ungeschaffene Geist Gottes, der nun für ewig an solche Himmelsfeste gestellt wird, ist das große Licht; die Seele des Menschen aber, die durch das große Licht denn auch zu einem nahezu gleich großen Lichte umgestaltet wird, ist das zweite, kleinere Licht, das aber nun gleich dem ungeschaffenen großen Lichte an dieselbe Himmelsfeste gestellt und vom ungeschaffenen Lichte zum mitungeschaffenen Licht umgestaltet wird, ohne an seiner naturmäßigen Beschaffenheit etwas zu verlieren, sondern in einem vollends geistig geläuterten Sinne unendlich vieles zu gewinnen. Denn die Seele des Menschen für sich könnte ewig nie Gott in Seinem reinsten Geistwesen erschauen, und umgekehrt könnte der reinste ungeschaffene Gottesgeist nie das Naturmäßige erschauen, da es für ihn keine materielle Naturmäßigkeit gibt. Aber in obbesagter voller Verbindung des reinsten Geistes mit der Seele kann nun die Seele durch den ihr zugekommenen neuen Geist Gott erschauen in Seinem urgeistigen reinsten Wesen, und der Geist durch die Seele das Naturmäßige.

[GEJ.01_161,07] Das ist es, was Moses sagt, daß das eine große Licht regiere den Tag und das kleine Licht die Nacht und bestimme die Zeichen, das ist: in aller Weisheit den Grund aller Erscheinlichkeit und aller geschaffenen Dinge, also auch bestimme die Zeiten, Tage und Jahre, was soviel sagen will als: in allen Erscheinungen erkennen die göttliche Weisheit, Liebe und Gnade.

[GEJ.01_161,08] Die Sterne aber, von denen Moses auch erwähnt, sind die zahllosen nützlichen Erkenntnisse in allen einzelnen Dingen, welche einzelnen Erkenntnisse natürlich aus der einen Haupterkenntnis kommen und daher an dieselbe Himmelsfeste wie die zwei Hauptlichter gestellt sind.

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
[GEJ.01_161,09] Und sehet, das ist endlich der vierte Schöpfungstag, von dem Moses in seiner Genesis Erwähnung macht, der aber leicht begreiflich, so wie die früheren drei, aus demselben Abend und Morgen des Menschen hervorgegangen ist."

162. Der fünfte und sechste Schöpfungstag Mosis. Die natürliche Entstehung der Erde und des Menschen. Warnung vor dem Vielwissen. Mahnung zum Suchen des Gottesreiches in sich.

162. Kapitel

[GEJ.01_162,01] (Der Herr:) „Auf daß ihr Mich dann aber in dieser Hinsicht nicht weiter fraget, welche Bewandtnis es dann sogestaltig mit dem fünften und sechsten Schöpfungstage habe, so sage Ich es euch in aller Kürze, daß die nachträgliche Erschaffung der gesamten Tierwelt und endlich des Menschen selbst nichts anderes bezeichnet als die volle Lebendigwerdung und sichere Realisierung alles dessen, was der Mensch in seinem naturmäßigen Teile in sich faßt.

[GEJ.01_162,02] Sein Meer und all sein Gewässer wird voll Lebens, und der Mensch erkennt und erschaut in seinem nun rein göttlichen, ungeschaffenen Lichte die zahllose und endlos mannigfache Fülle der schöpferischen Ideen und Formen und wird auf diese Art seiner rein göttlichen Abkunft inne. Und durch die erzählte Erschaffung des ersten Menschen wird dargestellt die vollendete Menschwerdung oder die Überkommung der vollkommenen Kindschaft Gottes.

[GEJ.01_162,03] Freilich fragst du nun ganz geheim bei dir im Herzen und sagst: ,Ja, ja, das ist wohl alles ganz gut, weise und herrlich, und niemand kann die vollste Wahrheit alles dessen in den geringsten Zweifel ziehen; aber wie ist dann diese Erde, die doch unmöglich von Ewigkeit also dasein kann, wie sie nun ist, entstanden? Wie ist sie mit Gräsern, Kräutern, Gesträuchen und Bäumen aller Art bewachsen worden? Wie entstanden all die Tiere, und wann?

[GEJ.01_162,04] Und wie wurde der Mensch ein Bürger dieser Erde? Wurde wirklich nur ein Menschenpaar, wie die Genesis anzeigt, geschaffen, oder wurde auf die Erde sogleich eine Menge Menschen von verschiedener Farbe, Gestalt und Charakter gesetzt?‘

[GEJ.01_162,05] Auf solche eben nicht zu tadelnde Fragen kann Ich dir nichts anderes sagen, als was Ich dir schon gesagt habe, nämlich: So dir die Weisheit der Engel eigen ist, dann wirst du aus dem rein Geistigen in rückgängiger Entsprechung ins Naturmäßige hinaus auch die ganze natürliche Schöpfung auf ein Haar aus dem finden, was Moses in seiner Genesis sagt, und wirst finden, daß die naturmäßige Schöpfung, freilich in sehr gedehnten Perioden, fast in derselben Ordnung aufeinanderfolgt, wie sie in der Genesis erzählt wird, und die Entstehung des ersten Menschenpaares nahe in dieselbe Zeit fällt und seine Probung und seine Fortpflanzung am Ende bis auf Weniges, in entsprechende Bilder Eingehülltes, gerade in der Ordnung also folgt, wie es im weiteren Verlaufe der Genesis erzählt und dargetan wird.

[GEJ.01_162,06] Aber wie gesagt, ohne die Weisheit der Engel magst du solches wohl nimmer finden, und besäßest du auch alle Weisheit der Weisen der ganzen Erde, die da auch über diesen Punkt schon die verschiedensten Ansichten und Meinungen gewechselt haben.

[GEJ.01_162,07] Es ist aber solche Wissenschaft auf dieser Welt auch für keinen Menschen von irgendeinem besonderen Nutzen, weil der Mensch durchs viele Wissen eigentlich in seinem Herzen selten oder gar nie um ein bedeutendes besser wird, wohl aber gar oft schlimmer. Denn der Vielwissende wird nicht selten stolz und hochmütig, schaut dann hochtrabend auf seine Brüder von seiner vermeinten unerreichbaren Höhe herab wie ein Geier auf die Sperlinge und anderes kleines Gevögel, als seien diese bloß da, damit er sie fange und ihr zartes Fleisch verzehre.

[GEJ.01_162,08] Suche du vor allem das Gottesreich in deinem Herzen und dessen Gerechtigkeit, um alles andere kümmere dich wenig; denn solches alles samt der Weisheit der Engel kann dir über Nacht gegeben werden. Ich meine nun, daß du Mich vollends verstanden hast!?"

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
163. Der Pharisäer Antwort an den Herrn auf Seine Erklärung der Schöpfungsgeschichte Mosis. Des Herrn Vorhersage vom Gericht über Jerusalem. Vom Schweigen über das Geistig-Geschaute und -Erfahrene.

163. Kapitel

[GEJ.01_163,01] Als der Pharisäer und dessen Genossen solche gedehnte Erklärung über die Genesis von Mir erhalten hatten, standen sie alle wie gelähmt vor Mir, und der Hauptpharisäer sagte nach einer Weile sichtlich starken Nachdenkens: „Herr! Meister aller Meister in allen Dingen! Ich und wir alle sehen nun, obschon nicht ohne großes Leidwesen, ein, daß Du in allen Dingen vollkommen recht hast, und daß alles, was Du redest, volle reine Wahrheit ist. Aber ich sagte nicht umsonst: Nicht ohne großes Leidwesen sehen wir das nun ein! Denn mit solcher für diese arge selbstsüchtigste Welt zu heilig hoher Weisheit wirst Du ohne ganz besondere Wunder völlig tauben Ohren predigen, und so Du Wunder wirken wirst, da wirst du blinde Zuseher haben und somit wenig ausrichten.

[GEJ.01_163,02] So der Mensch, um sich selbst erst zu einem rechten Menschen zu gestalten, vollkommen frei sein muß in seinem Wollen und Handeln, da magst Du predigen und Wunder wirken, wie Du willst, so wird sich doch aus hundert kaum einer wahrhaft daran kehren. Denn ist jemand vom Grunde aus schon zu dumm und hat keine wie immer geartete Bildung in irgendeinem den Menschen nötigen und ersprießlichen Fache, so kann er Deine Lehre unmöglich fassen. Hat er aber nur um einen Grad zu viel und daher gar leicht begründeten Verstandes, sei es in der Schrift oder in einer andern Wissenschaft und Kunst, und verbindet damit irgendeinen irdischen Vorteil, an dem etwa gar noch ein bedeutendes Ansehen der Person haftet, so magst Du den Vater Jehova unter Blitz und Donner für Dich reden lassen, und solche Menschen werden das tun, was unsere Vorfahren in der Wüste unter Moses getan haben, wo sie, während Moses auf Sinai unter Donner und Blitz mit Jehova redete und von Ihm die heiligen Gebote überkam, sich aus Gold ein Kalb gossen, dann um dasselbe in heidnischer Weise tanzten und es dadurch anbeteten!

[GEJ.01_163,03] Wüßte ich nicht, wie die Pharisäer, Schriftgelehrten und all die Priester und Leviten, besonders in Jerusalem, beschaffen sind, so würde ich mich kaum getrauen, solches zu Dir zu reden; aber ich kenne dieses Volk nur zu gut, habe mich aus dem Grunde vom Tempel auch so hübsch weit entfernt und besuche ihn auch nicht mehr.

[GEJ.01_163,04] Kehrst Du Dich etwa wieder einmal nach Jerusalem, so nimm ja eine große Portion Allmacht mit, sonst wirst Du gesteinigt als ein Gotteslästerer! Denn wer da nur um ein Haar klüger sein will als sogar ein gemeinster Feger der Tempelhallen, der wird sogleich als ein Ketzer und Gotteslästerer gescholten, und so er sich nicht mit einem tüchtigen Opfer bekehrt, steht ihm außerhalb der Stadtmauer auf der Fluchstätte ohne alle Gnade die Steinigung bevor!

[GEJ.01_163,05] Für Jerusalem, sage ich Dir, Du mein göttlichster Freund, gibt es nur eine Kur, und diese ist jene von Sodom und Gomorra! Sonst gibt es kein Heil mehr für diese Stadt und deren Bewohner!"

[GEJ.01_163,06] Sage Ich: „Freund! Was du Mir hier sagtest, wußte Ich schon lange! Ja, Ich sage es dir, das wird auch das Ende von Jerusalem sein! Aber zuvor muß in solcher Stadt noch alles das geschehen, was über sie von all den Propheten geweissagt worden ist, auf daß alle Schrift erfüllt und ihr Maß voll wird. Und ihr werdet von heute an nicht Siebzig zählen, und nicht ein Stein wird auf dem andern gelassen werden! Und so da jemand fragen wird und sagen: ,Wo stand denn der Tempel?‘, da wird sich niemand vorfinden, der dem Forscher Bescheid gibt!

[GEJ.01_163,07] In den Mauern dieser Stadt sind viele Propheten ermordet worden. Ich weiß von allen, ihr Blut schrie in die höchsten Himmel um Rache wider solche schändlichsten Frevler; aber das Maß, was dieser Stadt die Hölle gab, ist noch nicht völlig voll geworden, und sie wurde darum noch geschont. Nun aber ist ihr Maß in Kürze voll, und sie wird nimmer verschont werden!

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [22.02.21 23:25]
[GEJ.01_163,08] Bevor wir aber nun diesen Berg verlassen, gebe ich euch allen ein streng zu beachtendes Gebot, und solches bestehe darin, daß da niemand aus euch allen von dem, was ihr auf diesem Berge gesehen habt, jemandem unten in der Tiefe eher davon etwas erzählet, als bis Ich euch dazu im Geiste ermächtigen werde. Wer solch Mein Gebot nicht beachten wird, soll mit augenblicklicher Stummheit gezüchtigt werden; denn das Volk in der Tiefe ist dazu noch lange nicht reif, und ihr selbst auch noch nicht zur Genüge.

[GEJ.01_163,09] Was Ich aber hier gelehrt habe, darüber besprechet euch mit euresgleichen also, als hättet ihr es nicht von Mir vernommen, sondern als wäre solches auf eurem höchst eigenen Grund und Boden gewachsen! Nur wenn eure Freunde gleichsam in solche eure Lehre lebendig eingegangen sein werden, sodann erst möget ihr es ihnen unter vier Augen sagen, von wem ihr solche Lehre empfangen habt, und welche Zeichen ihr vorangegangen sind!

[GEJ.01_163,10] Aber vergesset es dann nicht, den also Unterrichteten in Meinem Namen dasselbe Gebot und mit derselben Sanktion zu geben, die Ich euch allen nun hier gegeben habe!

[GEJ.01_163,11] Ihr werdet aber die kurze Zeit hindurch, die wir uns noch auf dieser Höhe aufhalten werden, noch manches Wunderbare erleben; denn Mich dürstet es darnach, euch in eurem Glauben so stark als möglich zu machen. Aber bei allem, was ihr noch sehen und hören dürfet, beachtet das soeben gegebene Gebot; denn bei Nichtbeachtung solches Gebotes würde jeden von euch auf ein Jahr die angedrohte Züchtigung treffen!"

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [23.02.21 08:07]
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Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [23.02.21 08:08]
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Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [23.02.21 08:13]
Hier werden in einer Synthese Weissagungen zusammengefaßt, die für unsere Zeitepoche gegeben wurden. Eine eingehende Kommentierung bringt dem Leser die sinnbildliche Sprache des Geistes näher und eröffnet ihm damit eine Welt, die sonst dem Denken unserer Generation verschlossen bleibt. Dadurch gewinnen die alten und neuen Weissagungen über unsere Gegenwart und Zukunft eine Aktualität, die das Weltgeschehen und seine Folgen aus einem höheren Blickfeld betrachten lehrt. Ein durch seine Kritik schonungsloses und zugleich tröstliches Buch!

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [23.02.21 08:14]
Lothar Bross, [13.02.21 13:16]
Vorhersagen aus den Werken des Propheten Jakob Lorber (1800-64)

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [23.02.21 08:17]
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Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [23.02.21 08:19]
Lothar Bross, [13.02.21 13:19]
(jl.ev09.094,11b) »In jener Zeit aber, in der sich die Menschen von einem Ende der Erde zum andern so schnell, wie da fährt ein Blitz aus der Wolke, werden verständigen können (per Funk, Telefon, Fax, Internet, eMail, d. Hg.), und in der die Menschen auf ehernen Straßen (Eisenbahn, Autobahnen, d. Hg.) mit Benutzung der im Feuer und Wasser gebundenen Geister schneller die weitesten Strecken des Erdbodens werden überfahren können, als da der heftigste Sturm von einem Ende der Erde zum andern treibt, und die Schiffe mit Hilfe derselben Kräfte den großen Ozean in einer viel kürzeren Zeit überfahren werden als nun die Römer von Rom aus bis nach Ägypten, da wird die Kunde von Meiner persönlichen Wiederkunft in einer ganz kurzen Zeit leicht über die ganze Erde verbreitet werden können, und also auch nach Asien.

(jl.ev09.094,12) Aber es fragt sich da wieder: Wird die Kunde bei den blinden und tauben Heiden dieses Weltteils auch Glauben finden?

(jl.ev09.094,13) Ich meine und sage: Schwerlich aber, als bis es durch ein großes Weltgericht geläutert werden wird!

(jl.ev09.094,14) Es gibt ein gar großes Land im fernen Westen, das von allen Seiten vom großen Weltozean umflossen ist und nirgends über dem Meere mit der alten Welt zusammenhängt. Von jenem Lande ausgehend, werden die Menschen zuerst große Dinge vernehmen, und diese werden auch im Westen Europas auftauchen, und es wird daraus ein helles Strahlen und Widerstrahlen entstehen. Die Lichter der Himmel werden sich begegnen, erkennen und sich unterstützen.

(jl.ev09.094,15) Aus diesen Lichtern wird sich die Sonne des Lebens, also das neue, vollkommene Jerusalem, gestalten, und in dieser Sonne werde Ich auf diese Erde wiederkommen...«

Lothar Bross, [13.02.21 13:23]
(jl.ev09.071,05) Wie aber das nun vor unseren Augen mit dem faulen und wahrheits- und glaubenslosen Judentume geschieht, das sicher ein gar gewaltiges Aas geworden ist, mit dem es nach etwa fünfzig Erdenjahren zu Ende kommen wird (Untergang Jerusalems im J. 70 n. Chr., d. Hg.), ebenso wird es in einer späteren Zeit mit der Lehre und Kirche stehen, die Ich nun gründe. Diese wird auch zu einem noch ärgeren Aase werden, als nun das Judentum ist, und es werden denn auch die freien Licht- und Lebensadler von allen Seiten über sie herfallen und sie als ein alle Welt verpesten wollendes Aas mit dem Feuer der wahren Liebe und mit der Macht ihres Wahrheitslichtes verzehren. Und es kann das noch eher geschehen, als da nach Mir, wie Ich nun leiblich unter euch bin, zwei volle Tausende von Erdenjahren verrinnen werden, - was Ich euch auch schon bei anderen Gelegenheiten angedeutet habe.

Lothar Bross, [13.02.21 13:24]
Jesu-Kundgaben durch M. sprechen ebenfalls von Seiner Weiderkunft!

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [23.02.21 08:20]
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Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [12.04.21 13:19]
Gott ist gegenwärtig
1. Gott ist gegenwärtig.
Lasset uns anbeten
und in Ehrfurcht vor ihn treten.
Gott ist in der Mitte.
Alles in uns schweige
und sich innigst vor ihm beuge.
Wer ihn kennt, wer ihn nennt,
schlag die Augen nieder;
kommt, ergebt euch wieder.


2. Gott ist gegenwärtig,
dem die Cherubinen
Tag und Nacht gebücket dienen.
Heilig, heilig, heilig!
singen ihm zur Ehre
aller Engel hohe Chöre.
Herr, vernimm unsre Stimm,
da auch wir Geringen
unsre Opfer bringen.


3. Wir entsagen willig
allen Eitelkeiten,
aller Erdenlust und Freuden;
da liegt unser Wille,
Seele, Leib und Leben
dir zum Eigentum ergeben.
Du allein sollst es sein,
unser Gott und Herre,
dir gebührt die Ehre.


4. Majestätisch Wesen,
möcht ich recht dich preisen
und im Geist dir Dienst erweisen.
Möcht ich wie die Engel
immer vor dir stehen
und dich gegenwärtig sehen.
Lass mich dir für und für
trachten zu gefallen,
liebster Gott, in allem.


5. Luft, die alles füllet,
drin wir immer schweben,
aller Dinge Grund und Leben,
Meer ohn Grund und Ende,
Wunder aller Wunder:
ich senk mich in dich hinunter.
Ich in dir, du in mir,
lass mich ganz verschwinden,
dich nur sehn und finden.


6. Du durchdringest alles;
lass dein schönstes Lichte,
Herr, berühren mein Gesichte.
Wie die zarten Blumen
willig sich entfalten
und der Sonne stille halten,
lass mich so still und froh
deine Strahlen fassen
und dich wirken lassen.


7. Mache mich einfältig,
innig, abgeschieden,
sanft und still in deinem Frieden;
mach mich reines Herzens,
dass ich deine Klarheit
schauen mag in Geist und Wahrheit;
lass mein Herz überwärts
wie ein' Adler schweben
und in dir nur leben.


8. Herr, komm in mir wohnen,
lass mein' Geist auf Erden
dir ein Heiligtum noch werden;
komm, du nahes Wesen,
dich in mir verkläre,
dass ich dich stets lieb und ehre.
Wo ich geh, sitz und steh,
lass mich dich erblicken
und vor dir mich bücken.

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [12.04.21 13:21]
https://youtu.be/dbwhWCMo0ZY

Wer ist Jesus-Die Neue Bibel-Sein Wiederkommen-, [12.04.21 13:32]
https://youtu.be/ge_i0sdCJgE