Von: mfg [myrta]

Gesendet: Sonntag, 27. Mai 2001 06:56

An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com

Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Davids Blut

Auch für Myrta, Volker, Michael und Gonda  ist es ein sehr großer Vorzug, wenn sie das Lorberwerk in der Originalsprache lese und verstehen können, und Lorbers Neuoffenbarung ist ja das Thema dieser Liste.

 

Lieber Hans, und liebe Listlinge, 

ohne das Lorberwerk wäre mein Deutsch schon tatsachlich verrostet, aber sicherlich in einem schlechten Zustand. In allen anderen Sachen gibt mir die Englische Sprache so viel Grossartiges, dass ich sehr froh bin, dass ich diese Sprache beherrsche.

Aber das Lorberwerk möchte ich im Original Deutsch lesen, denn Übersetzungen gehen ja immer nochmals durch Menschenhaende. Da kann ich das Englische nicht ausstehen. 

Ein Freund von Richard Wagner war jüdisch, und unser allerliebste Jesus war jüdisch. Lorber war jüdischer Abstammung, viele wissen es nicht mal, dass sie jüdischer Abstammung sind, denn viele Juden wurden auch Christen, auch schon zu Jesus Zeiten und später sind diese so vermischt worden,  dass man es das nicht so leicht herausfinden kann.

Es ist eine  Gnade, von der Linie David abzustammen.

Dass man Wagner antijüdisch hinstellt, weil er mal eine Bemerkung gemacht hatte, wie die Bayern sich lustig machen über die Preussen und umgekehrt zum Beispiel, ist naiv, das ist halt so, dass man sich  machmal foppt. Einige jüdische Performer und Dirigenten haben in Bayreuth mitgewirkt und lieben Wagners Werke und Musik.

Dirigenten wie Daniel Barenboim und James Levine, beide juedisch, lieben die Musik Richard Wagners sehr. (Michael weiss mehr Bescheid darueber als ich.)  

Wem allerdings Richard Wagner und seine grossartige Musik zuwider ist, sollte halt einfach davon Abstand nehmen. Niemand ist gezwungen, sich Wagners Musik anhoeren  zu muessen. In unserem Hause jedenfalls stehen Richard Wagners grossartige Werke jedenfalls hoch im Kurs. Ebenbuertig neben Beethoven, Mahler, Brahms, Haydn, Haendel usw. Unser Sohn Michael hat in dieser Familie der Musik Wagners jedenfalls einen wuerdigen Platz gegeben.  

Ihr sollt mal hier in Kanada sein, da haben die Menschen einen viel grösseren Humor. Da kann man viel mehr Witze machen. Und man nimmt nicht alles so schrecklich  ernst.

Die eigene Meinung wird respektiert. Man regt sich nicht gleich so schrecklich auf, wenn eine andere Person mal eine voellig andere Meinung hat. Das hat wohl was mit Toleranz zu tun. In Kanada leben Menschen von allen Laendern der Welt. Ohne Toleranz, im ganz besonderen auch in religioeser Hinsicht, kaeme man hier nicht weit, and would be constantly at each others throat!  

Dearest Greetings

Myrta

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 Von:

Gesendet: Montag, 28. Mai 2001 21:18

An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com

Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Davids Blut

In einer eMail vom 26.05.01 23:40:25 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt

mfg-hans: 

   [GEJ.04_112,08] Es werden aber auch die anderen Großgeweckten zumeist von    David abstammen. Denn solche Dinge können nur solchen gegeben werden, die    sogar fleischlich von dorther stammen, von wannen auch Ich fleischlich    abstamme; denn auch Ich stamme ob der Maria, der Mutter dieses Meines    Leibes, von David ab, da die Maria auch eine ganz reine Tochter Davids ist.    Es werden in jener Zeit zwar diese Davidsnachkömmlinge sich zumeist in    Europa aufhalten, aber darum werden sie dennoch ganz reine und echte    Nachkommen des Mannes nach dem Herzen Gottes und fähig zur Tragung der    größten Lichtstärke aus den Himmeln sein....  

   Das ist also der Grund, warum die große Offenbarung Lorbers in deutscher    Sprache niedergeschrieben wurde.. Lorber war wie viele Europäer    ursprünglich jüdischer Abstammung 

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Lieber Hans, 

vielen Dank für die Bekanntgabe dieser wichtigen Textstelle aus dem GEJ, in der zum Ausdruck kommt, dass sogar die fleischliche Abstammung von großer Bedeutung ist: insbes. die herausragende Stellung der "David-Abkömmlinge" bis zu unserer Zeit herauf. 

Ich war bisher der Meinung, dass die fleischliche Seite von uns Menschen keine so große Bedeutung hat, denn sie scheint sich ja - siehe die Vererbungslehre, z.B. durch Mendel - von Generation zu Generation sehr zu verändern.  

Wenn man bedenkt, daß seit der Zeit von David bis heute grob gerechnet 120 Generationen  (3000 Jahre : 25 Jahre) in dieser Linie gelebt haben, kann man schon die Frage stellen, was von diesem >ursprünglichen Fleisch und Blut< da noch übrig ist: die "Verdünnung" ist ja enorm, denn jedes Generationen-Glied hat sich ja zur Hälfte mit dem Fleisch und Blut eines Partners (im Beispiel: meist wohl nicht aus David) >gemischt< und damit in jeder Generation um 50 % reduziert (1/2 - 1/4 - 1/8 - 1/16 ....)  

Es kann ja aber sein, dass ein solcher Denk-Ansatz falsch ist. Es ergeben sich eine Reihe von Fragen, z.B.:

a) Sind die gängigen Vererbungslehren - auf Fleisch und Blut basierend -    überhaupt richtig?  

b) Wie beständig sind Grundeigenschaften eines "Stamm-Vaters" trotz einer  jeweiligen >Halbierung< - z.B. des Genmaterials - von Generation zu   Generation?     

c) Wenn hier - in GEJ 4, 112.08 - von "Fleisch" gesprochen wird, ist dann    tatsächlich das materielle Fleisch (und Blut) gemeint, oder evtl. das, was    wir unter dem Begriff substantieller Leib verstehen?  

d) Könnte es sein, dass hinter der sprachlichen Aussage, die so eindeutig    auf die materielle Körperlichkeit des Menschen (z.B. der Gottesmutter    Maria) ausgerichtet ist, nicht doch eine "Entsprechung" verborgen ist?  

Beim Abendmahl spricht man von "Fleisch und Blut des Herrn", ohne dabei auf die Idee zu kommen, es könne sich um materielles Fleisch und Blut handeln.  

Ich würde mich freuen, wenn man diese Fragen in der Liste mit dem Ziel einer Vertiefung zur Antwortfindung diskutieren könnte. 

Herzliche Grüße

 

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 In einer eMail vom 04.06.01 12:45:07 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt spooky: 

Ich hatte eine kleine Frage, wißt Ihr von Stellen in die Neuoffenbarung, die ueber David sprechen? Liebe Gruesse

Manuela

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Liebe Manuela, 

Du hast zwischenzeitig viele Hinweise auf "David-Stellen" im Lorberwerk  bekommen. Deshalb möchte ich als eine zusätzliche Anregung und evtl. als Möglichkeit der Konzentration auf Wesentliches kurz mitteilen, was der Name  DAVID in der alten hebräischen Sprache zum Ausdruck bringt, was allerdings nicht vollständig, geschweige abschließend sein kann. 

Der Name DAVID bedeutet im Hebräischen >der Geliebte<, der von Gott Geliebte. David ist derjenige, der mit der Harfe versteht umzugehen; auf ihr kann er  Lieder vortragen, welche die Gottesliebe besingen. Er hat Zugang zu dieser Sprache (zu dieser Ausdrucksweise): sehr viel Poetisches wird damit verbunden. Die Liebe zu Gott kann, soll ja auch wie Poesie sein.   

Es gibt eine Legende von der Harfe des David, die in etwas so lautet:

Davids Harfe hängt am offenen Fenster seines Gemachs. In der Stille der Mitternacht erhebt sich ein leichter Wind aus Norden. (Warum Norden?) Sanft streicht er durch die Saiten der Harfe. Er (der Wind) spielt mit ihnen, lässt sie leise tönen.- Ein wundersamer Klang. Im Klang ist dann auch eine Melodie, in der einen dann viele andere: Melodien - Lieder - Psalmen. David hört - hört zu - singt mit. Er singt von den Erfahrungen des Lebens im siebten Tag.

(Während des 7. Schöpfungstages in dem wir Menschen auf Erden leben; die anderen sechs Tag waren davor; der 7. Tag ist unsere Anwesenheit hier "im Fleisch"). Davids Name ist dessen Gleichnis. In der Melodie der Harfe vernimmt er diesen Namen (Geliebter): David - Geliebter - von Gott geliebt.

Er erkennt: alles was hier geschieht, geschieht dort (das nennen wir auch Entsprechungen). Ja, es ist schon geschehen, durch Gott: Freude - Friede -

Vertrauen - Trost - Gnade. Aus Norden kommt der Wind; aus der Richtung des Körpers (das ist die von Gott am weitesten entfernte  Richtung). Die Harfe hat einen Körper und kann tönen im Wind (im >rauch< = Geist). Im Körper (im Fleisch) erfährt David, erfährt der Mensch, das Exil (Verbannung) und aber auch die Erlösung daraus. 

Auf dieser Linie kann man das sehen, was sich mit dem Namen DAVID ausdrückt.

David ist der Mensch, in dem das Göttliche zum Klingen kommen kann: er ist der Sänger mit der Harfe. 

Glücklich also der, der ein "Sohn" Davids genannt werden kann; glücklich der, der sagen kann, dass er aus der David-Linie sei. Auch J. Lorber war einer,der von Gott singen konnte bzw. durfte. (Vgl. die Mails zu "Fleisch von David" bzw. "Abstammung von David" von vor ein paar Tagen in der Liste.).  

Dass ein so gesegneter Mensch (David) auch gleichzeitig "König" ist, kann man verstehen. Auch Maria (Gottesmutter) aus dieser Linie (= auf dieser Linie) wird ja als "Himmels-Königin" bezeichnet. 

Herzliche Grüße