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Erschienen im Aquamarin-Verlag , Vogelherd 1, D 85567 Grafing

Aus Seite 44/5:

In den indischen Werken bedeutet das Wort Prana oftmals Atem. Der Grund hierfür ist in der Tatsache zu finden, daß wir auch während des Atmens die Vatalitäts-Kügelchen in unseren Körper einziehen, wenn auch nicht in der bisher beschriebenen Weise. Der Hauptzweck der Atmung ist die Aufnahme von Sauerstoff; der größte Teil des Sauerstoffs, der in die Lunge gelangt, wird von uns absorbiert, während wir den Stickstoff, mit dem er in der Luft vermengt ist, wieder ausstoßen. Nun bildet das Vitalitäts-Kügelchen einen der hauptsächlichsten Bestandteile des Sauerstoff-Atoms, wie aus Abb. 8 zu ersehen ist, die eine etwas veränderte Wiedergabe eines Diagramms darstellt, das zuerst im Jahre 1895 in dem Werke "Die uralte Weisheit" und später in der "Okkulten Chemie" erschienen ist. Bei der in diesen Werken wiedergegebenen Beschreibung unserer Forschungen wiesen Frau Dr. Besant  und ich darauf hin, daß die Schwierigkeiten, die sich der Beobachtung des Sauerstoffatoms entgegenstellten, viel größere waren als diejenigen, denen wir bei der Erforschung des Wasserstoffs und Stickstoffs begegneten, was auf die außerordentliche Tätigkeit, die dieses Element aufwies, und den blendenden Glanz einiger seiner Teile zurückzuführen war.

Auf der gasförmigen Ebene betrachtet, hat dieses Atom (Atom bedeutet hier die so benannte Einheit der offiziellen Chemie.-Anm.d.Übers.-) die Gestalt eines Eies, in dem ein spiralförmig gewundenes, schlangenähnliches Gebilde mit außerordentlicher Geschwindigkeit rotiert, das an den Windungen fünf glänzende, Licht ausstrahlende Punkte aufweist. Diese Spirale scheint erst ein fester, runder Gegenstand zu sein; wenn aber das Atom auf die nächste Unterebene gebracht wird (d.i. die erste ätherische Unterebene unserer physischen Welt), spaltet sich dieses Gebilde der Länge nach in zwei dünnere Spiralen, von denen die eine positiv ist, und dann zeigt es sich, daß die anscheinende Festigkeit nur der Tatsache zuzuschreiben war, daß diese Spiralen um eine gemeinsame Achse in einander entgegengesetzter Richtung rotierten und dem Beschauer so eine kontinuierliche Oberfläche darboten, gleichwie ein scheinbarer Feuerring dadurch entsteht, daß eine brennende Fackel rasch im Kreise gewirbelt wird.

Die glänzenden Punkte, die im gasförmigen Atom wahrgenommen wurden, erblicken wir nun an den Erhebungen der Wellen in der positiven und in den Höhlungen der negativen Spirale, die selbst wieder aus kleinen perlenartigen Gebilden bestehen, von denen je elf zwischen den größeren glänzenden Punkten liegen. Auf die nächsthöhere ätherische Unterebene gebracht, brechen auch diese Spiralen auf, wobei jeder glänzende Punkt fünf Perlen auf der einen und sechs Perlen auf der anderen Seite mit sich führt. Diese wirbeln und drehen sich noch immer mit der gleichen außerordentlichen Geschwindigkeit und erinnern einen hierbei an Leuchtkäfer, die einen wilden Tanz aufführen. Die größeren leuchtenden Gebilde enthalten je sieben Uratome, während sich in den Perlen nur je zwei vorfinden. Auf der nächsten Stufen scheiden die Spiralenfragmente die positiv und negativ geladenen Gebilde aus, die in der Abbildung 8 mit d und d° bezeichnet sind, bei denen nun eine von einander abweichende Anordnung der in ihnen enthaltenen Uratome wahrzunehmen ist. Wenn auch diese desintegriert werden, dann werden diese physischen Uratome freigesetzt, u. zw. 290 an der Zahl, wobei 220 von den 110 Perlen und 70 von den zehn glänzenden Körperchen stammen.

Das positiv geladene glänzende Gebilde d  ist nun unser Vitalitätskügelchen und auf diesem Umstand ist auch die ungewöhnliche Aktivität des Sauerstoffs zurückzuführen. Der in die Lungen aufgenommene Sauerstoff wird dort aufgebrochen und ihm das Vitalitätskügelchen entzogen, das sich dann mit anderen Substanzen verbindet, um so einige der wichtigsten Bestandteile des Blutes zu bilden. Während sich also Prana von der Milz aus über den ganzen Ätherkörper verbreitet, wird seine "Essenz", die in unserem Zitat aus dem Garuda-Purana erwähnt wird und, wie ich hörte, im Original "Rasa" heißt, das auch Blut bedeutet, durch den ganzen dicht-physischen Körper gebracht. 

Aus Seiten 31/2

Die Kräfte: Das Vitalitäts-Kügelchen

Das Atom selbst ist nichts anderes als die Äußerung einer Kraft; der Wille der Sonnengottheit (besser: unseres Gottvaters in Jesus Christus) ist auf eine bestimmte Form gerichtet, die wir ein physisches Uratom nennen (Abb.7), und durch diese Anspannung IHRES Willens werden in dieser besonderen Form ungefähr vierzehntausend Millionen "Blasen im Koilon" zusammengehalten. Es muß ausdrücklich auf die Tatsache hingewiesen werden, daß die Kohäsion (Zusammenhangskraft zwischen gleichartigen Molekülen) der Blasen innerhalb dieser Form ausschließlich von jener Willensanstrengung abhängt; würde diese einen einzigen Augenblick nachlassen, so müßten die  Bläschen wieder auseinander fallen und die gesamte physische Welt würde im Nu zu existieren aufhören. So wahr ist der Satz, daß die ganze Welt selbst von diesem Standpunkt aus bloße Illusion ist, von der Tatsache ganz zu schweigen, daß die Blasen, die das Atom aufbauen, selbst ja nur Hohlräume im Koilon, dem wahren Äther des Raumes sind!

Es ist also die beständig ausgeübte Willenskraft der Sonnengottheit (unseres Gottvaters in Jesus Christus), die das Atom als solches zusammenhält, und wenn wir die Wirkungsweise dieser Kraft untersuchen, so sehen wir, daß sie nicht von außen her in das Atom eindringt, sondern in dessen Innerem aufquillt, was besagt, daß sie aus höheren Dimensionen her eintritt. Das gleiche gilt für jene andere Kraft, die wir Vitalität nennen; sie tritt in das Atom von innen her auf demselben Wege wie die Kraft ein, die es zusammenhält, statt, wie im Falle anderer Kraftgattungen, die wir Licht, Wärme, Elektrizität nennen, völlig von außen darauf einzuwirken.

Wenn die Vitalität so innerhalb des Atoms aufquillt, führt sie ihm mehr Leben zu und verleiht ihm eine Anziehungskraft, vermöge deren es sofort sechs weitere Atome in einer bestimmten Anordnung um sich lagert und so, wie oben erwähnt, ein subatomisches oder hyper-meta-proto-Element bildet. Dieses Element aber unterscheidet sich von allen übrigen bisher  beobachteten Atomverbindungen dadurch, daß die Kraft, die es hervorruft und zusammenhält, vom zweiten Aspekt der Sonnengottheit statt vom dritten herkommt. Dieses Vitalitäts-Kügelchen (Abb. 5c) ist jene kleine Gruppe, welche die außerordentlich strahlenden Perlen in der männlichen oder positiven Spirale des chemischen Elementes Sauerstoff bildet, und es ist auch das Herz in der zentralen Kugel des Radium-Atomes (näheres hierüber siehe:"Die okkulte Chemie" von A.Besant und C.W. Leadbeater, Leipzig -Anm.d.Übers.-).

Diese Kügelchen fallen vor allen anderen Körperchen, die man in der Atmosphäre schweben sehen kann, durch ihren Glanz und ihre außerordentliche Lebendigkeit, das intensiv aktive Leben, das sie bekunden, ganz besonders auf. Wahrscheinlich sind sie die "feurigen Leben", die Frau Blavatsky sooft erwähnt, wie z.B. in ihrer "Geheimlehre", wo sie in Band I. schreibt:

"Man lehrt uns, daß jede physiologische Veränderung ...... ja das Leben selbst oder vielmehr die gegenständlichen Erscheinungen des Lebens, die durch gewisse Bedingungen und Veränderungen in den Geweben des Körpers hervorgebracht werden, die es dem Leben gestatten und es zwingen, in diesem Körper zu wirken,-  daß alles dieses jenen unsichtbaren "Schöpfern" und "Zerstörern" zuzuschreiben ist, die auf so ungenaue, verallgemeinernde Art Mikroben genannt werden. Man könnte annehmen, daß diese "feurigen Leben" und die Mikroben der Wissenschaft ein und dasselbe sind. Das ist nicht wahr. Diese "feurigen Leben" sind die siebente und höchste Unterabteilung auf der stofflichen Ebene und entsprechen im Individuum dem einen Leben des Weltalls, wenn auch nur auf dieser Ebene des Stoffes."

Während nun die Kraft, welche diese Kügelchen belebt, sich vom Licht durchaus unterscheidet, so scheint die Möglichkeit ihrer Manifestierung dennoch von der Gegenwart des Lichtes abzuhängen. Im strahlenden Sonnenscheine quillt diese Vitalität beständig neu auf und es bilden sich die Kügelchen mit großer Geschwindigkeit und in unglaublichen Mengen; bei bewölktem Himmel dagegen ist eine starke Abnahme in der Anzahl der Kügelchen zu bemerken, und während der Nacht ist, soweit wir festzustellen vermocht haben, der Vorgang ihrer Bildung vollständig eingestellt. Man kann daher sagen, daß wir in der Nacht von dem Vorrat leben, der am vorangegangenen Tage erzeugt wurde; und obwohl es praktisch unmöglich erscheint, daß dieser Vorrat jemals ganz erschöpft werden könnte, ist er doch während einer langen Reihe von trüben Tagen augenscheinlich geringer. Wenn das Kügelchen einmal geladen wurde, bleibt es als unteratomisches Element (es werden sieben Unterebenen oder Aggregatzustände der physischen Materie unterschieden: fest, flüssig, gasförmig, ätherisch, überätherisch, unteratomisch und atomisch.) bestehen und scheint keiner Veränderung und keinem Kraftverlust unterworfen zu sein, solange es nicht von einem lebenden Wesen absorbiert wird.

 

Kommentar zur Abbildung (unteratomischer Zustand):

Die sieben Perlen sind je 7 Uratome, die nach der Abbildung 7 substanzlos sind, pure Schwingung, wovon 7 Uratome positiv und 7 negativ geladen sind. Stehen sie nicht auch für die getrennte Liebe und Weisheit? Überall strömt das göttliche Leben in getrennter Form in uns ein und ist nur in der Zentralsonne, in der Gottheit selbst ungetrennt.

Was wir von Leadbeater erfahren, können wir in den Lorber-Schriften über den Sauerstoff nachlesen:

jl.ev04.118. Kapitel

   01] Sagt einmal Zinka: »Herr, ich sehe auf des Wassers Oberfläche, wie eine Unzahl feuriger Schlangen hin und her fahren; einige tauchen auch unter, doch die Schnelle ihrer Bewegung wird durch des Wassers Masse nicht gehemmt. Ich sehe bis auf den Grund des Meeres; am Grunde gibt es eine Menge Ungeheuer aller Art, auch zahllos viele Fische, und alles schnappt nach diesen feurigen Schlangen. Hat ein Fisch oder ein anderes Ungeheuer eine oder mehrere solcher Feuerschlangen in sich verschlungen, dann werden sie regsamer und lebendiger, und eine förmliche Art Wollust blitzt aus diesen Wasserwesen.
   02] Ich sehe nun diese Feuerschlangen, nur viel kleiner und minder leuchtend, auch in der Luft herumschwärmen; über der Region des Wassers sind sie am dichtesten. Vögel, die zur Nacht sich über dem Wasserspiegel zu belustigen pflegen, scheinen sie nicht sehr zu lieben; aber die Fische springen ihnen aus dem Wasser entgegen. Die auf dem Wasser herumschwimmenden aber glänzen am stärksten und haben auch eine pfeilschneLle Bewege! - Was, o Herr, ist das nun? Wie sollen wir dieses verstehen?«
   03] Sage Ich: »Das, was ihr da sehet, ist der eigentliche Lebensnährstoff, es ist das Salz der Luft und das Salz des Meeres; einstens werden die Naturweisen dieses Element den Sauerstoff nennen. Sehen werden sie ihn wohl nicht, aber wahrnehmen, und sie werden bestimmen seinen Gehalt und sein Vorhandensein nach mehr oder weniger oder auch seine gänzliche Abwesenheit.
   04] Das Wasser als das Hauptlebenselement für Pflanzen, Tiere und Menschen muß dieses Sauerstoffes am meisten in sich fassen, und namentlich das große Weltmeer. Die Tiere im Wasser könnten gar nicht leben, so das Wasser nicht stets im reichlichsten Maße mit diesem Stoffe erfüllt würde.
   05] Dieser Stoff ist ursprünglich die eigentliche Seelensubstanz und entspricht den Gedanken, bevor sie noch zu einer Idee zusammengefaßt werden. Aber so ihr einmal dieses seelischen Lebensstoffes in einer hinreichenden Menge irgend zusammengedrängt finden werdet, da wird sich auch bald irgendeine Form entweder belebt, das heißt als zart und regsam, oder aber auch ganz starr wie ein Stein oder wie ein Stück toten Holzes zeigen. Sehet nur besonders gegen die Ufer hin, und ihr werdet stellenweise ein besonderes, punktiertes Stechleuchten entdecken; das entsteht durchs Zusammendrängen des Lebensstoffes.
   06] Ihr könnet es nun sehen, wie sich unsere Feuerschlangen hie und da wie auf einen Klumpen zusammenziehen zu Hunderten und Tausenden an der Zahl. Solch ein also wie zufällig gebildeter Klumpen leuchtet dann eine Zeit äußerst heftig. Dies größere Leuchten ist der Moment des Sich-Ergreifens von einer Menge dieser Lebensfeuerschlangen; mit diesem Ergreifen ist dann aber auch schon eine Idee unter irgendeiner Form fertig.
   07] Ist die Form einmal in der Ordnung, so tritt dann eine Ruhe ein, und das besondere Leuchten hat aufgehört; aber dafür wird schon ein Geschöpf daraus. Entweder zeigt es sich in der Form eines Kristalles oder in der eines Samenkornes oder Eies oder gar schon in der Form eines fertigen Wassertierchens oder mindestens eines Wassermoospflänzchens, - aus welchem Grunde ihr auch sehr häufig die flacheren und seichteren Ufergegenden stets am reichsten mit allerlei Wasserpflanzen werdet bewachsen ersehen mit dem fleischlichen Auge. Und wo solche Pflanzenstellen sich sehr häufig vorfinden, dort wird es an allerlei größeren und kleineren Wassertieren auch keinen Mangel haben.
   08] Ihr fraget nun wohl, wer da diese Lebensgeister, von denen eins dem andern gleichsieht, modelliert zu irgendeiner entweder starren oder lebensregsamen Form?! Diese Frage wird euch am besten Mein Raphael beantworten. Komm, Raphael, rede und zeige dich praktisch!«

Zu den Worten von Leadbeater: "Wenn die Vitalität so innerhalb des Atoms aufquillt,.."

Wir folgen dem Sauerstoff nicht bis in die Milz, sondern konzentrieren uns in einer Stilleübung auf unser Herz, in dem wir der Schau von Oalim folgen und dort unseren Herrn und Meister in Jesus Christus wissen. Bewirkt das Aufquellen nicht unsere tiefe Liebe zu Ihm? Haben dies nicht bereits einige unter uns in sich selbst erlebt?

Immer wieder wird uns gesagt, daß wir in einer Stilleübung dem Atemstrom folgen sollen. Sein göttliches Leben ist im Sauerstoff enthalten und wird in unserer Lunge aufgespalten. Kraft unserer Liebeskonzentration leiten wir Uratome in das positive Bläschen unseres Herzens, in dem unser Herr und Meister wachgeküßt werden möchte. Dies bezeichnet die NO mit der Eingeburt.

Wie können wir dieses Geschehen noch verdeutlichen? Bilden sich in einem Weinglas nicht auch Resonanzen, wenn wir darüber mit einem nassen Finger streichen? Dem nassen Finger entspricht der Luftstrom, das Weinglas entspricht dem positivem Herzensbläschen (Urichgeist). Der entstehende Ton entspricht dem göttlichen Sein, das wir in uns als Liebe fühlen. Dieses Gefühl haben wir zuvor nicht gekannt. Selbst in einem hohen Glückszustand fühlen wir noch anders. Der Urichgeist reicht sein Leben  an das zweite Bläschen weiter, das für unseren Geburtsgeist steht und unser Geburtsgeist strahlt es wie ein Prisma in unsere sieben Leuchter, die sich im Kopf, Hals und entlang unserer Wirbelsäule angeordnet haben:

Leadbeater beschreibt in seinem Buch den Lebensfluß Schritt für Schritt. Die NO-Schriften kennt er aber offenbar nicht, denn sonst wäre er nicht der östlichen Lehre gefolgt, die unsere geistige Entwicklung vom untersten Zentrum bis zum Scheitelchakra verfolgt.

Hier noch einen Auszug mit Worten über die Gottkraft, die in jedem Menschen von der Erde über das Wurzelchakra einströmt:

S. 20 ff.

Die Chakras

Diese zweite Ausgießung hat sich bis ins Unendliche geteilt, und nicht nur geteilt, sondern auch diffrenziert - d.h. dem Scheine nach... Sie ergießt sich durch zahllos Millionen Stromwege, offenbart sich auf jeder Ebene und Unterebene unseres Systems und ist doch im Grunde ein und dieselbe Kraft, die nie und in keiner Weise mit der ersten Ausgießung verwechselt werden darf, die lange vorher die chemischen Elemente aufgebaut hat, die dann der zweiten Ausgießung als Material für den Aufbau ihrer Lebensträger (Vehikel) dienen. Manche ihrer Manifestationen erscheinen niederer und dichter, da sie niedrigeren und dichteren Stoff benützen. So wirkt sie sich auf der göttlichen Ebene als das Christusprinzip aus, das unmerklich und allmählich i der Seele des Menschen und sich entfaltet; ebenso sehen wir, daß sie in den Gefühls- und Gedankenkörpern verschiedene Schichten der Materie belebt, sodaß sie sich in verschiedener Weise offenbart. In der Form einer edlen Gemütserregung im höheren Teile, im niederen Teile desselben Körpers als ein bloße Aufschießen von Lebenskraft, die den Stoff dieses Körpers mit Energie lädt.

Wir konnten beobachten, daß sie auf der niedgristen Verkörperungsstufe einen Schleier ätherischer Materie um sich zieht und aus dem Astralkörper in die blumenartigen Öffnungen der Chakras einströmt, die sich an der Oberfläche des ätherischen Teils des physischen Körpers befinden. Hier begegnet sie einer anderen Kraft, die aus dem Innern des menschlichen Körpers aufquillt, - der geheimnisvollen Kraft, die Kundalini oder das Schlangenfeuer genannt wird.

Das Schlangenfeuer

Diese Kraft ist die sich auf der physischen Ebene auswirkende Manifestation eines anderen der vielfältigen Aspekte der Gott-Energie. Er gehört der ersten Ausgießung an, die vom dritten Gottes-Aspekt ausgeht, und wirkt auf allen Ebenen, von denen wir etwas wissen; doch haben wir uns gegenwärtig nur mit seiner Auswirkung in der ätherischen Materie zu beschäftigen. Diese Kraft läßt sich weder in die schon besprochene Primär-Kraft noch in die Kraft der Vitalität umwandeln, die von der Sonne herkommt, noch wird sie, wie es scheint, durch irgend eine andere Form von physischer Energie im geringsten affiziert. Ich selbst sah, wie der Körper eines Menschen mit einundeinemviertel Millionen Volt Elektrizität geladen wurde, sodaß große Flammenbündel aus seinen Fingern schlugen, wenn er seinen Arm gegen die Wand ausstreckte, wobei er aber nichts ungewöhnliches versprürte noch die geringste Verbrennung erlitt, solange er keinen außerhalb liegenden Gegenstand berührte; aber selbst dieser ungeheure Energieaufwand übte auf das Schlangenfeuer nicht die geringste Wirkung aus.

Es ist uns schon seit langem bekannt, daß sich tief im Erdinnern das befindet, was man das Laboratorium des dritten Gottaspekts nennen kann. Wenn wir versuchen, die Verhältnisse um den Erdmittelpunkt zu erforschen, so stoßen wir dort auf eine ungeheuer ausgedehnte Sphäre von solch furchtbarer Kraft, daß ein weiteres Vordringen unmöglich ist. Nur mit ihren äußeren Schichten können wir in Berührung kommen; aber schon da wird uns klar, daß sie mit der Kundalini im menschlichen Körper in Wechselbeziehung stehen. Die Kraft des dritten Gottaspekts mußte sich vor Aeonen in dieses Zentrum ergossen haben, wo sie heute noch fortwirkt. Hier schafft Er an der allmählichen  Entwicklung neuer chemischer Elemente, die eine stets wachsende Mannigfaltigkeit der Form und ein immer kraftvolleres inneres Leben, eine immer energischere Aktivität aufweisen.

Allen, die Chemie studieren, ist die periodische Tafel bekannt, die von dem russischen Chemiker Mendelejew zu Ende des letzten Jahrhunderts aufgestellt wurde und in der die bekannten chemischen Elemente in der Reihenfolge ihrer Atomgewichte angeordnet sind; sie beginnt mit dem leichtesten, dem Wasserstoff, der das Atomgewicht 1 besitzt, und endet mit dem schwersten gegenwärtig bekannten, dem Uran, mit einem Atomgewicht von 238,5. Unsere eigenen Forschungen auf diesem Gebiete haben ergeben, daß diese Atomgewichte mit beinahe vollkommener Genauigkeit der Anzahl der Uratome in jedem Element entsprechen, und wir haben in unserem Werke "Die okkulte Chemie" diese Zahlen ebenso wie die Form und den Aufbau eines jeden Elementes niedergelegt.

In den meisten Fällen weisen die Formen, die wir bei der Untersuchung der Elemente mittels des ätherischen Hellsehens gefunden haben, - ebenso wie die periodische Tabelle - darauf hin, daß die Elemente in einer zyklischen Ordnung entwickelt wurden und daß sie sich nicht längs einer geraden Linie, sondern entlang einer ansteigenden Spirale anordnen. Es wurde uns gesagt, daß die Elemente Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff - die beiläufig die Hälfte der Erdrinde und fast die gesamte Atmosphäre aufbauen - gleichzeitig einem anderen und größeren Sonnensystem angehören, wobei aber zu verstehen ist, daß die übrigen Elemente durch den Gottaspekt unseres Systems entwickelt worden sind. Diese Spirallinie seiner chemischen Entwicklung führt Er über das Uran hinaus unter Temperatur- und Druckverhältnissen fort, die jenseits unserer Vorstellungen liegen. Wenn neue Elemente gebildet wurden, werden sie allmählich auswärts  und aufwärts gegen die Erdoberfläche ausgestoßen.

Aus diesem Laboratorium des Heiligen Geistes tief unten in der Erde stammt die Kraft der Kundalini in unserem Körper und gehört so jenem furchtbaren, glühenden Feuer der Unterwelt an. Dieses Feuer steht in einem auffallenden Gegensatz zu dem Feuer der Vitalität, das, wie später ausgeführt werden wird, seinen Ursprung in der Sonne hat und der Luft, dem Licht und den weiten offenen Räumen angehört; das Feuer aber, das von unten kommt, ist von mehr stofflicher Art gleich dem Feuer rotglühenden Eisens oder geschmolzenen Metalls. Einen furchtbaren Aspekt hat diese ungeheure Kraft; ein Niedersteigen in immer größere Tiefen der Materie, das sich in einer langsamen, aber unwiderstehlichen Bewegung mit unbarmherziger Gewißheit vollzieht.

Das Schlangenfeuer gehört nicht jenem Teil der Energie des dritten Gottaspekts an, dessen er sich zum Aufbau von immer dichteren chemischen Elementen bedient. Es stellt vielmehr ein weiteres Entwicklungsstadium jener Kraft dar, die das lebendige Zentrum des Radium und ähnlicher Elemente bildet, und zählt zu jenen Erscheinungen, die durch das >Leben des dritten Gottaspekt bewirkt werden, nachdem es den tiefsten Punkt seines Herabstiegs erreicht hat und wieder zu den Höhen aufsteigt,von denen es seinen Ausgang genommen hat. Wir wissen schon seit langem, daß die zweite Lebenswoge, die vom zweiten Gottaspekt ausgeht, durch das erste, zweite und dritte Elemental-Reich bis zum Mineralreich in die Materie hinabsteigt und dann wieder durch das Pflanzen- und Tierreich zum Menschenreich aufsteigt, wo es die bis zu diesem Punkte herabreichende Kraft des ersten Gottaspektes trifft. Dieser Vorgang wird in Abb. 3 angedeutet, in welcher die linke Kurve der ovalen Figur das Herabsteigen der zweiten Ausgießung anzeigt, die ihren tiefsten Punkt auf der untersten Linie des Diagramms erreicht und dann in der rechten Kurve wieder aufwärts steigt.

 

Woran erinnern wir uns bei dem Lesen der Worte von Leadbeater und der Abbildung 3 ?  Von den ungeheuren Kräften im Erdinnern können wir in "Erde und Mond" nachlesen. Fällt uns dann nicht auch das 5. Kapitel aus dem ersten Band der Haushaltung Gottes ein?:

jl.hag1.005. Kapitel

   01] Wer Ohren hat zu hören, der höre, und wer Augen hat zu sehen, der sehe; denn siehe, Ich will euch ein gar großes Geheimnis enthüllen, damit ihr sehen möget, wie sich euer liebevollster, heiliger Vater euch von Angesicht zu Angesicht zu schauen und zu genießen brüderlich gibt. Denn die Kinder müssen eingeweiht sein in die große Haushaltung ihres Vaters von Ewigkeit her!
   02] Die Gottheit war von Ewigkeit her die alle Unendlichkeit der Unendlichkeit durchdringende Kraft und war und ist und wird sein ewig die Unendlichkeit Selbst. In der Mitte Ihrer Tiefe war Ich von Ewigkeit die Liebe und das Leben Selbst in Ihr; aber siehe, Ich war blind wie ein Embryo im Mutterleibe! Die Gottheit aber gefiel Sich in der Liebe und drängte Sich ganz zu Ihrer Liebe. Und der Liebe ward es immer heißer und heißer in Ihrer Mitte, und es drängten sich Massen und Massen der Gottheit dahin, und alle Mächte und Kräfte stürmten auf Dieselbe los.
   03] Und siehe, da entstand ein großes Rauschen, Brausen und Toben, und siehe, die Liebe ward geängstigt und gedrückt von allen Seiten, so daß die Liebe bis ins Innerste erbebte! Und die Liebe gewahrte es, und das Rauschen ward zum Tone, der Ton aber ward in der Liebe zum Worte, und das Wort sprach: »Es werde Licht!« Und da loderte im Herzen die Flamme der entzündeten Liebe auf, und es ward Licht in allen Räumen der Unendlichkeit!
   04] Und Gott sah in Sich die große Herrlichkeit Seiner Liebe, und die Liebe ward gestärkt mit der Kraft der Gottheit, und so verband Sich die Gottheit mit der Liebe ewiglich, und das Licht ging aus der Wärme hervor.
   05] Und siehe, da sah die Liebe alle Herrlichkeiten, deren Zahl kein Ende ist, in der Gottheit, und die Gottheit sah, wie dieses alles aus der Liebe in Sie überging, und die Liebe sah in der Gottheit Ihre Gedanken und fand großes Wohlgefallen an denselben. Da entzündete Sich die Liebe von neuem, und die Kräfte der Gottheit rauschten um Sie, und siehe: Die Gedanken der Liebe waren selbst Liebe und waren ohne Zahl.
   06] Da sah die Gottheit Ihre Herrlichkeit, und die Liebe empfand Ihre Macht. Und da sprach die Liebe in der Gottheit: »Lasset Uns die Gedanken der Herrlichkeit festhalten und heraustreten, daß sie frei werden und Uns empfinden und sehen, wie Wir sie empfinden und sehen und Wir sie empfanden und sahen, ehe noch das Licht ihre Formen erleuchtete!«
   07] Da ging das Wort in die Gottheit über, und Sie ward überall Liebe. Und siehe, da sprach die Gottheit zum ersten Male: »Es werde!« Und es ward ein Heer der Geister aus Gott frei, deren Zahl kein Ende hat, und die Liebe sah Sich Selbst verunendlichfältigt und sah Ihre unendliche Schönheit vollkommen.
   08] Aber alle die Wesen waren noch nicht lebendig und empfanden noch nicht und sahen noch nicht; denn sie waren noch außer der Liebe in der Gottheit fixierte Formen.
   09] Und es dauerte die Liebe, und Sie regte Sich, und das Regen stieg in der Gottheit empor, und die Gottheit gab Ihre Gefangenen der Liebe, und Liebe durchdrang alles. Und siehe, da wurden die Formen lebendig und staunten sich an und wärmten sich an den Flammenströmen der göttlichen Liebe und bekamen dadurch selbständige Bewegung und Regsamkeit! Aber sie erkannten sich noch nicht.
   10] Da sprach die Liebe abermals: »Lasset Uns machen, daß sie sich erkennen, damit sie dann Mich und durch Mich auch Dich erkennen mögen!«
   11] Da stieg wieder das Wort in der Gottheit empor, und in der Gottheit ertönte das Wort, und das Wort ward zum Gesetze, und das Gesetz war die Liebe und strömte in alle über.
   12] Und siehe, da wurden gebildet drei, und aus ihnen gingen hervor sieben! Und die drei waren gleich der Liebe, dem Lichte und der Gottheit; und die sieben waren gleich den sieben Geistern Gottes, und sie heißen und werden ewig heißen: 1. Liebet die Liebe. 2. Fürchtet die Gottheit, welche tötet, - damit ihr nicht getötet werdet. 3. Die Liebe in euch ist heilig; darum achtet euch untereinander, wie euch die Liebe in der Gottheit achtet und Freude hat an euch. 4. Jeder ist sein Eigentum und das Eigentum der Liebe Gottes; daher werde keiner dem andern zum Raube. 5. Keiner verdecke je sein Antlitz vor dem andern, damit der andere nicht wisse, wie die Liebe ist, - damit ihr seid wie die Liebe, die euch werden hieß. 6. Euer Inneres sei auch euer Äußeres, damit keine falsche Regung in euch entstehe und ihr zugrunde geht. 7. Euer Äußeres sei der getreue Widerschein eures inneren Spiegels, in welchem Sich die Liebe der Gottheit beschaut; sonst wird der innere Spiegel zerbrochen werden und eure Gestalt wird schrecklich werden.
   13] Da donnerte die Gottheit in den unendlichen Räumen den Übertretern ein fürchterliches Strafgericht, und so ward die Anbetung der Gottheit in der allerhöchsten Furcht ihnen geboten, und es ward ihnen geboten die Liebe der Liebe. Und sie wurden hinausgestellt in der höchsten Freiheit und konnten tun, was sie wollten, und nichts soll sie hindern in ihrer Freiheit und bis zur Zeit, da sie sich werden erkannt haben in ihrer Freiheit und ihrer Demut, damit das Gesetz ihr eigenes werde und sie dann vollkommen frei würden.
   14] Allein nun erkannten sie sich in ihrer großen Macht und alles überstrahlenden Herrlichkeit und Majestät und der Oberste der drei, gleich dem Lichte der Gottheit, entzündete sich in seiner Begierde, um sich der Gottheit vollends zu bemächtigen. Durch ihn entzündete sich ein großer Teil der Geister, die durch ihn wurden; und durch sie erbrannte auch die Gottheit in Ihrem Grimme gleich den zwei niederen Geistern der drei und schleuderte die böse Rotte in die Tiefe der Tiefe ihres Zornes.
   15] Und die zwei und die aus ihnen hervorgingen und die sieben, deren Zahl gerecht war, wurden gefunden in der Treue ihrer Demut und wurden aufgenommen in die Kreise der Macht Gottes; und die Liebe sah, daß sie rein waren befunden, und freute Sich in ihrer Vollendung. Und siehe, die Kraft der Gottheit in der Liebe stieg empor, und die Gottheit bewegte Sich, und die Geschaffenen nahmen wahr die Bewegung der Gottheit, und die Gottheit bewegte Sich zu Ihrer Liebe, und den Geschaffenen wurden die Augen eröffnet, und sie sahen zum ersten Male die ewige Liebe.
   16] Da staunten die Heere der Zahllosen, und es entstand ein großer Jubel und eine große Freude unter ihnen, denn sie sahen die Macht Gottes in der Liebe und sahen die Liebe in sich und auch die Kraft, die sie werden hieß, und erkannten sich und erkannten die Liebe und erkannten Gott.
   17] Nun bewegte Sich die Gottheit, und die Geschaffenen fürchteten sich vor der Gottheit, und die Liebe sah ihre Furcht und sah, daß ihre Furcht gerecht war, und die Furcht ward ihnen zum Gehorsam, und der Gehorsam war die Demut, und die Demut war ihre Liebe, und die Liebe ward ihr Gesetz, und das Gesetz ihre ewige Freiheit, und die Freiheit ward ihr Leben, und das Leben ihre Seligkeit ewiglich.
   18] Nun siehe, die ewige Liebe redete sie an, und sie verstanden das Wort! Da lösten sich ihre Zungen, und das erste Wort, das ihren Lippen entschwamm, war Liebe. Und es gefiel der Gottheit der Ton ihrer Rede; und die Gottheit ward bewegt durch die Liebe, und die Bewegung formte sich in den Geschaffenen, und die Form wurde zum Tone, und der Ton war das zweite Wort und hieß - Gott.
   19] Und nun erst waren die Geschaffenen vollendet. Und die Liebe sprach zu den Geschaffenen: »Der Erste unter euch ging verloren; daher übernehme Ich seine Stelle und werde sein unter euch ewiglich!«
   20] Da lösten sich von neuem ihre Zungen, und ihre Knie beugten sich, und sie beteten die Liebe an.
   21] Nun sieh weiter, was alles die Liebe tat, und Gott in der Liebe, und die Liebe in Gott! - Und es dauerte die Liebe der Verlorenen; aber die Gottheit erbebte in Ihrem Grimme, und es ward gehört in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes ein großer Donner. Und der Donner drang bis zum Innersten der ewigen Liebe, und die Liebe allein verstand den Donner der Gottheit, und der Donner ward in Ihr zum Worte und sprach: »Alle Macht sei Dir untertan; tue nach Deinem Gefallen und sprich 'Es werde!', und es wird sein!«
   22] Und siehe, die Liebe wurde gerührt bis ins Innerste, und es floß die erste Träne aus dem Auge der ewigen Liebe, und diese Träne floß aus dem Herzen der Gottheit und hieß und heißt und wird ewig heißen die Erbarmung.
   23] Diese Träne ward zum großen Gewässer, und das Gewässer ergoß sich in alle Räume der Unendlichkeit und ergoß sich in die Tiefe der Tiefen des Zornes der Gottheit und milderte das Feuer des Grimmes Gottes.
   24] Und siehe, der Geist Gottes in Seiner Kraft wehte sanft über den Gewässern der Erbarmung, und die Gewässer teilten sich. Und Gott sprach aus Seiner Liebe, und Seine Liebe war das Wort, und das Wort stieg in die Tiefe der Tiefen und schwebte über den Gewässern, und die Gewässer wurden geschieden wie Tautropfen und wurden verteilt in groß und klein nach der Zahl der Verlorenen, die kein Ende hat, in alle Räume der Unendlichkeit.
   25] Und siehe, der letzte Tropfen, der zurückblieb, der war der innerste der Gewässer und war der innerste der Erbarmung; und der wurde nicht verteilt, sondern blieb, wo er übrigblieb, und wurde bestimmt zum Mittelpunkte und zum Schauplatze der größten der Taten der ewigen Liebe.
   26] Und nun siehe: Dieser letzte Tropfen ward geschaffen zur Erde, die du und deine Brüder bewohnen! Und die anderen Tropfen wurden geschaffen zu Sonnen, Erden und Monden aller Art, deren Zahl kein Ende hat; und siehe, so entstanden der sichtbare Himmel mit seinen Sternen, der Sonne, dem Monde und die sichtbare Erde mit den Meeren und festem Lande!
   27] Und nun siehe und hebe deine Augen empor, und du wirst die Wunder der ewigen Liebe begreifen! Du siehst allezeit den Glanz der Sonne, das Licht des Mondes und den Schimmer und das Geflimmer der Sterne in ihren mannigfaltigsten Stellungen, die ihr Sternbilder nennt; du siehst auch die verschiedenartigsten Formationen in allen drei Reichen der naturmäßigen Erde; allein bis jetzt hat es noch niemand ergründet und recht begriffen, was und woher der Glanz der Sonne, und wie ihr dieser erteilt wurde, und das Leuchten des Mondes, und der Schimmer der Sterne und ihr Geflimmer und ihre mannigfaltigsten Stellungen, und all das Gebilde der Erde.
   28] Denn siehe, Meine Kinder müssen in alles eingeweiht werden, was ihr heiliger, liebevollster Vater all für schöne Sachen hat zum Verschenken an Seine Kinder, die Ihn erkennen und über alles ganz allein lieben und sich untereinander aus Liebe ihres Vaters wegen.
   29] Nun siehe: Als alle die Sonnen mit ihren Erden durch die Macht der erbarmenden Liebe des ewigen und unendlichen Gottes wurden, da hatten sie noch keinen Glanz, kein Leuchten, keinen Schimmer und kein Geflimmer, denn es war noch große Nacht auf den gewordenen Sonnen und Erden und Monden; aber ins Zentrum der Sonnen senkte die ewige Liebe einen kleinen Funken Ihrer Gnade und dieser Funke durchglänzte schneller denn ein großer Blitz die finsteren Massen, und siehe, sie leuchteten den Erden, und mit großem Glanze, wie sie noch leuchten zur Stunde und leuchten werden, solange der Gnadenfunke ihnen nicht genommen wird.
   30] Und siehe, da erglänzten auch die Erden und Monde und wurden verteilt zu den Sonnen in gerechter Anzahl, und die Liebe hauchte sie an durch die Kraft und Macht der Gottheit, und siehe, das Licht zitterte auf den Sonnen, die Meere der Erden wogten und wirbelten in ihren Fluten, und die Lüfte und Winde schwammen und wehten über die Erden gleich dem Geiste Gottes über den Gewässern der Erbarmung! Und die Monde erhoben sich mächtig über ihre Erden, denen sie gegeben waren wie eine Frucht dem Baume, und fingen an, um dieselben zu kreisen in weiten Kreisen als stete Begleiter ihrer Entstehungen; und wo deren viele waren, wurden sie in feste Kreise vereinigt zum Zeichen der Liebe der Kinder, die unverwandt das Angesicht ihres Vaters schauen sollen wie die Monde ihre Erden, damit sie ihrer lockeren Beschaffenheit wegen nicht aus ihren Kreisen gerissen und zerstört würden.
   31] Denn siehe, die Monde sind nicht fest, sondern sehr locker und sind gleich dem Schaume des Meeres, wenn er fester und gediegener wird, und sind kahl und ohne Wasser; und die Luft der Erde ist da wie das Wasser der Erden (Monde) und die Luft gleich dem Äther zwischen Sonnen und Erden. Und sie (die Monde) sind bestimmt, die Weltsüchtigen aufzunehmen, und zu fassen die Geister der Materie, und zu prüfen ihre Beständigkeit und sie reif zu machen zum Empfange der Gnade.
   32] Und das Feste der Erden ist der durch die Erbarmung gesänftete Zornteil der Gottheit und umschließt mit festen Banden der Verirrten Geister bis zur bestimmten Zeit ihrer unbewußten Entbindung, wo sie dann in eine zartere, aber doch immer für sie genug feste Materie, und zwar einzeln gebunden, gegeben werden, aus welcher sie erst dann durch die ewige Liebe wieder erweckt hervorgehen können; und die Meere und Gewässer sind ihrer voll, damit sie gedemütigt würden, und die Luft ist ihrer voll, damit sie geläutert würden. Und die ewige Liebe ist in allem die Form; aber der Zorn der Gottheit ist nur gedämpft auf der Erde, aber deswegen nicht aufgehoben.
   33] Dieses aber merke dir ganz besonders: In der Mitte der Sonne ruht der Gnadenfunke und gibt durch das Zornfeuer der Gottheit das Licht der Welt. In der Mitte der Erde aber befindet sich ein Zornfunke des Grimmes Gottes gleich einem Feuerdrachen und hält die bösen Rotten gefestet wie Steine, welche erst durch das Wasser der Erbarmung müssen erweicht werden, so einer wieder zu einer zweiten Probe für Freiheit und ewiges Leben soll entbunden werden. Und nun begreife das Geheimnis deines Wesens und staune über die große Liebe der ewigen Macht, wie oft Sie dich schon hat von neuem geboren werden lassen, um dich, der verloren war, fürs ewige Leben, für die Freiheit, fürs Gesetz, für die Liebe und fürs Licht und für die Anschauung Ihres Angesichtes wieder zu gewinnen; und siehe, dieses alles will Ich dir und dadurch auch vielen andern bekannt und zu erkennen geben, damit ihr doch endlich einmal einsehen möchtet, wie überaus gut die ewige Liebe sein muß, da Sie so unermüdet und so Vieles, so Großes und so Wunderbares für euch Ungehorsame tut und duldet!
   34] Siehe, so ist die Bewegung den Erden gegeben worden um ihre Sonnen und um ihre Mitte durch den Anhauch der Erbarmung der Liebe, zum Zeichen, daß die Kinder all ihr Tun sollen einrichten nach der Bewegung der Erden um die Sonnen und der Monde um die Erden, und es sollen sein die Schwachen wie die Monde, und sollen sein die Starken wie die Erde, und sollen sein die Wiedergeborenen wie die Sonne. Und sollen schauen die Schwachen die Stärke der Liebe, die sie nie fallen läßt, wenn sie wie die Monde sich unverwandt nach dem Angesichte der Liebe richten und so dieselbe nach allen Seiten umkreisen in kleineren Kreisen, aber doch durch die Kraft derselben ebenfalls in den großen Kreis mitgezogen werden; und sollen sein die Starken gleich der Erde, selbsttätig sich wendend, um sich zum Empfange des Lichtes und der Wärme aus der Gnade der Liebe, welche erleuchtet und erwärmend belebt durch die Kraft, die in ihr ist, beständig bereitzuhalten, damit sie Früchte bringen möchten aller Art aus den Werken der Liebe, an welchen sich sättigen möchten die Schwachen und erquicken möchten die Eingeborenen und ergötzen möchten die Neugeborenen; und die Neugeborenen aus den Gewässern der erbarmenden Liebe, in denen die Gnade ist vollkommen, sollen sein gleich der Sonne, und ihr Licht soll leuchten allerorten, und ihre Wärme soll beleben die Schwachen und soll befruchten die Starken zur Nahrung der Schwachen, damit eine Gemeinschaft sei unter den Kindern eines und desselben Vaters.
   35] Und siehe, noch tiefer sollst du blicken, wie und warum Ich alles so bereitet habe! Siehe, der Mond hat Flecken und viel dunkle Stellen, und die Erde hat kalte aber feste Pole, und hat hohe Berge und hat niedere Täler, und hat Quellen, Bäche, Flüsse, Ströme, Seen und kleine und große Meere; und die Sonne hat Flecken, große und kleine. Nun sieh, dieses alles sind Wirkungen der Liebe und der Gnade, oder der entsprechenden Wärme und des Lichtes, welches alles die ewige Liebe und die Macht der Gottheit durch Sie ist. Daher siehe die Schwachen und den Mond, wie sie sich gleichen, und dir wird sein Wesen aufgeschlossen; betrachte die Starken nach allem ihrem Tun, und vor deinen Augen wird die Erde enthüllt liegen; und von einem Pole bis zum andern Pole muß die starre Ruhe des Geistes in der Liebe zur Liebe dasein, damit sich alles, das den Geist umgibt, in einer steten Ordnung bewegen und dadurch für den gemeinsamen Zweck der ewigen Erhaltung tätig sein kann. Denn siehe, von der Ruhe hängt alles ab; ohne diese kann nichts erreicht werden, und wer nicht ist wie die Pole der Erde, der durchdringt nicht sein Innerstes, wie die Linie zwischen den Polen das Zentrum der Erde. Und eure Liebe muß kalt sein wie das Eis der Pole, damit ihr fähig seid, alle Wärme der göttlichen Liebe aufzunehmen. Denn siehe, was warm ist, ist nicht geschickt zur Aufnahme der Wärme; aber was kalt ist in seiner Ruhe, das ist fähig, die Wärme aufzunehmen in der Fülle und ausströmen zu lassen in alle Teile des Lebens. Denn siehe, wer die Wärme aufnimmt, welche die Liebe Gottes ist, behält sie in sich fest und läßt sie nicht weiterströmen, der ist ein Geiziger und wird aufgelöst in sich und wird sich zerstören wie das Eis am Feuer; wer aber sie empfängt wie die Pole und gibt sie alsogleich wieder an alle, die um ihn sind nahe und ferne, bei dem ist die göttliche Liebe am rechten Platze und entspricht ganz dem Willen des großen und heiligen Gebers.
   36] Diese Liebe wird viele Früchte bringen und wird sich aufschwingen zum Lichte der Gnade und wird schauen unverwandten Blickes die unermeßlichen Tiefen der Gottheit gleich den Polen, welche in die unendlichen Räume der Schöpfungen der Liebe Gottes hinausblicken, und mit weitgeöffneten Augen die sanften Strahlen aus der Unermeßlichkeit aller unendlichen Räume, in welchen zahllos die Wesen der Erbarmung kreisen, jegliches nach seiner Art, in sich saugen und dadurch vor Entzückung und Wonne in ihrer Liebe zur Liebe und für die Liebe sich entzünden und gleich einer Sonne selbstleuchtend werden gleich dem Lichte der Pole der Erde.
   37] Daher, wer beständig bleibt in der Mitte der Liebe der Erkenntnis, was die Gnade ist, dessen Lenden werden glühen vor Liebe aus Gott wie der Gürtel der Erde, und seine Augen werden leuchten vor Erkenntnis wie die Pole, und seine Arme werden sich bewegen wie die Flüsse, Bäche und Quellen, und die Handlungen werden zuströmen den Meeren der göttlichen Erbarmungen, die gesalzen sind mit der Gnade und mit den Erkenntnissen der ewigen Liebe und des ewigen Lebens.
   38] Nun, da habt ihr den Schlüssel, um zu eröffnen und zu durchschauen die Erde, die euch trägt.

Wenn wir nun den 12. Absatz nehmen, dann sind die drei Aspekte in der Abbildung die Liebe, das Licht und die Gottheit. Jetzt überspringt Leadbeater mangels Unkenntnis der NO die nächsten Halbsätze: "und aus ihnen gingen hervor sieben...und die sieben waren gleich den sieben Geistern Gottes".

Kürzen wir es ab: Die Kraft dieser Ausgießung auf dem Rückwege ist Kundalini. Sie ist die Kraft der gefallenen Satana oder in unserem Falle: Diese Kraft ist der Teil, der in uns mit Satana gefallen ist. Wir können den linken Arm der Abbildung 3 auch als die Gottliebe sehen, den rechten Arm als das Gottlicht oder als die Gottweisheit und den mittleren Arm in dem absteigenden Teil als Geburt und Werdung Satanas oder von uns im Stadium des Hermaphroditenseins bis zu unserem tiefsten Fall. Der aufsteigende Teil des mittleren Armes entspricht  unserer Entwicklung aus der Erde, aus dem Mineral- Pflanzen- und Tierreich, in dem Überreste aus unserer ersten Werdung durch unseren Geburtsgeist mit des Herrn Hilfe gerettet worden sind.

So müssen wir auch die folgenden Worte Leadbeaters lesen:

Wir sehen nun, daß auch die Kraft des dritten Gottaspektes, nachdem sie ihren tiefsten Punkt erreicht hat, sich wieder aufwärts wendet, und so müssen wir uns vorstellen, daß die mittlere senkrechte Linie in unserer Abbildung wieder den gleichen Weg nach oben einschlägt. Die Kraft dieser Ausgießung auf dem Wege der Rückkehr ist Kundalini. Diese arbeitet in engem Kontakt mit der schon besprochenen Primär-Kraft und das Zusammenwirken beider Kräfte bringt die Körper der sich entwickelnden Wesen bis zu dem Punkte, wo sie die Ausgießung des ersten Gottaspekt empfangen und so ein Ego, ein menschliches Wesen werden können; und auch noch über diese Stufe hinaus treiben sie die Entfaltung der Körper weiter. So ziehen wir aus der Erde unten wie aus dem Himmel oben die mächtige Kraft Gottes; wir sind in gleicher Weise Kinder der Erde wie Kinder der Sonne. Beide Kräfte treffen einander in uns und wirken gemeinsam für unsere Entfaltung. Eine kann nicht ohne die andere in uns wohnen; wenn aber die eine allzusehr überwiegt, stellen sich ernste Gefahren ein und deshalb ist es sehr gewagt, die tieferen Bereiche des Schlangenfeuers zur Entfaltung zu bringen, bevor das Leben des Menschen entsprechend rein und geläutert ist.

Gar viel hören wir über dieses seltsame Feuer und die Gefahr seiner vorzeitigen Erweckung; zweifellos beruht auch vieles davon auf Wahrheit und tatsächlich wird schweres Unheil heraufbeschworen, wenn die höheren Aspekte dieser wilden Energie im Menschen erweckt werden, bevor die Kraft gewonnen hat, sie zu beherrschen, und bevor er sich die notwendige Reinheit des Lebens und Denkens erworben hat, um eine so ungeheuerliche Kraft ohne Gefahr in sich freizusetzen. Kundalini spielt aber eine viel größere Rolle im täglichen Leben, als es die meisten von uns bisher angenommen haben. Sie weist eine viel niedrigere und freundlichere Manifestation auf, die in uns allen schon erweckt ist, die nicht nur unschädlich, sondern sehr wohltätig wirkt und die ihr zugeteilte Arbeit Tag und Nacht verrichtet, ohne daß man sich ihrer Gegenwart und Tätigkeit irgendwie bewußt wird. Natürlich hatten wir diese Kraft schon beobachtet - sie strömt die Nerven entlang - , doch nannten wir sie einfach das Nervenfluidum und erkannten nicht ihr wahres Wesen. Wenn wir versuchen, sie zu analysieren und bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen, so können wir feststellen, daß sie in den menschlichen Körper durch das Wurzelchakra eintritt.

Wie alle anderen Kräfte ist auch Kundalini selbst nicht sichtbar; im menschlichen Körper hüllt sie sich jedoch in eine Anzahl konzentrischer Hohlkugeln von astraler und ätherischer Materie, die seltsam, ähnlich wie die Ballen eines chinesischen Geduldspieles, in einander geschachtelt sind. Anscheinend sieben solcher konzentrischer Kugeln sind im Innern des Wurzelchakra, und zwar ganz nahe am Steißbein teils innerhalb des letzten Hohlraumes oder Zelle des Rückgrates, teils rund um  diesen angeordnet. Beim Durchschnittsmenschen ist die Kraft jedoch nur in der äußersten dieser Kugeln tätig; in den anderen "schläft" sie, wie es in  manchen orientalischen Werken heißt. Nur wenn ein Mensch versucht, die latente Energie in den inneren Schichten zu erwecken, beginnen die gefährlichen Feuerphänomene in Erscheinung zu treten. Das harmlose Feuer der äußeren Hülle fließt längs der Wirbelsäule aufwärts, und zwar - soweit die Forschungen bisher ergeben haben - zugleich entlang dreier Kanäle Suschumna, Ida und Pingala.

Verkennen wir nicht daß die Schlangenkraft auch eine Gottkraft ist, die aber mit allem Gefallenen noch behaftet ist. Die Summe der Vitalkraft und der Schlangenkraft bilden unser Leben. Als Christen müssen wir die Zentren nicht von unten entwickeln, sondern können den Weg erheblich abkürzen, wenn wir uns an Jesus Christus in unserem Herzen wenden. 

Hervorheben möchte ich auch die fettgedruckten Worte von Leadbeater:

"Kundalini spielt aber eine viel größere Rolle im täglichen Leben, als es die meisten von uns bisher angenommen haben. Sie weist eine viel niedrigere und freundlichere Manifestation auf, die in uns allen schon erweckt ist, die nicht nur unschädlich, sondern sehr wohltätig wirkt und die ihr zugeteilte Arbeit Tag und Nacht verrichtet, ohne daß man sich ihrer Gegenwart und Tätigkeit irgendwie bewußt wird".

 

Lothar, 1.3.2001.