Lieber ,
nachstehendes Mail ist bei mir noch nicht wieder angekommen. Ich hatte es an die Freundesliste geschickt. Ist es bei Dir auch nicht angekommen?
Liebe Grüße
Lothar
----- Original Message -----
From: A.u.L.Bross
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Monday, March 04, 2002 9:42 PM
Subject: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Wiedergeburt und/oder Kindschaft

Lieber , 

Ich freue mich, daß Du Dich anbietest,  meine von Karl Dvorak erworbenen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Herzlichen Dank. 

Im folgenden sind Deine Worte in roter Schrift wiedergegeben. Du fragst: 

Soll unser Ziel das Streben nach "geistige Wiedergeburt" sein  o d e r  gleich besser und direkter das Streben nach dem hohen Ziel der "Kindschaft Gottes"? 

Deine Frage enthält  bereits eine Antwort. Ist es nicht besser, gleich die Kindschaft Gottes anzustreben? Natürlich ist dies besser, wenn uns diese Gnade wie den Jesu-Jüngern  oder dem Saulus zuteil wird. Wir leben aber in einer anderen Zeit. Das Christentum hat sich bereits durchgesetzt. Den Pfingstgeist müssen wir uns durch unser Leben erwerben. 

Die Kindschaft Gottes setzt den Erwerb des Pfingstgeistes voraus. Wie wir ihn erwerben, hat uns Jesus in Seinen Erläuterungen durch die Neuoffenbarung aufgedeckt. 

Das Streben nach der "Kindschaft bei Gott" (Entwicklung des Pfingstgeistes: gegeben von Jesus) ist das wirkliche christliche Ziel

Dies ist aber ein sehr weit gestecktes Ziel. Es setzt doch das Einströmen des Pfingstgeistes voraus. 

Das Streben nach "geistiger Wiedergeburt" ist im Vergleich damit das allgemein-menschliche Ziel, das den Religionen, die älter sind als das Christentum, z.B. dem Hinduismus und dann auch dem Buddhismus, wesenseigen sind.  

Da gebe ich Dir recht, diese Vorgabe bestand schon zu allen Zeiten. Diese Vorgabe ist für mich aber nicht ein allgemein-menschliches Ziel, sie ist vielmehr eine Voraussetzung dafür, um wieder in Seine Himmel zurückzufinden.

Ein Streben nach "geistiger Wiedergeburt" hat als Werkzeug oder Mittel (vielleicht sogar in erster Line) die Versenkung, die Meditation verfügbar. Für ein Streben nach der "Kindschaft bei Gott" ist aber Meditation gar nicht nötig: deshalb wird auch erst gar nicht von ihr in der NO gesprochen.

Hierin irrst Du, lieber GerdFred. Die Kindschaft Gottes wird uns nicht geschenkt. Wir müssen sie uns erwerben. Der Erdenweg genügt nicht. Es genügt auch nicht , dass wir Jesus als unseren Gott und Vater erkennen. Zwischen diesem Erkennen und der Kindschaftseigenschaft steht noch unsere ungereinigte Seele. 

Denke bitte an folgende Jesu-Worte aus der Jugend Jesu (habe bitte Nachsicht, ich setzte diese Mail wieder in die Lebensstufen.de, um auch anderen zu helfen, deswegen ist der volle Wortlaut geboten):

Vorrede, von Jesus Christus selbst kundgegeben

   »Ich lebte die bekannte Zeit bis zum dreißigsten Jahre geradeso, wie da lebt ein jeder wohlerzogene Knabe, dann Jüngling und dann Mann, und mußte durch den Lebenswandel nach dem Gesetze Mosis die Gottheit in Mir, wie ein jeder Mensch Mich in sich, erst erwecken. - Ich Selbst habe müssen, so gut wie ein jeder andere ordentliche Mensch, erst an einen Gott zu glauben anfangen und habe Ihn dann stets mehr und mehr mit aller erdenklichen Selbstverleugnung auch müssen mit stets mächtigerer Liebe erfassen und Mir also nach und nach die Gottheit erst völlig untertan machen. - Also war Ich, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen, und so kann nun deshalb auch ein jeder Mensch Mich geradeso anziehen, wie Ich Selbst die Gottheit in Mir angezogen habe, und kann mit Mir selbständig ebenso völlig eins werden durch die Liebe und durch den Glauben, wie Ich Selbst als Gottmensch in aller endlosen Fülle vollkommen Eins bin mit der Gottheit.
   Auf die Frage, wie die Kindes-Wunder Jesu und dessen göttlich-geistige Tätigkeit mit Seinem gleichsam isolierten Menschsein in den Jünglings- und Mannesjahren und in diesen wieder die in denselben verrichteten Wunder zusammenhängen, wenn man sich Ihn in diesen Jahren nur als Mensch denken solle? - diene als Antwort: der Anblick eines Baumes vom Frühjahre bis in den Herbst. Im Frühjahre blüht der Baum wunderbar, und es beherrscht ihn eine große Tätigkeit. Nach dem Abfalle der Blüte wird der Baum wieder, als wäre er untätig. Gegen den Herbst hin aber erscheint der Baum wieder in seiner vollsten Tätigkeit, - die Früchte, die sicher wunderbaren, werden gewürzt, gefärbt, schöner denn vorher die Blüte, und also gereift, und der ihnen gegebene Segen wird seiner Bande los und fällt als solcher in den Schoß der hungrigen Kindlein. - Mit dem Auge des Herzens wird man imstande sein, dies Bild zu fassen, aber niemals mit den Augen des Weltverstandes. - Die fraglichen Stellen, ohne der Gottheit Jesu nahezutreten, sondern ist diese im Glauben des Herzens, der da ist ein Licht der Liebe zu Gott, festzuhalten, - lassen sich nur zu leicht erklären, sobald man aus dem Herzen heraus rein wird, daß die volle Einung der Fülle der Gottheit mit dem Menschen Jesus nicht auf einmal, wie mit einem Schlage, sondern - wie alles unter der Leitung Gottes - erst nach und nach, gleich dem sukzessiven (allmählichen) Erwachen des göttlichen Geistes im Menschenherzen, und erst durch den Kreuzestod vollends erfolgt ist; obschon die Gottheit in aller ihrer Fülle auch schon im Kinde Jesus wohnte, aber zur Wundertätigkeit nur in der Zeit der Not auftauchte.
   Der leibliche Tod Jesu ist die tiefste Herablassung der Gottheit in das Gericht aller Materie und somit die eben dadurch mögliche vollends neue Schaffung der Verhältnisse zwischen Schöpfer und Geschöpf. Durch den Tod Jesu erst wird Gott Selbst vollkommen Mensch und der geschaffene Mensch zu einem aus solcher höchsten göttlichen Gnade neu gezeugten Kinde Gottes, also zu einem Gotte, und kann erst also als Geschöpf seinem Schöpfer als Dessen vollendetes Ebenmaß gegenüberstehen und in diesem seinen Gott, Schöpfer und Vater schauen, sprechen, erkennen und über alles lieben und allein dadurch gewinnen das vollendete ewige, unzerstörbare Leben in Gott, aus Gott und neben Gott. Dadurch ist aber auch des Satans Gewalt (böser Wille) dahin gebrochen, daß er die vollste Annäherung der Gottheit zu den Menschen, und umgekehrt eben also zur Gottheit nicht mehr verhindern kann. Noch kürzer gesagt: Durch den Tod Jesu kann nun der Mensch vollends mit Gott fraternisieren (wie ein Bruder verkehren), und dem Satan ist da kein Zwischentritt mehr möglich; darum es auch im Worte zu den grabbesuchenden Weibern heißt: »Geht hin und sagt es Meinen Brüdern!« - Des Satans Walten in der äußeren Form mag wohl stets noch bemerkbar sein, aber den einmal zerrissenen Vorhang zwischen der Gottheit und und den Menschen kann er ewig nicht mehr errichten und so die alte unübersteigbare Kluft zwischen Gott und den Menschen von neuem wiederherstellen. -
   Aus dieser kurzen Erörterung der Sache aber kann nun jeder im Herzen denkende und sehende Mensch sehr leicht und klar den endlosesten Nutzen des leiblichen Todes Jesu einsehen. Amen.«

Auch Jesus hat also Seine Seele vervollkommnen müssen, bevor Er  Seinen Weisheitsgeist mit dem Vater-Liebegeist wieder vereinigen konnte. Du setzt Dich gerade mit Hans über das Ostergeschehen auseinander. Ich habe sie in die Lebensstufen.de gesetzt. Ich werde aber auch hierzu noch etwas sagen, weil ich mit Euren Äußerungen noch nicht ganz einverstanden bin. 

Ich empfehle in diesem Zusammenhang, den Artikel "Menschwerdung Gottes" von Gerd Kujoth zu lesen: Lebensstufen.de; Lorberfreunde; zur Seele von Jesus.

Denke bitte in diesem Zusammenhang auch daran, was Jesus von Sich Selber ausgesagt hat: 

Der ,Sehr Schwache' (Der siebente Jünger) {6. Dezember 1840, Vormittag von 1/2 10 bis 3/4 12 Uhr}  

Schreibende: C. L., S., And. u. Ans. H.

Heute offenbarte der Herr Nachstehendes durch den Mund Seines Knechtes, nachdem früher das Nebenwort "An den sehr Schwachen" (Siehe Kundgabe vom 4. Novernber 1840 (,Himmelsgaben', Band 1, S. 187 ff}., gelesen wurde:

   01] Ihr werdet alle doch wohl verstehen, daß nicht Ich als das allerhöchste Wesen, als Gott von Ewigkeit und als Vater aller Menschen, Geister und Engel solche Dinge, wie die eben erwähnten es sind, in der Wirklichkeit selber begehe, um Mir hernach in eurem Angesichte gleich einem Doppelgänger solche Vorwürfe zu machen und Mich gewisserart Selbst zu ermahnen, Mich in allem diesem zu bessern, das Ich doch niemals begangen habe. So ihr über dieses wenig Gesagte nachdenket, - wird euch nicht von selbst die fast undenkliche Frage sich aufwerfen: Ja, kann denn Gott auch sündigen, da Er doch Gott ist, wie in Seinem Heiligtums so auch in Seiner Weisheit und ebenso in Seiner Liebe? Woher demnach eine solche Beschuldigung gegen Sich Selbst? Allein, saget ihr nicht selbst, daß Meine Wege unergründlich und Mein Rat unerforschlich ist? Ja, seht, so ist es auch! Es hat von der ganzen Ewigkeit her noch nie jemand Meinem Rate beigewohnt, und keines Engels Auge wird je schauen die geheimen Wege Meiner Weisheit und Meiner Liebe.
   02] Damit ihr aber diesen siebenten Jünger wohl begreifen möget, so will Ich auf einen kurzen Augenblick eure Gefühle zurückführen in die große Zeit der Menschwerdung Meiner Liebe. Und wie von dort aus alles Licht und alle Hilfe in die Welt gekommen ist, so soll auch eben dieses Licht euch wohl erleuchten das Inwendige einer kleinen Haselnuß, die Ich, euer Vater, in diesem siebenten Jünger oder in dem Sehr Schwachen euren Zähnen zum Aufknacken unterschoben habe.

03] So fraget auch da Meine Liebe: Du reinstes Wesen Gottes, das nie auch nur des allergeringsten fehlerhaften Gedankens fähig ist, wie ist es und wie war es möglich, Dich vom Vater zu trennen, um Dich mit allen Sünden und mit aller ihrer Scheußlichkeit auf der Welt zu beladen, um Deinem Vater oder der Heiligkeit Gottes zu erscheinen in einem ärgeren Lichte als derjenige selbst, durch den alle Bosheit in die Welt gekommen ist? - Wie konntest Du zum Mörder aller Mörder werden? Wie konntest Du zum Ehebrecher aller Ehebrecher werden? Wie konntest Du zum Lügner aller Lügner werden? Ja, wie konntest Du zum größten Verächter der Heiligkeit Gottes werden? Ja, wie konntest Du alle großen und kleinen Sünden auf Dich nehmen vom Anfange der Welt und bis ans Ende derselben, da Du doch die Liebe Gottes Selbst warst, und der Vater in Dir, wie Du im Vater, und der Gott in Dir, wie Du in Gott? Und wie konnte die Gottheit vor aller Welt aus den Himmeln bei Deiner Taufe im Jordan zu Dir sagen: Das ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören!? -
   04] Sehet, ihr könnt da denken, wie ihr wollt, so werdet ihr nichts Verständliches herausbringen. Und wird euch nicht, je tiefer ihr die Sache verfolgt, auch um desto rätselhafter werden, so ihr das recht ans Licht ziehet und so recht tief in euch denket, wie es möglich ist, daß gerade das allerreinste Wesen Gottes, ja das Leben in Gott Selbst, welches ist das Leben alles Lebens und das Licht alles Lichtes, sich wohl so arg beladen mochte mit dem Tode alles Todes und mit der Finsternis aller Finsternis? -
   05] Sehet, wenn ihr das begreifen könnet, so wird euch diese kleine gebotene Haselnuß so leicht verständlich vorkommen, als wäre sie ganz enthüllt vor euer Herz gelegt worden. Allein, das ist der große Schritt, den ein jeder in seinem Herzen zu machen hat und helfe, der ewigen Liebe das Kreuz tragen, damit er dereinst Teil haben möchte an dem großen Werke der bis jetzt noch immer unbegriffenen Erlösung, der Überwindung des Todes und der Auferstehung. Darum habet acht und begreifet zuerst dieses große Geheimnis, und ihr werdet darinnen jede einzelne Pore des Sehr Schwachen hell erleuchtet erblicken. -
   06] Daß die Welt von Anbeginn in allerlei Argem war, wißt ihr; - und durch wen und wie sie in solches gekommen ist, wißt ihr auch. Aber wie die Welt in ihrem Argen hätte bestehen können vor Gott, das ist eine andere Frage. Sehet, die Welt war also tot in ihrer Bosheit und konnte sich somit unmöglich mehr selbst richten nach der unantastbaren Heiligkeit Gottes. Sie mußte daher beständig aus der Barmliebe Gottes gerichtet werden, damit sie bestehen mochte als das wenigstens, was sie war; aber saget ihr selbst, wie ist ein gerichtetes Ding, ist es tot oder lebendig? –
 

07] Da kann Ich euch nichts anderes sagen, als euch mit einer Frage behilflich entgegenkommen: Ist ein Automat tot oder lebendig? Eure Antwort kann unmöglich anders ausfallen, als daß ihr saget: Ein Automat ist tot, und seine Bewegung ist nichts als eine künstliche Richtung des Mechanikers. Und sehet, gerade so verhielt es sich auch mit der argen Welt vor der Erlösung. Sie war bloß ein durch Meine Barmliebe immer gerichteter Automat. Aber so ihr einen sonst recht possierlich schönen Automaten vor euch hättet, dem die Kunst des Bildners sowohl, als die des Mechanikers alles gegeben hätte, daß ihm nichts abginge als nur das selbständige Leben, um ein Mensch in aller Vollkommenheit zu sein, - ja würdet ihr da nicht sehnlichst wünschen nicht nur das künstliche Leben diesem Automaten, sondern ein wirkliches selbständiges Leben? Und wäret ihr fähig, wie Ich es bin, so würdet ihr euch mit eurem Leben im Geiste selbst hineinziehen in den Automaten und würdet somit alle seine Mängel und innerlichen Gebrechen notwendig an euch ziehen und euch gewisserart mit denselben bekleiden.
   08] Sehet, wie war es denn nun da zu tun, da Ich nur allein das Leben bin und das Leben habe in und aus Mir, um der beständig zu richtenden Welt ein wahres freies und nicht bloß mechanisches Leben zu geben?
   09
] Sehet, da mußte die Liebe sich trennen von Gott oder der urewigen heiligen Kraft, aus der sie ewig geboren ward und die Kraft Gottes ewig aus ihr. Also dieses ewige Leben aus sich selbst oder aus der urewigen Kraft Gottes mußte einen Bruch machen mit Gott und mußte sich niedersenken zur toten Welt und anziehen das Sterbliche derselben, damit das Sterbliche dadurch die Sterblichkeit verliere und wieder frei lebendig werde in und aus dem Leben aus Gott, welches ist das Leben alles Lebens, da Gott Selbst ist in diesem Leben und das Leben selbst in Gott. Und so ist aber das Leben von Gott ausgegangen, hat sich mit der Sterblichkeit des Fleisches bekleidet, damit dadurch alles Fleisch möchte frei lebendig werden in sich durch das Leben aus Gott, wie Gott Selbst lebendig ist von Ewigkeit durch dasselbe ewige Leben der Liebe in Sich. -
   
10] Sehet, das ist nun das große Geheimnis, warum die Liebe Gottes im Menschen sich selbst gemacht hat zur allerartigen Verbrecherin und Sünderin, damit da nicht nur ein Fleisch, sondern alles Fleisch mit dem Leben aus Gott durchwirket werden mochte. Und diese nun so mit aller Schuld überladene Liebe mußte sich dann im Gegensatze vor der Heiligkeit Gottes vermöge der an sich genommenen allgemeinen Schuld oder Sterblichkeit eben auch bis auf den alleräußersten Punkt aller Punkte demütigen und mußte ertragen jeden erdenklichen Vorwurf, um dadurch sich mit Gott wieder vereinigen zu können, wie auch alles das dem Vater oder der Heiligkeit Gottes lebendig wieder anheimzustellen, was zwar lebendig dereinst aus Gott gegangen ist, aber sich tot gemacht hat durch die eigenwillige und hochmütige Losreißung von Gott - oder von Seiner ewigen Ordnung

11] Sehet, nachdem ihr dieses doch so ziemlich mochtet begriffen haben, so will Ich euch nun auch ein wenig mit den Vorwürfen bekannt machen, die Mir da notwendigerweise von der Heiligkeit Gottes gemacht wurden, damit ihr da etwas erfahret, was die Welt bis zur gegenwärtigen Minute noch nicht erfahren hat. -
   12] Ihr wißt, daß alles, was da erschaffen wurde in der ganzen Unendlichkeit, laut des Zeugnisses Meines lieben Johannes durch Mich gemacht und erschaffen wurde. Nun nehmet aber die böse gewordene Welt, die dadurch von der Heiligkeit Gottes immer verdammt ward, daß Ich als der Hervorbringer solcher Verdammlichkeit somit auch von der Heiligkeit Gottes diesen Vorwurf notwendig teilen mußte, da die Welt und alles, was in ihr ist, nicht durch sich, sondern durch Mich einzig und allein ins Dasein gerufen wurde. Da also die Welt schnurgerade entgegen war der Heiligkeit Gottes, wie war hernach das Bestehen der Liebe, die solches hervorgerufen hatte, das die Heiligkeit Gottes verdammen mußte, anders als ein selbstverdammliches? - Nun denket euch all die namenlosen Taten der Menschen. Sehet, aller dieser Taten wegen mußte Ich verdammt sein von der Heiligkeit Gottes, weil die Taten selbst verdammt waren als Erscheinungen in der Welt, die aus Mir hervorgegangen ist. Was war da zu tun?
   13] Sehet, nur zwei Wege standen Mir offen, nämlich der Weg nach oben, und der Weg nach unten, das heißt: Ich kehre zu Gott zurück, werde Eins mit Ihm und vernichte durch die Kraft Seiner Heiligkeit alles das, was aus Mir hervorgegangen ist - oder aber Ich trenne Mich mit allem Vorwurf beladen, mit der höchsten Verdammlichkeit, von Gott, belebe und heilige da Meine Werke und tue in Meiner unendlichen Demütigung Genüge der ebenso unendlichen Heiligkeit Gottes. -Sehet, wenn Ich nicht die ebenso unendliche Liebe selbst wäre, wie Gott die unendliche Heiligkeit selbst ist, so hätte Ich freilich das erste getan. Allein Meine Liebe vermochte das Unaussprechliche aussprechlich zu machen, verleugnete ihre Heiligkeit und machte sich unheilig, da sie sich belastete mit aller Schuld, und somit auch mit des Todes schwerster Bürde.

14] Allein, ihr wißt die Begebenheit, als Ich in dem Garten Gethsemani an dem sogenannten Ölberge zu Gott, von dem Ich Mich der Welt wegen getrennt habe, betete. Sehet, da erst erwachte vollends die große Blindheit Meiner Liebe und sah mit dem entsetzlichsten Grauen zwischen Sich und Gott die unendliche Kluft; allda bereute Ich im Ernste, daß Ich Gott verließ und zum toten Werke Meiner eitlen Lust Mich gewendet habe, - und damals stand die ganze Schöpfung in der großen Schwebe zwischen Sein und dem ewigen Nichtmehrsein. Denn entweder trinke Ich den Kelch, so besteht die Welt und alles, was auf ihr ist - oder Ich setze den Kelch zur Seite und die Welt und alles unter ihr wird zunichte in dem Augenblick, da Ich den Kelch zur Seite setze.
   15] Aber sehet, eben da, wo die Liebe und das Leben in der unendlichen Entfernung von Gott schwach geworden ist, da erbarmte sich Gott Seiner Liebe selbst, stärkte Sie und gebot Ihr, den vorgesetzten Kelch zu leeren, und sprach insgeheim zu Ihr: "Noch sind zwischen Mir und Dir die Extreme der Unendlichkeit nicht berührt; daher senke Dich hinab in die äußerste Tiefe des Todes, welcher ist die äußerste Grenze im Gegensatze zu Meiner Heiligkeit, damit Ich Dich da wieder erfassen kann, da der ewige Kreis Meiner Heiligkeit sich schließt." - Sehet, so ging Ich dann geduldig diesem Ziele entgegen, allwo Ich in dieser unendlichen Entfernung von Gott am Kreuze ausrief: Mein Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?" - und ferner: "Es ist vollbracht!" und "In Deine Hände empfehle Ich Meine Seele" - oder die Seele alles Lebens, oder die Seele, aus der alles, was da ist, hervorgegangen ist. -
   16] Sehet, nun werdet ihr, so ihr dieses ein wenig bedenket, wohl einsehen, wie Ich bei euch Sündern der Sehr Schwache bin, und wie Ich Mir noch immer muß von der Heiligkeit Gottes an eurer Statt in irgend einer vorgestellten menschlichen schwachen Beschaffenheit Vorwürfe machen lassen, um euch jeden sonderheitlich neuerdings wieder zu erlösen und einzuführen lebendig in die Heiligkeit des Vaters. Sehet, ein solcher Mensch, dessen Ich Mich bediene und gewisserart seine Wesenheit anziehe, um dadurch eure Mängel verhüllt zu tragen, gleicht dem Simon von Cyrene und könnte ebenfalls großen Lohn erreichen, so er Mir willig auf eine kurze Zeit nur hätte das Kreuz ein wenig tragen helfen. Allein der Mensch ist schwach und fürchtet jede Last, am allermeisten aber die Last des Kreuzes; und daher bleibt Mir denn wieder nichts anderes übrig zu tun, als was Ich dereinst tat, nämlich für alle das Kreuz Selbst zu schleppen.

17] Es muß euch demnach in dem Nebenworte an den 'Sehr Schwachen' ebensowenig beirren das persönlich anpassend Scheinende, als es euch beirren möchte, so ihr zum Beispiel die ganze Lebensgeschichte des Hohenpriesters Kaiphas oder die des Pilatus, oder die des Iskariot, oder sogar die eines römischen heidnischen Kaisers Nero, und anderer ähnlicher größerer und kleinerer Sünder nicht zu gedenken, vernehmen möchtet; denn sehet, mit allen diesen Vorwürfen mußte Ich Mich von jeher beladen lassen. Und ebenso bin Ich nun für euch wieder beladen mit allen euren Schwächen und Mängeln und trage sie für euch in dieser euch etwas fremdartigen Umhüllung, damit, wie ihr schon wißt, euch nicht Schaden geschehe an eurer Seele, so ihr wissentlich, das heißt, eurem Fleische nach gleich einem Judas Iskariot mit Mir in die geheimnisvolle Schüssel des zu bewirkenden Lebens greifen möchtet.
   18] So ihr aber wollt, so nehmet dieses Nebenwort unter dem Namen des ,Sehr Schwachen' zu euch; gehet es - wohlgemerkt! - in eurem Herzen von Punkt zu Punkt durch und erkläret es euch nach dem, was ihr jetzt vernommen habt. Ich habe euch nun gegeben den Schlüssel gleich einem Petrus zu Meinem Reiche. Dieser ,Sehr Schwache' ist Mein verhülltes Reich in euch. Eröffnet es mit diesem Schlüssel, und ihr werdet Wunder schauen, und wahre geistige Wunder in und an euch entdecken.
   19] Sollte jemandem darinnen trotz alles seines Prüfens noch immer etwas verhüllt erscheinen und hart, wie einst den Aposteln die euch bekannte harte Lehre, so wendet euch in aller Liebe zu Mir, und seid versichert, daß Ich euch nicht im Stiche lassen werde. Denn nun sage Ich nicht mehr: Gehet zu Meinem Knechte und vernehmet in diesem Punkte durch seinen Mund Meine Gnade, sondern nun sage Ich: Kommet treuen Herzens zu Mir, damit Ich
Selbst euch die Gnade gebe und euer Mund ebenfalls ausspreche das geheiligte Verständnis eures Mir zubereiteten Herzens. Obschon es euch freisteht, sich zu erkundigen beim Knechte, so werdet ihr aber doch aus seinem Munde nichts erfahren als das, was Ich in euch durch eure Liebe zu Mir Selbst aussprechen werde Amen. Das sage Ich der Wahre Siebente Amen. - - - 

Diesen Bruch haben wir auch einmal alle vollzogen. Unser Geburts- oder Weisheitsgeist hat sich von dem Liebegeist getrennt, der seit der Erlösertat von Jesus für uns eine neue Qualität erhalten hat, denn in diesem Liebegeist steckt der Pfingstgeist, den es in der Alten Schöpfung noch nicht gab.

Zur Kindschaft Gottes gelangen wir also erst, wenn wir unsere Seele gereinigt haben und der Pfingstgeist in uns die Führung übernommen hat. 

1: Die Meditationstechniken sollen (können) den Menschen aus sich selbst heraus entwickeln: insbs. über die Chakren von unten nach oben. Dabei kann/soll das volle Menschsein im Zustand des ungefallenen Adams wieder erreicht (rück-gewonnen) werden. Der Tätige dabei ist allein der Mensch selbst und sein Bestreben erfolgt ohne einen persönlichen und helfenden Gott (ohne Jesus-Christus).  

Im östlichen Weg kommt man ohne Meister auch nicht aus. Die dortigen Meister halten Jesus aber nur für einen Meister ihresgleichen. 

2: Der rein christliche Weg hat die Bereitmachung durch die Demut zur Bedingung (Freimachung von allen eigenen Wünschen: auch Freimachung vom Wunsch nach "geistiger Wiedergeburt") und damit "Überwindung des Feisches" (in einem weit gefassten Sinn) und führt über die Liebe zum persönlichen Gott in Jesus und den Nächsten (Mitmenschen) in die Kindschaft bei Gott Selbst.  Die Überwindung (Meisterung) des Fleisches erfolgt mit Hilfe der Gnade des Herrn und es ist die göttliche Geistkraft von oben und von außen, die hinein in den Menschen geht (in das Sein des Menschen). Hierfür ist Meditation eher nicht richtig und ein Chakren-Training schon gar nicht das Thema. Hier werden dem Menschen die Geistkräfte nicht über sein eigenes Inneres (von unten; und über Chakren-Training) gegeben, sondern von oben aus den Himmeln; von außen in den Menschen, der durch Demut würdige dafür geworden ist. Das große christliche Beispiel für das Wirken des Pfingstgeistes im Menschen ist Paulus. Von Paulus ist sicherlich anzunehmen, dass er sein volles Christ-Sein nicht durch Meditation, sondern durch Anrühren durch die Gnade des Herrn erreicht hat.  

Dies vereinfachst Du zu sehr, lieber GerdFred. Wo bleibt denn das Jesu-Gebot für Stilleübungen über 7/4 Stunden? Sie haben mit Selbstbeschau zu tun, in denen wir den Tag oder die Nacht vor unseren geistigen Augen ablaufen lassen sollen, um Fehler zu erkennen. In diesem Zuge sollen wir es lernen, uns mit den göttlichen Strömen vertraut zu machen und sie in uns immer mehr zu vertärken.

Unsere Chakren müssen wir hierbei nicht trainieren. Sie beginnen so leuchten, weil sich Sein Feuer immer mehr verstärkt. Sein Pfingstgeist fließt nicht wie ein Blitz in uns ein, sondern über einen großen Zeitraum verteilt. In diesem Licht erkennen wir uns immer besser, sodaß wir Seelenbild für Seelenbild mit Seiner Hilfe  reinigen können. 

Muss (soll) der Mensch (seitdem der Herr in Jesus den 2. Geistfunken im Menschen aktivieren kann) erst die "geistige Wiedergeburt" anstreben (bezogen auf den 1. Geistfunken im Menschen), bevor er sich dem Ziel des "neuen Mensch-seins" - der "Kindschaft bei Gott" -  zuwendet?

Die Antwort lautet eindeutig : Ja

Wenn es richtig ist, dass der Weg über die "geistige Wiedergeburt" für die Menschen ab Jesus-Christus gar nicht mehr nötig ist, weil es den direkteren und sogar viel weiter reichenden Weg der "Kindschaft bei Gott" für uns ja gibt, dann hat das weitreichende Konsequenzen bei der Setzung der eigenen Schwerpunkte im religiösen Bemühen.

Dies ist nicht richtig!

 

Von Ralf: 

Lieber ,

Du sprichst das zentrale Thema schlechthin an.

Ich glaube es ist aber angebracht die sog. "geistige Wiedergeburt"
genauer zu definieren. Es gibt ja auch noch die "Wiedergeburt im
Geiste" und auch die sog. "seelische" Wiedergeburt.

Die geistige Wiedergeburt von der Jesus im Lorberwerk speziell im
Zusammhang mit den 7/Viertelstunden spricht, enthält ganz klar auf
jeden Fall einen persönlichen Aspekt.
Man konzentriert sich ja direkt auf Jesus. Man erfleht die Beihilfe
das Vaters in der anregenden Rede. Die Reue und Demut ist ebenfalls
zentraler Bestandteil und ebenso der Wille ganz mit der Welt zu
brechen. Liebe und Sehnsucht sollen wachsen. Insofern geht diese Form
der Geistigen Wiedergeburt in die gleiche Richtung wie die
Kindschaft. Ich denke die Kindschaft ist noch wesentlich mehr, denn
die Wiedergeburt ist ja auch auf anderen Planeten zu erreichen, die
Kindschaft hingegen nicht.

Die Stufe die der ungefallene Adam hatte, die Wiedergeburt der Seele,
die ist auch ohne direkten Glauben an Jesus (natürlich nicht ohne
seine verborgene Mithilfe) möglich.

Ob nun die Wiedergeburt der Seele Vorbedingung für die Wiedergeburt
des Geistes und die Kindschaft ist, das ist zumindest mir nicht 100%
klar, es gibt Lorberfreunde, die dies aber so sehen. Vielleicht
zunächst einmal die Stufen der geistigen Wiedergeburt nach Karl
Dvorak als Diskussionsgrundlage:

1. Wortannahme 
2. Liebesbrücke zwischen göttlichem Wort und unserem  Herzen   
3. Freiwerden von Engeln, Himmelsleiter, 
   seelische Wiedergeburt              
4. Willenseinigung; Eingeburt und Neugeburt
   Zeichen der Eingeburt 
   Eingeburt                                                
   Unterscheidung der  Eingeburt bei Seelen von oben und unten
5. Seelenläuterung durch Abkehr; die geistige Wiedergeburt
   Gebet
6. Die Kindschaft Gottes;
   Das Neue Jerusalem
7. Die göttliche Wiedergeburt

Wenn ich es nun richtig verstanden habe, dann meinte Lothar dass man
durch die Gnade Jesus gleich bei Stufe 4 einsteigen kann. Ob das wohl
richtig ist???

Dieses mal sollten wir aber weniger emotional in die Diskussion
einsteigen, wie bei der Sexualitätsdiskussion, auch wenn die beiden
Themen wohl schwer zu trennen sind. Vielleicht mag auch jemand am
Anfang ein Gebet schreiben?

Herzliche Grüße

Ralf


Lieber Ralf, ich halte den Weg von 1. bis 7. für geboten. 

Von Dieter: 

Liebe Geistesfreunde,

der Lorberfreund Günter Oberschmid (für die richtige Schreibweise seines Namens kann ich mich nicht verbürgen) betreibt in Bad Säckingen, nahe der Schweizer Grenze eine Yoga-Schule.
Vergleicht man die N.O. mit manchen Yoga-Texten, stellt man erstaunliche Parallelen fest.

Vivekanandas Meditationsemfehlung:
"Stellen Sie sich in ihrem Herzen einen Raum vor und inmitten dieses Raumes eine Flamme. Stellen Sie sich vor , diese Flamme sei ihre eigene Seele
(in der Lorber-Begrifflichkeit "der essentielle Geist", Zusatz von mir),
inmitten dieser Flamme befinde sich ein anderes strahlendes Licht, und das sei die Seele ihrer Seele, - Gott. Meditieren Sie in ihrem Herzen darüber." (Vivekananda, Raja-Yoga, S. 105)

Bis auf das persönliche, Jesus ähnliche, Abbild, gleicht dies Oalims Gesicht fast wie ein Ei dem anderen. 

Leadbeater war mehr Theosoph, im klassischen Yoga kennt man zwar die Chakras (sich drehende Energiezentren), es gibt aber keine Anleitung sich auf diese zu konzentrieren (von speziellen Richtungen einmal abgesehen), vielmehr soll man sich im Yoga hauptsächlich auf Gott im eigenen Herzen konzentrieren.

Dies zunächst einmal um Missverständnisse zu vermeiden.

Liebe Grüße

Dieter

Lieber Dieter, 

bei Günter Oberschmid habe ich bisher nur Meditationen zur Einleitung eines Tages erlebt. Ich gehe stillschweigend davon aus, dieses Mail in die Lebensstufen.de setzen zu dürfen. 

Liebe Grüße

Lothar

 

----- Original Message -----
From:
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Monday, March 04, 2002 1:08 PM
Subject: [Freundeskreis-Lorberliste] Wiedergeburt und/oder Kindschaft

In einer eMail vom 28.02.02 22:55:37 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt a.u.l.bross@onlinehome.de:


Die Yogalehre geht von der Entwicklung vom untersten Zentrum aus. Das Scheitelchakra wird zuletzt erweckt. Kundalini wertet er (C.W. Leadbeater) als eine Gottkraft, durch die die Finsternis im Erdinnersten gefesselt wird, von dort aber in alle Menschen über das Wurzelchakra aufsteigt. Die Gegenkraft ist die Vitalkraft, die über den Atemstrom mit dem Sauerstoff aufgenommen wird. Beide zusammen machen unser Leben aus.

Hierzu meine Gedanken: In uns sind Liebe und Weisheit getrennt. Alle Materie ist gerichtete Weisheit! Sie soll durch uns durch den Lebensstrom von oben miterlöst werden! Jesus hat uns diesen Weg der Erlösung vorgelebt.

Die christliche Lehre ist ein schnellerer Weg. Wir müssen nicht erst die unteren Zentren entwickeln und uns nach oben arbeiten. Wir dürfen uns gleich auf das Sauerstoff im Atem und uns direkt auf Sein Leben in unserem Herzen konzentrieren. Dies löst bereits ein Eintauchen in das göttliche Sein aus. Für mich ist es wie eine Eingeburt.

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Liebe Freunde,

mit dieser Anmerkung (oben) hat Lothar im Zusammenhang mit der Besprechung von "Selbstbeschauung oder Meditation" in der Liste auf ein sehr wichtiges Anliegen aufmerksam gemacht.

Man kann die Frage stellen:

Soll unser Ziel das Steben nach "geistige Wiedergeburt" sein  o d e r  gleich besser und direkter das Streben nach dem hohen Ziel der "Kindschaft Gottes" ?

Da es ja diese Unterscheidung zwischen "Kindschaft" und "Wiedergeburt" gibt, darf man sicherlich mit Fug und Recht sagen, das Streben nach der "Kindschaft bei Gott" (Entwicklung des Pfingstgeistes: gegeben von Jesus) ist das wirkliche christliche Ziel. Das Streben nach "geistiger Wiedergeburt" ist im Vergleich damit das allgemein-menschliche Ziel, das den Religionen, die älter sind als das Christentum, z.B. dem Hinduismus und dann auch dem Buddhismus, wesenseigen sind.

Ein Streben nach "geistiger Wiedergeburt" hat als Werkzeug oder Mittel (vielleicht sogar in erster Line) die Versenkung, die Meditation verfügbar. Für ein Streben nach der "Kindschaft bei Gott" ist aber Meditation gar nicht nötig: deshalb wird auch erst gar nicht von ihr in der NO gesprochen.

Das liegt an Folgendem:

1: Die Meditationstechniken sollen (können) den Menschen aus sich selbst heraus entwickeln: insbs. über die Chakren von unten nach oben. Dabei kann/soll das volle Mensch-sein im Zustand des ungefallenen Adams wieder erreicht (rück-gewonnen) werden. Der Tätige dabei ist allein der Mensch selbst und sein Bestreben erfolgt ohne einen persönlichen und helfenden Gott (ohne Jesus-Christus).

2: Der rein christliche Weg hat die Bereitmachung durch die Demut zur Bedingung (Freimachung von allen eigenen Wünschen: auch Freimachung vom Wunsch nach "geistiger Wiedergeburt") und damit "Überwindung des Feisches" (in einem weit gefassten Sinn) und führt über die Liebe zum persönlichen Gott in Jesus und den Nächsten (Mitmenschen) in die Kindschaft bei Gott Selbst.  Die Überwindung (Meisterung) des Fleisches erfolgt mit Hilfe der Gnade des Herrn und es ist die göttliche Geistkraft von oben und von außen, die hinein in den Menschen geht (in das Sein des Menschen). Hierfür ist Meditation eher nicht richtig und ein Chakren-Training schon gar nicht das Thema. Hier werden dem Menschen die Geistkräfte nicht über sein eigenes Inneres (von unten; und über Chakren-Training) gegeben, sondern von oben aus den Himmeln; von außen in den Menschen, der durch Demut würdige dafür geworden ist. Das große christliche Beispiel für das Wirken des Pfingstgeistes im Menschen ist Paulus. Von Paulus ist sicherlich anzunehmen, dass er sein volles Christ-Sein nicht durch Meditation, sondern durch Anrühren durch die Gande des Herrn erreicht hat.

Aus all dem folgt eine wichtige Frage:

Muss (soll) der Mensch (seitdem der Herr in Jesus den 2. Geistfunken im Menschen aktivieren kann) erst die "geistige Wiedergeburt" anstreben (bezogen auf den 1. Geistfunken im Menschen), bevor er sich dem Ziel des "neuen Mensch-seins" - der "Kindschaft bei Gott" -  zuwendet?

Wenn es richtig ist, dass der Weg über die "geistige Wiedergeburt" für die Menschen ab Jesus-Christus gar nicht mehr nötig ist, weil es den direkteren und sogar viel weiter reichenden Weg der "Kindschaft bei Gott" für uns ja gibt, dann hat das weitreichende Konsequenzen bei der Setzung der eigenen Schwerpunkte im religiösen Bemühen.

Zu versuchen, diese Fragestellung befriedigend zu klären, wäre es wohl wert.    

Einen herzlichen Gruß