----- Original Message -----

From:
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Saturday, September 21, 2002 11:25 PM
Subject: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Neubannung

In einer eMail vom 21.09.02 21:38:48 (MEZ) - Mitteleurop. Sommerzeit schreibt Dominikkarlpetri@aol.com:


lieber ..... ... danke für deine antwort ... meiner erinnerung nach bezieht sich die these  >neubannung<  zum beispiel auf folgenden text:

[Er.01_055,01] Wenn sich die Sache so verhält, da dürfte wohl mancher sagen: „Auf diese Weise sieht es mit der gewünschten Besserung des ersten gefallenen Geistes und seiner Helfershelfer sehr schmal aus. Denn wenn gewisserart der verworfenste Teil seiner Seele als Bodensatz und Schlacke aller Materie zurückbleiben wird, als ein Untergrund einer neuen Schöpfung, da wird innerhalb dieser Schlackenerde doch wohl auch der Geist gefangen bleiben; denn es verläßt ja nie ein Geist seine Seele, mag diese substanziell oder materiell sein.“


... ich habe das bisher so verstanden, dass in dieser schlacke nur seelenbestandteile enthalten sein werden, welche noch nicht menschenseele waren ... also seelensubstanzen aus dem mineral, pflanzen und tierreich ... ist es vorstellbar, dass im sinn dieser  >neubannung<  auch menschenseelen enthalten sein werden ?

danke

dominik
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Lieber Dominik,

Im Werk "Erde und Mond" wird ab Kap. 53 von der Seele Satanas und dann Satans gesprochen und nicht von uns erschaffenen Menschen mit unseren Seelen. Mein Verständnis ist es, dass eine einmal gebildete Menschenseele (aus den drei Reichen der Natur heraus) nur in sehr seltenen einzelnen Ausnahmefällen (wegen unverbesserlicher teuflischer Eigenschaften einer Menschenseele) wieder zu einer Auflösung in ihre kleinen Bestandteile gebracht werden kann und soll. Es sind zentrale Kernaussagen bei Swedenborg und Lorber, dass die Seele des Menschen (mit ihrem Geist) nach dem Tod ihres Leibes in der geistigen Welt so lange weitergebildet wird, bis sie fähig wird in höhere und endlich himmlische Regionen aufzusteigen. Kann eine solche jenseitige Menschenseele nicht nach oben gehoben werden, dann kann sie auf andere Himmelskörper zurückversetzt werden, um dort dann ein erneutes Probeleben außerhalb der geistigen Welt (irgendwo im materiellen Kosmos, aber nicht auf der Erde) zu absolvieren (und das sogar mehrmals). Eine solche Seeele verliert dabei nicht ihre Menschenseele, denn sie soll ja noch immer gebessert werden (auch hieran ersieht man die unendliche Geduld und Barmherzigkeit des Herrn mit Seinen Geschöpfen). 


In all diesen Fällen bleibt die einmal auf Erden gebildete Menschenseele erhalten, auch wenn sie auf andere Himmelskörper zurückversetzt wird, weil sie in der geistigen Welt noch nicht - wegen Unwürdigkeit -  nach oben (in die Himmel) gelangen kann. Der Begriff "Bannung" bzw. "Neu-Bannung" für Menschen mit ihren Seele ist in der NO durch Lorber (und sicherlich auch Swedenborg) nicht bekannt.

Wenn also Ingo sagt "denn dass die Neubannung sehr bald kommt, nun das lesen wir im WORT GOTTES an Jakob Lorber sehr eindeutig!.." dann sollte er auch belegen können, dass von Neubannung bei Lorber tatsächlich die Rede ist. Er sollte es nicht einfach in den Raum stellen und anderen das glauben machen.

Da ich aber in keiner der Listen teilnehme, die Ingo verwaltet, will ich ihm diese Frage auch nicht stellen, denn sonst würde ich ein dort diskutiertes Thema in die Freundeskreis-Lorberliste hereinziehen: das will ich aber nicht! Die Frage nach der Fundstelle zur "Neubannung" im Lorberwerk könnte jemand stellen, der in den Listen des Ingo auch eingeschrieben ist.

Ingo hat den Begriff "Neubannung" in Verbindung mit einer Endzeit-Erwartung benutzt, der ein globales Erd-Katastrophen-Ereignis zugrunde gelegt wird. Deshalb sollen ja wohl die Guten (die Gerechten) durch eine "Entrückung" vor einem solchen Ereignis geschützt werden. Ob darüber evtl. bei Dudde gesprochen wird, weiß ich nicht.

Sollten die Einsprachen, die B. Dudde erhalten hat, die "Neubannung" und auch die "Entrückung" enthalten, könnte man ins Feld führen (z.B. Ingo), dass Dudde gegenüber Lorber für uns heute Lebenden die wesentlich zeitnäheren Aussagen aufgezeichnet hat. Dann wäre man bei einer solchen Argumentation sofort wider in einem Dudde-Lorber-Vergleich, der aber auch nicht in der Freundeskreis-Liste erfolgen sollte.

Da Ingo aber behauptet, dass die "Neubannung" nicht nur bald kommt, sondern auch in dem an Lorber gerichteten Gotteswort sehr eindeutig zum Ausdruck kommt,  soll er es auch belegen können. Eine solche Aussprache mit Ingo sollte dann aber in den Listen laufen, die Ingo selbst verwaltet. Es gibt ja Gründe, weshalb Ingo nicht in der Freundeskreis-Lorberliste  teilnimmt (nicht teilnehmen kann).

Herzliche Grüße

 

 
----- Original Message -----
From: Lothar Bross
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Sunday, September 22, 2002 6:59 AM
Subject: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Neubannung

Liebe Freunde,

das Thema „Neubannung war bereits im letzten Jahr Gesprächsthema. Mit Hilfe des Suchprogramms von Gerd Gutemann habe ich folgende Beiträge auf meinem PC gefunden:

 

Von: Hans 

Gesendet: Montag, 6. August 2001 22:32
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste]
Gott liebt uns !

 

Liebe Freunde !

Myrta sagte in einem Beitrag:

Ich beschäftige mich lieber mit dem Rückgang ins Vaterhaus, als mit einer möglichen Neubannung. Die Liebe des Vater zu seinen Kindern, ist ja das Schönste, lasst uns darüber fröhlich und glücklich sein, nicht wahr?

Seid Ihr auch Myrtas Meinung ? Ich schon, obwohl mich auch die verschiedensten Endzeitprophezeiungen interessieren, ganz zu schweigen von der Wiederkunft Christi. Aber unser Ziel ist bestimmt der Himmel und nicht die Neubannung in der Erde. Das Thema "Neubannung" kam aus der Bertha-Dudde-Liste, denn das ist ein typisches Dudde-Thema. Dort wurde es sehr ernst und kritisch diskutiert.  Mein Lieblingsthema ist jedoch die Liebe Gottes. Ich denke, das ist auch ein Lieblingsthema von vielen von Euch ?

Lorbers Neuoffenbarung lehrt, warum wir geschaffen wurden - nicht für eine Neubannung in die Materie, was einer Zerstörung unseres Ichs gleichkommt, sondern wir wurden geschaffen aus Liebe für die Liebe ! Gott, das allerhöchste Wesen will Selbst nur geliebt werden von uns. Dafür gibt Er alles. So schuf Gott völlig freie Wesen, die so frei waren, daß sie sich zu Gott hinwenden aber auch von Gott abwenden konnten. Nur die völlig freie Liebe zählt vor Gott, weswegen ER uns den freien Willen schenkte, der sogar gegen Gottes Heilige Ordnung handeln durfte.

[HGt.01_005,10] Da sprach die Liebe abermals: „Lasset Uns machen, daß sie sich erkennen, damit sie dann Mich und durch Mich auch Dich erkennen mögen!“

Dafür schuf uns Gott. Zunächst sollten wir uns selbst erkennen, was für uns Menschen schon schwer genug ist, dann aber kommt ein großes Geheimnis: Wir können die Gottheit nur erkennen durch die Liebe. Oder deutlicher: Erst wenn wir die Liebe Gottes erkannt haben, ist es uns möglich auch die Gottheit in ihrer Weisheit und ganzen Macht zu erkennen. Das aber ist unser Ziel.

Desweiteren wird hier offenbart, daß Gott aus zwei unterscheidbaren Wesen besteht, die aber eine unteilbare Einheit sind:

[GEJ.07_198,15] Die eine unterscheidbare Wesenhaftigkeit ist die Liebe als die ewige Lebensflamme in Gott, und die andere unterscheidbare Wesenhaftigkeit aber ist als Folge der allerhellsten Lebensflamme das Licht oder die Weisheit in Gott.

Die Liebe ist das Zentrum der Gottheit und heißt auch der Vater. Dieses Gotteszentrum ist es, das im Wort zu uns spricht. Dieses Zentrum ist der Vater in Jesus. Dieses Zentrum Gottes ist Christus.

Die mächtige Gottheit aber ist die Macht, die nach dem Sündenfall alles wieder vernichten wollte, weil die Heiligkeit Gottes verletzt wurde. Schließlich sorgte der Sündenfall ja dafür, daß in Gott nun eine Widerordnung existierte, eine Ordnung, die gegen Gottes Ordnung war. Somit wurde der allmächtige Heilige Gott ein unheiliger Gott. In Gott entstand ein Zweikampf. Die Liebe Gottes zu uns Menschen gewann diese Auseinandersetzung. Sie nahm das Blutopfer auf sich schon damals. Weil diese großartige Szene viele Geheimnisse birgt, bringe ich hier die wichtigsten Verse im Zusammenhang von dem Moment ab, als die Gottheit das Universum wieder auflösen wollte:

[HGt.01_009,15] Und siehe, da lösten sich die Bande der Schöpfungen in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes, und es stürzten die Trümmer durch die weiten Räume unter großem Krachen, Donnern, Heulen, Toben, Brausen und Sausen in die Tiefen der Tiefen ihrer Vernichtung zu, und diese war die Erde selbst, die ebenfalls zertrümmert lag im weiten Schoße der erbarmenden Liebe.
[HGt.01_009,16] Und die Neugeschaffenen bebten vor Angst ob des fürchterlichen Anblicks dieser großen, vernichtenden Schauderszene, deren Größe kein geschaffener Geist je in ihrer ganzen Fülle ganz erfassen wird; denn sie war unendlich.
[HGt.01_009,17] Und nun siehe und höre weiter, was die erbarmende Liebe da sprach und tat!Vernimm die Worte der Liebe in Ihrer Macht, und schaue die großen Taten der Barmherzigkeit in ihrer Kraft, und höre und verstehe wohl die Worte, welche so lauteten:
[HGt.01_009,18] „Großer, allmächtiger Gott aller Macht, aller Kraft und aller Heiligkeit! Ziehe zurück Deinen großen Zorn, und lösche aus das Feuer Deines alles zerstörenden Grimmes, und höre in der Ruhe Deiner Heiligkeit die Worte Deiner ewigen Liebe, welche das alleinige Leben ist in Dir, ewig wie Du und mächtig und stark wie Du aus Ihr und Sie aus Dir, und wolle nicht vernichten das Leben in Ihr und Dich durch Sie, sondern lasse Gnade für Recht ergehen, und lasse genugtun die Liebe Dir, und fordere Sühnung für Deine verletzte und gekränkte Heiligkeit, und Deiner Liebe wird kein Opfer zu groß sein, das Du von Ihr fordern möchtest zur ewigen Sühnung Deiner Heiligkeit!“
[HGt.01_009,19] Und nun siehe und höre und verstehe wohl, was darauf geschah und was die Gottheit darauf erwiderte! Es dämpfte sich das Feuer, und aus allen Räumen wehte ein sanfterer Hauch, untermischt mit noch stark rollenden Donnern durch die fliegenden Trümmer der aufgelösten Welten, welche von einer Unermeßlichkeit bis zur andern gleich großen Blitzen noch brennend zuckten. Und die Liebe verstand den Donner Gottes, welcher heftig sprach:
[HGt.01_009,20] „Ich will alle Schuld auf Dich legen, gleich den Welttrümmern auf die Erde, und Du sollst tilgen die Schmach Meiner Heiligkeit, welche das ewige Band ist zwischen Mir und Dir! Und siehe, Ich verfluche die Erde, damit kein Fleck besudle Meine Heiligkeit und Ich werden würde gleich Dir ein unheiliger Gott; und dieser Fluch sei Deiner Schuld anheimgestellt, die Du auf Dich zu nehmen hast und zu tilgen für Meine Heiligkeit und zu waschen die Erde mit Deinem Blute vom Fluche der Schande durch die Sünde Adams!“[HGt.01_009,21] Und siehe, höre und verstehe wohl, was darauf die Liebe entgegnete und sprach, wie folgt: „Großer, überheiliger Gott aller Macht und Kraft! Es geschehe nach Deinen Worten!“
[HGt.01_009,22] Und siehe, da erlosch auf einmal all das Feuer auf der Erde und in allen den Schöpfungsräumen! Und die Trümmer der zerstörten Sonnen, Erden und Monde wurden wieder zusammengefügt durch die Macht und Kraft der von der Gottheit erhörten Liebe und ordneten sich wieder, wie sie geordnet waren im Anfange ihrer Entstehung; sie behielten aber zu ewigen Zeichen die unvertilgbaren Spuren ihrer damaligen gänzlichen Zerstörung gleich den Wundmalen der ewigen Liebe, die später in der großen Zeit der Zeiten für alle am Kreuze blutete.

Unser Fürsprecher vor Gott ist die Liebe, das Gotteszentrum, das sich der "Vater" nennt und in der ICH-Form in hohen Offenbarungen zu uns spricht. Dieser Allerhöchste und Allererste mußte sich für die blutige Erlösertat inkarnieren. Seine Seele heißt Jesus und war der "Gottessohn", der Messias. 

[Er.01_070,08]  . .  er war der Geist Gottes als Vater von Ewigkeit, Ich aber war und bin dessen Seele. Diese besitzt zwar ihre eigene Erkenntnis und Fähigkeit, als die höchste Seele und die vollendetste Seele aller Seelen; aber dennoch durfte diese Seele nicht tun, was sie wollte, sondern nur, was Der wollte, von dem sie ausgegangen ist. Wollte die Seele auch den letzten bittern Kelch zur Seite schieben, so wollte aber solches dennoch nicht Der, der in Mir war; darum tat demnach Meine Seele auch das, was Der wollte, der in Mir war.   Jede Seele ist ein Werk ihres Geistes, der sie schuf, um selbst Köper und Gestalt anzunehmen. Jesus Seele wurde vom Vater persönlich geschaffen. Doch wie bei allen Menschenseelen hatte auch Jesus einen eigenen Willen, sollte, konnte und mußte sich frei bestimmen. Jesus Seele mitsamt Körper, was sich der "Menschensohn" nannte, mußte wie wir auch nach Beginn des Erdenlebens erst den Vater in sich suchen, also ihren Geist in sich wecken und sich ihm zuwenden. Das gehört zur Wesensfreiheit. Daß dies bei Jesus unvergleichlich schneller ging als bei uns normalen Menschen, braucht nicht betont zu werden. Betont werden muß lediglich, daß auch der Menschensohn Jesus sich selbst frei bestimmte. Jesu Seele erkannte rasch ihren Vater, ergriff ihren Geist und einigte sich mit ihm, wobei sie allen Reizen der Welt widerstand bis in den blutigen schmerzhaften Tod. Danach verschmolzen Vatergeist und Jesus-Seele für immer zu einer Einheit. Gott wurde Mensch. Das Geschenk der Erlösung besteht nun darin, daß wir als Seine Glieder miterlöst sind. Wir müssen nur das Geschenk annehmen und Seine Glieder (Werkzeuge) sein wollen. Dann kann ebendieser Jesus in uns wachsen, handeln und erlösen. Denn der Gottesfunke hat ja nun Gestalt und ist ein "Mensch" in uns - es ist Christus. Wächst ER in uns, indem wir tun, was ER uns z.B. durch Lorber und andere mitteilen ließ, so können wir eines Tages sagen: "Jetzt lebe nicht ich, sondern Christus in mir". Da muß Satan weichen.  

[JS.01_52.05.31,22] Je mehr die Seele das ergreift, was ihr von ihrem Urgeiste geboten wird, desto mehr einigt sie sich mit ihm und geht so unvermerkt in ihren Urgeist ein und mit demselben zum Urlichte und aller Wahrheit aus ihm.

  Nun noch ein Gedanke zur Dualität Gottes.   So wie Gott in sich aus zwei Wesen besteht, so wird auch der vollendete Mensch aus zwei Wesen bestehen, die unzertrennbar zusammengehören und doch zwei sind: Mann und Frau. Da wären wir wieder beim Dual. Ob aber ein Mensch seinen Dualpartner erst im Himmel von Gott erhält oder schon immer einen hat, bloß getrennt wurde von ihm, das ist eine Frage, die mir mein Verstand nicht lösen kann, und die auch bei Lorber nicht eindeutig beantwortet wird. Wir sprachen schon oft darüber. Für beide Annahmen gibt es Hinweise. Doch scheint es nicht wichtig für uns zu sein, dies schon vor der Zeit zu erfahren. Aber reizvoll ist der Gedanke schon.     Herzlichst   Euer   Hans  
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Von: Franz Kreuzwegerer 
Gesendet: Dienstag, 7. August 2001 21:20
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !
Lieber Hans   die Stelle in der HHGT I,Kap.9 ist meines Erachtens nicht buchstäblich zu verstehen. In Gott gibt es nicht die Eigenschaften Zorn oder andere negative Eigenschaften, denn der Herr ist die Liebe selbst.  Wenn von Gott gesprochen wird, Er sei zornig, und dergleichen dann bedeutet es, daß Er aus Liebe und Barmherzigkeit handelt. Dazu nur zwei Stellen aus den HG von Swedenborg und eine aus Lorber: HG 245
Daß: "Er sprach zur Schlange, verflucht bist du vor allem Tier und vor allem Wild des Feldes" bedeutet, daß das Sinnliche sich vom Himmlischen abgewandt und dem Leiblichen sich zugewandt und so sich verdammt oder sich verflucht habe, kann genugsam erhellen aus dem inneren Sinn des Wortes; Jehovah oder Gott der Herr verflucht niemand, Er zürnt niemanden, Er führt niemand in Versuchung, Er straft niemand. Geschweige denn, daß Er verfluchte; sondern die teuflische Rotte tut solches; aus der Quelle der Barmherzigkeit, des Friedens und der Güte kann solches niemals kommen. Wenn aber hier und sonst hin und wieder im Worte gesagt wird, daß Jehovah Gott nicht nur das Angesicht abwende, zürne, strafe, versuche, sondern auch töte, ja verfluche, so geschieht dies darum, daß man glauben möge, der Herr regiere und ordne alles und jedes im Weltall, auch selbst das Böse, die Strafen, die Versuchungen; und damit, wenn man diese allgemeinste Vorstellung einmal angenommen hat, man alsdann auch lerne, wie Er regiert und ordnet, und daß Er das Böse der Strafe und das Böse der Versuchungen zum Guten wende; die Ordnung des Lehrens und Lernens im Wort geht vom Allgemeinsten aus; daher der Buchstabensinn von solchem Allgemeinsten voll ist.
HG 6997
"Da entbrannte der Zorn Jehovahs wider Mose" bedeutet Milde.
Dies erhellt aus der Bedeutung des Zorns Jehovahs, sofern er nicht Zorn, sondern das Gegenteil von Zorn, also Barmherzigkeit, hier Milde ist. Daß Jehovah keinen Zorn hat, wird daraus klar, daß Er die Liebe selbst, das Gute selbst, die Barmherzigkeit selbst ist, und der Zorn das Gegenteil, und auch eine Schwachheit ist, was bei Gott nicht zutreffen kann. Wenn daher im Wort Jehovah oder dem Herrn Zorn beigelegt wird, so werden die Engel keinen Zorn inne, sondern entweder Barmherzigkeit oder die Entfernung der Bösen aus dem Himmel. Hier die Milde, weil es gesagt wird zu Mose, durch den der Herr, da Er in der Welt war, in Ansehung des göttlich Wahren vorgebildet wird.
Daß dem Jehovah oder dem Herrn im Wort Zorn zugeschrieben wird, hat den Grund, weil es die allgemeinste Wahrheit ist, daß alles von Gott kommt, also sowohl Böses als Gutes. Aber diese allgemeinste Wahrheit, die für Kinder, Knaben, Einfältige bestimmt ist, muß nachmals erläutert werden, nämlich daß das Böse vom Menschen komme, und daß es nur scheine, als ob von Gott, und daß so gesagt ist, damit man lerne Gott fürchten, um nicht durch das Böse, das man tut, zugrunde zu gehen, und hernach Ihn zu lieben; denn die Furcht muß der Liebe vorausgehen, auf daß in der Liebe eine heilige Furcht sei; denn wenn der Liebe Furcht eingeflößt wird, so wird sie heilig durch das Heilige der Liebe, und dann ist keine Furcht vor dem Herrn da, daß er zürnen und strafen werde, sondern nur, daß man dem Guten selbst entgegenhandle, weil dies Gewissenspein verursachen würde.
Außerdem wurden die Juden und Israeliten zur Beobachtung der Satzungen und Gebote in der äußeren Form durch Strafen angehalten, und daher glaubten sie, daß der Herr zürne und strafe, während doch sie selbst es waren, die durch Abgöttereien sich solches zuzogen, und sich vom Himmel trennten.
Daß unter dem Zorn Milde und Barmherzigkeit verstanden wird, kommt daher, weil alle Bestrafungen der Bösen aus Barmherzigkeit gegen die Guten geschehen, damit diese von den Bösen nicht beschädigt werden möchten, aber der Herr legt ihnen keine Strafen auf, sondern sie sich selber; denn Böses und Strafen sind im anderen Leben verbunden. Hauptsächlich ziehen sich die Bösen Strafen zu, wenn der Herr Barmherzigkeit an den Guten tut; denn alsdann nimmt ihr Böses zu und daher auch die Strafen; daher kommt es, daß statt des Zorns Jehovahs unter dem die Bestrafungen der Bösen verstanden werden, von den Engeln die Barmherzigkeit verstanden wird.
Hieraus kann man die Beschaffenheit des Wortes im Buchstabensinn erkennen, wie auch die Beschaffenheit des göttlich Wahren in seinem Allgemeinsten, daß es nämlich den Scheinbarkeiten gemäß ist; und zwar aus dem Grund, weil der Mensch von solcher Art ist, daß er das, was er sieht und aus einem Sinnlichen begreift, glaubt, und was er nicht sieht, und aus seinem Sinnlichen nicht begreift, nicht glaubt, somit nicht annimmt. Daher kommt es, daß das Wort im Buchstabensinn dem gemäß ist, was erscheint; aber dennoch birgt es in seinem inwendigeren Schoß die echten Wahrheiten, und im inwendigsten Schoß das göttlich Wahre selbst, das unmittelbar vom Herrn ausgeht, somit auch das göttlich Gute, d.h. den Herrn selbst.
Und eine Stelle aus Lorber JE IV,141/1-3
Der Herr: So ihr leset von einem Zorne Gottes, da sollet ihr darunter verstehen den ewig stets gleichen und festen Ernst Seines Willens; und dieser Ernst des Willens in Gott ist aber ja eben der innerste Kern der allerreinsten und allermächtigsten Liebe, aus der die Unendlichkeit und alle Werke in ihr wie die Küchlein aus dem Ei hervorgegangen sind, und diese kann doch ewig niemanden gram werden. Oder meint aus euch wohl jemand, daß Gott gleich wie ein dummer Mensch zürnen könne?
Wer mehr über solche Stellen lesen möchte und die „Himmlischen Geheimnisse" und „Erklärte Offenbarung" von Swedenborg hat und die gesamten Lorberwerke dem seien folgende Stellen angeboten: HG 588, 592, 5798, 10431;  EKO 929, 1241
Lorber: JE VI,239/1-10, HHGT II,231/20-36,  HIGA III,S.141/2-4: Die Fürsten und der Herr
Das Thema "ob in Gott Böses sei?", möchte ich auch kurz streifen:
Meines Erachtens hat der Herr das vollste Wissen über das Böse, aber das Böse nicht in irgendeiner lebendigen Kraft, die Er zurückhalten müßte. Sondern das Böse wurde bei der Entscheidung der geistigen Geschöpfen ins Leben gerufen, die sich von der Verbindung mit Gott loslösten.
Der Beginn war, weil die geschaffenen Wesen das Gewordensein nicht demütig annehmen konnten. - In gekürzter Form JE I,1/13-20: Im Geschöpf mußten sich zwei Gefühle begegnen: 1. das Gefühl der göttlichen Ebenmäßigkeit und 2. das Gefühl des zeitgemäßen Werden durch den Urwillen des Schöpfers. Das Hoheitsgefühl streitet gewaltig gegen solch eine Erniedrigung und will das zweite Gefühl erdrücken. Durch solchen Kampf aber entsteht dann Groll und am Ende Haß gegen den Urgrund alles Seins und aus dem gegen das niedere Demuts- oder Abhängigkeitsgefühl.
Der Mensch wird durch die „Erbsünde" (das Vererbte von den Eltern, JE IV,108/1-9; HG 313) hineingeboren. Die Erbsünde ist die Selbst- und Weltliebe. Aus diesem kommt das Böse und Falsche.
Damit nicht irgend jemand denken möchte, der Herr hätte dies irgendwie verhindern können, und weil Er es nicht verhindert hat, so wäre Er zumindest teilschuldig - eine Stelle aus HG 8227:
Aber die Ägypter flohen ihm entgegen", 2Mo.14/27, bedeutet, daß sie sich selbst in ihr Falsches aus dem Bösen versenkten.
Dies erhellt aus der Bedeutung von „dem Meere entgegenfliehen", insofern es soviel ist als sich selbst in das Falsche aus dem Bösen versenken, das durch die Wasser des Meeres bezeichnet wird: HG 8226. Es verhält sich damit in folgender Weise:
Wer die inneren Ursachen nicht kennt, muß notwendig glauben, daß das Böse, das den Bösen widerfährt, nämlich Strafen, Verwüstungen, Verdammnisse und endlich das Hinabwerfen in die Hölle, von dem Göttlichen ausgehe; so hat es den vollen Anschein, denn dergleichen geschieht infolge der Gegenwart des Göttlichen: HG 8137, 8138, 8188. Aber dennoch kommt nichts dergleichen aus dem Göttlichen über sie, sondern von ihnen selbst. Das Göttliche und die Gegenwart desselben hat einzig und allein den Schutz und die Erlösung der Guten zum Zweck. Wenn das Göttliche bei diesen gegenwärtig ist und sie gegen die Bösen schützt, dann entbrennen die Bösen noch mehr gegen sie und gegen das Göttliche Selbst, denn gegen dieses hegen sie den größten Haß; denn wer Haß hat gegen das Gute, hat einen großen Haß gegen das Göttliche. Deshalb brechen sie hervor, und in dem Maße als sie hervorbrechen, stürzen sie sich zufolge des Ordnungsgesetzes in Strafen, Verwüstungen und Verdammnis und endlich in die Hölle.
Hieraus kann man erkennen, daß das Göttliche, d.h., der Herr nichts als Gutes tut und niemanden Böses, und daß vielmehr die Bösen selbst sich in solches stürzen. - Das ist es, was dadurch bezeichnet wird, daß die Ägypter dem Meere entgegenflohen, d.h., daß sie sich selbst in Falsches aus dem Bösen versenkten.
Was diese Sache anbetrifft, so soll noch etwas Weiteres darüber gesagt werden: Man glaubt, das Böse komme aus dem Göttlichen auch deshalb, weil das Göttliche es zuläßt und nicht entfernt, und wer etwas zuläßt und nicht wegschafft, wenn er kann, der hat den Anschein, als ob er das wolle, und somit der Urheber desselben sei. Allein das Göttliche läßt das Böse zu, weil es dasselbe nicht verhindern und auch nicht entfernen kann, denn das Göttliche will nichts als das Gute. Wenn es daher das Böse, nämlich Strafen, Verwüstungen, Verfolgungen, Versuchungen und dergleichen verhindern und wegschaffen würde, dann würde es das Böse wollen, denn dann könnten jene nicht gebessert werden, und dann würde das Böse einen solchen Zuwachs nehmen, daß es endlich über das Gute herrschen würde.
Es verhält sich damit wie mit einem König, welcher die Schuldigen freispricht; ein solcher ist Schuld an dem später von ihnen in seinem Reiche verübten Bösen, und auch Schuld, daß andere dadurch frech werden, wie auch, daß der Böse sich bestärkt in seinem Bösen. Deswegen darf ein gerechter und guter König, wenn er es auch kann, dennoch die Strafen nicht erlassen, denn sonst tut er nicht Gutes, sondern Böses.
Man merke also, daß alle Strafen, wie auch die Versuchungen im anderen Leben das Gute zum Zweck haben.
  Es gäbe noch viel mehr Stellen aus den beiden Offenbarungsquellen, aber ich denke für ein Mail ist dies die Grenze des erlaubten.  

Mit brüderlichen Gruß Franz Kreuzwegerer

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Von: Hans 

Gesendet: Dienstag, 7. August 2001 23:54
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Gott liebt uns !

  Lieber Franz,   was Du noch einmal mit Deinen Worten sagst, das zeigt das Email mit dem Betreff "Gott liebt uns !" doch deutlich: Die Liebe Gottes ist in Gott das tonangebende Seiner beiden Wesen. Die Weisheit war die zweite Wesenheit Gottes von Anfang an. Sie wurde bei Lorber auch  "Gottheit" oder nur "Gott" genannt im Gegensatz zur "Liebe Gottes", dem "Zentrum der Gottheit". Das ist Lorbers Definition. Nach der Schaffung der Wesen und Luzifers Fall ordnete sich die "Weisheit" der "Liebe" völlig unter:   [HGt.01_005,21] Nun sieh weiter, was alles die Liebe tat, und Gott in der Liebe, und die Liebe in Gott! – Und es dauerte die Liebe der Verlorenen; aber die Gottheit erbebte in Ihrem Grimme, und es ward gehört in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes ein großer Donner. Und der Donner drang bis zum Innersten der ewigen Liebe, und die Liebe allein verstand den Donner der Gottheit, und der Donner ward in Ihr zum Worte und sprach: „Alle Macht sei Dir untertan; tue nach Deinem Gefallen und sprich ,Es werde!‘, und es wird sein!“
[HGt.01_005,22] Und siehe, die Liebe wurde gerührt bis ins Innerste, und es floß die erste Träne aus dem Auge der ewigen Liebe, und diese Träne floß aus dem Herzen der Gottheit und hieß und heißt und wird ewig heißen die Erbarmung.    Somit geschieht immer, was der Vater als die Ewige und Allmächtige Liebe anordnet.  Gottes Weisheit stellte die Mittel zur Verfügung, Seine Allmacht vollendete das Werk. Aber Gottes Zorn, der uranfänglich Gott umgab laut Lorber, wurde zwar niedergeschlagen in die materielle Schöpfung. Doch darüber waltet Gottes Liebe:   [HGt.02_231,32] Aber sie ( die Schöpfung) sind nicht etwa ein ledig Zorn, sondern Meine Liebe ist allenthalben das mächtigste Wesen dabei.   Im Vers [HGt.01_009,20] nahm Gott das Kreuz der Erlösung auf sich und kündigte an, daß ER selbst mit Seinem Heiligen Blut unsere Sünden wegwaschen will ! Wenn man dann noch bedenkt, daß diese heilige Allmacht sich dafür ins unheilige Fleisch der Menschen inkarnieren mußte, dann begreift man erst, daß Lorber nicht übertrieb mit seiner Schilderung vom Kampf zwischen Gottes Zorn und Gottes Liebe. Dieser Zorn war gerecht ! Mir ist er verständlich.    Gottes Zorn ist zur materiellen Schöpfung geworden.   [HGt.02_231,34] Darum soll auch der Mensch nicht an der Welt hängen, sondern sich von ihr ganz losreißen, damit er am Ende nicht von ihr verschlungen wird und somit nicht gerät in Meinen Zorn! Denn die Welt ist ja Mein gefesselter Zorn; wer aber mit der Welt ist, der wird auch mit ihrer ewigen Todesfessel sein!   * * *
Ev.Joh.3,16. „Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen!“

[GEJ.01_021,01] (Der Herr:) „Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit. Also aber liebte Gott die Welt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn, d.h. Seine aus Ihm Selbst von Ewigkeit hervorgehende Weisheit, in diese Welt gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen! – Sage Mir, verstehst du auch dieses nicht?!“
     

Herzlichen Gruß   Hans

 

 

Aus dem

 

Seminar in Obertraun  (7/92)

 

 

4.  Neuordnung seit der Menschwerdung Jesu Christi

Umwandlung der Erde 

Weiter sagt der Herr: 

„Die Erde wird durch unsere Liebe zu Gott und zu den Menschen nach und nach umgewandelt werden. . Jede Materie, als etwas räumlich und zeitlich für sich abgeschlossen Begrenztes, kann ja nur eine zeitliche Bestimmung haben.“ (5.GEJ 111,6) 

Sie wird vergehen. Im Egoismus deiner Liebe geht sie entweder in eine Neubannung über oder sie transformiert aufgrund unserer Gott- und Nächstenliebe. In jedem Augenblick entscheiden wir, was mit der Materie in unserem Körper geschieht, die wir täglich essen. Wenn ich als Egoist im Genuß der Selbstliebe stehe, dann wird  in mir Stoff gebunden. Ich werde immer beleibter. Wer weise ist, dessen Geist wird durch seine umfassende Liebe, die sich ungeheuer ausdehnen kann, immer größer. Das Ziel Gottes ist unsere Vergeistigung.

Alle Materie wird im Feuer Meines Willens, d.h. Seiner Liebe aufgelöst. Das Wollende kommt aus unserer Liebe. Unsere Welten lösen sich auf. Was sich auflöst und sich neu formiert, bildet als Spiralnebel eine Sechs. Auch die Sexualität schafft eine neue Bildung. Formiert sich eine Neun als Spiralnebel, dann ist sie der Ausdruck der Verklärung, der Reinigung und der Verwandlung in göttlichen Geist. Die Neun ist die Zahl der Verklärung. Nichts geht zugrunde. 

Bildung neuer Energiefelder 

Dies alles geschieht auch in uns. Es bilden sich in und um uns herum Energiefelder.

In 1.HG S.138 spricht der Herr

„Wenn es heißt, daß da vor allem Mein Reich gesucht werden soll und alles andere dann als freie Gabe hinzugegeben werde, so bedenke, dieses Mein Reich ist eben nur die Liebe.“ 

Die göttliche Liebe können wir in jedem Augenblick erwecken. Wenn wir ein Vater-Unser beten, dann wird in uns bei den Worten ‚Vater unser, der Du bist im Himmel’ die Kraft der göttlichen Liebe in uns lebendig. Wir holen sie in unser Bewusstsein hinein. ‚Dein Reich komme’, es wird kommen in Liebe und Licht. Die Liebe wird unseren Willen motivieren und das Licht unseren Verstand erleuchten, damit wir wissen, was wir zu tun haben. 

 

 

 jl.ev05.111. Kapitel

   01] (Der Herr:) »Darum sage Ich zu euch: Wer Mich suchen, finden und erkennen und dann über alles lieben wird und seinen Nächsten mit aller Geduld wie sich selbst, schon hier oder zum mindesten doch jenseits, aus allen Kräften, der wird Mein Kind, also Mein Sohn und Meine Tochter sein! Wer aber Mich nicht suchen, nicht finden, nicht erkennen und somit auch nicht lieben wird und wird auch voll Lieblosigkeit sein gegen seine Nebenmenschen, der wird ewig auch nie zu Meiner Kindschaft gelangen! Denn Meine Kinder müssen also vollkommen sein, wie Ich als ihr wahrer Vater Selbst vollkommen bin!
   
02] Die später sehrmöglicherweise geläuterten Weltkinder aber werden geistige Bewohner jener Weltkörper und jener ihnen entsprechenden Vereine verbleiben, auf (und in) denen sie geläutert wurden; aber in des ewigen Vaters Hause in des allerhöchsten Himmels Mitte werden sie nimmer aus und ein gehen gleich Meinen wahren Kindern, die mit Mir stets die ganze Unendlichkeit richten werden ewig fort und fort.
   
03] Diese Erde aber wird nach der vorhergesagten letzten, großen Läuterung so wie nun Menschen und Menschen tragen; aber diese künftigen Menschen werden sein um sehr vieles besser denn die jetzigen und werden haben fort und fort Mein lebendiges Wort.
   
04] Wenn aber einst die Erde, nach für euch undenklich vielen Jahren, alle ihre Gefangenen wird hergegeben haben, so wird sie dann selbst im Lichtmeere der Sonne in eine geistige umgewandelt werden. Denn das allerunterste Hüls- und Schotenwerk, darin früher die lebendigen Geister und Seelen hausten, gleicht einem Bimse, der, obschon kein eigentliches Lebenselement mehr seiend, doch immer noch eine plump und zerrissen organische Materie ist und eine allerunterste Art gerichteter Geister in sich birgt.
   
05] Was soll's mit dem Substrate, wenn sich alles intelligente Leben aus ihm frei gemacht hat? Soll es als ein gewisserart ausgebrannter Bimsklumpen, aller weiteren Bestimmung bar, als völlig tot im endlosen Raume herumschwimmen? Oder sollte oder könnte es dennoch in den Sphären der lebenden und in vielfachster Art vollendeten Geister etwas sein? Ja, es soll etwas sein; denn nichts kann im endlosen Raume, der auch Mein Reich ist und Mein ewiges Wohnhaus, als völlig tot und bestimmungslos sich irgendwo als bestehend vorfinden! Um aber von einer Bestimmung zu reden, muß man doch unfehlbar von einer geistigen für ewig dauernd reden, da es eine materiell-ewige Bestimmung nimmer irgendwo geben kann.
   
06] Jede Materie, als etwas räumlich und zeitlich für sich abgeschlossen Begrenztes, kann ja nur eine zeitliche Bestimmung haben. Hat sie aber solcher in einer gewissen Periode vollends entsprochen, und ist mit ihr als Materie, als ein früher für einen bestimmten Zweck brauchbares und gesundes Gefäß morsch, locker, löcherig und somit für irgendeinen ähnlichen weiteren Zweck völlig unbrauchbar geworden, - was sollte dann aus dem Bimse weiteres noch werden?
   
07] Sehet einen Eimer bei einem Brunnen an! Was wird aus ihm, der viele Jahre lang zum Wasserschöpfen gedient hat? Kann er als völlig morsch und durchlöchert noch fernerhin zum Wasserschöpfen gebraucht werden? Nein; daher wird er abgenommen und verbrannt werden und wird dadurch vollends aufgelöst in Rauch, Luft und etwas wenig Asche, die aber mit der Zeit von der Feuchtigkeit der Luft ebenfalls in eine einfache Luftart aufgelöst wird und im aufgelösten Luftzustande dann erst wieder als eine gute Unterlage des reellen geistigen Seins dienlich werden kann. Und wird schon aus ihr nicht ein und derselbe Wassereimer mehr, so kann aus ihr dennoch wieder ein höchst zartes und subtiles Hülswerk bereitet werden, das ein Träger des lebendigen Wassers aus Mir werden kann.«

----- Original Message -----
From: Hans
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Sunday, September 22, 2002 1:06 PM
Subject: [Freundeskreis-Lorberliste] Neubannung nach Letztem Gericht ?

die Begriffe "Neubannung" bzw. "Bannung" kommen in allen Werken der NO, die auf der Lorber-CD enthalten sind, kein einiges Mal vor.

 
Liebe Freunde,
 
es stimmt, daß der Begriff "Neubannung" in den Lorberwerken nicht vorkommt. Andere Medien, andere Worte. Ich verstehe unter "Neubannung" auch keine Strafe Gottes in dem Sinne, daß die Widersacher Gottes nach dem großen Endgericht oder dem "letzten Gericht", das uns jetzt  auch nach Lorber bevorsteht, in die Steine gebannt werden oder gar ihre Seelen vernichtet werden.  Wie Dudde das versteht, weiß ich nicht genau.
 
Nach Lorber werden widerspenstige Seelen "in die Hölle geworfen", was wie ein wahrer "Tod der Seele" ist, weil sie sich freiwillig wieder neue Fesseln anlegen in der Materie, die ihnen als Mensch so gut gefiel.. Gott aber will uns aus dieser harten Materie befreien. Sie ist für die Seele Gericht, Tod, Kerker, Verbannung. Die Menschenseele befindet sich in der  Materie wie in einer Sklaverei, wie ein Gefangener, Kranker, Betrogener. Der Herrscher und große Betrüger und Lügner in diesem Reich ist Satan. Jesus aber hat uns aus der Materie erlöst . . . wir müssen dieses Geschenk nur annehmen und Jesus folgen!
 
Nach Swedenborg versteht man unter "in die Hölle werfen" nicht einen aktiven Akt Gottes, in der Art daß die Seelen gepackt werden von Engeln und mit Gewalt hinuntergeworfen werden, sondern  daß die Seelen selbst das Weite suchen, weil sie die Hölle für den Himmel halten und den Himmel für die Hölle. Erscheinlich sieht das dann so aus, daß sie den Himmlischen den Rücken zukehren und nach unten in die Tiefe stürzen.
 
Nicht nur nach Dudde steht in den kommenden Jahren eine völlige Neugestaltung der ERDE bevor. Wo jetzt noch Satan große Beutezüge machen kann mit seinen Scharen, wird nach dieser Umgestaltung kein Platz mehr für ihn sein, denn auf der umgestalteten "höherschwingenden" Erde werden dann Verhältnisse herrschen, die es Satan und all seinen Helfershelfern und Anhängern unmöglich machen, wie bisher zu herrschen und zu verführen. Ihm und allen Weltlingen wird der Boden unter den Füßen weggezogen. Lorber sagt das so: 
 
{jl.ev06.174,07} »... Von jetzt an aber werden nicht volle 2000 Jahre vergehen, bis das große Gericht auf der Erde vor sich gehen wird; und das wird dann ein offenbar jüngstes, aber zugleich auch letztes Gericht auf dieser Erde sein.

Das große Gericht ist geistig und spirituell schon längst im Gange, für die meisten unsichtbar. Man achte noch auf den Zusatz "letztes Gericht"! Danach kommt für die neue Erde keines mehr. Die Erde wird von allem Gift und allem Negativen gereinigt, was auch nach Lorber mit Erdbeben, Feuer, Stürmen und Fluten verbunden sein wird. Da Satan weiß, daß jetzt seine Zeit auf dieser Erde knapp wird, kommt es vorher noch zum Höhepunkt seiner (globalen) antichristlichen Gewaltherrschaft, unter der sogar die "Auserwählten" Gottes in größte Not geraten können, so daß Gott "diese Tage abkürzen" will.

'Himmelsgaben' (Div. Themen)' S. 368 04] Wohl jedem, der solches in seinem Herzen gläubig annimmt und sich nicht ärgert wegen der vielen nun in dieser Welt vorkommenden Teufeleien, denn sie werden nicht lange währen, - denn Ich werde sie Meiner Auserwählten wegen sehr abkürzen, und sie werden darob Mich loben und sehr frohlocken.

Auf dem Höhepunkt der Drangsale wird Gott zur Freude der Gläubigen Selbst eingreifen. 

Wie groß die kommenden Erdumwälzungen sein werden, hängt sehr von dem Verhalten der Menschen ab. So wie es heute aussieht, wo Kriege um die (Welt-)Macht und Gold (ÖL) geführt werden und die Moral zutiefst mit den Füßen getreten wird, müssen wir uns auf das Schlimmste gefaßt machen ! Die wenigen Getreuen werden gerettet werden und können nach der Neugestaltung die gereinigte Erde besiedeln oder eben auch im geistigen Reich Gott dienen. Jesus sagt das bildlich so:

{jl.ev06.174,08} Von da an erst wird das Paradies auf die Erde gesetzt, und ein Wolf und ein Lamm werden friedsam in einem Stalle wohnen und miteinander aus einer Schüssel essen.«

Was passiert aber nun mit den negativen Wesen und unverbesserlichen Weltmenschen ? Zunächst einmal werden deren Seelen nicht vernichtet. Jesus sprach in   jl.ev07.190. Kapitel 05] von einer  "unmögliche gänzlichen Vernichtung" der Seele. Aber sie werden umquartiert: Die Gottlosen » ...werden dahin verworfen, wo die ewige Finsternis waltet im Gerichte, und da wird sein viel Heulen und Zähneknirschen.« {{jl.ev06.173,08} vgl. mt.13,4950} Auf  unserer neuen paradiesischen Erde werden sie jedenfalls nicht mehr sein. Die höherentwickelte Erde hat keinen Platz für sie. Das ist wie in der Schule. Wer sitzenbleibt, kommt eben nicht weiter ! Sie werden ihre Entwicklung weitermachen auf kalten Monden und harten Planeten. Auch handelt es sich hier nicht nur um Jahre, oder um eine neue Inkarnation, sondern um große Zeitenabfolgen mit vielen neuen schmerzhaften Inkarnationen unter Satans Herrschaft, bis die gefallenen Seelen wieder eine Chance ergreifen können, das Ziel zu erreichen, dem sie jetzt so nahe waren. Alle Menschen heutzutage haben die Möglichkeit bei etwas gutem Willen, das Wort Gottes zu lesen oder zu hören. Doch wer nicht hören will, muß fühlen - so sehr uns die Liebe Gottes dieses traurige Los ersparen will. Gottes Liebe mahnt aber sie zwingt niemanden, einen bestimmten Weg zu gehen. In unsere heutigen Zeit (inkl.Swedenborg, Lorber) gibt es weltweit schon zahlreiche neue Offenbarungen Gottes und Seiner Engel.

Liebe Freunde, mir ist klar, daß es auch andere Prophezeiungen gibt und daß man auch manches anders deuten kann.  Ich selbst aber glaube immer mehr daran, daß in naher Zukunft die Ereignisse sich überstürzen und die Menschheit in große Konflikte geraten wird.  Spirituelle und physische Katastrophen werden immer wahrscheinlich. Doch bitte keine Angst haben ! Angst ist eine Waffe des Gegners Christi. Denn wen man fürchtet, dem gehorcht man. Christus aber sagte uns immer wieder: "Fürchtet euch nicht !" Denn Gott ist die Liebe und ER hat Macht im Himmel wie in der Hölle oder auf Erden.  ER schützt die Seinen, wie auch aus folgenden Worten hervorgeht:

 {jl.kenz.147,14} »Ihr wenigen aber, die ihr bis jetzt an Meinem Namen und an Meinem Worte gehalten habt, fürchtet euch nicht, und richtet auch niemanden, so werde Ich euch erhalten und nicht fallen lassen... 

Oder hier auf einem Lesezeichen des Govinda-Verlages mit weiteren neuen Offenbarungen (90er Jahre), die ich gerade lese, wunderbar zum Ausdruck gebracht:

 

Fürchte dich nicht,

denn Ich, dein Gott,

habe dich beim Namen gerufen. 

Du bist Mein.

Du sollst das Zittern der Erde

nicht fürchten,

noch soll dich die zehrende Flamme

des Feuers ängstigen.

Und wenn sich der Wind mit Macht

zum Sturm erhebt

und die Ströme das Land überfluten,

so bin Ich bei dir.

Es wird dir kein Leid geschehen,

weil Ich dich liebe.

 

Die Arche, die uns vor dem bevorstehenden "großen Gericht" wirksam schützt, besteht in folgendem Gebot Gottes an uns:   

»Liebt euch untereinander, wie Ich euch geliebt habe und noch liebe,

so wird man daraus erkennen, daß ihr wahrhaftig Meine Jünger seid.«

 

In diesem Sinne wünsche ich einen schöne Sonntag !

Hans

 
----- Original Message -----
From: Lothar Bross
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Sunday, September 22, 2002 10:55 PM
Subject: Re: [Freundeskreis-Lorberliste] Neubannung nach Letztem Gericht ?

Lieber Hans,

 

Deine heutige Gedanken, die ich bereits in die „Lebensstufen“ unter „Freundeskreis, Neubannung“ übernommen habe, möchte ich mit einem Ausschnitt aus dem Seminar von Karl Dvorak im August 1983 (Bergfreunde-Treffen) ergänzen. Von einer Neubannung ist hier keine Rede. Die Menschen dieser Erde schreiten nur von Gericht zu Gericht, das ca. alle 2000 Jahre stattfindet. Zur Zeit von Jesus gab es das Fischezeitalter, das Wassermann-Zeitalter hat begonnen und wir treten immer mehr in das Feuer des „großen Hundes“, in dem sich Sirius befindet, der das Zentralgestirn unserer Galaxie ist, in dem sich unsere Sonne mit ihren Planeten befindet.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich auf mein Angebot in der Homepage aufmerksam machen, das auf den Erwerb einer CD mit der Homepage für 3,50 Euro hinweist. Einige Interessenten wollten sich die Kosten für das Herunterladen ersparen.

Kannst Du mir bitte sagen, wie ich das Suchprogramm in die Homepage integriere? Deinen Tipp, den Du mir schon gegeben hattest, hatte ich nicht gespeichert.

Deine Musik, die beim Anklicken der Freundeskreisdatei erklang, ging auch verloren. Kannst Du mir auch insoweit bitte noch einmal helfen? Vielen Dank im Voraus.

 

Herzliche Grüße

Lothar

 

 

Dieser Abschnitt hat den Titel:

 

„Göttliche Vorsehung“

 

Emanuel Swedenborg wurde beauftragt, ein umfassendes Werk zu schreiben: „Die Weisheit der Engel betreffend die göttliche Vorsehung. Hierin wird uns vorgestellt, wie die göttliche Vorsehung wirkt.

 

Die göttliche Vorsehung ist vierstufig:

  1. Es gibt die göttliche Vorhersehung,
  2. die göttliche Vorsehung,
  3. die göttliche Zulassung,
  4. das Gericht Gottes

 

Alle Wirksamkeiten, die von Gott innerhalb der Hierarchie Satanas kommen, fallen in eine der vier Vorsehungsaspekte.

 

Die göttliche Vorhersehung

 

Die göttliche Vorhersehung ist die sogenannte Allwissenheit Gottes. Gott weiß genau, was, wie und wo etwas geschieht und sich verwirklicht. Gott befindet Sich in einer Allgegenwart, für Ihn gibt es weder Raum noch Zeit. In Seiner Allgegenwart erschaut Gott genau, was ich jetzt, morgen und in vielen Jahren denke und tue.

Vom menschlichen Standpunkt erscheint es, als sei die göttliche Vorhersehung eine Planung Gottes, sodaß wir nicht anders können. Wir befinden uns aber im Raum-Zeit-Denken. Für unsere fünf Sinne ist ein Denken außer Raum und Zeit unmöglich. Wir können nicht fassen, wie Gott jetzt in diesem Augenblick künftige Zeiten überblickt.

Eckehart von Hochheim formuliert dies so: „Als Gott die Welt erschuf, da machte er nichts. Er hatte schon alles gemacht.“ In der Ewigkeit hat Gott schon alles vollzogen, was sich in späteren Zeiten abspielen wird.

Für unsere Sinne ist dies unfasslich. Wir können die Allgegenwart nicht erklären.

Als Jesus am Kreuze hing, war Seine Allgegenwart, Seine göttliche Vorhersehung von Ihm getrennt. Er musste Seinen Leidensweg als äußerer Mensch durchstehen. Deswegen sagte Er: „Vater, warum hast Du Mich verlassen!“

Die Allgegenwart identifiziert sich nicht mit dem Zeitgeschehen. Trotzdem steht sie in der Allwissenheit des zeitlichen Ablaufs. Gott lebt im ewigen Nun.

In der Ewigkeit können wir dies alle einmal erleben. Sehen wir einmal in das Jakobus-Evangelium und nehmen wir es liebend in uns auf, dann stellt sich mir dieses Werk in Seiner unvergänglichen Liebe in allen Phasen des Geschehens dar. Dies ist die Gnade der göttlichen Vorsehung. Unser Geist ist eins mit Gott, durch ihn ist es möglich, jede Phase des Geschehens mitzuerleben.

 

Die göttliche Vorsehung

 

Die göttliche Vorsehung ist etwas ganz anderes. Die Vorsehung ist keine Planung und Programmierung.. Als Jesus einmal gefragt wurde, was später einmal geschehen werde, sagte Er: „Das weiß allein der Vater und der, dem Er es offenbaren will!“

Die göttliche Vorsehung sieht vor, dass wir alle Seligkeiten erleben dürfen, die Jesus von Nazareth und alle Menschen um Ihn herum erlebt haben. Die Wonnen und Freuden der Maria oder die Seiner Jünger können wir nachvollziehen. Wenn wir dies nicht erlebt hätten, wir könnten diese Schriften nicht verstehen und wir könnten nicht zu Tränen gerührt werden. Was wir in der Liebe zu Gott einmal erlebt haben, kann nicht verloren gehen. Dies sind Ewigkeitswerte, das Reich Gottes ist unveränderlich, dort gibt es eine ewige Gegenwart der Freude und Beseligung.

Die Aufgabe der göttlichen Vorsehung besteht darin, dass sie permanent um unsere Vollendung bemüht ist, durch all unsere Wege während unseres irdischen Lebens, in den Astralebenen, Geistebenen, Himmelsbereichen und in den Gefilden der goldenen Aue, die an den Umkreis der Ewigkeit heranreicht und den Eintritt in die innergöttlichen Wesenheit öffnet.

In der göttlichen Vorsehung erblicken wir den Entschluß, die Kraft Gottes, dass jeder einzelne Mensch hier auf Erden das Hochziel begreift und beginnt, um die Einheit der Seele mit Gott, dem Vater unter allen Umständen einmal zu erreichen. Es gibt keine Seele, die dieses Hochziel nicht erreichen wird. Diese Erde ist eine Kinderschule. Wer hier inkarniert worden ist, befindet sich im Trichter der göttlichen Vorsehung. Er wird immer näher hineingesogen, sodaß er zum Endziel gelangen muß, zur Einheit der Seele mit dem Vater.

Jesus hat gesagt: „Ihr sollt vollkommen sein wie der Vater im Himmel!“ Er spricht nicht vom Werden, Werden ist Zukunft. Das „Ich-bin“ ist sich immer, heute, bewusst,  dass wir einmal eins werden mit dem Vater.

Eckehart von Hochheim hat dies so formuliert: „Und so wirst du mit Gewalt wiedergeboren, in Liebe oder in Leid!“

Müssen wir dann nichts mehr tun?

Um nicht in Leid wiedergeboren zu werden, müssen wir tätig sein. Wir entscheiden in jedem Augenblick, was wirksam wird: Liebe oder Leid. Darin liegt ein gewaltiger Unterschied!  Wir alle werden hineingesogen, aber es ist viel schöner, wonniger und freudiger, alles zu erlieben anstatt mit der Zuchtrute der göttlichen Gerichtsbarkeit (4.Stufe) hineingetrieben zu werden.

Gott führt uns durch alle Sphären.

In irdischen Bereichen wirkt die göttliche Vorsehung durch Trägergeister des Heiligen Geistes über alle Sphären herunter in unsere Aura und von da aus in unsere Gedanken und in unsere Willensregungen ein.

Aber der Heilige Geist wird beim Eintritt in die Hierarchie Satanas getrennt in göttliche Liebe und göttliche Weisheit. Die göttliche Liebe wird von dem Menschen in der Aura als eine Willensregung aufgenommen. Die Willensregung wird auf unsere Wesenheiten übertragen, die unsere Aura ausmachen. Diese Wesenheiten sind aus unserem vormaligen Denken, Wollen und Handeln entstanden.

Nach der göttlichen Vorsehung darf dieser einfließende göttliche Wille nicht direkt wirken, weil die Liebe Gottes niemandem zwingt, sondern einen Handlanger benötigt. Der Handlanger ist die göttliche Weisheit, die wie ein zweiter Arm auf uns einwirkt. Die göttliche Weisheit kommt auch über die verschiedenen Sphären und äußert sich in unserem Denken hin zum Positiven. Gemäß unserer Freiheit, die sich zwischen unserem Willen und unserem Verstand befindet, entscheiden wir uns, was wirksam werden soll. Unser Wille und unser Verstand sind unsere Seelenkräfte. Wir entscheiden aufgrund unserer Freiheit, welcher Gedanke in unserem Verstand wirksam wird. So kann der Gottgedanke direkt als Willensregung einfließen.

Die Willensregung nehmen wir unbewusst durch die Neigung unserer Liebe auf.  Wir nehmen also den Gottgedanken auf und stellen ihn unter die Kontrolle unseres Ichgefühls.  Der Heilige Geist spaltet sich so im Menschen zum Verstand (göttliches Licht oder Weisheit) und zum Willen (göttliche Liebe). Was der Mensch versteht und von Gott als Gedankengut und Erkenntnisse aufnimmt,  muß er mit seinem Wollen verbinden. Wenn der Mensch dies durch sein freies Entscheiden tut, wird  der Ring des vordem gespaltenen Liebe-Weisheitslichtes (=Heiliger Geist) wieder geschlossen. Hierdurch werden wir wieder an den Heiligen Geist gemäß unseres augenblicklichen Zustandes angeschlossen.

Wer sich Gott positiv zuwendet, befindet sich mindestens im Mittelreich. Im Mittelreich wirkt die göttliche Vorsehung über unsere Aura und fließt auf unsere Umwelt. Durch diese Wirkkräfte zieht sie alles an sich heran, sodaß die Vorsehung in unsere Umwelt gemäß unseres Denkens, Wollens und Handelns hineinwirken kann, selbst wenn wir nur Schach spielen. Auch hier ist die göttliche Vorsehung wirksam.

Durch Swedenborg sagt uns der Herr: „Selbst wenn wir nur ein Würfelspiel machen und eine Sechs fällt, so ist dies nicht Zufall, sondern göttliche Vorsehung. Gott mischt Sich überall ein, denn gemäß meiner Liebe und meines Verstandes wirkt die göttliche Vorsehung über die Wesenheiten, die um uns sind. „Nichts geschieht ohne Meinen Willen!“ hat Jesus gesagt. „So wird auch kein Haar von deinem Kopfe ohne Meinen Willen fallen!“ Wenn dies schon bei einem Spiel geschieht, so können wir uns vorstellen, was  erst bei anderer Arbeit oder gar im Beruf geschieht. Die göttliche Vorsehung wirkt überall mit ganzer Kraft ein, aber immer gemäß unseres Zustandes.

Warum lässt Gott Leid, Krankheit, Unglück zu?

Die göttliche Vorsehung hat nicht das Wohl des Menschen hier auf Erden zur Absicht, sondern hat das Ziel der Einheit der Seele mit Gott. Dem wird alles untergeordnet. Unsere Beseligung und unsere Wiedergeburt ist das Ziel Gottes für die gesamte Menschheit, sagt Gott durch Emanuel Swedenborg. Eine Krankheit wird nur zugelassen, wenn sie dem Endziel förderlich ist. Dies gilt für jeden Autounfall, für jedes andere Ungemach. Alles, was uns geschieht, dient diesem Zweck. Dies ist eine große Gnade, sie ist das schnellste Fahrzeug zur Vollendung. Da nimmt Gott keine Rücksicht  auf unseren Körper. Durch Eckehart von Hochheim hören wir: „Und so wird mir die schwerste Sünde zur schnellsten Förderung, um Gott zu erreichen.“ Nach dem Gesetz der göttlichen Vorsehung wird jede Sünde ein Leid, ein Übel oder ein Ungemach nach sich ziehen.

Die Liebe wird uns immer besser munden als die Leiderfahrung. Die Liebe ist keine Schmeicheleinheit, sie ist ein Weg unsres Opfers. Wenn ich nicht bereit bin zu opfern, wenn ich an etwas festhalte, dann muß ich in der Liebe auch das Leid erleben lernen.

Jeder Besitz macht uns besessen, jedes Verlangen und Habenwollen macht uns von den Wesenheiten dieses Gegenstandes  oder der Person besessen. Es kommen Wesenheiten an uns heran, die unser Ego stärken. Um uns aus dieser Liebe wieder herauszubringen, muß diese Liebe sterben. Unsere Liebe muß Gott zum Inbegriff haben. Von aller anderen Liebe müssen wir abgeödet werden. Dann erleben wir die Leiderfahrung in der Abödung z. B. in einer gewaltsamen Trennung, durch einen Konflikt oder gar durch den Tod..

So zerbröckelt unser Besitz langsam. Er muß zur Ruine werden, damit die Gottesliebe unseren Thron besteigen kann.

Alle unsere Wünsche müssen entweder das Ziel selber in sich tragen oder wir gehen den Weg der Leiderfahrung.

Gestattet mir Gott überhaupt nichts?

Durch Jakob Lorber sagt uns Gott: „Ihr könnt euch alles wünschen, ihr müßt dabei aber überall Mich suchen!“

Der richtige Weg ist der, dass ich jeden Wunschgedanken, der in mir aufsteigt, wie ein Heiligtum der Liebe erfasse und sage: „Herr Jesus Christus, Du mein Vater, jetzt ist dieser Wunsch in mir aufgestiegen, aber ich bin dieses Gedankens nicht würdig, ich lege ihn auf den Altar Deiner Liebe! Ich gehe in mein Gemüt tief ein und opfere Dir diesen Wunschgedanken. Das Ziel bist Du, o Vater, bitte lasse meine Liebe zu Dir in diesem Wunsch meiner Lebensliebe nicht ertrinken.“  Wenn ich dies tue, werden die Wesenheiten, die durch diesen Gedanken in meiner Aura stimuliert worden sind, nicht abgedrängt, sondern vom Heiligen Geist durchglutet. Der Heilige Geist muß sich zwar teilen, doch so erhalten wir einen neuen Willensimpuls und ein neues Verständnis. Wir verbinden so unseren Willenimpuls mit unserem Verständnis aufgrund unserer Liebesflamme. Hierdurch schließen wir mit dem Vater einen Bund, sodaß der Vater nun unseren Gedanken mit unseren Liebegeistern annimmt und ergreift, den wir Ihm geopfert haben.  Engel des Himmels fließen ein und durchfluten den geopferten Gedanken. Dadurch wird unsere Aura insoweit von dem drängenden Wunschgedanken gereinigt. Alsdann wirkt die göttliche Vorsehung und so ich den geopferten Wunsch noch auf alle Menschen beziehe, wird er so schnell als möglich realisiert. Die göttliche Vorsehung erfüllt sich so in all unseren Gedanken und Wünschen. Gehen wir mit unseren Wunschgedanken also wie mit unseren Kindern um. Doch vergewaltigen wir sie nicht, stellen sie aber auch nicht über Gott. Alles, was wir Gott opfern, erhalten wir in veredelter Form zurück. Wenn ich Gott über alles liebe, kann ich mir auch alles wünschen. In der Vorsehung wird die Wunscherfüllung zu meiner Schulung. In den Wunscherfahrunmgen werden wir erleben, wann ich richtig und echt auf Gott als Ziel gesetzt habe.

 

Zur göttlichen Zulassung

 

Diese Zulassung bewirkt, dass ganze Ländereien überschwemmt werden, Erdbeben große Verwüstungen herbeiführen, sehr viele Menschen verhungern oder Kriege entstehen. Hier kann der Heilige Geist nicht mehr wirken. Dämonen, Furien, Genien wüten auf dem Schlachtfeld. Sie wirken wohl alle auch aus der geistigen Gottkraft, aber in abgewerteter und von Gott entfernter Form. Gott lässt dies aufgrund Seines Gesetzes der Vorsehung zu, denn das Ziel liegt über das Massensterben oder über die Verwüstungen, über Hunger und Leid. Aufgrund dieser Ereignisse ist es auch möglich, die Einheit mit Gott zu erlangen. Auch in der Zulassung ist die Beseligung der Menschen und ihre Wiedergeburt das Ziel.

Die Menschheit wird stets auf dem Wege des Lichtes und der Liebe geführt, solange dies möglich ist. Gott sendet ab und zu Propheten, um diesen Status zu erhalten. Die Geschichte hat es gelehrt, dass dies nie länger möglich war als ca. 2000 Jahre. Ca. 4000 Jahre vor Christi Geburt wurde Adam Mensch. Ca. 2000 Jahre vor Christi Geburt kam die Sintflut. Die Generation ab Noah konnte nicht länger gehalten werden als bis zur Menschwerdung  von Jesus Christus. Hier begann eine neue Zeitrechnung. Nun leben wir erneut in einer Umbruchzeit. Aus den Offenbarungen wissen wir, dass erneut ein Gericht verhängt wird.

 

Das göttliche Gericht

 

Das Gericht ist die 4. Stufe der göttlichen Vorsehung. Es ist so, dass die Menschen in ihrer Qualität irgendwie verbunden sind. Wohl ragen einige Menschen aus der Masse heraus, aber die Masse der Menschen ist gleichgeschaltet. Jede Generation ähnelt sich. Wir leben  in einer Generation, die dem heutigen Zeitgeist entspricht. Dies ist auch ein Wirken der göttlichen Vorsehung.  Gerade in den jetzigen Generationen  kommen verwandte Seelequalitäten ans Tageslicht.

Wenn Gott erkennt, dass die Masse der Menschen weder durch Propheten noch durch Seher erhalten werden kann, muß Er ein Gericht zulassen.

Die Menschwerdung Adams war ein Gericht, denn zuvor befand sich Adam im paradiesischem Zustand eines Vollmenschen. Es begann eine neue Ebene des Daseins, die sich aber nur bis zur Sintflut hielt. Zur Zeit der Sintflut musste alles ersäuft werden.

Dann kam eine Zeit, in der der Menschheitsstamm total eingegangen wäre. Die Lebenskräfte des Geistes aus Gott (göttliche Liebe und Weisheit) waren total verbraucht. Es herrschten Dämonen, Finsterlinge und Niedergeister so stark, dass nahezu der ganze Menschenkörper kraftlos geworden war. Nur eine Seele konnte den totalen Niedergang auffangen. Dies war die Seele von Jesus Christus, unseres Gottes und Vaters.

Nun erhielten alle Menschen einem neuen Geist. Der alte Geist aus der Hierarchie Satanas war farb- und kraftlos geworden. Durch den neuen Reis aus Jesse Stamm, den wir Jesus Christus nennen, wurde in den Geist der alten Schöpfung der neue Pfropf eingelegt, sodaß der Baum der Menschheit wieder grünen konnte. Dieses Grünen muß aber erst reifen und im Feuer gestählt werden.

Deswegen befinden wir uns ca. 2000 Jahre nach Christi in der Zeit der Feuersflut. Die Feuersflut ist ein Gericht Gottes, das ebenfalls aus der göttlichen Vorsehung gewachsen ist.

Die Feuersflut ist siebenstufig. Die Katastrophenflut wird mit der 5. Stufe ansetzen und in die 6. Stufe einmünden. Die 7. Feuersflut wird unsere Erde in der Feuerflut unserer Sonne aufgehen. Dann gibt es keine Möglichkeit mehr, hier auf der Erde eine Kindschaft Gottes zu erlangen, weil die letzten Wesenheiten der Seelen aus diesem Erdkörper durch das Feuer umgewandelt bzw. verklärt worden sind. Gott wird dann eine neue Fassung der Beseligung schaffen.

Die göttliche Vorsehung wirkt somit seit der Erschaffung Adams bis zum Ende der Feuersflut.

Das 1000-jährige Reich hat bereits im Jahre 1757 begonnen. Damals gab es ein Gericht in den Luftringen unserer Erde. Die Feuersflut ist folglich schon im vollen Brande. Es begann in den Astralebenen und senkt sich immer mehr zur Erde herab. Das Feuer des großen Hundes ist schon sehr wirksam. Dieses Feuer können wir in einer Meditation spüren. Es ist ein Läuterungsfeuer, das irgendwie an uns herankommt, entweder durch Liebe oder durch Leid. An den Zeichen der Zeit , in der Umwelt, an uns selbst , an dem Verhalten der Völker können wir erkennen, dass das Gericht seinen Anfang genommen hat.

 

Göttliche Vorsehung für Jesus Christus?

 

Wie war es zur Zeit von Jesus Christus, wirkte auch für Ihn die göttliche Vorsehung?  Wieso hat Er ein Kreuz tragen müssen. Seine Liebe war doch aufopfernd, Er wollte nichts für Sich!

Jesus von Nazareth war als der alles liebende Vater einmal in Gott die große Liebe, die die Sehnsucht hatte, freie Kinder aus Sich zu verwirklichen. Sie sollten sich vollkommen frei entscheiden, wohin sie wollten. Diese Liebe hatte Er so hoch gestellt, dass Er dafür vor 2000 Jahren  das Opfer des Leides bringen musste, um denen, die daraus geworden sind, den Weg zur Einheit in Sein Vaterherz zu ermöglichen.

Es war ein hoher Vorstoß Gottes, es war das Vorhaben des Vaters, liebende Kinder aus Sich zu stellen und das große Risiko einzugehen, dass aus diesen Kindern der reinen Göttlichkeit Teufel würden. Er musste auch ihnen die Freiheit lassen, die Möglichkeit der Selbstentfaltung bis zur Wiedereinswerdung mit der urgöttlichen Liebe.

Für diese große Liebe können wir dankbar sein, denn sie hat es uns ermöglicht, dass wir Ich sein dürfen. In diesem Ich-Sein-Dürfen enden wir nie. Wir dürfen Ich-Sein auch im Ur-Ich-bin in uns und bilden mit Ihm eine totale Einheit. Am Ende der Laufbahn der göttlichen Vorsehung dürfen wir erkennen, dass wir eigentlich aus dem Vaterherzen nie ausgegangen sind. Wir haben nur ein Weilchen im Herzen Gottes geträumt.

Eine Kraft ermöglicht es uns, wieder aus diesem Schlafe aufzuwachen, es ist die Kraft der göttlichen Vorsehung, die es wünscht, dass wir so schnell wie möglich aus unserem wonnig süßen Schlaf des Eigenbrödlertums im Ego unserer Seele erwachen.

 

 
----- Original Message -----
From: Heiner B
To: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.ca
Sent: Sunday, September 22, 2002 5:21 PM
Subject: Re: AW: [Freundeskreis-Lorberliste] Neubannung

Lieber Dominik
 
würde mich jedoch sehr freuen, wenn weitere ansichten und vor allem textstellen kommen ...
 
das habe ich gefunden, aber es ist nicht's von "neubannung" zu lesen.
 
liebe Grüße
Heiner

[GEJ.10_156,05] Denn wer da erweckt wird durch die Posaune, der wird nicht erweckt zum Tode, sondern zum Leben; wer aber den Schall der Posaune nicht wird hören wollen, der wird auch nicht erweckt werden, sondern verbleiben in der Nacht seines Grabes und in der Gefangenschaft des Meeres bis zur Zeit, in der diese ganze Erde aufgelöst wird durchs Feuer. Denn wie zu der Zeit Noahs werden sie freien und sich freien lassen und sich gar nicht kümmern um die Stimme Meiner Erweckten; diese werde Ich aber dann gleich in einem Augenblick von dieser Erde entrücken und jene mit allen ihren Lieblingen dem alles zerstörenden Feuer preisgeben, zu dessen Entstehung die dermaligen unbußfertigen Weltmenschen selbst das allermeiste beitragen werden.

[GEJ.10_156,06] Und sehet, das wird ein letztes Gericht auf dieser Erde sein, zu dem kleine Anfänge bald nach euch werden gemacht werden! Zudem aber müsset ihr freilich nicht denken, daß solch ein Feuer alsogleich an allen Orten und Punkten der Erde zugleich hervorbrechen wird, sondern gleich nur so nach und nach, auf daß den Menschen noch immer zur Besserung Zeit und Raum gegeben wird.

[GEJ.10_156,07] Es entsteht in euch freilich geheim wieder die Frage, was es darauf mit solchen unbändigen Seelen für eine Bewandtnis haben werde. Da denket aber nur daran, was Ich euch soeben gesagt habe, daß es in Meines Vaters Hause viele Wohnungen und Korrektionsanstalten gibt, und ihr werdet daraus leicht innewerden, was da fürderhin mit solchen Seelen geschehen wird!