Von: hans [cordial@goldmail.de]
Gesendet: Freitag, 22. Juni 2001 14:41
An: Freundeskreis-Lorberliste@yahoogroups.com
Betreff: [Freundeskreis-Lorberliste] Aug auf Aug statt Aug um Aug

Liebe Freunde, 

"Aug um Aug" und "Zahn um Zahn" kann im christlichen Sinn ganz anders verstanden werden, als viele es bisher taten. Gott wollte, so wie wir ihn nun kennen, wohl niemals Rache-Aktionen unter seinen Kindern. Genausowenig wollte Er, daß sich die Frauen verhüllen wie bei vielen Mohammedanern. Auch lehrte Gott durch Lorber uns ein besseres Verständnis zum Begriff "Haupt der Frau", "Haupt des Mannes", wie auch wieder im angefügten Kapitel gezeigt wird.  

Jesus kam und erfüllte das Gesetz und lehrte nicht  Rache sondern Vergebung.  Ist das nicht ein Widerspruch zwischen Mose und Jesus ? Wurde da vielleicht falsch übersetzt oder extra falsch ausgelegt, so wie wir es ja auch von den etablierten Kirchen kennen, die die christliche Lehre zu ihrem Vorteil verdrehten ? 

In der Natürlichen Sonne wird geschildert, was man unter "Aug um Aug" auch verstehen kann und wahrscheinlich sogar soll. Wie gefällt Euch diese Version  aus Lorbers Offenbarungen ? 

[NS.01_063,02] Die erste Regel heißt demnach: Achtung auf Achtung, Liebe auf Liebe und Freundschaft auf Freundschaft! – Dieser ersten Regel folgt eine zweite, und diese lautet: Auge auf Auge, Hand auf Hand und Herz auf Herz! – Eine dritte Regel lautet: Tritt für Tritt, Ohr für Ohr und Gang für Gang! – Nach diesen angegebenen Regeln richtet sich alles in einem Hause.
[NS.01_063,03] Das Elternpaar ist das Oberhaupt der Familie, der Vater für den männlichen und die Mutter für den weiblichen Teil. Da aber Vater und Mutter hier wahrhaft einen Leib ausmachen, so vereinigen sich diese beiden obersten Pole zu einem Wirkungspunkte. Was demnach der Vater will, das will auch die Mutter. Und so ist im ganzen Hause, sowohl männlicher- als weiblicherseits, eine und dieselbe Verfassung.
[NS.01_063,04] Darum ist die Regel: „Achtung auf Achtung“ im ganzen Hause allgemein. Es achtet der Hausvater sein Weib und dieses den Hausvater, und beide werden dadurch eins, weil nur aus solcher Achtung die wahre, reine Liebe hervorgehen kann. – Also achten demnach auch die Brüder ihre Schwestern und die Schwestern ihre Brüder, und also in aufsteigender Linie alle Kinder ihre Eltern, wie auch wieder umgekehrt die Eltern ihre Kinder. Und der jüngere Bruder achtet den älteren und der ältere den jüngeren. Und also ist es auch der Fall bei den Schwestern, und also auch gegenseitig von einer älteren Schwester zu einem jüngeren Bruder und von einem älteren Bruder zur jüngeren Schwester.
[NS.01_063,05] Dadurch ist dann alles auf der Grundfeste der gegenseitigen Achtung durch das Band gegenseitiger Liebe verbunden, welche sich in der gegenseitigen, überaus süßen Freundlichkeit ausspricht. – Dadurch aber sind ja auch alle anderen Regeln schon erfüllt. Denn Aug' auf Aug' heißt doch unter solchen liebefreundlichen Verhältnissen sicher: zusammensehen, einstimmigen Herzens sein und mit Händen einander unterstützen, und ferner auch gerne einander die Füße leihen, gerne einander anhören und gerne dahin gehen, wohin einer oder der andere geht.
[NS.01_063,06] Manchmal wohnen in einem Hause nicht nur eine, sondern oft drei, vier bis fünf Familien, so daß es gewisserart fünf Paare Eltern gibt, die alle mit mehr oder weniger Kindern bereichert sind. Aber alle diese Familien in einem Hause stehen also zusammen, daß da von irgendeinem Zanke wohl nie die Rede ist; im Gegenteil, je mehr Familien oft in einem Hause beisammen wohnen, desto inniger und somit auch gesegneter, geht es da zu. Diese Menschen sind wahrhaft so verliebt ineinander, daß sie sich eher alles antun ließen, bis da einer imstande wäre, einem Gliede der Familie über die Schranken der Achtung nur im geringsten zu nahe zu treten; sondern ein jedes, – selbst schon von den kleinsten Kindern angefangen, die da ihr Kinderhaus verlassen haben, – wird solche gegenseitige Achtung mit der größtmöglichsten Zartheit beachten.
[NS.01_063,07] Aus diesem Grunde lieben diese Menschen auch die Musik so sehr, weil sie ihrem innern Charakter, unter allen Künsten und Wissenschaften die sie besitzen, am meisten entspricht; und die Musik gehört denn auch zu einer häuslichen Hauptbeschäftigung.
 

mfg 

hans